(+ 6 827 649 944), RcichCEifenbatherwaliung 47 450 000 „46 (+LZH0WÄ-Yxskff [JKIft E' !) abl iezur ei aegean “ = inna me üi der Ausfuhxvergüngen und Verwaltungskosten beträxxztgbcehi den nachbeze1chneten Einnahmen bis Ende Dezember 1893: Zölle 235062184 „45 (_ 28818 749 914), Tabackfieuer 8823997 „44 (_ 58618__ „(H), Zuckermaterialsteuer _ 1 680 744 „44 Y_Y_ 18 130 797 „FH), Zuckersteuer 56956 125 „44, darunter brauZhSabgabe nach dem Gcseß vom 9. Juli 1887 = 149986534 (+ 17 069412 516), Salzsteuer 30588276 «46 (+ 975 278 „M), Maischbottich- und Vranntweinmaterialfteuer 10606 626 ck (_ 2099183914), VerbrauchSab abe von Brannt- wem und Zuschlag zu derselben 76 211 803 „44 + 4 688 433 «FH), Braufteuer und Uebergangsabgabe von Bier 18 819430 „75 (+ 472 612 „M); Summe 435437 697 „44 (_ ...5 901 612 “M). _ Spielkartenstempel 893 321 „M (_ 13938 „E).
Gegen deutsche Eisenbahn-Verwaliungen sind beim Neicbs-Eiienbahnamt im Jahre 1893 im ganzen 131 Be: schwerden aus dem Publikum eingelaufen. Davon beziehen sich 45 auf die Verkehrsordnung, 27 auf die Tarife, 8 auf den Fahrbetrieb und 51 auf andere Gegenstände.
Das Neichs-Eisenbahnamt hat von diesen Beschwerden für begründet erachtet 16, als unbegründet abgelehnt 34, auf den Rechtsweg verwiesen 3. *
In 28 Fällen war die Zuständigkeit des Reichs nicht be: gründet, in 3 Fällen sind die angeordneten Erhebungen noch _nichi abgexchloffm
_ Die übrigen 47 Beschwerden wurden an die zunächst zuitändigen_Eiyenbahnverwaltungen zur Erledigung abgegeben.
Betroffen von Beschwerden sind überhaupt 28 Eisenbahn- verwaltungcn.
Tie „Korrespondeiiz des Bundes der Landwirthc“ hat kürzlich einen Artikel über „die Hauptergebnisse der Viehzäblung vom 1. Dezember 1892“ gebracht, der zu dem "SCHUH kommt, daß die Viehhaltung in unserer Land: wirihschaft_, was Rindviel) und Pferde betrifft, irn Rückgang begriffen yei und daß die Bewegung des Hauptviehbestande-Z die Notblage der Landwiribschaft deutlich widerspiegele. Dieser Artikel enthält erhebliche Jrrthümer. Es wird in demselben zunächst das chendgewicht, das für den Rindvieh- besfand des Jahres 1892 ermittelt ist und sich auf 5986000 1, beläuft, mit_ dem für 1883 ermittelten von 5062000 1“; in Vergleich geftelli und hierbei darauf hingewiesen, daß der ernere Betrag nicht voll in Rechnung gebracht werden dürfe, weil 1892 am 1. Dezember, 1883 aber am 10.Januar gezählt worden sei und der Verbrauch an Rindfleisch zu Weihnachten und Ncuxahr erheblich gesteigert werde. “Der Mehrverbrauch sei auf 12000 [_ Schlachtgewicht oder 24000 t Lebend- ewicht zu veramchlagen. Werde dieser Betrag von der Sir 1892 angeführten Zahl in Abzug gebracht, so ermäßige nch das Lebendgewicht des Rindviehbestandes auf 5962000 [. Die Annahme jenes Mehrberbrauchs zu 24000 t. ist offenbar willkürlich. Will man sie ]edocl) gelten lassen, so würde sich das Lebendgewichi des Rindviehs seit1883 immerhin um 17,8 Proz, vermehrt haben, nicht um 11,7 PW ., wie der Artikel berechnet. Diese Vermehrung um 17,8 3 roz. Über: stiege die VevälferungSzunahme, die in der Zeit von Anfang 1883 bis Ende189'2 sick) auf 10,13 Proz. stellte, nichi un: beträchtlich. _
Tie Vermehrung des Rindviehbcytandes schreibt der Artikel zum tbeil der Einfuhr aus dem Auslande zu, Weil die Zunahme der Kälber unter 6 Wochen nur 1,18 Proz., der Kälber von 6 Wochen bis 6 Monaten 24,89 Proz., die des Übrigen ?)?indviehs aber 35,13 Proz. betragen habe. “Diese Angaben iind unrichtig; in Wahrheit haben seit 1883 die „Kälber unter 6 Wochen, wenn man von der Stückzahl auszgeht, wie es, _ für diesen Zweck wohl das Nichtigere ist, um 4,8 Proz., die von 6 Wochen bis 6 Monaten um 17,2 Proz., das Übrige Rindvieb um 11,0 Proz. zugenommen; wenn man statt der Stückzahl das Lebendgewicht in Betracht zieht, stellte fich die Zunahme auf 11,3 Proz. für die erste, auf 20,6 Proz. für die Zweite und auf 18,2 Vroz. für die dritte der bezeichneten Altersklassen. Die verhältnißmäßig große Zunahme der mittleren Altersklasse weist also auf eine starke Aufzucht hin. _
Tie weitere Angabe, daß seit 1883 die Einfuhr 'an Rind: viel) bedeutend gestiegen, die Ausfuhr dagegen in noch weit höherem Maße gesunken sei, ist an fick) richtig, wenn auch die an- cführien Zahlen nicht durchweg mit Den Ausweisen der Handels: _ atistik übereinstimmen; allein es geht daraus an und für sick) nicht?: weiter hervor, als daß die inländische Flcischproduktion den Bedarf, welcher durch die Bevölkerungszunahme und in: folge dcr gebefferten LebenHverhäliniffe eine Steigerung erfahren mußte, nicht zu decken vcrmocht hat. Auch die Be- trachtung, daß der Rindviehbestand seit 1889 durch die Maul: und Klauenseuche erhebliche Verluste erfahren habe und der Einfuhr-Ueberschuß in den Jahren 1889 bis 1892 besonders hoch gewesen sei, steht in keinem direkten Zusammenhange mit der BestandSiieränderung von 1883 auf 1892. Uebrigens sind in den Jahren 1889 bis 1891 nich_t, wie in dem Artikel auffallender Weise wiederholt (m_ egeben 111, 1089 256 Stück Rindviel) an der Man(- 11110 lauenseuche .,gefallen“, sondern diese )Zahl bezieht *sich guf den Rindvietzbestand in den von der Senche r_ieu betroixeiien Gehöftcn. Die Zahl der gefallenen Rinder in nicht feitgextellt; es mögen vielleicht einige hundert Stück an _der Krankheit eingegangen sein! Dieses grobe Miß- verixändnix; _ es liegt nicht etwa ein Druckfehler vor, denn es nnd Betrachtungen an ]ene angebliche Thatsache geknüpft! _ läßt erkennen, daß dem Verfasser des Artikels auch nicht die gerin ite Sachkenntniß innewohnt,
as den Pferdebestand angeht, so enthält der Artikel die richtige Angabe, daß derselbe in der Zeit von 1883 bis 1892 von 3522545 auf 3836346 Stück angewachsen ist, also eine Zunahme von 313 801 oder 8,9 Proc. (nicht 10,8 Proz.) aufweist. Wenn 12551: im weiteren berechnet wird, daß der 1892er Bestand bei Abzug der Mehreinfuhr an Pferden, die in der genannten Periode 666666 Stück betrug, _nch um 352865 Stück niedriger stelle als 1883, __10 ist eine solche Verechnun nicht zulässig, umal ve den Abgang an Pferden durch odesfälle unberück- Zichtit läßt. Es wird dann noch behauptet, eine Scheidung des _ ferdebeftandes in den landwiriIsckßaftlichen und den städtichen Theil werde ergeben, „ (1 er landwirthschaft- liche abgenommen, der städtische aber erheblich lZin- genommen“ habe. Auch das ist unrichtig. Vielmehr ha en
auch die zu landwirthschaftlichen Arbeiten gehaltenen Pferde ugenommen, und zwar fast in demselben Verhältniß wie ie übrigen. Im Jahre 1883 wurden landwirtbschafiliche Pferde im Alter von 3 und mehr Jahren 2228691 ezählt, im Jahre 18V solche im Alter von 4 und mehr ohren 2384449. Also obgleich im Jahre 1893 _ wegen anderer AlterSeintheiluug _ eine Jahresklaffe fehlt, betrug der Zu: wachs doch 7 Proz. _ - Aus dem Vorstehenden ergiebt sich, wie wenig die Schluß- folgerungen zutreffen, welche die „Korrespondenz des Bundes der Landwirthe“ an die Ergebniss der Viehzählung knüpft.
Dem Kommunal:Landtag der Kurmark, an den inzwischen noch ein Rekurßgesuch der General-Direktion der LanixFeuersozietät eingegangen war, das dem ersten Ausschuß übertmesen wurde, lagen in seiner 5. Plenarversammlung vom 24. Januar zxvei _Gutachten des ersten und fünfzehn Gutachten des Zweiten Ansichunes zur Verhandlung vor. Die beiden ersteren etrafen einen_Rekurs der General-Direktion der Land-Feuer- sozieiät ge, en eine KreiZtagSentscheidung, dem stattgegeben wurde, und den_ erwaliungsbertcht der Land-Feuersozietät für das Geschäftsjahr 1892. S9 günstig das Jahr für die Mobiliar- verncherung verlaufen ist, _so ungünstig hat es sick) für die Jmmobiliarverficherung gestaltet. Vermöge des Ablaufs der jechSxährigen VerficherungSperiode sind die Versicherun s- 1ummen __ herabgegangen, die Brände und Beiträge a er haben (:ck gesteigert. Dagegen weist das Jahr 1893 nach der Darlegung des General : Direktors wiederum eine unahme dcr Jmmobiliar-Verprcherungssumme von über 27 illionen, freilich aber auch eine große Anzahl von Bränden nach, _ Der 11, Ausschuß berichtete über Gesuche v_o_n milden Stiftungen um Ynterstüßungen aus dem stän- dnchen Disbositiqnsfonds der Kurmärfischen Hilfskaffe. Nur zehn solcher Gesuche konnten erfüllt werden_ ; fünf unter- lagen der Ablehnung, theils_ weil die zu unierstüßenden Unter- nehmigigen 1ich erst im Entstehen befinden, theils weil die Ver: hältnine der betreffenden Anstalten nicht klar dargelegt waren, theils endlich, weil dieselben nicht bedürftig erschienen. .
Ter Bevollmächtigte zum_ _VundeSratl), Fürstlich lippische KabinetH-Minister von Wolxsgramm ist hier eingetroffen.
e32er Regierungs:Affeffor Lindenberg zu Trier ist an die Koniglickze Regierung zu Stettin verseßt worden.
In der Ersten und Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs: und Siaats-Anzeigers“ wird die vom Reichs: Eisenbahnamt aufgestellte tabellarische Uebersicht der Re- triebs:Ergebnisse deutscher Eisenbahnen für den Monat Dezember U. I., auf welche gestern an dieser Stelle auSzüglich hingewiesen worden ist, veröffentlicht.
Der heutigen Nummer _ „Deutschen ReichKAnzei ers und Königlich Preußis Anzeigers“ für das Zalßzr 1893 bei.
liegt das Sachre_ ister des Zen Staats:
Tas Lber-Kommando der Marine giebt folgeiide Schiffs: bewegungen bekannt: S. M. Schulschiff „Stein“, Komman- dant Kapitän zur See von Wietersheim, ist am 24. Ja- nuar in Curagao angekommen und geht am 28. Januar nach La Guayra. S. M. Sch1l1schiff „Moltke“, Kommandant Kapitän zur See Koch, irt am 24. Januar in Piräus an- qekommen. S. M. S. „Möwe“, Kommandant: Kapitän: Lieutenant Hartmann, ist am 24. Januar auf den Seychellen angekommen und geht am 28. Januar nach Bombay.
Württemberg.
Seine Majestät der Köyig ist Heute Vormittag von
Stuttgart nach Berlin abgereist. Baden.
*Die Krankheit Ihrer Königlichen Hoheit der Groß: herzogin besteht, wie „W. T. B,“ meldet, _in onnchial: katarrl) mit we selnder Fieberbewegung. Seine Konigliche Hoheit der Gro hexzog hat infolge der Erkraxikung _der Großherzogin die Reiie nach Berlin aufgegeben; anstatt 1e1ner reist Seine Königliche Hoheit dex Erbgroßheriog nach Berlin. Ihre Königliche Hoheit die _Kronprinze sin von Schweden und Norwegen mirdnch von Karlsruhe Über Rom zu längerem Aufenthalt nach Korfu begeben.
Hessen. 4
Seine Königliche Hoheit der Großherzog hxgiebt sich der „Darmst. Ztg.“ zusol_g_e heute Vormittag ngch Berlin, um Seine Majestät den “aiser zu Allerhöchfijeinem Geburts- fe'ste zu begluckwünschen. _
Braunschweig.
Der Landtag ist gestern bis zum 1. März vertagt worden.
SachseuCoburg-Gotha.
Seine Königliche Hoheit der Herzog, Ihre Kaiserliche Hoheit die Heronn und Ihre Königlichen Hoheiten bie Prinzessinnen * ictoria Melita, Alexandra und Beatrice find gestern aus Darmstadt wieder in Coburg ein-
getroffen. Elsaß-Lothringeu.
Nr. 3 des „Geseßblatts für Elsaß - Lothringen“ ver: öffentlichi eine Kaiserli e Verordnung, durch die der Landes- ausschufz für Elsa :Lothringen auf den 29. Januar nach Straßburg ei-zberufen wird.
Oefterreieh-Ungaru. Der böhmische Landtag hat in seiner gestrigen Sißung, wie „W. T. V.“ berichtet, mit allen Stimmen gMegn die der Altczechen und Jungczechen den Antrag des .
Podlipny, seine Motion wegen Aufhebung des Aus- nahme ustandes i_n Pra und Umgebung an eine Kommis n zu verweisen, abge ehnt.
Die Statthalierei hat den chluß des Prager Stadt: verordneten-Kollegiums auf Einrei ung einer Petition an den Landtag wegen Aufhebung des Außnahme: zustandes für ungilng erklärt.
_ In dem Omladina:Pro es; wurde gestern das Ver- hor_ der Angeklagten beendet. ls der Angeklagte Redakteur
axn wegen der untex Anklage gestellten Säße seiner mit
schla belegten Axtikel zur Rede gestellt wurde, berief er sich an _den ]ungczechtschen Abgeordneten Jande, welcher solche Worte im Landtag gesprochen habe. Heute beginnt die Ver: nehmung der Sachverständigen und der Zeugen.
Großbritannien und Irland.
_ Das Oberhaus hat _ gestern in einer fünfstündigen Sißung die zweite Lesung der Bill über die Kirchspielräthe angenommen. Im Laufe der BerYung erklärte Lord Salisbury, wie „W. TB.“ meldet, v chiedene Ein elheiten der _Vorlage bedürften bei der Spezialdebatte sorgéältigfter Revision.
Sir Gerald Portal, der britische Kommiffar für Uganda, der zur Zeit auf Urlaub in London verweilte, ist gestern gestorben. _
Die Admiralitäx hat, wie die „Allg. Korresp,“ ver- niiximi, ihr neues Schiffsbauprogrmym so _weit vollendet, daß ne die WTonnewGeichüße, die statt der 67 Tonnen: Kanonen die Hauptbeiyaffnung der großen SchlaZt' iffe bilden sollen, in Submisnon gegeben hat. Acht S la ti iffe erster Klaße, ähnlich dem „Majestic“, sollen in n ri ge: nomnxen werden. Die Kosten sind auf 7000000 Pf . terl. veranjchlagt, u_nd das Parlament wird dieserhalb um eine be- sondere Bewilligung angegangen werden.
Frankreich.
JU der gestrigen Sißung der Depuiirtcnkammer interpellierte der Deputirte Graux über die Produktion der französischen Kohlenminen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten Zonnari antwortete, man könne l?offen die Einfuhr fremder Kohlen einzuschränken, aber nicht ie zu unterdrückexi. Die Regierung könne für diesen - weck nur durch eine Ermäßigung der Tarife und durch die ' erbefferung dcr Wafferwe e wirken. Der Kriegs:Minitter Mercier erklärte, er habe efehl ertheilt, für sein Ressort nur franzöfische Pro- dukte zu kaufen. Der Deputirte Pelletan brachte darauf eine TageSordnung ein, worin die Regierung ersucht wird, die Eisenbahngeseüschaften zu __yeranlaffen, Tarife an- ?unehmen, die den franzbmchen Interessen _ ent- prächen. Diese TageSUrdnung wurde yon dem Minister Jonnart und dem Minister : Präsidenten Casimir Périer wegen ihrer imperativen Form abgelehnt, worauf sie von der Kammer mit 301 gegen 208 Stimmen verworfen wurde. Jm weiteren Verlauf der Sißung wurde sodann eine Tagesordnung, mit der die Regierung sich einverstanden er: klärt hatte und die dahin lautet, daß die Regierung fich be- streben werde, von den Eisenbahngeseüschasten eine Verbesserung
_ der Tarife zu erlangen, mit 393 Segen 3 Stimmen angenommen.
Darauf wurde ohne Diskus on die Vorlage genehmigt, durch die das Fortbestehen der gemischten Gerichte in Egypten auf fünf Jahre verlängert wird. Die Inter- pellation des Abg. Lockrox) über die Marine wurde auf Dienstag estxZeseßt. _
Die 0 lk ommis s 1011 der Depuiirtenfammer berietl; estern über die Getreidezölle. V9r Fassung eine:? Be- chluffes will die__Kommi11i0n die Minister hören. Die Mehr-
heit_ _der K'ommimon scheint cinem ZoUsaß von 8 Fr. günstig “u em. 0 Der Kassationshof hat die von Vaillant eingelegte Bexufun 9 gegen das Urtheil des Schwurgerichtshofes vcr- wor en.
Eine Depesche des Gouverneurs des Sudan meldet, daß der Oberst Bonnier, nachdem er von der gefährlichen Lage der Nigerflottille bei K abar a, dem Hafen Timbukius am oberen Niger, Kenntnis"; erhalten habe, nach Timbuktu marschiert und dort am 10. Januar eingetroffen sei. *Die Tuare ?- hätten am 28. Dezember eine Abtheilung der Floiti e vernichtet. Ein neuer Zwischenfall sei nicht zu befürc-Z- ten. _ Tas „Journal des Débats“ bespricht mit Befriedigurzg die Einnahme Timbuktus, die auch außerhalb Afrikas grch moralische Wirkung haben werde. Der ,Figaro“ meint da: gegen, das Ereignis könne crnxie Folgen Haben, da nach dem Zwischenfall von Warina_Oberst Bonnier Befehl bekommen habe, seinen Marsch einzustellen, und sogar die Abberufung Bonnier? angekündigt worden sei.
Italien.
Der deutsche Boischafter_bcim Quirinal von Bülow ist, wie „W. T. B.“ berichtet, gestern von dem Köni zur Ueber: reichung seines Beglaubigungsschreibens in feierliZzer Audienz empfan en worden. Der Zeremonienmeister Peruzzi holte den Botscha?ter und das gesammte BotschaftSpersonal in drei Galawagen mit einem Vorreiter aus dem Palazzo Caffarelli nach dem Ouirinal ab, in dessen innerem
ofe die Wachtkompagnie unter den _Klängen der Kaiser- nmne präsentierte Der Zeremonienmeiyter Marchese CaUxario empfing den Botschafter an_dem "Fuße der großen _Treppe, die von einer doppelten Reihe Kürasjiere _xn Paradeunt orm besth war. Im Saal der_ Schweizer empfing den Bo chafier der Groß-Zeremonienmeijter Grat Gianotti und geleitete ihn in den an den Thronsaal anstoßenden Saal, wo er ihm den Zivil: und Militärhofstaat Lies Königs vorstellte. Darauf trat Graf Gianotii in den Thronsaal ein und meldete _den Botschafter an, der sofort eingeführt wurde und Mit dem König allein blieb. Die Audien dauerte eine Stunde. Nach deren Beendigung wurden die itglieder der Botschaft _yozn König empfangen. Währeiid der Audienziauschte der Konig die freundschaftlichsten Vcrjicherungen mit dem Boischafierbus. Um 31/2 Uhr begaben sich der Botscha ter und die Mitglieder der Botychaft in Hofwagen nach dem _alazzo Cgffarellizuruck.
„ Den römischen Blättern zufolge fanden zmischen Frank- reich und Italien Verhandlungen statt, die bezweckten, die Ratifikation der in Paris ab eschloffenen Munz- konvention betreffs der italtemschexi cheidemünz'en auf den 28. Februar zu verschieben._ _ Die „Ri orma“ erklärt,_ das Gerücht, die Regierung beabsichtige, den wangskurs wreder einzuführen, sei vollständig erfunden. _ _ _
Aus Massa Carrara und Sizilien mird emeldek, daß in beiden Gebieten vollkommene Ruhe _herrsFe.
Mit Rücksicht auf die 11an en, die, nne g tern ge-
meldet, unter der Studentenfchaft in avia aus;;ebrochen nd,
at der Rektor der Universität besch en bis zum Eintt ?ieuer Befehle die Universität zulliixließen und die or- lesungen einzustellen. _
Der „Moniteur de Rome“ veröffentlicht ein S reiben des Bi chofs von TiraSpol Zerr, worin dieser die Mi eilung der B älter, daß er bei einer jüngsten Anwesenheit in Rom mit einer besonderen Mi on der russischen Regierun betraut Zewesen, als durchqus unwahr bezeichnet; ebenso ?alsch sei ie Nachricht von einer Unterredung mit dem Papst, wobei er _ der Bischof _ die Veröffentlichung einer gegen die russische Regierung gerichteten Encyklika des Puyftes zu ver- hindern g ncht habe. Er sei ausschließlich 811 111111113 4 08t0- 10111111 na Rom gekommen und habßsowohl mit dem apste, als mit dem Kardinal Rampolla nur Angelegenheiten seiner Diözese verhandelt.
Auf den Zivil-Gouverneur von Barcelona wurde dem „W. T. B.“ zufolge, als er gestern aus einem Hause ?_eraustrat, ein Revolverschuß abgegeben, e: i 11 am
opfe verwundete. Der Thäter, der sich Thomas urull nennt, ist ein Maurer der erklärte, Anarchist zu sein. Der Ministerrath_ hat ie zur Auftechterbaltung der Ordnung in Barcelona nothigen Maßregeln getroffen. '
Da das Räuberunwesen in Andalusien an Aus- dehnun gewinnt, so ist ein besonderer Richter zu dessen cncrgis er Unterdrückung ernannt worden. „
Serbien.
Die gestrige Meldung des „W. T. B.“ aus Belgrad, die Skupschiina sei durch einen Ukas des Königs aufgelöst worden, war eine irrthümliche; es ist nur die Session der Skispschtina es [offen worden.
Wie die „L?cxl. Korresp.“ aus Belgrad erfährt, ver- anstaltete ein Theil der Hochschüler vor dem alais eine Kundgebung unter den Rufen „Es lebe die erfaffung!“ Da das Verhalten der Demonstranten ein friedliches war und die Kundgebung den Eindruck der Harmlosigkeit hervorrief, fand die Polizei keinen Anlaß zum Einschreiten. Ueberall herrscht Ruhe, der GeschäftSgang ist normal. Wie ver: lautet, hätten die in Belgrad anwesenden bäuerlichen Depytirten von dem Stadtpräfekten, Oberst-Lieuienant Mihajlovic, die Weisun erhalten, die Residenz binnen 24 Stunden zu verlafsgen; die meisten seien gestern früh abgereist. _ Ein Telegramm des „W. T. B.“ erklärt die Nachrichten einzelner Blätter Über eine Gähru n_g im Innern Serbiens und über die Befürchmixg von Aus1chreitungen für vollkommen unbegründet. Im ganzen Lande herrsche
beste Ordnung und Ruhe. _ _ Nach einer Meldung aus aris wied die Konigin N at ali e nicht nach Belgrad kommen, andern iich Ende dieses Monats
nach Biarriß begeben. Amerika.
Der Ausschuß des Repräsentantenhauses für Mittel und Wege hat, dem „W. T. B.“ zufolge, ein Amen- dement zu der Tarifvorlagc angenommen, wodurch die Gegen- (e_itdigkeitsklansel der Mac Kinley=Akte abgeschafft mir .
Das Repräsentantenhaus hat mit großer Majbriiät die Unteranträge zum Eisentarif verworfen. Eixenerz verbleibt auf der Freiliste.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Reichs- xags befindet fick) in der Ersten, der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Hauses der Abgeordneten in der Zweiten Beilage.
_ In der heutigen 36. Sißung deSReichstags, welcher die Staatssekretäre Dr. von Boetticher, Nieberding und ])1'. Graf von Posadowsky beiwohnen, wurde die Erklärung, betreffend die Verlängerung des bestehenden Handel?:provisoriums zwischen dem Reich und “Sp anien auf die Zeit bis einschließlich zum 31. März 1). J., ohne Debatte in erster und zweiter Lesung durch un- veränderte Annahme erledigt.
Darauf trat das Haus in die erste Berathung der NoveUe zum Geseß, betreffend die Einrichtung und Verwaltung des Reichs-vaalidenfonds. Nach dem Geseßentwurf soll aus dem Kapitalbestande des Fonds ein Beira von 67 Millionen flüssig gemacht und _ der Reichsk se ur Verstärkung der Betriebsfonds zugewrexen werden. Die e: ralhung wurde durch eine beim Schluß des Blattes noch fort- dauernde Rede des Staatssekretärs ])1'. Grafen von Posadowsky eingeleitet, die wir morgen im Wortlaut nach- tragen werden.
_ In der heutigen Sißung des Hau1es_ _d_er_ Ab: Y_ordneten, welcher der Prä dent des Staats-Miqijieriumß, 5 mister des Innern Graf zu Eulenburg, der Minister fur Handel und Gewerbe Freiherr von Berlepscl) _und der Minister für Landwirthschaft 2c. von Heyden beiwobnten, wurde , die Besprechung der Interpellation der Abgg. von Kröcl) er und Genossen fort eseßt.
_ Abg. Zaasche (31): I?“! Friedberg Hat gestern behauptet, dax; Herr aufe nicht im amen der Partei gesprochen babe; ich kcznn erklären, daß Herr Friedberg der beireffenden Fraktionssißung nicht beigewvbnt hat, in welcher wir Herrn Krause gebeten haben, den Standpunkt zu vertreten, den er vertreten hat, und über welchen in der Fraktion keinerlei Meinungsverschiedenbeit herrschte. Die Nothlage der Landwirtbschaft wird von allen Seiten anerkanxii; Beweise braucht man dafür kaum beizubringen. Die Beweite, welehe von Herrn von Erffa und Herrn von Feydebrand _ beigebracht sind. wären beffer nicht bei ebracbt, Weil sie ni _t das beweisen _könn_en, was sie bewäsen sollen. Hie Hinwci ung au die Verschuldung ist nicht maß ebend; denn auch der städtische rundbe itzer iftftarker verschuldet, soda man bei ihm von einer NothlagesvreYenkann. Daß Herr_n von Erffa's Getreide ni tverkäuflich ist, beweiftau _nicbts; daran kanndte Ab- lebnun des rusfis en Handelsvertrags nichts_andern. & bedarf _dazu der be eren Organisation der Landwiribe, die durch die Landwirth- schaftskammern geschaffen wird. Herr riedberg stellte es all_geniem (; Axiom auf, daß eine unterwerthige aluta den_Export begunstiÉe. Das ist durchaus kein feststehender nationalökonomiscber Lebrsaß. s kommt darauf an, ob die Valuta sich gleich bleibt oder schwankt. Es ist schwer, den Unterschied zwischen unterwerthtger_ und schwanken- der oder sinkender Valuta klar zu ma en. Das ist eme Doktorfrage, *die aber troßdem in die Volksversamm ungen getragen wird,_ z. B. von Rednern des Bundes der Landwirtbe. Wenn die unterwerthtge Valuta den Export fördert, dann müßte ja Indien froh sein, eine 9 unter- xkkktbige Valuta zu haben. Herr Friedberxx will eine B timmung m den Handelsvertrag aufnehmen, daß d e Zölle in dem Geld
gezahlt werden' sollen,_ in welchem alle , blungen __ßeleiftet werden. Bei uns [ind die Zölle in Gold zu sah und in ußland auch. __Damzt sind die Zölle in ihrer Maximalböbe fext eseyt. Italien ge enuber ist allerdings nicht festgestellt, daß die Za ungen in Gold
olgxn sollen. Oesterreich gegenüber ist es geschehen und Italien gegenuber _bat _memand darein gedacht, daß etwas Anderes gemeint werde. _Ein Sinken der italienischen Valuta konnte man damals iioch nicht voraussehen. _ Uebrigens würde die Zahlung der Zölle in dem 'synst üblichen Gelde nur für den E port der Industrie ein bedeuten, für die Landwirtbichaft- aber nichts. Herr von _Kardorff will einen Zuschlag zum Zoll, ent- sprechend dem Golda to, machen. Das würde (chli lick) beim Schwanken des Ruhe rfes von 220 bis 210 nur einen etrag von 17_„_3 auf _3,50 exjé-Zoll ausmachen. Oder soll der Preis des Ge- treides dabei zu Grunde gelegt werden, dann wird der Preis probibitiv. _ n man eme solche Maßregel allen anderen Staaten, nicht bloß Ru land gegenüber durchführen wolite, man überall _ rsprun szeugiiiffe verlangen. Und miißte doch nicht bloé _ beim Getreide und Mehl, sondem bei allen Waaren diese _ Maßregel durchgeführt werden. Die gleitende Skala halte ich für unduxchfübrbar; fie würde nur der Spekulation nüßenx Herr von Kardorff will die ZoUzusebläge nur einführen, um dadurch eiiien Druck auszizüben aus die Schaffung einer internationalen Doppelwalxrung. Wie wl] das möglich sein? Herr Friedberg meinte, dax; mgn das-alte Werthverbältniß zwischen Gold und Silber nicht xnebr ausrecht erhalten könne. Damitift das Uribeil über die Doppelwabrung gesprochen. Gold und Silber Verhalten sich nicht mehr wie 151: 1, sondern wie 30:1. Was würde daraus entstehen,_ wenn_ man unter solchen Umständen das alte Verhältniß wxederbexiieüen wollte? Würde ein solches Wertb- verbältniß aufrecht zu erhalten (ein bei der wachsenden Silber- produktion? Wenn der Preis Verdoypelt wird, werden die Silber- barone in Amerika mit größerem Eifer arbeiten laffen, und überail wird man nach neuen Silberquellexi 1uchen. Cine Kontingentierung der Silberproduktion _würde berbeigeiübrt werden müffen. Aber dieses Problem ist noch 1chwieriger zu [5er als das, durch einen Handels- vertrag jedermann zufrieden zu 1te11en. Ich bin kein extremer GoldwäbrungSmann; ich Will zugeben, daß eine Goidknappbeit, die noch nicht existiert, eintreten kann, namenilich, rvenn wir Rußland zwingen wollten, zu einer 11chexen Währung überzugehen. Der Gold- knappbeit ist un_ter alien Umytayden vorzubeugen; wir baben daran dasselbe Jnterene wie_ andere Lander auch. _Wenn die Regierung die erxiste Absicht bat, die1e Fragenßenauzu unter1uchen, um zu einem prak- tiichen Ergebnis; zu elangen, wexden wir gern dazu die Hand bieten. Wenn die St_aatetx ich dazu _Oerbinden, die Silberprägung nicht ganz einzustellen, yo iit damit !chon _eiwas eeholfen. Aber von einer internationalen Regeluzig der Wahrung ist das noch himmelweii entferut. Auch durch yolche Maßregeln kann der Landwirtbychaft ge- holfen werden._ _ _
Abg. Gras Strachrvry (Zentr.): J_ch freue mich, daß zwei Herren, Welche ge en die JnterpeUatien gesprochen baben,_ der Vor- redner und Graf * allestrem, die Notblage der Landwirthickyaft aner- kannt und auch die Verpflichtung _der Regierung zur Abhilfe hervor- gehoben haben. Es handelt sich ther nicht bloß um den GrundbesijZ und die Grundbefiser, sondern auch um die Arbeiter, Upd zwar Um diese in erster Linie. Die Aufhebung des Identitätsnackpwäxes würde für die Land- wiribschaft sebr bedenklich i_em un_d_nur den Großhändlern zu gute kommen. Der minderiveribige ruysi1che Roggen_würde in Deutsch- land sitzen bleiben und unjer gutes 1chöne§ Getreide würde ixis Aus- land eben. Herr_Broemel meinte, die Interpellation (ei nur eine Leere Demonstration gegen die Regierung,___er sehe darin ein illoyales Verhalten. Darin lag eine gewine Befürchtung, daß die Interpellation _im Lande Eindruck machen und die StaatSregimmg auf die Bedeytung der Sache aufmerksam machen werde. Die Stimmung_ im Lande ist wirklich eine Verzweifelte. Die Jnterpeüaiion ist keine illoyale Demonstration. Es ist das gro e Verdienst des Bundes der Landwirtbe, den Landwirthen ire Laße ziim Bewußtsein gebracht zu haben. Bisher hat die Landwirt schaft angenommen. _daß die Regierung Lich bewußt ist, i_vas fie cm der Landwirtbjcbast bat, dax“; fie die andwirthscbast 1chüßen würde und_ schützen muß. (Zuruf: 3,50 «(€ Zoll! LiebesJabe!) Jetzt iii die Landwirtbscbafi auf den Standpunkt ange ommen, da_s3F ihr die Lust fehlt. Man tadelt die Einbringung der nterpellaiien, _weil ja der russische Handelsvextrag noch gar nicht beka_n_nt kei. Was soll denn anderes darm stehen, als_ die Ermäßigung des Getreide- onS von 5 auf 3,50 .“? Politische Gründe können doch für den Vertrag nicht maßgebend 1ein; denn es wäre etwas Neues, daß wir uns der Freundschaft Rußlands erfreuen. Die Interessen der Industrie werden als Argument für den Vertrag angeführt. Ich halte die Stärkung der Industrie _f_ür ebenw m_)tbkyendia, wie die der Land- wirtbschait. Tie Industrieiit fich aber ielbji nicht einmal einig dar- über, ob die Handelsverträge sürste von Vortheilfind. Für die industriellen Arbeiter soll gesorgt werden; Haben die _Landwirtbe denn keine Arbeiter? Sind die kleinen Landwirtbe, die allein ihr Grundstück bearbeiten, nicbt auch Arbeiter? (Zuruf links: Die verkaufen kein Getreide!) Die verkaufen auch. Ein Handelsvertrag mit _Rußland kann erst dann ab eschloffen werden, wenn entweder Rußland zur Goldwälxrung_überge 1, oder wenn die internationale Deppelwäbrung durchgefübrt _ilt.
(Schluß des Blattes.)
_ In der VudLetkommission des Reichstag€_ wurde gestern der Rest des Ordinariumsxes Etats der oft: _und Telegrapbenverwaltung unbekandert genehmigt. eute !exzte die Kommission die Berathung dieses Etats fort. Die ersten Raten für neue Postgebäude in Potsdam (220000 „ckck), Schwerin (Mecklenburg) (120000.16.)und Uelzen (70000 „M) werden anstands- los bewilligt, ebenso für Zabexn (140000 34). Bei der Forderung für Potédam wurde jedoch auf Antrag des Abg. ])1'. Haxntxiacher gegen 2 Stimmen beschloffen, die 5_Postberwaltung _ auszuwrdern, einen neuen Bauplan unter Zu runde egung eines Ziegelsteinbaues vorzulegen. Die Vertreter _der egierung erklärten fich bereit, den Plan im Sinne der Kommixfion umzuarbeiten. _ Zur Erweiterung des Postgrundstückskomplexes an_ der Köni =, der Spandauer:, der
eiligegeist- und der Kleinen Poststraße in 5 erlin werden als erste
ate 121000 „74 gefordert, wofür zunachst das Grundstück Sbandauer- siraße24 erwvrben werdensoll; für das Grundstück Spgndauerstra-ße 23 sollen 800000 «FC und für Königstraße 62 8, Ecke Heili egeisk-traße (Ackermann'sches Grundstück) 342 000 „44 gezahlt werden. Zu Titel 36 werden zur Erweiterung des Postgrundstücks an_der Annenstrcxße in Dresden als erste Rate 785000 „46- gefordert (insgejammt 1 685 000 „is), ferner zur Erweiterung des Postgrundstücks am Augustus- platz in Leipzig als erste Rate 1008550 „44 Ab . S_inger beantragt, die drei orderungen_ abzulehnen. N51 langerer Debatte wurden jed al1e drei Positionen beivtlli t, ebenso mit 8 gegen 6 Stimmen 108 760 «16, welche zur Crwer ung eines
mü te
schließ ich
gefaßt md, sowie erste Raten für Mülheim (Ruhr) 120000 ;“ und für Ostrowo (Posen) 149 300 „44 _ _Ab el_ebnt_ wurden nur die zur Erwerbung eines Grundstücks tn Li f ya Éoyen) gesqrderten 175000 „ck _ Damit ist die Beratbung des Post- tats erledigt.
_ Die Kommissiondes Reichsta-gs für den Gesetzentwurf we en Abänderun des Reichs-Stempelabgabengeseyes s te es ern die Beratßung des Tarifs der Stempelsteuervorlage fort. ur I)ebatte wurde zunachst der nunmehr vgrliegende Antrag der Subkommission gestellt, welche_vorsch_lagt, m Nr. 4 des T_ariFs (Kauf und sonstige Anschaffungßge (hafte) etxizuscbalien: „Ermaßi- gun . Hat ein Kontrahent naäpwnsncb tm Arbitrageverkebr unter die i?Carifnummer 4a 1 und 2 "fallende Gegenstande derselben Gattung im Jnlande gekauft und selbst oder durch eme Metaberbindung im Auslande verkauft oder um&e___kebrt, so
ermä i t fi die Stempelabgabe von jedem dieser Ges :, soweit derenß ! beträge sich decken, zu Gunsten dieses Kontra enten um
Baupla es für ein neues Dienstgebäude in Hamm (Westfalen) ausr
" "4
L/ao vom Tauieizd, wenn mvvedec die beiden einander enüber- stehenden Gescbafte a_n demselben Tage abgeschlo en sLn , oder eines der beiden Gefchafte zwar erst innerhalb vier 11 Ta en'naeb dem Abschluß des andexai abgeschloffen, aber nachweisli schon an dem _ Tage des Ab1chluffes des ersten zur Ausführung auf- e?eben ist. Das gleiche _findet statt, wenn a. im Jnlande ge- ?ch offenen An- "“und Verkaufen von ausländischen Banknoten oder auslandiscbem Papiergeld im Auslande geschloffene Geschäfte über _„Kontanten, Wechsel oder nachweislich dem Arbitrageverkebr dienende- Wertöpapiere gegenüberstehen, b. einander gegenüberstehende Geschäfte der vorb eichneten Art an zwei verschiedenen Vöxsenpläßen des Aus- landes a geschlossen worden sind. Eine einmalige, längstens halb- „monatliÖe Prolongation im Auslande abgeychloffcner Ge1chäfte dieser Art bleibt steuerfrei. Darüber, wie die vorbezeichneZen Nachweise zu führen _)"md, und in welcher Art die (_Frmäßigukß dex Steuer- beträge erfo gt, erläßt der Bundeskatl) die erforderlichen Voricbxiiien." Nach längerer Debatte, an welcher sich auch der Staatsiekretär 131-. Grafvon P o.! ad owsky betbeiligt, beantra en die Abgg. Traeger (fr. Volkkp.) und Dr. Rintelen (Zenit. me_rere Abänderungen in dem Anfrage der Subkommisfion, wona dieser fich folgendermaßen gestalten würde: „Hat ein Kontrahent nachweislich im Arbitrageverkebr v on verschieden en B örien unterdieTarifnummer 4a 1 und 2fallende Gegenständederselben Gattung ( „im Jnlande' fällt auf Antrag Traeger weg) gekauft und selbst oder durch eineMitverbindung („im Auslande“ (allt Weg auf Antrag Traeger) verkauft und urxiäekehrt, so ermäßi t sich die Stempelab abe von jedem dieser Geschäite, wweit deren_ ertb- heträge sich de en, zu Gunsten dieses Kontrahenten l_lm 1/: (7011 noch festgesetzt werden) vom Tcxusend, wenn enWeder die beiden einander gegenübersteléendenOeschäste an demielben Tage abgeschloffen sind, oder eines der beiden Geschäfte zwar erst innerhalb 14 Tage nach dem Abkcbluß des anderen abgeschlossen, aber nachweislich 7chon an dem Tage des Abs_chluffes 1:93 ersten zum Tageskurse (Antrag RintelenH zur Ausrübrung aufgegeben ist." Bei der Abstimmung werden die nträge Traeg er und Nintelen mit großer Mehrheit angenommen; der danach umgestaltete Ankrag der Subkommission wird jedoch darauf mit 12 gegen 7 Stimm en abgelehnt. _ Die nächste Sißung der Kommusion ist auf Dienstag, 30. d. M„ anberaumt.
__ Dem Hause der Abgeordneten Hat der Minister für Landwrrtbscbaft IC. die Nachweisung der bei der D omänenderwal- tun und der bei der Forstverwaltung im Etatsjabre 1892/93 durZ) Kant und Tausch Vorgekommenen Zugängekowie Über diedurcb Verka_uf, Tausch und infolge bon Sepa_- rationen iind Ablöjungen eingetretenen Abgßnge, nebst der summatiichen Angabe der in den Fakten 1867 15 1. April 1Z92/93 Vexgekemmenen gleichartigen Flächen-Zu- und Abgänge ü ersandt.
Land- und Forstwirthschast.
Weizenernte in J,;idieii.
Dem von dem „KSK'SUUS am] xerigiijriirxii-Oe arcmeiit" unter dem 28. b. M. veröffentlichten ersten aligemeinen LKericht iiber die Aussichten für die diesjäbrige Weizenemte in Indien entnehmen wir folgende Angaben:
Obwohl die Aussaat zur Zeit der Berichterstattung noch nicht überall beendet war, darf doch angenommen werden, daß die mit Weizen bestellte JläÖS-Ä Bombay und Berat etwas eringer als im Vorjahre, in den Zentral- und NordWestp-rovinzen geick; der Vor- jährigen und im Punjab etwa um 60/9 größer, als im Vorjahre daselbst mit Weizen angebaute Fläche sein wird. Der Stand der Saaten ist in dem größten Theil Von Bombay befriedigend oder gut. In Berat wird ein zufxieden tellendes und in den Zentral-Yrovinzen, Wo die Aus- sichten viel versprechend sind, ein gutes Erge niß erwartet. In den Nordwest-Provinzen sieben die Saaten im aUgemeinen gat, und im Punjab sind die Aussichten außergewöhnlich günstig, dock; hängt in letzterer Provinz das Ergeßniß Von dem Winterregen ab.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Spanien. Die_ gegen den Hafen bon Trapani (Sizilien) angeordnete Luarantane ist unter den iiblichen Bedingungen aufgehoben worden. (Vergl. „'N-Anz.“ Nr. 262 vom 1. November 1893.)
Handel und Getverbe.
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.“ An der Ruhr sind am 25. dM. gestellt 11443, nicht rechtzeitig gestellt keine Wa en. In Oberschesien find am 24. d. M. gefiel]: 3670, nicht recht- zeitig gesieUt keine Wagen.
_ Aus Breslqu meldet „W. T. B.“, das; die dortigen Groß- händler die Walzcitenvreise _uxn 5 „44 pro Tonne erhöht haben.
_ Tie Königlich säch1i7chen Staats-Eiscnbahnen vereinnahmten im September 1893 8414 795 34, d. i. gegen Sep- tember 1892 mebr 938 385 .M; die Einnahmen bis Ende September betrugen iiberhaupt 66 _769 714 (+ 3 804 343) (44 _ Die Zittau- Reichenberger Eilenbahn Vereinnabmte im September 1893 71330 (+ 11056134, und bis Ende September v. J. iiberhaupt 583 960 (+ 22 693134 _ Die Altenburg-Zeißer Eiienbabn vereinnabmie im September1893 82 340 (+ 4102) „44 und biZ Ende September überhaupt 697 054 (_ 738) eil: _ Die Zittau- Oybin - Jonsdorfer Eiyenbabn vereinnahmte im September 1893 8353 (+ 747) „46, und bis Ende September 5. J. überhaubt 78 652 (_ 662) „(ck " _ “..,-er Aufficbtßratb der Verei nsbanf in Hambnr hat in seiner gestrigen Si un_g die Dividende für das Verfloffene eschäfts- j__abr am 82% ftgeießt. Die Dividende für 1892 batte 7§0/0 etra en.
Dkagdeburg, 25. Januar. (W. T. B.) Zuckerbericbt. Kornzucker exkl., von 92 0/9 _,_, neue 13,45, Kornzucker exkl. 88% Rendement 12,50, neue 12,95, Nachprodukte exkl., 75 % Rende- ment10.2(_). Fest. Brotraffinade 1. - ,_, Vrotraffinade 11. _,_, Gem. Rasfinade mit Faß 26,25. Gem. Melis 1; mit aß 24,25. Stetig. Nobzucker. 1. Produkt Transito s. a. » . Ham- burg pr. Januar 12,55 Ed., 12,60 Br., vr. Februar_ 12,60 Ed., 12,6% Br., br. März 12,67z bez. und Br., rer April12,70 Ed.,
12,721 Br. Ruhig,
Leipzig, 25. Januar. (W. T. B.) Kammzug-Termin- bandel. La Plata Grundmuster 13. per Januar 3,35 „44, ver_ Februar 3,37H „“i, der März 3,40 „ji, per April 3,42j „44, ver Mat 3,4211 „44, per Juni 3,47Y „44, ver Juli 3,50 „44, perAugust 3,52é .“, per September_ 3,55 „44, ver Oktober 3,55 M,:erobember 3,57z „4, per Dezember 3,60 „44 Umsaß 5000 kJ. _
Bremen, 25. Januar. (W. T. _B.) Börsen-Scblußbencbt. Raffiniertes Pei r oleu m. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum- Börse.) Beffer. Loko 4,85 Br. _ Baumwol_le. S_tetiger. Upland middling, loko 40Z Y, Upland, Basis middlmg, nichts unter low middling, auf Termin-Lieierung, vr. Januar 39;_ „z, pr. Februar 40 „_5, pr. März 40F „5, vr. Avril 401- „_3, vr. Mar 41 „J, pr. ni 414 „z. _ Schmalz. Ruhig. Wilcox 43 „_3, Armo_ur ield 424 -_3, Cudabv 45-1. Fairbanks 354 ..]. _ Speck. Ruhig. bort clear middl. lofo 37,15, Januar-Februar-Abladiin 37x. __ Wolle. Umsaß 167 Ballen. _ Taback. Umsav 62 Faßiier Virgtny, 16 Faß Maryland, 650 Packen Brasil. 20 Packen Carmen.
Wicn,25. Januar. (W. T_. B.) Ausweis der Südbahn in der Woche vom 15. Januar bis 21. Januar 719 799 Fl„ Mehr.
einnabme 133 883 F1. London, 25.Januar. (W.T. B.) Wollauktion. Preise