1894 / 169 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 20 Jul 1894 18:00:01 GMT) scan diff

* außerdem Sprech- und Schreibübungen unter Publikum überbcur

: o M2 Fer ch_ [ FF UM U;?ettli as ar ao o e u eum DocbsonZmFttags von 11-1 Uhr geöffnet, ebenso der botanisä

Gurt w ren er ck , Jesonderen Lehnwecken Kienen außer deni archaologischen Museum und dem botanischen Garten der archaologtsche, mathematiscb-astronomisäpx Ap . M FFMJKZHQ dasduÖnxerc?) 093? d p n e nt un a emteun ' ' 'bl' t k it lich mit Auönahme der Die PelltlimschvéynB 10 bliZ 1 desvong2 bis 4 Uhr, während erien von 10 bis _ Abholen derzu entlei enden und zur Rück aber der entlie täglich die Zeit von 11 bis 1“ Uhr, von 12 bis 1 Uhr bestimmt.

geogrqpbis e i_md arat das Kabinet fur mrttela terltche oologtf e Museum„das ysikalis e Laboratorium.

Sonne und

akadem1 chen enen Bücher i

rend der akademischen , Lesezimmer ist täglich von 1 bis 1 Uhr und von 2 bis 4 Uhr,? während der akademischen Ferien von 10 bis 1 Uhr geöffnet. Tl Das aikadßnklij"

re un enes a a rigen selbegistgtäglicb geöifnet an Werkxagen von 8 Uhr _ 7 Uhr Abends, an Sonn- und Feiertagen nur Vorm1ttags von 10

bis 1IYLZQAnfang des Semrsters ist auf den 15. Oktober 1894

2 Le ezimmer isi 3den StuiZierikchen egen eitra es Von „44 zugang: . g Vormittags bis

Abgereist: Seine Exceücnz dsr Finanz:Ministcr 1,11“. Miquel, mit längerem Urlaub; . _ Seine Excellcnz der Wirkliche («Zchcime Nail) uni) Präsident des Königlichen Ober: Verwaltungsgerichts Pcrstus, nach der Schweiz.

Angekommen:

Seine Excellenz der kommatzdierenbe Admiral, Admiral Freiherr von der Golß, von seiner Dienstreise.

Yiehtamtliches.

Deutsches Reich. Berlin, 20. Juli.

Seine Majestät der "Kaiser und König, Aller- höchstwelcher am Mittwoch fru aus fortseßtcn, smd am Mittwo

in Merok im Geirangrr-F'ord eingetrsffcn. ' eiranger:F]0rd war, dem Bericht

B.“ zufolge, von Regen begleite] und auch gm en Vormittag war das Wetter noch zwerfclhaft. Srme ajetät gedachten, Sich von Merok TUS nach dem Nord-Fxord zu beqeben und einige Tage in Oldoren und Umgebung zu verweilen. ' , , ." _ _ Ihre Ma1estäi die Kaiserin uvnd Konrgin smd, wie „W. T. B.“ meidet, heute Vorm1ttag 101/2 Uhr _an Kadetten : Schulschiffs ' Die Standarte der Kaiserin wurde _ sammten, im doriigen Hafen liegenden Kriegsflotie mrt

Seine Königliche Hoheit ber Heinrich sowie der Admiral Knorr begaben sichnsqgl'eick) rer Majestät an Bord. Ihre Konigliche einrick) beobachtete die Einfahrt der

Preußen.

die Fahrt von Dronthcim Abend im**besten Wo [sein Die Fahrt

den Stor- rd und den

Bord des

aluischüssen schi auf den Toppen aus.

egrüßung Z oheii die Prmzef iserin von der Schw terrasse aus.

technischen PrüfungSämtern Aachen haben im Laufe des, Jahres pril 1893 bis dahin 1894" im ganzen die Vor: bezw. die erste Hauptprüfung fur den Staatsdienst im Baufack) abgelegt: . .

a. die Vorprüfung: in Berlin 261, niHannoyer 83 und in Aachen 10, zusammen 354 Kandidaien (im 'Vorxahre 286),

1). die erste Hau tprüfung: in Berlin 104/111 _annover 14 Und in Aachen 4, zu ammen 122 Kandibatcn (im Von den 354 Kandidaten zu & smd 88 fiir das Ho : ach, 157 für das Jngenieurbaufach und 1.09 fur das chinenbaufack) geprüft worden, und haben 243, 68,6 roz. (im Vorxahre von 286 Kandidaten 211 oder roz.) die Prüfung bestanden, darunter 11 „mit Aus- zeichnung“. _

Von den in die ersteHauptprüfung em etretenen 122 Kan- didaten sind 47 für das Hochbaufack), 51 " baufach und 24 für das Mafchinenbaufach gepruft worden, und haben 101, also 82,8 Proz. (im Vorjahre von 98 Kan- didaten 91 oder 92,9 Proz.) die Prüfung bestanden, darunter 13 „mit AUSzeickMun “. _ '

Bei dem Königlichen technischen Prüfungsiimt 111 Berlin haben sich außerdem 20 Kandidaten der Vorprüfung und 12 fbau- und Schiffs- en Marine unterzogen

Vor den Köni lichen annovcr un

orjahre 98 .

iir das Ingenieur-

auptprüfung im Sch aufach derKaiserli orjahre 38 bezw. 8 Kandidaten).

iervon haben bestanden: die Vorprüfung 14 Kandidaten, or ahre von 38 Kandidaten 27 oder auptprüfung sämmtliche Kandidaten re von 8 Kandidaten 7 oder 87,5 Proz.), darunter 2 „mit uSzeichnung“.

der ersten

0 Proz. (im V 71,1 Proz (im Vo “a

Der Inspekteur der Feld-Artillerie, Gencral-Lieutenant von Hoff bauer, hat Berlin auf einige Tage verlassen. ierungs-Assessor Goet ei-Präsi ium zu Berlin an Stell

aus Oppeln _ e es in das Mimierium ur aushilfsweisen Beschäfti ung-berufenen Re- gierungs-A e yrs Steinmeister iiberwie en worden.,

Der egierungs-Assessor Graf Finck von Fincken- ist mit der kommissarischen Verwaltung ierungsbezirk Marien- horn zu Koblenz andrathsamts im

éin zu Königsberg . LandrathSamts im Kreise Komß, N werder, und der Re ierungs-Affeffor mit der kommi aris en Verwaltung des „Kreise Merzig, egierungßbezirk Trier, beauftragt worden.

Oefierreith - Woma-

Der un arische Minister des Innern Hieronymi traf aeßern“ in KJaUsenburg em und wurde am Bahnhof vqm Birr g erm ei ste r empfangen, welchersagte, her Minister werde sich persönlich von den durch gewissenlyse Agitationen heryorgerufenrn trauri en Zuständen in Siebenburgext ubxrzeu en k?nnen. Die Anm enheit des Ministers werde pte, Friedli e Beilegung der Zwistigkeiten ördern. Der Mini ter erwxderte darauf, er wolle dur seinen wenn auch nur kurzen Aufenthalt die Bedeutung der Verhältnisse diesen) .Landestheilx kuni) eben und alle ehrlichen Betrebun en vereim et),'die eiiie le liche Lösun bezweckten. *Die ede des imsters rief ebhaftxn Beifa unter den Anwesenden hervor, unter denen sich auch einige Rumänen bqunden. ,Jn Kolozs, wo der Minister gestern Nachm1ttaq eintraf, wurde_ er von feiiien Wählern begeistert „empiangen. Der Minister hielt eine mit großem Beifall aufgenommxne Rede, worixi er die Nationalitätenfra'ge beruhrte,_ .und erklärte, er begrüße gern das usammenzmrken alier gemaßigtrn Elemente“ dazu sei ]edoch die “rumänische Nationalpartei' m

ermannitadt so lange nicht zu zählen, als fie tZr gegenwartiges Zrogramm aufrecht erhalte. Die berechtigten orderungen_der Rumänen könnten erfüllt werden, es musse aber,nach [einer Ansicht dasselbe Wahlgesch für Ungarn und Siebenburgen gelten.

Großbritannien und Irland.

Das Oberhaus hat gestern die crste Lesung der Budgxt- bill angenommen. " _

Im Unterhause erklärte gestern der Prasident des Ackerbauamts Gardnrr, es werde dir erauSgabe eines ami- lichen Ackerbau-Journals beabsi tigt. Drr erste Theil „solle anfangs September erscheinen.

Frankreich.

Der Präsident Casimir-Pcrier hat gestern Nachmittag von dem ElysSe-Palast Veith genymmenZ „zynz Empfang des Präsidenten waren die Offiziere seines Mtiitarjtaats ariwcsend.

In dem gestern abgehaltenen Ministerrath ck61).th drr Ministrr des Auswärtigen Hanotaux mri, daß der Konig der Belgier den früheren Minister “dc Volder und dcn Baron Gossinct beauftragt habe, sich zu Unterhandlungen über die KMvention zwischen England und dem Congostaat nach Paris zu begeben. ' . _ ck

Der Senat hat in seiner gestrigen Sißnng die Ab: kommen mit Deutschland wegen des Hinterlandcs von Kamerun und mit dem rcistaat Liberia genehmigt und sodann dcn Gcseßentwur Über die indirekten Steuern angenommen. _

In der Deputirtenkammer wurde die Vcrathrmg der GcscßeSvorlage zur Unterdrückung des AnarchrSmus wieder aufgenommcn. Der Drputiric Jules (Huesde (Sozialist) befürwortete eine Gegenvorlagc, dic dahin ging, das Prcßgcscß vom Jahre 1893 abzuschaffen und Wieder'auf das Gescß von 1881, welches der Republik zur Ehre; geretche, zurückzukommen. Der Dcputirte D esch a 11 el verlas hierauf aus einer Flugschrift zwei Stellen, worm (Huesde die Enteigung aller Besißthiimer empfiehlt. Die Drputirtcn Groussier und Conßant untcrbrachen den Redner und wurden deshalb zur Ordnung gerufen. Der Deputirte _Guesdc erklärte, auf dicse AUngLkU nicht antworten zu wollen; der sozialistische chankr wiirde schließlich doch sWJLU. Darauf wurde drr Antrag Gucsde mit 394 gcgen 82 Stimmen vernZorfen. Die Sozialistcn verlangten die Abstimmunq anf der Tribune nicht; ste fchemen an ihre Obstruktion vcrzichten zu wollen. Der De- putirie Dumas befürwortete eine andere (Gcgenvorlage, durch welche die Vergehen der Anfreizung _th Schwurgerichten vor- behalten werden. Der MinisterWrändent Dupuy bekämpfte diese Gegenvorlagc und erklärtc, das Gesch wolle weder Hie Prrsse, noch irgend eine politische Partei, sondern lediglich "ene Zritungsschreibcr, die ' zu Mord, Diebstahl uni)

[änderung aufreiztcn, sonne jene wilde,. keiner Partei angehörendc Sekte treffen. Der Minister - Präsident theiltc ferner mit, er bereits eine Reorganisation der

Poli ei vor; die Polizri _ sei aber ohne das Grieß, das Für die nationale Sicherheit nothwendig sei, ohnmächtig. Der Antrag Dumas wurde hierauf mit 298 gegen 238 Stimmen abgelehnt. Nachdem auch ein Amcndemch Viviani, das die Schaffung einer Jury bei den Zuchtpoliszeigerichteu befür-

wortete, abgelehnt worden war, vcrtagte ich die Kammer

bis heute. Italien.

Der S en at seßte gestern dieDebatte über die fin anziellen Maßnahmen der Negieruncé fort. Das _aus war'sehr ut bcscßt. Zunächst bra )te der Mimier :.Priisideni riSpi dieNachricht von dem Siege der italienischcn Truppen in Afrika (siehe unten) unter lebhaftrr, freudiger Bewegung des Hauses zur Kenntnis; und verlas unter allgemeinem, lebha tem Beifall eine aus Kassala vom 17. Juli, 10 Uhr Morgens, datierte Depe che des Generals Baratieri Über die Einnahme Kassalas dur die italienischen Truppen. Sodann herthetdigte der Scha -Minister Sonnino in einer von häuf1 en Zustimmungs- undgrbungen unter: brochenen Rede die nanzielien Maßnahmen, insbesondere die Erhöhung der Rentensteuer, nach ]eder Richtung und erklärte: bezüglich des Amendements Antonelli werde die Regierung aÜe wünschenswerthen Erklärungen geben, um ]ede Zwei: deutigkeit zu entfernen. Das Amendement solle in allen den ällen keine Anwendung finden, wo klare Abmachungen be: fänden, aus denen hervorgehe, da die ZiUSzahlung ohne bzü e erfolgen solle und daß der chuldner auch eventuelle ukiin ii 2 Steuern zu tragen habe. Er feigeneigt, eine darauf ezü li e Tagesordnung anzunehmen und im No- vem er sogar ein Jnterpretatwné-geseß einzubringen, und Josée, der Senat werde die Auslegung der Re ixrung in ie em Punkt bestäti en. Der Minister ab schlieZlick) einen detaillierten Ueberbli über die wirthscha tliche Lage Italiens, die eine Wendung zum Besseren aufweise.

Die in der gestriYn Sißung des Senats von dem Minister - Präfidentexi _ risPi verlesene Depesche des Generals Baratieri hat folgenden Wortlaut:

,Kaffala, den 17. Juli, 10 Uhr Vormittags. Da die Derwische ihre in den letzten Tagen begonnenen Streifzü e bis an unsere Vor- posten ausdehnten, wodurch diese bedroht er7chienen, brach ich von Salderat auf und überrumpelte um 6 Uhr 30 Minuten Morgens Kaffala. Die Besa8ung, ungefähr 2000 Mann Fußvolk und 600 Reiter stark, eistete besonders im Innern des Platzes heftigen Wider'stand, aber nach einer Attacke unserer Kavallerie und einem ge chlossenen Angriff der übrigen Truppen Wandte sich die Garnison zur Flucht unter Zurücklaßung zahlreicher

Todten und Verwundeten. Auf unserer Seite fiel ein Offizier Kommandeur einer Schwadron, der an der Spike seiner AbtheilukiT die er zum An risk cZührte. getödtet wurde. Außerdem wurden einige wenige in ita tens en Diensten stehende Eingeborene getödtet oder vernmndet. .Die Verluste des Gegners sind noch xiicht festzustellen, Viele Fahnen und zwei Kanonen fielen in unsere Hande.“

Die „A en ia Steéani“ bringt über den'Sieg der italieni-

Men TrupFenzin A rika folgxnde Mitthetlm) : Nach einer

eldung ausMaffowa heilte" eme starke „Abthetzmgs Dermis e in den jüngsten Tagen treifzuge nach der im italiem chen Beßß befindlichen Ortschaft Karkabat unternommen„derrn Emwo ner etödtet oder zu Sklaven gemachtwurden.D1e Reiterei der Deerche Zehnte die Streifzüge bis zu derx Vorposten pon Agordat aus. er General - (Gouverneur Burgherr, der sich in Keren befand, rückte darauf mit allen verfugbaren Streitkrasten am 12.d. M, egen die Derwische vor und kam am 13. m Dun aaz, am Y. in Nascheit, am 16. in Nekais _und am selben bend in Salderat an. Am 17. d. M. erschien GeneraiBaratieri uw- vermuihet vor Käffala, dqs " nach heftigem Kampf erstürmi wurde. Die Streiikrafte der Italiener be- trugen 2400 Mann, theils Emgeborene, thcl[S_ Italiener, mit 54 Offizieren. Die Derwische erlitten bei der Ver- theidigung von Kassala sehr große Verluste an Topten und Verwundeten, deren Zahl noch nicht genau festgestellt ist. „Auch zahlreiche Fahnen und Kanonen wyrdeti von den Jtaltxnern erobert. icjenigen Derwische, die" slck) 0116 der Nieder: lage von Kassala retten konntezi, fluchteten m der „Richtung auf den Fluß Adbara, der infolge von Regenguffen an- geschwol1en ist. . '

Vor dem Schwurgericht begann ßestcrn in Rom der Prozeß gegrn Paolv Lega wegen es Attentats auf Crispi. Nach Verlesung der Anklageschrift" wurde das Verhör des Angeklagten eröffnet". „Dieser crklarte, rr habe das Attentat „argen Crisp“: nicht aus Rohheit oder persönlichem Haß verüben wollen, ,sondern als feier- liche Protestkund ebnng gegen das herr " ' ' 1“ stem. Der ngcklagte entrvickelte ausfuhrlich feine Yrinzipicn und wurde hierbei von dem Staatsanwalt mit den Worten unterbrochen: „.?-aben mir denn hier eine Kanzel für AnarchiSmUS?“ Daran erwiderte der Angeklagte, ob man ihn der Redefreiheit berauben muoll'c. Lega 'erklarte weiter, er habe vorher den Chef der rom1schcn Polizei und, dann erst Cri-Zpi als den Vertreter des Staats und_dcs herrschcndcn Systems tödten wollen, und schloß _nach einer cynischcn Schilderung des Attentats mri einer auf: reizenden Ansprache an die Geschworenen. Sodaxm bexann das Verhör der Zeugen, deren Aussagen sich au? die Einzriheiten des Mordversuckxsbezogen. Der Waffen- händlrr Spadini erklärte, das; die Pistolen, deren sich Lega brdient habe, auf eine Entfernung von 1,55 111 rinen Menschen hätten tödten können. Der Chrf der römrschcn Polizei gab über das Vorleben Lega's Auskunft und- schilderte ihn als einen gefährlichen Menschen 0011 gexvalt- thätigem Charakter. Der StaatSanwalt fuhrte in seinem Plaidoher aus, daß nur Entartrtc und Verbrecher drm AnarchiSmus angehörten, der die Zerstörun? zum Ziel babe. cha sei em geborener Verbrecher, er )abe s1ch_zur That kaltblütig entschlossen und die Ausführung vorbereitet. „Er kam von weit her, um gegen CrisPi,_ der rms das Vaterland und die Freiheit gegeben und dcr sick) bcmuht, uns das Vaterland und die Freiheit zu erhalten, dxn Stretch zu führen“. Der Staatsanwalt apprllieric'schließlick) an das Gerechtigkeithefühl der Geschworenen. _Htcrauf sprach der Vertheidiger, der darauf hinwres, daß die Verfolgungen der PolizciLega zu der That veranlaßt hatten. Jn_fpater Abend- tunde wurde das Urtheil verkündigt, das auf eme Zuchthaus- xtrafe von 20 Jahren und 17 Tagrn lautete.

Nach einer Meldung des „Umvers“ aus Rom hatte dcr Papst die Encyclica über den Orierit nahezu beendet und Studien betreffs der Errichtung ciner neuen Kon- grcgation „.*-ici 107811671171 111110118111“ angeordnet.

Schtveiz.

Die vom Bundesratk) mit der Prüfung des neuen Projekt?: fiir den Simplon-Tunncl bcauftragteti Sach- verständigen haben ihre Arbeiten abgeschlossen und einen drr Ausführung desselben günstigen Bericht erstattet.

Belgien.

Entgegen dcr Meldung der „Gazette“ (siehe die gestrige Nummer 1). Bl.) verfichern die Brussclcr Abendbliitter von _estern, die Staatsanwaltschast habe von den 2Ycrbtfchen Ve- Jörden keine Benachrichtigung von der erhaftung des Barons Ungern-Sternberg erhalten.

Sthiveden und Norwegen.

In seiner gestrigen Sißung nahm dgs Siorthing mit 63 gegen 48 Stimmen das Budget fur ine gemeinsame diplomatische Vcrtretun unter der Bedingxung an, daß die Gesandtschaft in Wien unizgehoben werde. , m Layfe der Debatte hatte der StaatS-Mimster Stang diese Bxdingung fiir undurchführbar erklärt. Nach längerer Debatte uber" das Konsulatsbudgrt nahm das Storthmg m porgeruckter Abendstunde mit allen Stimmen der Linien gegen die Stimmen der Rechten und Moderaten den Kommxsstonsantrag an, wy- nach die Aus-aben fiir das gemeinsqme Konsylatszvesen fur das laufende ahr bewilligt werden mrt dem Hmzufugen, daß eine Trennung des Konsulatswesens vom 1. Januar 1895 ab eintreten solle.

Zu der in Nr. 166 d, Bl. mitgetheilten) Meldun wormck) die egicrung die Sanktion des Storthmgsbeßchlufes uber besondere Strafbestimmungcn fÜr Personen, ie _vpr dein Storthing eladen werden, verweigert habe, wird dfßzieÜFnU- etheilt, da die Angels enheit von dem StaatSrath uber- Zaupt noch nicht beratZen worden sei.

Dänemark.

Seine Köni liche oheit der Prinz einrich von Preußen hat, Jem „Z. T. B.“ zufol e, seKien Besuch am dänischen Hofe angekündi t, um der am 2 .d. M. stattfindenden Feier der silbernen Ho zeit des Kronprinzen und der Kron- prinzesfin von Dänemark beizuwohnen.

Amerika.

Wie „W. T. B.“ aus Washington berichtet, hat das Repräs entantenhaus sämmtliche vom Sena angenommenen Abänderun Svorschläge und die Zurckverweisung der Tarifbill an eine interparlamentarische Kom- mission verworfen. m Laufe der Debatte wurde ein Brief des Präsidenten leveland verlesen „worin dieser Wilson beschwört, in die demokratische“ Parke: zu drin en,

daß ste das in ihrem . Programm gegebene Verspre ?"

ollreform, dcr folge alle Ro , uckersteuer _fie innerhalb vernünftiger Grenz wird sokdann die Einkommensteuer ve'r- worfen und die Demo ane ansgefordert, ihre Aufgabe schnell

zu vollenden. *

' ' lte und eine _ 2?" sollten, her ifuhre: twerden, doch znusse eiben. In dem Brie

ffe zoll ei

Australien.

ch einer Meldung des „Reuter'schen Bureauß“ aus e Letter der Regierung von Hawaii

onolulu ist der bisheri efiUitiv zum Präsidenten der

, B. Dole nunmehr Republik gewählt worden.

Statistik und Volkswirthschast.

Wohithätigkeit.

Durch Beschluß des Auffichisiaths der Aktiengesellschaft Farb- erster, Litern“; u. Brüning zu ' abrik in; chen gerufenen Kaiser Wilhelm und Augusta-Stistung fur Arbeiixr, analiden, Wittwen und Waiix'n

der Fabriken 61118 Schenkung vo.: 300000 ck überwiesen worden.

werke vorm.

ö k 't d von den Gründern der H chs is er

Ertrag der Zölle und indirekten Steuern tn Elsaß-Lothringen.

der ZöÜe und indirekten Steuern in (Elsaß- Qiatsjahre 1893/94 für Rechnung des Reichs ver- einnahmt (Brutto-Emnahme) 16751117 26, um 891 884 .“ mehr als im Etatsxahre 1892/93. .Die Zölle brachten 84 712 „14, die Maisch- bottich- und Branntweinmaterialsteuer 180 931 „M und die Verbrauchs- abgabe für Branntwein mit dem Tabacksteurr 19 322 M,

Die VerWa1tun Lothringen bat tm

, uschlag 670 982 „M mehr; die die Salztruc-„r 15 041 „M., die Wechsrl- ftempelsteuer 7297-94 und dreReichs-Stemp€labgaben 914634 wenigrr

Für Rechnung von Elsaß-Lothringen Wurden Vereinnahmt: 1) Aus der Zoll- und Structbrrwaliung 5 744 531 24, um 163189 «;(: mehr als im Etatsjahre 1892/93. Die Weinsteuer brachte 110 836 «74, die Uebergangsabgabe von Bier 32 819 «xa, die Lizenzgebühren 11362 «14 Stemprlgebühren bezettelungezi 13 994 514 mehr s der Cnregtstrements-Vrrwaltung 9885081 «16 gegen 10209070 «14 323989 «M Die rigentlichen

chende Régierungs- »

als im Jahre borhsr;

Etatsjahre Mindrreinnahmen béziehrn nregistrementsgebührcn und Strafen, welche 229 233 544 Wrniger er- Jahre vorher; cinch. die Erbschaftsstsuer hat 94 820 «74 ' schließlich drr Reiyepäffe, Jagderlaubniß- scheme 13115 „der Strmpclstrafen, 39173 W mrniger erbracht, während die gerichtlichen Strafen 2c. 36 021 „46 mehr ergaben; 3) Aus der JustizberWaltun , welch? an Hypothekrngebühren 288 631 5%. Ver- rinnahmte, 823 26 xvemgsr als im Vorjahre. Die Grsammteinnahmen für Rechnung des 3161th und für Rechnung Elsaß-Lothringens betrugen formt 32 380 729 «W., 731 084 25. mehr als im Etatsjahrc 1892/93. Die ZoU- und Stsuervergütun en betrugen im Etatsjahre 1893/94: 223 224 516 gegenüber dem Steuerbergütungen für ausgeführten Branntmein brtrugcn 9521 514 und , für zu genierblicben ZWeckrn Branntwein 16 983 „M mehr, die Struervercxüiung fiir ausgrführtrs Bier dggegrn betrug 23 353 „M weniger als im Vorjahre.

Die Vergütnngcn Und Urbrrivcisungen an Elsaß-Lothringkn aus den Zöllen und Reichssteurrn 13 077 872 „64 grgrnüber dem Vorjahre 541240 „16. wenigcr. Verg_utung fiir dic Erbcbung und Verwaltung drr Zöüe und andrren gememschaftltchsntSt8uern ergab zwar cin Mehr Von 113 310 514, dagégcn blieben die Ueburweifungkn aus den Erträgen der Zölle und drr Tabacksteuer um 783 522 «zl- und der Reichs-Strmpelabgaben um 12230 «44, zusammen um 795 752 «14 zurück grgrn das Etatsjahr

* 1892/93; dW Uebcrweisungrn aus drm Ertrag drr Branntivein- verbraucbsabgabe erreichtrn 3 248 675 „46, 141202 „;ck. mehr als im Jahrc Vorher.

gaben als im und die Strmpelgsfälir, ein

orjahrc 2323 «M mehr; die

die SteurrVLrgiitungen verrvendcten

im Etatsjahre 1893/94

Zur Arbeiterbewegung.

Das Hamburger Gewerkschaftskartcll durch, eme Entschließung, dir in der Versammlung Dele [rien zum Hamburgrr Gewerkschaftskartcll am 12. d. M. efa t wurde, _ egen die Unterstiißung auswärtiger , Diese Entschließung lautet nach dem „Vorwarts“ 1_m wesentlichen folgendermaßen:

. Da das Yamburgrr Gewerksckyaftskartskl nach seinem Re keine „gaxtze Thatigkrit nur auf [okalrmGebietr entfalti'n will, agswartig? Ausstände nicht zu unirrsiühkn, wcil 1) sine solche Untrr- stußung eme Berinträchtixung drr Thatigkeit der Zrntralvereine be- auswärtigen borgrschriebcnen

lusstände erk ärt.

_ im Regulativ Kenntnis; des Hamburger Kartrlls entziehen; weil 3) die Dele- gtrtezi zum Hamburger Gewerk1chastskarteil rventurl] Beschlüssen ihre Zustimmung gxben „würden, die Über die dem KarteÜ Von den Ge- , _ erngrraumten Befugnisse hinausgehen und fich somit in Widerspruch mit drn Bestimmun en des Regulativs seZen würden. _ Ausyahmen fin? nur dann zulä fig, wenn durch länger dauernde rder großere Ausstande einc Etsch isi, oder fglls es 1cl) Um Ausf Handelt, die im 5 cgrtff stehrn, ihre Organisation aufzurichten.

London meldet „W. T. B.“: Die seit dem großen Aus- stqnde der englischen Bergleute Wischen den Grubenarbeitern und Grubenbefißern schwebenden Streit- Punkte sind von drm dazu eingescßten Schiedsgaricht nunmehr durch fo,lgende Bestimmungen beigelegt worden: 1) Vom 1. August ] 4'b1s zum 1. Januar 1896 tritt eine fünfprozenrige Kürzung anf die letzten betdrn Lohnerhöhungen ein. 2) Vom 1. August 1894 1. August 1896 sollen die Löhne mindestens um 30 0/0, um 45 0/0 ' höher skin als diejenigen des Jahres 1888. Januar bis zum 1. August 1896 wird das Schiedsgericht eiten Bestimmung festseßen. telegraphisch berichtet: _ Kondukteure reichten mit Umgehung der Direktion an den Handels-Minister ein Memorandum über ihre falls keine Abhilfe erfolge, für den

. B.“ aus Chicago meldet, sind infolge der tung der Lage alle Bundestruppen aus der City gezogen worden; ebenso sind alle Milizen im StaateIllinois entla en worden mit Ausnahme von 3000 Mann in Chicago.

us Missonta (Montana) berichtet die Londoner .A. K.“ ' Auf der Northern-Paciftc-Bahn Dienstag der Versuck) gemacht, unweit der hiesigen Stadt als ,er über *eine der Brücke War ein? Dynamit- lofion die Lokomotive und gcht erweise Wurde nicht ein einzt er at yder bürgerlicher Fahrgast verleßt. Dic Ausständigen spra en entrustet uber das Vorkommniß aus.

werkfchaften

der Zentrglkqssen eingetrei'en er Orgamsattonsangehörigen

im vergangenen Jahre

öbne innerhalb der Grenzen der Aus P est wird drr 1235 Straßenbahn-

schlechte Lage ein und besch1o en, efanstag Fön Ausstand. ff

ren'Géstal

einer Meldung des „R. B.:

zuZl zur EntZZleifung zu bringen,

b uf das

Wb? gelegt worden, durch deren E a Sons demoliert wurden.

Brücke fuhr.

Kunst und Wissenschaft.

Kunstausstellung im Glaspalast zu München nigen Tagen neu aufgenommen 25 Radierungen von Pro- Ehrenmitglied der Münchener Ori inal-Arbeiten,

Karl Kövpin

s B li KUUsiler-Genoffens aftc:lu er n

Literatur.

O ; Geschichte. 11. snabrücker Geschichtsquellen. Heraußgegeben vom Zistonscben Verein zu„OSnabrück. Band 11. Die niederdeutsche „scbofschrontk bis 1553. Bearbeitet bon FRAU e. OSUa- bruck,1894. Selbstverlag des Vereins; Kommission ackhorsJ'scbeBueh- handlung. Pr. 10 „16 _ Dem vor etwa zwei Jahren publizierten erstxn Bande der Osnabrücker Ges ichtsqueÜen folgt hiermit der zweite, der _ebknso wir der erste von er wiZenschaftli en Tüchtigkeit des Osnabrucker 'Gesrhtchtsvereins beredtes eugniß a legt. Semen Inhalt bilizet dix niederdeixtsche Ueberseßung einer bereits im ersten Bande beroffentiichten lateinischen Chronik des Bürgermeisters Ert- man _ von einem *nur dem Namen nach bekannten Verfa er im 16. Jahrhupdert gngrfertigt _ und die Fortsseßung jener C ronik. Das historisch Wichtigste Stück von beiden it natürlich die Fort- is im . Ihr Verfasser war ein aus Westfalen gebürtiger on des Klosters Jbur , Lilie, der, um die Wende des 15. Jahrhunderts ge oren, zeitweilig in der Um- gebung des Btschqfs boxt Münster lebte und Wenige Jahre nach dem Augsburger Religionsfrteden ?storbrn zu sein scheint. Seine Chronik schilder? hauptsachlich die Ge?chichte der Stifter Münster und Osna- bruck bis zum Jahre 1553. Es ist bekannt, wel Stürme in der Reformationszeit 16118 ande burchtobten: zuerst ver uchten die Wieder- taufer m Munster ihr himmlisches Reick) auszurichten und konnten erst nach langer Belagerung unterdrückt werden; dann führte Philipp bon

Hessexi seine Fehde SIKU Heinrich drn Jüngeren von Braunschweig„

wobei sich auch der ischof von Münster betheiligte; wenig später wurdé'n die Stifter durch den Krieg Kaiser Karl's 7. mit Frankreich

Krte e nicbt Verschontx Einen'großen Theil dieser Ereignisse schildert Lilie ais ngenzeuch imd _ist dab?! in dem, was er berichtet, durchaus zuver- lajsig, wcnn freilich seiqurzahlung auch keineswegs erschöpfend ist. Da er krme hsrborragendx politische Stelle bekleidetc, so Entging ihm natur rmäß vieles, was sich, nicht tn der Oeffrntiichkeit abspielte" manchrs izcheint er auch absichtlich ubergangen zu haben, was er zu berichten für un-

kapi. Von besonderem Interesse ist die Darsteüung der Zeit mi- mtttelbar nach dem Schmalkaldischen Krieg?, als Karl 17. Einen Aus-

Jnterims herbeizuführen suchte. Von beiden Seiten wurde diescr Versuch abgelxhnt: sqnden fich doch kaum Prediger, dis dkn Stand- Pynkt ds_s Kaisers thetlten. Der Bischof Von Münster ernannte um btcse Zeri “"den wilden, zur Vrrmittlung geneigten Lilie zum Prebigsr iii Osnabruxk, aber ÜUch ihm grlang es nicht, Erfolge mit drr .Ver- sohnungspolitik zu erzielen. _ Für die Geschichte der deutschen Re- fbrmattoxl, insbesonbrrr Westfalrns bietet alFo diese Chronik eine in vtrlrr Hinsicht Vorzugltzhe Quelle, und der Herausgeber Verdient für seine muhevolie Redaktionsarbeit Dolls Anerkrnnung.

Gesundheitswesen. Thierkrankheiteu und Absperrungs- Maßregeln. .

" , _ Spanien. Durch Komglxche Vrrordnuna Vom 14. d. M. ist die fiir Her- kgnfte bon Skutart angeordnete Quarantäne? unirr den üblichen Be- dmgungkn aufgehoben words". (Vergl. „R-Linz.“ Nr. 249 Vom 17. Oktober 1). J.)

Cholrra.

_Danzig, 19; Juli. Der Staatskommissar für bas Weichsel- gebtet, Ober-Prasident StaaW-MinisterDr. bon Goßler hat drr „Danz. Allg. Ztg.“ zufolge unter dem 16. d. M. über den Verlauf der Cholera bekannt gemacht, bas; sammiliche bis einschließlich 16. Juli borgekommeqsn Falle _ niit Ausnahme eines einzigsn, in wrlchem dir Krankherr direkt aus Mlawa nach Deutsch-Eylau eingeschleppt war, _„Mrnjckyen betroffen haben, Welche an oder auf dEr Wsichsel be- schgfttgt gewesen smd und nachgewiesenermaßen das Wasser diefes Yuffes getrunken oder bsi Berührnng damit die ge- botenen orfichtsmgßregeln außrr Acht gelaffsn hatten. Es sind fest- gestellt: In der Zett Vom 31.Mai bis 23. Juni cr. 11 Erkrankungen rnit 5 Toudrsfaiien, mid Vom 8. bis 16. Juli 26 Erkrankungen und 13 'TodrsfaÜe. Ax) kemer Stellr haben sich bis jetzt Cholrraherde gebildet, sondern die Vorgekomm-Znen 36 Fälir verthrilcn sich auf drn ca. 245 km langxn Wrtchsellaus. Bishcr ist es in jrdem einzeknen FFM geluxFen, eme weitsre von ihm ausgehende Verbreitung zu ber- ufen. _ eure rst demselben Blatt nachstehender amtliche Bericht zugegangen: Die Mutter des an der Cholera erkrankten Buhnenarbeiters (Horeßkt-Gr. Wolz, Ueberwachungsbrzirk Graudenz, ist an der asia- ttschcn Cherrrcz gestorben. Jm Ueberwackyunasbezirk ivurdr gcstsrn rin choleraberdachnger Flhßrr m 'die dortigc Cholera-Baracke gcschafft. Jm Ueberwachunasbeztrk Schilno find gestern diL Flößer Kureck und Lesko als chole'raVerachttg, i.. das dortige Lazarc'th gebraeht. _Untrr choleraverdqchttgxn Er1cheinungcn sind heutr drr Schiffrr Liedtke tn Tborri und rm Fischer 111 Krakau gestorben.

Helsingfors, 19. Juli. Durch die bakteriologische Unter- suchung Wurde laut Meldung des „W. T. B.“ bei einem in St. Mtchelberstorbenen Seemann, sowie bei einem von St. Peters- burg hier angekommrnsn und erkranktrn Manne (311018171 6531605 frstgeftrllt.

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.

An drr Ruhr find am 19.d.M. gesteüt 11255, nicht rechtzkitig gestellt keine Wa en. '

Jn Obers lesien sind am 18. d. M. gestellt 4141, nicht rechtzeitig gestellt keine Wagen.

Zwangs-Versteigerungcn.

Beim Königlichen AmtsZericht 1 Berlin stand 'am 19. Juli das Grundstück Köprni ersir. 70 3, dem Restauratrur und Kaufmann Carl König zu Friedrichsfelde bei Brrlin gehörig, zur Versteigerung; Fläche 12,94 &; Nußungsrverth 13 480 „M; mtt dem Gebot von 391000 «ck blieb der «Hof-Baumeister Gerhard Schnitger, Potsdamerstr. 13, Meistbietender. _ Eing estcllt wurde das Verfahren der Zwangsverfteigerung wegen der Grundstücke

Heinersdorferstr. 5/6, der Frau Amalie Jacob gehörig. Beim Köni lichen AmtsÉericbt 11 Berlin gelanßtcn die nachbenannten rundstücke zur ersteigerung: Das im Grund uch von Sch ön eberg Band 1 Blatt Nr. 22 auf den Namen des Zimmer- meißters Wilhelm Ste han ein etragene, zu Schöneberg, Haupt- xtra (? 54, belegene Grund tück; Flä 29,60 a;Mindestgebot 253 740 „sé; ür das Meistgebot von 254 000 „44 Wurden die verwittwete Eigentbümer Luis e Leke, eb. Lu sche, zu Schöneberg, die verehelichte Eigenthümer Charlotte homas, geb. Leke, zu Friedenau, die verehelichte Rentier Luis e Hacker, (Feb. Leke, zu Charlottenburg, die ver- ebeli te Ober-Pos assistent mma, Conrad, geb. Leke, zu Berlin, Sieg ißer tr. 59, und endlich die verehelichte Eisenbabn-Jngeniéur elene ange, geb. Thomas, zu Elberfeld, emeinschaftlich Er- ieherinnen". _ Das im Grundbuche von Deuts - WilmerSdorf Band 25 Blatt Nr. 775 auf den Namen des Tischlermeisters Philipp Bischoff einßetragene, zu Deuts - Wilmers- d orf, Badenschestr. 18, elegene Grundstück, F äche 25 53 &, Nußungswertb 15150 «FQ, Mindestgebot 188 418 „ja; für das * eist- Ybot von 190000 „M wurde der Kaufmann Otto Reym er zu * erlin, Lessingstr. 6, Ersteher. _ Endlich das im Grundbuchc von Schöneberg Band 27 Blatt Nr. 1103 auf den Namen des Rentiers LBMunternebmers) Andreas Schweißer eingetra ene", zuSchöne- er , Golßstr. 21, belegene Grundstuck; Fla? „84 a, Nuyungs- Wert?' 12 100 „44; für das Meistgebot von 23 000 „ji wurde der

kerungen nach erken von F. Hals, embrandt, Mun

Bier ändler Robert Deicke zu Magdeburg, Breiterweg 200, Erstehen .,

-ESerie

und Cleve berührt, und endlich blieben fie auch vom Schmalkaldischen.

passend hielt, namentlich, Mun die Person drs Bischofs in Betracht»

gleich zwischen den beiden religiösen Richtungen mittels des Augsburger ,

hom 6. Juli datierten wirxhs aftlichrn lichen: Manche jetzt wirksamen Depressionen find auf die

zucker exk dement 11,60-11,75, neue 11,65-11,80, Nendement 9,30. Ruhig. Brotraffinade ]. _. * rotraffinade 11. _. Gem. Raffinade mit Faß 24,25-25,50. Gem. Melis L., mit Faß _. „. Rubi? Rohzucker [. rodukt Tran to f.a.B. Ham- burg r. Iult11,50 ez.

pr. evtember 11,27Y„Gd., 11,30 Br., pr.Okto 10,90 Br. Steiig. „-

- Nach dem„Bericht des Vereins .Waarenbaus fiir Armee und Marrne“ für das Jahr 1893/94 beim die Zahl der stimmberechtigten Mitglieder am 31. März 1894 40 M 1606). Außerdem wurden 2111 Jahreskarten an außerordentliche tglieder auSgegeben. Der Gesammt-Umsaß der von dem Vereinshaus gh lieferten Waaretz betrug 5 362155 ckck; von diesem entfallen auf den eigenen Werkstattetibetrieb 1 762 520 „ji. Der Brutto . Gewinn beträgt nach erfolgter Abschreibung auf Waaren 198 282 :“, wovon lf)ür Reservestellungen 1x. s. nz. perwendet werden 22 835 „ji

_ t sich demnach ein Remertragmß gemäß § 28 des Statuts in e von 175 447 «M, Welches burch Comitsbeschlu? auf Grund des Statuts folgendermaßen vert'beilt' worden ist: 1 Verzinsung. 5% erhalten 2830000 «M Antbetlschetne mit 141 500 „44; 2) ur Amortisation des Garantie-Fonds Werden 16000 «14 nebst 5% io 800 „M mit 16800 „44 verwendet; _ 3) dem Reserbe-Fonds ist Jer . gleiche Vetrag mit 16800 „M g ewresen und der ver leidende Rest von 347 34 auf das neue Gecha sjahr vor etragen worden,

_ Die Bohrunternehmungen au? Kalisalze scheinen im Rxgierun sbezirk Hildesheim an Umfan zuzunehmen. Jm verstoffenen Viertelja r wurden zwei neur Bobrlö er bei Grasdorf und bei Salz-

1 er ge 0 en. on en vor an enen o run en a texen ge et JU stß V d hd Bh htd"i b' Weddingen, in einer Tiefe“von 700 111, 20 m alisalz an etroffen, während die bei Grasdorf belegene, bei 23011) Tiefe, eingeste twvrden ist, ohne daß abbauwürdi es Kalisalz erbohrt worden ware.

_ Nach dem Geschä tsbericht der Kiel-Eckernförde-Flens- burger Eisenbahn für 1893/94 betrugen die Einnahmen 704 226 „44, die Ausgaben 557 504 „M , der reine Ueberschuß 146 721 574 Befördert wurden 422 292 Personen. Die Erträ nilsse des Güter“ und Viehverkehrs betrugen 277 407 «44 An Gütern LZUFch ießlich Vieh wurden befördert 88 847 r. Die Gensralbersammlung wrrd über emen Ueberschuß von 176 840 «M zu beschließen haben. Nach dem Vorschlag der Verwaltung erhalten die Prioritäts-Aktien 4 % Divi- bezide mit 83 960 „M, die Stamm-Aktien 40/9 mit 84 040 „M' die Etsenbahnsteuer beträgt 4421 „€ und der Rest von 4419 «ck soÜauf neue Rechnung borgrtragen werden. "

_ _Börse zu_Düsse[dorf. (Amtlicher Preisbericht va 19.Jult1894.) _ Auf dem Kohlen- und Eisenmarkt ist m der Berichtsperiode eine Aenderung nicht eingetreten. (Berschnung in Mark für 1000 kg und, wo nicht anders bemerkt, ab Werk.) _ Kohlen und Koks. 1) Gas- und Flamm- kohlen: Gaskohle für Leuchtgasbereitun 10-11,00, Generator- kobke 8,50_9,50, Gasflammförde'rkoh e 8,50_9,50; 2) Fett- kohlen: Förderkohle 7,50_8,50, melierte beste Kohle 8,50- ,50, Kokskohle 6,50-7 ; 3) Magere Kohlen: Förderkohle 7_8, meliert: Kohle 8-10, Nu kohle Korn 11 ( nthracit) 18,00_2000; 4) Koks: Gießereiko s 13,50_14,50, Hochofenkoks 11, NuFoks, gebrochen 11-15; 5) Briquetts 8,50_11,00, _ Erze: 1) oh- jpath 750-800, 2) Gerösteter Spatheisenstein 10,60-11,50, 3) Som- m_orrostro f. o. b. Rotterdam _, 4) Naffauischer Rotheisenstein mit cg. 50 % Eisen 850-860, 5) Rasrnerzr franko _,_. _ Rohxisen: 7“ 1) Spiegeleisen 1410-12 % Mangan 52, 2) Wei - sirabltges Qualitäts - Puddrlroheisen: Q. rhemisch -westfälis e Markku, 5. Sieaerländrr und 3) Stablrisrn je 44_45 „44 rmx Fracht ab Sicgrn, 4) Englisches Beffrmereisen ab Ver- schiffungshafen _,_, 5) Spanisches Beffemereisen Marke Mudela 011“. Rotterdam _,_, 6) Drutsches do. _,_, 7) Thomaseisrn frei Verbraurhsstelle 47,50, 8) uddeleisen (Luxemburger Qualitäi) 37,00, 9) Englisches Roheisen . r. 111 ab Ruhrort 55,00, 10 Luxem- burger Gtrßereteisen Nr. 111 ab Luxemburg 44,00, 11) eutsches Gxeßerrrersrn Nr. 1 63, 12) do. Nr. 11 _, 13) do. Nr. 111 54, 14H do. Hamattt 63, 15) Spanischrs Hämatit Marke Mudela ab Nu rort 69-70, _ Stabrisen: Gewöhnl. Stabeisen110_115. _ Bleche: 1) Gewöhnliche Bleche 120-130, 2) Keffeibieche150_165, 3) Fein- bleche 125-135. _ Draht: 1) Eisenwalzdraht _,-, 2) Stahl- walzdraht _,_.

_ Von der „*.*.ipziger Monatsschrift für Textil- Jndustrt'e“, “516 von Theodor Martin in Leipzig heraus- gegrben wird, _ltegt dir Nr. 6 des 9. Jahr an s vor. Im allge - meinen Theil Enthalt dir interessante ZFC! zeitschrift diesmal be- mererisWLrtheZMittheilungen über den Absaxz deutscher Trxtilrrzeug- nisse in' Rumamen, sowie über die Musterzeichenkunst in Amerika; em O_rigtnalbericht kennzeichnrt eingehend die außrrgewöhnlich schnel1€ Entwickelung der jaxanischen Textil-Jndustrie. Der rein technische Theil e'nthaxt Axtfsaße aus dem Gebiete der Spinnerei, Weberri, Wirerrt, Farberet, Apprctur 2c., und die Rundschau berichtet über die w:ohtxgsirxi, _gewerblixhen und handelspolitischen Vorkommnisse der [eßten Zeit in aÜen Landern und Erdthcilrn. Patentberichte, Nachrichten Über Fachschulen und Literatur machen den Writeren Jnhali der neuen Nunbimer axs, der wieder gcwebte Stoffproben Von „Neuheiten“ bci- gege en in .

Yiach Linrr Mittheilung der „Köln. Volksztg.“ war bei der von bcn badischrn Staatsbahnen für den 19. d. M. aus- geschriebenen Submis s ion das nirdrigste Angebot für Lokomotiv- kohlen 129 „ss franko Mannheim, für Brikrtts 137,50 „44

_ Aus Hamburg wird der „Boss. It?.“ telegraphiert: Laut Drahtnachrtcht der ,CrErale“ in Hongkong sch ägt der Aufsichtsrath Yxr Hongkong and Shanghai-Banking-Korporation bor, fur die erste Hälfte 1894 _die Vertheilung einer Dividende von 1 Pfd. Sterk. für jedr Aktie, die Erhöhung des Reserbefonds um 300 000 auf 4.) Yiiklwnen und zum Vortrag 120000 Pfd. Stekl. auf nrue Rechnung.

_ Aus Paris berichtet „W. T. B.“ von der Jestrigcn Börse: Der gesammte Markt war ünstig disponiert. Run 2 steigend (UI günsit e Komptantkäufe, Ita iener besser auf den günstigen Eindru der .- ournal“-Meldung, Überhaupt ivaren Fonds auf Arbitragewerthe fest. Ungarn bevorzugt; gute Erntcnachrichten und Rückgang des östrrreichischen Goldagios wirkten anregend.

_ Die „New-Yorkcr andels-Yg.“ schreibt in ihrer

ochenschau im wesent-

beißc Jahreszeit zurückzuführen. Dazu kommt der verhängnißvoüe

Ausstand und Boykott egen dir Eisenbahnen. Was den Glauben, an ,die Zukunftxrtarfen t, sind deutliche Spuren der Bereitwtliigkett drr Geschafrsleute, si auf ein lebhafteres erb“?- geschaft borxuberritcn. Man rüstet sick) allerseits für die Erb“?-

campagne. Aufträge auf Herbst- und Winterwaaren nehmen täglich

grö erc Dimensionen an. Käufer an biefigem Platz werden zahl- rc: er. Viele Fabriken haben ihre Thätigkeit wieder aufgenommen und auch der Jmportbandel muß lebendiger werdcn, na dem es nun, sicher ist, daß das neue Tarif esey im aufe vk)" wenigen Wochen Gültigkeit haben wird. Z

die sichere Aussicht auf eine vorzügliche Mittelernte, durch welche die

azu kommt noch

armer Werthe_ erhalten werden, die ihnen zur Zeit noch fehlen. as sicherstr et en des erwarteten Aufschwungs liegt in der Ver-

mehrung der ia frage für Geld, welches nun schon seit mehr als einem thre in dxn Gewölben der Banken brach liegt, da der Handel bisher kein Bedürstziß dafür zeigte. Alles in allem genommen, sind die Zeiten und Verhaltnisse hier während des .leßten Jahres ni t schlechter gewesen als in anderenLändern, wo man gleichfalls mt einern starken Druck Und einem beispiellosen Rückgangs des Konsums zu kampfen hatte. Die Berichte aus den Südstaaten, in denen man große Aqstrepgungen zur Entwicklung der dorti en Hilfs nellen macht, urid wohin eme diesem Zweck dienende beträcht iche Geld ewe ung e- lextet wird, lauten'sehr ermut igend, und das dorti e Geschä de en Einfluß auf den hiesigen Mar" ein bedeutender se 11 wird, ift viel- versprechend.

MakideburF, 19. Juli. (W. T. B.) Zuckerbericht. Korn- ., von 2% _, neue _, KornZ-Yicker exkl., 88 % Ren- acbZrodukte exkk, 75 0/g

n. Br., pr. uguft 115 TOF; 43,5? FF., ' . , '. .

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