1913 / 126 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 30 May 1913 18:00:01 GMT) scan diff

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mit Widerwärtigem rettet er mit äußerster Ansire 1111 sein Werk, das .die Arbeit“ darstellt und (seine eigene ringende e verkölpert. Er „fttrbt, als Ruhm und Ehre ferner warten. Der Roman ist sorgfalti durchgeführt und wenn, der drasiische Stil auch einen höheren Kuni"? Mul?d nicht aufkommen t, so wird das Buch um seiner kernigen Zeh erungen willen der erfaserin gewiß neue Freunde gewinnen.

- „Deuts e Weidmannssprache', mit Zugrundelegung dB gesamten Que enmaterials Tür den praktischen Jager, bearbeitet von Ernst Ritter von Dom rowski. Verlag von J. Neumann, Neudamm. Dritte „Auflage. Ladenpreis ebeftet 3 ..“, gebunden 4 .“. - Nicht allem für den Neuling im Jagdwesen, auch für den weidgerecbten Jäger ist das vorliegende Buch von Interesse, denn sein Inhalt, der über 3000 AuSdrücke umfaßt, ist unter Berücksichtigung der versxhiedenarttgen Bezeichnungen in den nördlichen und den süd- lichen L_ander ebieten Deutschlands sachkundig zusammengestellt. Der Stoff iii lexi onartig geordnet, sodaß jede gewünschte Auskunft schnell und leicht aufgefunden werden kann.

Handel und Gewerbe.

.. In, der heutigen Sißung des Zentralausschusses der Reichsbank besprach der Vorsi ende, Vizepräfident des Reichs- bankdirektoriyms Dr. von lasenapp die vorliegende Wochenüberstcht und führte unter allseitiger Zustimmung aus, daß, wenn sich auch die Lage der Bank gebessert, namentliY auch der Goldbestand in erfreulicher Weise gehoben habe, do in Anbetracht der noch erheblichen Spannung eine Aenderung des Diskontsaßes zurzeit nicht in Frage kommen könne.

Darauf genehmigte der Zentralausschuß die Zahlung einer

AbZchlagsdividende von 13/4 Proz. auf die Erträ 6 dieses

Ia res für die ReichsbankanteilSeigner und erklärte eine Zu-

stimmung zur Zulassung einiger Wertpapiere zur Beleihung

im Lombardverkehr.

(Weitere Nachrichten über „Handel u. Gewerbe“ s. i. d. Ersten Beilage.)

Land: und Forstwirtschaft.

Saatenstand in Bulgarien.

Die wiederholten und ausgiebigen Niederschlä e der beiden le ten W0ch€n des Monats April alten Stils '(14. ril bis 14. kai “genen Stils) haben die Weiterentwicklung der Saaten kräfti ge- iördett und die Hoffnung auf eine gute Ernte noch weiter beitärkt. Die Wintersaaten befinden fich fast überall in guter Verfaffung. Die Feidbestellung zur Aussaat der Frühjahrssaaten konnte bei günstiger Witterun nngesjört zu Ende efübrt werden und die im Boden vor- bankene euchtigkeit läßt an für die verspätet angebauten Halm- frücbte eine gute Entwicklung erhoffen. Nach amtlichen Ermittlungen hat ein großer Teil der Felder in Südbulgarien, die im Herbst infolge des Krieges unbestellt geblieben smd, für die Aussaat der Frühjahrs- saaten bestellt werden können. Der Stand der Weingärten ist vor-

züglich. (Bericht drs Kaiserlichen Konsulats in Sofia Vom 20. Mai 1913.)

Verdingungeu.

Niederlande.

5. Juni 1913, 9 Uhr. Marinedirektion in WillemSoord: Lieferung vor) 48 000 ](J weichen Weizens und 32000 kg barten Weizens. Dte Bestecke liegen bei dem Marineministerium im Haag und bei den Marinedirektoren in Willemßoord, Amsterdam und Helle- voetsluis zur Einsicht aus und sind auf dem Geschäftszimmer der Marineiniendantur in Willemsoord für 0,20 Fl. erbältlicky.

5. Juni 1913, 12 Uhr. Gemeindeverwaltung von Werkendam (Pro'vinz Noidbrabant), an's dem Nalbauée: Lieferun und Le en von ggßetsernkn Röhren, Hilf511icken und A schließern ür die asser- lettung. Das Besteck_ und die Bedingungen md für 025 F1. bei dem Gemeindesekretartat erhältlich. Auskunft erteilt der Dirsktor der Wasserleitung.

Belgien. (Laftenhefte können vom 131116811 1168 8chj1111108610115 in Brüssel, Rue des Augustins 15, bezogen Werden.)

6. Juni 1913, 11 Uhr. YinZTÖkS (165 001011188 in Brüssel, Nux des Yrsulmes 27: Lieferung von Schaufeln, Grabscbeiten, Beilen. Hammetn, Zangen usw. Cingeschriebene Angebote zum 3. Juni. Lastenheft Nr. 1924.

23. Juni 1913, 12 Uhr. Station Lüttich-Guillemins: Lieferung von Pflaster-, Kopf- und Bordsteinen für die Station Comblarn-la-Tonr. 2 Lose 29141 Fr. Sickoerbeiisleistung 2600 Fr. kEingefschiriebene Angcbote zum 19. Juni. Speziallastenheft Nr. 962 0 en re .

Demnächst. 53116 (16 18. 1181113161118 in Brüssel: Lieferung don genoalztem Eisen oder Stahl, aloa_nisiertem Stahldraht, Nägeln, Haken, Keiten„gewglztem Zink, B ei ujw. und Von Kabeln. 49 Lose. Gesamtficherbeitslsistung 29 900 Fr.

Demnächst. Ebenda: Lieferung 13011: 4100000 ](8 robem Petroleum, 915 000 ](Z Kolza- oder Rübbl. 4800 000 132: Lkuchtöl, 306 000 RZ robem Leinbl,_ 18000 RZ Terpentinöl, 163000 1152 Rmdertalg, 2300 kx; Fett fur Gaßmowren und elektrisäpe Apparate,

600 “1.3 Rizinusöl, 36000 kg Trockenmittel 2 100000 kg etroleum zur Gasfabrikation_ 500000 kJ Baumwoilabfälle. Anlie erung an verschiedenen Stationen. 61 Lo1e.

Theater und Musik.

Das Königliche Opernhaus bleibt morgen geschlossen, weil die im englen Rahmen des alten Hamea kaum zu über-

laüen, zur Vorbereitun der .Göiterdämmerung' die für Sonnabend, den 31. d. ., angekündigte Abonnementsvorstelluug, .Die Fledermauö' ausfallen zu lassen. Die für diese Vorstellung an der Theaterkasse bereits gelösten Eintrittskarten können im Königlichen Opernhause. an der Vormütagskaffe von 103 bis 1 Uhr und an der Abendkasse von 66 bis 8 Uhr gegen Erstattung auch 'der Vorverkaufs ebübr zurückgeren werden. Eine spätere Zurücknahme findet ni t statt. Die errecbnung des angefallenen

auerbezugs findet bei der Außgabe der Dauerbezugskarten für den Monat September statt.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen, Sonn- abend, .Die Hermannsscblacbt' von Heinrich von Kleist im Zyklus der Volksvorstellungen gegeben. In den Hauptrollen sind die Damen Willi , Buße, Wittenberg und die «Herren Mühlbofer, Pobl, von Ledebur, eifendörfer, Kraußneck, Vollmer, Boettcher, Zimmerer und Eggeling beschäftigt.

Maunigfaltiges. Berlin, 30. Mai 1913.

Die Stadtverordneten ehrten in ihrer gestrigen Siyung zunächst das Andenken des verstorbenen Stadtrats Dr. Ledermann in der üblichen Weise und nahmen darauf den Bericht des vorberatenden Ausschu es über die Vorlage, betreffend die enlstandenen Mehrkosten für die ittagsspeisung bedürftigerSchulkinder, entge en. Der Ausschuß empfahl folgende BeschlußfaFung= „Die er- sammlung genehmigt die entstandenen Mehr osten in Höhe von 57 000 6-6. Sie ersucht ferner den Magistrat, eine Deputation, be- stehend aus zwei Magistratömitgliedern und dier Stadtverordneten, zu errichten, die sick) mit der unentgeltlichen Speisung bedürftige: Schulkinder zu beschäftigen hat.“ Die „Magistratsvorlage wurde nach etre ter Erörterung ,mit großer Mehrheit nach dem Antrag des Aus- schu es angenommen. _ Die Versammlunß schritt hierauf in nament- licher Abstimmung zur Wahl zweier esoldeter Stadträte an Stelle des ausgeschiedenen und kürzlich verstorbenen Stadtrats Dr. Ledermann und des zum 1. Oktober d. J. ausscheidenden Stadt- rats Düring. Für ersteren wurde der Magistratßrat Dr. Simonsobn, für letzteren der Stadtrat Loebning aus Posen gewählt. -- Es folgte ein Anita des Ma istrats, folgendes zu beschließen: „Die Versamm- lung er ärt fi damit einverstanden, daß der zwischen der Stadtgemeinde und der Charité. geschlossene Vertrag vom 31. März 1 30. Juni 1879, betreffend Er- richtung eines Irrendepots in der Charité, soweit er nach Verein- einbarung vom 9,126. Juli 1892 noch in Geltung isi, gekündigt wird.“ Der Antrag, dem eine umfangreiche Begründun beigegeben War, Wurde ohne wesentliche Erörterung angenommen.- ngenommen Wurde einer auch die Vorlage, Wonach während der Bauausfü rung des Tunnels der Nordsüdbabn unter der Weidendammbrücke der Straßenverkehr auf Notbrücken abgelenkt und der Tunnelbau in offener Bauweise außgeführt werden soll. Auf die öffentliche folgte eine geheime Sißung.

Jm Plenarsiyungssaale des Abgeordnetenhauses fand gestern vor- mittag unter zahlreicher Beteiligun die 47. Delegierten- versammlung des Vaterländis en Frauenvereins statt, der, wie hiesige Blätter berichten, Ihre Königliche Jobe? die Prinzessin Eitel- riedrich als Vertreterin Ihrer * ajesiat der Kaiserin und Königin eiwobnte. Naeh der Begrüßung der Anwesenden durch den StaatSminisier von Moeller berichtete der Schriftführer des Vereins, OberverwaltunJSJericbiSrat Dr. Kübne-Berlin über die Neuschaffung der mit der Versammlung verbundenen Wander- ausstellung des Vzterländiseben Frauenvereins, die dazu bestimmt sei, die Kenntnis von den Aufgaben, den Zielen und der Arbeit des Ver- eins in weite Kreise zu tragen, und in Zukunft allen Verbänden und Vereinen kostenlos zur Verfügung gestellt werden solle. Die Aus- steliung umfasse acht Abteilungen, die die Organisation und Ent- wicklung des Vereins, Kriegsvorberkitung und Kriegstätigkeit, Kranken- pflege, Wöchnerinnen- und Säuglingsfürsorge, Tuberkulose- und Seuchenbekämpfuna, Ausbildung für Haushalt und Beruf, Fürsorge für Kinder und Alte und Arbeiterfürsorge in Bildern, Tabellen, schematischen Darstellungen, Mustsrsiücksn und dergleichen zeigen. Frau Landrat Lukas-Solingen sprach sodann über die Abhaltung von sozialen Kursen zur Bekämpfung wirtschaftlicher und _siitlicber Nöte; Dr. Reimers, Abteilungsleiter in der ZentralsteUefur Volks- woblfabrt, über Weibliche Ju endpflege. Die Mitglieder des Vereins sollten sich überall für ihre erson der Jugendpflege annehmen und durch Einseßen der eigenen Persönlickpkeit das Ideal sozialen Ritter- tums zu einem Gesamtbefiß aller Gebikdeten machen. Zum Schluß der Sißung fanden die V () rstandswablen statt.

windenden techn schen Schwierigkeiten , die sich anläßlich der Festvorsiellungen_ und der Zusammenhang ge- plgnten Auffülxrynß des anzen neuvorbereitetm „Ringes des Nibelungen esonders äufen , es* notwchdig Minen.

Die oben emäbnie,m1ß-Anloß des Reg" ubilämus

a Zen au “ge!

A_lbre tstr 5) aufgesiellte . anberausftellung des Vate saudischen FrauenvereinS" wird morgen. Sonnabend, . 31. Mai, und Sonntag, den 1. Juni, von 12-6 Uhr, zu unentg. licher Beßchttgung für das Publikum geöffnet sein.

Danzig, 29. Mai. (W. T. B.) Heute abend 6 Uhr ist

Ma estät des Kaingund K" vom tv d d *.*. l'“ _, [ .UYO WM es 1,

den angestren ten Bemühungen der AbscbÉeleungsdampfer .

lungen, den anzerkreu_zer „König ert“ wieder fx. zubekommen. Das Sch1ff wird auf die Reede geschleppt Werk

Zoppot, 30. Mai. (W.T.B.) Gestern abend ist die 221.1

des am 7. Februar dieses Jahres mit dem Marineflugze. *.Westpreußen“ verunglückten Kapitänleutnants Jeneg in, der Nähe der Zoppoterstraße auf dem Meere treibend v- Jréclmn qufgefunden und geborgen worden. Die Leiched

ermascbmiftenmaates Diekmann, feines Begleiters, wurde bis | noch nicht gefunden.

Re ensburg, 29. Mai. (W. T. B.) Aus Anlaß . 100. Ge urtstages Richard Wagners fand heute in der hen|| (m_ der Donau gelegenen Walhalla die Aufstellung 1. Buste Wagners statt., Eingeleitet wurde die Feier gestern 1... die Ausfuhrung der „Meistersinger von Nürnberg“ durch die Künstl des Munchxner Hoftheaters. Die Fahrt nach der Walhalla 1111 heute vorm1ttag in Automobilen angetreten. SeineKönigli. Hoheit" den Prinzen Rupprecht von Bayern geleit der Furst von „Thurn und Taxis. L_Oer Sohn Rich. Wagners f_ubr m1t dern. Ersten Bürgermeiüer von Regensbur Dx. (Heßler, der, KultuSmmtsjertDr. von Knilling mit dem Regienmg prafidenten Freiherrn von Aretm. Die Wagen trafen um 11 11- an der Nordseite der Walhalla ein, wo der Walhallakommiff'. Bezirksamtmann "Morg, und Professor Bernhard Bleker, d Schopfer der Basie, die Gäste be rüßten. Unter den Kläng der Huldigungssereuade von Richard a ner erfolgieder Eintritt" die Walhalla durch das große Tor. ie geladenen Gäste hatt bere1ts dort Aufstellung enommen. Seine Königliche Hoheit 1 §Yrinz Rupprecht ab das eichenjzur Entbüllun der Büste, die v. laufig neben der usie Kaiser Wzlbelms 1. Aufßellung gefunden 11-- Dxr KultuSmimsier Dr. von K*nillin hielt die Festrede. S.“ Konigliche Hoheit der Prianupprecht egte darauf im Namen fei . Vaters, des Prinz-Regenten Ludwig, einen Kranz an der Büste nied ihm folgten der KuUuSminister Dr.-von Knilling für die Staa regierung, Vertreter des _Müncbener Hofibeaterß, der Akademie k Tonkunste und der Studie München, Bayreuth, Nürnberg- 11 Regensburg. Damit hatte die Feier ihr Ende erreicht.

London, 29; Mai. (W. T. B.) Der Dampfer „Hader fyrd“ der Amertcan Line, der mit 1200 Reisenden an Bord 1. Ltverpool nach biladeipbia unterivegs war, ist in der Einfahrt z Reede von ork m Südirland im Nebel auf Grund ge raten. Von Queenstown ist Hilfe abgegangen.

Port-Vendres, 29. Mai. (W. T. B.) Zur Explosiv in der Dynamitfabrik in Paulilles (vgl. Nr. 125 dB werden folgende Einzelheiten gemeldet: Drei Explosionen erfolgt nac!) einander; fie_ waren von einer derartigen Heftigkeit, daßi' Trummer des Gebaudes bis ins Meer geschleudert wurden. Dr t)Tote, bisher aufgefunden worden. Drei Personen werk

erm1 .

St; Petersbur , 29. Mai. (W. T. B.) Der deuicbeG schaftstrager, Botscba rat von Lucius, der bayerische esani Freiherr von Grunelius, der, Generalkonsul Biermann, die Mitgliek- der deutschen Botschaft und des Generalkonsulats sowie Vernes

Automobilausstellung unter Führung von Dr. Allm von den Hansa - Automobilwerken. Die glänzende Vertretun der deutfchen Automobilindustrie wurde aUgemein anerkannt. Cs sm 68_ deutsche Firmen auf der Ausstellung vertreten, was beinahe 11 Halfte aller Aussteller auImacbt. Der Verkauf ist im aUgemeinx befriedigend.

_ Moskau, 29. Mai. (W.T.B.) ImButirki-Gefängni u'berfielen mehrere Gefangene, die sich zur Flucht rüstete emen Aufseher, erwürgten und enLWaffnetenibn. Sie verwun deten dann noch drxi andere Aufseher. Es Wurde eine Militär pRatrouil'le alarmtert, die eine Salve auf die Gefangenen abgab fimf von d1esen wurden verwundet.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

. London, 30. Mai. (W. T. B.) Der Präliminar friede ist um 12 Uhr 40 Minuten unterzeichnet worden.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Mantis Operettentheater.(Früber: Neues Theater.) Sonnabend, Abends S önfeld. Sonnabend, Abe ds 81111 Montasund MWSTM- D“ M““ 8 Uhr: Der lacheude Ehemann. PYpp-hexi. Poffe mit Gesanx und Tan

""'-_ Operette in drei Akten von Edmund in drei Akten von Curt Kraaß

Theater. Deutsüjes Theater.

ßömgltrhe Ickansmrle. Sonn- Leichnam abend: Opérnbaus. Geschloffen. (Der EmtrittSkartendorderkauf findet zur üblichen Zeit stati.)

SÖÜUsPkekbaus. 94. Kartenreservesaß. nahme von

Sonntag und Montag:

Das Abonnement, die Disnst- und Frei- nahme von Verg-op-Zoom. Sti

pläxe, im 2. Balkon auch die ständigen Re ervate find aufgehoben. 11. VolkSVor- stellung zu kleinen Preisen. Die Her-

Aufzügen don Heinrich don Kleist. Regie:

. - Gesang und Tanz in 4 A en von Herr Kegiffeur Patty. Anfang 73 Uhr. Rudolf Bernauer und Rudolph Schanzer.

Stonntßail Opern(k1(§1us.öb FL,. 2515371)?er men swor 6 U11. ew n e e e.

Dienst- und ißteipläße sind aufgehoben. zauber. Lohengrin. Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner. Anfang

7 Uhr* Straße.

plä ?, im 2. Balkon auch die ständi 211 Re erdate sind aufgehoben. 12. V0 ks- vorsiellung zu kleinen Preisen. Ein Falliffe- meut._ Schauspiel in fünf Aufzügen don Björmijerne Björnson. Aus dem Nor: sen"

7 8 Uhr.

das Parkett und den 2. R 2. Juni 1913 auf Allerböchsten Be- fehl stattfindenden Vorstellung Marie, Wien. die Tochter 61-3 Regiments werden nur unter der außdrücklichen Bedingung verkauft, daß die Besuchkr im Gesell-

Abends 8 Uhr: Der lebende Leichnam. Sonntag und Montag: Der lebende

Kammerspiele.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Ein- 8 Uhr: Berg-op-Zoom.

manusschlacht. Ein Drama in fünf 8 YFZÜYFUYMU ZYPOYLW herrsobafttiche Wohnungen.

Theater in der Königgrätz“ Kadelburg.

wegischen don Wilhelm Lange. Anfang 8 Uhr Y!?«ispFloanYnJZY Die Eintrittskarten für den 1. Rang, Yxaxészeßé YJYFJY di:?i YYY

ang zu der am Gustav Kadelbur und Julius W er , Sonntag und9 folgende Tagnub Anki DMMK!“ Opernhaus.

fck! ft (D ck t ckü§schF5§chMspikthkchDkkch

a squzug amen in au§ges nit enen : dol Lan . M. 7, dri - - Abends: Di " . s;;*::cuKle*idern,H€rr_8n in'kleiyer Uniform straße 104-1043. Sonnabend,FriAebean Windsor. e lustigen Weiber von (“RWS 1“ yrégläMW) bxzw. Frack und weqzcr Binde) erscheinen. 8 Uhr: Ein idealer Satte.

Sonntag, Abends 8 Uhr: Zum ersten

Sonnabend“ Male: Der Dieb.

Ramödienhauz. Sonnabend, Abends EVU“-

nungen. Sonntag, Nachmittags 3 Ubr: Das ftuugöfest. -- Abends: Hochbur- schaftliche Wohnungen.

Montag und folgende Tage: Hotb-

Die Ein-

Sonntag:

Zwei Wap eu. Schwank in vier kten von O5 ar Blumenthal und Gustav

Montag: Moral. drei Akten.

8 „Uhr: Geo rap ie und Liebe. Lust- spiel in dr Björnson. Deutsch von Julius Elias. Sonnta , Nachmittags 3 Uhr: König Lear. - nds: Hasemauus Töchter. Montag: Husemann Töchter.

Direktio ÜWWWÉ 34-631?"

n: 11. on ,

Abends 8 UburgDer M o. na 11 Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Fidelio. 8.1 Uhr:

Montag: Oberon.

S t 1 ; _ Hotböwrstbaftlilhe Woh. [“ÖWeagEhMaÜ.JMde Tage Der Musik von Jean Gilbert

Theater des Weßens. (Station: oologischer Garten. _onnabend, Abends 8 Uhr: Zu volks-

tumlichen Preisen: Der liebe Augustin. Operette in dreiOAkten vatüFeo Fall.d

. peruau nur es Zchrllertheajer. 0. (Wallner- Konservatoriums Klindworth-gSchar- Sonntag und folgende Tage: Film- theater.) Sonnabend, Abends 8 Ubr: wenka. (Schluß der Spielzeit.)

, Musik von Friedrich Ber- mann mtt Kompositionen von Viktor Charlottenbur . Sonnabend,?lbends Honänder und Leon Jeffel.

Sonntag und folgende Tage: Der Akten von Björnstjerne Mann mit der griinen Maöke.

Wunsmelhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonnabend, Abends 84 Uhr: Der lustige Kakadu. Vaudeville in drei Akten von Wilhelm Jacoby und Artur Lippscbiß. (Cbar- Sonntag und

lustige Kakadu.

ThUliaiheater.(D1:ektwn: K:... .. .

und JES Kren. Gesangstexte von Alfred Schönielk

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Wo niscbeWirtstbaft. _ Abends: Puppe!) Montag und folgende Tage: Puppe!_

Kantstraße 12.) . Famürennachmchtem

Verlobt: Frl. Helene von odewilstpi Hrn. Rittmeister a. D. elix GM_ von Bebr-Bandelin (Berlin-SÖW Bandelin bei Gützkow, Vorpom.)-_

Geboren: Ein Sohn: Hrn. von K&M Hobenkamern (Berlin).

Theater am Nollendorfplaiz. Gestorben: Hr. Geheimer Regierupgk

- , Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Mann Sonnabend, Abends 8 Uhr: WéoÉUZQZerYaZMFYYsZMÖaZW' mit der grünen Maste. Burleske in

auspielbaus. 95. Kartenreservesa. Das bonnement, die Dienst- und Fre- FLZAYIYMÜZWJÉFWYMRÜ in Sonntag: Die fünf Frankfurter. Montag: Das Buch einer Frau.

rat, Landrat a. D. Archibald von (M' maßky (Berlin-Grunervald). - Pk- Oberstleutnant 3. D. Ludwig von 01111 (Berlin-Marienfelde). - .Fr. „ka!!! leutnant a. D. aul Frie rich JW von Wrochem ( Snabrück). - Ok Rittmeifier a. D. Carl von 91118319

Schleiniv (Braunschweig).

Verantwortlicher Redakteur: . V.: Web er in Berlin- Verlag der ,Edeition (H e i d r i ck) ' m e r l i n. , . Druck der Norddeutschen Buchdruckeret 111171

folgende Tage: Der

Residenztheater. Sonnabend,Abends Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32- Die Frau Präsidentin.

SWM, Neun Beilagen

in drei Akten von M. Henneauiu und ein li li e hei! e und Marek“ P. Veber. (Schluß der Spielzeit.) ( ich ck ck rs n ag

zeichenbeilage Nr. 4214 u. 4213)-

cba ene, im Abgeordnetenhaus: (*dé * '

1“. 126-

__.___

'“Eksé'é Beilage

zum Deutschen Neichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Freitag, den 30. Mai

Berichte von preußischen und badischen Getreidebörsen und Fruchtmärkten.

1913.

- » :*“ “"k't-Seees ort. der Presse besichtigten heute die deutsche Abteilung de eichs undStaatsangehortg et g s H f

“§ 2, wonach diese Staathgehörigkeit durck) Geburt, Legiti-

„bai, ist auf ihren Anlrag in demjenigen Bundesstaate einzubürgern,

Schakanau (Kudowa. - Verw Frau- Cbarloite von Gev o, geb. Freiin M

29. [Kaufbeuren, . . . . . . . . . .| 17,00 | 17,00 J| 17,80 | 17,80 YZ 18,54 |

* 1913 ' “__"- Hauptsäckylich gezahlte Preise für 1 1. (1000 kJ) in Mark : Mai MUM“ " i G L 1: | ' ' ' (: er Tag Weizen ! Roggen H f ' mittel ] gut | fein Z . - “Y 166 - ; - .- , - 29" ZTYNZbeigin'. : . J . . . . . 211,50 164-50 154. " "" _": ' Berlin . . . . . . . . . . . . 206 167 164-114 153 - __ ' Stxxttin . . . . . . . . . . . . 198 x. 161 157 - T5 160 ' Po'en. . . . . . , 195-198 ;_; 160-163 155-15. ! 126 1 __ ' Breslau. . . . . . . 197 160 „155, _ 152 - _ ' Magdeburg. . . . . . . . 201-204 ;. 162-164 1.2-1.1 | - - __ ' Doumund . . . . . . . . . 209-213,50 1.-4-1.9 - _. .. __ . _“ : Mannheim . . . . . . . . . 212,50-215 || - - „„ _ _ “de" 30" Mal 1913" Kaiserliches Statistisches Amt. I. V.: Dr. Zacher. . Berichte von anderen deutstheu Fruchtmarkten. “,"-"*- __W_-»_7_m “__-__ _- *____-ck_-_--_“_“___„____ QUÜlisät * | Am Vorigen Außerdem wurden _ . . . Durchschniiis- a 1 Markiia e 1913 germg m1tiel gur VZYMW Verkaufs- Pfkkis Markttag? H(épaslxä ,] )ZÖ " '" Uk a " a er Mai MUMM? Gezablier Preis fur 1 Doppelzentner enge wert 1 DTPM' ZHW- |, m USDÖYZKJ weitkauft ' en ner - e Tag niedrigster höchster niedrigster höchster niedrigster höchster Doppelzentner 5 ! preis ] | (PTYFSMJZÜUJ .“ .“ „15 „;.- .z- .“ .46 ..-s .“ ß H a f e r. 18,54 | 12 | 208 | 18,07 | 18,15 | 21. 5. | .

eieilt. Dcr Durchschnitisyreis wird aus den unabqernndeten Zablen berechnet.

. w d v 1! Do 31 entner und der Verkauwaert auf dolle Mark abgerundei mit.; _ . . _ ) YvetultixeknlbxrthriYJZZ-Zeixajdfetti YYZTn flfir 6916.32. dtiBzedeutung, daß der betreffende Preis nicht docgekommen i|i, em Punkt (. ) 'in den leßten sech8 Spalten, daß entspreihrnder Bericht fehlt.

Berlin, den 30. Mai 1913.

Deutsther Reichstag. 154. Sisung vom 29. Mai 1913, Nachmittags 2 Uhr. ; (Bericht von „Wolffs Telegrapbiscbem Bureau“.) Das “Haus Zieht, die _Spezialberatung des Entwurfs eines

_. .Der weite Abschnitt, §§ 2 bis 28, bqndelt von der Stadts- angehörig eit in einem Bundesstaat. DW Verhandlung uber

mation, Eheschließung, Aufnahme oder Einbürgerung ,erworhen wird, setzt das Haus bis zur Entscheidung Über § 12 (Wirk- samkeit der Aufnahme oder Einbürgerung) auI. “* Nach § 3 erwirbt das eheliche Kind eineH Teuiichendie Staatszangehörigkeit des Vater?), das 111iehcl1che „KUW 81ner Deutschen die Staathgehörigkeit der Mutter. 'zziridelkmder gelten bis zum Beweise des (5561181116118 018_K11_1der 611128 2111- gehörigen des Bundesstaates, in des|en Gebiet |W aufgefunden werden. § 3 wird ohne Dinussion angenommen, ebc11s0 J 4, 11101106) eine nach den deutschen Geseßen mirkmme Leg1t11111111011 durch einen Deutschen für das Kind die Staatsangehorigkett deS Vaters begründet. . '

§5 der Vorlage, von der Kommüston unverandert an-

genommen, besagt: ' „Durch die Cbeichliéung mit einem Deutschen erwirbt d1e Frau die Siaatöangebörig eit des Mannes.“

Die Sozialdemokraten beantragen fo[gende Fassung: „Eine Ausländerin, die die Ehe mit einem Deutschen geschlossen

! dem ihr Ehemann angehört.“ - Abg. Bernstein (Soz.): Die Kommissibn hat „1398 Wort Naturalisation durch das Wort Einbürgerung Meßt. I).“)? Aende- rung ist keine besonders gkückliche, kenn_ der Begrin'der Em- bürgerung' ist ein passider, wäbcend es fick) bei der Naturalyation um einen aktiven Vorgang handelt. Außerdem ist die Naturaltsatron ein internationaler Begriff. Sachliä) mussen wir uns dagegen wepderz, daß die Frau ohne weiteres automatisch die, StaatHangebori _kett des Mannes erwerben soll. Die Frau bat auimxtschastl1chem Ge tete eine sehr weit aus edebnte Wirksamkeit. Dux starke Zunahme i_l)rer Berufs- und ErWer stätigkeit ist nicht auf ein em_zelne§ Land beschrankt. Das muß mit Notwendigkeit" aucb Aenderun en 1111 bur_aerlichen Recht herbeiführen. Oekonomiscbe und politische echte muffey Hand 111 Hand geben. Darum woÜen wir, daß die Frau selbst ent1chxiden soli, Ob sie die StaatSangebötigkeit des Mannes baben 111111. Das Zentrum betrachtet allerdings von seinem Standpunkte “Ye chhe etwas anders. Es ist aber heute in unserer moderxien zeit mcht Möglich, die interkonfesfioneüe Ehe abzuschaffen. Wir wollen der deutschen Frau die Möglichkeit offen Halten, Deutsebe zu b101ben, auch wenn fie einen Ausländer heiratet. So nehmen mr das elementarste Recht der Frau wahr. ' .

„„Der Antrag Albrecht wird abgelehnt und der der Kom- M1|1ton angenommen. _ _ " _

§ 6 lautet nach den Kommchs1onsbeschlus1em

„Die Aufnahme muß einem Deutsäjen von jedem Bundessiaczt, in dessen Gebiet er fich niederqelassen hat, auf seinen'UZnirag erteilt werden, falls kein Grund vorliegt, der nachdem Freizugtgkettsaescß die Abweisung eines Neuansiebenden oder dte Versagung der Fort- setzunq des Aufenthalts rechtfertigt. .

Der Antrag einer Ehefrau bedarf deroZustrmmung des Mannes; die fehlende Zustimmung-kann durcb d1e Vormundschasts- behörde erseßt werden. Für eine unter elierlicher Gewgit oder unter Vormundschaft stehende on WÜd, wenn ne das 16. LebenSjabr noch nicht Vollendet at, der Antrag von dem geieß- lichen Vertreter gestellt. Hat sie das 16. Lebenßjabr voUendZt, |o bedarf ihr Antrag der Zusiimmuug des geseßl1chen Vertreters.

f Die Sozialdemokraten wollen den ersten Adsaxx» wie folgt amen:

KaiserlicbeI Statistisches Amt. I. V.: Dr. Zacher.

demseben, Es sei denn, daß er spätxiicns einc11Mdnat11ach_d1r Begründung des Wohnsißss der znstandigen'Behorde gegenubexr erklärt, er Wolle die StaaiSangebörigkeit nicht erwerben. We Besilimmungen des Freizügigkeitsgeseßes Weiden bierdon nicht bcrü xt.'_, *

Im Falle der Ablehnung beantragen siv; folgenden dritten Absaß zu § 6:

„Ein Deutscber eriangt dia Siamtöangebörigkeit 111 01113111 Bundsssmate dure!) Erwerb des Unterstüxznngsnwbnfitzes 111 2111er Gemeinde dLÖseian."

Außerdem deanirag211 110 dic? Strsichung dLCZ ersten SWW des zweiten 2111508263 des § 6. Abg. Dr. Quarck (SM.): Wir 120Üen_durch' 1111scrc AnträJL uns Vor Ueberrasch11ngen 1661115211, wie wir |ie betm YSTEMLJÜW erlebt haben. Auch damals wurden uns die sckoönsixn Veercchungen gemacht, die man nicht hielt. _Jch bin dLLbalb mcbt so dxrtranens- selig wie der Abg. Beck. Anßerdem muß man dcn Außnsuchsench Partikularismns entgegentrsien. Man kann die Stammeszugelwrig- keit und dessen Eiaeniümlichkeit anerkennacn, das hat „aber mtt Partikularismus nichts zu tun. Dünn 1111r babe1126 (szelstZatCn und ungefähr nur 6 deutsche Stämme. Alle deutschen Staatsburger mü'sen deshalb in den Bundesstaaten gieichgesie111 werdxn. Bleibt es bei “0811 Bestimmungen der Vorlage, dann l1egt d16,Gcfabr 111106, daß man deutschen Staatxbiirgkrn deshalb Sch1vieriqie1tex1 110131113111 Bundesstaats macht, weil sie vielleicht m1ß11€b1g „111111. „2111| d11|6 Weise ist auch die durch GUY zugestandenc Fr€1z11g111ke1t bedroht. Man kann dann aus einem 5 Undesuaate Leutc fernhalten, _110n denen man eins politische Tätigkeit Ver111_11tet, die das G71d1011- parlmnent des betreffenden Staates “gesabrden. Dl? Verlangte Beurkundung durch dkn betreffenden Etnzclsiaat kann man als dds [8516 Echo des schweizerischen Kantönligcimzß ansebuen, den man 111 allen andkren. grbßérxn Kultursiaaicn lanast' 116€;Wu11d6n hat. Das Prinzip drs Untersjüßungswodnfiycs' ermögltckyt 11161 1€1cht01 eme sicbsre FestsieÜung der Staqixangebörigkäd 018 KW Aufnameystkm. Wir beantragen ierner die Resolution: „Die Vérbundetcn Regierungkn zu ersuchen, demnächst dem Reichstag 2111211 Ge'seßeytnqyf' Wrxuiegen, durch 1111166311 statt dsr Staatéangkixömgkwt ein 6111be1tl1ch€8 918111)?- indigcnat (unmittelbare Reichsangcbdrigfen) fur 0118 Deutsckwn 8111- esübrt wirr.“ In der Form, wie diese Resolutwnngebalten 111, Jollten auch die liberalen Parteien ihr zusiimmendkonncn; W115 onen mit Hilfe disser Resoiution eine,? 11011196 _natwnalc (81111)th [ickykeit und Gleichsteünng aller Staatsburger erre1ch§n. Es [1161 13:1 Ihnen, ob Sie aUein die Sozialdemokraten dafur wirken [aßen

wollkn.

F. 6 wird nach _Ablehnung der sozialdemokratischcn An- träge in der Kommis10118fas1ung__angenommen.

§ 7 der Kommiss1onsb€schlü|1e lautet:

„Ein Ausländer, der sick) im Inland niedergelassen hat, kann von dem Bundesßaai, in dxffen Gebiet die N1ederlaffung erfolgt ist, auf seinen Antrag ein g e b 1“: r gert Werden, wenn _er"1.) 1111. den Geseßkn seiner biéheriqen Heimat u11be„'chrankt 'ge1cbgiisfabxg ist odkr nach den deutscken (YFsLYLU unbeschrankt gescka'itsfah1g sein würde oder der Antrag von seinem geseleichen Vertrster oder 1111t deffen Zustimmung gestellt wird, 2) einen'unbesc'ly111tenen Lebeys- wandel geführt hat, 3) an dkm O1te ferner N1ederlaff11ng eme eigene Wohnung oder ein Unterkomryen gefundetz hat,_ und 4) „an diesem Orte sich und seine Angehängen zu _ernabrkn 11nsiande'1st. Vor der Einbürgerung ist über die Erfordermsse 111111r Nr, 2 [ns 4 die Gemeinde des Jiiederlaffungsortes und, sofern d1essk81nkn selbst“- siändigen Armenverband bilst, auch der Armenverband zu Hören.

Ein Antrag der Sozialdemokraten geht dahm, den § 7 zu

11 “en wie 011 t: f H „CinxmzAusiändar, dsr. sich im Jnlande niedergelassen Hai, darf die Von ibm beantragte (Einbürgerung, don,dcm Bundssstaate, in dessen Gebiet die Niedeckassung erfolgt ist, mehr dcrsagt Werden,

wenn1) b's 4) ( i ' d Kommissionsvorscblag) 1 w e 111 em - ' 5) wenn er scine Niederlassung mindestens 731031 Jahre hin-

durch ohne wesentliche Unterbrechung im Jnlande gehabt hat.“

Ferner wollen sie folgende weitere Absäße [)inz1tfi'1ge11: „Der Mangexl der Unbescholtenbeit darf nicht in Tat|achen erblickt

sieÜcrs 07:61: seiner Konfession rntnommcn sind. Die Niederlassung und der Anfentbalt in Deutschland darf Auslandxrn, die den Yuwrde- rungen der Nummern 1 bis 4 dss Absatzes 1 entsprechen, n1cht Ver- Webri werden.“

Für den Fail der Ablehnung des Antrags ziim §_ 7 111011011 sie hinter § 7 folgenden neuen Paragraphen em- schalten: „Dcr Antrag auf Einbü-gsrung darf unier den Voraussetzungen

des § 7 in foia€ndsn Fälic'n nicbt znrijckgxwresen werden:

*.1. 11161111 dkr Antragstsllcr kCinem Staatß akngebört und aus der EHE zwisckysn einem Ausländer und 01.- 01: Frau Herdor- gcgangkn ist, die bis zur Eingebung dcr Ebi? Deutsche gewesen ist, _ '

11. wenn dsr Animaiikller 111 Dc11i|chland 08601611 ist und sich bis zur VonäbrigkeiT (*an lä11gere U11terbrßchu1ig€u in Deutschland aufgkbalten bat, 111 beidcn FaUcn 1ndes|en 11.111: dann, wenn dyr Antrag auf Einbürgerung innerhalb zwe1er Jahre nach Eintritt der Volljäbrigkeii gssißllt wird."

Abg.Dr.Ber11stei11 (Soz.): Wik halten Es fiir angezeigt, die folgxnscwarxn Bcstinnnnngkn dieses „Paragrawden zu andLrn. Unser Antrag wili ein Recht auf Embürgeruxg schaffen ,und außsrdem dem Ausländer, der sick) 11111 die Einburgerung bewnbt, auch diE Möglichkeit, seine A11|pxüch8 anf d€111 NLchtSrvege geltend zu machen, sichern. Hierfür |wricht crstsns die ganze moderne Cntwickinng des Lebens der Nationen 1111101 einander uiid ziveitens die Noiwcndigkcxit, die bisherige Praxis der" Bebordyn, dor alien Dingen dcr Preußischen Bebördsn, zu dsrzmdcrn. D1e,viel- fachen wirtschaftlichen Beziehungßn untcr dcn emzelnxn Ngtionen sind beute anders als noch zu Zeiten Vor der Re1chsgr1mdung, diese wirtschaftlichen Beziehungen zwingsn' Vielfach die Aus- länder, in 111116113111 Lande zu wohnen. S0 11161 66 Hundertigusendc in unserem Lande, die nur halbe Rechte genießen, die wie Par10§ nur geduldet sind. Bisher hat dEr AUsländsr aucb bet dem allerlzitxgsien Anfentbnxt in unseccm Land? krinLrlt-i Anspryck) auf eine Vkrmmgung mit dem Deuiscbsn Reiche, es gibt kein Vcrsahren, das tbm, wsnn sein Gesuch von den Behörden abgkwisscn ist, xine Berufnng dagk'gkn Ermöglicht, se1bsi dann nicht, wenn sein?, 2161116611119 auf Grund emer (111111 ungerechtse1tigt3n Anschwärzung erfolgt _1_st. Wir wollexz das Rccht aquinbürgerung ferner in gleichem Maßc für a_lle Konfeißonen, auch für die Mitglieder Einer nichiancrkannten RsligwnMenicmxchafi, sichern. Wir erinnern das anirum daran, daß nnr aUezett fur die leicbbereclytigung der Jesuiten 0111118116th sind; was den_J_esuiteu recht ist, ist den Juden biÜig. Wir woÜen es VZrbindern, daß _xemand um irgendwelcher Vorteile willen gezwungkn ist, seine Konfesnon zu ändern.

Direktor im Reichßamt des Innern Dr. Lew ald; Die Auf- fassung des Vorredners, daß die Weltentwicklung 0111 das Welt- biirgerium Hindränge, in dem die nationalen Grenzen decwtscbt werdkn soUcn, ist nicht berechti t. Der Vorredner und auch der dener der sozialdemokratiscben kißartiéi, der gestern an “dteser Stelle Esprochen bat, verkknnen völlig die geographische Sztuation und Lage des Deutschen 9113101908. Wir sicbcn 111 d11ser Hmficht anders da, als die andsren Naiioncn, die Sie. angcfübrt haben. Ste müssen den Zug der NÜÜOUM bex-ückßcblrgsn, der fich im großen und ganzkn von Osten nach 233911011 bewegt. Auf dieskm Zuge sirßen die Massen, die sich Von Osten nach Wesiexn wenden, auf das Dcutsche Reich mit 10111611 gcordneten Zustanden, m_tt . sxiner hoben wirtschaftlichen Blüts und mit seinsn fre1b81tl1chen Jnßitutioncn. Es ist ganz naturgemäß, daf; dcr Drang, in das Dcuische Reick) aufgenommi'n zu werden, außerordentiich stark ist. Sie brfinden sich in Vollkommenem Widerspruch init dczi Aus- führunge'n, die Sie immer macbsn, wenn Sie iznsere Zusignde als heillos hinstellen. Nun hat der Vorredner ansgefnbrt, cs mu |e doch dem Ausländer ein Recht auf Aufnahme gegeben werden. A Lr wie ist denn das Verfahren anderer Staaten? Wte macbmx es denn die Vereinigten Staaten, anf die sich der Vorredner beruft.) Ich frage den Abg. Bernstein, ob denn die Aanandcrer, die Von dcn Ver- einigten Staaten zurückgewiesen werdcxt, etwa an den ameriianiscben (Haiicbten klagen könnsn. Dadou 111 keme Rede. Es" g1bt keine Nation, die di'm Ausländer das Recht auf Aufnahme gewahrt. Das wird sich niemand gcfallcn lassen. Wenn 1111111 irgendwq 8111 solcbxs Recht einführen wollte, dann wiirdi' man'nni dcr Yuöweüungspraxrs in gtößsrem Umfangs vorgeben müssen. Die Mehrbmt derKo1nmiss'1_on

*“ „Jeder eschäfksfäbige Deutsche erwirbi; durch die Yegrüydqu des WohnÜUZS ,in" einem Bundesstaat die Siamöangeboregkett 1n

werden, die der politischsn Gesinnung oder Betätigung des Antrag-

u11d auch des hohen Hauses stimmt mit unserer Auffassung überein.

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