Bekanntmachung, betreffend den Vollzuxx1 der Reichsversi “errings- ordnung hinsichtlich er Krankenversi erung.
Zum Vollzug der Reicköverficherungöordnung ist in Er- „eganYung der in unseren Ve anntma ungen vom 20. Januar „191 und 9. Januar 1913 (Deu cher Reichsanzeiger und .Köni lich Preu ischer StaatSanzeiger vom 25. Januar 1912 "Nr. und vom 16. Januar 1913 Nr. 14) veröffentlichten Bestimmungen der VoÜzugSverordnungen vom 10. Januar1912 und 31. Dezember 1912-: (Ge e es- und Verordimngßxiitgtt-éfür .das Großherzong Baden 1 1 Nr. 7, “1112? " ordnung vom 2. Juni 1913 (Gese eS- und Verordnungsblatt “für das Großherzogtum Baden r. )()(17) weiter ver- ordnet worden:
1. (§ 1), Zuständigkeit der Behörden.
Die im zweiten Buche der ReichßderficberungSordnung erwähnten Behördlicben Aufgaben kommen zu:
1) die der LandeSregier'ung dem Ministerium des Innern, welcbes in den geeigneten Fällen mit den anderen beteiligten Ministerien sich ins Benehmen zu sehen bat;
2) die der obersten Verwaltun sbebörde in den Fällen des § 170 Absav 1 und des § 171 der ReicZSVersicberungsordnung demjenigen "Ministerium, zu . deffen Geschäftsvereickp die öffentlichen Verbände, öffentlichen oder nicht öffentlichen Körperschaften und nicht öffent- licbetz Schulen oder Anstalten gehören, im Benehmen mit dem Ministerium des Innern, _
in den ällen des § 271 dem vorgesetzten Ministerium, in den ällen der §§ 363 Abfaß 2, 370 Absaß 3, 372 Absaß 2, 373 Absaß 2, 377 Absaß 3, sofern Betriebskrankenkaffen für staatliche Betriebe in Betracht kommen, dem vorgeseßten , Ministerium, im übrigen dem Minisierium des Innern; i3) die der höheren Verwaltungsbehörde in den Fällen der §§ 376 Absaß 2, 3, 514, 515 dem Ministerium des Innern, im Falle des § 64 der Kaiserlichen Verordnuna Vom 24. Dezember 1911 über Ge- ichäftsgang und Verfahren der Verfickxerungsämter (Reichsgeseizblatt Seite 1107) dem Landeskommiffär;
4) die der Polizeibehörde in den Städten mit siaatlicher Orts- poliisztei dem BezirkSamt, in den anderen Gemeinden dem Bürger- me er; '
. 5) die der Gemeindebehörde (Ortsbebörde) in den FäÜen des § 251 Absay 2 dem Gemeinde-(Stadt-)rat, im iibrigen dLM Bürger-
meister. 11. (§ 2). Gemeindederbände.
' Als Gemeindeverband im Sinne des zweiten Buches der Reichs- rersicherungWrdnung (mit AuMahme déi? §§ 169 und 172) und der Artikel 9 und 16 des Einführungögesxßes gilt die einzelne (Gemeinde, ZTfern ert Bezirk der Ortskrankenkajie nicht über den der Gemeinde
nauxge .
Geht der Bezirk der Ortskrankenkasse über einen Gemeindebezirk hinaus, so werden die Gemeinden und ab'esonderten Gemarkungen, für deren Bezirk die Ortskrankenkaffe erri tet werden soll oder er- richtet worden ist, zu einem Zwerkderbande zusammengesäploffcn.
Für die diesen Verbänden obliegenden Aufgaben ist, abgesehen von der Erlassung siatutarischer Bestimmungen, zusiändi :
a. bei den auf eine Gemeinde beschränkten Gerne ndeverbänden der Gemeinde Stadt-)rat, in den Fällen der §§ 231, 265, 282, 320, 454, 455 mit usiimmuna der, Gemeinde,
: b. bei den mehrere Gemeinden umfassenden Zweckverbänden der BetiziJkSrat nach AnHörung der Gemeinderäte der beteiligten Ge- m 11 en.
*. Die erforderlichen Geldmittel zur Deckung derAuSgaben eines
, bret? .S.-;),“! 3
M*"-
.. _ «"en - ngkornung aus" die Einwohner
-' eindever ände im Sinne der §§ 169 und 172 der Reichs- *versicherungsordnung gelten die Kiteise und Bezirksverbände (§§ 57, 58 des VerWaltungsgeseßes vom 5. Oktober 1863). KarlSruhe, den 14. Juni 1913. Großherzogliches Ministerium des Innern. Der Ministerialdirekior. Weingärtner.
Königreich Preußen.
G e s e 6, betreffend die Bereitstellung vonZStaatSMitteln zur Förderung der Landeskultur .F.-.und der inneren Kolonisation.
Vom 28. Mai 1913.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c., verordnen, mit Zustimmung der beiden Häuser des Landtags der Monarchie, was folgt: 1.
Der Staatßregierung werde;? zur Förderun der Landeskultur urxd 11dtesr inneren Kolonisation 25 MiUionen Pßark zur Verfügung ge te .
§ 2. Von dieser Summe find bestimmt: ,
1) 12 Millionen Mark zur Urbarmachung Von fiskalischen Mooren;
2) 3 Millionen Mark zur Ausführung von "Meliorationen auf Domänenvorwerken und anderen Domänengrundsiucken; '
3) 10 Millionen Mark zur Beteiligung des Staates mri Stamm- einlagen bei gemeinnü igen Anfiedlungsxzeseliscbaften. Bis zur Ver- wendung zu Stammein agen kann dieser Betrag auch zur Gewabrung von Zwischenkredit bei der Errichtung von Rentengütern benuyt werden. Rückeinnahmen, Gewinnanteile und Zinsen ießen dem Fonds wieder zu; Gewinnanteile von Stammeinlagen, be AnsiedlungSJesellschaften dürfen diesen zu anderen Zwecken der inneren Kolonisation belassen werden.
§ 3.
Der Finanzminister wird ermächtigt, zur Bereitstellung der nach § 1 erforderlichen Summe Schuloverscbreibungen außzugeben. An Stelle der Staatsschuldvc'rschreibungen können vorübergehend Schuß- anweisungen auSgegeben werden. Der Fälligkeitstermin ist in den Schasanweisungen anzugeben. _
Der Finanzminister wird ermachtigt, die Mitteizrtr Einlösung diefer Schaßanweisung n durch Außgabe Von neuen Schaßanweisungen und von Schuldverscbreibungen in dem erforderlichen Nennbetrage zu beschaffen. Die Schaßanweisungen können wiederholt auSgegeben werden.
' Sebaßanweisungen oder Schuldverscbreibungen, die zur Einlösung von fäliig werdenden Schaßanweisungen bestimmt sind, hat die gupt- verwaltung der Staatsschulden auf Anordnung des Finanzm nisters 14 Tage vor dem Fälligkeitstermine zur Verfügung zu halten.
) durch“- Ver?"
am 19. Juni in Tsingtau und
* "*“-*:?“ “'7 “:*-“4 ,' . ZI? „L : ' » T'“** » . .; “. „* . ; ; ,_chx-xchj der nexxenSzkwpapeér-e ,. darf nicht *» “JU- eYbeginnéü. “iKit Jdés'u die Vejizin an*gsper einzulösendeq “ „. anweisungen auföört. Wann, durcb welche“Steiie und in 'wel _ n Beträgen, zu““welcbem Zinsfuße, zu welchen Bedingungen der Kun- digung und zu welchen Kursen die Schaßanweisungen und die Schuld- verscbreibungen auSgegeben werden sollen, bestimmt der Finanzminister, Im übrigen kommen wegen der Verivaltung und Tilgung der Anleihe
StaatSan ei en, vom 19. Dezember 1869 (Gesetzsamml. S. 1197),
=. * * g? xfonds für die!" Eis hx-kxnverwaltung, vom 3. Mai .1903 (Gefxßsmml. S. 155),zur*Anw€üduyg. „ ' '
Urkundlich“ unter Utiserer Hörhsteigenhändigen Unterschrift und beigedruckiem Königlichen Jnsregel.
Gegeben Neues Palais, den 28. Mai 1913. (11.8) Wilhelm. von Bethmann Hollweg. von TirpiH. Delbrück. Beseler. von Breitenbach. Sydow. von Trott
zu Solz. von Heeringen. Freiherr von Schorlemer. von Dallwixz. Lenße.
Ministerium für“ Handel und Gewerbe.
Auf *Grund des Beschlusses des BundeHrats vom 28. No- vember 1912 _ § 1003 der Protokolle _ smd in die ianische Aufsichtskommission ftir die Untersuchungs- und Prüfste e des Deutschen Acetylenvereins zu Berlin der Geheime Ober- regierungsrat Jaeger als Vorsißender und Geheime Ober- reginungSrat Mente als stellvertretender Vorsrßender berufen wor en.
Finanzministerium. Das Katasteramt Zeiß im Regierunngezirke Merse- burg ist zu besaßen.
Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.
. Dem Assistenten an der Auslandsffeischbeschaustelle, Tier- arzt Mergel! in Stettin ist die kommissarische Verwaltung der Kreistierarztstelie in Cammin übertragen worden.
Die von eute ab zur AUSgabe gelangende Nummer 28 der Preußis en Geseßsammlung enthält unter
Nr. 11295 daÜ Geseß, betreffend die Bereitstellung von StaatSmiiteln zur “ördemng der Landeskultur und der inneren Kolonisation, vom 8. Mai 1913, und unter
Nr. 11296 den StaatSverirag zwisehen Preußen und Braunschweig wegen Hersteliung einer Eisenbahn von Celle nach Braunschweig, vom 13. Januar 1912.
Berlin 77. 9, den 21. Juni 1913.
Königliches GeseizsammlungSamt. Krüer.
_ Yichidmiliches.
S. M. S. „Iltis“ am 21. Juni in Ningpo eingetroffen.
Deutsche Kolonien.
Die Verhandlungen des Gouvernementsrats von Deutsch Ostafrika haben vorgestern in Daressalam begonnen. Der Gouverneur Dr. Schnee gab in öffentlicher Sißung eine Uebersicht über die Ereignisse seit der Tagung im Januar und hob, wie „W. T. B.“ meldet, die günstige Entwicklung der Plantagenwirtsrbaft wie der Eingeborenenwirischafi hervor, die sich besonders in einer bedeutenden Steigerung der Ausfuhrzahlen eige. Im Norden sei unier'Beibilfe des Gouvernements ein ieh- zuchtverein gegründet worden. Durch Wassererschließung hoffe er, Raum für weitere Viehfarmen am Meru zu gewinnen. Die Rinderpest herrsche noch in einigen Eingeborenenbezirken, werde aber erfolgreich durch Serumimpfungen bekäm Zt. Der Gouverneur wies schließlich auf die Bedeutung der näci? tjährigen Landes- aussteliung hin.
Sodann wurde der Eniwur, betreffend Bildung eines LandeSrais, nach dem Muter von Deutsch Südwestafrika“ mit der Maßgabe angenommen, daß neben zehn amtlich er- nannte Mitglieder fünfzehn von der Bevölkerung gewählte _ statt zehn der Vorlage_treien und daß dreijährige statt zweijährige Wahlperioden eingeführt werden sollten. Ein Antrag von Mit- gliedern aus den Nordbezirken, dem Landesrat die Beschlußfassung über den Etat, soweit ei ene Einnahmen des Schußgebiets vorhanden, zu geben, wur e nach eingehender Erörterung, in der der Gouverneur auf die Unmöglichkeit des Antrags gegen- iiber den Rechten der geseßgebenden Körperschaften hinwies, unter Vorbehalt der Einbringung einer entsprechenden Re- solution zuriickqezogen. Der Entwurf, betreffend Bildung eines Eisendabnrats wurde angenommen nach Ab- lehnung eines Antrags der Mitglieder aus den Nordbezirken, je einen besonderen Eisenbahnrat für die Tanganjikababn und fiir die Usambarabahn zu bilden. Ferner gelangte eine Aenderung der Gewerbesteuerordnung, betreffend B es 2 i ti g un g d e r H (5 ch st - steuergrenzefiirertragslosePflanzungen,zurAnnahme. Endlich wurde eine PflanzenschuTverordnung und eine Ver- ordnung, betreffend Schädlings ekämpfung, mit eini en Aenderungen angenommen. Bei der Erörterung der Vorlage ii er weitergehenden Wildschu wurden gegen bekannte europäische Jäger Beschuldigungen erho en, deren Untersuchung der Gouverneur usagte, Die Vorlage wurde dann unter Verschärfung “der Bestimmungen zum Schuß des weiblichen Wildes und unter Beschränkung der Abschußzahl der jagdbaren Tiere an- genommen.
Oesterreickj-ngarn. “ Bei der vorgestrigen Tagung der deutschen Bezirks- obmänner Böhmens hielt, wie „W. T. B.“ meldet, der BezirkSobmann Köh ler aus Aussig eine patriotische Ansprache,
worauf unter großer Begeisterung die Absendung einer
die Bors rilxten des Geseßes, betreffend die Konfoltdation preußischer
__hexreffend die Tilgung von Staatsschulden, vom 8. März * ' [. S. 43) und des Gesetzes, betreffend die Bildung
* .O “&,-“ . ;.
istSMS„91ürnberg“ *
: , ( TZansdeWsche' an die Kabinettskanzlei beschlossen wurde,
ödann gedachte der *LandiagSabgeordnete Bernardin. aug Eger in einer “Ansprache des Re ierungsjubiläums des Deutschen KaiserS' und schloß mit einem dreifachen urra an den Deutschen Kaiser, das begeisterten Widerhall and. n den Deutschen Kaiser wurde ein Begrüßungs- telegramm gesandt. _ Der ungarische Minister des Innern Sand or hat, obiger Quelle ufolge den Gemeinderat von Fiume aufgelöst, meik'deésen Beschlüsse die Interexsen des Staats verlYten. Der
Géniéinderat hatte gegen die E1 nführung der siaatli en Grenz- polizei Einspruch «?oben ferner die poliYeiktche ; usweisung einés Agitators au gehoßen und gegen en Polizeidirektor wegen dieser Ausweisung eine Dis iplinaruntersuchung verhängt. Die Neuwahlen für den aufgelö ten Gemeinderat sollen inner- halb vier Wochen stattfinden.
Frankkeich.
Das KriegSgericht in Montpellier hat, wie „W. T. B.“ meldet, von dreizehn Soldaten, die an der De: monstration in Rodez teilgenommen haben, zwei zu fünf Jahren wangsarbeit und die anderen zu vier Monaten bis zu fünf ahren Gefängnis verurteilt.
In Brest veranstalteten vorgestern abend während des militärischen Zapfenstreichs mehrere Gruppeti von,Anti1'nili- taristen Kundgebungen gegen die dreijährige Drenst- zeit. Der Plaßmajor ließ die Truppen sofort nach der Kaserne zurückführen.
Rußland.
Gestern nachmittag haben der Kaiser, die Kaiserin Alexandra, der Thronfolger und die Großfürstinnen- Töchter an Bord der Kaiserjacht „Standard“ die Fahrt narf) den finnischen Schären angetreten.
Spanien.
. Bei einer Protestversammlung gegen den Krieg in Marokko, die vorgestern abend in Barcelona abgehalten wurde, kam es zu heftigen Kundgebungen. Als die Polizei einschritt, gaben die Manifestanten Revolverschüffe ab, worauf die Polizeibeamten ebenfalis feuerten. Wie „_W. T. V.“ meldet, wurden dreißig Personen verleizt. Auch gestern war die Er- regung in der Stadt noch groß, sodaß die Truppen in Bereit-
schaft gehalten wurden. Niederlande.
Die Erste Kamm er hat, wie „W. TV.“ meldet, vor- gestern mit 21 gegen 9 Stimmen den Geseßenimurf iiber die Kiiftsnverieidigung einschließlich des Baues eines Forts bei Vlissingen angenommen. .
Belgien.
Eine Kommission der in Brüssel tagenden Inter- nationalen Aeronautischen Vereinigung [)at nach einer Meldung des „W. T. B.“ ein internationalexo Geseiz zur Regelung des Luftuerkehrs vorbereitet, dessen Entwurf jeßt den zehn auf der Konferenz vertretenen Staaten zur Genehmigung zugehen soll. Eine andere Kommission hat die Bedingungen für das Gordon-Bennett-Rennen der Lüfte fest- geseßt.
Dänemark.
Der König hai vorgestern den Fü rer der radikalen _ _ OMÄUWMFW' ismufte porloste. as voni" än g' genehmigte Kabinett feßt sich;“ M&ÜW-T. B.?“ meldet, folgendermaßen zusaninen": Ministe'rpräsident :uud Justizminister: Zahle; Verteidigungßminister: Folketingsabge- ordneter Dr. Mun ck; Finanzminister und Minister des Aeußern 36 jnisrjm: Landstingßabgsordneter Edvard Brandes. Das Ministerium des Aeußern ist noch nicht besetzt, da sich die dafür aUSersehene Persönlichkeit im Auslande befindet. Minister für Kirche und Unterricht: ('olketingScibgeordneter Pfarrer Keif e r- Nielsen; LandwirtsZaftSMinister: Folketingsabgeordneter Bauernhofbesißer Kr.Pedersen; Minister des Innern: Folke- tingeZabgeordneter Redakteur Ove Rode; Minister für öffent- liche Arbeiten und Minister für Handel und Schiffahrt 311 1111611111: Bankdirektor Hassing-Jörgens en.
Türkei.
Der Minister d€§ Innern Talaai Wer) Hat an die Wilajetbehörden ein Schreiben gerichtet, in dem er unter anderem mitteilt, daß das neue Kabinett die Dnrchführung der unter Mahmud Schewket Pascha begonnenen Reformen fortseßen werde.
_ Das kriegSgerick)tliche Verfahren gegen die Mörder des Großmesirs Mahmud Schewket Pascha ist in vergangener Nacht beendet und das Urteil dem Sultan zur Bestätigung unterbreitet worden. Wie „W. T. B,“ meldet, sind zwölf Personen, die der direkten Teilnahme an der Ermordung des Großwesirs oder der Anstiftung dazu an- geklagt waren, zum Tode verurteilt worden. Darunter be- finden sich der frühere Direktor der politischen Polizei Muhib, der frühere Kapitän Kiazim, der ("ähnrich Chevji, der Leutnant Mehmed Ali, Topal Tewfik', ia und die drei geflohenen Mörder Nazmi, Hikmet und Abdurrahman. .Der Prinz Sabah Eddin, Scherif Pascha und der frühere Minister des Innern Reschid wurden zu schweren Strafen verurteilt.
_ Wie die „Agence d'AthSnes“ aus Saloniki meldet, sollten nach einer Abmachung, die zwischen dem (General Iwanow und dem Generalstabschef, Obersten Drtömatii, iiber eine Trennungslinie getroffen worden war, sich Bulgaren wie Griechen binnen drei Tagen aus den innerhalb dieser Linie besetzten Gebieten zurückziehen. Die Griechen erfüllten die Abmachung, während die Bulgaren einxn weiteren Aufschub von drei Tagen, und als diese Frist ab elaufen war, nochmals drei Ta e Aufschub verlangten. O wohl diese Fristen, die ihnen an gewährt wurden, alle bereits abgelau en sind, halten die Bulgaren noch die Gebietx, die sie räumen sollten, beseßt. Darunter befinden sich auch dle kHöhen von Hansali, die sie nicht aufgeben wollen. Am 19.“ d. M. am sogar eine bulgarische Streifwache von 15 Mann herab und wandte sich gegen die griechischen Vorposten, die sich ver- teidigten. Eine Abteilung Serben kam den Griechen zu Hilfe und wurde von den Bul aren mit Schüssen empfangen. Schließlich zogen sick) die Bu garen zurück.
_ Nack) offiziellen Telegrammen an den Minister des Innern aus BaSra feuerten am vergangenen Freitag vier Personen an;, den Divisionskommandanten von BaSra Obersten Ferid, en Gouverneur Munuefik, den Kom- mandanten der Gendarmerie sowie andere Offiziere und Gendarmen Revolverschüsfe ab. Ferid wurde getötet, der
Gouverneur und ein Gendarm verleßt.
.Anmeldung ausdrücklich zu erklären,
Griechenland.
Der „König hat gestern ein Dekret unterzeichnet, durch 'das Dragumis, der Generalgouverneur von Kreta, um Generalgouverneur von Mazedonien ernannt wird. Am A end reiste der König nach Saloniki ab.
Serbien.
Das gesamte Kabinett ist nach einer Meldung des „W. T. B.“ gestern zurückgetreten.
_ Das Preffebureau veröffentlicht in einem Bulletin drei serbische Noten an die bulgarische Regierung und be- gründet diese Veröffentli ung mit der Veröffentlichung eines diplomatischen Schriftwe seis _ durch die bulgarische Re ierung. Die erste Note bezieht ft obiger Quelle zufo ge auf den serbischen Vorschlag einer VertragSrevision. Die zweite enthält den Vorschlag Serbiens, zu demobiliiieren und den Effektivbestand auf ein Viertel herabzuseßen. Die dritte Note, die vorgestern übergeben wurde, ist die serbische Antwort auf die bul arische Note, in der die bulgarische Regierung der Demobi isierun nur bedingungsweise zustimmt. In der serbi- schen Note wir erklärt, die serbische Regierung halte ihren Vorschlag aufrecht, daß man sofort n einer bedingungslosen Demobilifierung schreiten solLe, und da? die Ministerpräsidenien der Verbündeten in St. Petersburg zusammen kommen soliten, um sich zu verständigen. Wenn man nicht zu einem Einver- nehmen gelange, folie das Schiengericht entscheiden, und zwar .an einer neuen breiten Grundlage, die alle Fragen über das Condominium umfa i, ohne die Lebensintereffen Serbiens zu berühren. DiZe Lö ung Lone zwischen Bulgarien einerseits und Serbien, Erie enland un Montenegro andererseits stattfinden.
Bulgarien.
Wie die „Agence Bulgare“ meldet, hat der serbische Ge- sandte Spalaikowitsck) vorgestern die Antwort der serbi- schen Regierung überreicht, in der die Vorschläge Vul- gariens, betreffend die Demobilisierung, abgelehnt werden, und ist am Abend nach Belgrad abgereist.
_ Nach dem gestrigen Ministerrat ist der Ministerpräsident Dr. Danew vom König in Audienz empfangen worden.
_ Wie die „Agence Bahar?“ meldet, hat der bul- garische Gesandte in At en den Auftrag erhalten, neuerlich energisch gegen die Bedrückungen Einspruch zu erheben, die von den griechischen Behörden gegenüber den in Saloniki und den beseßten Grbieten wohnhaften Bulgaren ausgeübt worden sind.
Mputenegro.
Wie amtlich mitgeteilt wird, ist der Ministerpräsideni Wukoiiifch vorgestern nach Jpek gereist, um sick) von dort nach Belgrad zu begeben und sodann die Reise nach St. Peters- burg zur eventuellen Konferenz der vier Ministerpräsidenten fort-
“usc en. z H Afrika.
Nach einer Meldung der „Agenzia Stefani“ ans Derna batie der General Taffoni nach der Einnahme des Lagers von Bukrat die Verfolgung des Feindes am 18. bis nach Pasaciara undGubba fortgeseßi. Am 19. ging derMarsck) fastohneWider- stand des Feindes biS nach Ain-Mara, wo General Tassoni auf die Nachrichi von der Einnahme des Lagers bei Ettangi durck) General Salsa Halt machte. Die Italiener verloren an den beiden Tagen 10 Verwundete, darunter einen leicht verwundeten Offizier. Die Verluste des Feindes hält man für bedeutend, da etwa MLeichen, die der eind län S der Straße hatte liegen lassen, aufgefunden worden sind. ugenblicklich halten die Generale Taffoni und Salsa miteinander Fühlung durch Streifwachen, die nirgends mehr auf den Feind gestoßen sind.
37. Wettbewerbprüfung fiir I)iarinechronometér.
Die Deutsche Seewarte in Hamburg erläßt folgende Auf- forderung zur Beteiligung an der 37. Chronometerivett-
bewerbprüfung: 1) Zeitpunkt der Prüfung. . Die 37. Wettbewerbprüfung Für 3.) arinechronometec wird in der Zeit vom 1. Noyember 1913 bis zum 20. April 1914 in der Abteilung 17 der Deutschen Seewarte abg-xbaiien werden. Als letzter Tag für die Anmeldung von Chrono- metkrn zum Wettbewerb ist der 25. Oktober 1913, und für die Ein- iiefexrung der Instrumente der 29. Oktober 1913 festgeseßt worden. Instrumente, die später angemeldet odc-r eingelicferi werden, können zur Wettbetverbprüfung nicht mehr zugela en werden. 2) Bedingungen für die Zu assung zur Prüfung. Es steht jedem im Gebiete des Deutschen Rricbs ansässigen und ssibsiändigen Ubrmacher, der sich als foi er durch Lrbrbrrefe oder Zyugniffe von Uhrmacberscbulen ausweist, rei, bis 20 Chronomeier .deutscher Arbeit“ zur Prüfung einzuliefern. Die Deuxsche Seewarte behält sich vor, Cbronometcr, die ni t in den le trn zwöif Monaten Zcreinigt und mit neuem Or1 verse en worden nd, und iolche, die älter als drei Jahre sind, von dcr Prüfung auSzuscFi-Zßen. Unter ,ChronomUer druischcr Arbeit“ werden solche nsiru- mente Verstanden, deren gesamte Teile mit alieiniger Aus- nahme von Palladiumspirais und Nickelstabl'unruhe in Deutschland an- gefertigt sind, und deren Zusammensstzung und Feinsieiluna (Rrgiage) Dem deutschen Cbronometer- oder Ubrmachern erfolgt ist. (Ausländische Ketten und Zugfedern dürfen dkmnach nicht mehr verwendet Werden.) _ Bei der Anmeldung zum Wettbewérb ist eine ausdrückliche Er- kiärung darüber abzugebrn, daß obige Bedingungen erfüllt find. Nähere Einzelheiten über die Konstruktion und die Anfertigung smd 'Fragebogen, der von der Deutscha wird, anzugeben. Weiter ist bei der daß der Einlieferer mit untenerwähnte'n Prüfung der technisch€n Ausführung einverstanden ist, daß er die Instrumente der Deutschen Seewarte solange zur Verfügung stellt, bis eme Entscheidung des NeichSmarineamts über den Ankauf getroffen Warden ist sowie daß er gegebenenfalls bereit ist, die Chronometer zu den unter Nr. 6 angegebenen Vedin ungen an die Kaiserliche Marine abzugeben. Die Einlieferer Müffkn ck schließli damit einverstanden Erkiären, daß ihre Werkstätten und Arbeitsmittc- ohne besondere vor- berrge Benachrichtigung durch Beamte der Marincverwaltung be- sichtigt werden. Die unten erwähnten Sachverständigen können, falls F zzveckmäßig "erscheint, zur Besichtigung der Werkstätten herangezogen er en. , Mit dem Namen des Einlieferers und der Nummer des Chrono- mcters sind zu versehen ,1) das Zifferblatt, 2) der Hauptdeckel des Ingenkastens, 3) der Schußdeckeldes Jnnenkaftens. Bei dem Messing- ßebause und dem Unterteil des Jnnenkastens genü t die Anbringung einer Nummer. Auf der Zeigerwelie ist zum Ste en der Zeiger ein Yierkaut anzubrin en, zu dem der Aufzirbschlüssel paßt. Bei den Innen: und Ueber asien sind sämtliche geleimten Teile, mit Ausschluß Lr durch Falze ineinander efügten Seitenteile, durcb Messing- schrauben bezw.-Stifte (je drei? zu befestigen. Bei den Bodenplatten di'k Jnnenkasien sind diese Schrauben nach außen sichtbar durch die Sloffbekleidung hindurch zu ziehen. Außerdem sind der Schußdeckel Und der Hauptdeckel der Innenkasten in der Weise zu befestigen, daß
besonderen übersandt
in einem SJLWÜÜS
der Vornahme der
sie durch einfaches Heraußzieben eines durcb sämtliche Oefen des Scharniers bindurchfübrenden horizontalen Metallsiiftes abzunehmen sind. Es wird empfohlen an dem. metallenenDeckelbalter (am Unter- kaften) statt der Schraube mit Koks eine solche“ ohne Kopf zu ver- wenden. _ Zur Anfertigun der Kas en darf nur vollkommen trockenes Holz verwendet Werden. eiter "ind beide Kasten mit einer dauer- haften Politur zu versehen; unpol-xerte Kasten sind nicht zulässig.
Vor Ve inn der Temperaturuntersucbun werden samtliche ein- gelieferten C ronometer bezüglich ihrer techni?chen Ausführung sowie daraufhin geprüft, ob die obi en„Bedingungen übst den „deutschen Ursprung“ erfüllt smd. Diese rüfuna wird dur Sachverständi e, die von drr Deutschrn Seewarte vor Beginn der rüfung einberu en we'rden, außgeführt. Die Beratungen finden unter dem Vorsiß des Direktors und unter Teilnahme des Vqrstands der Abteilung 17 der Deutschen Seewarte statt; das Ergebnis der Prüfung wird in einer Verhandignasaufnabme niedergewgt. Cbronometer, die von den Sachverstandigen als minderwertig in der techniscben Ausführung be- zeichnet Werden, oder den Bedingungen bezüglich des .deutsÖen Ursprungs“ nicht genügen. bleiben Von der Teilnahme an der Wett- bewerbprüfung ausgeschlossen.
3 PrüfungSordnung. Die zugelaffe'nen Chronometer werden zunächst auf ihren Ganguntericbied zwischen dem ersten und zweiten Gangtage einer zebntäg gen Prüfung bei Zimmer. temperatur unterzogen. Instrumente, die einen größeren (Gangunter- schied als 1? 00 zeigen, werden Von der Wettbewerbprüfung aus- geschlossen und den Einliefrrern zurückgegeben. *
Die Chronometer werden alSdann im PrüfungSraum der Ab- teilung 17 der Deutsch9n Seewarte allmählich auf 300 (Eels. erwärmt; hieraux werden js 10 Tage [ang die Miiteltemperaturen
00 250 200 150 100 5“ 50 100 150 200 250 300 innegehalten, und zwar werden beim Uxbergange von Dekade zu Dekade stets allmähliche Tempexraturänderungen vorgenommen. Schließlich wird die Temperatur wieder bis auf Zimmertemperatur vermindert. Die während der Anfangs- und Schlußperiode erhaltenen Gangwerie werden bei der Einteilung der Chronometer in Klassen nicht in chhnunÉ gezogen.
4.) inteilung in Klassen. Nach beendigier Prüfung werden sämtliche Cbronometex, soweit sie sich überhaupt als brauchbar für die Schiffahrt erweisen, in vier Klassen eingeordnet, für die die Höchstbeträge der weiter unten erklärten Gütszahlen folgendermaßen festgeseßt wvrden sind:
Klasse 1 11 111 17 144-2844) 2? 50 5? 00 6? 50 10? 00 13 () 0.010
0.75 1.20 1.60 2.50 0.015 0 025 0.050 Diese Größen 14, 13 und () werdrn bkrechnst aus den mittleren täglichen Gängen, die während der eiyzelnen Dekaden beobaävtet worden find._Zur Bestimmung der Größe& Werden die bei gleichen Tkmperaturen erhaltenen Gänge paarweise zxt einem Mittelwerte vereinigt; es wird dann der größte iinierchied diéser Mittel- werte gleich 14 geseZt. _ Bezeiéhnei ferner 13 den größten Unter- schied der täg1ichen Gänge von zivei aufeinander folgenden Dekaden, ? den Unterschied der Temvrratur während dieser beiden Zeitabschniite und f1' den Untsrschied der Höchsten und niedrigsten während der Prüfung überhaupt Vorgekommenen mittleren Dekadentemperatur, so ist 13 = 13“-*,s1§.. In dieser Formel sind die algebraischen Vorzeicßkii Von 13“ und 11 zu berücksichtigen. Bei der Ableitung yon „4 und 13“ Werden die Vor- zeichen in dem Sinne: „Gangwert dei höherér Trmperatur minus Gangwchert bei niedrigenrer Tempergtur' gewc'ihlt. _ Endli erhält mmi den Wert der iaglichen Beichleunigung (Akzeleration () des täglichen Ganges, indem „man den Untsrschied der Gänge bildet, die , während zweier zur Mitte der Unteisuchungs- zeit symmetrisch gelegener Dekaden beobachtet worden sind, und diesen Unierichied durch die Anzahl der zwischen der Mitte beider Dekaden lix'genden Tage dividiert. Da das Ergebnis nur dann zuverlässig ausfällt, wenn der Divisor groß ist, so werden ausschließlich die beiden. äußersten Dekadenpaare (300 und 25 0) in der angegebenen Weise z'ur 'Berecbnung der Beschleunigung heran- gezo en. Der Mittelwert beider Bestimmungen ist gleich 0 zu seyen. _ nnexhalb der einzelnen Kiaffxn Werden die Chronometer nach dem Wert der Summe 4+213+S geordnet, Wobei die Vorzeichen der Summanden nicht zu beriicksicbtigen md. 5) Preiserteilung. Vom eichsmarineamt sind für die sechs besten Chronometer, die die Bedingungen der Klasse 1 erfüllt haben, Preise im Betrage von .16 1200, «sé 1100, „zz 1000, „76 900, „M 800 und «"700 ausgeseßt worden. Ein Chronometer, das bereits in eiiier fruheren Wettbewerbprüfung einen Preis er- halten hat, kann nicht nochmals durch einen Preis ausgezeichnet werden. 6) Ankauf. Das Reichßmarineami behält 7111)“ das Recht des Ankaufs bei freier Wahl zu folgenden Preisen dor: Für ein Chronomeirr der Klasse 1 ..... „Fi 800 x “ r- . ' ][ | 700 , „ 111 oder 17 „ 600.
Dieser Betrag wird außer dem etwa zuerkannten Preise aezahit.
Die Fabrikanten sind verpfliÖtet, die angkkauften Cbronometer sofort mit neuem Oel zu versehen oder zu reioigen, falls die Deutsche Seewarte ihnen eine entspreckende Aufforderung zugeben lä t. Die Kosixn für die Hin- und Rückbeiörderung zur Deutschen eewarie Lbezw. zu einer zu bestimmenden Werft) sind Von den Fabrikanten zu ragen.
7) Zeugnisse für die untersuchten Cbronometer und Veröffentlichung der Prüfungßergebnisse. Nach Beendigung der Wettbewerbprüiung wird über jedes zur Prüfung eingelieferte Chronometer, de en Gütezablen die oben für die Klaffe 17 angegebenen Höchstbeträge ni t überschreiten, ein amtliches Zeugnis angesieÜt. Darin werden die mittleren Gangwerte während der einzelnen De- kaden, die daraus abgeleiteten Gütezahlen sowie die Nummer der Klasse angegeben. _ Ueber die Anordnung und die Ergebnisse der Prüfung wird ein eingehender Berieht in den „Annalen der Hydrographie usw." veröffentlicht werden; durch Verteilung von Sonderabdriicken dieses Berichts (auch an Uhrmacherzeitungen) wird dafür Sorge getragen, daß diese Ergebnisse in Fachkrei en Verbreitung ffnden.
8) Einlieferung der bronomeier und all emeine Bestimmungen. Die Deutsche Seewarie- richtet an die Éinlieferer das Ersuchen, die zur Prüfung bestimmten Chrorwweter, wenn ir end möglich, persönlich zu übcrbringen. _ Bei Sendungen durch die oft ist die Adresse: „Deutsche Seewartc, Abteilung 17, Ham- burg 9, Stintfan “, zu benuß-xn. Es empfiehlt sich bei Postsendungen, die Ausgabepostans alt Von der Auslieferung bereits 48 Stunden Vorher in Kenntnis zu seizen und unter Angabx der Adresse sowie des Inhalts und des Zwecks der Sendung um mögliebste Sorgfalt während der Be- förderung zu bitten. Falls der Zug, mit dem die Chronometer in Hamburg eintreffen, der Abteilung 17 der Deutschen Seewarte mit Bestimmt- heit angegeben werden kann, wird ein Beamter die Sendung am Babuposiamt in Empfang nehmen. In diesem Falle ist die Sendung mit der Bezeichnung „postlagernd' zu versehen. Au Grund der bis- herigen Erfahrun en mögen noch die folgenden orfichtßmaß- regeln für die Iersendung der Chronometer vorgescbla en werden: a. Man seye die Unruhe durch Unterschieden von Korksiück en oder Papierstreifen fest, sodaß jede Bewegung verhindert wird. 1). Man nehme das Cbronometer aus der Kardaniscben Auf- hängung heraus und lege es nach vorheriger Umbüliun mit dem Zifferblatt nach unten aus den Boden des Innen asiens. 0. Man stelle den Kardanischen Rng durcb Emsckoieben des Feststell- bebels und scha es Anziehen der Klemmschraube fest. 6. Man fülle den ganzen freib eibenden Raum im Jnnenkasien mit trockenem, staub- Jeiem Werg oder Xavierschniheln (Holzwolie ist ungeei net), um jede
ewe ung des Ge äuses zu verhindern. 6. Das im ebekkasten be- findli e Cbronometer ist in einem Weidenkorbe mit Hilfe von elastischem und möglichst siaubfreiem Füllmaterial (Seegras, Holeolle usw.) festzuseßen. 1". Zwei Chronometer können in einem Korbe
untergebracht werden, doch so, daß jede unmittelbare Berührung zwischen ihnen durcb das Füllmaterial verhindert wird. .
Ueber den, „Empfang der Cbronometer wird jedem Einlieferer eine amtliche Bescheinigung zugestellt; die Aushändigung der Chronometer erfolgt nach beendigter Prüfung gegen Rückgabe dieser Bestbei WZ; Agswärtigeu Ubrmachern werden die Chronometer auf Wuns obiger Weise verpackt mit der Post zurückgeschickt, doch übernim die Deutsche Seetvarte keine Verantwortung für etwai e Beschädigung der Instrumente infolge der Beförderung oder der erpackung. Die Cbronometer werden nur dann auf ihren'Wert während der oft- beförderung versichert, Wenn dies von dem Einlieferer außdrückli ge- fordert wird. Die Auslagen für die Verpackung, für die Befördern zur Post und für eWaige Versicherung sind der Abteilung 17 zum??- zuerstatten. Alle auf die Wettbewerbprüfung bezüglichen Anfragen sind an die Deutsche Seewarte zu richten.
Y „?Tftung. Eine Versicherung der Cbronometer gegen irgend eine e chadi nya durch höhere Gewalt (Feuer, Waffer usw.) sowie gegen Einbru diebstahl findet durch die Deutsche Seewarte nicßt statt, in diesencxällen sind gegen sie AnsÉrüche nicht zu erheben, _und wird von ihr kßin cbadenersaß geleistet. ie haftet Für die Cbronomeier sonst nur insoweit als sie verpflichtet ist, die U ren mit der Sorgfalt zu behandeln, die sie in eigenen Angelegenheiten anWendet. (§ 690 des Bürgerlichen Geseßbuchs.)
10)Benachrichti ung. Es ist in Aussi t genommen, da von einer noch zu be iimmenden Wettbewerbpr uns ab nur no deutsche Nickelsiahlunruhen Verwendung finden sollen. Ueber den Zeitpunkt wird s. 3. das Nähere in der .Aufforderung“ bekannt ge- geben werden. Behm.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Schlußbericht über die vorgestrige Sißung des Rei s - tags befindet fich in der Ersten Beilage. ck
Nach amtlichen Ermittelungen erhielten, wie ,W. T. .“ meldet, bei der Neichstagßersaßwahl im Wahlkreise Fürsientum_Waldech der Amngerichtsrat Vietmeyer, Burg- dorf 1. H. (wrrtsch. Vgg.), 6327 und 1). Friedrich Naumann, Schöneberg bei Berlin (fortschr. Volk»), 6593 Stimmen. Naumann ist somit gewählt. Bei 14 205 Wahlberechtigten wurden 12 920 gültige Stimmen abgegeben. Zersplittert waren 23 Stimmen.
Der Ma'oratsbesißer Graf Dr. Skorzemski- adomice, Czernie'ewo bei Schwarzenau im Kreise Wiikowo, erbliches Mitglie des preußischen Herren- hauses, ist „obiger Quelle zufolge am 20. d. M. in Warschau, wohin er sick) vor einigen Tagen begeben hatte, gestorben. „
Der sozialdemokratifche Reichstagsabgeordnete August Kaden, der den Wahlkreis Dresden rechts der Elbe vertrat, ist nach einer Meldung des ,W. T. .“ vorgestern mittag nach längrrem Leiden in Dresden gestorben.
Wladimir von
Statistik und Volkswirtschaft.
Zur Arbeiterbewegung.
Zur Lobnbeivegung der Webereiarbeiter in Bocholt und Umgegend (dgl. Nr. 145 d. Bl.) teilt die .Rb.-Westf. Ztg.“ folgendes mit: Da die Arbeiter der Firma Cohen, Coßmann u. Co. die we en Lobnstreiiigkeiien eingereichte Kündigung nicht zurückgenommen ha en und am Montag (heute) in den Streik einLreten werden, hat die Fabrikantenvereinigung am Sonnabend mit der Aussperrung der in Bocholt und im benachbarten Rheda beschaftigten Textilarbeiter begonnen. Von den in Betracht kommenden 6500 Arbeitern sind 4000 auSgesperrt worden, der Rest soli am kommxnden Sonnabend auSgesperri werden. Ein wesentlicher Texts der Arbeiter ist im christlichen Textilarbeiterverbande organisiert. Die Arbeitgeber find exitschloffen, solange auSzusperren, bis die aus- siandigen Weber der Firma Cohen, Coßmann u. Co. die Arbeit wieder aufgenommen baden, die ihrerseits aber wieder beschlossen haben, von dem Verlangen einer Lohnerhöhung unter keinen Umständen abzugehen.
(Weitere „Staiistifihe Nachrichten" s. i. d. Ersten Beilage.)
Kunst und Wissenschaft. Die große Berliner Kunstausstellung 1913.
1
Die großen Berliner Kunstaußsieüungen batten in den leyten Jahren jedeSmal noch irgend eine Besonderheit, die ihre Anziehungs- kraft steigerte; meist rückblickende und Sammelausfiellungen von Werken einzelner herdorragender Künstler, die denn auch ihren Zweck erfüllten. DieEmal wurde das Regierungsjubiläum Seiner Majestät des „Kaisers und Königs zum Anlaß genommen, die Ausstellung nicht nur anziehend, sondern mit einer aus- gesproYr-nen Feierlichkeit zu gestalten. Außer Gesamtausfiellungen dreier ünsiler, von Stucks, Schönlebers und Schmußers, veranstaltete man rückschau2nde Abteilungen für Werke der Architektur und Malerei, die in die [eßten 25 Jahre kauen, und nach den Worten des Kataloges sollen diese gerade den „Künstlerischen Kern der AussteÜuna bilden.“ Die Idee ist wirklich ausgezeichnet und nur, wer von den Schwierigkeiten eines derartigen Riesenunternebmens in Deutschland, wo gleichzeitig fünf große AussieUungen stattfinden, keine Ahnung hat, kann allzu kritisch auf manche Lücken weisen, die auch einem oberflächlichen Beschauer nicht entgehen. Aber nicht darauf kommt es in erster Reihe an, was ebli, sondern, wie das, was geboten wird, auSgefallen ist. Und da uß man denn gleich sa en, daß die Sache gelungen isi, daß im großen ganzen ein Ueberbli über die Produktion deutscher Künstler gewonnen werden kann. Der Usberficht1ichkeit halber isi die fol ende Würdigung nach Städten geordnet, die als ausxzesprocbene Kunstßiätten gelten.
Den wichtigsten Teil der rückschauenden Abteilung bilden die Münchner, von denen von Stuck mit einer Anzaöl von 50 Bildern vertreten ist. Von ihm sowv?! wie von dem KarlSruber Schön- leber soll später die Rede se n. Müncben hat ja so viele Rich- tungen und Schulen, daé; an eine Vollständigkeit nicht zu denken war. Das, was davon ist zu sebkn isi, gibt aber einen ungefähren Begriff von dem Schaffen der leßten Künstlergeneraiion. Da isi vor allem Leib! mit einem Bildnis vertreten, das jeder Gemäldegalerie ur wahren Zierde ereichen würde. Von Lenbach ist ein etivas vou 1einer Art abwei endes rauenbildnis da, am!) Defregger tritt vielleicht nicht siattli mag auf; von [ hde gelan es, eines seiner ergreifmdsten ilder, den bekannten . ligen Abend“ zu bekommen. Damit wäre die ältere Generatiori' MMÜÖ gut vertreten. Die Fünfziger unter den Müncbner ' alem haben für uns bereits eine so feste No daß wir schon von weitem den Herteri an seinen grünlich abi emden
arben erkennen, Heu eher an einer kuriosen . Erkin uugsg'ab'e, _ 1": es an dem unverme blicken Ochsenpaar, Samberger an seiner ntsZen; Art die Lenbach ins TemperamentvoUe überseZt, Mk an dem meister1ichen Schwung seiner reitenden Batterie. ie _ “ de: Yrivatschulen, Knirr, Thor und Groeber, sind mit W
ildern vertreten, der levten init einem vorzüglichen ' . » . “ das schon vor drei Jahren in diesen Räumen a - achtun err te. Püttner hat in den letzten -* intere ante audlung durchgemacht was an den .COM“, deutlich zu sehen ist. Ernst Lie ermann verfuchi M *-