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für das Jahr 1891 nicht me k aUSgefLeUt und
“mit Gül ' ke ?Wäng mit Beitrag3marken für dieses Jahr nicht mehr
beklebt werden können. _
17) Eine Vereinbarung ein einer VerßcherungSantalten darüber, daß von einer vom Re nungsbureau u bewirkenden Vertheilung d 'enigen Renten, bei welchen iese Anstalten aUein betheilxgt md, Abstand Zu nehmen sei, wurde zwar als
es
tg bezeichnet, jedo wurden gndererseits praktische
Be ken egen ein derartiÄ *freixvilkgeß Kartel1 hervor- hoben un. ., als radikales bFil'Dmtttel dte Beseitx un der
XMFUth-xilung unter die ve chiedenen Anstalten u er aupt ei net.
1 18) «.wurde allerseits für wünschenswerth erkl_är_t, wenn diejenige VersicherungSanstalt, an _welche_ auswetshc? __der Quittungskarte Huleßt Beiträ e entrtchtet smd, Zwexfe uber die rechtmäßige erwendung ieser testet) Marke nur 111 thun- li | beschränktem Umfange vor Einlettung des _Rentenver- fa rens zum (Ge enstand von Verhandlungen mtt anderen VersicherungSansta ten macht. Durch derartige Verhandlunqen könnte zum Nachtheil der Verficherten die Erledtgung des Rentenverfahrens in manchen Fällen erhebltch vcrzögertwerden.
19) Von einigen Vorständerx wird leb aft beklagt,_ daß die bürgerlichen Gerichte in veremzelten O xr-medeSgerrchts- bezirken die im Emnittelungsvexfahren an ste gertchtete_n _Er- suchen der Vorstände der Verstcherung§ansta11en um erdltche Vernehmung von Zeugen abgelehnt haben; Dte Versammlung beschloß, daß Schritte gethan werden mochten, _um jene Un- uträglichkeiten, welche zu Ungunsten der Yerftcherten gus- ?chlügen, zu beseitigen. Denn ]e?t _erfolgc m solchen Fällen nothgedrungen ein ablehnender Be (bew, wodurch de_r Rentxn- bewerber gezwungen werde, die Berufung an_ das SchzengeUcht zu erheben, dessen Requisttionen die bürgxrltchen Gertehte darm doch Folge leisten müßten. Solcherwetse wcrden unnoth1g Erbitterun , Verzögerung, Kosten verursaxht. _
20) s wurde der Erlaß von Ausfuhrungsbesttmmungen zu den Artikeln 12 und 77 des Geseßes _vom 22. Mar 1893 zu Gunsten der bereits vor Erlaß dteses Esse??? ange- nommenen Beamten der VerficherungSanstalten all etttg als erwünscht bezeichnet. _ _ _
21) Die Ansprüche der verhxtratbeten wexhlrchen Verficherten und der hinterbliebenen Vers1cherten gemaß §§ 30, 31 des Invaliditäts: und AlteröverficherungSgescZes auf Er_staxtung der Beiträge erfordern nicht dre _Leist_ung von 235 Vertragen; es werden vielmehr auf die fünfjährrae_Wart_ezc1t der §§ 30, 31 a. a. O. auch Krankheiten und Mtlitzärdtenst exten _anzxx- rechnen sein _ in Fleicher Weise, wie bet der artczett fur die Alters: und Jnva idenrentßn. _ _
22) Zu ein„ek)ender Erorterung führte dW Frage der Behandlung der entenanjräge solcher Personen, welche zett- weise auf (Grund des Jnvaltditäts- und MicrowerfxcherungH- geseßes, zeitweise als Hausgewerbetreibende dcr TeFlendustm-z auf Grund der BundeSrathsbestimmungen vom 1. arz 1894 versichert waren. Die Entscheidung der manmgfachen fick) hter erlge_1_)enden Zweifelsfragen jol] der Rechtsprechung vorbehalten 11 ei en.
23) Ueber die Frage, ob die Versichexungsanstaltexz befugt seien, den zur Leistung der Beiträge verpfltchtcten Yrbettgebern deren Beiträge unter Umständen zu erlassen, msbesondere wenn die Versichexungstlicht erst durch eme_Verwgl1ungs: entscheidun nachträglich be'aht wurde, wa_ren dte_Metnu:1_gen
Uheilt. Yon mehreren eiten wurde 1116er Nachlaß, ms: Zesondere wenn der Versicherte quf dex nachtragltchen-Bettrags- entrichtuncZ bestehe, als unzulässtg beze1_chnet. _ _ _
24) s wurde als erwünscht bezetchnet, daß dle Ermaßt-
*gung der Eisenbahntarife, welche bei der Beförderung von
mittellosen Kranken, Blinden, Taubstuznmen und Watsen zur Anwendung kommt, auch bei der Befordcxun von Personep, für welche die Versicherungsanstalten dte osten des Herl- verfahrens übernommen haben, zur anxndung komme._ Damit war die Tage§0rdnung erschopft. Der Vorstßende schloß die Verhandlung mit Worten des Daykes, d1e _nawens der anwesenden Vertreter von dem Landes-Dtxektor, Wtrkltchen Geheimen Rath von Leveßow herzlich erw1dert-wurden.
Der General der Kavallerie v on Krosigk, & 13 anW
* des Leib-Garde-Hufaren-chiments und Inspekteur der 1. Ka-
vallerie-Inspektion, ist hierher zurückgekehrt.
Der General-Lieutenant von Mass ow, Kommandeur der 30. Divifion, ist hier eingetroffen.
Der Kaiserliche Gesandte am Königlich rumänischen ofe Graf von Leyden hat Bukarest mit kurzem leaub verla sen. Während seiner Abwesenheit fungiert der LegattonS=Rath von Schloezer als GeschäftSträger.
Laut telegraphis _ _ _ der Marine it S. M. yäne“, Kommandant Kapttan: Lieutenant achem, am 19. d. M. in Libreville 5_é___(8abun) eingetroffen und wollte am 21. d. M. nach San aolo de
Loanda weitergehen.
cherSMitZeilung an das Ober-Kommando
Sathseu-Weimar-Eiseuath. Seine Königliche 1Yoheit der-Erngoßberzog ist vox- estern NaYt um 11 hr 45 Minuten m Kap St. Martm ant entf gestfsrn erst pät, wischen 10 und 11 Uhr Vorw'rnags in_Weixnar ein. Ihre Königli eHoheit die (G r o ßh erz o_ g 1 n thctlxe ste Semer Königlichen oheit dem Großherzog xmt, al? Hochstderselbe aus der Kir e, in der er dem (Gottesdienst betgßwohnx hatte, in das Schloß zurückkehrte. Die Nachxichx verbrextetx ftck) als- bald in der Stadt und erte te das_ 1nn_1 ste Betletd. _Zahl: reiche Personen aller Gesells aftskretse et ten alsbald m das Schlo , um durch Ein chrei en in die MSgelegten Bogen den roßherzoglichen errschaften die Theilnahme auszu- drücken, welche alle chichten der Bevölkerung auf da_s tiefste empfinden. Die nach der Ueberstedelmxg an dre Riviera eingetretene Besserung in dem Befmden des Erbgroß erzogs hatte nur einen kurzen Bestand Jehabt. m Lau e der verfloffenen Woche traten ern_eut ungunstige
nzeichen hervor, die ein Zunehmßn des Letdens erwarten Ließen. Die Verschlechterung verscharfte fich so fchneU, daß
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dem Qukitun karte vom a re 18V ab „ „wirksam Karten ' 91: ) Ih r?!-
la f en. Die Nachricht traf, wie die „Th. K.“ meldet,“
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Ihre “König eß- „_ eikn der Gwßherzog und «die Groß- Zerzogin vokckdem ,““. sich noch nach Kap Sk Martin zu eqeben, Abstand nehwen mußten. Die tm Laufe des vor- ?Eeftri en Ta es ein e anßenen Nachrichten ließen die ata op e na 2 bevotßeßen erscheinen; wxe oben gemeldet, ist das A leben bereits in den ersten Nachtstunden eingetreten. Der Erbqroßberzog Carl August war am 31. Juli 1844 geboren und besuchte 1863 zunächst die Universität Heidelberg, sodann die Univerfitäten Leipzig und Jena. Seit dem Jahre 1863 Ofßzier im Weimarisckoen Kontingent, war er im Frühjahr 1867 als Rittmeister
“5. 1a suits in das 15. preußische Husaren-Regitnent eingesteüt worden,
und ma te im Haupt uartier des Kronprian Friedrich den deutsch- franzöfis enKrieg mit. ach deffenBeendigung kebrteer zu dem 15.Husaren- Re tment nach Düsseldorf zurück. Im Winter 1872/73 unternahm der Erb- grogßberzog eine längere Reis e in den Ortent und tm rbst 1873 vermählte er sich mit Ihrer Königlichen Hoheit der Yrinzesfin aulme von Sachsen- Weimar, einer Tochter des rinzen ermann vor? Sachsen-Wetmar und der Prinzessin Au uste Von ürttemberg. Von dxesem Zeitpunkt an nahm er seinen Wo nfixz in Weimar, um sich durckx unmittelbare Theilnabme an den Regrerungßgesäpästen auf seinen kunftigen hoben Beruf vorzubereiten. 1878 wurde der Erbgroßberzog zum Obersten, 1884 zum General - Major, 1888 zum (G?- neral-Lieutenant und 1892 zum General der_ Kayallerte ernannt und 5. 1a Zujw des 5. Thüringischen Jnfanterte-Regtments Nr. 94 (Großherzog von Sachsen) sowie des Hannoverschen usaren- Re iments Nr. 15 geführt. Seiner Ehe find zwei_Söbne ent prossxn: Prfxnz Wilhelm Ernst, geboren am 10. Zum 1876 und Prxnz Bernhard Heinrich, geboren am 18. April 1878.
Oesterreich-Ungaru.
Im österreichischen Abgeordnetenhause erklärte gestern der Ackerbau-Minister Graf Falkenhayn in Beant- wortung ciner Interpellation übex die Explofion schla ender Wetter in den Plutoschäcbten: dte Ursachen der Katatrophe hätten bisher nicht mit Sicherheit festgestellt werden können, doch sei es wahrscheinlich, das; die Veraylassung cine Selbstentzündung der Kohle gewesen sei. Dre Regterung sei unausgeseßt bemüht, Maßregeln zur Bekämpfung der Gefth infol_ e fchlagender Wetter zu treffen; cs bleibe_ abcr dahm-
este t, ob ähnliche Katastrophen ganz vermwdcn 1ver_den önnten. Das Haus nahm sodann den (Heseßentwurf u_ber die Regelung der kaufmännischen AUSVerkäufe m der_ Speztal- debatte mit einigen Abänderun en an und begann dre Debatte über den Gesetzentwurf zur Be ämpfung der Trunksucht.
Wie in Prager parlamentarischen Kreisen verlautet, hätte Dr. Julius Grcgr das LandtagSmandat niedergelegt und sei aus dem Exekutivcomité de_r jungczechifchen Paxtei
eschieden. O1“. (Hregr beabsichtige, stch gänzlich dcr Nedaktwn er „Narodni Lis11)“ zu widmen.
Bei der Ergänzungswahl zum Reichsrath seitens der stsisrischcn Großgrundbestßcr wurde MuScon (deutsch- liberal) mit 62 gegen 5 Stimmen gewählt. _
In der vorgestrigcn Sißung des_ ungar1schen Unterhauses ergriff vor dem Eintritt in dle Tagesordnun_q der Abg. Hermann das Wort und besprach die in Stuh- meißenburg abgehaltene Katholikenversammlung. Der Verlauf der Verfammlun und die auf derselben gefaßtdn Beschlüsse involvierten be?onders mit Nücksrckxt auf dj_e Fegenwärtige politische Lage große Gefahren, we1_l
aselbst die Konstituierung einer pol'mschen Pgrtet auf konfessioneller Grundlage erfolgt sei. Die Katholrkey- versammlung habe deshalb eine so große Bedetztun , weil du: kirchenpolitischen Vorlagen noch yicht sanktjomert Zeidn._ Der Redner ersuchte den Mmister-Prästdenten, stck) diesbezugltck) zu äußern. Der Minister-Präfident ])1'. cherle erwiderte, er sei selbstverständlich mit den in Stuhlweißenburg ver- kündeten Prinzipien nicht einverstandex: und erachte dercn Verkündigung als gefährlich und geeignet, die öffentliche Ruhe Ungarns zn stören. Andererseits müßten aber das Versammlungsrccht und die freie Meinungsäußerung eifer- süchtig gewahrt bleiben. Geqenüber solchen Erschemungen müsse das Gebiet der sozialen egenagitation betreten werden. ((Großer Beifall.) Die gesunde öffentliche Meinung sei stark genug, einen allzugro en Schaden derartigerKundgebungcn hintan: uhalten. Er(der Mmister-Präfident) werde Verfügungen gegen en eventuellen Mißbrauch derNedefreiheit und derVersammlyngzs: freiheit treffen, er habejcdoch keine Kcnntniß dav_on, _daß dres m Stuhlweißenburg nothwendig gewesen sei. .Finstchtltck) der An- spielung des Jnterpcllantcn auf die isher ausständige Sanktion der kirchenpolitischen Vorlagen sprach der Minister- Präfidcnt die feste Ueberzeugung aus, daß die Sanktwn er: folgen werde; eine andere Auffassung sei nach den polrtrfchen Prämissen unmöglich. Er erachte jedoch die eit für eine Bitte um Beschleunigunq an die Krone noch ni t für gekommene Der Minister-Präsidcnt versicherte, weder er noch der Landes- vertheidigungs-Miuistcr hätten in dieser Richtung Schmtt. unternommen, weil sie dies mit dem Taktgefühl für unvxr: cinbar hielten. Da die Regierung überzeugt sei, die_ Sanktw: nierung werde beruhigend wirken, werde sie, wenn fte die Lit kafmkkén erachte, ihre Pflicht gewiß kennen. (Lebha ter
eta .
In der Ystrigen Sißung des Hauses_ brachte der liberale Abgeordnete usbach folgende Jnterpellatwn ein:
Warum läßt die Regierung den fremden StaatSangebörigen Kos fut!) eine politischeRundreise unternehmen und durclÉaufreizende Reden den Landfrieden stören? Hat der Justiz-Minister * erfü ungßn getroffen, um die auf dem Bankett zu Ehren Koffutb's in De reczm vorgekommene Maéestätsbeleidigung auf das strengstcs zu ahnden?
Das aus eendete sodann die Generaldebatte des Etats des Innern und begann hierauf die Spe ialdebatte. Vor dem Schluß der Sißung begründete der bg. Busdach some Interpellation. Der Vorgang werde im ganzen Lande _sehr entschieden verurtheilt (lebhafte Zustimmugx, demonstratwer Beifall der äußersten Linken). ES dur?e nicbt crlaulJt werden, daß ein fremder StaatSangehöriger cine polt- tische Rundreise in Ungarn unternehme. Der Abg. Kovacs éäußerste Linke), der an dem Bankett theilgenomnzcn batte, kontakierte, daß der skandalöse, allgemein verurthetlte Vorfall auf einem Mißverständnis; beruht habe. Es __gebe wol) niemanden im ganzen Lande, der für den gekrotxten konstitutionellen König (lebhafte Eljcnruf? nicht die" großte Verehrung hege (lebhafte Rufe: „Es ebe_ der Komg!“ß; es gebe niemanden, der den Zwischenfall mcht aufs treffe bedauere und verurtheile. (A gemeine Zustimmung.)_ Der Miniswr des Innern Hieronymi antwortete, dre Regtxrung halte es nicht für erlaubt, das; ein fremder Staatsbxxxger, namentlich Kossuth, oder auch ein _ungarischer Staatsburger irgendwo etwas verübe, was ge en dre _(Heseße des Landes ver- stoße (lebhafte Zustimmung an der außersten Linken), und wenn dies doch geschehe, werde die Regierung ohne _U_ntex_-: schied der Person, deren Stellung oder Staatsangehorrgkett
, pollen Strengc_ des Gesetzes_ einschreiten." LBeifall? Besondere Verfugungen gegenuher Kossuth alte d e Negierunß scho1_1 deshalb mcht fur ange eigt weil dieser bekannt tch d1e_ ungaxische Staatsbüere (haki nachgesucht ?qbe _und dte bezu lichen Verhan lungen bald beendet em durften. In Bette des weiten unktes der Interpellation habe er, der Minister, eine ehördli e Fest- stellung des Thatbestands verjügt. _ (Lebhafte Zustimmung der äußersten Linken.) Der Justxz-Mmister von Szilagyr er- klärte, er habe aus den Blättexn den Zwischenfall erfahren, der im gan en Lande allgememe EntrqstunZ hervorgerufen habe und alljzeitig verurthetlt worden seg. ( ebhafte Zustim- mung, besonders auf der äußersten Linken.) Dre zur amtlichen Feststhunq des Thatbestands nötbigen Wei: sungen seien an 556 Verwaltungs:_ und Iustizor ane ergangen. Er könne dem Zwischenfaüe kerne außergewöhnxéiche Bedeutung beilegen (Lärm , erachte aber andererseits diesen Fall für einen derartigen, da[; weder die öffentliche Meinung noch die Behörde in Ungarn darüber einfach zur Tages- ordnung übergehen könnten. (Lebhafter Beifall.) Er glaube nicht, daß der Zwischenfall den herrschenden Anschauungen und Gefühlen in der Stadt Debrechn zu imputieren ej, Er habe seinerseits verfügt, das; ie Justizbehörden tm Vereine mit den Verwaltungsorganen die Untersuchung sofort einleiten und nach Feststellung des Thatbestands unver- züglich die einschlägigen trafverfüqungen anwenden sollten. Nachdem noch der Abgeordnete für Debrcczin Koeroesi erklärt hatte, daß die Bürgerschaft als solche und die liberale Partei dem verdammenswerthen Zwischenfall fernständen, wurden die Antworten der Minister von dem Interpellanten und dem aufe zur Kenntnis; genommen.
Die udapestcr Zeitungen sprechen die Erwartun aus, daß Franz Kossuth seine Rundreise nach der geßrigen Interpellation im Abgeordnetenhause nicbt fortseßen werde. SoUte diese Erwartung nicht zutreffen, so werde man Mittel finden müssen, ihn auf gesellschaftlichem Wege unschädlich zu
machen. Frankreith.
Der Kriegs-Minister, General Mercier hat nach einer Mchng des „W. T. B.“, bestimmt, das; die Generale, die in die Lage kommen können, em Armce:Korps zu komman- dieren, zuvor der Reihe “nach Infanterie, Kavallerie und Ar- tillerie befehligt haben müßten. _
Die Kommission der Deputtrtenkammer für die Armcevorlage hat einen Antrag angenommen, wonach das Kontingent der Insel Réunion unmittelbar in die Kolonial- truppen eingereiht werden solle. _ Die Madagaskar- Kommission genehmigte den Bericht des Deputirten Chautcmps, worin die Nothwendigkeit einer Expedition un) Zweck der Wahrung der Reebfs, der Würde und des Preßtige Frankreich;?- im äußersten Orient bctont wurde.
In der vorgetrigen Si ung der Deputirtenkammcr interpellierte der Deputirte uesde (So ialist) die Regierung wegen der Aufhebung des Beschlusses es Munizipalraths von Noubaix, durch den ein kommunaler pharmazeutischer Dienst und ein Bureau für unentgeltliche Rechtsauskünfte ein- Ferichtet werden sollten. Der Redner erhob lebhaften Protest gegen
ie Aufhebung dieses Beschlusses und sagte, die Kommunen ständen unter der Herrschaft des Zaren. Das Vorgehen des Munizipalratbs von Roubaix sei durchaus gefeßmäßig. Der Minister-Präsident Dupuy rechtfertigte die Maßnahme der Regierung und wie?: nach, daß die Errichtung kommunaler Pharmazten der erste Schritt zum Kollektivismus sei. Der Deputirte Bouge forderte die Sozialisten auf, endlich einmal ihr Programm zu entwickeln. Der Deputirte Guesde ent: wickelte darauf die Ideen des SozialiSMus; der Kampf ?mischcn Kapital und Arbeit habe die Bildung zweier feind- ichen Klassen herbeigeführt. Die Sozialisten wollten den KoUektivismus, damit in der Gesellschaft der Zukunft a11e für alle arbeiten und allgemeine Menschenliebe herrsche. Der Dc- putirte Deschanel legte die Nachtheilc des Kollektivichus dar. Die Regierung sei bestrebt, den bestehenden ?Zustand der Verhält- nisse n verbessern, der bei weitem vorzuzie en*sei. Die Weiter- bcrat Ung wurde sodann auf9 Uhr Abends vertagt. Nach Wieder- aufnahme der Sitzung verthcidigte der Dcputirte Vaillant (Sozialist) unter großer Unaufmc-rksamkcit des Hauses denSozia: liSMus. Der Dcputirte G o b 1 ct mcinje, die Lösung der Frage liege in der Association, cr wünsche für die Arbeiter einen Thctl des Eigenthums an den Fabriken, sowie Gewinnbetheiligung. Unter dcm Beifall dsr äußersten Linken behauptete der Redner, das Parlament 'könnc kein Gescß zu Gunsten der Arbeiter zu stande brin en. Dcr Deputirte Abbé Lemire (Sozialist) bezeichnete Fick) als Anhänger des Gcmeineigenthums und forderte die Kammer auf, etwas zu Gunsten der Demokratie zu thun. Der Deputirte Bourgeois trat für die republikanische Kon entration ein. Nach Schluß der Bera1hung gcneleigte die ammcr mit 355 gcgen 177 Stimmen die von dem cputirten Bouge beantragte un_d von der Regierung angenommene Tagesordnung, welche dlc kollektivistischen Lehren verwirft. Der Dcputirte Chautemps brachte den Bericht über die für Madagaskar verlangten Kredite ein. Die Besprechung wurde auf heute festgeseßt.
Rußland.
Dic Kaiserliche Familie und die ausländischen Fürstlich: keiten wohnten am Dienstag Mitta, der Seelcnmess e für den Kaiser Alexander 111. m der Peter Pauls- Kathedrale bei, __ _
Dcr K aiser besuchte vorgestern den Konig vonGrzechxn- land und empfing sodann dle zu den Beiseßungsfeierltchkettcn eingetroffene außerordentliche spanische Gesandtschaft- Gestern wurde der deutsche Botschafter, General der Jnfantxrte von Werder vom Kaiser in besonderer Privataudtenz empfan en. _
Betm (Großfürsten Wladimir fand am Myntag em Diner zu Ehren der ausländischen Fürstxtchezt (Haste statt. Vorgestern waren die ausländischen Furstlt ketten zum Jamiliendiner im Anitsékow - Pa_lats geladey.
estern fand im Konzertsaa e des _thterpalats cm Diner statt, dem der Kaiser, die Großfurstxn Alexandra Jeodorowna, die ausländischen Fürstltchkeiten, dlc
roßfürsten und (onßfürstinnen betwohnten. Neben dem Kaiser saßen die (Großfürstin Ale arzdra Feodyrowna und die Königin von Griechenland. Glei (Zettig fand tm Wappen- aal Marschalltafel statt, zu der das efolge des KaiserH_u_nd- er ausländischen Fürstlichkeiten sowie die _fremden Mrlttar- Deputationen geladen waren. Nach dem Diner begaben ßck) die Suiten der ausländischen Fürstlichkeiten und. dre a_usla1_1- dischen Deputationen in den Konzertsaal, wo der Kaiser sxchanlk den fremden Vertretern unterhielt.
mit der
Der Erzherzog Karl Ludwig und der Erb roß- herzog von Luxemburg haben am Dienstag, der rinz Eugen yon S_ weden gestern St. Petersbur wieder ver- (affen. Dte Adretedes PrinzenLudwig von ayern, des PrinzeantedxtchAugust vonSachsen unddesKönigs von Serbtetx lst quf heute angeseßt. Der König von Dänemark mtrd, w1e verlautet, am 27. d. M. die Rückreise nach Kopenhagen antreten.
An Stelle des Admirals Aoelan wurde Kontre-Admiral Makarow zum qumandierenden des Mittelmeergeschwaders ernannt; Dcr Admn'al Yvelan ist zum jüngkren Flaggmann der zwelten Flottey-Diviston ernannt worden.
Gestery fand_ 111 St. Petersburg eine Sißung der Duma statt, uxn uber dre Veranstaltungen für die bevorstehende Verma lung_ des Kaisers u berathen. Die Versamm- lung bes loß, eme Gratulations- eputation zu entsenden und durch dteselbe__Brod und Salz überreichen (Zu lassen, owie auch z_um Gedachtmß an dieses hochfrcudige reigniß S ulen zu crrtchten.
Italien.
Die „Gazzetta Ufficiale“ von gestern veröffentlicht ein Dekret, durch welches das Parlament auf den 3. Dezember einberufen wird.
Der Unter:Stgatssckretär im Ministerium des Innern Galli is_t zum Koniglichen Kommissar für die Provinzen Reggio dt Calabria und Catanzaro bshufs Behebung des durch das Er_dbebcn hervorgerufenen Nothstandes ernannt worden. (8an 1st vorgestern nach Reggio abgereist.
Spanien.
Der Anarchist Salvador, der Urheber dcs Attcnta1s im _Teatro Liceo, ist heute hingerichtet worden. _ Ein Zrmschenfall kam nicht vor,
Türkei.
Der „Politischen Korrespondenz“ wird aus Konstan- tinopel gemeldet, der dortige britische Botschafter habe in- folge wiederholter Vorstellungen der Pforte auf die beabfich- tigte Entsendun des englischen Militär:AttachÉ€-, Obersten Chermfidc na Kurdistan verzichtet, da die Pforte eine str_eng_th_1_11ersuchung der dortigen Vorkommnisse bestimmt zu: ge ag a c.
In Belgrad eingetroffenen Meldungen zufolge hat die Pforte die Entlassung des ökumenischen Patriarchen vorgenommen.
Griechenland.
Der Minister-Präsident Trikupis legte gestern der Deputirtenkgmxncr das Budget für 1895 vor und gab ein Exposé über du; Finanzlage (Griechenland?- im Jahre 1894. Er führte_ aus, Griechenland habe aus eigenen Mitteln seinen Zins- verpfltchtrzngen" nqchkommen können. Die Regierung werde ver- suchen, dte Nothtgen Maßregeln zur Besserung des W? sel- kurses, der auf dem Handel laste, zu' treffen. Zum S UH dsr Landwirthsehast Thessaliens werde ein (Heseßentwurf über dte Erhöhung der Getreidezöch um 50 VWL- eingebracht werdey, ferner werde ein (Heseßentwurf wegen 21 schaffung des Oktro1 vorgelegt werden. Der Betrag für die Bezahlung des Dezember-Kupons der Staatsschuld sei in Gold bei der Nationalbank hinterlet worden. Die StaaLSeinnahmen im Jahre 1895 seien au 91333118 Dracbmen, die AUSgaben auf 90150380 Drachmcn veranschlagt. Die Kammermajorität nahm die Exklärungen mit Beifall auf.
Rumänien.
__ Das amtliche Blatt veröffentlicht ein Schreiben des K_onrgs an den Minister-Präsidenten, worin Aller: honstderselbe dem „W. T. B.“ zufolge der Freude Ausdruck (UE 1, du: ihn und die Königin über die von dem ganzen Lando aus Anlaß der Feier ihrer filbcrnen Hochzeit ihnen dqxgcbrgchtcn roßartigen warmen Kundgebungen crful1c. Der Konig konne diEFL rührenden Kundgebungen nicht besser erwidern, als mit der gleichen Liebe, sowic Uefer und um so leb- hafterer Erkenntlichkeit, als er stck) der Uebcrzeugung hingebe, daß die Gesinnunxen dcs rumänischen Volks ihre Quelle in den mächtigen, szchen dem Lande und dcr Dynastie bestehen: den Banden hätten. In diesem Augenblick des Glücks und der - rende könne er nicht umhin, seine Gedanken den länd1ichen lrbeitxrn und Bauern zuzuwenden, die seinem Her“en so theuer, und dte in schlechten Jahren zuweilen selbst der istenzmittel beraubt scxien. Um_deren Lasten zu vermindern und zugleich zum Gedächtmß der ftlernen Hochzeit beabsichtige der König, eme Bauern -Unterstüßungskasse zu errichten, und spcnde zu diesem Zweck 200000 ZFR; er sei überzeugt, daß der cdelmüthige Sinn des rumäni chen Volks den Fonds an: wachsen lassen werde. Der König beauftragt sodann den Mintster-Präfidcntcn, sich zum Dolmetfck) der Gefühle und 11le Genugthuunq zu machen für die in den jüngsten, fernem Gedächtniß unauSlöschbar eingeprägten Tagen bewiesene Liebe und Anhänglichkeit, und alle jene, die: selbst in den entlegensten Theilen des Landes an der Freude des Herrscher: vqarcs theilgenommen hätten, zu verfichern, daß die Erkenntlich- ke1t des leßteren der bezeugten Liebe und Freude gleichkomme.
_ Dieser neue Akt des Edelmuths und der Sorgfalt des Königs für die zahlreichste Bevölkerungsklasse ebenso wie die Worte des Königlichen Schreibens haben im anzen Lande einen ttefen Eindruck und die arößte Dankbarkeit ervorgerufen.
Aus Anlaß des Michaeltages hielten vorgestern die Studenten nach dem Gottesdtenst ein Meeting ab und zygen darauf zu dem Denkmal Michaels des Tapferen, wo fie emen Kranz niederlegten. Infolge der Y_etroffenen Vorsichts- mZßYTgeln tft alles ruhig verlaufen. eden wurden nicht ge a en. '
Amerika.
Der Präsident Cleveland ist am Diensta , wie „W. T. B.“ berichtet, auf einem Spaziergan dur einen Fehltritt zu Fall gekommen und hat sich da ei eine leichte 5_errenkung zugezogen, mfolge deren er der Kabinetssthung mcht beiwohnen konnte. _ _
Auf die Anfrage des amerikanischen Gesandten in Tokio, ob die amerikanische Vermittelung Japan genehm sei, hat die japanische RegierunY eantwortet, Japan würdi e zwar das Ge ühl der reun sJhaft, von der Anxeri a b? eelt sei an crerseits a er sei der Erfolg der ]apa- m chen Waffen ein derartiger, daß Japan meine, Chxna müffe Japan direkt Vorjcbläge machen. An- Ystchts der Abwesenheit der chmysxschen und japanischen
ertreter von Tokio bezw. Peking erd m Washington der Antwort die Bedeutung beigele t, die Verhandlungen zur Wiederherstellung des Fr cdens sollten durch die Ver-
mittelun_g der amerikanischen Gesandten in Tokio und =Pekt_ng gepftogen werden, die seit dem Beginn des Weges mu der Wahrnehmung der Interessen der beiden Lander beauftragt worden seien.
_ Daß „Reuter'sche Bureau“ meldet aus Rio de Janeiro, dle Regxerungen der verschiedenen Staaten der Republik hätten dem Prafidenten Moraes Zustimmungsverficherungen gesandt_. Die Meldung von dem Nücktrttt des Gouverneurs von Rm Grande do Sul Castilho ist unbegründet.
“ Afien.
Nach_ciner amtlichen Meldung aus Tokio vom 20. d. M, begann eme Abtheilung der ersten japanifchen Armee am 18. d. M. 6 Uhr Morgens Hsiuyen, das von chinesischen Trapper), deren Zahl auf 20000 angegeben wurde, beseßtwar, anzugrezfcn und nahm den Plaß um 9 Uhr Morgens ein. Die Chmesen flohen in nordwestlicher Richtung. Die Japaner eroberten 5 Kanonen.
2le Chxfop von heute meldet das „Reuter'sche Bureau“, das axoßte chtxteftsche Krtegsschiff, der „Tschen:yün“, sei bei der Etnfahrt m den Hafen von Wei-Hai-Wei gescheitert, während ex? versucht habe, die am Eingange ber Lin-tai-tsan gelegten Mmen zu vermeiden. Der Kommandant des Schiffs solle Selbstmord begangen haben.
Daßselbq Bureau erfährt aus Yokohama von heute, das chtnestsche Geschwader solle auf die («(M Port Axthux vorgehenden Japaner geschossen habsn. Darauf set _etn furchtbares Gefecht zwischen den inesischen _Schrffen und dem die Bewegung der Landma t schüßenden ]apamschen Geschwader gefolgt, dessen AUSgang noch nicht bekannt set. _
Der katHolischen MisftonSgefellschaft in Lyon ist eine De: peschedes Btschofzs von Hupe China) zugegangen, wonach m L1-Tchuan eme heftrge C ristenverfolgung statt- gefunden hqbe und nglreiche Christen getödtet worden seien.
Nack) emer amtlichen, im Haag eingetroffenen Meldung au_s Lombok wurde am Montag dre Umgebung von Tjakranegrq durchsucht und mit der Zerstörung begonnen. Der alte Nadjah wurde nicht gefunden. 230 12,9,“ (Gold und 3810 ](8 Silber wurden nach Ampenan gebracht. _ Eine Depesche der Amsterdamer „Nieuws van den Dag“ aus Batavia meldet: _Der Radjah, sein Sohn und sein Enkel seien von zwe: BatatlZonen eingeschlossen worden und hätten si ergehen; _s1c seren nach Ampcnan ebracht worden. Der Radxak) set verwundet. Viele BalinZen-Chcfs Hätten ihre Unterwerfung angeboten. Neue Schäße an Schmucksachen, Gold_ und Stlber seien aufgefunden worden. Die bei dem Y_ngmff am 25. August verlorenen Kanonen seien alle wreder erobert worden. _ Die Nachricht von der Gefangen- nahxnx des Radjah, seines Sohnes und Enkels wird amtlich bestatigt. Da der Widerstand der Balinchn aufgehört habe, so habe der General Vetter vorgeschlagen, zwei Bataillone zurückkehren zg lassen. Bei dem Angriff auf Tjakrane'gra Yttxxn ___die niederländischen Truppen Linen Verlust von
0 en.
„_ Afrika.
L_lus inro meldet das „Neuter'sche Bureau“, der Vater Rosftgpolr, der leßte der von den Mahdisten im Jahre 1884 ber Omdurman gefangen genommenen Priester, sci ent- kommen und in Ass aan eingetroffen.
Statistik und Volkswirthfchast.
Roheisenprodu'ftion Déutschlands.
_ Nack) den statistischen Ermittelungen des Vereins deuts er Elsen: und Stablindustrieller beTief sich die Nobei en- produktwn des Deutschen Reichs (Einschl. Luxemburgs) im Monat Oktober 1894 auf 490 934 b; darunter Puddelroheisen und Spiegel- Ltsen 133 035 d, Beffemerrobeisen 32 508 “o, ThomaSrobeisen 241 181 b, GxeßeretrohUscn 84210 t. Die Produktion im Oktober 1893 betrug 437183 P, im September 1894 473 070 t). Vom 1. Januar bis _31. kaober 1894 wurden produziert 4579180 1 gegsn 4084 056 1; 1m gletchén Zeitraum des Vorjahres.
Zur Arbeiterbewegung.
Aus Langendreer wird der „Frkf. Ztg.“ geschrieben: In Liner Au_sschußfitzung des Verbandsvorstandes der eyangelischen Ar- bettervereine von Rheinland und Westfalen, die am Sopntqg stattfand, wurde über den Beitritt zum Gewerkderein christlxcher Bergarbeiter folgender Antrag angenommen: Die evangeltschen ArbZitervereine stehen dem Gewerkverein christlicher Bergarberter voÜstandig neutral gegenüber. Der Beitritt von Mit- gxiedern ker evanHLlischen Arbeitervereine zum Gewerkverein bleibt dresLn sclbst überlasen.
ier in Berlin erstattete am Sonntag in einer Versammlung der lavierarbeiter die Lohnkommisfion über den Stand der LohnheM-„gung Bericht. Die Versammlung erklärte sch, wie die Berlmer _.Volkßztg.“ berichtet, mit dem bei der Firma Höhne und Sell erztelten Ergebniß einverstanden und hob die über diese Werk- statt verhängte Sperre auf.
Aus GlaSgow wird dsm „W. T. B.“ zur Lohnbewegung der schottischen Bergarbeiter berichtet: Ein Rundschreiben dcs Vollzugöausschuffxs der schottischen Bergleute fordert aue Berg- arbeiterführer auf, sofort die Grubenbefiyer um eine Lohnerhöhung von 6 Pence anzugeben. Nach Eingang der Antwort der Gruben- besißer wird der Ausschuß berathen, ob die Lohnerhöhung durch die Aufforderung zu einem_ zweiten Ausstande erzwungsn werden soll. Auf den 30. November :| eine allgemeine Konferenz nach Glasgow einberufen worden.
Kunst und Wissenschaft.
:::]: In Gurlitt's Kunstsalon ist ge enwärtig eine Samm- lung don Werken moderner schottisYer und englischer Maler ausßestellt. Der Gesammteindruck dieser zartgestimmten, in weichem Far endunst verschwimmenden Landschaften ist unstreitié ein vornehmer, arisstokratischer, aber der Beschauer bleibt kühl, Wei kein kräftigex Gegen a?, keine unmittelbar wirkende Perxönlichkeit aus diesem Einerlei hervorbickt. Dazu kommt, daß die cbottiscben Porträt- maler, unter denen sich hervorragende übrer der Schule befinden, 'in dieser _AussteÜung fehlen. Am s ärfsten prägt sich uns die küqstlertsche Physiognomie Alexander Noche's em, wenn- lerch das in Ribot's HeUdunkel schwelgende Interieur .die Kuppe“ und _dte Studie eines italienischen Mädchenkopfs eineswe?s_zu_ semen bedeutendsten Arbeiten geböjen. Auch die in kecke_m P emarr gemalte Obstverkäuferin von Whitelaw Ham ilton, konne die faxbensatte Ansicht des Clydeufers von demselben Maler chlagxn kräfttgere Töne an. AÜG übrigen Bilder unterscheiden 1ch von emander fast nur durch das Format. Die Herkunft des schottis en Landschaftsstils verrätb uns deutlich Macaulay Stevenson's große Waldlandschaft, eine melancholische Abwandlung des Typus des 1311378826 11161119, wie ihn Corot und Daubiénv in der Schule don Barbizon epflegt haben. Es braucht ncht
gesagt zu werden, daß die e zarteste Naturauffaffung ihre_
Bereäktigung und gro en Reize bat; "aber fie kann, wie jedes?-
rinz-p, in Durchschn sleistungen schablonen a1' "wirken, und Yurcbsckynittsleiftungen überwiegen in der AZKXleun . Nur W K. Brown, wie sein Erntefeld 111 dem Ausbl
Bilder von A
auf die See, Grosvenor Tbomaö' beagrüne Meerstudie un_d-
Nisbet's Aquarelle sind davon _auSzunebmen. Dagegen bleibt aters on mit seinen neuesten Bildern hinter seinen frübeten „_eiftupgen etwas zurück, und William Milne's großes Frühlirs s- btld xst troy hoher dekorativer Vorzüge im einzelnen zu unklar, ?m Yerbaltxti zu den Maßen der Leinwand gar ,zu weichlich, um einen ttefen Em ruck zu hinterlassen. Jm leßten, elektrisch erleuckzteten AussteaungSraum ist Gabriel M gx' Affenmen chenbild auSgeftellt, das auf der diesjährigen Munchener Ausste ung Ayfseben erregte, wohl mehr durch den selt- samey Gegenstand, dex Hackel's Entwicklungstbeorie künstlerisch Ver- bexrltcht, _als durch ferne malerische Haltung, die keine neuen Eigen- thumlxchke1ten des Malerpbilosopben offenbart.
Land- und Forstwirthschast.
_ _ Saatenstand in Dänemark. Dre szeraus milde und feuchte Witterung der leßten Wochen ist der Enthckelung der _jungen Saaten sehr günstig gewesen, sodaß der Saatenstand durcbfchmttlich als gut bezeichnet werden kann.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Cholera.
Breslau,_ 20; November. Bei der Regierung zu Oppeln ist am 19._ d. M. ]e em Cbolerafall aus Adamowiß, Kreis Groß- FÉthÜß, und aus Brzenskowiy, Kreis Kattowitz, gemeldet
or en.
_ Wien, 21. Novembxr. Nach den am 18., _19. und 20. d. M. hrer e_tngetroffenen Nachrichten über den Stand der Cholera kamen in Galtzten 248 Erkrankungen und 124 Todesfälle vor.
I:) der Wo_che yorn _4. his 10. November blieb der Gesundheits- stand_ m Bexlrn em gunst1ger und die Sterblichkeit eine niedrige (von e 1000 Einwohnern starben, aufs Jahr berechnet, 14 7). _Unter den ochursacben kamen akute Entzündungen der Äthmun s- or?a_ne m thas _größerer Zahl, zum Vorschem, doch blieb der er- lau m der uberwxegeyden Mehrzahl der FäÜe ein milder. Au Erkrankungen an Grippe wurden mehrfach beobachtet, und ein dur Gxtppe hervorgerufener Todxsfall mitgetheilt. Akute Darmkrankheiten b_lteb§n selten. Dte_Bet[)e_tltgung des SäuglingSalters an der Sterb- 1tchkert war eine gletch ermge wie in der vorhergehenden Woche; yon je 10000 Lebenden sich en, aufs Jahr berechnet, 39 Säuglinge. _ Von__ den _ Jnfektwnßkrankheiten kamen Erkrankungen an typhosen Ftebern _ veremzélt, an Masern etwas mehr, an Scharlach und _Diphtberte etwas weniger als in der Vor- woche zur Anzetge. Erkrankungen an Masern wurden aus dem S_tralauex Vtertel. (111 Scharlach aus der jenseitigen Luisenstadt, an Dprtbsrte aus dkn betden genannten Stadttbeilen und aus der Rosen- thaler Vorstadt und dem Weddin am zahlreichsten zur Meldung ge- bracht. _Erkrankungkn an Kind ettfieber kamen 5 znr Kenntni . Rosenartrgc Entzündungen des ZeUgewebes der Haut wurden ni t haufiger als 111 der Vorwoche z_ur ärztlichen Beobaehtung gebraeht. Erkrankungen an Keuchhusten, dre ihren milden Verlauf behielten, zetgten_fich seltener, wahrend *rbcsumatiscbe Beschwerden aller Art im Veleetck) zur vorhergegangenex Woche keine wesentliche Veränderung m 1 rem Vorkommen aufwieyen.
Handel und Gewerbe.
_ Ausweis über den Burkebr auf dem Berliner Schlacht- vtebmarkt vom 20. November 1894. Auftrieb und Marktpreie nach Sch1achtgewicht mit AWnahme der Schweine. welche na LebendgeWtcht gehandelt werden. Rinder. Auftrieb 321 Stück. (Durchschnittsprexs _für 100 kJ.) ]. Qualität _ „zz, 11. Qualität _ «M, [l]. Qualttät 88_100,-14 17. Qualität 76_84 .“ -- Schwei1n e. Auftrieb 4568 Stück. (Durchschnittspreis für 100 kg.) Mcckle_nburger 104_106 „“. Landschwoine: &. ute 100_102 «sé, 1). germqere 94_98„-z, Galizier _ „16, leichte ngarn _ .“ bei 20_0/0 Tara, Bakonyer 88 .“. bei 27,5 kg Tara pro Stück. _ Kalber. Auftrieb 840 Stück. (Durchschnittspreis für 1 1:2.) ]. Qual. 1,24_1,36 «M, 11, Qual. 1,06_1,22 .Mi, [11- Qualität 0,84-1,04 .“ _ _Schafk. Auftrieb 925 Stück. (DurchschnittSpreis für [kg) 1. Qualttät_«-é:, 11. Qualität _ «;ck. lll. Qualität _„jé
Klausenburg, _20, November. (W. T. B.) Die Direktionen der hieszgew Kredittnstitute haben die Vorschläge der ester vaterlandtschen Sparkasse wegen der Uebernahme der ktiven und Pasfiven der ersteren durcb Gründung eines auf anz Sieben- bürgen auszudehnenden Geldinstituts angenommen. 'Wie in den nächsten Tagen stattfindenden Generalversaxnmlungen dec biefigen KreditWstitute werden über die Gründung beschließen.
Verkehrs-Anftalteu.
Bremen, 21. Nodember._ (W.T.B.) Norddeutscher Lloyd. Der Postdampfer .Kronprtnz Friedrich Wilhelm“ ist am 17. November Abends von Neapel nach New-York abgegangen. Der Postdampfer „ Neckar“ hat am 19. November Na mittags die Reise Von Gibraltar nach Neapel fortgesstzt. Der S nelLdampfer „Werra' ist am 19. November Nachmittags in New- ork ange- kommen. Der Schneüdampfer „Kaiser Wilhelm 11." hat am 20. November Vormittags Punta Delgada passiert. Der Reichs- Postdampfer „Bayern“ hat am 20. November Nachmittags die Reise yon Singapore nach Colombo fortgeseßt. Der Reichs-Postdampfer ,Hobenzollcrn“ ist am 20. November Nachmittags m Genua angekommen.
_ 22. November._ Der Schnelldampfer „Havel“ bat am 20. Nodember Abends dte Reise von Southampton nach Bremen
fortgesetzt; er überbringt 247 Personen und volle LadunIZ Der. 2
Schnelldampfer .Fulda“ hat am 20. November Abends Reise von Al ier nach Genua fortgeseßt. Der Reichs-Postdampfec „DarmZtadt' hat am 21. November Morgens die Reise von Southampton nach AntMrpen fortgesetzt. Der Reichs-Postdampfee .Gera' hat am 20. November Nachmittags die Reise von Genua nach Neapel fortgeseßt. _ Der Reichs-Postdampfer „Sachs e n' ist am 21. November Vormrttags in HonYong angekommen.
London, 21. November. (W . B.) Der Uniondampfer ., Gaul“ ist gestern auf der Auskeise in Lissabon an ekommen. Der Castle-Dampfer „Garth Castle“ bat estern auf er Heim- reise die Kanarischen Inseln pasfiert. Der Cast e-Dampfer „Dunbar Castle“ ist heute auf der Heimreise in Dubar (Natal) ange- kommen. Der Union-Dampfer ,Tartar' ist heute auf der Heim- reise don Madeira ab_egan en.
Kronstadt, 20. yvem er. (W. _T. B.) JnfolBe der milden Witterung ist die Schtffabrt unbebmdert. Zwei ampfer find eingelaufen, drei Segelschiffe außgelaufen.
Theater und Musik.
Deutsches Theater. “
Das Schauspiel .Daniéla Weert“ von Ernst von Wol- zogen fand bei seiner ersten Aufführung am Dienstag Abend Auf- merksamkeit und zumeist auch die. lebhafte Tbeilnabme der Zuschauer. Den werthvollen Seiten der bedeutsamen Dichtung wurde volle
Würdigunß zu theil, do vermochten die Zuhörer das Un!» OY ne u
das emze beikle Um fände der Handlung hervorriefen, ' völli zu be egen; daher schwankte der ErfolL des S „ zwis en Beifa und Widerspruch bin und her. Wo zogen bak M an das oft behandelte und nie erschöpfte Problem von der „UKW