1894 / 30 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 03 Feb 1894 18:00:01 GMT) scan diff

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Zustiz:Minifterium.

Verseyt find: der AmtherichtßRath Gralow in Polzin an das Amthericht in Stettin, der AmWrichter Offenberg in Castrop als Landrichter an das Landgericht in Dortmupd, der Amtsrichter Kobow in Zemvelburg an das Amngertcht in Marienburg. _

Dem Notar T jadcn in Esens in die Entlassung aus dem Amt crtheilt.

In der Liste der Rechtsanwalt?. find gelöscht: der Rechts- anwalt, Justiz-Nath Westphal bei dem Kammergericht, der Rechtßanwalf Waldstein bei dem AmLSgcricht m Stras- burg i.Westpr., der Rechtßanwalt Steine bei dem Amts- gericht in “Jauer. __

In die Liste drr RechtSanwaltc Und eingetragen: der RechtSanwalt Alfrcd Lem) aus Frankfurt a. O._ bei dem Landgericht 1 in Berlin, der NechjSanwalt Waldstein aus Strasburg i. Westpr. bei dem Landgericht in Oels, „der Ex; richts-Affcffor August Weßel bei dem Kammergeruht, dle Gkrichts-Affefforen Otto Feig und Adolph Bxuznenthczl bei dem Landgericht“ ] in Berlin, der GeÜchtö-Avcmor Row bci drm Amtsgericht in Harburg.

Dcr Zmatßanwalf ])1'. Loose in Bcrlin, dcr Amtsrichtcr Herrn?- in Borlin, "drr Notar Michiels in Wegburg, dcr Nrchtsanwa1t Duhr in Koblenz und der Rechtxanmalt und Notar, Justiz:Ra1b BarNick in Wehlau nnd geytorben.

Mirrisxcrrum für Landwirxbschaff, Domänen Und FOTUSU.

Tis Hrrrcz: Jors1:R€f-:rcnda_r_r, welche in diesem 'Frühxahr dic forstliche Swatßvrutung abzglegxrr bcalx stchtigsn, haben die' vorschriftsmäßige MeldunY bts Watestens zum 1. Mär; d. J. cinzursichcn. Torselbcn ist ie Nachweisung Über dic Dauer der aktiven Militärdienftzeit de'r .Herren Examinanden bcizufü cn.

Verlim, den 29. „&anuar 1894. _,

Tie Königliche F0rsr-Lbkr-ExaminmtionsRommisnon.

Tonnrr.

MiUisxkréum der öffentlichcn Arbeitcn.

Tor bißhrr 091 den Vorarbritkn zUr besseren Sch_iffbar: machung der 261118 und AU?!“ tbätigc Waffkr-Bauinkator Heuncr in Hannover 171 nach Berlin vxrseßt, um im t_c_chni1chsn Bureau dcr Kauabrbeilung des Ministeriums dsr Stremlichcn Ilrbcitkn beschäftigt zu wsrdrn.

Tom b'rsbcrigcn Technischkn Mitglieds dcr _Königlickzßn Negiernng in Franker a. L., LanO-Bauinsvekwr „„Karl-399719 Kft, Unter Bsilsgxxng DSZ Amxsckgarakters als KreisBaumxpsfwr, dis dortige KrciS-Bauinsyektormlxe Umd

dcm brsbkrigcn Kreis - Bauinsvrkwr, Bauratb oon LUkomski in Frankfurt" a. T., untsr Beilegung des 21th- charak1€rs 0.143 Land-Bauinsvkkwk, dir ZteUe (“inks technischon Mixglikdes bei dcr dortigen Königlichen Negirrang verlichsn MWM,

Yiehtamtlichez.

Deutsches Reich,.

Preußen. Berlin, 3. Februar.

Zcinr' Majefrär dceraiser Und KÖniZ börtcn boch Morßcr'. dc'n Vortrag dss CbesS Osssdchoralnabz bkr Armss U11!) arbéithcu todann mrt dcm (THM drs Mtlxmr: kabinrxs

SUM Majestär drr Kajssr Und Kömig 11110671, M W. T. B.“ mcldsx, cm den Magistrat vou Brrliu 71achxtch€71dc§ Tankscbrcibkn gerjcbrerx

Umrr Tr:“. ZZÖTrLZÖ-M KUUTZCZUUZM TixkrrrUsr Tbrilnxburc a:“. I.)?kirrcm TZCHZÖÖrZZM Erl" *rxéxxz und rr: mit krmsélbkn Orrbundrnsx'. 45x'3xkx:r:x7éx,5§ch€n WirT-krk-xbr Tc? T..?Zr-Z MOWIS Einrritx- i;“. ?.“i-x Armré aucb TZI Tr-xurr'. E;“Ück- “.:.-„T cheméwünsrbe ch MagéftradJ 27.125“?er H:“.Xt- UDT NÜTQUUKQTT Vérkin Mtgrzknzunrbmcn, war 3,11: rip»: [xkbaffc F?;UTI. Vor: ;:erer "rmbe Ick kém Magistrxr ?Ür TLM **:-:Mrlécbr AU*'mr-rk*':mk€“éx unk Tr:". MCUTSU Au-F-drxck 7.111ka- Zercbliéxr TM»: Msinrn wärmstrn L'Ikk „:*-«2.5.

B:“rlén dk.“. 31. F.::rux 1594.

Wélbsxm 11,

Jbrr MQZcsx-ächr Ost KaiTLr und die Kaiécrin brsUchrrn qst'trrn dcm Bc: [ im Königlicbcn T vernhaus. Tie IerrhöchstM Hrrrschaften trafen ball) nach 9 Uhr 2171 Und nahmen, von der zahlreich Erschie'nencn Ballgeseüschaf1 ebr- furchrsvolj begrüßt, in dcr Königlickzcn Prosccnium§10„c_ Play. KMZ baran bégcmn dcr Rundgang drr Pazenären Ourckz don Tanzsaal. Zsine Majrstät dcr Kaisrr und König, in drr Uniform Allerböckzstskmes Leib-GardeÉusaren: Regimsms, führten Jbrc Majsstäk dis Kaiserin und Kömigin: IlUcrböchsxdenselbrn folgtsn Zstne Königliche .Hohsit der Prinz Heinrich mit Ihrer Kaiskrlichc'n Hobrit der Herzogin Wkra von Württemberg, Seine Königliche Hoheit der

"Prinz Friedrich Leopold mik Jbrcr Königlichkn Hobrit der

Vrirézesnn „Heinrich und Seins Kaiserliche Hoheit der Prinz Komatsu von Japan m'xt Ihrer Königlikhrn Hoheit der Prin: zeskin Friedrich Leopold. In die KöniglichrLoge zurückgekrhrt, u.ahmrn an drr Brüsmng dcr _ mittleren Loge Play die Hcrzogin Wera, Ihre Majestät die Kaiserin, sowie die Prinzcsfinnen Heinrich und Friedrich Leopold, um dem Tanz zuzuschauen. Um 10 Uhr begaben Sich Seine Majrftät in die gegenüberliegendc Proscsniumsloge, um den Boxschaftern und deren Gemahlinncn einen Besuch abzustattc'n. Erst nach 11 Uhr verließen die Allerhöchstsn Herrschaften das BMW, da?- Um '.). Uhr sein Ende erreichte.

* TW vereinigten Ausschüsse des BundeSraths für 3011- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr hielten heute eine Ziyung.

Die KommIsion für die zweiteLesung des Eni- wurfs eines ürgerlichen Ges'eßbuchs „für das Deutsche Reich feste in den SFupgen vom 29. bis 31. Januar die Berathun der Bors rtften über die all: gemeine Gütergemeinéchafi (§§ 1341 bis 1409) fort.

Als“ Ergänzung der in einer früheren Sißuyg__ bereits er: ledigten Vorrchrtften der “JZ 1388 bls 1390 hmnchtlich der Zulasfigkcit leßtwilliger crfügungen der Ehegatten uberdasGesammtgut der fortgeseytenGütergemein: schaft war von einer Seite nachträglich dj_e Aufnahme der Vor- schrift beantragt, daß ein Ehegatte unter Zustimmung des anderen Ehegatten 1390) durch Verfügung von Todeswegen Gesammt-

ut von der fortgeseßten Gütergemeinschaft auSnehmen und uber den ausxenommenen Gegenstand so verfügen könne, wie wenn die'ser Yorbebaltsgut wäre; für die Erbfol e sollte in einem solchen Falle der auSgenommenc Jegenstand als Vorbehaltßgut gelten. Die Mehrheit entschied fich jedoch für die Ablehnung des Antrags. Ebensowexmg wurde der Anregung Folge gegeben, dem zu § 1384_gefaßten Beschluß, wonach bei der fortgeseyten Gütcrgemeimchaft der Llnthcil des verstorbenen Ehegatten an dem Gesammtgut der ehelichen Gütergemeinschaft nicht zum Nachlaß dieses Eheganen gkhört, dic Erbfolge in das von ihm bintrrlaffene Vorbehalthut aber sich nach den allgemeinkn erb- rechtlichen Vorschriftrn_richtet, den einschränkenden Zusaß beizu- fügen, daß den gemeinychaftlichen Abkommlipgrn in Ansehung des Vorbehaltsguts das Vfiichtshcilßrecht inwweit nicht zujtehe, als ihr Antheil an_dem Gesammtgut_ dcr fortgeseßten (Hüter: gemeinschaft im FaÜe sofortiger Auxibygng derselben den Pflicht- tch drckcn würde, wsnn der in dte fortgeseßtc (Hütergcmein: schaft fallende Ambri! des vrrstorbenen Ehegatten an drm ehelichen (Hsiammtgut zum Na__chlaß grbörtc.

' Dic Berathung membre nch sobann den in dcr leßch Si§11ng noch unerlcdigt geblicbcnkn Yxnträgxn zu, den anthciléx brrechtigtcn Ilbkömmlingcn bc: dcr so_rththen Gütergrmcin: Schaft _ abwsichend von dem C?xtmurte _ dem überlebenden Ebcgatten gegenüber einen Anxpruck) auf Ausstattung zu gewähren; “Jm Anjchluß an* _dM in der vorigen Zixxung zu 51500 gefaßten Beschluß, wonach die Eltcrn als solche vcrpüicbtet skin xollcn, ihrer Tochtcr bei der?" Ver- bsiratbung zur Einrichtung des Haushalts cine angkmcffc'nc IluHstaxtUng zu grwähren, _ war Von einer Seite befurworth, eine solche AussrattunngLicht- dcr; Übrrlcbsndrn Ehegartkn cinßm antbcilsbcrcchtigxcn Kinds gcgmxübcr in 011211 FäUsn anzusrkenncn, i_n Osnen das Kind durch Ver: HriratbunJ oder nach cr/ngktrctencr Volljährigkrit durch Bc- gründung cincH selbstäuöigxn Haushalts aus dom cltcr- [ichsn Hausstand? schsidor Ein anderer Vorschlag ging dahin, cinem jedrn amtheilsberechtigtcn Abkömnxling, wrnn cr mit Zustimmung des Übkrlrbenbsn Elwgattcn 11ch verherrathet odcr Const Linsn srlbständigsn Haushalt begründet, Linen Anspruch an kaährung Lines arzgctpcffenrn Mitrags zur Einrichtnng und Erhaltung einer wlbnändigen Wirtbschaft zu gcbkn. Von drittsr Seite wnrdc bsfürworxrl. statt eines Ilnsx'tattungz: anspruch?) “rm Zinne dirssr Amräge jedem anrheilsberkchtigten Abkömmling, rvsnn cr vonäbrKZ rst oder während seiner 9)?indrrjäl3rigkcit sick) Mt Zummmung des übsrleben: dcn Ehegatxen VLkthkQsth, daI“ Reck)! einzuräumsn, QW “Oer fortgescßten Gütergrméinschaft außzutrktcn UND die' Auszahlung dss quf srincn Amhc'rl faUendrn Grldbrtragrs oder doch mindsxtsns Dcr Hälfte dcssrlbsn zu verlangen. Nach ringebsndcr Erörxrrrxng wurden sämmjkiche Amrägc in dem Sinne abgclrbnt, daß Dkk Übsrlebendc Ehe: gans uur ciner fich verhsiratbsndchockxtcr gegenüber nack) Maßgabe dss zu F 1500 gkfaßtkn B81chlusse§ zUr Gsmährung cinrr NUÖÜÜTTUUJ Ukrp71ichtet 1_cin 1011. _

Nach der Erlrdigung diNer Anträge: wandtk 11ch die Be- rathng ÖM Vorschriftsn OSE §1393 Übcr den Verzicht eins?; Abkömmlings mrs seine?) Amhril an dem (Hrsammx JUL drr fortgkscxzkrn GütrrgxmcimWft _ZU. Die: Vorschriften grlangtctr nach dom Entwurf rmx drm HMM zur Annahme, daß, wenn gcgsn 0811 Vsrzrcht eme Abrmdung gcrvährx wird, in Ermangslung einer andrrsn Vsrsinbarung dj? Abnndung

„bsi Oer AU-Zeinanderschg in das Grfammtgut OLngerschnet

UND W die de'n Abkömmlingen gebükxcnde Hälfte chsrlben angsrrchn€k Wird. _ * _

(Jsgen den fachlichen anal: dcr VOrschristcn DLS ;; 1399 Abs. 1 übrr dic rcchxliche Strllung dcs Überbrbcnbsn Ehe- gaUsn und drrantheilsber€ch11grcyAbkömmlinge in Ilnjrhung dss Gesammtgurs dsr xorrgNstsn Gz'xtsrgemcinsckzafr ?rbob sjch kein Widersprnch. Dcrgcgsrr gingen, 1013181 die Zchnldsn: haftung betrifft, die Memnngen auseinander. Nack) dcm an dcm AUcincrbrrchte dcs Übsrlrbenden Ehrgattrn béruhenOM Zusteme des Entmurch (Z 1334) haftet dsr Übkr- 1€bcnde Ehegarxe als Erbc dcs veruorbcnxrr Ehsgattsn für 0118 Verbindlichkeitcn desselbkn, ohn? UnteUchred, ob diese Vrr: binblichksitcn während drr TRUST" drr ehrlichen Gürsrgcmein: schaf: Gksammrgutsverbindlichksitcn waren oder nicht. 3)er Vcrbindlichkeitcn des übsrlebenden Ehegatten mit Ein- schluß dsr auf ihn als Erben überge angenen Vcrbindlichkeiren drs vcrstorbenen Ebcgatten smd esammt: _chtsverbindlichkeite'n dkr fortgesthcn GÜTcrgcmeinscHth 1390 Abs. 2). Tor Überlebende Ehegatte kann aber nach den_für das varnmrrccht dcs“ Erben gkltenden_ Vorschriften wine Haftung für dic Verbindlichkeitsn des verxtorbrnen Ehegattrn, ißsbesondcre auch für solche Verbindlickzkeitcn desxelbrn, die während der Dauer der cbrlichcn Gütcrgemein: schaft nichr Gréammtgutsverbindlichkeiten waren, auf den Nachlaß ch Uerstorbenen Ehegattrn , _ mnbxn auf den in dir fortgesetzre Gütergemcmxchaxt gcxaUMcn _An: tbeil desselben an dem Gesammtgxne der, choltxhen (Hütergememsckzaft und das von dmmelben *hinterlgnrne Vorbehaltsgut beschränken. Demgegem'zber war 1m Anjchluß an die zu „Z 1384 bsschlofienc Komfruknon d_er fort- gsscßten Gütergrmcinschaft, wonach der Antheil des verttorbenezr Ebcgatten an dem Gssammtgut der ehelichen Güicrgemeinschast nicht Zum Nachlaßbiesrß Ehegatten gehört, bea'ntragt worden, zu bestimmen, dat; Gksammtguxsbcrbmdltchkettc'n der fort; gksrßten Gütrrgemcinschaff alle Vcrbinblichkeitxn des 0ber1chenden und dss vsrstorbcnrn Ehegatten se;en, jedoch mrt Aus1chlu8 wlcher Verbindlichkeiten des lcßtkren, die während der_Taycr der ehelichen Gütcrgcmcinschaft nichtGesammtgutSoerbindltchketten waren ; und daß der überlebsndeEhegatte fürdxe (Hssammtgutswerbindlicbfeiten der fortgeseßten Gütergsmeinschaft auch insoweit pkrsönlich haste, aks" während der Dauer der ehelichen (Hütergexneinschaft seine persönliche Zaftung nicht bkgründet war, er s1ch )edock) von der. nur dur den Eintritt der fortgefeßten Gütergemein- schaft begründeten persönlichen Haftung nach den für das In- ventarrecht des Erben geltenden orscbrrft'en befreien könns. Die Mehrheitentschied sxch für die Annahme dieses Antrags. Der An-

ung, die Hasvmg des überlebmden Matten auch auf solche rVeIrhini-lichkeiten des verstorbener; Ehegatxen aus dehnen, die während der Dauer der eheluben Gutememe chaft nicht Gesammtgutsverbindlichkeiten waren, dem überlebenden galten aber“d»as Recht zu geben, die aftung des Gesammt- guts für diese Verbindluhkeiten nach en für das Inventar: recht der Erben geltenden Vorschriften auf den in die fort: geseßte Gütergemeinschaft gefallenen Antheil des verstorbenen Ehegatten an dem Gesammtgut der ehelichen Gütergemein- schaft zu beschränken, wurde keine Folge gegeben. Der sach: liche Inhalt des § 1399 Abs. “2, soweit er die Zwangs- vollstreckung in das Gesammtgut der fortgeseßten Gütergcmeinschaft und den Einfluß der Eröffnung des Kon: kurscs über das Vermöchn des überlebenden egatien oder der antheilbcrcchtégten Abkömmlinge regelt, erfu r keine Anfechtung. Man xvar (tber einverstanden, diese Vor- schriften in die Zimlprozeßordnung und in die Konkurs- ordnung zu überwcrsen. Einvernehmen bestand ferner darüber, daß eine persönliche Haftung der antheilsberschtigten Abkömm: linge für die Verbindlichkeiten des verstorbrnen oder des über: lebenden Ehegatten _ in Uebereinstimmung mit dem Ent: wurf („Z 1384 Abs. 1 a. C'.)_ nicht durch die fortgeseßte Güter- _aemrinschaft begründkt werde, daß andererseits ihre Haftung für die Vcrbindlichkeiten des verstorbenen Ehegatten, soweit sie dessen Erben geworden seien, sich nach den aUgemeinen erb- rechtlicbcn Vorschriften richte.

Die Vorschriften des § 1400 über die Gemeinschafj: lichkeit der Gesammfgutßvcrbindlichkeiten im Vcr- bältniffe dcs überlebenden Ehegatten und der antheils: berechtigten Abkömmlinge zu einander elangten mit einigen, aus früheren Beschlüffen fickt)J ergebenden Acndcrungen nach dem Entwurf zur Annahme, ebenso die Vorschriften W „F 1401, der bestimmt, inwieweit eine von dkm Übkrlcbenden Ehegajten cine'm Kinde gewährte Ausstattung dem Gesammtgut oder dem überlebenden Ehe: gattsn zur Last fällt. Die mit dem Allcinerbrecbtc des über: lcbkndcn Ehegatwn zusammenhängendcn bcfonderenBestimmungcn des §140Z (1er die Ersasansprüchc und die Erfas- verbindlichfcite'n des verstorbenen und des überlebenden Ebegattc'n grgcnüber dem Gesammtgut und gegenüber dem VorbrhaltSZUT dcs anderen Ehegatten wurden mit Rückficht auf die beschloffcns andere Konstruktion der fortgesrßten (Hükcrgemcinsäzaft als cntbehrlich gestrichen.

Die von der Arxflösung ber fortgescßtcn Güter: geméinscbaft bandclnden §§ 1403 bis 1405 fanden sachlich im wcssntlichcn Zustimmung. Eine Ergänzung erfuhr dsr Entwurf durch die Vorschrift, daß die fortgesextr Gütkrgemeinschaft auch durch die Todrserklärung dcs Überlebenden Ehegatten aufgelöst werden 5011. Ein Antrag, cinrm anthcilIbercchtigten Abkömmling, der voll- jährig ist odsr sick) vsrheiratbet hm, das Recht zu gebcn, dis Auflösung der fortgeseßten Gütcrgemeinschaft zu verlangen, wenn der übsrlcbsndc Ehegatte wegen Geisteskrankheit oder wegen Trunksuck): entmündigt odkr nach „F 1727 des vor- mundschaftlichanchußcssürbedürfrigerklärtoderfür ihn ein Abwesenhsitßpfleger bestellt ist und eine baldige? Aufhsbung der Entmündigung, dcr VOMUndschaft oder der Pflegschaft nieht in Aussicht steht, wurde abgelehnt, ebcnso ein Antrag, wonach cm antheiksbcrechtigter Abkömmling auch dann bcrschtigt sein sollts, auf die Auflösunlen klagen, wexm drr über: icbsndc Ehegattr fick) gegsn dcn bkömmling xo betragen hat, daß diescr befugt sein würde, ihm den Pfiickxt- 113611 zu entzicbcn. “Dagegen war man einverstandén, die Vorschrift drs F 1405 Nr. 5, wottach ("m anthkilsbercchtigtcr Abkömmling auf die Auflösung klagen kann, msnn dcr 1":er- Lebrnde Ehegans die elterliche Géwalt Über ihn Vér- wirkt hat, auf solche Fälle auszudcbnrn, in dcncn der über: [LÖLUÖL Ehegatte die elterliche Gewalt übxr den Abkömmling Usrwirkt Haben würds, wenn sie ihm zagextandcn hätte.

Tic Vorschrifrén ILL“ „SF 1406, 1407 Über das Rechts: vrrhälrniß nach Auflösung drr fortgrscßten Gütkr: gemeinschaft MD 01321" die Aue.":cinanderscßung des GcsammrguT-Z gklangtcn mit einigen, aus fkÜlZern Beschlüffen sick) ergebenden Ilondsrungcn nach dem EnUvnrf zur NUnahmc. „Hinzugefügt wurde die: Vsstimmung, dmß, fowrit dic anthcil-Zbcrechtigten Abkömm- linge ch bci drr Tbcilung dcs Ersammtguts nicbt bcfriedigT-xn Gesammtmrtsglärxbigcrn Haften, 116 im Verhältnine zu sinanbcr nach dcr Größ? ibras Anthcils am Gesammtgute verpflichtcx smd, dicse AqulcichUnthpslickyt sich aber anf dre ihnen zugc: thciltrn Gegenstände beschränkt (vgl. die Anmerkqng "26 zu F“ 3632 des Entwurfs 11). Der „Z 1408, welche'r das Thrilungßvcrbältnis unter den antheils: bsrcchtigten Abkömmlirxgen Und dcrsn Außgleichungs: m'licht wegen dss Vorempxangcncn regelt , fand sachlich Zustimmung. Dagkgen wurde drr Q 1409, welcher zum -u5druck bringt, daß der Überlcbende Ehegatte 11er die Antheilsreebtc der grmcinschaftliche'n Ab: kömmlingc von Todeswcge_n zu verfügen nicht be: rechtigt ist, als cmbebrlick) gextrichen.

Die Kommission erledigts sodann von den *Vorsckzriftsn Über die Errunacnschcxftsgemeinfchaft (§§ 1410 bis 1430) noch die » 1410 bis 1422. Der sachliche Inhalt drr genannten Bsstimmungcn, welche das Gesammtgut (die ErrUngcnschaft) JOILUÜbLk dem Sondergutc unddem Vorbehaltsgurc dss Mannes und der Frau abgrenzen und das Rechtsberhältniß dieser verschiedenen Vrrmögcnsmasxen yäher regeln, wurde unter Bkrücküch1igung der bei dem geyeßlichen Güter: rechte und bci OU" allgemeinen Gütergemeinschaft beschlossene?! Aendrrungcn mir der Abweichung an enommen, das; Vor: behalthut dss Mannes nicht zu elaxen werden sol]. Ein Antrag, zn bestimmrn, daß der * ann bei drr Verwaltung des Gssammtguts über das na_ch § 1364 bei der allgemeinen Gütergemeinschafr geltende Maß thaus der Frau für diexmigc Sorgfalt sinzuftehen habe, welche_ er in etgenen Aygelegen- heiten anzuwxndrn pflegt, fand kemen Beifall, eben 10 wenig der Vorschlag, dcm Manne _ abweichend von dem geseßlichen Gütterrrcht _ das Recht zu geben, Über die zum eingebrachten (Hat der Frau ehörenden beweglichen Sachen auch ohne Zustjmmung der Frau zu verrugen.

In der 28. Zißung des Reichstags (am 17. Januar 1894) i't behauptet worden, , da auf der Kaiserlicben Werft in Gaarden dxc amtliche Einrichtung eines Geschäfts existiere, das i anfangs nur mit dem Verkauf von Birr und Branntwein aßt habe;

“"Mr.-W FM PMW" M' FWW 33 an um , _ von MMW MWh geliefert werde;

daß aus dem- in einem Jahre erzxelten Nasen von circa 30000 als: Geld ur Etablieru meter Geschäfte unter der Firma „Verkatxksäelle der Kais itsen Werft“ verwendet sei;

daß die G (hüfte alles führten, auch Delikatessen, Spargel "' " ""xundBeaZ1 jedämmann veckcxxauhften'Ht 1 end fes s !!

Diem. aup gen egen ert o es tzute en:

]) Der auf ber Kaisexl?chen_erft ZZ Kantine existierende Bierverkauf ist keme am_tl1che Emnchtung, sondem wird vom ArbeüeraUSschuß für eigene _Nechnung betrieben; von der Kantine ffe1x1ird Branntwem mcht verkauft, wohl aber Bier und Ka .

2) Der für Lagerbier festgeLJZste Preis ist 10 ,5 für die Flasche; bi i er verkatzft kem chäft5mann Gaardens die einzelne Flas e von gleichem Inhalt. _

3) Der Ueberschuß von mehr als 30000 „46 ist „mcht durch den Bierverkauf allein, sondern ctw“a zu zwei “Dntteln durch die in Kiel und Gaarden _unter der Firma „Verkaufs- stelle für die Arbeiter der Kazserlichen Werft“ bestehenden beiden Waarenverkaufssteüen erzielt.

4) Diese Waarenverkaufsstellkn sind keine Institutionen des Reichs _ _

5) In den Waarenperkauxsnellen werden tm ngememen nur die nothwendigen Lebenßmittel geführt und nichts, was nicht von Werftarbeitern verlangt würde; Hierzu gehörte im Sommer Gemüse aller Art, wie Gurken, Suppcnspargcl und Obst. Delikatessen werden nicht geführt.

6) Die Berechtigung zum Kauf ist nur den Arbéiterrz und Umcrbcamten der Kaiserltchen Werft ertheixt. Nichtangcborigen der Werft ist durch sofort in die Atzgen mllendes Plakat ver- boten, in den Vcrkaufsstc-Uen zu kauxen. _ ' ,

7) Sowohl die Waarenverkaufsnellen 11318 der Bxerverkaux smd zur Gewerbesteuer herangezogen.

Die Arbsiten der Vörscn-Enquéfekommission _li__egrn edruckt nunmehr vontändig vor. Exemplgre der Veronenß Fichun cn können von der Reichsdruckercr zu den bkkannt gema ten Preise'n bkzogen Merch.

Dic [)eutc aUsZ-egcbcne Nr. 4 des _„Axmxc-Vcrordmmgs': Watts“ Veröffentlicht die vom KrißgKMmijt-Zrtuxy unter dem 25. Januar d. J. erlaffenen Ilusführnngsbcxttmmrrngen ;,u dem Gcseß vom _14. Jannar1894, betrqnend' dre Ge: Währung von Unterstützungen an Jnvaltbc aus den Kriegen vor 1370 und an dkrsn Hmtcrbltcbene.

Ter Inspekteur der 1_. Jngenieur:Znspektion, General: Lieutenant Andrsae har nch mrr Urlaub nach Bremen und Westdeutschland begeben. _

Der General:Lieutcnant von Buch, Kommandeur der 34. Divifion, iyt in Bkrlin eingetroffen.

Potsdam, ?. Feerar. In der hrUtigen Sixzung der Stadtverordneten kam dem „,W. T, B.“ zufolge nachstehendes Allerhöchstes Dankschreiben an den Magistrat und die Stadtverordnsten zur Verlesung:

Der Magistrat und die Stadtverordnetkn Meinrr Nsfidcnzstadt Potsdarji haben Mick; lebkxaft erfreut "Durch dic warmempfundcnen Segknéwünsckxe, Wklck)? Mir au?- Anlaß Mrines Grburtstags und Msinss Militär-Jubiläums in dcr Akrrffe vom "27. d. M. im Namén dcr Potsdamer Bürßrrx'cbaft gewi'dch rrordcn sink. Auchinefüné- Undzwanzigjäerigc Zugebörigféit zur Arme? kann Ich nicht zurück- blicken, obus zugleicb mit Befrikdigung dsr gctre'uen Stadt Potsdam ZU gkkknkkn, in „*.*-:rcn Vkankrn Jr!) I.)?Cinc militärisckpc Ausbildung ZMoffen Und so rislc glücklich:“ Stundé'n Vsrlébt babe. VM ganzem »Öcrzsn srr€che Ick Babst kön städtiscke'n Behörden für bis Ernsuts KUUÖZLÖUUJ liebétwüer Anbängléckxkeit Meinen Dank aus.

Bftlin, dcn 31. Januar 1894.

Wilhelm R.

Baden. & Ihre Königliche Hoheit die Kronprinzessin von :chweden bnd Norwegen ist nach einer Meldung des ,W. T. B.“ m der vergangenen Nacht um “21.1111" von Karls: ruhe uber1den Goxthard n_ach Rom abgereist. Seine König- [gbe Hohen der Kronprinz tritt heute die Rückreise nach Schweden an.

Mecklenburg-Strelik.

Ihre Königliche Hoheit die Großherzo in hat sich, wie „W. T'. B_.“ mxldet, von ihrer Krankheit vZklig erholt und macht beretrs mreder AUSfahrten. Das Befinden Ihrer König: ltchen Hohen der Er_bgroßherzogin hat sich seit einigen Tagen wesentlich gebenert.

Schanmburg-Lippe. , Der Landtag ist auf den 12.1). M. nach Bückeburg cmberufen worden,

J Elsaß-Lothriugen.

“* n der gestrigen Sisung des Landeöauss usses le te der Untex:Staatssekretär Von Schraut MY eiéer Rede Yes dlbg- Winxerer unter dem Beifal] „des auses eingehend dkllY daß. er Erseßzmg der egenwärttgen Tabackfteuer durch 1? Fabrtkatsteuer :m Zntere e des Tabackbaues liege.

Oesterreith-UUgarn.

Der Justizausschuß des un ' ' gartschen Unterhauyes Yxxäxdeye der,", „W. T. B.“ zufol e in seiner gestriZen Ehereg ltlber lege unerledigt TJeblie ene Paragraphen es beantr cht sZG,eseßentwurf-sz'. as von dem Abg.Polonyi age Mißtrauensvotum gegen den quti:Minifter e

FbcxzteLleFrzt.ilagy1 wurde mit allen gegen die Stimm olonUi's

DreNaßz derzms Jil ndF fck ' ti ierung ' en a icn u ran rei abgeschlossenen Uebereinkunft (?ck“ die theidemünze ist der „Köln. Ztg.“ zufolge bis zum 10. März verschobexj words:). Neuerdings glaubt man, daß sowohl in der Kommüfioxx m_te in der französischen Kammer steh eine kleine Mehrheit fur d_1e Annahme ergeben werde. Die Bank von Frankreich ha! 111 den [Jen Tagen zwei Millionen italienischer Scheidemunze nach am abgeliefert.

Eine DMM)? des Generals Dodds aus Kotonu von vorgestern meldet, das; der König Behanzin fich am 25. Ja:, nuar bedingungslos unterworfen habe und nach dem Senegal Fracht werden würde. Der „Liberté“ zufolge dürfte? er in

Nähe von Dakar oder St. Louis interniert werden und eine Penfion erhalten.

Rußland. _

Die Gesundheit des Kaifcrs hat sich, nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus St. Petersburg, soweit ge- beffert, daß derselbe gestern für einige Zeit das Bett verlassen konnte. Die Aquabe von Bulletins in nunmehr eingefteUt worden.

Durch ein gestern veröffentlichtes Essay wird der griechisch:0rthodoxen Kirche in Prag seitens der ruf.- fischen Krone cine Jahrcsdotation von 2230 Rubel auf zehn Jahre zugewendet.

Italien.

Turck) Königliches Dekret ist, wie „W. T. B.“ bsrichrex, der General Hensel) mit der zeitwe'iligen Führung der Präfektur von Maffa bekraut morden. _ Ein Fübrér dcr Anarchisten Namens Carlo (Hattini ift nebst drei Genoffen in dcr Gemeinde Serravezxa, Provinz Massa, vrrhaftkt worden. In Carrara wurde ein anberer Anarchistenfübrer Name*ns Baldini verhaftet.

Schweiz.

Vondkr italienischen Regierung ist, wie „W. T. B rrfäbrt, auf die Note des cidgcnösfischrn BundeSratth vom 23. Novembsr 13.3". betreffs Zahlung der italiexrischrn EingangsZHlle in Metallgeld die Antwort kingcgangcn, daß die italienische Regieruné; nicht in der Lage sei, von dicser Maßnahme, die mit dem italienisch:schwcizerisch8n Handels: vertrage nichr im Widersvrch) stébk, zurückxukommrn. In Bexug auf cin Schicd§gcricht könne sie sine dsfinitivc? Antwort nick)! crkbcilrn, da fie es für nöthig cracbte, die Frage noch in cingehendrr Weise zu untérsuchcn.

Hans Herzog, wäbrend des dcuückxfranzöfiscben Kriegks Gensral dsr Grrnzbesaßungs:Trupve'n, ist gcstrrn, 74 Fabre alt, an den FOLJM drr Influenza in Aarau gestorben.

Belgien.

_" Ter PriUz Karl von Hohenzollern und-dic Pril- zemn Zwysphinc von Flandern stelltsn fick), wic „W T. B.“ berichtet, gestern Nachmitrag, beglkitet von dem Grafen UUd der Gräfin von Flandern, im Könialichen Palais dem König und der Königin sowie der Prin: zessin Clementine als Brautpaar vor. Der König sprach feine inni c Freude über dic nrur Enge? Verbindung mit dem Jause Ho enonern aus und verlieh dcm Vrinzcn Karl das

roßkreuz dcs Leopold-Ordens.

Ja der Nepräsentantcnkammer machs gestern dsr Ackerbau-Minister de Bruyn die Mittheilung, die deutsche Grenze werde in einigen Ta en wegen einer UMS!" den Schafen ausgebrochenen Krankheit gc perrt werdsn.

Amerika.

Wie „W.T. B.“ aus Washington erfährt, ist im J cm:: ein Nmendemem zur Ta rifbill angckündigt worden, worin die freie Ausvrägung von Silber, der Ankcmf von in den Ver- einigten Staaten gkxvonnenem Golde und der Widerruf des (Heseßcs, welches die IluSgabe von Bonds gkstattet, vorgeschlagen wird. Dr Tarifbill sslbst ist drm Finan3:Comité ch Senats Überwicsen worden.

_ In Paris «getroffenen Meldxmgcn aas Rio do I an Ciro zmylge hät'te der Kriegs-Ministrr infolgc ciner Meixmngs: veUchietheit mit don Übrigrn Mitgliedrrn dcs Kabinets betrrffs Verlängerung drs: BelageangsZnsmndes skins Ent: lassung gegeben

Parlamentarische Nachrichten.

T_rm Reichstag ist dcr Enkwurf Link:“; GLsCHLF, [*LNCFCUT dix Bskamrsu_n* grmeingéfäbrlichsr Krankbsitem, zu rgangen. Dkk (&)erer Yat bérsit-Z im rsrgangcnrn Frühjabrr dém Zésickyétag zur versanxmgsmäßigkn Béschlußnabmr vorgslcgen, ist Noch nicht msbr zuererabxchisdung gelangt. Von 16:11 damaligrn Entwurf Untkr- schezret fick,) dsr gkgsnwärrigc baubtsäcblirb nur kaknrck), dax“; €!" dir Bestimmungkn dcs ftübercn § 8 über dic Bckanntmacbung ws Aus- brucky? Und jrwsiligkn Staqdks ciner Seuche nichr mcbr Entbält. Die nzzercbcn Fammeltsn Crxabrungsn babén gszrigt, daß es richtiger ist, 1:18an Pan getrénnt rät die einzelnen Krankerilen und untrr Berück- 11chttgung ksr Lage des EinzélfaU-Z im Vkrwaltungswege? zu vrknen.

_ Dis Wablrrüfungskommission des Neichtagß bc- antragt, den kacbluß ßber die Gültiakrir dcr Wahl des Abg. Frcibsrrn Saurma v..d. Jeltxch im 4. Wahlbezirk d&? RégicrungÖ-bszirks Breslau (ang-Namslau) Bis zum Eingang weiterer Ermittrlungen auszufexzen.

__Jn der K_ommission dss inckystalgs für den (532er entnourr wegrn'Abanderung d&“; R€Ychs1tempe abgabsngesckzes wurde bcuxe drr Beraxhuxtg des Tarifs drr Stsmpklvorlagc fvrtgrs'ekzt. Nachdxm m ds_r vqrzgen Sitzung _kie Stenkrsäßé für Kauf= urid 7_onsttg_e An1chaxsun95geschästc erledigt wordcn, wurdc beats uber, dre Befretyngen von der Steukr Verbande'lt. Dir ngtkngSborlage bexagt: ,Die Abgabe wird nicht Erhoben: 1) MW dcr _Wsrth des (_Hegenstanch des GL1ch5US nicht mehr als 600 .46 betrag_t_; :?) falls dre Waqren, wrlcbe' Gcgenstgnd eines stempelpflickytigen Geschäfts find, vyn etnem dsr VMragxchließendkn tm Jnlande erzkut oke'r ber?e1t§llt find.“ Abg. Träger (fr. VU) brantragw, ?W- r. 2 _zu tretchen, dagegen folgßuch AnmerkunZ Vor „Bx- sremngsn' €:nzuschalt€n_: ,Kaux- und tonm'ge AnWMungé-geschäftr über 1111 Jnlande von emem der Kontrabepten erzeugte oder bergestsllte Mengen. von Sachen _oder Wagren find stsuerfrri.“ Abg. Gamv (Rp.) wrll dagegen dre Nr. 2 folgendermaßen formulieren: „falls ('s :ck um von Ctnem der Vkrtragscbließendcn im Jnlande erzsugte oder exgestellte Waaren_ der unter Nr. "40 erwähnten Art (U1anc€-, Loft», th-Termine u. dergl. Geschäfte) handelt“. - Bet der Abstunmung wurde der Antrag Trägsr abgelehnt; der Axttrag Gump angenommen. Die Nr.] der „Befreiungen' wrrd m der Fassung der Regierun Sborlctge angenommen, ebenso Nr. 3 unh 4, welche lauten: ,Die bgabe Wird nicht erhoben für dte Außreubung der von den Ysandbrirsinstifuten und Hypotheken- banken ausgegebenen auf den anaber lautenden Schulkvrrschrei- bungen als DarlethValuta an dcn kreditnehmendcn (Grund

"

befiyer; für sogenannte Kontantges ' über ausläu ' Banknoten, ausländisches Papier eld, aus ' dische Geldsorteu, M über uYemfxnzteS Gold oder S be_r.'_ Als Kontantgescbäfte gelten solche schaffe, welcbe verßagßmaßtg durcb Likfenmg des Gegen- standes seitens des Verpflichteten an dem Tage des Geschäfts. abschluffrs zu erfüllen smd.“ Aba. _Vr. Rinxelen (Zentr.) be. antragt, als Nr. 5 dcr „Basteiungm' anzufügen: „Für Versicherung von Wkrthvaprerkn fgkgen AuÖLcosung trirt rie Versteuerung _n r für die ausge OOstM, bszw. Kür djs gegkn diese auégetauÉten Stücke ein.“ _ Dcr Staatssskretär Or. Graf von Posadbwßky kann jxst einc bsstimmfe Erklärung noch nicht abgeben. kk ycblagt Dagegen rylgcnds Faffung bor: ATZ 5) binzuzufügen: „Von den zur Yerxrchrrung ron Wrrtbvariersn gegen Verloosung stattgefundenen Gerchäften, unbkscharkt“ dsr Struwäbflicht des nach Erfolg der Verloo'sung stattfindenden Tauschgeschäfrs'." Abg. 1):*, Rintelen _erklärtr fich mit dieser Abändrrung xinr-m'tanksn, wclche darauf einxtimmig axgenc-mmrn wurdc. Hikrgxé wurde dis ganzé Nr. 4 W Tarif:"? Über dis .Kanf- u:“.x sox'stigsp. An- schaffung.g€schäxt€ und Brkréiunzen' angknommen. Sodann wurks Art. 1 ?“ ]. wslch€r bssaZt, rar"; Tir im Tarif unrsr Nr. 1 biZ 8 aufgeführtkn Urkunrsn und GUcbäft-Z drm ULULU Zrkusrsay unterlisgen, _angxnommsn. _ Vsi Schlnk; T0:- Blartké Mrd? lie Veratbung wrtgr?e!5t. .

_ Dem HrrrenbaUse 4.1"1 r*km Ministkr r.“.- Z€11111chM ::. An- gelegknbkitsn nachstsbéndkr ENTWMZ Links Esse :? zUr Ab- änderung und ErgäannZ kc-r Géskßr rkm 25.3.F3i1574, ks- rrrffcnk ki-Zkkag-IlisÖSKirÖSUHLMLZNYP unk Zvnsraw Ordnung WM 10. Ssrrxmbsr 1§73 ?Ür kik Provinzkn Preußkn, Brakäenburg, Pommcrn, P."?Sn, Scbl-Iüem rm? SaÖs-kn. «“GNU;- Sammk. S.147_), und vom 3.JU11.11§76, MWM): DLL FOM)- gclisckoé Kircbmyörfassung jr: drm acbr 5.11er Prrkéxz-In rer Mynarcbic kEsssZ-Samml. S. 12.51, :;sk'“: Bsgrünrrrxxz. rxr- grlegt wrrkkn:

§ 1. Kircbkngsséxzc, kUkÖ Mick»: Brstimmangxn (“:*-r Kirch;- gcmcindé- und SOUDUT-ernung rrm 10. Scpkaksr 1573 (©8781:- S-amml. S. 417) Und (“Cr (HM-Zral-Srnobxlorknurxz rom "20. Janqu 1876 (GrsSxZ-Sammb S. 7), sywéx kér zur AkänkkrUmg Déxksr bééxcn Trdnumgcn sr-ät-xr erwfféncn Gssésr abgsänkkrr ::“(rkkn BIM. b;?ürr'öa dcr Béstätigunz TUrcb Ein Staat?;ckex nnr, WM.". 716 brrrskr'én Ü:? §§ ], „?:. 5, 6. 11 Absax; 5, 2-2 Abs)»; 1 und 2, Z."), 27 215€)? 1 und 23. 28, 31. .')“4 Absa; 1 NH “)', 49. 33 Nr. 7 €;“. VW,»; „W? Die Nkkartition dsr Béirragé zur KrekZ-Zvnr'ralfaTZ, ZH. 35 Ur. .')' Absaxx 1 Und Nr. 7. 71 bj.“; 73 “€! KLrÖLnßym-Jinéx- rmx SvnrkuT- Ordnung ODS! dis §§ 1, ? _Abkaxz 1, 3 Aksay 1 21:1? "2. 6 ASUS 1, 14, 15. 36 Abkaxz 1 Nr. 4. 33, 43. 44 MW; ), 41“; Akku?“ 1 Nr GMKral-Svnokalvrknung. -

Bxstimmungsm dss EFFI [*.-m "25. M34. 1574. bxrrsZ-xnk Zé; evamgxki'rbr Kércbcngcrnéindé- up.? Zvnvdal-Trkxxmx DOM 10. Z:“!- tembkr 187.3 kür dic Previnzrn Prrxxßxrr 12.1". 22“. efEcse-Z-SamM S. 1473, sywés kL-Z GLsSZSZ ch 3. FUNK 1576. bsrréksnk: TLC erangélisckzk Kérckosnrrrfasanch in DM acht 51:er PTOVZUFLU ?:“: Monarchie? (Esscx'éxamml. (*:. 12'3). rv€1ch€ m€x Ti-Issr ersckzrirx Lm Wikrrsrracb stser. wcrdkn angsbwbcm. Unbkrübrr bksibka béä-rryn dic BrstiUrmungcn Lm [MTM Absax; dx? Arr. Z xm? “21 d&"; Gssryss Vom 3. JM? 1876.

§ "2. Nr:. 13 Abs. "2 (“es Gsksx-kr- (“'Im nackxstcbenkc Faffung: -

BWO! ein von einst Prwrwzjalsvnrdc DTC? yon Dcr Gsnxraé- svnodé brsckyloffsnrs ©6sz dem Kömig JULI Zankxérn VVrZSlSZ-T Mkr, ist kik Erklärrmg TSS ZtaatI-kanistcriumx aräbkr ÜSLÖÜZUMÖTM, ob ZLZM dm Erlaü 322212le von Staathogrn „5wa zu srinncrn sri.

Ö 3. In Arnkrl 12 Absatz 1 a. a. Z. Wir? TOL" Sar; von 4 ('“-_) der Gesammtermm-Z ker Klafirn- unk EinkcmmmsWsr (111,7 6 0 0 drr G?Tamn1r1'umme dcr StaaxssinkommMstuUrr ?:“r ;_11: Crarxgslisszm Lanrrskirchs 921517"an BerUk-Irung erböbt.

§4. DLM .[ktiké117 u. a. L. Wirk WYSMN MULL“ ASW; [31an kfügt: '

KEIM Tir Entsäysikunx] rsr STaatÖbeörks 1'T-xbt Z'M Bsxké-IMZT-M binnen eimmkzwanzig Tagsn ssir ZustLÜUng k:r*"-:[L*-:n ki? Kkagr ;;.“1 VLTWÜÉUUNZT'NCZWTÜbkén brim Obrr-erwalTUngsZFricÉr 511.

JWT 1578 ?rbält

Literatur.

bexrbalrüng.

Dic am .). Febrrxar im Vsr1ag€ Von J. F. kacr in Léirzig srschicnch Nr. "2640 7:27 „ZU::strértkn ZcitUng“ Snrbälr Agendc. au; TM Br*":Ö rss Fürstrn Bi§marck bei Seinsr P?erstät 36:11 Kziksr kézüglicb? Akkildungcn: Fürsr Biémarck. N.:Ö ?:":71 .".-:*-.“'":;r*. kÜrzkicb vonxxdrtcn Gsmäldé vrn Franz. (“DU chrbxÖ, '" AnkUnÉ anf dcm errtsr Babnbok, OriginalzeiÉUUng :::“. «. PWC. _ Ti; Fahrt nach kcm Königlich STUDY, Trizimalzsicbmmg VON C. Bécker. _ AnkUnkx TDT“ PKW:"; ÖTÖNTZÖ und des Fürsten [*.-r Dcr Front kkr Ebrknkrmbagmr im Yukrgzer. Originalzeicbnmrg rrn H. Lüdsrs. _ Dic Bsgréxßmxg r-s-F- F:":rstzm (*Urch kén Kaifsr im Schloss, nach 811121" aaxbrmisckxsn Zkézxé ZIZSZÖNU DVU N. Knétél. _ T€: Abscbird rom Kaisér U:" r*:m berrsr Vabnkwf, Lriginalzriäxmmz von H. Winke. _ TéUsÖLanks Dank an BLZmarck. Tickxrmx rr" Pau1 Hévss, rin- stimmigrr VOKÖÖÖT (*OU Nkkkr'kl Hort, mit PQTWZOMÖSJKÜTUUZ. _ Axsßkrksrx'. 87111311 Die Nmnmsr "Och r-krschiskens „717?er FÜUstrati-ercn

Verkehrs-Auftalteu.

BUMM, 'I. FSLrUar. (“W. T. B.) Nyrkkcuxschr Lloyd. Tkr R:“iÖH-Prstkamrk'er „Ökbénsta uf€n' bat am 31. Farruar WMW TTL Réisc ron Nsarsl mä) Porr Sai? éyrtgéseßt. Trr PostdamkÉr „Wrsék ist am 31. Jamxar Nachmittags Von Mkay?! nacb :?rrr - L*Ork akgxgangkn. *Lsr ZchnrÜkampfsr .Trabc“ bat um 1. Fsbmar Vormittags Lizard kassiert. Dcr Ykstkmrerr .Hannovxr' bat 1. Fsbruar VormittaZs kik Rois? OM Antwcrvén nach Lissabon fyrtchsle. Der Pm:- damrkkr ..Karlsrujbc“ ist am 1. Februar Mittags in Answsrren angekrmmsn. T*;Yr RcickéZ-Pvstkampfer .Sachikn' bar am 31. Ja- nuar Moxgkns _kts Néisc ron Pork Said nxä) NMR! fortgesrxzt. Trr Po1tkamwrr „München“ ist am 31. Januar Nach- mittag? Mf dsr Wcssr angskommen. Tkr Postdamrfxr „Köln" bar am 30. Januar Nachmittags die? Rcisc' ron Vigo nacb Monte- rikro forxgsscyt. Tür Schn811damrfcr .En1§' ist am 30. Januar Nachmittags? ("M New-York nach drr Wkscr abgegangrn. Ter Sckmelldamvker . Skt ' ist am 31. Januar Vownittags von Gen ua nach Nrw-York abgrgangen. Dsr Postramrfk'r „Braunschweig' ist am 30. Januar Vormittag? in Nrw - York aUZ-ckomüWn.

_ 3. Frbruar. (W. T. B.,") Drr Prstramw'c'r „Leirzig“ hat am 1. Frbruar Nachmittag:;- die Rsise von Vigv nach Bremen fort- geseyt. Dcr Postdamrfrr .Neckar" bat um 1. Fsbruar Nach- mittags Dover Passiert. Dcr Poftdamrfe'r .Érax Bi-Zmarck' bat am "2. Fsbruar Vormittags dic Reiss ron Antwerren nacb Brems.) fvrtgrsexzr. Der Postdamrfer .Treédcrx' bat am “2. FL- b„ruar Vormittags Castbvurne rassrrrt. D'Or Schneükampfkr . Saalr' bat am "2. Februar Vormittags Trvrr rasfikrt.

Theater und Mfik.

* _ Konzerte. _

Das Starnscbe Konservatorium Oerayßtaltetc am Donners- tag zu_m Besten des Verlinkt Ki_nder1chu§-Vereins im Kroll'xchen Tbratrr mit der Overnych_ul€ des Instituts cine vonHern KapellmeisterlLffel?cle'rtetcmuxikaliscb-dramatiscbe Aujf'uhrlung, die von der künst stischen Fortentwicklung dieses Lkbk- zwejges em 1€br erfrculicbes Zkugniß ablegtc. Da die Nennung der zahlreichen Namen drr Eleve'n zu weit führen würde, so sei“ gur konstatiert, daß sorrobl die Tbeilnebmer dcr Gksan sklaffen des eraulcins Jenny Mc yer, wir die drr Deklamationskla e des Herrn