1912 / 253 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 23 Oct 1912 18:00:01 GMT) scan diff

den unten stehenden Geseßentwurf. betre fleischeinfubr

ge

(Anlage "Ot, tenden " ' re . ZTJJZmYblan von'drei Monaten nach der Em Ws Reichstags gefuxrden haben wird, so Tchond 1th die Mo - s .. TYfUUZLU, für die die Zoüerlmchterun wird, zu begimren. in derselben Serg Anlage 2) der

ausländisches

' ' ür den YWLUFridKrdfirekten Steuern folgendes: 1

frisches, auch ?cfrorenes Fleisä) von Zolltarifs bers

Einla ' , ' YJYZJYYU M eine zur ANMFZ?gdxxneingefübrte Flers FVJZFFYÖHL nach den Saßen der

richten.

tarifs zugunsten der Gemein

stundungSordnung, enen Abanderungsvor , . KZVLFFUHHZTÜZXRYFHÜUPUVÜÜMTU den Gememden auf Anbrag Jol!

stunduna

»s-

Finanzminifterium. ttb 1912 * ' - er Der Bundeßrat hat in der S1ßung vom 12.11sz Forüber- der , belder wahrscheinlrch regel- die Erstattung, m, t uhr mögl1ch 1 t, ie ZYÜMWYZ ü "r die emrm '

s?verbltxn, im'tHFtilM e es mr e - e Jnkraitlreten 11an YHÉWVTH ?LZYUYZ

' we ehat er une " ZritritdlYt? Kren stehenden" Grund zu g en edmgungen einverstanden erklart, unter denen

. , U für - d m vor11egenden (Hes? entwurf der Zo ememden WFYeisä? erstattet werden dakx- t b schlusses * ndeSra s e Zur Ausfuh'UZZreiY'iTrs pYeZßiichen Verwaltung der

ollerleichlerung hende Zbeschloffen. Da wegen __ Stundung der Zolle

wischen aber voraussichtlich der Geseßentwurf lichkeit geschaffen bevorstehen

tbenden Bei immungen in (Yiebmijréis eSinne der Nr. 108 des * einem zum

es frei, das Fleisch bei GrenzeingangSamt Verzoilexte VZRMFE

Fleisch [3er ' t d überweisen zu laffew ck rs " er

ou, zunachst ...... «.»th "“““.?x.a1§§“x.x“§é§.1.«s ..

Nr. 108 des Zoll-

die Stundung des Zones nach, n der 39 . den finden die Bestmnnungfeür Kreußen abgabe

1) Unter .Fleisci)" wird

anden.

2) Den Gemeinden siebt

von Fleisch befugten

3) Ani.

Sordnung der Reichsabgabenstundéch€§isten mit der

" ' " aden, ohne in eine Prufung der

furkYUdch zÜntéchlxirlT-k? Yinzuireten und ohne Beéöe'llurrg

ebenso wenig darf die Bew rguÉ;3

Mindestsummer, MAZÉJF auf n

t werden. re Unter-

Kreditwürdi ' Si er eit zu beriangexr, ' Fix:? der ?EntriÖtung einer jahrlichen

Nr. 1 R.-A--St--O-) AbhänZF-AJYFÖ) müssen mit zwei

. 6 . JFF?gYeZleYng'ÉémeindestereZZVFLslelbenOFeixärfeityxie v 5111112??er Stundungsansrkenntmffe ("W Mbeaßftragrin' Spediteur für Rechnung

YFVYYYYZTRsgesteilistwker'denü tLYwYYFUMPFYYKM Und außer- - em n e * PLLUYÖÖTYGZYYZMM Zolleriiatiung sebr VFYFJ de r mit ' für weiches die ZOÜMÜÖWWW beansprucb t ren Stekie «...-...r... Ver"? 1." ?.“.Vxxérbérx..br2;§ V...... . u rag . (FYYZIZYÉ-iieodiiberwikdcslen worden isi, die- VO" der Gemeinde

-- * t worden sind. e örde festgesctzt und 0ffentitch bekannt gerxeasYUt wird, hat die Ge-

C iattungsantrag , ' dße) XXY ?ZYLFÜBÉMT? zuständigen ObelMÜYWÜZFUYUUYFZFZ YZYETWWYHTérlftxlizckymanrieirFiZ, dYeFeAiiinge List eine ErklÉrrurTg " [LW ? W ' * V kau svw? n ZFMF die Festsetzung nnd Veroffentlichung der erVeTkaufsPreise

' bei ufügen; werden die YFM?thändYelrLkaszbüigslrmxine 11636 Eriiärung m doppelter Ausfertigung

V

W ? enen einaZrzmini terium,

kanzler (Reich5scha - s) '

Herren Präsiden

mit Wirkung , auéb gefrorenes Flerséh 130 nun zus reibenden abgeben, den auf einen 35 oder ("1 e von _ YeYtner zugrunde gekegl wird.

12) Die Q 191 _ Na weisunZen . die

se[ ten ? e e auch 9von Amts wegen

abgelaufenen Monat zur

ouMbrtriiY 'sterium des Innern und

13) Naa» vo "ends“; Bcstimmunge 14) bis das ckckck" Kraft getreideet; ZTsitrigemeffenl)eit 13

den RegiermxgserZetxxiileu

m [in, den 16. Oktober 1912. ' Ber * Der Finanzmrmster

?_I-V-T Michaelrs.

An dieterr der sämtlichen Oberzolldirektonen.

Entwurf eines G eseßes,

de Zollerleicbterung betreffend W“- be'Zi'Éisnäyeinfubr. Der Bundesrat irder b an Gemeinden,

1912 a vom OFVÖLYCH aus dem Ausland

'm auf er VO

Ü ren un eins b gen zu angemesienen

di" YF!) ZXY. 108 drs

„jz drr 801181? von

GrUndzÜJe

der Bedingungen. unrer denen Gemeinden

Entwurf eines Geiußes,

erleichterung bei érer Fleischeinfubr, der

D s leiscb miß von der, _ dem 1...x..sz..§. hM113112191111. entweder an e er rau I b cher zu

' b r n Verkaufßan die Her rau ZYZUisYelcxr? Fleischverkäuxrr abgegeben wsrdi.n.d Preise 2) Die von den Vrrbrauchern zu" zahlen. en den Weiterberkäufern vo reibenden HocbsiprUse wer

MTL meindebebörde festgeseß

fur

bekam'ri gemacht. „511 Prelis? durch An zu rngen. , _ sie zuii 4) Die Gemeinde _ck der fur b "ck

d tiierieickyterubg Ge ra ifle)irieerrAbrÜYt,611131211 ExkxläZWg über die Festsetzung der

vorzuZanZoübeiräge kötrßn der Gemeinde illun einer ' se Ösis Anfrage auf C das für die WWU- lege zu richten.» .,- Gemeinde, (9

ttung der 30

mehrere

LMUWWW' G einden zum gemeinsamen Bezugs Ver- 6 aben Ick 1139-77ka M* - - je und fügt einigt? j? ersiatiek dre fuhrende Gemeinde d1e Anze YanÜvMUK ,; “rs“

- '; 5 Erklärungkn der einzelnsF,GEWINN«YkZ-chéjivkizaeyre von diesen für 7)_Die..O.l* X:?"M'ÉrskaktungSgnträge zuständig sein soll. Beim Eingang der späteren Erklärungen 1st entsprechend zu verfahren.

_ .- 8;.Die-Ax:Faäge.auf„_Zoll_exsia1tuog _ . sind monaiweise bei dem nach Nr. ? zristandigen Hartptzollamt zu ste en, und zwar Von einer jeden Gemeinde besonders, auch wknn der BLzUJ des Fleisches «?meinsam mit anderen'Gemeinden bewrrkt wvrden ist. Die Anträge haben sich auf 110€ Fleischmengen zu erstrecken, die im Laufe des Kalendermonats dcn Verkaufssteilennwergl. Nr. 4) über. wiesen worden smd. Als Belsgr find den Antragen folgrndeSchrift- stücke beizufügen:

:1. ein Aukzng aus d€11 Büchern der Genieinde, aus dem sich ergibt, wievikl Fleisch (nach dem RLiUJLiViÖt), welcher Art, an wsichn Tagen, an Miche Verkaufssiéüen zum Absatz an die Verbraucher abge'gebcn worden, und weicher Preis den Flcischberkälifern in Rschnung gssjrilt wordcn ist, fernkr wann, mit Wklchem Betrage und bei wrichkr Zyli- itcilb das abgegebene Fleisch bcrzolir wordrn ist, ob der Zoli bar gszablr odér gesiundct worden ist, endlich wieviel der Einstandspreis für Rechnung der G€meinde be- tragen hat. _ „_ .

Der Einstandspreis für das Fl€11ch ist zu berecbnen aus den Ansckoaffungskosién abzügiiä) “(cs genossenrn Skom'bs, aber zrrzüglici) dsr Fracht, der Uniersuckxnngsgebübrcn und d€r sonstigen Auslagen (Spesen) für Lieferung *srei Be- stimmnngsort und Mis 18 „46 Zrii fiir den Döppsizkntner.

. für jrde bezoxzrne Sendung dEr Frachtbrief Und die Zoii- quittung oder eine Bescheinigung der ZoiisteÜe iiber die Abgabe drs Stundungsanerkenntniffss 3 drr Z.-Si.-O. und § 20 Nr. 4 Z.-K.-A.); aus den Sebviftstücken muß hervorgehen, daß sie fiir Rschnung drr Gsmcinde aus- gestellt sind.

ZU & und 1). War das Fleisch bon Mebrsrcn Ge- meinden gemsinscbaftlich bczogen, so werden die Nach- weisungen über die Bezüge durch die fiibrmde Ge- meinde aeliefert und die empfangkndén Gemeinden nsbmen Hierauf [edi iich Bezug.

. ain Abdruck der Veröffentl (bungen, durch die die Verkaufs- stellbn und die Von ihnen einzuhaltenden Verkaufspréise der einzcinrn Fleischsorten bekannt gemacbk worden smd; bei späteren Ersiattungranträgen kann ans den dem ersten 5Lin- trage beigefügt gewesenen Abdruck Bezug genommcn werden, sofern in dem Verzeichnis drr Vsrkanftstsiien und in den Verkaufspreisen keine Aendérung eingetretcn ist.

(1. die dBerÜynung der Zollbetrage, dercn (Erstattung brantragt wir .

9) Das Hauptzoliamf hat sich zn übcrzeugrn, daß die Voraus- seßungen der Erstattung Vorbandsn smd, insbcswdcre das; bei dem an Fisisckywrkäufer abgegebünen Fleisch der Uebcrlaffungspreis, der diesen Von der Gsmcinde berechnet rst, den Einstandspreis der Gemeinde nicht übersteigt.

]0) Sind die Vorausiewmgcn der Erstattung gegeben, so hat das Hauptzollamt die Antrczae nebst Beicgen mit einer Crsiattungs- berechnung nach dem üblichen Muster der Obkrzoildirektwn zur Prüfung, Vescbrinigung und Zahlungsanwcisung einzureichen.

11) Die Obrrzoildirektion bat obne Riicksicht darauf, ob der Zoli in Preußen oder in einem andersn Zoildersinsstaate zur Erbebung kommt und ob er bar cingxzablt oder gcsiundeb ist, die Beträge und den Zahlungstaa der zu erwartenden Beträge festzusr'ßen und die Ober- zoilkaffe zur Zahlung und Vcrrxchrmng drr Beträge alEHeraaézablung bei den Zöllsn anzuweisen. Dre empfangsberkcbtigien (Gemeinden find hierbon zu benachrichtigCn. Als Zahlungstag ist (ruck) bei den nicht gestundeten Beträgen der letzte Wbrkta des Monats festzusetzen, in dem die SiundUngsfrisi nach § 4 der .-S O. abiaufkn Würde-

.

dre

«FÜT- ,d_a§ €,incE1Üine._FiJ]ch- _

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r*a Sia..Méb1-„

Oberzolldirektion ......... „ck". 13. Nr. . ._ ......

_ . „_

NachWLisung derimMonat.......*19..

..... d€n„

„ckck“ ._ _

zolibegünstigte Fleisch Von Viel).

, . “eden Monats onen haben bis zum 5 eweYftattung an-

' dem uniensiebenden Muster (AYZF

n ist sofort zu verfahren,

nur mit der Anweisna Zur Zahlung der festgeseßten Erstattungen ist

u Warten z , um Zw-e der_„NaÖPMfung den Gemeinden eingerercbien

erkaufsp'lie NU) die v?annsch und in geeigneten Fallen

Anlage 1-

mäcbiigt, für die Zeit bis zum 31. für eigene Bundesrats vor- Preisen an die Verbraucher

' ' Szoü bis Zoiltarrfs erhobenen Eingang [1-

' w an att der Zo Betrag zurrsiatten, der fich ergibk-WLUN füß den Doppel-

Arrlage 2.

betreffend VorübeZzgocllZende Zoll-

der Bedingung" des bestimmten Hochst-

* von der Gemeinde;- 3) Die Preise und-iie VerkanSsxuererékarjiaufssieUen find die

behörde öffenrlichlag jadeutlichsk SMM zur Kenntnis

ändigen ZoUdirektivbsbbrde zu macbrn,

für 3 Monate ohne Be-

SicherheiZZstung gLstundeleFTYLen'find monarrreise an

tamt unter Beißügun dige HWP Hauprämier rm

“K*ÉÖDirekxzyhxhördx-«WEM HauptamYéÉÖ„

. . „.:.: - ,„ „„.-«„.. »? ständlg tft).- 'LYF'MMJSJ und Ersiattungsverfabrens -.?-cin eéikmanzbehörben geregelt.

3) dem sichs-

der„ fest-

ge es

bei der

März 1914 die frisches, Rech- [)

nach dem

für aus-

und die den Von der Ge-

der KÜUisk

mrtz'u- Vörkaufsprelis

burxtages IbrerMajestät der fand Abends bei mahl statt, an das

weiten Kammer

nach

W in Arbeit befindlichen (Heseßentwurfs in keiner ange mit Yht therng

eunru igu . . YeelséHYxriithxltende preußfr ckÉerund der Versaiiier Bayern keine Gültigkeit hat. lediglic? „ältere Gültig M zum

in s einem Regelung

gestern der Ministerpräsidenf

" ' deH gestriger G9- AnlaZlYs e r '1 NL? tlr dZK 1),er 1 gels?! ' "t 11 im Neuen a 111 U ,-

Jhsirc?)n LY? 1rethrrcxsiLalische Unterhaltung anscFloß.

- . Oktober.

Bayern. ' heute vormittag der

. . t , Die bayerische Regrerung r hTine H K rieg s zustands- den E WWder Begründung der Vorlage

' it

. .B.“ u entnehmen'ist, bande

„Weiréer Lückze des blgdbesrlsWYeregérk'T ' -' ' 1111 e U

dre Embrmg g leiZusamer-

den derzeitigen Vorgängen am Balkan. ES 2-

" , . - ' k'n Anlaß M fur dre offentliche MUFngaHUfür das übrige

Die Sachla e ist die, . terie reqelnde ? die gleiche Ma VeriÉige "111

“ts leben für ayxrrr AUdYTxZZlgunxx, deren rech'tltche Unter diesen Umstandezr daß Bayerrr d1e reichßrechtsrchrn

s ugehen lassen. seHéiznerzOJieldun-g des fick) um die Außfuüung Landes. Insbesondere steht

hre 1851 an

Verordnungen JW?

Teil bestritten ist." ' ' ' eboten ielt eZ dre bayerische Regrerunquxkur Jois zur

Rechte brstehende L selber außftrilt.

Oesterreiéh-ngarn.

' ' tens aufe stLÜiL österrerchrschen A(ZonrÉHiirgkb den rrryeu d den neuen Ackerbaummnter

Darauf unterbreitete deruFinananZz'Miskkzeerr TQM [ ski den Staaksvoranschlag fur 19 ' rd 3137.)

FÜTUÜ des W- T- B.“ Gesamthßgaben VIZ? YYiÜj-ÜÜLKT ?) “er]; g ( egxniiber dern VokiÜHW LFU PWS VM ..“ d 1 Vor; 1311 rorren g . Z1Z7,5 Miüwnen (gegenuber en

6 aka'LUWlWM VM ,- ' ' 1. Der Uebrr- Gs 'n PLUS von 102,4 MtllwneU) UUfWUs 1913 sollen im

" 't 0,3 Millionen. Im „Jahre ' . LFZFÉLZYBM, aussthlirßlick) fUr WMWYéLsterYÉ ganzexem Kreditweae beschafft werdbn. „Fur nglTck)? durcb Mf “men Staatéoschuid sollen 72 M1llionen, UE'nnahmeu UNIMET UU Hrenre sondern aus den [auf?nden 1 Kredii- d1e LgJetg werden. Die für 1918 'angejprochxye?„r 191“) ÜUFJLFMM sind um 44,7 Millionen geringer aisl 1219111 W201 Ysera 1[l)er'11c1)zeitig vorgelegte ZentralrscbrmzrgéZabsci) Durch Eiri- Ö'GW"«Wb 21? 1123311225111“ ... S.... ??)?(TZWFUJYT1Z1YéYTYer durch den zu *erwcrrtsnden Mrmz-

' ' " er rälirnitrierurrgbir der gewinn von 7 Miilionßn und MWHbZOsFck) Pder zur Bilanzwrung

Im

' andesZm'mifter Schuster rm

“enker vor.

g der Be- Bezirke der

Anlage 3. ten . ..

„19..

" ".*“ „_____,._

" zur Erstattung angewissenen oll- betrage für das bon den Gemeinden dss Bezirks eingeführteZ

Reingewicht dss zum Verkauf abgegebenen

Fleisches der & 1). friseh, auck) gskübii 1chQ

Zur Erstattung ange- wiesensr ZoUbetrag

Der Betrag ist zu Zahlen

Bezeichnung

Gemeinde SMN?"

Lauisnde Nr.

122, „-z „z

Name dss Hauprzoliamjs, bei dem die Erstattung beantragt worden ist.

" Sonstige Bemerkungen.

angelegenheiten. Der bisherige Oberlehrer an der Realschule

Robert Kremer ist zum Kreisschulinspektor in nannt worden.

und Forsren.

bezirk Allenstein ist zum 1. Dezember 1912 zu

Ministerium der geistlichén und Unterrichts-

zu Dortmund Meschede er-

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen

Die Oberförsterstelle Breiterrheide im Regierungs-

besetzen. .Be-

werbungen müssen bis zum 1. November eingehen.

YishfamtlicheS; Deutsches Reich. Preußen.

Berlin, 23. Oktober 1912.

Die vereinigten Ausschüsse des BundeSratS für und Steuerwesen und für „Handel rind Verkehr sowie der Ausschuß für Zoll- und Steuerwesen hLeiten heute Sißungen.

Zul]-

Einnahmen um 148 JNiÜioneU FWW von 197 MiUionen.

* liche , des Vorcmick)[WeS eédeer, ' " e in emem Der Finanzmimster Rüter von Zaleskr fuhrt 7 „Exposé aus: - la „„ 51a Finanzverrraitunß xtr“ Mf“ kinzä'sWÜÜSÉWWJKY-«WKL?:“FOTTÜÄMFZÉZOY “,'StaatSeinnahmen in den letzten Jahren verseXe die Finanzberwanunxx "111 die Lage, bei aÜer gebotxnsn Vorsicht die innahmsn drs Budgcts hobxr zu bergnschiagxn. (Yi'genüber rer Einwendung, daß die un- ruhtgen Yerhaltmffevim Sudosten Linen Strich durch die chbnmrg machen konnrén, erklart? der Minister: „Wir alle hoffsn zubxrficbtiicb *- rci) sage dies unt ailem Nachdruck und auf Grund wohlbegründrikr Wahrnehmungm „_, daß es gelingen wird, die Ereignisse auf “(Ew VaikikriY'Ux'P *K'rr*-x;e'genwär1igerr Schauplatz Solitkn Zuci) infolge ,drs Vorübérgrbendrn Aislauebs der wirtschaft- [uYen Konxunktur „ernzelne Staatseimtabmen xine Zkitlang Uwaé trager flteßen, so" rst es gSiVlß nicbt alizu optimtstisch anzunebmew. daß dEr Anlaß fur diese Stockungen noch im Laufe des Jahres 1913 wieder schwmdsn und Handel und Wandel einrn Lrneutcn Liusschwung nehmcn werder!- Wir miiffcn Vertrauen in die Kraft unssrer Vfolkswwtscbaft haben und von diesern Vertrauen, ,geyaart mtt Vorsicht, uns [Siren iaffrn.“ Tsr Mmrsts'r wreswdgnn anf das normale Anwacbskn des Auögabsn- Ztais bm, womit dre Grundlosigkeit der bkrbreitiirn Iärmnacdricbtrn uber angeblich beabficbtigte Drbjseiunacxn auf volkswirisébaftlicbem Und kulturxilem Gebiete erwtesen sct. Der Ministsr führtk die wichtigsten drr Eriedrgqng barrenden Vorlagkn an, darunter dieDienstpragmafik, wassrr- Mrtscbaftfitche Maßnabmcn rind die Sanierung der Landesfinarizen, wr-für Line Erhohung der S1aat§smnabmen durch ElsÖliLßUUg nsucr Finanz- anÜM 11nb€d1ngt notMndig erscheine. „Wir sobten", fuhr der LNmister fort, „deri mannbaften Entschluß faffrn, jc-nc Elemente zn sammeln, die Zrnetgt sind,. die der Erledigun der Steuervorlagen entgogensiehepdeu Schwierigkkirsn im Einberue men mit der Raga?- rung zu bLsLtUgM. Die, Entwicklung unserer Voikswiriscbaft bieret im großen und ganzen emrrfreulicbes Bild. Tia dic?jäi)rige Ernte wird mr Durchscbrritt als ubrrrnitteibezeichnxt. In der östrrreicbischkn Industrie hat die Besserung rer Lage in diesem Jahre weitere Fortsäbrrtts gemacht. Arts das im allgemeinen giinstige Bild unssrer indusirxelirn Lage hat sich allerdings in den icßten Wochen infolge des Kriegdausbruchs auf kern Balkan cin Schaticn qelkgt, da wicbkißé Aufnqhmrgebiete unseres Exports für rinige Zeit für den Verkbbr nichi m Brtracht komxnen und fich auch der Ware::krcdit schwierirxkr adwwkelt." Jm rv€1terc11 Verlauf seines Erbosés verwies der Finanzminister auf drs ubertriebene Vernachlässigung des "Anlaß?- markres" zixgunsten des Aktienmarkfes. Die gro 6 Aanh[ von Kreditkaufkn auf"Deckungen sei zu einer großen wi-tsZaffiichrn Grfabr gewvrden und battZ (ms Ayiaß der Baikanereigni „e zu den Derouicn an der Wiener Boris gxfnhrt. Der Minister brach die Hoffnung aus„ daß das "Pubiikum und der Markt aus diesem schmerzboiien Erergxns die notige Lehre zur Mgßiguna ziehen werde, Und erklärt?- daß die Entwicklmtg der'österreiäyiickycn Banken- und sonstigen Kredit- orgarrtsattonenefick) auch 111 drrfem Jahre in Erfreulichcr Weise boliziebr. Gestnßt anf dress auf der VOÜLU Höhe drr internationalen modernrn

zuanrnde Nationalkapital seine Aklionökraft Voll rntwickeln. Ein bezeichnendes ,Berspiel nach dieser Richtung biete die Tatsache, daß es der „_Ocstérrctcbiscb-Ungmistben Bank gelinge, die Kurse der 1111?- 1and11chchnxDeviscn nnd Vaiute'n auf ihrer normalem Höhe zu erhalten. DSL? thstrr bat sodann um baidigsie Erledigung des Yoranschlagk-

'Hrcrcruf setzte das HauS die Verhandlungen über das Eprdemregeseß, fort; Am Schluffe der Sißung richtete der Yroattsckx Abg. Brgnkinr an den Präsidenten eine Anfrage." 111 der, er auf dre Fortdauer dss Regimes Cuvaj in quatren trotz, des versprczcbenen Einfchreitcns des Minister- prasrdeniyn hrmmes und erklärte, das; gegen eine Militärdiktatnr m Kroatrcn “als, gegen eme Schande und einen Rschtsbrucb von vornherein Einspruch erhoben werden müsse. Biankiui schloß:

" „Indem wir dcn Baikaniriidern von ganzem Herzen dyn SM] wunschn, dsnken wir tief e1bxttcrt und gedrmütigt, aber nicbt hofi- mmg-ios, arrunstr Z))?azcdonien, unsbr türkisch verwalteiks Kroatien. und fragcn dre maßgebenden Stadtéfaktorkn, wie lange die kroatiscbe Schande noch fortranern wird." *

zn“ b'esäzräd'krrs“

Kredittcchnik stklwnde Orgmisation könne das in brfricdigender Wrist? -

Unier den Eingängen wurden dem Hause übermittolt:

* der Staatsvertrag mit dem Königreich Sachsen, betr. die Ver-

legung der österreichis :sächsischen Landesgrenze zwischen den Gemeinden Weipert ( öhmen) und Hammer-Unterwiesenthal *Sachsen); eine Interpellation Pernerstorfer (Soz.), betr. die eunruhigung der ößentlichen Meinung durch die KriegSgefahr. ES wird darin ange ragt, ob die Regierung bereit sei, ihren verfaffungSmäßigen Einfluß auf die gemeinsame Regierung dahin aUSzuüben, daß Oesterreich-Ungarn sick) unter keinen Um- ständen in den Balkankrieg einmenge, die Regelung der staat- lichen Verhältnisse auf dem Balkan den Balkanbölkern über- laffe,__s1ch selbst aber in jedem Falle in Frieden verhalte und die öffentliche Meinung darüber beruhige, daß der friedliche Charakter der österreichisch-ungarischen Politik in jedem alle erhalten bleibe. Weiter eine Interpellation des tschechichen Sozialdemokraten Nemec, in der gefragt wird, ob die Regierung durch ihre Erklärungen alle Gerüchte der Lüge zeiben wolle, als woÜte sich Oesterreich-Ungarn aus bestimmten Ursachen, hauptsächlich wegen des Sandschaks, in die Balkanangelegen- heiten einmischen. Wie die „Wiener Zeitung“ meldet, sind die Dele- gatkionen für den 5. November nach Budapest einberufen wor en.

Großbritannien und Irland.

Jm Unterhause standen gestern verschiedene Anfragen auf der Tagesordnung.

Wie „W. T. B.“ berichtet, erklärte dsr Staatssekrciär des Aus- wärtigen Amtes Sir Edward Grey in Beantwortung einer An- frage", daß bei dem kürzlichen Besuch des russischen Ministers Sasonow in London die Notwendigkrit, für Pers ien eine angemessene Anleibe aufzunehmen, boiisiändig anerkannt wwrden sei. Die Sach sei noch Gegenstand sorgfaltiger Erwägung. Die Frage, betreffrnd linen nsuen ,finanzielixn Ratgrber, sei nicht speziell aufgeworfen wordrn. Aber es ei anerkannt worden, daß, wenn die Finanzieute übereingckommen seien, eine strenge Schatzkonirolic ais Bedingung für eine Geldanleibe zu fordern, die persische Ne ierung dies in Erwägung zicben müsse.

D_er Abg O'Grady ?ragte an, ob Sir Edward (GM) amtlich Nachrichten darüber habe, daß Hinrichtungen und Nieder- me elungen' von Persern in Täbris aufB€febiSchudscha ed „arrlebs, cines Generals drs früheren Schabs, staitgefunden hätten, weil die Betreffenden" cm der Rebolution teilgenommen, die zu der Cnttbronung dcs fruheren Schal) geführt babe. Ferner fragte O'Grady an, ob Grsy Kemrtnis iadon habe, daß Schudscba ed_ Daule'k) noch nominell sieÜberfretender Gouverneur in Tabris 76-1, und, daß er durch den Einfinß der rusfi- fcbkn ngrerung m diesxr Stbüunq gsbaisrn werde. Dsr Siaatssekretär Grey bernemte die Erste Frage. Auf die zweite Frage erklärte er, Schudsckwb cd Dauleb sei drm Namen nach Gonderneur bon Maraga, biule Msiien von Täbris errtfernt, und rrevn er ami) zéiiwkiitg ais SteUrertrextbr des Sexbabdars, der am 1. Sebtémber in Täbris Eingetroffrn wäre, fungiert habe, so sei doch, sowric er untsrrichtet sri, kéin Grund zu der Annahme bor- handen, ddß er in dieser Steiiung durcb cinen Druck der rusfischen Regierung gkhaiten werdcn Da er wisse, daf; man ibm zur Lair lxge, daß er für das Vorarben Schndscha ed Danleks verant- wortlich sei, nehme er gern die Gsienenbeit Wabr, zu erklären, daß es boiiständig unrichtig ssi, daß er irgend einen Schritt zu seiner Untérstüxzur'g oder für s€ine Ernsnnuna unternomme'n hätte. Zu Anfang des Jahres babe der britiscixe Gesandtb in Teheran iiber die Steiiung Schuischa ed DaUlebs zur persischen Regierung Infor- mationen eingezogc-n, irgend ein weiterer Schritt bon britischer Seite

sei aber nicbt erfolgt. . Frankreich. Die französische Regierung hat die volle und unein-

geschränkte Souveränität Italiens über Libyen anerkannt. Wie die „Agence Harras“ meldet, werden fick)

'die beiden Mächte jth Über die Punkte eines Abkommens

ins Einvernehmen soßen, durch welches die Steiimrg Italiens in Marokko und Frankreich in Tripolitanien auf der gleichen

--eLJ€UU-Tlxugo- geregelt werden soli, DasAbkommen wird, nach

seiner Unterzeichnung veröffentlicht werden. __ Jm gestrigen Ministerrat erörterte der Minister- präsident Poincaré die äußere Lage.

Rußland.

Der Thronfolger hat laut Meldung des „W, T. B.“ den gestrigeti Tag ruhig verbracht. Er ist ohne Schmerzen und schläft viel. Die NahrungSannabme hat sich gebessert.

Italien.

Der österreichisch-ungarische Minister des Aeußbrn Graf Ber_chtold nebst Gemahlin, der italienische Minister des Yeußern Marquis di San Giuliano, der Unterstaatssekretär 1111 Ministerium des AuswärtigenFÜrst di Scalecr, der öster- rerch1sch-ungari§che Botschafter in Rom Mérer) von Kapos- Mére und der italienische Botschafter in Wien Herzog Avarna sind gestern vormittag von Pisa in San Roffore an- gekommen. Graf Berchtold wurde, wie „W. T. B.“ meldet, vom König Viktor Emannel in Privataudienz empfangen und Überreichte ihm ein Handschreiben des Kaisers Franz Joseph. In der Zwischenzeit empfing die Königin die Gräfin B2rchtold in Privataudienz. Abends kehrten der Graf und die Gräfin Berchtold mit dem Marquis di San (Giuliano nach

Pis a zuriick. Türkei.

Vom bulgarisch-tiirkischen KriegEschauplaH ist gestern, einer Depesche des „W. T. B.“ zufolge, nachstehende authßntische Meldung in Konstantinopel eingetroffen:

Die tiixkiscbcn Truppen fabrrn fort, sicb aus den Grcnzgegenden des Wiiajkts Adrianopel zurückzuziehen, nachdem sie die Dörfer in Brand 967th haben. Sie sind brr€its bis sieben Kilometer nördlich Von Adrianopel zurückgkgangen. In der Vorgestrigen Nacht sollen 8000 Mann türkische Truppen südlich bon Adrianopel in dcr Rick)- tung nach Dimotika zurückgegangen sein. Gleichfalls gesjsrn hat fich die türkische Armee, die an der Struma opcriert, bon Dschumabaka ngxb Demir Hisar zurückgezogen. Das fünfte türkische Korps ist Von Koprülü aus im Vormarsch nach Nordosten gegkn Kotscbana begriffen, das sechste rückt gegen Jstip vor. Eine bulgarische Division VLksUÖt dsr! KresnaVaß zu wrcicren, eine andere marschiert gkgsn Pebcebo- Dux, Türkischen Truppen wsicben Vor den andringenden Bulgaren zuruck. Auch die Gegend von Timrasch und Paianka ist von den Bulgaren angegriffen worden.

Eine weitere amtliche türkische Meldung vom gestrigen Tage besagt; daß die türkischen Streitkräfte an der MariHa, die zum Angriff übergegangen sind, gégen Mittag östlich vom

busse Tundja auf starke bulgarische Abteilungen trafen. „Le Türken gingen um Angriff vor und es entwickelte six!) eme Heftige Schla t, die für die türkische Armee einen Kynstigen Verlauf nimmt. Die türkischen Streitkräfte im Westen rießen vor Kalimame (?) ebenfalls auf bulgarische Truppen und wurden mit ihnen in ein Gefecht verwickelt, das noch an- dauert. Bulgarische Banden, die aus Bulgarien gekommen waren, und denen sich bulgarische Landleute der Kasa OSmanje Mgeschloffen hatten, operisrtcn in der Kasa Djumaibala in der 1

NäYe des Defilés von KreSna und griffen dieborrigen tür ischen Soldaten an. Die Türkerr antworéeten mrt emem hrftigen Angriff und vernichteten dre Banden fastfvoUständig. Einigen Bulgaren gelang es, in die Berge FrenMeLM D1e Banden hatten aile umliegenden Dörfer in and geteckt.

_ Nack) Meldungen ausSofia haben die bulgqrtschenTruppe-n die Ufer der Bregalnißa, Struma Und Mesxa M ihrem Ober- lauf beseßt _und die “kleine Stadt Dbulen m derLFone von Kirdschali genommen, wo ihnen eme Fahne, 5 Kisten Patronen, 80 Mausergewehre und eine Menge von Monturen und AußrüftungSgegenständen in die Händx fielen und, 45 Mann zuerfangenen gemacht wurden. Auch die Stadt Krrdschal ist ge (1 en. '-

Während des gestrigen Tages kreuzt? das türkische Ge; schwader in der Gegend des Kaps KUÜUkW- hielt sich aber in ziemlich weiter Entfernung von der Küste. Gegen Mittag feuerte ein türkisches Torpedoboot mehrere Granaten auf die wererhalb des Kaps gelegene Küste ab, ohne Schaden anzu- r1 en,

_ Die Kriegslage an der serbischen Gren e wird von amjlicher serbischer Seite folgendermaßen dargefte t: Die dritte serbische Armee und die Ibar-Armee hatten auf dem Terrain von Velja Glava bis Raska und in der Umgegend von Novibazar gegen die Türken und Albqnesen erbitterte Kämpfe zu bestehen. Die Stärke, des Femdes wird auf 40 000 Albanesen und zehn Nizamabteilungen mit vier Batterien geichä t. Vorgestern früh begann die dritte Armee eine energische Offenwe, warf den Gegner zurück und erreichte Malo-Kosovo. Der Feind zog sick) eilig zurück. „Bezüglich der qur-Armee, deren Vorposten sich vor SjemZa befinden, smd „vom Javorgebirge giinstige Meldungen eingetroffen. Alle türk1schen Biockhänser find bereitéz eingenommen. Den gestern Nach- mittags in Belgrad eingetroffenen offiziellen Bertchren zufolge ist die 3. Armee nach heftigem Kampfe in Prrschtrna einge- riickt. Eine Kolonne der 2. Armee hat Kratowo, eme andere Kolonne Kotfcbana genommen. Die 1. Armee befmdet sich noch vor Kumanowo. Gerüchte Über die Einnahme von Kumanowo sind demnach vorläuftg noch unbegründet. '

Türkische Blätter melden, daß das Dorf Boshtnewze, bei Ristowaß, nahe an der serbischen Grenze, das von drei sßrbisckwn Vaiaillonen und Kavallerie beseßt worden war, von türkischen Truppen mit Artilierie zerniert und bsschoffen worden sei. Die Serberr seien fast vollkommen au gerieben worden. Die Riickzugslinie der Serben, die gegen rischtmcr borgerückt sind, soli abgeschnitten sein. Die serbischen Truppenlmren soilen sick) bon Kraljewo bis nach Trgowisck)! e erstrecken. ' * An der montenegrinis en Grenze rst von „W. T. V.“ verbreiteten Meldungen aus türkischer Quelle zu- folge bLi Grrsinje Heftig gekämpft worden; die beherrschenden Punkte sind von türkischen Truppen beseßtworden; Auch sollen die Türken nach wiederholten Stürmen Bjelopolre wreder ge- nommen haben. ,

Von amtlicher montensgrinischer Seite wird erklärt, daß die Nachrichten über einen Sieg der 1Ürkischerr Truppen bei Podgorißa Unbegriindet seien. Die montenegrmrsehe Armee habe bis jeßt nur Erfolge zu verzeichyen. , ' montenegrinischen Truppen sei selbstverständlrch' mrt de- deutenben Verlusten verbunden gewesenÉe Verlustzrffern se1en erklärlick) durch die Zahl der türkiscß Truppen, von denen über 6000 Mann in Montenegro kriegSJeZangen seien.

* Gestern nacht haben die auf emnos gelandeten griechischen Truppen in Stärke von 500 Mann nach einem kurzen Gefechte die Hauptstadt Kastro beseßt. Auf der Znscl wurde die griechische Fahne gehißt. Drei türkische Ofsrziere und 42 Mann wurden zu Gefangenen gemacht.

' Mkrikax'“ " '

Der canadiscbe Premierminister Vorden hat gestern laut Meidung des „W. T. B.“ dem Herzog von Connaught die Demission des Ministers der öffentlichen Arbeiten Monk unterbreitet. Die Demission wurde angenommen. Monk zieht sich zurück, weil er in Fiottenfragcn mit Borden nicbt Übereins1immt; er ist der Ansicht, das canadische Flotten- programm solite den Wählern zur Genehmigrmg unterbreitet werden, während Barden ein PlebicZzir für unnötig Hält.

* Nach einem vom „W. T. B.“ verbreiteten Telegramm 0112 Veracruz haben die Regierrmgstruppen gestern mittag den Vormarsch gegenVeracruz begonnen. Der Kommandeur hat sich geweigert, den Nichtkombattanten eine weitere Frist znr Ueber- siedelung nach der neutralen Zone zu gewähren. Auf den Schiffen im Hafen befinden sick) jbtzt zehntansend Mexikaner und fünftausend AuBländer, darunter die ausländischen Konsuln.

Afrika.

Der „Agenzia Stefani“ wird aus Zuara gemeldst, daß der Hauptmann Camera vorgestern ein Schreiben des Generals Tassoni nach dem türkischen Lager bei Garbia gebracht habe, um eine Zusammenkunft von Unterhäudlern beider Parteien festzuseßen. Der Lagerkommandant Mohamed übergab dem Hauptmann ein Schreiben für Tassoni und versicherte, er werde, sobald er dazu ermächtigt sei, Ort und Stunde für die Zu- sammenkunft angeben. '

Nack) einer derselben Agentur aus Trip oli?) zugegangenen Meldung, haben die Konsuln Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, Frankreichs, Großbritannienß und der anderen Mächte dem

ouverneur gestern einen offizicilen Besuch abgestattet. Man hat zwar noch keine Nachrichten aus dem türkischen Lager, glabbt jedoch, daI“; die allgemeine Unterwerfung und Ent- waffnung demnächt folgen wrrden.

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Parlamentarische Nachrichten.

Der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Hauses der Abgeordneten befindet sick) in der Ersten Beilage. “'

*- Auf der TaJesordnung für die heurige (84.) Sißung des ngses der A geordneten, welcher der Minister für Landwrrt chaft, Domänen und Forsten Dr. Freiherr von Schor- lemer eiwohnte, stand zunächst die erste Lesung des Ent- wurfs eines Rawageseßes und des Entwurfes eines (Hefeßes, betreffend die Bildung einer “Genossenschaft zur Entwässerung des linkSUiederrheinischen In- dustr1egebiép, die auf Antrag des Abg. Schulze- Peikum (kon .) gemeinsam beraten werden. Der erstere Geseßentwurf bezwecht die Bildung eines Entwässerungßverbandes (1qu den Land: und Stadtkreisen, die nach der Rama, einem klemen Flüßchen in den Kreiserr Beuthen und Kattowiß in Oberschlesien, und deren Zuflüßen entwässern. Der zweite

Der Sieg der,

Gef enxwurf bezweckt ebensq die Bildun einer Waffergenoffen- scha fur das Jndustrregebret in den reisen Mörs, Geldern, Kleve, Kempen und Crefeld-Land.

Abg. Goebel (Zentr.) Ztläutert in län erer DarsieUung die Bedeutun „des Rawageseßxs fur das enannte o erscblesrsche Industrie- gebiet, _b erbt aber rm etnzelnexr be andauernder Unruhe im Hause unversiandlirh; er beantragt schließlich Kommissionsberatung.

Hierauf nimmt der. Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Dr. Frerherr von Sch orlem er das Wort, dessen“ Rede morgen 1m Wortlaut mitgeteilt werden wird.

(Schluß des Blattes.)

Statiftik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Der Koblenarbeiierausstand in Kladno und Schlan ist, wie „W. T. B." meldet, beigelegt. Sämtliche Arbeiter smd heute zur Frühschicht wieder erschienen. (Vgl. Nr. 251 d. B1.)

(Weitere „Statistische Nachrichten“ !. i. d. Ersten Beilage.)

Wohlfahrtspflege.

Der Vorstand des Zentralaußschusses für Volks- und Jugendspiele in, Deutschland hielt in der vergangenen Woche eine mehrtägige S1 una in Berlin ab. Von den Verhandlungen dürften eini e Bes lüffe don allgemeinerem Interesse sein. Der Zentralauss 1113 arbeitete, wie „W. B.“ mitteilt, bislang nur auf Grundlage einer einfackyen GeschäftSordnung, er- gänzte sie!) selbst durch Zuwabl und besteht gegenwärtig aus 108 Mitgliedern. Die erhebliche Zunahme des Arbeits- gebiets macht es aber notwendig, daß der antralaussébu jeßt zu einem Verein sicb anSgestaltet. Der VorsrYende, A-geord- nete Dr. „von Schenckendorff. hatte die Gründe fur diesen Aus- bau in einer eingehenden Denkschrift dargelegt und zu gleicher Zeit einen SaßungSentwurf ausgearbeitet. Als der Zentralausschuß 1891 begründet wurde, sah man mit Volier Absicht von der Schaffung einks Vereins ab, "um freier vorgeben zu können und von Vereinsförmlich- keiten unabhangig zu sein. _Der Vorstand einigte sich dahin, den neuen Verein im Namxn unberandert zu [affen und auch im ganzen den seitherigen Arbeitsplan beizubehalten, sodaß nur eine straffere Zusammenschließung geschaffen wird, die mit dem Volksleben und dessen Bedürfnissen in engere Beziehung treten kann. Im Laufe des November wird der gesamte Zentralausskhuß daher zu einer außerordentlichen Sißung für diesen Zweck einberufen Werden. - Es hat sich aus langjährigér Erfahrung erwiesen, daß die Bestrebungen für die weibliche thgend nicht die gleichen Fortsckritie gemacht haben als bei der männlichen Jugend. Es wurde daher zu den vor- handenen sieben Unterausscbüffen ein Ausschuß 17111 für die Ertüch- ti ung der weiblichen Jugend gebildet, der unter der Leitung des Ge- scZäftsfübrers Geheimrat Prof. Raydt und Frl. Dr. med. Prost“) steht. Dieser Ausschuß ist jetzt endgiltig gebildet worden. Da auch der erqdeutschlandbund lebhaftes Interesse für die Ziele dieses Aus- schuffes nimmt, so sind auch einige leitende Psrsönlicb- keiten des Bundes mit in dcm Ausschuß gewählt worden. Mit der hochentwickelten Spielbewegung bat die Anlage von Spielplätzen. Schwimm- und Eisbabnaelegenheiten nicbt gleichen Schritt gehalten, ja vielfach besteht auf diesem Gebiete noch “ein großer Rückstand. Auf dem nächstjäbrigen 14. deutschen Kongreß; der für Stettin in Aussicht genommrn ist, soli Hierüber dur geeignete Redner Verbandelt werden. Im Anschlu hieran wird ein Ausschuß 12( zu bilden sein, den das Vorstan Smitglied Schulrat Sickinger in Mannheim leiten wird. - Gleichmäßig zuriick steht endlrch auch die bislang erfolgte Einführung der Leibesübungen in den Fortbildungsschulen. Der Zentral- auéscbuß hat daher Mitte Skptemker eine Denkschrift hierüber in dén weitesten Kreisen Verbreitet, nachd€m er schon 1908 einen Vorstoß nach dieser Richtung unternommen hatte. Nac!) einsr am 25. April d. J. Vorausszegangenen Konferrnz von Vertretern Herbor- r __ender EMME!) x_rndern-ixiixpdWYkär-merzr drr JorÉbiiduxiczZ- s nien wur ? eme Crdebung Über den gegrrövart'igen Stand dss annsnÖ und dsr Leibesübungen im Freirn Veranstaltst, deren Ergsbnißc Von dem Vorsiandsmitgiicd Obrrbürgermeistßr Dominicrrs nach prakiisckyen Gefickytépimkrcn bearbeitxt wurde. Daraus ergibt fikk), daß schon jkxzt cine Anzabl dieskr Schulsn de'n Verbind- lichrn [)de freiwiliigen Unterricht im Tirrrren eing_€fübrt bat. Diese Statistik war der jeßt Versandtbn Denk1chrift bci- gefrigt. Der Zentralaussckyuß gebt darin don der Grundanficbt aus, das; in der obligatoriscth FortbildrmgNckyuie das Gros dEr dkutsciyen JUJLUÖ véreinigt ist, und daß die Entwickinngszeit dom 14. bis 18. Lebensjahre, in wächr Zeit Lunge nnd Herz fick) im Volumen Verdoppeln, bei drm einzelnen Menschén Ertt1cheidend für den Bestand der Gssundbeit nnd der Widerstandskraft in seiber ganzen frrnercn chenSzLit ist. So karin gsrade an dieser Stelle den gksnndheit- lichen Schäden, die beuis weir im Volke Verbrcitet sind, durch systematisch Vrtätignng drr Kräfte wirksam cnigegrngearbeitet werden. Es bandklt bisr also im Endzikis nicht um die (Gewinnung Einfacher Körperkraft, sondern Es wird diese in den Dienst höhersr Zisle gestellt, in dyn der VolkSg-Zsundbeit, der Stärkung der Webr- und Arbeitskraft, drr Hebung dcr fittiicbrn Kraft und drr VCrbrcitung der Frrude im Volksleben. Wirisn dann gi€ichzcitig auch die andsrén r-otwsndigrn Kräfte erziehiicher Mid bil- dender Art mik, so wird man, bssondsrs wsnn anch der obligatorisch Spielnachmittag in allen Schulen binzuirxtsn wird, mir Aussicht auf wirklichcn (Erfolg auf das Heranwackyscn einer körperlich, geistig und fittlicb gesunderen Generation hoffen diirfen. Völiig kiar und dsrrtlici) wird diés Von den Vsrtretern drr Armee in ihrem Antwort- schreiben an den Vorfißcnden des Zzntraiausschusses anrrkannt. DLL? Zbrttraiausscbuß wird ('s bci dieser anrrgendSn Tätigkcir nicbt bewénden laffcn. Von seinem stEÜVErtrsthrkn Vqrfißendcn Profcffbr Dr. Schmidt in Bonn wird eine bcsondcrb Schrift Verfaßt und dem- näcbst Veröffentlicht wcrdsn, die die? Durchführung der Leibes- übungen an den Fortbildungs1chulcn im einzelnen brbandcln wird. Es s1€ht zu erwarten, da? der antraiauC-schuß ais kijxiftigsr Verein in noch erbbhtem Ma 6 wirken kann, als es bidber ge-

schehen ist. Kunst und Wissenschaft.

Die Jubiläums-Kunstausstellung 1913, die unisr dem Vorsitz bon Profeffor Kalimorgen im Landsßaudstellnngsgebäude zu Moabit im nächsten Sommer stattfindet, wird nur dcutfcbe Kunst- werke enthalten. Sie sol] eine besonders starke HLXVOTHLÖUUJ der Architektur bringen. Der große blaue Saal wird eine Sammlung von Modellen und Entwürfen solcher Werke der A1 chit€k1ur entbaiten, die besondcrs der Anregung drs Kaisers zu Verdanken sind. Malerei, ;PXTstiks ?md Graphik werden ebenfalls in herborragknder Wsise der- re en 6 11.

Literatur.

-- Der Von Ferdinand Abenarius begründete und ssiiber beraus- gegebene „Kunstwart' (Verlag von G. _ . "Cailwev in München) konnte zu Anfang Oktober d. J. aus ein beabrtges Be- stebLn zurückblicken. Aus kleinen Anfängen berborgegangerr imd anfangs schwer um Arierkennung_ ringend, jst dcr ,Kunstwart nicht nur zur gelssensten Kunstzcitscbrist bcrangcirxachsen, „sondern kann s1ch auch Links großen und guten Einfiusscs *aus die Bildung dcs Kunst- geschmacks weiter Volkrkrcisc rübmcn. Dieser Crfrxlg "wurde vdr aliem dadurch erziklt, daß die' ZcitWrixt 7":ch_nickt darauf bc1chrankte, dad FaUche, Unerhtc, Schlechte in Kunst und Kunstgcwkrbe zn'krnnzkickmsn rind an den Pranger zu srclikn, dax“: str. riclmcbr gicichzrrtrg durch dre Außgabe