1913 / 134 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 09 Jun 1913 18:00:01 GMT) scan diff

.H'auptké-rw*alkung der Staatsscbukd-en. *“ Bekanntmachung. *

, 71- Die am 1. Juli 1913 älliéZen Zinsscheine 5er'preußischen Staatsschuld, er eichsscbuld'und dier Sz u gebietsschuld werden vom 21. Juni ab e n e ' ur" '

b7e StaatssZuldentilgungL-kaffe in Berlin 177. 8, Tauben-

aße , _ die KrönigliW Seehandlung (Preußische Staatsbank) m Berlm . 56, Markgrafenstraße 46 s., '

die Preu ische ?entralgenoffenschaftskaffe in Berlin (ck. 2,

am eughau e 2,

die Rei sbank auptkaffe in Berlin 8117.19, Jagerstraße 34,

die Rei sban haupt- und Reichsbankstellen und die mit

Kasßeneinri tung versehenen Reichsbanknebenstellen,

die preu ischen egierungsbamotkaffen, Kreiskaffen und haupt-

amtlich verwalteten Korsttaffen, sowie durch '

die preußischen Oberzollka en und Zollkalßsen, durch die Zoll-

kaffen jedoch nur, sofern die vor andenen Barmxttel die Einlösung gestatten.

Die Zinss eine können in Preußen auch vom 21. Juni ab allgemein tatt „baren Geldes in Zahlung gegeben werden bei a en hau tamtlicl) verwalteten staatlichen Kassen, mit AUSnahme der a en der Staatseisenbahnverwalmng, sowie bei Entrichtun der durch die Gemeinden zur Hebung ge- lan enden direkten taatssteuern. Ermächtigt, aber m_cht ver- pftßßhlttet zur Annahme an Zablungsstatt smd die RelchSpost- an ta en.

* Die Zinsscheine sind den Kassen nach Wertab7chnitten ge- ordnet mit einem VYÜTLUÜS vorzulegen, in welchem Stückzahl und Bettag für jeden ertabschnitt, Gesamtsumme sowie Namen und Wohnung des Einlieferers angegeben sind. 'Von der Vorlegzmg eines Verzeichnisses wird abgesehen, wenn es sick) um eine geringe Anzahl von ?)mssYeinen handelt, deren Wert leicht zu über- sehen und fe tzuste en ist. (Formulare zu den Verzeichnissen werden bei den beteiligten Kasen vorrätig gehalten und xiacl) Bedarf unentgeltlich verabfolgt. Weniger geschäftskundtgen Personen wird ULT) Wunsch von den Kassenbeamten bei Auf- stellung der Verzei nisse bereitwilligst Hilfe geleistet werden.

11. Die am 1. Juli1913 fälligen Zinsen der in das Preußische Staatsschuldbuck) und in das Reich?;- ;ckwldbuch eingetragenen Forderungen werden, soweit ie durch die Post oder durch Gutschrift auf Reichsbankgirolonto zu berichtigen sind, vom 17. Juni ab gezahlt. Die Bar- ahlung der Zinsen bei der Staatsschuldentilgungskaffe und bei er Neichsbankhauptkasse beginnt ebenfalls am 17., bei allen anderen Zahlstellen am 21. Juni. -

Die Zahlung der Zinsen durch die Post gesclzieht, wenn kein gegenteiliger Antrag gestellt ist, innerhal deS Deuts en Reichs im Wege des Postüberweisungs- und S eckverkebrß. Dabei werden Beträge bis 1500 914 und im alle der Ueberweisung auf ein Postscheckkonto auch höhere Beträge ohne Abzug der Postgebühren gezahlt; nur die VestellYebübren fallen dem Empfänger zur Last. Werden da- egen ie insen auf Wunsch durch Postanweisung oder (Held- kgdrief gezal) t, so hat der Empfänger Postgebühren und Porto zu tragen.

.. 11.1- Die ,

2,“5„ÜÜ-- - Yen _ erlin', den 4“. Zu ' auptverwaltung der Staatsschulden H und Reichsschuldenverwaltung. von Bischoffshausen.

ngskaffe ist am 28.. Juni ZZ Imst ift fixjvon: 11 bis

M n 9 bis 1 “hi: geöffnet.

TageHordnung

fiir die Sitzung des Landeßeisenbabnrats am Freitag, den 20. Juni 1913, Vormittags 10 Uhr.

1) Frachterniäßigung für Roheis en und für Eisen des Spezialtarifs 11 im Verkehr mit Laucherthal (Hohenzollern) und anderen süddeutschen Stationen.

2) Frachtermäßigung für Eisen, Steinkohlen, Eisen- erze uéw. im Verkehr mit Stationen des Kreises Herrschaft Schma kalden.

3) Erweiterung der Anwendungsbedingungen der AuMahme- tarife 8 5 und 8 5T für Eisen und Stq_l)l.

4 Frachtermäßigung fiir niederschles11che Steinkohle.

5 FrachtermäßigunY für Teerfarben von Höchst (YkaixÉ usw. nach den eutschen Nordseehäfen zur Ausfuhr ü er ee.

6 Gewährung eines AuSnahmetarifs fiir Schwefelsäure zur erstellung von Superpboßphat von Oberschlesten nach Stationen in den Provinzen Schlesien, Posen, Pommern, Ost- und Westpreußen. .

7) Verlängerung der Geltunngauer der AuSnabmetarife

ür frisches, nicht zubereitetes Fleisch zum Verbrauch im nlande und für zur Schlachtung im Jnlanbe bestimmte Tiere in Wagenladungen.

8) 9. Einführung eines AUSUahmetarifs fiir frisches Obst zu WirtschaftSzwecken, b. Frachtermäßigung für Bananen.

9) Mitteilung über genehmigte AUSUahmetarife.

Berlin, den 9. Juni 1913.

Der Vorxißende des LandeSeisenbabnrats: Stieger, Unter taatssekretär, Wirklicher Geheimer Rat.

Die von eute ab zur AuSgabe gelangende Nummer 24 der Preußis en Geseßsammlung enthält unter Nr. 11288 das Geseß über Maßnahmen zur „Stärkung des Deutschtums in den Provinzen Westpreußen und Polen, vom 28. Mai 1913, unter . Nr. 11289 das (Ge ey, betreffend die Bewilligung weiterer Staatswittel zur Verbe erung der Wo nungSverhältniffe von Arbeitern, die in staatli en Betrieben be chäftigt smd, und von gerinFe besoldeten Staatsbeamten, vom 28. Mai 1913, und unter r. 11290 das Geseß, betreYnd ältere Hypotheken in Neuvorpommern und Rügen, vom . Mai 1913.

Verlm 179. 9, den 7. Juni 1913.

Königliches GeseysammlungSamt. K r ü e r.

na

Geldmittel für die nach (Geseßsamml. waffer-, mittleren Oder, Nr. 11 292 die Veror seßes, land- oder forstwirtscYSaftlich genußte Grund 1906 (Geseyamml. . na me des den Verordnungen vom 23. Mär S. 65 und vom 16. Juni 1909 (Geseß? vom

1) die Entwässerungsxzenoffenicbai durch das Amtsblatt der Kön Seite 149, ausgegeben am 10. Mai 1913,

2) tms am 7. A ril 1913 Borrebach-Genoffenf Amtsblatt der Königlichen ausgegeben am 17.

3) das am 15. die Skorzewoer Entwäfferungkgeno Yosen West durch

ofen Nr. 20

4) das am 15. die Drainagegcnoffcni Amtsblatt der Königlichen gegeben am

Verleihung des Enteignungsre Lichtenbetg für die bebauungsp steigs der Z))?öllendorfstraße, Regierung in Pott-dam und der Stadt gegeben am 17. Mai 1913;

Verleihung des Entei nungSrechts an Wanne-Herne mit be?

weiterung des Hafens Regierung in Arnsberg Nr. 22 «.

Nr 11291 das über Deich- betreffend *die Zulassung

tadtkreises Berlin -,

. Mai 1913. Berlin 97. 9, den 7. Juni 1913.

389) in allen Landesteil

Königliches (HKeseZsammlungsamt.

ruer.

Bekanntmachung.

aft in Zetkin im

das Amtsblatt dex S. 197, ausgegeben am

17. Mai 1913; 5) der

durch das 6) der

Wanne, durch

Kreile

April1913 Allerböchit vollon chaft Pier in Pier im Kreise üren durch das Regierung in Aachen

Allerhöchste Erlaß Vom 29. Ap (bis an die lanmäßige Verbreitetung des Bür er- Amtsblatt der Königli en Berlin Nr. 20 S. 261, aus-

Allerböchste Erlaß vom 30. April 1913, „betreffend die die Hafextbetriebsgesellscbaft cbränkter Haftung in Wanne , . das Amtsblatt der Kömglrcben

,

e] von heute ab*.zur Aussabe getan ende Nummer 25 der Zeußisäseu Ge é, sammlung enthät unter ,

. e die Bereitstellung weiterer dem Geseße vom 12. August 1905 S. 335) durchzuführende Regelung der Hoch- und Vorflutverbältniffe an der oberen und vom 30. Mai 1913, und unter dnung über die Einführung des Ge- einer Verschuldung§grenze für stücke, vom 20. August en - mit Aus- in denen es nicht schon 1908 (Geseysamml. amml. S. 492) gilt,

Nack) Voxscbrift des Geseßes vom 10. April 1872 (Geseßsamms. S. 357) sind bekannt gemacht: * das am 31. März 1913 AUerböÖst vollzogene Statut 't Lahr 11] in Lahr im Kreise Bitburg iglichen Regierung in Trier Nr. 19

für

Allerböckpst vollzogene Statut für die Bütow dur Regierung in Köslin Nr. 20 Seite 145,

a 913;

Aprii 1913 Allerböcbst bollzogene Statut tür ffenschaft in Skorzewo im Kreise Königlichen Regierung in 17. Mai 1913; ne Statut für

ch das

Nr. 23 S. 179, aus- ril1913, betreffend die

Stadtgemeiwde Berlin-

für die Er-

299, außgegeben am 31.Mai1913.

Laufende Nummer

vorgestern na _ , Vortrag deSlC efs des Maxinexqbineüs, Ad

Yichtamtsiches. Deutsches Reich.

Preußen.

Berlin, 9. Juni 1913.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten

Z“ 7 x'“ *

mittag im Neuen Pal

„1

Uebeésicht

für das Rechnungsjahr 1912.

is bei Potsdam den mirals von Müller.

der Einnahmen an Zöllen, Steuern und Gebühren

Die SOU-

einnahme

nach Abzug der Ausfuhr- Vergütungen usw.

hat betragen im

. Rechnungs- jahr 1912

916

Bezeichnung der

Eintiabmen

Die Ist- einnahme bat betragen

im

Rechnungs- jahr 1912

ck16

Jm Reichs-

haushaltsetat ist die Ein-

nahme für das Rechnungs-

jahr 1912

Veranschlagt auf

916

SH“ SOON "Q QWPWWB

wk“- SW»

775 155 986 11 393 672 41 153 790

172 674 527 61 900 264

207 709 830

915 839

9 950 190 16 156 306 22 364 745

136 086 705 2 122 485 20 378 263

55 761 055

Zölle . . . abaksteuer. . Zigarettensteuer uckersteuer. Salzsteuer . Branntwein- verbrauchSabgabe . EsYgsäureverbrauch- a gabe. . . . . SchaUMWeinsteuer . Leuchtmittelsteuer . Zündwarensteuer . rausteuer und Ueber- gangsabgabe v. Vier Spielkartenstempel . Wechselstempel . . Reichsftempelabgaben : 4. von Wertpapieren 13. vonGewinnanteil- Zcbein- und Zins- ogen . . . . 0. von Kauf- und sonstigen An- schaffungSgescbäften 1). von Lotterielosen: 91. für Staats- [otterien . b. für Privat- lotterien . .von Fracht- urkunden . „von Personen- fabrkarten . . . „von Erlaubnis- karten für Kraft- fahrzeuge . . . bon Vergütungen an Mitglieder von Aufsichtsräten .

3- von Schecks . . X(. von Grundstücks- übertragungen . Zuwacbssteuer. . („rbs aftssteuer .

9 965 519 24 482 531

39 541 912 10 726 567 19 075 962 24 158 269 4 199 877 6 457 261 3 182 088 38 635 953

20 833 361 41 290 742

2 062 471

___-.___

Stati tische Gebühr)

727 991 442 10 754 469 35 527 993

148 302 533 61 059 209

187 049 211

789 051

10 578 032 14 497 557 20 791 531

127 554 152

2 020 469 19 461 242

54 646 405 9 507 155 23 992 880

39 541 912 10 138 203 18 694 442 23 675 104

4115 880

6 328 116 3 118 446

37 863 247 20 833 361 41 290 742

1 973 800

699 308 000 12 290 000 29 983 000

143 500 000 59 167 000

195 046 000

733 000 11 329 000 11 653 000 18 21.0 000

122 100 000 1 852 450 17 954 000

ck 62 940 000

24 640 000

36 605500 10 902 000 17 370 000 22 070 000 3 440 000 5 900 000 3 234 000 40 640 000

18 000 000 43 500 00.0

1 632 450.

. rotokolls bilden könnten.

Der'Festakt der hiesigen K'öniglichen Landwirt- chaftlichen Hochschule zur Feier des Negieryn s- ubiläums Se ner Majestät des Kaisers und Kon gs ndet am Sonnabend, den 14. d. M., Nachmittags 5 Uhr, tm neuen großen Hörsaal 10 der Hochschule statt. Die Festrede über das Thema: ie Entwicklung der Landwirtschaft in den leßten 25 Jahren“ wird Herr Geheimer RegierungSrat, Professor Dr. von Rümker halten. *

Der räsident der reußischen ZentralgenoffensÖafts- kaffe, WirkYicher Geheimer 5Zberfinanzrctt Dr. Heilt" enstadt ist nsüt mehrwöchigem Urlaub nach Karlsbad 111 Wo men ab- gerei t.

„W. T. B.“ ist S. M. S.

Laut Meldung des ' Veracruz eingetroffen.

„Bremen“ am 7. Juni in

Oesterreich-Ungarn. Der Kaiser Franz Joseph hat laut Meldung des „W. T. B.“ die dauernde Beurlaubung sämtlicher, zum aktiven Dienst einberufenen Reservisten der Krieg;- marine angeordnet; ihre Rückverseßung in das mchtaktwe Verhältnis erZZlgt in den nächsten Tagen.

- Der erband der deutschen LandtagSabgeord-

neten Böhmens, der vorgestern zu einer Vollversammlung in Prag zusammengetreten war, hat eine Kundgebung be- schlossen, in der, obiger Quelle zufolge, auf das entschiedenfte gegen die vom Landesausschuffe beschlossene Aufnahme eines Landesdarlehens von 8 Millionen Kronen bei der Prager städtischen Sparkasse Einspruch erhoben wird. Die Aufnabme des Darlebns bedeute eine offenkundige Ver- letzung der Landeßordnung und eine geseßwidriße Ueberschreitung „des klar bestimmten Wirkungskreises des LandeSausschuffes. Irgend eine bindende Veipflickytunq zur Verzinsung und Rückzahlung für das Land könne, n:;cbdem das Statut der Sparkasse die Gewährung von Dar- lehen an Münder ausdrückliäx ben der voraUsgegangenen gesetzlichen Bewilligung abhängig macht, nicht geschaffen Werden. Der deutsche Landtagsverband lehne im Namen des deutschen Volkes jede Verant- wvrtung für dieses Vergeben ab.

In der Versammlung wurde ferner die Frage beraten, ob die deutschen LandeSausschußbeisiHer angesichts dieses Be- schluf es der Landesausstbußmehrheit ihre Stellen im Landes- auss niederzulegen hätten. Das Ergebnis der Beratungen war, die Entscheidung über den Rücktritt der deutschen Landes- auSschußbeisiizer der nächsten Vollversammlung deS Landtags- verbandes anheimzustellen.

Großbritannien und Irland.

Der König Georg gab vorgestern im Buckingham- Palast zu Ehren der Frieden?:delegierten ein Früh- stück, an dem unter anderen der Herzog von Con- naught, der Premierminister Aßqnitl), der Staatssekretär des Aeußem Grey und der Lordpräfident Viscont Morley teilnahmen. Wie das „Reutersche Bureau“ meldet, beglückwünschte der König die Delegierten zur Unterzeichnung des Vräliminarfriedens und spra die Hoffnung ayH,-_„,da ihre

mö'clßen “(md da “„Es nicht Me 'zu-"“einer . FeWssiigkeiten äme. - * * , -- - Die vorgestrige Konferenz der Friedens- delegierten im St. Iamespalast bat, obiger Quelle zufolge, zu keinem Beschluß geführt. Eine ausgedehnte Diskussion entspann sich über die Artikel deéZ Protokolls. Dabei erklärte der serbische Delegierte Pawlowitsck), daß mehrere der Hauptpunkte, iiber die beschlossen werden sollte, in Uebereinstimmung mit den Bestimmungen des Präliminawertrags der Regelung durch ein besonderes Uebereinkommen zwischen den Kriegfübrenden vorbehalten werden müßten, und daß sie demgemäß keinen Teil des Zusaß- Pawlowitsck) schlug darauf vor, daß as Protokoll in einem einzigen Artikel abgefaßt würde, der den interessierten Regierungen die Regelung der ge amten in Frage stehenden Punkte überläßt. Ueber diesen Vors lag wird

die Konferenz heute beraten.

Frankreich.

Der Präsident Poincaré gab gestern nach Beendigung der Uebungen der Flotte an Bord dels Pguzer'kreuzers „Jules Michelet“ ein Festmahl, bei dem der, Marineminister Baudin die militärischen Tugenden des _Admtrals Boué de Lapeyrére, die Treue der Offiziere und die Tapferkeit der Manyschaften Fierte „und dann den Wunsch aussprach, daß der Präsident der

epublik vor dem Lande Zeugnis ablegen werde, daß es eine wohlaußgebildete Schiff9macht besäße, dre im Stande sei, wenn der Tag komme, mit der ganzen bewaffneten Natioti Land, Ehre und Freiheit zu verteidigen. Hierauf erhob sich der Präsident Poincaré und sagte laut Bericht des „W. T. B.“:

Die viel zu kurzen Stunden, die ich hier zugebracht habe, haben auf mich einen unauslöschlichen Eindruck aerziacht. Seit meiner An- kunft in Toulon babe ich die volle Schönherr per großen Macht einer von dem FührerÖeleiteten methodischen Dtsziplrn gefühlt, dessen Geist und wachsamer ille auf allen Schiffen gegenwärtig find. Wieder einmal hat fiel) der Wert unseres Schiffgrnaterials, die rest- lose Ergebenbeit “unserer Offiziere und die glückliche Ausbildung der Mannschaften gezeigt. In seinem aufgeklätten Patriotismus erträgt das Land seit langen Jahken unermüdlich die schweren Lasten, die ihm die Unterhaltung Und die Vervollkommnun der Ver- teidigungsmittel auferlegen. Das Land Weiß, daß, um si er zu sem und um von uns Kriegsdrobungen oder Versuche, uns zu demütigen, _fern zu halten, faUs sie jemals unternommen Werden sollten, wir den Wunsch haben, immer stark, immer ruhig und immer bereit zu sein. Das Parlament, ein treuer Dolmets der Gefühle der Nation, weicht vor keinem Opfer zurück, um un eren Heeres: und Flottenaus- rüstungen die höchste Wirksamkeit zu verleihen und unsere Armeen zu Lande und zu Wasser in den Stand zu seßcn, mit der größtmögli en Schneüigkeit unerwarteten Ereignissen entgegenzutreten. ir haben bier feststellen können, daß so gro e Anstrengungen nicbt unfruchtbar bleiben. Auf welchem S iffe auch immer unsere Seeleute fahren und welchen Dienstgrad sie, auch immer einnehmen, fie üben mit rübxender Einfachheit die yornebmsten TUJenden; der (Geist der Disziplin und der heldenhaften Entsagung ist bnen zur zweiten Natur geworden. Frankreich selbst sich in den MRM dieser tapferen Leute spiegeln, es sieht darin

bglanz aller“ seiner Eigens affen schimmern, die bei unseren Seeleuten und unseren Sol aten traditionell find. Auch das Landbeer „bat den Blick fest auf die ZFahne erichtet, es bemüht 9155, voll und ganz der Stimme des uter- 7andes zu eborcben und, Wenn Fraykreich eines Tages in Gefahr ist und seine Kinder zur Hilfe rufen Wurde, hat auch das Landbeer nur

kann den unveränderten

den einen Ehrgeiz, zu jeder Stunde und bei jeder Gelegenheit “des nationalen Beitrauens würdig zu bleiben.

Arbex.ten ,_bald„„ Zl einem *beßxéie igenden «Ww !

Rußland.

Der inser und die Kaiserlich Familie,-die auf " rer Rundxetse in Moskau ein etroffen md, hielten vorgestern "emen feierlichen Empfang im roßen Palais des Kreml ab, .an dem Abordnungen aus allen Staaten des Reiches sowie des Adels der 44 Gouvernements teilnahmen. Wie ,W.T. B.“ ,meldet verlas: der AdelSmarsclYall von Moskau im Namen aller ““leelséorxorationen eine Huld gung§adreffe, in der dem Kaiser 'das Gelubde d_er Treye abgelegt wurde. In seiner Erwiderun sprach der, Kaiser Yemen Dank für die Gefühle der Liebe un _Érgebenheit gas un sagte, die gegenwärtige Reise nach den alten russischen Stadten habe ihm gezeigt, daß die Verbindung zwischen „Kaiser und Volk, die in Rußland von alters; her so herzlich be- standen hqbe, _auch ]eßt fortbestehe. Seine Vorfahren hätten un- erschütterlich“ die frommen Traditionen bewahrt, ihr Fortbestehen werde auch m Zukunft Rußland den Schuß des Herrn erhalten. Zierauf wohnten der Kaiser, die Kaiserin, der Großfürst- * hronfolger, die Großfürsten und Großfiirstinnen, die hohen StaatSwurbentragex und die Präsidien der beiden Kammern dem Gottesdienste m der USPeUHkU-Katbedrale bei. Später be- suchte der Kaiser das Tschudowkloster, die historische Aussteüung, 'die Korporation der Kaufmannschaft und die alte Kirche des H(fmlsesst Yomanow. Abends fand im Großen Palais eine (Hala- ta e a .

Italien.

Im Senat ,ist vorgestern nach zweitägiger Debatte iiber ,die Untersuchung in der Angelegenheit des Justizpalastes, wie „W. T. B,.“ meldet, in namentlicher Abstimmung mit 101 gegen 9 Stimmen bei 16 Stimmenthaltungen eine Tages- ordixung angenommen worden, in der von den Ergebnissen des Berichts der Untersuchung KenntniS genommen und der Bericht gebilligt Wird.

Spanien.

Der Senat hat vorgestern die Ratifizierung des Freundschaftsvertragß mit Japan angenommen. Wie „W.,T. B.“ meldet, verlangte aber der frühere konservative Nnaster Allen de Salazar, daß der Beweis erbracht würde, das; das,.Haus _beschlußfäbig sei. Da dies nicht der Fall war, „warde die Abstimmung für nichtig erklärt.

__ In der Deputiertenkammer hielt der Führer der anxervatwen Maura vorgestern eine lange Rede, in der er obtger Quelle zufolge ausführte:

.Man hat mich |als einen VerTeßer der Gesetze und uliramon- tunen Tyrannen bmgestellt. Diese Urteile smd ungerechtfertigt. Ich hgbe die Verieäytuxig und AuLbreitung aller Ideen gebiÜiat, aber Ziiemals, daß sie aus gewaltsamem Wege durchgesetzt werden. Ick) babe Mixter gefordert und fordere auch noch die Gleichverecbtigung für alle “Ve1irebungen. Republikaner, wenn es fich um die Verteidigung der

;:esetzlikben Formen handelt, so bin ich auf Eurer Seite gegen jeden,

Ihr habt in uns die aufri'cbtigsten Brüder, winn Ibr als Bürger handelt, aber wenn Ihr als Aufwiegler handelt, so muß nach meiner Ueberzeugun dre ganze Scharfe des_GesetZes gegen Euch angewandt wexden. J

halte mich nicht fur unfehlbar nnd unterwerfe mich dem Urteil des Landes, ich Halte den Kontakt der beiden Regierungsparteien für un- umganglicb notwendig, den Kontakt zwischen den Liberalen, die ibn unterbrochen haben, und zwischen uns, die Sie dieses Bruches be- schuldtgen. Jeb balie aÜe AuIdrücke und den Grandgedanken meines Briefes 179111 31. Dezember vergangenen Jahres aufrecht. Da ici) 'Jbrer Politik mcbt zustimmen kann und da Sie die meinige nicht

_ Zunehmen wvllen, so erkläre ich, daß ich mich zuriickziebe. Was kann : ech weitersagen?" on, der die Demokratisierung der Monarchie fordert, und sagte: „Die '. Lonarcbte demokratifieren,

Zam Schlusse spielte Maura auf die Rede Albarezi

' hieße sie auflösen. Das wäre eine Revolution obne Barrikaden, obne Blut, aber volle Revolution“.

Dex Ministerxträsident Nomanones erklärte darauf unter dem Beifall der Liberalen, es sei sein lebhafter Wunsch, mit “N13 Konservqtiven zusammenzuarbeiten. Maura forderte den “!)tmsterprästdenten auf, sick) über die von dem Republikaner lvgrez geforderte Verfassungsänderung zu äUßern. R o m an 0 n e s rrmderte, eine solche Reform werde erörtert und, wenn sie für gut gehalten werde, obne Verzug durchgeführt werden.

Türkei.

Entgegen der Meldung vom 5. Juni erklärt, dem „W. T B.“.zufolge, die Pforte offiziell, daß bezüglich der Wiedermbetrtebseßung der Leuchttürme und der Entfernung der Unterseeminen noch keine Entscheidung getroffen ist.

Rumänien.

Die Regierung hat die Mitglieder der Kommrjjionen ilk die Festsetzung der drei Kammerrayons um Silistria, fiir die Bestimmung der Zone, innerlÖalb der die Bulgaren keine Befestigungen anlegen werden, un Xlr Festseßung der Schäden und Jyterefferi der Bulgaren, die ilistria verlassen, ernannt. DLL offtzto'se „Politique“ verölffentlicht den Wortlaut des St. Petersburger Protokol s. Der Schluß dees Pro- tokolls lautet:

Die „bekannte Geneigtbeit Bulgariens, die freundschaftlicken Bande mtt Rumänien aufrecht zu erhalten, erleichtert wesentlich die AUfgab-e der Konferenz. Die Ueberzeugung ist, daß die Mächte MUlgarien Dank wissen für die Opfer, die von ibm verlangt Wurden.

Serbien.

Vorgestern hat eine vom Ministerpräsidenten Paschitsch

mberufeye anferenz der Parteiführer stattgefunden,

n der ixber die Haltung Serbiens in der serbisch-

"ylgaxischen Grenzfrage angesichts der politischen Vor- ange m Bulgarien beraten wurde.

_ Die „Politika“ veröffentlicht eine Unterredun

., des ronprinzen Alexander mit einem Mitarbeiter des

lattes “ber den serbi ch-bulgarischen Gegensa. Wie ,W- T. B.“, me det, verweist der KronprinzH auf die m Vertrage mcht vorgesehene und über ihn weit hinaus- hende Hilfe, die Serbien den Bulgaren während des alkankrieges, insbesondere vor Adrianopel, eleistet habe, nd betont, daß die serbischen Ansprüche an? Mazedonien lch m_tf em Gebiet beziehen, das von den Türken seiner- eit nicht, dem Bulgaren, sondern den Serben entriffen orden set. Auch die geographischen und ethnologischen Eigen- chaften sprächen ausschließlich zu Gunsten der ![Uerbischen ;1 Yrderung. Die serbische Regierung und die serbische S pschtina „aiim kürzlich dargelegt, daß das rechte Wardarufer für Serbien ZULLebenSfrage bedeute, in der Serbien niemandem nachgeben onne. Demnach sei die Haltung Serbiens klar. Serbien abe sein leßtes Wort gesprochen. Ueber das rechte Warbur- kk Yönne es keine weiteren Unterbandlungen geben. [* [garten habe sich nunmehr _ iiber die Grenzfrage zu 'Ußern. Bezüßlich der Haltung Europas erklärte der Kron- “nz, es sei egreiflich, daß „Europa an der endli en und 'schen Liquidatton des Balkankrieges das größte ntere e

an dem Balkan und nicht das im Interesse der Erlan ung des “? eden; und der Ruhe erforderliche Gleiéhgewicht. emna

alle die Verantwortung für alle neuen Verwicklun en an jenen, der tyeder gegenüber seinen aufrichtigsten Ver ündeten no'ch Kegemiber den internationalen Pflichten Rückfi ten übe. Die f edltcbe Lösung des Konflikts würde darin beste en, daß „Bulgarien seine Prätentionen auf alle Gebiete aufgebe, oberen Bestß Serbien als seine Lebensfrage betrachte. Welche Lösung immer etytreten werde, das eine sei gewiß, daß sie sofort er- folgen musse, denn jede Vertagung sei zwecklos, da es einen Mtttelweg nicht gebe.

Amerika.

Der brasilianische LandwirtschaftSMinister Dr. Pedro de Toledo hat nach einer Meldung des „W. T. B.“ den Kautschukkontrakt, der zxvischen der BundeSregierung und dem Staate Para, abgeschlo11en worden ist, unterzeichnet. In dem Abkommen ist die Errichtung einer Musterfarm auf der Insel Maraxo, die Jnangrißfnahme von Eisenbahnlinien und die Erbauung 13911 Hotels un Hospitälern fiir die Kautschukgebiete vorgesehen, um die Einwanderung zu unterstüßen. Der Staat Para wird zusammen mit der Bundesregierung dazu schreiten, nqck) urid nach den Aquuhrzoll für Kautschuk herabzuseßen und w1rd_dteses A119fubrob1ekt während 25 Jahren von Jeglichem staatlichen und städtischen Zoll befreien. Der durch en vor- ]ahrtgen Erlaß zum Schuße der Kautschukprobuktion vorgesehene Ausfuhrzoll von 5, Prozent soll zur Unterhaltung der Cbauffeen imd anderen PerbmdungSstraßen in den Kautschukgebieten und m den landwrrtschafilichen Bezirken dienen. Die beiden Kon- trahenten werden dgnack) trachten, die Tarifraten der Schiffahrts- gesellschaften, die sie verwalten oder unterstüßen, herabzuseßen.

Statistik und Volkswirtschaft.

Abnahme der Tuberkulose im Deutschen Reich in den 12 Jahren 1900 bis 1911.

' In den Ortschaften des Deutschen Reichs mit 15 000 und mehr CrinnbUern,“ die dem Kaiserlichen (Geßxndbeitßamt allmonatlicb Aus- xvetse uber die - meist ärztlich festgestellten - Ursachen der unter xbren Bewohnern Vorgekommencn Sterbefälle behufs Veröffentlichung ubersenden, sind. im Jahre 1911 in.?gesamt 41606 Personen unter den rund 24 Millionen Bewohnern dieser 348 Ortschaften der Tuber- kuloie erlegerx, also 17,3 auf je 10 000 Lebende aller Alteréklaffen. Ein Vergleich mrt den entsprechenden, während der 12 Fabre seit 1900 beixn (Gelundbeitsitmt _cmgegangenen, in den .Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundberisamts“ abgedruckten AUSWeisen führt aber zu dem erfreulichen Ergebnis, daß in der Gesamtheit der Ort- schaften des Reichs x_nit mindestens 15 000 Bewobnern die Zahl der durchTuberkulote verursachten Todesfälle im Verhältnis zur Emwobnerzabl seit dem Jahre 1900 ununterbrochen bon Jabrnzu Jaht abgenommen hat, daß also die Bemühungen zur Beschra11knng dieser gerade im lebenéksäftigsten Alter häufig zum Tosde sLubrenden Krankheit anscheinend durchaus erfolgreich ge- ween nd.

In der Gesamtheit der bezeichneten Ortschaften des Deutschen Reichs starben innerhalb Jahresfrist auf je 10 000 Einwohner

4. an Lungentuberkulose Von 1900 bis 1904 nacheinander:

22,3 *- 20,6 »“ 19,9 -- ]9,4 - 19,1, 13. an Tuberkulose iiberhaupt Von 1905 bis 1911 nacheinander: 22,3 -- 20,3 *- 9,8 - 19,2 _ 18,3 - 17,8 _- 17,3.

Im Jahre 1905 kwaren rund 12 0/0 aller Todesfälle in diesen Ortschaften durcb Tuoerkulose herbeigeführt, im Jahre 1911 nur 10,580/0; vor dem Jahre 1905 Waren nicht die Todesfälle an „Tuber- kulose', sondern nur diejenigen an Lungenschwindsucbt gemeldet, deren Zahl * auf je 10 000 Lebende. umgerechnet - in einem 5jabrigen Fexxraum damals schon Von Jahr zu Jahr erheblich abgenommen

a e.

Kunst und Wiffeusthaft.

" Am Montag, den 16. Juni 5. J., bleibt die Nationalgalerie ur das Publikum geschlossen.

Die Bildnissammlung der Nationalgalerie in der Schinkelscben Bauakademie am Schinkelplatz wird vom Dennerstag, den12. d. M., ab für das Publikum geöffnet sein. Besuchszeit an allen Wochentagen von 10 bis 3 Uhr, Sonntags Von 113 bis 3 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Land- und Forstwirtschaft.

Amtlicher Bericht des LandwirtschaftSamts von Ohio über den Stand des Ackerbaus und der Viehzucht am 1. Mai1913.

Der folgende Beriöht ist aus Mitteilungen amtlicher Korrespondenten

zusammengestellt: Weizen: Stand, Verglichen mit dem Durchschnitt 93 v. H., Hafer: Areal fiir 1912 nach Angabe der

amtlichen Abschätzung . . . 1 865 449 Acres, In diesem Jahre bebaute Fläche, im Verhältnis zu "1912 ........... 87 v.H., Abgescba tes Are'alf d.Ernte1913 1 615 151 Acres, Vesate lache, im Verhältnis zu 1912 91 v. „* Stand, verglichen mit dem Durchschnitt 89 v. ., Gesamtareal:

24 v. H.,

im vorigen Herbst gesät in diesem Frühjahr gesät ..... 76 v. ., Stand,im Vergleich mitdem Durchschnitt 93 v. ., Duxcbschmttsdatum des Säens 28. März: Besates Areal, im Verhältnis zu 1912 95 v. . Aussicht, im Verhältnis zu einer ; 90 v. . Normalernte 93 v. . Vexlutte während des Winters und FrühjLahr :

Sommergerste: Wintergerste: Gerste:

Roggen: Klee:

Obst: Beeren: Viel):

Schw Viel): Verlust durch die leßte Ueberscbwemmung . .

Durcbschnittspreis„e: ck 1,01; per Bushel,

0,37 oggen ...... , 0,72 Kartoffeln . . . . ., 0,57 Heu ....... ., 10,40 per Ton, Luzerne ...... . 13,45 ., . (Z = amerikanische Dollar.)

Die gegenwärti e Aussicht für die Weizenernte ist aus- Bzeicbnet. Das Wa stum der Pflanzen wird - im Verhältnis zum

urchschnitt - auf 93 v. H. geschäyt“ gegen 44 v. H. im Jahre 1912. Die vorjäbrige Weizenernte war eme Mißernte, da nur etwa 10000000 Vusbels geerntet wurden. ?alls die flan en in ihrem aygenblicklicben Wachstum nicht noch we entlich bee nträ tigt werden, durfte"die Gesamtproduktion die vor äbrige um das doppelte bis drei- kache ubersteigen. Durch die Uebers wemmun en Wurden. die Weizen- elder nur wenig beschädigt. Wenn auch in den 1": erfiuteten Distrikten ab und zu ein Feld vernichtet worden ist, so ist der angeriUYtete Schaden

abe. Was Bulgarien verlange, sei die unnatürliche Ueberma t

, Der Bestand an Hafer beträ t nur 87 v. H. der vorjäbr ' Flache. Im letzten Jahre wurde a erdings auch eine außergewö - lich große Flä mit gfer besät. Im Frühjahr 1912 wurde in- folge des chle" ten erzenstandes unkefäbr die Hälfte des W en- areals ymgep ugt, [md der ,größte Tei davon mit Hafer besät. s gegenwartige real ist durch n ttSmäßig. Wegen der feuchten Witte- rung wiirde der Hafer im all emeinen s ät gediillt.

Mtt dem MaissteckenFt bereits egonnen worden. Werzn auch die Obstb'lute in diesem Frühjahr äußerst reickälick- eiyesen rst, so wird doch dte Gesamtunte nicbt ents rechend ausfa eu. ei genauer Untersucbixng 'der Knospen haben fi Beschädi ungen wahmehmen lassen. Die K_trschbäume scheinen am meistén dura? Frost gelitten zu haben. Auch einigen Apfelsorten und einem roßen Pro- zentsatz von Pßrsiäyknospen war der Frost vom 20. Abri? d. J. ver- ban„gntsvoll. Die Apfelplantagen, die in dem anzen Staat in reicher Blute stehen, versyrecben eine bessere Ernte a s im Vorjahre. Troß der bemerkten „Schaden weisen alle Anzeichen auf eine größere Obst- ernte, bin „als im Jahre 1912. (Nach einem Bericht des Konsulats in Cincinnati vom 20. Mai 1913.)

Theater und Musik.

Di Joseph Kainz-Tbeater.

e endgülti e Eröffnung der diessommerli en S ieleit der kunsilerisäyen reJlichtbübne am Kleinen Wénnfexx f?:nd am Sonnabendna mittag statt. Der Tbeaterbau ist jetzt wirklich ferti - gestellt und gibt mit seiner uberdachten Halle den Zuschauern de Gengr, wenn „notWLndig, auch gegen die Unbilden der Witterung geschu§t zu sem. Es Wurden die§mal zwei heitere Einakter a'ufgefubrt', die in diesem Naturtbeater entschieden glück- licher ivtrkten als die „schwere Tragödie, mit welcher vor kiirzem das Theater ' vorlaufig eröffnet wvrden War. I. V. Widrxiaiins Plauderei „Der greife atis“ paßte vortrefflich zu dem (anblick) freien, leicht umbuscbten intergrund; die drei jun en Schönen von Bologna in ihren reichsn ewändern boten ein bübs es Bild auF der weißen Terrasse im Grünen. Das Motiv zu der Plauderei ist'dem „Decamerone“ Boccaccios entnommen, und etwas von dem Geist und der sprzihenden Lebensfreude des alten Italieners lebte m Widman'ns anmuttgem, fein geschliffenen Dialog wieder auf. Alberto, dec greife Gelehrte und Poet, verteidigt mit ritterlicbem Anstand, mit flammender Beredsamkeit und mit leiser Wehmut sein Recht, auch jetzt noch. der Lungen Schönheit die zärtlickyen Regungen seines „Herzens zu Werben; ,und die spöttische Jugend findet endlich ein miifuhlendes Verstandnis für die stilXe, ruhige Flamme, welche dem alternben „Dichter das Leben Verklärt. Da der Dialog besonders durch Fraulem Mgnegg , und Herrn Eisenlobr eschickt be- handelt Wurde, ,geßel 'die Plauderei au erordentZäh. Nicht ganz so kurzweilig wrrkte Widmanns istoriscbes Lustspiel „Lysander? Madchen“. Das Stück, das im Schiller- theater bereits geÉeben wurde, spielt an einem FrühlingSmorgen ivaabre 404 v. br., wie mit historischer Treue festgelegt ist; das Stuck selbst wirkt aber ganz modern. Spott und Ironie bilden die Gxundstimmung des Lystsviels. Des strengen spartanischen Feldherrn Tochter smd, wie alle Mädchen, von Weiblichen Schwächen nicht frei; nur durch eme freilich recht alltägliche List der atbenis en Schaffnerin des'Haujes Werden [ie Vermocht, die lockenden Gesehen e aus Syrakus, zwei gleißende Gewander, bor Vater und Cyboren zurückzuwäfen; 11) triuniphiert die spavrtaniscbe Unbestecbliäykeit, und der Schalk schaut, tbr spöttisch uber die Schulter. Troß des auch hier unziveifelhaft gefchtxkten Dialogs machten sich doch mancherlei Längen in der" Handluxig fuhlbar; deshalb wurde das Erscheinen der beiden ungebardigen xungen Spartanerinnen, die sich wirklich wie junge Pantherkayen balgten,jede§mal mit Vergnügen begrüßt. Die Dar- stellt:"ng konnte auch bier befriedigen; die Sprecher waren allgemein Verstandlich, und so folgte aucb diesem Stück lebhafter Beifal].

In der Reibe der Festborstellungen im Königlichen Opernhaus e geht morgen, Dienstag, .Die Walküre" als zweiter Abend der gescvlo enen Aufführung des „Ringes des Nibelungen“ unter der musika ischen Leitung des Kapellmeisters Leo Blech in Szene. Frau Kurt singt die Titelrolle, Herr Putnam Griswold den Wotan, Frau Hafgreen-Waag die Sieglinde, Herr Berger den Sieg- mund, anu Ober die Fricka und Herr Schwegler den Hunding. Ferner stnkZ die Damen Dux, Easton, Andrejewa-Skilondz, von Scheele-Muller, Kopfes), Schloßbauer und Rotbauser beschäftigt.

Im Zyklus der'Volksvoxstellungen des Königlichen Schaus piell) aus es rst morgen eme Aufführung der „Rabensteinerin' von Ernst Von Wildenbruch vorgesehen. Die Titelrolle wird Fräulein Gregorow als Gast spielen. In den übrigen Hauptrollen sind die Damen Bu e, von Arnauld, von Maybura, Abich und die Herren Kraußneck, eisendörfer, Zimmerer, Pohl, Stange, Nesper, Winter, Mühlbofer, Mannstädt, Werrack und Eggeling beschäftigt.

Emmy Destinn wird anfangs August in der Kroll-Oper im Neuen Operntheater dreiGastspiele geben. Es ist dies das einzige Mal, daß Emmy Destinn in diesem Jahr in Berlin auftreten wird.

Maunigfaltiges. Berlin, 9. Juni 1913.

, Bei herrlichem Wetter, leichtem Winde und Sonnenschein, fand, wie „W. T. B.“ berichtet, gestern mittag um 121 Uhr in Gegenwart Jbrer_ Kaiserlichen und Königlichen Majestäten die feier- liche Einweihung des Deutschen Stadions bei der Grunewald- rennbabn statt. Das gewaltige, 30000 Zuschauer faffende Werk des Geheimen Baurats Otto March hob sich in seinem leuchtenden Wei

wirkungSVolL Von dem dunklen Grün des Grunewaldes a . Ein halbes Hundert Masten mit den Bannern aller Kultur- nationen und zahlreiche Wimpel säumten den Bau. Mächtige Gir- landen krönten das Mittelstück zu beiden Seiten der Séegesgöttin. Eine nach Zehntausenden zählende MenschenmenTe füllte das riesige Amphitheater, um dem festlichen Schauspiel berWobnen, das sich in_den feierlichen Einzug von 30000 deutrcben Turnern und Sports- leuten, die Huldi?ung yor Seiner Majestät dem Kaiser und König und daran anschleßende sportli e Vorführun en gliederte. Gegen 12 Uhr betrat der gewa tixZe Zug 11 zwei Kolonnen, mit den Turnern an der Sp tze, durch zwei Tore gegen- über dem Kaiserpavillon das Innere des Stadions. Den 10000 Turnen: fol te der Lawn Tennisbund, vertreten durch 350 Mit lieder der StZwimmverband (1000 Mitglieder), der Reichswerband ür Sekwer- atbletik (1000 Teilnehmer) und der Ravfabrerbund (2000 Teilnehmer). Ihnen schlossen fich 3250 Lei tatbleten an, 4000 Mitglieder des Fußballbundes und 100 des Eis, aufoerbandes. Den Schluß machten etwa 1000 Vertreter des Deutsch-Akademischen Bundes für Leibesübungen, 25 Mitglieder des'DeutscbenSkiverbc-ndes und 9000 Iungmannschaften,

darunter 500 Madchen des Jungdeutsckplandbundes» Inzwischen batten , ck die Fahnengruppen und Vertreter der einzelnen Vereine und Ver- ande auf dem grünen Rasen vor dem Kaiserpavillon versammelt.

Um 12 Uhr 20 Minuten traxen Jbre Kaiserlichen und König- lichen Majestäten die m Automobil von Potsdam gekommen“ Waren und in der Hööe des Stadions einen offenen 9. la DaumoU gefahrenen Wagen mit Spißreitern bestiegen hatten, am

Stadion ein, wo sie am Eingang Zu der Hoflo e von dem Vorstand, Staatsminister von Podbie ski, Oberreg erungs- rat von Oertzen, Freiherrn von Oünefeld u. a. empfangen

und binaufgeleitet wurden. Die , Kaiserstandarte ging über dem

Pavillon, den Palmen, Lorbeer und blühende Blumen u'mgabm, empor, und die K elle der Gardekürassiere feste mit Fanaresr

ein. In der Hof oge hatten 11. a. eingefunden: bre

Königlichen Hoheiten der Prinz und die rinzessin Eitel-

Friedricb, der Prinz Oskar, die Prinzessin riedrich Leopold“ und ihre Söhne, der Prinz und die Prinzessin ugus: Wilbelxü. Ferner waren amvesend: Der Rei skanzle-r Dr. von - Bethmann

doc?! nicht groß genug, um den Durchschnittsstand des eigens zu de- ein uffen.

Hollweg, die Staatssekretäre Dr. ydow, Dr. LiSco, Dr. Solf,