1894 / 167 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 18 Jul 1894 18:00:01 GMT) scan diff

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10. n. Re t. rinz Ludwig, Wernigb, Port Fäbnx. vom YmIägerT-ÉZLU 3311! Y. Inf. Regt. König Wilhelm von Wurttem- berg, _ verseyt. Rotbamel, Hauptm. uns Komp. Chef vom 1. Pionier-Bat., unter Verseßung zur Forttfikathi In qlstadt, zum Lehrer an der Art. und Fugen. Schule mit der Wirksgm ett vom 1. An ust d. J., Dübmi , Haupim. von der Fort: kation Ingol- tadt, isber kommandiert a Lehrer an drr Art. und ngen. Schule, _!m 1. Mon. Bat. mit der Wirksamkeit vom 1. Augyst d. ., Schul e, Pr. Lt, im Inf. Leib-Regt., Kopp, Pr. Lt. rm 3. Inf. “Re t. rinz Karl von Bayern, _ diese unter Brforderung zu Haupt- leu en obne Patent, _ u Komp. Chefs, Kblb, Pr.Lt. des 6. Chet). Regis. vakant GroßfürFÉ Konstantin Nikohxrwrtscky, imter Stellung 51 18. Zaids dieses Truppentbeils, zum“ Adjutanten [181 der Injp. der Kav., _ ernannt. Jamin Sec.Lt. im 3. Ins'Negi. PrinzKarl von Bayern, zum Pr. Lt., Ro e, Port. „Fabnr. im 2. ?ber). Hegi- Taxis, Spruner v. Merxz, Port. Fa nr. rm 4. Cheb. Regt. Kang, _ zu Sec. Lis, v. Ziegler, Unieroff. im 4.“ Cheb. Regt. Konig, mit einem Patent vom 1. April d. J., Deuriwger, Unteroff, im 3. Inf. Regt. Prinz Karl von Bayern, Stroll, Unteroff. im

6. Inf. Regt. Kaiser Wilhelm, König Von Preußen, _ zu Port. *.

" . be ördert. Nachgrnannte ' Zöglinge der 6; Klasse des JTthrtsen-Kofrps zu Portepre-Fäbnricbs ernqnnt: Die Portrpre- Unteroffiziere: unk, im 1. Infanterie - Regnyrnt Konig, v. - Wenz zu 5 iederlahnsiein im Jnfanterre-Lexb-Regrment; die Fabnen-Kadetirn: Naila im 2. Inf. Regt. Kronprinz. Wel[ch im 1. Cheb. Regt. Kaiser Alexandcr bon Rußland, Meter" im 4. Feld-Art. Regt. König, Kriebel rm 1. Jzif. RLF. Konig, Stadelmayr im 9. Inf. Regt. Wredr, Mader rm 12. «nf. Regt. Prinz Arnulf, Reuking im 2. Feld-Art. Regt. Horn, „Langl-Zn- mantek im 3. Inf. Regt. Prinz Karl Von Bayern, MEZ im 9. «znf. Regt. Wrede, Weinzierl im 14. Inf. Regt. Herzog Karl Tbeodbr, Staubwasser im 11. Inf. Regi. Von der Taxm, Balbauf TM 3. Inf. Re 1. Prinz Karl von Bayrrn, Pe [ im 7. Inf. Regt. PrinzLeopon, Müller 11. im 5.Jni. Regt. roßberzog Ernst Ludwig yon Hessen, Frhr. v. Leoprrchtitig im 1; Schweren Neiter-Rrgt. Prinz Karl von Bayern,-Neuß rm 1. Jagrr-Bgt., Werßann im 3. Inf. Regt. Prinz Karl von Bayrrn, Sigl im 1. «zagrr- Vak., Giehrl im 2. Inf. Regi. „Kronprinz, Wiedeximarzn in] 1. Feld-Art. Regi. Prinz-Rcéent Lurtyold, Bechtold im 12. Ins. Regt. Prinz Arnulf, Venz im 11. Ini. Regt. von 0dcr Tann, Reinhard im 2. Man. Rsct. König, Stirnrr im 14. «an. Regt. * erzog Karl Theodor, Lor im 5. Ins. Regt. Großherzog Ernst éndwig von Heffrn, Brdall im 16, Inf. Rrgk. Grbßberzbg Fer- dinand von Toskana, Zaubzrr im 3. Ins. Zirgt, Prinz Karl vbn Bayern, Müller "1. im 2. Inf. Regx. Kronprinz, Dillmann rm 5. Ins. Rrgi. Gro berzog Eriist Ludwig Von Hrffrn.

12. Juli. it der Wirksamkeit Vom 1. August d. J. Frhr. Lochner v. Hüttenbach, Pr. Lt. des 14. Ixif. Regis. «Herzog Karl Theodor, Spainy, Pr. Lt. des 16. Inf. Jirgis. Großherzog Frr- dinand Von Toskana, _ Von der Funktion als Jusp.Oif131€rr an der Kriegsschule enthoben. Lacher, Sec. Li. drs 16. Inf. Rrgts. Groß- - berzog erdinand von Toskana, Peier, Ser. Li. des 12.Jn*s. Regis. Prinz rnulf, _ als Jnsp. Offiziere znr Kriegsschule kommandrer. Jm Beurlaubtenstandr. 12271111. Ruprrclyt, Sec. Lt. in der Res. des 1. Inf. Regis. König, Volker, Steiger, Frii; (Augsburg), Böbaimb (Landshut), Schidek (Aschaffrnburg), Krauß (Hof), Sec. Lts. in der Lanbw. Inf. 1.'Aufgrbot§s, __ zu

r. Lis; die Vizr-Felderl bezw. Vize-Wackytmrtster drr Re1rrvr:

eiss (Straubing) im 11. Inf. Regt. bon _drr Tann, StrÉxer

of) im 19. Inf. NEU., Lindner" (Straubing) im 4. Fr1d-.lrt. ZZR. König, _ zu Sec. Lis, _ befordcri. ' 0 .

AbschiedsbewilLigungen. Jm aktiven Heere. 8.3u1x. v. Stetien, Riitm. 5. 15 511ij des „3365565. Rrgts. bakant Hrrzog Maximilian, kommandiert zum AuswaritgewAnii, sas rrbetrne Aus- scheiden aus dem Heere behufs Uebrririits in dir Kaiserliche Schutz- truppe gestattet. . ' , e '

5 eurkaubtenstande. 12.Jult. Ludowmi (Tudrmgs- bafenFZch. Li. von der Landw. Inf. 1. Aufgebots, der Abschied beerF Sanitäis-Korps. 6. Juli. 1Zr.Pui11€(11Munchrn) ])1'. erzog (1 München), Stabsärztc m der Res., 1)r. Raa NürriYerg), Stabsarzt in der Landw. 2. Aufgrbots, _, zu Ober-

tabsärzten 2. Kl.; dir Assist. Arrztr 1. Kl.:*1)r. Srhmtd_(DtÜm- gen), ])]r. Pickel (Ansbach) in der Res., 1)r. K1ein (Ptklmgrn), dieser mit einem Patent Vom 7. Marz 1894, ])r. Mo blmann (Kissingen), 131“. Reudelbubrr (Ludwigsbafen), Dr. Grabamer, ])1'. Röll (] Münchrn) in dcr Landw. 1. Aufgebots, _ zu Siabs- ärzten; die Assist. Aerzte 2. Kl.: Hentschel (Kissmgrn), Dr.thte (Würzburg), Dr.WissingrrGof), Knb rr (Aschaffenburg), ])r. Kre- m er (1 München),1)1-.No (: l [ n r r (Ludwasbafen), ])r. S t r 1 g'? lm (: Zi 11, ])r. Matthias (Landau),1)1-.Mobr(Nurnberg), Popp (Mmdelbexm) in der Res., 1)r. Sturm (Ziveibrücken), 1)» ZUM (Er1apgrn), ])r. Lauer (Ansbach), ])r. Ziege (Nßrnberg), Dr. Krrß (Fiitzmgen) in der Landw. 1. Aufgebots, _ zu Assist. Aerzirn 1. Kl.; die Unter- ärzie der Res.: Bucbokz, Dr. Rtbbert, Di:. Rosrnblatt, ])r. Kochmann, 1)r. Aust, Dr.Deuchler (1 Munchen), 1)1"'.Leu- bach (Erlangen), Jebens (Hof), Dr.SchlagerrziannUMun rn), Wei e[ (Nürnberg), Klein, 111: Blum ([ Munchen), Dr." L?ck)- leutigmer (Rosenheim), Freymadl Kramer (1 Munchen), Horn (Erkan en), Dr. Kiefer (Zwei rücken), Ydam (Wurzburg , ])r. Strebe (ReYrrfisbÖlrgt), Schlothane (Wurzburg), zu Assi t. Aer ten 2, Kl., _ e ör er . '

312. Juli. Or. Stumpf, (Würzbyrg), Assist. Arzt 1. Kl. der Landw. 2. Aufgebots der Abschied bEthltgi. Beamte der Mi1iiär-Verwaltung. _

5. Juli. „ZFUW, Veterinär 2_. Kl; Vom 1. Cheb. Regt. Kaiser Alexander von ußland, zu den Vetrrinaren der Re]. vrrsetzt.

6. "Juki. Straub (Landshut), Unter-Apoiheker der Res., zum Ober-Apotbeker der Res. befördert.

Hessen. Darm tadt, 11. Juli. Best, Sec. Li. drr Res. in Osthofen, mit Pensions und dem Charakter als Pr. Lt. der Abschied bergi.

Yiihtamtliches. Deutsches Reick). Preußen. Berlin, 18. Juli.

Seine Majestät der Kais_er und „König haben Droniheim am Mittwoch friih vrrlasjen und S1ch nach Merork

' im Geiranger Fjord beYeben. hre Majestät

dort eingetroffen.

Den Meldungen des „W. T, B.“ über die' Rcise Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiscnrin entnehmen wir noch Folgendes: Nach der am Montag frul) erfolgten 2111- kunft der Kaiserlichen Yacht „Hohenzollern“ vor Drontheim begaben Sich Ihre Majestäten um 11 Uhr aus Land, um den Dom zu besichtigen und nacher bei dem Konsul

enßen das Frühstück einzunehmrn. Am Abenkz verabschiedßte ich Ihre Majestät die Kaiserin vo'n, Seiner Majestat, um mit der Eisenbahn zunächst nach Christiawa ,und von Hort zu Schiff nach Kiel zu fahren. Seine Majestät der Kaiser

it nach dem Bahnhof und desi Zuges en rnger sCbYacht „Hohenzollxrn“ t die Kaiserin traf gestern Miita nia ein und wurde am Bahnho festlich geschmückten Stadt von auf das lebhaftes ajestäi an Bord S Reise nach Kiel fortzuseßen,

gab Ihrer Majestät das Gele verließ erst

Seine Majestät " vor Drontheim. Ihre Maxesia 12 Uhr 10 Minuten in Chrisiia sowie auf den Straßen der einer zu [reichen Menschenmen iitag gedacht „Stein“ von dort die

an Bord

eutigen Nummer des „R.: u. ck el zwischenDeutscbland, Unabhängigen ango: schen der Großbritanmschen Regierung "gen Congoftaats am 12.,Mai

In der Ersten Beilage zur 1) St.:N.“ wird drr Schriftwe Großbritannien mi staat, betreffend das zrm " und der Re irrung des Unabhaix . 1894 getro ene Abkommen, vero entlicht.

* Unter dem 2. Juni 5. Z. ist eine neur, seit dem 1. Oktober 1893 gültige Dienstordyung fur Beirieb, . Verw Neubautsn drr Königlicheq Milttqr-E'isenba rn; dieselbe Wird in der des „Armrc-Vrrordnungs-Blatts“ ver-

höchst genehmigt word eute aus:

gegrbenen Nummer 16 öffentlirht.

ouvrrneur drs Jnvalidrnhausrs, General der In- fanterrvén (Hrolm an hat sich mit längerem Urlaub nach Thüringen begeben. '

Dcr Kaisrrlici) und Königlich österrrichisch-un„ arisck)e,Boi- schafter am hiesigen Allcrhdrhstrn Hoxfc von Marich hat Berlin mit Urlaub vrrlaffrn. _ Abwesenheit fungiert dcr LrgaiwnH-Rail) von Velics als Geschäftsiräger.

zögySny- Während semrr

Sackxsen.

re Köui lichen sobritrn der Prinz und die Prin- zcssththoi)an?1 GLO'LZ- gedachten s?.ch Hruie Vormittag nach Leipzig zu brgrbrn. Dasc bst wollen Hochstdiesclbcn bis morgen und sick) dann _an , Ihrer Königlichen Hoheiten, dcs Groß erzogs Und der Großherzogin von Sachsen-Wrimar nach Wiihclmst rben. Am 20. Juli Abends beabsichtigen J ritrn in Hnmnielshain bci Kahla zum Besuch ischrn „Hofe riantrrffrn. en soll am 22. d. M. Abends

cinen Ta zum Be:

bei Eisenach 58 Königlichen H0 am .Herzoglick) sachsen:a1tenbur Rückkehr von dort nach Dres angetreten werden.

Das 2. Bataillon des 1. Badischen Leib:Grrnadier: Regiments Nr. 109 wird am 23. Oktober 5. J. von Durlach nach Karlsruhe verlegt werden.

Reuß ä. L.

+ Seine Durchlaucht der Erbpri lauchten die Prinzrssinncn Emma, . " ermine Und Zda sind am 16. d. M. vo:1__ (Greiz. zu langerem ufenthalt nach Schloß Burgi a. d. S. ubrrgcsredelt.

sowie Ihre Dixi?!)- arie, Caroline,

Großbritannien und Irland.

Das Oberhaus trat gestcrn in die Erörterurig iiber hie zweite Lrsung der von dem Marqnis von Salisbury em- brachten Fremdcnbill LM". ' oseberi) wies in cincr langerewRede Harauf _Hin, daß die Einwanderung armer Ausländer ]cizt geringer sci als zur eit der Amisfiihrimg Lord Salisbury's. ' ältniffe geben, dir eine Einschränxung drr Emwanderrwg „er: forderlich machten, gegenwärtig, seien aber solche Verhaltmsje nicht vorhanden. Was den zweiten Thctl'der'Vorlage anlange, so qrbe er zu, daß, wenn riri fürrme Eimnischung vorliege, keine Tradition diese ve aber kein Grund fiir die beantragten . , ' handen. Er bedauere die Erklärung Lord Salisbury s bei Em- sir habe die voraus-gesagie un: im Auslande gehabt, , , Die England femd-

Dcr Premior:Ministrr Lord

könne Vrr:

_eeigneter r indern diir 6; es sei rschränkungen vor:

bringung seines Antrags; heilvoUe Wirkung . einstimmigem Beifall begegnet sei. des Auslands , Träumen nicht haben hoffcn können, daß _Lord Salisbury cr- klärrn werde, die Mordpläne der Anarchisten, sLan m C'ng: „Ich widerlegte diess Aeußcrung seinerzeit“, fuhr der Premirr-Minister fort, _„und bin hriite vom Staatssekretär des Innern ASquith ermächtigt, aufs bestimmteste

erklären, daß keines der jüngsten Komplotte gegen fremd? eqierungen und iirsten hier in England geplant worden ist.“ * eweis, nicht einmal der Schaiien eines Bc- wriscs für Lord Salisbury's Behauptung erbracht, daß die Er: mordung Carnot's in England ausxzchcckt wordrn sri. Wohl schmiedetcn viele dcr nach England kommenden Fluchtlmge Kom- plotte gegen Personen im Munde oder Auslande; aber sie be- fänden fick) unter strengster Urberwachun weisen, so würde diesen Leuten auf ihnen Ausführung ihrer Verbrechr'n erle wärtigen Regierung sei. sertZHre'm' Klage über die Unzulänglichkeit ihrer Maßregeln zrxgegangen. Weshalb sollte sie, ohne daß Beschwerden vorlagen, zur eit der Ruhe ein erfolgreiches Verfahren aufgeben imd als _sie in Kraft grwesen, nicht Regierung die Urheber anarchistischer Verbrechen, und das Kabinet sei bereit, mit den Rrgiermz'gen gnderer Staaten in den herzlichsten Meinungsaustausck) uber die beste Art und Weise einzutreten, wre gegen die Urheber solcher ver: brecherischer Thgien por u Salisbury Wies die

[and ausgehrckt worden.

Es sei auch kein

; wiirde man sie aus- ehr erwünschte Weise die Der gegen- iSantriti nicht eine einzige

iert wcrden.

ie Kaiserin und Königin „sind von roniheim nach Christiania abgereist und gestern Mittag ' rscßc erneuern, die, angewendet Sympathie

Der Marquis von aldi ung Lord Roschery's, daß er die vom Auslande gegen Englan gerichteten Verleumdungen unterstüße, zurück und erxlärte, er hai_te daran fest, daß Beweise vorlägen, wonach einige Verschworungen_, denen un: in: England es sei die Pflicht Englands,

zum Opfer

i iert worden

en Thaten biete. Der Herzoß von Devon-

ob ie zweite LesUn

nicht zu estatten, daß das“ Land die Hand zu“ sorchch' verbreäöerisxß

ervor, er könne nicht gegen

ire . . . . Ölimmen, weil die Regierung großerer Gewalten hmftchtli

rr armen Einwanderer bedürfe; was aber den weiten Theil

d s Entwur s betreffe, so glaube er ni t, daßodie „egirrung dn,- dTirch gestärfkt werde. Er behalte sich fYne Aktion fiir hie Einzel- berathung vor. Schließlich n'ahm das Haus die Via M zweiter Lesung mit 89 gegen 37 Stimmen an.

Das Unterhaus hat qestern nach acbtstündiger Debatte

dir Budgetbill in dritter Lesung mit 283 gegen 263 Stim- men angenommen,

Frankreich. Der im Senat vertheilte Bericht des Barons Courcel

über das Abkommen betreffs der Abgrenzung in Kamerun Hebt die beiden Staaten giinstigen ,Pu'nkte des Urberein: kommens hervor. Die Kommrfsion sei nicht der Ansicht ge: wesen, daß Frankreich 0le den (Hewmn Deutschlands, dessén KamerunKolonie im Cyngobecken Fuß fasse, eifersüchtig s ein müsse. ' Welche Dwergrnzcn 'auck) tioihge». drrmgen die beiden Natioiirn _trennten, in Afrika wenigstens könnten sie sehr häufig e'mtrachtig vorgehen, dennihre Interessen seien fast immer identisch. Jm Congobecken, aniBenue und am Tschadsee“seiDeutschland berufen, dieselbe Politik zu ?.Wer- stüßen wie Frankreich, und diese Politik solle allen Volkern m'ißlick) sein.

Die DLP utiricnkammer begann gestern die Berathung

drs Geseßeniwurfs iiber die Unterdrückung drs Yn: archismus. Der Saal und die Tribunen waren uberfullt. Der Dcputirte Pourquérr) (radikal) brkampftz». den Entwurf als unniixz, gefährlich und unwirksam und erklarte, dir Karnnier habe alles versprochen, aber nichts getha'n; das Land sei im höchsten Grade aufgebracht. Der Drputtrte Ramel von der Rechten bekämpfte glcichfalls dcn (Hrscßcntwurf _und iadrlie den Mangel an Vertrauen zu den Geichworenengerichten sowie das Verbot der Veröffentlichung von (Gerichtsvrrharzdlungrn. Drr Dcputirte Brisson warf der Regierung vor, sie brnuße den Ylnlaf; der Ermordung Carrzotés, um Waffrn m die Hand zu bekommen gegen die Sozialisten, die sir mti den An-

ar istcn in Verbindung zu bringen suche. Der Grsrßrntwurf srichrin politischrs Manöver, das daraiif abzirlr. dic Rryyblt: [“Wer zu spalten. Es rxistierirn krme anarchistischen Blatter, eine Reaktion drs Staats sei daher „MCM gebqirn. Drr Berichtkrstattcr Lasserrc fiihrte ails, dir UnterdrUckumg 0011 Verbrrchen sei kein Angriff aiif die „Freiheit; das „616er set Nöthig, um die bedrohte dffrntltche _Szchcrhrii zu schußrn Und das Land von den Anarchisten zu bcxreien. Dir Kammrr werde nur ihre Pflicht erfüllen, wenn sie den Entwurf zum (Hose? erhebe; die Stunde sei rrnst, denn das Land vrrlangc, ch die chirrimg drn schlimmsten Ausschreitungen nicht unthaiig zusrhe. Hierauf wnrde die Fortsrßnng drr Veraihung ans heute vertagt. ' ,

Nach den amtlichrn Auswerfen uber dieAus: und Einfuhr wäßrrnd der crstrn srchs Monate drs [gitfcndr'n Jahrrs erreichte die Einfuhr in der_ angegebeneii'ZUi die Höhe von 2235620000 Fr. und die Ausfuhr rmr solche von 1585 487 000 Fr. Dirsr ?ahlcn vertheilcn sick) wre folgt: EinLuhr: chcnsrmiic 670090 000_ Fr., 9101)- matcrial ffir ic Industrie 1 280 800 000 Fr., fcrttgckFabrikatc 284724000 Fr. Ausfiihr: Lrbcnswiticl 340025 000 Fr., Rohstoffe für die Industrie 398 968 000 Fr., fertige „Fabri air 805 407 000 Fr., Posipacketc 41 078 000 Fr. Verglichrn mri den enisprcrhrndrn Zahlen der beiden Vorwhre ist dir Ans- fuhr um 77 395 000 Fr. gegen 1893 imd um 97031000 Fr. gcgrn 1892 zurückgeblieben, wahrrnd _ dir Einfuhr dir von 1893 um 335 520 Fr. Übertraf. Die Emsahy von Nahrungswiittcln stieg von nahezu 480 quf 670 Millionr'n, während dir Ausfuhr von fcrtigcii Fabrikairn Um 70 Mil- 1ionen abnahm. "

Wir die „Agence Havas“ aus Lyon erfahrt, „belgufcn fick) die Ersaßansprüche drr Jigltcner "fUr die 1hnc11 während der lrxztcn Unruhen zugrfngtcn Schudrn auf zwei Millionen Francs. _ _

Dcr Da1npfcr„§)kl)6nc“, dcffrn Abfahrt von Marscille wrgen der an Bord befindlichen verdorbenen Lebrnsmriirl ver: sck)oben werden mußte (siehe die gestrige Nummer d._ Bl.), _1st gestern in See grgangrn. Ein Theil der Lebensmrttrl Wird dem Dampfer nachgesandt wcrden.

Italien.

Der Drpntirts Beriolini isi ziim Untrr-Staats- sekretär im Finanz:Ministcrium crnanni worden.

Jm Senat erklärte gestern der Justiz-Mimster Cae_nda in Braniwortung einer Interpellation drs Senators Pl0l0 iiber die Gründe, wcslmlb die Rrgierung _melcn Bisch'ofen Nicht das Exequatur ertheilt habe: Die Politik der Regierung in dieser Frage sei von den im (qugnticgrseße fcstgrstcllten Prinzipien geleitet; diese Politik _ 1110119 bei akler Achtung vor der [when geistlichen Autorität bir Rechte drs Staats inerleßt erhalten; die Regierung, brieclx von dem (Geist der Versöhnung, habe imIanuar urid'Mai mr_Hrrren Bischöfen das Excquatur criherlt. Der Minister" versicherte, daß dicRrgirrung fiir die freie Brsrßung dcr Visthumrr Sorge tragen wolle; sie baue auch fest darauf, ,daß'man die Rechte des Königs mit den religiösen Grfühlcxi in Einklang bringen werde. Er hoffe, daß das von der Regierrmg gegcbr'nexBeispiel dcr Mäßigung den Antrieb geben werde, ]cdr'SchwrrrigkUt zu beseitigen. Der Ministcr-Präsidethrts pl erklarte : _ Es habe, a]s das gegenwärtige Kabinet zur Regierung gekqmniexi s et, 22 bischofz liche Siße oxne Exequaiur gegeben., Bei einigen davon set das freie Be eßungSrechi statuiert, bei anderen das Patroiiats- recht maßgebend gcwren. Das Recht des Staats sei in beiden ällcn ein vers iedenrs;_an Orten, ,wo-das Patronat“;- recht betehe, crnenne nicht die Kurie die Bischöfe, sondern die Ernennung gebühre dcm Patron. "Allen imtcr der gegen- wärtigen Regierung ernanniczi B1schofen sei das Exequatur ertheilt worden. Der Minister-Prasident sprach die Hoff- nung aus, daß die Kurie die Re, te des „KOMKS anerkrnnexx werde. In diesem Punkte durfe keine , Nachgiebigkeit Plaß greifen, damit dirSouveränetatSrechte kein'e Sciiwgchung erführen. „Die RegierunJ“, so schloß der MintsterWraftdeJt seine Ausführungen, „wi weder Klagen noch Kampfe, fte achtet die katholische Kirche, Her bie große Mehrheit des italienischen Volks angehort.“ Hiermtt war der Zwrs enfall erledigt und wurde die Generaldebatie uber den Geeßent- wurf über die finanÉiellchaßnahmen der Re terung aufgenommen. 160 enatoren waren anwesend. Au Antrag des Schaß-Ministers Sonnino wurdc z'imächst die Debatte über den Text des chierungSentwurfs eroffnet.

Spanien.

Der erzog von Sevilla, der Sohn des am 12. März 1871 vers orbenenInfanten Enrique de Bourbon und dessen am 29, Dezember „1863 verstorbener morganatischer Gemahlin „Helena de Castelloi y“ Shelly Fernandez de Cordoba, ist wäh- rend der Ueberfahri von den Philippinen:Jnseln nach Barcelona auf der See gestorben.

Bulgarien.

, Außer dem Polizeipräfekten Lukanow ist auch der ehe- mali ePolizeikommrffar Totem unter derselben Anschuldiunq wie ukanow verhaftet worden, und zwar in dem Augen lick, als er in das Ausland flüchten wollte. Ebenso wurde der frühere Gerichtsdiener Gerdjikow weqen Unterschlagung beträchtlicher Summen verhaftet. _ HinKrhilich drr Gewäh- rung einer Amnestie miri) *aus guter Quelle versichert, die Regierung sci geneigt, diexeniqen wegen politischer Vergehen Verurtheilten fiir eme Amnetie zu empfehlen, welche die Gnade des Prinzen Ferdinand von Sachfen:Coburg anrufen würden. Amerika.

Nach einem Telegramm des „Reuter'schen Vureaus“ aus Washington, hat das Rrpräsentantenhaus vorgestrrn mit 125 gegen 27 Stimmen eine Resolution angenommen, worin die Handlungsweise des Präsidenten Clevrland in dem Strike der Eisenbahnarbeiter gebilligt wird.

Asien.

Wie_ dem „Reuier'schen Bureau“ heute aus Söul iiber Shanghargcmeldct wird, griffen japanische Soldaten den englischen Konfui und dessen Gattin an. Zum Schuß dcs Konsulats wrirden 30 englische Mairosrn gelandet.

Statistik und Volkswirthfchaft.

Ein- und Ausfuhr des Kamerungebirts im Jabre1893.

Nach drr arntliéhrn Siaiistik der im Kalrndrrjabr 1893 in das Kamrrungrbrrt em rfübrtrn bezw. Von dort ausgrfübrtrn Waaren be- wrribete sicb die csammtausfubr auf 4633 363 «M., die Gesammt- Einfuhr auf 4161 627 „44 Die Hauptausfubrartikrl bildeten (Gummi rlastikum (1 426 874 916), Palmöl (1353 797 516.) und Palmkrrne 1235 027 26). Dann folgrn: Elfrnbrin (393 886 516), Kakao 101241 514), Ebenbolz (62106 «W), Taback (43200 516), Gummi- opal (6299 5-6), Mabagonibolz (3458 «M), Kolaniiffe (2853 946), Notbbolz (1211 „W), Kokbsnüffe (1100 «W), Braunlwlz (480 «W), Kalabarbobnrn (163 :34), Kaffre (58 514), frrnrr Waarrn Vrrschicdrnrr Gattung (161.0 „W).

Die wirbtigrrrn zur Einfuhr grbracbirn Erzeugnisse warrn _ nach den Wrrtbziffrrn geordnet: Gewebr imd Manufakturwaarrn (944 793 „ckck), RUM, Genebrr und Spiritus (551498 26), Instrumente und Maschinen (315 786 «M), Vrrzrbrungs Lgriisiände, Matrriak- Waaren :e. (277 700 514), Taback (260 613 „js, Reis (250 207 5-1), Bau- und Niißbolz sowir Holzwaarrn (191162 „W), Eisen- und "Eisenwaarrn (175 276 «M), Salz (163 459 516), Pqu (151903 516), _Zrment und Kalk (146160516), Frurrjvaffrn (90 657 „M), Strinkohlrn

“(62652 «W), Glaswaarkn und Porzrklan (58 787 W), Lrinen- und

Srilrrwaarrn (57 595 „M), Bier (52 764 W), Seife Und Parfümerirn (43 852 5,14), Hüte (40 785 514), Möbrl, Haushaltungs- und Schiffs- invrntaricn-Grgrnstande (36 230 5-4), Kupfer- und Messtngmaaren (34 944 „ja), Ltqurure (32 300 „M) xc.

Das „Drutsckyr Kolonial-Blatt“ iebt zu diesen Nachwckisimgen über dra Waarrnberkrbr in Kamerun kZolgrnde Erläutcrungrn:

Dir „Ausfubrftatistik fiir das Jahr 1893 schließt mit eincm Gesammtwrrtb Von 4633 363 „;ck grgenüber einem solchrn von 4263 784 «x(. im Fabre 1892 ab, wrist mithin einc Strigcrung von 369 579 „16. nach.

Wäbrrnd fick) dir Grivinnimg bon Palmöl und Palmkcrnen grgen- über drm Vorjahr nahezu aus drrselbsn Höhe grbaltrn bat, bat die Ausfuhr won_ (Gummi rlastikum eine ganz erhebliche Steigerung er- fahren. Dirjrr Artikel, Welcher gegen 1892 ein Mrbr von 90 369 )(»? in Menge und 402 580 «M im Werth erfahren hat, nimmt jeyt mit 1426 874 „M die erste Stckle untrr den aiisgrfübrirn Landrsrrzeug- nimrn em.

_ Brim Elfrnbein ist cin Rückgang des Gr ([)äfts brmcrkbar, ercbrr jedoch nicht so sehr der Vermindcrung drr usiubrmrnge (32 422 kg grgcnüber 40 275 im Vorjahr) als dem erheblichen §Frcisfall (Writi) 1893 393 886 «14 gegrnübrr 725 076 in 1892) zuzu chrrib€n ist, drr bekanntlich dirsen Handelsartikel betroffen hat. DLM Rückgang der benbolzausfnbr von 76 371 „il: auf 62106 516 dürfte bei der Gerin - fuiztgkeit drr Holzausfubr übrrbaUpt rim: wrseniliche Bedeutung ni t brtzumeffrn scm.

„Als ein Zeichen der fortscbrritrnden Entwickelung drs Schutz- Zebiets ist dir erhebliche Zunahme drrjrnigrn Landesrrzrugniffe zu egrüßen, deren Hervorbringung der mrnschlichrn Briciebsamkrii zu Verdanken ist. Die Kakaoausfubr bat fick) von 50 753 kg auf 77 982 kg bezw. im Wörthe Von 61781 «16 auf 101241 „;ck, also um mehr als die Hälfte gesteigert.

« Bei dem Taback (7200 1chZ mit 43 200 W in 1893 gegen 3472 1; mit 6944 «ja in 1892) ist eine Verdopprlung des Ertrags und eine Vrr erbs- chbung des Wertbs Lrficht[1ch. Eine fernere Zunahme drr Erzeug- nisse dsr PlantYenwirtbsCÜast isi für dir Zukunft mit Sicherheit porauszusa en. ie wird hoffentlich dsn Erfolg haben, daß fick) bald in, Deutsch and für Unternrbmnngrn in Kamerun das Kapital findrn Wird, wrlcbes erforderlich ist, um eine Entwickekung in großem Stil su Nrbürgen.“

Zu der Einfubrstatistik wird brmrrki: „WEnn das Jahr 1893 mit einem Grfammtkvertl) der Einfribr Von 4161627 «14 gegenüber 4470822 „14 in 1892 einen Rückgang um 309195 «14 nachweist, so ist dies Ergebniß kein solcbcs, aus welchem ein Rück- schluß auf eine minderer Lebendigkeit des Handrls nicbt gezogen Werden darf.

In das Jahr 1892 fällt die Einbringung großrr Mengen Von Baumaterialien, Maschinen und Werkzeugen, Welche für die regie- runngitig her ritcllte Hafenanlagr und die damit zusammenhängende Mas menwerkßaite benöthigt waren. Das Minder drr Einfuhr des Jahres 1893 beläuft sich bei den betreffenden _ osten: &. Eisen und Eisen- Waaren auf rund 75 000 5-4, 1). Bau- und 5.) ußholz auf rund 35 000 „ss, 0;Jnstrumrntr und Maschinen auf rund217 000.35, zusammen 327 00058, Wiegt mithin drn scheinbaren Rückschritt drr Einfuhr reichlich aus. Außerdem findet fich cin Minderwertl) in drr Einfuhr von 1893 bei folgenden Posten: 0.- Verzehrungsgegrnstände rund 36 000 ck16, b- Munition 75 000 „14, zusammen 111000 «Fü, Welcher gleichfaUs auf Uußrrgrwöhnliche Verhältnisse, nämlich die Ausführung größrrer

xpedttionen und den dadurch bedingten außer ewöhnlichen Verbrauch in 1892 zurückzuführen, mithin nichi norma it. _

Schließlich ist noch als ein BMW?) für die gewißenbafte und lOvale Art, in Wel er die Kaiser1iche Regierun dre Bestimmungen dEr Brüsseler Antisk avereiakte zur Ausführung ringt, die erhebliche

Uabxne der Einfuhr von euerwaffen zu erwähnen: Das Jahr 1893 skßbt hier mit 9752 Stück m Werthe von 90 657 ck16, dem Jahre 1892 mri 15764 Stück im Werthe von 160354 „ck gegenüber. Das edeuiet eine Verminderung von rund 6000 in der Siückzabl und 70000 „41 im Werth.

Betrachtet man die Einfu rstatistik unter Berücksichtigung ber ??kstebend bervorgebobenen Gefi tspunkte, so wird man in Wirklich- “ck auch hier wie bei der Ausfuhr eine fortschreitende Bewegung

beiUErken und mit-dem Ergebniß sich zufrieden geben können.“

Zur Arbeiterbewegung.

Aus Sachsen schreibt man der „Köln.?t .", da die Eingabe der rzichxsoztaldemokratiscben __si„c§en ergarbeiter an d1e_ sacbsiscbe Regierung bis jeyt bereits von 7000 Bergleuten unterzeicbnet worden ist, Die Eingabe wendet sicb u. a. ge en die Beschuldigungen, die von dem sozialdemokratiscben Verband“ säcJsischer Berg: und Hüttenarbeiter gegen die Werkbeamten und Behörden erhoben werden. (Vgl. Nr. 139 d. Bl.) .

_ Aus BraunsÖWeig wird demselben Blatt berichtet: Die von sozialdemokratischer Seite geführten Unterbandkunéen we en Beilegung des Brauerei -“Boykotts find ohne Erfo 9 ge lieben. Die Braucrkommisfion besteht nicht nur auf den am 3.Maigeste11ten Forderungen, Lohnerhöhung bis 40% u. s. w., die den AUSgangs- pimkt drs Boykotts bildeten, sondern verlangt auch Wiedereinstellung iamxniltcher entlassenen Arbeiter. Diese Forderungen sind Von den vereinigten Brauereien abgelehnt ivorden.

Zum Berlinrr Bierboykott brrichten die Zeitmigen, daß bier gestern eme Siyun der Kommission der Saalbesixer stattfand, in der miigrt eilt Wurde, daß der Rückgan im Kon um des boykoiiierien Ringbiers kaum merklich sei. Sämmi iche Innungen beschlossen, die Kommission mit Geld zu Unterstüßen.

Aus Chicago meldet „W. T. B.“: Dem Arbeiterfübrer Debs und den übrigrn Wegen Beleidigung des Gerichts An eklagten. ist eine Bd.":rgschaft von je 6000 Dollars auferlegt worden. a keine Sicher- heit gestrüt Wurde, sind alle 1116 Gefängniß rbracht wvrden. _ Wie der Londoner .A. K.“ aus Chicago mitgetJeili wird, Hat die Pullman-Gesellsrhaft bekannt gemacht, daß sie den Aussiändigen eine Woche Frist dazu geben woÜe, wieder an die Arbeit zurück- zukehren. Der Führer der PuÜman'sÖru Ausständigen erklärte, er wisse nicht, was seine Leute thun würdrn, wenn sich die Fabriktbüren öffnen. Es habe sÖWEre Mühe gekostet, dir

Angestellten habe, den Leuten nicht mit einem Doilar ausgeholfen. _ Aus Sacramento wird vom Montag gemeldet: Der Ausstand ist jeizt vorüber. Mebrrre Hundert Eisenbahnarbriter hsind an die Arbeit zuriickgeksbrt und die Züge a ren wir gewöhnlich. _ In Oakkand wehren 7111) die? Ausständigen nach einer Mittbcilung von demselben Tage noch immer verzrveifelt. Das

Militär batte sie mit drr Waffe anzugrrifen. Die Eisenbabnzüge be- finden fick) untrr militärischer Bedrckung. Güterzüge werdrn noch immer nicht abgekassen. »

. Aus Hazleton (Prnnsylvamrn) brrichi€t „W.T.B.": Jumitien emrr Gruppr bon Bergarbeitern Explodierte eine große Menge Minenpulbrr; 8 Arbritrr Wurden getbdtet und 150 Negrr mehr oder wrnigrr schW€k brrWUndet.

Kunst und Wissenschaft.

Morgeti, Donnerstag, wird der Theil der Gemälde: galerir der Königlichen Mitsren, welchcr die Bilder der deutschen und niederländischen Schulen enthält, wieder rröffnrt wrrdcn, nachdem die stattgchabir Neu- ordnurig beendet worden ist. LrHtcre war unumgänglich gewesen, um die in den [eßtrn zehn Jahren, 5. l). der Zeit irit dem Umbau und der [681611 Umstellung, gemachten rwerbungrn rndgiiltig einreihen zu können. Bei diesrr Gelegenheit ist die Folge der Schulen in der Aufstellung noch strenger als bis- her durchgefiihrt worden und konnte cine Rrihr drr hervor- ragendsten Werke besser zur Geltung gebracht werden,

Seine Majestät „drr König Haben durch AÜerböchsten Erlaß Vom 11. Juni 1). J._ die Erhebung der Sektion für SchiL- Und Schiffsmascbrnen-Bau zu eincr Abkheilung der T6 -

an drr Trchnischen Hochschule xmnmebr folgende Abtheilungen: ]) für Archttektur, 2) iürBauingenteurwesrn, 3) für Maschineningenieur- wrsrn,„4) für Schiff- und Schiffsmascbinen-Bau, 5) für Chemie und Huttenkundr, 6) für aÜgemeine Wissenschaften, insbesondere für Maibrtnatik i_md Naturwissrnschaftrn.

' _ Der französische Dichter Sharks Marie chonte de Lisle ist gestern xm Alter Von 76 Jabrrn in Paris gestorben. Er stand an'drr Spitze dcr Dicht€rschul€ drr „Parnasfirns“ und gakt neben Viktor Hugo für drwformgewandtrsten Lyrikcr seiner Natiou. Auch als Uebrrseizrr drr Itechischrn und römischen Dichtrr hat er sich einen 5LZLTFZUTFLU_gemacl)t. eit 1886 gehörte er als Nachfolger Hugo's der

a rmxc an.

Literatur.

Gescbichte.

11". „Neues Lausißiscbes Magazin. Herausgegrbrn von OTZ" Richard Jecht. 69. Band, 2. Heft. 70. Band, 1. Heft. (Gorky, Tzschgschel, 1894. _ In dirsrn Festen schildert zunächst der Hrrausgrber 61118 Görlitzer RechtSque le, den 11591“ xxobormn. Dieses Buch giebt über Rechtsgeschäfte zwischrn Pribatprrsonen, wie Kauf, Verkauf„ Klagen u. dgl., genaue Auskunft und ist daher ebenso für drn Reebis- wie für den Kulturbistorikrr von, bbbem Werth. Ferner publiziert Werlbof einen Aufsaß „Frtrdrich '11. und Napoleon ]. bei Zittau“. Der Verfasser erzählt, wir Friedrich pack) der Niederlage bei Kollin auf dem Rückzugs aus Bobmen betZtttau eine Schlacht schlagen woÜte, aber bei der Unaunst des Terrains und der Ueberlegenheii der Feinde davon abstand. Napbleon Htelt sich in Zittau auf im Außust 1813, als rr einen Aygriff pon Bbbmen ber erlvartete, der (1 er nicht stattfand. Die Einzelhecken, dre der Verfasser dabei über Friedrich und seine Brüder wittbrxlt, stammen aus notorisch unzuverläsfigen QueÜen und hätten obne emgrbendere Begründung nicbt wiederholt werden dürfen. Zum Schluß sei vrrwirscn auF die 'Grnralogie des Geschlechts bon Gersdorff YZ Knothe und auf die Verträge zur Görlitzer Münzgescbichte von

eimer.

ü". Mittheilungen des Vrreins für GesÖichte und Landeskunde von Osnabrück. („Historischer Verein“). 18.Band 1893. Osnabrück, Kisling. _ Jn diesrm Heft ist zunächst Von al]- gemrixierem Interesse? der Aufsatz von Forst über die Brziebungen Heinrtrb's Von'Sacbsen-Lguenburg, Erzbischofs bon Bremen, zur Kurie. Wtewohl Hßmrich bereits in früher Jugend zum Erzbischof von Bremewggwablt war, ver[agte ihm drr Papst doch die Bestätigung, als er water noch zum Bischof bon Osnabrück und Paderborn ge- wählt Werden sollte, und es begann nun eine langwieri e Verhandlung, an der fiel) auch der Kaiser und andere deutsche Fürsten, die zum tbeil selbst jene Bischofsfitze branspruchten, betbeiligten. Der Papst Verlangte von einrtch vor der Bestätigung das eidli Versprrchen, die Keßcr rückfi tskos verfokgen zu Wollen, was Hrinri ablehnte, da es seinem in Brem-Jn grlristrten Eid, den Augsburger Religionsfriedcn „WWW zu crHalten, widersprechr. Schließ- lich „erhielt Heinrich , troß des päpstlichen Widerstandes die Bischofswürde, da birke deutscha Katholiken mit der schroffen Haltung der Kurie unzufrieden waren. _ In die Zeit des dreißig- Yabrigen Krieges ührt unstilippi mit der Schilderung der Be- agerung Osnabrü s durch die Schweden im Jahre 1633. Von einer schwachen Abtheilung Kaiserlicher besetzt, Wurde das feste OSnabrück von den Schweden einige Wochen heftig berannt, bis die Kaiserlichen dyrch Hunger zum Abzug grzrvungrn wurden. Die Bela erung bietet die für das damaligr Kite swssen cbarakterißtiscben ügr: wenig Cwergir, Zwietracht drr rer und Un uberlä sigkeit der Soldaten aus bsiden Seiten. _ Von den übrigen rbeiten erwähnen wir noch die Uptrrsuchung Stüve's über die Lehen des Klosters Iburg und die Geschichte des Stifts Börstel von A. von Düring. Von den olden- burgischn Grafen im 13. Jahrhundert vornehmlich zur Versorgung der Töchter von adligen Dtenstmannen an ele t, War das Stift im

Mittelalter nicht ohne? Bedeutung; seine es ichte bietet aber keine besonders bemerkenswerthen Momente. __ _ .

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Lruie bis jrtzt zurückzuhaltrn. Drr GerberkVerein der Eisenbahn-

nischen Hochschule zu Bcrlin grnrbmigt. Demgemäß bestehen-

Geseße, Verordrzungen ec.

Das ReickW-Stempe! eseß vom 27.April 1894 erlautert von ])r. Landgraf, Syndt s der Landkammer zu Mannheim. Berlin, Carl Heymann's Verla . (Pr. 2,40 „ja) _ Diese Ausgabe bildet Nr. 16 der Carl „Hr mann's erz Taschen-Geseßsammlung; die Er- lauterungen bieten rei es Materia! zur Orientierung.

Militariscbes.

Garnisonbescbreibungen, vom Standpunkt der Gesyndbeitspflege aus apfgestelli. HerauSLegeben von der Medtzinas-Abtbeilung des Köxnglicbrti Krregs-Minis eriums. Erster Band: Besckzreibung der Garnison Cas sel. Mit 2Kar'ten, 56 Tafeln und,] Abbildung im Text. Pr., 8 „M E. S. Mittler u. Sohn, Königliche Hofbuchhandlung, Berlin 8117. 12, Kochstraße 68_70. _ ,as Königliche Kriegs-Minisiertum beginnt soeben die Heraußgabe eines für das Gemeinwohl wichtigen Werkes, wexches daher lebhaften Dankes sicher sein darf: einer in der Mßdizmal-Abtbeilung be- arbeiteten „Beschreibung der wichtigsten Garnisonen vom Standpunkt der Gesundheitspflegr aus*. Mit Untersiüßung der Behörden haben Sanitäts- Offiziere alle für die Gesundheit der Ein- wvbnxr und Truppen maßgebenden Bedingungen *in jrder Garnison untersucht und dargesteth. ür die Wahl der Wohnungen und Einrichtung des Haus alis, für die An- lagZ neuer Stadttbeile und für alle Wohlfahrtseinriohtungen in den Studie:) zur Abwehr von Seuchen kommen diese Mittheilungen wesentlich in Betracht. Sie bebaudekn geographische Lage und Um- ézebuxtg der Stadt, ibre geologisrhen Verhältnisse, das Klima, be-

retben die Stadt selbst, ihre Wasserversorgung, Kanalisation oder A fuhr und alle ihre der Gesundheitspflege dienenden Anstalten. _ OKT erste Band isi Cassel gewidmet und mit 59 Tafeln und Ab- bildungen angestattet. (

_ Leitfaden für den Unterricht in der russischen Sprache an den Königlichen Kriegss ulen. Auf Ver- anlassung der Königliéhen General-Jnspekiion des ilitär-Erziebungs- und Bildunéswesens verfaßt. Dritte, neu durcbgearbeitete und ver- mehrte Ansage. Berlin 1894. E. S. Mittler „u. Sohn. Preis 1,60-1'4, geb. 2 «14 _ Der bereits seit mehreren Jahren auf den Königlichen Kriegsschulen mit gutem Erfolg benußte Leitfaden bat in der jesyt vorliegenden Auflage mehrere Verbefferungen erfahren, die iioch irherer als bisher den Lernenden in den Stand sexzen werden xedrn russischen Schriftsteller zu lesen, sich selbständig in der Kenntnié der russischen Sprache weiter fortzubilden und namentlich sich zur Dolmetjcherprüfung vorzubereiten.

Prachtwerke.

Wendelin Borbeim, der Kustos der Kaiserlichen Waffen- sammlung zu Wien, hat das Leben und den Charakter Philippine Welser's zum Gegenstand eines intereffantrn Werks gemacht. Was seit) Buch überdies auszeichnet, smd dessen Illustrationen; bei der werteZi'Verbreitung recht seltsamer Photographien der Augsburger Patriztrrstochter war es ein Verdienst, daß hier endkich einmal bessere Abbildungen ans Licht grzogen Wurden. Vier Portrats Ferdinand's, fiebrn vbn Philippine und dreizehn weitere Abbildungen zieren das BUÖ; dre Porträts find durchweg kleineMeisterwrrke der HoTzschneide- kunft. Von den Origirialen der Bildniffr befinden iich fünf in den Kunstsammlungen drs Kaisrrlichen Hausrs zu Wien, fünf auf Mayen m Nordtirol im BSR?) des Freiherrn von Lipperbride, während eines auf der Feste Coburg ewabrt wird. Weitere JÜustrationen stammen aus deux Ferdinandeum zu Innsbruck und dem Schlosse zu Ambras. Das kleine Prachtwerk Erschien im Verlage drs Ferdinandeum zu InFsbrurk; es kostet in elegantem Pergament-Bande 3 F1. 6. W. : &“

Unterbaltun .

Von der Halbmonatsscbrift „Aus ?remden Zun en“, die von Joseph Kürschnejr (Deutsche Vrrlags-Anstalt in tuttgart) brrausgegrben wird, und den deutschen Lesern die besten Erzeugnisse drr fremden Literatur in guten Ueberseßungen vrrmiitelt, liegt mit drm soeben erschienenen zwölften est wieder ein Band, der erste Yand'drs Jahrgangs 1894, abges [offen war. Darin werden ver- offrniltrht: zwei Romane aus dem Franzöischen, je einer aus dem Jtahemschen, Norwegischen, quniscben, S ivediscben und Spanischen, 16 ernr Novelle aus dem iymschen, Schwedischen, Spanischen und Ungarischen, außerdem zal) r€1che Erzählungen und Gedichte der ver- schiedenstrn Sprachen, sowie eine gro,eFü11e literarischer Mittheilun en m der Rubrik „Von Diesem und enem“. Die Verlagsanstalt at aiich für diesen, Band Original-Einbanddrcken in feinrr en lischer Leinwand mrtwrichem (Gold- und Schivarzdruck auf Vorderdecéxel und Nacken anfertiéen lassen, die für den mäßi rn Preis Von 1 „M durch jede Buchband ung des In- und Auslandes ezogen werden können.

_ Mit drn uns vorliegenden Lieferungen 26 bis 30 ist die von der Druischrn VerlagS-Anstalt zu Stuttgart veranstaltete Herausgabe drr csammelten Werke Von Georg Ebers bis zur“ eendigung drs omans „1101110 811111“ Lekommen. In der zuletzt erschienenen Lieferung 30 wurde der im Jahre 1881 vom Verfasser Vollendete Roman .Die Frau Bürgrrmeisterin' begonnen. Jede Lieferung der trefflich ausgestattrten Ausgabe kostet 60 H.

_ Novrllen-Bibliotbek der Illustrierten Zeitun . Fünfzrbnier Band. U1 und 406 Seiten. Preis 2 „ii; in OriginaF- rinrnband 3 „xa Verlag 5011 J. J. Weber in Leipzig. _ Mit der Zeit des Rrisrns hat auch die Saison für die Rriselektüre begonnen; als eine [)übschr, frische und anregcnde möchten wir den obengenannten Band unserm Leserkreis ewpfrbkrn; die darin enthaltenen neunzehn NoveÜrn eignen sich zur 'rmÜkommenen Unterhaltung. Nicht, daß der ernste Ton 1:1 den Geschichten vöÜia fehlte; aber im ganzen ist doch das Kolorit rin heUrs, ,sonniges. Drr Preis ist billig, das Buch ut ausßestattet und ach) m broschiertem Zustande nicht einem ras en

Zet all ausgesetzt. Verschiedenes.

Die Deutsche Literatur - Zeitung Nr. 26 vom

30. Juni d. J. (herausgegeben von Dr. Paul Hinneberg. Verlag von Hermann Walther in Berlin) enthält: Eduard König, Altteftament- liche Kritik und Christen [aube, besprochen Von W. Nowack. _ E. Chr. Achc1is, Praktische Tßeologic; C. Heydecke, Die rechte christliche GotisSVerrhrung, besprochen von Prof. Dr. H. Holßmann. _ Das Doktrinale des Alexander de Van Dei bcrausgrgeben von Dietrich Reichling, besprochen von Prbf. 1)r. Fr. aulfen. _ Xenien. der 41. Versammlung druff er Philologen und chulmänner vom 20. bis 23. Mai 1891 m Mün rn dargeboten Vom historisch-pbilologischcn Verein München, besprorhcn Vom Oberlehrer ])1'. Tb. Stangl. _ A. Döbring, Zu den griechischen und lateinischen Konjunktioncn der Gleichzeitigkeit und der Zeitgrcnze, besprochen von Prof. Dr. Paul Cauer. _ U6r0ä0bUZ, 13001ch§ 7 8.110. 171 Säijä l))- 12. 45501313, besprochen von Dr. .H. Panzer. _ 1)10c10rj 515110611609. 1115101165, 6611310112111 peram (zurijb 1111111. ZSkkSr, 8.106er 1411110710115 Ojuäork, r600ZUOU1b 171166110118 70J61, 701. [1], be- sprochen von Prof. Dr. B. Niese. _ Rudolf Gcnéze, Hans Sachs und seine Zeit, besprochen Von Priwaidozent Dr. Max Herrmann. _ Karl Lamprecht, Deutsche Grschichte, 17. Band, 1. Hälfte, besprochen von Prof. Dr. Herman Grimm. _ Hugo Landwehr, Die Kirchenpolitik Friedrich Wilhelm's, des Großen Kurfürsten, besprochen von Prof. Dr. F. Hirsch. _ E. Struve, Die Entwickelung des bayerischen Braungerbcs im 19. Jahrhundert, besprochen von Prof. Dr. C. Neuburg. _ A. Karagiannides, Die Nichtruklidisobe Geometrie vom Alterthum bis zur Gegrnniart, besprochen von Prof. Dr. E. Gerland. _ Von der fünften verbesserten Anlage, des Univrrsal- Lexikons der Kochkunst (Wörterbuch a er in der bürgerli en und feinen Küche und Backkun-[t vorkommenden Speisen und e- tränke) liegrn jeßt 5 weitere Lie-rrungen H„bis 11) vor, Welche die Artikel „Lab“ bis „Waffeln“ enthalten. 11 der demnächst zu er- wartenden 12. LieferunYÉPr. "e 1 „M 20 „3; Verlag von J.I.Weber in Leipzig) wird das erk a geschlo en Vorliegen. Ein besonderer Vorzug liegt, abgesehen von der ielseitigkeit und Rei baltigkeit _ es ist das voUständißfte Werk seiner Art _ in der Ben": sichtigung alTer Ansprüche, die s ck) auch in den Monats-Küchenzetteln'au6drückt. ür den fernen, den mittleren und kleinen Haushalt sind darm in drei- achrr Auswahl Menus zusammengesteüt, welche den verschiedensten Anforderungen zu genügen suchen. Eine interessante _Beigabe des

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