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Der Kaiserliche Botschcz ter in Wien Prin Neuß hat einen i m Aüerhochst demi iten“ kurzen Urlau angetreten. Wä ren seiner Abwesenheit ungiert der Erste Sekretär„der Kaierlichen Botschaft Prinz von Ratibor als Geschafts: träger.
Der Königliche Gesandte in Weimar, Geheime LZgations- Nail) von Derenthall ist von dem ihm Yllerbochst be- willigten kurzen Urlaub auf seinen Posteiz zuruckgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder ubernommen.
Der RegierungS-Rath (Graf von Hardenber sziegniH ist an die Königliche Regierung zu Potsdam, u_nb dxr egiexungs- Assessor von Flottwell zu Köln an die Kontgltche Regierung zu Breslau verseßi worden.
Dem Re ierungs-Assessor von der Schulenburg zu Magdeburg it die kommissarische Verwaltung, des Landraths- amis im Kreise Oschersleben, Regierungsbezirk Magdeburg, und dem Regierungs-Assessor Heising zu_Stade_ die kom- missarische Verwaltung des LandrathSamts im Kreise Cochem, Regierungsbezirk Koblenz, übertragen worden.
Der Dampfer „ Admiral“ mit dem Scesoldatcti:Deiachc- ment von Kamerun an Bord, Dctachementsführer Hauptmann von KampH, ist am 7. April in Las Palmas eingetroffen und hat an demselbsn Tage die Heimreise nach WilhelmH- haven fortgeseßt.
Ihre Majestät die Königin ist von Baden-Baden, wo Allerhöchstdieselbe zum Besuch Ihrer Königlichen Hoheit der verwiitwetcn FÜrFin VOLL Hobebzollsrn verweilte, heute Bor- mittag in Dres cn eingetroffen und wurde von Seiner Majestät dem König am Bahnhof empfangen.
Württemberg.
Dic gestern im 1€lcgrapl)ischen Aquugc untcr Berlin cr: wähntc Erklärung des MinistewPräftdentcn ])1*. Freiherrn von Miitnacht hat folgenden Wortlaut:
.Das ,Verlincr Tagablatt“ in seiner Nr. 169 Vom 4. Abril 1894 schließt einen längerkn Artiksl zu der Kladderadatschfacbe Mit folgenden Sätzen: „JWT bkeibt die Frage offkn: Wer ist diC als Jntrigant und Anzeitler dsr Kkadderadaischangriffe Verdächtigtc .Pc'r- sönlicbkeit in bobkr amtlicher SteÜunq? SoÜtE ein Fingßrzmg in dem Umstande liegen, daß man aus Rücksicht auf Bundssstaatcn an eine Anklage nicht denken dürfy? SoÜtk wirklich an den Staats- mann gedacht Worden sein, den man für den Rücktritt des Hcrrn bon Moser moralisch verantwortlich zu mach€n suchte?“ ,
Aebnliche Andeutungen findsn sich auch in andkren Blätter». Ein Stuttgarter Blatt bat mich mit Namen gCiiannt und auf das ausfübrlicbste 1":er die gegen mich mnlaufknde'n Beschuldigungen sicb angesprochen.
' Nachdem „man“ (untsr den Erstsn das .BCrliner Tageblatt“) fiir den Rücktritt des Hsrrn von IKOser mich „moralisch VLrantwvrtiicX) zu machen gesucht hat“, wozu ich geschwisgsn Habe, seh? ich mich mm in einer Sache, in der ich amtliche Riicksichicn nicht zu nebmen babe, veranlaßt, die Behauptung ober Vsrdächtigung, daß ich in irgend einer Beziehung zu dcm Angrtffkn des .Kladderadaisch“ stcbk, Von wem
immer sis ausgebsn mögk, für eine unwürdige V-Zrleumdung zu erklären.
Mitinacbi.“
Braunschweig.
Ihre Köniqlichc Hoheit die Prinzessin Albrccbt von Preußen hat Fick) gejtsrn Nachmittag in Begleitung der Ober: Zofmcisterin von Rbeinbaben, dcr Hofdame Fräulein von
oebn und des Zeremonienmeisters, Kammemerrn Grafen KelLer nach Hannover begeben und kchrt heute Nachmittag von dort nach Braunschwci zuriick.
Seine KöniglichcHobei der Prinz Friedrich Heinrich von Preußen ist gestern Nachmittag in Begleitung des Majors von Arnstcdi und des 1112 Keitel von Braunschweig nach Berlin abgereist.
Deutsche Kolonien.
Nach einem aus Loanda am 9. April in Berlin ein: Zetroffenen Telegramm hatMajorLautmcin, mie ,W. T. B.“ erichtet, den Häuptling der sogenannten Khauas- oitciitottcn, Namens AndreaH Lambéri, gefangen genommen, wegen des an dem Händler Krebs im Jahre 1893 verübten Mordes kriegßrechilick) erschießen lassen und den “anzen Stamm ent: waffnet. DLr Nachfolger Lambert?- hat ie deutsche Hoheit anerkannt. (Der Händler Paul Krebs, aus Landßbcrg a. W, gebürii , ist am 28. Mai 1893 in Naosanabis von einem WiWopr-Hotientoiten erschossen worden. Der Mord erfolgte, wie sich aus einer Untersuchung ch NegierungsÄlsstsWrs Köhler ergab, zweifellos im Einverständniß oder auf Anstifien des Kapitäns Andreas Lambert, der dadurch einerseits sich von den Forderungen seines (Hläubi ers Krebs befreien und andererseits seinem Verbündctsn und Freunde .HendrikWitbooi einen Dienst erweisen wollte).
Oesterreich-ngaru.
Der Kaiser empfing gestern Mittag die an der VÉéofskonferenz tbeilnehmenden 28 Kirchenfürsien in Privat: a enz.
Am 22. d. M. wird sich der Kaiser, wie die „Pol. Corresp.“ meldet, nach Budapest be eben; die Kaiserin trifft an demselben Tage auf Schloß Lichtenegg zum Besuch ihrer Tochter der Erzherzogin Marie Valerie, ein und reist am 24. d. M. ebenfalls nach Budapest.
Das Exekutivcomitéz der deutschen Lanbtags- Abgeordneten Böbmens hat an Stelle von Scymeykal provisorisch cinen Aus chuß von 5 MitJiedern mit der Leitung der deutschen Partei betraut. Zum bmann des E ekutiv- comintézlst und des Ausschusses wurde Ludwig Schle1xinger gema .
n der gestrigen Sißung des ungarischen Unter- hauses rügte der Abg. UJron _ den durch den ck)":- tienten herbeigeführten Konflit mit der Budapester resse uber den VerkYr der Journalisten im Hause als l'eichi ertig und warf der resse vor, durch ihre Siri edrobung sich echte an emaßt zu haben, die ihr nicht zukämen. Der nunmehrige Rückzug des Präsidenten sei eine, Verleßung der Autorität des Hauses. Der Minister:Präsident ])r. Wekerle erklärte, wer freiheitliche Institutionen wünTche, müsse auch die Presse xespektieren. Wenn leßtere ersprieß ich wrrkxn solle [o müsse ihr Selbstgefühl gewahrt und i re AkthY reiheit geachtet werden. Der Antrag, den Veri t des Praidenten
auf die TageSordnUn zu" seven, wurde sodann, gbgelehnt und der Bericht des Prä 1 enten mit großer Majqritat zur Kenni- niß genommen. Die Abstimmung vollzog sick) uxztxr großem Lärm der Opposition. Nachdem sodann der_ Prasidxnt uber die Betßeiligung des Hauses an der Le1chenf eier _fur Kossut Bericht erstattet batte, beaniragtc der Abg.".ßoiisy (Uiiabbän igkeitSpartei), iiber dax- Vorgeheii des Prasidenten, der den eschluß des Hauses 1_11cht so,_1yie beabsichtigt qe- wesen fei, ausgefiihrt habe, die Mißbilligung „des Hauses aUSzuspreckwn. Mehrere Mitglieder de_r Opposition schxoisen sich dem Antrag an und fordertenßgieichzeing die Demission des Präsidenten. Der MinisterWrafibenb 1)r. Wexerle' er- klärte, Präsident Banffy sci selbstverstandltch auch Ui dieser Fra e im Einvernehmen mit ihm vorgegangen, vyn einer an den Zxräsidenicn ergangenenWeisung_aber könne nicht die'Nede sein. Der Ministerratb beschäftige sich'absolut 'nicht mri der Haltung des Präsidenten. In namenilicher AbstimmuM wurde hierauf das TadelLootam Hoitsy's Mit 67 Stimmen ehrheit abgelehnt und der Bericht des Präsidenten zur Kenntnis; ge: nommen.
Großbritannien und Irland.
Ein gkstern veröffentlichtes Blaubuck) iiber die egypti: schen Angelegenheiicn entbäli denJahresbericht Lord Cromer's, worin es, wie „W. T. B.“ bixrichtct, beißt : Egyptezi bedürfe gegenwärtig vor allem der politischen Ruhe, um die mit so vielem Erfolge in den leßten Jahren bkgonneiien Re ormcn zu befestigen. Hierfür sei dax"; einträchitgc Zuammcnarbciien der europäischen und _ eingeborenen Elemenie in der Verwaltung nötbig. Bis ]th sei keine ernste Schwierigkeit vorhanden, obgleich die Ereignisse des leßten Jahres, dis [?diglick) darauf berechnet gewesen seisn, wischen den europäischen und eingeborenen Mitgliedern der Verwaltung Uneinigkeit zu schaffen, bis zu cinem gewissen Punkt diE fortschreitende Eniwickelunq der wichtigsten Re: formen und das Wohlergehen aller Klassen der Bevölkcrung gefährdet hätten.
In der gestrigen Sißung dcs Unterbauses erklärte der ParlamentE-Sekrctär im Kolonialami Buxton, der Kanzlsr dci“ Schaßkammsr Sir W. Harcourt WSWS am Donnerstag die Entscheidung der Regiermig iibcr Uganda mitthcilen. Dcr General-Siaajsanmalt Sir Charles R11ss8l erwiderte auf eine Anfrage, cs seien ksine ernsten Differenzen mit Amerika iiber die BcringSmcer-Bill entstanden, sondern nur unbedcuicnde Meinungsversck)iedenbcitkn. Der Kanzler der Schaßkamwer Sir W. «Harcourt bc- a11tragic, daf; für den Rest dsr Scssion dic Dienstaxc dcn chierunchvbrlagen vorbehalien und an den Freitagen 5. orgcn: siHUUZLU anberaumt Wiirch. Zur Begründung seines Antrags fiihrte er dic vorgcrückte Jahres eit und den Stand der chic: rungsvorlaacn an. Das Haus abc zu entscheiden, ob es bereit sei, der Regierung die Zeit zu gewähren, di? *absolut nothwendig sti fiir dis ErfiiUmig dcr Psiickxcn, welche die Mehrheit des Hausts und des LandeS ihr aufcrlcgt habe. Balfonr bekämpfte diCsLn Antrag, fügte abcr hinzu, er glaube nicht, daß die ?)chicrung bsi biessr Gelegenheit scheitern werde. John Redmond bemerkte, er könne den Antrag nicht Unterstiich, mMn er nicht die Ver: sicherung erhalte, daß die Vorwgs iiber die cxmiiiicrtcn Pächter in den Vordergrnud gsstklli wcrdc. Dcr Chefsekrstär fiir Irland John Morley lehnte er.? ab, ("1116 solche Ver: fich8rung abzugeben. Ein von dem Marquis of Carmaribcn eingebrachtes lecndemcni, die. Forderung der Regierung mir bis Pfingsten zu bewilligen, wurde? mit 268 gegen 244 Stimmen verworfen und der Antrag Sir W. Harcourks mit 249 gsgcn 223 Stimmen angenommen. Hierauf gc- nchmigte das «Haus die dritte Lcsnng der BebringSmccr-Bill.
Italien.
Die „Riforma“ sebreibi zu dcr Zusammcbkunft Jhrcr Majestätcn des Kaisers Wilhelm und des Königs Humbert in Venedig: Das italienische Volk grüße die beiden durch die Herzensfrcundsclmft, die ein gemeinsame?- Ideal schaffe, verbrüdcricn Herrscher. Mit der Achtung vor dem .Haupt des großen verbiiiibcten Siaais mische sick) dis Wärmsic Sympathie für die [Ebensfrische Natur dss jungcn Herrschers, dcr Seiner persönlichen Tüchtigkeit U11d Thaifraft Scinc großen Erfolge in der europäischen Politik verdanke.
Spanien.
In die Kommission dss Senats zur Prüfimg dcr Han: delsverträge sind dem „W. T. B.“ zufolge fiinf Eigner und wei Anbängsr der Verträge gewählt worden.
5 ei dem Hauptsekreiär bon Manacor auf der Insel Majorca fand eine Bombenexplosion statt, wodurch die Zur Wohnung fiihrende Treppc zerstört wurde. Der Sekretär onnte sich mittels einer Strickleiter rctien; es wurden mehrere Verhaftungen vor, enommcn.
In den Stein küchen vonBilbao wurden zwei Bomben aufgeÉunden, die auf die Anarchisten zurückgeführt werden.
inigeHundcrt beschäftigungsloserArbeiter durch: ziehen die Provinz Sevilla und verlangen Brod. Die Gendarmerie isi daselbst verstärkt morden.
Belgien.
Dcr Kongreß der Delegirten aller liberalen Vereinigungen, dcr vorgestern und gestern in Brüssel tagte, hat dem „W. T. B.“ zufolge ein Programm von politischen und sozialen Forderun “en angenommen, das nach der Absicht der Leiter des KongreJstS bestimmt sein soll, alle jeßt getrennten Liberalen zu vereinigen.
Rumänien.
Zu Ehren des Pxinzen uni) der Prinzessin Ferdinand von Rumänien fanb, wre „W. T. V.“ meldet, am Sonnabend Abend in Iasst) eine Beleuchtung der Stadt, sowie ein Zapfenstreich und Fagkelzug stqit. Am Sonntag besichtigte das Prinzliche Paar die Denkmaler, Schulen und verschiedene Etablissements; für den Abend hatte die Studenten-
vcreini ung einen Ball veranstaltet. Die Rückkehr nach,
Bukaret findet am Mittwoch statt.
Montenegro.
In ihrer Antwort auf die Beschwerde Montenegrer iiber die Zustände an der montenegrinisch-albanestschen Grenze hat sich, wie „W. T. B.“ aus Cetinje ethrt, die Pforte be- reir erklärt, strenge Maßnahmen, zur . erhinderung der albanesischen Einfälle zu ergreifen;s1e habe daraufbezügliche
Aufträge an den Kaimakam von Tuzi ertheilt und wolle die'
Grenzgarnisonen durch reguläre Truppen verstärken.
Sthweden und Norwegen.
Der Korrespondent verschiedener schwedischer Provin bl" ' der das Gerücht über die Aeuß'erung des KUWAIT; von einem bewaffneten Einfa11 111 Norwegen verbreitet hatte auf Grund dessen das Storthmg die Apanage des Kronprinzeä nicbt bewilligte (siehe Nr. 79 d. Bl. yorn 4. d. M.), hat, Wie „W. T. B.“ aus Christiania erfahrt, dem norwegischen Staats-Minister in Stockholm erklärt, daß ?_nese Mittheilimg auf einem leichtfertigen_©erücht ohne zuverlassigcn Gewährß mann beruhe und sich ]edesGrundcs entbehrend erwiesen babe.
Amerika.
Das „Reuter'sche Bureau“ meldet aus Washington von gestern, starke Meinungßverfchiedcnheiten _innerhalb der demokratischen Partei des Senats drohten, die Abstimmimg über den Tarifentwurf bis in die Mitte des Sommers zu vcrzö_ ern und dürften vielleicht zu einer Ablehnung der Vor- lage ?ühren. ,
Aus Buenos Aires ist in Paris die Meldung einqe; troffen, nach einem daselbst verbreiteten Gerucht seien *40 Brasilianer von den portugiesischen Schiffen, die sie an Bord genommen hatten, nach dem Lazareth auf der Inse[ Martin Garcia geflüchtet. Andererseits verlaute, daß Saldanha und die anderen brasilianischen Offiziere sich heimlich nack) Rio Grande begeben hätten.
Der „A enzia Stefani“ wird aus Lima gemeldet, daß die eruanis c Régicrunq den General Canevaro, zur ZM Gesandter Perus in Wasbington, telegraphisch nach Lima bc- rufen habe. Man versichere, daß dem General Canevaro die Präsidentschaft und das Kriegs-Ministcrium angeboten werdkn wiirde.
Asien.
Nach einer Meldimg dcs „Rkuier'schen BUWÜUS“ aus Shanghai von Heute sind in Hsianfu (Provinz Shensi) dichebäudc dcr frauzösischen Mixsion von der Bg; völkerung nicdergcbrannt und die Prie ter mißhandelt und
ins (Gsfängniß geworfen worden. Die französische (Hesandt- *
schaft babe Genugtbunng verlangt.
Parlamentarische Naéhrichten.
Dcr Schlußbcricht über bis gestrige Sißung des Reichs- iags befinde: sick) in der Ersten, der Schlußbcricht über die gestrige Sißung des Hanses der Abgeordneten in der Zweiten Beilage.
_ q“er heutigen 78. Sißimg des Reichstags wobnion dic _Siaatssckrctäre ])1". von Bostiicher und Nieberding, sowic ber Königlich baycrischc Gcsandte (Graf von Lerchen- feld-Köferiiig bci. _
Zur zweiten Berathung steht die Vorlage, betrcffcnd dic Abzabiiingsgcschäftc.
§ 1 lautst: Hat bsi dcm Vcrkauf cincr dem Käufkr übergebensn HLWLJÜÖM Sache, dercn Kaufpreis in Tbeilzablungen berichtiin WLden 1911, der Vcrkäufcr sicb daS Recht Vorbehalten, WLW! Niéhtériüklung der dem Känfcr obliegxnden Veerichtungkn Von dem Vsrtrag zurückzutrkien, so ist im Faile dieils Rücktritts jeder Tbcil Verpflicbtsi, dem andern Theil die Empfangensn Lsisiungen zurückzugewähren. Ein“: entge enstehenie Vereinbarimg ist nichtig. Dem Vorbehaltkn des ückiritis- rechts steht es glcick), wmm dsr Vcrkäufer wegen Nich- crfüilnng der dem Käufer oblicgsnden Verpflichtnngen kraft Gesexxxs dic Atiflösimg dLI Vkrtrags wc'rlangsn kann. § 2.: DLr Käufer bat im FUNC dss Rücktritts dem Vcrkäufkr fiir die infolge dss Vértrags gemach18nAufwendungon,sowie für solche Beschädigungen der Sache Ersay zn [kiiwm Wslche durch 6111 Vkrscbuldkn des Käufers oder durch eincn sonstigcn durch ihn zu bcrtrktcndcn Umstand Verursacht find. Für die Ucbcrlaffunq dLs Gebrauchs oder dsr Bemaßung ist deren Wert!) zu ber.;iiien. Eine kntgcgenstxbcnde Vkrcinbarung, insbcsonderc dic Vor Ausübung des Rücktrittsi'scbts erfolgt? Vertragsmäßige Festseßung cim": 555€an Vergütnng ist nichiig.
Abg. anzmann (fr. Volksb.) will den § 1 dahin Verändkrn, daß im FaÜe dss Rücktritts dcr Vkrkäufec an den Käufer denjenigkn Betrag zu erstatten bat, um welch der gegenwärtige Werth Der Sach d€11110ch rückständigkn Tbsil dss gesammten Verkaufsprsich übkriteiqt.
éSchluß des Blattes").
_ Das ngs der Abgeordneten scßtc in seiner
heutigen 45. Sißung, welcher der Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen und Kommissarien bciwohnten, die zweite Bcraibung des Eiats dcr StaatS=Eisenbabnverwa1- tung bei dem Einnahmetitcl: Vergütung für Ueber- las_sung von Bahnanlagen Und für Leistungen zu Gunsten Dritter 6641 300 «14, fort.
Der Titel wird obne Debatte genekÜmiFi, ebenso werden qcnebmit die Einnahmen aus der e erlassung von Vetric_ Emitteln und aus Erträgen von Veräiißerungen. “
Bei dem Titel: „Verschiedene sonstige Einnahmen kommt .
Abg. Graf zu Limburg - Stirum (kons.) auf dx? Leistungen dsr Eisenbahnen für die ReichsePostverwaltung zurück. _Dls prkufziscbe Eiskiibaanerwaltung habe diese Leistungen auf ubs! 23 MiÜion-Zn Mark berechnet, der Staatssekretär von Stephan halt? aber. dicse Rechnung nicht für ri tig; er meine, bei einer genaueren Prüfung würden fich andere Za len ergeben. So bezeiIne er z- „B- dic Gebühren für das Rangieren der Fostwaaen als ni t berechhßk- Der Staatssekretär berechne die Leitung der Post für die RMS" behörden M. auf 10 Millionen Mark und verweise auf die Außgabln der PY für die sozialpolitischk Geseßgebung. Eine solche Aufrechnunß ist jedo ,fäbrt der dener fort, nur moglich bei zWei ReichEVerWaltungkn- die Eisenbahnen aber sind Einrichtungen der Einzelstaaten. Da die Jost cinen rechnungswäßigcn Ueb€rschuß von 16 MiUionen Mark hat, 0 würde, allein Preußens Leistung dagegen berechnet, die Post mit einem Defizit von 8 Miliionen Mark arbeiten. Da indeß aucb andi?!a Staaten in Betracht kommen, so ergiebt sich die Thatsache, daß D!? Einzelstaaten, welche Staatsbahnen beßyen, einen versteckten Matri- kularbeitrag an das Reick) zahlen; diejenigen Staaten, welchs eigentli die Post am meisten benuxzen, aber keine Staaisbqbnell babcn, amburg,Bremen, Lübeck und die industriellen tbürtnßtscbk" Staaten, zahlen diesen Beitrag nicht. Diese Leistungen werden aupt- sächlich aufgebracht für die PosipackZt- und die Zeitungsbeförderunß- Durch die' Postpackete werden_ die Handler in der kleinxn Stadt be- nacbtbeiligt zu (Gunsten der Handler der großen ?afenstadte und))„kk Provinzialbauptftädte. Redner verlant eine charfe und prazise AuGeinanderseßung zwischen dkn Ei enbabnen und dxr Post“ verwaltung, weil die preußffchen Finanzen unter dem jeßtgen Ver- hältni zu leiden hätten. ,
bg.1)r. Ham m a ck er (nl,) dankt dem Vorredner für die Anregun? dieser Fra e, fügt aber hinzu, daß von dem billigen“ Packetporto "ickZl nur Hande und Industrie, sondern auch die Landwirtbschaft VAWel zögen, z. B. bei Versendung von Butter. Eine Auseinandexssßunß zwischen dem Reich und den Eisenbahnen, um den leyteren eme an gemeffenere Entschadigung zu sichern, fei nothwendig.
, nach dem § 2 einzuscbiebcn
T “- Gewerbebetrieb dartbäten' (§ 35 Gew.-Ordn. .
Der Titel wird genehmigt, ebenso die übrigen Ein-
, „ahmen: Antheile aus den Privatbahnen, an denen
Staat betheiligt ist. der (Schluß des Blattes.)
„_ Der Abg. Graf von KaniH-Podangen_(dkonf.) bat im Rejchstag folgenden Anirag eingebracht: „Der Reichstag wolle be- schließen: den Herrn Reickyskanzlkr zu ersuchen, dem Reichstag baldigst einen Geseßentwurf Vorzule en,. wonach 1) der Einkauf und Verkauf des zum Verbrauch im Zo gebiet bestimrzitsn ausländis chen Ge- ireides, mit Einschluß der Mühlenfabrikate, ausschließlich für Rech- nung des Reichs erfolgt, 2) dre Vexkaufspreise im MindestbetrZJ-Z wie folgt festgeseßt erden: u. für Weizen auf 215 „M, 1). für oggsn auf 165 „;ck, o.,fur Geiste auf 155 „"E, (1. für Hafer auf 155 „M, 9, für Hülsenfrüchte auf 185 „5%, 1“- fur Lupinen auf 80 „16, CX- für Malz auf 175 „153, 1]. für Mats auf 155 „x(. pro Tonne, i. für M65!- und Mühlenfabrikate, entsprechenb den' für das Getreide festgeseßten Mindestpreisen,'nach dem gcseßbck) fixtcrien Auöbeutebsrhäliniß.“ _ Der Antrag Lst von 29 Mitgliedern dcr konserbatibcn Parisi
* unterstützt.
-- Jm Hquse der Abgeordnétsn ist zu dkk zweiten Be- raihun des Staatshaus'balts-Etats für 1894/95 Von den Abgg. ?:)lzem, Sack und Freiherr von deliß nachstehendcr Antrag eingebracht worden: „Das Haus dEr Abgsordneten wolle beschließen,
olgendsn: § 2a. Die bis zur gesetzlichen Feststeklung des Staatshausbalts-Etats (§ 1) innkrhaib dsr Grenzen
* desssiben geleisteten AUIJaben werdcn bikrmit nachträglich genehmigt,“
Entscheidungen des Reichsgerichts.
Eine Verpflichtung dßs Wohnungs-Vermicthcrs, dis dkm Mietbcr zu allxintgem (Gebrauch überlaffénen Räums zu bslenchten, besteht, nach cincm'Urtbetl dss Reich§g€richts, 171 Zivilsenats, vom 12. Februar 1894, im Gebiét dks Prcuß. AügL-N. nur dann, wsnn der Vermictber au'sdrücklich disse Leistung übernommen bat. Da- sgkn kommt ES 111 Bkzug auf die Frage. ob Vsrmietber für diE &?[euchtung dcr geryeixisamcn Zugängc zu den bkrmietbcten Wohnungen und dcr dabm sbbrendcn Trsbben zu sorgen bat, namcnt- lich auf 13811 Ortsgebraucb an; eine Pflicht des Vermietbers zur Beleucbtmig und dessen Hafibarkeii für durch Vsrnacbläsfigung diessr Pflicht entsisbenbcnSchädcn wsrden rxgelmäßig in größeren Miethsbauscrn großchtadtk, deren Zugängc und Treppsn auch nach eingstreten'er Dunkelheit bon Fremden vielfach bptrcten WerLn, anzu- nebmsn seni. „Der Vermietbch bai namentlich auch die dem Mietber zum_a[leinigen Gebrauch übkrlassénsn Räume' zu niiterbaltcn, aber, soweit für ihn eme Bkleuckytung dcrselen niitbig odcxr erwünscht ist, Hat der [Eßtere sélbst aiif eigkne Kosten dafür zu sorgen, Es wäre dsnn, daß auYnathWElsS' ber Vermietber Line solche Leistung übsrqommen batte. Bezüglich dcr Beleuchiung dsr Zugängc zu dcn bermteibeien Wohnungen und dsr dahin fübrenden Treppen kann 99, wenn in BLM'MWTÖÖVLUWJL biérübcr nichts bcstmnnt ist, zuwwilkn zwcifxlbaft sem, ob bkr Vermißibcr stiÜscbweigend übernommen bai, bikrfur zu sorgkn. "DLLsL Fragc ist nach den Umständen zu entscheidkn. Es Yomr'ni namentitch aus dsn _Ortsgcbrauä) bei dsrartigen MiStbs- Verbalfmffcén_an_.__ Cin R€chtsjaß, Wc1ch€r Einem Hausbkfißer. dsr Wobnyngen m sm_ncm Haus? VLkn11€Éb8Ü im öffentlichen Jiiteressc dic Y_erpfltchtung aiiseriegt„ dic Zuganges zu den Mistbswobnungen wgbrénd der allgemcmsn V6rk€brszeiten zu beleuchten, existiert nicbt. Etnfsolcber' Recthfaiz würdc auch, WEnn in einem Hause nur eine oder wexmge kketne' Mietbanlwungcn Vorbandsn find, zu einer Verhältniß- maßig erheblicheéri Stsigsrung der Miethsprkifc führen miisssn. Da- gkgcn kann es 56! größcrsn Häusern, in dcnen cinc Anzaxbl Mietbs- Ybbnungsn vorbandsn sind, und in Mlckxn, namsntlicb in den großcn S'tabKn, auch des Abends die Zugängc imd Trcppcn aucb VouFremdcn Vielfach bctretén Mrden, im Jutsreffs der öffc1itlich8n Sicherbsit ge- botkn sein, das; für 01110 g€nüg8ndc Béleuchrimg derartigcr Räume gx?- sorgi„rv1rd. In solchen FMM kann sich fiir den *Oauswirtb aus ÖM Umstandkn 531112 Zwangßpflrcks znr Bkleuchtung im Sinnk dks § 9 1 6 AÜJWUEMM Laiidri'Öts exgebkn, deren Vc'rnachläsfigmrg ibn bast- bar macht für den dadurch entstandenkn Schnd€n.“ (290/93.)
_ _ Hat ein Wobnungö-„Vermietbcr gkgcn s€incn MiStbsr auf Yaumung geklagt, iind diE Vérnrtbsilung zur Räumung mit Vor- lziufiger Voklstrkckbarkctt in e_rster Instanz Er_strittcn, so ist er, ich) einem _Urtbeil “dss RsichsgkriME, 17. Zivilxenais, vom 17. FLbruar 1894, tm (88be1 dss Prsuß. Alb]. Landrechts démMictber, welchen er nunmehr, znr Raumnyg dsx Wohnung Veranlaßt, s cbadcnssrs (113- Pflichttg, ichn dther in dsr Berufungsinstanz die Aufhebung PLS Ersten UribUlö erlangt, sodann (1er seine Wiedcrein- ieizung m dyn 'Befixz der MictbSräume durcb Handlungkn des Gegners (beisptxls'wmse durch Veräußerung _odcr Niederlegung) BLS Hauses unmoglich „gemacht wird. _ Der HauMißenibümer St. batte gegbn skinen Ykietbsc S. auf Räumung geklagt und in crstsr _J11s7011z ern obfiegsndks Urtbcix mii borläufigcr Vollstrcckbarkcit Lr- 1trittcn. St. bcqfntrggic hieraus dic Vollstreckung und der das Uribsil dem Mietber bkbandigknde GKrichtszlzisber drobie ibm dis Exmisfion (xls beborstebcnd „an. Dßr Miytber vsrließ demzufolge freiwiÜig das 8 ans_und [8916 die Bsrgxung cm, auf Mlche das Erste Urtbeil, untkr thvetsungx deY Klagsrs mit seincr Klage, aufgchoben Wurds. Jiizwt]chxn batte St. sein Haus veräuFZrt und cx war demzufolge außcr stand?, dem S. die obnung, diE dieskr Verlassen hatte, wieder einzuräumen. S. kla te nunmehr »]?gerx St. auf Schad€n§€rsaß, wslchn Anspruch das Nei sgcricht für bsgrundet erachteie, indem es ausfübttc: „Freilich War der Beklagte n§1ch dem ihm giinstigen Lrsten Urtbeile dxs Vorprozesses in der Lage, disses gegen den Klager durcb dkssen Entteßung Vorläufig voÜftrecken zu la en; gbex wenn er dies Veranlaßte, so that er es auf skinc Ge a r, aur die_GkFa[)r, daß er faÜs das Berufungsxzericht das Urtbeil auf eben und die? Klage abWLiéen, werde, die Jolgkn seines Vertrags- bruchs zii tragerx babe. Dem Ansprache des Klagers auf Entschädigung steht, nicht, wre „das Berufyngsiicricht meint, entgegen, daß einc Crnnssion dczs Klagers tbatsach1ich_ "1111127 stattgefunden, sondern daß Mägßr auf die Androhung der Exmimion seitens des Gerichtsvollziebers freiwilLig das_Haus des Beklagten verlaffcn hat. Wie vom Reichs- gericht schob in dem Urtbeii vom 3. Oktober 1888 (17. 156/88) aus- gesprbcben ist, steht eine ertwiÜigeRäumuna der Mistbwobnung einer Exmgssion salbst dann gleich, wenn der Mietber, nachdem er durch vorlaufig vollstxeckbares Urtheil zur Räumung Verurtheilt worden, bierdiirch zur Raupmng veranlaßt ist, weil nicht zu bezweifeln sei daß der Bermréther nicht gezögert haben würde, von „ dem ibm durcb das Uktbeil beigelegten Rechte durck) SteÜung des Vollstreckungöantrags Gebrauch zu machen . . . .“ (285/93.)
Entscheidungen des Ober-VeWaltungsgerichts.
„ Zur gennxrbßmäßigcn Ertheilung des Tanzunter- ktchts bedarf es, nach einem Urtbeil des Ober- Verwaltungsgerichts, 111. Senats, vom 15. Februar 1894, kein er olizeilicben Gc- n _metgun ; es Yann demnach jeder, welchr Zeh dazu für befähigt balx, sickZ o ne weitcxes als Tanzlehrer etablieren. Die Polizei- beborde'ist daher ntcht befugt, wc'gen Unzuverläsfigkeit des Tanz- lehrers ihm die Ertbeilxng des Tanzunterrichts in einem bestimmten
kt durcb Verfugung zu untersagen , sondern sie kkmn nur Klage gegen diesen beim Kreis- oder Be- zirkSausschuß 'auf Untersagung der geMrbSmäßigcn Ertheilung des Tanzunterrichts erheben. _ De'm Tanzlehrer S. wurde von der
olizeiverwaltunß 'zu S. (Reg.-Bezirk Frankfurt a. O.) durch Ver-
Yung die Ext etlung des Tanzunterrichts in S. untersagt, weil
atfachen vorlagen, welche seine Unzuyerlässi keit in Bezug auf diesen d ? Er wurde ferner von er Polizeiverwgltung zu L. durch eine gleiche Verfügung an der Er-
tbexlung des Tanzutiiertichts in L. gehindert. Seine Beschwerden an den Landrath und sodann an den Regierungs- Präsidenten warben als uybegründet urückgewiesen. Gegen den Bescheid des Regierungs-Prafidßnten er ,ob S. Klage bei dem Ober-Verwaltungs- gericht, welches bis Bescheide und Verfügungen der Polizeibehörden aufbob und begrundend (i_usführte; „Zur geWLrbsmäßigen Eribeilung VZ)" Tanzuntexricbt bedarx es kemor polizeilichen Genehmigung. Es gtxbt daher keine Versagung dcr polizeilichen Genebmigung zum Be- triebe d6s_ (Gewerbes als Tanzscbrer, sondern es kann nur der Ge- werbebemkb untersaY wßrbsn (§ 35 Abtl).1 Gew.-Ord.). Diese Untersagung, dere_n *orausießung die Unzuberlässigkeit in Beziehung auf di? gewexbstzmßigk Ertbeilung Von Tanzunterricht ist, trifft den Gemerbqbetrreb in seiner Gesammtbeit; sie kann sick) nicht bloß gc en seine Aus'iibung in einem einzelnen FaUc oder an einem ein- zenen Ort richten. Nach § 119 Nr. 1 des Zuständigksits- ??essYes vom 1. August 1883 wird bis Uniersagung von dem .xets'ausscbuß ober dem Bézirksausschuß aus Klage der zu- standigen B€bbrde_ außgxsbroÖen. Daraus folgt, daß fis zn anderer Werse nicht zulassig, namentlich die Polizei nicht befugt xst,'sic durcb Verfügung anzuordnen. Es darf zwar auch gegen den- ]emgen, dex die Ertheilung von Tanzunterricht als Gewerbe betreibt, und, dem dieser Gewerbebetrisb nur durch berivaltungsgerichtliche Ent- scheidung untersagt werden kann, polizeilich Lingesckyritten wcrden, wZnn dievArt, „ww er den GeWerbebetrieb ausübt, poiizeiwidrig ist. Dieses Exn1chreit6n kann jedoch nicht in einer Untersagung des Ge- erb'ebctrtek-(ZY; besteky'cn, sondern! nur in Einem fich gegen dis boliz€i= widrige AuZubung richtenden Gebot oder Vßrboi.“ („111 194.)
Schaltvesen.
_].“lebcr die Feier des 25jäbrig€n ZubiläUms dLÖ KönigliÖLn Kaiserin 'AuYufta-nynnasiUms berichtet das CbarlotiLnburger „N. Jnielligenz l.“: Zur Vorfeier wurde am Frkiiag Abend in dEr niit antgken Waffen gsfcbmbcktexx TurnbaUe bon Schülcxrn der Anstalt Sobboilesi .Pbilokiet' zur Aitssiibrung gebracht. Die Musik zu den Cboren (bar bom Dtrckxor kon1poni€rt. Der AUffÜHrung wvbnten u.a. etxnge Raths aus dsm Kuitus-Ministsrium bei. Am Sonnabend Vor- mrttag un) 105 Ubr _ sand ebknfalls in der Turnhalle, deren Ostwand cm zum Jubélskst gswidmctss Bild dsr bocbseligen Kaiserin Augusta, _Um eben Von Lorbeex-Gewinden, schmücktk, dic eigentliche Feterltck)kett iatx. Die stadttschsn Bexbörden bon Charlottenburg baiten, unter Jubrmig ÖGS OberzBürgermeistc-rs Fritsche eine aus Mitgltcdcrrn des Magistrats und Dkk SiadwerordnetEn-Vcrsammlung besiebxnquspuiqun gesaiidt, ebenso das städtische Realgymnasium und dic bobsxe stadtisch? Bürgckscbule. Nach Abfingung Lines Chorals sbracb Prof€s1or 1,)r.Hi1[sen em Gkbet, worauf der Chor das „136118- 619515“ von NtLls-Gadc bortrug. Nun folgte dic Festrede dLs Direktors .Di". Schul und darauf ein Vortrag 1789 Schüler- Gksmigbércins unter _Lincm Dirigknt-Zn Otto Wangemann. Das LkbrxrkoÜsgium trat sodann mit einer Disputation dcr ehsmaligen Schuler zu7ammen und überreichts dem Dirckwr durch sLinsn ältesten Koiiegen, Pxofesor Hülsen, cinc Jiibiläums - Stipendium- Sttftuxxg m HÖHE Von 12 000 „46, derkn statutarische Vsrivéndung zur Untsrstüßung bsdürftigcr S_ck)ül?1* b-cm Direktor anbeimgLstLUt Yards. Obcr-Bütgkrmstster Fritsche überbracbtc als Beitrag der Siadi zur Zubilämnsstiftung 1000-FQ und bkglückwünfchte den DLXLLWY und die Anstali, wclche stois in freunbschaft1ich€n Béziehungsn zur Stadt_ gestanden habe. Es schlossen fick) daran Ansprachen der Herkn Direktor Dr. Hubatscl) und Rthor ])]: Gropv- Der Chor- gesang dss 23. Psalms bon Becks): 5115ka den Abschluß der Feier. Um 6 Uhr _Abends vcréinigtc ein Fxstmabl in 561“ Flora dis lerer nnd elyktnalizzcn Schülsr des Gymnasiums.
Handel und Gewerbe.
Zabliing ber EinganZSzölle in Italien.
_ Durch Königliche Verordnung vom 28. 1). M. und durch cine. m Ausfiihrung derselben ergangene VZinisicrial-Verfügung vom 31. v. M. _ beide veröffentlicht in der „Gazzetta uffiicalc“ vom 31. v. M. _ find mit Bezug auf die Zahknng der Ein- 997111153011? folgende einstweiiigen Bestimmungen getroffen wor en:
1) Die Zollbehörden diirfen bci allen in Rede stehenden Zoilzablungen Silberscheidcmünzen italieniscbcn Geprägss bis ziim Betrage von 200 Lire annehmen.
_ 2) Zollzablungen bis zu 100 Lire diirfcn in Staat?:- 1cheinen und Bankbillets geleistet, jcdock) muß das Agio zugezahlt werden. Der Prozentsaiz des zu zahlenden Agios wird von der GeneraléDirsktion des Staatssthaßes an jedem Sonnabend-Abcnd fiir die ganze folgende Woche festgesetzt. Die Fsstseßung erfolgt auf (Hrnnd des Durch chnitis der Wechselkurse, welche an den bauptsächiickzsten Bör en Italiens während der vorauSgebenden Woche notiert wurden.
3) Bei AUSgabc der Zollzertifikatc (welche nach wie vor das Hauptzahlungsmittel bleiben) wird das Agio nach dem Durchschnitt des Wechselkurses berechnet, welcher am Tage zuvor an den Börsen von Mailand, (Genua und Nkapel notiertwurde. _ (Bisher er- folgte die Berechnung auf Grund der Wechselkursnotierungen der acht haUptsäch1ichsten italienischen Börsen vom zweit: vorYrgcnden Tage, von dem Durchschnitt derselben wurde 1/4 roz. abgeseßt.)
4) Die künftighin auszugebendeu Nickelmünzen dürfen von den Zollbehörden mir für Bruchthcilc einer Lira an- genommen werden.
Antwerpener Getreidchanch.
Dic Vorrätbe an Getreide betrugsn Ends März in Ant- iverpen nacb angesteüten Schäßungen in:
No gen . . . . . . . . . HMiÜKilogramm Wezen . . .
Gerste
91“ 5 t . . Mehl . . . . . . . . . , Der Import nacb Antwerpen auf dem [uß- und Seewege stellte sich in dem eitraum von Ende Fsbruar is Endo: März in Rongen auf 5 Mill. Kilogramm aus Rumänien, We zen auf 873/10 Mill. Kilogramm, davon aus: Rumänien . . . . . . 289/10Mi11.Ki1-ogramm Ostindien . . . . . . . . 141/10 . ., Verein. Staaten v. Nord-Amerika 113/10 Bulgarien . . . . . . . . 9 Argentinien Egypten, Brasilien Rußland Chile. . Türkei . . . . Deutschland . . . . . . . 9/10 , Gerste auf 256/10 Mill. Kilogramm, daVon,aus, Rußland . . . . . . . 166/10 M1U.Ktlogramm Rumänien . . . . . . . . 48/10 . Türkei . . . . . . . . . 13/10 „ Bulgarien . . . . . . . . 1 „ Lolland . . . . . . . . . 1 ,
eftc'rreich :
»
S.; [€* (D P T."
Opto»-
Fenistcbland , yp en DJnemark
4/10
. Hafer, Mais und Buchweizen auf 289/1o Mill. Ki rama (darunter etwa 12) Mill. Kilogramm Mais), davon aus log Rußiand . . . . . . . . 174/10MillKilogramm Vereinytaaten v.Nord-Amerika 44/10 . . Rumamen . . . . Bulgarien . Hoüand Türkei . , Deutschland Schiveden Frankreich ngland Dänemark Argentinien Kartoffeln auf 157000 YZ, dabon aus Holland. . . . . . . 155000 kg _England 2000, , Exp o riiert wurden Von Antwerpen auf dem Fluß- und Seewege m dkmselben Zeitraum: Roggen 13/10 Mil]. Kilogramm, davon nach Deutsckyland . . . . . 7/10Mill.Kilogramm 9and....._....5/10. „ Weizen 62/10 Mill. Kilogramm, daVon nach Deutschland . . . . . 33/10MiU.Kilogramm olland.........26/. , Schweden........3/1o. . Gerste 21/10 MiÜ. Kilogramm, daWn nach Deutschland . . . 14/10MiU.Kilogramm
„Holiand.._....... 7/10, .
Hafer, Mais und Burhaveizen 53/10 Mill. Kilogramm, davim nacb
Deuts ch1and 31/10 Mill. Kikogramm Holland.........29/10. .
Kartoffeln 183 000 k.? nach Frankreich.
Apmcrkung. Zn obigen Y_nga en für den Import und Export Lind, die auf bkr Eisenbahn beförderten Gétreidemengen nicht ein- egriffen, „Wobei zu beme'rken ist, daß lkßtérk, insbksondere für den Export, nicbt unbeträchtlich smd.
Tägliche Wagengefiellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.
An ber Ruhr sind am 9. d. M. gestellt 10284, nicht rechtzeitig geftelli ksme Wazen. „„In Obers kcsien iind am 7. d. M. gefiel]! 2774, nicht recht- zeitig gesteÜt kLML Wagen.
ZwangL-Verstcigcrungen.
Beim Königlicbsn Amtögericht ] Berlin standen am 9. Abril dic nachbkzeicbnsten Grundstück? zur Versteigßrung: Alte Jakobstr. 100 "iind Sxydelstr. 17, dem Baumeister Eugen Korn feld gebortg; lachc 4,65 _a; Nuxzungswerth 21 100 „zz.; Minbestgeboi 1800M;_ ür das Meijtgsboi Von 405 000 „M Wurde der LandxckyamealLr Julius Bodenstein, Taubensir. 43, Ersteher. _ Lang Effi." 104, dxr Frau Töbfsrmeister Keck, geb. Schalk, zu Groß-KortT ,bLi Halbe gehörig; Fläché 7,47 &; Nußungswerth 13 770 «M; Mmdestg€bot 1400 «16; für das Meistgebot vvn 203000.“ wuxdesdte Handkls Lsellscbgft 111 Firma Siegfried und Grunack, Friedrichstr. 130, (,xftebertn. _ Hagelsbergerstr. 31, dem Haupt- mazm a. D. M. Schnieder gehörig; NULZUUJSWLrtb 10 420 „M; Mindestgebot 113-313 «jk»; für dgs Mkistgebobpon 154 000 «ck wurde die „Tiefbau;Beryssgenosyenschaft“, Keitbstr. 14, Ersteherin. „ Benn antglich6n_ Amth ericbt 11 Berlin fanden Folgende Versteigerungen statt: Grundstück zu Friedri chsber , BliZMLntbalstr. 29 belegen, den Ribbe'schen Erben gehörig; Flä : 7,16 &; Nutzungswerib 4274 «W.; MindestYbot 58 275 «14; für das MCistgkboi bon 58 285 .“: wind? der ebeimc Recan s-Rath a. D. Wilh. Grage'rt „311 Berlin, Adalberiftr. 54, rste er. _ Grundstbck zu , NEU- Weißen s ee bslsgen, dem Bauunternehmer 93056171 Tr€1 tc gehörig; FlächL 6,99 3; NuHungsrvertb 950 „M; “sur das Mexstgsbobborz 15 580 «FC» wurdcn dEr Kaufmann A. Heide- FMF und dsr Rknttcr Karl Kobbc, béide zu Nsu-Weißensee,
r € Lr.
„ Breslaii, 9. April. (W. T. B..) Die hiesigen Groß- bandler erbo'bcn 'von heute ab die Preise für Walzeisen um 10 „46- pro Tonns, die Preise für Feinbleche um 5 914 pro Tonne.
Yéagdeburg, 9. April. (W. T. B.) uckerbericht. Kornzucker exkl., von 92 0/0 _,_, neue 13,65, ornzucker exkl. 88 0/0 Rendenzeni _,_, neue 13,00, Nachprodukte exkl.,75 % Rendement _,_. Stettg. ontraffinade [. _,_, Brotraffinade 11. _,_, Gem“. Raffinadc mrt Faß 26,25, Gem. Melis l., mit Faß _,_, Ruhig. Robzucker. ]. Produkt Transito f. a. B. Hamburg vr. Abril 12,80 bez., 12,825? Br., pr. Mai 12,85 bez., 12,87Y Br., br. Juni 12,90 (Hd., 12,92.) Br., pr. Juli 12,92Y Gb., 12,975 Br.
Fcst.
LeipziJ, 9. April. (W. T. B,.) Kammzug-Termin- barxdel. a Plata Grundmuster 12. per April 3,40 „FQ, Per Mat 3,40 «jk, per Juni 3,45 „kk, per Juli 3,47É „44, per Au ust 3,50 „M, Der September 3,52Z „jk, per Oktober 3,55 „ii., per To- vxmber 3,55 „zs, per Dszember 3,57H „jz, pcr Januar _ „Fi Umsaß 20000 ];Z.
B_remen, 9. April. (W. T. B.) Börsen-S lußbericht. Nafßntertes P (Zit bleu m. (Offizieüe Notierung der Bremer etroleum- Börje.) Ruhig. Loko 4,75 Br. _ Baumwolle. Ruhig. Upland midbling, loko 39T „1. _ Schmalz. Fest. Wilcox 39 „z Armour shield 38? es- Cudaby 39 „z, Fairbanks 33 „_3, _ Wolle. Umsaiz: 93 Ballen. _ Speck. Fest. Skiort clear middling [010 35. _ Taback. Umsaß: 500 Packen St. Felix, 112 Seroncn Carmen.
Wien, 9. April. (W. T. B.) Die GeneralVZrsammlung des Wiener Bankversinß genehmigte den Rechenschaftsbericht für das Jahr 1893 und nahm die bis Vertheilung des Reingewinnks betref- fenden Anträgc des Verwaltungsratbes an, nach Mlchen eine Dividende von 8 Gulden zu veribeilkn und 358 238 Gulden auf neue Rechnung vorzutragen find.
London, 9. April. (W. T. B.) An der Küste 1 Weizen- ladung angeboten.
96 0/0 Javazucker loko 15T ruhig, Nüben-Robzucker loko 12? fest. _ Chile-Kupfer 401«/15, pr. 3 Monat 414:
London, 9. April. (W. T. B.) In der beuti en Gerichts- berbandlung in der Angelegcnbeit der New-Zea and-Loan- Kompagnie wurd? der Präsident des Handelsamts Mandella als Zeuge vernommen und sa te aus, daß er 1870 die Stellan eines Direktors bei der Gesellschat übernommen, sie aber 1892 infolge seiner Ernennun zum Präsidenten dcs Handelsamts niedergelegt babe. Sein Ant eil an dem Kapital der Geseüschaft babe, zwischen 100 und 1000 Aktien geschwankt. Bei, dem Ausscheiden aus der Gesellschaft habe er 550 Aktien beseffcn, die er vor, der Liquidakion verkauft habe, weil er der Ansicht gewssxn sei, daß em Mitglied der Regierung kein bekuniäres Juteressx an einem derartigen "Unternehmen haben dürfe. Bis 1879 habe (*r nicht gehört, daß in den Prospekten irgend eine unrichtige Angabe enthalten thvesen sei, er babe sie nicht für unrichtig und irreleitcnd, wobl aber fur zweideutig gehalten.
GlaSgow, 9. April., (W. T. B.) Die Verschiffungen von Roheisen betrugen m der yoügen Woche 5189 Ton! gegen 4191 Tons in der entsprechenden Woche des vorigen Jahres. *
Bradford, “9. A ril. (W.N„J. B.) In Wolle gutes Ge- chäft Tendenz [MYM arne tbatiger, für zweifädige' Garne gute
achfrage, ordinare odestoff e stetig.
Amsterdam 9. April. (W. T. B.) Java -Kaffee good ordinary 522. _ Bankaztnn 44).