1894 / 121 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 25 May 1894 18:00:01 GMT) scan diff

"M , W" . Brustftim-me, vie miiunter'üin'rend wirkte, an besonders xs“&ieBassisttm Herren kMödlingex (Kezal ungd Firas a als ; :leisieteUJle-iehfalls in S ie,! und Gesang se r Lobenswertbes. * ie üzbrigen :- en waren dux _ rau (95 e, (Micha's Frau), M Jia mm er . (Kras ina), Frans n Kop (: (seine_ Frau)“ , -; eban (Wenzel), Philipp (Syria er), ?xraulein Dietrich Tömewlda) und Schmidt (Mus?) tre “lich besxvt. Die ön-iglicbe Kapelle befand :ck unter den sicheren Hgnden des Herrn Kapellmeisters Weingar ner und leistete Vortreffliches.

Im Köni lichen Opernbauxe wird morJen Wagner's Walküre" (1. end von dem „Ring es Nibelungey' mit folgender BeseßunÉVgegeben: Siegmund: Herr Sylva, Hundmg: Herr Mod- linger, otan: Herr Stammer, Sieglinde: Frau Pie_rson, Brunn- hilde: Frau Sucher Fricka: Frau Goe e, Walkuren: Damen -Rotbauser.Hiedler Leifinge'r, Weitz, Krainz, * arena, Lammert, Kopka. Kapellmeister Su er dirigiert. . , '

Jm König ichen Schauspielhaqse Fommen morgen die Lu spiele „Der Tugendwächter' und .Dte_Dtensterten“ zur Auf; rung. Ernst von Wildenbrucb's Trauerspiel „Cbrtstopb Marlow

ebt Anfang-Juni neu einstudiert in Scene. Die beiden Hauptroüen iSpielen Herr Arndt und Fräulein Poppe; , .

Jm Les s in -Tbeater übt Victoxien Sardou's Lqstsptel „Madame Sans- Sue“ mit Jenny Groß 111 der Titelrdüe _eme so gleichmäßig starke Anziehuankraft aus, daß fich dte'Dierttot) ver- anlaßt gesehen hat, _den Sch u der Spielzeit, der berxrts fur nachsten Sonnta angekündigt war, m) hinauszyschieben. Die Vorsthungen von , adame Sans-Göne" werden somrt m unVerqnderter Besetzung der Hauptrollen auch noch über den Sonntag hinaus fortgefubrt werden. , Im Friedrich-Wilbelmstadttschen Theater gela'ngzi, nne bereits gemeldet. morgen die SuppÉ'sche Operejtc „Boccaccio neu einstudiert zur DarsteUun . Die Hauptrolien sind mit den Damen E., Schmidt, Cornelli, R nden, Zerg und Klu e, den Herren Klein, Wellbof, Hanno, Broda, Matthias und Unger. eseßt, '

Das Gesammtgastspiel des '1'116551'6 115143 am Residenz- Theater findet in der nächsten Spielzeit, vom 1. Oktober 5. J. an, statt und wird mindestens zehn VorsteUungen umfassen, daruntZr Aquübrun en der .Gespenster", dcr ,Wtidenie“ rind der „Weber. rend gdie Pariser Gäste in Beriin spielen, Wird das Ensenzble des Residenz-Tbeaters cine Kunstreise durch hervorragendx Stadte Hoüands unternehmen. '

Jm Zentral-Tbeater bat morgen" Kapekimeister Julius Einödsbofer seinen Benefizabend. Beider Ausfuhrung des dramatt chen Ouodlibets „Der Traum des Aktionars“ wrrd Frau Josxfine ora ('in Von ihm komponiertes Kuplet eixilegen. Emtl Thomas tritt nur noch sechSmal auf, da sein Gastspiel mrt Epde des Vkonats„schließt.

Morgen wird der 150 Mit lieder starke Sangerbund des „Berliner Lebrervereins“ im Kro ['schen Etablissementwit dem „Neuen Orchester“ ein großes Konzert geben. Djescr altbelzebte Gesangverein, welcher u. a. auch eimx Anzahl deutscher Volkslieder um Vortrag bringt, wird fich yon emem großen, Vor dem ncucn Hrclyester-Pavillon errichteten Podium berab hören lassen. In dein sehr reichbaltigen Programm des Neuen Orchesters wirkt gls Solist Herr Kolkmeyer mit. Das bereits um 5 Uhr, Nachm1ttag§ ,be- ginnende Konzert findet bei ungünstiger Witterung im großen Kontgs-

saal statt.

Mannigféltiges.

Die gestrige Stadtverordneten-Versammlrxng befaßte fich mit dem drin lichen Antrag der Stadtverordneten Singer und Genossen: „die U?Usammlung wolle einen „Ausschuß von 15-Mit- gliedern einsetzen, Welcher den Auftrag erhalt, der Versammluyg noch vor dem Eintritt in die Sommerferien Vorschläge zu machen, in welcher Art das Kommunalabgabengesetz vom 142311111893 zur Ausführung zu bringen ist.“ Ngchdem Stadtverordneter Singer seinen Antrag begründet batte, erklarte der „„Rat-Ztg.“ zufolge der Bürgermeister Kirschner, daß die vom Mggistrat „eingesetzte Sub- kommission bereits ihre Arbeiten beendet und xinen fertigen Plan der Steuerreform dem Magistrat unterbrmtet habe, welcher der heutigen Magistratsfivung vorgelegt werden folie. DerfMagistrat, sei auch bereit, dem Beschluß der Versammlung auf Emseßuna „eincr gemischten Deputation zuzustimmen und werde in derselbkn Stßung einen dabin gehenden Beschluß fassen. Die Bildung eines besonderen Ausschusses der Stadtverordneten-Versammlung erscheiye ihm aber nicht erforderlich. Der Antrag Singer wurde darauf nut aklen gegen die Stimmen der sozialdemokraiiscben Stadtverordneten abgelehnt.

. Aus'Anla des Wohnungswechsel? im April d. I; haben bicrfelbst 89 61ß9 Umzü e stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit haben bei 2228 -Wobnungen t ttei?8erßhöbun ext (iindsinldUZ 18121 YZYYZY

its " en aaeunen. n „.

YYÜWZH «15551. Im Oktober 1893 belief sich _ die Zahl der

„unvermietbeten Wohnungen auf 30 687; somit sind im April d. I.

gegen Oktober v. I. mehr unvermietbet geblieben 760 Wohnungen.

Getern Vormittag trat in der Neuep Kirche'am Gendarmenmarkt der vous der Vereinigung Berliner Architekten einberufene Kongreß

-. ür den Kirchenbau des Protestanthus zusammen. Außer

erlin nd der „N. A. Ztg.“ zufolge ehr viele deutsche Städte und auch dasfiAusland, und zwar die Schweiz, Dänemgrk, Schweden, Hol- land und die Vereinigten Staaten Von Nord-Azpertka vertreten. Neben dcn Vertretern der hiesigen kirchlichen Bkbördxn, dem General-Super- intendenten Faber. den Ober-Konsisiorial-Ratben Hubert, Moeller, Kuttig, Koch, dem Konsistoriai-Ratb 1). Dalton, of- und Dom- prediger Vieregge und anderen, befanden sich unter en Anwesenden von außerhalb der Geheime Ober-Konfistorcal-Ratb Buchnex-Darm- stadt, Konfistorial-Ratb Duncker-Deffau, General-Supermtendent ])1'. von Lechler-Ulm, Ober-Konfistoria[:Prafident Merz-Stgttgart, Konfistorial-Ratb Kübn-Dresden, Konsistorial-Ratb Polstorff-Gustrow, Ober-Konfistoriai-Ratk) Lotichius-Dresden, Propst“ Ddbrrx-Altvnck, General-Superintendent Bertram-Braunjchwe'ig, KOUststVklUl-Rat' Caspar-Magdeburg und viele Pastoren. Zu den Berliner Archl- tkkten, den Herren Professor Ende, Proscssor Jakobsthal, Pro- fessor Dobbert, Profkffor Müller, Professor von Herzogenberé, Bauratb Blankenstein, gesellten , sich Professor Nietzsche - Leipzig, Geheimer Ober-Bauraib DamebSÖwerm, Professor Brer- ling-GreifSWald, Baurat!) Roßbach-Leipztg, Gebetmer Bauratl) Vrecht-Rudolstadt, Geheimer Bauratb Wagner-Darmstadt und Langlct-Upsala, Liüjekvist, Linden und Möller-Stockbdlm, Professor der Archäologie Cb. C. Steams-Hentfort (NordzAmcrika), Cbonten- Delft, Profrssor Meldahl-Kopenbagen, ban Nienkkrken-Hgag. Dcr Versammlung wohnten fcrnc'r in Vertretung der staatlichen Be- hörden der Minister der geistlichen 2c. Anaslegenbetten' 131"; Bosse und der Gebeime Ober-Regikrungs-Ratb PL:. Webrenpfeynzg'bet. Auch der OberHofmeister Ihrer Majestät der Kaiserin und Komgm Fi'e'tberr Von Mirback; war erschienen. _ DLr Vorsißcnde der " Ver- einigung Berliner Architekten, Baurath Von der Hude eroffnete die Versammlung mit Worten des Dgnkes an den qnwessnde'n Minister, den Präsidenten des Evangeliscbeiz Konfistortums,_ die zahlreichen deutschen ngierungen und Konfistorten und den Magistrat Berlins für die Entsendung von Vertretern zu diesem Kongresse. Schon diese lebhafte Betheiligung beweisc, daß etpe Verstaixdtgttng der Vertreter der Kirche und der Architekten auf diessm „Gebiet als Bedürfnis; empfunden werde?. T_Oen Einberufern liege 111chts ferner, als die Absicht, Lich in den Dienst cinseijiger Ansclxauungen und Partei- bestrebungen zu teilen, sondern es s-lec in mündltchem Austayscb der Meinungen eine Klarstellung der tbatsachlichkn Ueberlteiexungen uber den protestantischen Kirchenbau geschaffen werden. Mit “Wortexi des innigsten Dankes für die kriauchte FördLrin dcs protxstanxschen Kirchen- baues, Jbre Majestät ,die Kaiserin und Konigin schloß der Redner seine Ansprache. Durck) Erheben von den ,Plgßkn schidffen fich die Versammelten dieser Huldigung für Ihre» Majestät an; Etncxn Vorschlag d7s geschäftsiübrenden Ausschusses “folgend, erwabltc die Versammlung zum Ersten Vorsitzenden den General-Supermicndenien Faber, zu dessen Sterertréter Baurat!) von der Hude, zu Schrift- führern die Herren Profeffor [)r. Gurl1tt-Dresden, die Regtxrungs- Baumeister . March und Reimer. _ Vor Eintritt in die Tagesordnung sprach Ober - Konststorial- Rath Hubert das Bedauern des.,Präfidenten des Ober- Kirchenratbs"1).1)r. Bark- haus-n aus, nicht an dem Kongreß tbeilnebmen zu formen, da er dienstlich nach Eisenach zum Kirchenkongreß verreist ser. ' Die Begqumg des Konsistoriums der Provinz Brandenburg übermxtieite der,5 dr- sißende. Sodann trat der KongriFk in die wiffenschaftltche Arbeit, em, welche der Geheime Regierun s - arb, 'Zrofeffor Oiscn unt 61118111 Vortra über die geschieht iche Eniwt elung des protestantischen Kirchen aues einic'itete.

Unter großer Tbeilnabme hat Heute Ngcbmiiiag 1 Uhr dis Trauer- feier für den verstorbenen Gebeimxn Regierungs-Ratb Professor 111: August Kundr stattgefunden. Die Aufbahrung des Sargc's war in dém im ersten Stock des Trauerhauses, Neue Wilhelmstraße 16, belegenen Saal Erfolgt. Die Zahl der Palmen und Kranze war so

roß, daß drei Zimmsr nicht genügten, urn_ alle unterzubringen. Zu der Trausrbersammlung befand sich der Minister d_7r gerstkrcben 2c. 2c. Angelegenheiten 1)» Bosfe mrt mehreren Rathen. Ferner

waren anwesend der Ober- „räfideni, Staals-„Minister Dx. von Go ler, der Staats-Minister von _o ann u. a. Die Umver rial, deren br- körper nabezu vollzählig ers ienen war, wurde durch en Rektor, Ge- beimen Regierungs - Rath Weinhold vertreten. Im offiziellen Auf- trage der Akademie ers ienen die Sßkretare Mommsen und Auwers, für *die Axa emie der „Kunste Profesjor Menzel, _ Der Gesang .Wenn ich einmal fol_1 scheiden,“ leitete die weibcvoue Feier ein. Dann nahm der Wirkliche Geheime Rath von Hleboly das Wort, um die wissens aftltche Bedeutyng Kundt's zu schildern und des Verlustes Y: geden en, den die W1ffen_schaft durch sein Hin- scheiden erleidet. „zm „Namen der Universitat Straßburg sprach hierauf rofessor Yin», Ra dem Gesang „Set getreu“ hielt der" astor Ste ow die Geben rede. Den Schluß bildete der Choral „Harte, meine Seele“. Datzn ordnete Fick) der_Trauerzug zur Ueberfübrüng nach dem Dorotheenstadtisckyen Kirchhof m der Liesen- straße, wo der Chor mit dem Gesange des Chorals .ngrx, meine Seele' den Zug empfing und nach dem Segen des Geistlichen mit der Motette „Wie sie so sanft rubn“ den Akt der feierlichen Bei-

seßung bescthß- __

Die Trauerfeier für den im 72. Lebensjahr verstorbenen Geheimen Regierungs-Rath und Stadtältesten Hermann Noldeche'n hat heute Vormittaéxx in der Kg elle des Friedrichs-Werderschen Ktrchbofs stattgefunden. ine zabiret eTrauergememde umstgn'd den inmitten von Blumen aufgebahrten Sarg. Staats- Minister yon Hof- mann und Geheimer Ober-Regierangs-Ratb von Roux, Dtrßqur des Königlichen Hausarchivs, waren im Auftrag des Vaterländischen Frauenvereins und mit einer Kranzspende der Damxn des Vereins, dem die Gattin des Heimgegangßnen angebo'rt, (_:rscbtenen. Der König Wishelm-Verein sandte eme Deputation unt einem Paimen-Arrangement. Der Magistrat vokn Berlin, der „in dankbarer Erinnerung“ einen kostbaren Kranz gewidmet hatte, 'war durch den Bürgermeister Kirschner, dsn Stadtsyndtkus Welse, dre Stadt-Schui- rätHe Fürstenau Und Bertram, dsn Stadt-Bauratb Hobreckyt und viele. Stadträtbe vertreten. Die Stadtderordnetexi-Versamm1nng batte mit dem steiivertrktenden Vorsteher Mtchelet xnebrere Stadtverordnete debutirt. Die_Miiglieder der Armen-Dtrektwn, deren Vorsitz der Verstorbene vtele Jabre geführt bat, widmete]: einen Kranz. Auch die Beamten der Armen-Dirxktton sowie die Armcnkommissions-Vorstcber batien Kranzdeputafronen" abgeiczndt. Das Dezkrnat der Mietbssteuer, das der Verstorbene_fxub_er gefuhrt,. vertrat Stadtratb Mugdan, das Dezernat der Wobltbattgkettsanstalten Stadtratb Tourbié, das Dezernat des unter Nöldechen's Lerizmg er- bauten Krankenhauses am Friedrichsbain der Stadtrats) Bail. T_Ote Gedenkrede hielt Pastor Professor Scholz von der St. Mancu- gsmeinde. _ ___

Heute früh 3T Ubr fand, wic „W, T. B.“ zneldet, Lux dem Uebungsplay dsr Luftschiffer-Abibeiluna tn dezn Schupéen iür Lagerung von Gasbxkxäxxeirn aus unbekannter Ursaxhe LMC Exp : s ion statt. Der MatyriaUchaden ist nicht unerheblich. smd nicht vorgekommen.

Vcrleßungen

In der Ausstellung .Jtalich in Berlixi“ findet Sonn- ta, früh von 5 bis 10 Uhr, em Früb-Konzert sammt- li er italienischer Musikkorps und großer Gondelkorso statt. Das Entrée bis 10 Uhr beträgt nur 30 „z.

Eisleben, 24. Mai. Dcr .Mgdb. Ztg." wird gemeldetx (Hestérn Abend nach 73 Uhr Wurden hier zwei heftig? Erdstöße veripürt, die die Häuser erzittern ließen. .

Warschau, 24. Mai. Das Städtchen Stolpce bei Minsk ist, der „Köln. Ztg.“ zufolac, abgübrannt; die Einwohner lqgcrn zum großen Theil im Freien. AMF) die Stadt Ors„cha_(7000 Etnivobner) tm Goudcrnement Mobilen) ist größtentbeils emgeascbert.

Madrid, 24. Mai. In Burgos, Avila, Leon, Soria, ist, wie: der „Köln. Ztg.“ telegraphisrt wird, Schnee gefallen. Die Berge sind mit Schnee bedeckt. __

New-York, 23. Mai. Dsr Schaden, den die Ueber- schwemmunge n in den Staaten Pennsylvanien und, New- York (vergl. Nrn. 118 u. 119 d. Bl.) angerichtet baben._ Wird nach cinem Telegramm des „N. B.“ auf 5000 000 Doll. geschaxzt.

(Fortscßung dcs Nichtamtlichen 'm der Ersten Beilage.)

“.“

wertbe.

Wette b icht vom 25. Mai,

1: Morgens.

WU * Seo ck“

30 111111.

In Südfrankreich sind große Regenmengen gc'fallen, Clermont meldet 23, Nizza 29,

Stcie Deutsche SeeWarte.

Stajionen. Wind. Wetter.

Bar. auf0(Yx. u d Meerssxp red. in Millim. "Temperatur

in Celsius

baus. lungen.

NNO NW

O

SSO OSO NNO NNW

beiter

wolkig bedeckt beiter

bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt

Belmullet. . Aberdeen . . Cbrisiiansund Kopenhagen . Stockholm . Laparanda .

t. etersbg. Mos au . . . 761 CoerueenS-

town . . . 770 Cherbourg. . 764

elder . . . . 766

ylt . . . . 767 Lamburg . . 766 ' winemünde 7 66 Neufabrwaffer 769 Memel . . . 769

Kris . . . . 762 ünsier. . . 763 KarlSruhe . . 758 Wiesbaden . 760 München . . 758 Chemniy . . 762 Berlin . . . . 765 Wien . . . . 762 Breslau. . . 756

ie v'Aix . . 757“ iza . . . . 756 Triest . . . 758

1) Nachts Thau. Uebersicht der Witterung.

Barometriscbe Maxima über 770 mm laZern westlich von Irland und an der ostpreußischen K'uste, Depressionen jenseits der Alpen und über dem Nor- we ischen Meere; über ganz Zentral-Europa hat der Lu tdruck erbebliäf ab enommen. Bei ini Norden schwachen. im Süden rischen meist südötltcben bis nordöstlichen Winden ist das Wetter in eutscbland vorwie end beiter, trocken und etwas wärmer; stellen- weise iegt die Temperatur etwas über dem Mittel-

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wächter.

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heiter wolkenlos beiter Kalb bed.

beiterL) wolkig

1,33 71 übr- bedeckt halb bed. bedeckt wolkig beiter bedeckt bedeckt

bedeckt Regen bedeckt

wächter.

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Sonntag,

M Theater - Anzeigen.

Königliche §chausptele. Sonnabend: Opern- 135. Vorsteüung. Bübnenfestspiel von Ri ard Wagner. Erster Abend: Die Walküre in 3 Akten. gent: Kapellmeister Sucher. Anfang 7 Uhr- Schauspiel aus. 142. Vorsteüung. Der Tugend- -______ ustspiel in 4 Aufzügen, nach Lope de Vega, mit tbeilweiser Benutzung der Braunfels'schen UeberseZung, für die deutsche Bühne bearbcitkr von heiter Eugen abel. In Scene geseßt vom Ober-Regtffeur Max Grube. DekoratiVe Einrichtung vom Ober-Jn- spektor Brandt. _ Die Dienstboten. 1 Aufzug von Roderich Benedi . In Scene geseßt vom Ober-Regiffeur Max Gru e. eiter Sonntag: Opernhaus. verkaufte Braut. Friedrich Smetana. mm Max Kalbeck. Tanz von Emil Graeb. Anfang

Schauspielhaus. 143. Vorstellung. Der Tugend- Lustspiel in 4 Aufzügen, nach Lope de Vega, mit theilweiser BenucFunÖ der BraunfelS'sckyen UeberseZung, für die deuts e

abel. _ Die Dieuftboten. 1 ufzug vou Roderich Benedix. Anfang 74 Uhr.

Deutschrs Theater. Sonnabend: Der Herr

Senator. Anfang 7; Uhr. Sonntag: Doktor Klaus. Montag: Der Herr Senator. Dienstag: Zum 50. Male.

Merliner Theater. Sonnabend: Der Hütten- besißer. (Ludwig Barnay.) Anfang 74 Uhr. Nachm. 24 Abends 711 Uhr: (Ludwig Barnay.) , Montag: Neu einstudiert: Demetrius.

Messing-Theater. Sonnabend und folg. Tage; Madame Cans-Géne.

Unaer. Um 63“ Uhr:

des Friedrich- Der Rin des Nibe- _ Diri- Sonntag : Regie: Herr Schmidt.

Boccaccio.

burg. (véooré).

Meilbac. _ Genrebild in

Anfang 74 Uhr. 136. Vorstcüung. Die Komische Oper in 3 Akten von

Deut von Max Schönau. Text von K. Sabina, deutsch ck

Ermäßigte Preise.

ühne bearbeitet von

Genrebild in 7? Uhr.

von Brandon Thomas.

Jacobson und Benno Jacobson. Roth. Kollege Crampton.

Uhr: Faust. Die Waise von Lowood.

Traum des Aktionärs. in 3 Akten (5 Bildern).

(Jenny Groß.) Thomas.)

Friedrich - Wilhexmßadttschex, Theater. Cbauffeestraße 25.

Sonnabend: Neu Einstudieri: Boccaccio. Komische Operette in 3 Aktkn Von F. Zell und „Richard Genée. Musik von Franz v. Suppé. Regie: Herr Dirigent: Herr Kaveümeister Jedermann. Jm prachtvollen Park: Konzert, aus efübrt von dem VoÜiiändigen Orchester ilbelmstädtischen Theaters unter Let- tun des Konzertmeisters Herrn Stiemer.

??nfang des Konzerts 63 Uhr, der Vorsteilung 73 Uhr. Im prachtvvüen Park um 6 Uhr: 75 Großes Konzert. _ Im Theater um 74 Uhr:

Reßdenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten- Sonnabend: Zum letzten Male. Schwank in 3 Akten von Henry Vorher: Vermischte Anzeigen. Schwank in 1 Akt, nach dem Franzöfischen des A. Dreyfus, von Maximilian Bern.

Sonntag: Neu einstudiert: Die

Familie Pout- Biquet. Schwank in 3 Akten von [

Theater Unter den Linden. Sonnabend: Der Obersteißer, Operette

in 3 Akten von M. West und L. He C. ZeÜer. _ Hierauf: Farfarello- Ballet. Anfang

Adolph Ernß-Theater. Sonnabend: Zum 250. Male. Cbarleh's szutx). Schwank inZAkten or er: Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt von

In Scene gesth von Ad. Ernst.

7T U r. Jeder Besucher der heute stattfindenden Jubiläums- _Vorftellung erhält ein SouVenir-Exemplar gratis. „_.. Sonntag: Dieselbe VorsteUung.

Zentral-Theaier. Alte Jakobstraße Nr. 30. Leßte Woche. _ Nur noch sechs Vorsteüungen. _ Sonnabend: Gastspiel von Emil Thomas. Der Dramatisches Quodlibet (Doktor Peschke, Schla- deritz, Strißow, Geyer, Gaspard, Blasel: Emil

Sonntag und folgende Tage: Der Traum des Aktionärs.

Der Sommergarten ist geöffnet.

_ Konzerte.

Kroll";- Etabltjsement. Sonnabend:s1§3roßes Konzert des Sängerbundes „Berliner LLhkék-Vekeil1'- Dirigknt: Professor Felix Schmidt, untcr _Mit- wirkung des Neuen Orchesters (P. Prill). (Bet Un- günstigem Wetter im Saal.) Anfang 5 Uhr. Eytrézc 43, im Vorverkauf 50 „5. Duvcnd - Billets Haben keine Gültigkeit. Sonntag: Großes Doppel-Kouzert. _chres Orchester: Paul Prill. KapeÜe des Garde-Fusilter- Regiments: C. Fresse. Anfang 4 Uhr. Entrée 50 „„I, Dnßknd-Biüets 4 «M Auf der Terrasse: Wein-Nestaurant bet freikm Entrée zu jeder Tageszeit. _ Diners Von 3 .“ an-

___-„___; Familien-Nachrirhten.

Verlobt: Fri. Gertrud Triepcke mit ,Hrn. thui. Ascan Lutterotk) (Berlin). _ Frl._ Lmse Fakülch mit Hrn. Prediger Ernst GOLUUJ (Frankfurt a. M.-- Magdeburg-Neustadt).

V erehelicbt: Hr. Hauvtmann Max'von SciZuck“ mann mit Frl. Lina Eichrodt (Freiburg i. G.?- _ Hr. Prem -Lieut. Tankred von Hautevtlle mt Frl. Gertrud Krokifius (Charlottenbrxrg).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Major Axel von Woedtke (Düsseldorf).

Gestorben: Hrn. Vize-Admiral a. D. Frbrn- V9" Schleini Tochter Magdalene (Davos)- ““ Hr. Rittmei er a. D. und Rittergutsbkfitzer „Hermans? von Studni (Schmißdorf). _ Hr. RittskLUtt befißer Car Löbbecke (Edelburg). _ Hr-Landvog a. D. Theodor von Linstow (RaßZbukß) ““". Hk"- IZFierungs-Ratb ])1'. Satte Sohn WTM m ( agdeburg).

Großes

Dekorirt

Anfang 75 Uhr. exandre Vision.

d. Musik von

Die VaiazÉji).

Musik Von Franz Anfang

Redakteur: Dr. H. Klee, Direktor.

Berlin: __“- Verlag der Expedition (Scholz)-

Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Bezzera!- Anstalt, Berlin ZW., Wi elmstraße N:. a“- *

' Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage)-

Erste Beilage

zum Dkutschcn Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzciger-

Berlin, Freitag, den 25. Mai

„529: 121.

18V;

Statiftik und Volkswirthsckjaft.

Auswärtiger Handel im Monat Aprib

Das vom Kaiserlichen Statistischen Amt veröffent- lichte Aprilhcft der monatlichen Nachweise über den auswärti en Handel des deutschen Zollgebiets schließt in der Einfuhr ?ür den April d. . ab mit 26601514 (100) kJ gcgen 23628 435 (100) kJ des gleichen Vorxabrmonats, also um 2973079 (100) kJ mehr. In den 4 ersten Monaten des Jahres 1894 betrug die Einfuhr 92 950 427 (100) ](Z gegen 83 249 496 (100) k&im gleichen Zeitabschnitt des Vorxahrs, also um 9700 931 (1 ) ](J MLhr. Die Ein- fuhr ist also im ganzen um 11,7 roz., im April aber allein um 12,6 Proz. gestiegen. Die Einfuhr [Sat stel) zumeist bei Getreide und [andwirWscbaftlichen Erzeugnisen, bei Abfällen, Oelen und Fetten und Steinen gehoben. Dic Stein: und Braunkohlen, deren Einfuhr bis Ende März 1894 um 839 787 (100) kJ gegen das erste Viertel des Jahres 1893 gestiegen war, hat sich im April 5. 3. gegen den Vorjahr- monat um 178 412 (100) kJ vermindert.

Die Ausfuhr des Monats April1894 ist um 106562 (100) kJ gegen den Vorjabrmonat zurückgeblieben, indem (im April 1894) nur' 17104222 (100) ](Z' ge„en 17 210784 (100) kJ des Vor1ahrmonats ausgefiihrt wor en sind. Ins- besondere hat die Nr. 25 des Zolltarifs in der Ausfuhr an Rohzucker, Melasse und Wein gelitten. Auch die Ausfuhr von Chemikalien und pharmazeutischen Präparaten ist zurück- gegan en bci Alizarin und Anilinfarbstoffeu. Die Gefammt- ausfu r der ersten vier Monate des Jahrcs 1894 ergiebt mit 68 062 521 (100) ](J gcgen 65 918 763 (100) ](J des gleichen Zeitraums im Vorjahre 1106) ein Mehr von 2143758 (100) ](J, hat also um 3,2 Proz. zugenommen. Hierbei ist hauptsächlich die Nr. 6 des Zolltarifs (Eiscn und xisenwaaren) bemerkenswerth, "welche nicht bloß fiir das erste Drittel des Jahres 1894 ein Ausfuhr-Mehrquantum von 759 811 (100) ](J, sondern auch im April 1894 ein solches von 280 252 (100) ](8 nachweist. Ebenso zeigt die Nr. 15 des Zolltarifs (Maschinen-Jndustrie A.) eine Ausfuhrsteigerung von 55 441 (100) kJ im Januar/April 1894 und von 48 641 (100) ](Z' allein, im April 1894. Gcstiegen ist auch die Ausfuhr von Stcinen und Steinwaaren, Stein: Und Braunkohlen, Thon- und Porzellanmaaren. Am meisten zurückgegangen ist die Ausfuhr von Getreide und landwirthschaftlichcn Erzeugnissen.

Dic? Fabrikarbsiicrzäblungen vom 1. Oktober 1892 und 1893 im Großberzogtbum Badstr.

111. (Vgl. die Nummern 133 vom 22. März und 178 vom 1. Mai dJ.)

Von bssonderem Jnteraffe ist der seik der Vcruis- und Gßwerbe- statistik von 1882 erstmals wieder genau iestgesteÜte Antbeik dss

wc'iblichen Geschlechts an der industrieUcn Thätigkeit, allerdings '

11ichtwie damals allgemein, sondern nur in dcn einer besonderen Aufsicht unterliegenden Betrieben. Von dcn 126 296 im Jahre 1892 in letzteren überbaupt beschäftigtcn Personen aeböricn 41491 oder 32,85 0/0, von den 134 231 des Jabrés 1893 aber 44 283 oder 32,99 0/0, d. b. in beiden Jabrrn fast genau ein Drittel der Gesammt- zahl dsm wLiblichen Gesckyischt an. '

Auf die einzelnen Altersklassen dertbetiten sich die zu den bsidc'n Zäblungsterminen ermittelten weiblichkn Personkn wie folgt: Es

warsn 100 A b 't Von 1 er ern ersonen - d. beinAlt-erklaffe Werd .GLsch[Lch1§ Wk'lbl Geschlechts 1892 1893 1892 1893 Kindkr bon 12_14 Jabren . . . 268 115 45,2 52,3 junge Leute 11011 14-16 Iabrßn . 5625 5611 51,7 51,1 Erwachsene von 16-20 Jahren . 13 657 14 792 44,2 43,3 Erwachsene 11er 20 Jahre alt . , 21941 23765 26,2 26,7.

Hicmack) hat insbesondere die Zahl der über 20 Jahre alten wsiblickyen Personen in den gewerblichen Betriebsn absolut wie der- hälinißmäßig eine Zunahme erfahren.

Außer dem Altsr isst auch der für das Familienleben dcs Arbeiters so wichtige Zivilstand estgesteilt worden. Im ganzen Waren in den Fabriken und dLU ihnen gleichgestellten gewerblichen Anlagen 10162 bkzw. 10 467 Verheiratbete und Verwittwete Arbeitsrinnen beschäftigt oder 28,27 bezw. 28,15 auf 100 über 16 Jahre alte Arbeiterinnen. Di? Zahl derselbsn hat also vom 1. Oktober 1892 bis ebendahin 1893 absolut um 305 oder 3,03 0/5 zugenommc'n, während relativ eine Abnabme eingetreten ist.. ' '

Wie fich die beschäfttgten weiblichen Personen überhaupt, sowie die Jugendlichen Von 12 bis 16 Jahren einerseits, die Verbeiratbeten und Verwittivcten andererseits auf die einzelnen Gruppen der Gewerbe- staiistik vertbeilten, [Lbrt folgende ULberficiyt:

Arbeiterinnen Davon V er-

im ganzen Jugendliche beiraetJete u“wittw. 1892 1893 1892 1893 1892 1893 Bergbau, Hütten- und

Salinenwesen . . 8 40 2 _ 2 16

Industrie der Stein? und Erden . . . 614 607 63 72 176

Metalxverarbeitung. 3714 3835 539 523 872

Maschinen, Werk-

euge Tc. . . . . 748 811 98 85 150 C erntscbe Industrie 985 1287 168 217 78 Forstwirthschaftliche

Nebenprodukte,

Heiz-u.Leuchtstoffe 113 117 30 23 11 Textilindustrie . . . 14036 14488 18431689 3113 avier imd Leder , 2328 2530 316 312 575

olz- und S ni - t ck B 781 106 149 152 6623 18156 25072417 5124

1309 159 175 = 156 5 - _ - 1

Jndustriegruppen :

o e Nahrunés- u. Genuß- mttte ..... 1 Bekleidung und Rei- nigung .... 1 271 Baugewerbe . . . --

Poly ra i e Ge; weiibeph fck 299 310 58 61 37 42

Sonstige Industrie- zweige,Künstler 2c. 38 7_ 4 3 . , 8 ' _ Hieraus ergiebt sich, da in beiden Jahren betWettem die meisten weiblichen Personen in der ndustrie der Nahrungs- und Genußmittel (daven 16124 bezw. 17 623 oder rund 97 0/9. in der Taback- und Zigarrenfabrikation) sowie in der Textilindustrie (davon rund 88 0/0

in der Seiden- und Baumwoilen-Svinnerei und -Weberei) beschäftigt waren. Auf critere Jndusiriegruvpe entfielen 40,1 bezw. 41,0%, auf [[Biete 33,8 bezw. 32,7 0/0, auf bkide zusammen also 73,9 bezw. 73,7 0/9 oder nabtézu drei Viertel aller beschäftigten weiblichen Personen. Daneben kommen böchstens noch die in dcr ,M'etaÜVLrarbeitung (zu _86 0/0 in der Pforzheimer Bijouterie- fabrtkatwn) und in der apier- und Lederindustrie beschäftigtsn 6042 bszw. 6365 Frauen und ädcben (zusammen 14,6 bezw. 14,4 0/9) in Betracht. Von dkn Iugxndlichen weiblichen Gcschlecbts sowie bei den vcrbeiratbeten und berwttiweten Frauen waren die in den enannten Industriegrypyen beschaftrgten Antbeile annähernd die gie chen wie von den weiblichen Fabrikarbeitern überhaupt.

Zur Arbeiterbewegung.

, Der neunl'c Delegirtentag des Gewerkvereins deutscher Ttschler und verwandter Berqugenossen war unter Vorsiß des Herrn Wegfraß-Beriin in der Zeit Vom 15. bis zum 21. d. M. in N'urnbexg vsrsammelt. An den Verhandlungen nahmen 30 Delkgtrte tbetl. Als Vertreter des Gesammtvkrbandes dkr deutschen Gewerkyersme war [)r. Max Hirsch-Berlin anwesend. In Bezug auf ' dtL Arbeitsbedingungen für die Mitglieder steUte der Bérlinsr „Voiksztg.“ zufolge der Verein auf Antrag des Anwalts 1)1'. Max Hirsch die folgenden Grundsätze auf: 1) Der Arbeitslohn mus; ausreichen zur gesunden, kulturgemäßen Lebenshaltung des Arbeiters und" ,semxr Familie einschließlich der Verficherung gegen Arbeits- uxiiabrgkett und Arbsitslofigfeit. 2) Abzüge von dem bedungenen Lobn durfezi mir unter Betheiligung der Arbeiter gemacht wkrden. 3) Die Arbeitszeit erwachsener Männer ist auf das den beruflichen Verhält- mffen entsprechende geringste Maß zu beschränken. 4) Die Sonntags- und chchtarbeti ist bis auf die unerläßlichen AuSnabmen abzusteUen. 5) Di,? Arbeitsordnungen und deren Abänderungen find unter Beritckßchttgung („mf dis _Arbeiterinteressen zwischen beiden Tbetlsn zu berembaren. 6) Streitigkeiten zwischen Arbeit- gebern und Arbettxrn sind alier Orten durch gewerbliche Schieds- gerichte uiid, s'OWLtt sie sich auf eststeklung oder Abänderung der Arbetisverna1t11xss€ bezielxeri, dur Einigunasämter zu erledigen. 7) ,Die gxwerblxche Beschaftigung der Kinder ist zu Verbieten, die der wstbltcherrz und xugßndiichen Personen mit Rücksicht auf die körperliche und gxrfttge Entwrckelung namentlich in der Familie fortschreitend zu bxscbrankcxi. 8) Durch obligatorischen Fortbildungs- und Fachunter- richt dsr u.;endlxchxn Arbeiter ,ist deren zeitgemäß steigende Tüchtigo keit und ebensiabrgkeü zu erzielen. 9) Die Strafanstaltsarbeit darf nicht von den Arbkttgebern'zur Konkurrenz mit der freien Arbeit miß- braucht wsrdcn. 10)'Dle durch Normatibgeseß anzuerkennenden Berufs „(GejverV : Vereine sind als geei netste Arbeiterbertretung bei (111611 die Gewerbe betreffsnden geskyge erischen und Verwaltungs- maßnabmen ereinzuziehen.

(Hkgen das ständige Gewerkschafts-Bureau der Ver- liner kaerkscixafts-Kommission in der Rosenstraße nahm am Mittwoch Abend hier in Berlin eine öffkntliche Versammlung von T 512 s€r11 und Berufsgenoffcn Berlins und der Umgegend SteUung. Der „Rkskrknt Hagsn behauptete, der Wsrtb des Bureaus für die Arbeixerbewegung stände nicht im Einklang mit den durch dasselbe VecuriacbtenMostsn, und empfahl, keinen Zuschuß zur Bestreitung derse1ben zu bkwiÜigen. In dsr Diskusion wurde eine Ver- tbeidigung der angkgriffenen Einrichtung kaum Versucht. Es Wurde. noch geltend gemacht, daß diese fast nur der un- orgamsierten Arbeiterschaft zu 91:12 komme und nicht, wie erwartet worden, auch dexi organisierten Arbeitérn zum Nutzen gereiche. Die Vsrtammiung b€]chloß, den beantragten Zuschuß von 50.36 zur Unter- baltung des Bursaus abzulehnen ,und nur 50 „34 für die öffentliche Agitatwn der Gswerkschaftskommäfion zu bewilligen. Darauf wurde nach aysgedebnter Besprechung der Verbältniffe auf den Bauten beschlosxex), iiur von 74 Uhr früh „bis 5 Uhr Nachmittags zu arbeiten und da 81 61112 halbe Stunde Frühstücks- und eine Stunde Mittags- pause' zu balken.

Eine ersa111xn111nq der bei der Allgemeinen Elektrizitäts- gesellscbaft beschaftigixén Arbeiter und Arbeiterinnen, an welchcr Xa?" 2500 Personsn tbetlnabmen, tagte am 21. d. M In seinem ' eserat rügte Uhrmacher Näther namentlich die unzureichknde Be- zablungmder Arbettxr, die schlechte Behandlung derselben von seiten dsr Méiiter nnd dre mangklhafte Ausstattung der ArbeitSräume in bygienisckyer Beziehung. Nack) ausgedkhnter Debatte wurde eine Resolution angenomrxien, in weicher die Direktion der Allgemeinen ElektrizitätSwerke ausgefordLrt Wird, die Ursachen der vorgebrachten Beschwerden auf schnellstem Wege zu bsseitigen.

Eine Vérsammlung der Backereiarbeiter, die am 22. d. M. tagte, erklärtc sich in einYr Resolution gchn dic Bestrebungen der Bäcker-Jnnungen, wklche" die zwölfstündige Arbeitszeit der Bäckerei- arbeiter bekämpften, erklarte dagegen ihre Zustimmung zu den Be- ratbungen der Rsicbskommission über das BäckereigeWerbe, wonach eine wöcizsntlicbe Arbeitözeit „yon 72 Siunden, 18stündige Ruhepause und Einschränkung der Lebrltzt Sarbeit eingeführt werden soll. (Gegen die Berlinsr Genoffens aftsba erei wurde wiederum eine ganze Reihe bon BeschMrden vvrge racht. Es kam eine Resolution zur Annahme, in dsr die Leitung des Unternehmens scharf gerügt und erklärt wird, daß die Von der" Genosxenschaftsbackerei eführte Kontrolmarke mit derjenigen der Backereiar eiter nichts zu t un habe. Die Versamm- lung fordcre darum die Arbeiter Berlins auf, nur Brot mit der Kontrolmarke der Bäckererarbetter zu kaufen.

Wie dem .VorwärtS' berichtet wird, droht ein Böttcherstrike in Pilsen aUSzubrecBen. Die Verwaltung des Bür erlichen Brau- bauses bat dsn Böttchern, die bei den Maschinen bes äftigt sind, den Lohn um 50 0/0 herabgeseßt, und statt des Tagelobns ol] der Accord- lobn eingeführt werden. Auf die Forderung der Arbeiter, es möge der elfstündige Normalarbettstag eingehalten werden, antivortete die Verwaltung mit der Entlassung von 12 Geseucn. Die Böttcher be- abficbtigen, am 30. d. M. in den Ausstand zu treten, wenn der alte Lohn nicht Weiter gezahlt wird, wenn die Arbeitheit nicht um einedStunde gekürzt und die gekündigten Genossen nicht beibehalten wer en.

Zum Bäckerstriké in Krakgu wird der Wiener „Arbeiter- Zeitung“ von dort gemeldet, daß die Mittheilung der „N. r. Pr.“ von der Beendi unZJdes Strikes (dergl. Nr. 119 7)- Bl.) fa sch sei, daß vielmehr 3 * äcker noch im Strike ständen.

Die in denZiegelbrenn-ereien tn-Podgorze und PlaSzow beschäftigten Arbeiter haben,_ wie der Wiener „Presse“ aus Krakau gemeldet wird. am 21. d. M. ibre Arbeitoeingestellt. Den 'Be- mübungen dsr Polizei ist es jedoch gelungen, dre Arbeiter zu beruhigen, sodaß am folgenden Tage die Arbeit wieder aufgenommen wurde.

Demselben Blatt wird aus Mähriscb-OYau unter dem 23. d. M. berichtet, das; sämmtliche wegen Ansti ng der Unruhen in Polnisch-Ostrau verhafteten und angeklagten Bergleute in der Hauptverhandlung beim Kreisgericht zu Teschen wegen Verbre'ZXZens der öffentlichen Gewalttbätigkeit verurtheilt wurden: die Hauptaan rer Krap und Kolar zu 13 bezw. 9 Monaten, die übrigen zu zwe: bis drei Monaten Kerkers. .

Aus Paris meldet ein Wol 'scbes'Telegramm: Der Eisen.“- babnarbeiter-Kongreß ist ge tern Vorm1ttag obne Zwischenfall eröffnet worden. Es waren nur wenige Delegirte anwesknd.

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Unio"ntow'n in Pennsylvanien (vergl. Nr. 120 5. Bl.) kam es gestern fruh zwischen

2000 Strikenden und 50 olizeiagenten, die das üttenwetk in Stickle-Hollqw bei Scottda e schützen sollten, zu einem Zu ammen- stoß. Von beiden Sexten wurde Feuer gegeben, fünf der Strikenden war?? getödtet und fünf Strikxnde sowie drei Polizeiagenten ver- wun €.

Wie dem .Reuter'schzxn Bureau“ unter dem gestrigen Tage aus Port Said gemeldet wird, Vollzieht sich infolge der Arbeits. einstellung der Koblenträaer (Vergl. Nr. 120 d. Vl.) die Ver- sorgu"ng_ der ngprr mit Kohlen sehr langsam; mehrere Schiffe befchafttgen' brersür ihre'etgenen Mannschaften. Da Unruhen befürchtet werden, Wlkd das englische Kriegsschiff .Fearleß' zur Aktion bereit gehalten.

Nr. 10 der „Zeitschrift der Zentralstelle_für Arbeiter- WoblfabrtSeinrichtun en“, herausgegeben von Dr. Jul. Post Gebeimem Rßgierungs-Rat und vortragendem Rath im Königl-ici; preußischen Mmisterium für Handel u'pd Gewerbe, Professor Konrad Hartmann, Regierungs-Rath und standigem Mit lied des Reichs- Verficherun samts, und 131". H. Albrecht in Gro -Lichterfelde, hat folgenden nbaltZ Wohlfahrtseinrichtungen: Die Volkskaffees in Hannovxr. _ Feuilleton: Vom Verein der Anhaltischen Arbeitgeber. _ Berichte und Korrespondenzen: Aligemeines. _ Gewerbcbvgiene uz1d Unfallverhütung: Die Gefahren des Hochofenbetriebes. _ Be- richte und Korrespondenzen: UnfaÜbcrbütung. Persönliche Ausrüstung der Arbeiter. SchUH gegen Feuersgefabr.

Literatur.

Geschichte.

11". Die Kirchenpolitik Friedrich Wilhelm's, des Großen Kurfürsten. Auf Grund archivaltscber Quellen von Hugo Landwehr. Berlin, Ernst Hoffmann, 1894. _ Der Geschichte des (Großen Kurfürsten bat die Forschung des le ten Menschenalters großes Interesse entgegengebracht. Die zahlreichen ände der „Urkunden xmd Aktenstizcke' bringen über seine äußere und wichtige Zwei e der nzneren Polttik_ reichhaltiges Material, und viele Monographien aben dt? dort aufgejpeicherten Schä 6 dem Publikum zugänglich gemacht. Diesen ZWeck vsrfolgt au das vorliegende Buch. _ D' Zett nach dem dreißigjährigen Kriege wird nicht mehr derselben Weise durch religiöse Momente bestimmt das, 16. „Jahrhundert, die gewaltige Begeisterung der Refor- mationszEtt ist dahin, und rein weltliche Jntereésen stehen im Vordergrunde des politischem Lebens. Aber der Gegen zwischen den Konfesfionen war damit noch nicht geschwunden; Hier und da wurden noch mancherlei Kampfe um GlaubenSeinbeit oder Gleichberechtigung aus efocbten, und namentlich der Hader zwischen Reformierten und Lut Zranern war noch [azige nicht zur Ruhe gekommen. Der Große Kurfurst nun als reformterter Fürst eines stren lutherischen Landes nzußte darauf bedacht sein, die en Zwist zu schli ten und den Calvi- mften, die, von den Lutheranern häufig als nicht ebenbürtig betrachtet wurden, dieselbe rechtliche Steliung wre den übrigen Konfessionen zu verschaffen. Dieser Grundsatz der arität, den er mit der ganzen Wucht seiner gewaltigen Per önlichkeit vertrat, verschaffte il)_m bald die Führung unter den evangelischen Reiéhs- standen, _ die Kursachscn, das ei entliche Haupt der ;Protestanten, durch seine Unduldsamkeit und inneigung zum Katho izismus ver- scherzt hatte. Friedrich Wilhelm wirkte überal] für die éarität; auch zu Gunsten, der Protestanten in den Kaiserlichen Erb anden erhob er seine Stimme, freilich ohne rechten Erfolg. An dieser Stelie er- kezmt man, wie wenig damals religiöse Rücksichten die Politik be- stttpxnten: Obwvbl der Kaiser den Forderungen Brandenburgs au religiösem Gebiete so gut wie gar nicht entgegenkam, war riedri Wilhelm weitaus die längste Zeit seiner Regierung ein entf iedener BundesHenoffe des Kaisers und zwar gerade gegen eine evarigxli che MaK], egen Schweden. In der inneren Pdlttik hatte 'der rfürii infolge_ seines reformierten Bekenntniffes mrt mancherlei Schwierigkeiten zu kampfen. Die mißtrauiscben MärYer Und Ostpreußen sahen in jeder kirchlichen Verfügung des Landesherrn eme Vegünstigun der Verbaßten Calvinisten, und. die gleichzeitige OYpofition der _tände ge en die erstarkende fürstliche Gewalt der- sgbarfte den Konflikt. chezx unendlichen Mühen gelan es dem Kuc- Tursten, hier ein erträ liches Verhältni zu stande zu ringen. Wie m Reich so waren an hier trotz man erMißgriffe alle eine Ma - regeln der Abficht entsprungen, die beiden evangelischen ekenntni e mit einander zu versöhnen zu welchem Zweck er wieder- holte, Religionsgkspräche zwisehen berühmten Theologen anordnete, allerdings ohne jeden Erfol . Großes Vollbrachte er dagegen in der Förderring des kirchlichen Le ens; durch fortwährende Visitationen ließ er fich uber die ustände in den Pfarren unterri ten und sor te für die Hebung dxr ttli en Qualität derEPrediger, d e dur den augen Krieg bedenklich zun": Hegangen war. s ist das Verdiens Landmbr's, diese wenig bekannte ette der inneren onlitik Friedrich Wilbelm's zum ersten Male einer gründlichen Dar te] ung gewürdigt zu haben.

, _ Herzog Ernst 11. von Sa sen-Coburg und Gotha. Em Lebensbild von AntonOborn. Leipzig, VerlY der Renger'scben Buchbandlun (Gebhardt und Wiliscky). _ Der erfaffer, der fick bereits durciiJ die Herausgabe des deutschen Fürstenbuchs, einer Sammlung von Lebensbildern zeitgenössischer deut1cher Regenten, be- kannt gemacht hat, bringt hier eine eingehende BtoZrapbte des ver- storbenen Herzogs Ernst. Er zeichnet dessen , ebenSgang und Charakter mit feinem Verständniß und entwrrft vor aliem, gestü t auf eine geschickie Verwertbung des in „den Memoiren des erzogs enthaltenen Materials, ein volkstbümltckyes Bild von der Bedeutung des politis en Wirkens dieses ürften für die Ent- wickekung Deutschlands in a en seinen einzelnenP asen.,Au der landes- väterlichen Fürsorge des Herzogs, wie e sich dessen ltbera an Grund- säßen acmä gestaltete, wird der-V affer gere t. Von bésonderem Interesse aber ist seine Würdigun der _Verdien te des erzogs guf literarischem und künstlerifchem Ge iete, owie die? durch e nzelne nge charakterisierte Schilderung der persönl-xeben, liebenswürdi en _ - ziehuMen des Herzogs ,zu Schriftstellern und Künstlern. o erfullt das erk, indem es dem Leser den Fürsten wie den Menxhen vor Augen führt, den von dem Verfaß'ér angestrebten Zweck, das ndenken an den Herzog im deutschen Volke lebendig zu erhalten. .

ü“. Königin Maria Antoinette. Bilder aus tbremLeben von Robert Prölß. Leipzi , Reißner, 1894. _ Z: sechs Ab- schnitten, die je einen Chara zug der un lücklichen bsbur erm au Frankreichs Königstbron oder eine Scene hres Lebens beban eln. su t uns “FWF? das Cbarakterbjld Maria Antoinettens zu envoet en.

Es it ni ts eues, was er uns bietet, keine selbständige Que en- orschsung, ondern eiuepo uläre „* Jungk: die xxbxr]äuf.zden aseesten orsch'un en beruht imd o zuveklä * st, der La e Wohl Krön?! aus ihr emen wi d. Man kann n cbt sagen, daß der Verftffer ie kobleme immer in ihrer vollen Bedeutun erfa t hat“ das gan erk erinnert etwas an das Femileton, un feui eton an der Stil, der einer sorgfältikzeren Feile bedarft hätte. us 1: FhWk-elkarYlßMVsaria Yu ?iZtettens dSteiiilrnTftaZbo ne , .in e ma an o e. g e zu, der Ver wendung nicbt unberechtigt ift,aÉbrt aber zur WWW:; a.v- . ., “4:55 ““ ,d“; „59-1 1.5. „1.2.7 ener an aneren o revere , n * ;- ebalth ivurde und u die. “s on damals serrümn-S

age Frankreichs übersehen konnte., «._Hanaw Gian. tin