1894 / 51 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 28 Feb 1894 18:00:01 GMT) scan diff

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das Votum fürxden östérreicbiscben Handelsvertrag diese Handylo- vo] 'k'inau ett bat. Sie sind auch darth Ihre Erklärungen viel- leikbt sv ge den, daß Sie schrott mehr zurückkommen. Aber Sie würden ftob“ sein, wenn man Sie durch Annahme des Vertrags aus der furchtbaren Lage befreite, in der Sie sich befinden; Denn“ was sollte werden, wenn der Vertra abgelehnt würde? Wurde der Ver- trag abgelehnt, so, würde die 'gierung gezwunFIwsan, den Reich- taggufzulösen und m der dann entstehenden W_ab egu_ng alles daran zu se en, eine Mebrbett zu gewinnen u_nd d in Hand mit den_Soztal- demo aten die Konservativen zu bekamp erz. Der Kampf myßte sebr ernsthaft efübrt werden, wenn auch die Kombination xine gg"; unnatürliÉk ist. Die Konservativen würden ggnz nbck11chzumck- bleiben. nd was sollte man mit eiiiem [o gewahlten Reichstag an- fangen? Etwas Positives würde er ntcht_le1sten_. _Wenn dieser Reich- ta befaßt würde mit Militär- und Marinxbewixligunßen! (?_Kuf links: AZlebnen!) Natürlich, und die Majoritat Wurde aran tbre helle Freude baden. Glauben Sie, daß dann eine Steuer zur Deckung_der 60 Millionen genehmigt würde? Der rusfische__Handelsvertrc-g bringt roßc Vortheile auf dem Gebiete des europgtichen VerkehrsZ ck_er- Ychlicßi zum ersten Male Rußland, er gewahrt der Industrie nicht unbedeutende Erleichterungen, er legt der Landwnthscbaft Fern 1chwereres Opfrr auf wie die Vertrage mit Oesterreich und Rumanien. Dieser Vertu: , für welchen aucb Komvenfatronen durcb Aufbeburzg der Staffc arife und des Identitätsnachweises gefugden werden korinten, der aucb die Autorität der Reichsregierung gegenuber anderen Macbien intakt läßt, wird und muß angenommen werden: er wird uns_vor Krisen bewahren, vor welchen unser junger Staat fich am meisten Hüten mu . _ _ _ Vize- räfideni Freiherr von Birol: Dkk Abg. Srngxr hat in seincr Erklärung vorhin am Schluss gesagt: .Wenn mem Zurrzf nicbt parlamentarisch war, so war er doch jrdenfalls sebr zutreffend_ . Ich hatte dem Abg. Singer einkn OrdnungSruf ertb_etlt,_ weil sein Zwischenruf nicht allsin unparlamentarisch, sorzdern fqr_ emen Theil der Abgeordneten geradezu bsleidigend war. Dr_e Beierdtguna bat er wiederholt und damit sich zu den] O_rdnungsrus in Widerspruch geseßt. Ich muß daher den Ordnungßrus wrxderbolkn. _ _ Ab . Luß (dkons.) nimmt den Bund der Landwrrtbr tn Schuß und au den Herrn von Thüngen, obgleich derselbe tht) Mitglied des Bundes der Landwirtbe sei. Von der _Frsude des Reichskanzxers an dem Bunde der Landwirtbe habe man nichts beme'rkt. Was hatte denn der Bund der Landwirti)? gegenüber dem neuen Kurse, der nur Schädigung der Landwirthschast brachte, sagen sollen? Den Land- wirthcn ist die Ueberzeugung aufgegangen, da fie verlassen smd, Wenn ste sich auf die Regierung verlassen. Dcr und der Laridwirtbx wird fick) bkmüben, der Ausdehnung des Genoffenjchaftßwejens bei dcm Landwirtb dorzuarbeiten. Ein Bund kann nrx eme tren_nende Wirkung ausüken, er muß immrr vereinert. Es ist noch nie ge- lunge'n, 180000 Landwirtbe in emen Verein zqsammen zx: bringen. Wir wollrn die Gleichberechti ung der Industrie, _.aber dis Gleich- bsreckyrigung muß eine ge enésitige sein. Wenn dre Jndustrrr1887 nicbt gemuckii hat, als die rtrsidkzölle krboht wiirden _ wrr hcztten auch nicht gemuckst, wrnn die Industrirzölle erhobt wvrden wareri. Die Trennung geht vom Reichskanzler axis, der sagt, daß die Interessen der Bauern nicht die de_s ostelbtsckyrn Großgmndbrfiyers find. Der Rkichskanzlrr Fürst Bt_Hmarck war anderer _Memixng. Bayern liegt nicht rechts, sondern links der Elbe, und dtegrietften bayériiäyen Vertreter haben gegen den rumanischen Vertrag gemmrnt; fie werden auch gegen den russischen Vertrag stmxmen. Hurst BiHmarck hat den sehr richtigen Sax aufgestellt, daß, der ß-ta_at den cinbeimischrn Markt ichüßen mu für die ernb€1m11che Arbert; die lichkeit diksks Schußss zu jeder Zext darf fich der Staat nicht ne?;men lasen. Diese alte Bahn bax der neue Kurs verlaffxm, indrm er die Autonomie der Tarife aufgab. _Werxn man h_etm Öftkrreicbischen Vertrage uns reinen Wem emchbenkt hatte, da:“; der ruififche Vertrag kommen 10118, dann hatte man auch den Öfterreichisäpen Vertrag abgelehnt. Redner wendet sick), wie ichon Graf Von Mirbach, grgen den Artikel 19 des Vertrags, betroffend den Eiisnbakxntarif, der srbr bsdenklici)? Folgen_ nach fir!) zielen könne in Bezug auf die Frérderung rus117chrn Gerreides. _ Die Zugrständnifie, welche die Industrie erba1t9n_ bat, bedruierr nichts; die Zöll? find immer urch so doch, daß sie brinabe probibrtiv wirken. Man spricht davvn, daß die Lankwrrtße untsr demCtnfluß von Suggrstionen leiden. Das ist eher b€r_de_rr Industrie der Fail; denn wsnn die ZoÜermäßigungen die Industrie _rettrn sollen, dann ,ist sie vrrlvren. Troßdem ertönt das Jubrigrirbrer der Jndustrix; allerdings man weir; ja, wie es gemachi wrrd. Dkk Gsneraljekretar kinc-Z industrieücn Vercins, Strecker, h_txit in Köln Einer? Y_ortrag, in wslchem Lr die Wertblofigkeit drr rumncben Konzesfivnrn friiiteüte. Aber da kam€n ki? einflußreicben Männer undbracbten eme stolution, Wslcbe fich für dem russischsn Vértrag auLipracb. Der Wsltmath- Ursi.- wird nicht von Angebot und_ Nacbiragc, sondern wonder Börie rmackot; für Nossen würde Drutickyland dsr Haiiptmarkt skin und der Yrrizdruck würds unerträglich blcibcn. _Tabei mußman brdrnken, da?. Rußland zielbrwußte Agrar- _und Enenbaknpvlixif treibt. Der ruifiscbe landwirtßsckpaftlicbr Export i1t srbr ausdeerxirnJÖFabig, und gerade Tenticiyland wird in erster Linie dardn brdrsbt Wir) und zwar in alien Zwkigen der landwirtbichaftlicbenTbäiigkxit. Der Hopfenzvil wirderwäbnt als Konzssfion für die Landwirib1chaftx der_deutsche Hopfen muß 69 .--6 ZOÜ zahlen, der ruifi1che dagegeri _bsr uns nur 14 _.44 Man sa.;i allerdings, drr deutsche Hopfen sciQualxtaiÉk-opfrn, der ruxfische sei minderwertdig. So minderwrrthig ist er nun gerade _nicht. Er wird mit deutschem Hopfen Vermiicxt und dami al? deutfchcr Hopfen ins Ausland vrrkaufr. Wir m_ümen eine gleichmaßige Behandlung des- deuxscben und rusfiickpen Horsens verlangen. Redner we'ndrt ÜTZ) Legen dir Ausführungrn dcs Abg. Rickert; daß eine grwiffe elektriiche Brrrrgung durch dir Bcruerw geht, wenn dsr Name des ürsten BiZ-marck genannt wird, isi k1chtig_§ der Dank gegen den ürsten Biémarck werde wohl noch [anße tm Volie leben, wenn man fich der Gegner deésslben schon langst géschamt haben wird. Die Baurrnbeireiung, die Abg. Rickkrt gerübmt Hat, bat_den Bauern eine viel größere Sklaverri gebracht, als sie vorher berrxclyte. Reichskanzler Graf von Caprivi: Ich wünsche nur festzustellen, daß ich in der Sißung Vom 10. Dezember 1891 bier ausgesprochen babe: Wir Haben die Hoffnung, daß mit der Zeit noch andere Staatcn sick) diesem Vertrage ansch1ießen wrrden. In 55n1icher Weise hat sich in der Sir,:ung vom 29. Januar 1892 d?! Hm Staaissskretär Freiherr von Marschall außgesprochen. Die Untkrsieilung dss HLM Vcrrednerö, daß wir mit unserer Absicht, noch weitere Staatén in dcn Krcis unskrrr Verträge zr! ziehen, hinter dem Berge zurückgehalten hätten, ist damit biniäUig. Darauf wird nach LMU" Neiße persönlicher Bemerkungen um 53/4 Uhr die weitere Berat ung auf Mittwoch, 1 Uhr, vertagt.

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

24. Sitzung vom 27. Februar 1894.

Im weiteren Verlauf der zweiten Berathunß desSiaais- [raushalts-Etats für 1894/95, und zwar bei en „dauernden Äusgaben“_ des Etats der Bauverwaltun (siehe den Anfan SbeUcht in der Tienstags-Nummer 1). B1. nimmt nach dem 5IKdg.Wm-117recht Zul.) das Wort der

Abg. Weibezabn nl,). Redner wünscht eine Verbeffkrung des Fahrwanérs des Kök-lbranrs zwischen der Südkrelbe und Norderelbe und die Bkseitigung der HindNniiik. welche die Elbe zwischen Har- burg und Hamburg _d€n1 übrigen Verkehr durch Eisvrrbältniffe und durch Etockan-Zen au! drr Fahrstraße entgxgengxsctxr, mittels Banks

ein ! ' über die EM.: FWR SüUYnuZMdmlbe seien “WHM größere SKM gebliebxn; Zwistberr Harhurg nnd. bing vermittele den ck . uber die Elbe allerdings eme Dampffabre, welche aber dem ß nicht gern": e und bei Eissang uud quderen Stockungen des Verkehrs auf der [be amicbt benußt werden: könne,. Redner spricht fick) ferner für eine Yabefferun der Hafeuverbältniße in O_ambur „auI, wo es an einer gem": enden Ynzabl von Umladestelleu zwischen isen- babn und Schiff fel) e.

Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen:

Die Staatöregierung ist sich ihrer Verpfiicbtüngen durchaus be- wußt, die Jntereffen der rührigen und unternehmenden Stadt Har- burg, insbesondere ihrem übermächtigen Nachbar gegenüber, tbunlichsi zu schüyen, ibre Rhederei und ihren Handel zu unterstüßen. Mein; Herren, der Kölbrand entsprach in seinen ursprünglichen Dimensionen den Verhältnissen, wie sie zur Zeit des Abschlusses des so- genannten Kölbrandvertrags sicb ausgebildet batten. Es ist nicht zu verkennen, daß die Dimensionen des Kölbrandes, namentlich seine Tiefe, den heutigen Ansprüchen der Schiff- fabrt nicht mehr entsprechen. Die Staatsregierung ist des- balb auch ihrerseits nach zwei Richtungen vorgegangen. Sie hat Projekte aufstellen [affen über die Verbefferung des Kölbrandes und ist, worauf es hauptsäckolicb ankommt, mit dem Staate Hamburg in Verbindung getreten, um eine die Interessen Harburgs schüyende und fördernde Vereinbarung bezüglich dieser Angelegenheit mit dem Staat Hamburg zu erzirlen.

Was den zweiten Punkt anbetrifft, so ist nicht zu verkennen, daß durch die wachsende Bebauung der Insel Wilhelmsburg das Vedürfniß einer festen Ueberbrückung des Elbarms zwischen Wilhelmsburg und Harburg erheblich gewachsen ist. Es sind dieserb , wie der Herr Vorredner auch richtig angeführt hat, schon eine ihr von Projekten aufgestellt Wordcn. Namentlich war in Aussickyt genommen worden, mit der Eisenbahnvchaltung zusammen eine Eisenbahn- und Landbrücke neben der jetzigen herzustellen. Die Finanzlage des Staats ist indessen auch bier bindernd dazwischen ge- treten. Die Cisenbabnderwaltung wird sich Wahrscheinlich mit ihrer jetzigen Brücke noch eine Zeitlang behelfen müssen. Es ist deshalß die Frage wieder aufgenommen Worden, ob nicht eine selbständige Brücke für den Landverkebr über diesen Elbarm hergerichtet werden kann. Diese Brücke erfordert aber einen der- bältnißmäßig ziemlich hoben Kostrnaufwand, und zwar einen erheblich höheren Kostenaufwand, als aus den kapitali- fierten Ersparungen an dem Betriebe der Dampffähre und an den Baggerkosten herauszurechnen ist. Die Interessenten haben aÜerdings ein anderes Rech€nexempel uns Vorgemacbt; allein vor einer ernsten Kritik kann dieses Rechenexemvel nacb uniorer Auffassung nicht besiebcn. Wir sind daher der Meinung, daß die Brücke nur dann in nächster Zukunft in Aussicht genommrn werden kann, wenn aucbseitens der Zunächstbetbeiligtcn eine erhebliche Berbeiligung an den Kosten in Aus- sicht gestellt Werden könnte; soviel mir bekannt, smd dieserhalb Ver- handlungen angeknüpft", und ich hoffe, daß sie zu cinem gedeihlichen Ende führen.

Was nun den dritten Wunsch anbetrifft, daß nämlich das so- genannte ZitadeÜentmain baldmöglichst zu einer anderen und miß- bringendersn Verwendung gebracht Werden möge, so sind auchdi€serbalb zwischen den beibeiiigien Ressorts Verhandlungen noch in neuester Zeit eingeleitei worden. Der Herr Vorredner kennt ja zweifelsoßne die Schwirrigkriten. Zur Zeit wird die Zitadelle verwendet als Ge- schäftshaus und Dienstwohnung für den Landraib. Es muß in der Beziehung erst Ersatz geschafft werden. Aber ich hoffe, daß auch in dieser Frage sich dsmnärbst eine befriedigende Lösung finden wird.

Abg. Knebel (ni.) begrüßt die EntWickelung des Rbein-Schiff- iabrtéderkebrs bis_ Köln binaulx mii großrr Freude. nyolge der Ermö 11chung dicye's Verkehrs tauchten die großen rheinischen In- dustrie cn_nicht mehr ihre Lager in Holland zu balken, sondern könnten ibre roßen Vcrräihe im Jnlande selbst lagern. Gegen dir See- schiffa rt auf dem Rbein bestünden aber noch immer große Hinder- nisse, wié z. B. die sieben großen Brücken zwischen Köln und der Nordsre. Für die Vrrbefferung des Fabnvaffers sei preußischerseits schon viel geschevsn, Hklland [affe LI aber an dem gleichen Bestreben fehlen, obwohl drr Handelsvcrtrag mit Holland diefes dazu verpflichte. Viel- leicht könnte man durch Kündigung dieses Vertrags einen Druck auf Hoiland ausüßrn. Obne Acnderung der Brücken [affe fich ein namhafter Schiffahrtsrerkehr auf dem Rhein nicbt erzielen; mit 71) MiUioncn sei dikse Aendrrung durchzuführen, wie das Projekt eines Ingenieurs nachweise.

Ministerial-Direkwr, Wirklicher Geheimer Rath Schuss: Zur Regulierung des Fahrwassers würden schon fortgeseßt Mesun en der Waffermsnge vorgenommen. Die Regierung sei mit dem Pian der Kcrrckticn drs ksammien Rheins beschäftigt.

Abg. Nadßyl (Zenit) wünscht, daß die Kreis-Bauinspektoren nicht am Siße drr Regierung, sondern in dem Kreise selbst domiziliert seien, wo sie zu wirken haben, und daß die Baubeamten bezüglich der Dienstalterssiufen rnit den Affefforen gleichgestellt würden, welche [esteren viel früher zur Anstellung gelangten. Die Wa er-Vau- beamten feisn mit der geplanten Reorganisation der Wa er-Bau- verwaltung nickt einderstanden. Kein anderer Beamter, äußert der Redner, hat so viel zu arbeiten. wir die Baubeamten; das Baumeister- kxamen ist viel schwieriger als das Affefforexamen. (Widerspruch reths.) Jg, Sie (zur Rechten wollcn die Baumeister niZt aufkommen lanen, weil fie nicht 8. ().-Studenten kein konnten. ( bo! rechts.) Zu den höchsten Steüen werden ja fast nur noch 8. ().-Studenten zugrlaffen. Wenn man die Wünsche der Baubeamten nicht erfüllt, wird fich bald ein Mangel an Baumeistern fühlbar machen.

Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen:

Meine Herres! Nur dem Umstande, daß der Herr Vorredner Offenbar von einer ganzen Reibe unrichtiger Vorausseßungen aus- gegangen ist, kann ich es zuschreiben, daß der Herr Vorredner sicb derart erregt bat. (Sehr richtig! rrcbts.)

Zunächst ist die Vorausfeßung irrig, daß wir beabsichtigen, die Kreis-Bauinspektoren den Regierungen einzuverleiben, oder, wie er es ausgedrückt hat, in deri bölzemen Kasten zu internieren. Bis jetzt hat daran noch niemand gedacht, und damit fällt natürlicherwäse auch der Zorn, zu dem ihm diese Voraußseßung Veranlaffung gab, in fich zusammen. *

Zweitens glaubte der Herr Vorredner, daß auch die beabsichtigt? Reorganisation der Waffer-BaaverWaltung den Wünschen der Bau- techniker nicht entsprechen wird.

Meine Herren,_ich bin der festen Ueberzeugung, daß die Organi- sation, wie sie einstweilrn nur in großen Zügen geplant worden ist, gerade den Wünschen der Waffer-Bautechniker durchaus entsprechen wird, wie fie ja auch aus den Beratbungen gerade mit den Waser- Bauie'ihnikern „beriiorgegangen ist. Meine Herren, ich muß es mir versagen, auf die Reorganisation der Waffer-Bauverwaltung heute hier näher einzugehen; diese Frage wird ja im Anschluffe an die Wasser- Geseygebung demnächst diese?- hohe Haus noch beschäftigen.

*

Anffaffung des Herrn Vorrednersjuräzdje Anmudubg ch; S der Dimstaltasßufm auf die.höbmn..Beamtm deu Baubmutenkéü: Vortheil gebracht werden soll, so muß ich dies auch beßreitxn. Die Einführung des Systems der Dienstaltersstufen hat in finauzMx-r, Hinsicht, jedenfaüs vortbeilbaft gewirkt sowohl inBezug auf die Teeb- niker der Cisenbabnverwaltung 4,15 auch auf die Technika der all- gemeinen Bauverwaltung. Es ist richtig, daß eine alte; mid, wie ich auch nicht' verkenne, berechtigte Forderung der Bautechniker nämlich“ eine anderweite Regulierung ihrer Rsngverbältnifse vorzunehmen, zur Zeit noch nicht berücksichtigt werden kann ; esist dies aber wesentlich dem Umstande zuzuschreiben, daß für die gesammte Bauverwaltung zur Zeit Organisationsänderungen geplant werden. Das trifftzu, wie Ihnen be- kannt, für die Staatseisenbabnvetwaltung, bei der die Neuorganisation [Gon feste Formen gefunden hat; es trifft aber auch ebenso zu für die Hoch- bauverwaltung wie für die Wafferbauverwaltung. Diese Aenderungen in den Verwaltungs-Einrichtungen werden ihren Einfluß naturgemäß auch auf die Stellung der Baubeamten erstrecken, und ich hoffe, daß, wenn auch nicht alle Wünsche wkrden erfüllt werden _ das erachte ich von vornherein bei der großen Erregung, in die die Bautechniker zum tbeil künstlich bineingetrieben worden find, allerdings für kaum aus- führbar _ aber für jeden ruhig und vernünftig Dcnkendeu eine größere innere und äußere Befriedigung in seinem Berufe aus dieser Neuorganisation sich entwickeln wird, als dies seither der Fall ge- wesen ist.

Was nun das Ausscheiden aus dem Dienste anbetrifft, so ist das eine natürliche Folge des zur Zeit herrschenden Ueberfluffes an “Bau- beamten. Die Baubeamten suchen naturgemäß eine Beschäftigung, die sie in ihrem Berufe fördert und ihnen zu gleicher Zeit auch den nöthigen Unterhalt sichert. Wsnn daher der Staat nicht ails die- jenigen Baubeamten, die ihr Baumeisterexamen abgelegt haben, beschäftigen kann, so ist naturgemäß der überschießende Theil darauf hingewiesen, in Priyatftcllen, im Grmeindedienste, bci den Provinzen, der Postverwaltung, drr Militärverwaltung und eine ganze Reihe anderer, kommunalcr und Staatsverwaltungen, die fortlaufend eine ziemlich erbrbliche Zahl von Baubeamten nothwendig haben, Unter- kommen zu suchen. Die bautechnischen Aufgaben gerade für diese "Zweige der Kommunal- und Staatsverwaltung sind in den leisten Jahren ganz außerordentlich gestiegen. Infolgedessen ist dieser Bedarf an ausgebildeten Bautechnikern auch in den letzten Jahren an diesen Stelien sebr erheblich gewesen. Es kann daher die Staats- Verwaltung die Thatsache unmöglich beunruhigen, daß in den leßten JaHren ein Theil der Baubeamten sich eine Beschäftigung in andern Diensten als im Staatsdienste zugewendet bai; im Gegentbeil, sie muß es mit Freudcn begrüßen, daß den jungen Technikern dadurch Gelegenheit gegeben ist, sie!) weiter auszubilden und lohnende Be- schäftigung zu finden. Ich Habe es für meine Pflicht erachtet, dies thunlichst zu €rleichtern. Ich bin der festrn Ueberzcugung, daß, wenn die jexzige Befferung in unsrren wirtbschaftlichcn Verbältniffen an- bäit, ein ziemliä; erheblicher Theil der staatlich geprüften Baumeister sich diesen Beschäftigungen auch in Zukunft zuwenden wird. Ich bin aber andererseits durchaus nicht Zesorgi darum, daß der Staat selbst für seine Verschiedenen bautechnischen Zweige in Zukunft nicht mehr die nötbigrn Personen findet. Ich glaube daher, daß der Entwickelung der Dingr selbst von dem Herrn Abg. Nadbyl, dem beredten und warmen Vertreter der Bautechniker, mit mehr Ruhe entgegengeseben werden kann, als das offrnßar bis jeyt der Fall gewesen ist. (BraVO! rechts.)

Abg. Dr". Martens (nl,) wünscht eine Erhöhung des Ran es der Baubeamien und beklagt, daß durch den Bau des Nord-Ost ee- .sédxitalssßer Verkehr infolge Unterbrechung Verschiedener Straßen ge-

0 er.

Abg. Dr. Eckels nl.) beklagt, daß im Regierungsbezirk Hildes- beim nur ein cinzigrr affrr-Bautechniker fungiere, und stimmt drn Wünschen des Abg. Nadbyl zu.

Ministerial-Direktor, Wirklicher Geheimer Rath Schuss: Die Ansisllung eines zwriten Waffer-Baubeamten im Regierungsbezirk Hildesheim ist bereits in Erwägung gezogen.

Geheimer Obsr-Finanz-Natb Lehnert beriäbtigt die Ansicht des Abg. Nadbyl, daß bei den Regierungs-Affefforen die Berechnung der Dienstaltersstufen früher beginne als bei den Baumeistern. Die Dienstaltersstufen rechnen yon der eiaiömäßigen Ansteliung an; von dem Eintritt in den Dienst an könne man nicht rechnrn, wohl aber sei schon in Erwägung genommen, ob man nicht einen Theil der diäiarischen Beschäftigung vor der Anstellung allgemein für alle Beamte in Rechnung ziehen solle. ,

Abg. Jürgensen (nl,) wünscht eine Regulierung der Eider bis Rendsburg.

Wirklicber Geheimer Ober-Bauraib Barensch kann das Bedürf- niß dafür nicht anerkennen, da die Eider dock) nicht schiffbar zu machen sei.

Abg. von Buch (fon)“) le t namens seiner Freunde Verwahrung ein egen die Vorwürfe des bg. Nadbyl; seine Partei woile die berecZiigte-n Wünsche der Baubeamien gern erfüUen, dicse dürften abxr keine Bevvrzugung vor andern Beamtenkategorien beanspruchen. Dre Bemerkungen wegen der 8. ().-Bcamten seien ihm völlig un- Verständiich er brauche also darauf nicht antworten.

Abg. Nadbyl (Zenit) bestreitet, daß er der konservativen Pgrtet babe Vorwürfe machen wolien. Daß die An ebörigen des Köjener 8. (J. in der Verwaltung beyorzugt würden, wi e jedes Kind.

Abg. von Buch (kons.): Ich halte es für ungeeignet, in eine Erörterung über diese Behauptung einzutreten.

Abg. Hauptmann (Zentr) wünscht eine Vertiefung der Fabr- rinne dss Rheins bei Bonn.

Der Titel wird bewilligt.

Bei den AUZgaben für die Strom-Baubeamten wünscht

dAb . Gothein (frs. Vg.) eine Vermehrung der Strommetsk?r an er

kk. Der Rest des Extraordinariums wird ohne Debatte b-

williY - _

ei den einmaligen AuSgaben tritt

slAhg. Wellstein (Zentr) fur“ eine neue Hafenanlage bei Ober- rve e em. - ,

Abg. von Pappenheim kons.) klagt über Vernachlästgung der SÖiffabrtsinteressen aus der Zßeser und Vertbeuerung des atis" bavener Brückenbaues für die Stadt Kgrlsbaven durch zu hohe An- forderungen an die B enweite der Brucke.

Abg. Gotbein (rs. Vg.) macht_ der Regfiifetung den Vorwurf- daßd fiTHMfddemL kaJialtixrerlten YZF; tkrtrZedSchii TbrtSaYZbKegeiYY wo ur an -ere an es ei e ge wur en, n _enen immer auf Deckung der Kanalko durcb Schiffahrtsabgaben de-

l d ab . san Jixkliciper Geheimer Ober-Bauratk) Baen i' ck) erklärt, daß nach.

einem Vertrage mit essen' die Erhebung von Schiffahrtßabgabén aus

dem Main ni t mög ich sei. , Abg. RZren (Zenit) fragt, welcbe Stellung die Regierung zu

dem Projekt der Saarregulierung einnehme.

(Schluß in der Zweiten Beilage.)

„ML“: 51.

Schluß aus der Ersten Beilage.)

Minister der öffentlichen Arbriten Thielen:

Meine Herren! Der Herr Vorredner hat an mich die Frage ge- richtet, welche Stellung die preußische Staatsregierung zur Frage der Kanalisierung der Saar einnäbme. Meine Herren, die preußische Staatéregierung ist bisher noch nicht in der Lage gorvrisn, Überhaupt eine feste Stellung zu dieser Frage einnehmen zu können, da dis Frage im wesentlichen davon abhängt, ob die Kanalifirrung der Mosel zu-standr kommt. Nun wissen die Herren sehr gut, daß der Kanali- fierungdrr Mosel bis jrtzt noch Verschiedene Schwierigkeiten Entgegenstehen. Daß dieKanalisierung der Saar einen sehr beilsamen Einfluß auf die wirtbschafilicben Vérbältnisse der beiden Saarufer ausüben würde, ist ja srlbsiverständlick). Daß indessen ein Theil der Schiffer jeßt ibr GEWLTbL außerhalb ihrer eigentlichen Heimat!) ausüben, lisst in Ver- hältnissen, die, glaube ick), doch zum theil einen anderen Grund haben, als daß die Kanalisierung der Saar bisher noci) nicht Erfolgt ist. EH liegt daran, daß die Vrrkeßrsverhältniffe zum ihril einen ganz andrirn Weg nehmen. Meine Herren, dir Kanalisierung drr Mosel und dir damit auch beute hier im Hause in Zusammenhang gebracbie Kanalisierung der Saar auf der Einen Seite und die Kanalisierung der Lahn auf der andrr-„n Seite bilden ein so umfaffendes Projekt, daß die Staatsregierung nur nach eingebendsien Vorstudien und Er- wägung aller wirthscbaftlichen Fragrn Line SielTung zu dieser An- g€1€genh€it wird einnehmrn können.

_ Abg. Dr. KrankHW. k. F.) wünschtdie Régulierung drr Waffxr- laufs in dsr Provrnz .;stvreéußkn, namrntlich irn Memel- und Prsgel- grdtst.

Abg. Roßde-W_achsdori (ions) macht für Verschiedrne Trich- brüch die Flquchlierungen Verantwortlich und mrint, daß die Jirrrffen drr “SÖiffabri dknrn drr Landeékultur vrrgezvgrn zu wcrdkn

irnrn.

Ministerial-Dirrkkor, Wirklickxkr Grbcimc'r Nail) Schultz wrist

erauf bm, daß drr HochwanerauMcbuß Lingesrßt isi, um aÜZ Jnirr- emen ringrhrnd zu prüsrn und dic widcritrritenden Jnterrmen mit rinandri anS'zugietcben. _ _ Abg. Gothein (yrs. Vg.) brinZi den iringendrn Wunsch 158 1chicsisch€n Provinziaivrrcins für _Binnrmsck7iffahrt zum Aquruck, daß der ir“; Vrrbindung _mrt drr Regulierung der 556an Odrr gebaut? Um- ichlag§12axcn in Kris! wcrtieft wrrde. _

(Hebeimer Bauraxß K*el [rr 16151 auséinandrr, daß die pro- jcktiérten Dimcnfionrn dkß Haikns JMÜILU würdrn, dcrsélbr spätsr aber ix_rimer nrch urn _Liiirn Nérter Mrd? rsriieir werdsn können, MM 1161) ein Bkdüxmix; dazu erayssteUS.

Abg. Jürgsnicn (nl,) wünycht stärkere Schußbauirn für die Haüigen in der Ncrdsrr. _

Wirklicher Gehermrr_Ober-Bauraib Baenych Erwidert, daß dir Regierung di€1e Ausgabe 1i€_ts im Auge bebalis.

_ Abg. MoHr(n1.) spricht fich zu (Gunsten der Anirgung Links Fi1chkreihqfsn§ in Blankenese aus,

_ Gebeimsr _Ober-Finanz-Rafb Frsiherr Von Rbeinbaben er: widert, daß disses Projekt n_ur daran geichritxrt sei, daß di? Inter- €ffeni€n_ nicht zur Beitragskéizkxmg bereit grwryxnseicn.

YU? einmaligen Au§ga_ben werden brwrlligt.

Schlns; 41/4 Uhr. NÜchjsL Sitzung: D onnerstag, 11 Uhr.

Statistik und Volkswiribsthast.

Zum dcutscky-rnssischen HandelSvertrag.

Zn Brutiken (Ob€_rsch1efi€n) fand grstern eine Von ctiva 1800 Bürgérn _oi)n€_11ntcr7chikd drs Bcrufs und der Partsisirllung aus dem ob€r1ch1e1isch€n Jndrxsirirhszirk besuchte Versamm- lung statt, dic folgrndr, drm Woln'schkn Bursau zugrgangknr Erklä- rung annahm: Der Abschluß drs don dcr 8017611 Reichsregirrung dem hoh-zn Rkicbstag zur GLUEÜMZZUUJ Vorgsisgten dcutsch-ruisisÖEn Han- delSvertragS ist iür unsere gésammts Brrgwsrks- und Hüttrnindustrie, für den Groß- und Kiringcwérbcbktricb jrdrr Art und für den Handrl und

_ Zweite Véilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Mittwoch, den 28, Februar .

Verkehr Oberscblsfirns, insbesondere auch für unsere nacb vielen Tau- sCpÖ-YU zäiiicnd; Arbeite'rbevölkerung ein unabweisbares Erforderniß von iwchitxr Lirdcutirng. Damit wird unscrer Arbkit das lang eryebnie und srwün'sckyxe Hinterland wieder gsöffnet, auf szZU Jabrr Vorläufig gesichert, und die durch die ungünstige geographische LTF Oberschlesiens ganz besondrrs schweren Schäden Werden gemildert. ie Verrverfung des Vertrages würde umerrr Gesammi-Jndustrie und auch jeHlicbem Gewerbebexrieb, sowie dem Handel und Vkrkebr das natürlichex Abfas- gébiet vsr)chlies;en, anderen bkffer gelegener! Ländern einen für 1th au§ficht§lo1€n Wsttbetrieb ermöglichen, uniere Arbeitéstätten Veröden [MM Mit Rücksichi darauf wird an ails, insbesondere aber an die Vrrtreter der oberschlesischen Wahlkreise, das dringendste Ersuchen und _die Bitte gerichte't: nicht nur selbst iixr die Annahme dss drutscb- ru1fi1chrn Handelévertrags zu stimmen, yondern aucb ihrsn ganzen Einfluß zu Gunsten seinkr Annahme in die Wagschale zu w-xrxsn. Die Vorfixzenden dcr Vercine: Adamieß, Bürgerwerein; Schirmsiien, Stadtpfarrer, Katholiscbés Bürgerkasino; Stadtratk) Schwsißrr, Ge- wcrbxvcrxin; Simon Guttmann, Kaufmannischer Vsrsin: Myélowitz, Erzvriester. Kaiboüsckysr MLisierVerein; Lügk, BUMspekWr, Verein Ober1ch1rfi1cher Techniksr; Klaszka, Stadtprarrrr, ' yßlwwis, Katho- lischer Bürgsrverein. _ _ _

Der Zeniralratk) der Deutschen GewerkMrcrne_ (Hrryciy- Duncker) nahm, wie die Berliner .VvlksF.' mitthrilt, _m Urner Sißyng Vom 23. Februar foigénde, dem Reichstag bersiis rnitgetbrilie Entjch1ießung einstimmig cm: Namens dEr Von ibm dértretrnen 1400 OrtSVEreine fast (11161? Berufe und Gegenden Erklärt der aniralraib die schleunige Annahme des d€utsch-rusfi1chen Handelswertrages durch drn Reichsmg für eine Noihwendigkeii, Vor aUcm auch im Interesse der karrkVLrei-ismitgsirdrr und der deutschen ewerblrchewArbeiter Überhaupt, dir schwer unfrr drr durch Rußlands bwerrung m bohsm Grade grstrigerirn Arbeitélafigkrti [Sidem-

Zur Arbsiterbcwegung.

Zn Wartiéau bsi Bunzlau droßt eincr Mitibeiluyg drs .VorwäriÖ' zrrfolge 6111 Arisstand der Sieinmsßrn. Dir Mkisikr Habén rinrn Von irn Grsslxkn Wrgslsgien Tarif abgrlehnt; WLW! ein iiocHnialigsr Vrrsnck), dir Arbsitgkbkr zu dir Brwiliigung zu *.*Cransaffrn, sckyritrri, wolirn dir Gebilfén di? Arbeit nicderiegen.

Hi?!) in Berlin wurdr, wie; die „Berliner Volköz.“ brricbtci, in ci11€r Véxrsammlnng drr Sch1ächt€rgssell€n und -Mamsel[8 unirr Hinwris auf dis Mißsiäiidr drr StEUenVSrmittrlung 61116 Ent- schli-xßimg ang-xnoriimrn, in drr dir Meistrr aufgefordrrt WErdrn, ihr Psridnal durch Vrrmiiiswng drs uncnigrltlichen ArbeitHnachwcises drs GxsrUrnVULinS zu cngagirrn.

In Amsterdam sind nach einrr Meldung des „Vorwärts“ dia Zigarrrnmacbcr mit ihren NrixritgriWrn in Sirriiigkkiten grraiÖen, dir mir rinsm Ausstand? zu rndigsnsdrdbrn.

In Yieiixzeloo (Nirderlandr) babrn nacb drmsclben Viati die WE 1) cr Lincr großrn Fabrik die Arbeit eingefteüt.

Handel und Gewerbe.

_ Dcr AufsiciptSraiH drr Preußischen Hypotheken-Ver- sicherungs-Aftiengesellscbait hat nach Yrüfung der chbnungs- abfghlüffL für das Jahr 1893 besckyioffen, drm „infrage des Vorstands entipreckxrnd, drr am 30. März stattfindrndsn GenrralVLrsammlung dir Verthkilung €in€r Dividrnde von 53/50/0 in Vorschlag 31! bringen.

_ In der Heutigkn ordentlichrn Grnrraerfammlun drr Pom- mer1chen Hypotheken-Akiien-Banf Wurde der Jlbsckoluß für 1893 gsnchmigi, dEr Direktion und drm Kuratorium Entlastung er- tbkilt und die sofort zablkare Divikcndr (mf 69/0f6stg6sstzt. Dancben wrrden dem SprziaL-Réschefdndö 63 394 «46 und dem Béatnirn- PCUfiOnÖ- und Untrrsiüßungvands 50 000 .44 überwiessn.

_ Jn dEr grstrigkn ordrntlicben Generalvrrsammlum] drr VCT- einigtsn vormals Pong57sch6n Spinnereirn u. Webrrrirn, Aktiengesellschaft in Odenkirchen, wurde die Tagrsordnung park) dcn Vorsckyiägrn dcs Vorstands ?rlexrigi Und die sofort zaHlbare Dividende aus 8% fksigastrili.

_ Die Dividende dsr Dsuisckren Effrktsn- und Wechsel- bank in Frankfurt a. M. ist cmi 52/0 isstg-xscixzi worden

_ Ter Nkiiogewinn drr P rivatkank zu G otba be'iräzri für das Jabr 1893 404 592 «46. grgkii 338 993 .16 im Vorjabre. Dsr Vér- YaltungSraiH [iat [*CsÖlksM, nach Uckcrirag Vcn 40000 „46 auf Txpe'ziairckrrvr-Konto und 4675 .“; Abschreibung auf Jnvkntar- und Oaus-Konw, drr am 3. April d. J. stattfindéndrn Gcnrraldersamm-

1894.

lung der Aktionärs die Vertheilung einer Dividende von 5? 0/0 für das Geschäftsjahr 1893 worzuschlagen. _

* Magdeburg; 27. Frbruar. (W. T. B.“); Zuckerbericbt. Kornzuckcr exkl., van 92 U/(, _,_, neue 13,70,“ Komzucker exkl. 88 0/0 Rendmnent 12,75, neue 13,10, Nachprodukre exkl., 75 % Rende- ment 10,40. Ruhig. Brotraffinade [. 26,00,_ Brotraffinade 11. 25,75, Gem. Raffinade mit Fa 26,25, Gem. Melis l., mit Faß 24,75. Gefchäftslos,Preise nominell. obzucker. [. Produkt Trgnfito f. a. B. Hamburg pr. Februar 12,92Y bez., 12,95 Br., pr. Marz 12,774 bez., 12,80 Br., pr. April 12,75 bez., 12,774- Br., per Mat 12,774 bez., 12,80 Br. Stetig.

Leipzi , 27. Februar. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. „a Plata Grundmuster Z. per März 3,374 „ki, Dex Avri13,40 «za, PCL Mai 3,42z „Fi, ver Juni 3,47Z „46, per Juli 3,47.) „44, per August 3,50 .“, ver September 3,52.) .“, per Oktober 3,55 „56, per November 3,574 .“, per Dezember 3,60 «44, per Januar 3,60 .“ Umsatz 70000 ]LJ.

_Bremen, 27. Frbrua-r. (W. T. B.) Börsen-Schlußbericht. Raifiniertes Petr 016 um. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum- Bérse.) Stetig. Loki: 4,85 Br. _ Baumwolle. Ruhig. Upland middlina, 191503832- -3. _ SÖmalz. Matt. Wilcox 40 „z, Armour shield 394 43 , Cudahv 41 „1, Fairbanks 35 „Q. _ Speck. Ruhig. Sbort clear middl. [oko 364, Februar -Abiadung 364. _ T aback. Umsatz: 75 Seronen Carmen, 620 Packsn S. Fslir.

Wien, 27. Frbruar. (W. T. B.) Die GeneralVersammiun der Niederösterreicbischen CZkompte-Gesellschaft beschloZ die Aussahlung 611161? Dividende von 6? 0/0, sodaß untrr Berücksichti- gung der für das erste Semester bereits gezahlten 2 0/0 noch 221 F1. p€r Aktie vrrtheili wSrden. Die Derharge wurdc; einstimmig ertkyeilt.

Die Brutto - Einnahmen der Orientbahnen betrugrn in dsr 5. Woche (vom 29. Januar bié 4. Februar 1894) 232 047,71 Fr., Abnahme gegen das Vorjahr 15 506,46 Fr. Seit Bsginn des B?- triebéjabres (Vom 1. Januar bis 4. Februar 1894) brtrUgrn dir BruttOCinnabmcén 934 467,82 Fr., Zunahme grgen das VorjaZé-r 168 978,46 Fr.

London, 27. Februar. _(W. T. B.) Tir Deuts eröffneie W_ol[aukt_ion war mäßig Ö€1_Ucht, dir Beiheiligung ni-bi sebr [rb- hait. Mrrmo-Wolle zu Schlußpreisrn, Croßbreds zu D11rchichnit1s=

reilxen der vorigrn Auktion. Das Totalangebot betrUg 247000 3 a In.

London, 27. Februar. (W. T. 23.) An drr Küste 4 Wrizen- ladungen angeboten. “'

960,70 Javazucker [sky 157? ruiyi , Nüben-Robzucker 1910 124 ruhig. _ Cbile-Kuvfrr 41, prr 3 onat 417/16.

Manchester, 27. Februar. (W. T. B.) 121." Water Tavior 51, 30r Water “Taylor 7, 20r Water Leigh 6.1, 301: Water Clayton 7, 321." Mock Brooke 6Z, 40: Mayoil ?F, 40r Medio Wiikinson 8, 32r Wawcops Lees Y, 361: Warpcops Rowiand 71/15, 36r Warpcopß erlinzzton 74, 40r Doubie Wrston 84, 601: Doubls courant LYNET b11-F, 32“ 116 Yards 16 )( 16 grry Printers aus 32r/46r 1 . u ig.

St. etrrsburg, 27. Februar. (W. T. B.) Produktru- marit. - alg [oko 58,00, Pr. Augnst _. Weizen [003 10,00. Roggen [oko 6,35. Haier [oko 4,10. Hanf [Okt) 43,00. Leinsaat [oko 14.50.

Amsterdam, 27. Frbruar. (W. T. B.) Java - Kaffee good

ordinary 52. _ Bankazinn 43-1. __ Nrw-York, _27. Fqbruar. (W. T. B.) Die Börse er- 017716th durchwrg seit und ichkoß nach allgrmcsiner Steigerrmg sehr frsi. DSU Umsaß der Aktien betrug 147000 Stück. Der Silbrr- Vorrath wird m_if 185000 Unzen geschätzt.

_ Wrizsn, anfangs siéiig, stieg während drs ganzsn Börsenveriaufs Mit wcmgen Reaktionen aus Käufs für Rechnung des Außlands und D€_chungen drr Baissiérs. Schluß fSst. _ Mais enisprrchend der Féiklgkéis drs Wrizrns m_id infolgs grriuger Ankünitr strigend wäßrend drs ganzexi Börxenvrrlguss mit wenigen Reaktionen.

Wrizrn:_Vcr1chif ungen dsr le ten Woche yon den at1ant11_chen Hasen der ersini ien taaicn nach Groß- brxxcmmen 73 000, do. nack) Fran reich 4000, do. nach andkren Haren dss Kontinenrs 22 000, do. yon Kalifornien und Oregon nachétxoßkritannicn 8000, do. nack) andcrren Häfen drs Kontinents

_ Chicago, 27. Frbruar.__ (W. T. B.) Wrizsn stsigsnd aaf rcxch1tche Dkckungrn drr Baimrrs und Abnahme in dLn Englisch-Zn 11cht5ar€n Vorräthen. _ Mais aUgrmrin fCst wäHrend des ganzSn Börjenderlams.

. Kn r“.)UÉmxxH-Sachen.

287368012, ZustsilunJ-m u. dsrax'. . Qiiaii- und Jnvalidrräis- 22. Versichxruxi-z. . VIYÉKUZQ, Ysryackyimr M, Vcrdingun-JM !*.. . Rerioxsung xc. von - Mövapierrn.

| Oeffentlicher Anzeiger.

6. Kommaxdu-Ge eiii sten au Aktien u. Aktim-GejellsÖ. 7. Erwerbs- und irts afts- eno_ffenschaften.

8. Niederlassung :e. von echtSantvalten.

9. Bank-Auswetsc. *“

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Unteriuchmrgs-SUMU.

[62201] Orffeutliäxe Laduu . Von drn nach11chend benanntrn » ersoncn, wrlche Gretffenberg, sämmtlici) ibrsn [kisten bekanntsn Wobnfi oder ge-

12) der Ersaß-Rcfervist HauÖdirncr Johann Pank Kudorke, grborrn am 24. Dezember 1868 zu Grof;- Bargen, Krris Miclitsch, uch€1,

13) dsr Ersaß-Rcservisi, Uhrmachrr Paul Jobann Thrydor Bruß, geboren am 4. Februar 1863 zu

14) der Ersay-Rsservist, Giaéschleifsr Martin

1859 zu Brrsiau,

25) der_Füfilier drr Landweshr ]. Auf 65-316, Bäcker ranz Gierczcwski, grborcn am 8. xiai 1862 zu qeborrn am 3. ZNai 1866 zu Löwsnbch, Kreis

26) _dxr Lazarethgebiifr dsr Rascrvr, Student drr Medizin Otto Baruch, geboren am 12. Drzsmber Josrpb August EmaUULl Glaubitz, eboren am

27) dcr Kanonicr der RésLrVL, Buchbinder Bern- bard Rudolph Erick) Maaß, geboren am 25. April

38) der Reservist, Knecht Gustav Hermann Schmidt,

Ruppin, 39) dsr Wehrmann ]. Aufxrrboié, Kutscher Heinrich

9. Dezember 1862 zu Blittrienaa, Krris 5 olkrnöain, 40) der Reservist, Schn€idrr Anton Tamborski, 659an am 4. Juni 1865 311 Wiiawwcn, Krris

wöhnlichen Anfentbait in Berlin gehabt ha 611, deren Zeacnwäriiger Aufenthalt aber unbekannt ist, Werden €schu1digt:

1) der Webmmnn, Kellner Friedrich Karl Vern- bard Kroeniug. ngOkM am 5. Mai 1852 zu Rib-

' kcckardt, Kreiö Grciffenberg,

2) der Trainsoidat Joseph David Otto Spieß, eborcn am 21. Sepikmber 1857 zu Schirwindt bei illkailxn,

3) der Wehrmann, Grenadier Wilhelm Jahn, geboren am 24. Mai 1854 zu LuckenWaldk, -

4) der Webrmann, UrJteroffizier Paul Richard Katt, geboren am 11. Marz 1858 zu Holm,

5) drr Reservist, Kirmpner Wilhelm Ziegel, ge- boren am 3. Juli 1863 zu Naugard,

6) der Dirner Hrinrich Schuiebex, 9850an am 9. April 1858 zu Klein-Rrichen, Kreis Lüben,

7) der Weixrmann Georg Siégirred Jßiuger, ge- boren am 5. Mai 1860 zu Berlin,

_8) der Wehrmann 11. Aufgkbots, Schloffrr Roman Lichnowski, geborrn am 30,Juli1860 zu Ckyytrowo, Kreis Scixrimm, _ __ _

9) der Ersaßrcxerviii, Bankbeamter Albréckyt Akbiü Mueller, geborrn am 28./16. Oktober 1866 zu Garlpf,

10) der Reservist August Jacob Kobicke, geboren

. am 19. Juli 1866 za Bremen,

11) der Wrbrmann 11. Aufgebots, Fortepianobauer Emil Georg, Schefc, gkboren am 5. Oktober 1856 zu Hamburg,

Keller, geboren am 2. Okwkrr 1868 zu Nsndaufen (Schweiz) [)eimaiixsbcrrchtigt in Wiebs (Eugkn),

15) der Wehrmann, Muxkrtier Arbriismann Johann CbristlirkJNaffiu, geboren am 21, Drzcmbcr 1855 zu Lanker, Krris Trlrow,

16) der Erxaß-Rsservisi Johann Oskar Ernst, geborsn am 14. April 1869 zu Kalkreutk),

17) dsr Wehrmann Hsinrich Goc , 9659an am 8. NMmkcr 1862 zu Frankfurt (1.2.1 ain,

18) der Wehrmann Johann Nrpomuk Kaspercck, geboren am 8. Mai 1853 zu Brody, .

19) der Grenadirr der Reservs, Tagelöhnrr Johann Cetkowski, geboren am 24. März 1864 zu Gorznow, Kreis Strarburg, _

20) drr Grenadier dcr Rrssrvr, *Yausdirner Carl (Ferdinand Kraft, gcborcn am 17. Viai 1864 zu 3101761, Kreis Olcßkow, -

21) der Grenadicr der Reserve, Wikibssohn Gustav Schleis, geborcn am 12. Fcbruar 1866 zu Neu- Lubxza, Kreis Flatow,

_ 22) der Gerreite der Landwehr ]. Aufgebots, Knecht Karl Pufke, geboren am 7. März 1862 zu Oltajchm, Kreis Breslau,

23) der Grenadie'r der Landwehr ]. Aufgebots, Bergmann Joseph Löcherbach, geborrn am 2. April 1860 zu Rüdenbolz,

24)_ der Oskonomir-«Handwerksr drr Landwrbr ]. Aufgebots, Schuhmacher Friedrich August Hellmuth Kautz, gekxoren am 2. Oktober 1860 zu Boltrn- bagcn, Kreis Schichclbriw

1866 zu Köölin,

28) der _K'arzvnie'r drr Landwehr 1. Aufgebots, Gartner Friedrich Ernst Brrtbold Rüdnick- geborrn am 8. August 1863 zu Petrrkow, Krris Scblockyau,

29) dcr Rescrdisi, Schmied Eduard Franz Nißki, geboren am 27. Juli 1864 zu Kranisk, Kreis Sckylocbau, _ _

30 dcr Re1ervi1i, Kutschsr Friedrich Wilbslm Pau Gottschalk, eboren am 24. Oktober 1862 zu Grénz, Krkis Prenz au,

3? drr _Gcfreite der Landwebr ]. Aufgcbots, Kn? t Crnit Gusigv Mehl, geboren am 16. Januar 1864 zu La11g1)c_[1wigsdorf, Kreis Bolkenbain,

32) _der Gerreite der Landwehr ]. Aufgebots, Komma"; Franz Hrrmann rühanf, geboren am 30. Oktober 1863 u Brom erg,

33) der Fumr, . riecht Wilhelm RicYard Ludwig Küster, ge 5an am 30. Mai 1863 zu Ult-Döberiß, Kreis Regrnwalde,

34) der Kanonier, Sattler Otto Günther, ge- boren am 16._No_ycmb€r 1857 zu Berlin,

_35) der che'rvnt, Kommis August Hugo Albert Fischer, geboren am 4. Oktober 1865 zu Ludwigs- 1clde, Kreis Bromberg,

36) _der Wehrmann ]. Aufgebots, Kaufmann Louis Wylfs- 9,6170an am 27. Juni 1859 zu Neumark, Kreis Greisknbagen,

37) der Gefreiie der Reserve, Knrcht Friedrich Wilbrlm Alberi Dieß, gcborrn am 22. Fsbruar 1865 «_ Ragow, Kreis Tritow,

rombsrg, _

41 der_RLservist, Sattler Ednard Lerch, am 28. ezember1860 zu Taabern, Krcis Mohrungen geboren,

42) der Webrmann ]. Aufgcboté, Schmisd Ernst Zirkus Nakx, 9850an am 21. Januar 1855 zu Willddruff, Treis Dresden,

43) _der Buchscn1nachergebi1fr, Schlosser Ferdinand Friedrich Ottomar _Kauert- geborcn am 12. August 1859 zu Trebbin, Kreis Teltow,

44) _der Arbeitssoldar 11. Klasse der Landwcbr ]. Aurgebots, Schauspieler Alfred Warschauer. Jeborén am 16. Novrmbrr1859 zu Kants), Krsis “Leumarkt, _ _

45) der Arbéitswldat 11. Klasse der Landwehr

11. 2111799131318, Arbriter Karl August Göriß, geboren am 19. Srptkmber 1857 zu Friedland, Kreis Frank- furt a. O., _ 46) der Obrrmatro1e der Landwehr ]. Aufgrbots, Optter Ernst Z'riedricky Wilhklm Schwarz- ge- boren am 24. Februar 1867 zu Dalchow, Kreis Spandau, _

47) der Obermatroie der Landwehr ]. Aufgebots, Seemann Otto Wilhelm Eduard Peikert, geboren am 1. €bruar_1865 zu Brrlin,

48) er Artillertst, Maat dcr Landwehr ]. Auf- grbots, Arbritkr Matthäus Alexander Bukowsky, gebqren am_ 22. September 1867 zu Stargardt, Kreis Danzig, _

49) dsr Obn-Appltkant drr LandWLbr 11. Auf-