1894 / 179 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 01 Aug 1894 18:00:01 GMT) scan diff

ß e ngefro n.

, Seine KMM e Ho eit der rianYeIÖi istivxxxgeYz-y |

rinz ichen Vi a 56

_ Baden. re Königlichen Hoheiten der Großherzog und hie er ogin Tuben gestern St. Blasten verlassen und s1ch Mainau egeben.

Sachsen-Coburg-Gotha.

_ Der Landta desHerzogthumsGotbabatgestcrn den Ankau des„thlo cs Friedrichsthal behufs Uxttsrbringung der Ges ä tsräÜ'Ms; »d , .Hetzogiickjkn Staats=Mimsteriums zum Prei e von 250000" „ck genehmigt.

KÜS Eichstätt in

Oesterreich - Ungarn.

Auf Anordnung des_Kaisers, AUcrhöchstwelchc-„r heute Abend in Wien eintrifft, ßndct die Beiseßyng der Leiche des herzogs Wilhelm in der Kapuzinerkirche bereits morgen hmittaxZOstatt. __ Eine eputation der Ofnzicre der Militärkan lci legte 27 emNachmittaxZeam Sarge dcs Erzherzogs Wibclm im W

räge der Kai rin einen prachtvollen Kranznieder, der die i ung trug: „Intreuer Freundschaft, Elisabeth.“ Es wurden außerdem Kränze vom Ncichs=Kriegs-Mmistcrium, dem Offizier- korps der Zweiten Artilleric-Brigadc, der Wiener Campagncreiter- Gesell (haft und von zahlreichen anderen Vereinigungen dar * racht. In der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinde- rät s gedachte der Bär ermcistcr Gxiibl des schweren Ver- lustes, den das KaiserZaus und die ganze Monarchie durch das Ableben des Erzherzogs Wilhelm erlitten habe. _ Aus Budapest und den bedeutcnderen Städten beider Reichshälften werden ähnliche Trauerkundgebungen „emeldct. Der Köni von Rumänien 61 gestern Nachmittag in Wien eingetro en und hat Abends die Reise nach Frank: furt a. M. weiter fortgese'ßt.

Großbritannien und Irland.

Die Prin essin von Wales ist mit dxn §Lyin- zefsinnen:Tö tern gestern Abendyvon London 11er alais nach Rußland abgereist, um der „Hochzeit dev "Großfürstin Xenia beizuwohnen. Nach der Hochzeit werden Hochstdtcsclch sich nach Kopenhagen be eben. "

In der gcftri en ißung des Unterhauses crklarte der Parlaments:Se retär des Auswärtigen Sir E. Grey, er habe seiner am 5. Juni abge ebenen Erkläru11g bc: ü„lich Mataafa's nichts hinzuzu?üqen. Jaluit ssi von Teutschland bescJ; er könne nicht sagen, wre oft eine reguläre erbindunZ3 mit Jaluit vorhqnden _scr. Mataafa sei zunächst an ord eines deutschen Kriegsschiffes nach der Gruppe der UnionE-Jnseln gebracht worden, weil das britische Kriegsschiff seinen Kohlenvorrath 1.101) Auck- land nicht erhalten hätte. Später sei durch em Ab: kommen der VertragSmächte bestimmt worden, _ Mataafa in der Obhut der deutschen Behörden zu lassen. SW E. Grey Zigte hin u, er wisse nicht, wie die Majorttéit dcr exigl'ischsxn

nsiedler as Abkommen betrachte; es scheme aber unnothtg,die

darüber geführte Korrespondeanu veröffentlichen. Der Kanzler

der SchaßkamMer Sir W. arcourt beantragte, dqß die Debatte und die Einzelberathun des Berichts über die BLU, be: treffend die exmittiericn iris en Pächter, biszum 9. August beendet werden solle. B a [ fo ur bekämpfte den Antrag durch einen Unteranirag, worin das Bedauern auchsprochcn wird,daß, nach- dem man es für angemessen cvacßtet habe, dem durch die Session von 18 Monaten ers öpften Parlament eincn (Hsscß: entwurf Über die strittigstcn - roblcme der irischen Agrarfrage vorzulegen, die Regierung versuche die Vorlage durch_ die Stadien dsr Bcrathung in einer Weise zu “treiben, welche die Minorität ihrer Rechte beraubc, dib Eryrtcrung der Bil] unmö [ich machs und geeignet sLl, die Ver: Handlungen des auses vcräch11ichzu machcn. Jm Bcrlagf der Debatte erklärten Balfour und Chamberlain, src würden sich, wenn der Antrag Harcourt angenommen 11516de11 soUte, an der weiteren Bcrathun, der Bil! nicbt bcthcrlrgen. Das AmendcmentBalfour wurde ?ckjlicßlich mit 217 gegcn 174 Stimmen abgelehnt und der Amira, Harcyurt angenonzmcn. Zwei Anarchisten, die bei (Be cgenhett der_ Einweihung der neuen Tower:Brücke aufrührethe Redxn gesühri ])attcn, wurden gestern zu scchs Monaten cfängmx; verurthmli.

Frankreith.

. Der Präsident der Republik Casimir:Pericr und Gemahkin haben fich gestern Nachmittag n'ack) Pont-sur: Seine (Departement Aube) begeben. Dt_9_ m dsr Nähc des Bahnhofs versammelte Menschenmenge bc-grußtc dc'n Präsidenten lebhaft. Auch in Pont:sur-Seine wurde der Präsident von den Einwohnern auf das herzlichste begrüßt. _ _ ,

„Der König von Griechenland in gestern Vornnitag in Aix-[es-Bains angekommen. '_ ,

Dechntral-Polizeikommissar von Cette nt seines Amtes entseßt worden, weil die Untersuchung ergebenbabe, daß die Lokalpolizci die Verwaltung über das Ergebnis; der iki April in der Wohnung Caserio's vorgenommenen Haus- suchung in Unkenntniß gelaffen habe.

Rußland.

Der Großfürst:Tl)ronx„olger und der Prinz Christian von Dänemark md, wie „W. T. B.“ ays St.Ketersburg berichtet, gestern Abend m Petsrhof em: etr en.

9 Das Mitglied der Konirole'der Südwestbahncy Male: schewski ist zum Direktor der Kreditkanzlcr ernannt wordeInrirH bst d's Ik) sll' K 11 d' A“ er 1ees a res o eme “ommx 1011 ie ux- hebung der Zollgrenze zwischenRuß1and unh Finland berathen. Das inanz-Minifterium sammelt zu dwsem Zweck gégenwärtig aus uhrliche Daten über den Handel Finlands.

Italien.

Der Kutscher der Familié Bandi und andere gestern Nachmitta mit Lucches i konfrontierie Zeugen sollen, wie W. T. I?.“ aus Livorno berichtet, in diesem den Mörder Les Publizisten Bondi erkannt haben.

_ Türkei. Die „Agenzia Stefani“ meldet aus Canxa; Der General-Gouvcrneur der Insel Kreta sei m der

?? u annten _ ndiv

iii W der traße aus in eiii im EHU?“ des F nanz-Ministeriums bele enes Zimmer, wo ver

NYM!!! MMW Uxchxinen Yinéeüschuß- der von einen??“ ..

Yeneral-Gouverneur verweilt habe, a gefeuert worden sei, am 9

pf _ wie es scheine, nicht erheblich - verle twordsn., Es !)? noch nicht festgestellt, ob es sich um einen kt pexsonltcher

ache oder um cm Verbrechen aus politischen Motiven ge- handelt Habe.

Serbien.

Pa ic ist dem „W. T. B.“ zufolge gestern in Belgrad eingetro en. Nach einer Meldung des „Nexen Wrenex _Tag- bla'tts“ aus Belgraix konferierte Paste" mxt dem Minister- Präsidenten _Nikolaxewic behufs Versohnung der radikalen Partei mit dem Hofe.

Die ,Poliiische Korrespondenz“ meldet aus Belgxad, die Unterfuchun in dem HochverrathSproch; gegen Cebtnac sei beendet. ußer gegen Cebinac werde der Staats: anwalt die Anklage wegen HonxrxathS auch gegen. den ehemaligen Deputtrten und 'rqstdenten des rq'dtkalen Skupschtinaklubs Ranko Tal'sll, Hen Sekretar des Kragujewaßer KreiSccusschuffes Sima'Djakch und den ehemaligen Schullehrer und Stcucrcmnehmer Alexander Zujovrc erheben.

Bulgarien.

Die „Swobodno Slowo“ wcndci sick) geÉenfdie Personen, die eine Amnestie für die bulgartsxhen mxgrantexi tn Rußland verlangten und weist auf die von hsm ankow1stsn Stantehew am 6. .Mi in den „Moskowskte jedo1nosti_“ verö entlichte ErklärunY hin, diz: _ emen uxchaus anti: dynatisch€n Ton Habe, ie, Gescßmaßxgkcti der Emseßunéi des Prinzen Ferdinand und scine Wahl durch dczs Volk, befreite und mit der Bemerkung schließe, daß die 'Enngranten, Zankow an der Spiße, dcsZalb ]edcs_Ko1nprom1ß abwbxiten.

iese Erklärung beweise, da die Emigranten dic W1rkltch€n Verhältnisse des Landcs nicht kenntcnuodc'r unter fremdem Einftuß handelten; in lcßtcrem Faklc musse dercn Haltnng als hochvcrräthcrisck) bezeichnet werden.

Affen.

Das „chicr'ftbc Bureau“ meldet ' aus Shanghani, von qcstern in einer von andxrcr Seite 1116th nicht bestatigten Privatmeldung aus Ticntsm sct__ das chinesische Payzcr- schiff ,Chen :Yucn“, das großte 11111) modernste Schi der chinesis )en Marine, in einer Sseschlacht, die am 30. Juli statt and, von denJapancrn in den (Grund gcbohrt. worbcn. Ferner seien zwei große chinesische Kreuzer, vcrmuthltck) die von der Firma Armstrong gebauten, von den Zapancrn gcnommcn oder zerstört worden. ' _ '

Von [)(-utc meldet dasselbe Bureau, cs heiße in Shanghai, die Japaner hätten die chinesiscl c Stellung bet?)acha11 am 27, und 28. Juli angegriffen, s)cic21 abcr Mit großen, Ver: lusten zurückgeschlagen worden. Die Verluste der Chinesen seisn unbedeutend. Die Japaner zögcn ihre Tru „pen aus Söul zurück, um ihre Armee bei Yachan zu vcrtarken.

Nr. 30 .4 des . entralbsatts Der Bquverwaliizng“, herausgegeben im 21) iniftcrium der öffentltcbeii Arbsztsn, vom 1. August bat folge'nden Inhalt: Der sccbsts ixitLrnational-Z Kongréß für Binnknscbiffabrt im Haag. _ Zur" Eisenbabn-Obkrbau- Frags. _ Uchr italiknisäyß Volksschnlcn. _ Buchcrschau.

Statistik und Volkswirthsckmft.

analiditäts- und AltkrsVCrsichcrung. '

Bci dsr Insuliditäts- und WiSrsv-Zrßcbsrungsanstnlt Bcrkin find im Laufe des Vicrtcljabrs Aprtl/Jimr 1894 139 Antrags auf Gewährung VM Altchrcnte Lingkgangkn; “(ms dxr Zcit Wr dcm 1. April 1894 lag?" noch 48 Anträgs Vor, i)ms„1chtltch deren bit; Eni- sch€idung noch ausstand. Von dicscn 187 *Ilntragcn smd ÖL'leÜUZk 91, abgelehnt 45, andorwwii Erledigt 4 und nnßrledigt anf das so gqnda Vicrkcljabr übsrnommcn 47. Bis zum 1._Jult 1894 11“ng ms- gcsammi waiUigt an Altc-rsrkntc'n 2005. Voit 73101611 find ausgkscbisdcn dUrcb Tod 338, aus aitdcrsn Grunden 40, zu- sammen 378, sodaß am 1. Juli 1894 1627 Alicrsrexitkn- empfängkr Vorbandkn Warcn. Jnnsrbalb dcs ,glmckycn Lßikrteljabrs find 293 Anträge auf Gewährung Von Inbustdknrente cmgkgaxigcn und 86 unkrledigt aus dem Vormertsljabr überpqmmsn. Von diesen 379 Invalidenrentcn-Anträgkn sind 127 bswilltgt, 101. abgchbnt, 6 anderwsit erlcdigt, 145 unerledigt auf das folgsnde Quartal iibcr- nommkn wwrden. An analidcnrenten HMD zuni 1. „Jult'1894 ubkr- Haupt 796 bewilligt worden. AusgLs icdcn smd tnziviscben. durch Tod 149, aus anderen Gründsn 14, zusammen 163. M11[)1"11 war am 1. Juli 1894 ein Bestand Von 633 Invalidknrknten=Cmpfangern

aufzuweisen.

Dic Ösilanstalten im prcußiscbkn Staat in denJabren1889-91, '

ka sOLben srschienknc'n Heft 128 dss "(1171111677611-QULÜ61111JS17'7Z „Preußische Statistik", welches dic"VZOlbidllatsisaUstlk in dsn 45911- anstalten des Preußischen Staats Wahrend der Jahre 1889, 1890 und

1891 bkbandklt entnebmcn wir nachstebends Angaben:" , ' An der Berichterstatiung Haben s1_ch "untcr Bsruckßcbtigung der in jcdem Jahre neu errichtetkn und ausgekosten Kranksnbaussr 2c. be-

t Lili t

b g _1889 1890 1891 öff. priv. zus. öff. pxiv. zus. öff. priv. zus.

allgcxmcink *Okil-

(installen 891 508 1399 890 528 1418 895 565 1460

rren-uIbioten- Jcnnstaltem 78 113 191 80 118 198 83 121 204

Augen- bcxlanstalten. 20 45 65 46 66 20 50 10

Entbindun s- anstalten g. .. 43 96 139 46 98 144 46 74 120

Anstalten über- haupt ..... 1032 762 17941036 790 18261044 810 1854

Von den vier Kategoricn der berichterstatienden Krankenhäuser entfällt hiernach in jedem Jahre auf die axlgsmemen Heilanst'altei) bei weitem die größte Zahl; im Durchschnitt der drei Berichtsxabxe machten fie 78,1%, die Jrren- und sztxnanstalten 10,8 0/0, die Augenbeilanstalten 3,7 9/0 und die Entbmdxxn Sqnstalten 7,4 0/9 aus. Während die Zahl der letzteren_ aklxa klick), und zrvar schon seit einem Jahrzehnt. allerdings nicht erbebltchxn Schwankungen unterliegt und n_ur tm Jahre 1891 geringer ist als in irgend einem Berichtsjabre fett 1881, bat die Anzahl der Augen- heilanstalten im letzten Jabrfünft (seit 1887), die ber Jrrenarzstalten seit 1880 und die der aUgemejnxn Krankenhausepseit dem Beginn der Erhebung (1877) eine regelmaßtge Zunahme erfuhr». ,

Was insbesondere die Zahl der allgemeinen Hexlanstalten betrifft, so waren im Jahre 1877 xmr 888 Anstaltext dieser Art an der Krankenhausfiatistik betbeiligt; im Jabrei1880 stieg die Zahl der- selben auf 990, 1885 auf 1205, 1888 auf 1348 und 1891 auf 1460.

VerpÉY

Jn sämmtlich-kn , belief sich im Jabrc 1891 516 Zabk dcr Verpflegtkn auf 468132 Köpfe, s 52,3 Bettcn nnd auf Uebkrficbt zcigi, wslck) Verhältnißzablkn seit 1.879 crfabren babkn:

Auf 1 Anstalt Auf 1 Bett 10000 Einw. kommen Wetten

sich§rlich die Lrbebli untcr 10 000 Cinwv

höchste Höhe

überras t ,

doppelte Zahl, er; 5) balbta ige. und am Fastna tsdienst

In Leipzig besch eine Versammlung der abzubaltende

Aue

ist zun

W „i derlBe ,bältn-e undd GöedierArtv A- aÜZx-ÉÖ ZZ“ [)?ka ubeben, et:daßr ß e M n UFUY von „Kranken TÜ“: rivatan* i e

orschriften“ béskeöén, und

der Anstalten

[. Staatsanstaltcn .

&. Unterrichtsan-

stalten zur Aus-

bildung dEr Aerzte . .

1). Gsfängniß- lazarCthc

1) dss Ministe- riums des Junsrn . . .

2) des Justiz- Ministeriums

. Anstalten der Pro-

vinziaiverbände (*),)céilanstalten in Landarmen- häusern) . . .

. Anstalten dcr Bc:

zirksvcrbände . .

. Anstalten d.Kreis-

verbände“ . . .

. Anstalten politjx

scher Gemeindezn

:x. städtische An- stallcn

1). Landgcmsinbc- Anstalikn . “.

. Anstalten Von Rc-

ligionsgsmcindcu

:x. kwa11gclischcr Gcmcindcn

1). katholischcr“ Gcmsindcn .

0. jüdischer Gc- tnkindcn

. Anstaltenrsiigiös'or

Orden und G0- noffknscbaften

Ü. €vangslischc . 1). katholisch . .

. Anstalten dcs

Vaikrländis (19911 FWUMVLWMÉ u.

anderer Frankri-

Vércinß . . .

' „Anstaltkn mildci

Stiftungc'n

. Knappschaft?)-

KWUkCUÜUstÜÜOU

. Fabrikarbciti'r-U. Krankc'nanstaltcn _ ' . Anstaltkn von

Privatuntcr- nsbme'rn . . . .

Jabra BMM Verpfscgte

43 393 275 875 56654 341863 66 878 379 476 75 256 468132 Hisrnack) nimmt diE durchschnittlichc Größé der al1gsmeinen was sowohl in den mit größeren Anstqltcn n und tcchnischen Vortheilerz (biÜt-gcre ttung mit aUen tcciyniscben «Hilfsimtie'ln T€.), als auch

Krankenhäussr stktig zu, vcrbundcncn Verivaltu14g, auf dcm Ge in dsr Wirkung der s ' UnfaUVLrsichermigsgesche) seinkn Grund che Znnabmk dcr Very bnsrn zum 15811 mit" quursacht. Dic Vorstcbcndc AufstcÜung zcxgt ubxtgexis fCLULT, d. b. das Vexbaltmf; der Zahl dcr ten, desen Kenntnis; für die Vsrivaltung ss dur aus erfordkrlich ist„ für dre, Fsst- Krankenhäuser überbaupx ketnen JLngnete'n Maßstab abgixbt. Für sämmtlicbc' aUgcmcinen-Hctlanstalten Preuße'ns séit 1879 zwischen 5,7 und 6,4 ,und dagegen hat die Frequenz dieser bevölkerung in demselben Zert-

genannte Belegungsziffer, zu derjonigcn dsr Vcrpfls jcdcs einzelnen Kranksnba stLllung Dkk Frcquonz

bswegie fick) die Belegungsziffex zwar zumeist in abstkigxnder Richtung; Anstaltc-n im Verhältniß zur Gcsammt raum um msbr als 50 0/9 zugenommen.

Kohlenförderung Groß

Die Koblcnausbkute britannien hat im Vergangenen Ja ercichte fie im Jahre 1891, wo 1 1892 fiel sie auf 182 000 000 b. Im Ja 65 000 000 b gkfördert.

Zur Arbeiterbewegung. ,

ird dem „Vorwärts“ gemeldet, daß, einer Mti- ierbrauergebilfen zufolge, die Von„dtesen stellten Forderungen bis jest, von _er Lowen-, Kochel- und Zacherl-Vrauerex bewilligt wyrden mtt der Mittheilung orderungen Die Schäffler (Käfer) vcr- eldzuicbuß; aufe liegen; reitrunk von gesundem und Kirchwetbmontag

Aus München w tbeilung der doxtigen an die Brauerean ge Spaten-, Augustmer-, . " erner wurde eme SchaT daß die Psch_orr rauerei wichtigsten Punkten, genehmigt habe. langten 1) wöchentlich , 2) 94 Stunden Arbeitszeit, zwischen denen 22 ung für SonntagSarbeit; 4) Arbeitszeit am Oktoberfe

ZZ)“; wie die „Leivz. Ztg.“ * ildhauer Zusammen

nehmungen geworden ist" stalten im Jahre 1891 des Staats 6,3, auf den der Kreisverbände 5,7, der städti meinden 1,5, der ewangelischen Kirchengemeinden 2, der jüdischen 0,2, der eva lischen Orden 2c. 8,0 .der 1,8, “. der milden S, schafts- und Fabrikarbeiter ranken dieser Art entfielen. . Aebnliä) ten in den bezeichneten Anstaltskategorien. , onders anschaulich wird die Bedeutung der Besißverbaltmsse “thdi189érößé der Anstalten durch folgende Nachweisung für das a r :

Gattung und Art

iiftun en „1

wirtbscbaitliche r€ichcre Aussta ' ' . bicte der Hygiene 11111) Praktischen Medizin ozialpolitischcn Geseygcbung (Kranken: und haben dürfte. fiegtcn von 101,7 auf 154,2

daß dic so-

der

dcs

B

29 «M eins

elischen Genossenscha aterländischen und anderer 1) auf den B

Zahl der

Betten 6 390 61 381

1 632 855

2 692 26 979 26 538

allgcmkincnHeilanstalt» des preußiscbcn Staats Bcitcn auf 75 256, die' dcr Anstalt durchschnittlich crpflkgte e'ntfielc'n.

je 1 Bett 6,2 V (* Acnderungcn di? bcircffcndsn Angaben bczw.

44,0 47,0 49,6 52,3

“kalten, über deren E deren Betrieb bebördli wa t wird, in neuester Zeit häufiger Gegenstand von ErWer sunter-

le tere machten von allen derartigen An- erei s 7,6% aus, während auf den Bes rovinzial- und Bezirksverbände 1,5, der en Gemeinden 34,9, der ländlichen Ge- der katholischen 9,6, ,7 der katho- rauenvereine

, K P 'r Anstalten die Betten und die

3 „3 un éaffen veribeilten si

f 1 Anstalt je 1 5 ett BLÜLU Verpflegte 96

odaß auf ]

,VcrpflkstL Bottcn

16,0 101,7 20,0 120,6 22,9 129,7 24,8 154,2

Lsytcre bat

britanniens.

ten Königreiches Groß- bre 164 000000 t; betragen. Die E 185 000000 1- bs- re 1854 wurden nur

Vcreintg

lerversam1n1un

cbließlich 5 „FR Wobnun

Bildbquer zu , 5,3qu;- “ff?“ Leipziger ArbeiÉsiiacbweis wurde im levken , chä 7Fabre von 19.0 ebikfew auf- Fsucbt und befeßte 56 von 2 offenen Ste en. __ einer

ersammlun der olzarbeiter wurde über die Thaki keit des Arbeitsna wei es mitgetheilt: Jm le ten Jahre me eten sicb 656 Arbeitslose, die zusammen 3620 Tage o ne Bescbäftigung waren. 286 Arbeitgeber batten 365 offene Stellen angemelde , von denen der Arbeitsnatbweis 103 beseßÉe. _

„In Crimmitschau ist, wie der „Vorwarts' mittbeilt die Zablstellse des Verbandes der Maurex Deutschlands durcb die

olrzei, wie früher schon die Zahlsteüe in Chemnitz, aufgelöst “worden. (Vgl. Nr. 174 1). Bl. "

Aus Schlotheim im urstentbum ' SÖWarzburg-Rudolstadt wird der „Nordb. Ztg.“ unter dem 30. Juli ges rieben: Unter den hiesigen Seilern dauert “k)„er Strike fort. Die usständigen geben sich alle Mühe, die noch tbaligen Seier zur Arbeitseinstellung zu be- wegen. In besserer Kleidung durchziehen fie, besonders zur Zeit des Beginnens und der „Beendigung der Arbeitszeit, die Straßen der Stadt„ um 15an noch arbeitenden Kameraden zu ,begegxien und ihnen zu zeigen, wie angenehm das Striken [er. Auch sind von ihnen an den Landstraßen Posten ausgestellt, uni zurctsendc Seiler von der etwaigen Arbeitsnabmc abzuhalten. Die Yrbeiigckakebren fick) nicht daran; sie arbeite'n mit den ihnen verbliebenen Kraften weiter und sind im stande, die zur Zeit ein- layfenden Aufträkze zu erledi en, zumal sie sicb gegenseitig unterstü en. Sie haben b€sch offen, den amilien der Ausständigen diE Hausar eit, Wodurch Frau und Kinder wöchentlich noch einige Mark verdienten, zu eniziehcn. LVgl. Nr. 177 1). B1.)

*Dicr in Berlin fand am Montag eine Protestbsrsamm- lung der .lokalorganisierten“ Sckpneidkr, zu der sicb auch viele ,zentralorganifierte“ eingefunden batten, statt, um Stellung zu 118511th zu Liner Erklärung, die in einer großen Schneiderversamm- [1111g§ Wr kurzem angenommen wurde, Worin gesagt war, daß die Scbnkider Berlins ein geschlossenes Ganze bilden müßten, da fie nur dnyck) festes Zusammenwirken im siandc seien, den Ansprüchen der Konfc'iiwnäre entgegenzuireten. Die Schneider, die klsinen Vereini- (311119911 angebörsn, wie Bügler, Militärschneider 2c., Hüten kein Anrecht auf Eine Unterstützung von der Schneiderscbaft und der rbeiterschaft iiber- haupt, babcn. _ Die Geienerklärung, die das Verhalten der zentral- orggmficrten Schneidkr iür „unwürdig' erklärw, konnte, wie die Blatter mslden, in dicser Versammlung trotz mehrstündiger sebr er- rcgterBsspreckyung nicht zur Abstimmung kOMMLn. _Jn der Schul)- fabrik" bon „Rosenthal u. Groß in VLrlin smd nach dem „,?onrwarts“: dlc Vorrichter und St€ppcrinnen mit dem Fabrikanten M Lohnstrmt geratben. *

„Kunst und Wissenschaft.

Am_30. Juni 1). Z. ist in Sassoferrato, Provinz Nnxona m Jialicn, ein der dortigen Gemeinde gehöriger friiherer Ktrchenschaß entwendet worden. Derselbe besteht aus 25 Stücken, insbesondere Medaillons, kleinen Urnen und „Kreuzcn, aus Gold, Silber und anderen MstaU-xn, Vielfach mit Edelsteinen bcscßt und eiligen- requmcn _cnthaltcnd. Der Scha war im Jahre 1473 dnrch den Erzbischof von Siponto, crotti, nach Sassoferrato ge- bracht und, nachdem die dortige (Gemeinde das Eigenthum daran erworben l)a1te,_scit 1860 im Zimmer des Sindaco auf: bcryahrt worden. An ]cdemStück be mdct sich ein Pergament: streifen, guf dem mit rotlxcr Schrift aus der Zeit des Pcrottr angegeben ist, welche Reliquien darin enthalten smd. Yon dcn Dieben fchlt bis cht jede Spur. Da es nicht a11Sgeschloffen erscheint, das; versucht werden wird, die eiitwendeten Gegenstände in Deutschland zn verwerthen und „sw besonders Museen zum Ankauf anzubieten, so wird vor ihrer Echrbung gewarnt. Es empfiehlt sich, etwa an: gebotene Stucke, die aus dem Diebstahl herrühren könnten, anzuhalten und der nächsten Polizeibehörde thunlichst Mit- theilung zu machen.

an Rektor der Berlinér Uniwersität für das Studien- jcxbrö1894/95 rst, dk'l" „N. Pr. Ztg." zufolge, gestern mit 64 17511 75 Httmmen der Professor der Thsologie 1). Otto Pflciderer ngabÜ wsrden. _

__ Dre dicsjabrigé' stieralVersammlung dss Gesammi- ykrezns der dsutscb'c'n Geschichts- und Alterthum?)- vcrctye fiitdet vvm 9. bis inkl. 12. SYtkmber in Eisenach statt. Dsr "chrivaltnngsaussckW cr_sucht im orrcspondc'nzblatt“ die Ver- TMC,. 15117 1111th der Vdrcstc dcs Gebeimsn Archib-Ratbs Rkuter, Berlin (1.2, Klosterstxaßc 76, _zur rechtzcitixen Feststellung dcs Pro- gramms baldigst die Antrags und 5) anqungen mitzutbeilen, Wklc'hc' axis dsr Gkncralersammlung zur Vcrbandkung kOann sollst). _ An chxgcn bat dcr „K*öxtig1ick96 Staats - Archibar, Archiv-Jtaib 1)r. rUtilsrs iii Posen angkrs t, zunächst“ die Vorjährige: 1) W81ch€r Weg emchblt _sich den Historißchcn Geskllschaficn für 17611 Austaujcl) und den A 1513 thrcr Vkröffenilichungcn? Ferner 2) Ist die Vermzstaltung einer archiValische'n AussiLÜung für die Förderung dsr Yrcva-Jiiteréffkii wünschknsMrtb, und _ bcjabsndcn JaÜs _ wie ist dxsscr chgnke zu Verwirklichcn? 3) Wie werden Slkgkl am zwsckmäßmstcn ansbcwabrt und vor Vcérdc'rbeén ge[chü13t?

,. _ Bcr dM Ausbaggcrungkq imHafen zu Bi crta (inTunis) ist, Wie dc'r „Voff. Ztg.“ aus Paris untcr dém 28. Juli berichtet wird, eme Opferschalc *aus Vollsi1b€r mit Verzierungkn aus Gold gc- fnnbcn worden. Die Schale ist länglichrund und wenig tief, mit ?we'i flachmx Obretx (Griffen) Versöhcn, dabLi 0,90 m_ lang und 9 kg thr. Die Verzierung it sehr reich: in der Mitte ist auf Gold- e/xnlagc de_r Kampf des Apollo mit Marsyas eingegraben“ kin Satyr spiclt dre Doppelflöte Vor der Muss, der Schiedsricbtkrin in_dem Kampfe; um fie gruppieren fick) die Partcigängcr der beiden Kampfenden, '.Atbena, „Kybele, Olympos u. s. w. Am Rande der Schale eqilang lauft em" flachrundcr Friés ale andrinischen StiLs, Vcr- schiedene lBVÜlschL UUd landltche Bilder nebst «Zerzicrungcn darsikllcnd. Auf den Ohren (VoÜbenke1n) sind ein ländliches, Dionysos ge- brachtks Opfer und, eme Txtnkergruppe, Von Verzierungen um eben, dargesikllt. 'Alle diese Verzierungen sind aus dem Vollen Zefal] gstxteben, fe_m gesch11ttteit,'ubexbau t mit hobsr Kunstfertigkeit aus- gefuhrt. Die: Opferscbale ist eme ellenische Arbeit der ersten Jabre zmserer thtrecbnung und das wertbvollste Stück aus Edelmetali, das jemals in Afrika entdeckt worden. Dank der Bereitwilligkeit der Untexnebmer ist der Fund in den Besiy des Bardo-Mnscums bsi Tunis übergegangen.

Literatur. G e s ch i ck t e.

11". Haba [30rUZZi(::1. Denkmäler der Preußischen StaatsberWaltun im 18. Jahrhundert. Hérausgegeben Von der Königlichen kademie der Wisssnscbaften. .Die Behordenorganisation und die allgemeine Staats- verwaltunJ Preußens im 18. Jahrhundert." 1. Band. Akten von 17 1 bis Ende Juni 1714, bearbeitet Von G. Schmoller und O. Krauske. Berlin 1894, Pank Parey. _ Dre exsten Bände dieses großen Unternehmens, das die ganze innerekGesckytchte des Braydenburg-PreuYsYen Staats zur Anschauung brmgen soll, WJT) bekklks vor ztvei a ren erschienen: in ihnen behandeltefOtto

inße dic Bedxutung der Seidenindustric für den preußts en „taat unter Friedrich dem Großen. Andere wirtbscbaftsge chi t- 11che_ Untersuchungen, wie die Geinchte der Handels- politik und der Wollindustrie, sind 1 on in Vorbereitun , sodaßwir dadurch über die altpreu ische Wirtbschaftspolitik. me r und mehr bis ins einzelne unterri tet werden. Die vo'rlteéxende Publikation tragt dagegen einen rein verwaltungsgeschtcht ichen

'

Charakter; sie soll dak'tellen, wie sich das moderne Beamtentb m und die moderne meini3ration seit der Grünxung des preußichon Königtbumsxnthelt Laden. Wie die oben enannte, so ällt auch diese in, zwei T eile: einleitende Darste ung und U un en- anbang. Es ist xinleuzbtend, daÖ m t alle Staats- odu Kommunal- bebörden gleichmaßig „eingehend eban elt werden konnten; um den Umfang der Publikation mcbt zu sehr anschwellen zu [affen mußten gewisse Grenzen gezogen Werden. In der Vorrede setzen da er Hein- rich yon Sybel und Gustav Schmoller, die Leiter des Unternehmens, die'GrundFaße der Edition auseinander. Ausgeschlossen ist im allge- xnemen die Loxal-Gemeinde- und Kreisverwaltung" die Staats- amxer smd bis zum Landratb und Steuer-Ratb abwärts berucksichtigt worden. Vbrzugsweise ist das in die Sammlun auf- getxomxnen, xvas zur Erlauterung der Regierungstbäti keit des önigs Friedrich Wilbelzn ]„ desBegründers der preußis en Verwaltung, xmentbebrltcb schien. _ Die „den Aktenstücken Vorange ende Einleitung ist Von Schmo1ler verfgßt, die Redaktion der Aktenstücke ist Krauske's Werk. Da ww uns in unserem Referat naturgemäß an die Dar- stellun"g Schmoüer's Halten müffsn, so woÜen wir nicht unterlassen, ausdruchl1ch zu bemerken, daß dW Hauptarbeit der Publikation, die Bearbeitung des Theils, der der wiffenschaftlichen Forschung dienen soll, Von Krauske gelexstet worden ist. SchmoUer bietet in seiner Ein- leitung nicbt eme Inbaktsangabe der abgedruckten Urkunden oder eine zuxammenbangende Darsteüyng der preußischen Verwaltungs- aechichte in d"er erstenÉetf des Königtbums, sondern aÜgemeine ErorterunJen uber Begrt und Entwickelung der Behörden und des Beamtent ums in Eyropa „bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts untsr besonderer Bkruckfichtrgung Deutschlands und reußens. Ein getreues kaerat seiner gedankenreicben, von echt bistori cher Auffassung zei; enden Darlegurigiann an dieser Stelle nicht ge eben werden, wir my en uns quf einige bxrvorstechendc Punkte bes ränken. Zunächst sc_l)ildert er, Zvi? auf niedriger, Kulturstufe Beamte und Behörden nur fur kurze" 611 und ohne besttmmie Kompxtenz eingesetzt wurden, bis fick) allma [ich bedeutßnde Persönlichkeiten und berborragende Familien dauczrnd in den Funktwneri zu behaupten Verstanden und so die Aemter erblich machten. Jm Mittelalterlicben Deutschland z. B. traten die grundbefixzknd-Zn Aristokraten an die Spiße aÜer höheren Aemter, der Herzogtbumer, Markgrafscbqften, und ebensowurden in den Territorien die niederer) Aenzter xm Klernadel erblich, wodurch sie eine gewisse lebstandigkxtt erhielten uxxd dem Landesherrsn nicht selten anbot- maßig gkgenubertraten. Dic Erblicbkeit binderte ferner die Ausbildung ernes-remen Berufsbeamtentbums, mußte als:), sobald die Geschäfte verWtckelt'er Wurden, m_ancherlei Nachtbeile zur Folge haben. Daher be an_n die' [azidesberrlrckye Gewalt bald einen Kampf gegen die Erb- [1 keit, _und tm Laufe deerabrbundertc ist es in den deutschen Texxttorren aux!) geluxxgen _ alle_Pbasen dieser Abwandlung find fxetltck) noch nicht gsnugsnd aufgéklart _ dsn erblichen Beamten durcb 'Eine-„tx besoldetsxi, auf Zext angestSÜten zu erssßen. Die beste Stüße "xi Kampfe init dem Akmter bsfißenden Adel fand dsr Landesherr in bux erltchcn ,Clsxnentezi mitjuriitiscbsr, hu11mnistischerund theologischer Bt dung, "die m die f_ürstltchen Kanzleien aufgenommen Wurden, fick) aklmabltch zu, bestandigen Rathgebern des Fürsten empor- schwangen und endlich zu fssten Kokle ien mit lokal sehr Verschieden bezneffcner Kom etknz ausbildetcn. us solcbt'n Kollegien gingen nun wikder aKnderx 5 kbörden für einzeln? ZWLige dEr Verwaltung berVor. Diese furstliche Abiniyiftration, der auch der Adel nicht ganz fern blieb, la& nun bestandig mit D?" Landständen in Hadcr. Vornehmlich drehte fi der qupf um das sogenannte Jndigenatsrccht: dsr Adel behauptete, nur einheimische Adlige dürften in den höheren Stellen wxrwendet wcrden; dW Fürsten hatten aber zum großen Theil gerade em Jntexesje daran, tüchtige Ausländkr, mochten fie Von Adel sein oder nicht, arzzufteéüsn, da diese Von ibnsn aÜein abhängig waren, uni; Fomtt aux!) das fürstlich? Jntsrsffe mehr wabrnabmen als embeimsche. rnit den Ständsn durch Verwandtschaft und Jntereffquememschast Zug Vsrbundene Adlige. Jn Branden- burg erbikltkn 'die Stand? ihren WiÜen unter Johann Georg uni) Johann Sigismund; Joachim Friedrich, Joachim 11. und Georg Wilbslm befolg'txn das EntgkgkngMßte Prinzip. _ Die Geschichte der brandenbizrgitchen , Administration Wilbert SchmoUer eingehend Von de_x Regikrungszett des Großen Kurfürsten an. Von bobcm Jutsremcs ist u.;a. die Neuordnung dss Finanzrveskns durch die Aus- bildung dkx Kriegs: und Domänsnkammern, ferner dLan Emanzipation Von der standisch6n Verwaltung,!dié Trennung der gLrichtlichen und der Vcrwaltungs-Justiz urid diE Entstxhung des Landratbsamts, das _ bsrborgegangen aus einer Kombination des Marscbkommissar- und Krexsdrrsktoraxnts _ einc kigentbümliche Mittelstellung zwischen fürst- licher und stündlsÖL'l Ve'rwaltung einnahm. Zum Schluß führt Schmollcr aus, daß das'préußisckye Beamtentbum im 18. Jahrhundert nach _ moderpsn „Bagrtffen noch keinéswegs moralißcb intakt, (1er tmmcxbm weit besser als in dLn meisten anderen Territoricn war 11311),an einer viel [)öberkn Stufc' als in dEr Zsit nach dem drsißig- ]abrigsn'öx'cikzxx stand. Die Mrscbiédensten Momsnte batten beidiesem Jorischrxtfc tmtgswirkt: das Beispisl dss pflichtgetreue'n und strengen

crrschers, angemessener? Bcsolbung, bess€1*:**.'11)renzu11g der Kom- petenzen ,und nicht zum geringstkn die al1mäblrchc Aussöbnung des Adcls rnit der nsuen Verwaltung, sodaß dsr Landesbsrr Weniger auf taxsniVOUe Ausländer, unter 176an fich mancher zweifelhafte Charakter bcsunden batte, angewiesen war. Was in Frankreich nicht gelang: ein Beamtcntbum bsranzubildcn, das die Jnterkssen der Krone, d. l). 1766 Gesammtstaates, gkgen die Ncétc feudalsr Jnstitutionsn und An- schauunaen wahrnahm, ist den; Urcußisckyen Königtbum bicrnach in Harter Arbeit gelungen.

_ Militärisches.

Die 138an Heftc für Juni und Juli 1). I. der Dom Obsrst- Licutenant Schnackenburq gelkiteétcn „Jahrbücher für die deutsche Armcée und Marine“ (Verlag von A. Bath) haben folgenden Inhalt; In einem Aufsaß unter dem Titel „Die deutsche Flotte und „der Rkichstag“ befürwortet der Vize-Admiral Von Henk auf das Warmste dis Vcrstärkunxx der dcutscben Marine. Wie Friedrich Wilhelm ]. über die Erzrsbung der militärischen Jugend dachte, schildert in einer [Esenswertben Arbeit dEr Hauptmann von Scharfenort. In einsr andsren Arbeit werden die neuen Aus- bildungsborscbriften der cnglischen Kayallerie, die fi ziemlich eng an das dLntscbe, hin und wiedcr auch an das französi che Reglement anlehnen, besprochen. Oberst-Lieuienant Frobenius hat über die (Frage der „Umformung der t8chnischen Waffe“ geschrieben. „Der Exsrzierplaß und das kriegsgemäße Exerziercn“ Werden einer Betrach- tung unterzogen, worin die Verhältnisse beschrieben Werden, wie sie sind, und wie sie nach der Ansicht des Verfa ers ein sollten. „Mili- tärtouristis ? Wahrnehmun en im Sands ak iovibazar, in Mon- tenegro un in der Krivo je" werden_ vom Hauptmann J.. Bau- mann mit etbeilt. „Die Exerzikrvorschristen der ersten RYublik und des ersten aiserrei s* werden eingehend beleuchtet. Einen3 eitrag zur „Geschichte dc'r Adju tierung der österreichischen Armee“ haider Landwehr- éauptmann Dittrich eliefert, während der Oberst-LieutenantSchnacken-

ur Weitere interesézante Aufklärungcn giebt über die Beziebun en

zwikzchen riedrich dem Großen und dem General Chasot. Zn kleineren Fussätzen werden „,Die Bcrsaglicri', dic „Meldsrsiter bei der Jnfanter 2“, ein .Reiterstreich Hampton's“, die „rns sche Nicolai- Generalstabs-Akademie' und unter der Uebers rift , wei reitende Batterien in Roth" eine Episode aus dem au1erianischen Kriege vom März 1864 bsbandelt. Zum Schluß folgen in beiden Heften kleine beeresßelscbichtlickye Mittheilungen und eine umfangreiche Umschau in der 2) i itärlitcratur.

Gesundheitswesen, ßThierkvankheiren :und Absperrungs- Maßregeln.

Niederlande.

Durch Verfügung der Königlich niederländischen Minister des Innern und der Finanzen vom 28. Juli 1). I. ist vom 31. Juli 1). I. ab die Ein- und Durchfuhr von Lumpen, gebrau ten Klei- dun Mücken und ungewaschener Leib- und Bettwäsche aus ußland ver oten worden. Reisegepäck faUt nicht unter das Verbot. Auch sind ausgenommen:

[. vom Verbot-der Ein- und Durchfuhr: ] , &. hydraulis zusammengepreßte Lumpen oder Abfälie in Mn nut eisernen Van en;

5. Abfälle von neuen Stoffen, weltbo unmittelbar „awöSpinp _ , Webereien, Kleidermagazinen odex Bleickpereien kommen, sowie - »: wolle und Abfälle von neuem Papier;

(3. Güter, welche zwar aus Rußland angebracht sind, aber bei denen genügend fich ergiebt, daß sie von anderswo berstamnxen und: die so txanSportiert worden und verpackt sind da sie mit infiziertek Gegenstanden nicht in Berührung gekommen fein önnen;

11. vom Verbot der Durchfuhr:

Güter,'we[che so verpackt sind, daß sie unterwegs keinerlei Bearbeitung und Behandlung erfahren können.

Cholera.

Danzig„ 31. Juli. Die .Danz. AÜg. Ztg.“ theilt folgenden" Cholerabertcht aus dem Bureau des Staatskommifsars mit: Gestern Mittag wurde ein Matros e vom Schooner .Zupitet“ mir choleraverdachtigen Erscheinungen aufgefunden und in das tadtlazaretb am Olivaer-Thor ebracbt. Der ,I iter“ lag in derMottlau, gegenüber dem brauscnden asser. und ist mit einer Befassung in die Quakantäne- anstalt zu NeuFabrwasser übergeführt. Ferner ist gestern Vormittag ein choleraverdächttg erkrankter Schiffer in die Baracke zu Plebnen- d ori aufgenommen" seine Schiffsgenoffen sind daselbst in Qua- rgntane gelegt, 5 ei einem am 29. d. M. unter verdä?! itgen Erscheinungen, erfolgten; Todesfall des Bubnenarbeiters Witt m „Scharnes e ist " Cholera bakteriologisch festgesteüt. & zwei als cboleraverbachttg emeldeten TodesfäUeu von ern aus S ag orsch 'lst Hur die bakteriolo ische Untersuchung (31101074). 53151105 bisher nicht fest estellt. _ Na dem die Cholera in neuester Zeit 111 Rußland mit grö erer Hefti keit aufgetreten war und ngmentli in St.Petersburg die Zahl der rkrankungen und Sterbe- falle erbe lich zugenommen batte, werden, wie dasselbe Blatt mekdet, auf Anordnung _der Königlichen Eisenbahn - Direktion Brovnberg die" tm _worigen 'Iabre babnamtlich berauSgegebenen „Grundsatze f„ur die Einrichtung des Eisenbahnverke'brs in Cbolerazerten' mit sofortiger Gültigkeit wieder in Kraft“ geseßt. Die Maßregeln betreffen die Verwendung yon Kalkmilcb, Cblorkalk und KarbolseifsnlbsunH bei Desinfizierung von Frachtgütern.

Maastricht, 31. Juli. 5 is gestern Abend kamen bier laut Meldung des „W. T. B.“ 13 Cbolerafäüe vor, von denen sechs einen tödtlichen Ausgang batten.

Ayr!) in dxr Woche,!)om 15. bis 21. Juli d. I. blieb der Ge- syndbeitsstand rn Berlin, Wenn man von den zahlreichen Kinder- biarrbocn gbsiebt, ein guter und die Sterbli keit eine gunstige (Von 18 1.000 Einwohnern starben, aufs Jahr bere net, 19,9). Unter den TOYLsursachen find es voxnehmlich „akute Darmkrankheiten (Diarrhoen und Breckydurchfalle der Kinder), die in etwas gegen die Vornwcbe Vermxbrter ,Zabl zum Tobe führten (218 gegen 190 der V0rwvche). Dre Tbei1nabme des Sauglingsalters an der Sterblichkeit War nur Wenig qsstetgert; Von ie 10000 Lebenden starben, aufs Jab: berechnet, 97 Sauglinge. Dagegen wurden akute Entzün- dungen dsr Atbmunsorgane seltener Todesveranlassung und Erkrmikungen und Sterbexalle an Grippe find nicht bekannt geworden, _ VU einer am 18. Juli aus St. Petersburg heim ekebrten Frau Wurd? Cb () [ era festgsstellt. Eine weitere Erkrankung Ft bis Ende der Wockys nicht vorgekommen. Von den anderen Infektionskrankbeiten haben Masern und Diphtherie weniger, Scharlach ein Wenig mehr Erkrankungen Veran1aßt als m der vorhergegangenen Woche und zeigten sich Masern nur im Stralauer Viertel in nennenswertber Zahl. Erkrankun en an Unterleibstypbus blieben selten, an Kindbettfieber kamen 5 r- krankungen zur Kenntniß, Rosenartige Ent ündungen des Zellgewebes der HaubWurben _weniger beobachtet, auc?) Erkrankungen an Keuch- bustßn, die meist emen milden Verlauf zeigten, waren seltener. Er- bsblrak) seltener, als in d?!) Vorwochen kamen Erkrankungen an akutem Gelsnkrbeumattsmus sowie rheumatische Beschiverden der Muskeln zur arztlichsn Behandlung.

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagsngestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 31.1). M. gestellt 11095, nicht rechtzeitig gesteÜt keine Wa en.“ In Obers [611611 sind am 30. v. M. gestellt 3868, nichtrecht-, zeitig gesteÜt kerne Wagen.

Zwangs-Versteigerungen. « .

Beim Königlichen Amtsgericht 11 Berlin standen am 31. Juli die nachbezetchnktsn Grundstücke zur Versteigerung: das im Grundbuck) von Schönebexg Band 36 Blatt Nr. 1358 auf den Namsn des Kaufmanns Wilhelm Wendt zu Charlottenburg eingetragene, 513 Schöneer an der obenfriedbergstraße belegene Gru11dstückxFlache 5,42 &; utzungswert fehlt; Mindestgebot 951 „ji; für das MEiiigcbot von 101 000 „M- wurde der Maurermeister Her- man :! Speckzu Charlottenburg, Leibnizstraße 68, Ersteher._Das im Grundbuch Von W eis; c n [e Band 34 Blatt Nr. 1000 auf den Namen des Kanzlcidicners tm Reichs-Patentamt Gustav Jacobi zu Berlin Eingetragene, zii Neu-Weißensee, Straßburgstr. 42, belegene Grundstück; Flache 4,50 &; Nutzungswertl) 1270 „M; Mindestgebot 435 M; ein Gebot wurde nicht abgegeben. _ Aufgehoben Wurde das Verfahren wegen des Lutze'schen Grundstücks zu Weißensee, Gustav-Adolfftr. 152, belegen.

_ Die Berliner Bockbrauerei-Aktiengesellschaft fordcrt in ciner Bkkanntmacbung zur Durchführung der von der GeneralverKsammlung 'beschloff'enen Yerabseßung des Grundkapitals die Aktionare, welche ihre Aktien no nicht zur Zusammenlegun und Abstempslung eingereicht haben, auf, die Einreichung solcher ktien bis zum 15. August d.'J. bei „dem Bankbause Born u. Bu se zu bewirken. Eme'wcttexe Frist zur Einreichung kann nicht gewä rt WLWM. _ Es Wird hierzu bemerkt, daß die nicht abgestempelten Aktien später keinen Anspruck) auf Dividende mebr haben.

_ Gestern Abend fand hier, wie der „B. B.-C.' beri tet, eine auFewrdentliche Generalversammlung der Königsber er ferde- ci eybabn-Gefellschaft statt, an welcher neun ktionäre mit vierzig Stimmen und 521000 „ck Kapital tbeilnabmen. Es handelte fick), m der Versammlyng mp die Ueberlassun sämmtlicber Kon- -- zes toner) unix ber Geleise sowie des 'rolkenden aterials der Gesell-- schaft in Kontgsberg an dre Untbn Elektrizitäts-Gesell- schaft. Der Antra wurde mit 26 6 en 14 Sti men angenommen upd der, xrtrag mit der Union E72 trizitäts-Geselléckoaft

enLHMlßt. Emkaionar glab gegen den Beschluß einen éroteßtxzu rotoko . „Schließlich besch die Versammlung, die Zab dsr uf- 1chtsratb6mttglteder von vier auf fünf zu erhöhen und wählte Herrn Direktor BoUmann von der Union Elektrizitäis-Gesellscbaft neu in den AufßétSratllZ, schl s sch St k bl

_ ».om 0 er e i en ein 0 enmarkt berichtet die „Schl. ZZtg.“: Dex oberschleßscbe Kohlenmarkt zei te st in der letzten oche VM cmer Unbestandi keit wie selten voxher. in das Koble'ngescha'ft m der ersten ,"lfte des Monats uli „oft, so hatte es in der zweiten Käls'te derartig nachgelassen, daß aum 09/0 des Quanxums der er ten vier ebn Ta e verlapen' Wurden. Dieser _ Ruckgang ist theils durcH die (anck veruxsa t, durch 'die geringere Wafferverladung erbeigefübrt worden. ' sich die Handler zur Ausnußun der Sommerpreifs mit _Ko retchxnd ver orgt, sodaß ibxe Au?t_räge in le ter Zeit bedeutend * eingingen. m ni t,zu viel stürzen Ku MKK" waren fa, -,sä Gruben genötlÉgt, eterßchicbtene! uf einigen , Z , nuritz-drttten ! ten n derW efördert; as, Mex:- Ü Sortimente an' n rägen. Das Ge (Bäst stellte" süß“, ie„ Koblensorten wie Zolgt: Stückkoblenx gens: _rs _ «„ wurdlxgesltiückrdzt,LfTrZUrtfel-ÉmbdsWßkoYteniwaZn [ÜF _. unzu an ge gg; !: o e m „erg zum W nacbgela en; Gn», Staub- und Kleinkoblefand W73- ***-

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