1894 / 11 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 13 Jan 1894 18:00:01 GMT) scan diff

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Jiehtmtüehez.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 13. Januar.

Seine Majestät der Kaiser und „König horten heute Morgen im hiefi en Königlichen Schloß _den Vortrag desChefs des Generalfta s der Armee mid arbeiteten squnn mit dem Chef des Miliiärkabinets. Mittags nahmen Seine Majestät eine Reihe militärischer Meldungen entgegen.

Seine Majestät der Kaiser un_d König haben, iyie „W. T. B.“ mittheilt, an den_ Magiftrgt von Berlin nachstehendes AUerhöchste Tankjchreiben gerichtet:

Es ist Mir eine besondere Freude gewHen, beim Eintritt in das nxue Jahr wiederum herzliche Glück- und Segenswünfche von de_m Magistrat Msiner Haupt- und Refikenziiadt zu erhalten. Beim Rückblick auf die Ereigniffc BSZ Hinter un-Z liegenden Jahns bcit dsr Magistrat in seiner Glückrunsch-Adreffe auch des glücklich vereiteltm Anschlage§ aui Ykein kaen mit Dank gegen Gott Erwähnung ge:, than. Tie Herzliche Tbeilnalxme, welche aus diesem Anlaß in allen Schicht€n Meinés Volkes Mir kntgegkngsbrackot worden ist, [M Meincm HSJM sekt ire-bl gktban. Untsr de'm Schutze kes Allmächiigen Mich wiffend, wsrre Jeb ni_cht_ _aufbören, unkntwegt in der Eriüllung Meines Fürstlicbsn BTW:"; US Wahl- fahrt Mkines Landes nach Kräften zu fördern und [M aÜcm dis Ei- baltimg des äußkrkn und innkrkn FriedenZ Mir eiirigst angelegem 72111 zu lafien. Indem Ick ?:?m Magistrat für die erneut? Kundgebung unkerbrüchlickxcr Trsus auié; wärmste danke, Okkicherk Ick densesk-m ZM Msincs landesväxerlichn Woklwclléns.

Bkrlin, dxn 9. Januar 1894.

Wilbklm. 1.11.

Bon Ihrer Majestäi der Kaziserin und Jönigin Friedrich ist bsi dem Berliner Magistrat folgendes Schreiben eingegangen:

Ick sage i:?m Magistrat aufrichtigen Dank für die zum 11811611 JaÖre Mir kargekracbtcn Glückwünsche sowie für Dis thküncbmendkn WME, 172€!le Sk Meins! Familis und Mir widmsd Gern bcmxxzc Jch dieskn Anlaß, um dem Wunsch AuÖTruck ZU gßben, daß da:? neu Ökginne'nde Jahr "1:81" immkr mächtiger 'Ich entwickelnke'n „H-aUrtstadt ein Zakk kSÉ Glücks und BLS Ségens we'rkm mög?!

Irankkurx :x. M., FM 3. Januar 1891.

Viktoria, -

:Mitiiykts Kaiisriri und Königiii Zrixdrich,

Ter Königlich spanische Botschastcx__un_d damen Gemahlin Wkrden, wie aus dcr bereits_ vxronZnYichterz _Nn: sag? hervorgeht, nunmehr 'die zum AUeryocbnen Hor gehangen oder dastlbit vorgestellten Herren und Damen empfangen, Tiefer Empfang miri) Somntag, den 11, und Mozitag; Den 15. D. M., jedesmal Abend:? von 91/2 bis 11 Uhr x_tatixiriden.

Der Anzug ist: für dis Tgmxn _m aiisgeickimizenen Kleidern, für die Herren vom Militar in kleiner Unisqrm, für dis Herren vom Zivil in Frack im: ereiiIband uber der Wct'rs.

Tas „Armee : Verord:1ung§-B1atl“ veröffentlich! folgßndé AllsrkiöäzsteKabinexHordrss, 1321cmde HieBeneniiung der „alien Festung“ GTÜU_0_LNZÜ[ÖJ?_1ZLC_OUYHL_G_TE“ bezw. 0r_ aniiaxorii_che Benimmiirigexi [Ur die Katier: kick)? Z ußtruvve sur Teux1ch:Lftasrifa:

Um das Aii'kknken an den (“Ziöncral-Fklrmarickxxkl "T€ [*:Ökmm-Z dc Courki'rrs dauernd [SÖMkiZ 5:1 NbaltM, bsstimms Ick, kay,__nachdem kik frübkre Sch3nxe .CourkiSre“ l:?i Graudcnz Eingeganzxn ißt, Luzi- mekr di; irsmannrs „311€ iniimz' bsi Graur-mx den Y_kcim-Ui „558118 COUtbi-Z-rk' iÜÖrén srl]. Tax Kriszstiniitkrium bat die.: dßr Arm€e Zékannt zu machen. Neue? Palxié. TM 11. Dezémksr 1393. Wilkélm. An das Kriegß-Ministsrium.

Zn AHändeZ kkzicbungzMiis Ergänzmzx TSH Abicbiiixxx ZU 13 6 2er Lr aniiatxriicksn Besiimmunsm für di:“: _;HÖUHTWOY iUr .;,éurickx- Ifta." ' : rrm 9. Avril 1591 Zssttmmc Zeh b:?rkurch: Die Anzix'iixxUU Der "six dkm 27. Jimi 1893 kkk 'SÖU5.MUE_ "üx TMZY-Qtamfa zuukrkkiUsn und wsitärbiii n:ch nku zuznxbxilknksn 417151er und YUiläTÉ-LZZZZNO richt€t 1."ich nach ikrsn HUmatksharzen unk i_bren O-e'imaieraiéiMn in der Wéiié, daß *";2 Unachkxzixsm TKZ? ibrkr Zinbkilung ab unix? fich Hints: „Lilia kcnjsnigén Y'NZTSTM bezisbunZs- "„Miss SaniÜTÉ-Liüziérsn ker Seba irurrk xu rangikren babkn, irélcbe Tisis: bNCitZ Dcr Tem 27. Jimi 18 3 ;ugetbxiit :rkrkkn kind, NEUES Paia'ZZ, den 15. TYMÖN 1893. Wilbc[m_ In VMrexung res NÜÖÉZMZTUZ. HokimaM. An Den Reickékanzlér (NNW- Makinkamt).

Min:!s LLUerhöchster_ Kabinetöordre _vom 23; Dezembex D. I. haben Seine Majéstät der Katie; Y)?)timmt, daß im Jahre 1894 bei der_ Zn_fanterie:?chixßichuls zwei Informationskurse i_Ür ]e_ 33 ObeM-_Lieu_t_enants urid Majors der Infanterie, em Jnxomnations'kuxiixs mx 30.92291- mems-Kommandeure und im Range _gleickmehende _:tahzz- offiziere der Kavgllerie, sowie ein Jnrprmationsfurzus _sur 30 Regimknts :.Kommandkure und _ im Range glxické- stehende Stabßoffixiere _der Jiifantcrie czbzuhalten wi . An Lehrkursen finden im Jahre 1891 bei der Infanteri- Schießschule vier statt. Zu_1edem und 60 Hauptleute und 30 Lieutenants der Infanterie_zu_ kommandiren. An Untex- offizier-Uebungskursen _in im Jahre 1894 ]e emex in Spandau-Ruhleben und auf _den Truvven-Uehxzqgöplahen “Senne und Hagenau mit insgxmtzimt 420 Ynzeromzieren der Infanterie abzuhalten. Als Hilfslehrer duqen Lieutenzants bis zur Zahl von 12 herangezogen xvxrden. _Tas K_riegs- Ministerium ift ermächtigt, mixer Umstanden em? Erhohung der für die Kurse feftgstten Thexilnehpierzahl emtxetcn zu “laffm. Tie näheren Anordnungen uber d1e_.s_kommandierungen zu den Informations-, Lc!3r-_und Untxrofnzier-Uebungskunen hat der Kriegs-Miniftcr in _emer VerngUsJK? vom 3. Januar 13. I. getroffen, welche nebn Anlagen in r.__1 de_s „Y_rmex Verordnungx-Vlatts“ vom heutigen Tage veroßentLicht ut.

Es ift in der Presse mehrjaclx bemäix elt w_orde1_i, Yaß in dem Erlaß des KriegsZMimßeriums 13»: die Einfuhrung rauer aletots zwei Firmen YFU find, ponwexchen ie bett Proben grauen u s _gefertigt waren. Diese Bezeichnung konnte, wrx uns _von zuftandiger Stelle g- schrieben wird, selbstredend nicht dj_e Bedeutung haben, daß nur von diesen beiden Firmen Hie vorgeschnebenen_ Tuche hergestelkt und geliefert werden _konnten. Es war pielnzehr nur die Abficht, bei dem sofort eintretenden Bedarf diejenigen “Firmen _zu bezeichnen, von welchen _nach vorauSgegangenen robelieserungen dem Kriegs:Min1fier1um bekannt wax, d_aß dieselben Tuch in dem befo [enen hengauenFarbenton jogleich lieiiern könnten. Dieses erfahrxn, d_ie Firmen der_ Proye- liesmrun en öffentlich zu nennen, ist, mr_e maxi uns weiter mix: theilt, m entsprechenden Fällen h_ereits _seit eraumer_Ze1t üblich. Die Bevorzugun irgend einer Firma at dabsi dem Kriegs-Ministerium stets gfern gelegen.

*Die an der gestrigen Börse zirkulierenden Gexüchtc wegen einer bevorstehenden Emissiqn von Reichs: oder Preußischer ZtaatZ-Anleihc entbehren ieder Be- gründung.

Die Kommission für die zweiteLefung YxsEn : wurfs eines Bürgerlichen Gxseßbuchs sur das Deutsche Reich seßte in den _Siyun ex: vom 9. _und 10. "Januar die Berathung des chelichen_ 'uterrßchts fort.

Die §§ 1333 US 1337 enthalten die aügemeinén Vor: schriften übér Eheverträge. _ _

Dsr Z 1333, welcher den Grundmß der _Yertrags- freiheit zum Ausdruck bringt und den Begri" _des Eve- vertrags näher bestimmt, wurde, uiiter Ablehnmig emes An: trags, den Abschluß von Ehevertragen nac_k)_ Emgehuiig der Ehe _ abweichend von dem EnngiZf _ _mr unzulaing zu erklären, gebilligt: ebenso die Vorxchrisx des §_1334, welche di: vertrags-mäßige Bestimmung des ehelichen GuterstaxideH durch Bezugnahme auf ein nicht mehr geltendes odcr aur_ ein aux:- 1äridiiches Gkseß, abgcichen von den_ AuxZnaHxnefali-Ln dss Abs. 2, verbietet. Tsr F 133") Ad). 1 Jchkklbl fur Elze- verträqe dic gcricbtiicbc oder die not_arielle Form in dem Sinne vor, daß es genügt, wenn xeder dsr Ehegaxten für sich seine Erklärung vor (_Hericht oder vor Notar ab icht und ein Austausch dieser einjeitigkn Exkläxunzéen ohne » ZitZ wirkung des (HericHT-Z oder des Notars Jtatmndct (vexgl. 2100 Abi. 2, 3 des Entw. 11). Demgegenüber war von eine'r ;:eite beantragt, zu bestimmen, _Oaß nach_Eingel)ung der Ehe cm Ehevertrag nur bei gleichzexitigex Anwewnheit der begatten vo_r Gericht oder vor Notar geychlovexi m_rden _konxie. Die Mehrheit trat jedoch dem Entwurf bci. Ebenxoxvcmg rund 1381: von einer Seite zu dem § 1335 Abs. 1“vorgexchlag_e_ne Zujatz Anklang, daß die Eheschließenden aiich vor dem Stczndßsbeamten zu Protokoll Erklären können, welchem der gedeßlich gcregxiten Güterstände iie fich unicrwerfen wollezi. __Ter Ab]; 2 des §1335, welcher von der Formvor1chrixt der.; AZ. 1 für den Fail einc Achnakimc macht, wenn die _FkQU dem Manne vcrbraucbbare, „zum eingebmchisn Gute gehorende Sachen gegen die Vewflichtimg ubeyträgt, ihr nach der Beendigung der Verwaltung _urii) Nußmeßung den We'rtl) dsr Sachen zu erseßen, wurdc gettUchLn_. _ _

*Der Entwurf geht, vorxiehaltlickx der bcjonderexi, L_Us dcn

Giitcrgxmeinschaft-Zverirag slch beztßhc-ann Vorichrist H??- „J 1311 Abs. 2, davon aus, _daß em Ehevertrag fur einen in der Gcichäft§fähigkeit b€1chriinfte_n Ehegatten auch durch deüen geießlichkn Vertreter ge_1ch[0nen werden_k§inn. Ein Antrag, Das Gegenthsil zu bsmmmen yder _wemgnens vorzusckircibcn, daß der gkseßliche Vertx§tcr eiiies iii dEr _Ge- schäfisfähigksir bsschränkicn (xHegatten sur 0181611 _LinsiiEhy- vertrag mir schlicß-sn dÜTfC, wenn_der Ehegatt; gehort W und sich mit dem Ehevertrag cinveritanden erklart Habe (vergl. F2“ 1311 Libs. 2 Satz 2), wurde abgelchnt. _ _ _ Tie §§ 1336, 1337, die im Falle der AYÖ1chliekYm oder Aenderung'des giseßlichon Güterxtandes [vivre im__“ a e_ der Aufhebung oder Llsnderimg einks geborig vero, en_t11chten vertrags-mäfzigen Güterstandes durch Ehxvsxtrag den ;;chuß gut läiibigcr Triitér bezwecken, _dic_11ch im Verirxiuen auf Jas Fortbestehen des h_iskißrigen Guterxtarides _tmt einem dsr Ehegatten auf RechthJchäste odcr _aur dl? Fuhxuiig von Ncchi§streiiiqkeitcn LMJELÜUSZ) habsxi, _sxmden mit ciriigen an die "Beschlüße JU § 1257 nch anichließenden Abwaichungen Zustimmung. _ __ _

Tie §§ 1338 bis 1310 reqeln den pertragsmczgxgen Güterstand der Trennung Yer Gü_ter._ Wie derem? _squsr b€ichloffcn, soll dieser Güterstand mit Riickncht Yaraur, dqß nach den Vorschriften Uhr:: das gesesliche Guterrecht _in verschiedenen ,HÜÜLU kraft Geseßes _Giztertrennizng_ Lm- tritt (vergl. »,“ 1281, 1330), dm geießlickxxi Eiixemande der sogenannten Verwaltungsgemeinsckiaft gls mbiidiarcr _e: seßlichcr Güterstand fich anreihen. Im einzelnen wurde 18 Vorschrift des „I 1338, wonach_, wmn die Ehegatten den Aus: schluß des geiéßlichcn_(§üteritand_es der 109. chwaltungs- gemeinschaft ohne Bestimmung cines apderen Gitterftaxides vereinbaren, Gütertrennung als vßrembart_ gilt, yach- lich nicht beanstandet. Auch die Vor1chriften des H 1339 Über die Verpflichtung _der Frau, dem Manne aus den Einkünften ihres Vermogens und dexn _(Fr: trage eines von ihr selbfjändig betriehencri Erwerbsge1chasts einen an emeß'ensn Beitrag zur Beitreitiing _der eye- lichen LZLasten zu gewcßhrexi, gelangten mit 811119811 nicht erheblichen Aenderungen 1ach11ch nach dem Entwurf zur An- nahme. Eine Ergänzung _erfuhr der Entwuxt Lurch die Aufnahme der Vorschrift, daß, wemx _die Frau etwas aus ihrem Vermögen zur Bsitreiiung dex: ehelichen Aufwandes verwendet o_iZer dem Manne _?ur Ver: mendun für diesen Zweck überlanen habe, im 31021 21 an u: nehmen ei, es habe die Abficbt gefehxt, von hem Mumie - : sas zu verlangen. GchisZigt wurde ferner die Vorichrift des „F 1310 Abs. 1, welche fur den Fall, wenn die Frau ihr Ver- mögen oder einen Theil desselben der Verwaltun _Yes Mannes überlassen hat, in Erman elung einer andexen _ mm: mm: der Frau, dem Manne das echt einräuxnt, die wahrend der auer seiner Verwaltung bezogenen Einkunfte des Ver- mögens der Frau innerhalb gewiüer Schranken nach freiem Ermessen zu verwenden; dage en wurde _der Als. 2 des ,' 1340 gestrichen, wonach der ann Einkurifte, die zu der - eit, zu welcher die Frau sie in Anspruch nimmt, noch vor: . ariden find, herauszugeben hat.

„..

Di Berat wandte sich sodaxm den Vorschriftm über die alelgemeFrYg Gütergemeinschaft (§§ 1341 bis

1409 .

F§1311 bestimmt, das;, wenn einer der Vectra. schließenden unter eltexlicher Gewalt oder uriter VoxmundschqY steht, zu dem auf Emführng der auFemxmen Gutergemein- schaft erichteten Vertrage die G_ene_migung des Vor: mund?chaftherichts erforderlich ist und nur ertheilt werden soll, faUs der unter elterlichex Gewalt oer unt_e_r Vormundschaft stehende Vertngfchließende gehort _m und mit dem Eheverxragx nch emoerstankxen erklart hat. Ein Antrag, dies_e Yorjchrixt ohne Exsys zu_ftretchen, wurde abgelehnt; dagegen eniichied sich die Mehrheit dafur,) das Erforder= ni]; der Genehmigimg des_ VormundschaftFZgÜts auf den

zu beschränken, wenn einer _der Vertrag chi _enden unter

ormundschast sieht. Andererseits_ oll der zweite S d_es Abs. 2 durch die allgetneinc_Vor!chxi erseßi werden, d_a ein auf Einführung der allgemeinen Gutyrgememschaft gench_teier Vertrag, wenn einer der Vertragschließenden untex elterlicbex Gewalt oder unter Vormundschaft steht, nur von diesem selbn unter uftimmung dcs geseylichen Vertreters geschloßen werden ann. _ _

Die §§ 1342 bis 1345), welche _dic_Wirkun _ meinen Gutergemeinschaft auf d_a_s beideNeinge _ermogen der Ehegatten im allgemeinen bestimmen und die Mit der aUgemeinen Gütergemeinscbaft emtreteiide Gemeinschaft des Vermögens als eine Ne_chthemeinschafi zur_ gc: sammten Hand zu kennzeichnen bezwxcken, wurxxen i_hrem sachlichen ;znhalt _ nach nicht h_egnstqndet; 11_e_ 1o11e_n aber, soviel die §§ 1314, 1315 betrint, m_ d_er 11ung_mit den entsprechenden Vorschriften üher d_as GUercha tSUermogen (“vergl. § 658 des Entwurfs 11) in Einklang gebracht _werpen. 'Die Vorschrift des § 1315 Abs. 1, daß der _Antheil clp??- Ehegatten an dem Gesammt _ut_e der Zwangövolxnreckiing mcht unterworfen ist, wurde der Zivilprozeyordnuiig uberimesen.

Auch die von dem VorbehaltsZut sm_es ßer Ehegatten handelnden J 1346 biY 1350 sonden im me1entlichen die Zu- stimmung der" Kommisyion. _Zn _Yerfol de_r bei Berathung des geseßlichen Güterrechts be1chlonenen Streichung des § 1288 soll jedoch der entsprechende §_1318, wonach der Erwerb der Frau aus einem von ihr ohne Zuxnnünung dss__Mamie?z efchloffenen Rechtßgeschäft Vorbshaltsgut der Frau ist, gemi en_werden. Andererseits sollen auf das Vorbeh_altsgut der Frau_ mxbt _nur die Vorschriften des „F 1340, xondern gu_ch die ubxiqen im FaUe der Gütertrennung_ nach den gexgßten Beschlußen geltenden Vorschriften, insbexonhßre auch Lie Bestimmungen des § 1339 Über die B2itrag§miichi der _Zz-rau entsprechende Anwendung finden; [there Bestimmungcii [_edock) mit der Ein: schränkung, daß die (Frau auß dxn _Einfunfien ihres Yor- behaltsguts dem Mann nur imoweit einen Beitxag zu leuten hat, als die dem Gesammtgut zufailendi'n Er_nkunfte zur Be- streitung des ehelickzi'n Aufwandes nicht aiiSreichen.

Der § 13511äf5i neben dem Yorbehalthut_ auch Zisch Sondergut im engeren Sinne bei der allgemeinen Guter:

cmcinschaft zu. Während das Vorlißhalxs ut vonxdem Gx ?ammtgut vollständig ausgeschloücn m, w _das Sondergu: in gleicher Weise, wie das Eondergut hx: der Errungen- ichaftsgenicinfchaft (vergl. § 1411 Abs. 2), fur Rechnung des (Heinmmfgats von dem Manne _ verwalist m_erdé-n in der Art, das; dis Nußungen _des Sqndcrguts M _demjelbm Umfange dem Geiammtgut zumllen, m w_elchem bei dem gc- fsßlickxn Güterstande die Nusixngen eingebrachten Gin?- der Frau dem Manne gehoren. _ Sondergut in 01812111 Sinne find nach dem I 1351, außer_[olchen dcn) Manne oder dsr FWU gehörenden Gegennandeii , die durch N€chtsgcschäfi nicht Übertragen werdxt] konnen (Lehcn, Fidcikommiffc U. 3". w.), die Ge enstande, weiche durch Éhcvértrag für andcrgm sines dsr hcgattcn erk_l_art worden sind oder welche einer dsr Ehsg-aitkn durch Verfugung von TodeSrvegen oder Durch Zuwendiiizg unter chenden von seiten Links Triiten Erwirbt, _wsern der Erblasser odcr dcr Tritte bestimmt hat,_ dax; der Exwerb Sondx'r: gut sein soU. Auch disErsaZnückssüx Gegenstand): dez"; Sondxr; guts sollen nach Maßgabe der für Die Erxungerchastsgemeiw 1chaft gclienden Vorschriften des ;“ 1111 _dem «oxidergut zu- fallen. Diesem Standpunkte des Entwurfs gegenuber nxurde von vsrschiSDMM Zeiten befüxwyxtet,_ nux 1olch€ Gegenstände, die» durch Ncchi§geychgst nicht ubextragen werden können, (!!-3 Sondergut in Hsm bezeichneten Sinne zu behandein, dagegen im übrigen ÖL. der aki ememrn (Hütcrgemeimchaft Zondcrgu: im engercri SUM? i_ii t zuzu- lassen. Die Mehrheit trat diesem _Vor1chlage bei. Weitex wurdc beschloffen, daß, wenn die der Uebertra_gbgr_kcit ent egénftehendé: Eigenschaft m_égsaUe, dic EUgsftche ' t Sondergut, wnoern Yeßandtheilc des (Hexgmmt- _uth rvkrden, mithin die fur das Sondxrgut bei der Znangenschaftögemeins aft gextenden abweichenden Vor: schriften des 5,“ 1411 eins cm):)rechende Anwendung finden sollen, Der Redaktion blieb vorbehalten, _die besondexen Ver: iveiiungen im § 1351 Abs. 2 diirch_ eme_a11c§emeu_i§ Ver- weisung auf die bei der Crrxxngemchaftsgemems aft fur das Sondergut geltendcn V0r1christen zu erscsen. _ _

Ter F 1352, welcher den Grunhsaß ausspricht, dgß dM Recht der Verwaltung des Gejammt uts allein den) Mann: zusteht, und den Chaquter d_es erwaltungSrecHts näher besiimmt, erfahr sachlich keine Ilmechtung.

der allge:

Unier Bezugnahmc auf Z 7 Nr. -1_ und § 15_des Ein; kommensteuergeseßes vom 2-1. 311-111 1891, foipie Art. 2: Nr. 2 der dazu ergangenen AusruhrungSanweisung _vom 5. Aix ust 1891 ist von dxm Sjeuersenat des KömglichM Oder:" erivaltunZSgerichts eniichixdxn worden, Yaß auch einmal: : Remunerationen und 1onytige _Verguxizngen, wxl Beamten für ihre dienstliche Thätigkeit zu bejnmmten_Zeit?n, wie z. B. zu Weihnachten oder am Jghressclxiußherkominlizb gewährt werden, zu dem _einkommexuteuerpfsichnZzen Diem:- einkommen der Beamten ge_horen. Auf Antrag des xorfiscnde'n der hiesigen Einkommensteuer-Vc_ranlagungskomunsfion HP der Miniiter des Innern den Polizei:Präfidenten von Berlin und den eTii'ektm: des Königlichen Statistischen Bureaus durch Zirkularverfügung ersucht, die ihnen unterstellten Beamte," darauf mit dem Bemerken aufmerksam zu ma xn, daß Olk erwähnten Vergütungen als schwankende innabme,n nach dem Durchschnitt de_r testen drei Fahre oder _ quS 7“ noch nicht so lan e_bejtehen __ na dem Duxchschniü W Zeitraums ihres - ejtehcns mit _dem J:?kesbeitrag m W Steuererklärungen in Anfaß zu bringen 71 .

Der Gmeral-Lieutmant von Dettin er, Kommandeur der 7. Division, ist zur Matinug persönliZek Meldungen bei

Seiner Majeßät dem Kaiser und König hier eingetroffen.

Laux le_legraphischcr Meldung an das ObewKommando der Marine ist S. M. S. „Stein“, Kommandant Kapitän zur See von Wietersheim, am 11. Januar in Kingston auf Jamaika angekommen und will am 21, Januar von dort nach Havana in See gehen.

Potsdam, 12.Januar. In der heutigen Sißung der Stadtverordneten wurden dem „W. “T., B.“ zufolge nackzftehxnde Schreiben “Seiner Majestät des Kaisers un Konigs und Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Friedrich verlesen:

Die Zuschrift, in welcher der Magistrat und die Stadtverordneten im Namen der Bürgerschaft Meiner treuen Residenzstadt Potsdam Mit und den Meinen tiefempiundkne Segenswünstbe zum Jahres- wxchsel gewidmet haben, ift Mit ein erneuter Beweis der Anhäng- [icbkcit gewesen, Welche die Stadt Potsdam ron altersher „zu ihrem Hkrrscherbause beseelt. Dem Magistrat und den Stadtkérordneten Hierfür innigcn Dank zu sagen, ist Mir eine angenehme Pflicht. Möge das begonnene Jahr 1894 auch für die Stadt Potsdam und ihre Einwohnerschaft, deren Wohl Mir bei den nahen Beziekxungen zu Meinem Hause besonders am Herzen liegt, ein reich gesegnetes sein.

Berlin, den 9. Janiiar 1894.

Wilsxelm. 1.12.

DM Magistrat und dsn Stadtverordneten zu Poßdam danke Ich aufrichtig für die Glückwünsche, welcbe dieselben als Vertreter Ist Stadt Mir an dsr Schwelle des- neuen Jahres dargebracht baden. Gern benutze Ick; diesen Anlaß, um Meiner lebkaften Theilnaßme und Meinen heften Wünschen für Potßdam und sein? Bewvbner er- neuten Ausdruck zu geben.

Frankfurt a. M., FM 5. Januar 1594.

' Viktoria, rénritnretc Kaii'krin und Königin Frisdrich,

Bayern.

Die sämmtlichen Mitglieder der Zentrums: ira ktion haben, wie die Allg. Ztg.“ mittheilt, folgenden Anika g eingebracht: „Die Kammer wolle beschließen: es sei an Seine Königliche Hoheit den Prinz-Regenten die Bitte zu richten, die VeooUmächtigtsn Bayerns zum BundeSrath anzu- weisen, mit a_llcr Energie dahin zu wirken, daß 1) bei etwaiqem Nb1chluß eines „Zoll: und HandeLSvertrags mit Rußland die bis in das Jahr 1893 bestandenen Ge: treideschußzölle auch, fernerhin aufrecht erhalten bleiben; 2) der IdentitätSnachweis, der für die landwirthschaft- 1ichen_ Verhältniss Süddeutschlands von außerordentlicher Wichtigkeit ist, nicht auf ehoben werde.“

_ Die Kammer der [h_qcordneten seßie vorgestern imd „qextern dic Berathung des Etats des Ministeriums des Innernfort,undzwarbeidenAusgabenfürdieGendarmeric, ix_)obei der Ministér des Innern Freiherr von Feilißsch auf cine Reihe von Bemängelungen des Gendarmerie-Instituts ant- chrtete. Dxr Minister hielt an der militärischen Organisation fest, beftxitt, dax; zu viele Offiziere vorhanden seien, und lehnte die Anitellunginaktiver Offiziere ab. Die Aus::üftung mit dem Gewehr 1ei nothwendig. Ter Abg. von Vollmar fra te den Minister, mit welchem Recht bei dsm _Habkrfeldtrei en in Miesbach _die Gendarmeii drei Salven abgefeuert hätten. Der Mimsierxrwiderte, die Gendarmsn hätten in Nothwehr gehandelt. Es 1ei zu bedquern, daß dem Unfug des Habsrfeld: txeibensmoch von irgend ]émand das Wort geredetmerde. Auf die klertkalen_ Kiagen Über die Landstreicherei erwiderte der Minister, dat; jeit 1881 die Verurtheilungen wegen Land- itreichßrei aUmählick) von 96000 auf 60000 gesunken seien, anscheinend infolge der Natura(vervflsgungsstationen.

Hamburg.

_Das gestern h_exeits erwähnte Telegramm Seiner Maxestät _des Kai1exs an den Senator O'Swald hat nach dem „me. Komm.“ folgenden Wortlaut:

An den Senator

der Freien und Hansestadt Hamburg _ il_liam OkSwald.

EH géreicbt Mir zu bewnderer Freude, anm an dem beutigsn Tag?, an welchem Sie Has hohe _Amt eines Senators von Hamburg “zum_ Segen Ihrer VateUtaxt xünxundzwanzig Jahre bekleidet haben, Meizien warmen _Glückmmxch auszusprechsn. Ich glaube Mich hierzu um 10 mehr beruksn, _als Ick gewißHixi, bikrin im Sinne Meines tn GM_rubenden Grcizvaters, des Kaixkrs und Königs Wilhelm ]. Zixrreicben Andenkens, zu Handeln, w-elcheersm Hause O'Swald stets mit Huld zugetkan war.

Wilhelm.

Oesterreich-lwgarn.

_ Die Nachricht von Ziner Annäherung zwischen den kon- 1eryatwen und verfaniingstreuen Großgrundbesißern Bohmenß (ßehe die geftrige Nr. d. Bl.) haben, wie der Wiener „Preffe“ mitgetheilt wird, bei den Yltczechen eine lebhafte Bx weF-ingdhervorgerufen; Die Mehrheit des altczechischen Landtags- k1u _ ränge auf eine entschiedene Aktion, die in einem Mayifest an d_ie Wähler, in einer Kund ebung gegen die Regierungskoalition ihren Ausdruck finden olle. Eine weitere Meldung besa_gt, daß diese Aktion in einer korporativen Maßdatssniäxder egung der aitczechischen Landtags-Nbgeordneten e en o e.

Im mährischen_ Landtag beantragten gestern die Jungczechen, die Re terung aufßufordern, den AuSnahme- zustand in Prag yoßort auf u' eben. Der Antrag wurde von dem Landeshauptmann ni t zur Verhandlung zugelassen.

Großbritannien und Irland.

Der Staatssekretär für Indien Earl of Kimberley ist, M? „W. T. B,“ meldet, an der Bronchitis sehr schwer erkrankt, _ Das Unterhaus hat sich eftern dem Antrage des Premier- Mimjters Gladstyne emäZ nach Erledigun der dritten LesuY der Kirchsp1elrat &Bill bis um 12. Fe ar vertagt. ei dex gestrigenWahl eines itgliede-“s des Unter: hauses fur Horncaftle an Stelle des verstorbenen Abg.

Sianhope (konservativ) wurdeLordWillou hby.deEreSny (ko ewativ) mit 4582 Stimmen gewählt; 2er Kandidat der El eaner, Torr, erhielt 3744 Stimmen.

Frank““!!-

Der Senat hat gestern, wie „W. T, B.“ berichtet, Challemxl Lacour mit 132 von 162 abgegchenen Stimmen “zum Präsidentxn wiedergewählt.

__MehrereÉoztaliftische Deputirte beabfichtigen an dxn Prandenten _arnot ein Schreiben zu richten, worin ne die Bx nadigizng Vaillant“? nachsuchen, und wollen sämmtl_ e Dxpiznrte auffordern, diesen Brief zu unterzeichnen.

Die Polizei-Präfektur von Paris (it der „Köln. Ztg.“ zufole_ ge en _die ausländischen ewerbetreibenden und ie rheitgeber, welche Ausländer beschäftigten, die dyn Vorschnfieii des Fremdengeseses vdm 8. August 1893 nicht Folge gelxistet haben, das Strafverfahren eingeleitet. Bisher haben 72 Ausländer Strafbefekile erhalten, 8 wurden Zi 00 Fr. Buße verurtheilt. 18 Verfügungen wurden gegen

the_ttgxber erlaffen. Am 12. Januar betrug die Zahl der auslandischen (Hemerbetreibendeii 89825.

Italien.

Der bisherige dkutscbc Botschafter Graf zu Solms: S_onnewalde ist einer Meldung des „W. T. V.“ zufolge geptexn Abend 5 Uhr von Rxm abgereist. Das gesammte diplo- matische Corps hatte xtc!) um Abschied am Bahnhof ein- gefunden_: außxrdem war im '.luftrage des Königs der Ober: Ceremomenmeixter Graf Gianotti erschienen.

21 Ab_geordne_t_e_der äußersten Linken haben bc- schlyffen, ein_Manisen_ an das Land zu erlasien und die Aurmerksamkeit des Prändiums der Kammsr auf die Ver- haftung des_ Deputirten Defelice-Giuffrida zu xZian, um die parlamentarische Prärogaiivc zu

11 en.

Die Nachrichten aus ganz Sicilien lauten beruhigend. 130 Offiziere und 7000 Mainz Truppen find in Palsrmo eingetroffen und von einer großen Menschenmenge empfangen worden. -

Spanien. _ Daz? M_anif€ft Zorilla's ist dem „W. T. B.“ zu: 79198 Mit Beschlag belegt und den Gkrichten übexgeben wordsn.

Bulgarien. Der Administrator der Nationalbank Caradjow ist laut Meidzmg dee?! „W. T. V.“ zum General-Sekrcxär für die offentlichen Arbeiten ernannt worden.

Amerika.

Die? Müwkommission des Revräfentantcnhauics bai fi_ch na 211121" Meldunq des „W. T. B,“ aus Wa_s_k)_ington zu Gunsten der Bil! auSgesprochen, welche die Emimon von Silberzertifikaten im Werthc von 55156881 Dollars und die schleunigeYusprägung von im S_taathchg __vorhandenen Barren vorschlä L. Der Zweck dieser Bi _nt, den Bestrebungen des S aßsekretärs nach der Ermächtigung zur Emission 3proz. Bons zu begegnen. _Der Schaßjekretär Carlisle erklärte, er werde vor der Ab: stimmung ix_ber den Tarif keine Schritte unternehmen: wenn de_r Kongreß aber die Ausgabe von Bons mit kürzerém Fällig- keitstermii) und niedrigerem ' insiuß zurückweisen soUte, werde er Boris in Gexxnäßheit dees eseßés von 1875 emittieren.

_ Die braxilianischsn Regierungstruppen haben ciner 3);Fixldunx; aus Rio Grande do Sul zufolgk bki Ztagabi emen €:ng Errungen.

Afrika.

_ Tcr„Tim9§“__wird aus Mozambique gemeldet: John: 1ton, d_e_r engliychc Kommimar für Zentral-Afrika, habe Makgnxira, einen mächtigen Häuptling am Nnaffa-Sec, der zeit melerx Jahreii den Sklavenhandel an einemHauvizentrum lxite, geichlagcn und sämmtliche Positionen Makanjira's emgenqmmen. Zahlreiché Sklaven seien befreit wordsn.

_ Die „Jndéxieiidancc helge“ meldet nach Privatbrie'fen, daß die_ Expedition am oberen 118119 im Namen des (T_ongojtaats _MLT den bedeutendsten Zulianatcn des zum Nil fahrenden Gebiets Freundschaftßverträgc abgeschloffen habe. _ _An die Stelle van Ksrckhoven's in dcr Führung der Expedition_ [ei Hauptmann Baert ctretcn. Die Expedition rucke_ungextort vor. In Bomokan i solle eine neue Station gegrundet werden. _

Das „_quter'jche Bureau“ meldet aus Kapstadt, der

rermer:Mimster Cecil Rhodes werde sich Ende nächsten _ onat_S nach Englaxid begeben, um mit der Reichßregierung uber die Angelegenheiten der Britischen südafrikanischen Gesellschqsx und die Besiedelung des Matabele- landes Nuck1prache zu nehmen. _ Nach einer weiteren Meidung Hesselbexi Bureaus aus Kapstadt von gestern wären _der _Kapitaxi Wilson_ und dxffen Abtheilung, über deren 1Schlchsal bisher Ungewrßheit bestanden habe, von den Matabele nSgesammt niedergemeßelt worden.

Australien.

Nach _einer Meldung des „Standard“ soll der amerikanische Gesaizdte in _ _onolulu Willis Anweisung erhalten haben, ftch e1_ner pa: iv§e_n_ Haltung der provisorischen Re "erung gegenubxr zu befletsigen, bis der Kon reß seine Entf eidung uber__ die in Hawaii zu befolgende 5Lolitik getroffen haben wer e.

Parlamentarische Nachrichten. Deutscher Reichstag. '

Der Bericht über die gestrige Sißung befindet fich in der Ersten Beilage,

26. Sißung vom Sonnabend, 13. Januar, 1 Uhr.

Dyk Sißung_wohnen bei die Staatssekretäre Dr. von Boetticher, Freiherr v_o1_1 Marschall und 1311 Graf von Posadywsky, der Konzglich preußische Finanz : Minister ])r. Miquel und de_r Koniglich bayerische Staats-Minister der inanzx'n ])]: Freiherr von Riedel.

dritter Berathung genehmigt das Haus die Erklärung, betxe end den Abschluß eines Handelßprovisoriums zivischen dem Reich und Spanien für die Zeit vom 1. bis 31. Januar d. J.

Darauf Wird die erste Berathung des Entwurfs eines Tabacksteuerßeseses fortgesest.

_ Abg. Dr. C emm-Ludwigsbafen (nl,): Es ist von vielen Seitm hier das Bedauern darüber außgesprochen, daß die Reichs-Einkvmmen-

. *

fteuer von der imm abgelcbnt sei. Als diese Frage 1887 hier eftreift Wurde, die ?Kogierung durchaus keinen lebbaxta! Wider- 14mm!) erhoben. Deshalb bin ich auch bei den [exten Wa len für_die Reichs-Ei11k:mmmfieuer eingetreten. Nachdem aber von Scixcn der Regierung so lebhafter Widerspruch erhohen worden tft, kann kein ernsthafter Politiker mehr daraus zurückkommen. ür den Tabackbau biti ich immer ein streten, weil ich einen Wahl-

is vertrkte, in dem hauptsächlich -backbau getrieben wird. Der AJ. rese hat behauptet, daß das Tabackftenergeseß von 1878 die * uer'zum Raubbau veranlaßt habe. Die Tabachlanzer leiden unter der durch das amerikanische SteuergcsZY ge1chaffenen großen Kon- kurrenz der amnikanischen billigen Tabacke. „pie dcunché Stkuer ift ziem- lich hoch und muß innerbalk eines halben Jahres nach der Ernté bezahlt werden. Dcr Tabackvssanzer muß_ diesen Bstrag Jué-legmvxxenn er den Tabac! zu dkn billigen Prxixen nicht verkaux-m wiÜxFer er ist Vollständig in die Hand dss Handler? gsgeben und muß fich mit den schlechtesten Preiien zufrieden 53be Er wird förmlich von den Händlkrn terrorisiert. Infolge dknen ist denn auch der Tabackbau in unserer Gegend um 50 *),-*0 zurück egangkn. JCHT ist das Aus- laugen des Tabacks beinahe ver otcn; könn tros, des Vcr- lustes von 209,79 des Gswicbks wird die Sieuer_ nicht zurückvergütet. Dasselbe gilt auch bei Schäden durch Frost ik. ?. w. Ich Habe mit vsrscbiekenen Freunden aus unserer Eegsnd Anträge (LM Zolierböbung oder Stkuerermäßigung gestellt; die verbündkten RZsichngen babkn sicb jedeémal Vollständig gleichgültig verbaltcn, ich will nich sa en: ablehnend, k?nn sik: haben die Uebélitändk beim Tabackbau ri tig srkannt. Die Regierung bak jest die Gelegenheit zu einsr AMd-xrung auf riessm Gebiete wahrgenommen. Tsm 'fsanzer kommt das nsue Ges? entgegsn. abc: dénnocb 13:11 man : Bedsnken Vorbanden. Tur die Aufkebung dex Inlandiicüer iir dcr Tabackvfianzsr in ssinkr Bewegung Frei eworDLn und in_nn rsrkauien. wann er wil]. Aber Tae"; dex Zo nur dsr !kÜÖYTM Differnz zwischen ZOÜ und StMer gleichgestellt morden iir, ist wenigxr erfr€ulich, wéii dadurch ki? Konkurrenz des ausländischen Taback-I füblB-ar bleibt. Tat"; “dis Fabrikatstsuer aiich vym_ZvUb€trags ?rhobkn wir?, darin liégr aükrdings ein ewiiiér wsiterer Zoll- scbuk, alex nur, wenn dix Prciix rkiiuliert [SWM Laß dis Zigarrén 333“ “*g, DC: Rauchtaback aber ZZZ 0/0 STCULT xablcn ioilcn, ist mir VOÜstänkk unsrklärlich, Denn di? ärmsren Klanen ('N-wenden ?raTe dkn Rai: takack. Yori dki- Pfalz an bis nach Köln und Wktfalsn wir?: geradé ds_r wgenannte Svinntaback fabriziert, wozu iaft nur iiiländiicher Takxack verwendxt wird; wsnn da dk! Konsum zurückgékxén würdk, !o würds das kkm inländischen Tabac! vikl msbr schaxén „11.5 jske_andsr€ Stkiier. Ich 78138 garnichtkin, waruü: der Rauckxtaback 551327: [*é'tSUM wsrden ioU al;"; Zi-garrém- und Kautaback. Auch ?Cr Händler ka? cinen ertköii aus disism Exisxx. Während N' jxst di? Stcuer „i_uélégén und fünf bi? sScbZZJi'onatC seinsn Abnskxmxrn Krsdix ZELM muß“, ba! Tk in ZUkunit rnit "dsr SWM! gamickyts mehr ZU tbim, braUÖT wenig?: Kariial imd Zinic-Iri im? kann "dabxr 81112!!! TaÖackrklanzsr sinkt! böberkn Prkix- zaklsn. Für Die Pfui; iii dkr Tabackbxziz kon TKL" größtcn Wichtigkkit. TiO ganz? Landwirxbscbaft bat 'Lix zwei Jabrbuxidcrtén auf dxn Tabackbau :“inge'rickpxet und ist 7:11:51) kik 1ch18chtén PM)? dsr [8131811 Jakrs ganzxriskckick; incbädigi.

(Zchlux'5 dLS Blattks.)

_ Tis „!*. Kommission ÖC-Z Rsich-Ztags 5:11: Yorbsrarkiung dss OM Rn 5,11ng. Ok. Nintsskn, Gröösr (Württcmbcrg), Spahn, Dr. Bachém, O1“. Hiyé SingSÖWÖTCN GLsCXZMTWkaZ, bstreffknd kia Abändérung der onersyrkniing Vom 10. FEHruar 1877, Und zwar von Artiksl? BLZ vor'gsichlagenxn Gxssßcntirurfx? ab, bkstebt aux! folgenden Mitiiliedern: O1".Rint€1€n. Vorsißsndsr; von Gsrlach, Sterertrx-tsr Des Vorsißenken: 1)r. Vacbém, Baßkrmann, 131“. von Buchka, Sacbßk. Schmidt (Frankfurt), Schriftiübrér; Graf von Börniiorff (Lauenburg), 131". 5 oekme, Braim, Buddeberg, Gröbkr (Württemberg), Hauffc-Dablcn, Kikmm (DWDM), MünÖ-Fetber, FWW? (Fulda), Munckcl, RcißkaUÉ, Dr. Nzernikcwski, SÖWQTZS, * ["ÜSZST. .

_Nr. “2 dsr „Veröfféntlicbungen (“xs Kaiserlichen Eexundbßitsamts' vom 10. Januar bat folgenden Inhalt: ESWndbcit-Zßand und Gang der Volkskrankbeixsn ('CHol-Zra, In- fixixnza u. 1- w.). _ intweilige Maßrcgcln JSZSU Cholera ic. _ Desgl. gegsxxGäbfisbcr. _ Dsszzl. gegxn Pkst. _ Sanitätvs- iind V?Lkizinalweien BCTÜUZ 1889/91. _ Tanität-F-bxiickpt Über die Hays- r_i1ch€ Arch 1889-91. _ Geskßgebmig u, s.w. (Prkußcn. Rég-B83. KÖUÜZÉÜUZ.)- Pfkrirccinfukrr. _ (Rég.:B€z. Gumbinncnd. Deé-gl. _ Zng-Bez. Orreln). Finnigs Schw2in€ imd Ririer. _ Liimvkn- iammlsr. __ (Heffkn). JNiLtHwoÖmingen iind Schiaist-IUM, _ Gang d?r_ _TbiN'sU en. Toilrrutb im DLUU'ÖM Raich 1892. _ Tbtlxieuch€ri_ iii Frankrsich, 3. Visrtéljahr. _ Dssgl. in (Y_Yogkxitqniiisn 1892). __ Zeitweilig? Maßregkln ZOOM Tbisrscucben. (Sgckxxén). _ Rscbtxpre unß; (Schöffsngsricht ?_118813, Landgsricht Dméburg, Kammergcricht). OtoUwsrck'fch Bruitbonbons als eil- mittsl. _ Verbßndlungen Von gessx; ebenken Körrericbaftkn, Vereinen, Kongrexien u. 1. i_r. (Sahweiz). onig. _ Wxckécntabslls übér dis Sterbésälls in rcuvchkn Städten mit 40000 und melir Einwobnkrn. _ Des [. _in größkxcn Städten dks AUÖWUÖLÉ. _ Erkrankungen in Kranken äuiern ÖCUUÖT Großstädte. _ DeLgl. iii TSUtschkn Stadt- Und Zankkezirkcn. _ Wittsrung.

*

Statistik und Volkswirthschaft.

Plcnarkersammlung des Dentichcn Handélstags.

_ Jm Yerlaur där Zeitrixzen Sitzung des Deutschen Handelstags reierierte Herr_Genéraliekretar Bizcck (Berlin) übsr die grundsä [iche St_equig Von Handsl und Industrie zu den dem Nkicbstag vorge ten RUchsiteucrgcsMn und nahm eim? gcgen dissc gkrichtete gRL- wlutwn an. _

In der beutrgxn „zweitxn und _lexzten Sißunkz beschäftigte sich der Deutsche Handelsxtag zYiachst_ mrt der gep antcn staatlichen 11e_b_€_rwachung des Ochrisbaues und der deutschen See- 1chtsf§ und _nahm folgexiden Atixrag an: Die Sicherheit von Lehen_ urid Eigentbum auf See t_|_t durch dax; “lichtgefübl, dig Tgchttgkcu und dgs Jn_tereffe der R eder und Schi auer, durch die privaxa_ und __strasrecbtl_iche___ Haftung _der_Rheder und Schiffsführer, durch dix Y_UMÖT der Klo!jifikaiionsgexeüjchastexi und der Seeberufs- gcnofsenichast u_nd _ dur_ch _ die seeamtlichen Untersuchungen vor- gekommener Unfalle in iytrkiamster Weise gewährleistet. Die Schiffs- VSleftL fiyd _m der_ deuticchn Handelsmarine verhältnißmäßig Stinger als m_derxcnigen irgend _emes anderen Staats. Für eine sxaatliche Beaußicbttgimg dss Schiffbaiies und des Zustandes der Seescßiffe liegt dabex m Deutschlqnd keinexlxi Veranlaffun Vor. Sie wurde nur zu emer_ empfindlichen Schadigung der deut?chen Nboderei, der deuts_ Schiffbqu-Jn_dustrie, und rückwirkend auch anderer wichti en dextt]_ Industrien fuhren. Der Deutsche Handelstag hofft da er, dW die Reichsre ierung hen Weg, _den deutschen Schiffbau unter staat- lt eKontrolezu rellen, nicht beschxeiten werde. Handelskammer-Syndikus 1)r_, H o t fck [ 1 (Magdeburg) bertchtete hierauf über die Frage der r e cbt - ze ittgen Heranziebu n g der Hand e lskörverschaften zur BeFiitacbtung don Handel und Industrie betreffenden Gk eßentwürfen.

Zur Arbeiterbewegung. Jn_Leivzig ist, wie dem „Vorwärts' berichtet wird, wegen Lohnftteits enz Ausstand_ der Bildhauer, Tischler und TIMei-Sr in der Möbelfabrik von Heinrich Bauer aus- ge r . In Frankfurt a. M. stehen die am Neubau der Petrikirche

bkschästigteu Ste i n bi [dh a 1: er gleichfalls wegen Lohnstreits aus.