1894 / 111 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 12 May 1894 18:00:01 GMT) scan diff

Der Ka:; ann George Joa ims-thal zii" Beru.» ist

hierselbst zum ellvertretenden andelSrichter bei dem

ericht ] itz Ber in ernannt. *

der Liste, der Rechtsanwalte sind gelöscht: der

Nechtöaxiwalt, Iusttz-RaYPlitt in Borken bei dem Land-

gericht m Marbur , der echtSanwalt „Höfer bei dem Amts- gericht in Rheinba .

In die Liste der Rechtßanwalte find eingetragen: der RechtSanwalt Heucke aus Roßla bei dem Landgericht in McRdebuxg, der Rechtßanwalt Max Jonas aus Treptow a. . bei dem Amthericht in Oranienburg, der Gerichts- AsseYr Rammelt bei dem Landgericht in Greifswald und dxr Frichts-Affessor Daechsel bei dem Amthericht in Wer- mgero e.

Der Landgerichts-Ratk) Volgenau in Prenzlau ist ge- storben. _

_ M, Handels chter und der Fabri tßer Heinrich Buch....

Ministerium der öffentlichen Arbeiten. V e r f ü g u n' g des Ministers der öffentlichen Arbeiten,

betreffend Uebertragung des Baues der Verhin-

dungsbahn Vohwinkel_Son1i_bqrn. (Rh.), ]eßt

Elberfeld-Varresbeck, an die Konigliche Eisenbahn- Direktion zu Elberfeld.

, Im Anschluß an die Bekanntmachung vom 26. Juni 1891, "betreffend Bestimmung der bau- und betriehslettenden Be- "hörden für mehrere neue Eisenbahnlinien (J„eDeutscher Reichs- 2c. Anzeiger“ vom ' 3. Juli 1891, __r._ 154), 7 wird zur Yentlichen Kenntniß gebracht, daß das„dex Komglichen Eisenbahn: irektion zu Elberfexd unterstellte Komgltche C'tsen- bahn-Betriebsamt (Düsseldorf-Elberfeld) zu Dysfeldorf von der Leitung des Baues der Verbindungsbahn Vohxv1nkel_Sonnborn „(Rh.), jekt Elberfeld_Varrcsh€ck, entbunden und die genannte “Köniqliche Eisenbahn-Dircklion hiermit betraut worden ist. Berlin, den 1. Mai 1894._ . , Der Ministe'r der öffentltchen Arbeiten. Thielen.

Der Eisenbahnbaugessüschaft Soenderop u. Cie.]n Berlin . . des Herrn Albert Sprickerhoff in Yannover 1st die Er- "?au niß zur Anfertiguug allgemeiner orarbeiten fiir eine schmalspurige Nebenbahn vori Wernigerode iiber asse: rode, Elend, Benneckenftern und Ilfeld nach „ord- hausen mit einer Abzweigung von Elend über Sch1erke nach dem Brockenhotel bezüglich des preußischen Staats- gebiets ertheilt worden.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Dem Seminar-Direktor Kohlmann ist das Direktorat des Schullehrer-Seminars zu Petershagen verliehen worden.

Die Nummer 13 der Geseß:Sammlung, welch? von heute ab zur AUSgabe gelan t, enthält unter ' Nr. 9668 den Allerhöchßen Erlaß vom 9. Mai 1894, he- tre end Bau und Betrieb der in dem Gesetz vom 29. April 1 (Geseh-Samml. S. 43) vorgesehenen neuen Eisenbahn: linien. ' Berlin, den 12. Mai 1894. Königliches Geseß-SaMttiliirich-Amt. Weberft'cdt.

Bekanntmachung.

Die dem Rentner Peter Meller hierselhst unter dem '10. Juli v. I. auf Widerruf ertheilie Erlaubniß zum Bsfiß unh Gebrauch von Sprengstoffen in dsm Kalksteinbruch Klutstem bet Paßirath, Kreis Mülheim a. Rhein, ist am 27. 1). M. rückgenommen

worden. Köln, den 9. Mai 1894. Der Polizei-Präsident. von König.

Abgereist:

Seine Excellenz der Staats-Minister und Minister für andel und Gewerbe Freiherr von Berlepsch, nach

* ecklenburg; _ Seine Excellenz der Staats -Minister und Minister für “Landwirthschaft, Domänen und Forsten von Heyden, iiach Pommern;

Seine Excellenz der Krich-Ministet, General der In: fanterie Bronsart von Schellendorff;

der Ministerial- Direktor im Ministerium für Landwirth: schaft, Domänen und Forsten, Wirkliche Geheime Ober: „Regierungs:Rath Stcrncberg, nach Westfalen.

Personal-Verjinderungen.

Königlich Preußische Armee.

Offiziere, Portepee-Fähnriche Ic. Ernennungen, “Beförderungen und Verse un en. Jm aktiven Heere. Friedrichshof, 30. April. v. es (ich, Sec. Lt. a. D., zulexzt vom Schleswi . Feld-Art. Regt. Nr. 9, m der Armee und zwar als Sec. Lt. der Yes. des omni. Train-Bats. Nr. 2 wiederangesteat und

leicbzeitig Vom 1. Mai “o,. I. ab auf sechs Monate zur Dienstleistung Zei diesem Vat. kommandiert. _ , "

Berlin, 8. Mai. v. Hirxcbfeld, Major und etatßmaß. StabSoffiz. des Braunschwkig. Hu. Regis. Nr. 17, zum Hannov. Hus. Regt. Nr. 15 behufs Vertretung des Regis. Kommandeurs kom-

mandiert. le JUJL, Kauptm. und Kom . Chef vom Inf. Regt.“

Herwarth Von Bitenfe (1. Westfäx.) „Jr. 13, unter SteUung 5. 15 5111126 des Kadetten-Korps, als Militarlehrer zur Haupt-Kastten-

Anstalt versetzt. Kaiserliche Marine.

Offiziere 2c. * Ernennun e'n, Beförderungen, Ye;- :sxßungen :c. Berlin, 8. 5.) ai. Gruner, Korv. Kapitan,

Kommandant des Stammschiffs der Ref. Div. der Nordsee, zum-

??apitän zur See, Vahlen, Wittmann, Schnur, Mock, Zuck- cbwerdt, Witt, Döhring, Quast-Faslem, Connexnann, Waldeyer, Blume, Hagedorn, Bruns, Dennert, Fartsch,

**

:bayerifche Militär-Etat pro 1894/95 die

Breithaupt,'v. Gaudecker, Dombrowsky, Krab, Helyne Adolf), Grunau, Walter, Tiexgens, Bendemann, Kel er,

eichardt,Frbr.v.Ledebur, Oentcke,v.CIZdyMÖaz-tbausen, v. Hippel (Wilhelm), B'öcker, _Cölle, ercEer, v. Rqsen- berg, Bolongaro, Stebenbur'ger, Bu „holz, Wirth, Leine (Karl), Gerdes, Tbiertcbens, ipex, „Velten,

chrader, Oblina,v.Bü1ow (Hermann), artint, Cleve, Riedel, Kluck, Treudtng,- Scharf, Wodarz, Schröder, Vo t (Otto), Kotzte, Dionysius, Mehner, Stummer, v. * osch, Remy, Kutbe, Gruenhagen, Cederbolm Schmidt (Fri ), Lange und, Schwarz, Kadetten, das ZeugniH der Reife zum eekadettenxrthetlt imd dieselben gleichzeitig zu Sce- kadetten, unter Feststellung threr Anciennetät nach vorstehender Reihen- folge, _ beförderx. '

Schloß Friedrichshof, 30. April. Diegel, Torpedo- Jn en., zum Torpedo-Ober-Jngen., unter Vorbehalt der Patentierung, Jißotner, Torpedo-Unter-Jngen., zum Torpedo-Jngen., Jaenke,

orpedo-Ober-Mechamker, zum Torpedo-Unter-Jngen., _ befördert. l(_;FJJU, Torpedo-Jngen., den Charakter als Torpedo-Ober-Jngen. er- a en.

Neues Palais, 4. Mai. Boeters, Kapiiän zur See, unter Entbindung Von der Stellung als Kommandeur der 2. Matrosen- Div., zum Kommandgnten S. M. Panzerschiffes 2. Kl_a e ,Deutsxh- land“, Sack, Kapitan zurSee, kommandiert zur Dienst eistung heim Reichs-Marineamt, zum Vorstand der Art. Abtheil. im Reichs- Marineamt ernannt. Piraly, Kapitän zur See, von dem Kom- mando S. M. Panzerschiffes 2. Klasse .Deutschlcznd“ entbunden.

Jm Sanitäts-Korps. Berlin, 8. Mai.1)r.Gutschow, Marine-Ober-StabSarzt 1. KL., unter Entbindung von'der Steklung als Garn. Arzt zu Kiel, zum Stationsarzt der Marmestatwn der Ostsee, ])1'. Globig, Marine-Ober-Stabsarzt 1. Kl., zum (Harn. Arzt zu Kiek, _ ernannt. ])1'. Wendt, Marme-Ober-Stabsgrzt 2. Kl., zum Marine-Ober-StabSarzf 1. Kl., ])1'. Weiß, Marnie- StabSarzt, zum Marine - Ober - Stabßarzt 2. Kl.; _ beide unter Vorbehalt der Patentierung, 131“. Matthioltus, Ehr- hardt, Marine -As1stenz : Akrzte 1. Klasse, zu Marme-Stgbs- ärzten, ])1'. Hilde randt, 1)r. Harmsen, Dr. Diewiß, Vr. Schröder, Marine-Asfist. Akrzte 2. Kl., zu Marine-As tft. Aerzten 1. Kl., letztere unter Vorbehalt der Patentierung, _ be ör- dert. ])1'. Kkeffel, Marine-Ober-StabSarzt 2. Kl., ein Patentseincr Charge erhalten. Die beförderten bszw. zu patentierenden Marine- ärzte Erhalten ein Patent von dem Tage, an welchem die Beförderung ihrer Altersgenossen in der Armee aus;]esprochen wird. [ler, Assist. Arzt 1. Kl. der Seewehr 1. Aufgebots im Landw. Bezirk Hildesheim, der Abschied bewiÜigt.

Schußtrupve für Deutsch-Ostafrikq.

Berlin, 8. Mai. Or. Kanski, Assist. Arzt 1. Kl. a.D., mit dem 11. Mai 1894 aus der Schutztruppe ausgeschieden und gleichzeitig bei den Sanitätsoffizieren der Landw. 1. Aufge ois und zwar als Assisstt. 11;).lrzt 1. Kl. mit Einem Patent Vom 26. Juli 1892 1.111 1 ange .

Yichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 12. Mai.

Seine Majestät der Kaiser und König wohnten

Festern Morgen von 7 Uhr ab dem Aufstieg einiger Luft- allons bei der Luftschiffer:Abthcilung und_ von 8 Uhr ab der Vesichti ung der Bataillone des (Harde-FüftlierMegiments und des KaZer Alexander (Harde-Grenadicr-Regiments Nr. 1 auf dem Tempelhofer Feldx bei.

Heute Morgen besichtigten Seine Majestät, dem „W. T. B.“ zufolge, auf dem Bornstedtcr Felde bci Potsdam das Garde: _äger-Bataillon, das Lehr-Jn anteric-Bataillon und die Unterof zierfthule.

Der Kaiserliche Botschafter in Paris Graf zu Münster ist von dem ihm Allcrhöchst bewiÜigten kurzkn Urlaub auf seinen Posten zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Botschaft wieder Übernommen.

Der 'Gcneral:Lieutcnant Ladcmann, Kommandeur der 30. Division, ist mit kurzem Urlaub hier angekomme'n.

Der General-Liéutcnant Kuh [ man n, Präses der Artillerie- Priifungs:Komniission, hat Berlin mit Urlaub verlassen.

Der Wirkliche Geheime ObechgierungZ-Rath [)x'. Stauder im Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Mcdizinal:Angelegenheitcn ist vom Urlaub zurückgekehrt.

Der Bevolkmächtigte zum VundeSrath, Königlich sächsische (Geh,?ime Finanz-Rath [)1'. von Koerner ist von hier ab- gerei t.

Köln. Mit dem 1. April 5. I. ist in der Stadt Köln die Hafen:, Markt:, Schul-, Fcld-, Forst- und Jagd: polizei, ferner die Bau: und Wegebaupolizei, mit Aus?:nahme der Befugnisse aus dem Geseß vom 2. Juli 1875, ferner die Gesundheitspolizei, mit Ausschluß der Veterinär: polizei und der sittenpolizeilichen Kontrolc, in (Hsmäßheit dcs Geseßcs, betreffend die Kosten Königlicher Polizeiverwaltungen in Stadtgsmcinden, vom 20. April 1892 auf die Stadt über- tragen worden.

Bayern.

Seine Königliche Holeit der Prinz-Regent hat sich mit Ihrer Königlichen oheit der Prinzessin Therese gestern Abend zu mehrtägtgem Aufenthalt nach Wien begeben.

Die Kammer der Abgeordneten erledigte in ihrer gestrigen Sißung den Etat der Bergwerke Hütten und Salinen. Gegenüber den Anregungen des Ahg. ])r. Schädler erklärte der Finanz:Minister ])r. Freiherr von Riedel, die Förderung in Mittelbkxvach könne allerdings gestxxigcrt werden; die Regierung sehe aber hiervon ab aus Niickyccht auf die Nachhaltigkeit des Werks und auf die Knappschaft selbst. Steigere man die Förderung, so müsse man mehr Leute ein- stellen, die dann 111 ungünstiganahrcn wieder entlassen werden müßten. Die nächste Sißung wurde auf den 16. d. M. an- beraumt.

Wie die „Neuesten Nachrichten“ melden, bczYcrt dcr

esammt- auSgaben auf 70 275 723 916. Hiervon entfallen 53 578 669 „46 auf fortdauernde, 10347155 91-6, auf einmalige Aus ahen, sowie 6349 899 916. iir Penfionen. In dem Etat th die Neuregelun der ehälter dcr etatsmäßigen mittleren und Kanz eibeamten nach Dienstaltersstufen vorgesehen. Neue Forderungen enthält der Etat unter anderem für Kasernementbeschgffung, zu Geräthen u. s. w. für die Luft- schiffer-Lehrabthetlung, fiir die Ausstattung der Infanterie und

Z erkaserne in Gérmersheixn, und ein neues Lazareth 111 Zwei- rücken. Zur Erwerbung emeß gr'oßen Truppenübungsma eg [ür das zweite Armec-Korys tft die zweite Rate mit 2 il: ionen eingestellt; dabei erd bemerkt, der von vornherein ge: wählte PWS?k bei Hammelbur? empfehle sich nach den qe; pflogenen hebungen aufs bete.

Sachsen-Weimar:Eisenach.

Seine Königliche Hoheit der Großherzo wird sich in; folge neuerlichst Ecjetro ener Bestimmungen na Trebschen he- eben, um der insegnung des PrinzenZZeinrich WU x);kkeuß bei?,umohnen, Ihre Kömxßliche oheit die Groß: herzogin agegen in Weimar ver leihen.

Neuß ä. L.

+ Nachdem bereits am 9. d. M. Ihre Durchlauchten die Frinzessinnen Emma, Marie und Karoline zum esuch Zhrer_Durchlaucht der verwittmeten Fürstin zu Schaum: burg-Lippe s1ch nach Stadthagen begeben hatten, ist Seine Durchlaucht der Fürst gestern gegen Abend Über Reichenbach ebenfalls dorthin abgereist.

Elsaß-Lothriugeu. Die Plenarberathungen des LandeSaussch asses werden am 15. Mai wieder aufgenommen werden.

Oesterreickszngaru.

Jn hem Memorandum-Prozeß in Klausenburg lehnte gestern, wie „W. T. B.“ meldet, das Gericht den mesch _dcr Angeklagten, die Verhandlungen zu vertagen, ab, weil sie inteüigent genug seien, sich selbst zu vertheidigen. Ratiu meldete hiergegen die Nichtigkeitsbeschwerde an. Der Einwand der Verjährung wurde vom Staatsanwalt al:; mcht stichhaltig zurückgewiesen. Ratiu p[ädirte für seine Freisprechung, weil das Memorandum durch die ganze artei beschlossen worden sei. Der Staatsanwalt fiihUe dagegen aus, daß die nachträgliche Genehmi, ung des Memo: randums seitens der Partei nicht die Stra barkeit der Ver: fasser und Verbreitet: der inkriminicrten Druckschrift verminderc, und widerlegte sodann die von anderen Angeklagten vorge- brachten Entlastungsmomentc.

Großbritannien und Irland.

Dic Regisruan hat nach einer Meldung des „W. T B.“ der Auslieferung es Anarchisten Meunic'r an Frank- reich zugestimmt.

Frankreich.

Die Deputirtcnkammer hat, wie „W. T. B.“ bk- richtet, gestern nach längerer Debatte mit 159 gegen 158 Stimmen bcschloffen, zu der Berat ung der ein elncn Artikel des vom Senat anßenommcnen ntrags auf us- schließung der Oeffent ichkeit bei Hinrichtungen überzugshcn. Die Dringlichkeit ch Antra s wurde mit 252 gegen 242 Stimmen abgelehnt. Die )ste Sißung finds! am 17. d. M. statt.

Gestern Abend 111/2 Uhr fand vor dem „Hause Nr. 42 in der Avenue Klébcr ein anarchistisches Dynamit: attctitat statt. Die Bombe explodierte vor der Eingangsthür des Hauses, das von dem Sammctfahrik'antcn Massing, der IT- radc abwesend war, bewohnt wird. Vercht wurde niemand. Der angeri tete Schaden beschränkt sich auf die Thür und einige Fenterscheihcn. Die Bombe muß mit Dynamit oder mit einem Chlor:Préiparat geladen gkwesen sein. Der Urhebcr ch Nttcntais ist nicht bekannt; jedoch md zwei Per: sonen verhaftet worden. Ein Racheakt scheint ni tvor uliegen, doch wäre es möglich, daß das Attentat gegen den Früherer: (Hensral-Staatöanwalt Bcaurcpairk, der in der Avenue K Öbcr wohnt, gerichtet sein sollte.

Spanien.

Ju dsr Dcputirienkammcr bra te, dem „W. T. B zufolge, gestern Céinovas del Ca tillo cine Inter- pellation Über die Melilla-Angelegenheit ein unO fiihrte aus, er glqiibc, dic Kabylen hätten gczüchtigt werde:: mussen, ehe man 1ich auf Verhandlungen mit dem Sultan hätte einlassen sollen. Cémovas schlug eine Tagchordnung VOL“, worin die chicrung getadclt wird. Diese Tachordnuxig wurde mit 159 gc», cn 59 Stimmcnabgelkhnt; die Republikaner enthielten sich der *lhstimmung.

Der spanische Botschafter in Paris Léon 1) Castilw wird in der nächsten Woche auf seinen Posten zurückkehren.

Schiveiz.

Entgchn der bisherigen Uebung, die Personen, die KUf Grund von Art. 70 der BundeWcrfassung aus der SchTUL15 auSgewicsen werden, frei wählcn zu lassen, wohin sie nch wenden wollen, sind, wic,der „Band“ meldet, auf Anordnung des Bundesraths die. ]iingst aUSgewiesenen Deutschen Hook; und der Böhme Dedeck an die Grenzen ihrer Heimathstaaxcn, Deutschland und Oesterreich, gebracht worden, da man sie mchk andern Staaten zuschiebcn wollte.

Die italienische Regicrung beharrt nach _cmcr Mcldnng des „W. T. B.“ aus Bern auf der Berechtiguxig zu dsm Dekret Über die Zahlung der Zölle 111 Metallgeld, ohnc auf die Frage eines Schiengerichts als Mittel zur Lösung der Streitfrage einzugehen. Die italienische chiyrun, spricht zugleich die Hofsfnung aus, der Bundeswtkj werde an das Begehren der Ein eßnng cines Schied-dertchts verzichten.

Belgien.

Der Brüsseler „Gazette“ zufolge hätte der Finanz- Minister beschlossen, bei der Kammer eine neue Inter- vention der Regierung in Betreff der Anleihe der Congo- Eisenbahn:Gesellschaft zu beantragen.

In Lüttich at nach einer Meldung des „W. T B. die Poli ei neue _aussuchungen vorgenommen und 6111011, ge- wif en Jean Notter verhaftet, bei dem anarchistlsckx S riften und Dynamit vorgefunden wurden. Ferner Wurden noch zwei andere Anarchisten verhaftet.

„. Serbien. '

Wie „W. T. B.“ aus Belgrad meldet, wärßn Ul

Dobrnje unbedeutende Unruhen vorgekommen, die yon

den Gendarmen ohnc Blutvergießen unterdrückt worden seien. Im ganzen übrigen Lande herrsche Ruhe.

äßer mit Fahrrädern, den Anbau eines Seitenflügels der '“ o

Bulgarien.

Die „Swoboda“ verö entlicht den Inhalt des Erlasses des türkischen Ystiz-Pxfinisters an den bulgarischen Exarchen betr_e des 1üngsten Irades des Stiltans. Das Schreiben, womit der Exarch den Erlaß des Justiz:Ministers der bulgarischen Re ierung mittheilt, hebt hervor, daß "durch den Erlaß die 5)utonomis der bulgarischen Schulen ge-

xchüßt werde. Amerika.

Das „Neuter'sche Bureau“ melde? aus Mexiko vom 11. d. M.: Bei der Berathung des_Einnahmebudgets in .derDeputirtenkammer erklärte der Finanz-Minister: Wenn *die Zolleinnahmen hipter der Berechnung zurückgeblieben seien, so hätten doch gewrffe Einnahmen, wie die fiir Stempel und Kaffee - Export den Voranschl_ag überschritten. Die finanzielle Lage erforderc für ]eßt keine besondere Maßnahmen ; _etwa später zu ergreifende wurden der Kammer bei cker Wiederzusammentrttt im November unterbreitet werden, sie würden jedoch keinesfalls den Dienst für die innere oder die äußere Schuld berühren. Die in den Verträgen über die Anleihe zugesagten Garantien würden streng respektiert werden. Der ministeriellen Erklärung wurde von der Kammer einstimmig zugestimmt.

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Rio de Janeiro ist Amaral an Stelle von Prudente de Moraes „zum Präsidenten des Senats ernannt worden.

Aus Montevideo verlgutet gerüchtmeise, der Finanz- Minister werde seine Demijsion nehmen.

In Paris eingetroffenen Meldungen aus Buenos Aires zufolge ist. Mitre zu Sengtor gewählt worden. _ Die argentinischen Gesandtxchaften, mit Ylusnahme der- jenigen in London und Paris, sollen aufgehoben werden. _ Dcr Kongreß ist gestern eröffnet worden.

Die aus Lima gemeldete Wahl Caceres' zum Präsi: denken ist nach einer weiteren Meldung verfrüht.

Nach Meldungen aus Santiago de Chile wäre die'». dortige Lage bedrohlicher geworden.

Asien.

Nach einer dem britischen Staatssekretär für Indien Fowler zugegaygenen Depesche dss «Vichöniqs Lord Elgin "beschränkte sich die in Nr. 109 d. Bl. berichtete Jnsubordination im 17. Jnfanterie:Regimeni auf zwxi Kompagnien. Sie war nicht ernster Natur und nicht durch Kasten: odcr Religions- .gefühle veranlaßt worden.

Parlamentarische Nachrickxten.

Jm (. Marienwerdcr Reichstagswahlkreisc (Schlochau-_Flatow) haben bci der Ersahwahl für 5211 (Grafen von Kamy,“ welcher das Mandat niedergelegt hat, der *Nittergutsbcsißcr Hilgendorff-Playig (konservativ) 5679, Nittergutsbesißer von *rondzinskt :(Hr. Loßburg (Pole) 3506, Redakteur von V) osch- Stegliß (Antisemit) 3242 und Dekan Ncumann-Hammerstein (Zentrum) 1893 Stimmen erhalten, sodaß engere W__ahl zwischen Hilgcndorff Und von Prondzinski stattzmmdcn hat. *

Entséheidungen des Reichsgerichts.

Cine subsidiariscbk Haftbarkeit des Brennsrei- besißers für Branntweinsteuer-Defraudationen seinkr Gewerkgehilfen findet nach § 32 des Gesexzes, betreffend die Besteuerung des Brannt- nzeins, Vom 24. Juni 1884, nur dann statt, wenn er untcrlasfsn hat, die zu vertrstcnden Persone?" von dcr Zuwiderhandlung gegen diese Vorschriften abzuhalten. _ In 28er aus diese Bestimmung hat das Reichsgsricht, 117. Strafxenat, dur Urtheil Vom 23. Februar 1894 ausgesprochen, daß dem haftbar gemachten Brenncrcibsfißer nach- zujveisen ist, daß er die pflichtmäßigs Bcaufsichtiqung dcs “Gewerbebetriebs unterlas s en habe und daß er durch die pflichtmäßige Beaufsichtigung die Zuwidcrhandluna hätte Verhüten können. „Während der § 66 des BranntrULinftkucrgeseyes Vom 8. Juli 1868 die Vertretungsverbindlichkeit des Brennereibesiyers schon infolge Lines fahrläsfigsn Verhaltens bei AuSwahl und AnsteUung oder Be- aufsichtigung seiner Verwalter und Gemcrbsgehilfen eintreten läßt, verlangt der § 32 des neueren Göseyes (vom 24. Juni 1887) zur Begründung der Subsidiarbaft, daß der Prinzipal die zu Vertretenden Personen von der Zuwiderhandlun gegen die Steuc-rVOrscbriften ab- zuhalten unterlassen habe. Der . acbweis einer Fahrlässigkeit im Sinne des § 66 des (Gesetzes Vom 8. Juli 1868 kann weder enügen 110ch überhaupt Erfordert weihen, wenn es ich um die im Ab. 1 dss *§' 32 bezeichnete Subsidiarhast handelt. ielmehr ift nackHzUWeisén einerssits, daß dém Brenm'reibefixzer die Möglichkeit gene en war, die Zuwide'rhandlung zu hindern, andererseité, das; Er pflichtwidrig unterlassen habe, diese Möglichksit zu benu Ell. Der bloße Man el “der'Auffichtsführung kann mithin das Vers ulden des § 32 für skikk) allem rxocb nicht begründen, sondern es muß neben dem Nachweise unterhltebener pflichtmäßiger Beaufsichtigung noch feitgesteüt werden, ,daß die Bethäti ung dieser Aufsicht gkeignetgcwcsen wäre, die Zuwider- bandlung zu verßüten.“ (4586/93.)

Kunst und Wissenschaft.

„5 U Der Vkrcin 'für deutsches Kunstgerverbe vsranstaltste am .Unttwoch eincn Fachabend, an wclcbem besonders vergoldete Bronzen zur Bksprechung und Vorlegung gelangten. Die VET chicdenen Techniken der Zalvanischen und Feuchergoldun erläuterte err Fabrikant W. O_ue [ unter Hinweis auf die Ausstc ung älterer und neuerer Gegen- stande, Unter leJeren bewiesen namentlich die Arbeiten der Herren C-Ö-Prke ,und tw Rohloff, daß auch in Berlin Vergoldete Bronze bestex21xt LrgesieÜt Werden kann, die sich mit Ehren ncbenden Proben ausTatidtscber Industrie behauptet, welche die Herren RBellair U.Ko.,

Hirschwald und Adolph Né-vir ausgcstLÜt halten. In der

„lskusfion Wurde der Wunsch laut, das Publikum möge die ernsthaften Versuche der heimischen Kunstindustrié bésscr würdigen Und es dadurch Fabrikanten und Künstlern ermöglicheix, auch durch 7 affung neuer Formen unser Kunstgewerbe eigenartig und selbst- staxldkg zu mache'n. _ In der Konkurrenz des Vereins um Ent- wukfe zu einem Firmenschild aus Metall oder Ho_lz haben erhalten: den 1. Preis (80 «M) Zeichner Ludwixz Sütterlin, den 2. und 3. Preis (60 und 40 „M) eichner (Eduard Tiefen, einen

'"lesaßpreis (40 „M) Zeichner Heinrich “ieser. Mit ebrenvoller Er-

w“ nung wurden bedacht die Zeichner Ferdinand Breucha, Anton “Gerber und Emil Rockstroh.

t „* Eine der interessantesteix jOlbthilungesn des Berliner Bo- “Aanlxxch'en Gaxtens bildet die morphologis -biologische d t etlung: interessant nicht nur für den Laien, ondern auch für pen gesschulten Botaniker, der Hier in ausgezeichneter Weise die asseznd ten,und instruktivften Beispiele für zwei wichtige Disciplinen

sekdBotamk, die Morpholo te und,die Biologie, zusammengestellt In dem fvstematif en Theil des Gartens, dem „System“,

smd die Pflan en nach ihren im angemeinen fe ehenden Merkmalen mt uigmmen an ihrer natürlichen Verwatidts ft aufgeführt. Ganz anders in der morp ologisch-biologischen Abtheilung: hier erkennt man die Pflanze als etwas Veränderliches, als ein Wesxn, das lebt und sich im Kampf „ums Dasein an die gebotenen Verhaltnisse in der mannig- fachsten Weise anpaßt. Für sehr viele“ Aenderungen der „Pflanze oder ihrer T_betle von dem normalen Verhalten smd allerdings bis jetzt nycb kein? Ursachen bekannt; in zahlreichen Fällen kann man jedoch die Abweichunaen, zweifellos auf äußere Faktoren, auf den Wechsel des umgebenden Mediums, auf die zur Befruchtung nothwendi eansekten und ayderx Umstgnde mehr zurückführen. In den meisten ällen,wenn also d_xe dre Verarzderung bedingenden aktoren mit Sicherheit bekannt find, [inder man diese auf den ausführ ichen Etiquetten der einzelnen A"!)thetlungen des bxologisgb-morpholoqischen Stückes ange eben. _Zu- nachst mczchen fick) die Verandsrtän Wuchsformen zahlrei er Baume und Stra'ucber bemerkbar, dxren Aeste straff nach oben oder nach unten gerichtet find, fsrner die auffallenden Variationen in der Form an'?) dex Farbe des Blattes, whfür zahlreiche Beispiele vorhanden sind. Viel interessanter. und wechselnder find aber di? die Blütbe oder deren Theile betreffenden Variationen, so z. B. die Aeyderung der Blüthenfarbe, wofür als Beispiele besonders Prtmxln, Yensées, Tulpen und Hyazinthen dienen. Es ist bekannt, daß die Gartner ber diesen und noch bei vielen anderen Pftanzen in der Veredelung und Her Erzielnng geschmackvoaer Farbenmiscbungen deshglh zu so günstigen Resultaten gelangten, weil sie eben diese Variationssucht in zweckmä iger Weise außzunußen wußten. Mit fast denselben Pflanzen, deren 5 lüihen fich aber dann in vielen Punkten Von_ den vorigen sehr abweichend verhaxten, ist eine weitere Ab- theilun bestanden welche die Metamorphose der efüllten Blüthen bergns aulichen soÜ. Man kann nämlich sehr viee Pflanzen durcb gsetgnete Kultur und sorgfältige Behandlung dahin bringen _ manch- nzal hat es auch schon der Zufall mit sich gebracht, _ daß die eigentlichen gesYlechtüchen Blätter in dsr Blüthe, die _Stauh- und Fruchtblättsr, i re Funktion völli aufgeben und sich entxprechend den ewöhnkickZen Blumenblättern zu (hau Paraten UMWandeln. Es ist ?elbstv-zrstandlich, daß solche gefüllte Vüthen stets unfruchtbar sein müssen und nie Frucht und SÜMM tra en können. _ Auch die übrigen, besonders die dis Geschlechtßver ältniffe der Pflanzen be- „trcfsenden „Abtheilungen sind Von großem Interesse, . da man fich hier in außgezeichneter Weise davon überzeugen kann, wre wechselnd und manmgfach die Anpaffungserscheinungen find, welche auf eine möglichst sichere, und aquiehigß Bestäubung der Blüthen, entwéder durch dxn Wind, viel mehr aber noch durch Vermittelung Von Jnsektsn hin- zielen. Es wäre in dieser Hinsicht zuerst auf die so außarordentlich wechselnden Schau-Apparaie hianWLisen, welche, ohne zur „eigent- lichen Blüthe zu ehören, doch darauf hinzielen, die In- sektezi dyrch ihre Grö e oder ihre auffallenden Farben anzuziehen, darmt dlLsS beim Honigsammeln dén Blüthenstaub der einen Blüthe auf die Narbs einer anderen tragen sollen. Denn es hat fich heraus- gesteÜt. daß nur Verhältnißmäßig sslten gnte, keimfähige Samxn er- zielt werden, wenn der Stentp€l Liner Blüthe mit ihrem eigenen Blüthenstaub befruchtet wurde. Man findet deshalb auch sehr zahl- reiche Pflanzen, deren Blüthen ststs nur das eine Geschlecht Exit- halten, ja wo mit Sicherheit festgestellt Werden kann, daß das etye Exemplar, vieÜeicht ein hoher Baum, rein männlich, ein anderes rem weiblich ist. Damit hier die Befruchtung vollzogen Werden kann, müssen

_Vermittler Vorhanden sein. Ist dieser Vermittler die Luft, so findet man

gewöhnlich die Blüthen kleinstund unscheinbar; es werden aher ganz UUJLHSUW Mengen yon Blüthemstaub entwickelt, und die Griffel der wsiblichen Blüthen, welche die herumfliegenden Blüthenstaubkörnch auffangen müssen, find sehr lang und oft federartig auslgebildet. Die weitaus größte Zahl der Pflanzsn ist jedoch _ wie hauptsächlich Darwin nachgewiesen hat _ zur Jnsektenbefruchtung fortgeschritten. Sie vcrläßt sick) nicht auf zufäÜige WitterungSverhältniffe, durch Welche vielleicht ihre karucbtung völlig vsreiieTt werden könnte, , sondern sie bringt eben Anlockungßmittcl zur Ausbildung, wodurch die fast stézts zahlreich Vorhandenen Insekten herbeigezogen werdsn und dann beim Einsammeln“ des Honigs das BefruchtungßMrk vollführen. Der Blütbenstaub irgend einer Art vermag nun aber nur beZuchtend zu wirken, wenn er auf die Narbe eincr Blüthe derselben rt oder einer nahen Verjvandten gslangt. Und da es natürlich nicht se[tc7n Vorkommt, daß fich Insekten, die z. B. an einer Weidenart Homß gesucht und fich dabei mit Blüthsnstaub beladen haben, dann zu Liner anderen Art begeben und dort die Befruchtun ausführen, so ist es nur natürlich, daß aus den_ hierdur gebildeten Samen Mittelformen zwijchen den beiden Urwrungsarten, Bastqrde, berlwrgehen. Diese ficht man nun hier auch in sehr mstruktiven Formen vorgeführt und immer so aufgestellt, daß man fie mit den sie umgebenden Abstammungsarten in Vergleich stcÜLn und fich über- zeugen kann, daß der Bastard, dEr die Eltern oft an Größßund Ueppigkeit nicht unbedeutend überra t, in dM Blüihen Und Vegetations- merkmalsn genau die Mitte dazwiézche'n hält.

_ Dcr gegenwärtig in Wien anläßkich der dortigen Aussteklung taxende Kongreß der österrcichi chen Nahrungömittel- Chemikkr hat, dem „W. T. B.“ zufolge, kin Comité eingeseßt, Welches mit den Vorarbeiten zu einem für dsn Monat September in Aussicht genommenen „internationalen Kongreß der Nahrungßmitiel- Chemikcxr und _Mikroskopiker“ betraut ist. Die wichtigste Misfion dieses Kongreses soll darin [)(-stehen, einen 0066): a1jin_SUbarji15 jyßgrxxavjormUZ gemäß de'n Grundsäßen dcs österreichischen Kodex auszuarbeiten.

Gesundheitswesen, Thierkraukheiten und Absperrungs- Maßregeln. Spanien.

Durch Königliche Verordnung Vom "5. d. Mts. Branco (Portugal) für cholcraVLrseucht erklart wordén.

ist CasteÜo

Handel und Gewerbe.

Die belgische Regierung hat mit Wirkung vom 5. d. M. eine, Verordnung erlassen, durch welche unter Auf- rechterhalttm xdes Verbots der Ein: und Durchfuhr von RindvieF, Schafen, Schweinen und Zie en aus Deutsch- land und Luxemburg die theilweixe bisher ?chon bewilligten AUSUahmen von die em Verbot ahin geregelt werden, daß die (Hin uhr von S afen und Zie en aus Deutschland und LuFmburg Über bestimmte belgische Zßo stellen und unter ge- wissen * edingunqen gestattet wird, da die Einfuhr von S afen nach Antwerpen iiber Bleybcrg zur Abfséhlachtung in ntmerpcn und zur Wiederausfuhr von dort an dem See: wege auch ferner zugelassen bleibt, und daß die Durchfuhr von Schafen und Ziegen okne Umladung auf der Eisen- bahn ohne weitere Fömmichkcit Zreigegebcn ist.

Tägliche Wagengestellurzs für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesi-én. „, An der Ruhr sind am 11.d.M. gestellt 11278, nicht rcchtzcitrg gestellt 170 Wa en. _ JnObers lesien find am 10. d. M. gestellt 4060, nicht recht- zéitig gestellt keine Wagen.

Antwerpener Getreidehandel. Dis Vorrät 6 an Getreide betrugen Ende April in Ant- werpen nach angeste ten Schätzungen in: . Roggen . . . . . . . . . YMillKilc-gramm Weien.........2', . Gerséte . . . . . . . fer . *.)?ais Mek)!

[ ?

Der Import nach 21an auf dem Flu - und, M stellte fich in dem eitcaum von Ende bis de “[ ü! " Roggen auf ZM) Mill. Kilogramm, brakivon aus

. . . . . . Z'ÜoMiWKilogramm

Arxxntinien RuZland . Bu garien . s/to . , Rymänien . . . ._ . . . . 4/10 , Weizen, a_uf 503/10 Mill. Kilogramm, davon aus: Argentinien. . . . . 18910 Mill.Kilogramm Rußlgnd . . . . . . . . 101/10 Verxm. Staaten v. Nord-Amerika 87/10 Ostindien . . . . Rumänien . Malta . England . Deutschland Holland . . . . . . . . . 3/10 , Gerste auf 147/10 Mill. Kilogramm, davon aus Rußland . . . . . . . 105/10Mi11.Kilogramm Bulgarien . . . . . . . . 2 , Rumänien . . . . . . . . 1 , Deutschland 3/10 , Hoüand . . , . . . . . . /10 . , Hafer, Mais zmd Buchweizen auf 283/10 Mia. Kilogramm (darunter etwa 15 Mill. Kilogramm Mais), davon aus Rußl'and . . . . . . ., . 15 MiÜKilogramm Verein. Staaten v. Nord-Amertka , England. . . . . Bulgarien . Malta . . Deutschland Rumänien . Holland . . . . . . . . . 4/10 Kartoffeln auf 295000 kJ, davon aus olland. . . . . . . talien . . . . . . . . , _ Exp o rtiert wurden von Antwerpen auf dem Fluß- und Seewege in demselben Zeitraum: Rog gen 3 Miu. Kilogramm, davon nach Deutschland . . . . . 18/10MiÜ.Ki[ogramm Holland . . . . . 9/10 ,. , Schweden . . . 7/10 . . Pyrtugal . . . . . . . . 1/10 . Weizen 245/10 Mikl. Kilogramm, davon nach! Deutschland . . . . 177/10Mil[.Kilogramm oÜand . . 55/ , cbweden . . . . . . . . 13/10 ., . Gerste 29/10 MiÜ. Kilogramm, davon MM Deutschland . . . . . . 17/10 ill.Ki[ogramm HOÜand . ., . . . . . . . 19/10 , . Hafer, Mais und Buchweizen 42/10 Mill. Kilogramm,

davon nach Deutschland 22-10 Mil]. Kilogramm 10 . -

HoÜand . . . . . . . . . Kartoffeln 221000 kx; daan nach

, . . . . . 200000 [(Z 14000 ,

Algier . 5000 ,

Brasilien . . Spanien......... Verein. Staaten v. Nord-Amerika 2000 , Apmerkung. In obigen Angaben für den Import und Export Lind, die auf dsr Eisenbahn beförderten Getreidemengen nicht in- egriffen; letztere find, insbesondere für den Export, nicht unbeträchtlixb.

Verdingmtgen im Auölande.

_ Niederlande.

28. Plat, ] Uhr. ZurZ-mezSstr SU Wsßbouäer Von Dord- rxcht im Ngadhuis daselbst: Lieferung von etwa 105000 RZ guß- erserner Rohren und „etwa 40000 ](Z' gußeiserner Hilfsstücke zum Gebrauch der Gasfqbrik. Bedingungen käuflich für 25 Cts. im Bureau der Gasfahrrk zu Dordrecht.

Dänemark.

21. Mai, 1 Uhr, Staatsbahnverwaltung (UQZÜÜLÜÜJSUUJSUJ (3011105) 001hj€5ru5655g3c18 6, Kopenhagen: Lieferung yon 500 fund Zinkgrau,

8000 fund trockenem Bleiweiß, 500 fund Eisen-Mennige, 1000 3 fund Kienruß, 300 fund heller Umbra, 15 000 5 fund Soda, 1500 fund weicher grüner oder brauner Seifs, 200 qund Tischlerleim, 1000 fund ottasche, 200 5 fund Borax, 1200 fund Pu pulVer, 1000 Pfund Ch orkalk. ' Bedm ungen und Angebotswrmulare an Ort und Stelle und beim „Rei s-Anzeiger“ (in dänischer Sprache).

Verkehrs-Anftalten.

Laut Bekanntmachung der Königlichen Eisenbahn-Di- rektion Köln (rechtsrheinischen) werden die“ auf den Stationen: Aachen, Barmen, Bérlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Braun chweig, Bremen, Charlottenburg, Dortmund, Düffeldorf, Duisburg, C' berfeld, Essen, Frankfurt a. M. Geestemünde, Götjian, Halle (1. S., Ham- buxg, Hameln, Hamm, Hannover,. Hildesheim, Mel, Köln, Kreiensen, Lexvzig, Löhne, Ma de urg, Mainz, Minden, ünfter, Oberhausen, Oxdenburg, OSna rück, Soest, Vlotho, Wanne und Witten wahrend der Zsit vom 1. Juni bis 30. September d. J. vdon Besuchern der Bäder auf den Nordsee- Jnseln Jurst (Weg_über Norddeich), Spiekeroog (Weg über Esens) gelösten Rücksabrkarten nach Norddeich bezw. Esens mit gewöhnlicher Gültigkeijhdauer auf mündlichen oder schriftlichen An- trag der Fahrkarteninhaher vor Antritt der Rückreilxe durch die Fahr- kartenaquZabestellen zu Norddeich und Norderney, ezw. diejenigen zu Esens m t. emem Vermerk über die Verlängerung der Gültigkeits- dauer 'an mSgesammt 45, Tage versehen, sofern durch eine amtliche Beschetmgung des Gemeindeworstshers der Insel der Nacbwäs des Badebesuchs durch den Inhaber der in der Bescheinigung zu be- zeichnenden Fahrkarte geführt wird.

_ Der Postdampfer „Rotterdam“ der Niederländisch-Amerika- nisckxn Dampfschiffahrts-Gesellschaft ist am 10. d. M. in New-York ang ommen.

Bremen, 11. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelldampfer .Spree", am 1. Mai von Bremezi und am 2. Mar 'von Southampton abgegangen, ist am 9. Mar, 10 Uhr Abends, in New-York angekommen. Der Schnelldampfer .Labn" hat am 9. Mai, 2 Uhr Nachmittags, die Reise von Southampton nach New-York fortgeseßt. Der Postdampfer .St'uttgart', am 26. April yon Bremen ab egangen, it am 9 Mai, 3 Uhr Nach- mittags, in Baltimore ange ommen. er Postdamp er „Dresden" ist am 9. Mai, 2 Uhr Nachmittags, von Bast ore nach der Weser ab egangen. Der Reichs-Potdam fex „Bayern" hat am 9. 5 ai, 10 Uhr Abends ie eise von Port Said nach Neapel fortgeseßt. Der ÉcbneÜYampfer .Wenn-.'„ von New-York kommend, ist am 10. Mar 5 Uhr Morgens in- Neapel angekommen. Der Posthampfer , Wesker“ hat am 9. Mai„ , - 7 Uhr, Abends die Reise von Gibraltar nach eapel fort eseßt- Der * Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm 11.“ ist am 10. “ai, 10 Uhr Vormittags, von Genua yja Gibraltar nach New-York ab “augen Der ostdampfer , falz", nach dem La Plata bestimmt, at'am 10. ai, 7 Uhr ' orgens, Dover passiert. Der Posidampfas