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6) die einläußgen und qupelläufigen Hinterlader-Iagd-
inten mit an oder 11) weise gezo ener Cbokebohrun
fldie unter 85.1212 2 und Nr. 4 angefqührten Markew-unß dazu die Bezeichnung „K (:p-10105“;
7) die Revolver
auf der Trommel (Kammer) die Zeichen » w
“'.. Z““; 8) die einläufigen Hinterlader-Pistolen mit glattxx Bohrung auf dem Lauf die Zeichen *! 42 FW, das Kaliber in Zahlen wie 42, und auf dem Verschluß das Zeichen M; 9) die doppelläufigen Voerader-Pistolen mit glaLeZ-Bohrung awf den Läufen die Zeichen ZH 42 %K, das Kaliber in Zahlen wie 42, und auf di:; Schwanz:
schraube das Zeichen ck “ ;
10) die doppelläufigen Hinterlader-Pistolen mit glatHrBohrung auf den Läufen die Zeichen WM: 50 FL), das
& Kaliber in Zahlen wie 50, und auf dem Verschluß
das Zeichcn M ;
11) die Tas enpistolen, Terzerole und ähnlichen Waffen mit glatter ohrung
/* ck 2 auf dem Lauf die Zeichen ckchM 5() “IQ », das Kaliber in Zahlen wie 50, und auf dem Vcrschluß daS Zeichen Ä " ;
12) die Hinterlader-Pistolen aus Gußeisen ck auf dem Lauf die Zeichen FCW- 50 FW, das Kaliber in Zghlen wie 50, und auf dem Verschluß das Zeichen »;
13) die Karabinsr (Expreßbüchsen)
ck auf dem Lauf die Zeichen YM- » YFM-
500 5x, das Kaliber in Zollen mit Zeichen wie
500 SX, und auf dem Verschluß das Zeichen W; &
14) Vorderlader: linten jeder Art," welch? auf Berlanchn nur der ersten 0 er schweren Prufung tm fertigen Zustande unterworfen find,
B auf dem Lauf das Zeichen 12 JW, das Kaliber
in Zahlen wie 12. Berlin, den 30. Juni 1894.
Der Reichskanzler,
In Vertretung: von Boetticher.
„sches Repetitorium. _ Bezirks-Geolo e Dr. S f- MineraloVsche Uebungen. _
Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben Aüergnädigst geruht:
dem Juwelier §Paul Somméz, Mitinhaber 'der Firma „Gebrüder Sommé“ zu Breslau, das Prädikat eines Konig: lichen Hoflieferanten, und _ . '
dem Glasermeister Robert Siebert zu'Komgsberg 1.“ Pr, das Prädikat eines Königlichen Hof-Glasermetsters zu verleihen.
V e r z e i ck n iß der Vorlesungen und Uebungen, wl e an der Köni lichen Berg-Akademie zu Berlin im e ck Winter-SeniJester 1894/95 (vom 29. Oktober 1894 bis 23. März 1895) gehalten werden.
roe or tanke: Bergbaukunde 1. Theil; Ber bauliche Uebqueri.ff_ Zebeimer Bäßrath, Profeffyr Kerl: AZ ememe Hüttenkunde' Lötbrohrprobier unst; Chemtsche , Technolog e. _ ].)r. Yufabl: Allgemeine robierkunst; Techn1sche_ GaSana1yse. eheimer Bergrath, rofessor " 1)r. Wedding, Eisen- büttenkunde; Entrverfen von Eisephuttenanla en_. _ Professor S neider: Aufbereitun ]. Theil; Mgrks etde- und Meß- kun ]. Theil; Praktiizche Uebungen m der Mgrks eide- und Meßkunst. _ Profeffor Hörmann: Mechanik; Maschinen ehre; Metallurgis 6 Technologie. _ In enieur Brelow: DarsteUende Geometrie“ eichnen. _ Geheimer ber-Bergratb Eskens: Ber - recht 1. Tbeil. _ Geheimer ReJiLerungs-Ratlz, Professor 1)r,„Po : Wohlfahrtsp ege ( reiwilli er rbejterschxxy. _ ])r. Kortex: Analytische eometre der bene; Dtfferenttalrecbnung; Mathemati- cheibe: Mmeralo ie; bisch Ub Bez'i Ö'YL'JM Dit" KMF YFM ie“ etror e eungenm er nun m1m1ro 1) en «211 rationYanMetboden der Gesteinsunterizu'chung mit Demon- ionen und Uebungen. _ Geheimer" BerTratb, Professor Dr. eyrich: Geogno e mit besonderer B&ucxstchtlguqu des Log. Flöß- F'irges._2andes- eologe Dr.Cbert: alaonto ogt che Ue ungen._ des-Geologe,§érofexsor 1)r. Wabns affe: AUgemeine Geologie; Geolo ie des uart rs, verbunden mit geologischen Aus üJen; (he Uebungen in der Bodenuntechhun . _ Landxs- eo oge 1)!"- e schlag: Lagerstättenlehre. _ rofe or 131“. Finkenex: Oualita ve und quantitative Uebungen im Laboratorium fur Mimml-Analyse.
Königliche Technische Hochschule zu Aachen.
Im Winter- Semester 1894/95 beginnen die Immatriku- lationen am 1. Oktober, die Vorlesungen am „8. Oktober. Programme übersendet auf Ersuchen das Sekretarmt.
Angekommen:
Seine Excellenz der Unter - Staatssekretär im Reichs- Schaßamt, Wirkliche Geheime Rath Aschen b orn, vom Urlaub.
Abgereist:
der eistliche Vize-Präsident bes _Evangeli chen Ober- Kirchenratbs, Wirkliche Ober-KonststbrtalMath s]). Freiherr von der (Holy, auf Urlaub nach Suddeutschland.
Yichtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußey. Berlin, 6. August.
, Seine Majestät der Kaiser und König sind ain Sonnabend Abend 10'3/4 Uhr von Caffe] wohlbehalten m Wilhelmshaven ein etroffcn und haben gestern Mittag 1 Uhr die Reise nach Eng and angotretcn.
Wie dem „W. T. B.“ gemcldet wird, haben Seine Majestät der Kai er an Bord der Yacht „Hohenzollern“ auf der (ZFUW nach &owcs heute früh Dover passiert, woslest die übli en Salutschüffc abgefeuert wurden,
Der Kaiserlich Botschafter Graf Haßfe1dt hat „sie!)"Heute aus Anlaß der bevorstehenden Ankunft Scmcr Maxxstat dss Kaisers und Königs nach Comes begeben. “
Der bisher als Geschäftsträger fungierende Legations- Sekretär bei der Königlichen Gesandtschaft in Hamburg" von Bülow hat einen ihm bcwiÜigten Urlaub angetreten. Wahrend seiner Abwesenheit fungiert der Attaché von Trcutler als
Geschäftsträger.
Der Königlich niederländische Gesandte am hiLsigcn Aller: löchsten Hofe Ionkhccr van Tets van (Houdrraan hqt erlin mit Urlaub verlassen. Während scmcr Abwescyhcrt fungiert der Le ationS-Rath Jonkhccr van Eys van Lien: den als Geschä?tsträger.
Der Köni lich siamesische Gesandte am hiesigen 2111er: höchsten Hofe hya Nond Buri ist nach Berlin zunruck: gekehrt Und hat die Geschäfte der Gxsandtschaft Wieder uber: nommen.
Neuwied, 6. August. Ihre Majestätcn der König und die Königin von Rumänienwerdcn sick) morqcxi Vor: mittag zum Besuch Ihrer KönigUchcn Hoheit dcr Jurstin: Mutter von Hohenzollern nach Umkirch und von dort nach Ragaß begeben.
Sachsen-Coburg-Gotha.
In der vorgcstrigen Sißunq dcs Lan„dtags des Herzogthums Gotha gab bei der Vorlage ubc'rtdcn Bau eines (Herichtßgcbäudes in Gotha dcr Stgatö-Mrmstcr von Strenge die Erklärung ab, daß er die Beschluss des Landtags über den Ankauf des Schlosses Frixdrtchsthal Seiner Königlichen Holcit dem „Herzog zur K_enntmß gebracht habe, daß aber eine Kdni liche Hoheit zu ,seirzem Bedauern nicht in der Lage sei, iesen BeschluLen feine Zu- stimmung in allen Punkten zu erthcilen. ka andtag werde da?)?r eine sofort in Angriff genommene “.'“.LUL Vorlage zugesen, un es sei daLcr die das Gcrichtßgebäudc betreffende Vorlage zunächst abzu eßcn. Das Haus beschloß demgemäß und genehmigte sodann den Antrag der Schulkoxnmrfston be: züglich der Besoldung der Lehrer an den Gymnasien Zu Gotha und Ohrdruf sowie ferner dyn Nachtrag _zum Volkß Zhulgescß in, der Fassung der Kommission. Schlixßlich bewrlligte der Landtag 70000x/16 für die Ernst-Alcxandrmcn=Sttftung behufs Errichtung eines Genesungßhauscß] auf dem Thuringcr Walde.
Oesterreich - Ungarn.
Eine Deputation der russischen Batterie Nr. 1 der 7. reitenden Artillerie-Brigadc, deren Chef der verstorbene Erzherzog Wilhelm war, ist estcrn_ auskAnlalß des Ab- lebens des Erzherzogs aus Wars au m Wten eingetroffen und hat einen Kranz am Sarxe_ des Erz erFogs mebergclegt. Die Deputation des preu ischen e d- Arttllxrte- Regiments Prinz August von Pxeu e'n (Ostpreuß1sches) Nr. 1 ist estern in die Heimatb urückgeretft.
Wie ie ,Budapester Korreiponbenz“ meldet, hat der erbische Minifter :Präfident Nikola1ewic yorgestern dem
inister:Präsidenten ])1". Wekerle eimxn langeren Besuch abgestattet und kick) estern Abend nach Wien begeben. ,
Der Miniter-Ékrästdent ])r. Wekerle traf gestern m Nagy-Ban [) ein, wo er von zahlreichen Deputationen, unter denen sich an Rumänen befanden, begrüßt wurde. Dr.Wekßrle nahm an der Sißung des ungarischen Landes-Bergwcrkverems tbeil und brachte ein enthusiastisch auRenommeneS Hoch auf den Kais er aus, wobei er den onarchen, der 1on seines vorgerückten Alters mit aufopfernder, unquud- licher Hingebung für das Glück seines Volkes fortwahrend wirke, als Muster eines arbertxamen ?errschexs eierte. Um 7 Uhr Abends gab der Miniter-Präident 171 längerer Rede seinen Wählern einen Rechenschaftsbericht. . Ex be- spra dabei dem „W. T. V.“ zufol e b onders die ktrchxn- politichen Fragen, deren unverzugli e Lö ung und zwar tm Sinne der Trennung der Wirkungssphären de_s Staates und der Kirche in der Eherxchts: und Matrikulxerungs- fra e eine dringende polrtrxche Nothwendrgkett ge- we en sei. Es sei ein Kamp des . ortschritts gegen eine retrograde Tendenz, der olttt chen Konsequenz
e en den Opportunißmus ewe en. hoffe, daß die so al]- Zetgneine Offenbarung der öLentlichen Meinung auch das Ober-
haus ur Annahme der IWF schwebenden Reformen bewegen und d e dort no wahrne mbaren Agitationen vxrstummen machen werde. Au erdem hege ex eine zu hohe 'Meinung von der Besonnenheit und dem PatrtotiSmus der „einzelnen maß- ebenden Faktoren, a[1_3 daß er befürchten konne, dem Ge- We werde die schuldtge _Achnxn versagt werden. Jeden- fa s werde der Staat die notlFige quft best en, geseß: widrigen Bestrebungen, wenn es nothwezidtg ersche nen soklte, ein YFM zu seßen. Jn Fukunßt werde die Frage der Regelung der erwaltung vorherrchen, ie nebst) der Verwendung der staatlichen Organe in der Exekutive eme entsprexhende Inan- spruchnahme der lokalen und autonomen K_rafxe be?wecke und zu leich die Garantien der öffentlichen Freiheit U11 txebe. Vezü [ck der Nationalitätenkrage bemerkte der Mmrsßer- Präst ent, daß er eine so che Frage 111 „IMM mehr anerkenne' doch wenn darunter ie Aspiration verstgnden werde, daß in dem vielsprachixßen Ungarn nach den vixrschieden- sprachigen Nationalitäten csondere admnnstratetve Yb- renzungen emacht werden sollten, um in ihnen mrt Zurxtck- ?eßung der taatssprache anderen Sprachen das Uebergewxcht zu verschaffen, so seien diese Aspirationen nicht neu, sondern über em Jahrhundert alt. In neuester Zeit machtcn stck) nur gewisse neue Auswüchse bemerkbar. Namentlich wurden die Nationalitätenfragen von auswärts unterstußt, AZ,)var nicht von amtlichen Kreisen, die nach seinem tssxn dcm fernständen, sondern durch private Vereinigungen. Ezn anderer Auswuchs ?igc sich darin, daß die ungarisxhc chw: rung vor dem Aus ande ciner 'mhumanen, ?ewaltthatigcn und vernichtenden Magyarisierung-Zpolitik bcschudigt werde., Der Minister-Präfident präzisierte den Standpunkt _der Regierung in der Frage der Magyarisicrung dahin, daß sie die Staats- spracbc jedermann zugänglich machen molle Und nicht du_lde, daß dies gewaltsam verhindert werde. Dis Regicrzmg müsse mit aller Strenge darauf achten, daß gcscHWidxrgc Hand- lungen auf gcscßlichem Wege bestraft würden, "das; 111 Un, nrw kein TerroriSmus Play greife und daß die offentliche 5 uhe unter aÜen Umständen anrcchterHalth werde. „CZE, sci daher Pflicht der chicrun , die entsprechenden po chltchcn Mas;- nahmcn zu treffen un das Vereinigun : und “ crsammlungs- recht in solchem Sinne zu handhaben, da es nicht der Zuflnchts- ort gegen die Integrität des Staates gerichteter chtrcbxmgen werden könne. Schließlich müßtcn aucl) Einzelne verhmdxrt werden, mit ihren Beschtverdkn, die nur im Lande selbst erledigt werden könnten, sich an das Ausland zu wenden. Die Rc: gierung sei aber auch jener Pflicht eingedenk, in dcr Anwendung des (Heseßes zwischen den verschicdcnsprachigcn Staatsbürgern kkinen Unterschied zu machen, ja in jedem Bürge]? des Staats das Bewußtsein wachzurufcn, das; er ein in ]cdcr.f,3__11zs1cht glei berechtigter Staatsbürger sei. Der Minister-Prngent schlo mit dem Ausdruck ch Danch _chcnübex seinen Wa__lcrn. Die Versammlung brachte dem Minister-Präßdentcn bcgetftcrte Kundgebungen dar. __
Der Prinz Ferdinand von Sachscn-Coburg nt in der vergangenen Nacht von Karlsbad nach Ebenthal ab: gereist.
Frankreich.
Der vorgestern im Elysée unter dem Vorsiß des Präsi: denten Casimir-Pericr abgehaltene Ministxrratk) bc: schäftigtc sich mit der Koreafrage und den Kongo:An: gclegenheitcn. Das ostafiatische Geschwader hqx_Bcfchl erhalten, die Interessen der éranzösischcn Staatsqngehorich an der Küste von Korea zu chf'tHen. Dcr Präsideni Casmzir- Pcricr bc ab sick) am Nachmittag nach Pont:sur:Setn2 zuruck: dvr MiniFter: räsident Dupux) reiste am Sonnabend Abend nach den Ost: x)rcnäen ab.
Die Kommission für Erfindun cn hat ihren Bc- richt an das Kriegs-Ministcrium Ü er die Erfindung Turpin's erstattet. Der Bericht erklärt, das; die Vorschläge Turpin's keine Erfindun bedeuteten, die dem Staat,_ der sie erwerben sollte, irgen welche Suprcmatic pom Gesichts- punkt der nationalen Vcrtheidiguug aus sichern würde. Turpin habe durchaus keinen auf praktische Versuche „estüßtcn Beweis geliefert. Das Kriegs : Ministerium babe seit 1891 Versuche Femachß die im Prinzip 81110 rappantc Analogie mit den orschlägen Turpin's zeigtcn, bis 1th aber keine bcfricdi enden Resultate ergeben hätten. Die Vorschläge Turpin'ss icncn zwar auf eine cistrciche che sick) zu stüßcn, es sei aber uugewiß, ob diese chc zu einem Erfolge führen werde. Es bestehe kein „Hinderungs rund, Turpm das Eigenthuchcht an seiner Erfindung zu affen. Die Kommission habe Turpin ersucht, dic'crstcnchrszxche an ustellen, damit man ersehen könne, ob das Krtcgs=Mimstertum selbst mit seinen Versuchen fortfahren solle. ,
Eine egyptische Zeitun hatta gemeldet, daß der Khedtve am 18. d. M. incognito in ?Paris eintreffen werde. Der frgn- Mischcn Regierung ist über dic Anknnft dcs thdwe keine
ittheilung zugegangen.
Rußland.
Wie „W. T. B.“ aus St. Petersburg byricbtet, fand- vorgestern dieBesichtigung des Lagers von Krasnoxe-Sclo durch den Kaiser statt.
Italien.
Nach einer Note der „Agenzia Stefani“, ist ,die Nachricht, daß zwischen den Regierungen vpn Jtalrxn und England Verhandlungen zum Behuf einer gemein- schaftlichen Aktion gegen Chartum schwebten, durchaus unbegründek
Infolge der Z Menfäch im Banca Noxnaxm-Prozefz cr- nannte der Justiz: intster eine Kommission, dic1bc- auftragt ist, u untcrsuchen, ob die richtcr11chen Beamten ihre YUM erfü t hätten, und eventuell diSztplinare oder andere
aßnahmen zu beantragen. _ „
Bonghi erklärte vor seinen Wählern _m Jscrma, xr werde beantragen, daß (Hiolitti durch die Kammer in Anklagezustand verseßt und vom Senat abgeurtheilt werde.
Niederlande.
Seine Königlichc Hoheit der Prinz Albrecht von Freußen, Regent des erzogthums Braunschweig, „und hre Königliche Hoheit die rinzessin Albrecht, Hochst- melche ge enwärtig in SchevcninZen verweilen, statteteii 'vpr- estern Z ren Ma,)estäten der önigin und der Königin- Ziegentin einen Be uch ab. . Die Ne ierung der Niederlande hat den„Negte- rungen von hina und Japan mitgetheilt, daß ie eme [)trikte Neutralität einzuhaltenbeab1chtige, und bat au, die in en Kolonien lebenden Niederlän er aufgefordert, slch jeder, Verlesung der Neutralität zu enthalten. *
Serbien.
Der russische Gesandte in Belgrad Persiani hat sich nach Bad Emö begeben.
Bulgarien.
Der Minister - Präsident Stoilow und der Kriegs- Minister Petrow haben ihre Reise nach Elena und Slivno fort eseßt, wo ste von der Bevölkerung Herzlich empfangen tour en. Bei einem in Slivno zu Ehren der Minister ver: anstaltete'n Bankett hielt der Minister- räsident eine Rede, worin er das bekannte Programm es Kabinets ent- wickelte und der Erwartung Ausdruck gab, daß es ihm gc- lin en werde, der Bevölkerung die ihr früher an erlegten druckenden Lasten leichter zu machen. Der Kriegs: inister dankte der Bür erschuf! fiir den Ausdruck ihrer freundlichen Gefühle für die lrmee.
Dänemark.
„Nixeau'Y Bureau“_“ erfährt von unterrichteter Seite, das; die achr1cht verschiedener Blätter, der Minister:Präsident Estrup habe seine Entlassung eingereicht, unbegründet sei.
Amerika.
Nach einem Telexramm der „New-York World“ aus Lima ist eine Anzak) der von den Regierungstruppcn ge- fangen cnommcncn Aufständischen nach kurzum Prozeß erschos en worden. Die Lage ist kritisch. Die fremden Kaufleute haben den Schuß der Gesandtschaften angerufen.
Asien.
Die in der vorgestrigen Nummer d. Vl. mitgetheilte Nachricht von einem Sieqc dcr Zapanvr in Korea übcr die Cl)incsen wird durch nacßstehcndc Depesche dcs „?)kcuter'scben Bureaus“ aus Tokio vom 4. d. M. bestätigt: Die Ne ierung erhielt folgende Depesche von dem General OYsbima, dem Befehlshaber der japanischen Truppen au Korea: „Nach fünfstündigcm hartnäckigen kaccht wurden am 29. Juli die chinesischen Vorschau:
ungen bci Chanho, in der Nähe von Asan, er: ?türmt; von 2800 Chinesen sind 500 gefallen; auf unserer Seite fielen 5 Offiziere und 70 Mann; die Chinesen entflohen in der Richtung auf Hongchow. Wir eroberten 4 Kanonen nnd viel Material und bescßtcn das Hanptquartier des Fkindcs.“
Nach Liner Meldung dcr „Agenzia Stefani“ aus Tokio hätte der König von Korea seinen Vcrwandten Dankuns mit der obersten Leitung der Verwaltung und mit de'r Einführung der gcplantcp Reform betraut, Dankuns habe erklärt, er werde den 1apanischen Gesandten bezüglich der Reformen zu Raths ziehen; auc!) würden die von Japan in Korea gewünschten Reformen nach Zustimmung Chinas vom Köni aus freien Stücken eingeführt werden.
Zn Shanghai lagen gestern keine weiteren Nachrichten vom Kriegsfckkauplaß por als das unbestätigte (BcrÜ'cht, das; drei chino ische Krick, Sschiffc von den Japanern g c n 0 mm 2 n worden scisn. Zn Shanghai selbst wurden Vorsichts- maßregcln zur Yusrcchterhaltung der Ordnung getroffen; den europäischen Freiwilligen wurden Instruktionen für den all von Brand oder Aufruhr gegeben. Die dortige japanichc Vercininng cmpfal ihren Landsleuten dringend cin maß: volles, cxonncnes erJalten. ZZWUchM den nicdcrstcn chine- sischen un japanischen 9 olksschi )ten fanden einige unbedeutende SchlééiZYereien statt.
ie dcm „Rcutcr'schcn Bureau“ aus Shanghai von
heute cmcldct wird, wurden_ der japanische Gesandte
und sem (Gefolge, sowie der ]apanischc Konsul bei ihrer
Abreise von- Tientsin von chinesischen Soldaten an-
egriffcn; 1[)r Gepäck wurde in Vcschlag genommen. Der
izc-König Hat andere Truppen gcgen dic Unruhestifter vor: gehen lassen, wodurch dic Ordimng micdcrhcrgcstcllt wurde.
Dasselbe Bureau crfäHrt, 111 London fände zwischen Beamten der chinesischen Gesandtschaft Und den Ver: trctcrn einer bekannten Gcschüßfabrik ein reger Verkehr statt. Es wiirdcnKontraktc fiir großcLicfcrungcn von Krieg?;- matexial für China abgeschlossen.
Parlamentarische Nachrichten.
Amtliches Ergebnif; der am 2. d, M. im 10. Caffclcr Wahlbezirk (Marburg) vorgenommenen Ersaxzwahl zum Hause der Abgeordneten. Gewählt wurde der (Hehcime Regierungs-Rath von Trott zu Solz mit 101 gegen :;1 Stimmen.
Entscheidungen des Reichsgerickxts.
Die Mitglieder des Aufsichtßratbs eincr einxetragcncn G8y91s€11schaft können, nach emcm Urtbcil des Rei Ögerichts, 7. Zivilsenats, vom 17. März 1894, als Zcugcn eidlick) vernommen Werden; „Nach dem hier maßgebenden Genossenschaftsgeseße Vom 4. Juli 1868 wird dcr klagsnds Vorschußvcrein von seinem Vor- stande Vertreten, Welcher auch die Vorliegcndé Klage angestellt bat. Dxr Aufsicht§ratb bat _ abgefsben von hier nicht vorliegcndsn Fallkn _ nur das Rc: t eincr Kontrole dcr Geschafsführung der Genossenschaft. Daran at auch das neueer Geseß vom 1. Mai 1889 nichts geändert. Es stand deshalb der eidlichen Zeugenvcrnehmung dxr AufsichtsratHSmitglieder kein geseyliches Hindernis; entgegen. Wenn die Aufsichißrathsmitglieder aucb möglicherweise wegen eines Ausfaües haftbar gemacht werden können, so gehören, ste doch nicht zu den beim Auögange dieses Prozesses unmittelbar betherligtcn Personen.“ (321/93.)
„ _ Die durch die Kingabe eines Blankoaccepts gegebene Er- machttgung zur erste ung eines vollständigen Wechsels erlischt, nach einem Urthel des Retcthsricbts, 1. Zivilsenats, vom 28. Marz 1894, nicht mit dem Tode des Blankoacccptanten; der Ncbmer ist auch sodann befugt, das Blankett nach Maßgabe der ertbeilten Ermächtigung auSzufüllen und mit einem dem Todesta e des Accsptanten nachfolgenden Ausstellun sdatum zu versehen. „Nach exp in der Recht- sprxckoun sowohl des Teichs-Ober-Handelögerichts, wie des Rei 5- gkktchts ciestgckaltc'ncm Standpunkt erwirbt der Nehmer eines Blau 0- accc'pts re elmäßig das unwiderrufliche, Von einem Einspruch des Gebers ni t mehr abhän i e Vermögenßre t, durch Ausfüllung des Wechxelblanketts na YYY abe der ertbelten Ermächtigung einen voUstandigen Wechse herzusLellen. Wie dieses Recht nicht auf die Person des Wechselnehmers eingeschränkt ist, ebenso besteht dasselbe, wenn der Geber des Blankoacceptes verstorben ist, gegenüber seinem NLÖTMacNOlger . . . . Ma der Wechsel mit einem dem Todestag? des Acceptanten vorauxgehenßen oder nachxolgcnden Ausstellungsdatum axtsgefüllt sein _ in eiben Fällen entsie t die Wechselverbindlichkcit WM in der Person des Acceptanten sondern erst in derienigen seiner Erben, Was weder nach Wechselreckzt noch nach bürger ichem Recht unstattbaft ist.“ (459/93.)
Entscheidungen des Ober-Vertvaltungsgeriäxis.
Nach § 45 der Reichs-Gewxrbe-Qrdnung können die Befugnisse zum stehenden Gewerbebetriebe durch Stellvertreter aus- eübt werben, diese müffen jexoch den für Mas in Rede stehende
ewerbe insbesondere vorgeschriebenen ErforderniZZen genügen. In Bezug auf diese Bcstimmutng hat das Ober- erwaltungsgeri t, 111. Senat, durch Urtbetl vom 19. Februar 1894 auSge- sprochen: Die xtotbwendtge Vorausseßuna für die Ausübung des Gewerbebetriebes . durch einen Stellvertreter ist, daß dsr „Gewexbetreibende selbst die Befugniß zum Ge- werbebetriebe, aljo bei einem an eine bestimmte Genebmi un (Kon- zession, Approbation u. s. w.) gebunbenen Gewerbe dies e besgondere Genxbmxgizng besißt. Der zuwrdkrbandelnde Gewerbetreibende ist axis Ö 147 Ziffer 1 der Gewerbe-Ordnung zu bestrafen, dagegén ist die Bedrohung dss Kontravenixnten mit einer polizeilichen Exekutivstrafe yicht zulasfig. _ Der Wagenfabrikant Sch. zu F., der em Prüfyngßzeugniß als Hufschmied (§ 30a dex Gewer e-Ordnung und Gexesz Vom 18. Mai 1884) nicht besißt, zeigte dex Ortspolizeibebördc an, daß er das Hu beschlaggewerbe durch den gepruften Schmtedegesxllen B. «[S seinen teÜvertreter außüben lasse. Darauf untc'rsagte ihm die Pökizsibebörde den Betrieb des 2- pannten Gewerbes bei Vermeidun einer Geldstrafe von 10 „,is- Kür jiden Uebkrtretungsfaü. Durch eine ?pätere Verfügung hielt die Polizei- verWaltunJ die Untersagung aufrecht, ohne aber eine Exckutivstrafe anzu- drohen. Die Klage des Sch. gegen die Polizeiverwaltung wurde Vom Ober- Verwgltungßgericlyt abgewikken. indem es bkßründcnd ausführte: „. . Wäre LszulJsfig,9111konzesfiorispfliÖttges Gewer 8 durch einen Stellvc'rtreter gußzuuben, "ohne daß der Gewerbetreibendc selbst eine Konzession be- PKT, so ' wurde auf diesem Wege, da der SteÜVertreter einer Kon- zc sion nicht bedarf, das (HLW umgangcn und ein konzessionspflichtiges Gewcrbe ol)ne Konzesfion anSgeübt werden können. Aueh die Aus- nahmevorsckyrift dss § 46 Gcw.-Ordn.: „_ Nack) dem Tode eines (Herverbetreibenden darf das Gewerbe sur RL'cbmxng dcr Wittwc während des Wittivenstandes oder, wenn minderxabrme Erben vorhanden ind, für dcrsn Rechnung durch xmcn nach § 45 qualifizimtc'n Sts: vertrcter bctrisbkn werden, in- 1of€rn die über _den Bextrisb einlener Gewerbe bcstshendkn bL- 10nper€n 'Vorschristcn nicht Ein anderks anordnen. . . bestatigt die Regel, daß durch die Beste!]ung «inks qualifizicrten Stßllbe'rtrc'tcrs die dem Inhaber des Gewerbebetriebks man elnde Konzession odcr Approbation nicht ersetzt werdcn kann. _ Na dcm (qunbsaß „le biz; 111411113111“ darf nicht dnrch polizeilichü Verfügung mit (“mer Exskutivstraic bisselbc Handlung bedroht wsrdsn, welchc be- [0119 durch cm Gesetz mrt Strafe bcdrobt wvrdcn ist.“ . . (111212)
Statistik und Volkswirthschaft.
Zur Arbsitsrbewsaung.
Aus Bochum wird dsr ,Frkf. Zt .“ bkricbtet, daf; cin Gewerkschaftsfest, das gkstc'rn dort abge alic'n werdsn fOÜtk, Von dcr PolizLi Verboten worden ist.
Aus LyipziL schreibt man dcr ,Mgdl). Ztg.“: Was die Er- werbung dss Lürgerrecbts anbetrifft, für die in dyn le'ßten Jabren von den Leivzi er Sozialdkmokraten eine lebhaftk A itation betrieben Worber! ist, so Fat derRatb cin€ äußerstwickytige Entf eidung getroffen. Auf Grund dsr MotiVe zur revidierten Städteordnung hat Er nämlich vkrschicdcne (Hysuchstcllsr troxz des von ibnsn erfüÜtLU Zensus gbge'kmcscn, ,wcil iHre' Vkrhältnisse nicht die nötbige Garantie dafür bieten, das; sic ein daucrndes Jntcreffc am Gemeindewobl und die! kaähigung, für dasselbe? zu wirken, Nützen". Die Bcircffenden werden dagegen RekurL cinlcgeén.
In" Welschbufe bei Dresden ist, einer Mittheilxmg dks „VorwartH“ zufolge, der Ausstand der Stsinarbciter bc'cnde't.
Hier in Bcrlin beschäftigts fick) die Gastwirtbe-Jnnung Vor Einigen'TagLn mit dym Von den Sozialdemokraten betriebenen quucrEtboykott und beschloß nach dsn Meldungen der Blätter, fich tm Bicrboykott anch fernkr nkutral zu Verhaltcn; dock) soll an den Perkin dcr Brausreicn das Ersuchén gerichtet wcrden, den Bcschluß auf- zubkbc'n, daß 161116 der dcmBrancrciVCrcin angehörenden Braucreien einem bisbcrigkn Kundin e'ine'r andkre'n boykottierte-n Brausrei Bist licfern darf, bis de'r Boykott aufgehoben ist. Dikskr Passus im Ver- tragc der Braucrsicn sli g-chnwäitig zwc'cklos, da sämmtlichs Braucrcikn bpvkottisrt ssikn und somit jkde Entschädigungö- VLrPflichtung sortfaÜc. Der Sax; bcschränke dabkr unnütz die Dispositionsfrsilwit der Gastwirtbe in der Wahl ihrer Bicrc. _ Dsr Ausstand dcr Velour-cher der irma (H. Fkibisck) in Bcrlin dagkrt, wie? im „“Vorwärts" mitgktbéi t wird, fort. Zwei Ausständigc 111113 zur Arbeit zurückgkkcbrt.
In Warschau haben nach dc'msclben Blatt diE Vergolder dsr Firma S. Bcrmatm wegcn nikdriger Löhne dic Arbeit cingesicllt.
Kunst und Wissenschaft.
' Das Königliche Museum fürNatnrkundc batneusrdims wreder aus den dcutschcn Kolonien mancherlci WkrtHVoUc-„n Zuwa 1! erhalten. 1)r. Stahlmann sandtk, wie: das „D. Kol.-Bl.' meldet, aus Usaramo in Dsutsch-OstaFika cine große Kollektion zoologischr Obje'kte, darunter 750 Schmettcr inge» 300 andere Insekten, 210 Krébse, 181 Fisch?, 163 Vogk_lbälge, viele in Alkohol konservierte Thiere dcr Verschiedensten Art, örner, ZäZne, Skelette IC. Mehrere Arten smd im Museum isber no nicht vertreten gewssen, was namentlich von den Krebsen und Fischsn gilt. DlL Fischsamm- lung bat besonderen Wkrtk), weil fie dic Fischfauna aus dem Flußgebiet dcs Kingani ziemlich scschöpfknd darsteüt. _ Dcr Leiter der Yaündc-Station in Kamerun Zenker hat dem Museum eine große Sammlunß von meist sebr sorgfältig kon- scrvicrten Säugstbikrfcücn, Vogelbälgen, Re'ptilic'n und Insekten zugeben la en. Der wissenjchaftlicbe Werth dieser Sendung ist ein sehr ober. Die me sten Tbierklaffsn werden durch neue Arten bereichert; namentlich ist die Vo clsammlung sehr wertbvoll, da durch fie ein VoÜständiger Ueberb ick über dxn faunistijchcn Charakter des bisher unbekannten Gebiets geliefert wird. Fünf Vögel sind für die Wissénschaft neu; sine dieser neuen Spezies vertritt eine Höchstauffallende neue Gattung. Zehn Arten der eingeschickten Vögel waren im Museum noch nicht Vertreten. Ein neuer Raubvogel ist nach dem Sammlc'r 11001pit361' Zonkorj benannt wqrden. Unter den Nc Lilien ist eine .Kappiu, Welche ihre Eier auf Blattkrn befestigt; ein olcbes eiertra endes Blatt befindet ich in der eingesandten Sammlung.
err enker hat ferner durch 5 eifügung Von flüchtig bingeworxnen
quareÜen, welche die den einzelnen Thieren eigentbüm't e'n Stellungen und die Farben sehr gut veranschaulichen, die Möglich ert gegeben, hiernach ute Abbildun en anzufertigen. . '
_ Auf dasTPreiSauss reiben unter dyn Mitgliedérn Hes Berliner Architektenvcreins um Entwürfe für em Ratbhaus in P op p e [ sd orf sind dem „Zentr.-Bl. der Bauverw.“ zufolge 21 Arbeiten eingkgangen. Die ausgeseßte Summe von 500 „14 wurde m zwei Preise von 300 und20094zerle t. Der erste Prms wurde dem Entwurf der Re ierungs-Baumeister So u. Wichardt, der zweite demjenigen des ArchitZten HermannGutb zuertbeilt. Außerdem erhielten Vereinsandenken die Arbeiten des Regierungs-Baumeisters Spalding und d_er Architekten Reinhardt u. Sü cn usb. Die Entwür e find vom 4. [US 11. August im Saal 13 des r itektenbauses tägli von 9 bis 6 Uhr aquestcÜt. _ In dem vom Allgemeinen Deutschen Sprachvercin aus- geschriebenen Wettbewerb zur Erlangung einer künstlerisch aus- gestatteten Wahlspruchtafel find zu der festéxesevten Frist 115 Entwüre eingegangen. Das für den 2. Augut beabsichtigte Yreisgcri t onnte nicht stattfinden, weil zwci der Prejöricbter von »,erlin a wescnd waren. Es wurde be!ch1ossen, die einge angenen Entwürfe auf der am 19. und 20. Angus m Koblenz statt ndenden
auptvcrsammlung dcs Sprachvereins auszustellen, uni den dort er- cheinenden Vertretern der Zweigwereine die zum teil, sebr werth- vollen Axbeiten vor uführen. Die Entscheidung der * reiSrtchter kann erst im Herbst erfo gen.
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8. Ein berühmtes Gemälde des großen sKanifZen MalerSEsieban “ Murillo ist soeben durch Kauf in en efitz der König- lichen Gemälde alerie „zu D'reSden übergegangen. Es ist der „Tod der heiligen lara“, em Bild mit über zwanzi fast lebms- Sroßen Figuren, das in den leßten Jabr ebnten in en lschem Privat- esixz gewesen ist. Man sieht auf dem ilde zur LiInken das Lager der Heiligen, umgeben von _weinenden Frauen und kniQenden Greifen; Kerzen und andere Gerathe für die Sterbesakramente liegen am Boden. Auf dem Bett ruht todeSmatt, mit genei tem Haupt und ekreuzten Armen die beiliTe Klara, tie in die Kissen ver unken. Ein lichtes Traum ild erf eint im ' Au enbltck des Todes vor ihren Augen: unter dem S ein einer be. en Wolke kommt ein Zu von weißgekleideten, anmutbi en und betteren Jungfrauen mit Pa men in den Händen in das immer. Hellstrablender (Glanz, der das mitternächnLSe Dunkel der Zelle zum [:ckth Tag macht, geht von der Königin der n elaus, die mit leiser, bapger Beweggng der Sterbenden naht und lk himmlische Gaben bringt.'Nxben ihr yaht der Sterbenden der Heiland selbst, der die treue Dienxrm im Begriff ist zu sich zu nehmen. Dieses herrliche Bild malte Murtllo im Jahre 1645 !Für das große Franziskanerkloster ,seiner Vater- ftadtSemlla. Er war e,en, 27 Jahre _alt, aus der Haupt tadt Madrid zurückgekebrx, wo er_fich tn a_ller Stille aus einem routinierten Hand- werker zu einem Kunstler eigenster Art berangebildet hatte. Als Mindestfordernder erhielt er den Auftrag, für den kleinen Kreuz aus des Klostexs auf 11 großen Bildern Wundergeschichten von Hei igen de§ ranzißkanerordens zu malen. Der Auftrag Lab dem jungen Kun 11er die “erwünschte Gelxgenheit, einmal vor der reitesten Oeffent- 1ichkett zu zeigen, was er leisten könne. In der That machten sie ck11, init einem Schlage _ zum berühmten und vielgesucbten Metster. Noch, spricht Une ewifse jugendliche Sprödigkeit und Bxfangenhsit aus den 5 ildern, in der AuSwahl der ngenstande und in der Anordnung der Gruppen stehen fie schon auf der Höhe Murillo'sYer Leistungen. Die Gemälde wurden stets sehrbock; gehalten, dur Vorhänge geschützt und nur an Festtagen gezkigt. Im Jahre 1810 plünderten die ranzosen das Kloster. Drei Yon den Bildern brachte schon der Mars all Soult nach atis, die ubrigen wurden später Verzerttelt. Vier ficlcn in die ände des (chcrals, Mathica de Favikrs, der sie ebenfaÜs nach Paris bracht€. Das Bild des Tode's der heiligen Klara war 1843_65 in dcr Galeris Aguado und Jing dann in den Vefiß "des Earl of „Dudley in London uber, aus dessen Galerie es nunmehr in die Königli *: Gemälde-Galerie zu Dresden überfisdelt. Neben der so enanntén „ ngelsküche“ _ 'cßt im Louvre zu Paris _ und de'm Ge et des Heiligen Diego, welcber die Suppe der Armen segnet _ in der Ferdinands-Akademie zu Madrid _ gehört das Bild zu den bekanntestsn und gepriesensten d€r ganzen Folge. Das Kloster, tt_1 dessen Befiß es früher gewesen, wurde 1841 Vom Erdboden Ver- tilgt. Erfreulich ist es, daß das wertbvvÜe Bild nunmehr in einer dcr'bcdeutkndsten Galerien Europas 01116 feste Stätte gefunden bat. Skit Jahrzcbnten bat die Dresdener Galerie keine so bedeutsame Er- We'rbung auf dem Gkbiete der älte'rsn Kunst gemacht.
" _ DkrDresdenerAr itektenrwréin wird,!vie „W. T. B.“ erfahrt, am 14.17.12 in 5Zerlin eintreffen, um unter Führung ?YT'BMWMZ Wallot das neue: Reichstagsgebäude zu be- 1 igen.
_ Der französische Forschungßr€is€nd€ Dutreuil-Derbins ist, wie dcm „W. T. B.“ aus ,Yaris emeldet wird, in Tibet ermordet worden. Der „franzö 1sche Geßandte in Peking bat die Auslieferung der Lcichc und der Papiere der Expedition verlangt.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- "Maßregeln.
Porxu al. DLT Hafsn bon MarfciUc ist Leit dem 10. v. M. für cbolsra- Verseucht erklär? worden. Belgikn.
Zufolgk Verordnung des Königlich bel ischen Ministers für Acker- bau 2c. Vom 1. d. M. find Vom_3. d. ' . ab die auf dem See- wch aus_ 19611 rnsfi1ch€n Ostseebäsen Eintreffenden Herkünfte auf der Sanitätsstation dcr Schéldk, in Ostende und Nieuport den in Titel 8 dsc Dresdnsr SanitätskonVLntion Vorgesckpriebcnen Maßnahmen zu unterw-eren.
_ Asicn. (Japan.)
Die japanische Quarantänc-Verordnung von 1882 ist unterm 18. Juni 1894 dahin abgkändert worden, daß cholcraverdächtige Schiffe bis zu ncun Tagcn in Quarantäne gehalten werden können.
Disse? Bestimmungen sind bis auf weiteres gegsn die aus Hong- kong und dcn chinc1ijchen Häfen kommcéndcn pesWerdächtigen deutschen Schiffe in Kraft gessßt worden.
Cholera.
Amsterdam, 4. August. Ein vorgestern erkrankter bissiger Einwobnsr wkrstarb, dem „W. T. B.“ zufolge, heute an aiatilscber fCläolcra. In dcr Provinz Limburg kam gestern ein bo era- a vor.
Maastricht, 4. August. Heute find hier 7 neue Erkrankungen an Cholkra und ein Todesfall vorgekommen. Jnßgesammt sind bis- bsr nach Mittbeilung des „W. T. B.“, ZZÉPersonen erkrankt und 15 gcstorbcn. In Benncbrock kam eme holcra-Erkrankung vor.
Handel und GeWerbe.
Troß vielfacher in der Presse erfolgten Warnungen kommen immer wieder Fälle vor,. in denen deutsche Geschäftsfrcibendc durch leichtsmnige, Kreditgewährung an unrcdliche ausländische Firmen empfindlichen Schaden erleiden. Es kann der dcutchen Geschäftswelt nicht dringend genug cmpfo lcn werden,5 aaxcn au Kredit nur an ssolche: außländis en F irmzxn zu liefern, ber deren Zuverläs igkeit und Zahlungsfähigkcit src zuvor sorgfältige Erkundigungen bci vertrauenswcrthen Auskunftsstellen einge- zogen hat.
Tägliche Wagengestsllung für Kohlen und Koks
an dcr Ruhr und in Oberschlesien.
An der Ruhr sind am 4. d. M. gestellt 10989, nicht rechtzeitig gestellt keine Wa en.
In Obers les ien find am 3. d. M. gestellt 3884, nicht recht- zeitig gesteUt keine Wagen. ___
vaangs-Versteigerungen.
Beim Königlichn AmtsFerith 1 Berlin stand am 3 August das Grundstück des Fa rikbe Vers Louis Neumann, Große Präsidentcnstr. 2 bcle en, zur Verstei erung; Mindest-
ebot 1200 „;ck; für das Meistge ot Von 197 .,“ wurde der Frémier-Lieutenant der ReserVe Hermann Rabe zu Berlin Er- e er.
Beim Königlichen Amtögerickot 11 Berlin wurde das Verfahren der Zwangsverstei erung der im Grundbuch von Hohen- Schönbausen Band 111 [att Nr. 52 und 63 an den Namen des Schachtmcisters EdwinKaseliß eingetragenen, zu „oben-Scbön- haus en bclegenen Grund tücke aufgehoben. Die Termine am 9. und 10. Au ust d. J. fa en fort. _ erner wurde das Verfahren wegen des im Érundbuch von der Stadt barlottenbur Band?? Blatt Nr. 1361 auf den Namen des Malermeisters Ern Nütke zu Charlottenbur eingetragenen, ebendaselbst belegenen run aufgehoben. ie Termine am 28. September 17. J. falten fort.
_ Vom BerlinergYandl-rief-Institut d W Um 23. Juli d. I. 18598 „ „14 31%, 21527 .“ 4914 45 675 600 .“ 41% und 9706 500.“ 5%, usammenSbMW „ck , Pfandbriefe ausgegeben worden, wovon umb 16503000 .“ UG»),