woch Abend Herr Architekt
dem einmal
getroffsne Grundrißgestaltung
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Im Deutschen
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::. a." Gäste sind wiUkommsit.
Ertrag der
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* , WEIL: ***-„“““ ““ck-FUF“; ?»LIL',“ ..
deuts meisten Kranken behandelt badcn.
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“von der Gols ist, wie die dies liebe Besserung eingetreten, sodaß
galt es als eine zu _erfüllende ngpt
bauten so zu gruppieren, daß emma _ _
des Treptower Parks keine Zetsplttterun emtrete, _anderersktts aber au_ch
in Anlehnung an die vorhandenen Pa anlagen em großes, dekotattv
wirksamexs Gesammtbild geschaffen_ werde. __ _ __ __ _
stellten Situationépläne wurde erlautert, wxc dre Dic- entron dss Haupt-
gebäudes diesen Bedingungen gcrccbt werden
"' weiteren die Anlage des Aussieüungsbahnhoss nebst der Z_ _
wege mit dieser Disvofition in Zusammenhang gebracht jet. Die
speziell auf die Bedürfniste der darm aussteUe_nden Gewerszwaige
des Hauptgebaude? _ _
gebend geschildert und ferner eine Uebersicht gegeben uhkr die _wcrthxn
baulichen Anlagen auf dem so enanptew prßlylax, die Gebaude _1ur
Chemie und verwandte Gswer e, die Ftscheretgcbayde, dic Kolonial;
ausstLUung, Gartenbauauzstellunq u. !. w. Redner schilderte JYM Schluß
die Bestrebungen der einzelnen Gruppen, auf sachgemaßk_s Arzbeitlichizs
Arran ement hinzuwirken, und richtxte an die Mitgltcrer_ dxe BWW, dte1e
Bestre ungen zum Nußen und Gelingen des anzen wn'kyam zu untkr-
stüßen. _ An Steak des erkrankten Herrn Pireftors Schwarz gab
Grundner kurze Erläuierungen uhsr _
Photographie, die es ermögliche, nac!) e_xmerxi nggebcnen Negativ-
mittels des elcktrischen Lichts 1000111 Papier m_ einer Breite Von
64 („M innerhalb 12 Stundkn mit Pbotograpbich _
Einige Probén solcherRotation§drucke wurdeii Vorgkzeigt. Deslecichcn
waren im Saalx einige_ vorzüglich? ngbcnltchtdrucke mid ©1anzlxcht- drucke von der Kunstanjtalt Albert Frist!) ausgxstcllt.
T «50,70 „FH abführen können.
Z
Z * der Aula des Dorotheensiädtifcben Z“. :» straße 30.31, einen Vortra?
ZZ? und modernen Rom“ Hafen.
?» Zertliche iegnxte.
Wüss- _
k di den Adm' al! eiberm In dem Befinden des ommeLUBelräetltler beruht;, einkrwesent- jLie Gefahr für beseitigt gilt. '
Im Verein für deut (bes Kun offacker
| ewerbe machte atx: Mitt- .» . FMM“ M'“ 67.93.
v ältni e der Berliner ewer e- us e ung . "b ff die Entscheidung für den Treptower Park ?Lfallen, aufgabe, die Aussies [ bei den großen Dimensionen
21:1 dsr Hand d:»r ausge-
Spracbvercixi Bcrlin_ _ Dienstag, Abends ZZ Uhr (im Gastboi zu dkn Vier Jabreszetten, Prinz Albrcckptsiraße 9), Herr Schulratk) Vr. Grabow aus Btoxnkcrg Linen Vortrag über „Ti: Iluswrachc *.*-:x Lauwecbmdungcn ):“, 1t
Für die Hinterblicbcncn der mit dsr ._Elbc' Verixnglücktkn sind bei dem hiesigen Comité bisher _emgegangkn 103114,56 .“ Weitere Beiträge werden erbeten. _ Direxxor Lautenburg kat ais Wobltbätigkcits - Auiiübrung im Theater, am 28. Februar, an das Unterstüßungs-Cymiié Für die Hinxerblicbenen der auf der .Elkc“ OCWUZLÜTÜM UL Sumnie dcn
Jm *Öilfsvercin für weil'licxe Angsitcllte wird am Mittwoch, Abkiids 8? Uhr, Herr Proxenor 1)r. Arthur König in Realsvmwasmms , 11er „Bilder aus dkm antiken
Schlieben. Am 13. März 1896 wkrdcn 40. Zadrs vsrkloffen sein, seit der Königliche Kreisvbysikuz Dr. Friedrich AU“ 11 st Wagn er das Der Verstorbene hat sich sowo [ in yerxckyiedcnen
weigen der Wiffenschait, wie um keine Héimatbstadt große Vkrdienst'e erworben. Der bexiibmie Arzx Hufcland iÉä'ske ikn als einen der tbäti sten Mijarbeitcr ssinrr Zeitscbrift und recbnsie ibn xu denjenigcn
Zpen Asrzten, die in einkr ausgebreiteten Praxis als Landarzt die _ Nicht minder tüchtig war Wagner auf dem Gebiet der Naturwisenchaftkn. Bei seiner großen Vorliebe für die Natur legte sr umfangrcich€ Sammlun cn von Naturalien an. und hierbei wurde cr zuerst auf die vorgescbiZ aufmerksam, an denen die Schliebener Gcgend so reich ist. Im
dic Rotations-
tlichen Altmbümsr
Inseln
at an
lagern. Dementsprechend dürfte
noch nicht zu erwarten „sein. Bei
In ganz „ wetter, am kaltefien, unter minus m der Pfalz und im nördlicher:
m Windsor.
D e ___W _ Theater-Anzeigeu. With: Irkuspiele. Dienstag: Overn-
baus. 57. Vorftellung. Di lnßi Kcmisth-Zhantafti?
!" “ZZZ" * inÉ ZLF? ? ZZZ; . Stationen. TZIZ Wind. ; Wetter JIS Zi 5 .Z5 ? 7 „Z; S IZKF ; FIST Oelmullet. . Z 765 NNO 'wplkig 4 Aberdeen . . 760 NW 4 halb bed 1 Christiansund 756 NO 3 bedeckj 0 Kopenhagen . 750 N 3xbed€ck1 _ 6 Stockholm . , 753 N ') (“edsckt _ 8 Faranda . 5 754 OSO 2 volkenlos ._2." oskau . . . Z 760 ISO T-erdeck! Z- ? Coerueens- j i_ town . . . Z 764 N 4 oeijer ? Cherbourg 756 N 5: rolkig 1 cr . . . i 753 NNW ];:Zcbnee _ 1 __ykt . . . . 751 N 9;5edech11) _ 4 burg . . z 750 W 13165817) _ 6 winemünde ' 751 SSW 1Nebsl _ 7 Nnäabm-afferj 746 N «MMD _ ] Memel . . . x 746 NNO ?'bedxckj“) _ 2 754 11 1volIig _4 'nfter. . . F 750 WSW ] Nebel _ 5 Karlörube . . ! 753 SW 3 wolkig _ 5 , Wiesbaden . Z 752- ftilk'éalb sed, ?_ 4 ] München . . ; 751 MW Zhafb bed _ Z ; Chemniy . . Z 752 SSW 1Schu€e _ 7 '. . lin. . . . ? 750 WNW Lbedeckt _ 5 ,_ Wien . . . . 749 .W Zwolkig _ 3 _ Breslau . . . “__747 ZNW Zdedeckt _ 4 .,.-k Ae d'Ait . . . 753 "kW 4 Werk! 1 * a . . . . ; 745 N 4_wolkenlos ? trieft . . . . ; 745 ONO Zdedeckt ?. 1) Schnee. 9) Gestern öfier Scbnkk, Lenke
Raubfrost. 3) Nachts Schnee. 4) Nachts Schnee. _ Uebersicht der Witterung.
Das * ochdruck ebiet im Westen der Britiscbém _ _ _ öbem wieder exbeblicb zugknommen, wabrknd tteie Dedremonen zwivchen_ der Ostsee und dem Schwarzen Meere sowie jenseits der Alpen
eine "wesentliche
Aenderung in den Witterungsverbäliniffen demnächst _ schw-acher bewegung aus vyrmegend westlicher Richtung ist das Weiter_m L_)»eutychlqnd vorwiegend 1rübe und durch- schmnltch kalter, Vielfach isi etwas Schnee gefallen. Deutschland und Umgebung herrscht Frost-
Luft-
10 Grad, tft es
eewarte.
mWeibee cbeOruin
Gebiet der WM? und
von Schl eben aber ist dem V verpflichtet. daß
Mitteln unter den chwietig1ieu
angs-
können.
oll, .und wie des usabrts-
Wurde em-
verlkacn gedenken.
«üstalt ,Hüffcr-Srifiung'
wirkcndcn Pfikgkkn und _ gkborencn, wwie
zu bedrucken. AUsialt. Die
erworbencn
[*ält- morge'i', ordre vom 9. Mai ihre segenSreiche _ einer vom Käxrawrtum
Ncuen lung bkzw.
Herrn Dr,
Gwrgen-
bergbaulich8n Jntkrsssen
_invzig, ?. März. Tex „Leipziger Tageblatt“ méldei, die
3 Akikn von O. Nicolai. Textvon H. S. von Mosentbal, nacb Shakespeares gieichnamigem Lust- spikle. Tanz _vxn Emil Graeb. In Scene gescst Vom Ober-ngmkux Teßlaff. Dirigent: Kapcslmcistcr WJnaarxner. Unxang 73- Uhr.
Schauirielkéauß. 63. Vorficslung. Fanft Von Wolfgang _ron Goethe. Der Tragödie erster Theil. Dxe_5ur Handlung gehörende Musik von Anton Fizriicn Radziwill und Von Pkter Joseph von Lind- Vatnter. In Scene gesext vom Ober-Regifikixr Max Grube. Dekorative Einrichtung vom Ober-Jnspektor Brandt. Anfang 7 Ußr.
Mittwoch: Overnbaus. 53. Vorsixllung. (2a- serrja nstieaoa (Bauern-Ehrc.) Oder rn _1 Aufzug von Pietro MascaÉni. Text nach dßm gleiebxiamigen Volksftück von .Vcrga. _ Die _Eutfubrung aus dem Serail. Komische Oper in 3 Akkei von Wolfgang Amadeus Mozart. Text don Béßner. Anfang 7T Ubr.
Schauspielhaus. _64. Vorstklxupg. Wie die Am sunsxäcu, Lumviel in 4 Auszügen Don Karl Niemagn. mung 7:31 Uhr.
Dmtsaies Theatrr. Disnsiag: Dch'wiffeus- vnn. Anfang 7x Uhr.
Mittwoch: Gespenster.
Donnk'T-tag: Dcr Talisman.
“Skllmkk Theater. Tiknstag: Zum ersten
Male: Die große Glocke. Anfang 711 Uhr. Mittwoch: Madame Saus-Géue, "Donnerstag: Die große Glocke.
seffmg-Theater. Dienßtag: Zum ersten Male: Das E amen. Lustspiel in 5 AKM von H. Lee. Anfmza & Uhr.
Minirock): Soda“ Ende.
Donnerßtag: Das Examen.
Friedrich - Kahclmnädtisrhes Theater. _ Tbavffeeftraße 25/26.
_Diensiag: _Ein armes Mädel. Wiener Poffe mit Gesang in 3_Akten (6 Bildern) von Leopold Krenn und Carl Lmdav. Musik von Leopold Kuhn. Jn Scene geseyt vom Ober-Neaiffeur HermVinder. FÜHREN Herr Kapeümnfi' er Jedermann. Anfang
Mittwoch: Ein mes Mädel. Blume-sixaße Nr. 9.
Ktüdenz - Theater. _ ÉhSigum-d M __Yétag: Fek-
tmnd's Schwank
inZAkten vonGeoxgesFevdoau, in dwtscane-
arbeiiung von Benno Jacobson. Anfang 7 Uhr. Maathch'uud folgende Me: 8 Ehe-
Laufe der Jahre wiirde _er W&Wem damals fixfi noch unbekannten
es selten einem che"Altertbinnäorslher
und durch seine umfangvei Erfolge, wie een von Berlin, Leipzi
er auf dem „langen Berge; aus eigenen (baff batddStd Bßt Z'd 'cht.Z"
s en te,ieer atzurgröen_tkre_eret ujemem 40. Todestage will man ibm nun auf der Hyde die es Berges, an dessen Éuß er zur leyten Rabe bestattet wurde, em Denkmal seven Der
rundstock dazu ist bercits gelegt. [* _ _
verwirklichen und damit eine alte _E renübuld endlich abtragen zu Alle Verehrer des verewigten ])r._ gebeten, fich an diesem Werke der Dankbarkeit durch Beiträge zu be- tbeiligen. Beiträge nimmt Herr Apotheker und Stadtverordneten- Vorsteher Legal in Schlieben entgegen.
Zarzbixrg, 2. März. Soeben erschien eine Zu7ammcnfiélluug der reise für unmöblierte qunungen, Steuern, die_ wichtigsten Nahrungßminel u. dergl., zur Orientierung für pensionierte Offiziere, Beamte, Rentner 2c., welcbe ihren Wobnsiß nach Bad _Dieses Verzeichniß wird von dem des Harzklubs, Zweigverein Harzburg, Herm Rud. Stone, Villa Ilse biersclbft, gcgsn Cinyendung des Partys kostenlos versandt.
Münster, 28. Februar. Die bicfige O_rtbopädisibe Heil-
fZir 1894 ausgegxhkn. Agsdemsclbcn ergicbt sicb ein stetig fortschreitendes Gedeihkn dcr n'tr Wxitialen und die Nachbarprovinzkn wobltbätig _ Zahl der in ärztlich behandelten
Gclenklcidcn, Rückgratsvcrkrümmungkn stieg gegen 205 dcs Vorjahres auf "241; Von diesen entfixlen auf Wéstfalen 159, Rheinlande 52. Hannomr 19 u, s.w. dkr Anstaltékkaiiken kommen hinzu 58 sogenannte polikliniscbl, d. b. nicht in dsr Ymtzlf veirflcctc, Kranke. _ 1894 sind der Anstalt die Rechte einer juristisckcn PerLon verliebcn, und ist somit die Gewähr gegeben, UH Thätigkeit auf die Dauxr g€fichert ist. Na zusammengxstellten Ukbcrfickyt fanden im ganzen bisch, d. _b. in eim'm Zeitraum von 6 Jahren, einfch1ießlich der poliklinixcben Mankxn, 12:15:31! 1100 Patienien ärztliche Behand- Auénabmc in dsr Anstalt: Spezial-Aniialt chis; xine bedeutenkc zii n-nxim ist. kericht der .Hüffcr-Stiftung' für 1894 wird von dem leitenden Arzt, _ Tenbaum, sowie vxn dem Kuratoiium, an dcffen Spitze der Ober-Bürgermeister dkr_Siadt Münstxr bkzw. dcffen Stellvkr- treter sieht, unentgeltlich Veryandt.
_ Essen a_. d. Ruhr, 1. März. mtttbetlt, bxichlc-ß der Vcrstandßausscbuß des Vereins
Dortmund, zu: Ehrung des Fürsten Bismarck anläßlich des 80. Geburtstages de:“;jelbkn am 31. März im Stadtgarten bic'rsclbst eine außerordcntlicbo: Handwersammlung dsr ercinsmitglieder nnd der Mijglicder des Vcrein§ technischer Grubendcamicn abzuhalten. Bergrath Dr. Schul; wird eincn Vortrag „über die volkSwirtbsÖaft- lieb? Bedeutung BiÖmarck*s“ halten. ein großes Festmabk dkr Theilnebmer.
dem Kiiegs-Ministkrium vcrkinbarten Vertrage, betreffend dxn An- kauf der Pleißenburg und den Kasernenbau in Möckern, genehmigt und hierfür den Betrag don 4? Millionen Markbkwilligt.
M
Wetterbericht Vom" 4. März Wbt Moraens.
er elm'gt: die von
Dresden und Halle bewa ren KMW Baden 2000 viele voersibicbtliche Wert ümer von Wagner.
Die Büro en dadurch zu bleibendem k
issen eme Anlage ge-
fehlt noch viel, um deii Plan Kessel.
Wagner werden daber verleßt.
rzburg zu cbaßmeisier
sowie treten. _
hat soeben tbren 7. Jahresbericht
der Anstalt *ver- wklckee an _an- Klumpmß, und dergleichen. lttten,
_ Kranken, Vkißbildungcn, wie
Zu dieser Zahl Durch Allerhöchste Kabinets-
xine Zahl, die für eine Der Jahres-
. . - , _ *uführen sci. Wie die .:)iéemnWesxf. Ztg.“ ä _ für die rm Oberbergamtsbezirk
Der «Hauptversammlung folgx
Rath der Stadt b-xt, wie das mit dem inanz-Ministerium und
KMW Theater. Sebiffbauerdamm 44. / 5
_Dimstag: Gasisvicl dcs K. u. K. Hofburascbau- spielers Bernhard Baumeister, Der Erbförfter. "T_ZYisrspiel in 5 Akten von Otto Ludwig. Anfang 7 r.
_Mittwocb: Gastspiel des K. u. K. Hofkurgscbau- spielcxrs De_mhard Baumeister. Vorletzter Abmd. Kömg Hemxuß der Vierte. Schauspiel in 52111,“- zügen von WiUtam Sbakcsvkare,
Donnerstag: Baumeister - Gastspiel. Abend. Der Erbförßcr.
TheaterUnterdrnkmden. Bebrenstr. 55/57. Direkiion: Julius JrißW-z. _ Dienstag: Mit neuer Airsfiattyng: Kapitän Cgricciolo. Operette mit Ballet m 3 Akten von .:)cntv Chivot und Alfred Dura. Mufik_ron Edmond Audran. In Scene ges? t von Julius FUYÖL. Dirigent: Herr Karel]- mex_ter Ferron. Die Ballets arrangiert vom Banat- meiitxr Hx'rrn Louis Gundlaéb. Anfang 7F Uhr.
Ykittwoch: Kavixäu Caricciolo.
Voranzexgc: _Gattkpikl der vollständigen englischen Bourlekque-Geicllschaft (50 Mitglieder) Morocco Bound (Nach Marocco).
Zrnital-Theater. Alu Jakodßraße N:. 30. Dirextion: Richard SWI. _ Emil Thomas a. G,
DieJthc-g: Zum 18._ Male: Novität! Unsere Renners. Große Po e mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Wilhelm annstädt und Julius Freund. M*uü! von Julius Einöksbofer. In Scene eseßt Vom _Direktor Richard Sebulß. Anfana 7? UL:.
Mittwoch: Zum 19. Male: Unsere Rentiers.
Adolph EMÜ'TYWT. Dienstag: Auf- treten der exsten Yirouette- und Combetie-Tänzerin Englands Miß Rois Vatcbelor vom Prince of Wales- Tbeajer "1 London. Ein fideles Corps. Große Ge- sangsvoffx mit Tam. Nach dem englischen Original „A _Gaiew Girl“ von Jonas Sidney frei be- m'beiiet von Eduard Jacobson und Jean Kren. _ Vorbkr: Gestudeball. Schwank in 1 Akt von Ed. Jacohson und Jxazt Kren. Anfang 7k Uhr.
Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.
Kvnzerte.
ßonzert-Hans. Dienstag: Kal Keym- Kxuxu. O_uv. .Die lustigen Weiber von Windsor", Ntcolqi. ,Die Schweizerbütte“, Adam, Phantasie a. „Ri _oletto' v. Verdi. Troubadour-Pbaniafie f. d. Vw me v. Alard (Herr Carnier). „An Alexiö' s. Piston v. Hartmann (Herr Werner).
Zaal jetvßein. Linkfiraße 42. Dienstag,
Anfang 7k Uhr; Konzert des Ko oni en d Pianisten Guido Peters aus Wien.mp | an
Kirku-Keuz (Karlstraße). Dmmerstag, den 7. März: Unwiderruflich [epic Vorstellung (Schluß
Lkßtkr
der Saison).
Wien. 2. “März. In Volk der
Albrecht W719, wie| ““.-W. X B." meldet, d:“: , die Summe von 15000 Gulden für dle-Armew ten, für die vonZBxödqpr 5000L n;!!- Fd d;:rxtmeu von
a rere eae er'"'
Augen und Wobltbäiiakeitöanfialteu KFW ' dfjulit mir?? Mabren. Schießen und Ungarn, sowie Anstalten außgeseßt.
Wien, 3. März. J hkan y_, auf mmänis zu Boden, in einer B E xp_lo s t o n statt. Arbeiter, wel_che im erftxa Stockwerk schliefen, fielen in den brennenden Zwolf A rb e iter wurdcn getödiet, mehrere andere scham:
. _, __ opobske YMMD Y_ßer-ogß ck
verschiedene
Hinterlassenscbaft Anton R stattgefunden. _Die beiden Häuser des Komponisten in St. Peters- burg, welche auf 340000 Rubel geschäyt werden, erhielten sein Sobw imd seine Tochte_r. Die WiibveRubinstein's, wklckpe das Landhaus in Peietchs behalt“ wurde für ihren Antbeil an den Häusernmit led _abgesundm und genießt_ außerdem das Autorenbonorar für die vexschiedenen_Werke dks _Veiitorbenen, mit Auénabme der Oder „Dkk Damon“, fur _welch_9_ sammiliche Rechte der Tochter RubinsteinK, Frau Stabs-thtmeixter Rebesow, übertragen sind. Das Autoren- bonorar yon janxnitltchen WerkewRubiysteinB wird, dem genanmen Blatt zuselge, maßig gerechnet, auf 10 000 RubeL "jährlich :axiert.
Konstantinopel, _ Hamburger Schnelldamyier .'.lugufta Victoria“ traf gesikrn, vo_n Atbßn kommend. woblbcbalten bist ein und unternahm zunächst bei bml_tchs_tcm Wetter eine Fahrt durch den Bvsxoorus. Nachdem das SClZlff m den Hafen gakommen, ließ der Sultan die Passagier? durch seinen Adzutante'tx begrüßen und lud sie zur Besichtigung seinss- Palastes und seiner Garten ein.
_ Alefund (Norrksgen), ?. März wie dem „W. T Personen erkranken, nur eine Person wurde gerettet.
Guldm. "ebener Gemem
ie Decke dcs *Keffelbausos bars
St. Petersburg, 3. März. Hinte Nacbmüta um 1 U r wxrde bier_ die erste altrusfifcbc Druckerei-Ansgstellung e?- cynet. Die Eröffnung vollzog Seine Kai furst Constaytin. Der Fcierücbkeit wohnten zablrei ragende Persßnlubkeiten, Mitglieder der Technischen Gesell! often und“ der Presse bei; Die Ausßelluug zeigt, nach dem Bericht des „W. T. B.", em volles Bild der Fortschritte, welcbe die Druckerei in Rußland in den leyxen 25 Jahren ge::xacbt hat. Auf ergangene Einladung md auch die Reichsdruckerei in Berlin,
namhafte ausländische Privatßrmen
_ Rxm, ?. März. _Eine _kaesckxe aus Marsala meldet, das: ?!." Sudsiurtrx_ den im Hafen yerankettcn Schiffen beträchtlicbxk Schaden zuqesugt hat. Das Denkmal ;ur Erinnkrung an die L_andung der T_atxsend tft umaesiürzt; das Gebäude dis Sindaco und 01le andere Haukcr find bkfchädigi.
Toronto, 4. März. _Tem „N. B'.“ wird gemeldet, daß in der Nacht zum Sonntag dort cm J an er zum AuGbruch kam, durch welches eine große Anzahl der bedeutendsten Magazine und die König- liche _Bank zerstört wurden. Yorläufiq sei es unmöglich, den Schaden zu scha132n. Man nehme an, da:; das Feuer auf Brandstiftung zurück-
3. 9.775". „W. T. B.“
_ Zwei Fischerboote kexnteriene B.“ gkmeldet wn'd, infolge Schneesturms. Zwölx
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Dienstag, Abend?- 7T Uhr: Wiederholung der am Sonnabend, den ?., unt so großkm Beifall auf-
?xnommenen Parade-Gala-Vorsteüung_ zum Benefiz,
ur dexi Dreneur_ m_id Schalteiter Herrn R. Renz und die Schulmterm Fr_au Renz-Stark. 6 Tra- kehner Rappbsngste. O_ngciübxt von Herrn R. Renz. Die doppelte Hohe Schule mit den Schuldierden Liberator und Mikado, geritten von Herrn R. Renz und Frau Renx-Stark. Maöstoso, ostpr. Hengst, in (111611 Gangartén ddr hoben Schule geritten von rau Renz -Stark. Die Post mit 122 Pferden, gkrtttm o_on Herrn Gustav Renz. Auftreten der weltbe- rubmten Yonbair-Twppe. “1:10 Ui 1211. (Beim Jabrxswechicl in Peking). Neue Musik-Einlagen.
Mittwoch: Vorleßte Vorstellung. Auf vielseitiges- Verlangen: _Wiedervolung der Benefiz-Vorstellung von dem béllkbtkn Clown und „August“ Mr. Lavater Lee. “1210 Ui 1911.
“ Familieu-Nachrichteu.
Verxobt: Frl. Jobayna Gobbin mit Hrn. Hütten- meisikr und Prem-Ltsutknant der Landwebr Lothar Markendors (;Königsbüite_Lipine)._Frl. Wanda WJ _SebweZin mit Hrn. Kammerjunkcr und Anenvr Gujtgv voii Oerßen (Neustrelitz). _ Frl. Eva tommy mit Hrn. Forst-Affeffor Karl Fink( reslau_Kattowi31.
Verehelicbt: Hr. Gottlieb Von Haeseler mit “rl. _Martba Willrath (Krißow bei Rabenstein- Yld :. Mcckb).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Korvcjtkn-Kapüän S1iege._Hrn. Major von Knoblauch zu Havbach. _ Hrn. Hauptmann Edler von der Manis (Dreéden). _ Zwei Töchter:_ _Hrn. Regierungs-Affeffor-
_ns Dietrich von Ditfurth (Rittergut Dankersen er Rinteln). _ Eine Tochter: Hrn. von Koschüßki (Brynnek, Oberschl.).
Gestorben; Hr. Rittergutsbefißer Albrecht von Kessel auf Ober-Glaucbe. _ Hr. Geheime Sanitäts-Raib ])r. Lurwig Güterbock (Berlin). _ Hr, General-Lieu'tenant 3. D. Hermann Florian von Sevdliß (Wieshaden). _ Hr. Genmab Major Stürmer (Wiesbaden). _ Verw. Frau Kommerzien-Ratb Marie Borchert. geb. Zobel, verw. BuggenbaZen (Berlin). _ Fr. Präsident Marie von Zs ock. geb. _von Arnim (Münftxr i. W.). _ Fr, Generalm Bertha von Kleist, geb. von Ostrau (Potßdam). _ Hr. Major a.D.. Otto Txpler (Königsberg). „
Verantwortlicher Redakteur: I. V.: Siemenrotl) in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.
WWW
(eb1schließlich Bötsen-Veilage).
Verfüsunam deo
für versthiedem gemeinnüßige
Viättermeldungeu zukolae fand in dem Ort rennerei eiueKessel- t und viel?
sekliche Hybeit der G r yß . bewor-
die Staatsdruckerei in im ver- Nach den ,Nowosti' bat n_unme_br die Tb-eilung der ubinfteiu's unter die Erben
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(38V) "
zum Deutschen Reichs-Lln
“Yo: 55.
Deutsther Reichö'tag. 50. Sißung vom Sonnabend, 2. März.
Das Haus fest zunächst die zweite Berathung des Etats der Verwaltung der Kaiserlichen Marine fort. .
Ueber den Beginn der Verhandlung ist bereits vorgestern berichtet worden.
Zum außerordentlichen Etat liegt der Antrag Müller-Fulda (Z entr.) vor, den Zuschuß zu den einmaligen NuSgaben im ordentlichen Etat au 3355800 „Fx: festzZsoeYen. Die Vudgetkommission wil] dcn Zuschuß nur auf “2144 ' „46
n, bMeVßng. ])r. Hammachcr (ml.): Die Uekernadme einer so großen Summe auf die Anlkike widkrsprich den Prinzipien jeder gemnden inanzwirtbscbaft. Nur-die am reitag abgegebene Erklärung des Reichs- Échaßsekrktärs, daß in Zukun nach den biskwrigen Grundsäizen ver- fahren werden soll, karin mein Bedknken bcruhtggn.
Abg. Rickcrt (sr. Vgg.) tritt den AUSsührungen des Abg. Dr. Hammacher entgegen. Die Vertheilung des Extraoxdinariuyis des vorliegenden Etats auf die ordentlichen Miftel und di? Anleihe sei in tendenziöser Weise erfolgt, um die Finanzlage mögzlicbst un- günstig Erscheinen ZU lassen.
Staatssekretär des Reichs: Schaßamis ])1'. Graf von Posadöwsky: _
Herr Abg. Ricksrt bat €rk1ärt, er wolle zwar der Finanzwerwal- tung nicht den Vorwurf machén, daß sie bei der Tbeilung der ein- maligen Ausgakkn zwischen dem Ordinarium und dem Extraordinarium tendcnziös vkrfabrkn sei, oder die Vkrmutbung könne doch immerhin nahe liegen. Ick muß dyingsgénüber Erklären, daß bei der Tbeilung zwischen Ordinarium und Extraordinarium auch in dsm vorliegendkn Ctatk-e'njwurf für 1895,96 nach ganz densklben Grundsätzen Ver- fahren ist wie bisher. Ick möcht-c abcr Hinzufügen, daß, w-xnn nicht auf irgend einen? _Wegs der Reichstag uns die Mittel bisten ["Wie, zu eincr planmäßigen Ti1gung zu gslangen, es im Jntcreffe einer soliden Finanzwirtbfchast unbedingt nothwendig ist, die bisherigen Grundsätze zu ändern, d. 1). in stärkerem Maße noch als bisher das “Ordinarium sowie die Steuerkraft dEr lebenden Generation zu belasten und damit die kommenden Generaiioncn und dementsprscbend den Schiüdentiwl zu entlastsn.
Abg. Richter (fr. Volksp.): Dis Grundsäßx sind nich_t mehr dieselbkn wie früher. Jeßt werden nicht nur Kaserncnbautcn, 1ond€rn auch die Beschaffung von Kriegsworrätben aus dsn ordentlicbcn Mitteln bestritten. Noch niemals ist die Summe so hoch_gerves€n, welche aus den laufenden Mitteln gedeckt wird, wie in dietem Jahre. Ein Uebureinkommxn ist üder _diese FWW nicbt getroffxn worden. Ich babe Ls für 1elbstVerstandlich ge aÜen, daß man nicbt die laufenden Miftkl besonders belaste't, wenn man nicht den Etat für neue Steuern zurscbt machen will.
Staatssekretär ])1*. Graf von Posadowsky:
Mkine .Herren! Ick halte es nicht für ratbsam, auf diese Debaitx, bktkkffknd den Anirag MüU-Ir, weiter einzugeben. Die Finanz- Verwaltnng bat bei diese:: lecgenkéeit der Not!) ngorckyi, nicht dem eigenen Triebk, Jbr schien die BswiUigung dcr Krkuzer so wichtig zu sein, daß fie sich im maritimen und politischen Jiiwrcffe dym Wunsch:? dss Hauscs gefügt bat, ohne ihr Prinzip bezüglich 'der Be- rechnung der Kosten für die Erhaltung der Flotte aufzugebcn. J:!) möcht€ auch nicht auf die Dktaib? dsr Frage weiter Eingeben, Od dissmal dic Thxilung der Lininaligcn AuÖgaden zwischen Ordinarium und Cxtraordinarium abweichend Von den bisherigen Grundsäßcn gs- scbehcn ist. Ick glaube, das ist eine Debaits, die sich nur für die Kommission eignet; wir müßtkn aÜe Postsn einzeln durchgebkn, um einen Beweis nach der einen oder andsren Seite zu führen.
Wenn dsr Herr Abg. Richtkr gesagt hat, es wärs das Ordi- narium diesmal besondcrs dadurch angescbwéllt, daß entgegen dem bisöerigcn Vcrfabrén einmalige Angabei: für KriegSmaterial in das Ordinarium eingesetzt wären, so muß ich das als unrichtig be- streiten. Ich Habe hier eine Nachweisung Vor mir, die aus den Verschiedenen Etats seit dem Jahr 1886-87 "20 verschiedsne Posten enthält, die aus dem Ordinarium für Beschaffung Von Kriegs- material verausgabt find. Ich wil] die Herre'n nicht mit dér V?x- lesung ermüden und nur drei Posten berdorbeben; so sind z. B. 1886/87 für MunitionHauSrüstung der Artillerie 1183 200 «46, für 1890/91 zur Beschaffung der neusn Auérüstung der Kavallerie 1353 420 «46, für 1891/92 zur Bkscbaffung don Feldbabn-Matkrial 1211000 .“. Kap. 5 des ordentlichen Etats ausgeworfen. Es sind also ähnliche Posten wie im vorliegknden Etatsentwurfe auch in früheren Jahren in das Ordinarium eingestcllt.
Die Finanzwerwaltung hält daran fsst, daß, so lange nicht Eine geordnete? Schuldentilgung bestkbt, es ihre Pfiicbt ist, möglichst den Etat der ordéntlichen Außgaben zu belasten und die Schuldentiiel zu verringern. Eine solche fortgeseßtc Schuldenvermeb- rung, wie wir fis haben, steht bei dem Mangsl jeder Schuld€ntilgung, und da Es fich überwiegend um nicht Verzins- licbe Anlagen handelt, finanzpolitisch wobl einzig da. Die Finanz- Verwaliung darf deshalb nichts unversucht [offen, auf eine Ver- minderung unserer wachsenden Schuldenlast hinzuwirken.
Abg. von Leipziger (dkons.): Meine Partei ftsbt im Prinzip (mf dem Standpunkte des Abg. Dr.Hammacher; nach den beruhigcnden Erklärungen des Staatssekretärs bat fie aber keine Bedenken, dem Antrage zuzustimmen.
Der Antrag Müller wird darauf mit großer Mehrheit Angenommen,
Damit ist die zweite Berathung des Marine:Etats bee n d e t,
Das Haus geht sodann zur Berathung des Militär- Etats über.
Zum AUSgabetitel „Gehalt des Kriegs-Ministers“ liegt folgender Antrag der Abgg.Au er und Genossen (Soz.) vor:
Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichsta einen Gesetzentwurf vorzulegen, durcb welchen die Erziehung der ugend zur Wehrbaftigkeit und die Um- Wandlung der jeßigen HeereSorganisation in eine Miliz-Webr- ordnung an ebabnt wird.
Abg. Lieb ne 1 (Soz.): Unser Antra will den alten Saß. da das Heer das olk in Wa en sein mii e, ivabr machen. Der Ue ergang zum Milizsystem so einstweilen nur angebahnt werden
Erste Beilage
Berlin, Montag, den 4. März
unter Berückfiijxtigung der europäischen Verhältnisse. Der (Gedanke der Abrüstung in diksem Sinne ist auch in Franfrkicb schOn stark verbreitet. Wir wissen, dax"; der Antrag anglehnt wxrden wird, wcil das Heutige milirärische System organixch Verwachsen ist mit dem Kapitalismus ; aber wir werden immer wiedsr damit kommen. Ich habe die Ueberzeugung, daß wir neun Zebntel der zweijährigen Dienstxeit sparen könnten, wenn wir einkn militärischen Ju endunterricbt einführten. Die Schweiz hat zu allen Zeiten mußerbafte Soldaten gehabt; ibre militäriscbe Ausbildung steht auf der Höhe der Zeit, ihre Marscbleistungen find erstaunlich. Die HMS, die Von sogenanntem militärischen (Geiste, der mit unbedingten! blindkn Gehorsam verknüpft ist, beseelt sind, sind fast immer besiegt worden. Das Volksbeer Napoleon's hat das stehende Heer aus der Schule Friedricb's dss Großen gefchla en. Auch der Befreiungskrie'g war cin Volkskrieg. Ich brauche cm nur an die Reformen Scharnhorst's zu Orinnern. Das Volksbesr (Hambeiiaks bat Frankreich vicl-bcffer Vertheidigt als das stshende Heer Napoleond; das erkßnnt auch das Generalstawa-erk unumwunden an. Die: Kraft und Wucbk des Volksbcercs konnte man auch in dcn amerikanischen Freihkitékämpfyn bewundern. Wir würden jeßt statt Haffcs Frieden mix Frankrciä) haben, wenn wir ihm 1871 die Vervflichtung auferkgt bätte'n, sein stehendes Heer in ein Milizbker umzuwandkln. Dsnn das Milizbser ist niemals ein Angriffs-, sondern 1111er nur ein VchbsidigUngsb-ker. Es kann niemals zum Werkzeug des Cbauvinißmus oder des CH_rgeizes gemackxt werden. Dix Sorgen und Laitén, dis das heutige HSM?- svsiem dem Volk auferlegt, smd furchtbar. EI giebt kaum eincn Soldaten, der von dem leben kann, was cr bekommt. Nkben dem offizieüen Budget giebi es noch ein privatxs; dsr Soldat muß Von seinen Angehörigen, Verwandten oder Von H'Ösbinnkn un_terstü8t Werden. Der Deutsche wird durch die Dienstzéit aus winem Vkruf herausgerissen; der Sckpweizer nicht, denn er hat stets nur kurze Zeit zu diem'n. Dcr Schweizer geht auch freudig zur Arnws. Die .Armee wird bei uns als dsr Einzige Schuß des Bürgerldums gcgen die Sozial; d::mokratie gkpriesen. Wer (1er mit dcr Mögliäokeit rechnst, daß er die Armee gegen das Volk geöraucbkn könne, muß dahin streben, die WWE immer mehr von dem Volke [os-zulösen. Das ist der WSJ zum Prätorianextbum. Unser Antrag wil] dxm ewtgsgcnwirkkn und _ver die Intéern des Volkes im Auge hat, muß für unscrn Antrag timmen.
Abg. Bau1nbach(Rp.): Ich werds nur ganz kurz auf déi! Grundgedankén des Abg. Lisbknecht_eingebcn. Die ganzen Bestrebungen dsr S_ozialdsmokratie behufs Einsäerng ein€§_Vo[k§bceres sind nur daraus gerichtet, mit einem solchen Volkshcer die: politisch? Macht zu erlangsn. Jchbab€1848 solch kin Volksbksr kennen gelernt. In ana batten fick) 10- bis 12-000Menschon zusan1m€ng€tban, bswaffnet mit GLWEÖTW, Achin und Scnyén. Als die Sache crnst wurde Und es zum _Schießen fam, ergriffen fie die Flucht. Ein _Volks- beér wirkjam zu oranifieren, dazu gchört die ganz:? Schöpfsrkrast eines Gambktta. Sonst ist ein solches Hesr nicht zqsaqimsnzubaxten. In der französisch Kommune wurden die Leute 1chli€ßlich Rauber und Plündsrer. Der Abg. Liebknecht hat auf die Schweiz und Amerika hingewiesen. Wie kann er Deutschland mit jenen Ländern Vergleichen? Die Schweiz ist durch unübersteiglicbe Berga Amerika durch das Meer gkschüizt. Wir gsben doch licher etwas mßdr GeLd aus für eine Armee, welche das Vaterland u::ter_ allen Umständen schü_ßt, _als daß wir ein Volksbesr schaffen, denen Wirksamkeit zweiselbast ist. In Deutschland wird der Turnunterricht sch_on jest gknügknd gepflsgt, das können Sie auf den kleinsten DoerÖUL-In beobachtcxi. Scharn- borst War durchaus nicht derjeni e Mann, zu dsm S1? i_km_ machc_n wollcn. Er WOÜtL stkts ein sie LndLÖ Heer habkn. Ich 1chlicßk init ?_?m Wansche, daf; *.!nser dkutsches Hecr immsr so b[ci1*é, wie (I
t§i*.*r nm).".
M.;. Uiickcrt (fr. VW.): Ick) wärs dkn Sozialdemokratsii '"siw dankdar, wenn 118 um? cinmal klar und dsutlicb ihre Absicht Tarlkgkii !DOÜTW. TUrAbg.LiebkneÖtbatuns nicht§Pofi1ichksinchTaii VOT- aesegi. Wenn kk dsr Ansich ist, daß_ bsi dem YSUCÖOK DVU
Milizbkeren _ Kriegs seltener scisn, 10 _ möchtc ich dem 0711- xchisdcn widerspreckxn. Kabinstskxich_ gisbt ck 56112: nicht mehr. Abkr Es steht dock) fest: in Frankreich wollkn die
Parteien von der chlyten bis zur Linkkn, vi-Illsicht mit Ausnahme dkr Sozialdemokrarie, an Nsvanckyekrisg ZZZM Dsutscbland in dsm Aw cn- blick, wo. man fichcr zu skin glaubt, da?: TSUtscbland dsr sckywä 8r€ Tbsil sci. Was die Aquabcn der Scbwcix- für da:? Hekr bstrifft, so sind dieselben verhältnikxmäéig bébsr als bsi uns. Dis Urtheile von angksschcn Militärs in dcr Sckpwsiz 1":er dic schwcizerische Mi1i3 gsbkn “dahin, daß die lkßterk nicht fkldtüch'tig sei, wsil es ihr an DiZziDLin fsblk. Und dabei kTagt man in der Schweiz kbxnso wie: bei uns über MilitariömU-Z und Säkslmffcki; auch die Klagsn über Soldatenmißhandlungén smd dort cdsnso chkaix wis bci uns. Nikmals werde ich einer Militärorganisation zustimmsn, wie sie der Abg. Liebknecht anstrebt. Dsnn irn Ernstfaüs kann 11175 nur eine in sich festgßschloffene kräftige Armce schützsn.
Abg. von Podbielski (dkons): Der Zukunftsstaai, wic ki; Zukimftsarmce dsr Sozialdemokraten liegt meincr Ansich? 1738; noch in weite'r FSME Wenn die Waffen Erst criaörcii, wohin die Pläne der Sozialdemokratén gebcn, sv wc'rdki: Lkw.». dis Augen aufgeben. Woüte man dem Antrag Lisbknsibt 3; mäß Handeln, so würde es sich sebr bald 5619611, dx? di:“ Ste'uexschraubk noch weit mebx angxzogxn ive'rden muß, als €.“? jkak dcr Fall ist. Das stalbild dcs 7chwcizcri1chen Wekrmanns, wic CI dkr *.lbg. Liebknecht Entwirft, ist in Wirklicbfcit nirgends za finden. Was die Soltatcnmißbandlungen betrifft, so bcwe'iscn dix Tagasksfcblc in der schweizerischen Ykiliz, daß es in di€smn Punkt in Dkk Sibwsiz nicht beffkr ÖSstLUt ist als andkrswy. Jsdkr Pkcnnig wäre weggeworfcn, de'n wir für ein Milizbi'kr nach dickem Maitsr ausgkben würden. Sie (zu den Sozialdkmokmwn) bixtcn 11715 ein stumpics Messer; wir aber waCn das scbarfs SÖwe'rt behalten, das wir besitzen zum Schuße unskres VatkrlandeS.
Die weitere Berathung wird darauf um 5 Uhr Ucrtagt.
Preußischer Landtag.
Haus der Abgeordneten, 33. Sißung vom Sonnabend, “2. März.
Die zweite Berathung des Etats de_s Ministerinins der geistlichen 2c. Angelegenheiten mird de_i dchapitcl der technischen Unterrichtsanstgltcxt fortgewßt. _
Ueber den Beginn der Sißung nt_gc_:i_icrn bc'r'icvwi worden. Wir tragen hier nur die Rede des Mirimers der geritlichßi) 2c. Angelegenheiten ])1'. Boss e über die Errichtung el_ckrrotechnqckicr Laboratorien „an den Technischen Hochychulen im Wortlaut nach,
Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten [)1'. Bosse:
Meine Herren! Die anerkennenden freundlichen Worte “20:1 Herrn Vorredners für die Unterrichtsverwaltung und das, was sie auf dem Gebiete der Elektrochemie gethan hat, kann ich nur mit dem wärmstsn Danke begrüßen. An Interesse für die Sache wird es uns nicht feilen. Es wäre die elendeste Philistrofität gewesen, Wenn wir dem Aufschwung
zeiger und Königlich Preußischen Staats-Aiizcixzcr.
, 1Z95.
gegenüber, den dieseWiffenscbafi genommen bat, uns einfach hätten ab- lehnend verbaltkn wolken. Ich mache (1581: kein Hehl daraus, daß zwar nicht die großen Zukunftsbilder, die dicser neue Aufschwung der Elektochemic vor uns entrollt, uns Angst machen, wohl aber könnte man vom Standpunkt ciner vorsichtigen Finanzverwaltung recht bange werden, wenn aÜe die Dingé, an die wir große Summen wenden, so schnel] überßolt werden von nenen Erfindungsn. Indeß, wenn das sich belohnt macht durch da;, was für unskr Volk, für die Menschheit und für die Wiffknschaft gsscbiebt, so wcrdsn sich auch die Mikkel finden.
Ich habe: das Wort nur zu dem Zwsck Ergriffcn, um Von mir das Wesentliche Verdienst auf diesem Gebiete abzulenken. Ich habe nur gstban, Was meine Schuldigkeit war. Das wssentliche Verdicust gebührt dem Entgkgenkommen des Hsrrn- Finanz-Min'zsters, dsr die Bedcutung dsr Sache sofort mit klarkm Blick Vonommsn Erkannt und mit großer Bereitwilligkeif die Mittel zur Verfügung gcsicÜT bat, sodaß wir je'Zt schon am WkaE find und schon Vor dem Bsginn 1786 neuen Semesters baden anfangxn kömwn. (Brado!)
Jm weitersn Verlauf der Berathung nimmt nach dem Abg. von Eynern (nl,), dessen Rede berexits gsstern wiedsr- gegeben wordsn ist, das'Wort
Minister der geistlichen 2c. Angelegsnhciien ])1'. Bosse:
Ja, meine Herrc-kn, auf di? Ausführungen des Herrn Abg. Von Eynern einige Worte zu erwidern, darf ich mir, wie die Dinge nun Einmal likgen, doch nicht versagen. Wenn er im Eingang seiner Rede dén Wunsch ausgssprochsn hat, daß wir für die Lehrstühle der Nationalökonomie an den Technischen «Hochschulen mehr Mittsl al.? bi§ber flüsfig machen möchten und, wo möglich, etatßniäßige Profefforkn dafür zu erlangen suchen, so kann ck Ibnén Versichern, daß ich es meinerseits an Bemühungen in dieser Bezikhung nicht werde fehlen lassen, um dieses Ziel zu erreichen.
Aber, msinL Herren, Herr Abg. yon Eimern ist bei ssinen Aus- führungen übkr disscpraktischxn Ziele, die hier mit unsersr Berathung in unmittelbarkm Zusammcnbange stkhsn, doch Wkit binauögcgangen. Er hat uns Ausführungen gemacht übcr de'n Kathedersozialismus und bat dabei auch die Vsrhältniffe der Universitätkn mit berührt. Ich will das dahingestellt sein lassen und will diese Ausführungen über dkn Kathedersozialismus auch gelten [affen für die? Bestrebungsn, die wir bei der Beseßung der nationalökonomiscöen Dozénienftsllen an den Technischen Hochschulen zur Geltung bringen.
Meine Herren, ich beanstande zunächst den Ausdruck „Katheder- sozialiSUius'. So aUgemein er auch ist, ich frage jeden cinzelnen der Herrsn hier im hohen Hause, ob Lr einen bestimmten Bcgriff mit dem Ausdruck „Kathedersozialißmus' Verbinden kann. Es ist ein ganz verscbwvmmener und unbestimmter Begriff. Wieder im weitesten Sinne genommen, so bin ich garnicht sicher, ob nicht Herr von Eynern in Gefahr käme, daß dikser oder jener auch ihn selbst für einen Kathedkr- sozialistcn Hält. Also, msine Hkrren, mit Lincr solchen Bezeichnung läßt sich überhaupt nicht operieren und am wenigsten gegénüber der Entwicklang unserer Wissenschaft. Wie soUen wir es wohl machen, zu Hindsrn, daß die wiffenschaft1iche Nationalökonomie fich nach der Seite hin entwickelt, die man cht KatHLdersozialismus zu nennen beliebt? Will denn Herr von Eynern wirklich, daß die Unisrricbtsverwaltung hier eingreifen soll, daß sis Maßregeln ergreifen *.*-511, um die Freiheit der Forschung zu beschränken? Ich kann mir das unmöglich vorsteklkn. Deshalb wil] ich auch auf die ganz:: Fragt: [7in nicht näher eingsben, sondern mich nur darauf beschränken, auf die? Vosorgniß, die Hsrr Von Eyn€rn ausgesprochen hat, daß wir bei dsr Bkskßung dsr staatswiffenschaftlichen Lehrstühle zu einseitig Vor- gingen, Einige Worte zu erwidern.
Meine Hsrrkn, das ist tbatsächlich Vollkommen unrichtig. Alle Richtungen find auf den Universitäten und auch auf Technisihsn Hoch- schulen, soweit wir dort nationalökonomiséhe Dozcnten habsn, yer- 1187611, keinsxwégs bloß der sogcnannie Kathedersozialismus. Ich “darf nur daran Erinnkrn, daß wir z. B. in Halle die Herren [)r. (Conrad, Or. Frikdberg und ])r. Diehl Haben, in Göttingen dis Pkwfcfforkn Or. Cohn und ])1'. Lexis, in Münster die Herren V1". Birmer und Dr. Hiyc und so noch viele andere auf dem yer- schicd€nen Hochschulen. Meine Herren, es werden alle Richtungen möglichst glkicbmäßig bei uns bsi dsr Beseizung der Lehrstühle heran- gczogsn untsr dsr 2111611 aber 1er streng festgehaltenen Bedingung, daß fix fick) wiöcnicbaftlicky [kgitimikren können und legitimiert haben. (Bravo !) Unrcr diske'r Voransskßung wird die ngierung auch künftig sehr Jörn Mämxxr SMN", dis [“It Richtung angehören, die Herrn Von Eynern vorzuichwskxi: '"ch-:inr. Dsr Standpunkt der Unterrichtswerwaltung ist in dieser Bcziskxung _ nicht bloß bei dieser Wissenschaft, auch auf andkrn Gkbiéwn _ dar gcwesen, daß wir eine 111ijij äjsbrjbubjya üHen, daß wir dis dsrfchicdsnen wiffenscbaftlich legitimierten Richtungen :::". unssrcn Hochschulen möglichst gleichmäßig Vertrétsn sein lassen. An diesrm Prinzip gedenke ich auch ferner unter allen Umständen fksizubalten. Was solln: aus der Wahrheit und aus der wissenschaft- lichen Forschung werden, wenn wir dissen Grundsaß aufgeben würden? (Lebbafter Beifakl.)
Abg. StöckLr (was.): Soviel ich weiß, ist es das Erste Mal, daßcin Liberaler wie dsr Abg. Von Eyncrn bier ciné s01che Forde- rung steUt, und zwar dann, wenn es fich um eine: mögliche Gefähr- dung des Kapitalismus handelt. Das ist nicht liberal und auch nicht wiffcnscbaftlicb. Gkgen Gotteslästerung und Angriffe auf die Kirche haben die Liberaém niemals protestiert. 11:16 aber stehen Religion, Kirche und Nation böbsr als der Geldsack. Der Abg. von Eimern hat gesagt, ein Hervorragender Mann habe an Profefforen der National- ökonomis berechtigt? Kritik geübt. Er begann damit, die Professoren hätten fich in die sozialdemokratischen Wirrniffe ein cmengt. Das ist nicht richtig; ebenso wenig ist es richtig, daß der kktor der Univer- "1tät die Professoren babe rektifizieren müssen. Wsnn man keine
bnung von diesen Sachen hat, ist es falsch, derartiges Von der Tribüne des Parlaments aus zu behaupten. Wer den Professoren nachsa t, daß fie mit der Sozialdemokratie kokettieren, kennt sie nicht und Fat ihre Bücher nicht gelesen. Sowohl gegenüber Pro- fessor Schmoller wie egenüber Yrofessor Wagner ist diese Behauptung falsch. Falßck) ist an die Behauptung, daß die
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