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neuen Steuerforderungen die Lücke zwischen Ueberweisungen und Matrikularbeiträgen ausfüllen zu können. Wartet man aber ab, bis diese Spannung eine sehr große ist, dann befürchte ich, meine Herren, werden wir zu einer Finanzreform nie mehr kommen, weil es nicht möglich sein wird, obne sebr tiefgreifende, einschneidende Steuer- maßregeln die Summe noch zu beschaffen, die nothwendig ist, um einerseits die Spannung zwischen Matrikularbeiträgen und Ueber- weisungen auszufüllen und andererseits einmal mit einer Schuldentilgung zu beginnen. Die verbündeten Regierungen geben sich der Hoffnung bin, daß Sie bei der sachlichen Prüfung des (Statt; sich diesen Gesichts- punkten nicht verschließen Werden. (Bravo! rechts.)
Abg. ])1'. Bachem (Zenta); Aus der Vergangenheit dss Reishs- kanzlers werden wir keine Schlüsse auf die jeßige Stellung des Reichskanzlers ziehen, auch wenn wir nicht aus seiner Thätigkeit als Statthalter von Elsaß-Lothringen folgern müßten, daf; er mit Schonung den religiösen Fragen gegenüber Verfahren ist. Wir haben gegenüber den materiellen Bestrebungen der Regierungen troß aller Angriffe, die gegen uns gemacht wurden, es bersianden, uns volle Objektivität zu bswabrcn. Wir wünschen, da wir in Zukunft in demselbrn Sinne positiv friedfertig mit der egirrung zusammen- wirken könnkn wie bisher. Ick zweifle nicht, daß die Tbaten drn freundlichen Worten des Reichskanzlers Entsprechen werden; dann soÜ es an uns nicht fehlen. Aber wir bitten, daraus nicht Folgerungen berzuleitcn, daß wir im Budget minder sparsam sein werden, und daß wir gewiffen Bestrebungen mehr entgegenkommen sollts", als es nach grwiffenbafter Ueberlegung unier den brutigen Verhältnissen zu Verantworten isi. Die Ausführungen des Sjaatssrkretärs babsi: gezrigt, daß die Finanzkunst der Budgetkommisfion doch nicht ohne Erfolg gewesen ist; die Thatsachen haben die Erwartung dcr Budgetkommisfion noch übertroffen, dknn die Einnabmrn find noch höher ausgefalien, als man annahm, und für m?uc Steuern [irgt gar krin Grund Vor; 813 ist also krin Grund, anzunrbmen, daß der Reichstag jrßt we'niger wider- siandsfäbig gegenüber neurn Struck" sein wird. Die Steurrn, welche ohne wirtbschaftlicbe Nachtbeile eingeführt werden könnrn, sind erschöpft. Die Aufgabe der Budgetkommission wird 96 also sein, den “Etat obne jede Rücksicht auf neue Steuern zu bilanzierxn. Grgen- übrr drr Tabackstcuer nehmen wir ganz genau denselben Stand- punkt ein wie früber, und wir boffkn, das; die Vudgetkonimissron so arbeiten wird, um das Defizit Verschwinden zu [affrrr Fkikiliüb, wcnn bei drr Militärderwaltung aUein 12-1 Millionen Etatsüberschreitung eintrrtrn, was mißt dann drr Budgeikommisfion das Streichen dsr AuGgaben? War es denn nicht möglich, dazu dir brsondere Grueb- migung des Reichstags einzuboicn? War es nöthig, zwsi Schiffe ohne writeres zu bauen, ohne die Genehmigung des Rriciystags abzuwartrn? Die Schuld trifft allerdings auck) zum rhei! dsn Rsickzstag und die Rechgungskommisfion, derrn Arbeitrn aller- dings Vom Rcichstag selbst srbr wrnig brachiet worden sind, sodaß das läbmcnd auf dir Nrchnungskommisfion wirken muß. Wsnn man sieht, wie schnrli man in der R€chnungskdmmifsion iiber Millionen Ent- scheidet, dann muß man sagen, die Budgetkommisfion wird Von drr Rechnungskdmmisfion nicht genügend i_mtrrstützt. In Bezug auf die Finanzrrform ist ein Wunsch diesrs „Hause"s _brrückstchtigt wordén; die Thronrrde dcrzickytc't aufdie pofitivr Usbsrweiyxing größcrsr Summen an die' Einzelstaaten, Das Hans könnte also in Bezug auf die) andcren Punkte der Rigirrung entgegenkommen, (1er das kann ich sagem: an drr Klausel Franckrnstrin deen wir nichi grrütteli wissen. Solange die Klausel Franckknstein guts Jahre bracht€, Waren die Einzelstaatsn zufric'den; sic fangen Erst jeßt an zu tadrln, wo die schlechten Jahre kommen. Das ist_ aber noch kein Beweis für die Fehlerhaftigkeit der Klausel. Muß man mit der Bssckyaffung der großen Schießpläße in so schnellem Tempo Vorgehen, wie 823 Vor- gesch1agrn ist? Man schafft ja nicht Einmal Uebungspläße don nor- maler Größe und wird also im nächsten Jahre mit weiterren Millionenforderungrn kommen. Die Gerüchte über die Verdoiiständigung drr Halbbataiüone scheincn Übring nichr so leer zu sein, wie man rs darznstelirn beliebte; es wird gat sein, wenn die Régicrungen karübrr Eine Erklärung abgrbcn. Bezüg- lich der Marins will dir Reichörrgierung Eine große? Offcnsivflotte schaffen, der Rrichstag will nur eine gute Vrrtheidigung dcr Küstrn, Weil weiten? Anfordcrungen die Finanzen dr? Rsichs Lcscbürtern würden. Das Trockendock hat der Reichstag vkrworscn, und jstzt €r1chrmt die Fordrrung für die dielrn Trockenddcks. Der Reichtag hat Spar- samkeit bei den Postgebäuden Verlangt, der Staatssekrctär fordert jeyr abrr mrbr Gelder für Bauten als friiher, während man liebsr dirGe- hältrr drr Unterbeamten Verbessern 101118. WLW] wir auch dir Kolo- nialpolitik der Régirrung aus wirthschastlichen und kulturxkirn Inter- essen untrrstüßt haben, sind wir doch nicht gcwiilt, übermäßiges (Grid dafür zu verwrnden. Wir müssen (1er Verlangrn,xdaß die Negrr auch als Menschen behandrlr werden, während :nanciyr Menschrn dirxSachc anderßbetrachtsn. Wir müssen die Neger auf cinr böbrre Kultur- stufe bebrn und nicht ihre niedere Kulturstsufe in unserrm Intsreffe auSnutzrn, drsbalb smd besonders diE Misfidnen, die katholischen und protsstantischen, zu unirrstüßen. Deren Wirksamkeit wird abrr grschädigt durch ein solcbrs Verhalten dsr Koidnialbramten, wir Es [rider festgrsirüt wwrden ist. Troy aller Sparsamkeit muß aber dafür grsorgt werdén, daß die Quartirrleistunxxrn d€r Gcmcindrn erleicht€rt we'rden; denn die Vrrgiitungssäße dafür „reichrn durchaus nicht bin, um die wirklichrn Lristungrn zu Entschadigrn. Rcdnar tritt für die Verbesserung der Gehälter der Untcérbcamten ein und erinnert drn Reichstag daran, daß er auch seiner cigenrn Untrr- beamten gedenken mögr. Auf die Umsturzvorlage will Redncr nicht eingehen; er Weist nur darauf hin, daß man den Sozialdemokrafrn gegenüber den Weg der Auönabmegcseße verläßt, während man ihn dem Zrntrum gegeniiber beibehält. Wenn man dic Redemptoristen ereinlä“t, dann kann man auch die anderen Jesuitrn bereiniassen. bre Tßäii krit in den Kolonien hat man anerkannt, warum läßt man sie in rutschiand nicht zu? Sind die Druisckycn nicht dkrselben Woblthätigkeit würdig wie die Brwobner der Kolonirn? Erfreulich ist es, daß die derbündeten Regierungen drr Auswncherung drr Ge- treide bauendrn Bevölkerung durch die Börse entgegentreten woÜen; hoffentlich kommt die Börsenreform bald _zu stande, Ein von dem Abg. Richter gestellter Vertagungsantrag wird um 3 Uhr 25 Minuten abgelehnt. Abg. Richter (fr. Volkßp.): Ich kann den ßnanzpolitisÖrn Ausführungen des Vorredners nur unbedingt bristimmen. Die Thronrede verzichtet auf die Ueberweisungcn an die Einzelstaaten; diess“ Ueberrveisungen waren ja auch nur bestimmt, um die Wein- teuer, den Fracht- und Quittungsstempel u. s. w. zu begründen. ber diese Steuern hättet) nicht einmal auf sine erhebliche Minderheit zu rechnen. Aus neue Steuern können wir uns nicht einlassen, noch Weniger könnrn wir uns auf dir organischr Finanz- reform einlassen, welche die Rexchsfinanzrn und die Finanzen der Einzelstaaten festlegt. Wir halten es nicht für richtig, dem BundeSratl) das praktische Interesse zu rauben, die Ausgabr-Etats des Reiches sparsam zu gestalten; wir würden darin auch eine Schwächung des Einnahmebewiüigungsrechts des Reichstags erblicken. Die Probe bezüglich der qunzgebabrung des dorigen Jahres ist Zlänzend zu Gunsten des Rerchstags auSgEfallrn, die Thatsachen
aben den Reichs-Scha srkretär im Stich gelassen. Die Steuer--
bewilligun en find erst im aiin Kraftgstretrn und troxzdem ist das Ziel erreicht. ie Ykatrikularbeitrage übertrcfskn die: Uebrrwrisungen nicht, an keiner Stelle sind die Einnahmen hinter den Mrbransäßen des Reichstags zurückgeblieben, die Aus aben haben die ermäßigten Ansäße nicht überschritten. Den Uebcrs u? der eigenen Verwaltung des Reichs schlägt der Staatssekretär au 5„Mil1ionen Mark an; wenn wir neue Steuern bewiüigt batten, hatte man den Einzelstaaten 75 Millionen über die Matrikularbeiträae hinaus in den Schoß eworfen. Da der Ertrag von 33 MiÜionen, um welchen die
atrikularbeitrage die Ueberweixungen übertreffen, gerade mit dem Ertrag der Tabackteurr übereinf immt, mag ein Zufal] sein; aber ein komischer Zusa ist ck jedenfalls. " Man hat die Zolleinnabmen nicht kböher, sondern niedriger geschätzt; man hat die dreijährige
aktion da angewandt, wo die zweijährige, einen Mehrertrag ergeben ätt . Erforderlich ist allerdings die Vermmderun des Anleibebetrages um 74 Millionen Mark, aber warum soll eine olche Verminderung in einem einzigen Jahre herbeigexübrt werden? Warum werden die außerordentlichen Außgaben so er eblicb erhöht!), Der Vorredner bat schon auf den Ankauf der Uebungspläßx btpgewiesen; die Forderun en für Kasernenbauten sind höher als m LZedern früheren Jahre; ?ür nicht weniger als 25 Kasernen find erste anraten gefordert; mit der neuenHeeresvermebrung hängt das nicht zusammen., denn es wurde ge- sagt, daß diesem Bedürfnisse im Laufe pon zwapztg Jahren Rechnung etragen werden könne. Für die Viartne schreibt man 2? MiUionen
ark mrhr den ordentlichen Einnahme_n zur Last, bloß weil man die Tabacksteuer begründen wilL. Der chcbskanzler hat_ Von einer Er- weiterung drr Kreuzerflotte gejprocben. Das ist em Zugeständniß dafür, daß man über den 7 lotkenylan binauSgebt. Früher vorlangte man für den überseeischen ienft klsine Panzerfahrzeztge, jsizt handrlt es sich um roße, kostspielige Fahrzeuge, und zwar nicht mehr um ein AdmiralschiZ, ondern mn eine ganze Flotte Von Kreuzern. Wenn die Flotte bisher unsere Angehörigen bat schützen können, warum dann der Drang nach neuen Schiffen? Eine solche Flotte würde eine Schwächung der Wehrkras't unserer heimischen Küsten bedeuten. In dsn [6131811 1165811 Jahren haben fick) die daurrnden Auögabrnt der Marine um nicht weniger als 40 0/0 erhöbt; das muß Vorsichtt triarhrn in Bezug auf die Weiteren BewiÜi ungen. Die AusfÜZrlichkett drs KapiTels der Rede des Rei skanzlers Über dir Kolonialpolitik schien mir nicht im Verhältniß zu stehen zu der Bkdeutung der Kolonieen. Wenn die Kolonialpolitik wirklich das Einigungsband für Deutschland wäre, dann müßte rs mir der deutscbrn Einigkrif sehr schlecht brstellt skin. Drr internationaie Wetibewrrb ist lange Vor jeder Kolonialpolitik vorhanden gewrsen und Vortbrile Hat dir Kolonialpolitik nrch nicht gebracht, sondern Störungen und erluste; wir haben keine Absaygcbirte (165301111611, sondern Zuschü11e zu leisten grbabt, höchstens haben wir eintgc Affrswrrn unter- gebracht. Drutscbe Arbeite'r könnrn in dri] Kolonierrx nicht lrbcn. Gerade in diesem Jahre wrrden die Zuschüs1€ zii den K'olonicsn um 40 0/0 erböbt wrrdrn. Die Kulturmission in Afrika soÜtc'. man jetzt nicht bc'sonders Herdorbebrn. Das Zrntrum soUte Vom Standpunkt der Missionen fich iibcrlegsn, ob es noch mehr Geld als bisbrr für die' Kolonirrn außgrben wiil. Habrn _wir Geld übrig, so ist Es besskr für deutsch Bramte, als für Afrika zu dcrwmtden. Der frühere Rrichskanzler Graf Caprivi batte darin Rscht: Je wrnigcr Afrika, desto brffer fiir Dmitschland. Der Reichs-Sckyaßsrfrrtär drrwirs auf die schwankenden Cinnabmrn und Airsgabcn. Wartrn wir das doch erst ab; Warum sollen wir de'nn sciwn jrizt zur Tabacifabrikat- steurr übergrhrri, wrlche dir minde'r woblhabcnden Kiaffrri trifft? Während die Thronrch grradr Von drr Stärkung drr wirth- schaftlich Schwach€n spricht, wil! man die Tabackarbriicr schädigkn. Grradr in dsr Tabackfabrikaiidn findrn 1Wch Arbeitcr Beschäftigung, drrrn Kräfte für andere? Arbeit nicht auLZrCichkn. Die Tabackfabrikatstcuer würds dic Unznfrirdenbrit vrrmrbrrn, umso- mehr, Weil man schon jahre1ang dir Tabackindnstrir mii dicsrn Stcxurrprojrktrn beunruhigt. Ich Habe dir Ebrr, schon 25 Jahrs dem Parlamrni anzagrbörrn, abrr ich 1111le sagen: Minisierwcibsrl, wir in diesem Hrrbstr, babr ich nicht Lrlrbt. Die Etitiassimg drs Rricbs- kanzlrrs ist ein Regirrungsakr, w61chrr di?r(§5rgenzrich1mngbrdarf. Dic Entlassung des Fiirstc'n Bisinarck und dcs Grafrn (Caprivi, sowir die BrrufunZ7 dcs (Grafcn Caprivi und ch jrxzigrn Risichskanzlrrs bat nacb ineinrignformationen der SWMSsCÜLkär Ur. Voxthrtiichlr gegan- gezeichnrt. Die Darlegung der Gründr, (ms w€lch€n sick) drr K*anzlrr- wechsel doÜzieht, ist von Brdrutung fiir dir. Volksvertrrtung. Daf; es keine Privaten Gründe waren, fondrrn poiitische, Zunfsriiri keinrm Zweifei. Graf Caprivi rrsreuis fick) drr Mchrbrif dirses strichsiags. Rednrr rekapitulirrt die Vorgänge beim KanzlerweÖsLl, wclche nach erfolgter Verständigung innerhalb 24 Stunden dic Eiitlaffimg des Kanzlers zur Folge grhabt hätten. Man sagt„ rin unxsschickrrr Zcitungs- artikel habe zu dirsem Ergebnisz geführi'. Vicilsi t ist dcr Staats- srkrrtär ])r'. don Borttickyer, Von dem dir Gegenzsickymmg berrübrf, in der Lage», iriftigrrr Gründr Vorzubringen. Drr Cbrf des Zivilkabinrfs ist ein den Ministrrn UUt-Irgrbrnrr Beamtrr, und es ist nicht riciztig, daß ein solchrr Beamtcr zwiscbe'n drr Krons und dcn Ministrrn Line Zwischrnirägrrrolie? Wirii. Das 9T€ichskanzlrramt ist mit drm MinistLr-Präfidium wirdcrum Vrrbmidrn wordmi; um so notbwsndigrr ist eine audrrwritige EnUastung drs 9Tchéichskanzicrs. Fürst Bismarck hat dir Arbrii cine Reihe yon Jabrrn br- wäliigt; abrr selbst ibm, drr in dar; Amt Hinringrwaiiysrn war, ist 86155er grwdrdcn. Es ist nnirr ibm abrr doch schließlich eine Bersumpfung drr Grsrizgrbung Eingrtrrtrti. Darübkr habrn auch die Konserdaiiden gsklaxii. Als Graf Eulrnburg das Yiinister-Präfidilrm antrat, «klärte? Lr, das; dir Vcrcinißung der Armier dir Kniff? eines 5211161111166 iibrrmäszig in Anspruöi) 11851118. Es müßen jryi Ministrr VDST Staatssrkrrtärr mit rinrr sridst- ständigrrcn Stsllung grsckyaffrn wrrden. Das ist cini: aiie Fordcrung, die noch 1889 der Abg. 1)r. Von Brniiigsrn insowrit vrrirciin hat, als er eincn brsdndrrrn Rrichs-Finanz-Ministsr Verlangté. Man Hai gesagt,manmii11€ Erst abwartrn, was drr 9T2ichskanzlcr Vorschlagrn werde. Das ist doch Line Unterschälzimg des Amts dcs ?icichs- kanzlrrsz matt crwarii't, daß die Ulbrrrragnng ch Amis sich doll- zirl)i_ auf Grund dcr politischen Vrrgangenbkit. TS): Rrichdkimzlrr Fürit zu Hobrnldbr bai sridst das Bcdürfnif; gebabi, drr Zentrumspartsi 61116 «Ewisw Brruhigumx Zu grdsn. Lider rigenilick) geben uns kirchenpolitische Fragen doch nicht viel an; die JcsUiicn- frags, di6_ Hauptfragc', hat rr gar nicht berührt. Wir [).-4ka als Außsührungcn des Reichskanzisrs die Tbronrrdc und das hrutige Programm vor uns; das [Lßtkrr vrrdirnt Um so mehr Beaciytung, als; es Vorhrr fixiert ist. Eirwn Systrm- Wechsel bat drr Reirhskanzlrr bestrittrn, aber ich kann nur sagrn: man weiß nichi, was noch Mrden mag. An der Thronredc gefällt mir wrniger was darin sirbt, ais wax“; darin nicht strht. Es ist in der Thronrrdc krin Entgrgenkdmmen grgcnübrr den Llararirrn aus- gedriickt kVOden. Graf Caprivi wgr Unser poiitisckpsr Gegnrr, abrr ohne jédrn Falsch und ohne jedr Yintc-rlist; cr wies jedes Sondrr- interesa zuriirk und drrtrar das Jntcrcssd dLI grmrinen Wohls, wis er es nach seiner Uebcrzeugnng drrstand._ Jrizi glaubrn dir Agraricr, daß ihrs Zrit grkommcn sei; Es muß iir mit Freuden erfüllt Haben, da „ein Wegnrr der HandciSdrrtragspolitik zum LandwirtbsckwstE- Ministrr brrufen wordén ist. VirUriciW ist dic Reds drs RWW- kanzlers Fürsten Hohenlohe hrute schon ein Eiitgegcnkommrn. Er meinte, die Landwirthschaft sri Vernachlässigt worden zu Gnnstcn der Industrie; das hat der Finanz-Minister Or. Miquel schon im Voriger! Jahre gesagt, und deswegen ist cs doch noch nicht wahr. Und MM 66 Wahr wärs, dann würds darin «in großer „Vorwurf für den Fürsten Bisinarck liegxn. Lirbssgaben aller Art smd dsn Landwirthen zugcfaUen, und nach drm Rücktritt des Fürsten BiEtUarck sogar dsr Erlaß der Grundsteuer, auf drn man unter BisUiarck nie zu hoffen gewagt Hatte. Drr Rrichs- kanzler Fürst Hohenlohe bar davon gesprochrn, daß man nicht an unlösbare Probleme brrantreten könne. Welche Problems: find unlösbar? Mit kleinen Mitte'ln isi den Agrariern nicbt Ledient; sie verlangen viel Geld für aÜr Artikel, welche sic: 311 ber- aufen haben. Nun sind dis Preise wegen der guten Ernte jeßt außerordsntlicb niedrig. Cine Stsigerrinc der Preise kann der Reichs- kanzler und das Reich nicht [)Lrbéisii,1'_en, ohnexdie besiizlosen Kon- sumentrn zu brlasten zu Gunsten der bcirtzrndrn Klassen. Der Bund der Landwirtbs hat erlärt, das; _er iiir erigton, Sitte und Ordnung eintritt, das ist eigentlich iribftverständlick); wer Religion hat, tritt auch dafür ein. Der Nährbodrn für die Umstnrzparteien it die Unzufriadenheit, welcbe wesentlich durch das wirtbschaftlicbc ystem des Fürsten Bisinarck vrrsia'rkt worden ist. Die Thronrede ist rhetorisch sebr schön, aber die Einleitung hätte geändert wer- den müssen; sie nimmt ich so wunderlich großartig aus gegenüber der kleinen Liste drr Mitte, welcbe vorgeschlagen werden. Graf Caprivi hat davvr gewarnt, Ykaßregeln zu ergrrifrn, welche den Eindruck einer roßen Tbatkräftigkeit machen, aber thatsäcblich nur die bürger- lichen arteien treffen. Wir haben uns Vorzusehen nicht bloß gegen- über dem Umsturz von unten, sondern auch gegenüber dem Umsturz
von oben. Der [an, durch einen cinseitigen Beschluß der Bundes,
fürsten das Rei tagswablrecht aufzuheben, ist eme Auffordemn zum Hochverrätb, zum Umsturz von oben. Graf Eulenburg bang Vorschläge gemaehx, welche weder in dem jeßtgen, noch in Linen? USU gewahlten R€tchStage durchzuseßen, gewesen_wären. Nur dukch Staatsstreich und, „ ochVerratb wären solche Plane durchzuführen ge- wesen. Der Miniter-Prafident bat nachher die Vorschläge Zurück. gezogen; er ist“ aus dem Amt geschieden; aber es ist doch selksam, daß ,ein Mann an dieser StelLe sich überhaupt zu solchen Voxschlä ln verstsbrn konnte, zu Vorschlägen, die nur hätten im Wege des Exid- bruchs durchgefübrt werden können, die? geradezu die Redolution Von unten Prodozierrn müssen; Gegen dcn Umsturz von oben haben wi Weniger Garantien als 111 andc'ren Staatrn; wir sind auf das Ver- trauen zu den leitenden Personen angewiesen., Nur Wenn die leitenden Yersonen chbt und Verfaffung zu wahrcn wissen, dann ist gedeihliches usammenwirken drrParteten und der Rrgierung mögiich.
Staatssekretär ])]: von Boetticher:
Msine Herren! Es liegt nicht in meinrr Absicht, bei der.“ vor. geriicktrn Stunde die politischen Betrachtungen und Anregungen jn ihrrm ganzen Umfang einér Erörterung zu unterziehrn. Wesbalb ich mich zum Wort grmrldet habe, dafür ist wesentlich der Umstand be, stimmrnd gewesen, das; ich das Bcdürfniß empfinde, einige that- sächliche Irrfbümcr zu berichtigrn, die der Herr Vorredner in sejngm Vortrags yorgebracht hat. Darin Hat der Herr Vorredner RW, daß ich in meiner Eigenschaft als StellderTrStLr des ReichskaanrZ sowohl dic Kaiser1ick)c Ordre, welchc! die Entlassung des GkaEn Caprivi aussprach, wie auch die Kaisrrliche Ordre, weiche den Fürficn zu Hohrniohe-Schillingsfiirst zum Nachfolger des Grafen Caprivi be- rirf, grgrngrzrichnrt [)abc. Es ist auch richtig, daß ick) im Jabre1890 dir Ordrr gégrngrzeicbnri habs, durch Miche drr Graf Caprivi zum Reichskanzler ernannt wurdr; nicht aber ist es richtig, daß ick) djs Ordre kontrafignirrt häitr, durcb w€1ch€ der Fürst BiEtnank Von feinst: Aemtsrn rntbundrn ist. (Hört, Hört!) Dirsk: Ordre ist Von drm Grafrn Caprivi g(“gengrzc'ichnet, und ich bin damals ans Griindcn, dercn Erbrtcrung nicht birrbcr grbört, von Srinrr Majrstät dcm Kaisrr don mcinrr Amtsyflichf, Kaiserliche Ordrcs zu kontrafignirrrn, für drrcn Jiibali ich hätte die Vrrant- wortung iibrrnrbmrn könnrn und miiffcn, bezüglich dirses Eriaffes knibundrn wwrdrn.
NUN [)at drr Hrrr Vorrrdnrr nach VW Gründrn gSfraai, weiche fiir dir Entlassung des Grafen Caprivi aus seinrm Amt brsiimmend gcwrsc'n wiirrn. Jcht1111ßc§ablrbnrm 1":er dirGriinde auch nur irgcnd ein Wort zu vsrlisrrn. (Srbr richtig! MWH.) Nach Art. 15 drr Verfassimq bar Skins Majrstäi drr Kaisrr das Vircht, den Rricbdkanzlcr zu bcrufrn, und jcdrr im Lande, und also auch dir Miiglirdcr ch Rcichstags babrn e'infack) dic Pflicht, VOU dirsrr (Er- nrnnunaKrnntniß zu urbmcn. (Bradl)! rrchts.) Im übrige'n, wrnn der „Herr Vorrrdnrr zwar [Wir nichr, abrr frübcr in srinrr Prkffr, die Z).)irinung ansgrsprockyrn bat, dax“; in Zwrifkl grzdgirn wrrdrn könne, ob, wrnn drr Rsichékanzlrr entlassen rvcrdr, der Strü- vrrtrcirr dcs Rriclwkanzlrrs noch ermächtigt sri, dir Entlassungs- ordre gegsnzuzeickznen, so bin ich rinigrrmaßen Erstaunt gs- wrsrn darüber, daß ein sdlch€r Zweifel übcrbaupt bat angestEÜt wrrden könnrn. Drr Satz, don wclchcm bci Aufstrilung dirscs Zwrifris ausgrgangcn wird, ist drr, daß man sagt: wcnn dcr Nrickydkanzicr anfhört, zu cxisticrrn, so hört auch der SteUd-Zrtrrter arif. Diésrr Satz ist (:er grundfalsä), dcnn nach drm Striidrr- irrtungsgrsrjz ist dir allgrmrinc Stsildrrtrrtung drs Nricbskanzirrs eine Funktion, dic der damit briraittc Béamte daurrnd zu übernrbmrn Hat, Und dirsc Funktion wird fortgrfübrt, gleichviel, 05 der Reichs- kanzirr, der dir Erxirnmmg gegsngczcickynrt Hat, im Amir bleibt oder nicht.
Endlich abrr babr ici) drm Ocrrn Vorrsdncr in Brzug aus dirjrn Punkr ndch zu sagen, das; eine Vollständigs Urbercinstimmunß“zwiicbcn Srinrr Majrstär dem Kaisrr imd drm Grafen Caprivi bczüglici; dcs AussÖCidrns deI Lryterrn brstand, sodaß ici) annabmkn darf, daß auch dcr Herr Abg. Nichtrr, wstm er 1165 an mrincr Stciic brfundcn bäitr, keinem Anstand gcndmmen [)abcn würds, dir E11t1assi1ng§ordrc durcb scim' Kontrasignatur zu driksn.
Nun, mrinr *Hrrrrn, bat drr Herr Vorrsdnrr auch von dcr Ent- lassung prrUszischrr Minister gcsprochrn. Es ist hier nicht das Forum, wo Vorgänge dicser Art, dir sich in Prrußcn abgrspislf habe“", dir Erörtrrung untrrzdgén wcrden können; ich lebnc es drsbalb ab, 11er dicse Vorgängr etwas zn sagrn. NUr daS einc wil] ich, nachdem drr Hrrr in dcr ibm eichrn schc'rziyaficn Wrist? sich 1":er die jüngsten EniTassungen prsußischsr Ministcr drrbrritrt bat, bcmrrkrn, das;, wrnn Lr drr Meinurig ist, das; es nicht dem Vcrbältniß drr Verantwortlickpkn Ministrr eniipr€che, Eröffnungsn Scinrr Mairstät des Königs durcb drn Chrf des Zidilkabincts Entgegenzunebmkn, andrrerseits es nichtdie Grjvdlwbeit prrnßischrr Minister ist, Seincr Majcstäi dem König die Formrn dorznzeichnrn, in de'nrn derK-Znig esfiir gut findkt, mit srincn Ministern zn vrrkcbrrn. (Brado! TCÖW.)
Endlich Habe? ici) noch auf die Behauptungen cin- zugrhkn, wr1che der Herr Vorredncr übcr dir [81th Siyung drs Prciißischrn Staats Ministeriums * Vor drm Kanzlkk“ jvechsc[ aufgestcllt [)at. Ick 15116 das nicht, um Zntrrna aus den Bératimngcn drs Preußischen Staats-Ministrriums mitzutbsklcn _ ich würde: mrine Pflicht verlsxzen, wenn ich das tbätr -, sOUdSk" um ihn darüber zu beruhigen, daß wedrr der Graf Eulenburg n0ch irgrnd Einer der Ministrr irgknd eins Acußerung gethan odrr 11119"? Line Parspektive cntwickelt bat, die auf die Absicht eines Staatsstreicbs hindruten könnte. JEDES Mitglied des prcußischen Staats-Ministk' riums, das den Eid auf die Verfassung geleistrt hat, wird es ablehnen- rine Pokitik zu inscenierc'n, die zum Staatsstreick) führen muß. Und wenn der Herr Vorredner die Folgerungen, die er soeben Vorgebracht hat, aus der Mittheiiung abieiten zu müssen glaubt, daß eine Aeußcrung des Grafen Caprivi dahin gebs, daß geMffe Vorschläge weder mit diesem noch mit einem anderen Reichstage zu erreichen sein würden, so muß ich sagen: We Phantasie hat ihm doch hier einen argen Streich JLsMÜ' Aus einer solchen Aeußrrung folgt dock) weiter niehts- ' als das; man prüfen soll, ob gewisse Vorschläge, wenn fie von dicsLZU Reichstag nicht angenommen werden, Vor einem künftigen REZÖZW cm besserrs Schicksal haben werden. Aber der Schritt Von einer ZM“ lösung des Reichstags und von einer Neuwahl desselben bis zu 9-7ka Staatsstreich ist doch ein so exorbitanter, daß er mit einer gewOÖk'L“ lichen Phantasie kaum zu unternehmen ist. (Heiterkeit und Bravo)
Um 5 Uhr wird dir weitere Berathung auf Mittwoch 12 Uhr vertagt.
*
„Ye? 2492.
zum Deutschen Reichsan
Zweiie Beilage riger WW Königlich Preußischen Staats-Auzriger. *
Berlin, Mittwoch, den 12. Dezember
1822.-
&
Personal-Veränderungen.
Königlich Preußische Armee.
Katholische Militär-Gristlicbc. Umvfrnbach, Divi- swns-Pfarrrr, won Mörchingrn nach MS Versetzt. Schiitly, Diviswns- farrcr, „zur Usbernahme seiner lenststLÜL in Mörcbingcn von drr ushtlfr m der katholischkn Militär-Seelsorgr birrsclbst
entbunden. Königlich Bayerische Armee.
OffiziEr-r, Portrpce .. Fädnrichc xc. Ernennungrn, Beförderungen und Vsrseßungrn. Jm Brurlanbren- stande. 30; Ndbenibkr. Dic Pr. Lts.: im Rsssrdrdcrbäänisz: Schlcg1er rm 5. „Jui. Rrgt. Großherzdg Ernst Ludwig don Hrffrn, Grail). Ingelheim gen. Echter v. u. zu I)irsprlbrunn im 5. (51365. Rrgt. Erzbrrzog Albrrcbt von Oestrrrc-ia'); in dcr Landw. ]. Ausgrboköz Frank, Bründl (1 Münchrn), Ebr- mann, Hoiiidt (Ludwigshafen), Becker (Landau), disse von der Jnianterie, Krauß (Bayrrutb) von drr Kadaiierir, Tcuffel ([ Yiünchrn) in dcr Landw. Inf. 2. Aufgsboxs, -- xn Haudiiruirii (Rittrnrisisrn); dir, Ser. Lw.: im Rescrdrvrriiäitiiiß: Heinen" rm 4. Inf. ngt. Köiiig Wiihrim bon Wiiritrmbsrg, Wcingartnrr, Hack'rr, Schiller, Brandl im 5. Ins. cht. Großhrrzdg Criisi Ludwig Von Hrssen, Hüthcr im 12. Inf. Rrgt. Prinz Arnulf, Longard, Riedmann im 13. Inf. Rrgf. Kiiifrr Franz Jdscpk) Von Orsterréick), Girshausrn im 14. Inf. Re'gt. Hrrzoa _Karl Théodox, Stadirr, Numer, SLiidbiULr im 16. Ins. Rrgi. Großbrrzog Erdinand [wn Toskana, Strrhle im 2. Jager : BaraiUon, Frribrrr bon Grunclius im 1. Uiaiirx1-9T9gim6nt Kaissr Wilhelm 11), König von 5. rsttßrn; in dcr Landw. ]. Aufgebots: Roder (Nossniwim), Sack, c“cl)lickyt ([ MÜUÖLU), Sisindeis; (Passail), Schiencis (DiÜingtzn), Brck (Ingolstadt), Hoffmann, Weiscnssr (Rrgené-burg), Rosen- felder (Nyrubrrg), Stegner, Engelhard (Kissingcn), Duis- berg, LEVilißiNiÖÜffLUbitkg), Hrnriqurs,Leonk)ard, Brauwais (Hof), Roloff (Kaisrrsiautcrn), Berthold, Bischoff (Ludwigs- hafen), _Endrrs, „Voilsr (Landau), v. Miinstrr, Junglrib (Zwsibruckrn), sämmtlirxi) 5511 drr Inf., Zumstrin (Ludwingafen) Von d€r Kay„ Breéuer (Kaiscrélausrrn), Hubkr (Zweibrückrn) Von drr Frld-Art., Y))rrthold (Lridwigskwfexi) Von den Pionieren, Löwrneck (anwlstadt) in drr Landw. Inf. 2. Aufge-bots, - zu Pr. Eis., -- befördert. , „
4. Drzcmbcr. Hager, Src. Lr. a. D., Vormals in drr Rss. drs Königl. Preuß. 3. Pois". Inf. Regis. Nr. 58, mii Linkm Paisnt vom 18. Nodembrr 1893 als Src. Lt. drr Nes. im 1. Inf. Rrgt. König angrsteilt.
AbschicdIbewilligungrn. Jm aktiVSn Hrrrr. 27. No- vembrr. Schneider, Src. Lt. a. D., dir Erlaubniß ZUM Tragsn der Uniform dcs dortnaligrn 6. JägCr-Bats. ertbcilf.
30.Novckmbrr. Besirlmeyrr, Port. Jähn. Vom 2. Ulan. Regi. König, zUr Res. brnrlaubt.
6. Dszembrr. Vellern, SLL. Lr. 5.131 30119. des 17. Inf. Rrgis. Orff, unicr Vgrisibung drs Cbarakiérs als Pr. I?., mit Pension und mii drrErlimbniß zanragrn der Uniform drr Abschird bewiiiigt.
Jm _Brnrlanbténstande'. 30. NOVrmber. Frsibcrr Harsdorf d. Endernddrf, (Nürnbrrg), Rittm. bon drr Landw. Kad. 1. Aufgébots, mii drr Erlaubnis; zUm Tragik! drr bisherigen Uniform, Sckmlze, Frhr. ». Prchmann (Aschaffcnburg), Pr. Lts. Von der Landw. Jnf. 2. Aufgcbots, crstrrrm mit drr Erlaubnis; zum Tra en der Landw. Uniform, Wagnrr (Zwéibrücken), Sexe. Lt. von drn «Fägsrn, Lehmann (Zweibrücken), Sec. Lt. dom Train, *- bridr VOU drr Landw. 2. Aufgebots, - der Abschied bewiÜigi.
an “Sanitäts-Korps. 30. Novrmbrr. Dr. Walter LAsiiFßxnburg), StabBarzt der Landwcbr 2. Aufgcbdts, dcr Abschied rw: ig .
Bramir der Militär-Verwaltung.
28. Iidvsmber. Karz, Régicruxigs-annristcr bei dcr Jntend. ][. Armrc-KorpF, Roth, Rrgirrungs-Baumrisier, Pr. Lt. drr Landw. Fcld-Art. 1.Aufgrb_dts (Rrgknsbnrg), [sexi drr Jutknd. 1.2[rmrL-Korps, -- zu Garn. Bauixnpektorrn ernannt. *
30. Nodcmber. Schad, Kasrrnen-Jnsp. drr Garn. Vrrwciit. ernirrsbrixn, untcr Verlcibung des Tiirls Links (Garn. VSrwalt. Imp., in den erbctcnsn Ruhrstand Kctrrtcn. Srrpbinger, Zl L;?Üxitchrn), Odrr-Apotbrkcr drr Landw. 1. Aufgcbots, drr Abschicd rwi tg .
R11]. (Königlich Württembergisches) Nrmer-Korps.
Jm Sanitäts-Korvs. 7. Drzember. 1)r.Fause[,Asfist. Y_rzt 2. Kl. der Res. Vom Landw. Bszirk Lwaingurg, im aktivcn Suniiäts-Korps und zwar als Assist. Arzt 2.511. mit srinem bis- berigrn Patent beim Drag. Régt. Königin Olga Nr. 25 angestrÜt. ])k', Widsr, Untsrarzt dsr Res. [wm Landw. Bczirk Horb, zum Asstst. Arzt 2. Kl. bcfördert.
Statistik und Volkswirthséhaft.
Zur Arbeiterbewegung.
, Aus Bochum wird drr „Köln. Ztg.“ über den Nirdrrgang drs soztaldsmokraiiscbrn Bsrgarbeitervrrbandrs geschrieben: Der in der_ „Deutschen Bkrg- und Hüttsnarbeiter-chitung" vcröffentlichte Kasxcnbcricht über das [este Halbjahr Vom 1, Mai bis 30. Oktober weist eine Einnahme von 10 218 «, Line Auögabe von 11769 «;ck auf, also einen Fehlbetrag Von 1550 «M Der Kassirrkr Job. Me'yer versucht diese Erscbeinung mit den vermrbrten Kosten für die Agi- tation und für Rechtsscbuß zu erklären. Wie schlecht Es mit dem Vßrbande bereits strbt, zeigt der Kassenbericht ganz klar. Die Einnahme aus 143 Zablftelien ist mit 5634 5,46 an- gegebrn, die der oberschlsfisckyen Mitglieder mit 2645 «;ck; mSgesammt find also an Mitgliederbeiträgen 8279 «16 in se 5 Mo- naten'gezablt ivorden. Da der monatliche Beitrag 30 „Y xträgt, so ergiebt disse Summe Sine Mitgliederzahl Von 4600 Mitgliedern, und zwar mit Einschluß der obersclélesischen Kameraden. Jm Anfang aber leblte der Verband nacb Aus age des Vorstandes gegexi 30000
ttglieder. Er wäre also jeyt auf 1/5 selnkr UxsPkUUJÜÖM AuSdebnung urückgrgangen. Damals aber gehörten die Bergleuie aus Oberscb Esten noch nicht zum Verband, und wenn man dre 1470 Oberschlesier jetzt abzieht, so bleiben gar nur noch 3130 Mit- glieder oder 1/»9 der früher angegebenen Zahl. ,
„Au? München wird demselben Blatt gemeldet, dczß der dortige sozxaltstisäpe Arbeiterinnen - Bildungsverein von der Pöllzei aufcxelöst worden ist. .
In Cr mmitschau sollte am 30. Dezember d. I. eine,Kon- ferenz der Textilarbeiter Sachsens stattfinden; 31316 der VVorwärts' mittbeilt, ist die Konferenz auf Grund des sachsischen
ereinßges-Fes verboten worden.
In, * raunschweig fanden zinben den Vertretern der BraUereten und der kxozialdemokratischen oykottkommission chrband- ungen wegen Aufhe an des dortigen Bierboykotts stgtt, dre aber einer Mittheilung des , orwärts' zufolge obne Er ebmß berliefen, weil die Brauereien es ablehnten, 14 ausständige rauxretarbeiter Zvieder Linzufteilen; es wurde jedoch versprochen, jene Arbeiter m an-
er?" etrieben unterzubringen.
Literatur.
__ Genealogie.
Wirz ddr dcm JÜHTLÖWLCHsÄ Urrséndrt, wis srnst, dcr Nériag 13021 Ikistiiéi Prrtbks in Gotha dis sists wiUkommrixrn, w€g€n ibrrr Uncutbrhrlickxksit meist schon langs vorhrr mit Ungeduld Lr- warretrn Gwidaischen GeiiealogisÖxzn Taschsnbückyer. Der „Gothaiscizc Grnraloxrische Hofkalendcr“ für 1895 MM diploma:isch-si3iisiischem Jabrbnck) Erscheint bérriis im 132. Jabr- ggng. Srin Umfang Ha“! infolge mannigfaciyer Vrrmrbrung des Stoffrs wirdrrmn um virr BMM zugrnommen. Zunächst ist die (Hénraldgir der rnglisclysn “L)erochbäusrr ne'u bearbriirc wordrn; es find jrizr allr diejenigen Mitgiiedrr cinch Englischen Familir aui- JLUOMLUM, dir ibrrn Uriprxmg auf eine'n DllkC ibrrs .Hauscs ziirück- iübrrn könnsn. Anßrrdcm zsigc'n Line ganzr Rt.?ihc von Sriratrn größrrr odrr kikincrr ZUsäTZL; im Deutschen Réiéh und in Orstkrrrickx- Ungarn sind z. B. die» Namrn drr Kuratorrn nnd Rrktorr-i drr Unidcrsiiätrn nru eingrfiigr; ferner find dis Persomaiicm drrfranzösisckyrn, nirdz-r1ändisrlxrn imd (*nqliicbcn Kolonien nrbst Iridirn nrn bcarbriiet. Daf; dad bébrrr Prrsonal der japanischen Marine ausfiihrlichsr bs- handrlf ist, (“richeinr migrficiyts drs grgenwärtigrnKrirgEI in Oir-Asirn nichi odmx Wrrti). Als eine dankcnswerrbe Bérricizrrimg Vrrdirnr rs icrnrr bczcicwici zu wcrdcn, daß QUE grvszrn Krirgsschiffe dcr dcr- schicdrnrn N-iiiOUkU jrizi natnrntlick) aufgeführt sind und, wo möglich auch die Zak)! dsr Torpedo - Lancirrrobre (mgkgsbrn isi. Drr siai'isiiiciyr Thril wrist Lina dnrckygrrifrndc Ncabrardritnng drs öster- rc'ichisch-unnai'isciyrn Hrkrwcsrns aus; auch drrsckyirdrnc (Frgrbnissr drr 16131611 Voikszälzwng, brsondrrs brtrcffs drr Brrnfs- nnd Jiafidna1ifiiikii- statistik krumtrn nin aufgenommrn wrrdrn; frrnrr siiid mrbrrrc Tabelirn beiwoiisiämdigt und umgearbeitci. Eins dir Konrrdlé drr *]ingaben srbr erlricbtcrndé Neurrrmg Endlich ist dir Alivisrkung drs Druckdatutris auf jedrm Bogrn dcs Taschrnbaclw. AÜL Adskhtiiits dcs BUÖCI sind, wir dir Redaktion vrrsiÖLrt, sorgfältig kSViOith und dmr Ércigiiiffrn fOli'iCnd brricbtigt. Der Kiiicndsr ist mir drn Bild- niffcn des Kaiskrs Nikolaus 11. Von Rußland (ais Großfürsi-Thrdn- folgrr)_und dar Kaisrrin Alrxandra Froddwwna (als Prinzrssin Mix von Hrsirn), frrnrr drs Präsidrntsn dsr Französiicbrn Rrpnbiik Casimir-Peric-r Ulid dss östrrréichiichcn Ministrr-Präsidcntrn Fiirstrn Alfrrd zu Windisch-Gräii Irschmückt.
JU ZEUÜU de'rselbrn Einrichtung und Ausstattumg [is_qt drr 132. Jabrgang 1895 der französischrn AUMach mit drm Tiiel „111- W&11Ü(3]1 (10 (;()Uiiix, Y1'111117111'8 gérxeéwioZiqUS, (1i]310mxxbj(]08 Lb ZbäijT-ÜLUG“ vor.
DW Gothaischk Gdnralogisckys Tascbsnbuäo drr GräflicHeén Häuscr für 1895 (68. Jabrgang) ist mit drm Bixdniß des Königlich Prritiiisrbrn Grrirrals dsr KadaUeric, komnmndirrrxidrn (Hrnrrals des )(b'l. Armrr-Korps Grafén Gotiiirb don Harsclsr xi-"schmückt. Nru kingrstrilr [*r-„w. wisdrr €ii1gkfÜJT smd dririn folgx'ndc Familirn-Artii'rl: Courtrn; Hiilsrn, 13. Jüngcrrs Haus Hülsrn-«Hakse'lrr; (von K'orzbdk-) Lac'ki; Starzrnski; Szcmbrk; Waldrnburq; Württrmbcrg.
Dax? “Taschrnbnch der Frribcrrlichrn Hänser für 1895 145. Jahrgang) zrigt Vor drm Titkl das Bildnis; drs (Gcbrimsn Fiornrxwrzirn-Raids Frriiwrrn Cark 5511 Simnm-Halbrrxx. Info!»: drr iii ;;rdfirr Zahl ringrgangeneii Amträgc nsnsr Familirn sind in dr]! ddrlirgcmdrn Band srcdzig Familirit neu und cinc Familir; (Czrikc VM Badriifrld) wicdrr aufgenommkn wdrdrn.
Unterhaltung.
Paul Lindrnberg, der fich in srinrn SÖristen mii Vor- lirbc mir drr Reichsbairptstadt Berlin brscbäftigt, bat untsr drm Titel „Berlin in Wort und Bild“ rin zusammcnfaffcndrs Werk Lksk-hé'iULLl [asscm das in rincm stattlicbrn, [wn drr Vcrlagdbnck): Handlung vdn Fcrd. Dümnilrr in Berlin grsciyiriackddkl ausixrstattrten Band sixirn so reirbrn Inhalt birgt, wie cr drm ,Wrse'n, dem Leben, dem Timm und Trribon der Großstadt enjsprickzt. Nichts Große?) und nichts K“[cin€§ ist vrrgrffen; Cnlwickrlung und grgcnwärtkger Zustand dsr Skadi wcrdkn mit lirbclwllrm Fleiß dargrsteUf, und in patrioji- schrm Sinne knüpft der Verfaffrr sLiUL Darsteilung an dir Geschichte drs Staats und REWE, an die man in drr Rrfidrnz drrHobcnzoÜern fast anf (111611 Wegrn crinnrrr wird. Dcr Vkrfasse'r erzählt untcr- balirnd, beschreibt klar und €rschöpf€nd und Plaudcrt elrgrntliéy barmlds und grfäliig übrr di? kirinrn Vorgänge und Erlszchcinungcn drs Nütagslrbrns unsrrcr Stadij; dabei bildrn die zaiplrsickxen, zumeist guirn bildlichen Darstsllungcn, dis, soweit fie nichr Nachbildungen photographischcr Aufnabmrn smd, Von namhaftesn Künstlern [)rrrühren, Link willkommsne Erläutrrung und Belehrung dcs Trxtrs. Dru rcichrn JUÖUÜ in Kürzr zu kennzeichnen ist unmöglich; es muß gcnügrn, cm dcn Ucherscbriftcn größerer Abschnitte zu zeigen, daß drr Vcrfaffrr ailes Jtiirrrffamtr, Wiffrnswrrtbr und Eigenariigc, was über Berlin überhaupt zu sagkn ist, mit Verständnis; zusammen- actragen hat. Diese? Ulbrrschriftrn [autrm Krruz und (11181: durch Bsriin; Zu Schuß und TMZ (Polizei und Vérbrrcbc'rtdum; dir Feurrwchr); Die vierundzwanzig_Stundsn Von Berlin; Das boilendete Berlin; Dkk Thiergarten; Aus dsr_Straf38; Untrr drn Heimath- [osrsw Dir Verpflsgung Brrlins; Was sich dir Linden erzählen; Untcr drn VolkSvcrtrrtrrn; Die Toilette Berlins; Im Freien; Brrlins Entwickelung und Verwaltung; Unsere Stadtbahn; Bsriin bei Tisch“ Wesen und Wiß dss Bsrliners; Die Stadt der Arbeit und der Frcxmden; Die Sorge für die Armrn und Krankcn; Stätten drr Bildung und Wissensckoaft; Dknkmäler und Musren; Im Zeichen dcs Verkehrs; Von drr Münze zur Börse; Das militärischr Brrlm; DiE Umgebung Brrlins.
-- „Hell und Dunkel“, neur Nodeiien von Elise Poikd. (Inhalt: Kurzrs Glück, Der russische Doktor, Mädcbénträume, Das Urbild drr Carmsn, Ein nrusr Rattrnfängrr, Nur ein Vcilcben.) Frais brocbiert' 4 „56 Brrlin, Köln und Lripzig, Verlag von Albert
bn. » Dic? Vkrfasscrin snicßt bei dcr, deut1chen Frausnwelt einer so großen Beliebtheit, da es nur drs Hinweises auf diese neuesten Erzrugnisse ihrer gewandte?" Feder bedarf. Es bsfinden fich unter dicssn heiteren und ernstkn Erzählungen einige brsondsrs anmuthige Gaben, die den Leserinnen viel Vergnügen bereiten werden. Kalender.
Allgemeiner Bcamten-Kalendewiür das Jahr 1895 (T. Jahrgang). “Heraus egeben von R. Schnittt, Königiicbem Kreis- Sekretär in Hamm i. LY. Verla von E. Griebsck) in Hamm i. W. Kreis geb. 2,50 „M) -= Auch der neue Firbrgans dieses öfter empfohlenen
alenders enthäkt nében dem ei entliehen Kalcndermaterial in zwrck- mäßi er Zusammenstellung (: e Gese e, , welche der Beamte sowol im Dienst “wie in seinen per önltchen Verhältnissen am häufigsten und nothndigsten braucht. Dazu kommen ferner noch Instruktionen, Tabellen aller Art und Personalien. Ein sorgfältig earbeitetes Sachregistsr der wichtigeren (Hefe? und der dazuerlassenen usfübrun sbsstimmungen bildet einr will ommene Zugabe. Der Kalender iii als Notizbuch praktisch eingerichtet und gut ausgestattet.
Weihnachts : Publikationen.
Chronika eines fahrenden Schülers von Clemens Brentano. Fortgeseyt und volkender von A. von der Elbe. Siebente Auflage. Heidelberg, Carl Winter's Univerfitäts-Vucbhand- lung. (Pr. eleg. geb. 5 „ja). - Diese anmutbige Erzählung des be- rühmten Romantikers it bekanntlich von ihm leider nicht beendet wvrden. A. von der E e hat es daher unternommen fie zum Ab- sYluß zu bringen, und man muß gestehen, daß diefeszim Vorwort a „gewagter Versuch“ bezeichnete Unternehmen in überraschender
Wcrsr'grgiücki ist. Dir Verfasserin hat nicbt nur die Erzählung selbst Lanz „im _Grtstr Vreniano's zu Ende grführt, sondern auch seine Sciyreibrbmje und den romantischrn Ton, der das Fragment charaktrrrfirrt, „sr,? voiikommrn gt'trr-ffcn, daß man kaum den Ueber- gang dom Original in' die Fortsr ung zu merken vermag. Auch das Zxrt- imd Lokalkolorit ist mitWG ück gewahrt. Das; zum Besten dc'r CMHM undHarnwme einige Kürzungen stattgefunden haben, wird man um_so wrniger rügen dürfen, als andererseits durch die einge- fügtxn Lieder don Brrnrano sélbst oder aus seinrm mit Achim von Arricm gesammrlfcn Ltrdrrbucb „Des Knaben Wunderborn* das Ganze ankh an Nerz grwwnnen hat. Der Beifall, den die Elbe'scbe Er- aanzung'grfundci) „bai, drüth sich in der hohen Auflageziffer aus. Wegen ihrer religiösen, „sittlichen Haltung eignet sich die Erzählung als Geschenk für dir weibliche erwachsene Jugend.
_ Werner von Siemens, „Lebenserinnerun en“, die brreits in drci Auflagrn Verbreitet sind, läßt dis Verlagsbu handlung dow Julius Springrr hirrselbst jriZt in Liner woblfcilen Außgabe er- ]chrinrn (Pr. grb. 2.44, frührr 7516). Sie sucht damit einem Wunsch des Vcrfqffers Erfuiiung zu schaffrn, der es zum Volké- und Jugend- bnch brfttmmi bqt. Nach Siemrns' eigenen Wortrn wird es gerade besonders für die Jugend .!ehrreich und anspornend sein, aus ihm zu ?rsshrt], daß ein jungrr Mann auch 05:12 errrbte Mittel und exnflußrricbe, Gönner, ja soggr obne richtige Vorbikdung aliein durch rtgrnr ArbEit iich emporschwmg€n und Nüleiibcs leisten kann.“ Die mit dem Portrat d€s_Vrrsaffers_ in Hsliogravüre grschmückte Schrift sri desbaw aiSerftgetMnk für Knaben und Jünglinge empfohlen.
- Stretizüch durch Wald und iur. Eine Anleitung zur Beobacbtimg dcr bemnscben Natur in Monatsbildern, für Haus und Schule brarbéiret don Bsrnbard Landsbcrg, Oberlehrer am Königiichrn Gymnasium zu Allenstein O.-Pr., L. u. 194 S. gr. 8. (Leipzig, B. G. Tsubner). Jn ejäliigem Original-Cinband, Pr. 2.80 „44 - Diries Buch Wendrt ficF an alle Frrunde der, Natur, bxsdnders auch an jugendltcbe Lsser. Es giebt, nach Jabrexzciken eordnet, Schildsrungen aus der beimisckyrn “Natur und zieht Botanik, oologie und Grologie glrichmäßig in den Krris der Vriracbtung, je nachdem fick) dern Beobachtér am gegeb€nen Ort und zur grgebenen Zcit Anlaß dazu btctct. „Dcr Str-ff ist in 14 Spaziergängrn auf drei Jahre ver- tbcikr und strtgt vom Leicbtrrrn zum Schwererrn auf. Da nur ein Mindest- maß dowKenntniffen voransgrsetzt ist, so kann das Buch auch ganz jungen Scbüiern in dir Yand gegeben Wsrdrn; Fragen, wie fie darin bcbandrlr sind, wrrdrn baufig don sinnigen Kindern gesteUt oder finden Thrilnadme nnd Verständntß, wenn sir ihnen nabkgebracht werden. Das Buch empßeblf sich daher auch als Festgeschcnk für die Jugend.
Handel und Gewerbe.
Magdeburg, 11. Dezember. (W. T. B.) Zuckerberichi. Kornzucker exkl., von 92% --,-, neue -,-. Kornzucker rxkl., 88 0/5 Rendemrnt 8,85 8,95, nLUS 885-895, Nachprodukte exkl., 75 0/9 Rendemeii! 5,90-6,65. Matt. Brotraffinade [ 22,00. Brotkaffinade ]] 21,75. GCM. Raffin. mit Faß 21,00-22,00. (Gem. M61i§1 mi! Laß 20,25. Matt. 5Y_reisc rheilweise nomineÜ. Robzucker 1. Produkt ranfiw f. a. B. »amburß Pr. Dezember, 870 (Hd., 8,75 Br., pr. JanUar 8,871 (Hd., 8,923 Br.. pr. März 9,15 bez., 9,17ex Br., Pr. APril-Mai 9,25 (Hd., 9,272“ Br. Majt.
Leipzig, 11. Dezember. (W. T. B.) Kammzug-Termin-
Handel. La Plata. Grundmuster 13 pr. Dkzember 2,773 „44, pt. Januar 2,773 „45, pr. Frbruar 2,779[ .O, pr. März 2,80 «x(, pr. April 2,80 „M., Or. Mai 2,823 „M, Dr. Juni 2,85 7-5, pr. Juli 2,873 „Fi, pr. August 2,873 916, per Septembrr 2,90 „56, per Oktober 2,90 „M, per November 2,90 „FQ Umsaß 15000 kg. , Bremen, 11. Drzember. (W. T. B.) Börsrn-Säplußbericht. Raffiniertes PetroLeum. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum-Börse.) Steiig. Loko 5,35 V. Baumwolle. Willig. Upland middl. 1970 291 „,x. Schmalz. Flair. Wilcox 38 .z, Armour shield 371 „z, Cudaby 38 „.I, Fairbanks 30 „z. Speck. Matt. Short clsac middl. loko _, Dezember-Januar-Abladung 35. W0118. Umsaxz 231 Ballen.
London, 11. Drzsmbkr. (W. T. V.) Dru Abendblättern zu- folge bat dsr Versuch der chin21isch€n Negirrung, Weitere An- leihen zu dcrschiedrncn Zinssätzen aufzunehmen, die Banquiers Armstrong u. Co. Veranlaßt, ihre Garantie für das Kapital der in Aussicht genommcnrn vierprozcntigrn"Gold-Anleihe zurückzuziehen. Die Firma fühlt fich untrr solchen Umstanden nicht berechtigt, diese Anleihe zu emiitierrn.
London, 11. Dezember. (W. T. B.) An derKüsic ZWeizen- ladungen angeboten. .
960/0 Javazucker loko12krubig. Rüben-Robzucker loko ZZ matt. - Chile-Salpeter 411/16, pr. 3 Monat 417/15.
Manckyester, 11.Dezcmbcr. (W.,T. B.) 12r Water Taylor 4 , 30r Water Taylor 6, 20r Water Leigk) 5,3, 30rWater Clayton , 32r Mock Brooke 52, 40r Mayoll 6,1, 401: Ykedio Wilkinson 62, 32r Warpcops Lees 51, 36r Warpcops Rowland 6,1, 36r Warpcops Wriiington 6Z, 40r Doublc Weston 62, 60r Double courante Qua- Yität ZHS 32 “' 116 yards 16ckch16 grey Priniers aus 32r/46r
44. u ig.
St. Petersburg, 11. Dczßmber. (W. T. B.) Produkten- markt. Talg loko 51,50, pr. August “. Weizen loko 7,75. Roggen loko 5,30. Hafer loko 3,40. Hanf Toko 44,00. Leinsaat [079 11,00.
Amsterdam, 11. Dezember. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 51. -- Bancazinn 381.
New-York, 11. Dezember. (W.T.B.) Die Börse eröffnete „ träge, war im weiteren Verlauf steigxnd und schloß recht fest. Der ' Umsatz der Aktien betrug 149000 Stück.
Weizen eröffnet€ schwach urid schwächte sich infolge des Re- gierungsberichts noch mehr ab, später auf fsstere ausländische Mel- dungen, Zunahme der Exportnachfrage und auf Dcckungen der Baissiers erholt. Schluß fest. _- Mais einige Zeit, steigend nqch Eröffnung, später Rraktion infolge günstigen Wetters m den Mais- gebieten. Schluß träge.
Weizen - Verschiffungen der le ten Woche von den atlantischen Häfen der Vereinigten taaten nach Groß- britannien 90 000, do. nach Frankreich 7000, do. nach anderen Häfen des Kontinents 29 000, do. von Kalifornien und Oregon nach GcmYitannien 61000, do. nach anderen Häfen drs Kontinents _ s.
Der Werts) der in der vergangencn Woche angefübrten Yroszte betrug 7 283 093 Dollars gegen 7 434 337 Dollars in der
orw c.
Chicago, 11. Dezember. (W. T. B.) Wcizxn anfaziäs schwach auf große Ankünfte im Nordwesten, und auf schwachere Ka . berichte, dann fest auf Deckungen der Batsfiers und auf aus ede nte Exportnachfrage. - Mais allgemein fest während des ganzen ör en- verlaufs entsprechend der Festigkeit des Weizens.“
Mexiko, 11. Dezember. (W. T. B;) Dix: Ein- und Aus- fubrzöl e betrugen im Monat November 1689000 Doll. gegen 1 680000 Doll. im Monat Oktober. _
Rio de Janeiro, 11. Dezember., (W. T. B. Der Finanz: Minister hat sich *mit den Banken Wegen Maßnahmen zur Hera YFXTgtdstWechseldiskonts ins Benebmen geseßt, welcher W
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