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.d „einer )' ei Der Kön'Jlicb fcbniedi ch-norw ische Gefandte am iesigen
UZ ofe
liibe Gésandtek im Haag Gra zu Ran an
*“ 27. d. M. mit Urlaub nach arzin hege en. , enheit fungiert der Legations Mia!!) man als eschäftsträger.
von agerhe m ist vom Urlau nacb
YFM! üzbixunckgekebrt und hat die Gxschäfxe der Gesandtschaft
der Marine ift
ommen.
„ yäne“, Kommandant
Laut ielegxaphiYer Jeldung an das Ober-Kommando
? itän-Lieutenant
achem, am 25. ovember in San Paolo
de nda ein etroffen_und wird heute nach Moffamedes in See Neben; erner mird [ant gleicher Meldung S. M. S. „Ilt s“, Kommandant Kaprtän-Lieutenant In, enobl, am 30. November die Reise von Shanghai nach hinkiang an:
treten.
Varzin, 29.November. Die Einfegnung der Leiche der Fürstin Bismarck durch den OTrtsYistlichen und die
vorläufige, Veisehung findet, wie „W. Mittag m
sten Familienkreise in aller Stille enJrung nach Schönhausen ist beabsichtigt. Für
.“ meldet, heute dem entsprechend her erichteten Parkhause im ?tatt. Eine sspätere Ueber-
t BiSmarck
ndet sich verhältnißmäßig wohl, jedoch ist jede Erregun durch Besuche ärztlicherseits verbeten worden. g
Ca ! s e l, 27. November.
des Nekieru-UFsbezirks Cassel ist gestern, nach Er- e
ledigung
Der Kommunal-Landtag iner (He chäfte, durch den Ober-Prasidenten Mag de:
burg geschlossen worden. Der Vorsißende brachte auf „Seine Ma estät den Kaiser und König ein Hoch aus, in das die ersammlung lebhaft einstimmte.
Sathseu-Weimar-Eiseuacb.
Gestern früh 8 Uhr begann in der Hofkirche 2," Weimar
der Vorbeimarsch zahlreicher D e p u t a t i o 11 en an
em Sar e
Seiner Königlichen Yheit des E r 5 gr o s; h e rz o g s, die
&rachtvolle Kränze , u
almen u. s. w. ,dort niederlegten.
von PrivaYersonen trafen sowohl im Schloß als in der
Kir e zahlreiche
lumenspenden ein. Von 10 Uhr ab war
dann der Zugang der Kirche für das Publikum eöffnet. Viele
Tausende ogen un Laufe des Ta es an dem
Die
arge vorüber. eiseßung Seiner Kömglichcn Hoheit des Erb-
toßherzogs fand heute Vormittag statt. Der Leichenzug
mars
Infanterie-Negiments, (Großherzog von Sachsen," de 32115 meine xZuversicht“ spielte. Hinter dem a tspännigen 2 emvagen
ei
chte c51ch um 11 Uhr in Bewegung. An der Spiße desselben ierte ein Bataillon des in Weimar garnIonierenden
en KapeUe chritten Seine Königliche Hoheit der Erb-
en und Seiner Durchlaucht dem Prinzen Friedrich
von
Seine Königliche
YoZÉerzog zwischen Seiner Maxcstät dem König von a .
ohenzollern. -
Braunschweig. oheit der Prinz Albrecht von
ireußen, Regent des ._erzogItZums Braunschweig, ist gestern
ittaxz
in Begleitung des
ajors Freiherrn von und zu
Eglofftein nach Weimar gereist, um an der Beiseßungsfeier des verstorbenen Erbgroßherzogs von Sachsen theilzunehmen.
Sachsen-Cobnrg-Gotha.
Der Staats-Minister von Strenge hat sich, wie die
,Cob. Ztg.“ erfährt, nach Berlin begeben, um Seiner
o eit dem Herzog, Höchstwelcher am 30. d. M. dort ein- tri und dann nach England reist, Vortrag zu halten.
Oesterreich-Ungarn.
In der gestrigen, Sißung desvösterreichischen Ab: eordnetenhauses begründete, wre „W. T. 23.“ berichtet, Fer Abgeordnete Pacak seinen durch die Kon skation einer Delegatwnswde veranlaßten Antrag, durch A änderung des IV des PreßgeseYes die Immunität für Wiedergabe von
eden auch auf De. die Dringlichkeit. Die und der Antrag dem _ . Debatte erklärte der Justiz:Mmister (Graf S
e ationsxeden aus udehnen und verlan te Je wurde mit gro er Majorität abgele nt ZreßauSschuß zugewiecYen. Im Laufe der
önborn, er halte
Dele ationSreden für ebenso immun wie ReichSrathSreden, und
er b llige nicht die_ Konfiskationcn, die den Antrag veranlaßt hätten. Der Mimster mies jedoch darauf hin, daß die Frage, um die es sich ?andle, in der Literatur und Praxis der öster-
reichischen Jur
Er habe die nöthigen Weisungen an die Ober- Staatsanwaltschaften ertheilt, sie sollten halten, daß
werde.
Sprudenz thatsächlick) verschieden aufgefaßt
sich gegenwärtig DelegatioUSreden immun seien. Der Minister
wies ferner die Angriffe gegen den Statthalter von Böhmen als ungere tfertigt urück und bejonte, daß das neue Straf- eseß dem ntrage acak Rechnung trage, daß aber leider die
e_r andlun renzenden er Minister des I
des Strafgeseßes durch die an Obstruktion eden und Anträ e der Opposition gestört werde. nnern * arquis Vacquehem bemerkte
die Instruktion des Iustiz-Ministers werde selbstverständlieé auch den Bezirkshauptmannschaften für die ihnen zugewiesenen
eßangele enheiten zur Richtschnur dienen. n et Sonnabend statt. zur deutschen Nationalpartei gehörenden Ab-
ißunke fi
D
Die nächste
eordneten richteten gestern ein gemeinschaftliches Kondolenz- ele ramm an den Fürsten BiSmarck. _
ei ,den gestern in Prag _vorgenommenen funf engeren
Gemeindewahlen wurden vier Altczechcn und ein
I
uncheche gewählt. Das Prager Stadtverordneten-Kollegium beste!) jest aus 48 Althchen und 42 Iungczechen. Das ungarikche
nterbaus begann gestern die Be-
age über de ungarische Fluß- und
rathun der Vor „ See Fiffahrts-Gesellsckjaft. Mehrere Redner begrußten die orlage im Interesse des ungarischen Verkehrs. Der Abg.
Sima beantragte
namens der UnabhängigkeitSpartei die
a 11 eines staatlichen Schiffahrtsanternehmens. Der “2S1ch.fflIt?anka verlangte die Vorla?e der mit der öster-
rei ischen DampfschiffahrtS-GesellWa ' Der Handels-Minister von Lutscs betontx die Wendigkeit des Unternehmens für den anständtschen Ve ea,.[x ?uf der unteren Donau und hob hervor, daß das r „n
trä e.- ?k !)
'Damxxfsth
t abgeschlossenen Ver-
der neuen Geseüschakt u der österreichischen Donau- ahrts-Gesellschaft, d e isher die Donau ausschließ-
lich beherrscht habe, auf einen freundschaftlichen .uß gestellt sei. 5 neue Unternehmen bedeute die Kr nung der ungarischen Verkehrsyolitik. Hierauf wurde die Debatte auf heuie vertagt.
Eine zahlreich besuchte Rumänenversammlung, die gestern m Hermannstadt unter dem Vorfi dcs Erz- priesters opoviciu stattfand, faßte folgenden Be chluß:
.Die erfammlung erklärt den Erlaß des Ministets, betreffend die Auflösung des Zentralcomités, für versammlungswidrig und geses- widri ; sie erneuert ihre Erklärung, an dem bisberiÄen Programm ffestba ten zu Wollen, und protestiert gegen jede rt von Ver- ol ung. Die Versammlung verurtbeilt alle ma ygrisierenden GFetze und beschließt, an dem einzuberufenden Nationa tatenkongreß tb lzunebmeu; sie dankt der aus1ändischen Presse und den auslandtscben StaatSmännem für die Unterstüßun der rumänischen Sache; ,und rotestiert sch1ießlich gegen die In nuation, daß die rumantfche ationalpartei irredentistische Ztvecke verfolge.“
Rußland.
Der er 99 und die Herzogin von Sachsen-Coburg und (891 a zsowie der Erbprinz von Oldenburg smd gestern Abend von St. Petersburg abgereist. "Auf de_m Bahn- bofe waren mehrere Großfürsten und .Hofwurdentrager zur Verabschiedung anwesend.
Rumänien. '
Der König ist gestern nach Sinaja zurüxkgekehrt.
Der Senat Hat seinen früheren Präsidenten Geqrg Cantacu eno sowie die früheren BiszraFtdenten 'Bratlom, Ianov, udisteano und Culiano wiedergewahlt. _Dte Depu- tirtenkammer wählte Manu nneder zum Prasidenten und die Abgg. Triandafil, quor, Arion und Balche (sammtltch konservativ) zu Vize-Präsrdenten.
Serbien.
Der bisheriqe (Gesandte in St. ist nach einer Meldung des „W. T. seßt worden.
etersburg Waséiljewic .“ in den Ruhe tand ver:
Bulgarien.
Das Regierungsblatt „Mir“ bestätigt die Nachricht, daß die österreichisch:ungarischeNs ieruanderErhc-hung des Eingangszolls von 81/2 au 121/2 roTent, die von der bulgarischen Regierung vxrlangt i_vorden se, zu estimmt Lahe. Die österreichisch-unqartsche Regierung habe au in die
rhebung der Patent-Abgabe fur ihre in Bulgarien lebenden Unterthemen im Prinzip und unter der Vorausse ung cinéewilligt, daß auch die übrigen VertragSmächte die g eiche Ha tung einnähmen.
Amerika.
Der Sekretär des Präsidenten Cleveland theilt, wie „W. T. B.“ aus Washington erfährt, auf beunruhigende Gerüchte über das Befinden des Präsidenten mit, daß leßtcrer an dsr Gicht leide, doch sei der Anfall nicht schlimmer als die bisherigen. ,
Das „Reuter'sche Bureau“ meldet aus Washington von estern, daß China dem amerikanischen Gesandten in Äeking Co:““melle FriedeZnSUorschläge übermittelt habe. .Diesel xn würden von dem amerikanischen Gesandten in Tokio der ]apanischen Regierung unterbreitet werden.
Asien.
Aus Hiroschima von ostern erfährt das „Reutcr'sche Bureay“, daß nach den dasele eingegangenen Nachrichten die erste ]apanische Armee in derMandschurei die Chinesen bei Motienling geschlagen habe. Der Verlust der Japaner betrage 40 Todtc und Verwundete, die Verluste der Chinesen keien sehr bedeutend. Der chinesische Abgesandte Detring ei_ , der Ueberbrinqer eines Schxeibens des Vize: Konigs Li-.Hung:Tschang an die japanische Regierung. Leßtsre sei ]edoch nicht enei i, M5 Unterhandlun on mit Detrmg einzugehen, es kFei enn, aß dieser unbe?chränktc Vollmacht habe.
Nach einer Meldung aus Tientsin hat die (HeseÜschafi vom'RotbenKreuz 1echs Aerzte nach Port Arthur entsandt; englische Offiziere begleiten die Aerzte.
Afrika.
Die„Times“1neldet ausKairo von gestern, das Budget von 1895, das dcm Ministerratl) morgen werde unterbreitet werden, weise cinen Ucberschuß von 680000 fd. auf; da aber ungefahr Fünf Achtsl des Uebcrschusses zur erringerung der Zinsenlast er öffentlichen Schuld verwendet werden müßten, könne die zur Verfügung der Regierung stehende Summe nur einige Tausend Pfund betragen. Die Gesammteinnahmen würden auf ungefähr 200 000 Pfund und die Aus aben auf 56000 Pfund mehr als im vorher chenden Budget e?ehäßt.
Dem „Reuter's en Bureau“ wir über Port Louis von FILM aus MadagaScar gemeldet: Ein Manifest dcr
'ont'gin' der Hovas fordere die Unterthanen auff, den Eindringlingen Widerstand 11 leisten. Das Mani est sei M Andohalo, m 9er 91656 der Hauptstadt, öffentlich verlesen und enthustthisch aufgenommen worden. Die ka_tholtschen Hovas bildeten Comités zum Schuße der Kirchen fur ben Fall des Krieges, Die norwegischen und englischen Missionare „hätten Deputationen an den Premier: Minister entsandt, der ihnen seinen Schuß zugesagt habe.
Parlamentarische Nachrichten.
Der MajoratsherrRudolf von Schlichting, Mitglied de?t Hberrenhauses, ist am 27. d. M. nach längerem Leiden ge or en.
Entscheidungen des Reichsgerichts.
Der 17. Zivilsenat des Rei s eri ts at dur Urt eil vom 17. Febrnar 1894 gusgesprochen:ch g ck b ck b Die Bettragefzu' den Kosten der ersten Einri tung einer Strgße, Be esttgung, Pflasterung 2c., zu welchen d 9 Be- sitzer der anliegendenGrundstucke nacb § 15 des preußischen Geseßes vom 2. Juli 1875 durch Ortsstatut verpfticbtet werden können, ge- Yören zu,den offentlichen Gemeindelasten; über die Ver- indlicbkett zur Entrichtung dieser Beiträge findet demnach im Gebiet des Preuß. Allg. Landrechts der Rechtsweg nicht statt vielmehr findet für die Klage des 2," den Beiträ en herangezogenen Ädjazenten egen die Gemeinde (zuf «1nerkennnng Heiner Nichtverbindlichkeit zur ntrichtung von Beiträgen oder auf Herausgabe der einge ogenen Beiträ € das VerwaltungsstreitveYabren statt. ben'o- wenig nd für die Klage des infolge der5 ericbtigun der Beiträge aus den Kaufgeldern des subbastierten Grundxtücks mt seiner ypo- tbekenforderung ganz oder theilweise auSge allencn Gläub gers
egen die Gemeinde die ordentlichen Gerichte zuständi violme r. Sat dieser ebenfalls bei den “Verwaltungsgericbten scinexx? Ansprukh auf Heraus abe des Crbobenen gxltend zu machen.
In Erg nzun dieser Entscheidung hat der 17. Zivilsenat des Reichsgerichts, durcb Urtbeil vom 22. September 1894, n Bezu auf eine andere ähnliche Streitsacbe ausgesprochen, das; die ordentßichen Gerichte zwar nicht für die ,Klqge d_es ausgefallenen Gläu- bigers geZen die Gemxmde, insoweit sie dureh Bestreiten der Forderuna brer Veritat oder ihrem Betrage nach begründet wird, zuständig sind, „daß aber der ausgefa1iene Gläubiger wobl vor den ordentlichen Gerrebtßn geßen die Gemeinde klagen kann, wenn die Klage nicht genen die Richtig eit der Veranlagung, sondern gegen den dinglichen Cbaraktser der ?ldxazentenbeitrage, ge en das bean- spruchte Vorrecht dieser Beitr ge in der Sub aftation vor den eingetragenen den Einwand der ilgung der veranlagten Last, der Verjährung begründet wird. ,Die Frage, ob aucb der Besißnackpfolaer füx die Entrichtung der dem Vorbesiver ge enüber veranlagten Beitrage mit dem Grundstück baftst, die Abga e also einen dinglichen Charakter an fich trägt, ist dem Rechtswege nicbt eni- zogen, da dieselbe nirgends den Verwaltunqsbebörden oder den Ver. waltungsgericbten, namentlich auch nicht durch § 18 des Zuständi keits- ßeseßxs, vorbehaltén ist. Dasselbe gist von der Frage, obdcn21n1ieger-
eatragen an sich ein Realrecbt und in der Subhastation das Vorrecht des § 28 des Gese es vom 13. Juli 1883 zukommt. - Die Be- bauptunsg, daß die tadtgemeinde die Baulastkosten bereits erhalten habe, it ais Einwand der Tilgung der veranlagten Last ebenfalls der Entscheidung im Rechtswege unterworfen. Dasselbe gilt von dem Widerspruchsgrund dxr Verjabrung. Endlich kann auch der aus einer_angeblichxn Saumniß der Beklagten bei Einziehung der gegen den fruhersn Eilgentbümer ausgeschriebenen Last entnommene Nexbtsbebelf der ncbter ichn Entscheidung nicht entzogen werden. Die Klagerm Hat aber. ihren „Widerspruch gxgen die Forderung der Be- klagten nicht'auf diese speziellen Gründe beschränkt, vielmebr schon in der Klage die oxderung der Beklagten schlechthin aucb ibrem Be- trage nach be txtttxn und anch in der Berufungsinstanz ausdrücklich erklart, daß schließ11ch qucb die Verität der liquidierten Forderung der beklagten Stadtgemeinde bestritten werde. Hierin liegt die Be- bauptung der Unrichtigkeit der dem Liquidat der Beklagten zu Grunde liegenden Veranlagung, und es kommt insoweit der in der Entscheidung (2118/9113 Februar 1894 angenommene Grundsaß zur Anwendung.“
Entscheidungen des Ober-Vertvaltnngsgerithts.
Dte Polizeibehörde ist, nach einem Urtbeil des Ober- VerwaitungsHLrickÜs, 1. Senats, vom 3. April 1894, nicbt befugt, bon den Vor tebsrn eines szreins, welcher eine Einwirkung auf offentliche Angslegenbcrten nicbt bezweckt, die Einreichung der Sta- tuten des Vereins und des Mitgliederverzeichniskes und die Anzeige Von Ort und'Zeti der Vsreinsversammlungen ediglich deshalb zu verlangen, We'll .sie mit Rücksicht auf den politiscben Parteicbarakter der Vereinsnntglteder annimmt, das; der Verein unter dem Deck- mantel oder unter, Mi brauch bis für nicbtpolitische Vereine Zeltendcn _Rccbts knie inwirkung auf öffLntlicbe Angelegen-
eiten nicht ausschließen Werde. -- Ein geselliger Verein .,Freundsckoaft“ wurde Von 23 Personen in Danzig gegründet, und der Ttsch1exM. wurde'zu dessen Vorsißendem aewäblt. Die Polizei- Dtrxktwn forderte hierauf den 'M. auf, ein Mitgliederverzeicbniß ein- zu'retcbcn und Ort und Zett der Vereinsversammlungen anzu- zet en. , Als dieser Yusiordernn keine Folge geleistet wurde, wieder- bo tc dte_Polizet-Direktton die ' ufforderung unter Strafandrobun en. Gegen diese Auffordernngen und Strafandrohungen erbob M. e- schwerde, da der Verein mcht„unter das Vereinsgeseß falle. DieVesebwerde wurde vom Regierungs-Prafidenten und ebenso die weitere Beschwerde vom O_ber-Prasidenten mit folgender Begründung zurückgewiesen: war unterlagen dem §_2 des Vereinsßeseßes Vom 1.1. März 1850 lediglich solche Vcretnß, die eine Einwir ung auf öffentlicbe Angelegenbeiten bezwecken, wahrend der borlie ende nach seinem Statut nur die' Förderung der Geselligkeit er trebe. Da indeß seine Mitglieder weskntlich oder ausschließlich einer bestimmten volitiscben Partei - der fozialdemokratischen - angxbörten, als den Ort ihrer Zusammen- künfte auch das für nike sozraldemokratisch€n Versammlungen der Stadt benuZte Lokal angegeben hätten, so lä kn ansieicbende, auf tbatsäch1ichen Vorgängen beruhende Momente ?ür dsn Verdacht der
olizei bor, daß der Verein unter dem Dkckmantel oder unter Miß- rauck) des für nicbtpolitische Vereine geltsnden Rechts eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten nicht ausschließen werde. Im Intcreffe der Aufrechterhaltung 'der Sicherheit und Ordnun i§ 10 11 17 des A. L.-R) erscheine die Polizei daher befugt, durcb Einforderung des Mitgliederberzeicbnisses und Angabe der Vt'rsamm- lungszeiten und -Orte fich die nötbigen Handbabkn zur Feststellung, ob und inwieweit jener Verdacht zutreffe, zu beschaffen. _ Gegen diesen Bescheid erbob M. Kings, und das Ober-Verwaitungsgericbt erkannte auf Außerkraftsetzung dsr Polizeilichen Aufforderungen und Strafandrohungen, indcm es begründend ausführte:
„Das Vereinsgesetz vom 11. März 1850 verpflichtet in den §§ 2 und 13 zur Anzeige über Statut, Mitglieder und Versamm- lun an bei Strafe die Leiter nur solcher Vereine, Welche eine Em- wikJUtig auf öffentliche Angelegenheiten bezweckc-n. Neben diesem Vk'k- bieten vielfach Polizeiberordnungcn bei Strafe sowohl Einzklpersonen als Vereinen die ungeneH-ni te Vsranstaltung öffentlicher Tanzlusibax- keiten. Ist ein Verein der Zuwiderhandlung gegen eine solche Polizei- verordnung verdächtig, so hat die Polizei das Re t, zu dMn Ver- bütung einzuschrciten und zu diesem Zwecke eine .luskunit über die Mitglieder Ic. von dem Leiter des Vereins selbst dgnn zu erfordern, wenn der Verein zu dieser Anzeige nick)! kraft des Vereinsgessßks verpflichtet sein mag; denn das Einschreitsn ist nicht wegen _der Ausübung des Vereins- rechts und aus dem Vereins esetz, sondern wegen der Vkranstaltnng der Lustbarkeiten und aus An aß der Polizeivewrdnung erfolgt. Diese Erwägungen treffen 'edocb nicht zu auf _den vorliegenden Fall, in welchem die Polizei iZ]: Einschreiten aus keinem, von dem be ondexen Vereins- und Versammlungsrecbt unabhangigen Grunde gerechtfertigt, sondern aus dsm Vereinsgeseß selbst abgeleitet bat. Durch dtkse Spezialnorm sind jedoch die generellxn, aus dem §.10 11 17 21. LM. zu entnebmsnden Befugnisse der Polizei, gegen Getabrdung der öffent- 1ich8n Sicherheit und Ordnung Anordnungen zu treffen, naber ?eregelt und enger begrénzt bezüglich solcher Störungen welcbe ledi lch „aus der Thatsache dcs Zusammenscbließens mehrerer Personen in * ereine'n oder zu Versammlun en entspringen (im Gegensas zu Störungen. die daraus entstehen, daZ die so zusammengetretenen Personen andere, dem SchH der Polizei anvertraute öffentliche Inter? en gefäbrden). Nach §§ 2 und 13 VereinSgesXes sind ferner zu der ier erforderten Anzeige die Vereinsleiter bei trafe nur unter der Bedin ung ver- kfiichtet, daß der Verein eine Einwirkung auf öffentliche ngelegen-
eiten (statutarisch oder tbatfäcblich) bezweckt. Da dies vom Kluger bestritten und vom Beklagten nicht behauptet ist, so besteht mangels des Eintritts der Bedingung die hier erzwungene Pflicht des Klagers nicht unmittelbar kraft des VereinSgeseße's .. . . Nun ist zwar die Polizei vermöge ihrer Pfticht zur Verhütung von Strax tbaten weifellos zur Beaufsichtigung und Ueberwachung allex an der ni 1 unter den § 2 des (Heießes fallenden Vereine ermacbtigt' aber wxnn selbst die dieser Pflicht korrelate Befugnis; der Polizei unterschiedslos bis zur positiven Anordnun .des Verbots der Yandlung. oder der Unterlaffun , die für strafbar er lärt sind, auözude nen sein möchte, so ist es do 'edenfaUs-nicht zulässig, eine Handlung (bier die Anzeige), „deren Unter assung nur bei Eintritt einer Bedingung (hier der Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten) strafbar wird, schon. eher durch posixive Anordnung zu er wingen als die Bedingung that- xach1ich erfüllt ist und als die an si erlaubt
trafbar werden kann.“ (1 370.)
___-.___.
orderungen sicb richtet oder durch-
e Unterlassung überhaupt“
Slatistik uud Volkswirthslhaft.
, ., , Auswärtiker Handel. Das vom .Kalserliéien Statis ischen Amt herausgegebene Oktober- beft der ,Monatlicben " weise über den auswärtigen Handel des deutschen Zongebie'ts“ scbli t mit einer Einfuhr von 30 908 347 (100 kg) im Monat Oktober 1894 gegen 28169619 100 kg) des gleichen VorjahrSmonats ab"; es wurden also im Oktober 1894: 2738 728 (100) kg mebr eingefuhrt, darunter 1 297782 (100) kg mehr an Getreide und landwirthschaft- lichen Erzeugnissen. ' „ Die Gesammteinfubr betrug in den Monaten Januar bis Oktober inkl, des Jahres 1894 und 1893: 1894: 266 699 944 (100) kg, 1893: 247551897 (100) kJ, also 1894: 19 148047 (100) ](7 mehr, „_ darunter 11117930 (100) kg mehr an etreide und landwntbschaft- lichen Erzeugnissen. - “ Die Ausfubr betrua in dem Monat Oktober des Jahres 1894: 22 770 424 (100) kg, 1893: 20 615 641 (100) kJ, also um . 2154783 (100) kg “im Oktober 1894 „mehr. Die Gesammtausfubr ergab im Januar bis Oktober inkl. des
Iabrss 1894: 186 388650 (100) )J, 1893: 173 233 580 (100) kg, also um 13155070 100) ](J in den 10 Monaten des Jahres 1894 mehr. _ , '
Die Mehrausfubr an Getreide und landwirtbscbaftlichen Erzeug- niffen des Iabr€s1894 beträgt 974012 (100)1xg und die Netto- Mebreinfubr hieran berechnet sich auf 10143921 (100)1chg, Der Hauptantbeil der Mehrausfuhr Entfällt auf Eisen und Eisenwaaren (1855168 (100) ](Z), Erden und Erz? (2477158 (100 kg), Steine (1 010 477 (100) 19,7) und Koblkn ( 5 040 047 (100) kg). Die Minder- ausfubr entfällt vorzugsweise auf Baumon-, Leinen-, Seiden- und Wollwaaren, Papier, Viel). ___
Zur Arbeiterbewegung.
Aus Bielefeld wird dem „Vorwärts' zum Ausstnnd dcr Seibenweber berichtet, das; dsr Vorfißende des dortigen Ge- werbegcricbts von 13611 Ausständigen um Vermijtlung angegangen worden ist; die Ausftändigen wurdén anfgcfordert, den Antrag_1eder einzeln mit zu unterzeichnen. - Die Schererinnen _der Firma De'iius, etwa 20 an der Zahl, forderten Erhöhung ihres Lobus. Die Firma bewilligte etwa 20% Lohnerböburig. '
In Ansbach “Haben die! sozialdemokratiscben' Arbextsr, besonders die Former über die Eisengießerei und Maschinßnfabrik bon Karl Bahä mann wegen Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber die Sperre Okt“ ngt.
Kunst und Wiffensckxast.
Zum vierten Male hat auf Veranlassung des Kaiserlichen Archäologischen Instituts ein Kursus zur Anschauung antiker Kunst in Italien für Gymnasiallehrer des Reichs stattgefimdcn. ' _
_ Es nahmen *21 Herren daran theil: sechs aus Preußen,
16 zwei aus Bayern, Württemberg, Sachsen und dem Rei :
lande, je einer aus Baden, Hessen, Sa sen-Coburg-Go a,
F.?)wxrzburg:Sondershausen, Reuß j. L., „ippe-Detmold und u e .
Der Kursus währte im ganzen volle fünf Wochen, vom 3. Oktober bis 8. November. Er begann mit zwei Tagen in Florenz unter „Führung des Ersten Sekretars des Instituts in * om, Herrn Professors Petersen. Auf der Fahrt von Florenz nach Rom wurde, um der etruskischen Alterthümer miklen, *ein Kalt in Orvieto gemacht. Ueber drei Wochen wurden sodann
om gewidmet, in der Weise, daß zwischendurch freie Zeiten, auch ganze Tage, den Hsrrcn Theilnehmern ur freien Ver- wendung gelassen waren, sonst nach einem vorhc'r estgescéten Pro- eramm die färben Alterthumsforscher wichtigsten Oert ichkeiten,
nuten und Sammlungen besucht wurden, wobei beide Sekretare des Instituts, die Heéren Petersen und Hülsen, in der Führung abtvechfelten. Zwei Sonntage waren AUs: flügoen nack) Tivoli und Tusculum gewidmet. Am 31. Oktober fan die Weiterfahrt nach Pompeji statt, wo Herr Profe or Mau dreiTage lang die Besichtigung leitete. Am 4. Novem cr wurden unter Führung des „Herrn Petersen die griechischen Ruinen von Paestum besucht, am 5. der Vesuv bestiegen. Den Sch1uß machUten drei Taqe in Neapel, wo das National; Museum UZM Fuhrung der Herren Petersen und Mau reichsn Stoff zur * etrachtung bot.
Lemd- und Forstwirthsthast.
, Aus Trier wird berichtet: Von besonderem Einfluß fiir die ““kleinen Winzer wird, wie zudcrfichtlicb erwartet werden darf, die Thattgkeix der_hiefigen, Von der Provinz errichteten Weinbauscbulc sem die insbesondere darauf berechnet ist, die kleineren Weinbergsbefiyer über (1118 Fortschritte auf dem Gebist des Weinbaues zu belehren. Die_ Schule konnte in diesem Iabxe auf das erste Jahr der Tbatigkcit zurückblicken und mit Be- friedtgung festsiegen, daß nicht ohne Erfolg in derselben gearbeitet wordxn ist. I)ie zahlreichen Nkuanmcldungen zur Aufnahme geben zugleich die Bnrgscbaft, daß die Einrichtung 1ch xascb in den Kreisen der weinbautxetbenden Bevölkerung eingelebt at.
GesundheiéZivesen, Thierkrankheiten nnd Absperrungs- Maßregeln.
Spanien.
ZOurcb ministerielle Verordnung vom 23. d. M. ist die gegen Herkunfxe bon Adrianopcl angeordnete dreitägi ? Beobachtungs- 7uarantane unter den üblécben Bedingungen au? eboben worden. Vergl. „R.-Anz.“ Nr. 220 vöm 18. September 12. Y.) '
ruguay
Durch Verfügaina der Regierung zu Montevideo vom 31. 1). M. find die Häfen don Bremen und Hamburg. für rein von Cholera er- klärt wvrden." Infolgedessen werden die seit dem 13. d. M. aus den enannten Hafen abgegangenen Schiffe in Uruguay wieder zu freiem 5 erkebr lzugelaßen. Die „übngen Häfen Deut ch1ands geLten noch Weiter a s cho eraberdacbtig. (Vergl. ,R.- nz.“ Nr. 224 Vom 22. September d. I.)
Cbolera.
Deutsches Reich. In der Woche vom 19. bis 26. November Mittags wurden, wie m den „Veröffentlicbun en des Kaiserlichen Ge- sundheitsamts" mit etbeilt wird, im Wei s el ebiet 9 Erkran- kungen 2 Todesfä e) in Tollemit, Landkreis Elb ng, gemeldet, vom 18. bis 4. November in Oberschlesien 4 (1) in zwei Orten des
Kreises Kattoin Belgien. 11 der Provinz Lüttich Wurden vom 4. bis 10.No-
„vember 4 Todesfäüe, in der Provinz Limburg deren 3 (davon 2 in
Alken und 1 in Houppertingen), in der Provinz Luxemburg 1 (in St. Hubert) angezeigt. Ru land. Dem Medizinal-Departement wurden bis zum 10. November folgende weitere Erkrankungen und Todesfälle an- ?ezeigt: „Warschau vom 21./10. bis 27./10. 14 bezw. 7, Kalisch vom 4./10. bis 27./10. 13 bezw. 9, Petrikau vom 14./10. bis 3./11. 25 bezw. 25, Kowno vom 14./10. bis 3./11. 72 bezw. 21, Kurland vom 7./10. bis 27./10. 104 bezw. 52. Livland vom 14./10. bis 20./10. 4 bezw. 2, Wilna vom 14./10. bis .I./11. 73 bezw. 28, Lublin vom
7./10. bis 20-/10. 92 bezw. 46, Wolhynien vom 14./10. bis 27./10. 24 bezw. 12, Podolien vom 21./10. bis 3./11. 804 bezw. 379, Bessarabien vom 14./10. bis 27./10. 141 bezw. 57, Taurien vom 21./10. bis 27./10. 14 bezw. 8, Cberson vom 21./10. bis 3./11. 19 bezw. 8, ?oltawa vom 21./ 0. bis 27./10. 4 bezw. 1, Kiew vom 14./10. bis ./11. 138 bezw. , Tschernigow vom 14./10. bis 27./10. 11 bezw. 3, Minsk vom 21./10. bis 3./11.- 16 bezw. 5, Witebsk vom 21./10. bis 3./11 36 bezw. 23, Archangel vom 7./10. bis 27./10. 232 bezw. 79, Jaroslaw vom 21./10. bis 3./11. 10 bezw. 7, Rjäsan vom 21./10. bis 27./10 3 bezw. 2, Iekaterinosiaw vom 13./10. bis 27./10. 17 bezw. 13, Tiflis vom 14./10, bis 27./10. 8 bezw. 2, Baku vom 21./10. bis 27./10. 3 bezw. 1, Astracban vom 7./10. bis 20./10. 3 bezw. 3, Saratow vom 14./10. bis 3./11. 43 bezw..22, Tambow vom “14./10. bis 3./11. 11 bezw. 6, Ssamara vom 21./10. bis 27./10 3 bezw. 0, Simbirsk vom 14./10. bis 27./10. 15 bezw. 6, Kasan vom 14./10. bis 20./10. 1 bezw. 1, Perm vom 14./10. bis 27 ./10. 90 bezw. 49. Der „Regierunas-Anzeiger' vom 18. No- dember enthält folgende Bekanntmachung des Medizinal-Departetnents : „In Anbetracht des völli en Erlöschens der Cbolera-Epidemie in den Gouvernements War (bau und Kasan (seit dem 21. kaober), Rjäs an und Ssamara (seit dem 24. Oktober) bat der Minister des Innern verfügt, diese Goudernements für cholerafrei zu er- klären.“ Nach neueren amtlichen Mittheilunaen ereigneten sich m den Gouvernements Petrikau vom 10. bis 18. November 16 Erkran- kungen (7 Todesfälle), Lublin vom 9. bis 17. November 14 (3).
Türkei. Im Vilajet FudaVendkjar erkrankten amtlichen Macbrichten zufolge vom 1. is 11. November 42 (es starben 30) Per onen, im Sandschak bon Ismid vom 4. bis 11. November 24 (9), im Vilajet A1din am 7. November 1 (--). In der Stadt Diarbekir im leicbnamigen Vilajet ist die Chole'ra, anscheinend infolge einer Einscheppung aus Arabkir in Armenien, aufgetreten und veranlaßte am 11. und 12. November 35 Erkrankungen und 19 Todesfälle. .
Der Gesundheitsstand in Berlin blick) in der Woche vom 11. bis 17. November ein günstiger und auch die Sterblichkeit ging auf eine selten niedrige SterblichkeitSziffLr herab; don je 1000 Em- wobnern starben, aufs Iabr berechnet, 13,5. Unter den TodeSursacbgn kamen akute Entzündungen der Atbmun sorgane in rb'emg gegen die Vorwochederänderter Zabl zum Vors ein. Sehr baufig wurden aber akute Katarrbe der Luftwege mit meist.mi1dem_ Verlauf beobachtet. Auch Erkrankungen an Grippe, die m 3 Fallen zum Tode führten, Wurden häufiger gemeldet. Seltener zsigten fiéb da egen akute Darmkrankheiten als Todssursackpsn Die Tbeil- naßme dss Säuglingsalters an der Sterblichkeit blieb eine kleine, bon je 10000 Lebenden starben aufs , Jahr berecbnckt 36 Säuglinge. »- Von den Infektionskrankbextkn kamen von Masern und Dipbtberie etwas mehr, von Scharlach fast die gleich große Zabl von Erkrankungen wie in der Vorwoche zur Anzeige und zwar wurden Erkrankungen an Masern aus Moabit, an Scharlacb aus dsr Oranienburgser Vorstadt, an Divbiberie aus derjensciti en Luisenstadt, dem Stralauer Viertel, aus Moabit, dem Wedding und beLonders aus der Rosenthaler Vorstadt in großer Zahl zuraMeldunq gebracht. Er- krankungen an Unterleibstyvbus blieben deremzelt. Erkrankungen an Kindbettfiebcr wnrden 2 bkkannt. Rosenartige Entzündungc'n des Zeügewebes der «Haut gelangten etwas bäufige'r zunärztlichen Be- obach1ung,wäbrknd Erkrankungen cm Ke'uchbusten, die ihren milden Verlauf beibc'bielten, etwas seltener beobachtet wurden. Auch Lbsu- matische Beschwerden dsr Muskeln zeigten fich nich1_ zahlrkichkr, während akute Gelenkrbcumatismen Etwas häufiger als in dcr Vor- wvcbe zur ärztlickycn Behandlung gelangten.
Handel “und Gewerbe.
Tägliche Wagengestellung Zr Koblen und KBks an der Ruhr und in berscblefien. An der Ruhr sind am 28. d. M.;;estkllt 12164, nicht recht- zeitig gestellt 54 Wagen. In Oberschlesien sind am 27. d. M. gestellt 4999, nicht r€cht- zeitig gestellt keine Wagen.
_ Zwangs-Versteigerungcn. _ Beim Königlichen Amtsgextcht „1 Berlin Banden am 27. *und 28. November die nacbbczetcbnetcn Grundstücke zur Ver-
steigerung : T r e sck () w st r a ß e 50, dem Bauunternehmer A u g. *
Ludwig gehörig; Nu ungswertb 8580 „14; fiir das Meistgebot von 13200036 wurde der potbeker Max Hes s clseld zu Charlottenburg Eigentbümer. - Mulackstraße 29/30, dem Kaufmann C. R. M. Biers chröder gehörig; Nußungswertb 8000. ..ck; für ,das Méist- ebot von 114 050 «14 ivmde der Zimmermerster W. Köhler zn iieder-Schönbausen “Ersteber. - Aufgehoben wurden die Termine Wegen der Versteigerung der nachbenannten Grundstücke: Lieben- walderstraße 32, dem Bäckermeister Carl Deckert Lszeböri . - Rostbckerstraße 27, dem Maurermeistkr (Carl ' eit aase
* gehörig.
*- Liq uidationskurse d er B erlincr Börse für Ende N o v em b er 1894. 3 0/0 Deutsche Reicbs-Anleibe 95,50, 30/0 Preuß. Konsols 95,50, Oezsterreicbiscbe Kredit-Aktien 239,50, Lombardsn 44,25,
' Franzosen 157,50, Berliner Handelsgesellf aft 152,50, Darmstädter
Bank-Aktien Mark-St. 150,00, Deuts e ank-Aftiön 169,25, Dis- konto-Kommandit-Ankbeile 205,00, Dres ner Bank 153,50, National- bank Für Deutschland 127,00, Rusfis 8 Bank xür auswärtigen «nde 117,00 Wiener an - erem 14,50, Aachen. aastri 1 74,75, Dortmund-Gronau 136,75 Lübeä-Bücbcner 147,50, ainz -Ludwigshafener 118,50, Marienburg-Mlawka 81,00, Ostpreuxiscbe Südbahn 91,50, Werrababn 59,25, Böhmische Nordba " 204,00, do. Westbahn 195,00, BUschtchrader 260,75, Kanada 5 acific 59,20, Gotthardbahn 182,50, Italienische Meridional 121,00, 0. Mittelmeer 92,00, Jura-Simplon (fond. Schwz. W.) 83,50, Oesterr.Nordwes15abn 117,00 do. Elbetbal 133,00, do. Lokal- bahn 102,50, Prince Hsmi 97,00, : uss. Südwestbabn-Aktien 70,75, Schweizer antralbabn 137,50, do. Nordbßtbahn 130 00, do. Union 94,00, Waricbau-Wikner 236,25, “Egétlyjbttcbe Aniaibe 40/0 unifiz. 104,50, Italienische 50/0 Rente 83,60, (€ ikaner 69/9 Anleihe 71,50, do. 1). 1890 70,50, OefÉcrr. 1860er Lose 152,75, Russische 40/0 KonsoLZ 102,25, do. 8061? Anl. 100,75, Russische 4 % Orient-Anleibe (11. Emission) 65,40, Türken Tony. , 25,90, Türkeu-Loofe 112,75, Türkische Tabac! 238,00, Ungartche 4 % Gold-Rente 10080, do. Kronen-Rente 94,40, Bochumer ußstabl 136,75 Kon- oli ation 176,00, Dannenbaum 102,75, under Union 60/0 amm- ioritäten 55,75, Gelsenkirchen 167,75, Gnano 131,00, Hamburg. acketfabrt-Akt. 88,00, Havpener 147,00, Hibernia 137 50, Königs- und Laurahütte 122,50, Norddeutscher Lloyd 94,00, rut Komp. 147,00, Russis e Banknoten 221,25. Heut: eramtlicber Dur s nitts- kurs für deuts 8 Fonds und EFnbabn- ktien. Amtlicher urcb- s nittskurs vom 29. d. M. "r Oesterr. Noten, Wechsel pr. ien und St. Petersburg.
"- Im Regierungsbezirk Trixr ist der Weinhandel fort- dauernd 1 bbaft geblieben. Da die Aussichten für den diesjährigen Wein dur die unaüné'tige Witterung während dsr [emen Monate berabgemindert wurden, 0 find die für 189221: und 1893 er Weine er- zielten Preise recht zufriedenftellende.
Magdeburg, 28. November. (W. T. B.) Zuckerberi t. Kornzucker exkl., von 92 % -,--, neue 960-975. omzucker ., 88 0/s Rendement 9,10-9,30, neue 9,10-9,30, Nacbprodukte exkl., 75 % Rendement 6,40-"7,25. Ruhig. Brotraffinade 1 22,25. Brot- raffinade [] . 22,00. Gem. Raffin. mit Faß 21,25-22,25. Gem. Melis 1 mit aß 20,25. Ruhig. Robzucker [. Produkt Transito f. a. B. Fam ur pr. November 9,10 Ed., 9,121 Br., vk. Dezember 9,10 bez.,
121 r., vr. Ianuar-März 9,27é Gb., 9,321: Br., pr. April- Mai 9,50 bez. n. Br. Schwach.
Es en a. d. Rubr, 28.November. (W. TB.) Der „Rhein.- Wesif. tg.“ zufolge tbeilte in der beuti en Hauptversammlung der Dortmunder Bergbau-Gesellscha t der Vorsißende mit, daß
in Berlin beute durch den Re nwalt Friedmann ur Be- seitigung der schwebenden Di eremen einen Bet
der Bedin ung, daß das Revisionsprotokoll über ihre Thätigkeit nk? chröffentli tiverde. RechtSanwalt riedmann und Rentner GüÉla seren aus dem Aufsichtskatb freiwi ig ausgeschieden. -- Die nt- lastung für 1892/93 wurde „weiter auSgesebt, diejenige für 1893/94 einstrmmi erxbeilt. Das tm Turnus ausscheidende Mitglied H. Forster- ülbetm wurde einstimmLiZ wiedergewählt.
Leipzig, 28. November. ( . T. B.) Kammzug-Termin- bandes. La Plata. Grundmuster 13 px. Dezember 2,80 pr. Januar 2,8214“, pr. Februar 2,82 .“, vr. März 2,85 „44, pr.
2,871 .“, pr. Mai 2,871 .“, yr. uni 2,90 .“, pr. Juli 2,92Z „44, pt. August 2,921: „Fi, per September 2,95 .“, per Oktober 2,97 _ „ji. Umsaß 50000 kg.
Mannbeim, 28. November. (W. T. V.) Produktenmatkt. Weizen pr. Nov. 13,90, pr. März 13,75, pr. Mai 13,75. Ro gen pr. Nov. 11,85, pr. März 11,90, pr. Mai 1190. fer pr. ov. 12,50, pr. März 12.35, pr. Mai 12,45. Mais pr. Nov. 12,40, pr. März 12,00, vr. Mai 12,00.
Bremen, 28. Nobember. (W. T. B.) Börsen-Scblußbericht. Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierun? der remer Petroleum-Börse.) Höher. Loko 5,20 bez.. Baumwo .le. Ruhiger. leand middl. loko 301 Ex. Schmalz. Fest. Wilco: 381 4x. Armour sbield 372 41- udaby 381,1, Fairbanks 30 „z. Sve . Ruhig. Short clear middl. loko _, Dezbr.-Ian.-Abladung 35.1. _ Taback. Umsaß: 118 Packen Para uay.
Pest, 28. November. (W. T. 23.) Produktenmarkt. Weizen ruhig, per Herbst 7,05 Gb., 7,06 Br., vr. Frühjahr 6,70 Gb., 6,71 Br., Roggen vr. Früh abr 5,65 (Hd., 5,66 r., Hafer vr. Früh- jahr 6,01 Ed., 6,02 Br., ais br. November 6,45 Ed., 6,50 Br., vr. Mai-Iuni 6.07 Gb., 6,09 Br. Koblraps pr. August - September 11,00 Gb., 11,10 Br. .
London, 28. November. (W. T. B.) Wollauktion. Feine WoÜe fest, andere ruhig. “
An der Küste ] Weizenladung angeboten.
960/9 Iavazucker loko 121xubig. Rüben-Robzucker [viv 9,1matt. » Cbile-Kupfer 39T, pr. 3 Monat 401.
Amsterdam, 28. November. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 51. -- Vancazinn 38.
Belgrad, 29. Nobember. (W. T. B.) Der Handels- Minister srmäcbtigte die Nationalbank, den Umlauf von Silbernoten im bisherigen Umfang aufrecht zu erhalten, um den Kreditansprücben der Handelswelt genügen zu können.
Washington, 28. Nodember. (W. T. V.), Infolge der neuen Emission befißt der Schug augenblicklich mehr als 100 Mill. Doll. (Hold.
New-York, 28. November. (28.15.23) Die Börs e eröffnete schwach, im weiteren Verlauf wurde die Haltung unregelmäßig; dcr SMF war träge. Der Umsaß der Aktien betrug 218000 Stück.
€ iz en anfangs fest, dann steigend während des ganzen Börsen- verlaufs mit wenigen Reaktionen auf Deckungen übkr den Feiertag hinaus, sowie infolge ungünstigen Wetters in den Weizen-Distrikten und auf Käufe der Hausfiers und der Baisfiers. Schluß recht fest.- 229 is isst und etwas steigend nach Eröffnung auf Deckungen, dann Reaktion auf Verkäufe und auf Zunahme der Eingänge, darauf wieder steigend auf die Festigkeit des Weizens. Schluß fest.
Der Zuckertrust beschloß, cinem hiesigen Blatt zufol e, für morgen die Schließung der Raffinerien in New-York, oston und Philadelphia, wodurch 50 000 Arbeiter zum Feiern gezwungen find. Der Schaxzmeiste'r des Syndikats weigert sich, der Nachricht zu widerspreiben oder fie zu bestätigen.
Chicago, 28.9195ember. (W. T. B.) Weizen all emxin fLst während des ganzen Börsenverlaufs auf abnehmende Ankün e tm NordMsten und auf rege Kauflust. - Mais schwächte fick) nach Er- öffnung etWas ab, später entsprechend der Festigkeit des Weizens er- holt. Schluß stetig.
Verkehrs-Anftalten.
Die Postdampfscbiffbsrbindung zwischen Kopen- bagsn und Reykjavik auf_Is1and über Granton oder Leith (Schottland) und Thorsbavn (Faröer) wird während des Iabres 1895 sich, wie folgt, gestalten: .
aus Kopenhagen 15. Januar, 1. März, 22. März'), 19. April, 16. Mai'“), 1.Iuni, 6. Juli, 28.Ju1i*), 6. August, 13.September*). 27. Ssptc'mber *), 8. November; _
in Reykjavik 28. Januar, 13. März, 14. April, 30. April, 8. Juni, 11. Juni. 16. Juli, 16. August, 19. August, 26. September, 18. Oktober, 20. November;
aus Reykjavik 3 Februar, 20. März, 21. Avril*), 13. Mai, 12. Iwni*), 2. Juli'), 24. Juli, 23. August, 28. August*), 14. Ok- tober, 24. Oktober *), 28. November;
in Kopenhagen 16,Februar, 3. April, 9. Mai, 23. Mai, 4. Juli, 23. Juli, 3219431171, 3. September, 19. September, 26. Oktober, 12. November, 11. Dezember.
' Bei den mit cinkm *) 51.-zeichneten Fabrtcn wird die Ver- bindung zwischen den Faröer und Rcvkjaoik nicht unmittelbar, sondern nach vorhergehendem Anlegen an einzelnen anderen Küstenpunktkn Islands stattfinden.
Neueren Mittheilungen zufolge ist in legien die Einfuhr
Beitwäsche mit der Post wieder gestattet, wenn diese Gegenstänke Reisenden als Reisegepäck voraus- oder nachgesandt werden. In den betreffenden Zollinbaltscrklärungen find Skndungen mit derartigem Inhalt als „Reisegepäck (b88U865)' zu bezeichnen.
Bremen, 29. November. (W.T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelidampfer .Trave' hat am 28. November Mor ens Dover passiert. Der Schnelldampfer „Adler" hat am 28. Iw- pember Morgens Lizard passiert. Der Schnelldampfer ,Saale' ift am 27. November Vormittags von New-York nach der Weser nbgegangkn. Der Reichs-Postdampfer . rinz-Regent Luitpold" ist am 27. November Nachmittags in olomboangekommen. Der Postdampser „Köln“ hat am 28. November Nachmittags die Reise von . Antwerpxn nacb Ovorto fortgesetzt. Der Postdampfer .Wittekind' ist am 28. November Nachmittags auf der Weser angekommen.
London, 28. November. (W. T. V.) Der Castle-Daupdfer „Pembroke Castle“ ist beute aas der Ausreise in Mauritius angekommen.
Theater und Musik.
Theater Unter den Linden.
Seit vorgestern Abend ist die nabe an zwanzig Mal mit bedeutendem Erfolg im Friedricb-Wilbelmstädtix enTbeater egebeneStrauß'scbe Operette ,Iabuka' (.Das Apfelet“) an dice Stelle in der un- veränderten Beseyung der ersten Aufführung übergesiedelt und bat auch hier den ungetbeilten Beifal] eines ut beichten Hauses gxfunden. Dank der großen 37151 der gWiederbolnn en bat die exakte Durchführun der Operette noch erbeincb ge- wonnen, sodaß die gef ige Musik noch kam, während das glatixre Zusammenspiel auch den guten Gesamtin- eindruck des Werks erhohte, Den Damen Collin und Cornelli sowie rrn Steiner wurde für ihre borvorragenden Mo en der leb a este Beifall Wiependet. Der Operette folgte der z &“ des bübs en Bullets , eine sebr beifällige Aufnahme.
Ko n 1 er te. “ gern gehörte Altisiin Fräulein Adel na Herms unter
des Kulenkampfftscben Frauenchors einen Liedet-Abend, ben,
die früheren AufiX-btsratHSmitgliederäZz Friedmann und Max Arendt
an* ' boten und bereits einen größeren Betrag bezahlt Kuben, nuke“: ,
von getragenen Kleidungsstücken sowie gebrauchter Leib- und -
mehr zur Wirkung *
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In der Sing-Akademie Jab am Dienstag die oft und"-
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