1894 / 299 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 20 Dec 1894 18:00:01 GMT) scan diff

von diesen waren bis Ende 1893: . - 711 UlterSrenten-Antbeile mit 78 365,60 «44 Rente und . 699 Jnvalidenrenten-Nntheile mit 46 153,73 016 Rente - . bereits wieder in Wegfall gekommen, sodaß ein Bestand von 2802 Aliersrenten-Antheilen Mit 281 505,85 „sé JahreSrenie und 2701 Invalidenrenten-Antheilen mit 180 061,69 „14 Jabreßrente verblieben ist.

Der " usb „nd, dm: Versie!» ;, _ Sanstaxtew, ein- schließlich WWW:: anontarien belief ck bei Abiaiif des Jahres 1893 auf *

227200019,67 016,

wovon bis dahin 1908875995 (44 . dem Reservefonds 21 a. a. O) überwiesen wordxn sind. Die durchschnittliche Verzinsung der Kapitalaplagen Jfoxgk) mit 3,66 Proz., gegenüber von 3,67 Proz. m den or a ren. ' 1Der Durchschnittssaß der Altersrentcn, welcher fiir dxn Geburtsjahrgang 1820 und früher 124,62 «11 betrug, ist fiir den GeburtS1abrgang 1823 auf 131,48 „44 gestiegcn, und die Durchschnittshöhe der Invalidenrente, welche sich fur die 1111 Jahre 1891 beginnenden Renten auf 113,35,“ belief, hat fur die im Jahre 1893 beginnenden Renten den Betrag von 117,41 „44 erreicht.

Der Königlich bayerische Gesandte _am „hiesigen Altei- höchstkn „Hofe Graf von Lcrchen-feld-Kofsring bat Berlin mit kurzem Urlaub verlassen. Während seiner Abwesenheit fungiert der Legations-Rath Freiherr von der Tann: Nathsamhausen als Gefchäftsträger.

Laut telcgraphischer Meldung an das Ober-Kom- mando der Marine ist S. M. S. „Stosch“, Kommandant Kapitän zur See von Schiickxnann, am 19.5 M. von San Domingo aus nach Kingston (Jamaica) m See, Ze»- „angen; S. M. S. „Möwc“, Kommandant „Kapita'w Lieutenant Faber, ist am 18.1). M. in Mozambique em- geiroZeJn und wird von dort uns heute nach Sydney gebezz; S. . S. „Condor“, Kommandant Korveticn-Kapitan Broek'er, und S. M. S. „Cormoran“, Kommandaxit Korvetten-Kapitän Brinkmann, smd am 15. d. M. in Lorenzo Marquez angekommen.

Bayern. Seine Königliche Hoheit der Prinz-cheni empfing

?keftérn Vormittag in (Hala:Andienz den Gencral-Ndjutanten des

aisers von Rußland (Grafen Ignatiew behufs Noti kation der Thronbesteigung des Kaisers Nikolaus 1]. Die An tenz fand in Anwesenheit der Hofchargcn statt.

Sachsen.

Seim: Majestät der König und Seine Königliche Hdhkit der, Prinz Georg Haben sich, einer Einladung Seiner . Majestät des Kaisers folgend, _bcutc Vorm1itag von Dresden über Berlin nach Königs-Wustcrhausen bkgeben.

Mecklenburg.

Der Landtag hat in seiner „vorgkstrigen Sißmz _bc- schlossen, statt der verlangten 12/10 Edikt_nur 10/10 zu bewiligen (1/10 beträgt zur Zeit 220000 (461), sdme ferner die Regierung zu ersuchen, im BiindeSraxh dahin mirko 'zu wollen, das; 0116) die Reichsschulden amortijicrt würden. Die Schweriner NLJLL: rung hat 10/10 Edikt angenommen.

Sarhsen-Meiuingen.

Scine wheit dsr „Herzog bcfindet *sich, wie" die „Goth. Ztg.“ meldet, wegen eines Augenieidens" borubsr: gehender Art in ärztlicher Behandlung und ist genothigt, sick) des Lesens und Schreibens zu enthalir'n.

Hamburg.

In der „estrigen Sißung der Bürgerschaft wurde die Verathung er Vorlagen Über die Reform der Ver- waltung und die Revision der Verfassung beendet. Eine Schlußabstimmung erfolgte nicbt.

Oesterreich-Ungarn.

Der ungarische Minister:Präsident ])1“. cherle und der Handels-Minister Baron Lukacs find beute in Wien ein- getroffen. Ersterer wird wahrschein1ich heute Nachmittag von em Kais er in Audienz empfangen werden.

Das österreichische Abgeordnetenhaus berieth

estern das GeseFZ über die Sonntagsrubk. Der Handels: inister Graf urmbrand bemerkte, die Regierung wolle durch die mühselige Arbeit, welche die sozial- politischen Gesetze erbeischtcn, beweisen, wie ernst es ihr am Herzen liege, den andkren europäischen Staaten auf dem Gebiete der. Sozialreform möglichst voranzugehcn. Der Miniéter forderte das Haus auf, die Regierung in ihren sozial- politi chen Bestrebungen zu unterstüßen und durch Fernhaltcn politischer Streitfragen die Reformen zu ermö lichen, die sonst unmö [ich sein würden, und schloß mit den orten: „Wir brauchgen nicht nur den äußeren Frieden, den uns eine weise Politik seit 30 Jahren sichert, sondern auch fiir den inneren „Friedenit Ruhe eine Vorbedingung, weil darin ein Theil des me'n chlichen Glücks liegt.“ (chbafter Beifall; der Minister wurde wogen 1eim'r Rede beglückwünscht.) Der czechisiZe Abg. Pfarrer Weber rief durch den Hinweis auf talien und die Banca Romana sowie durch einen heftigen Angriff auf Crispi einen lebhaften Zwischenfall bervdr, und wurde vom Präsidenten mit der Bemerkung, daß eme Kritik aUSWärti er Staatsmänner unstattbasft sci, wiederholt - ur Sache gerußen. Da er auch den Fürer BiZMarck und en Grafen Andraffy als Begründer des Dreibundes ankzriff, wurde ibm das Wort entzogen.. Der Ab „Weber appel ierte * «m das Haus, das die Wortentztehung beiztätigte.

*

, Bud et kat estern aii „Einladung des Füxft-. FPAZUÉKardiYDs W-sFaYy die B' '_* ibo fs k o n f er eDsH 1- '?

1081111011. Mit weiiigen AUSnabmen , dargnier' * Sihk'auch , der sich entschuldigt hatte, waren sawmsiche Pxä- laten erschienen. Die Vexbandlungcn wurden fur vertraulich erklärt und die Konferenz Nachmittags geschlockffen.

Großbritannien und Irland.

Der Herzog von Sachfen-Cobur und Gotha hat gestern von London die Rückreise nach Co urg angetreten.

Frankreich“.

Vor demKriegsgcricht in Paris begann gestern dcrHoch-'

verrathSpsrozeß gegen den Kapifän Dreyfus. Die Oeffent- lichkeit wurde auf den Antrag des RegierungskömMffar-Z cms:

geschlossen. Rußland.

Der Ackerbau:Minifter ermolow hat nach einer Mel- dung des „W. T. B.“ aus i. Petersburg dem Kaiser einen Wert 1 unterbreitet, worin Maßnahmen zur Hebung der Land- wirt!) chaft vorgeschlagen werden.

. Spanien.

Der Finanz-Minister Canalejas hat sich einer Meldxxn'g des „W. ZT. B.“ zufolge dahin aUSJesp-rochen, daß das Defizit unerheblich sein werde, man könne sogar auf das Budget- gleicbgewicht hoffen. Der Minister wird das Bud et nacb'den Weihngcbtsferien vorlegen. Bezüglich des Zolltari s appxllxcrte Canalexas an die Opposition, dazu mitzuwirken, daß em Ab- kommen zum Heile Spaniens zu stande komme.

Belgien.

In der gestrigen Sißun der Nepräsentantcnkammcr sprach sich der inanz-MiniZer de Smet de Naser bei dcr Budgctberat )ung ener isch gegeii cine progresfiye Ein- kommensteuer aus, die er a s einen Schritt zum KollekttviSmusZ ansehe, und erklärte ferner, die Regierung habe keiULSWegs die Abficht, irgendwelche Auflagen auf ausländische Zerealien zu legen; sie“ werde aber eine mäßige Steuer auf fremdes Mehl beantragen.

Schweden und Norw-egen.

Bei den (Hemeinderatbswahlen in Christiania siegte dem „W. T. 5 .“ zufolge die Linke mit etwa 1100 Stimmen Mehrheit.

Amerika.

Jm chräseniantenhauss brachte, wic „W, T. B.“ aus Washington berichtet, der Abg. Erdmann (Demo- kr01) eine von dc'r Strikckommission in Chicago anSgearbeitete SchicngerichiSvorlaqe cin, worin die Errichtung eines nationalen, streng parteiiosen SchiedsZerichtSamts vorgesehen und bestimmt wird, daß die Entlassung eines Arbeiters oder die Förderung eines Strikes während der Verhandlung vor dem Schiedsgericht als Vergehen angeseben werden soll.

Asien.

Aus Yokohama berichtet das „Reutcr' chc Burean“, die erste japanische Armee, die von Ts cnlientschenq aus operiere und den Vormars auf Mukden und Niutschuang vorbereitc, rückc lang am vor; das Terrain sei schwierig und die Chinescn leisteten vielfach Widerstand. Die erste japanische Armee scheine Niutschang odsr Schanghaikwan nicht 0er erreichen zu wollen, als bis eine andere Armee bereit sei, Ticnts in anzugreifen.

Afrika.

Das „Reutcr'scbe Bureau“ meldct aus Kairo, dcr geseßgebcnde Nat!) habe den Bericht des Budgetausschusses genehmigt. In dem Bericht heiße es, dis Lage der Xcllabs sei schlimmer als je, da die gegenwärtigen Steuern außer 5Berbältnis; Ju dem Werth dcr Ernteerträgnisse ständon. Ferncr werde bc-

auert, daß der im [?Zten Jahre der Regierung crtbeilte Rath

unbefolgt gkblieben sei. Eine Verminderung der Regierun s- beamten, besonders europäischer, 10wi0 ausschließliche c: schäftigung von Eingeborenen sei nothwendig. Sodann würden allgemeine Ersparnisse und die Einstellung öffentlicber Bauten verlangt, sowie die Eröffnun [wn Verhandlungen mit den Mächten, um die Erlaubni zu erhalten, die erzielten Er: sparnissc fiir die Fcllahs zu verwenden.

Nr. 51 dsr „Variiffsntlichungen dss Kaiserlichen Ge- sundheitsamts“ bom19.Dezember bat folgenden Inhalt: Cholera im Deutschn Reich 1893. Buchankündigung. _ Gesundhkitsftand und (Gang dsr Volkskrankheiten (Cholera u. s. w.). _ Zeinveilige Maßregeln gegen Cbolsra 2c. _ Desgl. gi-gcn Ykst. _ Desgleichen gegen Pocken. _ (3505111th und Ste'rbefäUe in München, 1893. _ Gessßgebung u. s. w. (Preußen, Rpg-BLz. Minden). Gisibetkebr. _ (Hamburg.) Pharmaziuti1che Anstalt. _ (Italien.) Dksinfektion dsr Eikenbabnwagen. _ Gang der Tbicrscuchen. E111schädigung für Tbisrbkrluste im Deutjcben Reich, 1893. _ Tbiexrseucben in den Nisdcrlanden, 3. Vierteljahr. _ Rinderpest in dcr Türkei, _ Zkiiweilige Maßregkln gege'n Tbicrséuchcn. (Preuß. Reg.- Bcz. ;Qppkln, Aurich, Belgien, Schweben.) _ Vérbandlungmi von g€|chgeb€nd€n Körpsrschafkem (Deutsches Reich.) Aufhebung dcs JmVsgéscycä. _ (Frankrsich) Butterbandkl Margarine. _ Ver- mischtes. Tbecverbraucl), 1885/89. _ (Oesiexreich.) NabrunZsmittel- polizei in Wien, 1893. _ Geschenkliste. _ Wochentabi'Üe iibcr die Sierbefälle in deutscher: Städten mit 40000 und mehr Einwohnern. _ Des [. in größeren Städtsn des Auslandes. _ Erkrankun en in Kranken äusxrn deutscher Großstädte. _ Desgl. in deutschen tadt- und Landbezirken. _ Witterung. _ Beilage: Gerichtliche Entschei- dungen zum Nahrungsmittelgsseß (Fifcheo2c., Pferdefieisch, Wurst.) _ Besondlre Beilage: (Deutsches Rercb.) Handel mit Giften.

Nr. 504 bis „Zentralblatts der Bauverwaltung“, herausgegeben im Ministerium der öffentlickye'n Arbeiten, vom 19. Dezsmber, bat f01genden Inhalt: Untersuchungen iiber die Genauigkeit der berschieben0n Nibeliierberfabrsn. _ Aus dem Reichs- bausba1tfür1895/96. (Schluß.) _ Vermischtes: Zur Frage der Weicbsusicherung. _ Neue Patentk.

Entstheiduugeu des Reichsgerichts.

In Bezug auf § 210 Z. 1 der Konkursordnung, wonach ein Schmdner, welcher seine Zahlungen ein estellt bat, wegen Vankerutts zu bestrafen ist, wknn er durcb; Differenzbandel mit Börsenpapieren übermäßige Summen verbraucht hat oder

*, *. * .

s17 «MYYN p ocben d [; nt senpapi . ' au "„ r , a 11 er . r eren“ nur viejgiigUi Miete ibb'rsta _werden können, deren Handel und Kurs-

: --notier1mg an eiiier B.Nise zugelassen ist. „Daß das Gericht

diesbezüglich der hier fraglichen Papiere (Harpener Bergwerksaktien und Dresdener Bankaktiens annimmt, gebt daraus hervor, daß es für erwiesen erachtet, daß eiden vom Angeklagten eingegangenen Ge- schäften nur die Differenz, d. b. der Unterschied zwischen dem ver. einbarten und_ dem am Verfalltage vorhandenen. d. 5. an der Börse notierten Preite bat bezahlt werden soUen.“ (1938/94)

_ Bei dem generischen Kauf einxr Sache, d. b. bei einem Vertrage über Lieferung einer Quantitat vertxexbaier Sachen, ist, nach einem Uribeil des Reichs _erichts, ]. tlebnafs, vom 13. Oktobex 1894, im Gebiete des *eußifißen «Wen Lank- rechts der Käufer nicht verpfltcbiet, "statt der geUYKrten ve:- tragswidrigen Sache, welcb'e er, da [ie zu einer vertragSm ßigen nicht umgeänbert werden kann, dem Verkaufer zurückgegeben bat und von diesern zurückgenommen worden ist, Vom Verkaufcr eine andere vortragsmäßige Sache dcrselbext Gattung axizunkbmen. „Nach 8 325 1 5 dks Allgemeinen Landrechts ist, wenn dcr Sa e ausdrücklich vcxrbedimgene Eigenschaften feblen, der Empfänger berechtigt. aus die Gewabrung _ derselben anzu- tragen. Das kann uicht bedeutcn, daß der Empfanger beschrankt sei auf das Recht, tatt der gelieferten mangelbafien Waare, über we-[chc ein generischer auf abgeschlossen sei, die Lieferung Linzer anderen Waare dieses ZSUUI zu fordern, Welche diszugesagtkn Eigenschaften babe. Denn nach dem System des Allgemeinen Landrecbts, und ab- eseben Von dcn Bestimmungen des Handelsgeseybuchs, wurde das Ge- ?chäft über die Lieferung einer generisch bestimmter) Quantität' als ein Giscbäft besonderer Art angesehen, als „ein Ltc'fkrungsvertrax. Für dieses Lieferungsgescbäft Wurde aber in § 987 1 , 11 bis

[lg. L.-N. der Grundsaß ausgesprochen, daß nach geleistetex Lieferun g unter den Kontrahenten alxes das stattfindet, was zwischen Käufern und Verkäufern Reckoteys ist. Also, nacbdeui durcb bia Lieferun die Waare individualisiert isi, hat der Käufer dieselben Rechte, wel e er bei einem sofort zu erfüUendm Kauf einer Spezies Wegen fehlender versprochener Eigenschaften iiach § 198 l. 1.1 hat. Danach kann aber der Käufer, Wenn der Verkaufer die der gelieferten Spezies fehlende Eigenschaft nicht gewähren kann, von dem Vertrag:“ wieder abgeben. 326 1. 5 A. L.-R.)" (190/94.)

Entscheidungen des Ober-Verwgltungsgerichts.

Die Verbreiterung einer bestehender: Straße ist, nach einem Urtbeil des Ober: Vcrwaltungsgericbts, 11. Senats, vom 22. September1894, im Sinne des § 15 des Straßenanlegungs- (Hefe es Vom 2. Juli 1875 nicht als die Verlängerung eincx bestebzenden Straße zu erachten, nnd die an diksem verbreiterten Straßentbeile bauenden Adjazcnien sind demnach nicht zu Einem Bei- frage zu den Straßenberbreiterungskosten berqnzuziebcn. Eins neuangeleqte kurze Verbindungsstracße zwischen zivei _ab- gesiumpft sicb treffenden Straßen, au wsnn, sie eines Namens entbehrt und mit Einer Seite an etxién öffent- lichen Play grsnzt, ist als die Anlegung einer selbst- ständigen neuen Straße im Sinne des § 15 des Ge). 11. 2. Juli 1875 zu erachten; die an dsr anderen Seite der neuen Straße (welche die abgestum fte Spitze der beiden sich treffenden Straßenzuge bildet) anbauenben djazenten babsn die ortsstatutariscben Beiträgx zu dt'n Kosten der Straßenbersieüung zu leisten. _ In Berlin schneiden sich an Einem Plaß, „Play, am Kottbuser Tbox“ genannt, mehrere Straßen- züge, darunter die Skalißer- und die Reichenbergerstraxze. Den Treff- punkt dikset beiden Straßen bildet eine abgestump_te Ecke, deim Front bon 11,59 m nach dem erwähnten Platze bm liegt. 'lesk

usgesialtung gelangte im Jahre 1889 zur Ausführung, indem der Adjazent die stumpfe Ecke bebaute und längs 'der Front eincn Bürgkrstsig aniegte, worauf die Stadtgemeinde" im Jahre 1891 nebsn OLM Bürgersteig einen Fabrdamm ausführttr, an dessen anderer Ssiie fich ein Jnselperron anschließt. Dcr Ma- gistrat zog den Adjazentkn zu denStraßenbsrstellungskosten auf Grund des Straßenanlegungsgescßcs und des Berliner Ortsstatuts mit einem Beitrag bon 8202 „M heran. Die Klage des Adjazenten, wklcbkr sich

znr Leistung eines Beitrags für nicht verpflichtet erachtete, Wurde: '

born Bezirksausschuß abge-wikscn. Auf dieRebifiowdcs Klägers bc- siätigte das Ober-Bcrwaltungsgcrickyt die Vorentscheidung, indemaes bcgründend ausführte: „Dkk Vorderrichter hat von den beiden im § 1 des Ortsstatuts Vom 7./19. März 1877 Vor efebenen Xäükn denjenigen dcr Verlängerung einer schon beßebenden Straße, also den der Weiterführung e'insr Straße über ihr ursprünglich projckiisries Ende binaus, als bier vorliegend angenommen, und zwar mit der Ausfübrun, daß diesc Verlängerung eigEntlicb einc Verbreitsrun sei. Bei _traßsn, die, wie dis Reichenbergkr- und die Skalißersraße, auf benden _Smtcn Fluchtlinien babe", Lrgikbt sich aber deren Breite aus der Entfernung dieser Linien von einander, _so daß ihre Verbrkiterung in einkm Axis- cinandsrrückc-n dcr Straßenslucbtlinicn bestehen würde. Dadurch wird nun keins Verlängerun g einer Straße bewirkt„so daß diese; Welch? cine Anliegenscbaft berbeizufübrkn geeignet ist, mit einer Vßerbrettcrung, welche eine derar1ige Verpflichtung nicht' bervorzurnren vcrmag, niemals identisch sein kann. Der Vorderrtchter hat demnach den Begriff dEr. „Verlängerung einer "schon bestehenden Stray?“ verkannt und dadurch den § 15, Geseß Vom 2. Juli 1875, verletzt. _ DJs vo.". 0in€r Straßenfiuchtlinie bilcgene Terrain soll der Regel nach fur "0211 inneren städtischen (straßenmaßigen) Verkehr und für den Anbau, (111,0 als Straße, dienen. Eine dkrartige KommunikationSanbage 5511 da- durch, daß fie an einen öffentlichn Play grenzt- oder einen Bestand- tbcil eines solchen bildct, nicht auf, Straße" zu skin, wenn sie als Straße angelegt und dem öffentlichen Verkkbr seitens der Betbmligtcm gewidmet wordexi ist. Straßen,wenn dieselben auch vielfach in Krum- mungen verlaufen, geben 5015 der Regel nach um scharfk Ecken nicht herum. Es ist mit dem Beklagten das Vm]- bandénsein einer selbständigén Straße, nämlich einer Verbindungs- straßc zwischen der Reichsnberger- und der Skalißerstraße anzunebmcn- obwohl eine Straße von solch€r Kürze, obne Hausnummsrn oder Lines Nami'ns entbehrend. zu den Seltenheiten gebört. _ Die Festsetzuns von Flucbtlinien bildet überhaupt keine notbwendige Voraussetzuns für die Anwendung des § 15, Gesxy Vom 2. Juli 1875 ; auch-!)bllk folchc kann die Anlegung einér neuen Straße vor fich gehen. Sclbß abkr, wenn eine luchtlinienbeftimmnng vorgsnommen morden „ist- bedarf es hierbei ke ner ausdrücklichen Anordnurig der Straßenbreitc. Eine Fluchtlinie kann vielmehr auch nur aus einkr Seite gezoaxn werden, in welchem Fakle dann die Grenze auf der arxderen Seite nach den tbatsächlichen Verbältniffen ermittelt wsrden muß, und dicsés gilt insbesondere dann, Wenn neben der Straße ein öffentlicher PWS 1iegt.“ (11. 1249.)

Statistik und Bolköwirthsthaft.

Deutschlands Nobeisenproduktion.

Nach den statistischen Ermittelungen „des Vereins dcuts ck Eisen- und Stablindustricller belief sich die Robki 9"; Koduktion des Deutschen Reichs (cinschl: Luxemburgs) im MM?“

ovember 1894 auf 481909 5; darunterPuddelrobeisexr und SpieFt eisen 130 803 i, Beffemerrobeisen 32191 t., Thomasrobetsen 24108 - Gießereirobeisen 77 835 t.. Die Produktion im November1893 WL 420 451 “e, im Oktober 1894 490 934 15. Vom 1. Janus?“ck07 ' 30. November 1894 Wurden produziert 5061089 5 gegen 4504 im gleichenZei1raum des Vorjahres.

ist, 5,1; das Reichgericbt, 1. Strafsenat, vom“

;;

59,1 4. Visrtelßabrsbeft zur “Statistik des Déutfibm Reichs

( Wang 1894) ent ält die “Statistik der Zuckerg-ewinnmxg und eit vom“

esteuerung im deutichen_Zollgebiet während der 1, August 1893 bis" Ende Juli 1894. Mit der Verarbe ng von Rüben zur ZuckWZwinnuyg haben sich in der Kampagne 189,3 94 in Deutschland' Fabriken befaßt, 4 mehr als in der vor er- egangmen Kanipagne. Verarbeitet Wurden 10644 352 b (1892/93 3811940 t.) Ruben, und bierVon Waren Etwa 12% von den Fabxiken selbst gewonnen und 3340/41 vog den Aktionären vertra maßig ge- liefert- Die verarbeiteten Rübcnimd geerntet worden an 386 481 110. (1892 auf 352 015 du). sodaß als durcbscbnittlicher (Ertrag der Rübenernte des Jahres 1893 eine Menge von 27,5 1; |ck ergiebt (_1892 27,9 0). Das Crgebniß dcr Rüben- ernte war infolge der_ ungewöbniicben Trockenbeii des Jahres 1893 und tbeilrveiser Beschädigung durch Infekten in den ver- schiedenen deutschen_Bezirken ungleich, in vielen zufriedensteüend, in andern dagegen gxrmg, in einigen sogar eine voÜsiändige Mißernte. Der Durchschnittspceis von 100 kJ Kaufrüben ist zu 2,1234 ermittelt wvrden. Der Zuckergehalt ber 1893 geßrnteten Rüben war meist gut, wxshalb die: Ausbeute eine verhältnismäßig bobe war; im Durchschnitt waren zur Darstellung einer Tonne Robzucker nur 8,09 i Rüben erforderlich gegen 8,35 1 1892/93. Gegcn Entrichtung des Eingangszolls sind an ausländischen Erzeugniffen 448 b Raffinadcn, 600 t- Robzucker und 120 t. Syrup, (;ck-gen Entrichtung der Zuckerfteuer an inländischen Erzeugnissen 515 642 5 feste Zucker und 407 b Zuckerabläuse innerhalb des Zollgebiets in den freien Verkehr geseßt worden. Nach dem Zollausland wurden mitxAnspruch auf Ausfubrzuscbitß ausgeführt 436 675 r Zucker der Klasse 8 (Robznckkr und Rajfinaden unter 98 % Zucker- gehalt), 255 088 i der Klasse 1) und 6256 t der Klas)? 0; die Zucker der Klaffe & Lingen Voxwiegknd nach Großbritannien (250149 0), den Vyreinißtkn Staaten Von Amßrika (105 245 i;), den Niederlanden (40 261 Q), dem Hamburgsr Freihafen (12 061 _t), Britisch-Nord- Amerika (7946 i) und Italien (5258 b), die der Klasse 5 namsntlicb nach Großbrii'annien (209717 1), Rußland (6719 1), Dänemark (6574 1), Schweden (5484 i;) und Norivsgen él5211 1»).

Der uckervcrbraucb im deatschn Zo gebikt ist zu 516 630 r Konsumzu er öder 10,1 1513 auf den Kopf der Bevölkerung ermittelt egen 50.1319 5 oder 9,9 171; aus 5811 Kopf im Jahre 1892/93 und .,0 5,2 auf den Kopf im Durchschnitt dchahre1836/87 bis 1893/94.

Dasselbe Hcsi. bringt fcrnxr cin? auf_(81*und dsr Gewerbe- Jnspekximisbcricbte für 1893 (111501176th Ukberiicbi' übér die jugknd- lichen Fabiikarbcitcr und die Fabrikarbeiterinnen im Deutschkn Rcicb im Jahre 1893. Danach ivnrbkn in Fabriken und diesen gleicbstebenden Anlagen, die den Gewerbe-AufsickptSbcamten Fabrikinspcktoren) unikrfieüt find. 219 871 jugkndlicbc Arbsitkr im

[Her von unter 16 Jahren (gegen 220174 im Jabxc 1892) beschäftigt, an war

im Alter bon unikr 14 Jahren 3730 Knabin (1892: 7426 ,

und 2181 Mädchen (1892: 3913 ,

im Wiek von 14 bis 16 Jahren 140 695 Arbeiter (1892: 139513,

und 73 265 Arbeiterinnen (1892: 69 322).

Dic- Fabrikarbcit von Kindern ist nach diesen Zablcn seit 1892 mich: 111. Libkklichém _Maß-z zurückgegangew, " 5011511515110!) 516_!1_“*1_ß 11110190 dxr neueren gxskxziickyen Bestimmun en über die Bescbaitigung von Kindern. Verbältnißmäßig am za [- reichsten iindkn Kinder Verwendung in di“: Textilindustrie mit 28,04%, in der Industrie der Steine und Erden mit 20,9 0/0 und m der Industrie der Nahrungs- und Genußmittel mit 12,4 0/0 Von der Gesammtzabl aller in Fabriken beschäftigten Kinder. _ Die Zahl der Arbeiter zwi chen 14 und 16 Jahren hat skit dem Jabre_1892 um 2,5 % zugenommen. Von ibnen waren 27,0 0/0 in der Textilindustrie, 11,7 0/0 in der Industrie der Steine und Erden, 11,4% in der Metallverarbeitung beschäftigt. _ Unter d0n im Jahre 1893 beschäftigten 616 620 erwachsenen Arbei- terinnen Waren 249 209 oder 40,4% 16 bis 21 Jahre, 367411 oder 59,6 47/9 über 21 Jahre alt. 305175 odi'r 49,5 0/0 der Gesammt- zabl waren in der Taxtilindusirie, 84 876 oder 13,8 0/0 in den Gc- wkrben für Nahrungs- und Genußmittel bischäftigt.

Zier Arbeiterbewegung.

In Berlin sol] am 20. und 21. Februar 1895 ein von der AgitationskommiYion der Bäcker Deutschlands einberufener deutfcher Bäckerta (Ge ilfén) stattfinden. ,

Aus msterdam wird der „Köln. Ztg.“ berichtet: Die Diamantarbeiter bildeten am Disnsiag AnsammlumZen vor den Fabriken. Die Polizei mußte einschrerten, wobci einige Urbeiter ber- wundet wurden. Der Aus tand nimmt an Ausdehnung zu.

“Aus New-York wird dem ,Wolff'schen Bureau" gcmcldi't: Nach einer Depesche des „World“ aus Kingsion auf Jamaika find Truppen nach Belize in Britisch Honduras beordert worden, um die blutigen Krawalle zu unterdrücken, welcbe Post- nachricbten vom 11. 1). unter den Mahagonjbolz- Arbeitern, die eine Lo nerböbung verlangen, stattfanden. Die_ Arbeiter babcn bc'rschiedknc Lagerräume zertrümmert, die Polizeistation gestürmt und den dort internierten Mädelsfübrér befreit. Ein britisches Krie sscbiff landete infslge dessen Marine?- 1oldaten, die am folgenden Y or en eine Volksmenge, Welche: 11 Ge- fangene zu befreien suchte, zurü triebkn.

Aus Denver (Kolorado) wird der „Boss. Ztg.“ berichtet: Mr. IVbn McBride, der Präsident der Vereinigten Bergarbeiter- genoffenschafi, wurde am 17. d. M. zum Präsidenten des aim_erikanischen Arbeiterbundes gewählt. Der bisherige Prasident Mr. Gompers unterlag bsi der Wabl.

M. quolge

Kunst und Wifseusthast.

, Die Untersucbun der rö_mischen Grenzeinricbtungen in Baden durch die eicbs-Limes-Kommifsion wurde auch im Iabre1894 weiter fortgeseßt. Ueber die hierbei unter Leitung von Yrofessor K. Schumacher erzielten Ergebnisse theilt die „Karlsruher Jg." einsn eingehenden Bericht mit, dem Folgendks entnommen ist: ie Arbeiten erstreckten fich wieder sowobl an den äußeren, bon Jagst-

bause 11 über Osterburken nach Walldürn - Miltenberg ziehenden Gkrenzabscbnitt wie auf die sog. Mümling-Ncckarlinie. Wäbre'nd un- tmttelbar -,üdlich und nördlich bon Osterbuxkcn der Grenzwall zum kbeil als noch recht stattlicher Damm die Walder durchzieht und in die An en fallende Tiümmerbaufen seiner Signal- und Wachttbürm§ hinter- la en bat, sind von Bofsbeim ab bis ge en Walldürn aiißerlicb so LM wie keine Spuren desselben wabrzunebmen, da er [)!le meist über kvo [bebaute elder geht, wo der Erdwall eingeebnet, die Mquexn aussiebrocben md. So fragt es sich, ob hier nicht Von dexn Prinzip kk schnurg€radsn Tracierung abgewichen und wmigstens dic Yauyt- f UchFen umgangen sind. Zur Lösung der Frczge gabdiß wrchtnze qkobt'scbe Entdeckung des vorigen Jahres, die uytkrirdiscbe A -

emung, den Hauptanbaltspunkt, während die umständlichere Ausschach- tun dcs Wal] rabens weniger in Anwendung kam. Scharf und deutlich SkiHien allentbalben das rofil des kanalartigen, mit Unmassen von ,o [e oder angebrannten reinen angefüUten Vcrfieinunngbcbsnö, in dem in kleinen “Abständen woblvx'rkeilte größere Steine die Rich- "ng anxeigen. In der Tbalßoble, am Fußc des Berges, am Hartge und an der Höhe aus efü rte Ogersckonitte ergaben so bin sichern Ui] der Linie (von Bo sbeim bis Hönsbaus bei Walldürn) und er-

bWÖÜeti den unanfechtbaren Beweis, daß die Linie auch durch dieses ""Junßkse Gelände unbgkümmert ibren s chnurgeraden Weg über Berg und bmweg nimmt. Nachdem einmal so der Zug aufs genaueste festgele 1

FW- gelanZes u11schWer, 8 USUS Tburmstcllenaufzu nden. Von den - kkgenden * efestigungen wurde die den Wal] ver ärkende Mauer fast beikm weiter gegen Norden bis unterhalb des .Löblein' bei Bofs- MP verfolgt ohne daß ihr Ende erreicht wäre. _ Yu ber Neckar- Umlinglinie war für dieses Jahr als hauptsacblnhy Z?iufgabe die

' Wimpfen gestellt.

namlich um 480/07

Ermittelung des noch unbekannten es südlicb-vou Neckaxbuxken bis _ D e Grabungen rien zu dem überrasch _den Er,- gebn-ciY, daß die Linie in schnyrgerad Richtung von Nechbm-km ösili am Knopf-(und Stockbronnerboxr und westli von Tiefenbach, Bachen'au-und Duitenberg vorbei genau auf dieK ermündung ober- halb Iagxtfeld zuaebt. Dabei e*„rgaben' ich zwei neue, für die Be- urtheilung des Wesens der Linie 4111 tige Gesichtpunkte. Erstlicb stelite es sich nämlich bsraus, daß _auch diese Linie in derselben Weise wie die äußere abgéiieint ist, also einmal römische ReichSgrchnze_ war, während man bisher dieselbe vielfach als eine zweite militariscbe Linie, eine Art Aufnahmeftellung, betrachtet hatte. Und zweitens zeigte xs sich, daß an Steba des febienden Walies und Grabezis em 4 bis 6 in breiter Patrouillen- und Kolonnen- weg die Wachttbürms verband. Bald liegt er unmittelbar vor diesen, bald zieht“ er in Fletneren ober größeren Abständen dahinter, wie es das Terrain bedin 1; wo es aber möglich ist, Hält er seine schnurgerade nord-sudliche Richtung ein. Bei Tiefenbach wurde auf dem Schloßbuckel im_ _Sbndertcicb ein kleiner Landsitz, cine 71115. 1115605, und b€1 Back,)enau ein andersartiges Wohn- gebäude mit interesxantém Kellerchen aufgedeckt. _ Auch nördlich von Neckar urkeg wurden bis Tkikklz Link! Anzahl neuer _Tbürme gefunden, xodaß auch der bisher unsichsrc Zug der Lim: von Robxrn bis Neckarburken feststeht. Vergleicht man jetzt deanesammtzug, so erweist er sich von Schlossau bis an die Kochermündung als Ein? schnurgerade Linie, ein Gegenstück zur Limesstrccke Lorch-Walldürn. Die Kastelle Oberscheidentbal, Roberp, Neckarburken liegen mit , ihren Frontseiicn parallel zu dieser Linie, während das Kastell bei Sckzlossau eine zur ncusn RicbtUng vermittelnde Lage hat. Die vielumfirittene Frage, ob die vordere odcr hintere (Hrsnze die? ältere ist, wird wobl nazi bald ibre fichers Lösung finden, wobei die Unter- sizcbunZ der beiden Anschlüsse eine “auptrokle spielkn dürfte. AÜer- dings ist aucb ganz gut denkbar, da diese innere Linie sich ursprünglich bis an den Rbsin und die Donau e_rftrecktc, iridö-n fie etwa bon Groß- kxotzenbuy über Kesselstadt und Hofheim, also näher am Main (als die nördlrcbere) verstrich und andererseiis bon Köngen am oberen Neckar direkt die Donau über Urspring und Faimingcn erstrebte, an welchen Orten berctts Kastelle festgefteüt sind.

_ Jm Königlichsn Kunstgewerbe-Museum sind zurZeit Lufirc-- ayencen ausgesteüi, Welche der Maler Ludwig Stahl 111 ergknt .ümlichcr'Weise bat axxiciiigen laff-In. Die Gefäße sind nach cigsner Zkichnung in sehr einfach€n Formxn 0an Relief odsr besondere Gliederung gebildet; der Schmuck bkstebt fast ausschließlich in dem bobsn Reiz der metaÜiscb schimmexnden Farbc'n, welcher durch kunst- VOÜ berheigefübrte Vkränderungcn im Brande bedingt Wird. Einige Probestücke disser Arbeit Crxegten [chou im Voriger: Jahre in Schultes _Sczlon Aufsebin. Jm Muxi'um s nd jest gegen dreißig Stück in 081"- 1chtedener Größe und Form zu (eben, 5011 13011811 jedss eine sklbsiändige Schöpfung ist.

Gesundheitskuesem Thierfrankheiteu nnd Absperrungs- Maßregeln.

T 1": r k e i.

Dcr internationali'. Gesundbkitsmtb in Konstantinopel bat fokgknde Quarantänébefiimmungsn gciroffen:

]) Die gegen Herkünfte von 5011 Küsten des Schwarzen und Viarniar0721180rcs ongcordneien Quarantänen find aufgehoben worden. , 2) Die gegxn Herkünfte des Golfs von Adalia angeordnyte 36511- 109th Quaranxane ist auf die Strecke von 130111 Kap Anamur (inkl.) bis Fineka (inxl.) ausgedehnt worden.

(Vergl. ,R.-Anz.“ Nr. 286 vom 5. d. M.)

Cbolcra.

Deutsches Reick). Vom 10. bis 17.Dczsmbcr Yéiitags wurdk, wie in „den .Veröffentlicbungcsn des Kaiser1ichen Gesundbeiisamts“ mitgetbktlt wird, je 1_ Erkrankung aus Wilhelmsrodk (Krcis Labiau) und aus Zaborze (Kreis berz?) gemeldet; erstsre berlisf tödtlich.

Königsberg i..Pr. Dcr StaatSkommissar für das Memel-Pregelgebist bat dur Vekanntmaäxung born 16. De- zember die Aufbebunzx dcs Ueberwa ungsdicnfies im Bezirk Lapsau zum 18. desselben Y onats angeordnet. Es find mmmkbr ?ämmtlichs Stromüberwacbungsstellén im dortigen Gebiet geschlossen.

Oesterreich-Ungarn. Jn Galizien Wurden dcm „Oest. San.-W.' zufolge Vom 3. bis 9. Dezemb-xr 243 Erkrankungen und 136 Todesfälle angezeigt._ _

Rußland. Amtlichen Nachrichten zuwlge wurdsn in dem Goubernetxients erm vom 4. bis 10. Novembkr 10 Erkrankungsn (6 Todesfalle), jäsan Vom 4. bis 17. November 13 (7), Jaros - law und Saratow vom 11. bis 17. November 11 (1) bezw. 2 (1), Pskow vom 11. bis 24. Novcmber 4 (1), Viinsk vom 16. bis 24. November 13 (3), Witabsk born 18. bis 24. No- vember 6 (3), Petrikau vom 4. bis 9. Dczcmbsr 3 (2), Lublin vom 3. bis 9. rcss. M. 10 (1) gemeldert. Laut einer auf amtlichin Quellen beruhenden Mittheilung in Nr. 313 der „St. Pet. Ztg.“ Vom 21. November sind in St. Petersburg Vom 19. Juni bis 10. Oktober 3978 Einwohner an Cholera erkrankt (davon 1999 Verstorbkn) ferner 161 (54) auf Schiffen befindliche Pkrsonen und 95 (21) An: kömmlinge von auswärts. In den vier Vororten der Stadt Wurden 908 (362) FäUe gczablt, 253 (107) ayßerdem dort erkrankte Personen wurdi'n in den Hospitälkrn _dcr Hauptstadt behandelt. Der Höhepunkt der Epide'mie fiel in die ersten age bis Juli: born ]. bis 11. d. M.

(tagcwsisk fortlaufend) 172, 218, . 158, 196, 209, 198, 182, 152, 144, 151 Erkrankungen festgestellt. Nach dem 20. Juli wurde die Höhe von 50, nach dem 27. August von 20 nach dem 4. September von 10 Erkrankungen an einem Tage nicht mehr erreicht, die leßtc Erkrankung fiel auf den 6., der [este Todesfall auf den 10. Oktobcr.

wurdcn 197,

Oertlicb berjbeiltkn sich dir Erkrankungen (und Sterbefälle) auf den

Admiralitäts-Stadttbeil mit 63 (30), dcn Kasanschen mit 96 (43), Svaffki mit 382 (237), Kolomna mit 183 (87) den Narwscben mit 397 (213), den Moskaucx mit 410 (210), Älexander-Nkwski mit 579 (328), Rosbbesiwemki mit 461 (214), Liteini mit 191 (95), Wassili - Ojtrow mit 375 (159), 11611 St. Peters- burger mit 404 (1.71), den Wiborqer-Siadtibeil mit 437 (212). Die höchsten Stsrbeziffern im Verhältniß zur Bevölkerung batten der Alexandcr-Newski (28,1 bezw. 39,7 und 51,9 auf 10000 in den 3 Be- zirken) und der Wiborger Stadjtbeil (29,4 bezw. 44,7 und 41,7), ferner der_3. Bezirk des Spasski-Stadttbeils (35,6), der 3. Bezirk des Narchben-Stadttbciis (37,5), dsr 2. und 3. Bezirk des Rosbdestwenski-Stadtlbeils (32,6 und 36,3), endlich der 3. Bezirk des St. Petersburger-Staditbeils (30,3). Ueberal], wo die Sterb- lichkeit din auf die ganze Stadt beraneten Durchschnitk (23,1 auf 10000) überschritten hat, waren ißstände in der Ab ubr, Mangel an filtriertem Rewawaffer oder über aupt an Leitungswasser, wie im Aiexander-Newfki- und im Wiborger Stadttbeil, oder große Volksdicbtigkeit, wie im Spa ki-Stadtbeil die unterstüßenden Ursachen. Niederlande. Laut ' ittbeilun vom 8. Dezember hat sich die Seuche neuerdings nur in Süd- o_lland gezeigt, und zwar in Lifferbroek mit 1, m Koudekerk a.Rh. mit 4 und in Kralingen (Vor- ort von Rotterdam) mit 2 äÜen. 13. Dezember zufolge sind im . onatSeptember d. J. an asiatischer Cholera 65, an einheimischer Cholera 12 Personen gestorben. Belgien. In dsr Woche vom 18. bis 24. November wurden 3 (bereits am,16. und 17. Nobember erfolgte) Fälle aus Jupille (Provinz Lüttich) nachträglich angezeigt. Türkei. Zn Konstantinopel wurde am 30. No- ] verdächtiger Krankheitsfall beobachtet. Jm Vilajet Hudavendkiar sind seit dem 17. November, im Sand; schaf Ismtd, wosklbxt etwa Mitte November noch in 3 Dörfern, vereinzelte (ö; olerafälie vorkamen seit dem 20. No- vember Weitere ErkrankunFn nicht festgestelb worden. In die

vember

Stadt Adalia wurde die bolerq durch 1000 aus *Anatoiien ein-

Dem „Staatskourant' vom-

getcosfene" Rekruten eing ck t- es kt . ' vember bis 3. Dezember:!“kepxs 'starbennhM' " TZI. „FLZ. Y:"- FFM. !?;in (1111118!) kekiiiiembeOtrt inJiVilaelt d dana Cbolerafälse ge- . r TVdeZX'ltleZvTui 28. Yovle bei:u is 26. ' er EWUZUW (und - n en. a tt . 8 Personen an Cholera. u a ' der WM ' - . Gelbfieber. * “Die Zahl dxr Todesfälle betrug, wie in dem „4586005 01" 88.1115. 19.1). berichtetwird, in Havanna vom 1. bis 7. November 5, in Vera Cruz vom 2. bis 8. November 2. in San Salvador vom 25. bis 31. Oktober 49 und vom 1. bis 8. November 45. '

_ . „Pocken. Turkei. JnKonstantinopel berrschiNa richten vom 4.5.33- zember zufoXZe eine noch im Zunehmen be riffene ockenepidemie. In 1172?) eitsvom 13). „Oktxber bcbst 1Yleovem er [farben an der Seuche ). er _onen, . t. er a e - ki ämmtl ' ' " ' ;: Konstantinopel Verstorbenen. s cher in M,“ Zea *

Handel und Geloerbe.

Tägliche Wagengestellung ür Kohle u d 1

An 5 ITnhdeZIFubr ?deinYYberxchlestiewn Ko g . _er u r 11 am . .“ . 1 ' - xeifingestOeUbt kksixel YZÜJMK ges ellt 2 051, nicht recht 'n er e ien nd am 18.d.M. t ' . zeitig gestellt keine Wagen. ges eilt 5170, nicht recht

. Zwangs-Verstei erungen.

Beim Kon'tglichen Amtsger?cht 11 Berlin standen am 19. Dézember dic nachbezeicbneten Grundstücke zur Versteigerun : Dic im Grundbuch von Schöneberg Band 38 Blatt Nr. 14 9 mib 1420 auf den Nauien des Maurer- und Zimmermeisters ein- rici) Seis zu Zossen eiiigetragenen, zu Schöneberg, Kyff äuser- straße und Ecke Frankenstraße belegenxn Grundstücke; ferner das im Grundbuch bon Schonxberg Band 39 Blait Nr. 1456 auf den Jiamxn dss Maurernzetfters „Jermann Schmack eingetra ene, zu Schoncberg; Kyffquseistra 8,18 belegene Grundstück; Fl che 3 a., 9,14 a und 8,15 &; xur_dte Meistgebote von 152 700 „16, 15320094 und 180 000 „14 wu_rden dteBankdirektorcn Eduard Sa nden zu Potsdam und Pam P ucbm u [ [er zu Charlottenburg Ersteher. _ Das im Grund- buch von D.-Wilmexsdorf Band 42 Blatt Nr. 1281 auf den Reimen des_Maurexmeisi€rs Aug. Reixzeingetragene, zu Deutsih- Wilmersdorx, Bornimsrstraße belxgene rundstück; Fläche 6,24 s.; “' fur das Meistgebot von 86150 „14 wurde der Ur. Herm. Engel zu Berlin, MEZerstraße 1, Ekstöbkr. _ Das im Grundbua) von Groß-Lichter elde Band 60 Blatt Nr. 1801 auf den Namen des Restaurateurs G. Müller eingktmgene, zu Groß-Lichter- felde, Cbxuffesftraße belegznc Gruydstück; Fläche 19,73 a.; für das Mkistgebot Von 250 .',-4 Wurde der Brauerei-Direkwr Armand Knoblauxb zu Berlin, Landsbérgcr Allee 11/13, Ersteher. _ F" die Versteigerung des Baudacb-Bebreiid'schcn Grundstücks zu Dsutsch-Wilmersdorf wurde ein Gebot nicht abgegeben.

* Magdeburg, 19. Dczembsr. (W. T. B.) Zuckerbericbt. Kocnzucker Exkl., Von 92% _,--, neue 9,30. ornzucker exkl., 88 % Nendcment 8,80, neue 870-880, Nachvrodukte exkl, 75 % Rendement 0,80-6,50. Ruhig. Vrotraffinade [ _,_. Bxdirafßnabc 11 _,_. Gem. Raisin. mit Faß 20,75_21,75. Gem. Malis ] xmt Faß _,_. Matt. Nobzucker [. Produkt Transiw f. a. B. Hambur pr. Dezember 8.624 Gb., 8,70 Br., pr. Januar 8,72.) bez., 8,75 * r.. 51". März 8,929l Gb., 8,975 Br., pr. April- Maia9,(i)74 bez.,1Z,1(§)OBr.bMattW T B

_„e pzig, . czem er. ( . . ,.) Kammzu -Termiu- handel. La Plata. Grundmuster Z pr. Dezember 223774 .“, pr. Januar 2,774 .“,„pr. Februar 2,80 „ji, pr. März 2,80 .“, pr. April 2,80 „161, pr. Mat 2,8218» pr. Juni 2,871) .“, pr. Juli 2,87 “ski, vr. August 2,90 «je». per September 2,924- „16, per Oktober 2,9 «Fi, 501 November 2,924- «111 Umsatz 10000 kg.

Mannheim, 19. Dezember. (W. T. B.) Produktenmarkt.

WLizenspr. Marz 13,80, pr. Mai 13,80, pr. Juli 13,80. No en pr., Marz 11,95, pr. Mai 11,95, pr. Juli 12,00. Hafer br. 22 rz 12,20, pr. Mai 12,35, pr. Juli 12,55. Mais pr. März 11,80, pr. Mai 11,70, pr. Juli 11,55. _ Bremen, 19. Dczember. (W. T. V.), Börsen-Scblußberichi. Raffiniertcs Petroleum. (Ofäzieii: Notierung dkr Brumm 311512030151 ;Vförse.) Fest. Loro 5,45 Br. Baumwolle. Flau. 1117511115 xxxbdl. loko 29 „_1. Schmalz. Fest. Wilcox“ ZZZ Ö, 5211711051- 751010 37.) „5, Cudabv 384 „!., Fairbanks 30 43. _ Wolle. ,Umsay 98 Ballsn. Speck. Fest. Sbort clear middl. loko 36, Dkzember=Januar-Ab[adung 344. _ Taback. Umsaß: 1342 Pgcken St. Felix.

Wien, 19. Dezxmbcr._ (W. T. V.) Der vereinigte Ver- wßivtngsratb de'r Staatseisenbabn-Gesellschaft ermächtigte, Wie das .Fremdsnblatt' meldet, din Präsidentc-n Taussig, die zur-

Gcsxllschaft cxxordcriicheii Vorberbitendcn Maßnahmen zu treffen. Die Ent)_cheidunsg uber dxn Zeitpunkt und die meritorischn Bidingungen dsr 51511081 1011 ist 811161." späteren Beschlußfassung vorbehalten. .

. Wim, 20. Dezember. (W. T. B.) Auswsis der Südbabn in 025 Woibc vom 10. Dezember bis 16. Dezember 826 260 F1. Mabrcmnabme 10 747 Fl.

Pest, 19. Dezember. (W.T.V.) Produktenmarft. WÜZM fest, vr. éFrühjahr 6,74 Gb., 6,75 Br., per Hexbst 7,06 Gb., 7,07 Br. oggen pr. Frühjahr 5,64 Gb., 5,65 Br., Hafer pr. Früh- jabr 5,94 Gb., 5,95 Br., Mais yr. Mai-Iuni 6.24 Gb., 6,25 Br. Koblraps pr. August-Sepiembcr 11,00 (Hd., 11,05 Br.

London, 19. Dczembcr. (W. T. B.) An der Küste ZWeizen- labungen angeboten.

960/9 Javaxucker loko 111 rubig. Rübcn-Robzucker loko ZZ ruhig. _ Cbile-Kupfer 414, pr. 3 Monat 41Z.

Lijsabon, 19. Dezember. (W. T. B.) Die Verwaltung der Köiiiglich_Portu0iesischen Eisenbabn-Gesellscbaft beschloß beute “dic wsoxtige Zahlung des ersten Kupons für 1894. Der Betrag ist bereits in Paris eingetroffen.

Zürich, 19. Dezembe'r. (W. TB.) DiE Vetriebs-Einnahmen der Schweizerischen Nordostbahn bctrugen im N0bember1894 Für den Personenverkehr 564000 (im November 1893 500 309) Fr., ür den Güterverkehr 1038000 (im November 1893 1002 756) ., diverse Einnahmen im November 1894 88 715 (im Nobembex 1893 87 605) Fr. Totaleinnabmc im November 1894 1690715 (im No- vember 1893 1590 670) Fr. Die Betriebs-Ausgaben betrugen im Nodember1894 981499 (im November 1893 888 928 Fr. Demnach Ueberschuß im NOVEMÖU' 1894 709 216 (im ovember 1893 701742) Fr. _ _

Amsterdam, 19. Dezember. (W. T. B.) Java-Kasfee good ordinary 51. _ Bankazinn 374. ,

New-York,19. Dezember. (W. T.V.) Die Börse eröffnete träge, verharrte im weiteren Verlauf in dieser Haltung und schloß in angenehmer Stimmung. Der Umsatz der Aktien betrug 164000 Stück.

Weizen eröffnete fest und stieg infolge von Berichten von Ernte- “sibäden durch Regen in Argentinien und „Deckungen der Baisstecs dann Reaktion auf Verkäufe und unerbeblthT Nealisierun en, daran wieder steigend auf umfangreiche Käufe der ew-Yorxer pekulanten, am Plaße und in Chicago. _Scblu fest. __ Mats schwächte, nacb Eroffnung etwas ab aus rei. liche Ankunfxe in den wesfli n ' Fitéisen, spätcr entsprechend der Festigkeit des Weizens erholt. Seb

e tg. * . _ -

CLicago, 19. Dezember. (W. T. B.) Weizen allgemein fest rend des ganzen Börsenverlaufs auf unbedeutende Ankünfte in. dcn weftli n Zentren und auf Berichte über 'Erntefcbäden du Regen in rgentinien. _ Mais schwäibte sich im Börsegvexlaufx Zunahme der für Kontrakt-Lieferungen verfügbaren Vorräthe und axe

günstiges Wetter ab. Schluß behauptet. ,

cbantueüen Dizrcbfübrung der K*onbers ion der 5% Prioritäten der -