"Zur Arbeiterbewegung.
Aus Oels nik wird dem .Vorwärtß' zum Ausstand der Teppich- Weber der dortt en Firma S enk, Schmtdt und Beuttler berichtet, daß no _ k nerlei Aen erung eingetreten sei. Die Fabri-
nten beharren aur einer Lohnkürzung von 10_12 %, während die Arbeiter den' vollen Lobn verlangen und dies damit begründen, daß in den zwei größeren T_Fpichfabriken der alte Lobn gezablt_werde. BF jetzt soll noch kein usständiger die Arbeit wieder aufgenommen a en. -
Zn Bielefeld baben, wie demselben Blatt geschrieben wird, die eber und Weberinnen der Seidenweberei von Delius Söhne ihre Kündigun eingereicht, weil die Unternehmer eine Lobn- kürzung angekündigt Faden soÜen. Die Arbeiter beschlossen, am 28. d. M. die Arbeit niederzule en, faUs die Fabrikanten die Maß- regel bis dahin nicht wieder rü gängig gemacht haben, und tbeilten den Beschluß der Direktion mit.
Kunst und Wissenschaft. Große „Berliner“Kunstausstellung. 17.
Landschaftßmalerei.
11. 11. _ Das Gesammtniveau der in der diesjährigen Ausstellung dargebotenen Leistungen ist, wie ein erneuter Be: su nach längerer Unterbrechung bestätigt, ungewöhnlich nie ri . Selten überwo? Talentlosigkcit und Mittelmäßigkrit so anJfallend wie diesxna , und die Frage drängt fick) unwill- kürlich auf, ob bei solchem Stande der Produktion nicht eine Verlängerung der Ausstellungspausen oder eine Beschränkung in der Auswahl des Eingesandteu gerathen wäre. Einen Durch: x_chnitt der Leistungsfähigkeit unserer Künstler gewährt am rhesten
ie LandschaftSmalerei, das am reichsten angcbaute ?Zeld malerischer Thätigkeit. Die Ausbeute an Erscheinungen, die.» as Mittelmaß überragen, ist auch hier überraschendklein. Die Führung haben wie im vergangenen Jahre die schottischen Landschaftswalrr, die nach ihren ersten Erfolgen fick) zu einem regelmäßigen Er- scheinrn auf dem kontinentalcn Kunstmarkt entschlossen Haben. Ihre zarten mit melancholischer Stimmung gesättigtsn Mond: [ckeinlandschaften, deren Umrisse im Adendncbcl weick) _vcr- chwimmen, ihr fesselndes Kolorit, ihre persönliche Auffaßung der Natur haben nicht nur auf die Laien, sondern be- sonders auch auf einzelne unserer drutschen Landschafts- maler tiefen Eindruck gemacht. Man vsrsucht ihre Geheimnisse zu ergründen, ihre Farbenscala nachzuahmen, ohne sich bewußt zu werden, daß das Hauptgehsimnifz ihres Erfolgs die von jedem Schulzwang_frcic Selbständigkeit ist, mit der sie Natureindrücke, die fick) tief in die Seele prägen, aus dieser Stimmung heraus in ,;z-arben Übersrßcn. Das vcr- feinerte, zartschwingende Naturgr ÜHl, das ilre Werke aus: zeichnet, läßt sich nicht erlernen, nicht äußerlicji nachahmen: es gehört zu jenen (Gabon, die dcm Künstler von Beginn an vor: ieben odcr versagt sind. Es ist ein merkwürdiges Phänomen, daß sich die gleichen auf persönlichrr Eigenart gegriiudetcn orzüge bei einer geschlossenen (Gruppe von Künstlern finden, die nicht nur durch ihre Landsmannschaft, sondern enger noch durch eine Art Klubgrmcinschaft verbunden smd. Unter den auf unferrr Ausstellung ver: tretenen „130378 01“ 81380057“ nimmt (wohl Macaulai) Stevenson den ersten Plaß ein. Seixie Mondscheinbixder aihmen eine stille träumerische Schwermutl), ihr Eindruck läßt sich am ehesten dem Klan einer vcrschlrierten_2[ltstimme vcr- gleichen. Durch ein [ einbar gan beiläuftges Motiv _ einige Nachtvögel fliegen aus dem Buichwerk am Bachufrr auf -_ weiß er den Eindruck in dem Mondaufgang an der Mühlenbrücke (1555), wohl dem schönsten unter dcn vier auSgeftellten Bildern, ins Gcheimnißvolle, Un- heimliche zu steigern. Nrben diesem „111001111J111361'“, wie ihn die Genossen nennen, sci noch Zamss Fatcrson genannt, der in fünfzehn kleincn Aquarellen An ichtcn aus seiner Heimath mit entzückender Frische ch Blicks und aus: erlesencm Farbcngescbmack wiedergegeben hat. Obwohl Paterson seine Schulung Paris zu verdanken hat und von dem engeren Kreise der Boys nicht als vollbürtig anerkannt wird, steht er diesen in seiner Auffassung ungrmcin nahe. .chderson und Knight müssen ebenfalls der gleichen Gruppe zugezäylt werdcn, WennJleick) sie sich nicht so eng an Stevenson anschließen wie „[. K Brown, der mit sechs vornrhmen Land: schaften vertreten ist. Hamilton Überrascht durch eine scheinbar naturfremde freie Farbengcbung, dic aber einen un ewöhnlichen, offenbar nach ]apaxiischen Vorbildrrn gebildeten Gezichmack verräth. Von deutschen Künstlsrn darf sich Charles Palmié in München getrost den Schotten an die Seite stellen. Sein Abend (1233), die Mondnachi (25203) und das gleiche Motiv, ein am bergigen Flußufcr licgrndcs Städt- chen mit alterthümlichen Thorbauten und Linrr Holzbrücke, in gedecktem Tageslicht, find Mcisterleistungcn in kraftvoller Farbenwerthung, die keinen Vergleich zu schencn haben. Palmié ist vielleicht unter den ]üngeren Münchcnrr Landschaftern die markanteste Persönlichkeit. Weniger selbständig, aber mit unverkennbarcm Talent streben Freudemann, Langhammer und Feldmann dcn leichen Zielen 11. Auch Sindig hat in seiner auf arbendreiklang clb-(HrünBlau gestimmten Frühlingssiudie 2508). das koloristische roblem unmittelbarer Natur: childerung im Sinne der S often zu lösen vcrsucht. _ Die Neigung, das arben- und Lichtspiel drr Atmosphäre mit gesteigerter Emp 'ndlichkcit des Auges durch aUc Nuancen zu verfolgen, gewissermaßen die Tonwerthe in ihre Urbestand- Feile zu_zerlegen, die erst bei einem gewissen Abstande vom ilde sich fur das Auge wieder o_erschmelzen und ein vibrierendes Leben gewinnen, bekundet s1ch in Liner Gruppe von Landschaften, unter denen das herbstliche Wald- interieur ch Velgicrs F. Courtcns (287) als bedeutendstes Werk hervorragt. Auch die Sckineeluft: stimmung in dem Bilde „am Kreuzeswege“ (286) und das Flimmern des Lichts auf den brandendcn Wogen des Meeres (288) weiß dieser Meister mit wunderbarem Geschick wiederßugeben. Andere, die sich mit kühnerem Farbensmn auf demsel en Gebiet vorwagcn, wie Ha emcifter (575), Illies (730), Burmester (256) und ocrmann (713) brinZen es nicht immer zu völlig aUSJeglichencn Leistun en; der harakter des Experiments überwiegt, die Lust, neugeéun- dene oft überraschende Nuancen zu lebendiger Wirkung zu bringen, führt leicht zu einer Uebertréibun der Farbengegen- *säße. Gleich liebenswürdig, wie in einen ersten hier angestellten Thier- und Naturschilderungen, gleich Fefund in seiner Auffassung erscheint der Schwede Bruno iljefors auck) dieSmal _in seinem Falkennest (699). Auch der in Berlin ansässige Pole Falat hat uns schon wiederholt durch ferne wmterlichen agdbild'er von der emmenten Leucht- kraft der Farben ferner aFette über engt, besonders wenn es sich um die Wirkung des fahlen Scimeelichts handelt (408),
die allerdings Andersen Lundby (18 und 18a) ast noch unmittelbarer wiederzugeben versteht. Auch" „H. von art_els in München gehört zu den Malern für die das Studium atmosphärischen“ Lebens Anfang und Ende der Landscha s- malerei bedeutet; in [einem „Sonntagsworgen am Stran e“ (57) weiß er indeß den Bcschauer nicht so lebhaft zu fesseln, wie in früheren Bildern der gleichen Art. Auch Max 1111) blcxibt in diesem Jahre hinter dem Erfolg zurück, den seine crytcn kraftvollen Naturschilderun en errangen. Dagegen nöthigen die Leistungen zweier bis er in „Berlin weniger be- kannter Landfchafter dieser (Gruppe, Lins aus Düsseldorf und Hc!_lwag aus Karl-Zruhe, dem Beschauer Bewunderung ab durch die zielbewußte Sclbstänoiqkeit, mit der sie an die Be- wältigung schwieriger atmosphärischer Probleme gehen.
Kra tvolle, gesund: Natürlichkeit, die keine ungewöhnlichen Reize sucht, spricht aus den Landschaften von H. von Volk- mann, der den Ruf der Karlsruher Akademie auf diesem Gebiet zu neuen wohlverdienten Ehren bringt, wie aus den Bildern von Wachenhusen, Jakob, Hol apfl, Knorr, Herzog, Oskar Kruse, Basedow und_ a§izn0k]€&§1:_ der prächtigen holländischen Viehweide ch unlängst ver- storbenen KarlSruher Meisters Hermann Baisch. Wieder andere, wie Müller Kacmpf,Hans Hermann, Hoffmann von Fallersleben, Vorgang und Kubierschky gefallen sich in zartestcr Abwerthung der Tonübcrgänge, wie sie nament- lich dic rühlingsveqetation dem Augcbietet. Eine Steigerung der land chaftlichen Farbenrffckte ivs Phantastische, die Uebrr- schlug mythischer und märchcnhaftcr Stimmung in landschaft- li 8 Formen und Farben ist seit Boecklin's undchdrich's Vorgang cin bLÜLbWs Thema _cworden. Neben Bracht, dessen Eingang zur Unterwelt 2199) entschieden hinter der beabsichtigten Wirkung zurfickbleibt, und seinem Schüler H cndrich sehen wir zahlreiche größere und kleinere Talente, wie Bomback), Weimar, Völcker, Schinkel u. a. auf diessm Gebiete thätig. Den Urbergang zur Stilisicrung bildrt der Medusenfels dcs Münchner? G. von Hoeßlin, roße Fels: formaiicm in dekorativ wirksamer Beleuchtung, an Pre cr's antike Landschaftsschilderunq gcmahnend, zeigt uns 91. Hertel in [einen italienischen Küstenvcduten; auch Zoff's Niviera:Bild (1771) prägt sich besonders durch die ernste stille Größe des Stils drm Bcscbauer ein. In anderem Sinne stilisiercn chglein und H. Thoma ihre deutschen Landschaften; frei- lich läßt drs lther-Zn „Kornfeld“ (1591) die persönliche Signatur, die [Lins älteren WerkS tragen, Etwas vermissen. Unverkcniibar ist diese in den Bildern dsr Landschafter älteren Stils, wie Achenbach, Canal und Kamcckc, dercn viel- bcwundcrte Mcistcrschaßt bcgreiflichcrwrise dcn Reiz der Neu- heit nicht mehr haben ann.
Durch die Stoffwahl sondern sich von der großen Masse die Maler rxoiiichcr Landschaften ab: so Karl Ocnikc mit seincr indianischcn Opfcrftätke in Argentinien (1219), die in der Farbe etwas zu schwsr gehalten ist, 1111011011! Tropcnabend in Paraguay, Körner mit seinen in tiefe Sonnrnglriih ge: taUchicn Egyptischen Veduten Und Emmy Lisck)ke, dkrcn Waldweben (983) wcit weniger gcrmanischrn ais tropischen Urwaldcharakier trägt. Ach) die Schildcrcr dcr Neizc dcs Nord: landes, wie Normann in seinrn wirknnchvollrn großen Fjord: und Lofotrnansichten, der zu früh vcrstorbrnc (5) unnar B org in sLiNLM verschneiten Hafenbildc, aus dem der Vcschaucr den Hauch der scharfen Eiscskälte zu verspüren vcrmcint, nchmen eins Sonderstellung ein. Ihre Betrachtung [citc't zur Marine: malerei Hcrübcr, der sie ja Halb angchiirrn und die durch zum ibeil hervorragcndc Arbeiten von Sal mann, Hamacher Bartels, Petersen, Clays, BoZrdt, Giesecke und Wentscher dieStnal gut vertreten ist.
Schließlich seien auch noch die SondrraUSstellungcn von einzelnen Landschaftcrn crwähnt, dicdic Vcdcntung iM'LT Schöpfer zwar nicht in wesentlich ncuem Licht crschrir1€n lassen, abcr das Bild ibrcr Vrrsiinlichkcit in abgcrnndctér Form in willkommene Erinncrrmg bringen. Besondcrs reich ist der KarlSrUhkr Altmristcr F Kallmorgcn Und der bcrcdtc Scisldcrrr der Landschaft Mitirldcnisrhlands Car1 Lridwig vcrxran. Nur!) für die Vorführrmg zahlrrichcr Works von Hans Gude und L. Douzcitc' wcrdrri dir Vcrchrcr dicser Künstler dcr Ausstellungslciiumg Dank miffcn.
Literatur.
Rscbts- und Staatswissenscbaft.
HandwörtLrbucb der Staafswissenschaftcn, bkraUZ- gegebkn don Conrad, Elstrr, Lexisbnd detiing, Sechstrr Band, _959 Séitcn Folio. (Irma, V€r1ag bon Gastab Fischrr). _ Mit dicrkm Bandr ist das (]01136 Wirk zum Abscbluß gelangt. ES wird nur noch ein Genrralregistcr dazu, wabrschiinlich schon im Hrrbst, sowis im Jahre 1895 rin Ergänzungsband €rschcinrm drr Ab- handlungen über Linr Anzahl biC-brr noch nicht brarbcitctcr Stick)- wvrjr, 61er auch Artikrl enthaltcn soÜ, welche brsiimtnt'sind, die in drm ,Haiidwörtsrbuch" brrcits €rschicnrnkn Artikcl fortzusc'ixkn und bis auf dir neuestr Zeit zu crgänzrn. Das gaUz-Z Wsrk, drisrn )"é'chsie'r Band mit deem Stichworr„Sta1istik“ brginnt und mit „Zwisäpen- handel“ endigt, ist _ so darf man sagén _ dcr Nirdcrsch[ag drutschrr Gslrhrsamkrit aufdrm Gcbieteder Staaxswissenichasten oder insbesondrre drffcn, was man Naiionalökonomir oder auch Politische Orkonomie nennt. AÜG [)erdorragrnden wisenscbaftlicbkn (Hrößcn_ habrn Briträge aus dem von ihnen besonders bciwrrschtrn Grbict grlicwrr. Der Name „Handwörterbuch“ Wkift darauf [)in, das; drr Stoff [ExikogrQPbisch grordm't isi. Es rrgikbt [ich daraus von sékbst, daß den rinzklncn Vrarbkitern auch eine grwiffe Frcibrit in drr Be- handlung ibrc's Stoffeks gewährt ist, woraus virUeicht mancherlei Verschiedenheitcsn nicht nur in der Art drr Brbandlung, sondcrn auch in dem wissrnichafiiichen Standpunkt zu erklär?" sind. Absr im großen Ganzen ist diescr dock) einbritiich, da die Übrrwikgcndr Mébr- zabl dil" deutschcn Nationalökonomrn hrutzutage doch auf dernsrlben wiffenschaftlicben Standpunkt strbt, wrnn fie auch im einzelnen in ibrrn Auffassungen don einandcr abwcicben. Wirkiiche (Hegensäixe fundamentalrr Art brstchn innerhalb der Wissenschaft uicbt mehr, 716 sind nur noch in politisckWn Krsiskn odrr in poTitiscber Beziehung bor- handrn. Eine 70111316USUSWÜÜÉZMMUUJ in den zabllosrn, Von den verschiedensten Verfastern herrührrndcn Arbeiten besteht, darin, daß aÜenthalben reichhaltigc's wiffenschaftlichrs Material brrbeigrbrackyt und auch der Litrraturnuchrveis ein, wie es scheint, Vol]- ständiger ist, so daß das . ,Handwörterbuch“ auch als Wrgweiser zu weiter-xn Forschungew dient. Wer fich iiber eine staats- wrffenschaftkicbe odc'r Volkswirthschaxtliche Frage genau orientieren will, findet 51er axisgie Ffw Belrhrung und zugleich Handhaben für gründ- lichere Studeen. Fus dem neuesten (6.) Bande heben wir an be- merkenswertben größeren Arbeiten hervor: Steuer von Professor Ebeberg; Taback und Tabackbesteuerung bon Unter-Staatssekretärz. D. Dr. G. von Mayr; landwirthschaftlicbe Taxation von Professor Frei- berrw von der Goltz; Uebkrproduktion Von Dr. W. Lexis; UnfaÜ- Yilsitk vom Präsidenten 1)r. Bödiker; Unfallverficberung vom Gsbeimen
egterun s-Rath Or. Zacher; Veredelungsverkebr von Professor Dr. J. Lle; Vereins- und Versammlungsfreiheit von Professor Loening; Versi erungSwesen von Dr. Emmingkwus; Volkswirthschaft, Volks- wirtbscbaftslehre und -Metbode von Professor SÖmoÜer; Welt- posiberein von Direktor Dr. P. D. Fischer; Wohnungsfrage von
Profe or Dr. I. Lehr; Wucher von Professor DnLexiS; eit e " von_ echtßanwalt Eschenbach; Zeitungen, “Z),eitungswesen,Z JHJJ? anzetaßn von Amtsrichter Vr. Neukamp; Zins vom Sektions eii- ösierretchischen Finanx-Ministeriuxn ])1'. von Böhm-Bawcrk; ölin Zott _Yxosfeffor VrPJ._L_e__br;SZtizckderdestxie von _ProfeffrZr OÖ" PM? e? un een von ro 6 or [€ a; uammen egun er ru * ' von'1)r. ZI. ?LittiJ. __ Z ckck _ B J ndftuck“ _ or m en u ('in ern! on 1)r.'ur, - Friedrich Bruck, a. o. Professor d. . an der'DUri'Felt Breslau. Breslau 1894. Wilhelm Kocbner. (M. u. H. 8. _67 S. 1,50 „il: _ Nachdem in einem ersten Ab „Kritik _des Herrschenden Systems der Freiheitsstrafen“ gegen die langjabrtgen und entehrendcn Freiheitsstra en eingktreten ist, Wird in Abschnitt 11 die Dryortation, d. h. die, zwangsweise Fortscbaffung des Verbrechers iiach einem überseeischen Play zum Zweck der Abbüßun der_ Strafe m der Form einer Strafknecbtscbaft mit daran |K knupfendem Aufenthaltszwang an jenem Play empfohlen. Dort soll der Strafknecht hauptsächlich als Ackerbauer beschäftigt werden, doch solT er auch zu jsder anderrn Arbeit, deren er fähig ist, angehaltsn Werden können. „Zur Verwaltung der Strafkolonie" wird auf die AuYiichtslofigkeit der Fluchtwersuche hingewiesen und sodann auf Eine Yrusung der _Sckpußgebiete des Deutschen Reichs mit Beziehung auf dte- Deportation eingegangen. Jn Brkämpfung der Einwände der Gegnrr der DcPortation richtet fic_i_9 der Vrrfaffer namentlich grgen Krobne und deffen bekanntes Le _rbuch der Gcfängnißkunde er verspricht si sogar Kostenérsparniß. Nachdem die Frauenfrage in, den Strafkolonten (S. 60-63) erörtert und die Ansicht Entwickelt ist daß dre Drportationsstrafe an der Frauenfrage nicht zu scheiterxi brauche, Wlkd zu dem Sckolußergebniß grlangt: „Durcb die baldige Ein- iübrtxng der Deportationsstrafr erspart das Rsich ungezählte MtÜtonen, deren es szt in eincm Vergeblichen Kampfe gegen das Verbrecbrrtbum zur Errichtung nrurr resp. zur Umbauung ältere: Strafcznstalten und zur (Ernährung der Bevölkrrung jener Anstalten bynötbtgt.“_ WEnn biermii auf die Schrixt, welcbé die Bezeichnung „Deportation statt rcibcxisstrafe“ hätte übrcn könnrn, aufmerksam grmaäxt Wird so dar bei Anerkennung drs Zwecks, dio? Strafmittel und dte Strafvoiliircckung zu beffcrn, doch nicht mit der Bc'mcrkung zurück. gehalien Werden, daß die Hoffnungen von zweifclbafter Begründung crschrmcn, was zunächst für die Kostenersparung gilt.
Handel und Gejverbe.
Die „New - Yorker HdW-Ztg.“ äußert fich in ihrer wirthschaftlicbrw Wocbcnsckyan untrr dem 10. August: Fiir dic letzte Woche find zwei günstige Symptome zu verzeichnen: dcr Gcldlribia hat tbmlweise angrzogen, und die Zollcinnahmen babrn iicbtlixZ grdßsren Umfang,anxriwmmkn. Aus dem Lrstrrrn Umstand ist zU- schlikszen, da)"; die Anipriiche drr Geschäftswelt an den Geldmarkt sich zu 11165an brgmncn, rm Zi'icbrn erhöhter gcschäftlickycr Thätigkeit. Und das_ Wachsam dsr Zolirmnabmen, 10 unmittelbar bor dcr Ent. sch€idung der Tarrffragx, bswrist, daf; dic Geschäftswelt nicht länger zögsrn kdnwund daß sir, um dem Bedarf €utspr€ch€n zu können, ge. n_öt[)tgt 1st, ck10 Importe: aus dcn Zoilspeickyern heraus zu nehmen,- dZL Lager smd eben bis auf den Grund geräumt. _ Es wäre jedoch Lm Jrrtbum, wvÜtc _mqu [)israus aÜzu _günsiige Schlüffe aufdie Writer- entwtck'klung des _Gejcbasts sieben. (Eine Nation ron 70 Miilionen Mrnscbexi mag ihre Brdürfmsie auf ein Mindestmaß beschränken, aber wcmxxsiens dieses wil] beschafft skin; und das rcgrrc chen, drsien eben Erwabnung gethan wurde,_1nch _aucb nur ein Wcchse1 vom ab. solut Schl€cht€n zum berbalixiißmaßrg BesserEn séin, ohne einen Wechsel_ zum Guten emzuscblrcßsn; Der Bedarf, der fich gclfcnd macht,_ ist dcr Bedarf „Von der Yand zum Mandy“. -Wenn man yon emem_ kurzrn prasse1ndrn Aufsiacksrn des Geschäfts unmittelbar nach Vrrndtgung dcr Tartf-Ungrwißheit abfiebt, wird wohl noch für larige Zeit immer n_ur drr nächste Bedarf grdcckt wsrden. Diese Auffassung wird durch dic Thatsache bskräfti t, daß_uns€rs landiviribscbastlichBévölkrrung, sonst der konsumfähigiiti THM! der Nation, sch0n_ seit lqngkrcr Zeit in ihrer Kaufkraft arg gr- srhwacbt ist. Der brain]? Wctzrnprcis ist für den Farmer kaum mrbr en1_[ohnendr_r, und die Ausfichtcn auf Besskrung dieses Preisrs "md acrtng._ Dic Ykatscrntc wird besten Falls 81110 sebr schwar? iéin. Drr bbbrre Preis, den Mais jrixxt bringt, bedeutßt für dsn armer ketnx Entschgdrguztg für dem Ausmll drs Erntkumfangs, WLii er einen großen Thxtl seines Produkts für Far», d. i. Fütterungszwccke braucht, _wabrcnd er nur emen geringfügiien Entbebrlickwn Ucberschuß zu den dbbrren Prrtscn zu Verkaufen im itandk sein wird; auch für den Bguniwoüpslanzcr find die Aussichten nichts weniger als günstig. __ Die g€schwachtk Kauikraft dcs Farmrrs wirkt dann natürlich werter; dre brrschicdcnsten Industrien Werden dadurch brrührt und kögmen kemr _so große anahk bon Arbeitrrn brschäftig€n, als bei starkerer chhfragc.
Lctpztg, 20. August. (W. T. B.) Kammzug-Termin- h_andrl. La Plata. Grundmuster 13. pr. August 3,323 «14, pr. Ssptcmber 3,374 „14, pc. Oktober 3,373 «14, pr. November 3,40 „14, pt. Dezxmbkr 3,423 „11, pr. Januar 3,45 „14, pr. Februar 3,473 „14,
r. _Marz 3,47Z „NQ, pr. April 3,47? „76, Hr. Mai 3,471]; «14, pr. QUUL 3,477), pr. JUL! _. Umsaß: 5000 kJ.
_ Dre währei1d_ dcr bcborstc Enden Micharlismcsse in dcn Naimrcn drr Lexpzigxr BörsenhaÜL abiubaltcndc (Harnbörse wird Freitag, den 31. August d. J., ihren Anfang nrhmsn.
Bremen, 20. August. (W. T. B.) (Börsen-Scbluß-Bkricht.) Raffinisrtes Petroleum. (Offizieüe Notierung der Bremer PcsroleumxBörse.) Fsster. 8970 4,70 Br. Baumwolle. Ruhig. Upland widdl. loko 36) . Schmalz. Ruhig. Wilcox 40 „5, Armour shield 40 «1- Cu aHy 40 „5, Fairbanks 33 „5. Speck. Fest. Short clrar middl. loko 3835. Wolle, Umsaxz 103 Ballen.
Loridon, 20. August. (W. T. B.) 96% Jadazucer loko 13ck ruhig. Rüben-Robzuckerloko11Lru5ig._ Chile-Kupfer 39F, W 3 Monat 40 .
_ 20. August. (5) . T. B.) Die Getreidezufuhrenbetru 211 in drr Woche? Vom 11. August bis 17. August: Engl. Weizen 6 0, fremder 57,127, Engl. Gerste 644, fremde 28 731, engl. Malzgerste 18 692, fremde 374, engl. Hafer 228, fremder 52 285 Qrtö., engl. Pkeh! 12 737, fremdes 32 357 Sack.
Glaßgbw, 20. August. (W. T. B.) DieVerschiffungen Von Roheisen betrugen in der Vorigen Woche 1577 Tons gegen 5678 Tons_in derselben Woche des vorigen Jahres.
_Bradxord, 20. August. (W. T. B.) Wollmarkt fester, UmscYe gering. Stoffr ruhig.
_ miterdam, 20. August. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 51Tx. _ Bankaztnn 435
_ Dre Einnahmen der Riederländisch-Südafrikanisckn Ersenbabngesellschaft für Juli 1894 betrugen 873 600 “71;- 1m JUli1893 664 962 Fl., mithin 1894 mehr 208 638 Fl. lk Einnahmen vom 1. Januar bis 31.Iu[i 1894 betragen 5 461952 Fl.- Lie81013 13825? 770 Fl. im gleichen Zeitraum 1893, mithin 1894 msk)r
New-York, 20. August. (W. T. B.) Die Börse eröffnkk? ruhig“, im weiteren Verlauf trat Line Abschwächung ein, der Sch1Uß war jedoch fest. Der Umsatz der Aktien betrug 169000 Stück.
Weizen anfangs fest und steigend auf_Käufe für Rechnung_des Auslands, bessere Kabelmeldungen und aus ungünstige Ernteberxchte infolge nasser Witterung in Frankreich, dann Reaktion auf Vererufe und auf Realisierungen, darauf wieder steigend info! 6 reichlich“ Deckungen der Baissiers. Schluß recht fest. _ Mais izcbwächte fiel; nach Eröffnung etwas ab, später erholt auf die Festigkeit des Wetzrnß und auf reichliche Deckungen der Baissiers. Schluß sehr fest-
Vtsible suxply an Weizen 63901000 Bushels, M an Mais 3036000 Busbels. _
Cbicago, 20. August. (W. TB.) Weizen durcbwe stecgend auf Abgabrxje der uxiterwegs zum Markt befindlin Zufu ren, au die Festigkeit in Mais und auf flottere Käufe. - ais schloß" na haufigen und lebhafter) Schwankun en während des ganzen Borse!!- verlaufs auf große Kaufe und Kau?ordreö test.
zum Deutschen Reirhs-Ll
„46, 196.
Ziveite Beilage“
Berlin, Diensmg, den 21. August
nzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
1S94-
]. Untrrsucbun s-Sachen.
2. Aufgebotc, UsteWxngezi u. 'déréiil'
3. Unfall- und Invaliditais- xc. «Zerfichyrang, 4- VTkäUfÉ- VU'PÜÖÉUWE'U, Vrrdingmigrn :c. 5. Vrrkoosung 2c. Von Wcrthpapierew
Oeffentlicher Anzeiger.
6. Kommandit-Gesens affen au Aktien u. Aktien-Geseasch. 7. Erwerbs- und Wirt [ afts- eno enschaften.
8. Niederlassung xc. bon echtsanw [ten. - 9. Bank-AuSweise.
10. Verscbichne Bekanntmackyungen.
;ck...-
51) WiiersnÉUngs-Sirriirn.
[31437] . In der Siraffaobe gegen Baltes, Nikolaus, aus
Ensch und 29 Geno en wegen Entziebnng drr Webr- pflicht ist durch 5_Lschlu_?_ dcr Ferirnkammrr des Königlichen Land ertchts ierselbst Vom 13. August 1894 die dU_rch 5 €schkuß der blefigen Strafkammer vom 31, Marz d. J._angeordnete Beschlagnahme des Vermögsns drs Ntkqlaus Mo r, geboren am 13. Juli 1872 zu Exsrtxackp, auaehobcn, nacbdsm dersklbe durch rechtskrafttgrs Urtbeil Vom 12. Juli 1894 freigsjprocben wordkn isi. Trier, drn 17. AuWst 1894. Königliche StaatSanwaltschast.
[31229] K. Staatsanwaltschast Heilbronn.
(Gegen Gotthilf Hahn bon WiÜsbacb ist durch Büschluß drr Frrienstraikammer des K. Landgkrichts dabier Vom 17. August 1894 gémä §§ 333 u. 334 Str.-P.-O. das im Dentichen Rri brfindlicbe Vér- mögrn desselben mit Beschlag bslkgt wordrn.
StaatSanwalt Hartmann.
[31240] Beschluß.
In der Strafsache gegen
]) Wittwe Josephixle Mathis, grb. Bux, Tagnrrin, «Lb. am 13. April 1856 zu Straßburg,
2) Alfons Sieber, déren Sohn erster E59, ohne Stand, cb. am 2. Drzember 1878 zu Straßbmg,
bcide ishcr in Straßburg Wohnhaft, zur Zext flüchtig, WWW scbwrrrn Disbitabls, _
wird auf drn Antrag der Staatsaanktscbasi nach erfolgtrr Erhrbmig der öffrntlicbßn Ila e gemäß ?ZZL St.-P.-O. das im Dcuisckxn Réi e befind- icbe Vrrmögkn drr briden genannrsn Angeschuldißten mit Vkscblag belegt.
Strqßburg, den 13. August 1894.
Kaiskrlicbss Landgcricht. Ferirnkammer.
2) Aufgebote, Zustellungeii nnd dergl.
131256] Zwangsvcrstci erung. Jm Wrge der Zwan svoüxitrcckung soU das im
* Grundbuch? Von dem ana idc-Inbans-Parzsükn Band 10
Nr. 370 auf den Namen drs Fondmaklers Richard Caww birr eitigeiragsns, in dcr Straée Nr. 2 Abti). 131 nach dem Katasiér Pflugstra € Nr. 11 belegene Grundstück am 31.thober 1894, Vor- mittags 10.) Uhr, vor dem _untcrzeichnrten Ge- rich1,an GerichtssteÜL, Near Friedrichstr. 13, Hof, Eingang (J., Erdgeschoß, Saal 40, verstmgert werdrn. Das Grundstück ist bei einer [äche bon 8_a 54 qm mit 15 700 „14 Nnyitngswerk zur Gebaudestkuer veraUlagi. Auszu aus der Steurrrolle beg_laubigt€ Ab- schrift des Grund uchblarts etwaiJJe Ab) aßungen und andere das Grundstück bstreßrnde acbwersungen, [dtms besondere Kaufbedingungkn könnewin der Genehts- schrribrrei, ebenda, Zimmer 41, eingesehen werden. Me Realberechtigten werden aufgefordert, dre nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden An- sprüche, deren Vorhandensein _oder Betrag aus dem Grundbncbe zur Zeit der Cmtragun des Ver- steigerungSVermsrks nicbt hervwrgmg, mßbe ondere der- artige Forderungen bon Kapital, Zinsen, wieder- kebrsnden Hebungen oder Kosten, [vätestens im Vér- steigcrungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe bon (Geboten anzumelden und, fakls dcr betreibende Gläubiger widrrspricbk, dem Gerichte Flaubbaft zu ma_ch€n, widrigenfaüs dieselben bei Festtellung des T_Unsten Gebots nicht berücksichtigx werden und bei
ertßeilung des Kaufgeldks gegen dix berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejentgrn, Welche das Eigentbum des Grundstücks beanspruchen, werden anigefordert vor Schlu dcs Versie: erungstermms die _Einsteüung des erfahrens erbeizufübren, _Wkdrt enfalls nach erfolgtem Zuschlag_ das Kaufgeld UL * e ug auf den Anspruch an die Stelle des Grunditücks tritt. Das Urtbeil über die Ertbeilung des ZUschlags wird am 31. Oktober 1894,
Nachmittags 12ck Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben,
erkundet werden. Ber_liu„ den 9. August 1894. _ Koniglicbes Amtßgericht [. Abtheilung 86.
[31255] Zwan sverftei erung.
Im Wege der wangsvo treckung soll das im Grundbuchs von den Umgebungen Berlins im Kreise Ntcder-Varnim Band 41 Nr. 2033 auf den Namen des Pestiilateurs einrich Detels hier eingetragene, Kögllnekstkaße 2, clegene Grundstück am 31. Ok- tober ,1894- Vormittags 11 Uhr, vor dem UUÉLTzelcbneten Geri !, an Gerichtssteüe, Neue
ÜLdÜÖstt- 13 Ho , Eingan ()., Erd e_scbo
""m“? 40. veriieigert werden. JI)as Grund fuck 1 Ü einer Fläche von 8 a mit 11370 „14 Nußungs- YM zur Gebäudesteuer veranlagt. AuSzug aus der dlkkuerrolle, be laubigte Abschri'É des Grundbuch- tFW- Wai eZbs ätzungen und andere das Grund- [_urk beNeffen eNa weisungen, sowie beiondere Kauf- Lingungen können in der Geri tsschreiberei ebenda,
immer , eingesehen wer en. All; Real- elrbechügten werden aufgefordert die mcht von Le | auf den Ersteher uberge enden Ans rücbe, bäre" Vorbandensein oder Betraß aus dem rund-
che eit der Eintragung es Versteigerun s-
ur , Kkmeris n cbt hervorging, insbesondere derart ge
““Wien von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden
-auf Verlangen eines Bethetlithzen Si er
Hebringen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termm vor der Aufforderung zur Abgabe Von Ge- bbten anzumelden und, fglks der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte ?laubbast zu machen, Widrigenfale dtesalbrn bei Fes steÜung des arrin sten Gebots nicht berücksichtigt Wkrden und bei 5 er- ibetlng des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Anspruches rm Ravge zurücktrktßn. Diejenigen, welcbe das Eigentbum des Grundstücks beanspruében, werden aiifgexordert, vor Säxluß dss Versteigerungstertnins die EinsieUung des Vsr'sabrens Hrrbeizufübren, widrigen- faÜs nachrerfolgtcm Zuscblag das K'aufgeld in Bezug auf dan An_spruch (rn dic? Stcüe dss Grundstücks Tritt. Das Uktbkll 11er die Ertbcilung des Zuschlags wird am 31. Oktober _1894, Nachmittags 1 Uhr, an Errichtsstelle, wt? oben, wsrfündet Werden. Berlin, den 13. August ]894. Königliches ?imiögsricht 1. Abtheilung 86.
[31448] anangsvcrsteigerung.
Jm nge der Zwangsvollsireckung foÜrn dir im Grundbuchs yon der Friedrichstadt Band 12 Blatt Nr. 846 und Band, 12 Blatt Nr. 848 auf den Namen des Baumrisiers Richard Landé zu Bérlin Lingejmgenen, ranzöfisckyesiraße 11/12 und 9/10 be- legrnrn Grundtückk in einkm neuen Versteigerungs- termine am 24. September 1894, Vormittags 10? Uhr. vor dcm untsrzeicbnrten Gericht, an Gerichtssteüe, NEU? Friedrichstraße 13. Hof, Ein- gang ()., Erdgxscboß, Saa140, versteigrrt wrrdrn. Das Grundstück Band 12 Nr. 846 bat eine Fläche Von 110 (]m und ist mit 13 520 .“, das Grundstück Band 12 Nr. 848 mit 19 670 „44 NUZUnJÖiMrfb zur Gebäudesieuer veran1agt. AuSzÜge aus drr SWW- rolle, beglaubigt?! Abschriftrn der (Grundbuéhblättrr, ettvaige Abschäßungen und andere dir Grund- Lücke “betreffendxn NaÖWLisungsn, sowie besondere
“aufbrdin ungen können in der Erricbtssckyrkibsrei ebenda, immer 42, Eingesrben Wkrdsn. AUE Realberecbtigten WLdeU aufgrfordert, dir nicht von sskbsi auf den Erstaber übergehenden Ausvrüche, drren Vorbandenscin oder Betrag am?! dem Grund- buchs zur Zeit der (Einiragung des Versteigerung» vkrmsrks nicbt bervorging, insbesondere derartige Forderungm bon Kapital, Zinsen, wiederkehrenden beungen odsr Kosisn, späfestsns im Veriicigerunas- termin vor dsr Aufforderung zur Abgabe von Ge- bokrn anzumeldsn und, faUs der bcirribrnde (Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu marbrn, widrigknfaüs diesslbkn bsi Fcsistkkiimg drs erinYte'n Gebots nicbt berückfickptigt werden und ei er- ibcilung dss Kaufgeldss gegen dir bsrückfichtigten Ausbrüche im Range? zurücktrstcn. Dicjenigcn, welche das Eigenthixm der Grundstücke beantbruchrn, Werdrn aufgefordkrt, bor Schluß des Versiéigerungsixrmins dis Einstellung des Verfabrens herbeizuxübrsn, widrigrnfaüs nacb Erfolgxrm uschla das Kaufgeld in 246ng auf den Ambra an ir SteÜS der
Grmxdstückc tritt. Das Urib€i1 übe'r die Ertbrilung“
des Zuscblags wird am 24. September 1894, Nachmitta s 12Y Uhr, an GcrichtsstrUe, wis obsn angcgk en, Vsrkündet werdrn. Berlin, den 13. August 1894. Königliches Amtßgericht 1. Abtheilung 87.
[31438] Ziyangsvcrsteigerung.
Das im Grundbuchs bon Stkcnfelde Vol_.171 Band 2 Fol. 2 auf dsn Namrn der Writwi? Terrycen, Trientje, geb. Janssen, zu Steenfrldrrfcbn ein etragens zu Stcrnfeldrrsehn belegene Grundstück soÜJ auf Antrag 1783 618 T€rbcen, der Janna Terbeen, verebel. Ontje oldenga, zu Vöüenerfebn und der Gértrud Terbeen, Verehel, H. T. FN_Lyrr, zu Vöüsnrrkönigsfebn, zum Zwecks der AuSemander- seßung untrr 'drn Miteigenthümkrn am 19. No- vember 1894, Vormittags 11§_ Uhr, Vor drm unterzeichneten Gewicht, im Bültbmsxschcn Wirths- hause zu Strenfeldexfcbn, zivangsweise versteigert werden. Das Grundstück ist mit 4,7734 Reinertrag und einer Fläche von 1,2869 118. zur Grundsteuer mit 18 „44 Nußungswertk) zur Gebäude teuer 19er- anla t. Außzug aus der SteuerroÜe,_ kglaubtgte Abs ri“t des Grundbuchblatts körinen m der Ge- richtss reiberei, Abtb. 3,_bies. eingesehen werden. Diejenigen, Welche das Er entbum des Grundstucks beanspruchen, werden anJLZVTHth, vor Schluß des Versteigerungstermins die_Emstel1ung des Ver- fahrens herbeizuführen, widrtgcnfaÜs nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug _an den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das_ Urtberl über die Ertbeilung des Zus lags wird am 24. November 1894, Vorm ttags 11 Uhr, an (Gerichtssielle, verkündet werden.
Leer, den 15. August 1894._
Königliches Amtögertcht. 111.
31253 [ In nchen der unverebeliclyten Iobaxme Mey_er_ in Felmstedi, Klägerin, wider den Arbeiter Christian ulemann daselbst, Beklagten, wegen ypdtbex- kapitals, wird, nachdem auf Antrag der_Kl germ dre Beschlagnahme des dem Beklagten Zehorigen, unter 1288 110. 1051 an der Vorsfelderstra e hterselbst be- legenm Wohnhauses sammt Zubehör, zum ZWLcke der Zwangsvertetgcrunsz durch Beschlizß vom 7. Au ust d. . verfugt, auch die Emtra ung dieses Ye cbluffes im Grundbuch an detpselben age erfolgt it, Termin zur Zwangsver tergerung auf Dienstag, den 90. November 18 4, Mor eus 93 Uhr, vor Herz lichem Amthericbte elm- ftedt ange ißt, in we chern die_ HypothekgläubFer die ypot ekenbriexe zu uberreichen haben. _ ie VersZigerungs-Bed n ungen, laut wel er Zedern: Yet? e ' ] 1000 eines Gebotes dur aarzahxang, Nieder- legtings kursfähiger Wert papier: oder geeignete
Bürgen _zu leisten hat, sowie der Grundbuchauszug können_ innerhalb der leYTen zwei Wc) rn vor dem Ve iérgermigstermiire au drr (Herickptss reibsrriein- gese en, auch die Grundstücke Celbsi besichtigt werden. Helmstedt,_den 14. AURA 1894. Herzogliches ' mthericht. Hassel.
[31261]
Die Verstrigerung des Riitcrgukg Pi1chowiß findet nicht an Ort und Stelke, sondcrn an der Gerichts- stelle in thnik statt.
Rybnik, den 15. August 1894.
Königliches Amtsgericht.
[31354] Auf ebot. Die Verwittwete Frau atbilde Burkhardt, geb. auly, in Zoppot. bat das Aufgebot dsr auf ihren amen lautenden Aktie'n Nr. 149 bis 158 14115 .4 dsr Zuckerfabrik Maricnwsrdrr, wr1che angeblich der- loren gegangen sind, beantragt. Der anaber der Urkunden wird aufgefordrrt, späicstrns in drm auf den 18. April 1895, Vormittags 1111hr, Vor dem unisrzeichnetén Grrickyre, Zimmsr Nr. 7, anberaumtrn Aufgrbotstcrmine [einc Rechte anzu- meldxn _und die Urkunden borzulegen, widringaÜs die Kraftkoserklärung der Urkunden crfolgsn wird. Marientvexder, den 17. August 1894. Königliches Amtsgericht.
[4934] Aufgebot.
Die Wiikwe dss SteUbLiixzers Hinrich Lilien- thal, Metta Adklbrid, geb. Böichn, zu Mooringrn hat das Aufgebot drs Sparkamrnbuckps dsr Lilien- tbaler Spar- und Leibkaffr zu LiliSnibal Nr. 6000 1":er 224 “14 87 -1 zum Zwkckk: ein€r neurn Aus- frriigung beantragt. Drr Inbabcr dcs Sbarkassrn- bi1chs wird aufgefordrrt, spätestrns in dem auf Dienstag, den 20. November 1894, Vor- mittags 10 Uhr, vor drm urii€r3€ichnctrn Gerichte _anberaumtkn Aufgebotstermine )eine R€chte anzu- meldsn und das Sparkaffcznbucx Vorzule en, widrigcn- falls dir Kraftloésrklärung des elbén rrßolgcn wird.
Lilienthal, den 16. Abrik 1894.
Kéniglichs AmiÉgericbt. 11.
[31252 Aufgebot.
1) as bei drm bi81'1ganribamt am 21. Mai 1890 unter Nr. 4845 dss Lagerbucbs auf dem Namen Taprziérer Bordien berssxzte Pfand, bestehend in einer goldrnen Hcrrrn-Rcmontdirubr nebst doublicrter KLÜS, ist am 7. Okwbér 1891 versirigrrt wwrden undbbat der Verkauf einkn Urberschß von 32,10 „14 ergc en.
2) Das bci dcm bissigen Leibamt am 15. März 1892 unter Nr. 81920 des Lagrrbuchs auf den Namen Kaufmann Wagner vkrsrßte Pfand, be- ,stc'bknd in Linkin Ring mit schien Steinrn, ist am 7. Juni 1893 O_crstrigert wordrn und hat der VSL"- kauf einen Uebérichß bon 122,96 «(4 ergrben.
Da fish bei den grmäß § 17 drs Reglements für das städtische Leibamt am _17. Oktdbrr 1891 bezw. 13. Juli 1893 bcwirktcn Aiiixieboten niemand JE- meldet, so werden nunmrbr auf Antrag des Magistrats Dcmzig diejéni Ln, Welche Ansprüche an die Ueber- schüffe zu ha 611 Vermcincn, öffcnilick) aufgrfordert, dieselben binnen 3 Pkonatcn bci VermeidUng der Yräklusion bsi d-xm unterzeichnrtrn Gerichte unter * eibringung ch Pfandscheins geltend zu machen.
Danzig, dem 16. Au ust 1894.
Königliches mthericbt. )(.
[49462 Aufgebot. Au Antrag: _ _
1) des Wagners Valtm Göb u. Genossen tn
Geldersbeim,
2) des Hausbefißers Johann Dreschkr in Wernrck, werden dieanigen, wcklche auf die für Johann feuffcr aus Schweinfurt im Hypothekenbucbe für eldcrs- beim Bd. )(711. S. 526, 528, 530 u. 532 ein- getragene Hypothek zu 200 Fl., dann jene, Welche auf die für Michael Schöndein, Wasenmeistrrssobn aus Werneck, im Hypothekenbuch fiir Werneck Bd. 1711. S. 407 eingetragene Kaution zu 600 Fl. ein Re t zu baden glaubsn, zur Anmeldung ihrer Ans rü e s ätestens im Aufgebotstermine unter der_n Re tEtiacht eile aufgefordert, daß außerdem die Hypothek und beziehw. Kaution für erlo) en erklart und im Hypotbkkenbuche gelöscht würden. ufgebots- termin Freitag, den 9. November 1894, Vormittags 8) Uhr.
Werneck, 17. April 1894. Köni liches Amtsxéßricht. P aff, K. A.- . Zur Beglaubigunß der Achrii ung. _ Gertchtsschrei erei des . mthertchts. (11. 8. Freund, Sekr.
[31250] Aufgebot. _ _
Auf Antra Herzoglicher Kammer, Direktion der Forsten, zu raunschweig, welche glaubhaft emacht at, daß sie Eigentbümerin einer zum Forstort Oxterbagenßorftreviers bezw. orftgemarkun Ermer: ige örigen, auf der überrei ten Verme ungsbe- . einigung mit den Buch laben a, b, 0_,_ (1, 9, f, g, 11, 1, 1x, 1, 111, o.?umscbrie enen Grundstacbe u 41 a 37 qm fei, werden aÜe diejenigen, welche enRecbt
“an diesem Grundstück, zu haben vermeinen, zu dem
auf Donuerötag, den 11. Oktober 1894, Vormitta s 10 Uhr, vor unterzeiFnetem Amts- ericbte an eraumten Termin unter ndrobung des ZTechtSnachtbeils geladen, daß na_ch Ablauf der Frist die Herzagliehe Kammer, D::rektion _ der Forsten, zu Braun chweig als Eigentbümerin m dem Grund-
buche. etragen werde!! wird, und daß, wer die ihm
obliegende Anmeldimg unterläßt, sein Recht !gegén einen Dritten, welcher im red ichen Glauben an die
[3125Y _ Anf ebot.
Na dem die Geschwiter dcs riedricb Triebert von Elpenrod, welcher am 24. M rz 1813 geboren und seit langer Zeit verfehollen ist, nämlich:
1) Wilbslm Triebert, 2) August Triebert, 3) Georg Lu, Wittwe, sämmtli von Ekbenrod und 4) Ottiie Seivp von Gro -F€lda behufs Todeöerklärun des Friedrich Triebert das Aufgebot beantragt [)(1 en, wird Friedrich_ Triebert Yon Elpenrod aufgefordert, spätestens im Aufgebots- termin Montag, drk 22. Oktober 1894, Vorm. 10 Uhr, bei unterzeichnetem Gerichte zu erscheinen oder sich durch einen Bevoleäcbtigten ber- trxxtFn zu lassen, andernfaÜs er für todt erklärt werden 11311" -
Homberg, 10. August 1894,
Großh. Féttsgericht.
[31450]
DSr RechkSanwalt Hermann PoEner zu Berlin, Spandaurrsir. 48, als Nachlaßpfleger bat das Auf- gc'bot der Nachlaßgläubig€r und Vrrmä tnißncbmer dss za Berliné Wilhelmstr. 122, wombaft ge. wrsenen, am 8. April 1.894 vrrstorbenkn Buckybändlers Ernst Tbrodor Lindan bcantrUgt. Sämmtliche Na [aßgläubigrr und Vrrmäcbtnißnehmer dcs Vcr- stdr enanwrrdsndemnack) aufgrfordert, bei dem unter- zeichneth Gericht, und zwar späisstens in dsm auf drn 15. Dezember 1894, Nachmittags 1 Uhr, an GerichtÖstLUL, Neue Friedrichstr. 13, Hof, Flügel 13. bart. Saa[ 32, anberaumtrn Aufgkxbotstermine ihre Uanrücbe anzumrlden, widrigenfaüs fis dieselben ge en dir Brncfizialcrben nur noch in so Weik geltrnd ma en können, als der Nachlaß, mit Ausschluß aller srit dem Tode drs Erblaffers aufgckommencn Nußungrn, durch Befri-digung der angemeldrfcn Gläubiger nicht er- [cböpft wird. Das Nachla§verzeichniß kann in der GrricbtssÖreiberki, Zimmer ' Tr. 120/121, yon 11 bis 1 Uhr Nachmittags Cingeselwn werden.
Berlin, drn 11. August 1894. „
König1iches Amtsgericht 1. Abtbrilung 81.
[31032] Bekanntmachung.
Durch Ausschlußurtbeil vom heutigen Tage ist der am 26. Dezember 1853 zu Mollscbüß beiNaumburg a. S. (100016718 Gustav Richard Farl für ,todt“ erklärt worden.
Naumburg a. S., den 10. August 1894.
Königlichrs Atntsgrricbt. 117.
[31453] . Beschluß.
Das V-erabren, betreffend das Aufgsbot der Nach- laßgläubigrr drs Lobgerbcrribrfißers Adolf Ealing zu Sachsa, ist [18811st- „
Ellrich, den 15. August 1894.
Königliches Amtsgericht. Abtheikung 1.
[31292] m Namen des Königs!
Auf den ntra des Technikers Hugo van Werden zu Essen, Frobnkiyausersiraßs,“ vertreten dur den Justiz-Ratk) Sack zu Esten, hat das_ Köntgxickae Amtögericht zu Werden durcb drn AmtsrtÖter Hernke am 17. August d. Js. für Recht erkannt: _
Der unter dem 22. Februar 1877 seitens des bortnali en Köni [. Grundbuchamtes 1 zu Effen für _den Te niker Hugo van Werden daselbst als Eigentbümer eines Ku es_des Stemkobst-Bergrverxs Prinz WiLhelm zu Éysang ausgefsrtrgte Kursehem wird für kraftlos erklärt.
Die Kosten des Aufgrbotsvcrfahrens werden dem AntragsteÜrr auferlegt.
Werden, 18. Au ust 1894. _
König iches Athgericbt.
Im Namen des Königs! Verkündet am 11. August 1894. Borowski, Gerichtsschrciber. _ Auf den Antrag des Arbeiters Jacob Ciefielski aus Lüt cndortmund, vertretsn durch den Rechts- anwalt &Uerbkck in Dortmund, erkennt das König- liche Amtsgericht zu Soldan durch den AmtSrichter Konießko fur Recht: _ _ Der Auszug des Vorschußveretns zu Soldan aus dem Depofiten-Konto des Arbeiterwl Jacob Ciefielsfi zu Lütgendortmund Vol. 17. S. 205 vo_m 22._Ok- tober 1888 über 512 «44 90 „3, von Cztesielskt Am 26. Oktober 1888, 1. Marz 1890 und 11. Marz 1891 eingezahlte und unter Nr. 2602 des Kasen- buchs pro 1888, Nr. 576 des Kaffenbuchs pro 1889 und Nr. 944 des Kaffenbuchs pro 1891 eingetragene Spareinla e wird für kraftlos erklärt. Die Ko ten des Verfahrens haf der Antragsteller. zu tragen.
[31288]
Konieyko.
[31289] Au5fertigung-
sx M stätYesRZFei's * ,
ener ne a „von Ba ern hat das Kgl. Ajmthericbt MühQöxf am 13,. lk 1894, in Sachen AmortisaÜon des S r UP Nr. 3929 Un. W. Nr. 315, hiesiger Diftr ktswär- kaffe, Eigentbrim der Bauerstocbter. Maria Min-
maier von FWW; folgendes MösWß-UW
. erlassen :
Richtigkeit des Grundbuchs das Grundstück erworben , hat, nicht mehr geltend machen kann. Stadtoldendorf, den 15. August 1894.* Herzogliches Amtsgericht. _ (gez. ttgau. - Veröffentlicht: Schünemann, Gerichtsscbreiber.
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