[
«.,--*.“- „._.-.-
„ _ __ „ _, _ . , , , ;FQ,§L§FPÜchJRBchU«** ".,.-xz ..» ".,-«:* .?,x“ * ,:- ck «» „ -;2_ 3,2." „„ :, „ ,_„ _ „; „__ __»
(+,
* ,-«;-e§m-.-,=-azck«w «».-«:.::«Mr/séW" ., .: P„. , __ _,
f
den Honig als ein hochwertbigeres Produkt mit einem geringeren Zoll zu belegen als sein Surrogai, den Symp. Inzwischen ist aber durch das Zucketsteuergeseß vom Jahre 1891 der Syrupzoll von 15 „44 auf 36 .“ erhöht worden, während der Honig noch zu einem Zoll von 20 „“ eingeht. Nach technischen Unteksucbungen ist ck aber chemisch nicht möglich, künstlichen Honig, der jetzt in hoher Vollendung hergestellt wird, zu unterscheiden yon auSgelaffenem Naturbonig; daraus folgt die Notbwendigkeit , - natürlichen aus- gelassenen Honig ebenso zu behandeln wir künstlichen Honig, d. 1). wie Symp.
Meine Herren, ich habe in der Preffe, wie diese Absicht der ver- bündetrn Regierungen bekannt wurde, auch den Zoll für natiirlichen Honig auf den Syrupzoll zu erhöhen, die Andeutung gefunden, dem- gegenüber müffe der Reichstag vorsichtig sein, da möglicherweise wieder der Junker dahinter stecke. Ich glaube, diese Befürchtung kann man aufgeben; denn gerade die «Honigproduktion, die Imkerei, ift einc Nebenbrschäftigung kleiner Leute. (Sehr richtig!) Kleine Bauern, Schullehrer und theilweise aucb geistliche Herren auf dem Lande beschäftigkn sicb rnit der Pflrge der Birnenzucht (sebr richtig!), und ich glaube, das ist gerade so ein gemütkwoll wirkendes Neben- gewerbe, das man begünstigen sollte. (Sehr wabr!) EZ werden dem- gegenüber nun die Jniereffén der PfrffrckuÖ-xnindustrie ins Grfecht ge-
.fübri. Ick) gestalte mir zu bemßrken, daß nach einst Berechnung, die
ich habe anstellen laffen, deren adsolute Richtigkrit ich aber nicht vertbeidigen wil], obgleich sie immerhin üikreinstimmt mit dem, was andere Sachwerständige auf selbständigem Wegs ermiitelt haben, in Deutschland etwa 220000 Doppelzentner Honig produziert werden, _ es ist dabeiangenommen, dasz pri“ Bienenstock Siwa eine jährliche Produktion von 10 Kilo Honig stattfindet -- während der Import von fremdem Honig - insbesondere kommt dier Amerika in Betracht - nur 37000 Doppelzcntner bkträgt. Ich meine doch, es wäre möglich, wenn man den Naturbonig durcb cinen böberen Zoll schüßte, daß dann die deutsche Biensnzucbt aucb nrxb diesc 37000 Doppel- zentner selbst droduzierte. (Seb: richtig!) Mir schsint ein solchsr Schuxz der inländischen Bienenzucbt um so wichtiger, als diesekbe in der That scit dem Jahre 1873 nicht unwesent- lich zurückgegangrn ist, Wir babsn im Jahre 1873 nach der Viebzäblung, wo auch dir Biznrnsiöcke grzäblt smd, "2333000 Stöcke gehabt, wädrknd fich nach drr Zählung von 1893 nur noch ein Bestand von rtwa “203 000 Biknsnsiöökrn ergab -- also kin sebr erheblicher Rückgang, Offrnka: infolge drs Trucks de:? billigen amrrikanisckykn Honigs aui den inläxrdiscbé'n Markt.
Wenn dir Pfkffrrkucbrnindustrie [*cbarx'xtet, ihre Erportfäbigkcit würde dadurch beschränkt, so schrint mir di:" Berechtigung dir??? Ein- wand:? einigermaßen zweiirkbaii; denn es kirk! ziemlich fest, daß ein großrr Tdril des sogsnannten Honigkuchexxz/nicht mit natürlichem, soudkrn miT künstlichcm Honig, mit Sym? (_irbr richtig!) bergefte'llt wird. und viélleicht auch mit Stärkkzucker. (Heitrrkeit) Der echte, durck) Beimrngung von Naturdonig entstebrrrdc Honigkuchsn ist wesent- lich tbeurer und trägt doch _ das werden Sie mir zugrftehen - den Charakter eines gewissen Luxusartikels, drr Von den woblbabenderen Klaffen auch etwas tbeurer bezahlt werden kann.
Eine besonders wichtige Position im Entwurf bildet das Baum- wollensamenöl. Ich bemerke auch dem gegenüber, daß in dem Ihnen gemachten Vorschlag, den ZoU hikifür von 4 auf 10 „x( für 100 kJ zu erhöhen, agrarische Interessen, Namentlich mit Rücksicht auf die Margarincproduktion, nicbt maßgebend gcwesrn find. Unrichtig ist auch die Auffaffung, die in dcr Prrffe sicb dirlfacb geltrnd grmacht hat, daß dirsr Zvlir'rböbung von drn verkündeten Regierungen vor- geschlagen wäre, um der heimiscbén Lrinöléxxduiirie untrr dic Arms zu greifen. Für J&M, dsr die' Dinge kr'lMT, ist brkannt, dax"; Baum- woÜrns-nnrnöl und Zrinöl wrder aui der:“. Mdirrr dss uren7ch1ichrn GenchZ, noch aui tkédniicbem Erdict ir._:-_*ndwic rnit rinarrdkr k?n- kurrirrrn kÖnnrn. Zriu-Zl wird in iriiébgskwiagcxrrm Zriirawdr rieikach rc'n der ärmcr-m Bsrélkrrung name*ntiiÖ ?x-x- Litsrx? zur Frrrung drr Sreifcn vcrwrndet: Baumwriicrriamrnöi wird wrZ-m Trim? unan- grnrbmrn Grisbmack-Z unmimliar „;,-ar nick: grussxn, ::=" fink?! kyr- zugsnxüie YMMdung in drri Ri-Éimrgcx &“??an 52:1“ Hrrücürirrz dos sogrnannirn COWWUQÜ 13111. eines känitiééO-r erxksf'rirH, :*:er dcn ärmcrcri Vrikskiaffcn WNTU wird „::: S::Ur TCT" USTÄTliÖkn WMÜUW: irrncr zur Hrn'triiung dr: M.::xxririr. ;;": KIK".7 kimmg dcn FiTÖ-rn, vicllricbt auch z:;r LLTTÖWTMZ “:::". OZÖXYIL, ;ck"? zur FMÖUUZ do.?sr'den.
Auf dem Gedicir dr? menschliwxr': Er::ZÉ i:“: :rrérr-Z-r ;.T'": Bauwwciirniamcmöl und Zrinöl gar niÉ: mirxémndsr; röcxirwxai; konkurrikrrn sie auf rcchnischem Gedixie. Zrinéi, rin ir: dsr 82:4: trocknkndos Orl, wird zu Fardr, Lackrn, Fixriß, Linrlriim, BASKETBA- scbwärjc, sowie zur „Hrrsieüunz weicbr'r, scxmannizr Z-ÖwéwsHz verwrnde't, wädrrnd Baumwoüeniamcnöl zur -§"rr?'i:*11r2n5 d:": ÖJRK Seifen dient,
Ferner ist grgrn diesen Tariivorscdlag ängMMdCt. da:"- BIKUZ- wollensamrriöl fänds in großem Viaße V:"rwerrdunz zur Zerirrüxxxz kinos diiiigrn VclksnadrunZSmittels, dd,; 00:5»;an LMT. KK:???- irbmalzesx dasseide wird au? Prrßtalg in V:“rmiicb'arxg mir BMU- wdürnsamenél drtgrfirklc. und kommt wobl Vorzugswriix :::.? XM'TZI. Lia-Ö eine'r mir kürzlich zu Gesicht gekrmmenrn Nori; !"(brixr €€- .:::,Ö MMK“?! xu wrrde'n zur Fälschung don natürlichem Z-ÖTYMHM EZ fim? in Demscbland bisher sechs FaIrikkn rntsiandzrr, xz: „"ck mit der HMQUUUZ dicse:j künstlichen FMS beschäftigsn. E:" :?“: 232“: AW EraÖrxn-k- bei der Brurtbeilung, wie sine solche ZrUzräédc-tz auf die Preise von Lebensmitteln wirkt, iiicht allrin maßgederrd, wir sicb die Pnikr. deisrielsweise des nakürlicbsn Scbwrinrikné. xu YM Kunfifrit verbalxm, sondern wie sicb der Nährwertb dieser beider: wir einander konkurricrxrrdcn Genußmiml zu Einander vrrdäii. und der i'“: unzweifekbafi der Nährwenb diefss künstiiébrn Scwainefrtrs wss-rnt. lich geringer als der de?- n-Uürliebsn Schweénefejts. Außerdem iii dsr Zusas von Baumwollensamenöl und auoh die Zollsrbödung pro 100 kg nicht so bedeutend, dai“; disselbe auf den Prris des Produkrs einen nennenswmben Einfluß üben könnte.
Ferner findet die Verwendung des BaumwdüensamenÖ-ks zur Herstellung von Margarine statt. Es ist nicht ganz einfach, frfi- zusiellen, wie die Margarine technisch wirklich zusammengeseyr wird. Ich habe versucht, mir auf Umwegen Rezc'ptx zu verschaffen. Wem: die mir gewordenen Mittdrilunzm ;uirrffrrr. darm ifi auch der 310213 ron Baumwoiieniamrnöi, der bei HCifiéliung ron Margariné ZUT- s'iudej, nicht so erbedlicky, daß dar.:b die Zriisrdödrmg 21112 wéfériüirde Vatdruerung die']? VW den arms: Vol'kské'xki-xr: skurrienerx Nadrrmgs- M13 smcbtfrriist wär-c.
Wenn ich aber auf den inneren Grund des Ihnen gemachten
Vorschlags eingebe, so liegt er einfach darin, daß zur Zeit, als die “
Zolltarifnovelle erging, Baumwollensamenöl lediglich zu technischen Zwecken verwendet wurde. Ich glaube, daß an:!) jetzt es nicht möglich sein wird. durch Einfuhr von Baumwollensamen innerhalb Denise!)- lands Baumwollensamenöl zum menscbiicben Genuß herzustellen. Es besteht in Deutsch1and meines Wissens nur eine Fabrik, die Baum- wollensamenöl herstellt; aber der Umfang dieser Fabrikation kann, wie man aus den Einfubrtabellen von Vaumwoilensamen entnimmt, nur ein ganz unbedeutender sein. Es scheint richtig zu sein, daß der Transport von Baumwollensaat, soweit dieselbe zu Nahrungs- mitteln verarbeitet werden soll, technisch nicht möglich ist, weil
sie fich unterwegs in den Schiffsränmm erbißt und infolge dessen-
ranzig wird. Für technische Zwecke würde eine umfangreiche Fabrikation von Baumwollensamenöl nicbt auSgescbloffen sein. In England und Amerika bestehen umfangreiche dergleichen Fabriken. Es scheint aber, da die Ausbeute von Baumwollensamenöl nur 15 0/9 ausmacht, der bissige Schußzolk von 4 ,“ auch für das Baumwollen- samenöl zu technischen Zwecken zu niedrig zu sein, als daß die deutsche Fabrikation gegenüber der alteingeseffenen erfahrenen Fabrikation in Amerika und England aufkommen könnte. Dagegen hat fich in der Fabrikation Von Baumwoliensamenöl außerhalb Deutschlands, speziell in Amerika dadurch ein wesentlicher Fortschritt voUzogen, daß durch die verbefferte Raffinationsmrtbode dasselbe auch zu menschlicher: Nutz- zwecken, zur Herstellung von Nahrungsmitteln verwrndrt werden kann; es scheint deshalb durchaus gerecht, wenn andere Speiseöle einen Swußzoll von 10 «46 tragen müffen, auch das Baumwollensamrnöl, soweit es ein Gegenstand menschlichen Genusses ifi, zolltarifariseb ebenso zu brbandeln wie die übrigen Speiseöle. (Sehr richtig! rechts.)
Der [este Punkt der Aendrrungen der Zylitarifbesiimmungrn dss Jahres 1879 bezieht sich aufParfümkrien. Auch da könnte man “fragen, ob es nicht genügen würds, dkn Zoüsatz in dem Maße zu erhöhen, in welchem sich die iniändiscbr Fabrikation von Parfümerirn durch Verwendung vrrstsurrten Branntweins [ck5er stellsn würde wie die Fabrikation des Rußlands, welcbe rnit unversteuertem Branntwein arbeiiet. Ich bemerke dazu, daß drr Bundesrat!) bevoiimäcbtigr ist, zu grwsrblicben Zweckrn dir Verwendung unversteurrten Branntweins zuzuiaffkn, und da:“; unter grwiffen Kautclen auch der Parfümerie- fabrikation die Verwendung steuerfreien Branntweins gestattet ist. Es zeigt fick) aber, daß 622 möglich ist, sogenannte Parfümrrien enthder sofort al:“- grnußfäbige Liqueure oder Branntweins zu verwsnden, oder, wie ich schckn vorhin bemcrkt habe, durch ein ziemlich eirrfaches Ver- fahren zu Genußzwrckcn vsrwendungsfäbig zu machen.
Fragt man sich nun, wie hoch ist die Strurrbélasiung der im Jnlandr bergestcüten Parfümerien, so sieÜt sich das Exsmpel etwa folgrndrrmaßkn: EI werd-m zur Herfieilung von Parfümerien etwa 95 0,0 bochgradigsn Alkohols vrrwsndct und 5 0/0 ä'rbrriscbe Orla. Der inländische Brannrwsin trägt eine Zellbrlastung Von 86 „“ pro 100 :I und pro1008rozentigen Alkohol. Es folgt hieraus, das; 100 1 Parfümerien etwa belastet werden mit 77,60 «sé inländischer Branntweinsteuer. Hierzu würde noch 1% Zollbetrag für zugeseßte ausländische ätherische Osle treten. Die Belastung inländischer Parfümerien würde also enva 78,60 :“ betragrn. Ein Kilo brutto hochgradiger Alkohol, beziehentlick; ein Kilo Parfümerien ist glei?!) einsm Liter Alkohol. Es würde also ein Kilo ausländischer Parfümerien brutto mit 1 «16 belaste't sein, und ein Kilo inländisä) brrgesicliicr Parfümerien mit 78 „3 rund. Es wäre miibin, rein ierhniscb brtracbirt, nicbt notdwrndig, die inländisäzen Parfümrrién döbrr zu iwüßkn, wie in Hödc dirser Zoll- béiIikUnZ von 73 „5 OW Kilo dran:“: adkr au; drm Grund?, den ich Jdnsn vordin s-IbIn angrfüdrt babe, daß Line Vrrwendung der- ieldkn zu EsnußzweFrn startfindrn kann, und mit Rückriwt darauf, daß an:!) drr irrläriréicöx gFr::nntrrorin im Interéfie drr beimiicbsn Prrdakticn gerirrzcr i:;[xitrt ist als der dom Ausland eingeführte Branriiwrirr. srkwisn -::- aucb grdoten, dm Pariüm-xriézoll aui den r*:Ü-m Brannrwrinch ju erdödrn.
NMT gziiarr-cr: SZ:“ mir noch rin? Schlußöemsrkung! Daz amt. 1iche W:;rxmxrzxiÖKiiz, d).“; c:" endlich ersch5inrn mög: ift j.: ein lanz-xr WUUTÖ :?:-:?:? iri'rrr HUTIL, und ich Halte dirket: Wunsch dé: CZK?" irn J'Qr-Fr-cr'ir unikrrx? dsurirhen Handelssiandxs durchaus MFT“ LZTW: “"OK“-:s: iX“ :::-rin Am! üdrrnxmmxn, babe ich mich dxmäkt, d::xF JKTZU-xérkrz, d:“Z“ dirix" umiarrxrxiÖZ Wrrk mir möglichkter VWQUZJWZ izrxiz ZINK! würd: Ick méins: das amtlich? W::rmvrrsiÖ-ni? mu? i:: InikréF-x d:"; dqu'Örn Handeisfiandes dk:- S-dxrxkxcr :::»: 2-52;- RZZÉZKUZÖUÖZ t:.x-ZM, d. b. 6.5 mir:“; ign- zx“:x;; km::x zrö-xlxrrx w::M: ird: Amderuxg ma'“; in rxriddiZÖ rm ZIRTYTZ :::.-'. H::T-ITFTIJT ??errxt ZMZÖT wsrdrrr du::rb 23,3:- ZKTQZZUÖM'Z'": :::“r :::;b TWXZ. 'n? ck 513-135. man wird ck53? “::-". Zxkxwk ;: :ir'kkr W:“??? iedwdsirr. T::m MWM Mud 2375an da:, darm“:
» *
- _, * x.. „., x a. - ::? ':Ö-_:*:u--: x-:x.;-:::«,§ .Es-QM .?.
d::s: T:: ;; :: dr: PX,:IJZTKQMUUU M: :ck :::: PZMW '.Öcn
&.“er Windex :::: :::-:; drde HMF- “Z:": Z:?LZYBYML-x ck8wa “ckckck ziir VeraéWiedurr; ge- "':“ ::."rtrs. :; rrré-zi'xk ",-**:, d:;é ::::rliäpk WWWKÉ
': rr;.é.:.5ch:r "::.: LITT-L'QT ;: MX:“: “.I-Ick :x:- Adirnderrmgeu,
LRT'Zx-Ü-x Tir“? MMS? T€: Z.:“iizererMlie ach
TYZZW die B'TITÉUJZ WJT: bin-
(:::-:: «.:::-:::.. EZ kn“: MÜ :?".x MU»: der
«., . „ TIFF: :::k: H 112 rr? ÜWMJés-É
. “*. r ; JMFH: WWTÖT“: x::iri MMU? ::N-
Zr": j.: :?:-?:ZMTW„ :S: :x M “M: :?:er MUMNZM i::
' * “ 5." :::: *7: Dirk;: QZ-zLÉ “ei: ::“: er:“:
i:: KU“? UN:: «21:51:12 MJQM wi:
“.. ": DZM ?ck auch die WHZ: W:: ' xm: ::Ö "::": Z::ZTWLM :ÉÖÜM wrd längst ÜWZÜÉ-M M*, :::?wa HM TEXTE, ::: im Ikter- efxe dex .I MTÉÜUTÉ „*.*-“:::“ÖM 8:7; TE: Ali:“! JHWH“? Sal.: deréiierrrlixbr ;:er TZ-ZZÖ-ÉÄ 8:1: :: rMiZÉ-k KIM «;ck-“rz: :::.-r, bitte ich idrtrrr'rrkx Mjr: MMKJM„ M 24-25! ZIMMZMT MMZ! schurli „jar VeraZiébéxd-xwx 53: 274-037: ““BR-:*“, M,;
„MZ MWM dcr: SZEUW-ÖKZÉL'Z “WW ZF; di: "!:-xc Anrubr, daß dir WMW: MISS: :e“, TCTTÄWT? E.oxkétzer-W“ ziir Bérardrrrxzx üdsrwr-xir: "."!er "..:::: “';-**, ÉM WU; ZOMZÉN darf, irdiizlicb dir drr: d-kr JQ.„;:'„-kr“x;:; xx:xx: 4.532! VWEZZY Z“.- NSH“:- Sie! wird weiier ;;de “:::: WMW: TZJSQ ck WM cx-F: MME P:?"rrimerr iw Zoii'L-„rrr :ETÉWM M, :::.-“ck: :ck: QMM T*:-
ad-sr war:»:w
dürfen. Es ift das im Interesse der Landwittbslkaft- die s' ' einer chweren Kkkfis befindet, drinFend geboten. In erster M freilich würden dabei die Getreidezö : in Betracht kommen. Eine Aenderung derselben ist uns mde en «durch, die bestehenden Handelsverträge versxhloffen.' Audernf ware ub fieber, daß die Mebrbeit der Kommnsion wie des Plenuzus 'eme sebr erhebliche Er- höhung der Getreidezölle [:*-Fürwvrten wurde. Dq das_mcbt angeht, so ist es nothwendig, andere Punkte zu „nnden, welchc; geandert werden können. Da empfixblt sich vor allem ein 79,01] auf ube'iseeische Gerb- stoffe, besonders auf Quebracbobolz. Ern olcher Zoll ifi nothwendig, um unsere Schälbolzwaldungen und dre daunt zusammen- hängende Industrie vor dem Unter an __ zu bewahren. Alle, die sich mit diesem“ Gegenstand, es_ astrgt baden, wi en, daß keine andere Industrie sich in erxrem so gedrückten u- stande befindet wie diese. In Deunchland haben wir im anzen 433000 ba Schälbolzwaldun en. In einzelnen preußisäzen ? SCFalbolealdungeit einen ganz er. eblichen Prozentsaß des ganzen ArealF so nqmentlicb im Siegener Lande. Diese Eichenschälwaldung€tx _bedmgen eme ganz xigentbümliche Wirtbschaftssührung. Meist befchasnge_n_ sicb _ anz_ kinn: Leute mit der Gewinnung der Rindenlohe, und dieselbe 1 fur fie das einzige Mittel zur Fristurzg ihrer Existenz i_md zur AuSgleichunZadesNieder- gangs, der fich aus den anderen Gebieten der Landwirtbs sizeigt, An der Erhaltung der Schälbolzwaldungen sind auch dte'Gerbereen inter. esfiert, welcbe ihren Betrieb daraus basiert haben. Authe Zahl der kleinen Leute, wxlcbe durch das Zusammeniabren der be Beschaftigung finden, ist keinrswrgs gkring; die_Extsienz ganzer Gemrmden bangt mit den Schälbolzwaldungen zusammen. Man hat _nun efragt: warum Verwandrlt man die Schglholzwaldun xn nicht zu H„ wald? Jeder Forstmann weiß, daß aui einem Ge iet, wo [9 lqyge Zeit Schälbolxwaldchn brstandrn, debwald ggnz unmöglich ist. Aber selbst wenn die nlagr von Ho wald möglich wäre, so erfordert es doch Jahrzehnte, bis eine Rentabilität erzielt wird. Damit wäre also für die Hebung der Lage jener Grgmden nichts gewonnen; Dazu käme, daß der Verdirnsi derkleineren Leute, wie er der der Lobegxwrnnung bcstebt, anz wegfiele. Man hat auch Vorgeschlagen, _den Bentzern der Schäl- „olrwaldungen diese adzukaufkn; Damit ware: ein ganzer Enverbs- zweig förmlich auf Armrnunterjtüizung angewiesen. Die Behauptung, daf; drr Preis der Cichrnlohe fich nicht vermindert bab_e, wird auf eine Statistik dsr Preise für SYegrlrinde gestüßt. Zwixckxen der _ge. wöhnlichen Eichenlobe und der Spirzzslloxze liegen aber viele Stufen, und wenn man sicb üdrr dic Verbaltnine ein Urtbeil bilden will, so mut"; man den Durchschnikt der [eßterxn in Betracht ziehen. Hier ergiebt 7151) aber seit dem Jahre 1870 em ganz_ wesentlicher Preis- rückgang. Leider Haben wir in dem Handélsvertrag mit Oesterrrich-Ungarn den Lobezoll aufgehoben; „Daraus folgt aber nicht, das; wir isst auch das Qurbrachobolz szTrcr de_reinlaffen müffen. Das hieße doch: die Lobeindusirie i_rnd unkere Schalwaldungm _sind so wie so schon geschädigt, nun dürfen sie auch noch mehr es_chadigt werden. Die Konkurrrnz des Qusbrachobolzes ist darum noch etonders gefährlich, weil das Quebrachoboi; _nur ein Drittel drs Gerbstoffes der Eiwenrinde enthäli. Die Richtigkeit der Ein_fübrung des r,)lls wird geradr don dkn Gegnern dr-Zwlbrr) nachgewieken. In den, in- aben von Vertretern der Gerherriindujirie wird dir Schädlichkeit_des Zolls an der Hand drr Statiitik über die enorm dermebrte Einfuhr von Quebrachobol; nacbgrwiesrn. Gerade mit die1em Ngchweis _des Einfiuffes dss Quebrachobolzes aus dre Lederindustrie' ist auch rein Einfluß auf die Schälwaldungen dargetban. Es rst leicht er- klärlicb, daß die Lederinduftrie im_allgemeinen sich gegen „den Zoli er- klärt. Von 1500 Vertretrrn derielben Haben sich bei erner Umfrage aber doch 400 für die Einführung des Zolls, erklärtx Darunter waren alle (Hörbereien. welche in drn Gesenden liegen, wo SHUb-oßwaldungen vorhanden sind. Diesxlben erklären“ frcb mit den BMZsrn von Schälbolrwaldungen 1oiidari1ch. Ein Interesse an der Fernbaltung des Zolls haben UU]: die roßen Fabriken, welche mit Qusbracbokxolz arbeiten, namentlich_ in mburg. Man führt den ercrexport gegen den Zvi] ins Gesschi. Wieviel Leder wird dxnn exportiert, das mit Quebracbobolz gegerbt ist? Gerade die großen ExPortfabrikrn, z. B. in Worms, arbeiten nicht mit Quebracbo- holz, weil fie nicht dem Grundsas huldigen: billig und schlecht. Jm Quebracbobolz feblrn erade jene Gerbstoffe, die das Leder gut und haltbar machen. :ie großer! Exportsabriken wünscbrn bcsonders [xbbaft den Zoll, weil sie sonst fürchten, daß die inländische Lobeindmtrie aufbört_ und fie yorn Auslande abhängig werdkn. Auch das deutsche Publikum hat ein Interesse a_n der Ein- füdrung de:? 39112". Zu meiner Freude hat das vreußiscbe Kriegs- Miniiierium dcsckoloffrn, kein_ L€d€r zur Verwendung zu bringen, das mit Quebrachobolz grgrrdt in. Das gleiche Interesse an der Sa_che bar aber da:"; Publikum. Ich meine, auch der Arbeiter _giebt bene: 30 bis 50 „3 mehr für ein paar Stirfel aus _ größer irt der Unter- schi€d nicbt -, die gut und Haltbar find, als daß er diese wenigen Piénnige spart und_sch[rchte Wxarß erhält. Jeb gebe zu, das; bei dirket Frage Jntrrese gxgen Jnirrrnr steht, aber der Mehrzahl der Vélfkkték der Lederindujtrie itedcn doch die Jntereffen der Gerber, der Landwirtdscbafj. drr kleinen Leine und deÖ deutschen Publikums gezenübrr. Ich erinnere daran, daß auch die A,?)rarkommission des rrkuérischsn Abgerrdnrienbaukrs im vergangenen Ja re die Petitionen, wrlche die Einführung sines 3:93 auf Quebrachoholz befürworteten, kinitimmig der Regierung "zur BerücksichtiYung überwiesen dat. Tk: rheinische Prodinzial - Landtag at fich in _ der:: ZlÄÖLn Sinne auxgewrockxn. Man wendet ein, dax; der „edé-rindufirie das Rohmaterial vrrxbeuut werde durch den 3911. Jeb beitreite, dar“; es sich hier um Robvroduite handelt, namentlich der dkn Ertrakten aus drm Quedrackobolz. Und dann i1t_es le_ineSwEZZ richtig, da:“; alle Zsa: aux errrodukre die Industrie pchärtgem wxlche davon brite, en wird. Die Gsschichie der Eismzölle lehrt das :grutbeil. D*:rartiße Zöile bewirken häufig, daß die natürlich? B?- zugsquslle de; Rohmaterials bkiixdalten wird. Schwierig mag die Fraze Fein, wir die beitebeuden Handelsverträge mit der Einführung einsZ Z::lls auf Qaebrachobolz _ in Einklang zu brin-Zru sind. Die Bindung der Zolikreiheit von Gerberlobe Hürrrziäoikch VMrag_ kann uns nicht smsig maxb? drm: da? Lurbracbsbolz ifi nicht als Gerberlobe zu betrachten.__B_-.- denfiikb ift nur der Punkt, daß auch dis ch€miichen Erzeugmp-x ::: BMU): kommen, xux wrlcb-en di? Extrakte aus dem Quebracbcbxkx gkdérérr. Aber wenn die Ne,;imrng den ernstlichen Versuch macht, de: drr éitsrreirbix'chen Regisrun-z eins Aenderung des HandelLvertrazé' I dieser Bexirbung zu erreichsn, so, dürfte das Brdenken 1eichtzu dx, iririzrn “kein. Merreixb bar an einem Zoll auf QuebracboLolz und d:! Erkraéte daraué, daz gleirbe Interesse wie wir. Die Amdert-MZ 'r??- Vsrir 13 dürfte um so leichter zu erzielen sein, «::: r“":é; dsr “ÖÖÉTJJ mit großer Mehrheit für den Zoll :!- fiän. Dau“; dadei ein in neuerer Zeit in Kalifornien ;ck: wynurnrx- Produkt, dax“: die k))krbsäure Niesen oll, 11in 7:2: Mégxkeu darf, tft !eldrtoemändiixb. In unserem ntraze irt ::: :::“!er da?; dir Rezierunx di? Frzgx erwägen mö-„xe. Auch TW Kommisiwa wird “!“-irie Erw.:zunz ankteklkn müffrn. I
rovinzen erreicht das Gebiet der '
bi): 85:7- 77, daß. wma dee Neithta; den Antrag annimmt, dre RENAU a::- di-k nétdigrn Srhrim, und fikhsr mit Erfolg, thun wird. W:! dsr Zell eins:,iüdn, so werden wir uns damit ein Verdienst um W sxdr wixhtiZ-ru Thxil unserer Induétris erworben haben MZ ZW SONY- cines wéirntlicben Tbxil; d-xr nationalen Arbeit, zur:; SW Ndlrxnher kleinen Leute und zur Förderung der Landwirtbxcbaxj M' W (:x-bea. _ _ Burdeerg (kr. Vslerkx Br*“. einer gerecbien MMM der i:: xtr3ch1 fdmmmdsn IntärF-m wird (ie Entscheiduuz; W dsa M drm VMe'dner beiürwxrreim eil nicbt Schwer ixw.__S'k :::-MU! ieh dem NUK SWssekr-„Uir da-ür kin, daß er die TMM lLÖ-AE-ZZ :ck amtlicdm MMMxe-isbuiüeS in AuZ-suht gefickt M WFM amd *.*-:s- w:: x:“,rlyj Me::uiaéien die ge,;rmr-änige Vorlax-x: ÜN K::i-x :: 51an erna erl e Wierig! vorzugöwrise * «,'-Lk JUKHHM. Jm weixch Erklärt" steh “cer Redner egen die „DMF? t:: AU.?WK'PC'ÜZMM, W der: Mkr: anlanrxe, ko Zei «_ DKL MMZÉMZXUZ ::: LrZ-xadew, da er mir in Marbeitunz mri MW SZ:"M zx“: kW ioithm wude. Misnxers wendet sich de! KM":
MMM“
be keinwobkffeUsWMtlt-UUFd Zr“ UM ge _ eres ' ie opag „ Sozialdemokratie zu kö, als eme solche Maßregel.
Abg. Graf vyn Kant_ (dkons.): Ich befinde mich*in der ange- “k"" Lag erklaren zu k?nnen, daß ich mit allen Vorschlägen _der „büxdetm egrerungen emversianden bm“ sie geben mir nur mcht „ck genug. Da vgs Rußland dreZoUerxzßungen mißliebia empfinden wm,“, nracbt an mich kemen_ großen Eindruck; das Ausland ordnet seine Tarife auch. ohne auf unsere Wünsche Rücksicht zu nehmen. waxm bat _erft am _Schluß vorigen Jahre:"- verschiedene Möge Positroyen erbobt. Rußland hat am 7. Januar einen höheren Zoll ans rohe Baumwolle und_ Baumwollengarn festgekeizt. Es ist dazu bxrecbtrgt, „denn xs bat nch im Vertrag die Hände ß, dieser Bezrebunxx nich _binden laffen, aher unkerer_ Textil- industrie ist _]ryt dre _ ruxfijckze Grenze vollständig verrchloff€n; und daß Amerixa uns die hohere Verzollung dcs Baumwollensamenöls sebr verübeln konnte, glauhe :ck mehr, da_ es selbst dieses Material künftig (zus chm Land? _bmauszudranaen 1ucht und die einheimische Marggrme mit 4Z Millionen Mark Steuern belastet, auf den Import aber einen Zoll von 161 „M' vro Doppel-Zentner, also das Zehnfache unseres 39st legt; Ick) wil! auf den Gegenstand nicht näher ein- geben, weil tch weiß, daß dre Verbündeten Regierungrn gegenwärtig ein neries Margarmegefrß ausgrberten, dem ich nicht vorgreifen will. Daß dre Kunftbutter so stark in K_onkurrenz tritt, liegt nicht sowohl an dem Geseß, als_ an der m_angelbaxten Kontrole seitens der aufficbts- führenden Bebyrden._ Die 5Brachte [affen dies natürlich nicht er- kennen; aber eme pnvaie Ermittelung bat grzeigt, daß die fraudulose Konkurrenz der Margarine eme'ganz enorme ist. Insbesondere ist zu bedauern, daß a_n der Grenze keine Kontrole stattfindet. Kunstbuner kommt namenilrcb an die Grenzortg als Naturbutter, wodurch für die Bevölkerung eme _Veribeuerung entsteht. Kunstbutter geht aber auch als Naiurbutter i_ns Ausiand urid diskreditiert die drutsche Butter- vrodrzktion und druckt sie rm Preire [)xrab. In anderen Ländern existiert eine strenge Kontrqle darüber, indbcjondere yerdankt Dänemark dem Umstand, dax; es bei der Ausfuhr'eme scharfe Kontrole übt, den außer- ordentliche" Vorsprung, den es mr Export nach England vor uns ge- wonnxn hat; Im Jahre 1892 isi in das neue Waarenvcrzeicbniß alierdmgd dre Margarine getrennt aufgenommen wordkn, aber unter „Margqrme“ steht ,1rehe Butter!" „In diesem Punkt ist eine Ab- hilfe drin end nothwendi . Nun. einige Worte über das Quebracho- boiz. J hgbe einig? Frohen dieses Holzes und einige L*:derproben an! den Trixi) des Hauses. gelegt. Dikse lesierr'n werden ancn den Unterschtrd_ der Quqlitat _zeigen. Das mit Quebrachobolz Merbte _erer ttt schwammig,“ filzig, es saugt das Waffrr an. Der
g..MoUer mackie gegrn die Forderung des 3911?» auf Quebracbo- bolz mz vorigen Jahre daß Jutereffe des Exports der deutschsn erer- indyfxrre gelrend._ Ader em Export in 1chlechtem Viaterial schädigt schlteßk1ch sem ergenrs_ Interenc. AU? Erwerbszweige leiden unter einer schlechteruglitat der,Lederwaaren; am meisten aber leiden darunter die landlicben Arhetter. Das Zurückdrängen der Grrberei mit Eichenlobe , bar 121le kleine Gerbereien zum Bankerott gebracht. Es rst em sxblrxhtex Raid, den kleinen Gerbern zu sagen.: gebt Eurex Selbstandrgkeit auf und geht in die roßen Fabrikxn! Wer diejxn Rath extbeilt, vc: ißt, mit welcher Zä igkeit der kleine waerhetrerbende an xeiner Werk takt und an seiner Familie baagt. Es tft em Interesse der All emeinbeit, die klsinen Betriebe zu erhalten, dry" Hiemer: Mann m_?einem Exisirnzkampf zu unter- früßen. Das nt fur mich der entkcbeidende Gesichtépunkt in dieser Frgge. Der grLße Karnps, de_r enthrannt ist, wird nicht mit Ver- 1ch_arfungen_des_erquekeZes, iiicht mrt Umsiuczvorlagen, sondern hier, aus dem wrrthjchartlrchen Gebiet aussetragen.
_Staatssekretär des AuSwärtigen Amts, Staats:Minister Freiherr von Marschall:
Meine Herren! Ich möchte dem Herrn Vorredner nun mit zwei Worten antwm'ten auf einige Bemerkungen, die er gemacht hat be- züglich der jüngsten russischen Zollerböbung auf Nohbaumwoüe und (Harn.
Was zunächst die toben Baumwoagarne betrifft, so haben wir niemals ein irgendwie erhebliches Exportintereffe nach Rußland ge- babt; es hat auch die Frage wrder im Zollbeirath noch sonst jemals irgendwie eine Rolle gespielt bei den VrrtragZVerbandlungen rnit Rußland.
Bezüglicb der rohen Baumwolle hat der Herr Vorredner dar- gelrgt, wir hätten früher einen sehr bedeutenden Export von Noi)- baumwolle nach Rußland gehabt; wir hätten es versäumt, eine Bin- dung des rusfiscben Zolls im Handelsvertrag zu erwirken. Nun habe Rußland von seiner Freiheit Gebrauch gemacht, den Zoll verdoppelt, und damit sei auch unser Exportintereffe scbwr'r geschädigt. Diese Darlegung des Herrn Vorredners giebt ein ungenaues Bild von der Sachlage. Richtig ist, daß wir früher einen sehr erheblichen Export von Rohbaumwokle, namentlich von Bremen aus, nach Rußland gehabt baden. Es ist das im Wesentlickoen ein Speditionsintereffe. Dieser Export ist hauptsächlich dadureh geschädigt worden, daß in der Mitte der achtziger Jahre die russtscbe Régierung einen differentiellen Zoll auf robe Baumwollen ebenso wie auf Eisen an der See und an der Landeégrenze festgeseßt bat, d. b. an der Landeßgrenze einen höheren Zoll erhob als an der Scegrenze. Dadurch ist es uns unmöglich geworden, der englischen Konkurrenz zu widerstehen. Wir haben nun in erster Linie in den HandelsvertragSVerbandlungen mit Rußland unser Augenmerk darauf gerichtet, diesen differentiellen Zoll wieder abzuschaffen, und es ist auch gelungen. Es hat die russische Regierung die Gleichstellung der Zölle an der Land- und an der Seegrenze konzcdiert und auf die Dauer des Handelsvertrass, d. h. auf die Dauer von zehn Jahren, gebunden. Die Frage, ob es richtig sei, auch eine Bindung des 30115 auf Robbaumwolle zu verlangen, ist im Zollbeiratb eingehend erörtert, schließlich aber aus dem Grunde verneint worden- weil Rußland, und zwar in Barbara, nur einen ganz kleinen Bruch- t[)Lil derjenigen rohen Baumone zu erzeugen vermag, deren es für seine Industrie bedarf. Ich glaube, in Rußland wird nur etwa ein Fünftel desjenigen Bedarfs an Baumwolle pro- duziert, der für die hochentwickelte Baumwollenindustrie be- ftebt. Unter diesen Umständen ist es für den deutschen Export von Robbaumwoüe nach Rußland gleichgültig, welcher Zoll dort elkboben wird, wenn wir nur mit anderen Staaten unter gleichen Bc- dingungen konkurrieren können, und diese gleichen Bedingungen find da“dnrch erreicht worden, daß Rußland in dem HandelSvertrag die DlfferentialzöUe für die Dauer des Vertrags aufgegeben bat. Unter dlesw Umständen kann nicht davon die Rede sein, daß durch die Zo!!- e7353511119 unser Export nach Rußland ruiniert ist, und denHerr Vor- redner wird fich aus meinen Darlegungen überzeugen, daß wir in dieser Beziehung bei den Handelsvertrags-Verbandlungen mit Rußland mcbts versäumt haben.
. Abg. Broekmann Zentr.) spricht sich ür“ die Einführung eines Zollsduf QuebraéoZolz im Interesse der ixickpenschälwaldungen "W der kleinen Gerben: en aus. n Abg- Möller (nl,): Die Vorlage ist eine gute. Ich wünschte [Uk- die Regierung wartete nicht immer so lange mit der Befriedi ung t?!“ gewordener Wünsche. Was den russischen Baumwoüenzo be- Slfft' so „ berührt er unsere Industrie aus drn Von dem taatssekretar dargelegten Gründen nicht. In der Presse
wird die Ausführung des Handelsvertrags durch die rvsüstbe Regie- rung zticbt izumec zutreffend kritisiert. Zyllkuriosa kommen überall vor; ich“ weiß aber aus ver_schredeuen Fallen, Reklamationen diirch Vrrmitteluug des Auswartigen Amts in kürze er Zeit zur In- friedenheit erl_edigt wurden. Die deutsche Industrie hat von dem Vertrag_ _vorwregend Nußen gehabt. In der Landwirtbscbaft befiebt 19 Unzumedenbeit, und ich erkenne an, daß diese in der wirtbscbaft- lichen _Lage begründet ist, aber rnan_ sour? doch alle diese Fragen mit der großtxn Ruhe rind obne Leidemcbaftlubkeit behandeln. DWelbe mychte sch bezüßllrch der ra e des Quebracbozous empfehlen. Die ganze Produ 'on der " waldungen beziffert sich auf 6 Mil- lionen_ Mark. Demgegenüber steht ein Import von Eichenrindelohe von 9;- Mrllronen'Mark, und weiter bedürfen wir eines Imports von anderen Gerbstoffen m Höhe von über 15 Millionen Mark, wovon das Yusbrackoobdlz nur 1900000 „kö auImach Diese Zahlen führen die Sache auf__rbre wirkliche Bedeutung zurück. Die Proben, welcbe bier ausgelegt nnd, zeigen eine große Verschiedenheit der Qualität, wohl weniger wegen des _verschiedenen Gerbstoffs als wegen des abweichen- der: chemn_chen Verfahrens, womit das Léder hergestellt ist. Denn einige groß; Betriehe find zu einem Verfahren übergegangen. welches den Grrsiicff guss äußerste ausnüßt und unter Anwendun kogzentrrerter Mixtel das Leder in kurzer Lit herstellt. Uebera dranßt die'Cntwickelung „dahin, an die teile der alten Ver- fahrungSwenen “neue mit Hilfe der Ergebnisse der chemischen Wiffen- schaft zu keßch,_selbst wenn dadurch eine géringere Qualität krzielt wird. Mat) tragt den (Hrgerzstand kurze Zeit und wirft ihn, wenn er schadbgft wird, weg; So geschieht 85 auch melir und mehr mit dem Schulxwerk rn weiten Kreisen der Bevölkerung. Damit mäffen wir rechnen. Die Entwickklung drr Stadlindustrie, die Einfübrxmg des Töoma'sverfabrens hat ja aux!) viele Betriebe im Siegerlande gexcbädigt. Was _die Vyrlage anlangt, 19 kann ich mich mit dem boden 3011 auf künstlichen Yonig nicht einverstanden erklären. Er wird zur Leb- und Fynrgkucherrsabrikation verwandt, und man vertbeuert damit armen _mdern em. Genußmittel. Auch die Frage_ der Margarine bedarf emer gründlichen, Erörterung in der Kommijswn, wril es Brdenken J en sich hat, em NabrungSmittel des armen Mannes zu Vertbeuern.
brantrage die Ueberweisung der Voriage an eine Kommission von "21 Mitgliedern.
Staatssekretär des RcichS-Schaßamts Vr. Graf von Posadowsky:
Meine Herren! Ich will mir nur einige kurze Brmerkungen gr- stattkn gegenüber drn bisherigen Hsrrsn Vorrednern. Ich erkläre zu- nächst, daß die Absicht dieser Novelix keine finanzielle ist, sondern daß die Novelle lediglich eriaffrn ist im Jntrreffc der brtdriligten Industrien und daß bierin ein Grund liegen wird, 81118 jr: LT
Zruäio ganz objrkiiv nach technischen Erwägungen (1er die Vorschlägr
der Verbündetkn Regierungen Ihren Brscbluß zu faffen.
Es ist von einer Seits, von dem Abgeordnrtén Buddeberg, be- züglich der Vorschläge der Novrlie, in Bezug auf die Nebenprodukte des Kakao gesagt worden,das einfachsieMittel, dicDisparitäten zwischen dem ZoÜ auf Kakaobuttrr und dem Zoll auf gebrannten Kakao zu be- sritigen, wäre dieErmäßigung des Kakaozolls. Ja, ein ähnlicher Einwand ist schon einmal gemacht worden bei der Zuckersteuer. Dort hat man mir gesagt, der einfachste Außweg der Zuckérkrisis wäre, den Konsum zu Vergrößern durch eine Verminderung drr Zuckérsteuer. Solche Vor- schläge find recht einfach. Ick) frage aber wirkiicb: wie sollen in solchen Fällen die Ausgaben gedeckt werden? Kann ich denn Millionen aus der Erde stampfen? Und gerade in dem gegen- wärtigen Augenblicken, wo die Finanzen unzweifelhaft schwierige find, kann man fich auf solche Wegs ernsthaft überhaupt nicht einlassen.
Dann ist ferner irrtbümlicb yon dem Hrrrn Abg, Buddeberg yorn Zoll gesprochen, statt von innerer Steuer. Es handelt sich bei drm Aether und bei den Parfümerien zunächst nicht um eine Frage des ZoUs, sondern darum, die einheimische Industrie bei ihrer Produktion in dieselbe Lage zu Verseßen wie diejenige des Auslands, die mit steuerfreien: Spiritus arbeitei.11nd wcnn der HM Abg. Buddeberg fragt: wo giebt es dennsolchen Branntwein, drrnicbt vcrsteuert ist“.) -- so kann ich ihm antivorten: in Drutscbland selbst, im Zanusscbufzgcbiet.
Dann ist ferner von dem Hzrrn Abgeordneten gesagt worden, wenn die jetzige Fassung der Anmerkung zum Holzzoü geändert würde, so würden wahrscheinlich die Sägemüblen in das Ausland gehen; das könnten sie thun, ebenso wie jeßt Sägemüblen aus dem Ausland in den Grenzbezirk des Inlands übergefiede1i find, urn den Maßen, zollfreics Holz zu verarbeiten , fich zuzuscbanzen. Aber wenn die Mühlen in das Ausland gingen, müßten sie nachher ihre fertigen Holzprodukte auch dem deutschen EingangSzoll unterwerfen. Was ferner die Behauptung betrifft, daßidas Holz, was zollfrei in das deutsche Zollgebiet eingeht, nur im Grenzgebiet Verwendet werden dürfe, so ist diese Behauptung eine irrtbümliche. Es wird keine andere Kontrole geführt wie die, daß das Holz direkt aus dem ausländischen Walde kommt, eine Kontrole, die außerordentlich schwierig ist. Dann wird ferner verlangt der Nachweis, daß der Jmportierende im Grenz- zoügebict wohnt, und es wird endlich nach dem dreijährigen Durch- schnitt sein Bedarf an Holz festgesteUt; die fertigen Fabrikate kann er aber Verkaufen, wo er will, und darin liegt meines Erachtens eine ganz ungerechte Differenzierung der Industrien, die an der Grenze wohnen, gegenüber denen im Jnlande. Denn die Industrien an der Grenze genießen für ihre Bretter und fertigen Produkte ganz densekben Zollschuß wie die Binnenländer, obgleich fie ihre Produkte aus zollfreiem Holz gefertigt haben, während die binnenländiscben Fabriken verzolltes Holz Verarbeiten müssen.
Was ferner die Vchndung von Margarine zu künstlichem Speisefett betrifft, so scheint mir, als wenn die ärmeren Klassen besser daran thun würden, wenn sie nahrhafteres, reines Schweineschmalz ver- wendeten statt dieses Kunstprodukts zweifrlbaften Ursprungs.
Die Einwendungen des Herrn Abg. Möller gegen die höhere Besteuerung des außgelaffenen Honigs kann ich als begründrt nicht ansehen. Wabenbonig scheidet schon deshalb aus, weil er zum industriellen Gebrauch wobl überhaupt nicht gelangt. Es handel: fich also nur um ausgelassenen Honig. Der angelaffene Honig kann jedoch nach dem übereinstimmenden Urtbeil der von uns angrbörten Sachverständigen von Kunsthonig nicbt unterschiede'n werden; und was heute in dieser Beziehung dagegen angeführt ist, ist ein vollständiges technisches Novum. Wrnn der Herr Abgeordnete angeführt hat, daß bei der Vertbeuerung des Naturbonigs durch erhöhten Zollschuß man in Zukunft nur Syrupkucben und nicht Honigkuchen genießen. würde, so, glaube ich, ist das ein Zustand, der vielfach beute schon besteht. Denn es wird vielfach Syrup und Stärkezucker und nicht Honig zur so- genannten Honigkuchenfabrikation verwendet.
Wenn der Herr Abg. MöÜer ferner zwei neue Wünsche vor- getragen hat: erstens die anderweitige Zolltarifierung der balbgaren Schaffelle und zweitens die anderwxiiige Tarifir'rung der Reisstärke, so, glaube ich, werden dagegen die ernstesten Bedenken in landwirtb- schaftlichen Kreisen vorliegen. Es ist doch sebr zweifelhaft, ob die
Schaffelle, die von unserer Feinsrderinduftrie verwendet werden, nur ausländische sind. Es wird zwar von den Zntereffenten behauptet, daß die inländischen Schafe viel zu feine Poren hätten, und deshalb die Schaffelle so sein durchlöchert wären, daß sie für die Feinleder-Jnduftrie niÖt zu gebrauchen seien, es könnten dazu nur ausländische Schaffelle verwendet werdsn. Ob jedoch die Industrie nicht jeden Tag in die Lage kommen kann, durch technische Fort- schritte aucb inländische Schaffelle zu verwenden, das ifi doch sehr zweifelhaft.
- Was ferner die niedrigere Tarifierung der Reisftärke betrifft, so würde das unzweifelbaft für die Weizenstärkr schädlich sein, kaum die Zustimmung der landwirtbscbaftlichen Kreise“- finden.
Ich komme nun, meine Omen, auf die Frage des QULÖWÖOÖOÜLI. Ich gestatte mir in dieser Beziehung zunächit zu bemerksn, dar"; es sich bei dem Quebrachobolz um zwei verschiedene Fragen handrlt: einer- seits um eine zoÜtarifariscbe und andererseits um eins rsin wirtbfcbaftlicbe. Das Quebracbobolz kommt zu uns in 3 ve'rscbiedenrn Essialrcn: erstens in rohen Blöcken, zweiténs zerklrinext ,in Würfsin und drittens wobl aucb in Extrakiform. Es ist richtig, daß in unserem autonomen Zolltarif das Qurbrachobolz nicht besonders rrwäbnt ist. Im amtlichen Waarenverzeicbniß kommt es aber vor untrr drn rohen Erzeugnissen zum Gewerbegebraucb, soweit 68 in Blöcken eingcführt wird, und unter Gerßerlobe und Rinde, insoweit Ls zerkleirikrt ein- geführt wird. Als Extrakt eingrfübrt, würde eZ endlich ebenfalls unter die Nummer des Zolitarifs bingekyörsn, wo sich» die toben Erzeugnisse zum Gewerbegrdraucb béfindrn. Es müßte zolitarifariscb wohl als Droge behandelt wsrden. Man wird ohne weiteres zugestehen können, daß den Wortrri Ein gewisser Zwang angetban ist, wenn man "das zerklsinerte Quedrackpobolz unter die Position Gerbrinde und Lobe bringt; denn daruntsr denki man fich dock) nur die äußere Umhüllung des Baume in zerpulveriem Zu- stand, während SZ sich bei Qusbrachokwlz in zerklrinertrm Zustande um ein Produkt des Stammés bandeit, Würde man aber in dicser Beziehung eine Aenderung des amtlichen Waarrnderzricbniffes vor- nehmen, so könnte man wirderum das zcrkleinerfr Qucbracbobolz nur unter die Position 5 ;46, Roberzrugnisse zum ersrbrgrbrauch, bringen, da man es unter .Bau- und 9111158013“ unmöglich klaffifiziEren kann.
Bei diesen" verschiedenen Form, in der das Qurbrachobolz rin- g€füdri wird, kommrn desbalb in Bétracbt die Handclöderträge, ersi€n§ mit dem Staaten, aus denen uns das Quebrackyobolz zugeführt wird. Das sind das mristbegünstigte Argéntinirn, Paraguay und wahrschéinlicb aucb Uruguay; außerdem soll nach eincr mir neuerlich gewordenen Mittheilung solches Holz auch aus Prru und Chile eingeben. Ferner kommen in Betracht diejenigen Staatrn, in denen das Qusbrachobolz einem Veredelungs: oder Bearbritungsprozeffe unterworfen, sei es zerkleinsrt odsr rxttabiert wird; endlich disjrnigen Staaten, durch die Hindurcb und aus deren freiem Verkehr xs nach Deutschland eingeführt wird.
Meine Herren, schon aus dieser kurzen zoiltarifarischen Erörterung werden Sie sich überzeugen, daß die Frage ziemlich scbWirrig liegt. Meines Erachtens ist dagrgen gar kein Einwand zu erhrbrn, daß der Reichstag auch bei Gelegenheit dieser ZoUtarifnoVelle Eine Einführung des Quebrachozolls beschließt. Es würde das zunächst nur die akademische Bedeutung babrn einer Aenderung unseres autonomen ZoÜtarifs. Welche praktische Wirkung wir aber in unseren intrr- nationalen Beziehungen einem solchen Beschluß geben können, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ick) gestehe obne weitrres zu , es wäre möglich in dieser Richtung im Interesse des deutschen Schälwaldes Verhandlungsn mit anderen Rrgierungen anzuknüpfen und auch die bisherige Grstaltung des amtlichen WaarenVereicbniffes einer nochmaligen kritischen Bedrachtung zu unterziehen. Ich glaube aber, damit cillein wäre den Herren, namentlich auch den Herren Abgg. Freiherrn von Stumm und Brorkmann, die so Warm für die Interessen des Schälwaldes ein- getretsn find, allein nicht gedient; man muß doch auch die wirtbschaft- liche “Seite der Frage betrachten. Es steht zunächst fest, daß in den lrßtrn 10 Jahren die mit Eichenschälwaldung bestellte Fläche sich in Deutschland um circa 29/0 vermehrt bat. (Hört! hört!) Allerdings ist die Entwickelung des Eichenschälwaldes in einzelnen Theilen Deutsch- lands eine sehr verschisdene gewesen. In Baden z.B. und in Olden- burg hat eine außerordentlich starke Zunahme der mit Schälwald be- standenen Fläché'n stattgefunden. Es handelt sich um fast 43 0/9 in Baden und in Oldenburg um 44& 0/0, während in HannoVLr und in Elsaß-Lotbringen ein erheblicher Rückgang stattgefunden bat, in Hannover um 11,1%, in Essaß-Ldtbringen um 24 0/0.
Meine Herren, der Grund Ihrer Anträge ist aber prinzipaliter nicht der, daß Sie-der Grubengaren-Soblenleder-Jndusirie aushelfen wollen _ ich glaube, das ist" nur ein sekundärer Gefichtspunkt bei Ihnen -, sondern Sie wollen dem Schälwald helfen; Sie wollen also dafür sorgen, daß in größerem Maße als bisher Nachfrage nach deut- scher Eichenlobe stattfindet und dadurch dir Preise für die Produkte des deutschen Schälwaldes steigen.
Nun, meine Herren, ist scho:-1 im Jahre 1879 auf Veranlassung der Eisenbahnverwaltungen eine statistische Erhebung angestrllt worden über den Umfang der Produktion an heimischer Gerberrindc, und es ist dabei ermittelt worden, daß diese Produktion etwa 920 000 bis 950 000 Doppelzrntner beträgt; zu einem ähnlichen Resultat kommen auch andere sackovrrständige Quellen,dagegen ist in demselben Jahre 1879 schon fest- grfieklt worden, daß der Bedarf an Gerbermaterial in Deutschland 32 Millionen Doppelzeniner beträgt (hört, hört!); eine andkre Quelle giebt sogar diesen Bedarf auf “U Millionen Doppelzentner an. Man darf wobl annehmen, daß seitdem der Bedarf noch wesentlich gestikgen ifi. Solitc also der deutsche Schälwald den Bedarf an Gerber- materialien decken, so würde er ungefähr seine Produktion, da er einrn fünfzebn- bis zwanzigfacben Umtrieb bat, vervierfachen müssen. Wenn der deutsche Schälwald hierzu nicht im stand: ist, so fragt es sich: wrr tritt an seine Steak, wer deckt das übrigbleibende Bedürfniß? Nachdem im Jahre 1879 ein Zoll von 50 „3 auf den Doppelzentner Eichenlobe gelegt wurde, ging der Import von Eichenlobe zunächst zurück, stieg aber demnächst gegen das Jabr1884/85 von neuem. Im Jahr 1885 ungefähr begann zuerst der Import von Quebrachobol:, der sich seit 1888 sehr bedeutend vermehrt bat, und man kann zur Z-xit wobl sagen, daß der Rückgang der Preise für die Produkte des deutschen Schäl- waldes Vorzugsweise durch den Import des halb so tbeuren Qucbrachoa bolzes herbeigeführt ist. Würde man nun das Quebrachobolz durch einen erheblichen Schuyzoll von 10 «is. auszuschließen suchen, so würdrn die Produktionskostrn pro 100 Kilo Leder ungefähr um 20 ckck steigen. (Fs wird deshalb Eventuel] einer sehr eingehenden Prüfung