1913 / 58 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 07 Mar 1913 18:00:01 GMT) scan diff

im Re ierungsbeirk Potsdam: Barnewiß u Dannen- reick), ObeIförsterei riedersdorf; _Hmz zu EichZolz, "Ober- försterei Lüdexsdorf; Kempe u Vtetnxgnnsdyrf, Obejrforfterei Reiersdorf; Linke zu Altenhoé, Oberforsterer Grimmß; Luft 11 Blockbrück, Oberförsterei Ylkenhagen; Rosinskr) zu EZseneck, 2(ckbe1kförfte1ei Oranienburg; üthmck zu Kalxsee, Oberforstxret Rüdersdorf, S ch r 6 d er zu Deutschboden, Oberforsteret Zehdemck ; Wurll zu Brahliß, Oberförsterei Fretenwalde; .

im Regierungsbezirk Frankfurt a. O.: Flß'tsckxer zu Schlepzig, Oberförsterei Börnichen; Rauch zu Janschwalde, Oberförsterei Jänschwalde; &

im Regierungsbezirk Stettin: Brunk zu Jorsth. „Uhle'n- krug, Oberförsterei Neuenkrug; Eng_elmann zu Kchertß, Oberförsterei Stepeniß; Hornqu Muhlenhxck, Oberchrsterez Mühlenbeck; Klamann zu ;zorstk). Geluch, Oberfßrsterex

riedri swalde; Melt zu Forsth. Corswqydt, Obexforsteret Zriedri sthal; Pohl zu Arneburg, Oberfoxstere1_ Yegenori;

iesebeck zu Forsth. Gr. Schönfe1d, Qbßrforsteret ehrberg; Sund zu Forsth. Ziegenort, Oberförsterer „31egenort;

im Negiernrkgsbezirk KöIlin: Wendt zu Buchorst, Ober örterei Sto ; _ ,

ifmsRegierunng-bezirk Bromberg: Heme zu Margomn, Oberförsterei Margoninsdorf; ' Noack zu Stefanswalde,querz försterei Stefanswalde; Stem'ke zu Aschbxtm, Oberforsteret Korscbin; Trzemzalski zu Str1eschek, OberforsteretBromberg; *

im Regierungksbezirk Breslau: Bartsch zu Hasenwerder, Ober ör tcrei Nim au; _ '

ifmsRegierunngezirk Lie 1111113; Bast zu Tschtefer„-Oberz försterei Tschiefer; Kliemann zu Yuhbayk, Qberforsteret Reichenau; Winkler zu Lippen, Oberforsteret TsYtefer; k , im Re ierungsbezirk Oppeln: Beck 311 eorgexwer, Oberfö1stere1z Kreuzburg; Goebel 311 Sczedrztk, Obsrforsteret Zbißko; Hanke zu Pirschhütte, Operforsterex ZbUzko; Holz- brecher zu Gräfenort, Oberförsteret (Hrydschuß; Kfo'awe zu

amiscz, Oberförsterei Dombrowka; Mause[ zu Konthht1ld, berförsterei Jellowa; Pohl zu HtrsYelde, Ob'erforst'exet Poppelan; Reinkober zu Lenkau, ' berforsterex chße; Scheinert zu Klokotschin, Oberförsterer Rybmk; Wudtfe zn Schalkowiß, OÉerfdösYterei Poppelau; Zedler zu Schulenbnrg, Ober ör terei ru üß; . ifmsNegierungsbezirk Magdeburg: Gabr1el 311 Hotten- dorf, Oberförsterei ?äveniß; Zoberbter zu Velsdors, Ober- ör terei Bi 0 SW 1); _, * f sim Rexserngsbezirk Merseburg: Konnecke zu quf- baus, Oberförsterei Doberschüß; Krahnxer zn Dobexschulz, Oberförsterei Doberschüß; Thiele zu Mogxzxnz, Ober orstexet Liebenwerda; Zeiß zu Burgktebenau, Oberforsteret S )keud1ß;

im Regierungsbezirk Erfurt: Grüt) zu ollbr11ck,„Oberz försterei Schleusingen; Heinelt zu Schmredefeud, Oherforstexet Schmiedefeld; Nieder zu Kirchworbts, Obersoryterer WorwS;

Stege zu Besser, Oberförsterei Erlau; L _ '

im Regierungsbezirk Hannover: Bergé zn auenktem, Ober örsterei Koppenbrügge; NaHrstedt zu VolkmaréZ-yausen, Oberkörsterei Göttingen; Weber zu Neuhof, ObersorsterU

am rm e; . ' L sxn Kegiemngsbezirk Hildesberm: Btlleb zu Dutten- stedt, OberförstereiPeine; Boerst zu Osterode (Harz), „Oberz försterei Osterode; Droege zu Brackenbxrg, Obexforsterer Mollenfelde; Elteste zu Würrtgsen, Oberforstere1 Wmnefeld; Haédé'r zu Wöhle, Oberförstere1_Wendhausen; Hartmann zu Lauterberg (Harz), Oberförsteret Lauterberg; Ktrchhof zu Gillersheim, Oberförsterei Katlenburg; Krukenberg zu Hü- wartshausen, Oberför terei Seexzerthurm; Lehne zu Oberodß, Oberförsterei Kalten Ühl; Ltchtenberg zn LFru1111911bach, Oberförsterei Oderhaus; Lindner 311Kattenb11hl, Obsrsorsteret Kattenbfihl ; P a g en d (1 rm zu Bovenden, OberforstexxtBovenhen ; Panteléz zu Kup erhiitte, Oberfßrsteret Kupferhutte; 911111]; zu Öämelermald, berförstcrei Peme; Schulxze zn Hacken- stedi, Oberförsterei Wendhausen; Tornow zu Lasfelde, Ober- Jrsterei Osterode (Furz); Trautvetter zu Reyerézhansen, er 151“ terei Bowen en; ' , b ifmsRegierungIbezirk Lüneburg: Gülle zn Knesebsck, Oberförsterei kKnseskaeck; Winzhetmer zn Wehren, Ober- "r terei S ra en 9 ; ' . fo s im Rngerungsbezirk Stade: Riede 'zu H1mmclx1forten, Obsrförsterei Bremervörde; Wilser zu W111gst, OberforstsrU rke a; VLdeimsRegierunngezirk Minden: _Becker zu (Tathrm'hagen, Oberförsterei Obernkirchen; 2811119111111 z11HasteT, Oberfoxsterer Haste; Hücker zu Schier, Oberforsterczr Haste; Lud1111g 311 Ningelstein, Oberförsterei Büren; Wemrets zu JanUcHHof,

er 61“ terei Büren; ,

Ob ifmsRegiernngéI-bezirk Arnsberg: SchneiderSmann zu Stemel, Oberförsterei Obereimer; 11 ck F “[ H [ im Re ierun sbe“irkCasse[: Die eri )zu 0111). „Sme- berg, Ober?örster?i Boeckerbagen; Ditxelback) zn _Wtckexste, Oberförsterei Lichtenau; Dörr zu W1l§e_ck, Obexforsterer Wri- deck; Fiscl er zu Wüsten achsen, OberforrterU Hllders; (8,311 te zu Marbaclz, Oberförsterei Mulch; Henne zu Speckmenkel, Oberförsterei Mengsberg; . eller 'zu Caldern, "Oberf'orsxeret Ellnhausen; Kilian zu Cassel-Kirchdttmold,„_Oberforsteret,Ktrch- ditmold; Kock) zu Obergrenzeback), Oberforsteret Neukrrxhen; Leipold zu Wickenrode, Oberförsterei Oberkaufnngen; Lupke zu Rothenfirchen, Oberförsterei Burgbaun; Quanz zu Redde- hausen, Oberför terei Wetter-Okst; Sauer zu Fur1teyhagen, Ober örsterei Li tenau; Schau e zu Unterhaun, Oberersterex Hersffeld-Wippershain; Seeler zu Schmarzenfe[§, Ob'erforstZrU Oberzell; Thomas zu Niederhoé, Oherforsterex Cas1el; Wenzel zu Rautenhausen, Obe; orstere1 Rotenburg -Ost; Wrana zu Oberaula,„Oberförtere1 Oberaula; _, - .

im Regierungsbezirk Wiesbaden: Mqhmrxger zu „Haina, Oberförstetlxei Strupback); Quetsch zu Htllschetd, Ober- “" erei Neu äu e ; orst RengeUTngY-bezirk, KK 9 b [ e 11 LH , [(F b etr le LUHZFrsJFF

""en;1erur,z Oberforsteret 1rch z Oberförsteret

im

am lade, , ,

Zrstesréi Neupfalz; Surges zu Yochstemchen, [ ;

eWFLzRegierungsbezirk Cöln: Herlack) zu Eudenback), Ober-

" erei Sieben evir e; ,

forst im RegieangSlJezirk Trier: Bottlex zu thde'xtburg, Oberförsterei Kempfeld; Frieß "zu Fatlz, Oberfoxsteret Wittlich; Hees zu Quint, Oberforsterßt Trter; K'letn' zu Malborn, Oberförsterei DhroneckenZ Kuster zu Ntederltnx- weiler, Oberförsterei St. Wendel; Ltchtenberger zu Koben- ba , Oberförsterei Trier; Mengelßkock) zu Uederßdorf,__Oberz öFsYterei Daun; Ostermann zu HuttgeßwasZn, Qberfqrsteret Zhwnecken; Schlemmer zu Oberfekl, Oberforstere1 Tr1er.

Den Domäne ä tern Miran in Tockar, Neumann in Czernikau, Herrxtpatén in Schwarzwczld , und Rothenberg in Elsenthal im Regierungsbezßrk Danztg lst der Charakter als Königlicher Oberamtmann verltehen worden.

Yichfamftiches.

Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 7. März 1913,

Seine Köni li e oheit der Pxinz-Regent Ludwig von Baernchund eine hohe Gemahlm smd gestern nachmittag hier eingetroffen und auf dem qunhyf von Ihren Majestäten dem Kaiser und de'r Ka1ser1n eznpfangen worden. Zur Begrüßung ryaren, nzte „W. T. B. meldet, außerdem erschienen die 111 " Bexlm und Potsdam an- wesenden Prinzen des Komgltchen' Hausxs und . 11er regierenden Häuser, das Haupthtarttxr Semer Maxestat, die Spitzen der Generalität und 13,12 hterher kommandwrten bayerischen Offiziere. Der Oberburgermetster Werxmttk) be- grüßte die erlauchten Gäste namenS der Stadt Bexlm. Nach dem Abschreiten der Front der vom 2. Garderegtment z. F. gestellten Ehrenkompagnie und der Vorsteüung der Gefolge fuhren die Allerhöchsten Herrschaften unter "le_bhqften Kundgebungen der Bevölkeruyg nack) dezn Komgltchen Schlosse. Nachdem Seine Maxestat der Kazser und Seme Königliche Hoheit der 5?rinz-Regent den Vorbe1marsch der guf dem kleinen Schloßho aufgestellten Ehrenwache des Kmser Alexander-(Hardegrenadierregiments Nr. 1 entgegengenommen hatten, fand im GardeS-du-Corps-Saale des Schlosses Empfang und großer Vortritt statt. . Abends Nax Fam1l1en1afel. Danach besuchte Seine MWstäk de_r Katser m1t_ „fernem Hohen (Haft und den Prinzen-Söhnen dre Iahrbunßertserey dKr Landwehr im Neuen Operntheater,umo „Das Volk mWafsen , ein Liederspiel von Paul Oskar Hocker, gegeben wurde.

Heute vormittag stattete Seine KömgkcheHohert der Prmz- Reqeät Ludwig dem Reichskanzler Dr. vorx Bßtbmann Hollmeg einén Besuch ab und Überreichte 1k)m„ [Wi, dteser Gelegenheit sein Porträt in kostbarem Rahmen m1t semen J111tra_len und dem bayerischen Wappen. Später folJte er der Emladung der Stadt Berlin in daS festlßck) geschmuckte NathaUH. Daher begrüßte der Oberbiirgerme1s1er, W1rkltcher Geheimer Rat Wermuth den hohen (Hast m1t folgender Ansprache: , „Eure Königliche Hoheit bereiten der Büxgerschaft Berlins BUY Ihren Besuch in unserem Rathause mit 611161 bohsy Ehre an eine große, aufrichtige Freude. Ihr den „herzltcbsten Aus- druck zu Verleihen, ist das Voxreclpt memes Amts. An diesem Boden haften uralte Ermnerungen, „dw auf," das Wittelsbachsche FürstengesckUecht Weisen. V1e[bundext]ak)r'ige Urkunden bayerischer Herrscher mit Wemvvüerx Stadtprxojlegzen ruhen in unseren Archivck. Die Siagxsaßeß schmucken, drei Btldmffe Von Angehörigen des Hauses Eurex Kömglrchxn Hobart. Geschichte und Romantik halten in uns das Gedenken an 16118, Werzn Unrubi 6, so dock) bedeutsame Zeit lebendi . Auch fieyar daztz bes11m111t, “au dem Wege zm: Einheit des Vater andes *VorWarts zu fuhren. Sendem bat fich aus den WechselVOUH GSsÖS-Pmffen Vor mehr als einem Halben Jahrtausend das hefangehoben, was "uns Deutsche unwanxexbar zusammenhält. Nun sind im festen Gefuge des Reichs die Furjten- häuser "und Stämme dss Nordens und Südens zu „(Ehr 111117 Wehr vereint, wie bis schwesterlick) befreundeten Hauptstadte Berlrn und Münchsn in freudiger Arbkit zum Wohle des Ganzen Verbunde» Dsn Beziehungen aus fsrnsr 'Vsrgangsnheit „stellenn ww die frisch: Anöänchbkeit zur Sstfe, welche nnr fur, die Verklärte Gestalt des kbrwürdtgxn Pxinz-Regentkn 2111010111 cnwfindLn. Unskre Stadt hat 111 dtaser f§s1l1ch€n S_tu-Wx keinen wärMZrcn W1msch dcnn dyn: Eurex Kox1igltchx11 Hohsrt möge als schönstes Exbe jxne JÜÜS 111111 218118 und LZSYLÖLLMI zuströmen, die Ihrem €1la1tchten Vate-r "sem „Volk und alle d€111sch€11 Lande dakgsbracht babkn. Dez:: 'ErfTUüyng 'dtcses Wünschss sicher, bcgrüßen wir in Eurkr Könrgltckysn "11911911 17811 BUMI- genossen unsers?) Kaisers und Königs, dan Fordexer 1virtschaftltcher und idSEÜer Interessen des desäocn Voxkes, und bttten, als Symbol der gastlichen Freude der Stadt Bcrün nach altem Brauch den Ehrkntrunk entgkg€1111ekckmen zu Wollsn.“

Seine Königliche Hoheit der Prinz-Regent er- widerw auf die RWL des Oberbürgermetstßrs, 111119111 er zu- 11ächst seinen [)erzlichstßn Dank amssprack) fur, 1118 Eml'adung und den schönen, warmen Empfang, der thm 5111211 ge- worden. ES sei nicht das erste Mal, daß cr_ m „Verlm weile, aber einen so herzlichen EmpfaUg, WTS dtechal, Hätte er noch nicht gefunden. Er sprach sodany von dem Zu- sammenwirken der BundeéZftaaten und " der Fuxsten, Wodurch allein daS Reick) erstarken und blühen konnx. N1ch1 13112; Wort ReichMüidigkeit, sondern das Wort Retchsfreud1gkett wolle er hören. Der Prinz-Regent sprach wetter 111311 dem Verhältnis der Städte z_11m Lande. Er betonte, wre, sehr er stets für die Jntereffen von Handel unh, JnHustrre ge- sorgt habe, wie er aber „auch tmzner dafur. emgetreZext sei. daß hinter diesen dl? Landwwtscbaft mcht z11r1xck- aedrängt werden dürfe, denn gerade aus dex" Landrmrt- “schaft erwüchsen den Stühlen mmxer neue, Krafte. Zum Schluß dankte Seine Königkche Hohett de_r quz-Regeyt noch- malS für den schönen Empfang, den 1[)m dte Bevolkerung gestern auf den Straßen und dte' VZrtretung der. Stth Heute [1181 bereitet habe, und schloß mrt emem Hoch auf 1118 Stadt Berlin unter dem Beifall der Anwesenden.

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In der Vierten Beilage zyr heutigen A11§gabe des „Reichs- und StaathanzeigerS“ rst, eme Genehmrgungs- urkunde, betreffend eine Anlethe der StadtBocHUM, veröffentlicht.

St ttin, 7. ebruar. Der Provinziallgndtag 11111, wie „W? T. B.“ Jeldet, 50 000 1/16 zu OrganYsattonskosten fUr die Volksversicherung, 100 000 ck16 für das V1§n1arck-Denkmal

d r rovin ommern bei Stettin, dessen Jystandekommxn ge- stecheY 11, Zn?)3 100 000 «11 für die' Kaiser W1lhe!1n1[.zStrftung zur Be ämpfung der Tuberkulose m Pommern bew1lltgt.

Breslau, 7. März. Der Provinziallandtag hat 111 seiner gestrigen Sixzung, Wiz? „W. T. B.“ meldex, auI Anlaß des bevorstehenden 25jähr1gen 'Regierungsjubilaumsxk Sxiner Majestät des Kaisecm und Kömgs 3111 Errichtung» etper Lungenheilstätte für Kinder, dte den Namen Semer

Posen, 7. März. Der 45. Provjnziallgndtag d Provinz Posen ist gestern nach Been'kztgung semer beeüen von dem Königlichen Landtagskommqsar, Oberprasxdenten Dr. Schwarßkopff geschlossen worden.

Elsaß-Lothringen.

n der vorgestrigen SiHurxg per Zwetten Kammer "l)atteIder Abgeordnete Wetterlkz' dte Belxauptyng aufgesteUx, der Statthalter habe in einem Prwatgesprack) d1e MqßnahmM, betreffend die Verweigerung voon Jagdschemen ' an Ausländer, auf einen Befehl Semer Ma1est§t chs Kazsexg zurückgeführt. Laut Melduyg des „W. T. B wwd hierzu authentisch mitgeteilt, daß d1e Behauptung, der Statthgltex habe diese Anordnung durch Berufung auf_dte,Pc'rson Seiner Majestät deS Kaiser's gedeckt, durchaus un rtcht1g tft.

Oesterreich-Ungarn.

m österreichischen AbgeordneZenhause gedackzje qesteIt der Präsident Sylvester laut mecht_ des „W. T B:“ Znit Worten inniger Anteilnahme der Katastrophe, 1119 M deutsche KriegéF-marine betroffen hat, und «„hat dte Ex- mächtiguw , den Ministerpräsrdenten zu exsuchen, er moge das BL!- leid derA gßordneten der deutschen RetchSngternng aZlÖsprechM Das Hcms, das die Kundgebung stehend_angek)ort hqtte, strznmte dem Antrag zu, und lehnte sodann den sozmldemokratßchen „Vorschlag, ihre Anträge auf Entlassung der ReserWsten sofort zu verhandeln, ab. Am Schluß dxr S1Hung beantragteuder polnische Sozialdemokrat DasFynskt, semen Antrag, betreffend die Aufheßung des VerßotS dex Sa1sonau§111ande- rung, wodurch sowohl Galizien ,als dtendentsckx Lyndmtxtschaft schwer getroffen würden, forme dW, Anfrage, bstrenend dre Be- Urlaubung der Reservisten, auf dte TageSordnung der gegen- wärtigen'Siéung zu steUe11. Der Antrag wztrde abgeJel111t._

Jm Ein aufe befinst stck) eme Znterpeüatwrz dW T1ck)éch11ch-

Radikalen Choc und des Kroaten Trestc, worm dagegenWE-m; spruch erhoben wird, daß dex Albanesenkongreß 111 TUM unter der Patronanz Oeyterrexchß stattgefunden hahe, und dax; auf dem Kongreß gegen Serbien gccht morden set. - Das Subkomitee des Budgetausschufses []at qestern die Beratungen zur Untersuchung der Vergekxung der Marineliefernngen beendet 11111), obtger Quelle zytolge, einen Antrag angenommen, in dem 519 Art bsanstande1 Mrd, 11 der die Docklieferung an§geschricben 113015911 111111“, und m de1n d1e Vergebnng einer BesteUung 11011 über ZPUÜWULU 1111 Has ALIland anaesichts der wirtschaftlichen Depresswn bed1111cr,11111rd.„ Ferner würde ein Antrag angenommen, dor so bald nne m_oglrck) 1112 Unter: breitung Liner GeseHeSvorlage Über das staatlrchc LWfLNMWTJ: wesen fordert unter Beobachtung _des GrundsaßZs, das;,dgx österreichische Regierung darauf E111sluß haben_1111111e 111111111175 die Lieferungen im Jnlande zu vcxgeben s21211. 'Schllcßllch wurde eine Resolution mmenomnxen, 111 der, dW 9181112111111] 11111: gefordert wird, sich bei Staatslieserungen mcht 110111 Etwnkartsll bewuchern zu lassen.

Großbritannien und Irland.

Die Botschafter traten gestexn nachmixtag unter dem VorsiH des StaatHsekretärs Gres) 1111 A11§1U11111genA11113u einer Konferenz zusammen, 111 der ste, 11119 das „Retztex1ck1e Bureau“ erfährt, über die durch den rn m 11 1111 ch-l)ulga1*1s (11211 Streit geschaffßne Lage borteten.

Frankreich.

In der Deputiertenkammer brachte 1113116111 1101511191111- minister Etienne den Geséßentwurf, hxtremeyd _dlc 11111- jährigß Dienstzsit, ein. Der Entwurf 1181111112 [211-311 dxxmx- tauglichen Franzosen eine nanntorbrochene dremgßrtgc D101111311t in der aktiven Armee vor, 11 Jahre 111 der 312121110. dsr aktwsn Armee, 7 Jahre in der Landwehr Und 7 Jahr? 111 1391“ Reservs der Landwehr, sodaß die Zeit der chrpskmbt 1111 1111115111 28 Jahre beträgt, und zwar vom 21. [3113 311111 48. „Lebensjabr.

In der Begrijndnng dos Geseßcntwnrss [121131 05 [11111 Bßrickt deß ,W. T. B.“: _ , ' . ' .

Ös ist di,? Pfticht aller und in erst'sr 211111: d1_€ Pfi1cht 01110381:- gikrung, die ich ihrer Verantwortlichkezt [xwußt 1s1, [wh der 1611an des militäris LU Problems, das qunkretxbxßt gestxllt 111, z1-1 n11d1118n- Bei “der augcnblicklirben eurowarsckyLn Lage, wahrend dw: 1111111511 Völker in Voller Aktionsfrxiheit ZYaßregEln " zu Ergreifsn 1111 notwsnT-ig eracbtct haben, ist die Stunde „far 11115" (1651111111611, zu untersuchen, ob nichts fich 11116" „gegenubkr' [Zcfandsrt [mx- 1111d, 11161111 ja, für unsere _1nil11ar1sch6n (Kmrrcbtungm 51111 Maßregeln zu treffkn, durch dlS fis fick) unVorbexgssxHLnen Isr- pflicytungen anpassen können. Dis Regkcrung denktmkarnwwsgck 1111111, das Geseß Von 1905 nicht zu bikligsn ode: den Gctjt zn 1161191191101, der es durchwehte. Das Land beabsichtigt, daranf 511 (1308111311, 138 mit dem Gesetz die (Hlsicbbeit der militärischen Lasten“ 1111111191711 allcn diénstfäbigen Bürgern sichergestellt und daß unssxe «1156111211 pnrck) die gesamte in der Armee zu "ihrer, Verterygung «1143111111st und organifierte Nation gewahrletsts'y sm. , Das Equw erwähnt den Stand der Geburtenzrfsern, msbeso11dere,„t111 Verglciche und in s::iner Rückwirkung auf die Verringcryngxer whk- lichen Kontingentszablen, und führt _rvxite'r aus: Dmmt dlc NJW“ und die Armes? witkÜch für M Sich€rb€1t [019111 könnscn an den) TM,?- wv diese bedroht wird, müsftn auch die Yffek'tWLn Frtedcnsbcslande xn der Lage sein, den neuen Notwendrakettcn gewachsen zu W und besonders allen bei Beginxt eines modernen, Krißges ans- tauchenden Möglichkeiten die Sttrx: zu bieten. Dte Unteer- belt unserer Effektivstände gsgenubcx den Entspchhendsn W111 ssßungen der große-n fremden Armeen Wird noch wsrs'cbarft' durch D'e jüngsten Maßnahmen zur Vermehrung unsxrer Axtto11s111tltel. ls Verntöbrung oder Schaffung Von 11911116111119611 EmHeiten, besonderr ciner Fliegerabteklung, haben die normalen Kontirzgénte 11911) ng)?"- geschwächt, sodaß die Gefahr besteht, dasz'die Offenswkra'ft der 1111) In fisrten Truppcn vsrmindert wird. Dtc Kayaller'ie rst durch ? Mangel an Leuten, besonders aber an aukgebtldetcn Soldatde"; geschwächt. Dic Erkbrung bat unbesirekibar "bewiesen, _M zwei Jabra fsxr iére A*Wbildung nKicht gen11g6n. ' Admm); stratLVL oder R::anzielle Mittel Wurden nur emen "1 das Land gefährlichen Notbehelf pacstelletx. Die (“5ka für die Sicherheit des Landes fordkrt eme Erhohung des'CffLU,.t bestandes durch Vc-rlängerung der Dienstßauer. Dxr „Beruht 1er darauf hin, daß die Regierung einen 'dretßigmonatrgen Diensikod die Einberufung der Koutingente in 311321 Abteilungc'n als ungenug?"e odor unpraktisch abgslebnt hat„ und fahrt fort:, Es gibt nurlHlZ, Lösung des Problems, nämlich dre", welchc Frankrewh du1_ch das „gdklns- zeitige Vorhandensein dreier Jahrgangs unter den Fahnen emen Frrg LM bestand gibt, der nötig ist für jederzeingen SeX-„uß und namentlich furAb- We sntlickxe Sichcrheit zu Beginn einer_Mobi[1fierung. Eine einzige das Wexcéhung Von dem allgemeinen dreixahrigen Dienst wird dmcs)ten ernste Problem der Entwölkerung gereckotfertigt werden. Die Solda -

Majestät des Kaisers tragen son, den Betrag von 100 000 «%

bermlligt.

die amilien mit 5 oder 6 Kindern angehören, dürften die Ver- günftYung einer Dienstwerkürzung um 6 bis 12 Monate erhalten-

Wir werdén den Friedensstand der mit der Waffe Dkenenden um ungefäbr„160000 Mann vermxbren können. Wir werden so gleichzeitig mit den gunstiger; Ergebnisseq fur die EinheFten dkr Deckungstruppen eine notwendige, genugende und m dczr gegenwartigen Stunde itnponierende Anstrengung verwivrklichen. Diese Anstrengung duldet weder einen Auf- schub in der Außfuhrung 130ch eine Milderung im Prinzip und in der Anwsndung- Dte gegenwartig unter den Fahnen stebsnden Jahrgänge werden infolgedessen ihren Dienst erlän ern müssen. Wenn das

arlament im klaren Bethßtfein [einer flicbten gegsn das Land entscheidet, wixd es bekräftigen, daß dex ilitärdienst weniger eine Steuer ist, _dte Herabseßungcn ?md Mtlderungen zuläßt, als viel- mebr die hochste Verpflichtung des Bürgers gegen sein Vaterland. Nach Arttkel 33 _des Gxseßes Von 1905 konnte unter außer- gewöhnlichen UmsZanden eme Iahreéklaffe unter den Fahnen be- halten bezw. zuruckberufen Werpen. Infolge der Beschaffenhxit des Effektivstandes und der allgemetpen europäischen Lage erscheint diss als dauernde NotWendig_keit. Dre Regierung vxrzicbtet desbakb auf die vom Artikel 33 gcwabrte Befugnis, die wegen ihres außsrordent- lichen Charakters Gefahren enthielt, uno fordert durch das neue Gesetz das Recht, den 111 dtesem Artikel aufgestellten Grundsaß ständig Durchzufüvren. Der Entwurf fisht fcxrner einige Wsniger be- deUtcnde Veranderungen an dem (55131813 Von 1905 vor, die die Erfahrung als noxwendig erwiessn hat, so die Muste- rung der Rekruten em__ Jahr 1391? der Einst€llung und die Möglichkeit, daß gewine franzößxche Soldaten in Afrika 15 Jahre 1,1nter den Fahnen bleiben. Das Exposé, enshält dann dt;: Verfichexung, dre Regierung sei der Uekcrzeugung, für die Sichexhctt Frapk1etch§ 11111) kLN Füeden Europas zu a1beiten, der, wie fich,ubxr,al] 38198, _8119 1n1t dc'm (HleiÖgkwickxt der diplomati- scheén und mrlitartschsn Krafte der groß-n Nationen verknüpft sci. Troß dé'k schnZeren Belastung durch views Geseß Habe die Haltung des Landes wah1chnd der jüngsten Vorgänge a1tsrsichend chéksen, das; es die Notnvkndtgksit dlöskr Anstrenguna erkannt hat und fie zu mach€11 hercit ist. Das Exposé, schlt€ßt: Unsere_ große und edle Demvkratu' ba_t vor asl€m DEU festen Willen, in Kraft und Freiöe-"it zu lebsn und err ihrer (Gesélpicke zu s:»in.

Ach der KriegeZminijZer den Gesetzentwnrf einbrachte, erhob die' äuß91*]te L111ke m1t großer Heftigkeit Einspruch, sodaß der Prästdent dte S1Z1111g zu unterhxeckxn drohtß. Sck)[icß[ich wurde 1116 Vorlage an eme Kommisywn Vermissen.

Mehrcre Abgeordnete'haan cinen Znsaßantrag einge- brachß der fordert, das; d1e 1100 Millionsn fiir die nationale Verte1digm1g 11011 dM Stenerzahlern mxfgebracht werden, dis ein Einkommen von 111er als 10 000 Fr. 111111611.

Der gssteru vertsilte Wal) resormentwnrf des SenatsanHschnsfes steht vollständig in Widersprnck) 311 1381“ 11011 der Kammer angenommenen Vorlage. Wie „W. T. W.“ 111811321, verrotrft er das Verhältniswahlst)stem und verlangt, dar; die Abge'ordnotsmwahlen auf (Hrnnd des MehrhsikSpriUzips und ÖR" Listenwahl erfolgen. Jedes DOpartemcnk soll mindestsns drei Abgeordnete wählen. Die Abgeordneten sollen für sechc's Jahre 111211161th werden, doch soÜ sich die Kamnwr alle drei Jahre zur ,wälsts erneuern, und 3111111" so, daß die 11111“:- “scheidenden Abgsordneten durch das Los bestimmt merdeU.

Rußland.

_Gssteru friik) kündigten in St. PeterLbUrg 21 Kamonen- schüffs von den Wällen dcr Pckcr-Panlsfssmng daneginn dsr Romanomfcier an. Vor dcm W1nterpc1lais drängt? sich 91119 vielfausendköpfigé VolksmengQ, 11111 die Abfahrt ILL“ Kaiser- lichen Fan1_ilie nac!) dor Kasanschen Kathßdraw 311 er- warten. Mgen 11 Uhr [1611111111 die anfahrt der Würdenträgér, des diplonmtischcn Korpß, dsr Reichs- räte, der Dumaabgcordneken, der Abordnnngcn der Stände und dor Finnlands bei der Kirche. Dit? EHrenwache vor der Kirche hatten die Palastgrenadiere assteUt. Als der Kaiserliche an sick) _vo111WinterpalaicZ in Bewegung sexzto, wurde er von der harrenden Volkannge mit Jubülrnfßn empfangen. Dem Zuge ritt die Kaiserlickw Convoimache 111 malerischer kau: "kasischer Tracht voran, dann folgten drei Wagen, 111 chen die Mitglieder deI Kaiserhauscs saßßn; dsn BLsckUuß bildete abcr: maltZ eine theilnng des (TonvoiéZ. Der JUbsl der Bevölkermm ver- stumnxte erst, als die Kaiserlichs Familie vor der Kirche dis Wagen verließ, dars Festgelänte von allen Kirchen 91151119 1111d der Metro- polit mit Kreuz und WeihmassQr die Majestäten begrüßte. In der Vorhalle der Kasanschen Kathedrale ging der Patriarch von Antiochia und die gesamte Geistlichkeit don “:))?11jcstäten LUMLMU, an die der Patriarch eine Ansprache richtste. ME dcr Kaiser, 7119 Kaiserinnen Alsxandra und Maria Feodorowna und der Thronfolger Alexei ihre? Pläge eingenommen Hatten, [Wann derFestgott-WdiUUt. Nack) dossenBeendigUng kehrte die Kaiserliche "amilie 1111101“ Glockengeläut und begeisterten .Hnldigungen des

olks in daS Winterpalais znrück. AmNachmittag brachten der Pakriarck) von Antiochia, der serbischs Metropolit, Lk Emir von Buchara, der Khan 11011 Chima und die mongolische Gesandtschaft im Malachitsaale des Wintcrpalais den Majestäten ihre Glückwünsche dar, Hieranf UÜHMLU der Kaiser, die Kaiserin und die Kaiserin-Witwe die Glückwünsche der kwhcn Geistlichkeit, der Ritter des St. YlndreaSordsns, des Ministerrats, dEr Mitglieder des Noichsrals und dor Reick)?- duma sowie anderer entgßgen. Der Präsident der Duma Rodeanko hielt namens der DUma cine Ansprache an den Kaiser, in der er darauf hinwies, daß vor drei Jahrhunderten durch Gottes Vorsehung und die einmütige Sti111me dss russischen Volkes dor mächtige Alm dss Kaisers Michael Feodoromitsch Romanow zur Herrschaft bernfen wurds, und dann fortfnhr:

Das durch seine Einmütigkeit mit dem aekrönten Führer gestä1kt8 'kusfiscbe Volk vertkidigte mit seknecBrnstRußland gsgen den Ueberfall von seiten seine'r Feinde. (Groß war damals di?! HZldkntat des Zaren, RFJ ist auch der heutige Tag. W'ährsnd der drsiJabrbunderte ruhm- vv en Herrschcrtums bas das heiltge Rußlaad unerschüttert sämtliche ihm gesandte Prüfungen überstanden. Es 113115736 und wurde mächtig und errang die gkacnwärtige Macht. Das Wohl der rusfischsn Zaren war das Wok)! des rusfischen Volks. Wie vor dreihundert Jahren ehrt und liebt 1105!) baute das rusfisckpe Volk grenzenlos seinen Zaren. Mäkhiiger Kaiskr! (Groß sind Deine auf das VolkEWobl gerichteten Sorgen. Wie 13011 alters ber auf dem Glauben fußend, daß die Yéacht dcs Vaterlandes auf dem engen Zusammenwirken zwischen dem Zaren und seinemVolkc bsgründet ist, beriefst Du vom Volke auskrwähltex Leute zu; geseygebendea Arbeit. Die Volksdertreter sind überglücklich, ihre aÜeruntertänizsten Glück- WÜnsche persönlich darbringen zu könnkn.

Nach der Veglückwiinscbung Übsrreickne der Minister- präsident Kokowßow dcn Majestäten die Jubiläumezeichen. Am Abend war die Residenz auf das glänzendste beleuchtet.

Ju sämtlichen Städten des Reichs haben anläßlich des ubiläums Feierlichkeiten stattgefunden. Infolge des enormen udrangs des Volks mußte in vielen Städtyn und Ortschaften der Gottesdienst und die Verlesung des Mamfestes auf öffentlichen Plä en vorgenommen werden. In aUen öffentlichen Instituten

nJur en Zestsißungen abgehalten, in denen an den Zaren ge- rtchtete lückwi'msche, Untertänigkeitsadressen und Telegramme verlesen wurden. In den Garnisonstädten fanden Paraden und

Theater veranstalteten Iubiläumsworstellungen; alle Städte prangten im Festschmuck und waren Abends prächtig beleuchtet. Sämtliche Gouverneure erhielten von den verschiedenen Insti- xuten, Korporationen und Gesellschaften Gesuckw, dem Kaiser 1hre Untertänigkeithefühle zum Ausdruck zu bringen. Für die armen Klassen der Bevölkerung veranstalteten die Städte kosten- freie Festessen.

Auch im Auslande wurden 111 den Hauptstädten anläßlich des Jubiläums ÖGZ Hauses Romanom estgottesdienste abgehalten und Glückwunschtelegramme an den arser Nikolaus; gerichtet.

Italien.

_ In der gestrigen SiHUUJ der Deputiertenkammer 9r111nerte der Abgeordnete Dipalma M den Unglücksfall 111 der deutschen Marine 111111 beqntragte, das; die Kammer der Marine der verbündeten Natron [hre Teilnahms zum AUS- druck' bringe. Wie „W. T. B.“ meldet, -.ch[0ß W) der Präsldont der Kammer Marcora den durch Dipalma aus; gedrückten Gefühlen im Namen Her Kammer an und erkkärte, er werde ÖM Marineminister kbttten, der tapferen deutschen Marine das Beileid der italiemschen Kammer zu übermitteln. Der Unterstaatssekretär des anern Falcioni schloß sich namenS der Regierung den Betletdskundgebnngen (111.

Belgien.

, Dreißig Abgeordnete des KotheeS für das aFgem-sine und glerche Wahlrecht und einige sozialdemokratische Abgeordnete verhaUdelten gestern im Rathause zu Brüssel mit den Bürgermeistern der großen Stäyte Belgiens, die im Laufe der vorigen Woche bei dem Mimsterprädenten zugunsten eine?: Nttéxgleichs in der Wahlrechtsfrage vorstellig geworden waren. Nach längeren Beratungen wurde, Miß „W. T. B.“ meldßt, folgende Resolution seitens des Nationalkomitees zur Vorbereitung deS Generalstreiks mitgeteilt:

Das Nationalkomiteé nimmt Kenntnis von den VemübUngen dsr Bürge1meistcr der großkn Städte und Von der Erklärung, daß ße nichts Verachläsfigen werden, um die Régierung dazu zu Veranlasscn, dle Vcrfaffungsrevifion in Angriff 311 112171115111, 1111?) Mit, um den Bürgérmeistern und M ngierung G€legeanit zu geben, Link Ver- Rändiqung 111 vollsr Frxibeit zu finden, mit, das; die Verkündung des Gkneralstreiksféirdcn14.Aprilzurückgezogenist.

Türkei.

Ein amtlicher türkischer Kriegsberick)t vom (5.1). M. [)Lscht [11111 Meldung deS „W. T. B.“, das; infolge ÖKB seit drcr Tngen hsrrscbenden SchnLLtreibens dis militärischen Operationen vor Tschataldscha und bei Bnlair beinahe gänzlich 171111911. Nur wsstlich von Bujukkxikler in der GegMd von T1chataldscha ist es zu einem kleinsn Scharmsszel gekommen. Dre türkischen Truppen richteten ihr Fener ngLU Line Schäferei, dre der Fcind für seine ZWECK 5211111319. Die bulgarischen Soldalon, die sick) dort befanden, wurden sämtlich bis auf drei _astötet. Die Beschießung Adrianopels dauerte die [03th drei Tage fort, doch war sie nur am Montag hLstigEk.

ng Kronprinzen von Griechenland ist folgendes, von gestern früh datiLrtes Tßlegramm in AWM eingegangen:

,_ Da dis arischischc Armee die JSUFL linke vat Von Janina sowie qum 1111?) Castrißa hkssßt und Essad Pascha umzingelt batte, erklarte mtr dzr türkijche Obérbsfeßlkßaber, das; er M) mit ssiner Ar1n€€ krisgSgcfangen gebe.

W Ueber die fiir die Griechen siegréichen ' JLJSU die Bafestigungen

T, W.“, wie folgt: Für 135311 asngneincn Angriff

von Jaytna 11ach Li_n('M USUSU Plan wurde LZ als notwsndig erachtet, drs Truppxn au,- dsm link-m Flügel zu Verschieben, von wo (1111 dxr Angmff untsctwmkncn 111511611 soUtc. Damit dikse Truppen- 11€11ch1€b1111g 171111 dxm Feind?, der glaubte, daf dsr Angriff auf dEr ??Chté'jl SYM stattsinch: würds, 1111bchm13rkt 5119Z1», Mal)! der Kronprinz dre“ [1113111100 Bcschkkßung asker féi11dlich3n Sksüungcn. Diesem Bssshle „(Intypregh211d 111111711! am 4. d. M. der Feind den ganzM “&'-111" 51110111?!) 11111 lebhafkcm (Héscbäxzfeuar a11q-'11riffcn; daI Fort B11a111 amtrvortctk anfa11gs nicht; dann abxr eröffnste es Kas 1579-1111 gxgey di€(G_xikch*'11. Währßyd dss Tages Wurden 111861 als .,0 000 GYJÖOÜC (151161811811, dj? 111 2331711111 großen Schadsn Verursachten [1115 dort xcchs Battcrwn 11131111] zum _SckyMigc-n brachten. DLT) Kron- 1111113, dw Prinzsn- Und dEr GLUSMNÜÖ Verfolgte'n ÖM Kampf in der NÜHT dkx Fsuerlt11ic_. Währknd die griechiécbcs ArtiÜerie auf disse W81s€_ drs Aufmcxkyamkcit dEr Türken a lenkte, rückten starke gricxhéychk Trnpppnabteikunaen rqsck) Vom linken Flä el aus Vor und errctchten dre Höhsn vor] 'Mauoltaffa. Das Geschsixz eusr dauerte die ganz“: Nacht 1V€t1ig€k [)Cfttg fyrt, Wurde akér am 5. d. M. wieder [kb,haft aufgxnommem, als dr? griechisch€n Truppkn kühn IMM den Fxmd Vorrucktcxn. Die Türken, bestürzt durch die Plötzlich- kext des, Von bet1ächtlich€n Streitkräften ausgeführtkrn An- grxffs,_ w1ch611 zurück 111113 begannen in Unordnun gegczn B'tsan) zu fltkbkn, da 116 dem heftigcn Fcucr nk t mehr jvrderstEhW konnten. Um 11 Uhr Vormittags trat wieder Nabu 13111. Die (GkiLÖLn seßtsn den Vormarsch fort und bsssytsn am Nach111ittag die Bsrge und die Batte1ien von St.Micolas. Ste machten 110 Gcsanacnc, darunter 4 Offiziere, und eroberten myhrsrc 91anontén und Z))?asckyinengéwehre. Der rechtc Flügel be- haWFst-e !Cille Stellungen, während die Division yon Meßowo scbncÜ erucktz und Drisko und Kotovraki besetzte. Um 3 Uhr Nach- mxttaqs War die Flucht der Türken auf dem linken Fküge'l aÜgemcin. „Dte Türken flüchtyten in panikartigem SÖkLCkEn in die Ebene hinab m "dsr Richtung auf Janina. Vcrgebens versuchten die Offiziere, die Fluchtenden zum Stoßen zu bringen. Die Flucht der Tücken auf Janma daucérte bis Mitternaäyt.

Einer Meldung der „Agence d'AtHSneS“ ÖUfolge ist der

Kämpfe berichtet

Gene'ral Sonßa mit drsi Eskqdrons gestern rük) 9 Uhr in Janrna emgezogen. In 2315an ist die be enifche Flagge

gehißt worden. Rumänien.

In der Deputiertenkamm'er steÜte der Abgeordnete Theodoreßcu fest, daß, bulgartsche Blätter Artikel und Meldungen veröffentlichen, 111 denen Rumänien beschimpft wird, unh verlangte die Anordnung von Maßnahmen, um das Ein- dr'mgen folcher Blätter in die Dobrudscha zu verhindern. Der Ftnanzmmister erwiderte laut Bericht des „W. T. B.“: Die, Achtung Vor der absoluten Freiheit der Presse vertrage fich nicbt mxt ei11schränkenden Maßnahmen. Die von der Regickrung zu- gunsten der Bevölkerung der Dobrudscha getroffenen Maßregeln jeßén die beste Antwort auf 711€ ungereckzten Anklagen einer ge- wtffen Presse.

Bulgarien.

, Die Abgeordneten des Gxenzbezirks Dobrudscha haben, wre „W. T. B.“ meldet, berm Ministerpräsidenten Geschow und betm Präsidenten dsr Kammer Dr. Danew im Namen der Bewohner ihrer Wahlbezirke gegen „eine eventuelle Gebiets- ahtretung an Rumänien Verwahrung eingelegt und die Re- gterung verständigt, daß sie in der Kammer eine diesbezügliche

Festvorstellungen für die Soldaten statt; die Volkshäuser und

Interpellation einzubringen beabsichtigen.

Asien.

Nach_ einer'Meldtxng des „Nenterschen Bureaus“ erklärte der" chmeYsche Fmanzmmiftxr estern den Gesandten der sechs Machte, es zwecklos Let, ü er die Anleihe auf Grundlage dxs le „ten Vorschlages, etreffend die Beiräte, zu beraten, da d1_eser lan von dem der Nationalversammlung so verschieden set, daß Has neue Parlament ihn sicherlich zurückweisen würde. Der engltsche Gesandte erwiderte Nachmittags: wenn die Be- drygungen'der Gesandten _der sechs Mächte ni t angenommen - wurden, f?r es unwahrscheinlich, daß sich fernemin eine günstige Gelegenhett zum Abschxu der SechSmächteanleihe bieten würde. W _ Jm japaml!) en Landtage erklärte gestern der Ztnanzmmxster qua ashi, wie „W. T. B.“ meldet, auf

nterpellattonen, dre Regicrung benötige etwa 30 Millionen qund St'erltng„__um die versckxiedenen notwendigen Unter- 119 mungen 111 Anng nehmen zu önnen. Es sei beabsichtigt, dtxsß Summe an e'mem ersten Plaß im Auslande durch kurz- frrsttge Schaßf che111e aufzubringen, die Fäker durch lang- laufende Schaßanwersungen erseßt werden so en.

Afrika.

_Das Abgeordnetenhaus der Südafrikanischen Unron hat gestem foxgendßn Antrag Bothas angenommen: „Das Haus erkeynt dre, W1chttgkeit der Verteidigung zur See an und, 9rsucht dte _Reg1erung, in gemeinsamer Beratung mit dex bmt1schenx Regterung festzustellen, was für Anstalten zur Forderung dreser Vertetdtgung getroffen werden müßten, und danach dsm Hause entsprechende Vorschläge zu machen.“

It) dex Debatw führte der Justizminister Saue: aus, Südafrika habe 939 567 Pfd. Sterk. znr brttischsn Reichsflotte beigesteuert, ab- Zefehen Von ch 500000 Pfund jährlicher Subdentionen, die den ritxschen Fabrxkanten_ durch die Vorzugßbkhandlung bei den Zöllen ganahrt 119111131711. Sadafrika habe außerdem der britischen Reichs- regxerung dre Verantnzortnng für die Eingeborenen ab- genommen, und Es beständen noch besondere Anforderungen a11 dW Staatskasss, „z. B müßten jetzt noch Tausende von erdern Schuluntsrrtcht entbehren. Die britisch - deutschen Rastunge11se1€n durchaus Verderblicb, und es sei unangebracht, fie noch zu „8111111119611. Wenngnderseitö die Gefahr einer JuVafion für Süd- afrtka drohen scFÜte, 11) warde jeder Südafrikaner bis zum leßten Blutstroyfcn ferne Pfl1cht tUn. Der General Herxzog bestritt, daß die Vsrtewigung Yes Landes und Mr Küsten für die südafrikanischeU Jnt-erffen Unnmgangluh erfoxdsrLich ssi, gab seinem ZwÜfel Ausdruck, 95 das Land genügend Mikkek habe zu einkr bedenkenden (Gabe, und aaßerte fich crztchredsn gegen den Gedanken, daß die südafrikanische Regiexung mtt der britischen unterhandle, bevor fie ibre Vorschläge dem, HaUsL unterbrsxtet habs. Demgegenüber betonte der Unterrichts- mkmstersMalan, daß es unmögliäk) sei, eine Entscheidung zu treffen, ohns nnt der britischkn ReichSrsgierung Nückspraéhe gtxnommen zu

babe'n, und empfahl dkm HaUsS, der Regierung Vsrtrauen entgegen- zubrmgen.

Parlamentarisabe Nachrichten.

Die Schlußberichte Über die gestrigen Sißungen des Reichs- tags und des Hauses der Ab geordneten befinden sich in der Ersten und Zweiten Beilage.

* Der Nerchstag setzte in der heutigen (128) SiYM , w§[ck)er der Staatsse'kretär dcs ReichSkolonialamts Dr. oJf 1121111051118, 1111: Syezmlberatung des Etats für das Reichs- kolomalamt benn ersten Angabetitel „StaatSsekretärgehalt 44 000 4/16“ fort.

Abg. Noske (Soz.): Man soll sch111dtg bletbcn. DLM Abg. von Liebert daß er fich an“ „faulen Grütxdungen beteiligt habe. Er hat das WWW bcstattgt; d€nn 1ei11€ Verteidigungörsde war eine Anklagsrede. Cr Wußte, daß sem Name unter dem Prospekt eisner faulZn Gründnng stand, tmßdsm hat er seinen Namen n1cht zuruckgszogen. Infolgedsffkn haken viele Leute ihr Geld Yerkoren. Er müßje dsSlxalb eigsntlich hintexr Schloß und 911898! gLsLHt werden und die Leafs, die deshalb ihr GHW Verlyren haben, müßten ihn “Haftbar machen. Er hat aber n1chx daxuber Llusktmft gegeben, ob diLsS Verkkachte Gesel!- schast dWs-zlbe War„ Von dkr er als Auffichtsrat Tantieme bekam, dre „cr xytsdex zurückzahlen mußte. Dcm Abg. Erz- bxchec „Hat dre Z€11schrr_ft der Kolonialgesellscbaft viele Irrtümer na gmvte'sen.' Es 1st thm sogar der Vorwurf gemacht worden, daß" Lk 111 6111-3111 Anfall Von Atavismus in dem Urkommunißmus znruckgefaüen se1 und seitenlang yon andersn abgeschrieben habe. Die Absg. Semler und Waldstein bab€n d€m Abg. Hsnke Vorgeworfen, das; er s1ch nur aux “emen" engen Rahmen beschränkte. Die Hérren haben'sdoch aber sel st erklart, daß auch sie fick) nur auf einen Teil beschratzken 111011611. Jm Verhäxtnis zu dcn großen Aufwendungen des R8lchs rst, dkr tvtrtscbaftltch Rayen der Kolonien sehr gering. Es ist fraglrck), ob der Nußen, den die Arbeiter daraus zwhsn, den Steuerbetrag aufwie 1, den man aus ihne'n dafür Heraußholß. Wir boffkn, daß der taatsskkretär und die bürgerlichen Parteten m Zukunft noch mshr lernen werden. Viele Anregungen siyd bisher schon Von uns Erfolgt. Unsere Kritik zeigt, daß wir uns mtr gegebene'n Tatsaxben abfinden. Wir machen 65 aber nicht wie der Fortschntt, der tm Handumdrehen umlernt.

(Schluß des Blattes.)

_ Auf der Tagesordmmg der heutigen (149) Sißung des Hauses der Abgeordneten, welcher der Minister des Jt111ern Dr. von Dalltméz und der Finanzminister Dr. Lenße bexwohnten, stand znnächt der Antrag der Abgg. von Arnim- Zufedom und Gen. (kons.) auf Einfügung eines so- Fenannten Notparagraphen in den Staatshaus- altSetat für 1913.

. De_m Etathese soll olgender § Za eingeschoben werden: „Dte bts zur geseßl chen eststellung des Staatshaushaltsetats 1) und 'der Anlage dazu innerhalb der (Grenzen der- sleerx 1ngletsteten AUSgaben wer en hiermit nachträglich ge- ne mrg .

, Abg. von Arnim-Züsedom (kons.): dtesmal vor der Tatksache, daß wir den Etat nicht rechtzeitig erledigen kSnnen. Einer Wetterxn „Begründung unseres Antrages bedarf es mcht. Was seine geschaftltcbe Behandlung anbetrifft, so ist es not- wendig, ihn der _Budgetkommission zu überweisen, was ich hiermit be- antrage. ckck WlÜ hoffen, NY ihn die Budgetkommission bereits am nächsten ontag erledigt. (? möchte bei dieser Gelegenheit den Mitgliedettz der Budgetkommks um meinen besonderen Dank für ihre Arbeiten, die sich ihrsm Ende nähern, aussprechen.

Staatsminister und Finanzminister Dr. Lenße: Ich bin dem Vorredner dankbar, daß er diesen Antrag gestellt hat, denn ohne ihn würde die Staatsregierung entschieden in eine Verlegenheit kommen. Eine große Zahl OM AUSgaben muß unbedingt vor Efledigung res ganzen Etats gemacht werden. Ick) kann versichern, daß die Staats- regxrung von der ihr erteilten Befugnis einen loyalen Gebrauch ma en wird.

Abg. Dr. Pachnicke (fortscbr. Volksp.): Wir sind in den leßten Jahren schon dreimal in die Lage gekommen, den Etat nicht recht- zeitig fertigstellen zu können. Wir würden einer solchen Unbequemlichkeit aus dem Wege gehen können, wenn sich die Staatßre kerung, in erster

„feinsn chznxrn nichts ist vorgervorfe'n wvrden,

Leider stehen wir auch

Linie das Fiuanzministerium, entschließen könnte, den tat dem Hause