é! , :. .'„ _. . „. ., “*. ._. ?: K? , , ck :? “.?! ü ;. .“ 1. Z. 1! ? __. "( KZ ;„ .? ., :'i' E '1; "x' ir
* -R§“É-»x-,'4WchK “*"-.,.
, wenn die gewählten Abgcordneten hatten nur die Pflicht, ibr Wort zu
. onern. ,von Sieg zu
aug?!) iche Aeußeruag 'von mir polemiskert, als ob London der Welt-
ma reis von Roggen sei. Eine solche Behauptung, babe ich nicht aufgefteUt. Ich habe inhaltlich der Drucksache Nr. 234 in der Kom- mission erklärt: __ _ * _
Daß für dén Rogßé'n der Lbndoner Weltüiarktpréis cnkfcheidénd“sei,
wird nichl behaupter. Die entscheidenden Märkte, namentlich für
Texmi * eßbäfte in Roggen, find Berlin und Amsterdam, und für den n': sÉen Roggen smd speziell die Preise des Berliner Markts von großer Bedeutung. Also, _genau„ .das, -qu der Gewäbrsmaxi'n des * Herrn Grafen Arnim, nänilicö' Herr Kübnanzanri' in'Stettiri,_Jbe_bäuv'fet, _
Der'Herr Nbg“. Graf Arnini ist einen'Veweis schu1diß geblieben, nämlich den Beweis,„daß die Manipularionen, die ich“, in meiner ersten Rede bei der ersten Lesung drs Vertrags als wahrséheinlicb _br- zéicbnct „habe, nicht möglicb seien, daß" dämlich" russischer Roggen narl) foLÖen Ländern gebracht wird, diébei uns meistb'egünsiigt sind, daß er dort zu Meß! verarbeitet und daß das Mehl dann unter der Meistbegünstigunß zu _uns gebracht wird.
Der Herr Abg. Graf Arnim; sprach von einem angsblichkn Wider- spruch bezüglich der UrsprungSattestr; von Einem Widrrspruck; ist da nicht die',“Nede. Ich habe 11th .brbauptet, das;" dir: Ursprüngsattestr auf eine gewisse Zeit Hinaus Vonommen wirksam funktionieren, daß aber, wenn erst der ZdÜkr'irg verewigt ist, der Kampfzoll zu einrr bestäxidigen Einrichtung wird,. dann es Handel und Vcrkrbr [richt werdcn wird, durch diese Ursprungsatreste auf legalem Wege vierspännig zu fahren und drn russischen Roggen in Meblform doch bei uns einzuführen; und ich wicderbdle. was ck friihrr gesagt babe: wemi dies möglich ist, was haben wir denn dann? Dann haben
die frcmden Srbiffé die Fracht, drr fremdr Handrs die Spesen, und „
dic frrmdén Mühlen babsn die Arbeit, und wir Haben für Unsere Landwirtbscbäft [ediglich nichts, und unsere Jridustrirrwrh die russischen Kdrnpfzölle. _
-M€ine Herren, wenn man so [aichtbin übrr den Zollkrreg spricht, was würde denn die Folgr sein, wrnn dirscr Zo1lfricg noch länger qndauerte? Das; wir bridr, Rußland und Drutschland, gcgen- scitig schwrrcn wirtbschafrlichrn Schaden tbun können, darüber bcstrbt gar kein Zweifel, und Es wird darm beidersrits rin woblfcilrr Trost sein, daß wir in Deutschland daraus Hinweisen, das; ('s drn Russkn noch schlrchter gsht, und di? Russcn darauf, daß es dLU Drtrtschcn am srblräx-tcsirn «ck31. Durand wird Uirmand linen Vorckck babrn, als unsers Konkurrcnten. Dic Engländrr und andrrcwerdrn in nicbtlangcr Zrit den Markt in Rußland dccUpicrcn, drrn wir bisbrr inne gehabt babrn; und wrnn Lines Tagrs dir. Zollschranken fallen, wrrdcn sic fick) sofestgcsetzt Habe", das; es unscrcr Industrie mir drm brstrn WiÜLn nicht mehr grlingt, cin [ukratiiws (Geschäft nacb Rußland zu machen.
Dann noch ein Wort übrr dir Frage der Vorrätbr, 11er die ich bcreiis gesprochen babe! Der Hcrr Abg. Graf Arnim bat (ms Zci- tungen Verschiedencs Vorgelrsen. Ich konstatirre nochmals, daß die Behauptungen, die ich im Rricbstag, birrim Plenum und in drr Kom- misfion aufgestrüt habe, auf amtlichen Brrichtcn unserer '?onsuln brruhen, und irh muß dir Annahme des Abg. Grafen Arnim ganz entscbieden zurückwcisen, als Ob irgrndwie Börsenmanipuwtionen dabri eingewirkt bäirrn. Unsere Konsuln wiffrn dic chc zu finden, ganz unabhängig von der Spekulation dirjcnigen ZabLen zu ermitirln, di:? fie uns mittheilen. Msinr *Hrrrcn, ich bin damit mit rneinrn Bemcrkungrn zunächst zu Ends. Jr!) babs die fc'str Uebrrzcugung, daß die Landwirrbschaft diesrn deutsch- _russischenVrrtrag sebr bald mit andrren Augrn Unsebrn wird (Wider- spruch- rechtS), insbcsondrre dann, wrnn dnrch dix? Aufbrbrmg drs Jdeiititätstiachwcisas Deutschland wieder in die Lags grseyt wird, srin überschüssiges. Getreide nach drm Auslands zu schaffen, wcnn für den Westen und Süde'n dir Sraffrltarifc aufgrhobrn sind, wenn wir Einrichtungkn griroffcn babrn, daß drr Grtrc'idczoli (ruck) überKÜ im Gclreidrpreisr iéinrnAusdruck findet, und wrnn wir rndlick) damit auf- grräumi babkn, daß wir drm ausländischrn Gcircide Privib'girn geben, die wir dem inländischen brrweigern - dann, wenn dcr Schuß der nationalsn Arbrit, wir ihn dir vrrbündetcn Nrgirrungrn durch alle diese Maßregeln anstreben, zu bollrr Wirksamkeit gsbracht ist, wird dir Landwirtbscbast *- das ist meine Urbrrzrugrmg _- auch bei dem 3,50 „;ck-3011 sick) wo_1)1 bcfmdrn. (Vrado!)
_ Abg. von Ploeß (dkons.): _Wér dir Stimtrtrmg dcs Volks vrr- stebr, der wird zugeben, daß die großc_M€hr1)mt des Volks grgen den Vertrag ist. ?Widrrsprucl) links.) Str (links) aÜcrdings würden einem noch viel ck12cht8r6n Vertrag dl(3_ Zustimmung ebrn. Wrr wird einen Vortheil haben? Die Industrie und _ibre Ar Eiter, dcnrn wir den Vortheil ganz gern gönnen. Aber wird dadurch nur ein Pfiffrrling deutscher Produkre mehr v_crzcbrt werden? Es ist ja dafür gcsorat, das; fremde Produkte mrbr ctngrführr wrrdcn. Für dic Land- wirtbschaft istnirhts Günstißes in drm Vertrage mithalten. Man siiidct einen Widerspruch darin, daß (Zink Urberscbwemmrrng mit Geirride statt- findet und dennoch eine Vrrmmdcrung der Zdürmnahmen. Dir Ueber- ,fcbwrmmung wird bald nach _drr _Ernrr eintrrié'n und dadurch die Yrrisr drücken. Würde sich die (_Emfukw Vcribrtlen _an das ganze
abr, so würde die Wirkirng nichr so schlimrn sein. Wxnn dir Steigerung der russischem Einfribr m drm brshrrtgmi Maße sortgebt, dann müssen wir überschwem1nt werdexn. Wenn dre m_rdrrgen Grfrridr- preise eine Folge der Erntrn sind, 10 [affen wir src _uns gsfaUrn; abrr man soll in solchen Zeitcn nicht auch noch die Getrerdrzöüc [)(-„rab- frxzsn. Redner yrrweist aus die Aenßeruns des_„S0zialdemokrat“ über die nirdrigen Wkizenpreise in England, die du: Agrarbewegung Erklären und den Untergang drr Landrvirtb7chaft wahrscheinlich machen. „ Da soÜtc man nicht durch Handelsvrriragc drr Nothlage noch Verscharfrn. „Es handelt fich nicht bloß um die Uebersckywernmung mit „Getreide, sondern es Werden Vorbrreitirn en gctryffrn, um möglichst VLLlL Pro- dukte: Felle, Fette, Buttrr, S napé, Hopfen, Birk) und W911? durch Tariferleichterung nach drr Wrstgrenze zu befördrrn. -Daß wir jemals nacb Rußland exportieren können, dafür fehlt uns der_Glaube, tro dem der Staatssekretär Freiherr Von Marschc111 (?_s beivei1en wolltc. 3 ac!) dcr Ueberscbwemmung mit (Hetreidr wird die Urberschwc'mmung mit
den russischem Juden eintrr'ten, die als die brffcrcn Kräfte an die Stew: der Bauern treten werdrn. Aber meinem Herzen stebr ein
=deutsch€r Baurr hundertmal näher als Hundert russische Juden.
Wenn der/Reichskanzler gesagt Hat, Rußland lass sich nicbt diffcrcnziersn,
“so “können wir niébt einma1 das Vertrauen babs", daß z. B. Rußland "in Bezux auf die Seuchengefahr andersbebandelt wird als andere Staatrn.
Einen wan haben wir auf die Kandidaten nicht artheübt. Wir haben ie 11 er ihre Stellung zum HandrlSvcrtrage befragt, und e eine brfriedigcnde Aniwort gaben, war die Sache“"abgrtban;
Balten. Die Kriegbdrobungeu sind sehr überflüsfi . Größer als die Schäden eines Krieges ist der „Untergang des deuts en Vauernstandes. Man isi nochbeute dankbar dafür, daß wir unter Führung der Hohen- , Sieg „gelangt smd; wir ho_ff_en auch unter “diefer-Fübrung' zu einer nationalen Wirthjchaftspolrtrk zu gelangen. Man 1agt uns, wir freutcn uns, daßder Handelsvertrag ange-
;„n-ommen “„wird, „während *wirunsere O position ohne Gefahr zrigen
könnsn. Wenn uns das außerhalb des. auses entgegengehalten wiirde,
dann würde ick», das eine schmacbvolle Verbeumdung nennen.„ Wir Werden diese Wirt schaftsp91itik** immer bekam cn. (M emzelne Schlacht entscheidet en “Krieg“ noa; *nicbt. Wir abéni d “Schlacht verloren; aber die Ehre rst gerettet. AlxÜ-Vr. Sch.ulv-Lupiv (Rp.): Nach der Annahme des s
Föß'erei' eben ,Handelsvertrags ist* die“ Anna"!)lne des russkscbén- für „mi a
' Landwirtb und als Sachsen nur noch eine Zweckmäßig- keitsfrage. Die Ablehnung des russischen Vertrags wurde abrr auch der Landwirtbschaft großen Schaden bringen de_nn dre Mühleninduftrie würde dadurch ruiniert' Werden,“_ wel e_ die beste Abnehmerin für die deuts e Landwirthscbaft rst. re russische oduktion können wir ni t aus der Welt schaffen, auch den ortschr1tt der Kultur in Rußland nicht zurückhalten. Wir stehen auf dem Boden deutscher Wiffenscbaft und deutscher Arbeit und von diesem Boden aus und auf Grund meiner Erfahrung iPreche ich es aus: Mir ist nicht bange um die deutsche Landwirtbthast, sze wird auch aus diesem Kampfe srrgrerck) Herdorgeben. Wurde die Landwirtbscbaft zu“ Gründe geben; darm WÜr'OL aÜerdings auch1ch sagen: Wehe unssrem Vaterlande! _ „ _ Abg. Bur er (Zentr.) erklärt fir!) rm Ngmrn _der ba?er1sche_n Zentrumsmitglie er für den Antrag Frege. Dre Wirtbschafspvlttrk
* der Regierung gebe förm1ich darauf aus, die Unzufriedeirbeitim Lande
zu yerrnebren; selbst bis in die“ Reihen der Nationalliberalen "hinein mache sie sich in Süddeutschland brmerkbar. Rednrr erklart sich namens seiner bayerisckyen Frrunde gegen den Vertrag. __ _
Abg. Graf Holstein (dkons.): Ich habe drn ostrrrer ischen Vertrag ,seinerzrir gur gebei ('n, und einc Anzahl der Deutsch on_srr- vativen mit mir. Dieser ertrag ift imLaufe der Debatte uber drn russischen Handelswertrag scharf angegriffen undverrrrtberlt _wordexi. Wir haben damals für den Vrrtrag grstimrnt, wrrT wir der Ixiduftrte fiir einc [ängrre Reibe Von Jahren ein gcs1ch€rtes Absatzgebref ber- schaffen, Vor allem aber, weil wir die Hintrrlaffrnschat drs großen Staatsmannes, den Dreibnnd, innerlich festigen wolltrn. ,s ist damals Von der Absicht, auch mit Rußland zu einem Handelswertrag zu gr- 1ang6n, nicht die Rede gewrsen. WEnn vdm Bundeörakkxßttsck) dre
Offnung angesprocbrn wurde, es werde gelinJen, auch 3an anderen ändern dirse Kondcnrionaliarife zu ykreinbgrcn, _so habe rch_da_bet (m kléinrre europäische Nsbenländrr gedacht; :ck WSlß n1ch"k, wre ich ge- Liimmt haben würde, wenn man damals Rußbmd ausdruckltrb gsncmnt ätte. Nun ist abrr die peinlichc: Wahrnehmung zu "machen ge- wrscn, daß soforr nach dcm Inkrafttrc-„tcn 1611er Vrrtrage ein un- grhcucrer PreiSrückganZ eintrat. Nach_ der Aujfaßrzng eitixs großrn Tbeilö der Bevölkerung ist drrser Prerörirckßgng _fur die 1andwirtbschaft1ichcn Produkte und di€_ landwrrt 1chafrlrche Noth eins Fo1ge der Handelödcrtrcigr. Sollte dlLsc: Auffassung richtig skin, so würde der, der dissen Zustand nicht tntr__a112r_Krast _br- kämpft oder gar noch durch Annahme ncrrrr Vrrrrage fordrrr, eme ungeheurr Vkrantwortung aus" sich UEth€_tl. Vesand; sich dt? Land- wirtbschaft in blühendem Zustand rind blirbr fie darrn, so_ wrtrde ich wohl dem Vertrage znzustimmeu grneigr sem; politisch rst. 1a ganz xcwiß der Vertrag auch Von böchstrr Bedeutung. Aber dre, Zertrn babc'n fich gränderf. Zur Zrit drs Abschlusses drs ofterretchtschen Vrrtrags galt der Dopprlzrniner Werzen 28, drr Doppelzeutnsr Roggen 26 „W.; jrtzt sind die Prrije um die Yalfte und mehr gesunkrn. Dir Produktionskosten iibcrstrigen dcn Verkaufspreis, und das Ein1retcn diss traurigsn Endes kann man _suh rnit matbcmatisckycr Sicherheit auSrecbnrn. Jeb _[CJL auf Differentnzl: zölle krincn zu boben Werth. g1aubc auch nicht, daß unsrre Preise srHr darunter leidsn, abrr doch etwas, _und auch das ist jkßt schon zu viel, denn wir babrn nichts, wovvn wir gébci1_konnen._ Y_uch funf Groschen auf dmr Dopprlzentncr ist schon zu Vl€[_. Wir smd 16131 auf einem tirfcn Punkt angekommen, iel) frbe kern Symvwm dsr Besserung, wir müssen das [este zurückhgltsn. So" grrn ich "der Industrie? Helfen möchrr, unter drn Heutigen V9rba11nrff€rr_wurde dain81111tat eine Sckyädigung dcr Landwirtbschast srm. Die vom Körnerbau 1cbcnd€ Und auf ihn angcwicsrne Landwirthsébast niuß durch den Vertrag g€schädigt werden, sir kann „dieses Opfrr _mehr bringrn, und deshalb kommc ich dazu„tmch gegenuber dem russ1schen Vertrag abweisend zu Wrbaltcn. _ _ _
Ab . ])1'. Bachrm (Zrntr.): NaÖdem wir mis bis Hierher zurückngalten und dir Gründe der Rrgicrririg_fü_r, dtr. dcr (Hegner grgrn dcn Vrrtrag angehört babrn, nziiffrn wir ]LiZt positiv fur den Vrrtrag Eintreten; denn rin Differcnttalzol] wurde ds_r Landwrrtb- schaft nichts nützen, wobl ab€r drn Ewigen Zollkrrrgbrm rn, dcr dsr Landwirtbsehafr keinen Nuxzrn, drr Industrie aber rms 5 otrnzicrung des Schadrns brin rn wiirdc, den jie jrtzt srkwn [)at. Wurde der Diffrrentialzoll au rccht crhaltcn, so würde r117f1sch€s Mek)! in anderen Europäi1chen Staatmi vermahlen und Von dort zurn errziaßtgten Saß als belgischs, nirderliindischcs u. s. w. Myhl eingefuhrt werden. Wir wiirdrn unsrrc Müblcnindustrte also Einfach an da;? Ausland abtrctrn. ULer 10 Jahre, wenn drr Vértrag abgelaufen ist und die Schußzöklr fiir die Landwirthscbaft s1ch aks ungrnügend erwrxrsrn, darin oncn wir Lrwägcn, wir geholfrn werdrn rann. cb glaubcx, wir Haben in der Vergangenheit gcnügcnd Bcwcisc dafür gelrsfcrt, daß wrr ach fiir die Landwirtbtciyaft tbun._
Damit schließt dic Disknssion.
Dir Abgg. Liebrrmann Von Sonnenberg" (b. 1“. Z".)_ und Zim'mrrmann (d. erp.) fiibrrn Beschwerde" darubrr, da rbnen durch den Sch1nß der Drbatte das Wort qbgeschmtten rst.
Die POsLÜOU „Flachs, zollfrei“ wrrd angenommen; ebenso „Weizen 3,50 «;(-“ Zn namentlicher Abstrmmrmg Wird der Zoll von 3,50 ck16 für Roggen mit 205 gcgen 151 Stimmen
angenommcn. _ _ _ _ _ _
Die iibrigen Positionen von Erzeugmßcn dcr Landwrrth- schaft wcrden gcnchnngt. _
Bei Nr. 8, „ 013“, und zwar bei drr Position „Bau: und Nußholz“ crk1cirt str!) der _ _
Abg.Fr61k)€rr bon Hammchcrn (dkons.) grgen dre Hrrab- srßung der HolzzbÜe; damit sei das Schicksal der drutjrhen Forstwrrtb- schaft brsikgclt. Aber nicht bloß die Forstwrrtbsrha[t__kverde davon bctroffcn, sondern _auch die Industrie drr_ Sagemulxlerz, welche landwirtbschaftliche Arbeiter während drs Winters beschafttgen. JES s€i ein Jrrtbum, von einem Raubsystem _m der rusjrsxhen Wald- wirfbschast zu spr€ch€n. „Das Grgentherl, dre Vrrjungung des Waldes, boUzirbe sich in Rußland 1chneUcr als in Dcutschland," und die deutsche Forstwirfbschaft wrrde niema1s darauwaffxn durfen, br Cre Zeiten zu er16brn. Das ist auch bedrnklich fUr die Steurr- za [er, denn z. B. in Preußen sind die Cinnabmrn aus dcn Forsten sehr stark grsunkrn.
Abg. Kröber (südd. Volksw.) brstreitet, daß die Annabme dcs"
Vrrtrags für Süddeutschland nachtbrilig sein würde;_russischcs Holz würds auf dem Wasserwege namentlich na_ch N9rdd€ut1ch1and brzogén. Den Siiddrutschen würde es angenehm sem, ertge Tarife“ zu haben, um __in Norddeutschland drn Kampf gegen das russiscbr Holz auf- une men. z Regierungskommissar, Gebeimcr Regierungs-Ratk) im Reichs- Scbajzamt Henlc erklärt, daß ein Berna? mri" Rußland obne Ermäßignng der HdkzzöUr nicht möglich grween ware; denn neben Getreide sei Holz der _?aiwtausfubrqrtikcl *srir Rußland. Regierungskommi ar, General-Konsul Freiherr vl.)" Lamezan: So gro“, wie der Abg. Freiherr von Hammerstrnr die Gefahr ge- schildert ai, ist fic nicht. In Rußland find die Walder an den grdßen Verkehrsstraßen so ziemlich abgebolzt. DZI meiste Holz grbt uber die voWisckye'Grcnze. Die weiterrückwarts liegenden" Walder *an der Wolga kommen nur in sehr geringem Maße in Betracht. _ “Abg. „reiherr Von Hammerstein (dkons.): Wenn Rußland em
“2 so großrs nterexse an der Holzausfubr hat, dann muß es doch größe *,Holzvorrätbe ba _ “ Holzbätidlar sich fiir die Emfu
en; das ist 'a auch allgemein bekannt. Daß die br erklären,“ ist sehr _begreifkié._
Ber Nr. 25: „Aqueschlachtetes und frisches . ctsck)“--be-
dauert der __ _ _
Abg. von Saliscb (dkon_s.) dix: Erma igung „des ZoÜes. Dre
Einfuhr von frischem Flersch ckabe sich im„e13ten Jahre erheblich ge-
steigert, zum Schaden namentlich der kleinen Landwirtbe. Diegr ck „
Landwirtbe können sich helfen durch die Züchtung besond s oß Qualität. Der kleine Landwirtl) aber werde durch die EißffthuxY drückt werden.
Staatssekretär Freiherr von Marscha'll:
Der Herr Vorredner hat seine Ausführungen, soweit sie sich auf die Pos. 25 g 1 bezogen, auf die Behauptung gestüßt, daß in den letzten Jahren die Einfuhr von ausgeschlachtetem Fleischwaus Rußkand fortwährend zugenommen habe. Dem gegenüber wil] ich fÄJende Zahlen dem Hohen Hause mittbeilen. Die Einfuhr von ausgeschlach, tetem Fleisch aus Rußland hat im Jahre 1890 betragen 90024 Doppelzen-tner, im Jahre 1891 32 157 Doppelzentner und im Jabra 1892 15 033 Dopprlzrntncr. (Große Heiterkeit links.)
Da somit die (Grundlage, auf die der Herr Vorredner schi: Be- bauPtung stürzt, eine irrthümliche ist, so habe ich kaum Anlaß, Mich mit den weiteren Deduktioncn des geehrtén Herrn zu bescbäftigen,
- (Heiterkeit links.) _
Der deutsche Tarif wird daranf genehmigt, einschließlich der Bestimmungen des Schlußyrotoerlls dazu. _
Zu Art. 7, zu welchem die Tarife die Anlage bilden, be: merkt der _ _
Abg. Lenschncr (Rp.), daß die Industrie krznen erbkblichcn Vortheil babcn werde. JedenfaÜs habe di€_K11pferii1dustrir, WSWS er vSrtretr, nur Einen ganz minimalen Vorthet1 erlapgt. Aber auch Jndustrieen, die mrbr Erlaugt habrn, WWW nicht mel Freude däran erleben angesichts drr WährungSVcrHältmffe._ Redn_er_w11rde nichr für den Vertrag stimmen, wenn er dre L_grzdwrribsrbafr jckyadigcn würde; die Landwiribscbast sri schon so gcscbrxdmt, daß ("111€ writerc Schä- digun nichr mehr möglich sri. Aber die Thatsache, daß wirke Tansrnde Von 9 rbeitcrn Von dem Vrrtrage eins:: V0rt1)er[ Haben werden, lass ihn“ die Bedenken grgcn den Vertrag iiberwirzdmz.
Abg. Graf Kaniß (dkons.) kommt aus dre Frag? des Zanus.
“falls zuriick. Man habe einen Widerspruch darin finden wollen,
daß Rußland 11:15 mir Getreide übxrschwemmen wird, wäbrrnd g1rich= zeitig ein AusfaÜ an Zolisinnabmen cintretsn soll. DCrReickyskrmzlex sprach vim einrm AUSfaÜ an_Zollrinnabmen_ Von 17 bis 18Mi111ouen Mark, wäbrcnd der prrußi1c1)e Finanz-Mmister 131: Miqucl schon einen Ausfakl Von 35 Millionrn Mark angab, Der Fxbler, dcn dex Rsichskanzlcr bei der Berechnung gemacht hat, lst [ruht zu finden_ Bei einem Differcntialzoil 112th die Einfuhr aus dmr Vertrags- ländern, wäbrrnd die mrs den Nicht-Vcrtragslcindrrn zurückgrbr. Da- durch berniindert sick) scheinbar drr Einnahmrausfall. Jeb bxtic den Reichskanzler, wenn er sich wiedrr sdlrhe _Za1)1rn_berechnen laßt, fick) direkt an mich zu wendrn. In Bezug anf die Einfuhr dochtreide wird sich die Berrrbnung sewr dick [cicbtrr (11111181er 1as1kn, 111611 hier der Zolltarif nach dem Jukrasttrrtc'ii drs _russiicbrn O_andrls- Vertrags genr'ralisiert sein wird, '„und _ da_ kommr ich nun auf" cinrn Zanusfalk Von 27 MiÜionen jäbr1rck), nach dem 10jabrigen ( urchschnitt. RLchUM wir AUE Artikel 1)inzu,_ dcrrn Zölle ertriäßigt worden sind, so kommsn wir weir iibrr 40 *)]iillwnrzr. Nun ist das Reich [)(-„ute schon nicht im stande, _aus dcn Erika rn drr Steuern dic laufcudrn Ausgabrn zu drckrn. Heute bai die isuerkommission Line rc'chr wichrige Strurrfordsrung drr Rr'giernng gbgclcbnt und Tabacks- und Wrinstsurr sind sehr unsicher. Da Mrd 66 beißrn: Erböbung drr Z).)katrikuwrbriträge. Jak) möchte aber doch dringrnd dawk warnen, noch die allgemsinen Stcurrn zu crböbrn. Wird die Ein- kommensteuer crböbr, chm müssen wir Landwirrbr ja mrtbszablsn. Wir komme'n wir dazn? Die Voribcilc drs Vertrags f(LÜLU drrl) ausschließlich der Jndustrir zu, sie mag _aurb dre; K_qstrn drs V?x- trags tra en. Es würde zu den "bedenklichstxn Vkrsttmmqucn im Lande fü ren, Wynn diese ZolZausfallc auf die? ganzs Bcvblkrrung einschlirßlick) dor ländlichrn g(swcrlzr würdr'n. Ich _frage drsba1b dic Verbündetc'n Rrgierungrn, wie sie über diese schwierige Frage bmwrg- kommrn und ob fie rrwa dir Matriknlarbriträge rrböbcn onen.
Staatssekretär Freiherr von Marschall:
Jck) muß den Ausfiihrungrn des Herrn Vorrrdncrs gegcniibrr darauf bcstrbcn bleiben, das;, WWU sich die Prophezeiimgcn drr Gegner des Vrrirags brwabrbriirn, wenn wir nämlich mit biÜigrm Grrrcide, Holz u. s. w. von Rnszkand aus iibrr- schwemmt wcrden, dann die norbwendige Folgr dieses Ver- trags cine Strigrrung drr Eimmbmcn ist. (Srbr richtig!) Daß dagegen umgékclßt, wem“: cinr Z).)iindrrcimiakUnL zuiagc tritt, dies eine Wider1egung dcr Bcbarrptungcn drr Gegnrr des Vcrtragr» ist. (Sehr richtig!) Ein? firbrrc Berrchrmng läßt fick) überhaupt nicht auffieÜrn. Das ist v011kommc'n unmögiich. Wir haben nach drcijäbrigcm Durchschnitr ein Defizit von 35 Millionrn Mark in drn ZolleMnabmrn, abrr das rührt dock) nicht «Urin von drn HandrlEVe'rträgén bc'r. Wenn man Einfach die zwci Zahlen in Betracht zikbt, daß im Jahre „1892 Etwa 12 Millionrn Dopprl- zentnrr Weizrn ringrfiiHrr wordcn smd und im borigcn
Jahre etwa 6 Miüionrn, also etwa dir Hälfte, das; im Fabry 189? -'
an Roggcn Eingeführt Wordrn sind, ich glanbc 5 bis 6 Millionen Doppelzrntner und im borigsn Jahre nichr wick über 2 Millionrn, so könnkn doch die Ausfällr, dir dnrch dir Mindcrrinfnbr von Getreide hervortreten, nicht den Handc1sv€rrrägen zur Last gelegt wrrdrn. (Schr richtig!) Die Herrcn kommrn da in rinrn voklkommenen Widrrsprucb. Auf der eincn Srite behaupten sir, seht ihr, die leichtferrigr Negiernng scblirßt Verträge, das; wir überschwrmmt werden mit frrmdrm Grireide. Wenn das Gegenthrik eintritt, sagen fie: schi, die [richtfcrtigc chirrung schlicßt Verträge:, aufGrimd drrrn Wenigrr eingeführt wird und die Zollrinnahmrn sinken.
Mir ist es übcrbaupt zum crstrn Mal im chrn vorgckouxmcit, daß man die Bcbauptmrg aufsteÜt, dcr Schszzo11 sei drshrckb zn Uie'drig brmrffsn, weil er zn chig Einnahmen giebt. (Sehr richtig !) Nach dc'n'national-ökonomisckycn Kcrmtniffen, die ich mir crworbrn, 11185 nicht die Aufgabe eines Schutzzoüs, große Einnahmen zu Maki?"- Es ist gerade ein Brwcis, daß er richtig bsmrssen ist, irrnn er krim' großkn Einnahmen liefert. (Sehr richtig!)
Abg. Graf Kanitz (dkons.): Es bamdrit sich birr nur darin". wie die Zollausfäür gedeckt werden können. Ich Habe nur zu brwrisLF gesucht, das; das russische Getreide auf den drutschsn Gctrcidrprktv
drücken muß. _ _ „ Art. 7 wrrd darauf angenommrn; ebenso Art. (;, dcr dlc Mcistbegünstigung enthält. _ _ Daranf wird das Schlußprotokoll bcrathen. BMU vierten Theil desselben, dem Zollreglcmcnt, bedauert der _ ,» s Abg.1)r. Marcour (Zrntr.), das; nicht wie don srrten Ornßlauv so auch von seitrn Deutschlands fiir die katholischer) Feiertage bksskk ; ürsorge getroffen sei. Rußland habe für Polen Fetertage, wwAULk“ eiki en und FrobnleiFnam, berücksichtigt, Deutschland nicht. “(1)“- rgierungskommi ar, (Hebeimrr Rrgierungs-thb rm RAM;“t Schaßamt Henle bemrrkt daß diese katholischcn Friertczge ebcn_11. __ offizieÜ gefeiert werden. , sn _katholischcn Bramfen wurde aber“ diesen Feiertagen Ur'1aub zum Kirchgangrrtbeilt. tr) Dic Abz] . Dr. Marcour (Zrntr.) und Dr. Bachem (Z?" ' haltrn das cht für ausreichend.
Staatssekretär Freiherr von *Marfchall: _ Ja, meine Hörren, ich erkenne ja dcn Wunsch des Herrn Wii rrdnersfür einen durchaus berechtigten an. Ick möchte nur dak“
aufrnerksam machen, daß 63 fich hier um preußische C-Zrenzzßuämtcr _
„**-an de! kusfischen Grenze HÜLYÖCÜ, und *daß im Vßxtrag nur
der_"bestthn'dé. “ Zrstand s'srxier't wird, Im "übrig'eß, glaubs] ich,
* wird aucb die Erxlärng de? Herrn Regierungékyrpmiffars vorgReichs-
;
Srbaßamt» genügen, “daß“den katholischen Beamten anden Feiertagen Ursanb zum Kirchenbe_such gegeben wird. Wenn diese Einrichtung bis jeßt noch nicht zu Mißständen geführt bat, so wciß ich; nicht, war"!!! fie es; in Zukynft thun soll. Uebrigens, m„eine„_Herre„n, ist das eine Sache, über die man sich doch schließlich mitder russischen Regxßxungderftändigen kann. (Bravo! in der Mitte. Zuruf rechts.)
Meine„Hcrren, waruixr denn nicht? Es ist ein Scblrrßprotdkokl übst chlemcnts an der Grenze, und. ich glaube in, der That, daß es nicht unmöglich- ist, wenn in dieser Beziehung Von 161th der Pxeaßifchen Rrgierung eine Verständigung gewünschr wird, sick) darüber ZU vcrständigrn. (Brads! in der Mitte.)
Das S-chlußprotokol1 wird dcrrauf gcnclmigt. Bei den beidcn Noten, betroffend die Zollverhc'iltnis e in Finland, bemerkt der _
Abg. (Höry-Lübeck (sr. Vg); Drr Abg.1)r. Von Vrnnigsen [mt als unixrstüßcndes Moment für den Vrrtrag angeführt, daß drr Zurkrr 11,1 Finland emen erheblicbcn Abnehmer finden würdr. Das trifft nicht nur für Zucker zu; Nach_ einer mir vvrlirgrnden Statistik bkträgt der dru_tsche Export nacb Finland gegen 40 Z).)kiilionen, drr Import bort lecrnd ua_ch Deritxch1and 11 bis 12 Millioncn. Fin- land ift dröhalb fiir unxere Handelspolitik bic1lricht nichr unwichtiger (112; T).)irxiko. Die deutschen Béziekwngen zu Finland sind anz eigenartiger Narur. Ich könnte Jhnru rin Stück deutschrr Kurur- gesrbicbtr m Fin1and [)Er EntroUM, Wenn nicht die Bérarbungrn zum Ende drängtrn. Schon drr [)ansratisckye Kaufmann war im Wcéibrwrrb mit dem Englischen gezwungen, die? finriischen Vrrbälfnisse
zn strrdicrrn. Finland bat seinrn antonomrn ZoÜtarif, drr allmäblich
mit drm russischetx in Eirrklang grbracbtwrrdcn sol]. In dcm Mdtnrnr, wo dcr Zolliamps eintrat, war die Sitnation für uns Fin1and gc- grriiibsr eine schr ungünstige. Der ganzr Handsl mit Dratschland stocktc. Bri Fortdanrr drs ZonricgsI wäre mis mtzweifelbafr diescs Handcngcbiet für (111€ Ewigkrit vrrlorrn «rgangrn. Wir können Es daixrr rmr mit Frcud€ begrüßen, daf; drr Brrtrag auch mit Finland abgrjrhldssrn ist. „Vlchicht kann Von sritsrt einrs _Nrgicrungs- vrrtrktrrs ein? Erklarung crfolgr'n, was drr russischen Regierung zu diesen Bcstimmungcn Über Finland Anlaß gkgrbrn hat.
chiermigskommiffar, Gencrril-Konsu1 Freiherr von Lamc'zan: DM Hc'rrn Vorrrdnc'r kann ich iibrr diese Bcstimmrmgcn voUständig brrubigrn. EI bandrlt sich hirr um Béstinnnungrn, wslch dcr finnischr Skriat [rlbständi zu trrffcn bar, Dic _kleinsn Erleichte- [UUZT'L] "sind d11rch“'1oka16 Öcrbäifniffr brrrcbtigl'. Von drr ruisisch€n Rrgicrrtrig Werden im wcsrntlicbcn dirjrnigr'n ZoUändcrungrn garan- Tirrt, wr1chc drr Genebmigung dcs Kreisrrs VOU Rußland bediirfrn, Drr Ntiriiscix Skirat durfte in scim'n Rcchtrri nich1 bcscbräixkt wrrdrn, mid dri drr Loyalität und Korrrktbéit dcr firmischrn RCIiSrung ist 511 krincrlci Brunrubigung cin Anlaß vorhanden.
Abg. Schu1zr-chnc (nl,) wrist bin arif die Schädigungen dsr drittschcn Landwirthsrhafr dad11rch, das; anders Länder durch hohe Zile: rrrrortpränrirrrdir druische Zuckrrindnstrie 1a"1)m___1rgrn.
Damn ist dre zweite Brrathunq ch riisjt1chcir .Hcmdrls- VCL'TTQJI rrlcdigi. Schlns; nach 51/2 Uhr.
Preußischer Landtag. Haus der Abgeorductcn. 85. Sißung vom 13. März- 1894.
Arif dcr TageSordmmg steht die Fortsrßung drr zwriien VCMWUUJ ch Etats dcs MiriistcriUms dcr geis- 1ichrn rc. Angelcgcnheifcn, Und zwar drs Kapiirls „Kultus Und Unterricht“, Titrl: „Einkommen der (Geist- licch“ nebst dazu vorliegenden Anrrägcn.
Zn dem An angIbcricht in der DicnItagWNummcr dcs Blatts ist zunä | die Rede nachzufragen, mit welcher drr Staats-Ministcr ])12V0ffe drmAbg. vonStrombchZrntr.) cr: widcrrc, der die Theilung des Titel?: in mehrere» vcrschirdcne Titrl forderte und-scincn Antrag, die Mission-prarrcr dcn kmlw: lischen Geistlichen gleichzustcllcn, brgriindcre. '
Minister der geistlichen 26.91ngelcgcnk]citrn ])]: Buffs:
T))r'rinl Hrrrcn! Ick) bdbc im Lauf drr Drbatls wirdrriwlt börcn 1111111212, das; dir Rrgirrung zrvar für die'. Brdiirfnisse der katHolisrbcn Kirwk, dic birr zur Sprache grbracht sind, schöne und nwblwollendr Worir gehabt Habe), aber krine Timren. Drr Vorwurf ist in drr That rrcbr Ungcrrckyt; ich mache die Hrrrrn nur darauf mtfmer'ksam, daß Sir dir andcrung drs Vrrmerkö znr?! Kup. 1242 doch erwirbt [);-bmi. DW ist doch rin großcö aneständnis; für Sir, cin Zirgrsiäiidniß, dcss€n *sinanzirÜr Lirdrurrrm; sich darin kandgiebt, daf; dadnrch LiUL Mcbraus-Zabe VM jäbrlici) 400 000 „16.bcrbcigrs'übrrwird, --- und von dicscn 400 000 «M kOMUWU 380000 „Fl- auf katbolifchr Gcist1ichc und 20000 «161 auf Evangr1ischc Gkistlicbs. (Höri! Hört! récbts.) Ja, mcine Herren, es ist ja für mir!) eine überaus; pcirckirbr Lage, wrnn ici) birr immcr auf- ZWM 7911, was wir grtbanbabrn, um den Brdürfnissrn drr katholischrn Kircbc grrccbt zu werdcn, um Gcrccbtigkrit zu übcn. Es ist das für jcdcii anständigen Mann ohnehin Lins srbr pcin1ichr Sache", abrr fiir mich "um so mrbr, als ich darin gar kein brsrtidr-rcs Vcrdirnst sebr.
'Jch1burrinfach mcine-Pflirht, wenn ich bisr Gerechtigkrir waltrn
[aspx, mid ick) lasse sie waltrn, sdwcit ich dies obnc Gewisscnsbrdcnkcn o_drr dbne chbtsbedenkan thun kann. Also darin Haben wir drn «DMM brrcits cinr cr1)eb1irbc Konzession gemacht; es sind nicht bloß birr giiic Worte gcrcde't, sondrrn bier Hat die Regierung gczrxigf, daß LI idr Ernst damit ist, (ruck) tbatsächlich rin Entgchnkonmien zu br- il'k'lssn, Wo fie es irgend kann.
_ Nun freilich, mcinc Herren, kann ick) auf die: anderem Anirägr uicht imt demsrlbcn Entgrgrnkommen Lingrbcn. Zn einrr Brzirbnng wi11 «_h Wrnigstcns eine Erwägung drr Sache in Aussicht stellen. Das ist *die Trsnnnng dss Titels in Bezrrg anf die auf rechtlicher Vcrpstichtung brrubcndcn Airsgabrn und in Bczng auf die andercn. Das wird fick) 'VWUSWT machen lassen. Ich srbe nicht rin, warum wir, wenn Sie das wünschen, das nicht ibm! s0116n, wcnn ich auch nicht gerade sagen kanZU daß iel) darin eine: schr wesentliche Vcrbessrrung drr Lage Zbrcr GUsÜicer rrb1ick€n kann. Aber, wenn Sie dicscn Wunsch habcn, *so würdc ick) an den Herrn Finanz-Ministrr mir der Anfrage brran- MTM, 01) ans (&ck& oder finanzirllcn Gründk-n ciwa Bedrnken da- ZLJLU Obwaltrn, und wcrdr im nächsten Jahre, so Gott wil], über die „luskunft Ihnen „Mittheilung machen.
_ _ DFgrg-In bin ich nicht in _der Lage, znznsagen, daß wir jest ein- Wkg ('1118 Aenderung in der cheffrmg drr Zulagcn für die katbo- IMU und für die evangslisckxen Geistlirhcn eintrctrn lassen können. Ich babe schon bei der Grneraldebatre angefk-brt: cs bandclt sick) dabei Fxn Lm Durchschniitsbcdürfnißk Dieses DUrchschnittsbediirfnisx ist bei m_? WMgéklsrhen Geistlichen größer als bei den kathoüscbcn, weil 1 „M GkZsxlrcbcn das (Zölibat nicbt babrn. Ick) sche dcrbalb darin
rmc Paritat, sondrrn die richtige Parität ist die, daß wir das rrchte
Verhältxtiß in der verschiedxxren Lage der Geistlichen hier _aucxhxzrrm
Ausdruck bringén urid därn'acbÜ die' ZÜsÖÜffÖ bikiit'éiféii.
'Wentx_ der Herr Abg." voti Strornberk' rnit anscheinender Berechtigung darauf aufmerksam gemacht hat, daß doch im Anfang
“beider Feststellung'des Minimalgcbalfs von 1500 und “1800 „56
däs Verhältniß “ein günstigerés'*wäre, so muß ich das zugebrn. Aber das hat mich in dem Durchschnittsbedürfniß der Geistlichen seine volle Begründung; denn im Anfang “des Amtes find für den jungen Geist- lichen, der keine odcr kleine Kinder bat, natürlich die Bedürfnisse, die durch 'die Familie herbeigeführt werden, gering. 'Sie steigen aber und steigen prozrntual nach dem alten Saß: kleine Kinder, kkeine Sorgen, große Kinder, große» Sorgen. ---(S21)r richtig !) Wir müssen dafür sorgen, wcnn die: Kinder béränwarhsen, wenn fie auf das Gymnasium und in eine Pension gsbracht werden “müssen, daß dann in bcscheidencm Maße auch die Zuschüsse steigen.
Nun freilich, kann man ja darübrr redrn, ob es nicht wünschen?;- WLrtk) wäre, daß überhaupt eine Verbesserung dcs Einkommrns der Geistlichen cititritt. Dann muß fie abcr anf bridrn Seiten eintretrn, rind das, glaube ich, können wir jetzt nicht brrbeifübren, so lange die Besoldungsfragc dcr Bcamten nock) Möstrbt, so lange wir nicht in der Lage find, diese so langc vrrsprorhrne Brsoldungsvkrbesserung zu ge- währen. Kommt dieser Zeitprrnkt Einmal, dann wird auch zu erwägen srin, ob man nicht in der Lagé ist, drn Gcistlickxcn eine etwas erhöhte ZUwcndung zu macbrn.
Was die Missionspfarrrr anlangt, so irrt M) der Abg. von Strdmbcck, wenn ('r Meint, daß in unserer Wrigcrung, auf die' Missions- Pfcrrrricn diesr Alirrszulagrn auszudrhnen, sich der Mangel einrs Juterrssrs dafür krmdgrbe, daß dir Kcrtholikcn auf diesrm Gebiete drr- wildern. Nein, wir wünscbcn und wollen gérn dazu KMM, daß ach) die Kaiboükrn (mf diesem Grbietr so gut, wie mir irgrnd möglich, Pastoriert wrrdcn. Der Grund abér, wrsbalb wir hier nicht zu- stimmrn können, [th darin, daß die Misfionspfarreien gar keine wirklichen Psarrricn smd. Das sind Überhaupt kcinc fr'strn Ge- sialiungrn, das sind ganz irrrguläre Probisorirn, das sind Provisorische Notbbebslfr, die gerade dazu gemacht wsrdsn, Um wrnigstrns einr 11011)- dürftige Pastoricrnng drr Katholikkn in diesen Gebir'tcn [)erbri- zuführen. In diesrn sogenanntrn Missionspfarrkirn ist erstens mal drr Sprrngcl nicbt fichrr circumskribisrt, er kann jchr Zcit grändrrt wcrdrn; sié Ersircrkrn sicb iiber srbr Mita Grbiéte, in denen auch dir Brb151kcr1111g fiuktrtirrr, die Bedürfnisse ändcrn fich und dcr Pfarrspre'ngc1 kann jrdrrzSir grärrdrrf wcrden. Fcrner ist dcr Griff- 1iche amwbibcl; (*r ist iiicht fe'st angestellt, er kann irden Augrnblick wcagrschickr wrrdmi; es fehlt dcm Gristlichrn dic Wiigrmr, und des- halb babrn wir Uns dafiir ausgrsprorbrn: der richtige Weg, Hier €in€ Brffrrunß cinzrrfsrbrcn, ift drr, drr aucb srbbti Von einem Tbcil drr Hrrrrn Bischöfe: ringciMagcn ist, nämlici) die Niiffionspfarrricn in 0rd€1111ich8 Pfarrrirn zn Verwandeln; und dazu Mrdcn wir die Hand birtsu, soweit 65 möglich ist. Das ist drr richtige: WSJ; abrr dir Missionépfarrrien, dicsr Unständigcn Gebilde :ck] 1150, drrrn rrchtlicbc? Lage und drren Rrck)isderhä11nisse in dir aÜerriiisth kirchrnr€chtlichen Schwierigkeiten hinein- führen, birr in den Vrrmerk des Eiais aufzunébmrn, meirir Herreri, dadon können wir nur auf das aÜrrdringrndftr abratben. Jah fürchtr, wir brirtgrn dir ganze Sachs birr in Verwirrung, ganz abgeschen davon, daß 05 mit drm Zwrck dirses Titels garnicht iibcrrinstimmen wiirde, ans drm Unterstiixzungs- und UntsrbaltUngstitsl einen Pfarr- gründungsfonds zu marbcn. Das wiirr nick)t richtig; das würde zu Rrklamationcn won drr cmdcrcn Scifi? Anlaß grbrn: auf rvmigsliscbrr Scite würden äbn1ichc Ansprüche rrbobcn werdr'n, und wir würdcn dabri dcn kdnfr'ssionrürn Fricdrn nicht fördern, sondrrn wir wiirdrn ibn scbädigrn und wiirdrn nur nrurn Anlaß zum Strritrir grben.
Aus dirsen Gründrn, meim? Herrcn, möchte ich bittkn, daß Sie drr: Anträgen mtchdics1na1 nicht ziistinmjrn, sondcrn das; Sie es dabei 1affrn, wir, es biöbrr gcwcsrn ist.
Im wciieren Verlauf der Bcrcrtlwng nimmt nach dem Abg. Vrandcnbiirg (chtr.) das Wort der
Abg. Schmidt - Warburg (Zcriir): Mcin Antrag (s. drn 52111- sangÖ-brricbt in dcr Dirnstags-Numrrirr) 1011 krincn der andrrrn aris- sch11€ßrn, icl) sicbr aus drm Boden drr andrrannträgL. Dieunglrirle Bebandbmg dcr kailwlisrhcn und ebangclischcn (décistlichrn ist und blribt 61116 9111011101116, denn bei drr Vrrccbmmg drs WohnungögrleuscHnffrs drr Beamtcn 1110cht der Staat aiich kciiicn Untrrschicd zwischen Vérbriratbetrn und Unvrrbciratbcfcn, Will drr Ministcr srinrthitat ctwa binznfü rn: „Kcine Kindcr, keins Sorgrn“? Wenn ein Gcistlicbcr außcr alb anßrné; m_igcstrllr wird und TPätcr x_mchchßrn zuriickkrbrt, soll ihm dt Dirmizcrt außerhalb Preußrns nicht angrrrrlyner wcrdrn. Das ist
irng(*1*€(1)tfertigt, drnn fir wcrdrn nicht nach ihrem Ermcssrn, sondLrn nach dem Ermrffcn drr Bischöfe Verscyt. Und dafiir sind [rdiglich
„kirchliche Umstände ntaszgebrnd; unsere Bischöfe sind nicht so findigr
Grsrlx-äftslrutc, daß sie? wrgen einigkr hundert Mark dic Gsistlichrn hin und bsr schicks". Cs bandcli. sich bci mcincm Antrag ja nur um deutsche Vundcsstaatcn. Dru cdangrlisrbrn Gristliclxn strbt ja schon Yu, was mein Antrag fiir di6_ katho1is rn wiinsrbt. Wird mein Unrraq abgrlrl)nt,so Hofferch1rcmgstrnßna drm 11cu11chru Vrrsprcchen dcs Ministers, das? Er mit sririrn sonstigrn Untrrsiü ungsfouds ein- Jrrift, ch fich Urbrlstände zrigen. ernr'r bifrr't sch1i€€1ich, falls scin .lntrag nicht angcnommcn wrrdrn soUtc, wrnigstrns den beirrffenden Gristlichcn Mittel aus dissen Fonds zu gewäbrcn.
Minister der geistlichen 2c. Angelcgcnhcirrn ])r. Boss e:
Ganz gewiß, meine .Herrrn! Wrnn dic Sachs so liegt, so Werd? ici) de'm Mann [)e1fen und zwar aus _dcm Unisrstiiynngsfonds. Ich habe in der (Henrraldebatts ausdrücklich anerkannt, das; «(lerdings für disse Geistlickyrn, dic drm Herrn Bischof unterstEUt find und die nicht zu Prc'ußrn gehörrn, untcr Umständrn bei Vcrséiznngcn Unzuträglich- keiten eintreteén kiinncn, und wo solche UnzuträgliÖkcitcn und Härten für dcn Geistlichrn eintrrtmt, da helfen wir und nwl1en wir helfen aus unserm Unterstüßungsfonds. Prinzipiell die Sache durch drn Etat zu macbcn, gebr mrines Erachtens um dcswilLCn nicht an, weil wir damit die Usgcwjxr cines frcmdcn Staatrs fübrc'n wiirdcn (sebr richtig! rechts) und zwar auf Kosten drr Preußischen Stcurrzab1cr. Das empfishlt fich grwiß nicht. Sir sagen: die Gcfabr ist so groß nicht, daß die Horch Bischöfe ibrc (Hristlichcn herüber und hinübrr Versech. Das ist ja mögliÖ, abcr sir kann doch jsdanngrnblick rinirctrn, und dazu würden wir, wenn Sie das in den Etat hineinsclyrcibcn, dem Groß- herzogt'bum Weimar, _dxm Großherzogibum Oldenburg, dem Fü'rstcn- tbum Lippe odrr wie dir Bundrsstaatrn hcißcn mögen, geradezu die Last abnehmen, die wir unseren Geist1ichcn gegenüber anerkennen,
die jcnc Staaten aber zum tbcil nicbt anerkrtmen. Deshalb, glaube"
ick), geht das nicht; es blribt nichfs Andcrcs übrig, als Hier in jedem einzelnen Fakir, wo es nothwendig ist, mit Untrrstüßungen einzugreifen.
Nun ist gesagt w-orden vom Hrrrn Abg. Brandenburg, die An- rechnung der auswärtigen Dienstzeit könne doch stattfinden bei" den
Pensioxien der Lehrer, Ich_marbe darauf aufmerksam: die Anrerhmmß dePä'usr'r'räHtigéu Diéiistzeif*'5bei“d*er Peirsiöiiiéüiiis“ fsk“ vöit'jé'öer' “M. kommen andrrsWrbarldélt'worden'““als'“'d“ké Anrechnuiig der DiensKeit beim aktiven Gébasfé “Beim aktiven Gebälk iind“ bé'i den Dienstausw-
*zül'agen wird "unseren Lehrern 'die Dürnstzeit, die fie“ a'üswärtigen
Staaten (;(-leistet haben, aiich nicbt ang'erecbr'xet, Schon deshalb paßt dieser'Grund nicht und wir' können beim besten Willen nieht he'lfen, so gerne'wir' es wollten. Ich glaube, es paßt prinzipiell- *“nichtr-“in den Etat eine solche Verpflichtung einzusetzen, “da wir dcmiit hinein- greifen würden in ein Rechtögebiet, das uns gar nicht untersteht.)...
Abg." don Buch (kons.): Die Einbeziehung der“ 'Mifions- pfarrer balken wir“ nicht ,für erechtfertizgt; Das Maxima gehalt der'katbolisckyen Geistlichen Wo en wir, gern auf 2700 „ck erhöhen, sobald “die Finanzen es! erlauben. Wegen der Finanzlage können (wir jetzt nicht dafür stimmen.. Der zweite Theil des Antrages v..d. Acht ist an 'die faksche Adreffe ger tet.; 'die Herrrn müßten" erst in den anderen Bundesstaaten es durchseßen, daß dort die katholischen Geist- lichsn so günstig gesteUT sind wie bei uns. Wir stimmen also gegen alle Anträge,- :“ : . , . **
Abg. Der_sbacb (Zentr) spricht für die Anträge des Zentrums. Wenn schon einmal Konze-sswnen gemacht seren, so serdaskein Grund, noch andere Wünsche zu erfüllen. Redner brschwrrt “sich“ übrr ein- zexne 29115119, it) welchen GSist-[irhe wegrn ihrer Opposrrion bei Wahlemc. keine *nterstußungen erhalten hatten, wie aus einer Mrsügung der Regierung von Koblenz hervorgehe.
Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten ])r. Bosse:
Die Verfügung drr Regierung zuKob1€nz ist nicht auf meine Anwrisung erfolgt. Ich kann dem Hrrrn Abgeordneten nur erwidern, daß wir aÜerdings auch dann, wenn wir die: politische Grgnerschaft eines Geistlichen kennen, ibm Unterstützung grwährrn, sofern ein Be- dürfnis; Vorliegt. Aber wenn seine Dcduktion richtig wäre, so würden wir genötbigt sein, unter (111811 Umständen jrdrm Geistlichen, der das Minima1g€ha1t bat, obne. weitrre Prüfung drs Vedürfniffrs eine Unterstüizung zu géWäban, wenn er Üb€r1)aupi damit kommt. Das könncn wir nicht, dazu reichen auch unsere? Fonds nicht aus.
Was die Politisch? Seite der Sache ansangr, so wia ich nur brrborbcbcn, daß wir eine abweichendr politische Meinung nicht zum Gegenstande Liner kleinlirhen Entgeltung machen; wohl aber kommt es vor Und ist es borgckommen, daß einzcliie katholische Geist1iche in Liner so unrrbörten Weise der Regirrung Opposition gsmacht haben ("hört! Hört!) nicht bloß durch Unterschreibrmg drs Wablaufrufs des chtrums, sondern in ganz anderrr agitatorisckyer Weise, daß wir genötbigt waren, uns desshalb mit dem Herrn Bischof in Verbindung zu srßrn. Das ist geschrhcn, und die Sache ist noch nicbt erledigt.
Nun hat Ein solchcr Geistlicher - nichr dcrjenigr, soviel ich er- srbrn kann, von dem der Hsrr Abg. Dasback) gesprochen bat *- die - ja, wie? soll ick) &? nrnnen? - Unbrfangenbsit gcbabt, 14 Tage nachbrr, nachdrm dicse Dingr vorgekommcn warrn, an die Regierung mit dcm Anfrage bcranzutrctcn, ibm wiedcrUm zu einer Badereise Unterstützung zu grwäbrcn, und da hat die ngirrung Bedenken ge- tragrn. Ja, meine Hrrren, das kann ich wirklich nicht mißbiÜigen; das mag untersucht werdrn, und wir wollen abwarirn, wie der Bischof die Sache ansicht; dann wird sick) darübér rrden [affem Wir werden keine notblridendrn Priester im Stich lassen; aber wenn wir so pro- dozirrr werden, könnrn Sie fich nich1 wundern, wrnn die Rrgierungen auch einmal fick) sagen; Zirrr (:Srrj (]SDÜYUJ 111105. (Bravo! rechts.)
Abg. Dasbach (Zrntr.): Wenn der Minister die Verfügung nicbt veranlaßt hai, sollts er Ncmednr schaff€n, damit die Koblenzer Regirrung weiß, daß 01ch€r Unfug nicbt Estattrt ist. Redner bL- sprtckxt nochmals den ( all, wr) _eirie politis e Maßregrkung vorliegen so11, obglrrch der bctreffende Geistliche Ern gutrr Patriot set.
Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten ])r. Bosse:
Meine Hcrrén! Ick) kcnne den Fall nicht, dcn Hrrr Abg.!OaIbacb sOLÖLU znr Sprache grbracht [)at. Lägc es wirklich so, daß ('r Grund zn 811181) Brschwrrde böte, so hätte doch nichts nährr gebegen, als daß dic Beschwerde an mich berangebracbt wärs; dann hätte ich sir ge- priift und mich über dcn Fa11 aussprechen können, und ich kann Sie Nrsickwrn, daß das mit aÜCr Gerscbtigkrit Und mit alirm Wohlwollen grschcbkn wäre. Ich mns; aber auch Hrrrn Abg.!Oasbacl) darauf auf- mrrksam machen, daß die Régierung in Koblenz nicbt über die po- litische Grfiniiung, sondern über dir Politische Haltung und Stel- lung der Le'utc und namentlich darüber Auskunft der- langi Hat, ob fir agitatorisch grgen dir, Staatsregierung auf- géircirn sind. Und da muß ich allrrdings sagrn: so sehr ich Es mißbilligr, di€ politische .,Gesinnung“ Lines Mannes erforsch€n und danach ibn brurtheilen zu onrn, so scbr mus; ich darauf halten von Staarswexirn, daß die politische Haltung, die politische Handlungsweise und namcntlicb ein maßloses Agitirrrn grgrn dic: Königliche Staats- regierung für die Staatsbebördrn allerdings Dinge sind, die sie wissen müssen, iveriwsic gswisse “Aufrägr sachgrmäß brbandesn sollen.
Es thut mir leid, daß die Sache bicr wikder zur Sprache ge- kommcn ist. Es smd rinzclnc Fä1le genannt, die wieder eine prinzipiekke Bedrfbcisung garnicht zulasscn, und ('I wird wicder eine Verschärfung in unscre Debatte gctragrn (sebr richtig! rschts), die ich nicht ge- wünscht babe, und ich konstaticrk, daf; sic? von mir nicht ausgegangen ist. (Bravo!)
Abg. 111". Sattler (ul.): Ick) wil1 nur bcmcrken, daß der Abg. Dasbacb lediglich auf dcn Vrrdarbt politischer Maßrrgrlung bin hier lange Reden hält.
Abg. Von Stromberk ('Zentr.) r*rrfichrrt, das; ck nicht seine Ab- fichf grwcsen sei, eine VLrschärfung der Dkbatte berbkizufübrrn. ;Er Habe den Minister durch die Bifts, statt schöner Worte Tbatsn“ zu zrigen, nicht verleßcn woÜen.
Minister der geistlichen 2c. Angelcgenheiien [)r. Bosse:
Meine Hrrren! Ich möchrr nur Hisr ausßxrcäzcn, daß ich Herrn Abg. bon Strombrck dankbar für diese Auffassung bin. Ich bin Weit entfernt gewesen, anzunehmen, daß seine er8 gegen mich persönlich gerichtet sein sothe, sodaß ich dadurch [)ätte Verletzt werden: können; das ist ja bei dem Verhältniß, in dem wir beide? zu einander stehen, ganz unmöglich". ch babe nur bedauert, das; ich vielleicht hier in die Lage kommer! kann, Dinge, die ich pflichtmäßig gemacht habe, und die auch drn katholischen Mitbürgern zu grrie gekommen sind, ausdrückLich, gewissermaßen indem ich sie für :r. ck) selbst auf mein eigenes Konto schreibe, zur Sprache zu bringen. Das widerstrebt mir„ darauf der- zichtr ich lieber. Ick könnte eine ganze Rribe von Sachen hier vor-
bringen, wo ich Ihnen nachweisen könnte, daß mit läiußerstem Wohl-
wollen und größter Wcitberzigkeit die kirchlichen Bedürfniffe darch die Königliche Regierung befriedigt worden* sind. “ * ".; Abg. Hansen (fr. kons.) erklärt, daß scine Partei auf demselben Boden wie Herr von Buch stehe und die Anrräge- abl ne. . . Nack) weitcren Bemerkungen der;,Abag. -S idt-War- bur (Zentr.), Dasbach (Zentr.)* und JmWall'e (Zentn) , wer an sämmtliche Anträge gegen die Stimniendes Zentruxnsx