no eingeführt werden.
Insiäerungsanstalt, so ist ungesäumt für die Berichtigung der Nach-
misun Sor e u tra 128) 0 d
en. _ Die Nachweißungen (Ziffer 11) werben au K ! v d fur die Quittungskarten vorgeschriebenen Größe aungstelcljtr'LLie YFZ
. rungSanstalt des eimatbba s. . ' ForsWften des § 108 Ab. 1 und § 151 desHGeseßes xexxxden YF
detfelben trägt die Verst
de Anwendung. . Die Rachweisungen sind von
senden und von dieser für jeden Seemann mit fortlaufender Nummer
zu _vetseben. '
Dem Seemann ist auf Antrag von der VerficherungSansialt , _ Gegen den Inhalt exmaqn die im, § 106 des Gesetzes be- , _ Die Einspruckysfnstbeginnt mit der Aus- gung der Abschrift; uber den Rekurs entscheiFet endgültig die eher anders das Verfahren der Versicherungsanstalten l)-.'treffe?ndt;_t Beschwerden ent- , ri en zur Cini? u
der RechtSMittel werden für Seeleute im Auslande auf drei MRZ?
kwßli'mbigte Abscbri der Na 113“ t - . der [esteren steheftx dem Y “1111118 zu er heilen
«eien Rechtsmittel zu. 11
höhere Verwaltungsbebörde des Heimatbbafens. scheidet das Reicbs-VkrsicherunKSamt. Die F
erftreckt. Hinterlegung von Quittungskarten.
13) Seeleute, welche Quitiungskarten besißen, können disselben
bei einer Anmusterung im Inlande bei dem Seemannßamt. hinter- legen. Das SeemgnnSamt hat für den rechtzeitigen Umtausch der bmterlegten thtyngsxarten (§ 104 a. a. O.) Von Amtswegen Sorge zu tragen und die uber ,dczn Inhalt der umgetauschten Quittungs- karten ausgestsilten Bescbemtgungen (§ 103 Absatz 2 a. a, O.) in
D'ruZ? ZulneiWen.s d R ck ck _ ie n er eaung owic ie ü abe bon Quittungskarten und der uber deren Inhalt ausgesteilten Bes einigunge'n ist Vom Seemanns- amt im Seefahrtsbuch auf Seite 4 zu vernwrken.
Schlußbeftimmungen. 14) Sorreit urid solange Verficherungsansialten auf Grund des §_ 65 des Gesexzes eine gememsama Geschäftsstelle für die' Invalidi- tgts- und Altersversicherung' der Seeleute Eingerichtet haben, Tritt diese an die Stelie dEr Versicherungsanstalt des Heimatbhafe'ns und der Versicherungsanstalqup_den Bezirk des Seemaiiusamts. 15) Die Muster „fur dre nach den Vorstehendsn Bestimmungcn außzuftellenden Nachwwsungen Werden Vom Reichs-Versichcrunngt festgestellt. ' Einführungsbestimmung. _ Die Vorstehenden Vestimmungsn trsten mit kW 1. Januar 1895 m KFW V ck ie, ersi erungsanstaltc'n Haben die Na Wei un cn au bix'sich'tlich der vbr_dem 1.Jan11ar 1895 besudigéen Lerigicherungxlz vfljcbttgkn Bejchaftrgungxn bon “Seelkuten auszustellen, soweit folche Nachweisungen nicht bereits auf Grund der bisherigkn Vorschriften 1von den Skcmannsämtsrn im Julande auSgLstelit worden sind. DtherfichezungSanstalten smd jedoch befugt, die AussteUung dechxckzwetsungeii fiir die vor Du,]. April189b büéndigtén Versicherungs- pflichtigen Beschafitgungen dérjxmgén Esslsuti', Hinsichtlich deren ihnen die erfordexltchcn uiiterlagen (Ziff. 10 fig.) nicht Volisiändig borlisgsn, den Seemannsamiern im Jnlande zu übertragen. Gescbwht dieses, so “find'solcbe Nachweisungen guf Grund der bisberigen Vorschriften von demxxxiigen Seemannsamt tm Jnlande auszustellen, bci welchem der betreffende Seemann zuerst an: odsr abgcmustert wird.
Bekanntmachung. Postpacketverkehr mit Japan.
Taxermäßigungen fkür Postfrachtstückc im Vcrkchr mri Frankreich. Vom 1. Jatiitar 1895 ab können iost ackcte 0 ne Werthaygabe im Géwicht bis :") kx um;) Jappan auf dhcm Wege uber 'Bdremen mit den Rkichs:-Postdampfern der ost: asiatischen Lime ziack) Maßgabe der Bestimmungen der Vereins: Postpaxket-Ueberemkunfi versandt werden. * Die Yostpackete" mitssén frankiert sein. Die axe betragt einheitlich 4 „46 40 „3 fÜr jsbes Packet. Von dem gleichen “ eitpimkt ab treten fiir die schwereren Vacketsepdnngen (5 „ostfrach__tstücke) im Verkehr mit Frankreich netze Tarifquin Kraft, durch welche *in An: ehung der franzosischcn Beibrdcrung-Hstreckc die Gsbührensäße fast durchweg Erxnäßigxmgcn erfahren. _Ueberbas Nahere m Vctrcff dsr vorstehenden Aenderunqen krtheilen dle Postanstalien auf Verlangen Auskunft, * Berlin is., den 14. Dezember 1894.
Der Staatssekretär des RcichßNZoftamts. von Stephan.
«..-....
Bekanntmachung.
Nachdym die Mank, und_ Klauenseuche in England aus- „ebrochen,1_s, verbiete ick) hisrdurch mit Ermächtigimg dcs rrn Ministersdfur Landwirthsehaft, Domänen und Forsten auf Grund dxs § 7 des Neichßgcsech, betreffend die Abweijr und Unterdruckung _bcr Vichseuchen, vom 23. Juni 1880 und des § 3 dcs'Prcußijchen Ausführungsgcscßcs vom 12. März 1881 die Etnjubr von Wiederkäuern und Schweinen aus Großbritannien und Irland.
JWoch werdcn Viehtranspoxte, welché bis einschließlich den 24. d. M. abgegangén smd, unter der Bedingung soforttger„Abschlachtung zugelassen. ' Zumtderbandlungen gegen vorstehende Anordnung unter:- lie en den Strafbestimmungen im § 66 Nr. 1 des Reichs: xgxe FYFHZM 23. Zum 1880 bezw. im § 328 des Neichs-Straf-
Dieses Verbot tritt sofort in Kraft.
Stade, den 22. Dezember 1894.
DSL“ Regierungs-Präfident. v o n H e t) e r.
Bekanntmachung.
Nachdem in England die Maul: und Klauen eu e au- Zetretcri ift, ordne ich" im Auftrage des Herrn Misnistérs füfr _ andwxrthsthast, Domanen und Forsten hiermit gemä § 3 des AusfuhrungSgeseßes vom 12. Mär 1881 zum Keichs- *Quchengexeß vom 23. Juni 1880/1.?171ai 1894 an, daß iederkauer ,und Schweine aus Großbritannien und Irland bis auf weiteres nicht mehr eingeführt werden. Viehsendungen, welch? bis einschließlich den 24. De- ember_d. J. von Großbritannien oder Irland abqegangen md durfen unter der Bedingung der sofortigen Abscölachtung
Zuwiderhandluncn gegen vorstehende Anordnun t : liegen den Strafbest?mmungen im § 66 Abs. 1 desg NYK-
der Versicherungßanstalt des atbbafens an die für die Versicherten in Betracht kommende e te MWUJSanstaÜ (Ziffern 8 und 10) zur Aufbewahrung zu ükxesr-
ei SZStrafgeseßbuchs. , Dieses Verbot tritt sofort in Kraft. ,' Luncburg, den 22. Dezember 1894.
Der Regierungs-Präfident. In Vertretung : v o n N a 8 m e r.
FSM es vom 23. Juni 1880/1. Mai 1894 bezw. im §328 des
Bekanntmachung,
betref'end Verbot der Einfuhr von Wiederkäuern und chwetnen aus Großbritannien und Irland.
„ Nachdem in England die Maul: und Klauenseuche in großercm Umfang 9u§gebrochen ist, wird hierdurch auf Vor: anlassmig de_s Reichskanzlers die Einfuhr (auch Durchfuhr bon Wiederkaucrn und Schweinen aus Großbritannien unZ Irland M das Großberzogthum bis auf weiteres mit der Maß: gabe verboten, daß Thiere, welche noch vor dem 25, d. M. „yon bort abgeganZen smd, unter der Bedingung bezirksthier- axztlicher Untkrsu ung und sofortiger Abschlachtung ins Land hineingelassen „weiden diirfen.
_ VexbotSWidrig eingeführtes Vieh ist zu konfiszieren und b1e_Bestim1nyng m'egcn endgiiliiger Verfü„ung iiber die kon- ftSzterten Thiere beim unterzeichneten Minißerinm telegrapbisch zu beantragen. '
Schwerin, am 21. Dezember 1894. Großhc'rzoglich" mecklenburgiscbcs "Ministerium, Abtheilung fur Medizinal=Nngelegenhcitcn. 13011 Arnsberg.
Verordnung,
betreffend dic_ Einfuhr von Wiederkäuern und chweinen aus Großbritannien.
Vom 22. Dszcmbcr 1894.
Nuseranlaffung des Reichskanzlers verordnet der Senat, Unter Aufhebung der Verordnung, betreffend die Einfuhr von
NÜWVÜ'Ü aus Gro britannien und N " _ tober 1891: Z merika, Vom 18. Ok-
_ . ,“ 1. _ Die Einfuhr 31011 Mic_derßäuern und Schweinen aus (Groß- britannien und Irland in das bremische Staathebiet wird verboten. § 2
Wiederkäuer und Sch1v9ine, 'welche bis zum 24. Dc'ember d. J. einschließlich von Großbritannien oder Irland abgeZangen
sind, werden unter der Bedin un 0 orti er Nb [ - der Landung zugelassi'n n)e-,ri'§]en.g s f g sch achtung nach
)
Stra geseßbuchs angedrohtc höhere Strafe verwirkt
Tagen bestraft.
Beschloffen Bremen, in der Versammlung des "Senats, am 21. und bckannt gemacht am 22. De'zembcr 1894.
ist, mit
. F 3. Fuwxderbandlungen werden, sofern nicht die in J 328 des Geldtrafe bis zu sechzig Mark oder mit Hafi bis zu vierzehn
Königreich Preußen.
Seine Maiestät der König haben AUergnädigst gerubt: _ „den, (Hebßimczi Bergrath und vortragcndcn Nail) im Ministerium fur Handsl und Gcwcrbe Rudolph Nasse zum GehczmenStObetr-Ykchath zu Lrncnnen; _ cn aa s- i' ivaren O1". piii]. Friedrich Philippi m L-snabriick und ])1“. ]]j]. aul W ' , ' Charakter als Archib-RYTH, P agner M Aurich den dem Professor bei der .Haupi-Kadeitenanstalt ])r. Nebr- mcm 11 den Rang der Räthe vicrtsr Klaffk, sowie bam Oberlshrcr bei dcrsclbbn Anstalt ])]: schmidt de'n Chvgrakter als Profrffor, ferner bem Sekretar' Franz Richter beim Provinzial-Schul: FYJYM “MTTLYY [Lklnlk dem SekLetär Martin Wetlicl) * rovmzia-S u 0 cgium in (.assel Jen C RechnnngS-Rath zu verleihen. ** ! harakter als
Siegler-
Seine Majestät der König haben Allergnäbigst gcruht:
dem Kommerzicn :Ratb Louis (Humpert zu Brandcn- sboiiHFe a. H. den Charakter als Geheimer Kommerzien-Nath,
dcm Fabrikbcfißcr Fran «daniel in Dü cldor dn Charakter als KommerziemRat?) z?! verleihen. ff f ?
Ministkrium dcr öff-Intlichen Arbciten.
*Der bisherige _Köiiiglichc Regierungs : Baumeister be, Brixyn, ziir Zeix .YilfsÜrbcitcr bsi der Königlichen Ministerigi:Baykomnitsjioii in Bkrlin, und , dcr Komgliché IiegierbngeZ-Baunicistcr Eugen Lehm ann m, Dgnztg, zux Zeit bci der dortigen Königlichen Polizei- szßketjion beschaftigt, sind zu Land:Vaninfpektoren ernannt Dér bisherige Königliche ReqicrungS-Baumeistcr Ern? FrbereTrFt ti_n SYxsxvilgchist um Land:Vauinspekwr ernann1t br tgexi omg: cn c_ icrun ur di 11 ' - ': wendIiÖng ixbxrwrlch worden. (] g 3 ? MWM VU cr "onigi e RegierungZ-Vaumeister A enba in (Gumbinnen imb ber Königliche Regierungch VaumckZistcr Johqnncs 289th m Meseriß smd als Kreis-Bauinspektoren bezw. tn Yumbznncn 11.11!) Meseriß angestellt worden. in TYFKZWYYQ .???xerungss-Tköaunxisteß H ein ri ck W ilken s l a “reis: auin ctor ael téür den ' Bernkastel) angestellt wordenp f s “f Baukreis
Ministerium der geistlichen, Unterri ts: und Medizinal-Angclegenheiten.ch
Der bisherige Oberlehrer am Realgymnasium u Nei “e Zz'édétbthar Nuske ist zum Krebs-Schulinspektorz ernanßit Dem Oberlehrer am Luisenstädtischcn Gymnasium hier-
selbst Otto Kab" . ' . worden. [fck ist der Charakter als Professor belgelegt
„Heinrich und Joachim Albrecht m Begleitung des Majors von Arnstedt und des Lieutenants
Freiherrn v. d. Golß vorgestern aus Bonn in Braunschweig eingetroffen.
berzogs und der Erzherzo in
Kriegs-Ministerium.
Jntendantur:Affesfor ernannt worden.
Obcr:Rechnung skammer. Die bisherigen Geheimen
Ober:Rechnungskammcr ernannt.
Königliche Scebandlung.
Bei dem Königlichen Leihamt sind: dcr Yuchhexltcr Leopold zum Kassierer, der Sekretar Kluth zum Buchhalter und
worden.
Bekanntmachung.
vember d. J. bringe ich hierdurch zur öfenilichßn Kenntni d_aß mit dem Erloschey ber Cholera in Toflkemit die daielbfii cingyrichtetc gesundizciisPolizeiliche Ueberwachung mit “dem heutigen Tage eingeteilt worden ist. * Danzig, den 21. Dkzember 1894. Dcr Staais-Kommiffar für die Gesundheitstlegc im Stxoingebiet der Weichsel. Ober-Prastbcnt, Staats-Minister von Goßler.
Abgereist:
_ „ Seine Durchlaucht der kommandierendc General ch [1]. Armce-Korps Prinz Friedrich von Hohenzollern.
Yiehtamtlichez.
Deutsches Reich. Preußen. Barlin, 24. Dezember.
Jhre Majestätcn der Kaiser und die Kaiseriri wohntcri, xmq „W. T. B.“ meidet, gestern Vormittag dcm Goticsdientt m 'der Friedenskirche zu Potsdam bei und be: 1x tigten Nachmiixggs dex! Weißen Saal im hiesi cn König- li en, Schlosse. Samyxtliche bei der Restaurierung c“i!)czs leßicren betheiligt gewesenen Kunstlcr waren u dieser Besichtigung bc: foblet) worden. Die Rückkehr von * erlin nach dsm Ncncn Palais erfolgte mittels Sonderzugs um 41/2 Ubr.
Ain 22. b, M., Mittags 1 Uhr, fand eine Sixmxig des Kuratoriums dcr" R€ichsbank im Reich§ami des Jnnexn untsr Voriiß dcs Staats-Ministers 1)». von Boetticher gls Vcrtretßrs des Reichskanzlers stati, aii welcher, „außer dem Reichsbank : 3 räsibenten [)1'. Koch“ als Berich'tcrstatter, _dcr Fincmz : Miniter ])]: Miqncl, der Futagtsjekretgr _dcs Rßichs:SchaHamt§ Graf Posadowskb, dbx quglich sbcksische_ iYesandtc Graf .Hohenthal und der Koxiiglick) bayeris (' MmMeriabDircktor Freiherr von Stcnqcl theilnahmen. *
Der Kaiserliche Gesandte im Haag, Geheime Legations- Raih Graf zu RanYu hat einen ihm Allerböchst verbilligten Urlaub angctretcn. - ährcnd seiner Abwesenheit fungiert dri; LsgaiwnERath von Reichenau als Geschäftsträger.
Dcr Königliche Gesandte in Weimar, Geheime Lc atiomx; Rath Raschdan hat einen ihm Allerhöchst bewiiligtctiJ kurzen Urlaub angetreten.
, Ter Eiscnbabn=DirckiionE-Präsidcnt Kranoid hat iici) nut kurzcm Urlaub nach Schlesien begeben.
Loui tciegrapbischcr Meldung an das Ober-Kommando der Marine ist S. M. S. „Marie“, Kommandant Korvetten- Kayttan Credncr, am 20. d. M. in Chefoo eingetroffen.
Bayern.
„ Seine Majestät der Kaiser von Oesterreich hat, wie die '„Allg. Ztg.“ xncldct, den fiir die Weilmachsta e beab- sichtigten Beim!) bei Ihren Königlichen Hoheiten dem rinzcn und der Prinzessin Leopold verschoben.
Baden. JHrc Königlichen Hoheiten der Großherzog und dic"
Großherzogin haben sick) gestern Nachmittaq nach Freiburg begeben, um die Weihnachtstage bei den Erbgroßherzoglichkn Herrschaften zuzubringen.
. Höchstdieselben edenken am nächsten WWI nach Karlörubc zurückzukehren. g
" Braunschweig. Ihre Koniglichcn Hoheiten die Prinzen Friedrich von Preußen smd
Oesterreich-ngarn.
ist heute ifrüh („Yum Be uch des Erz- „ran alvator nach
Der Kaiser
Lickxteneßg abgereist und gedent morgen zuruckzu
bend nach Wien ehren. *
Der Militär-Jniendantur-Referendar Trautwein vom (171. Armee-Korps ist unter Ueberweisung zu der Korps- Jntendantur des 12. Armee-Korps zum etatSmäßigen Militär:
, revidierendcn Kalkulatorcn Becker, Latigenfeld, Spieth, Peters und Werwach sind zu Geheimen Rechnungs-Revisoren bei der Königlichen
der Bureau-Diätar DUch0lku zum Sekretär LMMMt
Jm Verfolg meiner Bekanntmachung vom 29. No:“
Dcr uninsch: Mmifter-Präfidcnt [):-. Wekerle ver- ständigte 18. it liederbes Oberhauses und des Unterhauses, daß der Kaiser e'zmischen deni 27. und 31. Dezember zur Neußerung über die gegenwärtige Lage empfangen werde. Die Berufenen gehöre'n zu der liberalen Partei, .dcn liberalen Dissidenten, der Nationalpartei und zu den Klerikalen. Es befinden fich darunter Baron Banff», Koloman Tisza, Szell, Max Falk, Graf Apponyi, Graf Julius Szapart), Szlävy von Okany und Graf Ferdinand Zichi).
. Frankreith.
Der französische Gesandte in Belgicn Bourée ist zum Gesandten in Athen, der bisherige dortige Gesandte Graf dc Montholon zum Gesandten in Brüssel, der Botschafts- Sekretär erster Klasse Denant zum Minister-Residenien_ in Luxemburg und der Botschafts-Natb DcSprei) zum Minijtsr- Nesidenten in Montem'gro ernannt worden.
In der vorgestrigcn Sißung dcr Deputirtenkammer verlas dcr räsidentVrisson ein Schreiben des russischen Boisehafters arons von Mohrenbcim, worin der Kammer für die Sympatbickundgchng anläßlich des Todes des Kaisers Alexander der Dank aucchsprbchen wird. Dkk Republikanxr Dcnoix brachte daranf einen Antrag ein, der dahin zielt, bis STLÜUUJ cincr Kautibnssunime fiir die Zeitungen wieder cinzufübrkn. (Lärm.) Denoix verlangte Fur diesen Antrag dic Dringlikbkcit, doch wurde diese mit 362 gegen 87 Stimmen abgelehnt. Die Kammer genehmigte sodann einstimmig cinen Kredit von 200000 Fr. für die Anwendung von Diphtheric-Heilscrmn. Im weiteren Verlauf dcr Sißimg interpcllicrte dcr Sozialist Millcrand dis Regicrung betrcffs dcr Strafc, die Über den Depu- iirtén Mirman (118 Soldaten vsrhängt worden" sei, weil dcffcn Unterschrift unter einem von sozialist11chen kaiitirtcn unterzeichneten politischen Manifest gestanden babc. Millcrcmd bcbanptct, Mirmmss Name sei obne Wissen unter das Manifest gcscßi. Der KriegS-Ministcr (General Mercier crwidcrti', cr babs das Rccht, zu wissen, was ein Soldat ihne; Mirman habe sich geweigert, zu erklären, das; skin Name irrtbümlick) unicr dem Manifes' stehe. Mit 359 gcge'n 49 Stimmen wurde darauf eine 'Tachordimng angenommen, worin die Erklärung der Regierung gsbiliigt und die Absicht betont wird, die Disziplin in der Armee zu wabrcn. Schlicßlick) genehmigte die Kammer mit 299 gcgcn 171 Stimmen das Abkommen zwischen dcm Staat und der Eiscnbahngeseilschafi bon Südfrankreich.
Das kriengcrichtlichc Urthc-il gcgen den wcsien .Hochvcrratbs angeklagten Hauptmann Droyfus lautet auf lebenslänglich? Dxportation nach cinem befestigtcn Plaß.
Italien.
Tcr König empfing am Sommbcnb di Nudini und Vonghi, die eine Audienz nachgefucht hatten, um ihrs (Hliick- wünsche anläßlich des bevorstehenden Jahrchvcchscls darzu- bringen. Politische Fragen wurden in keiner Weise berührt.
Die aus fiinf Senatoren bestehende Kommiséion, die mit dcr 5riifung der Dokumcntc Giolitti's, oweit diesc sick) (Ulf cnatoren beziehen, betraut war, hat vorgestern ihren Bericht veröffentlicht. Der Bericht bringt:
,1) Wsder die Listen, welcbe lediglich summariscbc Notizen find," die in Eile Von einem Poiizeidklcgirtsn aus den beschlagnahmten Papiersn herauSgezogen find, um Vertraulich dcn Polizeichef oder einsn Ministsr zu informisren, _ noch vici tvsnig-xr 2) cin Brief, der im Gefängnis; 8911 61110111 Angkkiagicn mit dsr offeyfundixZen Absicht €schrieb€n ist, die? Gunst désiknigen, dsr die Ykacht n Händen Katte, zu gewinnen, find nach unserer Einstimmigen Usbcrzeugung Leignet, als Dokumcnte im ivabrxn Sinns dss Worts Jetracbtet zu iverdsn, da es Papiere von nicht öffctitlicbcm Ursprung und Brikfé smd, die aus dem G5€dächtniß obne che Banu ung von Qusslen durch Linen Gcéfangencn geschriebkn nxurdcn, den die Notbwenbigkeit drängte, fick) mit jeder Art von Yiitisln zii Vsrtbeidigsn. Infolge dcffen sind wir zu der Uebcrzeugimg ikkommkn, daß di? cnanntcn Papicrc nicht bckdicnpn, daß fich der Enat mis ihnen beizchäftige. Da sich jkdocb die Gclcgcnbxit bot, das; einc kleine Anzahl unserCrKollkgcn, die in dicscn PLPiCkkn gmanntivari'n, Erklärungen liefern konnte, haben wir dixielbcn aufgcfordsrt, fich zu c:“iiärcn. Nachdem wir diese Kollsgsn gsbört haben, find wir zu dem Söhliisi gelangt, daß für alle jdede Yzerantwortlickykcit in politischi'r odcr moralischer Béziehung ausgesckyloffkn ist.“ _
Die vorgestrigcn Nbendblätter bemerkkn it dem Bericht, der Senat habe der Dcpniirtcnkammcr cine LLM der Klugheit und Weisheit erthcilt.
Der Papst empfing bcutc im Thronsaal die Kardinäle und Prälaten, um deren Glückwünsche aus Anlaß des Weil): 11a isfcstcs cnigegcnzunchmcn. Der Papst hielt bci dicssm An aß cine Reds, worin er die Rolle der katholischen Kirche in dsr Zivilisation darlegtc.
Niederlande.
Ihre Majestätcn die Köniqin und die Köni in- Regentin empfin, en, wie „W. TB.“ tncidet, am SUUUÜWUÖ Abend den Flügel-9 djutanten Major (Grafen Moltke, welcher von Seiner Majestät dem Kaiser Wilhelm beauftragt war, der Königin ein Weibnachtßgeschenk zn überreicbc'n. Gestern legte Graf Moltke, gleichfalls im Auftrage Seiner Majestät des Kaisers, zwei Kränze aiif die (Gräber dcr Königlichcn Familie im Mausolkum zu Delft nieder.
Belgien.
Bei der gestern in Lüttich vorgenommenen Wahl zur Deputiricnkammer, die dadurch nöthig geworden 'war, daß Defuiffe'aux die Wahl in Mons angenommeani, erbteltZri Francoite (Katholik) 35 284, Smcets (Sozialist) „55 663 und Hansens (Liberal) 27 258 Stimmen. Soma „ist eine Stichwahl zwischen Francotte und Smccts erforderlich.
Rumänien.
Der russische Gcncral:-Adjutant Graf (H„ol'eniiscbe'w- Kutusom noiifizicrte am Sonnabend dem Konig in feier- licher Audienz dic Thronbesteigung des Kaisers Ntkolqus von Rußland; Abends fand zu Ehren des Generals ein Hof: Galadiner statt. .
Die Dsputirtcnkammer nahm mit 70 gegen _32 Stim- men die Adresse an den König an und bestimmte cine Kom- mxsfion, die sie überrei en soll. "
Dcr Finanz-Minitcr (Hermani legte das Budget fur 18955/96 vor.
Bulgarien. .
Als am Freitag Nachmittag die Rekonstruktion des Kabinets unter Stoilow in Sofia bekannt wurde, brachten_ dem „W. T. B.“ zufolge etwa 300 Plefonen dem Minister- Pkäßdenten Stoilow eine Sympathie = Kundgebung dar, ,die bis zum Abend dauerle.
Amerika. 11 dem Repräsentanten hause brachte, wic „W. T. B.“
*aus ashington berichtet, der Abg. Wil on vorgestern einen
Antrag ein auf Abschaffung des DiYereniialtarifs für Zucker, welchxr aus Zuckerprämien zahlenden ändern komme. Der Abg. Springer brachte nac!) Besprechungen mit den demokratischen Mitgliedern des Finanzausschuffes des Repräsentantenhauses im Einverständnis; mit dem Schaßsekrctär Carlisle einen Geseß: entwurf ein, welcher den von Carlisle vorgelegten Münz-Gesey- eniwurf crseßen soll. Der Pxäfidcnt der Kammerkommission für Mittel und chc exklärte, die Kommission habe keine Schritte gethan, welche die AufhebUng des Differentialtarifs für solche Länder bcträfcn, die Zsuckerprämicn bewilligten. Jede Maßregcl zu diesem Zweck mii] e vom Senat nusxzrhcn, ber die von der Kammer angenommene Vorlage, iiber die zoll: freie Einfuhr von Zucker, zu berathen habs.
Asien.
Der chinesische Kommissar für die “"ricdxnEbckhandlung-cn Clwngyinbuan ist, nach einer in Wa?k)ington eingetroffenen Nachricht, Mitglied des Tsungliyamen und war früher (He- Ytndtcr in Washingiim. Thau ist Gouverneur dcr Provinz & mm.
Das „Reutcr'schi' Burian“ berichtet ach Yokohama von gestern, eine japanische Division sei am 19. d. M. fiebsn Meilen westlich von Haitchetig auf eine 10000Mann starke chinesisckw Truppenmacht des Gcnsrals Sung gestoßen. Nack) fiinfstündigem Kampf und vicr Sturmangriffcn auf die chinesische Stellung seien die Streitkräfte des Generals Sung ausiinandcrgcsprcngi worden. Die Vcrlustc seien unbekannt.
Die „Times“ meidet aus Kobe von gestern: Etwa 1000 Tongbaks hätten am 17. d. M. bis uns 300 Mann bsstehenbc koreanische Garnison von Tschollado gc: schlagen. Die Häuser in dcr Uchgsnb seien geplündert Und niedergebrannt worden. Die Bevölkerung sci geflohen.
Ans Tokio wird der „Timcs“ von gestern gemslbkt, wahrstheiniick) Würden in dieser Wochc 25 000 Mann in Hiroshima cingeschiffi.
Die Londoner Morgovblättcr von ()cuie veröffentlicbsn übcr Tokio eingegangene offizielle Depeschen aus Sönl vom Sonnabend, wonach die koreänischc Regierung ('ingcwiiiigt [mi, dem fremdländischen Handel zwci nene 3" (ich zu er- öffncn, nämlich Mbkpb in dsr Provinz scholladb und Tschiunampo am Ufsr dcs Taiimg.
Nack) 611101" Meldung ÖL]; Londoner Morgcnbläitcc aas Ticntsin von gsstern vsrlautc dort, daß die Mobamcdancr der Nördlichen Manöschurei sich im Anfstand befändi'n.
Dem „Handelsblad“ wird aus Batavia ielegrapbicri: Der Siiltan von Aijc-k), der durch den Radial) Von Gighcn nnd dcffen Anbängc'r, die der holländischkn Regicrimg treu ssicti, bedroht worden ski, habe bc'i Nacht mit seinen Frauen und Anhängern stine Residenz Kemala verlassen, nachdem cr sein Haus in Brand gcstßÉt hab?. Ec bcfinbc sicb jth in dcr Nähe von chii.
Afrika.
Das „Reuter'schc Bureau“ meldet aus Kairo, die Nut- wort der Regierung auf den Bericbtbcs gessßgebcn: den R aihs besage, die Vorschläge chscibcn seien unausfiibrbcxr, aus den schon im vergangencn Jahrs angegebenen (Griinden, dic verlangten SparsamkcitSmaßnahmcn 12111[)U11[1ch, sämmtiiibc Posten des Budgets vollstiindig gercchtfcrtigt. Da dic Mächte die Verwendung der Ersparnisse aus der Konversion zur Erleicbic: rung der Grundsteuer nicht genehmigt hätten, wcrdc die Re- gi-IUMJ prüfen, ob die fiir Vcrbcffcrung der Gesundbsiis- verhältnisse .Kairos und fiir Deicbarbcitcn an escßicn Kredits cinkr andersn Bestimmung überwiesen werben önnten.
Das in Brüssel erscheinende „Mouvemcni géograpbiqac“ dcmcnticrt kategorisch dic Nachrichien von Schwierig: kikitLU mit den Eingeborenen un'z bmi Araburn am bbcren Congo, deSglcichcn dic Nachricht von Schivicrigkcitsn zwischen dem Congbstaat Und England. Ungenau sci fcrnsr die Meldung, daß der Congoftaat den Bau der Congo : Eisenbabn auf seine .“)iccbnung iibsrnehmcn werde. Ein Geseyentmurf, dnrch chi 10 Millionen Francs zu diksém Zwe'ck zur Verfügung gc: stCUt wiirden, ssi von dem König unterzeichnet Und werde bsm- nächst der Kammer vorgelegt wcrdsn.
Die von Madagaskar in Marseille eingetroffene Post meldet, der englische Obsrst Shervintbn und zahlreiche briiischc Offiziere seien (mf Madagaskar gelandci; sie hätten wahrscheinlich die Absicht, in der Hovas -Armee zu dienen. Lcßtere habe zahlreiche (Gewehre und Munition erkalten. Die Truppkn in Tamatavc patrouillicrten beétändig, Um die Hovas nicht näher kommen zu (affen. Im Norden und Westen, wo Sakalaben und Antankaren mehrsrc Trupps .Hooas varnichtet bättsn, herrsche lebhafte Erregung. Die Vcrthsidigunq von Tananarivo werde organisiert, sei aber wegen des Mangels an Truppen schwierig.
Das „Neuter'fcbc Burcau“ berichtet aus Tamatave vom 13. d. M.: In Jsoanirana an dem Nordrand der Antongil-Bai habs ein .Hovavorpostcn an den französischen Kreuzer „Dupctit:Tk)ouar§-“ gefeuert. cr Kreuzer habe das Feuer erwidert. Drei .Hovas scien getödtet worden, die anderen seien geflüchtet. Auf Seiten dex Franzosen sei ein Mann verwundet worden. Das französische Kriegsschiff „Bien Aimé“ habe ein Fort der Hovas in der Nähe von Tamatave genommen. Die Hovas hätten den Ort Jvondrona, 8 cnglische Meilen südlich von Tamaiave, nieder- gebrannt.
Theater und Musik.
Berliner Theater.
Das im Jabre1881 entstandene und von zahlreichen Aufführungen am früheren WaUncr-Tbeater ber wohlbekannte und beliebte Lustspiel .Der Kompagnon" von Adolph L'Arronge ist fiir die Weib- nachtsfeiertage an dieser Bühne neu einstudiert und ging unter allge- meiner Heiterkeit zahlreicher Besucher gestern Abend zum ersten Mal in Scenc. Einen großen Theil „seinss Eifolgs Ver- dankte das lustige und immer noch wirksame, wenn auch etwas unmodern gewordene Stück dem trefflichen Zu- sammenspiel. Namentlich waren es err Gutbery als der in kein einziges Kind Adele vernarrte Kabriant Voß mit seinem gemütli- Volien Humor und Fräulein osa Netty als derbkomische ost- preußisclpe Köchin, die eine behagliche Stimmun im Publikum erregten und bis zum Schluß erhielten. In der No 8 der Frau Schumann
länzte Fräulein Groß durch vornehmes Auftreten, wu te aber auch, Fesonders im Verkehr mit ihrem verarmten Onkel tiefe mpfindyrxg zu zeigen. HerrScb ö n f eld wirkte durch sein drastisches Spiel als Spiritus. händler und Dichter gleichfalls erbeiternd, so oft er fich auf der Buhne
sehen lie . Unter den übri en Darstellern sind hervorzuheben: die Daxnen ZIolff (Mathilde Vo ), von öllniy (Wittwe Lerche), Riska (Linse Lorcbe), Walther-Trost (Tante * över) und die Herren Merten (Bernhard Voß), thty (Hausdiener Friedrich) und Precbtler OScar Schumann). _Der im Hause anwesende Verfasser mußte na dem dri_tten und vierten Akt unter stürmischem Beifall wiederholt auf der Bubne ersoHemen. Lessing-Theater.
Die, vorgestrige erste Aufführung von Victorien Sardou's Sibaysptel „_thSmonda“ fand in ihrem Verlaufe den sebr !ebhasien Bcifall dex Zuschauer und Zuhörer. Ein Stück alter italienischex Romantik Wird ,in dem Schauspiel lebendig, de en sinnlicher_ Nerz noch xrböht wird durch den Oii, an dem sie erblü t: Ather), _tm Glanz seiner antiker) Säulen- und Tempelpracht, wie sie txn funszebnten Jahrhundert erschien, nachdem fie durch das florentiniscbe .Hexrscberhaus gußgebaut wgr, bildet den Schauplatz des Liebesdramas ztmschen der [chönen GhiSmorxda, der verwittweten Herzogin von Athen, und idem armen, nie_dr1g eborencn Jüngling Almerio. Der Dichter, erweist sich hier _wteder ?ast unerschöpflich in der Erfindung romaniischer, stark tbeatralrscher, aber ststs eindrucksvoller Effekte zur Verknupfung mid Löfyng „eines tragischen Konflikts. Die stolze Herzogin verspricht mit ßinem heiligen Eibe öffentlich Hand und Krone dem LebenSretter _1bres Kindes; aber dem Mann aus dem. _Vblke, Almerto, weiZZrt iii: sic? den Schwur zu halten. Als sie ]pater seinen Hoben c«inn und iarken Muth erkennt, s enkt fie ibm ihrs Liebe gegcn das Versprechen, ihren Stolz zu s onen und sie ihxks Eibes Vor aiiem Volke zu entbinden; Almerio geht in seiner beißexn lebe imd iemsm grenzenloscn Edelmutb nicht nur auf diese Bebmgung em„ sondezn wil] auch für eine blutige Rachethat der schorzen Hsrzogm still duldkn. So viel Opfermutb rührt endiich das stolze HIS Gbisynonda's und nach einer öffentlichen- Bercbte allcr ihrer Wunden bietc't fie de_mütbig Almerio zu dem. Yerzen, das e_r schon besitzt, auch noch dis Krone. - Die Cbaraktexe Und x_naßloé» m chen ibrexz Tugenden und Leidenschaften. Besonders Ut _die schöne Herzogixi in jedem Akt der Spislball einer anderen bxfttgen Empfindung, die xsdesmal in einer großen, geschicki angelegten Scene Ausdruck gewinnt. Bald weckr dkr Dichter Furcht uud Gfrauen, bald läßt erbix lammexn wilder Liebesraserki auflodern und wrrktdab11rchsiarkausdte «_inne, ohne daß Sscle xnd Gismüii) eigentlich tief ergriffen Werden. Auf das Publikum hat diese Reihe wechsel- yoller Gesckyebniffe, die gsbobcn werden durch die dekoratibe Pracht, ent- icbieden Eindruck gcmacbi, da auch dsr Géist durch schöne scenische Bilder, durch Gksang und Orgelion beschäftigt wird.
Die Titklrolle, dic schauspieicrisch hizuptjächlicb in Betracht kommt, wurde Von Fräulcin Neiienbostxr mii jenem beißen TLMPLL'ÜMLUT gespiklt, das dsr Stimmung Dcr Handlung entspricht; Tig Darstelierin berinag bacchantische Liebesglutb mit seltsnem Rariinement wiedsrzugsben; ihr galt denn auch_zumeisi dsr rauscbsnde Béifall dsr Zuschauer. Den Aimerio gab Hsrr Sommerstorff dellt 1in mit glaubbastem Heikmttbnm, abcrzuwcilen wobiailzuzurück-
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_ Dcr Festwockycn-Spicwian des Nc'usn Tbcatkrs lautet wie folgt: DiCnstag, Nachmittags: „Das ne'ue (Hebot*, Abends: „le kleine Mann“, Mittwoch, Nachmittags: _Dowpblseibstmord“, Abönds: „Andrea“, Donnchiag, Nachmittags: „Komödianten“, Absnds: „Dkk klsinc Marin“, Freitag: „Audrea', “Sonnabsnd: „Der kleine Mann“.
Jagd. Offiziclier Sire'ckCn-Rarport dcr K'Öniglickzcn Hofjagd bei KönigÖ-Wusterbausxn am 21. Dezember 1894.
- In zwri abgezstslltc'n Jagen auf Dam- und Schivarzwilb, dc'ccn crits»; i11 dcn Kaße'nbkrgcn der Oberförsterei Hammer, das andere am Us:? iss Hölzernén Sees im ForstbeiaufDnberow der Oberförsterei Kbnixs-Wuiterbausen errichtet Wgr, erlegte'n:
Ssinc Majestät dkr Kaiser und König 7Schaufl€r, ] Stück Damwild und 38 Sauen,
Skitlc Majestät der König bon Sachssn 5 Schaufler, 9 Stück Damwild unb 19 Saus",
Sc'iii'k Königliche Hoheit dcr Prinz Gcorg bon Sachsen 6 Schaufler, 9 Stück Dxntwild und 4 Sauen, .
Sx'inc Königliche Hobkit der Prinz Hsinriä) Von Preußen 17 Stück Tamwilb und 20 SÜUM, _
Skin? Hoheit dcr Herzog von Sachscn - Alte'nburg 6 Schaufler mik 4 Saucn,
SGML Durchlaucht dcr Prinz Ernst Von Sachscn -A[tenbnrg 4 Sclzaixficr, 12 Stück Damwild und 11 Sauen,
Dix» iibrige, aus 26 Schüßen befiebsnde Jagdgesclischaft 48 Sébauficr, 113 Siück Damwild und 54 SMW".
Dis G'sfammtstrlckc betrug fonach 76 Schaufler, 166 Siiick Dant- wild Und [50 Sankn bkz. 392 Stück Hochwild.
Das Wsttcr war dcr Jagd trotz. des herrschendcn Nkbkls noch leidlick) günstig.
Maunigfaltiges.
Tim 22. Dszembcr, Nachmittags 2 Uhr. fand in der Kaiser Wilbclm-Gedäcbinißkirchc' das Richtikst statt, nachdem per 480 antncr schwere Schlußstcin, die Kaiierkwne “darstellend, als SPW? des nunmehr 13er 100 m cmporragendeti Yaubttburms bcrsest worden War. Es haitén fich dazu zahlreich die Yerr'c-n des Vyrstanxs dLs Evangelischen Kirchenbauvérkins _und, des Berlrnex CymrtéH fur die Kaiscr Wilhslm-Gedäibtnißkirckye emgc'sunden, iind die sammtiicben am Bau beschäftigten Baumeistcr, gn ihrer Sp: 5: der baulextende Architeki, Bauratb Schwechtcn, iowie die ildhauer, W(zrk- meister, Maurer- und Zimmerbolicre. Gesellen i_md Axbe:ter Versammklt. Jn Abwesenheiidcs Vorfiße'iidexx dss Evangelischen _Kirchsn- bauvcreins, Minister?! des Königiickokn 49.211388 von chsl “hielt. der Vorfißendc des Verlinkt Comités, WirkiickychbeimeRatb1)r.Ftscher die folgende Ansprache: „Ich freue mich, daß rch_ die Ehre,!)abe, Sie an dieser Stätte am beutigc'n Tags zu begrüßen. txt rst am 22. März 1891, in Gegenwart Skiner Majestät_ des, „atsers, der Grundstein zum Bau der Kaiser Wilbelm-chachtytßkirckye gele'gt worden. Heute bkgehkn wir den Tag, an welchsm dieser Bau nach außen hin vollendet worden ist. Durch die_Vers€ ung des Schluß- ftems, dessen Abbild ich hier in der «Hand alte, durcb Velc- seßung der 480 Zentner_ schweren Steinmasse, welcbe m Gestalt der deutschen Kaissrkrone den huydert Meter hoch aufstrkbc'ndcn Haupttburm diejes hehrc'n Kirchenbczues krßnt, hat der Rohbau der Kaiser Wilhelm - Gedachinißkirche seinen AbschluF1 erreicht. Der Evangelische Kirckpcnbaurzerem hat geglaubt, diesem bfchluß eine festliche Weihe geben zu diirfen„ indem er'dcn heutigen Tag dazu benußt, seiner Freude übex das bisher Erreichte Ausdruck zu geben. Mcine Herren, der Bau dieses Gotteshauses ift, nachdem die Schwierigkeiten der Plaßbeschaffung' eriedigt w_aren, im Frühjahr 1892 begonnen worden. Dank dezr Fretgebtgkeit„mxt welcher
hre Majestäien der Kaiser und die Kaiserin, das Komgltc?e Fans und unsere Mitbürger aus aÜen Klassen dex Bevölkerung de an- mittsl gespendet haben, und dank der rastloten Ener ie, welche ,der baulcitende Architekt, Herr Bauratb Schwechten und se ne Mitarbeiter diesem Werk gewidmet baben,_ ist es gelungen, dxn gewaltikzen Bau in noch nicht drei Jahren äußerlich zu vollenden. Aber, me,ne Herxen, dies Ziel wäre nicht erreicht worben, _wenn dj_e Bauleitun mcbt* durch di? fleißigen Hände und die wiÜige Mitwixkung a er der Männer unterstü : worden wäre, welche ais Werkmetxter und Unter- nehmer als Po iere, Gesellen und Arbeiter, an Yieem Bau tbätig' find. Von dem Evangelischen Kirchenbauvxrem bm ich beauftragt,. diesen fleißi en Männern den Dank und dte Anerketznun des Bau- . herrn außzu brechen. JF tbue das um so lieber, ais ! :) Gelegen- heit gehabt habe, mi über den Fleiß, die Hm? ung und die _ Ordnung zu freuen,. welcbe' „unter Alien, ie an die em“; Bau zu thun haben, heimisch
guten Geist des Fleißes, der Zucht und er Ordnung haben wir
cworden sind. D W,. e! «'