1895 / 54 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 02 Mar 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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Ministerium des Innern.

Euer ochwohlgeboren erwidern wir auf den gefällt en Bericht vor? 22. Oktober v. I., bett; e_nd den Gebrauch es Ramensüempels an Stelle andschrt !ltchqr VolJztehun * 'at_nt- licber Schriftstücke, bei endu_ng des _emgeret ten _ christ- wech els ergebenst, daß die Zivil:Vo_rsrßenden dcrErsaß ommtsftonen der Stadtkreise R. R., da es fich m_ den zur Syrache gebrachten

ällen um Mittheilung endgültiger Enixchetdungen bchufs Ztreicbung von Militärpflichtigen m den Lt ten handelt, gemaß

"Borßchrift des le ten Absaßes des Abschnitts 1] ch Rund-

erla es vom 16. ? ember 1893 (1.11. 8890, F. M. 1. _18 600, U. 15 928) verpfliclétet sind, die bezüglichen Mittheilungen handschriftlich zu vollziehen. Berlin, den 24. Januar 1895. Der Kriegö=Ministcr. Der Minister des Innern. - Im Auftrage: In Vertretung: Freiherr von Falkenhausen. Braunbchrens.

An den Königlichen chierungs:Präfidenicn Herrn R. Hochwohlgeboren zu 1T.

Abschrizt theilcn wir Euer Hochwohlgeboren zur gefälligen

Kenntnißna me crgebenst mit.

' Dcr Kris s-Minister. Der Minister des Innern. uftragc: In Vertretung:

Freiherr von Falkenhausen. Braunbchrens.

An sämmtliche übrigen Königlichen chicrungS-Präsidrntcn.

Zustiz:Minis1erium.

Mm ScuaiFXräfidcntcn beim Kammcrgrricht, Geheimen Ober-Z'Usiiz-Raih 3re'ssel ist die nachgcfuchte Dicnstexitlaffung mit Pension erthcilt. _ _ _ _

kaskßt find: dcrLandgcrrchtZ-Rath Kirsch m Dusseldorf als AmtsgerirhW-Ratl) an das Amtsgxrtcht daselbst, dcr Amts-

crichtS-Rath Huckemann in Haibcruadt _an das.?- AmtsZcrrcht ß: Hkiligcnstadt, dcr Amtsrichter Paper in Brilon (m_ das Amts «richt in Mülheim a. d. Ryl)r,_ dcr AmtSrichtcr Geb ard in Zohden an das Amts_ kricht m Sprrmbcrxk _

Dem Landgerichis-Ratl) Weils ä_user in_Oppeln lt dre ncrchgcsuchtc Dicnstcntlaffung mit Pension crthctlt.

Dcr strUvertretcndc HandelSrrchter, Kaufmarm und Stadt: rath Dittborn _in Memel ist zum Handelsrichter bci dcm Land_g_ericht daselbst erxiannt. _ _ _

.x-cr Staatsanwalt Wachtel bci dcm Landgericht m Posen ist an das Landgericht in Wiesbaden verscßt.

In dir Liste der Rechtsanwalts smd cmgrtragrn: der Rechtsanwait EmanUei aus Frankfurt a. M. der dem Land: grricht [ in Berlin, der Rrchtsanwalt Bachmann eius Dort: mund bei dem Landgcm'cht in Stcttin, drr Notar_“*“is ch _e_ r tn Daun bei dem Amthrricht dasrlbxt, _ dcr GcrtZts-Aßcffor Straßwrg bei dem Landgericht in Tnffeldorf, der_Gcrxckzts- Nffeffor Dr. Rosenbcim bsi dcm Landgerichi m_ Wies: baden, der Gcrichi§-Affcff0r Lex bei dem Landgericht m Esser, der (Hericth-Affcffor Conrad bei dem Amtsgrricht [__] tn B2rlin,miidrm Woimsiß in Reinickendorf, dcr Gerichts-chffor L an cn bei dem Amtögcrichi in Höchst a. M., der Gerichts: Affcßgor Crcsvei bei delemtsgcricht in Ncymünstcr, der Gerichtö-Affrsxor Trkdwski bsi dcm Amis_er1cht m Kgrt: haus, dcr (ZcriäxrsaL-lüessor Abraham bci em Amtsgericht in Sangerhausen, der Eerichts-Affcffor Dr.“ Gausc_ber denz Amtsgericht in Wittenbrrg, dcr Gerickzts:A1xeffor Miran ber dcm Amisacricht in Schwerin 0. W. _

Dcr ArniögrriMß-Rath_Scbcticr in Wrstl und der Rechtsanwalt und Notar, JaniZ-Raxk) Plehwe in Wormditt fiird gestorben.

Yichtamtlichez.

Teutsches Reich. Preußen. Berlin, 2. März.

Seine Majestät dsr Kaiser und K_önig hörten chte Vormittag die Ver-äg: dss Finanz-Mixzixters www des Miniftch drr öffemiickzrr. Arrrixrn, arbsitrxrn wdann mit dem CHEF des MilitäwKadinsxs ULI nadmsn darauf ewige mili- txriichr Meldungen rmgrgrx.

Ti? vrreinigtrn Ausicßxiiir des BUndLSraZHH fiir Zo!)- und Struerwssm und fÜr E(inLorßrmgezr, wwre _d_is vrrsinigten Ausschüsse für Zwis- UTZO S'euseren und fur Handel MW Verkehr hieiten deurr S*.Zungen.

Di? Kommission für die zweite Lesung dr?- Ent: wrrrfs SinsH Bürgerlichen Geießduchs fur das & Er::ichr Reich irßte in dM S?.Zunrxerz vom 25. bis “:.-. Fedkaar Ties Yrraihung des ErbrrchQ ?OkT._ _

Vor! rrricéxirdkneri Seiten waren Anträgs ZSKCÜT, m das BÜrqerlirF-S Griexbxch Vorschriftcn über das" AnerdéNre_cht dri. Lap****"*-“r" i:“. drr Form des geseßlichsn Erbrecth aurzu-

.a„« ......

nsImrn, 24551792 “Dis I(u-Zgrstaltmig im cinzeln_en der Landkx-geirß- JHOUUZ ÜdHriaiisn :rsrdsr. soUte. Die Anfrage? wurdsii Nach ein: 9587“.er ErérrerUr-„g LIZZLLZZKT. Späterer Pruxung dZiebdkr im „Wie der Beraxßirng Jeneilte Antrag vorbrhalten, dre Bx 'mmUri-Zc-N drs ENTT'OUNH ézdrr das Vfl1chflheilsrkchf_ durch die Orschrirt zu ?rgc'mzen, dat; 81116 leßtwillige Verfugung, m w-Slcher der Erdiaiier die Uedemaßme eines zum Nachkaß gc- h-é-render: LMMUH durch Sirisn der Miterben unter Zugrrmde- legung deZ EriraxZ-Fwsrrkzéx _aUZsordnst hat, aus diesem Grunde nick): w Viiichtthrrisvsrlexrmg angefochten werden Tir ?ZsrxxßUr-g wxndt? sicb Todann drr frfiher zurück: 925212111571. Vdrichrifr ds?- : 2051 ZKF 2 zu, dsr zmolge, wenn mrhreré Erden vordanden smd, die einzelnen Rechte und_Ve_r_- birkdlichkzitén kraft des GU“? es auf die Erben ria_ch Verhaltmß der ErNh-ékils Üdergehm bweicézend vcm diemn dem g&- meineri Rrchr UNd dem säkhüichem Grießbuch Mtsprechendxn Skcmdrxrnk: “:eH E??iwurf-Z, emscßied sick) die Mehrheit dafur, das Reckztßrsrézäixniß "rer MiLZrden nach denx Vorgang MvrrußiéÉSn RWTH auf dsr Grundlaze der gejammten Harro «UÉZUMÜKLTM. .; .. einxesrxxn WUrdsr'. an Stelle des „H AHL Saß "2 folgende Voriéyrifceri bsichloiien:

. _? a. ߄Hintertcxsu. der Erblasser rnehrere Erberi, soma:- der achla

gemeinschaftlicbes Vermögen der Erben. _

BHS zur A inanderseßung gelten dre Botschaften der

1) is ..... . §§ § 1). „Jeder Miterbe kann über seinen Antheix an dem Nachlaß vcrxügen. Der Vertrag, durch_ we_lchen uber den Antheil ver ügt wird, bedarf der gertckztlxchen oder_ der notariellen Form. Veräußert ein Miterbe seme_n Anthctl an einen Dritten, so stcht den übri en Miterben em auch ge en den Dritten wirkendes Vorkau_ recht nach Maßgabe er 439 bis 447 zu. Die Frist ur_ dre Ausübung des Rechts eträ i zwei Monate. Das Re t tft vererblich.

"eher den Antheil an den einzelnen Nachlaßgegenfiänden kann ein Miterbe nicht verfügen.“

0. „Die Verwaltung des Nachlasses steht den Erben

gemeinschaftlich zu. Jeder Miterbe ist dem anderen v_erpft1ch)tet, zu Maßregeln mit uwirken, die zur ordnungSmäßtgen Per- waltung erforderli find; die ur Erhaltung nothwendtgen Mcfifßregeln kann jeder Miterbe oßne Mitwirkung des anderen tre en, Die Vorschriften der §§ 679, 681, 684 (des Entw. ]]) ßnden Anwendung. Die Thetlunq drr ru_chte erfol t erst bei er Theilung des Nachlasses. Ist die hcrlung atx langere Zeit als ein Jahr aus eschlosscn, so kann eder _Mtterbe, so- crn nicht ein anderes stimmt ist, am S luß jeden Jahres die Vertheilung des Neinertrages der Früchte verlangexr.“

§ (1. „Der Schuldner einer zum Nachlaß Jehorenden Forderung kann nur an alle Erben emeinschaftlrch ersten und “eder Miterbe nur die Leistun an a e Erben fordern. Jeder

iterbe kann verlangen, da der Schuldner die geschuldete Sache für allo Erben hinterlegt oder, wenn fie fich mcht zur Hinterlegung eignet, an einen gerichtlich zu bestellench Ver: wahrrr abliefert.“ _

§ 9. „Ukbcr cinen Nachlaßgegcnstand können die Erben nur gemeinschaftlich verfü en.

Gcgcn eine zum Na laß gchörendc Fordérung kann der Schuldnrr eine ihm gcgen einen einzelnen Miterben zustehende Forderung nicht aufrechnen.“

» . „Was auf Grund eines zum Nachlaß ehörcnden Rcchtcs oder als Ersaß für die Zerstörung, Beschädigung oder Entziehung eines Na laßgrgenstandcs oder durch em Rechts= gcschäft erworben wir , das sich auf den Nachlaß bezieht, ge: hört zum Nachlaß.“ _ _ _

Q 8- „Die Erben haften für die gcmcmschaftltchrn Nachlaßvcrbindlichkciten als Gcsammischuldner. Drr Mit: erbe ist vor der AuNinanderseßung deS-Nachlasses brrcchtigt, der Zwangsvdllstrrckung in sein anderweitich Vermogen Zu widersprechc'n, wenn er dem Gläubiger Nachlaßchcnstän c nachwcist, in wrlche auf Grund eines gegen _alle Erden vol]- strcckbarrn Titels die ZwangSvolLstrrckung mrt Aussnhi arif Erfolg brtrie'brn werden kann. Der ZwangsvoÜstreckung m seinen NntHcil kann er nicht widersprechen.“

Die weitere Bcrathung der die Erbcngcmeinschaft be- treffenden Anträge wurde bis zur nächsten Sißung vertagt.

Die Nr. 3 der „Amtlichen Nachrichten des Reichs- V-crsichcrungsamts“ vom 1. MäZ 1895 enthält u. a. den Geschäftsbericht des Reichs: ers1cherungsamts für das Jahr 1894, ein Rundschreiben an die Vorstxinde der Berufsgcnoffenschaftcn, betreffend die Aufstellung erlautert:- drr Grundsäßc über die Ausfüllung des Formulars dcr Rcchnunq§crgebnisse,_vom 10. Februar 1895, forme folgende Revisions-Entschcrdung: _ '

Dcr Erlaß cines ne_ucn Bescheides zu Gunsten des Rentendcwerbcrs ijt auch_währen_d schwebenden Berufungsvcrsahrcns zu[ä_s1ig. Dieses 111er mehr schon dnrch Erlaß dcs neuen Bc1chkldk§s,_ sondern erst durch Zurücknahme der Berufung seitens des Klägers bcendrgt.

Der Herzoglich sächsische Bevollmcirhtigte zum BundLSrath,

Siaats-Mmistkr ]))“.von Bonin Hatjrch auf einige Tage nach Gorda begeben.

Tsr RegierungL-Raih Wosck) zu Oppeln wird vom 1. April d. I. ab an dir Königliche Regierung in Wiesbaden versrst. : _ Ter ReqierungßÄlffcnor Berg zu Potsdam wird vom 1. April d. I ab drr Königlichen Ministerial-, Militär-_und Baukommission zu Berlin und der Ncgisrungs : Ysjeffor Pohlandt von dieser Behörde mit dem gleichen Zetiyunkt der Königlichrn Regierung in Potsdam zur weiteren dienst- lichen Vérwrndung überwiesen. __ _

Ter Régierungé-Ansffor Von Ke11eler aus Koblrnz ist bis auf weiteres dem Landrath des Landkreises OSnabruck zur Hilieleistung zugetheilt wgrden. _ _ __

Der RegierungL-Affenor Dünkelberg zu Koslm qt der Regierung zu Osmabrück überwiesen worden. . _ _

Der Re iewngß-Affeffor Großkopf zu Koln wrrd vom 1. April d. F. ab der Königlichen Regierxmg zu Breslau zur weiré-ren dienstlichen Verwendung überwic1en. _ _

Ter Régierungs:Affeffor von der_Marwrß zu Siettm wird vom 1. Avril d. J. a_b__der Kdnrglirhen RegierunJ zu Köslin und der Negierungß-Asder ])r.)ur. von Doctrn _ e_m de Rande zu ZHLHOL _yon dern1elben Zeitpunkt ab der Konig-

[icheri Regierung zu Camel zur weiteren dienstlichen Verwendung Üdrrwieirn.

Laut telegraphischrr Meldung an das Ober-Kommando der Marine in S. M. S „Gneisenau“, Kommandant Korvetten-Kaditän da Fonseca-Wollheim am 28.Februar in Cadiz eingetroffeu und wird am 3. d. M. die Reise nach Tarthmoutk) fortfeßen; S M. S. „Alexandrine“, Kory- mandant Kapitän zur See Schmidt, _ist am 28. Februar 111 Nagasaki eirYetroiien und wird heute die Reise nach ongkong fortyeßrn; .... M. S. „Falke“, Kommandant orvetten- Kapitän Graf Heinrich von Moltke, wird am 6. d. M. von Auckland nach Sydney in See gehen.

Posen, 1. März. In der heutigen Sißung des Pro: vinzral-Landtags nahm die Versammlung von chm .Be- richt deH Landes:.Hauptmanns über die Organisation des

rovinzialständischen Verbandes, üder die Verwaltunß der rovinzial-Jrrenanstalt zu Owinsk, die Taubstummxn-An taiten ofen, Schneidemühl und Bromberg, die Blmdenanstalt

meb

“iber “den Siam) der Fonds Zur Förderung von LandeSm iorjéicmen, den-Viehseuchenfon s,“ die Provinzial- Wittwen- und Walsenkaffe, die _ eführten Prozesse, über den ortschritt der _Inventari terung der Kunst- denkmäler in en Rcchnun„61ahren 1892/93 und 1893/94 sowie über die Verwa tung der Erziehungsanstalten Schubin und Cerekwice in Zerkwr und das gesammte Zwan s- erziehungswesen im Rechnun 81a re 1893/94" Kenntmß. Hm Rechnunngere 1892/93 hat er rovinzial-Ausschuß an ei- hilfen zur orderun von Landesweliorationen neu bewilligt 17 860 «M und 189 /94 im ganzen 5599870 9/6 Für die gleichen wecke wurden an Ent- und Bewäffcrungs- und Drai- nagegeno enschaften sowie an Gemeinden zur Ausführung von Moordammkulturen als Beihilfen gezahlt 1892/93 im ganzen 58 833,95 W und 1893/94 67 895,60 9/5 Arzßer dtcscn Beträgen wurden in den beiden Rc nungS1ahrcn ]e 10000 „W, zusammen also 20000 ckck zur Ver ärfung der vom Staat ur Förderung der Landwirth- schat in der Provinz osen auSgeworfenen Summe von 40000 .“ bezw. 60000 „46 aus rovinzial- mitteln zugesckJlossen, die gleichfalls ?u Landesku turzwecken bestimmt und is auf 14300 9/6 gezal) t_find. Die Versamm- lung beschloß demnächst, Seine Maxestät den Kaiser und Königzu bitten,;xu der zur Berathun gekommenen statu: tarischen Anordn ung ?, wonach dem Lan estauplmann ein weiterer oder er Beamter (Landes-Rath) zu eordnet werden soll, die Aller höchste Genehmigung u e eilen. Alsdann Wurde die von dem Provinzial-Auss us; im Jahre 1893 bx schlo ene Zuwendung emes Beira es von 4000-46 an die durch das « runnenunglück schwer betrofßene Stadt Schneidcmuhl nach- träglich genehmigt und dicZustimmung zurUebernahmc des von dem Kuratorium ch Kolmarer Rettungshauses unentgeltlich zu wohlthätigcn wecken angebotenen Grundstücks nebst einem Baarbetrage mri der Maß abe erthcilt, daß dem Frovinzial- verband die Rückgabe frei teben soll, falls nicht inner alb dreier Jahre über eine gceignrte Vcrwendun Entschließung getroffen ist. Der Etat fÜr das neu err1chteteT.!Zrovinzial:Mufeum und die Landesbibliothek wurde auf 30000 «46. in Einnahme und Arisgabe festgeseßt und gleichzeitig _brschlossen, die Königliche Staatswgterung zu bitten, zur Einrichtungdieser fÜrStadtund Provin Posen mangels einer Universität so wichtigannstalten eine außerordentliche Beihilfe und zurUnterhaliung emen laufen- den Zuschuß zu gewähren. Von den Vrrwaliungscrgebniffrn der Provinzial-Feucr-Soziciät einschließlich der der Abtheilung f_ür Mobiliar-Vcrsicherun_g nahm die Versammlung Kenntmß, worauß die Etats fur die Betriebsfonds der Abtheilun für (Gebäu e:Versichcrung und der Abtheilung für Mob [iar- Vcrsicherung sowie der des Sicherheitsfonds für die Gebäude- Vcrstcherung zur Bcrathung gezogen und festgestellt wurden.

Bavern.

Seine Königliche Hoheit der Prinz:Rege_nt hat im Hinblick auf di? hohen Verdienste, welche sick) der am 26. U. M. verstorbene General der ananterie 3. D. von Heinleih iu herrorragenden Dienststc ungen und _besonders während seiner Thätineit als Kriegs:Minister um die Armee erworben hat, durch Uerhöchste Extischlicßung _vom 27. v. M. verfügt, daß vom Tage drr Beerdtqung an_ die_Offizt_ere dcs KriegS-Ministeriums und jene des Infanterte-Lcrb-Regtments, «“ck. 13. 8111138 dessen der Vcrewigte stand, sieben Tage Trauer (Flor am linken Oberarm) anlegen, _ _

Wie die . „Allg. tg.“ mitthcilt, haben die (Hemxmdc- bevollmächtigten von N Ünchen in ihrer vorgestrigexr Stßung mit 42 ge en 11 Stimmen dem Beschluß des Mggistrats zu: gestimmt, Fern ürsten Viswarck das Ehrenburgcrrecht -u verleihen. uch in Re cnsburg haben beide Gemeinde- ?ochien gestern einen gleichen Beschluß gefaßt. Fcrner haben die Bürgermeister von 19 Städten der Pfalz beschlossen, den Fürsten Wißmarck zu seiyem 8_0. Geburtstcrg _zum Ehrenbürger zu ernenney und 1hm_ em _darauf bezugltches künstlerisch aUSgeführtes Diplom zu uberretchen.

Oesterreich-Ungaru.

Der Kais er empfing heute in feierlicher Audien den zum Minister des Auswärtigen ernannten russischen otschafler Fürsten Lobanow behufs Entßegxnnabxne seines _Abberufungs: schreibcns. Fürst Lobanow wir sich Mitte der nachsten Woche um Antritt seiner Stellung nach St. Petersburg bc eben. Da ***ürst Lobanow bereits daS Großkrcuzdes Stefans: rdenH bc- ißt, so ist ihm diese AUSzeichnung tn BrtUanten vrrltehcn worden. _

Die österreichisch:ungarische_ Presse ohne Unterschied der Parteien bespricht mit ungctheilter Zustrmmurr die Ernennung des Fürsten Lobanow zum rufst chen Minister dcs AULwärtigcn unter warmster Anerkcnnzmg der Charakter- und Geisteseigxn chaften, sowre der bisherigen politischen Wirksamkeit des Fu ten.

Die Kaiserin ist gestern von Mentone nach Korfu abgereist. _ _ _

Die in Wien anwesenden preußischen Offiziere wohnten gestern in der Franz-Zoseph-Kaserne den Urbungen der boSUifchen Bataillqne bei und sprachen sick) an: erkennend Über die Haltung dieser Truppe aus. _ _

Das österreichische Abgeordneienhaus uderwres gestern den Antrag Pacak, wonach dre in dem thchs_rath und in den Landtagen gehaltenen Reden der gerichtlichen Judikatur entzogen werden soUen, _ den] Preßausschuß zur Berichterstattung. Die Dringlichkeit fur den Antrag war in der leßten Sißung _ abgelehnt worden. _Der Ahg. Graf Deym beantragte angesichts der Zuckerkrtsts die EU]: berufung einer Enqukzte, die den Interessen der Zuckerfabri- kanten einerseits und der Rübenprodu erzten anderersxrts Rech- nung tragen soll. Von anderer erte wurde em inter- nationales Uebereinkommen behufs Regelung der Exportbom- fikation beantragt. _

Wie die „Budapester Korrespondenz“ mxldet, ist der Abgeordnete Latkoczt) zum Staatsseertar und der Ministerial:Rath Ignaz Szell_ z_um Zweiten Staats- sekretär im ungarischen Ministerium des Innern ernannt worden.

Großbritannien und Irland.

Das Befinden des remier-Ministers Lord Roseberr) ist in fortschreitender esserung_.

Jm Unterhause erklärte ge tern der Parlametxts- Sekretär des Auswärtigen Sir E. Grey: die ßerichtltche Entscheidun über die Ansprüche der Bdnddinha er sowre andere Ankxprüche an die Delagoa-Bar-Etsenbahn sei

im ganzen . ..

; behandelt .“-'-.'T und Werkstätten und junge _ reimg'en; ste so_ enannte

“„A!“

. ar eit

* .. aufe mitnehmen oder nach

no ni t etro 11. Der Austaus :der zu lichen Schrift- "?kxe secih eréolgtkftdock) könne derGeZchtshof er nach wettere_n rhandlungen eine Entscheidung abgeben. _Der Staatssekretar des nem Asq-uith legte sodann dre Novrlle zum Jahr kgeseß vdr. Der Zweck der Vorlage ist: zweck-

* entsprechende Vorkehrungen fur die Sicherung des Lebens

11 der eund eit der Arbeiter u schaffen. Die Bill u d Ganterh anderem UeberLÜllun der Fabriken B verbietet, __ Zadl'chKindÖr? _____und

e onen in ewcgun _e n 1 e a men P rs enthält ferner Yesttmmungen über das „Schwihsystem“, verbietet die Ucberstunden- für Personen un_ter 18 Jahren und schränkt fie für Arbeiterinnen cm. In Fabriken beschäftigte Kinder dür en keine Arbeit nach Hause nehmen. Jun e männliche Hersonen und Arbeiterinnen, die ihre vo e eit in Fabriken arbeiten dürfen keine Arbeit nach _ _ der T_ageSarbeit im Laden be- chäftigt werden. Das Alter _für dre „Zulassung von Kindern

ur Fabrikarbeit wird zwar mcht, wie ie Bcrlmrr Konferenz orge chlagen hatte, von “11 auf 12 Jahre erhöht, doch erklärte

-er Staatssekretär, gegen eine etwa vori anderer Seite vorge-

schlagene Erhöhung werde er nichts emwenden; er habe von

einer Erhöhung nur abgesxhcn, _ um nicht streitige Fra en in

,die Bill zu brin en, DW- Bill de_hnt das Fabrikgecß auf Wäschereien, Do s, Werften, Quats, (Gebäude, in denen Maschinen verwandt werden, und auf Backhäuser aus. Bei “der Debatte erklärte Gorsx, er werde in der Spezialdebatte einen Paragrap en zur Erhohung des Alters für die Zulassung xdeerinder zur abrtkarbeit beantragen, und sprach die Hoffnung .aus, die Regierung werde den Antrag annehmen. Die nächsten ;Redner sprachen sick) anerkennend Über die Vorlage aus, deren erste Lesung nach mchrstündiger Debatte angenommen wurde. Im weiteren Verlauf der Sißung beantragte der Staatssekretär des Innern erste Lesung der Novelle zum (H'eseß, betreffend die Vcrgütun der Arbeitnehmer durch Waaren.

Die Vorlage _besttmmt, daß Abzüge von Löhnen für Straf-

_ u. s. w. in Zukunft geseßwidrig,

cin soÜcn, wenn sie nicht in

vom Arbeiter unterzrichnrtcn Kontrakt nd Arbeiter vereinbart sind.

Fraukreich. In der qesirigen Vormittagsfißung der Deputirten-

«“i-“kammer wurde die Beratlxrmg ch Kolonial:EtatS fort-

Im Laufe der Debatte verlangte der Dcputirte

eseßt. * , ÖKO Utfort Aufklärungen über die A bbcr ufu n g des Gouver-

LL-„Ldlonne habe b€t7ächklich9 VMUstS erlitten,

eurs von Indochina

er Redner behauptete, vollständig hergestcllt worden.

"?'ka deren Wiederkehr ' ““finanzieüe und wirthschaftliche Lage Indochinas sei gut, die

Und, sprach Lourdelet, dcr

Lancssan und spra sick) miß- wirtbschaftlichc und ie Finanz: Indochina befolgt werde; in Tongking sei die Ruhe nie Der Dcpntiric Charles Roux behauptete, der Handel in Dahomet) habe keinen Fortschritt acht, da ]ede Verwaltung fehle. In der Nachmittags- ung wurde die Berathung fortgescßt. Der Deputirte rinz Arenberg tadclte die Umtriebe der Niger- ompagnie gegen die französischen Kaufleute. Der Minister

über die

illigend aus, die in

olitik

Yer Kolonien Chantemps erklärte auf die Ausführungen skLYerschiedener Redner: die Kolonne Monteil

sei zu polizei- _ worden; die _ ser aber niemals Gefahr g__ewescn. Em T eil der Kolonne sei nach dem cnegal zitru-Fgckehrt und conteil abberufen worden. m weitern Verlauf der Debatte erklärte der Minister, gebe zu, daß in Indochina unter dem Gouverneur anessan verschiedene Missbräuche in der Verwaltung vor- ekommcn seien, dock) seien die nöthigcn Maßnahmen getroffen, für die Zukunft zu verhüten. Die

chen, nicht zu Eroberungszwecken abgesandt

Scera'uberci in Tongking beträchtlich vermindert.

Aus der von dem General Négricr angesteUten, durch die jüngste Interpeüation in der De utirtenkammer veran- laßten Untersuchung über den csundheitßzustand der Garnison von Dijon geht hervor, daß die mili- tärxsrhen Uebungen während der großen Kälte aUerdins in einigen Punkten übertrieben worden seren, daß aber die 5 erzte ihre Schuldigkeit vollauf gethan hätten.

_ Auf einem Bankett, das gclcgcntli der Bildung der xarlame11tarischen Gruppe des Au cnhandels statt- __ _ _ __ __ Präsident des Vereins „“)r Komnnsfwnarc fur den Außcuhandcl, die Hoffnung s, daß die de_r Ausfuhr bcreitcten Hindernisse im ehre 1900 aufgehört haben würden. Léon Sax), lebhaft ;grußt, sagte: „Wir wollc'n von )encm Sozialißmus, der sich _rotckttonismus nennt, Nichts wisscn. Frankreich vrrarmt Hnd _nur cme „an Gegenseitigkeit beruhende 'UUÖLlSVthMgS- ,vxmk kann uns retten.“ Léon Sar) trank )icrauf auf die , 'ckkehr der .Handelsfrcihcit. _ Yer fraxizösisZc Botschafter in Madrid wird für nachste_tht in aris erwartet. Dem „Figaro“ zufolge wrcYe _seme Reise in crstrr Linie, sich mit dem Minister des __ Zwartiger. Hanoiaux über einen c-vcntucllcn Besuch der ntgrn-Regcntin und des Königs von Spanien in ankretch zu besprechen.

Italien.

Wie_ der _Wiener „Neuen Freien Fresse“ aus Rom gc: dci wrrd, smd die Erzbischöfe von ccheln und Nancy eingetroffen, um den Papst zum Einschreiten gegen die griffe der katholisch -sozialistischcn Parisi in *nkretck) und Belgien aufzufordern.

_ Spanien.

;“? m_ Senat erklärte gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, WFLILTWJS-Minister, er flxeilc hinsichtlich des Auf- skawdes auf Cuba de_n o timitischen Standpunkt nicht und werde_desl)a1b acht mrt ausergewchrcn bewaffnete _Batazlloxie nach C_uba entsenden.

Emo m Madrid eingetroffene amtliche Depesche aus WWUW 1n__elde_t, daß d]? spanischen Truppen einc Schaar

__n AUfstandlschen tn Santiago zerstreut hätten.

N Bulgarien. - ach_ amtlicher Mittheilung ist Stani iow, der C c geheimen Kabinets des Prinzen Ferdinsach von SachsYnx

'aurg, zam bulgarischen Vertreter in Bukarest cr- int worden.

Amerika.

Die Legislatur von Nebraska Vereinigte Staaten) den Antrag angenommen, den enzucker-Produ-

.

zenten in Nebraska eine Prämie voi! 5Do11ars per

Tonne zu zahlen. _ Asien.

Nach einem in Hiroshima eingetroffenen amtli en Be- rich_te des Marschalls Oyama vom 27. v. LM. wuédcn die Chinesen am 24. Februar Vormittags in der Nähe von quingsZat) geschlagen. Nachmittags hätten 13000 Chmcsen attjchen angegriffen, (ZELM aber zurückgeworfen worden und hatten Zick) in der Ri tung aquQZZinkau zurück- gezogen. Dre Japaner hätten 20 Todte und Verwundete, dre Chinesen 200 Todtc gehabt, die Zahl der chinesischen Ver:

wundeten sei unbekannt. Aus Kobe wird der „Times“ emeldet, es sei daselbst die eingetro en, daß Vanden von

Nachricht _aus Söul Mandschu-Soldaten die Provinz Hamgyongho im

Norden von Korea verwüsteten und die Goldminen plunderten.

Parlamentarische Nachrichten.

_Die Schlußbcrichte über die gestrigen Sißungen des Rerrhstags und des Hauses der Abgeordneten befinden |ck m der Ersten und Zweiten Beilage. *

--_ In der heutigen (50) Si ung des Reichstags, welcher der Retckxqunzler Furst zu Fl) enlohe, dcr Staatssekretär Staats-Mmrster [)r. von oetticher, die Staatssekretäre qulnranwund ])r. Graf von Posadowskt), sowie der

rregö=thster, General Bronsart von Schellendorff beiwohnten, wurde zunächst die', zweite Berathung des Etats der Verwaltung der Kaiserlichen Marine fortgeseßt.

Dre Budgetkomm1sfion hat die Streichung der geforderten 1. Rate zum Bau von Torpedobooten im Betrage von 2400000 „W beantragt.

Dsr Referrnt der Kommission, Abg. Dr. Lieber (chtr), befür- worirtc die Genshmigung des Korntntsfimisbesckyluffc's, da Einerseits unscre Torpedobootsflotte eincn sc'br günstigen Stand aufweise, aqdcrsrsriis dic ungünstige Finanzlage drs Reichs rs Verbiete, gl€ich- zectig auf aürn Gebieten der Flotte mit Neubauten vorzugehrn.

Staatssakrrtär drs ReichI-Marineamts Holkmann be'tontc die

" Notbwyndigkeit drr gcfordcrten Ersaßbautcn für Torpcdobootc, da seit

dcm Jabra 1884 nicht weniger als 24 Torpedoboote ausgcsckyicdenseicn.

Das Haus stimmte dem Beschluß der Budget: kommission zu.

Die weiteren Titel wurden nach dem Etats-Voranschlag genehmigt.

_ Bet der Forderung von 650000.,/1§ als 1. Rate zur Ver- großcrung d_er Kohlenlager hat die Kommission 250000 7/4 gestrichen.

_ Rsscrent Abg. Dr, Lieber begründete diescn Abstrich mit der mrßltcben Finanzlage __dcs Reichs, die eine Vcrlangsamung drs Tempos der Ausdc nung der Kohlenlager fordere.

Dgs Haus beschloß darauf nach dem Anfrage der Budget: komrmsjwn. .

Bei den cinznali en AUEJaben des außerordentlichen Etats wurde die „e?exrdcrte zweite Rate (erste Bauratc) von 1000000 «15 zum_I au eines großen Trockendocks auf der_r__W__§'rft zu Kiel nach dem Beschwß der Budgetkommission ge rt er!.

(Schluß des Blattes.)

-- In der heutigen (ZZ.) Siyung des Hauses der Abgeordnrten, wrlcher der_ Minister der geistlichen sc. An clcgcnlwticn Dr. Bosse_ beiwohntc, wurde die zweite Ve- ra_t ung dcs (St_ats der gctstltchen xc. Angelcgcnhciten xc? _dYt Kapitel „Technische Unterricht§anstalten“ Ok ec .

JIlbg. Bötiingcr (nl,) dankte drm Ministcr drr geistlichen .*c. Angrlegenbettrn und dern Finqnz-Ministcr dafür, daß an den Technischen Hochschulezn tri Berlin, Hannover und Aachen „clrktrotechniscbe

ahoraxorten e_mgßrtckxtet werden folien, die für dir clsktrotcchnische Wrssenjrbaft em langst empfundencs Bcdürfniß seien.

Minister der gerstlichrn 2c. Angelegenbciten 1)r. Bosse: Ich danke dem _Vorredner für [eine freundlichen Worte. Es wäre eme _Knauseret gewesen,_wenn wxr uns drn Anforderunxcn dcr clc'ktro- tCCÜNlschM Wiffknschgst gc cniibcr ablehnend yrrL)alte:1 hätten. Aber ich mache kein He [ daraus, daß uns vom Stand- Punkt__en1er vors1chttgen FiriaitzVLrwaltung bei den großen Zu- kunfisbxldcrn, we'lche der ungrahnte Aufschwung der Elektrochemie? Vor mxjcrcn AULA! entroUt, drci) etwas bange wcrden könnte. Das, was fur unsrr Yol!" und die Vicnsckzbrif fördcrlich sein kann, werden wir stets [in_tc'rstützc'n. Dax“; ivssrntltcHL Vkrdienjt gebührt [)icrbri dem Ftnattz-Mintfter, der _die Bedeutung der Sache erkannt und uns mit ?_riäßtcz _Beryttwillrgkrtt dic erforderlichen Mittel zur Verfügung gc- e a .

__ Abg. Wallbrechr (ul.) weist auf Amcrika bin, wo dic Cin- subruxig von Lahoratorten sich auf das beste bewährt habe. Den Studierenden musse man_Gcl€grnheit gcbrn, ihre tbcorciischrn Kennt- ntffr m die Pra is umzujeyrn.

Grbrimcr _ber-Regirrungs-Ratb Dr. chrcnpfrnnig: Auf der_Auöstcllyng in Chicago haben eine roße Anzahl unsrrrr In- gentcure dre amerikanischen Verhältni 8 sehr genau studiert, und _deren Anregungen haben uns veranlaßt, der praktischen Arxsbtldung drr Studierendrn näher zu treirn. Dir Vorführung Von Zeichnungen allem genügt nicht, man muß ihnc'n Gclegcnbeit geben, a_n der Maschine selbst zu arbriteu. Bei der Elektro- technik dtc se_1t zwölf Jahren Unterrichtsgrgrnstand unsércr chhnischen Hochicl-yulrn ist, haben wir dissen We- sofort beschritten und Labo- ratortcn eingerichtet. In den anderen Zweigen der In enirurwissrn- sckxaft _Weren wir diesem Vorgehen folgen miiffen. Bcr Minister Wird in dem nachsten Monat sich an den Finanz-Minisier Wendrn und ihn um dir dazu erforderlichen Mittel bitten.

Abg. _von Eynern (nl,): Es ist dringend nothwendig, daß an den Technischxw Ho schulen ür die Lehrstühle der Nationalökonomie triebr etatsmaßtge Zittel auf?ejvendet werden. An der Technischen «_Zocxrhsckyuxe zu Charlottxnburg st zur Zeit eine außrrordentlichc Pro- rYrtr fur Nationalökonomie frei. Man ist in wissenschaft- lt e_n Kreisen einigcrmaßen gcs annt darauf, in wel rr Werse die_ B-Zseßung dieser teac erfolgen wird. In der Preffe 1st_ d1e_ Besorgnis] aufgetaucht, daß die Bcsrpung durch Linen Kathederkozialtsten erfolgrn werde. Diese Besorgntß “gründet sich h_esondcrs _auf die Vorgänge an der Berliner Unidcrsität, dte_ s1ch an kme Kritik anknüpfen, Welche im Reichstag an der T_batigkeit der_ Kathedersozialisten geübt wurde. Die Thatsache läßt sich_ nicht leugnen, dZß die ozialdemokratischc Gs- sinnung _m der deutschen Otudentens aft in drn le ten Iahrcn vrdcutend um fich gcgriffen hat. Als die Ursache i in erstcr Linie die _Tbätigkeit der Kathedersozialiften zu betta ten. Diese Thatsache laßt sich nicht aus der Welt schaffen durch die Ver- anstaltung Von Kommersen mit der üblichen studentis en Begctstrrung und durch Artikel in der „Zukunft“. I ?abe ausn espckt vor der Wissknxchast; aber ich kann es nicht als ssenscbast betrachten, wenn gewisse Professoren, die dem praktisYen Leben völl g fsrn stehen, lhre Theorirn als Gesc? für das wirtbs aftliche Leben aufsteilcn. Wen_n an dicsc'nTheoricn ritik geübt wird, so bet t das noch _kcmeßmcgs, dre Zreihrif der Lebrtbätigkeit gefährden. Es i tnith thuplrch,daß gewi e

rosessoren der Nationalökonomie sich als unfchl ar htnstrllen, daß e

tbeorkkt'scbe Gesc“? für da] wittbsÖäksiÖe Leben konstruieren und dann ix_1 souver ner Vera g der_Männer des praktischen LebeZ; als _alletn maßgebend erklären. Bes der Bes ung der Professuren der Nationalökonomie an den deutschen Universttä er: hat sich in den levten Jahren der Einfluß der extremen Kathedersoz alisten in mamber Beziehung eltrnd gemacht; es sind Männer auf LLbrsiüble der Natio'nalökonomie erufen worden, welche kaum der akademischen Schule entwachsen waren. Ich möchte unseren Technikern wüns en daß sie 17icht der- arttgr Lehrer bekommen, und daß, sie nicht bet ißrcm Eintritt in das prakttsche Leben alles wieder abstreifen müssen, Was sie elernt haben. Ick Hoffe, daß der Lehrstuhl an der Technischen Hochscsule in Chiki?- lqttenburg mr_t einem Manne besetzt werden wird, der sich nicht zm?! ZKF? scyt, seme Throrten dem praktischem wirthschaftlicbaneben auf- zuz nge'n.

Bci Schluß des Blattes nahm der Minister der eitli en 2c. Angelegenheiten ])r. Bosse das Wort. g L ck .

_ Dem Hause der Abgeordneten ist der Entwur eines Gesrxzes, betreffend die Aukaebun von Stolgebührfen für. Tagfen, Trauurzgen _und ktrcblicLe Aufgebote im Amts- bezirk des Kynstftorrums zu Wiesbadc'n, zugegangen.

__ FerEdeKXaYes _?er Abge?rdnetkn _7_veiter zugegangen? Entwurf n? 'r a euerge :? ?? i in drr w'! 5 ' beuttgrn Nummrr d. Bl. abgedrrécktx. I et en Berlage zur

Kunst und Wiffensthaft.

Professor Dr. Arzruni Von der Tschniscbcn sw us? in Aachen und drr Vize-Fräsrdcht drr französisch: mineräerLchn Ge- scÜschaft Manroy znd, ww „W. T. B.“ aus St. Petrrsburg mrldrt, zu Ebrenmtigltedern der Kaiserlich russi1chen minera- logtscben Gesellschaft gewahlt jvorden.

. Verkehrs-Anstalten.

.Das in den nächsten Tagen zur AuEgabe gelan cmde et,? (Marz-Lipril) _er „_Archivs für Eisrnbabuwssrgn“ (bérxrrs- Wehen tm_M1mstk_xrmm drr öffentlichen Arbeiten, Vrrlag vonJulius Springer _tn Berlin) brtxigt u. a_. eine sehr ringrhende Abhandlung des __Grbczmrn Obrr-Rrgterungs-Raibs Or. Micke: im Ministerium der offrntltchkn Arbeiten üher die am 1. April d.J. in Kraft trrtende 119116 Ordnung dcr prcußxscbcn StaatsbaHnVLrwaltung. Beigegeben smd scrnrr dlc Vcrwaliungsordnimg für die prcußischcn StaatSeifen- hahyrn, dw Urbxrsicbi uber dic_Eisenbabn-Dircktiondbezirkr, die Ge- 7chaiisordnzmg fur dre Komgltcb prrußischcn EisenbaHn-Dircktionen, 11_rbst_Anl§1tung z11r_A11fsicUung und AusfÜHrung dcs Gc'sckyäftsplans Kr dre (FissanaHZ-YtrkktÄonÉnéh_und___das IZ-Zrzcicbmß drr für die Aus- 11 ung 6 aa ! en U_1 Err ts ii cr die reui cn ia- babnen u. s. w. bestellten Kommissare. p ßsch Pr v t

118591" die durch die Wittrrungsthältniffc [)erVorgernfrnrn Ver- kehrsstorungen bezw. dcrcn Bespitigung liegen folgende Mel- dungen vor:

Dir StrccksxtVrlgast--Vartb, Altefähr-Bergrn und Bergen- Krampas smd wiedc'r frei gewordrn.

Auf der Strccke Siargardx-Lippebne ist der Betrieb infolge Von _Schnrcvertvchungen gestort. Dre Strccke Stargardt-Küstrin-Vorstadt ist wwdcr fret,

Bremen, 2. März. (W. T. B.) Norddeut er Llo d. Der Schnclidampfer .Saale“ ist am 1. Miirz MosnYns auf ?)er Wesrr angrkommrn. D_cr Postdampfer „Stuttgart“ ist am 28. Februar Nachmittags tt_i Ncw-York angrkommen. DLT Reichs- Postdampfer „Preußen“ ist am 28. Februar Nachmittags in Ant- werpxn angekommen. Der Postdampfer „Münchrn“ isi am1.März Vormttta s auf der We[er angekommen. Drr Postdampfér „Ende- avour' at am 1. Marz Nachmittags dic Rrisc Von Antwerpen ziach La Plata" fortgrscyt. Dcr Reichs = Postdampfcr „Darm stadt“ rst am 1. Marz Yormrtkags m_Suez angrkontmen. Dcr Sehnsü- dampfcr „Eins" rst am ]. Marz Morgens in New-York“ ange- koznmrn. Drr Postdampfrr ,Straßburg“ hat am 1. März Nach- mittags O_ucssant_pasfi€rt. Der Posidampfrr „Wittck'ind“ ist am 1. Marz RachmrttY§z_ auf der Wcscr angckommen.

_ Hamburg, 1. arz,_ (W.T. B.) Hamburg-Amrrika- ntsche_ chketfahrt-Akitc'n-G€sellschaft. Dcr Postdnmpfer ,. Dania“ tst brnie' Nachmittag in CitxhaVc'n eingetroffen.

London,_1. Marz. (_W. _T. B,) _Drr Union-Oatnpfer „Norm_an11" ist auf der Hmmrctscgestrrn wonKavstadt abgegangen. Dcr Unton-Dampfer .Scot“ ist auf drr Hrimrc'isc gestern in Plymou tl) angekommen. .

Theater und Musik.

_ _ Konzerte.

Der amerikanische Klavicrvirtuos William H. Davas gab vorgesicrn tm Saal der Sing-Akadcmir cin Konzert mit dem Philharrnontfchen_Orchester, in Welchrm er zum rrsic'n Mal Vor dcm btqfigrn _ ubltkum erschien. Aus der Sébulc Thcodor Kullak's und Franz Ltszt's erworgrgangrn, bewies kr einc fichcrc', writ cniwickclte Trchmk und vrrstandnißvyllc Ausdrucksweisx': (Eigenschaficn, dir in Bestbochi's WZ-änr-Konzert und noch mehr in dcm schwirri en, durch some Langen etwas ermiidcndrn Konzert (11411011) von d'Öert sich gcltrnd machten. Sowohl in dicsc'm wie in drm Liszi'sclxrn „11541117- KOUZLÜ, das den Beschluß des Abends mackpie, trat die' Virtuosität ds_s Spirlrrs am länxcnd irn hcrvvr, sodaß lauter Bcifall dcr zahl- rrich_crsch1c_nrncn uhörrr srinc'n Vorträgen folgte'. Das Orchester TIJ'HM s1ch unter Prof. Mannstädt's Leitung wicdrrum sehr

tg.

Jm König_lichcn Opernbause rédt morgen Richard Wagner's „Tannhauscr“ unter KKVLÜUWistLr «Vringartncr's Leitung in _Sccxie. - Am Montag findc't auf Allrrböclstcn Brfcbl dsr erste dies? jährige? _,CZl'sLÜsÄafts = Abrnd“ statt. an Vluffükzrnnq aclangc'n Hwnixcrdmck's .Hanscl und Gretcl“ (Fräulc'in Rotbauscr, Fräulein Dietrich, Fran (Höss, Kachmcisier Wringartnrr), sowic das Bricht „KarneVal“ (“_Dcrmerr: dell'Exa, Urbanska).

Jm K0kll§llchkn Gchauspicibansc wird morgen Grill- parzrr's _„Köm ttokar's Glück und Ende“ mit Herrn :).)iatkowsky m der Ttielro e gegeben. Am Montag kommrn das Lustspicl „.Halali“ (Famex! Poppe, von Mavburg, Hrrrcn chzlcr, Grube) und der Schwank „Dic stille Wa c“ zur Aufführung.

Im Deutschen T )eater findcn Wiederholungcn drr Anzrn- grnbchschrn Bauernkomödie .Der G'wissrnrnntrm' morgrn Abend, am Dwustag und Freiiag (24. Abonnrmcnts-Vorsirllung) statt. .Die chcr'_ grhcn morgen Nachmittag, am Montag und Swnnabrnd Abend m Scene. Für Mittwoch find .Gespcnstcr', für Donnerstag ist „Der Taliöman“ angesth.

Im Berliner Theater wird am Dirnötag das Lnstspiel .Die _Lroße Glocke" zum ersten Mal grgcbcn und am Donncrstag wic'der vlt. Am Frritag gelangt Lksfing's ,Natdan dcr Wrisc“ zur ersten AuffüHrung. Am Montag und Mittwvck) cht „Madame

anI-GSnc“, am Sonnabrnd Hermann Sudermmm's Schauspicl .Heitnatb" mii Marik Rrifcnbofer als Magda in Sccnc.

Jm Les1ing-Tbrater wird morgcn Abrnd „Ddr Fall Clémenceau“ mit Jenny Gro__ß als Jza und Marie Mover als Gräfin Dobronowska zur Aufsü rung kommen. Dcr wciierr Woehen“ Yiclplan ist folge'ndcrmaßcn ikstgrsc t: Montag „Aus Berlin W...“,

ienstag: ,Das Examxn", Lustsvie in fünf Akten von Heinrich Lee. Am Mittwoch wird Hermann Sudermann's Schauspirl „Sodoms Ende“ nach längerer Pause in den Spielplan wirdcr aufgcnommen werden. Am Domtcrsta wird das Lustspiel „Das Examen“ zum ersten Mal wicdrrbolt, «rciiag „Aus Berlin W. . . “, Sonnabrnd

.Der Gcizige' und „Rio c' mit Jenny Groß in der Titrlrylle.