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lo en, da die Kommission bis zur vollständigen Erledi- FZ Yer Ge Häfte (_)drei Jahre etwa_no_ch) beisammen bleiben und dann e t über ie ctwatge Neueinrichtung auf Grund der in wischen gesammelten Erfahrungen Beschluß gefaßt werden soße. Die ahl der Mitglieder der Kommisstqn soll_ vom 1. Januar 1 an auf drei hexabgeseßt und dte _Regterung ermächtigt werden, der Kommission a_uch andere, die Landes: kultur betreffende Angelegenheiten zu ubcrwetsen.
Braunschweig.
re Durchlauchten der Fürst und die ürstin z_u SchIKmbur -Lippe find vorgestern von Zraunschwetg
wieder abgerei , Reuß j. L. Der Landtag ist auf den 18. d. M. einberufen wordcn.
Oesterreickz-LUngaru.
Ter gestern vorgenommenxn feierlicherr Einsegnung der Leiche des Fürsten Metternich wohnten m Vertretun? drs Kaisers dcr Oberst-Hofmeißer Prrnz_Hohexilohe,_ owze mehrere Erzherzoge, Minister und Wyrdentragcr bei. Dre Leiche wird zur Beiseßung in der Fam1liengruft nach Plus; 111 Böhmen Überführt. _ _ _
Das Wiener „Fremdcnblatt“ von gejtorn bcipr1ch_t die Ernennung des Fürsten Lobandw 311111 rufs_11che_n - iinister des Auswärtigen und erblickt darm _em ncucs erfreuliches Zeichen für die im Kaiserlicher) Manifest mit aller Deutlichkeit und Wärme_ a_ngek_undt„qi§ frjed- liche Tendenz der russischen Politik, _1_ow1e cme_Burgichaft dafür, daß die Kaiserlichen Abxrchtcn n_1_1t sicherer Hand in dem Geist, von welchem fie cmgcgcbcn x_md, werdcn ausgeführt werden. Fürst Lobandw, welchcr mti de_m_o„pter: reichischen Minister drs Auswär*t1gxn_im fre_1md1cha_r_tltchstcn Verkehr stand und ])81'80118 ZL'ÜUZRWZL beim Kaycr von Oesterreich : Ungarn war, wird, da _ er mti den bei uns an lcitcndrr Sthc__ 1)cm“1che'_1_1den Inscri- tionen vollständig vertraut in, 12mm Kaner und_ die politischen Kreise Rußlands genau _ über die h_lkinn Verhältnisse und Stimmungrn 511 __11mrrrtchten rmyen, _1t_r_St. Petersburg stets die richtige Auffamng 11011 der_öyrcrr21ch11chen Politik zur Geltung bringen und fur die Ilirsrechterbaltung und weitere Pflqe der von achn dic Moriarchie dewobncndcn Volksstämmcn au?richti„q und ernstlich gcwünichtcn freundna_chbar- lichen Beziehungen, die zum Boston bcidrr Rc1chc benehch, beitraqcn. Fürst Lobanow bciritt cim: neue cbrcnvollc Laux- babn in einer für eincn Staatxmann von so iriedlichch Gc- finnungcn und k011ziliamcm Wcsrn ungewöhnlich gümri cn Zrit, in welcher Spannung imd Miyxraucn Übergl] nachgela§rn yavcsn und Friedctisbediirßxix; U81) Friedrnszuvcrxickit nUgcmcm err chen.
h Wie die gestrigen Wismer Morchblätwr meiden, wird
.der bulgarisckic Minrstcr-Präüdcnr Ztoilow bcuic in Wien
eintreffen, um mit der österrrichiicd:ur1gariickenRegierung 3":ber eine friedliche Verständigirng in der Acciic-J-rage zu verhandeln.
Das österreichischc Ildgcordnctenbarxs ich am Sonnabrnd dic Verarbung über die Strafgcscßnoveiic fort. Trr Justiz-Ministcr Gras Schönborn bctonte dcn Angriffsn dcr Oppoiition gegenüber, das; den österreichischen Richteritand nicht Vcrfolgun ssucht beherrsche, daß yiclmrdr die Richter sehr häufig fi cincr awßcrordcntiickycn Milde bcflcißigten. Der Minister iadelte alsdann, da?; die gcgen Illic gerichtctrn Bestimmungen drs Strafgcicßch als nur gcgcn Arme und Elends gerichtct dargcftcüt würden. Es sei die Vélicbt der Staatsxzcwalt, die Autorijät zu wabch wie der Bcvölkcrung Schuß zugewäbrcn. Ter Minis:?! vcrwrxbrxe "ck alsdann aux dos cnischicdensxe gegeii dcn Vdrwurf, als Ob cr ür!) bciNecbjs- fragen von dcr TpporrUnijät, mri)! udcr vom RUF); irirrn iikizc.
Großbritannien und Irland. Ter Admiral dcr Fiom Zi: ©. Hornby. i:": gestorben, Bei der vorgcstcrn vorgcncrnmcncn Wadi ZUM Londoner GrafschaftSratb wurdrn 57 Vrdgrciiiftcn, 51 gcmäßigr Libcralc gewählt. Lcßich gewannrn 22 Kiße, 10Miulmic stsycn urch aus und werdeii crit chic rcrii'xridci :rrxdm.
Frankreitk.
Ter gcstcrn Nackxmiriag im CLUB? abgehaltcnchiniixcr: rail) scstc, wie „.W T. B,“ brricbxrx, die *B-cräi'Qurg Über die Bildung ciner Kdionia1:Armre irrt Und rrüite die Wünsche“ der Vcrrrcrer drr Zuörrimdußrirgkgmden. *- Tcr Marianiniircr rrkäärr dix NßcbricF-t, dis fraxzö- sische Nrgirrunq habe den cngiiiciysn Dampfer ,.Aconcagxcx“ angekauft, für UUÖSZTÜNOQT.
In der vorgesrrigsn ZÄZUIK d;! TrvuxirixniQNmsr rech!- fcrtigrc dcr TerUrte Teicais-Z “r*:i dr F?r:ikxung der Bcraibung docs Koioniaibudasre; „ik DOT? ihrn wäbrend seinrr Mmisxrrfcbair verfolgrr Vriiri und dcrrmx dic ausge- zriämetén Vkrbäimiffr Cdchimchikch3§, „*r-9 Fr.:xirriä: bixn-Zn wenigen Jadrrn Lin blübrnd-rH NHL.?) ÖTÜZM wxrdr. Tcr Trvurirtc Jaurés, SoziaLiir, vcrianxrr ZMQUS Nui: klärungen Über die Abbrruiuuß Is Laxxiiaxxé. Torr Minister drr Koionicn Cbéutérrixs Erwidrkx, dr Lanciiar. iei zurückberufrn wordexi, 113-321 er 617-6171 Zzumaxr vertraulich? Akrenstäcke mitgetheilt babe und weil c: 7161 DN“: dxm Tirekxor diesrs" Journals 5000 Fr. arzt."; drr mdocHiUküiÖkn Bänk babs Jabxrn lafisn. Tic Gencraidebaxxe wurde gescizic-JM. T:? Kammer nahm LMM Antrag an, kino Kommiiür-n von 33 Mirgliedrrn 311 crwäbien, um 1102 auf di:“ K:!cnikx'. br“: zägliÖM Gdsr-JCNWÜch 5:1 Drüsen.
Br: 21mm Bankrrr dex": revublifaniichcn Cercle dex; TWITYLMMLS Aube vc'rias rer Präsxdcm qritxrn ein Schreiben Caiimir IZZrirr'I, worin (s brißt, Casimir Péricr lrbne os ad, drm BWM! denurr-dbnm. um nicht gezwungen 'zu 52111, das Ziiiiiäyweirxkr'. zu brrchén, deiicn Brobaäxtung da:; Jnierrt'ie der R'.“ ublik i:.m ngMOärtig noch auferlcgc. -
Rtßlaud.
Trr Kaxirr iii, wie „W T. B.“ aus Zt. V?xcrsdvrg rriäbri, Trick,: a:"- Jniiuenza Makkt und m;:ßic Tsöhaib am Zorwabend Tie Übiichk AUHFÉK unrrrias'm,
TU: chtichm „Zi. VrmHkurgcr Zeixung“ ;Uioige ist vN-xcixsrn Sir. xeurr ruiiiich-dämiäzsr Handrirrrrirag vom VETM'ZST dW MiniijkriUmS dex“- AUörbärrigen UKV dem dänischen Giianbxrn UMélZ-LWUU PLTDM.
MUZ; drm voriäxégen KaiikxxUHMis über die Reick)?- Exnxrahrxkx Ukik- :Aquabsn ?.":r die 551225171 1. Januar b;? 1. TEZWÖ'TT 15:94 brxrogkn ix". Trdix-xriUm die (Fir:-
na men 986100000 Rubel 11 883183000 Rubel m: Volr)jahre, die AUSgaben 528000 Rube_l geßen 797298000 Rubel. Im E traordrnartum beltefen__ ck die Einnahmen auf 253000 Rubel gegenuber 102 616000 Rubel im Vorjahre, dre Ausgaben auf 66519000 Rubel gegenüber 56568000 Rubel. Der Ueberschuß der Einnahmen uber die YusZaben betrug tm Ordinarium 208572000Rubel gegen85880000 Rubel, der Gesammtüberscbuß 169306000 Rubel eZen 131933000 Rubel im Vorjahre. Die gro ten Uebers ujse gaben speziell folgende Einnahmen“. d e Getränkacctse 37 280000, die ZolLeinnahmen 25997 000, die Samt?- eisenbahnen 21 267 000, die Zuckeracctse 10_ 885 000, die Einnahmen aus „den Kronforften 3 (“25000 die Naphtaaccise 2720 000, die Gewerbe: und Handelssieuer 1425 000, die obligatorischen Zahlungen_ von Eisenbahn- gesellschaften 1379 000, die Steuer von_ Etienbahnpaffagterey und Eilgütern 1171000, Stempelgebuhren 1 168 000, die Zündholzaccise 916 000, Subsidien der Reichsrentet aus Neben- einkünften 867 000, Posteinkünfte 796 _000, _Telegraphen- und Telephoneinkünfte 790000 Rbi. Mmdercmna mexr ergaben insbesondere: die Laskaufzahlungen 6021000 un dte Kupon- steuer 962000 Nhl. Italien.
Der Großfürst Alexis Michailowitsch von Ruß: [and, der jüngste, am 28./16. Dezember 1875 geborene Sohn des Großfürsten Michael Nikolaxewitsch und der vcrstorbenrn Großfürstin Olga Yodorowna, geb. Prinzessin o_on Baden, ck in der Nacht zum onnabcnd in San Remo gestorben. ?lus Veranlassung dieses Todesfaüs find dcr Grdßfurst Ser im; von Rußland und die (Großherzogin von Me lcnburg-Schwerin, die Schwester des Verstorbenen, aus Cannes in San Remo eingetroffen.
Nach Meldung der in Rom am Sonnabend Ilbend cr- schicncnen Blätter begab fich Giolitti vorgestern, nachdem ihm eine Verfügung des Untersuchungsricbtcrs zugestellt mar, worin seine Weigerimg, fick) vor dcm Gericht zu verantworten, als umuläsfig bezeichnet wird, nach dem 11ntcrsuchungsxxertcht, um hicr vor der Anklagckammer seinen Protest gegen diese Verfügung zu Protokoll zu geben. Das Protokoll wurde als: bald dcm Obcr-Staatsanmalt übermittelt. Wie die_Blätier hinzufügen, wird die Anklagckammer am 4. d. M. uber den Protcfk Giolitti's Beschluß fassen, _
DerUnterrickytS-Minister hat die Wiedcrcroffnung der Universitäten Rom, Neapel und Palermo unter den durch die Vorsicht gebotenen Bedingungen verfügt. _
Dcr Papst, der sich guter Gesundheit erfreut, empfing vorgestern anläßlich des Jahrestages seiner Krönung das Kardinalskollegium. Bei dem Empfange sprach derPapst den Wunsch aus, die orientalischen Kirchen troß dcr von der weltlichen Polixik'geschaffenen Schwierigkeiten mit der römisch- katholischcn Kirche wieder vereinigt zu sehen, und begrüßte zum Schlusse den Tag als einen der für die Kirche dcnkwürdigsten, der die religiöse Cini. keit berbeifuhrcn und 10 die Geschichte der Völker neu eleven werde, (Gestern wohnte der Papst der aus demsclbrn Anlaß der in der Sixtiniscbcn Kapcüe vom Kardinal Vanuteüi zelebrierten Mess c bei. Das Tcdeum wurde dabei vom Papst sclbst intoniert, der hierauf, vom zahlreich anwesenden Publikum lebhaft acclamicrt, in seine Gemächer zurückkehrte. Tas diplomatische Korps wohnte der inerlichke1t auf den Galerien bsi. Tas Ausfehen des Papstes ist ein vortreffliches.
Spanien.
Das Befinden der Königin-Reqentin hat sick), wie „W. T' . B.“ meldet, gebessert: Fieber ist nicht vorhanden.
In dem gestern abZehaltcnenMinistcrrath ist beschlossen wordcn, einen Kredit fur den Kampf gegen die Aufständischen auf Cuba zu verlangen.
Der Senat hat am Sonnabend die Vorlage über die Reformen in Cuba angenommen.
In Cadix find 6500 Mann, die jährliche Ersaßtruppr, nach Cuba eingeschifft worden, die angekündigten Vcrstärkungen soücn nachfolgcn. 20000 Mann smd zur Einschiffung bereit.
Belgien.
Die ,Lpinion“ erfährt, das Ministerium sei im Begriff, di Vorlagc, bctrchcnd die Abtretung des Congo: staats, zurückzuzie en. Den Kammern werde ein von eincr Königlicch Botschaft begleiteter vermittelnder Vor: ichlbg urstcrbrcitrt wcrden, wonach dcm Unabhängigen Congoimat dic vöxbigcn Mittcl zur Fortführung scincr Auf- gaben bis zum Jaßrc 1900 verfügbar gemacht werden sollen.
Türkei.
“Orr frühere Kbedive JSMail Pascha ist am Sonnabend in Konftantinopcl crstorben. Die Leiche wird nach Kairo gc: rracht und dort auf Staarskostcn bcigcseßt werden.
Griechenland.
Tas Dexrct, betreffend die Artflöiung der Tcputirten- kammer, ist gestern vom König unterzeichnst worden. Tie ;TcUWblcn sind auf den 28. April festgkyeyt, die neue Kammer so!] am 27. Mai zusammentrcten.
Schweden und Norwegen.
Trm König, der am Sonnabend Nachmittag in Beglei- rung des Kronprinzen aus Norweaen nach Stockholm zurückfkhrrc, wurde daselbst, wie „W. T. B,“ berichtet, sin begeisterter Empfarr bereitet. Am Vahnhofe warsn h_einaye sämmtliche * itglieder beider Kammern, die obernen Hofbeamtcn, die Spißcn der Behörden, des Hcrres und der Marine sowie zahlreiche Damen mit Blumensträußcn in den Landesfarben erschienen. Als der Zug in den Bahnhof einfuhr, stimmte die ganze Ver- iammlung in die vom Präsidenten der Ersten Kammer er- hobenen HUrrab-Rufe ein. In der BahnhofsvorhaUe wurde der Köni durch Abüngen der Nationalhymne begrüßt. Auf drm groZLn Vahnhofsplaße empfing den König eine dicht": Zedrängte Menichsnmcnge mit begeisterten Hochrufen, die fich auf der ganzcn Fahrt bis zum Schloß fortscßten.
NOF) einer Mrldung aus Christiania erscheint der Sieg drr Partei der Rechten und der Moderaten beider Nachwahl in Stavanger, dre infolge der Ungültigkeits- erliärung dcr ersten Wahl durch das Storthing franzunnden baUc, alt; geitchert; dieselben Parteien hatten auch bei der Hauptwahl gexxegt.
Dänemark.
_ Jm Folkething hat am Sonnabend der Finaaninifter eme Geseßeßoorla-Ze e'mgebracht, durch welche provisorisch vom
.
1. April 1895 bis 1. April 1896 der - uckerzoll sons
-res*a. 3 auf 61/2 und 3/2 Oere per Pfau für raffinierten
und Rohzucker erhöht und die inländische Zuckerfteuxr
' von 21/4 auf 2 Oere per Pfund herabg eseßt wird. Ferner
wurde eine Gesc eSvorlage eingebracht, wonach die Er- höhung der Vier euer von 7 auf 10 Kronen statt am 1. Oktober 1895 erst am 1. April 1896 in Kraft treten soll.- Durch eine andere Geseheövorlage wird eme StaatSabgabx von 5 Proz. auf die Einsäße be1m_ Glücksspiel __bet Wettrennen eingeführt. Der IustixMimster brachte_ euze Geseßeßvorlage ein, durch welche der Verkauf ausl_andi- scher Prämienobligation en gänzlich verboten mird.
_ Amerika,
Der Kongreß hat, wie aus Was ington. berichtet wird, fünf Millionen Dollars für die *Zu lung der Fucker- ausfuhrprämien während des laufenden Etatsja res bw willigt. “
Das Repräsentantenhays hat dem Antrage des Senats au_s Untersuchung deSxenigen lebenden Vichs, dessen Flei ck auSg eführt werden soll, zugestimmt. Ferner hat das Haus die Opposition gegen das Amendement des Senats zu (Gunsten der Theilnahme der Vereinigten Staaten an der internationalen Münzkonfcrenz aufgegeben.
Nack offizieuen, in Madrid eingetroffenen Depeschen aus Cuba ist der“A ufstand zwischen Beira und Guantanamo lokalisiert. Derselbe wird von dem Neger Guilhermon gc: leitet, der auch die Aufstände in den Jahren 1878 und 1880 hervorrief.
Asien.
Das „Rcutcr'schc Bureau“ meldet aus Shanghai von gcstrrn, dic Vorbesprechungcn zu den Friedens- U11terhandlun„enmachten gute Fortschritte; dicsclben bczögen sich haupZäcblich auf den Inhalt der Beqlaubigungs- schreiben u-nd die Vollmachten dcr chine11schen Y_bgesandtch. Es werde vorgeschlagen, daß die Abgesandten sich zunächdt in Schimonoseki begegnen und nach Richtigbefindzmg dcr Beglaubigungssckyrciben die Verhandlungen in Hiroschima Yrtgcführt wcrden soütcn. - Die „Times“ meldet aus
eking: der amerikanische Gesandte habe den Wortlaut des Bcglaubigunqs'chrcibcns nach Japan tclegraphiert, welches Li:Hun_a-T chan, au6gcfcriigt werden solle. Der Gesandte warte darüber eine 9 ntwort ab, ob das Schreiben von Japan als ausreichend betrachtet wrrde.
Einc_ in Tokio eingetroffene Depesche des Kommandiercn- ; den der :rstcn japanischen Armcc berichtet, die: Japaner ';
hätten die Gegend von Saiycniai bis Tafukon voll- ständig beschr. Am 28. Februar hätten die Chincsen unter
General Git) in der Stärke von 15000 Mann die Japaner cm: _
gegriffen, seien aber nach heftigem Kampfe gegen Nordcn
zurückgedrängt worden. „Yer Verlust der Japaner habe 98 Z?" Mann an Todth und Vcrwundetcn betragen. Die Chinesen Hätten 45 Todtc verloren. Am gleichen Tage Hätten die . Chinksen einen erneuten Angriff auf Haitiching gemacht, ;
der alsbald zurückgcschlagkn worden sei.
Afrika.
Die „Agenzia Stefani“ meldet aus Massowcxl): Ras Mangaycha befinde sich gigenwärtig mit 2000 Mit Flmien bewaffneten Mannschaften m Hausen. Drrselbe babe _cmc Vertrauensperson an General Varatieri mit einem Scbrc:_bc_n
esandt, moritz er um Frieden bitto. Die Trlcgrapvcnlmie Fei nunmehr bis K'affala verlängert worden. In Kaffala sci ach ruhig.
Australien.
Aus Honolulu wird berichtet, verschiedene dcr Theil: nahme an der Rébellion überführte Vcrhaftetc seien zu (Gc- fängnißstrafen von 5 bis 35 Jahren und schweren Geldbußen verurtheilt worden.
,
Parlamentarische Nachrichten.
Die Schlußberichte über die vorgestrigen Sißungcn des Reichstags und des Hauses der Abgeordneten be: finden fich in der Ersten Beilage.
- In der heutigen (51 ) Sißung dcsNeichstags, welchcr der Staatssekretär Dr. Graf von Posadomskn und dcr Krisgß-Ministrr Bronsart :) on Schellendorff bciwohntcn, wurde die Bcrathung des Etats für die Vrrwaltang des Reichshecres fortgescßt.
Zu dem Anfrage seiner Partei (Auer u. Gen.), welchcr dcn Ueber, ana zum Milizsystem empfiehlt, nahm iioch- mals der A g. Liebknecht (Soz.) das Wort, um seine Nus- fübrungen vom Sonnabend im wesentlichen zu wiederholen. Ihm erwiderte der
Abg. ])r.Ennecc2ru§ (nl,); Scharnhorst,an den der Vrrrsdncr fich berufen, habe cin siebcndks Herr don relativ größerchtärfe als unser grgenwärtich im 91119? gcßabt und neben ibm eine'r Miliz eine Rollezur Aufrechterhaltung d'or Ordnung im Lande und zur Unterstützun der Frid- armce zugkwiesen. Vor allrm habe Scharnhorst fich gegen a e fal1chcn Analogien auf dem Gebiete der Heereöorganisation auégesprochcn: cine falsche Analvgis aber iki drr Hinweis des Abg. Liebknecht auf die Schweiz, für die wxgen dcr Nkutralität und des alpinen Terrains durchaus andere Vorausscßungen maßzebend seien, als für das Deutsche Reich.
(Schluß des Blattes.)
- In der heuttin (34) Sißung des Hauses drr Abgeordnxten, we cher_ der Mmister der geistlichen :c, Angelcgenbettcn ])r. Bome beiwohntx, rvurde die zwei_tc Berathung des Etats _des Ministeriums der geist- lichen 2c. Angelegenheiten bci deni Titel: Zuschuß zn dem Pfarr-, Wittwen- und Waisenfonds fortgefeßt. D;:r Bcrichterstatt-(r drr _Budgrxkommiifion Abg. Wehrr- Halerltadt (ul.) lrgt dar,_i_*aß xür di-ic'n Titrl ricsxtal ein Melk ern 274 739 „44 gefordert 1?! zum Zwkcke des Anschlunes dcr evangr- i:!cbc'n Landeskirchen der neuen Provinzen an den Pfarr-, Wittwer.- und Waisenfonds. Dieker Anschluß solls, wie der Regierungßvertrejcr in der Kommission mitgetheilt habe, durcb ein besonderes Geseß vol]- onen und die geforderte Summe nach Maßgabe dieses Geseßes vcr- wandt werden. , __ Regierynzs-Ratb_Schwarßkcpsf steüt die Vorlage eines dcr- artigen Gekeßes noch für diese Woche in Außsrcht. ' __Abg. Dasbacb (Z.) bittet, zur Außglei un für die katholischen Geutlichen deri Penfionssonds entsvrechend zu er öben, da viele aitc f;:xbolrsckze Gétstltche sich aus Mangel an Mitteln nicht penfioniercn lanc'n kötxtzten, obgleich fie deiikn bedürftig Arien. Mintiterial-Direktor [)x-. von Bart ch erwidert, daß für den
“gedachtrn wkck namhafte Summen in dem Kapitel für die Vik-
thümer ent alten seien. Die evangelische Kirche speise ihren Pensions-
. foods, aits eigenen Mittelyä" während die katholische Kirche hierzu
allgemeine Staatömittel in spruch nehme.
Die Verhandlung -wendet- sich demnächst zum Kapitel „Medizinalwesen“. _ _
Abg. Dr. Graf (nl,); Ich ka_nn imr bedauxrn, daß der _thster einer organkstben Medizinalrejqrm m großem Stil abgeneigt tft. _Jcb bezweifle nicht, da die Medumalabtbetlunxz tbre lauxenden Gefchafte genügend erledigt; at; aber in ihrer gegenwartigen Organisation tft 1e nicht im ftandx, das zu leisten, was fie leisten soll : das Znsqmmenfaffen a er verfügbaren Kräfte zur nothwendigen Förderung des preußts_chen Medizinal- wesens. Gerade in der legten Zeit smd cm die Medt_5inalab_tbetlung große Aufgaben Herangetreten; ich erinnere nur an dre Bekampfung der Infektionskrankeiten; um so drin endet ist das Befürsniß einer Re orm. Die Klagen über mangelYafte Fortschritte_ tm preu- ßjs n Medizinalwesen find uralt. Seit dem Regulatw _von 1835 egen die Verbreitung von ansteckenden Krankheiten tst nichts
edeuiendes geschehen. Vor allem muß der Stand der Aerzte gehoben werden. Es ist traurig, daß im Reich die Bestimmungen der Aerzteordnung durch fünf Paragrapben der Gewerbeordnung er- ledigt werden; das entspricht nicht der Wichti kext _des Gegenstandes. Um so mehr ist es Pflicht der Einzelstaaten, i rerseits für die Aerzte einzutreten. Die Errichtung von Aerztekammern babe ich mit Freude begrüßt; aber s o lange nichtStaatsbilfc eintritt, können tbre Beratbungen zu keinem positiven Resultate führen. Wtr haben Vereine gegründet, um den Stand der Aerzte zu beben; czber auch hier kann nur durch Staatshilfe das erwünschte Ziel erreicht w_erden. Warmn hat man zu den Veratbun endet sozialpolitiscben Geyeße nicht auch Aerzte zu- gezogen? Das at sich nun schwer geracbt: _die Krankenkassen find xine politische Organisation geworden und m die Hände der Sozial- demokraten gefallen. _ Die Medizinai - Abtheilung des K_ultus- Minifieriums ist verpflichtet, nicbt müßtg zuzujeben, sondem fur den Stand der Aerzte einzutreten. Nur Tbaten, nicht Worte, können den Stand der Aerzte wieder beben. _
Ministerial-Direkwr Dr. voanarts cb: ür die Ausführungen dcs Vorredncrs kann der Minister nur dankbar ein, wenn_ er auch nicht mit allen Ausführungen übereinstimmen kann. Dre Unter- siellun , daß der Minister auf die Medizinalteform verzichten moUe, ist ni therechtigt. Der Minister bat es seit Antritt srinrs Amtes für eine jeinerersten Pflichten erachtet, bier belfend einzugreifen. Die Grundzüge für die Medizinalrcform wcrden jeßt endgültig festgesteüt. Daß das nicht so schnell geht, hat seine natürliche Gründe. Zu- nächst ist die Finanzlage des Staats dcr Reform nicbt günstig; Der Minister wird die Gehaltserhöhunß der Medizmalbeamten, bejonders der Physiker, im Auge behalten. „lußerdem steht der Vollendung drr Medtzinalreform entgegen, daß das_ Reich-quckpengeseß noch nicht zur Verabschiedun gelangt ist. Bet Bxkampsung der _Seuchen, vor allem der C olera, wirken Univerfitats- und Mcdizmalverwaltung schon jeyt zusammen. Derartige Organisationsftggen sind aber besser in Verbindung mii der Medizinalreform endZZiltrg zu regeln. Dem Gedanken, daß die Bestimmungen der sichs : Gewerbeordnung dcm ärztlichcn Stande nicht_ zum Seger) gereichten, sieht am!) der Minister nicht fern. Sowsit. es in seinen Kräften stand, bat er es versucht, den Stand der Aerzte zu heben. Von dem Vorredner ist auf die Aerztekammern hingewiesen worden. Jbre Einrichtung ist schon ein Theil der Medizinalreiorm. Der Minister ift jeßt dabei, auch einen Aerzte- kammer-Ausschuß einzuführen, in dem dye fämmtlichexr Aerztekammern vertreten sein sollen. Die diSciplinarischcn Befugmffx: der Aerzte- kammern mebr aus;.udebnen, ist nicht elungen. _ _Dte Medizinal- verwaltung wird nach wie vor ihre Auf a e, die samtaren Verhaltniffe in Stadt und Land zu verbessern, im 11 e behalten.
AHF. Jerusalem (Jenin): Die egelung unseres Apothekxn- wesens erubt auf Verordnungen Von 1801 und 1811. Nach_emer K_“abinetßordre von 1846 wurden die Apotheken erblich und verguße'x- l1ch- Diese Verordnung besteht noch heute zu Recht._ Nun tft die Neuordnung des Apothkkrnjvesens dur das Reick) ms Auge gefaßt, _ troßdem ist der Minister selb tändi vorgegangen,_ und nach einer Verordnung der leisten Jahre so en dre Konzesjwnen urzvererblich und unveräußerlich sein. In einem vertraulichen Erlqß wrrd außgeführt, die rage von Ncukonzesfionen fei_dc_1von abban tg _zu machexr, ob die a te bestehende Apotheke lebensfabtg bleibe. s ist das_ em unbestimmter Begriff. Die Apothekenbet er find_ denn au bx! dem Minister vorstellig geworden. Aber eineA_ ilfxistbtsjeßt no _mcbt etroffen; denn trotz eines beruhigenden Arttkelstm „Reichs- Anzerger' End noch in den letzten Monatenzablreicbe Konzessionen er- tbetlt worden. Wenn die Verordnung des Ministers vom Juni 1894 z_ur vollen Durchführung käme, so würde das den Apothekern 6 en- u_ber, die_ je t ort mit 1chwerem Geld eine Apotheke erworben Fa en, e1_n€ Unbillig eit bedeuten! Es wärs zu wünschen, daß der Minister bier ausdrücklich erklärte, daß die wohlerworbenen Rechte der Apotheken- befißer gewahrt werden sollen.
(Schluß des Bialtes.)
Statistik und Volkswirthsckjaft.
_ Das 1. Heft des Jahrgangs 1895 der .Vierteljabrs- 13811? zur _Statistik des Deutschen Reichs*' enthält neben dem glljabrlikben Ueberblick über die Arbeiten des Statistischen Amts und ihre Einrichtung Abbandxungen über die Eheschließungen, Geburtey und St_erbesälle im Deutjcbcn Reich wahrend des Jahres 1893, dtc überseeiiche Aukwanderung im [ ten Vierteljahr und dem ganzen Jahre 1894, die GroßhandelsPrei e wichtiger Waaren an deutschenPlayen im Jahre 1894 unter Vergleichung mit den 15 Vo.“- xahren, dre Preise von Viel) und Fleisch in Berlin, sowie von Weizen m Berlin, Parts, London und New-York in den Jahren 1890 bis 1894, dzn Taback tm deutschen Zollgebiet während des Erntejabres 1893/94, die Verunglückungen deutscher Seeschiffe und die Schiffsunfälle an der deutschen Küste 1892 und 1893, den Bestand der deutschen Kauffabrtei-
Zotte am 1. Januar 1894, den Vsrkebr auf den deuts en Wasser: -
i_raßen 1872 bis 1893 und endlich eine Vorläufige Mitt eilung über die Krankenbersicberung im Ja hre 1893.
Zur Arbeiterbewegung.
In Elberfeld ist, wie der „Vorwärts' berichtet, am 27. Je- bruar _ein Ausstand der Polierer in der Steinnußknopfsabrik der _Ftrma Wryerbuscb ausgebrochen. Die Zahl der Ausstc'zndiaen betragtb 14; als Grund des Ausstandes werden die Lohnverbaltniffe ange e en.
LAW Schmölln wird dem .Cbemn. Tgbl.“ über die Lobu- bcwegung der Steinnußknopfarbeiter geschrieben, da? der von den Arbeitgebern beschlossene einheitliche Lobntarif,“ (verg. Nr. 50 d. Bl.) fertiggesteut worden ist. Alle Fabrikbesißer haben sub ver- pflichtet, den Lobutarif als Richtschnur für dre Berechnung der Löhne gelten zu laffen. Die Löhnesind erhöht worden, sodaß dieArbeiter in allen Fabriken, wenn fie gleich viel und gleich gute Arbeit liefern, einen aus_kör_nmltchen Lobn verdienen. Um einem allgemeinen Auéstand tbatkraftig Yorzu- beu en, haben sich die vereinigten Fabrikbeßßer verbunden, gemetnsam zu andeln. - Wie die „Geraer Ztg.“ mittbeilt, wurde der Auß- stand in vk“: Knopffabrik von A. Tempel durch einen Vergleich rb;)eenßzext; am 28. Februar ist die Arbeit wieder voll aufgenommen
or en. .
Hier in Berlin war bei der Firma Albert Suckow ein Aus tand der Ver older aus ebrochen, der, wie im .Vorwärtß' mitgetheilt wird, im inne der rbeiter beendet wurde.
_ Y_us New-Orleans meldet „W. T. B.“: Eine Anzahl aus- standiger weißer Arbeiter scho heute auf mehrere Neger, die an Bord des deuschxn Dampfers . arkomannia' arbeiteten. Der Steuermann des Schiffes brachte die Angelegenheit vor den hiesigen deutschen Konsul.
Kuß cmd Wisuslh-st-
Ein PreiSauSscbreiben für ein Ludwi _Ricbter-Denkmal in Dresden erläßt der dafür eingeseßte gescßaitsfübrende Ausscbyß daselbst. Das Denkmal soll. wie das .Zentr.-Bl. der Bauv.“ unt- tbejli, auf dcr Brübl'scben Terraffe, zwischen Albertinum und Velve- dere, an der durch eine!! Lageplan nc'zber fest eseßten Stelle errichtet werden. Dort rst em elliptiscber laß aus der ansteigenden Rasenfläche außzuschneiden und die ruckwärts lie- ende erhöhte Bodenfläche. durch eine Futtermauer abzufan en. _n der Mitte dieser Yuttermauer ol! swb der Sockel und auf die em dre fißende Bildnißge alk Ludwig ichter7s in anderthalbfacber Lebens- größe erheben. Der Sockel und die Futtermauer joUen als wesent- liche Theile des Denkmals anäzeseben und künstlerisch auSgebildet werden, ebenso wie das den 2 i tischen Play abschließende Gitter. Dre Gesammtkoften für das enkmal sollen den Betrag von 2,8000 .“ keinesfalls überschreiten. Die Entwüer müYniiI zum _15. September d. J. an den Kastellan des Säcbfiicben nii-Vereins m Dresden, im Brübl'fchen Garten, abgeliefert werden, von dem auch die Unterlagen für den Wettbewerb erhältlich sind. Als Preise stehen 2000 148. 1500 «is» und 1000 „16 zur Verfügung, einzelne Ent- würfe können für 300 „“ angekauft werden. Im Preißgericbt sißen außer dem Ober-Bürgermeifter von Dreßden die Bildhauer Diez und Jlßsch in Dresden, Schaper in Berlin und Ferd. von MiÜer in _ üncbey, der' Architekt Hauschild in Dresden und_ der Maler P. Mobn 111 Berlin. Der Entwurf soll in einer Modelljkizze (Maßstab 1:5) dargestellt werden.
- Aus Edinburg vom 2. März wird das Ableben des be- kannten_ Literarbistorikers und Dichters Professor John Stuart Blackie gemeldet.
- Wie aus Rom emeldet wird, hätte ein englischer Künstler, Namens Spencer, im Öalazzo Pitti zu Florenz ein bisher unbe- kanntes, wertbvolles Bild von Sandro Botticelli aufgefunden, w€lches Pallas Athene tm Kampfe mit Centaurexi darstelle und aus dem Jahre 1480 stammen soll.
Handel und Gewerbe.
Bei den Abrechnungsjtellen der Reichsbank wurden im Monat Februar d. J. 1478 840000 916: abqerechnet ge en 1 759904600 „44 im Januar d. J., 1 293 832600 „15: imZIÖFc- bruar 1894, 1 383 425900 „916 im Februar 1 3, 1 551 116 700 «46 im Februar 1892 und 1 272 983 100 «46 im Februar 1891.
- Nach dem Aukwäs der Reichsbank vom 28. Februarzeigt der gesammte Kassenbestand in Höhe von 1130 678 000 „jk der Vorwoche ge enüber eine Abnahme um 15 296000 „ja, der Metallbestand ins- beLondere bat um 14 238 000 „16 abgenommen. Die Anlagrn in Wechseln erfuhren bei einem grgrnwärtigen Betrage von 463 513000 „jk eine Abnahme um 8141000 (44, während die Lombardforderungen fich um 6 695000 „45 auf 71425000 «Fé- erböbt haben; die Anlagen auf diesen beiden Konten zusammen haben sich also um 1 446000 „16 vsr- mindert. Auf passiVLr Seite ist der Notenurxtlauf um 15 878 000 .M auf 984 008 080 .“ gestiegen, wäbrsnd die sonstigen täglich fäÜtgc-n Verbindlichkeiten bei Einem Betrage von 562 687000 «kü cine Abnahme um 32 614 000 .16 ergeben.
In Spanien ist durZ ein am 19. Februar verkündetes Geseß die Negierun ermä igt worden, solan e die gegen: wärtrge Krifis dcr ergbau: und HüttemJndustrie in Spanien anhält, die zur Zeit von silberhaltigem Blei und Blei- glanz zu entrichtenden Ausfuhrzöllc aufzuheben.
Na richten kanadischer Blätter zufolge hat eine Bau: gesellschat in Montreal die Ingenieure aÜer Länder ein- gxladen, Pläne zur Erbauung einer Brücke _über den Sankt Lorenz:Strom bei Montregl einzureichen. Die Baukosten dieser Brücke, die eme beträchiliche Länge haben wird, sind auf ungefähr 6 Millionen Dollars veranschlagt. Für dcnjeni en Platz, der als der be!_t_e befunden und zur AusfüJrung bertimmt'_1vird, ist ein reisévon 1000 Dol]. ausgese_t, und dem Einycnder desselben wird die Ausficht eröffnet, ei der Ausführung des Brückenbaucs Anstellung zu fmden.
London, 4. März. (W. T. B.) Wie die .Timcé' aus Montevideo meldet, beliefen sich die argentinischen Zoll: ein gänge für die ersten beiden Mvnate des laufenden Jahres auf 830000 Pfd. Stekl. gegen_1160000 im vergangenen Jahre. Die Abnahme wird dem Darmederlicgen aller Zweige des Handels zu- geschrieben.
Verdingungeu im Auslande.
Bulgarien.
8. März, 10 Uhr. Fürstlich bulgarische Post- und Telegrarkxcn- Direktion. Offertverbandlung für Lieferung folgender Telcpbon- Materialien: 43000 ](Z me Vronzedrabt im Werthe von 86000 Fr., 200 kg 1111111 Bronzedrabt im Werthe von 400 r., 15000 Stück PorzeUanisolawren Nr. 2 im Werthe Von 18000 t., 12000 "Stück Eisenbaken Nr. 2 im Wertka von 5400 Fr., 1400 Doppelhaksn im Werthe von 5600 Fr., 1400 Kupfermanchons zur Lötbung im Wcrtke von 350 Fr., zusammen im Werthe von 108 550 Fr. Kaution 5 *),-“0. Offerten auch für einzelne Waarcngattungen. Licirrung _in Sofia, Rustschuk, Sistow und Nicopol. Bedingniffe :c. täglich bet der ge- ZarÖnten K_reiskommisswn in Sofia, wo die Offertverhandlung statt-
n en wir . '
Verkehrs-Anftalteu.
Zur Erleichterung für das Publikum bei Verzollung der mit dsr oft vom Auslande eingebendrn onprichtichH-ackktL_besißbt irn in!)?rständniß mit der Steuerverwaltung fr * erlin dix Em- ricbtung, daß aus Vrrlangen des Empfangeréä die zollamxlickoc (*:cblqß- abferti ung der gewöhnlicbxn Packete und der Wertbysndungcn tm Einzel eirage_ bis zu1000 .“: durch Vermittelung der Post- beamtenerwlgen kann. DieseScndunien werden nach dkrYeronung wieder sorgfältig verpackt, amtlich yerscbloffen und dyn (_Fmpsangern nut der nächsten Packeibestelifabrt zugeführt. Für die Bcjteaqng und die Erfüllung der Zoüförmlichkeiten seitens der Post wird für kdes Packei bis zum Gewicht von 5 kg eine Gebühr von 20 .-_!__ rr oben; der schwereren Packeten tritt dieser Gsbübr das tarifmaxztge _Befiellgxld hinzu. Für die Wiedervetpackung der Sendungen kommt eme Gebubr nur in dem Fal] in Ansaß, _ wenn dadurch baare Auslagen entstanden sind. Von dem Einggn eincr zollpflichtigen Postscndung wird drr Empfänger bei der Beste ung der zugebörikzen Begleitadrcffc m Kxnnth efept. Wünjcbt er die zollamtliche Sch ußabfcrtigung durch die Po ewrrken zu la_ffen, so hat er eine- mit der Packeiadxesc zugesteüte - Ydmckte Erklarung zu yoüzieben und beide Gegenitande dann dem * riefträ er wieder zurückzugeben, oder - wwcit_ (*L_ ck um_ Zoll- packete o ne Wertbangabe handelt - unte'r Briemmx lag unt der Bezeichnung „hierin Zolladreffen' an die betreffende Postvcrzollungs- steile zu senden, wofür kein Porto bcrechnet wirr.
Ueber Ve rkebrsstöru n gen, die durch die_ Witterungs- verbältniffe verursacht wurden, bezw. deren Beseitigung liegen folgende Wolff'scbe Meldungen vor:
Der Verkehr _ auf der Strecke Blau kEnsee-Woldcgk- Stra s b u rg ist Wieder eröffnet.
Die Dampfschiffabrt zwischen F rederiksbaven und Göte- b org ist wieder aufgenommen.
Der Verkehr auf den Strecken Bran d- Lan g ena u, Bettbels- dorf-Großhartmannödvrf, Freiberg-Halöbrücke und Döbeln-Mügeln
bei Oftbaß, der vorüberxbend unterbr war, ist wieder aufge- nommen. Die Strecke cbönbeide- aupersdorf ist voraus- ficbtli noch 3 Tage gesperrt. Wagenladun ssendungen fur dieStrecke Wilzs bauS-Sauperödorf können in Wiizsgchbaus nicht Weiter ange- nommen werden. -
Hamburg, 2. Mär. (W.T. B.) Hamburg-Amerika- nische Packe_tfabrt-A_ tien-Gesellscbaft. Der Postdampfer ,Teutonia' ist gestern tn St. Thomas eingetroffen. _
_ 3. März. (W. T. B.) Der Postdampfer .Rus1ia' ist gestern Abend in N_ew-York eithroffen.
Triest, 2._Marz._ (W. T. .) Der Lloyddampfer .Tbalia' ist heute Nachmittag bier eingetroffen.
London, 2. Miirz. (W. T. B.) Der Union-Dampfer ,Gaul' ist heute aur der Auöreise von den Kanarischen Inseln abgegangen. Der Union-Dampfer .Pretoria“ ist heute auf der Heimreise von Lissabon abgegangen. Der Castle-Damvfer „Dunbar Castle" ist Freitag auf der Außreise in Kapstadt angekommen.
Theater und Musik.
Deutsches Theater.
_ Ludwig Anzen gruber's Baucrnkomödie .Der G'wissenswurm' ging am Sonyabcnd neu einstudiert in (Sch. Von den Darstellern, die vor ungefahr zehn Jahren bei der ersten Aufführun des Stücks auf dieser Bühne mitwirkten, ist niemand mehr am ?Plaßk. Die neuen schauspielerischen Kräfte, die vorgestern auftraten, zeigten fich den früheren gegenüber mindestcns nicbt minderwertbi . Die Auzen- arubcr'schen _chusrnkomödien sind zwar schon an sick? ihrer Wirkun sicher; denn in ihnen offenbart fick; die Gestaltungskraft und die Kuni des dramatischen Aquaues, über dic Anzkngruber Verfügte. reiner und makelloser (118 in _semen Volksfchauspiclen, aber bis DarsteÜung kann immerhin dre Wirkrmg au_f die Zuschauer noch Msentlicb erhöhen. Der Dichter hat Mit Jnmgkcit und_Klarbeit die äußcrlicb unge-füge Vqlksseele in der Schönheit ihres innerkn Kerns und auch in tbrem ties traurigen Eiend angeschaut _1__1nd in markigen Gestalte'n, die Von einem warmherzrgen Humor wcrklaxr werden, auf die Bühne estelLt. Am Sonnabend wurde die Dichtung,__ in der bäuriscbe Heucbeizei und muntcrs Lebensfreude um den Preis" streitßn, durch die Darstellung in so lkbanVVÜEn greifbaren Gestalten vorgssüßrt, daß in der That der Génuß an der satirischen und derblauni en Komödie wesentlich erhöht wurdr. - Hexrr Reicher_ gab die 3“olle drs Grillbofcr, der an Körper und GLlst schwqc'h wird durch den ,G'wisfenöWurm', dcn skin Schwager Dustexer in ihm erweckt und großge ogcn hat; der Dar- steller individualrfierte in den ersten _Akten ni t scharf genug; im leßtcn Akt beim Lesen drs Bricks, aus dem er erfährt, das; die Ueberbringerin _seme' Tochter ist, entfaltetd er aber mit Wenigen knavpen Strichen seine roßc brrzbswegends Kunst: das ne_u erstandene Vatergéfübl drängte _ 1ch gewaltsam und er reifend auf semc zitterndén Lippen. Den bauri1chen Erbschleicher DusJerer spie'lte Herr Hermann Mü_ller 1ntt_ftark bumoristischer Wirkung. Die schwerfäl1igc_Schlauhett, dre bäurtsche (Hkldgier des scheinbeiligen Alten malten fich m seinen Zügkn und Wurden laut in der gcdebnten salbungs- VOÜM Sprechweise. Herrn Jarno fehlt troF seines frischen und ge- wandten Spiels zu einem jugrndlicbkn Lie haber, auch zu Einem bäurischn, w1e_ es der Wastl ist, ein nothwendiaks quuisit: die Liebenswürdigkett des Herzens. Durch ihre frische Anmut!) und kecke Natürlichkeit wirkte Frau Gisela Schneidkr in der Rolle der Horlacherlies erquickend; frei von aller Ziererei und Empfindelei brachte sie frohe Laune und gesunde Lebenslust in die Gestalt. - Die Darsteller der Nebenrolien fügtsn fich dem Ganzen mit Ver- ständniß ein. _ Friedrich-Wilk)_elmstädtisches Theater.
Die Wiener Posse „Ern armes Mädel“ Von Leopold Krenn und Karl Lindau, die am Sonnabend zur ersten Auf- führung gelangte, fand um der tüchtigen Darstellung willen eine recht freundliche Aufnahme. Die Novität an fick) ist, was den geistigen Gehalt aybetrifft, etwas dürftiL angestattet, aber eine Anzahl beiterxr Bilder aus dem Wiener Volksleben bringen einige Abwechs- lung m die unbedeutende Handlung. Das „arme Mäd en", das der Titel nennt, giebt nur vor arm zu scin, um aus der eibe der Be- werber um ihre Hand die Hrachlcr fern zu halten, die sie etwa nur um ihres Reichtbums wiÜen beiratben onen ; fie gewinnt denn auch schließlich emen ehrlichen jungen Mann, der fie aufrichtig liebt, und dem sie gleichfalls zugetban ist. -- Was die Darstellung anbetrifft, so gcxb Herr Steinberger einen ensterpußer Vieröckl mit ferner bekannten komischen Bcwxglich eit und herzhaften Laune; namentlich erregte er durch eme parodistiscbe Scherzscenc im [8 ten Akt große Heiterkeit. Fräulein Kollin stand ihm als Wiener
äschermädcl mit ihrer humorvvüen Charakteristik treffli zur Seite. Ferner find Fräulein Kluge, welche die Titelbeldin. ga , und di? Mrren Schulz, Bruch und Swoboda mit Anerkennung zu nknncn.
Konzerte.
Dcr Pianist Hrrr Eduard Reus; aus Karlsruhe, wo auch seine Gattin als bsliebte Bühnensängcrin thätig ist, gab hier am Sonnabend im Saal Bechstein sein erstexs Konzexrt, und zwar einen „Beethoven- Abend', in wslcbem er fünf Sonaten, ein Rondo und Variationen des Meisters zu Grbör brachte. In dem Vortrag aller dieser Werke ließ er den gründlich aus;;ebildeten, feinfüblenden Künstler erkennen, drffen Skis! nicht auf äußeren Glanz durcb virtuose Effekte berechnet ist. sondern stets den Inhalt in vertiefter Auffassung klar und inter- ? sm_t wiedcrzugeben sucht. In besonders anerkennenswertbcr
ki)? gélang ihm dies in der großen k-moU-Sonaie (0x) 57). _Tie 015-w011-Sonate hätte in dem ersten Saß etwas ruhiger seipie'lt werden können, doch wirktrn die beiden le ten Süße vvrtrcfflick). Ein gleiche's Lob Verdiente auch die Ausfü rung der Sonate op. 818 „1.95 aäisrwx“ 2c., der Sonaten 12411011, 01). 90, und 13-81» op. 109. Reicher und _wobchrdienter Beifal] fol te jedem dieter Wrrkr. die der unermüdliche Künstler ohne erhebliche“ wischen- pauir kinrrrrinandsr vortrug.
Jm Königlichen Opernbaufe gelangt morgen Otto Nicolai's_ Orer_.Die lustigen Weiber Von Windsor“ untcr Kaycllmriitcr Wßmggrrner's Leitung mit folgender BesWMZT zur AukfüdrunH: Falstaff: Herr Stammer, Flutb: Herr BLZ, 5 eich:
rr Möd inger, Fenton: Herr Sommer,_ Spärlich: Herr Lieban, jus: Herr Schmidt, Frau Fluid: Frau Herzog, Frau Reich: Frau Goeyc, Anna Reich: Fräulein WLW. _
Seine Majestät der Kaiser und König wohnte tm Königlichen Schaufpielbause der Sonntags-Auffübrung von Grillparzer's „WF? Ottokaris Glück und Ende“ bereits zum zweiten al bei und ließ durch den General-Intendanten Grafen von Hochberg sämmtlichen Mit- wirkenden Allerböcbstseine Béfriedi ung übermitteln, sowie nach Schluß der Vorstellung den O er-Re isseur Grube m die Loge befehlen, um demselben besondere nerkennun? über die Jnscenirrung der Gris] arzer'fcben Dichtung sowe diejentge von Friedrich Hebbel? . ibelungen“ auözuspreckßen. _ Morgen wird Goethe's „Faust“ (erster Theil) mit der Musik vom Bürsten Anton Radziwill und eter Joseph Lindpaintner ge e_ben.
ie Hauptrollen Md wie folgt be esst: Faust: Herr Ludwig, Mey tsio:
err Grube, argarej e: Frau von Hochenburger, Vqlerztm:
ert urschian, Martha: Frau S ramm. - Dem Königlichen
chau vieler Herrn Molenar wiirde oeben von Seiner ybett dem Helix? Von Anhalt der Verdienstorden für Kunst und tffenschaft der re en. _
Jm Verlage von Carl Paez ZCharton) bierselbst erschten so- eben: .Der Ball-Abend“ für Kavier von Gustav Steffexns, eine Sammlung moderner Tänze entbaltextd, die der tatleusttgen T_iugentd Fllkommen sein dürfte, zumal die Ausstattung eme sebr e egan e .