1895 / 55 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 04 Mar 1895 18:00:01 GMT) scan diff

" - . * .- -*„ «..-„"W“- «»» “, ;“ KLU.; .

x.». «;D-.;“-

*

' ! HMMHMWP-PUMMRW " ““ MKW-

* «»My-z.“ ::“

“F***“

*.*-«.*, ., “..-„_ck ., 'VW-Wxxokxwxss». = ," . * * : 5 «1 (

* e oren ihre 'ün eren Kollegen boykottierten. Eine solche Art, MWH: «Kritik zx? üßen, kann nur dazu, beitragen, den Sozialßemo- Men Recht zu geben und dix Jugend, dte ern für die Unterdruxkien Partei nimmt, gegen eine Ntchtung xinzune men, wie fie der Reichs- tags-Abgeordnete von Stumm verxntt. Daher kouzmt die 2„;Zunabme der soztaldemokratischen Ideen in Studentenerjsen. on den beiden erwähnten Berliner Profefforen wet Yan_, daß sie national denken ' und deshalb schon d e Sozialdemo- kratie nicbt unterstüßen könnxn. OY man die Wahr- heiten, die der sx) taldexztoxrattscben , ewe UJZ, Fu Grunhe lie en, erforfchen will, Ust naturltcb u_nd wtffenscha [! . ck balze dre soztaldemokratiscbe Bewegun _- memand wtrdodas leugnen komzen - von jeher aXS eine verder ltchc angesehen. Wtr können aber eme ähnliche ReVolution, wie fie im vongen Jahrhundert stattfand, nur vermeiden, wenn wir mit der größten Sorgfalt „untersuchen, was an der Bewe ung des viertext Standes berechttgt und was ab- zuweisen ZZR Es ist em Recht der deutschen. Professoren, das zu untersuchen. AUerdmgs soll man 'die _gelebxten Theorien sich erst klären lassen, ehe man fie ins Praktrscbe ubxrtragt. Wenn nun der Abg. von Eynern Fordert, xnan soße txtcht „so sozialistische rofefforen aufs Katheder brmaen _ 1a", es gtxbt 1a kexne anderen. anchesterliche Profefforep dér Nattonalokonomte kenne ich nicht. Das zeigt nur, daß die Wtsjenschaft upbefaygen ,und offen vorgeht. Nichts könnte der Sozraldemokratte forperltcber sem, als wenn ste sagen könnte, man scheue fich, dte_ Angelegen- heiten vom Befitz und Eigenthum der steten Diskussion 'zu untkrwerfen. Wenn die Männer die dazu berufen smd, fich ntcht scheusn, diese großen Fragexx zu_ Öehandelxx, werdxn wzr die droberxde große soziale Redolutton gluckltcber zu htrztertretben tm stande sezn, als dies im vorigen Jahrhundert mögxtch war. 'Der Urxtersckoted zwischen jeßt und damals liegt €b€11 darzn, daß wir „gegetzuber de_n Forderungkn des vierten Standes 'n,tcht, dre Besatzgenlyett zexgen, ww im vorigen Jahrhundert die' Prtvxxeglerten Stande gegenuber d(Zn Forderungen des damalixxe'n dritter) G'tandes. _Wenn _wjr uns ektenkc) verhalten wie die damaligen vrivtlcgwrten Stande, konnte uns mcht§ vor der Revolution rstten. Mit der blo en Losung: Gewal_t gegen (kaa1t! richten wir nicthWaus. Séit ufhkbxmg des Soztaltste'y- gesetzes ist die sozialdkmykrattyeche BLWEgung xubxgkr géwoxdcxj; Ern allzu scharfes Schwert wtrd [LlÖt sxbartlg. DxeKatbkdxrs-ozmlntsn _ so'werdxn disse Professoren ja bezetcbpet _ xvollen die? Wunden der Zeit beilsn, aber yon der Rkvolutton abhrmgen. YÉÖaW fallen ihnkn die Hkrzen dsr Jugend zu. DeyBetfall, „1:€n_ 1:9 aus Anlaß dsr Angriff? erhielten, war nicht provoziert. EH 111 1a Zak- Récbt der Jugend, Ovationsn zu bri'ngén. Ich kann dre Profenorsn chßalb nicht schclten, ich stehe auf ihrer Sylte. _ „_

Abg. yon Kardorff (fr. form,): Gkgcnubkr dyn Angrxnerx FLZ Vorrxsdners auf den Freikykrrn Von Stumm muß tch_ doch ct'mge Wortk sagen. Weiß denn der Abg. _Stöxch'r mcht, dag dcr RUTH?- tagÖ-Abßeordnete von Stumm dkr cr1te_ n_n thch§tagc_ gswcverx_11t, der die sozialen Gescye an eregt Hat, aux dre tmr 1wlz11md? x_vetx; er nicht, daß der Abg. von Étumxn dix fübrcndc NOÜL m dcr_ 795131811 kacgung gespielt hat, daß drcsér Mann _stets für di? Jntcreffen der Arbeiter einzutretxn kcmükx .gxrrkkcxx ist: Faß kr nicht nur für scine Arbeite; 11“. MP _Yrrxxtcbx Yorgt, wnde'rn für das gxsammte Wohl unkkrcr _Arhcrtcr'chaxt stLe_ganz bkrvor- raßknde Thätigkeit entwjckclt? DaF ?ckanxksr WZ" Stvckcr _ganz vm:- gemkn zu babe'n. Nun tft dkr Abg. ron Stymm tsm R;“:ch-tagx au]- getreten und hat gesagt, nach deJn angLftkUten Ermtttxlung'kn nctgc L_uz großer Theil dsr Studsntanxcban ke"? szledcchkraus zu, _und das_Wt dem zuzusckyreibkn, daß an MZ Unikcmxaxßn kw katbcxerxczialistiWe Rickytung ve'rtreten sei, und dax: die Prcwxxorsn 6.5 chstandkn bäßc'n, eine Bssksung dsr Lebrstübls m€x anders geartxtén Krakten zu bintsr- treibcn. Der Vorrkdner msint, manchestsrliche Prokcfforcn ge'ke 25 nicht: als ob nur maücbéstcrlichc Profsffcxkn dxn Karbederfczialistsn entgxgxn- MELT wkrden könnten! Kéqnt rx'r Abg._StÖckCr 'nicht_r_€n Prorenor „wlff in Zürich? Die? Tkatxache tft zweiWUos ka: Prorevorcn balken „W) für unfeblbar, auch in dk? tbsosoziscben Fakultät. TieProfefforen wekrkn fich dagsgkn, daß sine anderk Ricksnmg ibre'r Wiffsnscbaft an ibrkr UniMfität vsrtrstcn ist. Tagcgkn batfich kkk Ab). vvn Stumm im Rcickxstag n1itRcchxgewankN er hat nur seine *Nicht gethan, und we'nn cr Vom Kokettiersn mit dsr Sozialkcmokratie ge- srrrchsn kat, so stcbs ick; vakommxn cms skinem Stand- punkts. Und ich bkbauptc: es ist nicht nur an Profcßoren mic dcr SoziÜdsmvkratiC koksftx'sxt wordkn, sondxrn_a11ch von k?!" Régikrung. Die Plänk, obligaxcrixäzc ArbeitsrauWckxüpé cin511rickckten, die ECWSkaC'kkinS mir korroratire'n Rscbtxn zu Mssbcn. al:“? juristische

crsoncn zu JLÜQÜM, üs zu kinsm ÖIIUWM BM zu ma-ÉM, Zn "da.; 111) die SoziaTkkmokratik kinéénlkzcn karxn _ TaT- ift “crab 6111 '"o .J.-„“Bör- licb-JÖ KOkSTTiCkSU mit Dkk ZozialkxmrkUTL-J, dar:: m Abg. rkn ZtUmm fick) cin Verdisnst Um das Vatörlank :*rtrkrkm 17.17, 7581111 €: ragkze'n protestiért kat. _

Abg. Busck (nls): T3? rrér :xgxxTxré-I dé? WTUIUWNLZÖ-é Forkckztmg LinkäMMM Dkkr irgkxT ckck: 9.7.71 ?- (":x dsr BSTSZZUUZ kk]: strsxüch ausüben WOÜM, m::é: ick: c.."Éé-crc-n ;räéxr-KHK. Abg.vm1va1€rnbat nur w:“: *"CZRM " ' ' * ' . "

di? Folgkn dsr uneingekcbränktm FTCZÖCÉT :x“:

17:70 gsäaßkrt. Auch ich Srkcnné kée FUT'N'UU

an. Schon seit langér 361! &ckme T€“? Ark . : in "L'LUM *"krtn'äörsnd freigknkcn Lébncn eimn immcrx xrkßcrxxx AULIN »“ kxm Prkakt aus dem Zusammenwirkkn ron KURZ U..".x Arkcix. Wi: rrünTÉ-xn disx- aUsrdings, möckrrsn „“ck-zr Zins unxarLrTiÖx chcklöuxézung rst- miédsn skben. JnFrankkurt 3. M. F.:: .:::; éérx-Im "IZ-ÉTTT-kms ::,TÖWM Kongrkß Von ?incm kSrkOrragxnkkx NMMZTÖUUIMM ZFk-LT-ÉZU 2:1“.- fläxkige Angriffé gchn dis AkÖÄTJSZ-X NL:“L'M ::::T-In, 276171“: ::n dcr stxxkisrsnkén Jugsnd mi: fröxxTZIÖ-II: Z:?xl eréß! ::::Txn. “31: -“ furcbt umd religiöskr Sinn 12“??ka ?::U? .". ki? Vsrlsümgen des Prykaß'vrx W:;xxr ' sozialkn Kongrét'; Zskért, :::“. sammskn, [Jabs abkr kast k-xéx".

nich Hätte unt€r7chr2ikxxx ZZ.":H“: Wagnér sclkst «klärt, da?; 112 EILFTZÉU und Cikkr ZU n'e'i; gingen und Wm“: WILZTSKF :: m:ré-Zelx: rarum 185. €:“- Zur, LMI? WT:: Z: ' TLK Tbäxizke'ix dcr Ecké1tlick€n, ri: A:":xix-I: ;;: zu rrgxnwsrén, Hängt nickxr im ;??réK57TH: Wi: *

s::xmén. Zi? smd gxwéUt, im K;:"H'"? xxxm ..

UML! Um'xänkén auch mir (kr Zyxéxékx-Jrkr &:

z::ch-In. Zn DLT Zsitscbrift „DLL HTWK“ T5? Z')- . .“ N::mMn, T€;- 3Uch 4217 HSM kon Völimar "o KIM H:J:R, “€* TFF; dé? széÜx-ZLUOkkatis aks notan'xixe V:“érxéx ' ÉÖÄTW- *":zéxlkN Zsér axzukkkén ski. Ick) will TLZ *, ::k :::".T “(“T"-. JIMMY! 31:07:75: ');-€; €;; Vsrßälxniffe U1chT [SUZUMY ": ::..-.;? :*;Ör :Lx'r 7.559, x1€ck :»;Nx-zxx; gxkuyr-Ln Haben, :Ue Nch un: :..-TLS? Lkr.: Z,: bx- ?e'ixéz-cx, R 'fmkkm, in Ték WCM zu [??xxv, ::is 5.- '*:" ' ' EKHNÉZ: x(":HZZ-kt, Und kénk SWN 51.1 ;Ükrzu, xi- *

ZYZZAZ RH::Tuti-rn ZU sÖÜrkn, TT:?[ÉL kxch "To:“:

";.-.:s... "..-:I

“Z:. Z:. PUB); [KL]: Ick ks'rauerk. ?:? 'rékk'e TSZUTZ .

71 «- 1

'N' 7,

HZ:“: GSTZZMZM Zizkx. U:!) 4.7: Ter 721.9an PIT? SÜW? V?x- . 51- Ték KHM WZIIIÖR ZU &??ku und uns, rie wir "T-NZ M k!; X:?ZZKT TN WÉJMÉÖQÜ ?LxxxMN-m **:-„k, Ln die kntgxxan87kZTe SUÜLRZ ZU "ÉZHZé-n. T€? LKW PrÜÜ-ZkM Waxnér unk Schmslln wrkxxn _:rrx IZM FW;?KOZM i:: T*MÖLMT und umb von Den mk'RH-n Lm AUZLMD un'déärßm: MT «:!:-2 21? TL? Füßrer in ibm WRMTÖZN M?x?xnnd Dkk AIZ. rmx („MM b:? m;: Daran Krixkf Zeübt _ ckckck k: "rSÖléch mKU-É (Fracbxka; M2.- !! WSK ZSZMAU itt -- B:? ?ck““? Mémm, kik ? J“T-LkÜ"ch-k LILA: IFT Termen, i--re Free:: ems: erétM JUZMÖ erUw, !:“er (sicb: Wabrsn mütebxn kaéx. An; der aUT-UM S“??? hat er kv: Mt Rscht «112 boch- OM'FZZZÉF Mäxmr xefkim. Tax"; rnrch WKM? ZKM dix Reiben dx: SAZÜKCUTÜUÉ W212: werdxn fémmx, WM“: Mtb kx: Um- __.::.":. "T*;Z 21:3 BKW TES Abs. Stöcker. so gut ck axuh kaeint ck, FTM Ark-xßétlr ::;é '»“cziQÜ-kmkkrarß'cbe Lager Mäx: bat. Zn YZ?! **:-„ck27.- KU'T'TL. ZM“; wér nur den dnlxsmx , sdéack rer- nM-x. [LIZZ xéxxc 13573: Geéabr. Mar. «ck55: Heute viel-

„. “ck »-

*5

im inblick a'uf das materielle Elend der Arbeiter die be- Te tigten ter en der Arbeitgeber. T_Oer Abg. v. Eynern box tmr ewünfcht, daß Jänner auf die Lehrstühle, der Natioualz'dkonomte ge- eyt würden, dte mit beiden Füßen im prgkttschen Leben standen. Eme onftige Beeinfluffun wüu wir mcht. ch muß aber hervor- heben, daß die Pro?efforen guet uud moller, bescznders der leßtere, den Vorwurf nicbt verdtenen, daß sie daß praktische Leben nicht kennen. In dem Bestreben, „jmmer qur dte Interessen der Arbeiter zu vertreten, muß in gewrffer Beztebnp Etn,balt_ „gethan werden. Man schädigt die Arbeiter, wenn man m t gleichzetttg auch die Interessen der Arbeitgeber vertritt. *

Ab . Stöcker: Sebr glänzend ist der „Vorstoß des Abg. _von Eynern gnicht verlaufen. Der eine der beidetx Redner bat den betden Berliner Profeksoren das glänzendste' eugnt'! außgestellt; und der andere. hat erkäkt, er sei eigens'bter er g ommen, um PZezor Wagner außzuborcben, und er set auf das angenehmste enuU cbt wvrden. Wenn der Vorredner _aber davon gesprochen hat, meine Thätigkeit habe viele 111, da? Lager, dex Sozial- demokratie gedrängt, so bitte „ub ihn„ mtr em. solches Exemplar einmal zu zeiger). Wtr haben m der Berxmer Be- wegung große Resultate erzielt unter der Fabnx: Chnstentbuzn, Monarchie, gesunde soziale Reform! Dann find _dte Mtttelparteten ekommen und haben die Berliner'Bewc-gung gebtydert; was haben Je aber dafür positives geleistet? mchxs; unsere Fruchte balZen fix zxr- stört. Das Gerede von den „unreifen Studeyten“„be11»etst poütge Unkenntniß der Verbältniffe. Die Arbeiter uben in ganz zungen Jahren ihre politischen Pflichten aus; und da wollen „Ste dez! Studenten im Alter von 23, 24 Jahren verwebren, fick) ezn Urtbetl über soziale VerbältnYe zu bilden.? Job Verstehe dre Herter; von der liberaken eite gar,mcht!, Ick hcxffe, daß der der nächsten Reichstagswahl dte Qntxtung fur Ihre An- griffe auf die evan elischen _Arbeiterverxtne Ihnen _scbon 2- geben werden wird. esbalb ]ol_l man mcht, wo es 11ch um e- rccbtigte Forderungen handelt, mtt ken Soztalßmokraten'zusammxn- gehen können! Wenn man den Pfarrér Weber m der Wetye angrxtft, wie es Freiherr von Stumm gethan hat, so kann znarz dgxuber nur lächeln. Dcr Pfarrer Naumann geht_ ja zu Wett tn temxm ju endlichen Idealismus, aber er ist doch em chh'und durcb “ck11?- li kr Mann. Er Hält die Forderungen de_r Eoztaldemokratje fur durchaus utopistifcb, und er will 'der-n Arberter eras Besseres und Solidcres gsben. Ueber die Glorifizierung _des Herrn Von _Vyllmar babs ick) ja gelacht; ick) kenne Herrn von Vollmar beffsr als dre jungen Le'utc. (EH- ist“ aber dabcr gkkommen, weil Hereron Vollmar auf dkm Partsitagc diE Angriffe auf Religion und Cbrntenthxm von [?ck ge,- wiesen hat. Ich babe gegen den Freiherrn von Stymm, mcht dte gcringsts Animofität, abe'r was Wahr isx, bleikt Wahr:1bm ift dte un- bkfangénc Beurtbcilung dsr Verbältnine Voßkomnxsn abbaudsn, ge- kommen. Dkk Abg. von Kardorff bat auch dxe Regteru_ng an'g'egmff'e'n. Ick babe nnr kedaucrt, daß die chierung tbre SozralYole ntcht schon frübsr begonnen hat, sondern Pcb exst pazu bat drangen lassen. Autoritäl und Disciplin muß im Y_e'rbaltmß von Arbeitgeber und Arbsiter herrschen; obst cine ewinc Antbeilnabmé an der Ge- staltung ibrer Verhältnisse mu man dkn „Arbeitsrn zugestkben; weiter sekt ja auch die Regierung nicht. Dte_Libcralen haben die alte Organisation dsr Stände, die Innungen zerkcbla en: su? waren nicht brljfichtig genug, fie haben dis A itation dadur cntfeffclt, die einen svzialen Flicken sehr schwer errei bar macht. Aerdings bahen die Gswsrkaréinc in Engfand fick) in der chten Zen tn das_sozml- dkmokratischs Lagkr bkgcben, aber 30, _40 Jabxe lang Und fia das crziebcnkk Elstnknt dcr Arbeixchchast gkwesen. Em Korps- List untsr den Arbsitsrn, wsnn fie am Gottcswort fest- Zalscn, kann nur segensreick) wirkkn. Cin€ Organisation "dér Arbeiter kann man nur wünscbkn: aber an*„dkr Spiße dcr Organisation stébén jeßt Bsbel, Lißbknecbt, :Otnger. Das ist das einzige Unglück, daß die Arbsitér Mayner zu tbren Fübrkrn machen, kik gar nicht zu ibnen gehörßn, dte_ketn Recht babe'n, ste_zu ve'rtrctcn, die fie? nur als Folie_ anye'bén für ihre parlamsntariyche Größc. Beséitigen Sie aus dicxer Bewegun Singer und das inter- nationals Judc'ntbum! Ick) danke der cg_xerung, wsnn fie die Botschaft des Kaiskrs Wilhe'lm ]. und die ErlaUe hes jetzigenKaisers, dis das größte Wsrk dieses Jahrhunderts sind, aussühren.

Abg. Frhr. Von Zedlitz (fr. kvns.): Ick trets dkmAbZStöckcr darin [*ci, daß Ls “Damit nicht gkmxg getban ift, alls fünf Jahre auf Grund w:: aUgsmxincn Wahlrechts ZU wäblrn, absr ick) unterschsidé mich doch karin entscbixden ron skinkn Ausfübrungen, daß ick) dis Or- ganisation dcr Archtcr in Cincr Zc'it, wo sozialrcvylutiynärc Bc- sMbunzsn in dkr Wéise' workxarrscbe'nd sind, nicht für jégensrc'icb Öalxcn kann. Da: BÜWÖÜ der englischen Gérrcrkvsreino, die in das Lagkr dcr Sozialdsmokratsn übergangsn find, ift ?'ür uns Ükchs ' [Cbrrcialx Juks Organisation, die wir den Arkcixcrn gcbcn, muß dén _ JULI kwnmsn: gswif; bakkn ki? evangxlikchkn Arbeitervsrcine gut zswirkt, absr wcnn dsr (Mist, wie 8r_11ch in der „Hilfe“ und bei „:I-ch Naumamn zeigt, „U:? ris Lvang-klixcben Arbkitsrvoreins einwirkt, dam“: _;sraxken sis nvkacnkig auf Eine abschüssige Bahn und Werden zum WCskZEUZ Dcr Sozéaldemokrajis. Ich Habe diE größte Achtung VOL" Tem crnstsn wißenscbaftlicbkn Wirkkn der Kajbedkrsozialist'en, und ick :"rksnns auch in (“sm Kaxbsksrsczialixxxms einkn Fortschritt gegen die krük-xre'n manch€ftsrl€chkn Tbkorisn an, die Vor dréißig Jakzrc'n aufdem KITÖLT-xr ::[1'Linksrrschs"k Warsn. Aksr die EinwirkUng der katkédkr-

":zéaliWÖM Tkxgxisn aux" die bkgsistsrungsfäbigsn Studknte'n, die,

T.:. vrakrisckye chen néckyr fsnnkn, kann doch bedenklich sein. Es ist Trcb ('m Unxkrücbxig-kr Auserucky, Mnn ein Professor skine'n noch MLT ;UHZMLKM Zabörern rkrträg-r: die Arbeitsr müßten ibrsn Amksél an den ErrräZniffsn dsr Produktion babkn. Wenn ich sehe, wié Prc-“ZZN Wa§nsr Ükö-r "ru:“; Eigsntßum, über die Form mancbcr Privaxzsrrxrbx urtbkilt. wis er "ki? Tbätjgkkit kkr Untc-rnébmer, kie TUI. rrakxiTÖM Zekén stskcn, diÉkrsdirisrt, so muß das bei unserxr JUZ-INT *.*-slr kxksnkliÖ-c FOT'M babkn. Vorficbk und Zurückhaltung Tku: BM Prskeäyren mtb. 2,6: Abg. Virchow bat einmalseinsn Kol]?- ;,:n PrxkéIxx Häxksé dazu srmabnt; noch mehr muß das für die NarévnalÖkknkmiZ gcxtsn. Krokscr Pfleédérér, 7:81: Rektor der BIrliMr UniNrütZ-T, kat ?? 9181150 gxäuékrt über die bedenkliche Wx, rxék man Zé-L'UTS tkavrxtékcbs Lebrsn in "die Praxis Übersetzen wils. WTF T:“? Ab;. Sxécker Üker kié Bérl'xnkr kaegung gésagt bat, rvar TOL: néäxt NÖtig; "Öc'n 5, 6 JIÖTL [ang Haben die Mittelvarteien DSM AFZ, Stkckkr (“VUE Freikéxt, v::[les frkéés Tkrrain für feine Bsrlinkr BFXLZUUZ ZSlaJM. Wa(- bat er errsicht? In das Lager :ck. 2172153th u.":r “da.? T*?k szialksmokratis bat er die Bkvölkerung ZMéksn, ws am rakikalstsn und am heftigsten gebeßt wird. T'is meréséwsikx rk? AbZ. Sxöckcr, *ker skinkn Gkgnkrn blvße Ver- Trxxxwg “rs: JnTMFen “raZ lersacké- vorwirft, kommt der Sozial- kcmrkratés zu 51.218. Wir tretsn (“bsw"o für die Freikeit der Wisen- skkaü Sin rrix: Zs: AFZ. Stöcker: wir nehmen die Freiheit der Wissen- iÉ-xü 33:5 :xr TÖSOlÉZJÖ-kn Fakultät Egenüber in Anspruch. Mögen kj? ZUUTZ-xkkaltknxkn Clément? in ukunft festkr zusammenstebm, „“E-*:: 725 WME ZÉ-kéknraösr "ker Vsrbeßung, im Kampée JCZM den Umfrurx.

A 'Z- x:: Evnern (nl,): Meine Parteifreunde haben das, was ?ck ZEHN. r€cht1Z ZSÜLUT gLanüber den Aeußerungen die mir der MZ. “ZXY?! in "kkn Mund gelSst kat. Jedenfasls Haben wir von ihm am wwizsten eine Belekrmtg ükrer den Liberalismus zu erhalten. Die (Frklämns dks MinisterZ, das; al]: wißknschaftlich lkgitimicrten NinMUZm cm? den Lehrstühlen Vertreten sein sollen, hat mich völlig bekvxekixt. Ein 'AuSglxich der Wissenschaft ist nothwendig. Wenn der A “. UTM „bedauert daß ich diese Debatte ange- regt x:- , :ck meine_ :ck, es FFW gut, daß wir d_en Abg. Stöcker meker Humus 'm 'eiuer Werbamkeit hier im Hauxe kennen gelernt haben.. Nicht, wax er bier sagt, sondern wie verlesend er eSs t, das ift 'die Haurtjache; Jeb Vertrete nicht die Interessen des GTZ:- saxkß, Tondeo! die Jajme der Arbeiter und Arbeitgeber gleich warm. Tie ?cxéalpolitischen Gesexe sind zumeist durch die Arbeitgeber é- fördert worden. Tie-Tbatigkeit des Abg. Stöcker hemmt die fru t- bréngende Arbeit auf diesem Gebiet.

Sozialdemokratcn zu

Abg. 'Dr. reiben vor! Heereman (&ck&): Meine] ten -

fiebert in der ' e der burt vertretetxen. Dem Abg. von nem gegenüber muß ich bedauern, daß er die Debatte bter an eregt bat, wo sie nicht hingehört. Die soziale Frage m voxallemd mttmebr Ruhe behandelt werden. Was kann das , baer _belfen, wenn dje

sicb zanker: und sichDinge saJen, die sie vulleikbtjpater bereuen ? Dre . Kerbandlunkden von heute bringen ei'nen'Nußen und btetexx nach aojLenein konsuses Bi . Die Professoren tytll ub weder_ angretfen :! ver- tbeidigen; ich Taube, daß jeder seme beste Metnungxesagt bat. Ich erkenne an, da eibeit der Wiffenschaft_notbwend_tg ist, aber jede Freiheit hat ihre renze, sonst .wird fie Zugellofigkett. Jn rel “issen wie sozialen Dingen muß die Regierung _ etzte Grenze zebxn: Bei uns ist eine Gefahr in Reltgionss§1chen mcht vorhanden, ttb wünschte, daß die ewangeliscben Christen ty derselben Weise geschüßt wären wie wir. Bet „Besprechung sothler „Tragen kömzen per- sönliche Erregungen zu nichts Hübren. Es tft m t zu, bestreiten, daß wir viel Kummer und_Elend aben infolge der Cntmckelung unserer wirtbscbaftlickpen Verbaltniffe. Wir hahen eine Anzahl Personen, die des Schußes bedürfen; ibrer müssen wtr uns annehmen. Aus diesem Gedanken ging die soziale Geseßgebung hervor, auf dtesem Wege müßten wir fortschreiten. Wenn wir aber „den arbeitenden Klaffen helfen wollen, müssen wir Arbeiter und Arbettgeber als Ganzes zusammen- faffen. Wenn wir nicht im Sozialiémus unterg'eben wollen, müssen wir das christliche Gefühl mebr ftärken„als btsber. Obne innere christliche Kraft giebt es keine feste Familie, keine Dauer des Staats. In die em Punkte treffe ich mit Hem Abg. S_töcker zusammen, wenn ich an nicht alles vertbeidigen wtl], was er tagte. Vielfach war von dem Freiherrn von Stumm die Rede., „babe keine Veranlaffuxtg, ibn anzugreifen oder zu vertbeidigen; tch wetß gber, daß er für seme Arbeiter in hervorragender Weise sorgt und tbnen solcbes Interesse zeigt, daß man allen Arbeitern einsn derartigen Arbeit eber wünschen möchte. Was seine Aeußerungen im Reichsta ? anbetri, !, so stehe iacb allerdings nicht auf seiner Seite. Die Ar eiterschu geseßgebung tft zuerst von uns angeregt worden. Ich bedauere, daß ü er die sozialen Fragen mit so viel persönlichen Schärfen gesprochen morden ist. chn wir Vertrauen im Lande haben Wollen, müssen wir diese persönlichen Außeinanderseßungkn vermeiden.

[3 . Dasbach (Zentr.) nimmt gegenüber dem Abg. Bueck den Vcrcin iFür Sozialpolitik in Schu? und führt aus, daß den Arbeitern auf (Grund der Koalitionsfreiheit er'Zusammenscbluß ebenso gestattet werden müffe, wie den Arbeitgebern m den Kartellen.

Abg. Stößel (antr): Redkn wie; die des Freiherrn von Stumm im Reichstag können nur die Wirkung haben, der Sozial- demokratie Vorsäyub zu leistkn. Was dxn Zusammenschluß der christ- lichen Bergarbeiter im Rubrrevier betxtfft, so dient gerade er dazu, die Bergleute von dsr Sozia_[demokratte fern zu halten. Wenn sich cbristlickps Arbeiter beidsr Konst'sfionen veremigcm. um ihre Jntereffkn zu wahren, so sollte man das gerade in bkutiger Zert willkommen heißen.

Abg. Graf zu Limburg-Stirum (kons.): _Dem Abg. Stöckex ift Vorgeworfen wwrdcn, daß er in zu heftiger Werse vorgegangen sél. Ich habe selten eine so ruhige Rede ehört, wie die xrvcite des Abg. Stöcker. Von Vkrbeyung und per?önlichen Schärfen- war darin nicht die Rede. Die Reden von [“e-„r anderen Seite waren vielscbärfer. Durch so béftige persönlich? Angriffe schafft man die soziale Frage nicht aus dsr Wklt. In dem Vorliegenden Etatstitel han- delt _es sick) um _ eine- Professur der Natiynalökonomie, und da ist man auf die Frage der Lobnxreibeit gekommen. Man Verwechkelt häufig die reibcit der wiffcnjcbaftlicben Forschung mit der LEHMÜHLÜ. Die Forschung kann Einseitig ssin; aber der Lehrer darf seinen Sckpülkrn gegenüber nicht einseitig deuten und Irr- jbümkr vortragen. Deshalb müffen wir Männer zu Professoren wählen,_xie die Garantie bieten, das; fie ibren Zuhörern das Gebiet der Winknsckyaft klar legen, ohne sie zu einseitigen Theorien zu drängen. Die Professoren uxüffkn fick) aber auch als Lehrer der Jugcnd außkrordeytlich Vorsichtig m der Oeffentlickokeit und gegenüber emzelnsn Tagespragen aussprechen. Was die Organisation der Arbeiter betrifft, so will ich die politischen Rechte der Arbeiter nicht kürzen. Aber ob wir dkn Arbeitern wirtbfcbaftlicbes Gedeihen verschaffen können durch Organisation allein unxkr fick), Weiß ich nicht. Unter Umständen kann man den Arbeitern in wlchen Orga- nixationkn Steine für Brot gelxen. Es müffen verschiedene Elemente zuszxmmenwirken, um die wirtb1chaftliche Lage der Arbeiter zu ver- bemern. Vor allem müffen die Regierung und _ ich will es mal sc) nenne_n - die drei obkren Ständezusammenwirkkn. Auch ich halte dw ng1erlich§2n „Kundgebungen für sebr deeutungSVOÜ, aber eine O'rgamtation m.tbrsm Sinne ist nur möglich bei einem Zusammen- wirken der Arbetter mit den Arbsitgébern und unter Wahrung der Autorität Der le teren.

_Abg. Sts er: Ich weiß nicht, warum der Abg. von Eynern [“ck 79 ereifsrt, daß ich von der Vertrctyng der Interessen des (Held- 1chranks - ich habe nicht Gcldsack getagt - gesprochen babe. Ich xvar dazu ganz be'recbtigt, [x_atte vielleicht auch von Mammonißmus ?rrscbc'n könnkn. Daß Professor Wagner dafür eintritt, daß der Arbeitsr mehr békommf, ist dock) ganz natürlich und ein Stück Sozialpoljtik, abkr die utopischen Anschauungen der sozial- dcmokratücbsn Arbsitcr tbkilt er deshalb doch nicht. Was die Untxrscbcidung von Tbsorie und Praxis in der Volkswirt!)- xckxaxt bxtrifft, so sollte man doch keine solche Scheidewand auf- 1teklcn, wnst Entgeistigt man die Prxcxis: die beste Praxis ist eim: gute Theorie. Di? Berliner Bsweaxng ist durch das Kartell so diskreditiert, daß sie schwer bat leiden müULn. Jmmc-krbin haben wir in Berlin doch_no_ch 5000 Akbänaer. In Bezug auf die Freibeit d€_r tbe'ologisckokn Wimemchaft meine ich, daß e§_kéine theologische Wisenscbaft giebt obne: fest? göttliche Grundlagk. Lassen wir göttücb, was göttlich ist, und irdisch, was irdisck) ist, 10 Werden wir uns über Wissenschaft und Praxis leicht Verständigen. _

Abg.]3r.Sattler (nk): Der Ab „Stöcker Hat es so bingestellt, als ob wir die Rkckpte der Arbejtkr beéckyränken wollten. Das hat er [e_diglich aetban, um politisches Kapital daraus zu schlagen. Bei dem Karteü haben fich _die Mittelvaxteien von vornherxin sebr zu_rück-

ekaalten, weil fie rchon im Anfang den Aleardt'nhen Bund1chub a ,en.

Abg. Plcß (Zentr.): Arbeiter und Arbeitgeber dürfen, um die sozialen Uebel zu Vermindern, nicht Verschiedene Jntereffsn haben. Ta-Z Recht der Vkrbandlun en darf dem Arbeiter so wenig ver- kümmert werden, wie den be er Gestellten. _Mit Recht hat der Abg. Stöcker besonderes Gewicht auf die Organixation der Arbeßter gelegt. Die Richtschnur ka_nn nur die christliche Religion geben. Dre Wissen- schaft, die den chri1tlichenBoden verläßt, wird nicht aufbauen, sondern zerstören.

Die Dtskufnon wird geschloffen und das „Haus geht zur Verathung d_er Aufwendungen für Kultus und Unter- richt gemetnsam über.

Abg. Schmidt-Warburg (antr.) dankt dem Minister für_die Zuwendungen, die in H6!) von'4000.4ß für das Pfarrhaus tn Marten- münster_gemacht seien, un spricht die HoffnurY aus, daß (zuck) anderen in Westfalen noch bestehenden Beschwerden in ezug auf Kirchenbauten bald werde abgeholfen werden.

Abg. Krahwinkel (nl,) beschwert fit!), paß in der'Rbei 'rovinz in Bezu auf den Konfirmanden-Unterricbt Unemigkeit zunschen rchen- und S ulbebörden herrsche.

Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten ])r. Bosse:

Meine Herren! Ich möchte nur ganz kurz bemerken: irgend eine Beschwerde über diesen Gegenstand ist bis jeßt an mich nicht heran- getreten. Die Schulbehörden sind angewiksen, sich mit der Kirche in dieser Beziehung zu verständigen, auch die Kirchen find in diesem Sinne seitens des Evangelischen Oberkirchenraths mit gleicher An- weisung versehen; irgend etwas, was einer Beschwerde auch nur ähn- lich sähe, ift bis jetzt an das Kultus-Minifterium nicbt beraugetreten. Sollte eine Beschwerde an mich herankommen, so bin ich bereit, jeden Augenblick noch einmal diese Anweisungen, die auf eine Verständigung

„& dieser Seite gerichtet sind, zu wiederholen. Aber ohne eine solebe Beschwerde ist für mich keine Veranlassung vorhanden, die Sache von Amtswegen aufzunehmen. *

Zur Verbesserung der äußeren Lage der Geist- lichen aner Bekenntnisse smd 5474300 „45 auSgeworfen. ,

D :: beantragt Abg. von Strombeck (Zentr.), dre ka olistZen Geistlichen aus dem Fonds ewährten Zulagen aulZ auf“ die „staatlich anerkannten Misgfionspfarrer“ aus-

nen.

zudel)Weiter wird von den Abgg. von Strombeck '(Zentr.) und „Riesch (fr. kons.) beantragt, die AlterSzulagen für katho- lische Geistliche alle 5 Jahre (statt wie bisher um 150 „M) um 225 „M bis zum Höchstbetrage von 2700 „16 (statt mte bisher 2400 „M) zu steigern, und bei der Bemessung von Alters- ulagen auch die von preußischen (Geistlichen in anderen deut- ?chen Bundesstaaten zugebrachte Dienstzeit anzurechnen.

Abg. Riesch (fr.kons.): Nach den eingeholten Informationen bei Geistlichen meines Wahlkreises trete ich für den Antrag von Strombeck ein. Die vorgeschlagene Erhöhung des Maximalbetrags um 300 .“ ift ewiß zu billigen. Das jeßiße Minimalgelyalt der katholischen Geitlickskn ist verbältnißmäßig gerinfzfügig; die Militärverwaltung kennt keinen Unterschied in der Besoldung der katholischen und evan- gelischen Geistlichen. Mit konfeffionellßn und politischen Fragxn hat diese vorgeschlagene Gehaltserhöhung ntcbts zu thun. Was dre An- rechnung der Dienstzeit-in anderen Bundesstaaten anlangt, so ?rfolgt dieselbe auch anderSwo, z. B. in Sachsen-Weimar. Ich halte das gleiche Verfahren auch bei uns für billig.

Minister der gcistlichen 2c. Angelegenheiten 1)1'. Bosse:

Bei der geschäftlichen Lage dieses hohenKHauscs glaube ich in Bezug auf den Antrag unter 3, sowie auf dxn Antrag unter 13 1 micky darauf bescbrä nken zu können, auf die Gründe zu vervoeisen, die in früheren Jahrsnxschon wiederholt vom Regierungstisch gcgen diese Anträge dargelegt worden find.“ Ich bittc, die Anträge abzulehnen-

Dagkgen möchte ich ein paar Worte sagen über den Antrag unter 132. Insofern der Herr Abg. Riesch dcn Antrag begründet hat mit der Bezugnahme auf die Reziprozität, muß ich darauf aufmerksam machen, daß der Antrag selbst von dsr Reziprozität auch nicht das geringste kntkyält. Es steht nicht darin, daß nur für diejenigen Bundes staaten, dieß Reziprozitäten üben, diese Alters- zulage gewährt werden soÜ, sondern es ist ganz allgemein für aue deutschen Bundésstaaten vorgesehen, und ich kann nur wiederholen, daß man, Wm man darauf eingehen wollte, geradezu mit preußischem Geld? auéländiscbe Geistliche bezahle'n würde, und daß man den nichtpreußisckden Bundesstaaten einen Anfrieb gebe'n würds, die Verbesserung der bei ihnen angestellten katholischen Geist- l'xcben auf die lange Bank zu schieben oder zu unterlassen; denn wir würden ja aus unscrn Mitteln z. Z.das tragen, Was nötbig wäre, um eine Außglciclxmg berbeizufüßren. '

Aber ganz abgesebe'n davon, würde Eine derartige Maßregel, * die bloß für die katholischkn Gcistlichcn bier eingeführt würde, ganz zweifellos zu" den allerunerwünscbtksten Berufungen führen _ zu Be-

“' rufungen nicbt bloß bei dcn Volkssckoullshrern, sondern auch bei 1811

Staatsbeamten, bsi denen wir Lbcnfalls dieses Dienstalterszulagesystsm eingeführt haben und bei denen wir als unerläßlich? Regel bis jeßt féstgebalten haben, nur die preußische Disnftzeit anzurechnen.

Nun muß ich doch aucbbemerken: dsr Vermerk, wie er jetzt im EW gefaßt ist, ist auf einen Antrag, der von seiten des Zentrums gestellt war, gefaßt, und da hat das Zentrum sélbst die Dienstzeit „in Pkéußen“ bineingcbracht, bat also damit ancrkannt, daß an fich dieses allgemeine Prinzip auch bicr ganz begründet sein dürfte.

Nun, meine Hcrrcn, ist es ja richtig, daß eine gewisse Schwisrig. kéit namentlich für. die Diözksanve'rwaltung entstkhkn kann bei den Grenzgébietcn, wo der Bischof in die Lage kommt, cinen Geistlichen entweder jenseits dsr preußischsn Ganze anzustellsn odcr aucb ikyn, nacbdsm er dort Eine Weile ngCsLn ist, in das Preußische Gebiet zurückzunehmen. Abkr immerhin schkinen mir diese Gründe, Obwohl dabki leicht Ungerechtigkeiten vorkommen, und die Fälls, in denen derartige Bélastungen vorkommen können, so gcringfügig zu scin, daß ich Bedenken trage, zu empfehlen, déshalb diesen allgemeinen Grundsatz zu Verlassen, der, chu er Verlassen wird, ganz gswiß zu großen Unbc'quemlichkciten auf dcm Gebist der andkren Dienstalterszulagen führen wird.

Ich habe schon früher gesagt: wv solche Mißvérbältniffc' für den einzelnen Gcistlichen dadurch eintreten, haben. wir stets auf das bereit- wiUigste mit Unterstützungen geholfen. Das Werden wir auch ferner thun, und ich erkläre ausdrücklich, daß ich es prinzipiell für den einzig richtigen Weg Halte,“ angesichts der Schwierigkeiten, in die wir kommen werden den anderen dienstaktcrszulagenberschtigten Beamten gcgcnüber, wenn wir bikrbei stehen blciben und Wenn Sie' nach wie vor das Zutrausn zur Regierung haben, daß fie in jedkm Fall, der zu ihrer Kenntniß gebracht wird, wo für den Gcistlichen ein Nachtbeil eintritt, mit Diensta[tersunterstüyungcn hklfen wird. Ich eckcnne aber an, meine Herren, daß es ja für die Heran Geistlichen, die: dabei in Betracht kommc'n, wünschsns- wertk) wäre, Wenn fie auch auf r8chtliche Weise einkn Anspruä: haben. Ich kann das aber im äußersten Fall nur für diejenigen Fäue zugestehen, wo die sziprozität nachgewiesen ist, und auch nur insoweit, als diese Reziprozität nach- nxeislich geübt wird. Wenn das Haus dies beschließen soÜte, will ich fur diese Fälle mich bereit erklären, einem derartigen Antrag des Hauses bei der Königlichen Staatßrkgierung zu befürworten, abcr imme'r nur in dem Umfange der Gebiete, Von densn Reziyrozität auch uns gegenüber gewährt wird.

_ Abg. Dasbach (Zentr.) bemerkt, daß es sich dabei um 103 aus- Wartrge Pfarreien gegen über 2000 Pfarreien in Preußen handele. Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten ])r. Bosse:

Der Herr Bischof würde doch sehr unrecht gegen seine * Kle'riker

handeln, Wenn er diejenigen, die auf schlechter dotierten nicbtpreußiscben

“teilen waren, nicht allmählich nach Preußen hinübernähme, und was Zvurde damit erreicht werden? Die Regierung des Bundesstaats, die 757? Pfarrer schlechter besoldet, als wir die unserigen, würde geradezu darm. bestärkt werden eine Aufbesserung zu unterlassen, und die p_kkUßlscbe'Zulage würde dazu dienen müffen, um diese Geistlichen“ da- (Yb?! ebnttschädigen, daß die Regierung dort ihre Schuldigkeit nicht

n a .

Abg- Brandenburg ( entr.) empfieblk die Anträ e und macht Zarayf qufmxrksam, daß der Ltaat für die evangelischengKultuszwecke Lrhaltmßmaßig mebr aussebe als für katholische Kultußzwecke. sei AZ;- 13 on _Strombeck (Zentr.) weist auf das GerechtZrtigte d ner, nfrage hm und hebt inSbesondere hervor,- daß der le te ntrag Kalk? dienen solle, Jewiffe überaus empfindli eHärten aus den eiten des turkampfes, (: Hunderte von Geistl chen ihres Lebenöunterbaltes

' Yen enverlammüeu,ube"en.Daruber" e er Itch, ß??? inisier füés einen FeändzertensZu ag, der eventfléexiln der driften Lesung eingebracht werden könne, eintreten wolle. Minister" der geistlichen 2c. Angelegenheiten ])r. Bosse: Meine Herren! In der PenswnSgeseygebung kann man in Bezug „auf die Anrechnung außerpreußiscber Dienstzeit aus sebr naheliegenden Gründen etwas weitberziger sein, als dies bei der Anrechnung der Dienstzeit behufs Erlangung der AlterSzulagen der Fall ist. Aber selbst in der Penfionsgesetzgebung liegt die Sache so, daß die Anrech- nung außervreußischer Dienstzeit als ein besonderer Gnadenqkt bin- geftellt wird und an die Genehmigung des Königs“ gebunden ist. Schon das zeigt, wie verschieden bier die Dinge liegen, und ich ratbe ab, 13in als aügemeinen (Grundsaß einzuführen.

Abg. Schmidt-Warburg (Zentr.) fordert die Re ierun auf, auf diesem Gebiet einmal den anderen Staaten obne ückfi tauf die Reziprozität mit gutem Beispiel voranzugeben. Der HinWeis auf die Volksschullehrer, die dann mit gleichen Forderungen kommen würdxn, passe nicht, da diese Lebrsr nicht während des Kultur- kampses vertric'ben seien wie die Geistlichen, auf die ßcb der Antrag zum größten Theil beziehe. Wenn das Zentrum Schiffe bewilligen solle, so sei es gut genug, aber für die eigenkn Forderungen des Zentrums babe man kein Obr.

Abg. Dasbackd (Zentr) bekTagt fich über unparitätiscbe Behand- lung der Angelegenheiten der protestantischen und katholischen Kirche

im Etat. - . Abg. Graf zu Limburg-Stirum (kons.) macht für dis Ab-

“, Die Ablehnung der Anträge erfolgt gegen die Sttmmcn dcs chtxums und der Polen. Um 51 Uhr rmrd die weitere Berathung vertagt.

Parlamentarische Nachrichtem

Dem Neickxstqg ist „folgender Entwurf eines “Ge- seßes, betrefferzd dre Kaiserlichen Schthruppcn für Sudwest-Afrtka und für Kamerun, zugegangen:

, § 1; 'Zur Aufrechterhaltmxg dcr öffkntlichen Ordnung und Sicherbsrt m DeutsÖ-Südwestafrika und in Kamerun wird jc einc Schu§ßtruppc Verkyexxdct, deren oberstsr Kriégshcrr der Kaiser ist.

. 2. Auf dl? tm § 1 bezeicbnc'te'n Schußtruppen findsn die Be- sttmmunYn dex; Geseßés, betre'ffe'nd die Kaiserliche Schußtruppe für Deutsch- stafr_1ka, Vom 22. März 1891 (Reickys-Gcsktzbl. S. 53) mit den tn dM folgende'n Paragraphen bestimmtkn Abweichungen ent- sPkLÖLndL Anwendung.

F 3. Die Kaiscrliche Schutztrxppc für Südwest-Afcika bsstebt auch au§ GßxneZnLn dés Reickpsbesrc's und der Kaiserlichen Marine. Als OLnUonÖsahtgeZs Dienstsinkommen im Sinne des §7 ÖLÖ GksLYES, bstxxffend dt? KatjerlichgSckyußtrt-ppk für Dsutscb-Ostafrika, gilt:

sur Gemerpe, n*elcke_ctnschliۧlich der im Heere: oder in dsr Marine

abgslctstkten Dtenstzktt länger als drei Jahre gcdisnt babkn, der Betrag von 1400 «M,

für die übrigen Gémcincn dc'r Betrag Von 1200 «16 *

§ 4. An die Stelle dér §§' 18, 19 und 20 W in den vor- stebxnden Paragraphen erwähntkn Ésskßes treten folgende Usbergangs- bestimmungen:

Für dikjenigßn Militärpersonsn, welche aus den bei der Landes- bauptmannscbaft für Südwest-Astika oder dem Gouvsrnement von Kamerun auf Grun'd von Dienstverträgen gebildeten Truppen in die hetreffenden Kaiserlrchen Sckyußtruppkn übernommen werden, ist der m den ersteren bkreits abgkleistete Dienst im Sinne dieses Geseßss demjenigen in dcr Schuytruppe gleich zu achtsn.

Denjcnige'n Militärpersonen. wkl'cbe aus den vorbkzeich1tet€n Truppkn der Landssbauptmannfchaft für Südwest-Afrika oder des GHUVanetxtents Von Kamcrun bereits ansgeschieden sind oder in dix: thskrltchk Schutztruppe nicht übe'rnommen Werden, und ihren Hinter- bltebxnen können Vcrsorgungsansprüche nach Maßgabe? der bistrigsn Bcsttmmxmgxn über dix Versorgung dEr Mijitärpersonkn dss Öse're-Z und der Kaxkerlichen Marine und ihrkr Hinterbliebenen vom INLEIT- kanzlcr zugestanden Mrdcn.

Dem Gcseß ist die nachstehende Begründung bcigsksxgt: _ ' Zn k?nxhkidkn wcstafrikaniscbc'n Schutzgebictcn, DCUtséh-Sükwsst- afrika unk) Kamerun, bestebkn ssit ciner Rcibk Von Jabrrn Schuß- oder Poltzmtrnpxe'n, 7:5an die Aufrcchtkrbaltung dcr öffcntlichen Ordnuxxg' und “Sickyerbsjt okli-th. Dic Offizikrk sowohl wie“ diE Unteroffiztere xmd Magxmcbaftcn hatt?" bsi Ucbcrtcitf in die Truppe, erstkrs Pack) Lrwlgxcm Kommando zum thtswärtigcn Amt mit dioscm odcr_mtt drr obsrstcn Vcrwalxungsbsbördc dcs Schurzgebicts Vcrträge abgsjcbloffey, _wodurcb die gcgsnscitigcn Rccbts und Pf11cht€n ch Nabersn xsstgsch warqn. Dis unrul'igcn Vérbältniffe in 13811 bsidcn Scbxzchbtetcn abcn tm Laufe“ dsr [613th Jahrs, eine allmäblichc Ysrstarkuna der Truppen nothwendig gsmackft; nach “ckm E11thrf WZ Hattsbalts-Ctats für das Jahr 1895/96 bsträgt das europäischc Per- sqrxa1 der sudwestafrikanische'n Schußtruppe 13 Offiziere, 2 Sanitäts- osfxztere und 540 Mann, während dasjsnigs der Schutztruppe für K_amsrun _aus 3 Offiziercn und 12 Unteroffizieren besteht. Bei dxesqr Starks dsr, bcidkn Schutztruvpén muß 95 in msbrfacbsr szrßbung 'deLnkllck) erscheinen, die Organisation dcrsc'lbsn anf dic prUZatrcckytltchc Grundlags von Dienstverträgkn zu steklen. Diksklbkn Grund?, ngmcntlick) auf dcm Gebiet? dcr Dé§3i1*1ixt und dss Vcr- wrgung§wejch welcbe seinsrzcxit für die durch das Gksky WM _22 Marz 1891_xrfolgte Bildung cincr Kaisérlicht Sckyuxtruvvs fur Dquch-Istaxrxka maßgsbcnd waren, sprechkn auch für di? glsickye Regklung bkzügltck) der in SüdMst-Afrika und in Kamcrun [*c- sxebendkn „Truppen, Wäbrend es aus [)Tücksicbtsn dcr militä- rischen Dthziplin wünscbknswertl) Erschcint, di? srwäbntcn bcidkn Truppen m Line organischs Vcrbindung mit dcm RciÖZ- heére und dex Kachrlichen Marine zu brings", crbciscbkn im besonderen dte Vkrjorgungsansprüch der Angehörigen dsr [*cidkn TTUPPLU eine sch16unigc gefeßlichr. chclung. Da WM!) darauf gel€g_t rysrden muß, daß die Organisation und die Mrsorgums- verbaltmffe dsr bsidsn westafrikaniscbrn Schu3truppkn in mögli _st nahem Ynscbluß an die für die ostafrikaniscbc Sckzußtruvpc geltcndcn Vorsxhrrstcn gwxdnxt werden, so konnte' "sich dsr Entwurf auf dic Yesttmmung bxjchrankcn, da? das Gkséß, bstrrffcnd die Kaissrliché Schuxztruppc für Dxuttcky-Otaftika, vom 22. März 1891 (Nächs- Gesxßbl. S. 53). aus die) beiden Wsstafrikanis en Sobuytruvkkn mit werxtgen, durch dre in Einzelheiten Vsrschisdkne rganisation dsrsclbe'n bxdnzgtetx Abweicbumsn cntsprccbende' Anwendung findsn soll?. Bs- zugltch dtesxr Abwei ungen jst im einzelnen Folgendes zu bsmcrke'n: _ „Da dre südwestafrikanixckxe Schußtruppe im Gk knsay 511 de'" ubxxgsn, Schu truppen auch aus Geme'incn dcs Rcich§chrch und der Kamerlxchn arine besteht, ist es nötbig, den § 2 des Gksch Vom 22. Marz 1891 für die südwestafrikauixcbe Truppe entsvrk snd zu exwettern unkZ zugleich in Er*änzung dcs § 7 auch für die Gemeincn em penfionsfahiges Diensteiy ommen festzuseyen. Mit Rücks1cht dar- auf, daß denselben bestimmte Aussichten auf regelmäßige" Bcsördsrung zx: Utzteroffizteren nicht eröffnet werden können, erscheint es angemeffcn, dxe glteren Gemeinen in Bezug auf ihre Versorgung etwas gunsttgex zu_ „steÜen als die jüngeren. Der Entwurf _ hat daher, fur dMenjgen Gemeinen, die einschlikßlicb dcr im „Ysere odex m der axme abgeleisteten Dienétzeit länger als drc'i Jahre deeenx b9_'ben, em penfionsfähiges Dien teinkommen von 1400.-(» und ur die jungexen ein solches von 1200 .,“ vor escbcn. _ Von den Uebergan sbesttmmungen des GeseZes Vom 22. Aßärz 1891 kann § 18 auf die eiden Westafrikaniscben Schußtruppen deshalb keine analoge Anwendung finden, weil, abweichend von der seinerzeit durch den Vor-

mali en Reichskommß'zar für Deutsch-Ostafrika angeworbenen Truppe, die n Südwest-Afn'a und in Kamerun gebildeten Schuytruppen

lehnung des ZentrumSantrages die gegenwärtige finanzieüe Lage geltend. ,

durcbwe aus Mannschaften des Beurlaubtenftandes zusammen worden Lind, wahrend die Offiziere dem aktiven oder dem Beurlau ten- ffande entnommen waren. Im übrigen find in dem Ennourf die Versorgungßansprüche sowohl der aus den früheren Truppen in die „Kaiserliche Schu truppe übergetretenen, als auch der in dieselbe nicbt ubexnommenen litärpersonen den §§ 19 und 20 des vorgenannten Gejeßes entsprechend geregelt.

. Ferner ist dem Re_ichstag der nachstehende Entwurf etneß Gesetzes, betreffend die Abänderung des Zoll- veremigungövertrags, vom 8. Juli 1867 vorgelegtworden:

§ ]. Die izn Artikel5 Ziffer 1 und Ziffer 11 §7 AbsaßZ und 5

des Vertrags, dte Fortdauer des Zoll- und YandelSvcreins betreffend, vom 8. Jylt 1867 (Bynde's-Gesetzbl. S. 81) sowie im Geseße, be- treffend, djs, Steuerfreiheit dss verzollten ausländischen Weins und Obstrvems t'n ElsaÉLotbringen, vom 15. Juli 1872 (Geseßblatt für Elsaß-Lotbrmge_n .562) entbaltsne'n Vorschriften über die Ver steuerung der un § 2 beze'ichnetkn Erzeugniffk für Rechnung von Kommunen u_nd Korporationen werden aufgc'boben. _ 2. I?ur Rechnung von Kommunen kann die Erhebung Liner ortltchen. erbrauchsahgabe von Wein (Most), Schaumwein und Kunstwem _ auslandtscbem wie inländischem _ bis zur Höhe Von szn vom Hundert des Wsrtbs oder Von fünf Ma'rk für das Hekto- ltter gestattet werden. ,

§ 3. Soweit in Einzelnen Kommuncn 56 UE als die nach F" 2 ztzgelaffenen Abgaben bereits gegenwärfig “beste 611, dürfen disselben [us zum 31. Dszembcr 1899 fortsrhoben wcrden.

Handel und GeWerbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks A d 9?nbdefxiTZTubr)undd§iUr§Ols)te'[1Zschlesien. ner urnamk... . t]03“6,'§ " JestéYUkYZ Wfa Sél-s fi ge e ck mch rechtze'tttg ' ' er e ien nd am 1. d. LN. cstkllt 4187, ' t . zetttg gestsllt keine Wagen. _ g mch recht

Berlin, 2. Mkzrz. Wochenbericht für Stärke:, "Stärke- fabrikate und Hülsenfrüchte „won Max Saberskv. la. Kartoffklmehl 162-17F .O, 18.Kartoffe'lstärkc 162-171 .=“, 113; _Kartoffexlmebl 1244-15 „zx, feuchte Kartoffslstärke Fracht- yarttat „Berlrn 9,15 9-6, Frankfurter Syrup- Fabriksn zablkn nach Werkmetster's Bericht fr. abrik 8,80 «M, gelbcr Syrup 18Z-19 «jj, Kap.-Svrup 19Z-209 «FQ, Kap.-Export 21-211- „&, Kartoffelzucker exber 18Y-19 „M, do. Kav. 20-x-21 „4a, Num-Kuleur 33-34 .“,

ter-Kuleur 32-34 „14, Dextrin, gclb und wsiß, 18. 23-24 ..,-ck, do., sekxznda 20-22 .“. Weizenstärke (klkinst.) 25_26 „x(, Wetzknstarkc (Igeryßstz) 33-34 «ji, HaÜesche und Scblefiscbe ZZ-ZS „sé, etßstarke (Strahlen) 49-50 „M, do. (Stücken) 47-48 .,“, Maisstärke 30-32, «ji, Schabxstärke 30-31 «jk, Vrkwrta-Erbsen 14-19 „jz, Kocherbsen 13-18 „js, grüne Erbskn 13-19 «M, Futtererbskn 1121-121- W, inLändische wei e Bobnen 22_24 M, wejßk Flachbobnkn 23-25 «Fü, ungaris 6 Wohnen 19-21 „M, galxzrsche und russische Bohnkn 17-19 «x(, große nkue Ltnsen 28-38 «, mittel Linsén 16_28 «M, kleine Linsen 132-1621, Mkobn, blauer nom.28-40 c95,130. Weißernom.44-60 „sé, Hirss, wetsze 18_20 «, gelbc'r Senf 14-22 «, Hans'körner 18H bis 0 „44. Vuchwckzexz 1311-15 „FQ, Wicken „12-12-Z-FQ, Pferdebohnen 12,"12'§ „ckck, Lernsaax 20-21 «M, Mais loko 11Z-13Z «sé, Kummel 54-60 M, Lemkuchsn 12_12§ „jk, Rapskuaben 103-119 „ii, pa. marsexü. Erdnußkuchen 10-Z_12 M, Pa. doppslt gezfiébtes Baum- wollensamenmehk 58 0/0 10F_12 „16, _Pa. HLÜL getr. Bikrtreber 28 bis 30 0/0 9x-10z-16, pq. getr. Getreidchblempc 31_34 0/0 11_1271- «ji, pa. , ?etr. Yéais-szsnschempe 35_40 0/0 119-129 «xs, ya. getr. Mgts chlempe 40-420/0 1124-1219“, Malzkeims 721-996, .)10 gen- klete „71-8 «jk, WUzenklete 71-8 „M (Alles per 100 RZ" ab Dahn Berlm bei Partten von mindsstens 10 000 kg.)

. _ Vom oberschlesischen Eisen: und Zinkmarkt bc- rtchth dlc .Sch['es.Zt'g.': Die Lage des obe'rschlesischkn Eisknmarkts bqt m chtcr "3le kenn! Aendarung erahren. Der Hochofenbetrieb wrxd den ungunsttgen YbsqßVCrhältniffLn für oberschlesisches Rol)- 211611 „Lnxfpreche'ndn tnogltchst „eingeschränkt. Die Erzzufahr von den *„beztmschsn Forderungen rst verringcrt wordén, und an ausländischen Erzen rvkrdcn nur solche aus Böhmen und 1171739?" angefahren, " welche (mf den den oberschlesischen Werken grhyxtxxen'dorttgen Fordferungsn gewonnen Werden. - Das Alteisen- ,;sxchaxt [legt stark darntZdex, s€lbst zu äußcsrst nikdriqen Prkisen ist bei ÖM .Wsrkkn, dre gégenwarttg lleber Roheisen Verarbciten, nur s wsr damxt anzukommen. '- Das Wa_lzeisengkschäft liégt äu erst matt, _da der augenblickliche Bedarf ??hr nachgelassen hat; die metsten 9111lansot1dcjt O_rdrss («1811 zur Liefsrung per FrüHjaHr, sodaß die? zur 71*sorxrge:4 Aplteferyngxtngebenden Aufträgs zur Aufrechterhaltnng des Bstrxébss ntcht hmretchkn. Auch in Blechen ist die Lage nicht gUUstlng, da dsr Betrléb der Walzenstreckcn fast auf aÜcn Wkrken wsgxn Mangsl an Bestellungen theilMise eingeschränkt Werden mante." Es sxn_d 16d0_ch auch hier schon einigß Schlüsse? znx 7xatz'rcn Abltcserung emxze'gangcn; auch diese Wcrkc hoffen, wis 9116 Ubrtgcn Branchen, czuf LMS Aufbesserung VLS Gkschäfts im Früh- ]alzr. _Uchr ken Bétrtsb un_d di? Geschäftslage der Maschinen- nxnd Kc'fsklfabrt'ken, Kozmtruktions- Und Reparaturrverkstätten ist Jesus?- nicbt _zu„b€_r1chtcn: sammtlichen fshlt 85 an genügknder und lohnéndcr BcjckpaftlgunÉ O_rabt- und Nägelrverks haben infolge dgr VorUWLndcn «cblümx ibrsn Betrisb wiedér Etwas starkcr ansgcnoxnm€n;_ größc'xe Abliefkrungen ihrcr Fabrikate 11*l1§:1_ schon tgtt Anfang nachsten Quartals beginnen. - Die (?lekzekYILU Und :]ack) _wie Vor ungleich bsschäftigt; währcnd „9111581th sur tbrs Arbkttcr dre nötbige Bcscbäftigung zu beschaffen nicht 1111 11111ka fim) babcn ('inßgx andkre noch leidlich zu thun. Poterie gkht fast gar nicht mcbr, dteye'lbe ist durch ?maiUicrtks Bleckhgksclpirr sqst ganz labm_ gslcgt worden. _ Jm Robzinkgeschäft werblieb dre Lage unvxrandurt, dagkgen rst tm Walzzinkaezsclyäft in so fern (“ine Wadermg cmgPrsYn, alH der Preis für Zi11kbl€ch8 in Rücksicht auf die au,? dx? Juslandxjcbc Konkurrenz uin 4 „je. Pro 100 ](Z, also von 39 ;46. am 35 46; ab Wsrk bergbgessßt worden ist. '

___ Tk_r']luf_11chtsrath dsr Halleschen Maschincnfabrik und _E_17cngteßcrer bat bxxchlosserz, aus dem Ueberschuß von 630 463 „ck m_r das Jahr 1894 cms Dtvrd'cnde: Von 28 9/0 zur Vértheilung zu brmgen. _ _

_ WIC _dte „Koln. Ztg.“ meldet, wird die am 11. März statt- findende _Berkgmmlung der dem Rheinisch - Westfältiben Koblcrzyynd rkqt _ctng"ehörigcn Zechen außer den regelmaßigen Gxgcnstandkn l_edtgxtch uber den neuen Vertrag des Koblensyndikats xmt dém quIJVnYtkat Besckyluß fassen; ,der bterzu berufene Aus- jchuß boffx, tm nachsten Monat den neuen Vertrag über di? Syn- dxkatsvcrlangerqu zur Berathung vorlegen zu können.

_ Am _Frettag bxldete fick) in Berlin ein Syndikat zur Ueber- pabmqch fur dZn Bau der „neuen elektrischen Straßenbahn tn thpzxg benothtgten Kapitals. Dem Syndikat gehören an die Berliner Handxlsaesellscbaft, die Deutsche Bank, die Nationalbank für Deuschland, L_)te Fßrnxa on, Delbrück u. Co., die A9 emeine Deutsche Krehtta'nstalt m Letpztg, dre Lei ziger Bank und der &chlesischeBank- verein in Breslau. De'r Bau _ol] in kürzester Zeit begonnen wer en.

- In der gememscbaftltchen Sißung des Verwaltun ska bs und des Aufsichtöraths der Hambur -Altonaer Pferde abn- Gesclls chaf t Vom 2. d. M. Wurde be?chlossen der auf den 28. März emzuberufenden Generaxver ammlung die Vertßeilung einer Dividende Von 11% ge en 20% tm orjabre vorzuschla en.

- Der, erwaltungsratbder amburg- üdamerikanischen Dgxnpfschtffahrts- Gesells aft hat die Vertheilung emer DividenYe: Von 12 0/0 für das abgelaufene Geschäftsjahr gegen 10 0/0 tm Vorjahre beschlossen.