FUF zur Sprache, für welche § 1058 der Gewerbeordnung ula ung von Sonntagsarbctten durch die höheren Ver-
“ * waltungs ehorden vorsieht.
„ Cin elne Ta esblätter haben die Nachricht verbreitet, da d1e Emthrtzng Jer Sonnta sruhe im Güterverkehßr dxr preußtschen StaatSeisgenbabnen die im Eisenbahn- djenß beschafngtxn Arbeiter insofern schädige, als ihnen damit die xsher füx dt; Sonntasge gewährten Lohnbezüge entgingen mxd st; alsp 11_1 threm Ge ammteinkommen eine nicht unbe- trachtltche „ Embuße erlitten. Diese Angabe steht mit den thatsachltchen Verhälxnissen in volLem Widerspruch. In dem. d1c_ aUgememe Durchführung der Sonn: tanguhe zm (Huteryerkehr anordnenden Erlaß des Ministers der _offentluhen. Arbetten vom 20. November 1893 ist, den Vor- schxcégen dex ELfenbahn-Yerwaltungsbehörden entsprechend, aus- dru lich fur den Bereich der gesammten Staats-Eisenbahn- verwaltung vorgeschrteben, daß die Arbeitslöhne für die Sonn- u_nd Festtage an d1e früher auch an diesen Tagen beschäftigten, kunfxig ab,er Ruhe haltenden Bediensteten Überall fortzu- gewahren smd. ' “
. In gleicher Waise unzutreffend ist die in Verbindung in_ermtt vorgebrachte Behauptung, daß die Arbeiter der Staats: C'esenbahnverwaltung nur IKW 30 Tage des Monats Lohn empfingen, auch wenn der onat 31 Tage hat. Die Eisen- hahnverwaltung zahl't ihren Arbeitern den vollcn Lohn für xßden Tag, an dxm ste wirklich gearbeitet haben oder auch nur dtenstbere'tt zu_ [em hatten. Die Zahl der Tage Links Monats kommt hterbet uberhaupt nicht in BUracht.
In der „weiten Beilage zur hcutigc-n Nummer des „Retchs: und StaatS-AUzei ers“ wird ein Bericht über 'die V'erhandlungen, wxlche im „zannar und März 11. I. im Reichs- Etsenbahnamt z1mschen deutschen Eisenbahntechnikcrn Über 1h_re Wahrnehmungen auf dem Gebiete des nordamerika: ,mschen Etscnbahnmcscns stajtgcfundcn haben, ver- öffentlicht.
Laux telegraphischer Meldung an das Obcr-Kommando der Marine ist S. M. S. „Arcona“, Kommandant Kapitän zur See Hofmeier, und S M. S. „Marie“, Kommandant KorvettemKapitän Credner, am 4. Mai in Rio de Janeiro eingetroffen.
Bayern.
Ihre Königliche Hoheit die verwittwcte Herzogin Amalte in Bayern ist, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Vormittag in Schloß Bicderstein gestorben. Die hohe Ver- storbene war anx 23. Oktober 1848 als die zwsitc Tochtcr des verstorbenen Prmzen August von Sachsen-Coburg und (Gotha und der Prinzessm Clementine, geborenen Prinzessin von Orléans, zu Coburg geboren und vermählte sich am 20. Sep:
„tember 1875 zu Ebenthal mit dem am 12. Juni 1893 ver- storbenen Herzog Maximilian Emanuel in Bayern, welcher Ehe „drei Söhne, die Herzogc Siegfried, ?eboren am 103111118715, Christoph geboren am 22. April 18 9, und Luitpold, geborcn am 30. Juni 1890, cntsproffen sind.
Sachseu-Altenburg.
Seine oheit der Herzog hat fich mit Seiner Durch- laucht dem 5 rinzcn Ernst zu fünfmöcbigcm Aufenthalt nach Wiesbaden, Ihre Hoheit dic „Herzogin zur Kur nach Bad Soden begeben.
Sachsen-Coburg-Gotha.
Der gcmeinschaftlichc Landtag der Herzogthümer Coburg und Gotha hat in den Sitzungen von Freitag und Sonnabend den Entwurf eines Gerichtskostengeseßes mit den in der Einzelberathung beschlossencn Abänderungen angenommen. Ferner wurde mit allen gegen eine Stimme (die des sozial- demokratischen Abg. Bock) befchloffen, die Staats- regierung zu ersuchen, den Bevollmächtigten dcr Herzogthümer Coburg und (Gotha beim Bundeßrath zu bc: auftragen, ge'gen die Aufhebung des Jesuitengcseßes zu stimmen. Der Landtags:Präsidcnt theiltc darauf dem an: wc enden Staats:Ministcr von Strenge mit, daß dcr gc: memschaftliche Landtag seine Arbeiten beendet habe, worauf dieser im Namen des erzogs die Vertagung dcs gemein- schaftlichen Landtags aus prach.
Anhalt.
Ihre Hoheiten der Herzog und die Herzogin sowie Ihre Durchlancht die Prinzessin Alexandra sind am . Sonnabend oon Baden-Baden wieder in Dessau eingetroffen. Reuß ä. L.
+ Seine Durchlaucht der Fürst ist vorgesternMittag von Schloß Burgk nach Greiz zurückgekehrt. '
Oesterreieh-ngarn.
Vorgestern Vormittag fand in Lichteneg die Taufe des neugeborenen Erzherzogs in Anwesen eit des Kaisers, mehrerer Erzherzoginnen und des Erzherzogs Rainer, welcher - athcnftelle vertrat, statt. Den Taufakt vollzog der Prälat 5 ayer. Der Täufling erhielt die Namen Hubert Sal: vator Rainer Maria Joseph gnatius. Nach der Tanck- bandlung nahm der Erzherzog ranz Salvator die Gli“: : wünsche des Kaisers sowie der übrigen Anwesenden ent egen.
Die Generalversammlung des Kaiserlichen und önig- lichen Yachtgeschwaders hat, wie, „W. T. „V.“ meldet, durch * cclamation beschlossen, Serne_ Ma1estät den Deutschen Kaiser zum Ehrenmitglted zu ernennen. Der Erzherzog Carl Stephan hat in einem Telegramm aus Pola Seine Majestät den Kaiser gebeten, die Ehretzmit- „liedschaft anzune men, worauf Seine Majestät m emem
elegramm aus lis vom 29. o. M. dem Erzherzog Carl Stephan für die lie enSwürdigc Mittheilung dankte und er: klärte, die Ehrenmitglieds aft anzunehmen. ' '
Wie die „ oliltsche orrefpondeyz“ meldet, haben steh d1e im Handels - inisterium über emen Handelsvxrtrag wischen der ößerreichisch=ungarischen M__onaxch1e und Portugal vernommenen Sachverstandigen uberemftimmend
dahin ausZesprochen, daß die außerordentliche öhe des por- tyßteßschen Zolltarifs von 1892, der infolge der grarverhält- n_1 e zn Portugal noch um 30 Prozent gestei ert worden sei, ezn direktes Berke rshinderniß bilde. Die ollsäße würden emer sehr erhebli en Herabsxßung bedürfen, bevor er Handel zwischen beiden Ländern wxeder in normale Bahnen gelenkt werden könne.
der vorgestrigen Sißung dcs österreichischcn Abgeordnetenhaus cs beantwortete dcr Minister des Innern Marquis Vacquelzem die Interpellation über den Un lücks: fall in der Luglochhohle. Der Minister schilderte die isher angestellten Rettunlgx'Harbeiten und hob hervor, daß seitens der Grazer Stattba terei alle bei den geologischen und hydrau- lichen_ Verhältnissen in Semriach und dessen Umgebung moqltchm Maßregeln zur Rettung der Eingeschloffenen perkucht worden,seicn, daß aber troßdcm nur geringe Aus: s1_cht auf das Gelmgcn des RettungSwerkes vorhanden sei. (V [. dte'Tel. Dep. nach Schluß der Redaktion auf der vierten Seite dB .) Bet der sodann fortgeseßten Berathung dcs Budg ets wurde der gesammte Etat des Finanz:Ministeriums erledigt. Bei dem Kapztcl „Lotto“ wurde eine Resolution N os er angenommen, tyorm d1e Regierung aufgefordert wird, im nä sten Jahre eme!) GefeHentwurlf Über Aufhebun des kleinen éotws ein- zybrmgen. Dcr Ibg. B endel be Ürwortete die Einführung einer Klassenlottcric. Morgen gelangt die V a in t a v o r l a g € zur Berathung.
Der Polenklub hat nach längerer lebhafter Debatte be- schlossen, für die Valutavorlagcn der Regierung zu st1'mmcn. Ein VertagUngSantrag des Abg. Pininski wurde nut 24 egxn 11 Stimmen verworfen. Wic vcrlautet, xyerde au „ dte Opposition ch Polenklubs für die Vorlagen stimmen.
Das ungarische Unterhaus hat vorgestern den An: trag _dcs PetitionSausfchuffeS, dic Petitionen auf Re- pgfxticrung Kossuth'S als gegenstandslos im Archiv zu hinterlegen, angenommen und den Minoritätsantrag, dsr dic AbäUdcrung dcs Jnkolatgeseßcs verlangte, abgelehnt.
m Oberhause bcgmncn hkutc dic Bcrathungen iibcr dic heytandsvorlage.
Großbritannien und Irland.
Wie der „Daily Telegraph“ gestern in einer Spezial- aueZgabc meldst, ist ein jn Derby, dcm Wahlkreise Sir W. Harcourt's, erscheinendes Blatt von leßtkrem ermächkigt wordep, zuukonstatiercn, daß das Gerücht von dem dem- nächsngén Rucktritt des Kanzlers dcr SchaHkammer jeder Bc: gründung cntbehrc.
Dic_ Auslieferung des Anarchisten Mcunier wurde am Freitag und Sommbond vor dem Zuchtpolizeigcricht in Bowstrcet verhandelt und schließlich die Sache auf acht Tage. vcrfchnbsn. Der Verthcidiger Meunier's führte dem „W.'T. B.“ zufolgc aus, daß der Angeklagte nur eines poltttschen Vergehens schuldig sei und das; er nicht die Absicht gehabt hab?, Menschen zu tödten, sondern nur den Krieg gegen dre _französtsche Rxgicrung aufznnchmsn. Der Gerichtshof erklarte, eykönne sxck) diefen Ausfiihrungen nicht anschließen, cr beabstchttgc de'm Verlangen auf Auslichrung stattzugeben.
Frankreich.
_ _Jn d€r_DepUtirtcnkammcr hat am Sonnabend dcr M1n1ter-Präjtdent Casimir-Pézrier einen (Heseßcntwurf cin: gebracht behufs Genehmigung 5025 mit Dcutfchland 11er die Abgrenzung des (Hebictcs von „Kamerun gc: troffene_n kaommenS.
Dre Ko mm is s i on der Dcputirtcukammer zur Vorberatl ung des Antrags auf Genehmigung znr gerichtlichen er: folgung des Deputirtcn Toussaint11atdem„W.T.V.“ zufolge ,diesen Antrag mit acht gegen drei Stimmen abgelehnt.
Bet der gestern in Loches: vorgenommenen Ersaßwahl zur Deputirtcnkammer wurde Wilson gewählt.
„DechncralFerron, der, wie gcmeldct, am vergangenen Frertag mLyon vom Pferde gestürzt war, ist vorgéstcrn Abend den dabei erlittenen Vcrleßungcn crlsgen.
Das Fest der Junßfrau von Orleans ist gestern in Marseille, Montpel ier und Bordeaux feierlich bc: Z'angenjxyordcn. Der kirchlichen Feier am Vormittag wohnten
10 Ofßzrkrc dcr bclrcffcchn Garnisoncn bci.
Rußland.
Die Einnahmen des Staats im Monat Jannar bc- trugcn nach einer Meldung ULS „.W T. B.“ aus St. Peters- burg 101397000 Rubel gegen 73 589000 Rubel im gleichen Zeitraum dcs Vorjahres, die AuSgaben 87 078000 Rubel gegen 93 952000 Rubel. Die Verminderung der Schuld- zablungcn beläuft sick) auf beinahe 12 MtUionen Rubel. Untier den Einnahmen find am meisten gestiegen die thränkc- Acmsc», die M) um 94/19, und die Zollcmnahmcn, welche sich um 42/19 Millionen Rubel höher stcllcn.
Italien.
Wie die „Agen ia_'Stefani“ meldkt, ist am Sonnabend durch den MintsxchZräytdenten CriSpi und den britisckch Botschafter cm Protokoll Über die Ab renzung cr ttalxenifchen und englischen EinflußFPhäre in den Regionen des Golfs von Aden unterzeichnet worden. Zu Gunstet) dcr Unterthemen unh Schußbefohlenen beider Na: ttone_n forme der Eingeborenen 1ind entsprechend den in dcr Berlmer Generalakte und der Brüsseler Deklaration sanktio- mertep HandelSerleichterungen solche gegenseiti eErleichterun cn auch 111 der Region von Aden und dem briti?chen Schußge ict festgestellt worden.
Der MinisxerZPräfident CrisPi wurde gestern in Mai- land, wohin er stck) zur Eröffnung der Ausstellung be eben hatte, beim Vorbeifahren von etwa 80 Sozialisten mit Pßeifen empfangen; das übri e Publikum äußerte feinen Unwillen darüber und bereitete riSpi eine. lebhafte Kundgebung. Gestern Abend kehrte der Minister-Präfident nach Rom zurück, um heute der Berathung des Kriegsbudgets in der Kammer bei- zuwobnen._
Der [talienifche Botschafter in Berlin Graf Lanza ist, wie „W. T. B.“ meldet, gestern in Mailand eingetroffen.
Die Deputirtenkammer seßte am Sonnabend die Berathung des Budgets des Ministeriums des Aeußern fort. Dcr Minister des Auswärtigen Baron Blanc gab eine kurze Darle ung des Einflusses der aus- wärtigen Politik auf die olkswirthschaft und unterzog die Behauptunq einer: näheren Prüfung, daß die Allianzcn Italien den Französtschen Markt entzogen hätten, ohne daß, ihm seitens der Alliterten genügende Absaß- .eb1ete erschlossen worden seien. Erstens werde die kemer
ündniffe verdächtige Schweiz von Frankreich ebenso wie
Italien behandxlt; cs komme hierbei also nicht bloß die oljjjk m an e. Zwettenéx halte er es nicht für ersprießlich, da? eine polttts mxabhängwÖ? Nation in wirthschaftlicher Beziehung auf_ emen emztgen grkt angewiesen set. Man habe die Ver- sckxlteßung des franzoftschen Marktes für Italien mit Re 1: mtl xmer verloxcnenS lacht verglichen, aber es erscheine ni t ausstchtslos, d1e Schla t wieder zu gewinnen, weil Italien xzmxmgen gewesen sei und mit Nückstcht auf sein zu: unfngcs Wohl noch heute gezwungen sei, seine Absaßgebjcte zu_verallgememern. Dre Einbußexdie es Frankreich gegenüber erlttten, werde, nunmehr.durch das Anwachsen des (Hüter- austzxusche'xs mxt anderen Ländern aufgewo en. Er glaube thlten kcznne daraufxeck-Zktxen, daß das -nde der ernsten, lefis, dre, dyrch dre erschiebung der HandelSverhält- nxsse herbxtgefuhrt “worden sei, nahe bevorstehe, und dtxxfe hoffen, b.?" konttxmierlichem Fortschreiten die fruhere oder . spatere Wredcrfehr günstigerer Handels: ththxngen .mxt 'Frankretch abwarten zu können. Hin: st ztlzch der 1talxenx chxn Schulen in den Kolonicn-erklärte der Mmrstex, daß hte ttaltenische Sprache im Orient, wo sie vor: mals du; etnztge gewesen sei, die verstanden und gesprochen wurpc, s1ch cxbalterx und verbreiten müsse. Um diesesZicl zu crrctchen, musse dtco Sprache auch den Eingeborenen beige: bxacht werdep, bannt, Italien in ]encn Ländern den ihm gc: buhrendcn 1mrthschaftl1chcn Einfluß exlange. Baron Blanc führte welter mxS, talwn gebe gegenwärtig für Subsidien an Kolonial: und meat chu_1en „jährlich ungefähr 160000 Fr. aus, von dcxch) em hetrachtltcher Theil den Schulen der katholischen Mtsßonars m Obercxgyptcn, der europäischen Türkei und an apdcren Orten germdmet werde. Er habe die Absicht, auf dtesex Bglm auck) fernerhin fortzuschrcitcn und sick) dankbar dcr Mrsnonare'zu bedienen, welche die Liebe zUr Religion nicht yon der Liebe zum_Vater1andc trennten. Dcr Ministsr er: ortertc sodann dre YluxZwawdcrungsstage namentlich in Bezug, auf» Nsord-Amemka und die Frage der afrikanischen Kolomqn Jtalrcns, legte aus diesem Anlaß der Kammer das mxT_Extgland abgeschlossene Ucbsrcinkommcn Übcr dic Grenzbcstrmmung _der beiderseitiqcn Kolonien in Afrika vor zmd bemerkt? badet, Italien befinde sich angssjckßs der noch mnzwr verwxrrtsq sek); gefährlichen Situation im Sndan in Yerxelbetz Lagc_1v19 dxc Engländer und sei mit ihnen natür- licherwetfc soltdnrtsch. Die Debatte Über das Budget ch Acußeyn wnrd2_ sodann geschlossen.
Dte chxcrung Hat das Kriegsschiff „Stromboli“ cutsgndt, um den durch das leßtc Erdbeben bctroffencn Orton erchcnlands Hilfe zu bringcn.
Spanien. Ye)? Senat_ hat, wic „W. T. V.“ mcldct, mit 136 gegen 84 Stunmen ctxxcn Antrag angenommen, worin das Ver- halten der Regrerung bei den Unterhandlungcn wegen Hexstellung emos 1110(1r1§ 1711791101 mit Frankreich, gc- btllxgt wxrd. Der Abstimmuxm ging eine lebhafte Dis- knsston voraus, an welcher sich u. a. der „Herzog von Tctuay, der Minister More: und der spanische Botschaftcr 111 Paris Leon :) Castillo bcthciligten. Dcr Herzog von Tetuan [)LYlt der Regierung vor, daß das Ministerium dic paxqunenfarrsche Haltung Castillo's gcmißbiUigt labe. Dcr thster des AUvaärtigen Moret erklärte, das Ka inet nebmc dre Berantmortlickscit für die Erklärungen Castillo's auf sic!). Casttlxo bezncrktk, Canovas könnc nicht [cu nen, daß er mit Frankrctch aber einen 11103115 141761101 an? der Basis dkr Meistbegünstigung verhandelt habe. Dchapst hatsick) bereit erklärt, cinenneuen spanischen Kardinal zu ernennen, und als solchcnden Erzbischof von Va (cncia vorgcschlagen.
Schweiz.
Bei der Exsaßwahl zum Ngkionalrath in der Stadt
Bcrn wurdc gejtcrn Hirt-Zr, frctsmnig, gewählt. Rumänien.
Dcr Namenstag dchönigin wurdc, wie „W.T. B.“ berichtet, gestern im ganzsn Lande festlich begangen., Zahl- reiche Beglückwünschungstclcgrammc wurden an die Königin nach Neuwied gesandt.
Serbien.
Wie der „Politischen Korrespondenz“ ans Belgrad gc: meldet wird, sei von allen dem Konige zugeschriebenen Reixepläncn nach dym Ausland nur die Nachricht über dkn Be uch in K_onstantinopcl begründet; ein endgültiger Entschluß fei ]edoch nicht gcfaßt._ De1*„neue Gesandte in Konstantinopel DjorÉcwic werde dtc bezuglichen Uyterhand: lungen nach seinem intrckfctxin Konstantinopel eröffnen; der Zeitpunkt des Bssuchs ei omxt ganz unbestimmt.
Bulgarien.
Anläßlich dcs Georgsfkstes wurde, wie „W. T. B.“ berichtet, am Sonnabend m Sofia ein (Gottesdienst zelebriert, dem der Prinz Ferdinand von Sachsen- Coburg sowic sämmtliche OrdenSrittcr, darmtter der Minister: Präsident Stambulow beiwohnten. Dcr religiösen Yremonic folgte eine Revue der Truppen, bei der auch einige 3 itglieder des diplo- matischen Corps zugegen waren.
Schkoeden und Norwegen.
Der König hat gestern scine Reise nach Deutschland an- gctretcn.
Dic Kronprinzessin wird nach einer Meldung des „W. T. B.“ morgen von Rom abreisen und fich direkt nach Venedi begeben, wo sie einige Wochen zu verbleiben gedenkt, cba sie die Rückreise über die Alpen antritt.
* Parlamentarische Nachrichten.
Der Bericht über die Sonnabendstßung des Hauses der Abgeordneten befindet sich in der Ersten Beilage.
- Auf der TagLSordnung deräYeutigcn 65. Sißung des Hauses der Abgeordneten, wel er zahlreiche Re ierungs- Kommiffarien beiwohnten, standen Kommüsionsberi te über Petitionen.
Eine Reihe von Petitionen wurde für ungeeignet zur Verathun im Plenum erklärt.
Die etitionen verschiedener Gerichts-Affistenten aus dem Ober-Lanpesgerichtsbezirk Caffcl wegen Anstellung als Ge“- richtsschrctber wurde durch Uebergang zur TageSordnung er- _ledi t, die Petition des Gerichtsschretbcrgehilfen Kriedemann 111 alle wegen Uebertragung ciner Gerichtsschreibexsteüe der
des § 21 gewßefen sein sollte.
RegierungZur Erwägung, die Petition von Rudow? in Hartan, um Aufhe ung der Vcrbindun des reitenden Yi jäger-Korps mits der Forstverwaltung, der egierung als atertal über- wie en,
Ueber die Petition verschiedener Beamxen um Erhöézung der Penfion der vor dem 1. April 1890 m den Ruhetand getretenen Subalternbeamten ging das Haus zur Ta cs- ordnung Über, nachdem Abg. Rickert (frs. V q.) der c- gierung anheimgegebcn hatte,_ die betreffendxn eamten aus Villigseitérückfichten im Einzelraüe zu berückstchtigen.
Die Petition_ der Aeltesten der Kaufmannschaft Elbing, betreffend dasxProjekt der Abschließung der Elbinger Weichsel, wurde ebenfalls durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt.
Die Petition dcs Gerichissekretärs HeeckH in Reinbeck um Vcrscßung des Ortes Reinbeck in eine höhere Servisklaffe wurde der Regierung als Material überwiesen, eine weitere Petition wegen Gewährung einer Thsucrungszulagc durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt.
(Schluß des Blattes.)
Entscheidungen des Reichsgerichts.
Notare smd, nach einem Beschluß des Reichsgerich1s, 17.Zivil- sknats, Vom 31. Januar1894, über Thatsachen, von denen sie in dieser Eigenschaft'Kenntniß erhalten haben, im Geltungsbereich der preußischen NotartatsNdnung vom 11. Juli 1845 zur Verschwiegen- heit verpflichtet und deshalb (sofern es fich nicht um ein Zcugniß über Geburten, Verbkirathungcn ["de Sterbefäüe Von Jamiliengliedern handelt, in welcbén Fällsn nacb § 350 Abs. 2 Z.- P. - D. das Zkugnif; nicht vérweigert werden darf) zur 'VkrWLigkrung des Zeugnisses nach § 348 Nr. 5 der Z.-P.-O. b e r ech t i g t. ,Dkr BcrufungK-ricbtkr kommt zu einer entgegengsscßten Entscheidung, indem er auf das Wort „anvertraut' in dem § 348 Nr. 5 ZWPO ein besonderss Gewicht legt. Cr beruft sich dafür zwar auf dis in den Entscheidungen für Strafsachen Bd. 13 S. 60 ab edruckte Entscbaidung, „berücksichtigt dabki indkß nicht, daß [eßteres rthlil fiel) nicht auf die erecbtigung zur Ze'ugniß- verweigerung, sondern auf den nach § 300 St.-G.-B. strafbaren Vertrauensbruck) bkzielyt.“ (? 20/94.)
_ Ein Mietber odkr Yäcbter, welcher durch Betrug zur Eingebung dcs Mietbs- odsr achWertrags veranlaßt worden ist oder steh in dem Glauben bxfindet, darch Betrug dazu vcranlaßt worde'n zu sein, ist, nach einem Urtheil dés Reichsgsrichts, 11. Strafsénats, vom 2. März 1894, nicht wegen strafbaren Eigennußes aus § 289 Str.-G.-V. zu bestrafen, wenn er Trotz; des Widerspruchs dxs Ver- miekbers Von dem Vertrag abgeht unter Entfernung, seiner Sachen aus den Mietbs- 1)de Pachträumkn. _ Der Pachtsr J, hatte Linen Theil seines Mobiliars aus einem von ihm ge- vachtcten Mühlenetabliffement, ohne den Pachtzins gezahlt _zu Haben, fortgescbafft, ohne den Widerspruch dss Vermietbcrs und eme von diesem erwirkte gerichtliche Einstweilige Verfügung, wodurch dcm Pächter die Fortschaffung untersagt wvrden war, zu beachten. I. wurde aus §289 Str.:(G.-B. angeklagt. Seine? hisrgcgen vorgeschi't te und durch Benennung vvn drei Zcuaen untcr Beweis gcstelltc L e- bauptung, das; er dur Betrug zur (Eingebung des PachWLrtrags Ver- anlaßt sci, Wurde Lbé'U 0 wie seine Berufung darauf, daß er. den Ver- trag für nichtig gebalien und in gutem Glaubsn gehandelt habe, für unerheblich erachtet, und er wurde von dcr Strafkammer Verurtlwilt, Auf die von J. eingel€gte Revifion hob das Reichßgericht das Urthkil der Strafkammcr auf, indem (zs bc- ründend. ausführte: „Wäre der An- geklagte, wie kr beHauptst, wir lich durch Betrug zur Pachtun Der- leitet, so würde nach § 85 A. L.-R.14 und § 349 A. L.- „1 5 dsr Vsrtrag für ihn unverbindlich und er berechtigt gewesen sein, Von diesem Vertrage abzugshcn. Eincr Ueberéinkunft oder einer richtkrlichen Entscheidung hätte es hierzu nicht bkdurft. Fkrner hätte er jeder Pachtgeldfordcrung dic Einrede des Betrugs ent € enscyen können, und daher würde Es an einem Forderungsrcchte ?clélen, zu deffkn Schutz der § 289 Str.-G.-B. bkstimmt ist. -- - Dcr crste Richter hat das Bewußtsein dür Rschtswidrigk€it zur Feststellung des in dee ste enden Bexgeblns für aus- reichend erachtet und agscheincnd angcnommcn, daß der (101115 x-Wnbnaüg bsi allen Vorsaßlichcn Delikten enüge. Das trifft jedoch nicht zu bei denjknigen Delikten, zu deren TJatbestand dic Verxolgung Links bestimmten unerlaubten Zwecks gehört, vielmehr muß in olch§m Falle die Erreichung dieses Zwecks in dkn Willen aufgenommen sem, So Verbält es sich bei dem in § 289 Str.-G.-B. Vor eskbenen'Ver- gehen, in welchem mit „dem Auédruck „rechtswidrige bficht“ d1e be- wu te Verfolgung des Zwecks bezsichnct wird, da?; in-Frage kommende: Rc t zu Verlcxzcn.“ (58/94.)
Entscheidungen des Ober-Verwaltungsgeriehts.
Nach § 21 Abs. 5 des R€ichsgeschcs über die Erwerbung und dyn Verlust der Reickxs- und Staatßangebörigkcit. vom 1. Zum 1870 Erwerben Deutsche, Welche ihre Staatsangehörrgkeit durch zehn- jäbri LU Aufenthalt im Ausland Verloren habc'n und dem- nächt n das Gkbikt des Dkutfchen Reichs zurückkehren, die Staats- ange örigkeit in demjknigen Bunchstaat, in Welchem fie fich nieder- gelassen haben, durch eme von der böhcrkn VerWaltungsbebördc außgefertigte Aufnahmeurkunde, welche auf Nachsuchen ihnen crtbcilt werden 111 uß. Diese Bestimmung findet, nach emem Urtheil des Ober - Vermaltungszxerichts, ]. Senats, vom 3. Februar 1894, keine Anwendung auf dtejenigen ehemaligen Deutschen, welche im Auslande eine fremdx _ Staatsange- höri fett exjvorben haben. Disse haben bet tbrer Rückkehr in das eutsche Reich auf Grund des Erwähnten Reichßßqseßeß keinen Rechtsanspruch auf Ertbeilung der Staatsangehörtg ett 111 dem Bundesstaat, m welchem sie fich niederlassen, auch wenn sie früher Unterthanen dieses Bundesstaats gewesen sind. - „H., als schleswrg- bolsteinischer Untertban im Jahre 1840 geboren, gmg nach voUthdeter Lkl)rzeit im abre 1860 nach amburg, sodann nacb Parts und 863 nach rgentinien. Jm abre 1882 ließ , er fich axs Bürger der englischen Kolonie Victoria (Australien) 'naturalt- ßxren. Im Jahre 1889 kehrte H. nach seiner „alten ÖHetmatb in Schleswi zurück, wosßlbt er die Erlaubniß zur Ntevderla un erbiext und eine éZcbuldenfrCi-Z Fu enstelLe von ca. 20 118 käufltcb erwar . Sem Anna auf Wiederau na me in den preußischem StaatSverband wurde Vom RegierungO räfidenten zu S leßwig abgewrefen und seine gegen den Regierungs- räfidenten erho ene Klage wurde vom Ober- Verwaltungsgeri t abgewiesen, indem es , begründend ausfuhrte: .. . .». Es ist nicht zu verkennen, daß die Pflrcht der Treue und des Gehorsams nicht.z1vifchen mehreren Staaten etheilt werden_ kgnn, daß ein gle'ichzeiti es Jndigenat in meßreren unabhangigen Staaten ein?. Jrregu arität ist, welche dem aUSgebildeten modernen Staatsbegkiffe widerspricht und daß viele Staaten dies ostulat zu emcm Save ihres positiven StaatSrecbts erhoben haben. eßteres ist nun zwar in dem Reichsgefe? vom ]. Juni1870 nicbt geFchehen. Aber wenn durch den Abs. 4 es § 21 sogar den Landeßregterun- Ken dj_e bloße Möglichkeit der Wrederaufnahme obne Niederlasszmg gerade jm Hinblick auf jenen Grundsatz und wegen des Besiyes cmer
fremden StaatSanZeböriézkeit vorenthalten wird, ist es dur aus un-
Mbtjcheinlich, da der elbe Ges maligen Deutschen selbst einen echtSanspruch auf die Wieder- cmfnahme Troy ihrer Zugebö gkeit beigelegt haben _sollte. Ohne weiteres nebmen da dies die Abficbt des Gesetz ebers bei Er
Das Gegentßeil, daß nämli
etz eber durch den Abs. 5 en ehe- ri
zu einem fremden Staat ist gewiß nieht anzu-
a des Abs. 5 ein Rechts-
anspruch auf Wjederazxfnabme demjenigen, dsr inzwischen fremder Unter- tban geworden ist, mehr hat eingeräumt werden sollen, geht vielmehr auß der Entstehungögescbichte dieser Bestimmun klar hervor. - Da „Klagxr die Staatsan ebörxgkeit in dcr englis en Kolonie Victoria mzwtschen „erworben _at, so steht ihm ein Anspruch auf Wieder- aufnahme tn,den prxußjfcben Staatsverband selbst dann nicht zu, Wenn er -- was'hter dahmgestxüt bleiben kann - infolge des Wiener und FUJI )Frtedens zettwetltg prkußiscber Unterthan gewesen sein sollte.“
Kunst und Wissenschaft.
Der nächste Fqchab€nd_d8s Vereins für deutsches Kunst- xxenoc'rbe, am Mthwvch, Wird die Vergoldung der Bronze betreffen. Im Anschluß an eme Ausstellung äktcrer und nausrkr Arbeilen wird Herr Fabrtkant W. Quebl „Ueber Bronze und ihre Veredelung durcb galvaxnscbe und ? cuer-Vergvldung“ sprechen. Die Si ung findet statt tm großen aal des Arcbikektenbauses, 82? Uhr Aben s.
, _ Nys der jetzt erschien€nen amtlichen ListL dsr Aussteuer, wclche her der mrt dem 11. intérnationalen medizinischen Kongreß tn Rom Verbundenen wissenschaftlichcn Ausstsllung mit Pxexsen bedacht wordsns smd, Lntnebmen wir, daß unker anderen pramuert wurden: das Karserlich deutsche (Hssundbc'itsamt mit dkm höchsten Preuss (dem großen Ehrendiplom). Weitere Ebrendi lome Exhteltén unter anderen: das Königlich préußisché Kriegs-Minixterium, dre Stadt Berlin, das Ministerium des Innern in Baykrn, die Stgyt Münchsn, das Ministerriumo des Innern und das Kriegs- Mmtstexch m Sachsen, das Ministermm des Jnncrn in Württemberg, das thstcrium _des Jnncrn und der Justiz im Großberzoathum Heffen„ Has Ministerium des Innern im Großherzogtbum Baden, das Mnnstertum für Elsaß-Lokbringcn, der SWX in Hzmburg, dic Pxofefforexx Sulkowski, Koffkl, Brieger (Berlin), Jaffé (Königsberg), Kuhne (Hextdleerg), Drechsel (BLM), Herr C. Yiß (Jena). Die goldxnxx Medaills wurdc: ertHeilt: dsr Aktisn- €]611sck7aft Anilin- Kb'rtkatwn (Berlin), E. Schering (Berlin), Merck (Darmstadt),
etstxr, Luciys und Brüning (Höchst «„MS-), Hirschmann und Wolle (Berlm). Dre silberne Medaille erhielten: die Prqfkfforen ZettnoiV, Frczxnkel, Martin, Golebinski, Salkowski, Koffel, Brikgcr, Musehold (!ammtlich _ zu_ Berlin), Néiffcr, Partsch, Ponfick (Brkslaq), Jafféz, Hmmtg (Königsbsrg), Solger (GreifSWald), von Wmckel, Buchner (Münckxn), Neuhold „ und Sommer (Würzburg), Cursckmtann, Birch_-Hirschf81d, Hiß, Zweifel (Leipzig), Kühn? (chdelbcrg), Drechsel (BLM); fernc'r dic Doktoren Petri (ZZxrlm), Lilienfeld, Cbalybaeus (Dresden). Blum (Frankfurt a.M.), Stu-„da (Königsbxrg), Berliner (BLrLin), Lubarsck) (Rostock), Münke (Berlin) * 1011116 dit: Herrejn: Laujenscbläger, Bsnno Jaffé. u. Darm- *städt€r (Vcrlm), Härjel, I)errmann (Breslau), Boehringer, C. F. (Waldhoff), Noslls (Lüdenschsid), Schott u. Co. (Jcna). Die bronzeUe Mßdaille bekamen dic Herr€n_Lent_3, Engel (Berlin), die Doktoren Kals und Hartmann (erlin), Hoffa (Würzburg). Ein AnerkennunngiPlom Ward Hurrn G. Fischer (Jena) zu thkil.
»- Dic UniVCrfität zu Montxeal in Kanada hat dcm .W.T.B.“'zufolge in ihrer Öffentlichen Palbjabrs-Schlu Verhandlung am 30. Aprtl den Geheimen Regierungs- Rath, Profe or F. Reu- leaux hißrselbst zum_1)0»*t.01' 110110er 05553 Ernannt. Die Er- nennung fand im Bsist'in des Stakkhalfers Lord Abcrdesn statt, dsr Ebenfalls zum Ehrendoktor exnann: wurdc.
GesundheitZLvefen, Thierkrankheiten und Absperrung?!- Maßregeln.
(Cl) () l c r a.
Madrid, 7. Mai. DC)." nach Lissabon Entsandte ärztliche Delegirtc Spaniens gikbt, wie* dem „W. T. LZ.“ (4011161st wird, in einem Bericht cm die: Regikrnng dcr Befürchtung Ausdruck, daf; dic Cl)ol€ra stch Weitsr ausbrsitkn könne, wenn die portugießsä)? Regie- run nicht energische: Maßregeln ('MkkifL. Dic xpanische chierung [Ws loß anzuordnkn, das; mit dxr Eisknbabn ankommknds Rkisendk ans Portugal an der (Grenze umsteigsn müsst'n.
Handel und Gewerbe.
Zwangs-Verstcigcrungen.
Beim Königlichen Amthericht 11 Berlin stand am 4. Mai das im Grundbuchs won Pankow Band 1 Bxatt Nr. 62, auf den Namsn des Kaufmanns Edmund (Eduard) „Hen rv ein- getragen?, zu Pankow, Prenzlauer Chauffsc bLlSALnk Grundstück zur Versteigerung; Fläche 26,30 &; Nut,;ungswertl) 477 «;ck; Mindestgebot 390 „kü für das Meistgebot Von 8700 „54 murdk: der Mühlenmeistcr Heinrich Geisler zu Pankow, WoÜankstraßc 133, Erstehxr. “ Das am 7. Juni 1894, Vormittags 10 Uhr, _beim Amthertcht [[ zur Vérstsigerung gslangcndc Grundstück dc's Glaxermcisters Rudolf Dürrbaum ist nicht Band 20 Blatt Nr. 751, sondern Band'20 Blatt 571 des Grundbnähs Von Weißcusce cingctragcn und [legt zu Ncu-Wsißsnske, Königé-Chauffce 73 a.
Verkehrs-Anstalten.
Von der. im Ministerium der öffentlicbcn Arbeitcn berays- gegebenen „Zeitschrift für Kleinbahnsxx“ (Verlag von Julius Sprin er in Berlin 17.) liegt das fünfte Heft des__ersten Jahrgangs vom ai 1894 mit folgendem Inhalt vor: Das chinbabngesc im TannoVersckxn Provinzial-Landtaq. Von Ober-chierunas- all)
home; in Hannovex. - Vorschläge für die Einrichtung der Betriebs- verwaltun einer Kleinbahn. Von Regierungs- und Bauratl) H. Jacobi in Fussel (Fortsxßung): 5) Einrichtungen; 6) Beamtknbsseßung. - Ueber den gegenwärtigen Stand des LokalbahnWLscns in Oester reich und seine bevorstehende reichsgesc [ichs Neuregelung. Von E. A. Ziffer in Wien. - Neuere Ergebni c des Probebctriebs mtt dem Gaßmotorwagen. Mit e_insr Textabhtldung und einer Tafel.,- Geseßgebung: Preußen: (Erlaß der Minister der öffentlichen Arbetten und des Innern Vom 9. April 1894, betreffend Mittheilung der Be- rich1e über Kleinbahnunternehmungen an d__tc bctHeiligteCisenbahn- Dircktion. - Oesterreich: Erlaß des K. K*. Handels-thfters vom 8. März 1894, betreffend die Aufnahme der; Bestimmung hinsichthch der Einstellung des Betriebs auf Schlsppbahnanlagcn tm Mobilt- 1erungs- odcr Kriegsfaüc in pie Bau- und BetriebßVerträF. '-
elgien: Gesetz vom 24. Jun: 1885, betr. den Bau von lem- bahnen. “ Bedinßungen für die Einbringung VonAnträgen auf er- !tellung von Klein ahnen. - Saßungcn' der Natwnalcn Gesells aft ür Kleinbabnen. - Bedin nißbest für dix! dcr NationalenGesells ast für Kleinbahnen zu verleißenden Konzesswnen. - Betriebßordnqng der belgischen Kleinbahnen, erlassen am 12. Februar 1893. -'Kleme Mittheilungen: Neuere Projekte, Vyrarbetten, Konzesfionöcrtbetlyngen und BetriebSeröffnungen von Kletnbahncn. ,- Derminternatwnale Eisenbabnkongreß. - Die Stellan der Königlich säcbnschen Staats- regierung zu der Frage der Zu assung privater Eisknbahnanla en, insbesondere elektris er Bahnen. - Drabtseil- oder elektrischer * xn trieb bei Straßenbahnen? - Die Trambahnen Großbntanntens m der Zeit vom 1. Juli 1892 bis 30. Juni 1893. - Straßenbahn Hannover. - Dic Niedexwaldbabn. -« Trambahn Frankfurt a. M.
- Zeitschriftenschau.
Die mittels des Reichs-Postdampfers .Fxohenftaufey“ beförderte Post aus Australien (Abgang aus Ade ajde am 4.'Aprtl) ist in Nea el eingetroffen und gelangt fur Berlin vorausfichtüch am 8. d. M. ormittags zur AuSgabe.
Bremen, 5. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd; Der Schnelldampfer „Zahn“, von New- orf kommend, lst am_3.Ma1 Morgens auf der Wese r angekommsn. er Postdampfer „Amerika“ ist am 2. Mai Nachmittags von Baltim ore nach der Weser ab- gegangen. Der Schnelldamvfer .Trave“ ist am 3. Mai Nachmit- tags in New-York angekommen. Der Postdampfer „Berlin“
hat am 3. Mai Abends St. Vincent pasfiert. Der ofidampfer „Kronprinz riedricb Wilhelm“ ist am 3. ai Abends in . o'rta ang ommen. Der Postdampfer ,Wittekind' ist am 3. ' at Abends von New-York nach der Weser abgegangen. Nexehs - Postdampfer ,KarlSrube' hat am 3. Mai Mittags die Rerse von Ge'nua nach Squtbampton fort eseyt. Der Postdamvfer „Dresden“ ist am 3.*Mar Mor ens in altimore an ekommen. 'DexHSchnelldamxéfer .Katxzr Wi s;?dlm [f].“ ixtck am 4. Ma Morgens m enua ange omMen. er r) amp er ., arm tadt' at a 4. Mai NaYnxitta s Dover paYtert. s b m -_ 6. 2 at. W.T.B.) Der Postdampfer „München“ ist am 4. Mm von Bahza 718- St. Vincent nach Wilhelmshaven ab ?- gan en. Dex Rexchs-Postdampfer „Preußen “ ist am 3. ai Na rnttxags tn Stzzgapore angekommen, _ Trt'est, 7. Mar. Der Lloyddampfer .Dapbne' ist, von Konstantmopel kommknd, gestern Nachmittag bier eingetroffen. Lotxdyn, 5. Mat._ (W. T. B,) Der Uniondampfer „Goth rst gestern auf der eimreise in Southampton ange- kommen. Dex Cczstle-Damp er „Warwick Castle“ hat heute auf der AuSretse dn? Canarisckxcn Inseln passiert. WSK Peterßburg, 7. Mar. (M.TBZ Der Reichßratb bat dte"Errtchtung ernks Kabxytagebafens in * atum genehmigt und daftzr 750 000 R51. angewresen. Der Hafen soll in 2 bis 3 Jahren ferttg gesteÜt smn.
Theater und Musik.
Deutsches Theater. _ _“ Da's_ sechzigjährig€ Künstlerjuhéläum, das der SchauspielerLouis Kuhn ]u'ngst bkgm , wurde am Sonntag Nachmittag durch eine Auf- subrung xm D'eutsYen Thkatcr gefeiert. Der Name des Jubilars Wurde schon sktt_[ängerer Zeit Wenigac genannt, da bei den hohen Jghrcn des Künstlers eine sehr außaechnte und angestrengte Thätig- kext in seinem _Bkruf angescblosscn war; aber wo er konnte, hat er fich nn Rahmen des Deutschen Tbcaters , dem er jetzt, angehört, 'tüchtkg und Von echtem Künstlerstreben beseelt gezetZT. Da dt;? F'excr _ auck) "zum Vortheile des Künstlcrs statt and, hajten stab dte betten Krafte der Bühne zusammengetban, um dsr Vorsteüung, die mit einem von J. Stettenbeim werfaßten und Von Fräulein Rcttv anmutbig und schalkbaft gesprochenen Prolog eröffnet wurdk, nach jeder Richtung einen Erfolg zu sichern. _Jn Liner Seen? aus „Romeo und Ju1ia“ erschien der Jubilar t_n der RVUS dcs Ayotbekers und wurde von dkn Zuschauern bei reinem Erscheinen ebénso Herzlich wie [Lbhaft 4au§gez€ichnet. Nack) dcm Scenenschluß dankte der Jubilar mit Einigkn Worten für die Tbeilnabme und Anerkennung. Die Ausführung brachte in ihrem weiteren Ver- lauf den zwcitcn Akt aus Ha1m's „Sol)U dsr Wildniß", den viLrth Akt Von L. Anzengruber's „Pfarrer yon Kircbfkld“ und den zweiten Akt Von L'ArronJés „Doktor KkauS“. ALFerdcm trug Frau Gsßner drei kseme moderne Lieder schwung- vo vor, und Herr König weckte stürmische Begeisterung dureh den Vortrag E. yon W11denbruch's ,stenlikd“. Berliner Tßeater.
Am “Sonnabsnd wurde das mit Recht auf allen besseren euro- päischen Bübnsn immsr noch [38118th Lustspiel „ Das Glas Wasser oder: Ursachen und Wirkungkn“ von Scribe in der deutschen ULbersetzung Von A. CoSmar zum ersten Mal gegeben. Die gut unterhaltcncn Zusckyausr setzten fich gern darüber hinweg, daß in dem Wérk, wie _in den meisten dieses Verfassers, die Charakter- zeickmung flüchtig ist und Hie Beobachtxmg nicht immer den that- sächlichen Verhältnissen entsprtcht. Sie er1reuten s1ch vielmehr an dem bsiteren und geistreichen Dialog, umsomehr da die Hauvtpérson des S1ÜckL§, der Edelmütbige, unauSgeseyt die Herzogin Von Marlborough mit den ihm zu Gebotc stebsnden charfen „Waffen des Geistes be- kämpfende Vicomte Von Bolingbrokk von Herrn Ludwig Barnay geradezu meisterhaft gegeben wurde. Sowvhl die fsine Ironie des voklsndkténHofmannes, wie seine bestrickende LiebenSwürdigkcif wu te er bsi wunderbar jugkndfrischer Erschei_nung in außdrucksvoller, sympat ischer Sprache tresélich zur ©8151an zu brmgem. Die O,)Zczogin vonMarWowu ö jvurdsdurch Fräulein Hildebrandt, d1€ schxyach€, nur durch dasGefüTl der Eifsrsucht zu einiger Energi? kommynde Königin Anna von Fräulein T on 1) e u r gut verkörpert. Her S t yck [) a 13 s e n als Masbam batte manche rech? gute Moments, doch will tbm dle DarsteUung des zärtlichen Liebhabers immsr noch wcniger gelingen gls dis eines jugendlichen Helden. Gegen diE Abigail von Frau Pra! cb-(Hrcvenberg würde 11ch kaum etwas einwendcn lassen, wsnn fie nicht dem Alter solcher naiVLr RoÜen bércits cntwach1en wäré. Die ganze? VorstelLung, bc- sondsrs die' Darstellung des Herrn Barnay Wurde Von dem zahl- reichen Publikum mit lebhaftem und wohlVLröisntcm Beifall anf-
gcnommen. chtraxl-Tbeatcr.
Max Krcßcks Volksstück „Der Millionenbauer' batte bci ssinem Crschcinen vor drei Jahren durch die treffliche Darstellun dsr Tit€lrol12 cinen anerkenncnSwertben Erfolg Errungen. Emi Thomas spielt? den Millionenbauer, und wie damals begleitete auch gcstcrn Abend bei dcr Wikdcraufnahme des Stücks in den Swix!!- plan die Leistung dieses Darstellkrs, dsr, wie erwähnt, als Gast auf seine ehemalige Bühne zurückgekehrt ist, ungetbeilte Heitsrkeit und lautcr Applaus. Ju dcrhkr, breiter Cbarakterifierung volköthümlicher Figuren bcfißt (antl Thomas cine ststs feffslnde Originalität und Gewandtheit. Sem pro iger Millixnenbaucr, bei dem warme? menschliche Regungen zwar„star zurßckgedrangt, aber nicht erloschen sind, giébt einen neuen Beweis vo_n dteser Begabunß. Der Erfolg des ganzen Stücks hängt yoxn Dar1teÜcr dcs Titelbe dx," qb, dsnn die ernsteren Scenan, in denen er mcht mitwirkt, erscheinen schwachltch und interesselos; allc übrigen Rollen des Stücks erwecken überhaupt nur Theilnabme durch ihren Zusammenhang mit dem Miüionenbauer. Mit Emil Thomas an der Spitze errang dic Aufführung einen vollen Erfolg, an dem nach ihm besonders Frau Dora als dkrbe urwüchsige Tochter des reichen Bauern tbexlhattx; die kleine Liebesscene, dixcbsie mit H2rr11WaldenchFritzJabn) zu sUtLlSn hat, wurde mit crgö lt cr Frische gespielt und brachte cine _belcbende Wirkung hervor, o gleich d67"b7lich7ten Darstellerin dcr Bcrlrncr Dialekt noch immcx nicht völlig ge au tg t .
Konzerte.
Jm _R cnz7schcn Zizkus fand am Sonnabeyd ein historisches Militär-Konzert statt, denen Ertrag für das K*yffhäufer-Dcnkmal weiland Seiner Majestät Kaiser Wilhelm“?! ]. besttmmt tft. An der großartigen Aufführung, die sich in ihrem sch_önen Verlauf wre cin feierlicher patriotischer Akt ausnahm, waren die Mufikkorps des badischen Leib-Gxknadier-ngiments Nr. 109, dcspreußtschchn1,Garde- und des Garde-Kürasfier- Re iments bctbciligt, pie xbrezt Plaß diametral gegenüber der Königli en Loge batten. Dre Mttglteder der Kriegervereme, die einen Hauptbestandtbeil der Zuhörer btlxeten, wqren mit iHren ahnen erschienen, die tn langen Rei en zu bxtden Setth der Spiel eutc des 1. Garde- Regiments einen„mal9rrschcn Anblick darboten. Dcr ungebeucxe Raum War in allen Thetlen nur von ;Hcrrxn efüUt. Seine Majestät der Kaiser und Ihre Mai extat dre Kais erin wurden bei Ihrem Erscheinen Von schmetternden Fan aten be- Zrü t, die von den Kürasficren auf mitxelalterlichen Trompetewge-
la en wurden. In ein auf Seine MajestahaußgebxaMes' dreimaliges Hoch stimmtkn die Anwesenden begeistert cm. Die zwarte Nummer des Programms: Ouvertüre „ArminiuS' odex .Dte Hermanyscblacbt" von Gervais, wurdc von den Kürasfic'rcn, die „unter der Leitung des Köni lichen Musif-Dirigenten Ruth standen. tm Ton und Vortra? künst erisch yoUendet ausgeführt. Es folgte als mu 1kalisch nich weniger tüchtige Leistung der Tanz m_t La er aus der er .Zieten- ' Yusarcn' von SYH. Die bedeoutendsten ummern des rogramms, owobl Was ihre irkung auf d1e Hörer, als a'ucb ihre Zeitdauer an- betrifft, waren die von dem „Leiter der badischen Kapelle, “Herrn Boettge in prächtiger mu ikaltscher Mosaixarbeit zusammen estellten Märs 8, welche die Entwi elung des Militarmarsches von se nen An- fängen is zur Gegenwart in 17 Nummern treffend charakterisierten und die