*7***,“"Öf-“*-' ““ß“-u..» *„SQÉ-«LW» :«.- .,_.- .. ;.. . ...,-....
“.“-*. .'ÖÉÉUTÉ-QQ- „*:-;
's“
k?" 77 "5!“ “KZ. Ö * . *,? „F ? .
,eldet zu finden und auözunußen, dann diexPofition desFiskus jevtieine ganz andere wäre, als sie ist, daß insbesondere seine_ Stealing im Syndikat eine ungleich siärkere geworden wäre. (Sehr richtig! rechts.) Das ist mir außer Zweifel, und ich kann deshalb die Be- merkung des Herrn Vorredners nicht für zutreffend halten.
Er hat dann bemerkt, daß es vielleicht besser gWesen wäre, ich hätte die Angriffe auf diejenigen Mitglieder des Hauses, welche das Kaligesey abgelehnt habkn, unterlassen, da ich doch über die Jntentiorien unterrichtet gewesen wäre, daß eine Besprechung der Interpellation nicht stattfinden sollte. Ich kann dem Herrn Vorredner nur erwidern, daß ich darüber nicht unterrichtet war.
Ab . Stö el( entr.): Ich bin kein entschiedener (Ye ner_der Syndikxte, doc? mu ich sagen, daß sie manche UUÜUZWÉÖÜÜM haben. So hat das rbeinis -westfälrs_che Koblensyndtkat im ufe des Winters ziemlich zahlrei e Arbeiterentlaffun_gen vor enommen. Diese im Winter entlassenen Arbeiter faÜext zunachst den_ _ ommuzten ur Last. Ich meine, ein großer Theil der Uebeliiatzde hatxe 1ch vermeiden lassen. Im RetckZstaJ war vor emtger Zett von den Arbeiterorganisationen dte Nede;_ es Wurde erklart, die Regierung Habe die Absicht, diese Or ams__at1onen, xnts rechend den Kaiserltchen Erlaffen, durchzuführen. FY batte gewun_f t, _daß Yon einer recht baldigen Durchfübrung_gesp_r en_worden _ware; dre ejeß- liche Organisation der Berufßveremc lieét nicht nur tm Jntexe e der Arbßiter. Die Arbeiter werden am eiten von_ der S_oztaldemy- kratie ferngehalten, wenn fie gezwvngen werden, in geseßltZ _or am- 1ertc'n Berufswereinen zu sein_. Dre _GeWerkvereine der rtsitchen
ergarbeiter find nicht so schlimm, wie fie_g_eschtldert we_rden. Als die Gewcrbegerichte eingsführt wurden, veretxngten sich die GeuZerk- vereine der beiden Konsesfionen- und emmtxn sich daruber, welche ihrer Mitglieder s1ch am besten fur die Gewxrbe- gerichte ei nen würden. Diese wurden dann auch _ gewahlt. Dcr Vor Wende des Gewerbegerichts hat sich spater_ sebr lobend übst die Gewählten o_usgcsprcchey. qu h_at gefuxchtet, daß die Géwerkversine der Soztgldemokrgtie anheim (allen Wurden, und doch haben fie siatutenmäßig Sozialdexnokraten außgefchloffen. Ist es denn nicht gerecht, wenn die Vereine dre Forderyng stellen, der Lohn möge der Arbsusléistung _enisprcchen, und i_venn sie eme Refornz der Knappsckpastskaffen verlangen, dreibnen erst nach__emem Spruch des Reichs-
ericbts ihre gerechten Jnvalidxnansprüche_erfulltezi? Das hat große
rbitterung erte t. Die Sozraldemokratt? und thr_e_Gefabren bilden hier nur einen Fornoand; man will kein? kaetmgung der Berg- arbkiter, weil man so leichter mit ihnen fertig Wird. Vor dem augen- blicklichen Erfolge vergißt man den tieferen Schaden. Auch konfessionell Wollte man die Arbeiter Verbeßen, jedoch ohne _Erfolg._ Ich hoffe, daß man einsehen wird, daß gerade die Gcwerkvereme geeignet _find, den Frieden zu fördern, und daß fie das gleiche Recht haben, wre die Ver- einigungen der Arbeitgeber.
Aksg. Krabwinkel (nl,) legt der BergwerkSVerwaltung dringend eine Verbilligung der fiskaliicben Fßttkohlen Oberfchlefiens nn Inter- esse der dorjigen Walzeisen-Jndustrte an_s Herz, welche leßtxre ohne billigere Kohlenpreise die Konkurrenz mit dem Au§land8 nichx qu?- balten könne. Die beiden fiskalischen Gruben „König“ und .Kontgm Louise'“ergäben einen Ueberschuß von 1,48 x_esp. 1,58 „kx: pro Tonne, was gegenüber den Kohlen des Saarrevrers em 5181 zu hoher Gewinn sei. _ _ _ __
Abg. von Mendel-Stetnrels (kons.): Dezs KalrJeseß Wurdk mit den Amendements der Abgg. Freiherr von chltß und von Bockex- berg wohl geei net gewesen fein,_ uns den_nationalen Schatz der Kalt- salze und eine Finwrrkung auf dre Prxisbtldung derselben zu Erhalten. Ich möchte aber fast einem AYÖTUU dex fiskalischen Verwaltung aus dem Syndikat vor der Wiedereinbringung dieses_GeseZes dyn Vorzug eben. Gegenüber der Nothlagx der Landwutbschaft tft ein so oder Gewinn von 30 0/0, wre ibn_ dre Vergvxrwaliung aus den Kalisalzen erzielt, durchaus ungyrechtfertrgt,_und fiezxeht diesen Gewinn gerade von der ärmsten Landwirt51chafi,-namlich der,_dte den schlechtesten Boden hat. Nachdem Austritt aus dem _Syndtkat im Jahre 1898 müßte: fie auf eine mäßi ere Verzinsung ihres Anlage;- kapitaW zu Gunsten der Landwirtbs aft Bedacht -nebmen._ Die Préise der Kalisalze find Trotz der 59/0 Crmgßtgung jest_tmmer nsch höher, wie vor Abschluß des Syndikats. Es tft ur)- wirtbschaftlich, wenn der Staat als Produzent fich durch _den Ver- tritt zu einem Syndikat die Ynde gegenüber dxn öffexitlichen Vex- Hältnissén bindkt. Daß ncue erke zu einer Preisreduktion _der Kalt- salze führen würden, glaube ich nicht; diese würden sich einfach der Vereinigung anschließen. Ueber die Wirkungen dks rufstschen Handexs- vertrags habe ich die gegentbeilige Meinung wie der Abg. Gothety, viele Handklskammern seiner Leimath Schlxfixn haben _sich _m meinem Sinne aussesprochen. er Abg. Grczs erbuxg-Stirum ist nicht verstanden worden. Der Schivcrpunkt seiner AuSsuerngen lqg darin, daß, obwwßl dieIndustrie ups beim "russischén Handelsvertrage rn Stich gelaffen,wir uns doch mit ihr jolidariscb fühlLU und zusammengeben folltkn. Für den österre'ichijchsn Handelswertrag bahen wrr nur aus politischen Gründxn gestimmt; wir hatten das Gefühl, als würden wir dadurch dkn Dreibund stärken. Die Methode der Handexsvertrage haben wir aber von Anfang an verurtbeilt, weil ivtr nicht wrrthschaft- liche Jutereff-en mit de_r Politik Verquickcn i_voatén. _ _
Abg. Gothcin (ir. Bg.): Die_ Erklarung des Ministers, daß durch Ermäßigung dér Fkttkoblenpreiie ArbeitkßnangeY Link_reten und lFeierschichtcsn eingelegt werden müßten, verstehe ich nicht recht. * enn man ein Produkt biUiger abgißbt als _sonst, so dax - man erfahxungSgemäß auch einen größsren Ahja? Jn_ _der
Industrie ist der Glaube ssb): verbreitet, daß er_ Minister für die Frachtherabs€t5ung kein Interesse Habe; ich _[reue tmcb, ihn zu seiner Erkläruné; prodoziert zu haben, und hoffe aus_jeix1eUnt_er- stützung bei etwaigerx Anträgen. Der BergwerkS-Ctat weist etneNxtbe von Stilblüihen aus. Fuß ist ja an fich nebemächlich, aber LS liegt doch die Gefahr vor, dax; die Bergwerksréferendare ihren Stil an dem RegierunZsstile bilden.
Minister für Handel Und Gewerbe Freiherr von B c r le p s ck):
Meine Herren! Den [651611 Tbsil dEr RODS dss Herrn Abgeord- neten darf ich Wohl unerwidert lassen. Ich wikl nur ganz kurz be- merken: wenn in der Bergwerwaltung Referendarien skin soüten, die ihren Sti! aus dem Etat erlernen, so thun fie mit Von Anfang an leid. (Heiterkeit)
Was seine Bemerkung anbetrifft, daß ich es doch Wohl nicht rechtfertigen könne, wenn ich gesagt babs, es müßten, wenn die Kohlen- preise der fiskalischen Gruben sebr berabgeben, Feierschichten eingelegt werden, so habe ich darauf zu bemerkcn, daß, wenn die Preise eines Produkts so berabgehkn, daß die Förderung nicht mehr lohnend ist_ man dann die Produktion einschränken muß.
Er hat ferner den Wunsch aquesprocben, daß bei der nächsten Debatte über Fracbttarife ich hier anwesend sein und mit ihm den Standpunkt der Ermäßigung der Tarife vertreten sollte. Diesen Gefaüen werde ich ihm nicht thun. Die Frage der Eiscnbahntarife
gehört zum Rcffort des Herrn Eisenbahn-Minisiers, und es würde"
eine voÜständige Verkabrung und Verwirrung in der Verivaltung geben, wenn der Minisiér eines anderen Ressorts vor dem Hause dessen Geschäfte vertreten und seiner Meinung _ wenn ich dem Herrn Abg. Gotbein folgte _ noch dazu im abweichenden Sinne Ausdruck geben wollte. Davon kann gar keine,Rede sein. _
Was die Bemerkungen des Herrn Abg. von Mendel über das Syndikat betrifft, so Habe ich mir gestattet, bereits bei der Inter- pellation, die uns vor wenigen Tagen beschäftigt hat, auSzuprcechc'n, daß ich in erneute Verhandlungen mit dem Syndikat eintreten würde,
um zu ' Setsucben, ob nicht'“ eine Verbilligung der Preise auch jest schon zu erreicbettsei. Ich““ bernerke dabei _ er ist leidernicbt an- wesendF ich bin aber genötbigt, auf die “Frage kurz einzugeben _ (Zuruf: Er ist ja schon da!) ich bemerke dabei, daß die Anführung des HerrniAbg. von Mendel, daß nach seiner Kenntniß der Dinge die Kalipreise auch heute noch, nach dem 5 prozentigen Erlaß, höher seien, als sie vor Abschluß des Vertrags im vorigen Jahre gewesen sind, mit meinen Zahlen nicht übereinstimmt. Nach unserer Ueber- zeugung liegt die Sache so, daß die Preise nicht höher sind, als sie früher waren, und ich bin bereit, mich mit ibm über diese Frage privatim *aus-xinanderzuseßen, resp. wird einer von meinen Herren das sehr gern übernehmen.
Im übrigen, was die Frage des Austritts aus dem Syndikat anlangt, so kann dieser ja erst, wenn nicht eine freiwillige Ver- einbarung vorhér eintritt, im Jahre 1898 zur Ausführung gebracht werden. Welche SteUung dis Regierung dann einnehmen wird, das kann ich ja Heute noch nicht mit absoluter Bestimmtheit sagen; aber ich erinnere Sie daran, daß gelegentlich der Berathung des Kali-
*geseßes, allerdings für den Fall des Zustandekommens desselben, eine
Erklärung der Staatsregierung abgegeben und dem Hause zur Kenntniß gebracht wvrden ift _ eine Erklärung, die in der
"Sitzung des Staats-Ministeriums abgefaßt war _ daß die
Regierung sich dann erst wieder in ein Syndikat bégeben würde, wenn ihr der ausschließliche Einfluß auf die Gestaltung des Preises
käme, ist ja zu meinemBedauern bekanntlich nicht eingetreten; immer- hin wird, ehe die Regierung in ein neues Syndikat eintritt, sie auf alle: Fäl]? den Gesichtspunkt, inwieweit iHr ein Einfluß auf die Preis- gestaltung der Robsalze für die Landwirthscbaft gcstattet wird, zu einem ausschlaggebenden für ihre weiteren SÖritte machen. _ So leichten Herzens das Syndikat aufzugeben, wieHc-xrr VonMendel anregt, es zu thun, dazu würde ich mich allerdings nicht entschließen. Denn die Bedeutung dieses Syndikats ist meines Erachtens eine séhr erheb- liche; vor allen Dingen ist fie von ganz großer Erbeblichkeit bezüglich der Einschränkung des Bergbaues, der Abteufung Von Schächten, be- züglich der Waffergefabr, von der ich mir erlaubt babe, gelegentlich des Kaligkseßes Ihnen das Nötbige mitzutbeilkn. Von ganz beson-
Preise im Absay nach dem Auslande; denn die Auslands-
erklären wird, die sie dabei beschäftigt.
Interesse der Landwirtbscbaft verlangen_können. u dem Titel „Hüttcn“ erhalt das Wort
rungßde und nach der Erklärung des
dafür, daß an
Einscbr
währung auf die Dauer unmögli . Silberkommission die
;
der Robsalze für die heimische LandWirtbscbaft überlaffen würde. Die Vorbedingung dieser Erklärung. daß nämlich das Kaligeseß zu stande
' Landwirtbscbaft.
derer Bedeutung aber ist das Syndikat auch für dis Gestaltung der
preise für Faßrikate sind diejenigen , die ganz wesentlich bei den Einnahmen der ganzkn Kaliindustrie in die Wagschale fallen und die Verbilligung der Robsalze im Inland ermöglichen. Deshalb würde ich glauben, daß es nicht richtig ist, so ohne weiteres den Vcsiand des Syndikats aufzugeben. Alle diese Dinge onen wohl überlegt werden, aber, wie gesagt, ich stehe noch heute auf dem Standpunkt, und die Siaatsregierung jsdenfalls mit mir, das;, wenn das Syndikat abgelaufen ist, die Regierung die Frage der Gestaltung der Preise derRobsalze für die Landwirthfckxaft für cine: der wichtigsten
Abg. von Bockelber'g (kons.): “Eine Aniwort auf die Frage, wie der Minister fich zu einem neuen Kaligdseßs steUe,_ hat er_ nicht ertbeilt. -Die yorjäbrige Abstimmung war sm_e rsin zysalltge, wabrend andererseits die Notblage jeßt eine erhöhte! ist. _ Die deutsche Land- wirtbscbaft muß wenigstens fordern, daß der FtSkUs seine Stellung zum Syndikat wesentlich ändert. _Der kainn muß dabei in zweiter Linie stehen. Ich freue muh übst die _entgegenkommende StelkungnabtKe des Ministers hinsiÖtlich desSyndtxats. Sollte der Staat aus dem Syndikat ausscheiden, so müßte: dafur gesorgtiverden, daß die Verhältnisse für die Landwirtbsxhast nicht schlechtere röerden. Der Bergbau müßte jetzt schon so Erweitert werdsn, daß dsr Inlands- verbrauch durch den Fiskus gedeckt werden fgnn. Wenn Verbiüiguns des Produkts und Vermehrung der Produktton_€rrcicht wird, so ist das geschehen, was wir Wm Staat nach diexsr' Richtung bin im
5 . ])r. Arendt (fr. kons.):_ Ick wil] jexzt keine großs Wäh- Jatte beginnen, da dieKett jeßt vor der Staatskatbsfitzung eichskanzlcrs mchi dazu geeignet ist.
Nur weniges will ich bemerken. Es ist im _Et-at nur noch ein durch- schnittlicher Silberpreis von 85 „11; pro Kilt) angenommen Worden, aber troßdem sollte man den Harzer Bergbau _nicht- aufgsbsn, der meiner Ansicht nach ein ganz lohnender Wiedkr werden kann. Man kann keine anderen Industrien im _Harz ins Leben rufen, da ja in aÜen Industriezweigen ngendlicklich ein Niedergang herrscht. In einer viel1chlimmerexr Lage als dEr staatlicb'e-Verg- bau ist aber der Privatbergbau_ im Harz, _befonders der Mans- felder Bergbau. Danken karin ich dem Reichs-Sckpgßsekretär nur er für den Srlberbergbau eingetreikrn ist. Die Ent- wertbung des ilbers wäre ohne unsere gsskßgebsrifchen Maßnahmen im Jahre 1873 nickt eingetreten und alle_ anderen Gründe, die man dafür anführen will,_ find nicht stichhaltig. Jm_ Jahre 1893 bat die Schließung der indi1chen Mänzstaxten eme wetferk, sebr erhebliche Entwertbung des Silbers herbeigeführt. Wenn _man den Rückgang des Silberpreises mit der Ausdehnung der Stlberproduksion er- klären will, so ist doch das Gold nicht un Preise gssunken, obwohl deffen _?)roduktion bedeutend vermehrt worden ist. Auch die ,jeßi e nkung der Silberproduktivn _wird eine Preissteigerung ni t bewirken. Es giebt_ keinen natürlichen _Silbcrprsis und auch keinen natürlichen Goldpreis. Der _Goldpxets __ist einfach jeßt ge- xe lich festgesteljt und der Silberprets _tik Lin den Verkehrs- wankungen _unterwvrfener. Es gkehx bei dcn Edelmetaüen nur Weltmarktpreise. Der Rückgang der Silbervroduktion ist allerdings durch Verhältniss bedingt worden, die mit dem Silberpreise an fich nichts zu thun haben. xt_den VIrcinigten Staaten ist die Silberproduktion von 63 tütonen Unzen auf 48 Millionen gefunken und in Auftralicn wird die Silberproduktion, die .jeßt noch 22 MiUionen Unzen beträgt, in emigkn Jahren _cingestent werden. Troß alledem wird eine Steigexung des Silberprciies nicht eintreten, da an dem niedrigen Silberprersx nicht die Produktion, sondern nur die Währung schuld ist. Die Goldwä ruygspartkci steht vollkommen raiblos und hilflos den zweifellosen chadigungen infolge des: Ent- wertbung des Silbers _gsgenübxr, da auf dem Boden der Gold- währung naturgemäß eme Abhilfe nicht erfolgen kann. Ich muß hier noch eine ettungsnackprtcht als'vollfommen unricbti zurück weisen, daß nämicb in der Silberenquéte die Antragstelle immer- nur ganz aUein für _ibren Antrag eingetreten seien und keinkn An». hänger hätten getvmnen können. Die Goldproduktion ist imme'r. noch ungenü end zur Deckung des Bedarfs. Gold ,ist nur in be- schränktem aß vorbgnden _und wird yon Jahr zu Jahr „immer weniger, da_man es nicht wie Kartoffeln produzieren kann, die fich immer wieder erneuern. Schon aus diesem Grunde ist eine Gold-
Abg._Bueck (ul.) Zia dxr. gend? entgegentrsten, daß in der-
_- oldWabxunqsmanner in der Majorität ge- wesen seien, und siellx fest, da 8 'Brmetallisten und 7 Anhänger der Eoldwäbeung' in defKo'mntis on gewesen seien, denn man müsse Pro- " feffot Lexis und Königs auch zu-dEn ersteren rechnen. Abgestimmiworden sei in der Kommission nicht; wenn aber fick) fast alle _egen den Antrag Arendt erklärt hätten, so könne man ihn wohl (18 ab ekebnt be-
„In der KWäswn babe de: “Abg. Arendt pie" Enid enia
daß“ “éigeätl
* *r S. ilber'entwert„ bu staff efund'én !) „?*so nur der GoldÉÄg WSW“ & "“k"
«„ eine * feste: MWK;
s allen ei, w
* stelle für Gold'u'n'd' Silber“ nich xmebr exiftiete; die roduktion [)
keinen Einfluß darauf ' _"bt; Die Währung aben_ wir-_ doch gemacht, weil uns die Ver altmffe dazu zwangen. Nac!) emem Gut. achten eines Ober-Ver ratbs, das dér Abg. Leas net in der“Kom. mission überreicht at, ist noch auf Ja rbunderte hinaus
eine Zunahme des Silberbergbaues zu erwarten. Das An-
gebot drückt doch den eis ganz"na_türlich, dieses S_esey voll. zieht fich tagtäglich im ndel, und der Abg. Arendt wird“ "wenige Gläubige für seine" gegentveilicée Behauptung finden. Profeffor Sueß
worden, er Wurde aucb schließlich zur_ Abgabe eines utachtens berufen, erwies fich aber als ein_ fanatischer Anhäqgerder Silber. wäbrung. Diese Roue des rofeÉsor Sueß hat nur n_1cht FxfaUen. Wenn auch das Gold nacb rofe or Sueß nur noch fur 5 “Jahre außreichen sollte, so ist das doch ein solcher“ intraum, daß wir'nicht heute schon darauf hin Maßregeln bes_ ließen können. Durch die Haltung der Regierung in der Wa rungsfrage find Weite
des Reichskanzlers und des 'ReickS-SchaßsekretärS. Ich hätte _eine be. stimmte Erklärung gewünscht, nach der einen oder anderen Richtung, oder angesichts der Staatskatbsverbandlungen eine völlige Neutxalität; denn die Erklärung des Reichskanzlxrs neigte doch sehr _nacb bimetal- listischer Richtung. Ich bedauere nicht, Wenn eZine neue tnternakionale Konferenz stattfindet, denn dann wird der Btmetallismus auf-lange Fsit todt sein, aber ich bedauere, daß von Deutschland der e_rste An. ioß dazu angebt. Die besten Freunde der'Regterung bereiten eine Bewegung vor, die die Regierung belehren wird, daß fie durch die Erklärung des Reichskanzlers viel an Vertrauen eingebüßt bat.
Ab . von Waldow (kons.): Die zur Sprache gebrachte Frage ist Von ?:) großer Bedeutung, daß wir sie nt t_ übergeben können. Wir sind der An1cht, daß der Rücxgang des_ ckbe zum größten Tbxil die Devres ton aller Erwerbsstande herbeiführt. Die Laudwirtb. fchaft leidet am meisten, da sie in Konkurrenz mrt vieler) Ländern, die eine unierwertbi e Valuta haben, steht. Wir können dre'Landwirth. schaft nicht der oldwäbrung zu Liebe zu Grunde geberx lassen; “ Des. halb stehe ich auf dem Standpunkt, daß man dxm Silber emen er. höhten Werts) wiedergeben muß. Das _Gold dient wesentlich_ dem Kapital bei seinen internationalen Beziehungen. Wir sebexi tn der Herstellung eines festen VcrbältniffeS“'zwtschen Gold und Srlbkr ein NZittel zur HLWZZ unseres Nationalixohlstandes, vor “allem der
ir erwarten allerdings, daß auch , noch andere Mittel zu Gunsten der Landwirthscbqft angewandt _werden. Daß die Remonctifierung des Silbers fick) mobi rasch Vollzteben kamz, wtffen wir; um so eher hoffen wir, das; bald vorgegangen werden wird, zum BesttFnÖ dfes Gesammtwoblstandes und des Bestehens unsererLand. wir s“ a t.
Abg. yon TiedemaNn-Bomst (fr. kons.):_ Wir halten deanegen. wärtigen Zeitpunkt nicht für geeignet, ausfßbrltch auf die Wahrung» fra e einzugeben. Der Abg. Arendt, der dies auch betont hat, Hat ja auc?) mehr vom Silberpreis als der Dopvelwährung sexbst gesproch, Wirsteben um so mehr auf diesem Standpunkte, da wir Wissen, das; bald eine außgedebnte Behandlung der Frage im StaatSrath _bevorfteii Meine Freunde und ich ' halten es aber doch für nötbig, uber unsere Stellun keinen Zwezxel zu laffen. Wir stehen auf dem Standpunkt unserer Freunde mi eichstag. Wix habxn uns gefrxut über die Er- klärung es Reichskanzlers und möchten bitten, daß dt_e.preußi_fche Re- ZZerung in diesem Sinne im Bundeskatb auftrete, indem dtexganze
echte dieses Hauses hinter ihr steht. _ _ _ _
Abg. von Eynern (nl,): Nachdem die Reickxsnkgkerung be- schlossen hat, einen neuen Versuch zur Lösung der Wahrungsftagc zu
hier in Bezug auf die GestaltunÉ des Silbexpreises gema t.;babe, em- getroßfkn find. Wenn nun der 55.Arendtpropbezett, da die Silbex- produktton immer mehr abnehtjzeif werde,_ so fleht “es ““hierth wie mit andkrsn Prophezeiungen, die spater nicht in Erfuüung gehen.
Um 41/2 Uhr wird die weitere Berathung vertagt.
Handel und Gewerbe.
In der" ordentkichen Gsneralversamuxlung der Vereinigtei Vormals Fongß'scben“ Spinnereien und Webereix; Aktien-Ge ellschaft in Odenkirchen Vom 4. d. M. “wurde r».
Tagesordnung nach den Vorschlägen des Vorstandes erledigi“ und di!
sofort zahlbare Dividende auf ZZ o/0 festgestellt. _
_ Die gestrigeGenerawersammlung der Aachen er DiIkonxcx gesclls cbaft beschloß die Vertheilung ciner sofort zahlbaren." Owt- dende von_6§ Ü/o. __ _ _ _
_ De“: AdministfätwnSratk) des Wiener Bankve'retns 12e- scbloß, vom Reingewinn für 1894 im Betrage von 3 498 278 Fl. (?_me Gesammtdividende von 8 Fl. zu bkzablen, dem Referdesonds eme außerordsntliche Zuweisun von 500000Fl. zuzuwknden und außßrdem 429 067 Fl. auf neu: Re' nung vorzutragen. Mehrere 'abgewickelte Geschäfte sind in die Bilanz pro 1894 nicht aufgenommen. _
London, 5. März (W. T. B.) Der „Times"_ wird au.? Philadelphia gemeldet, da die S_oldreserve des Schaßes gegenwärtig 92 Millioven_Do ars betrés . _ _
New-Yorf, 5. Marz. (W. T. 5 .) _ Zu Beginn der BMW “waren die Kurse steigend, s äter wurde die Haltun unregelmaßtg. Der Schluß war recht fe i. Dér Umsaß der ktien betmg 163 000 Skck. _ _
Weizen eröffnéte schwach und fiel darauf hefxtg au'f Realisierungen und matte Kabelweldungen, später info! ? Kauxordres vorübergehend beffere Stimmung, schließlich wiederum Fallend. _Scbluß schwach. - Mais fallend einige Zeit nach__Eröffnung, dann infolge gerzn er Anz künfte lebhafte Reaktion, spater entsprechend der Mattig eit des Weizens wieder faÜend.
Waarenbericbt. Baumwoüe,New-York 53, do. NenZ-Orleaxt; 55- Petroleum “ träge, do. New-York 6,30, do.: 'Pbtx'aveww 6,25, do; rohes 7,00, do. Pipe line cert. 5. April 105 noni, Schmalz Weft. steam 6,75, do. Rohe & Brothers 7,05, _Maxa“ behauptet, do. p. März 48-1, do. p. Mai 49, do. p. Juli 495 Weizen träge, aberbebauptet, rotbe'r ;Winferwüzen 603, do“. Wetzel p. März 58Z, do. p. Mai 59F,'do. p. Juli_592, do. p. Dez. 632, Getreidefracbt nachivewool 23/9, KaFe fair Rio Nr. 7 16T, _do. Rio Nr. 7 5. April 14,70, do. do. -p. uni 14,60, Mehl, «pm; clears 2,40. Zucker 211/15, Kupfer 9,55. _
Der Werth der in der Vergangenen Woche aus*“efü'hrte! rodtxhkte betrug 7 460 339 Dants gegen 5 826 372 Do ars m kl! orwo e. , _
Weizen - VerschiYungeq der le ten -Woche dyn dt,! atlantischen Häfen der ererntgterx taaten' nach“ Groß“ britannien 102 000, do. nac!) Frcmkretch _, dv,“ nach; andere! Häfen des Kontinents 34000, do. 'von Kaliformen und O_reßk“ nachQGroßbritannien 72 000, do. nach- anderen Häfen des Kontinents _- 1716.
Chicago, 5. März., (W. T. B.) Wxizeit“ faüend de“ „ ganzen Ta mit wenigen Reaktionen auf maike Kabélme'ldungkU- reichliche eälifiemnßen und große*Ankünfte im Vordwefien. _“ Mais einige Zeit steigend nach Eröffnung, Lspater- Reaktion- .Schlu träge. _ _ _ „ _
eizcn pr. Marz 52 , pr. _Mai 54F'. Mars pr“.**Marz 43- Speék short cleax nom. ork pr. März 10,25. -
Alabama, 6. März. (W. T. B.) Eins- Versammlnzig d“ Baumwollpflanzer bat befYoffen, die Baumwo rydueroq fkk 1895 auf*509/o einzuschräyken. orausficbtlich werden cbdret VM"l
“Fiehnen, wie der Abg. von Eynern es* neulich gethan abe. Der ntrag Leuschner sei in der Kötnmisfion wieder “zurückgezogen worden.
der Pflanzer im Süden anschließen.
' eutschén Reichs-Anzeiger nnd Königlich Preußischen Stauis-Anzeig . rz , LZD- leich bezw. énispZEYdeGYxxtixöqu?
_daß er fie als an rdnungen mehr mehr geltend angesehen
zum . „KL? 57.
Höhe der Schneedecke in Zentimetern auf Montag, den 4. März 1895, um 71.161" Morgens.
Mitgethcilt vom Königlick) preußischen Meteorologiscben Institut. (Die Stationen sind nach Flußgebietén geordnet.)
Oestliche Küstenflüsse. Memel (Dange) 36, T_ilsit (Memel) 40, Insterburg (Pr Heilsberg (Pregel) 46, Königsberg i. Pr. (Pregel) 28. Weicbjel. Narcw) 38, Marggrabowa (Bohr, Narew) 39, Klauffen (Piffa) 20, Neidenbürg (Wkra) ?, Osterode (Drewenz) 27, Altstadt(Drewenz) ?, Thorn 24, _Koxiiß (Brahe) 40, Bromberg (Brahe) 25„ Berent (Ferse) ?, Marienburg (Nogat) 30. _ Kleine Flüsse zwischen Weichsel und Oder. . Lauenburg i. P. (Leba) 23, Köslin (Mühlenbach) 31, Schivelbein (Rega) 23.
LeobschüßchZinna) 39, Ratibor 25, Beuthen(Klodni )30, Oppeln 23, er Reise) 38, Brand (Glaßer I eiffe) ?, Reinerz (Gla er Reise) 33,
eise) 53, Rose
ist zuerst von den Vimetalliten für die Kommisfion vor“ lagen"
Kreise beunruhigt wvrden; wir bedauern die Erklärungen
Groß „: Blandau Czerivonken
Narew) 46,
belschwerdx (Gla layer Reise) 7 eise) 80, Weigelsdorf ( layer Liegniß (Ka 30, Krummhübel
riedland (Slayer n erg, (Stober) 46, bach) 14, Fraustadt (Landgraben) 22, ober) 74, Wang (Bober) 121, Eich- herg(Bo er) 43, Schreiberbau (Bober) 75, Warmbrunn (Bober) 26, BunzTau (Boder) 27, Görliß (Lausitzer Reise) 30, Frankfurt 16, Ostrch) (Marthe) 17, Posen, (Wartbe) 9, Tremxffen (Marthe) 14, Samter (Wart e) 12, Paprotsch (Waribe) 20, Deuts Krone (Wartbe) 30, Landsberg (Warthc) 4, Pammin (ana) 24, Prknzlau (Uecker) 8, Demmin (Peene) 13.
küsse zwischen Oder und _Elbe.
Putbus 27, Rotock Warnow) ?, Kirchdorf aus Posl 28, Sege- berg(Trave) 21, Lübeck Trave) ?, Eutin (Schwentine)15, Schleswig ( Gramm (Fladsau)_ 15, Westerland auf Sylt 4, Wyk auf Fö r 1, Huxum 10, Meldorf 12.
Breslau 25,
Neustettin (Wartbe) 29, Stettin 8,
Flensbur ?,
Torgau 24, Dessau (Mul _Rudolstadt (Saale) ?, (Saale) 8, Ilmenau (Saale) 53, Stadtilm (Saale) 28, Dingelstädt (Saale; 37, Erfurt (Saal_e_) 23, Sondershausen (Saale) 27, Nordhausen Haus (Saale) Saale) 25,
agdkburg 0,
Klostermansfeld Quedlinburg (Saale) 5, Neustreliy (Hayek) 23, Kottbus (Havel) 15, Dahme (Hayel) 19, Blankenburg Spandau ( avel) '.), Heinerßdorf, Kr. Teltow (Havel) ?, Potsdam avel) 25, Brandenburg (Hawel) 3, Kyriy (Havel) 6, Gardelegen land) 16, Jesse (Aland) 13, Waren (Elde) 28, Marnitz (Elde) 31, Schwerin (Elde) 29, szlzen (Jlmcxnau)_ 2, Lüneburg (Ilmenau) 15, Neumünster (Stör) ?, Bremervörde (Oste) 4.
(Saale) 16, Bernburg (Saale) 6,
(Havel) 9,
macbxn, halte ich hier derarti e ausführliche Aeußerungen, wie _sie der _ Abg.“Arendt “gemacht bat, ni t für angebracht. Nur möchte ich den Abg. Arendt daran erinnern, daß aUe meine Voraussagungenxdie _1ch _
(Werra) 51,
47, Cassel (Fulda Scharfenstein (Al]? ) 12, CeÜe (Aller) 14,
(Werra) 36, Lisbenstein Schwarzcnborn (Fulda) Herford (Werke) 6, Iksenöurg (Aller) 44, Braunschweig (Aller _ ZM (Al]er)14, Herzberg (Aller) 32, Klausthal (Aller) “.), Hannover (Aller) 9, Bremen 0, Oldenburg
(Fulda). 14, Uslar (Werra) 24,
) (Hunte) 0, Elsfteth 0. _ Kleine Flüsse zwischen Weser und CMS.
Gütersloh (Dalke) 0, Münster i. W. ? Lingen 0, OLnabrück
(Haase) 0, Löniugkn (Haase) 3, Aurich 13, Emden 2.
Darmstadt 1, Frankfurt (Main) 0, Nahe) 12, SÖweinIb-xrg (Lahn) 5, Rauschenberg (Lahn) 7, Weilburg (Lahn) 2, Schneifel-Forst aus (Mosel)53, von der Heydt-Grube (Mosel) 15, Trier Hachenburg (Sieg) 29, erg (Ruhr) ?, Brilon (Ruhr) 54, ., Alt-Asisnberg (Ruhr) 113, EÜLWiek (Yffel) ?, Aachen (Maas) 13.
Der Höhe von 1 0111 Schn€edecke entsprachen:
am 3. März 1895 in Czsrwonken Marggrabowa Neidenburg
„ Altstadt
. SchiNlb-Zin
, Leobsckpüß
Coburg (Main) 31,
Franenheim (Main) 103, Wiesbaden 4, '
Geisenheim 0, Birkenfeld
ahn) 9, Mar-
' M [ (53931? ZZ “s“)
Lüdens Lid (Ruhr) (Ruhr)ch?, Kleve 0,
NSUWjéd 0, Sie Krefsld _,
en (Sieg) .?,
2.2 11111] Schu18[z- (Weichsel) 2
K.)
i!?»-
99!“
SE? Q Q
]SFUW WMWW» NOv-"qos's
Rudolstadt Nordhausen
Brandenburg Liebenstein
909799993 RI
|O
LZ
P d'! v-
warzenborn
» 00:- W
Y
:? “'!
w"
__!OWZQY-“WchL-ZQ
'“OsdOwspip-ÖNN'O
x..- S'
v.d.Heydt-Grube
»].»15»
": Schneedkcke hat im allaemeincn etwas abgenommen, nur in
gayzen_ Gebiet östlich der Weichsel und an den höher gelegknen tien tft eme Zungbme der Schn€€höhe zu verzeichnen, zum theil bis
' W ait ganzlich schnkefrei ist das Rheinthal und das untere eser.Ems„ h“ t
Entscheidungen des Reichsgerichts.
ein Schiff oder dessen Ladung ganz oder theilweise von ten Schiffe gebor en oder gerettet, so wird nach andelsgeseßbu _s der Berge- eder, dem_Sch1ffer und der übrigen Besaßung des _ sofern nicht durch Vertra esttmmt ist, in_ der Art verthet t, er ein Viertel und die üb ein Viertel erhalten. hat das Reichßgericht, 1.
einem
.t* “Ude oder Hilf5[ohn äwtschen dem R anderen S isses,
die Hälfte, s“mmer! gleichfalls
unter ihnen ein daß der Rheder rige Besaßung _ _ auf diese Be- tvtlsenat, durch Urt eil vom 12. De-
der Schiff
Ziüééte Véiiääe
Berlin, Mittwoch, den 6. Mä
d. b. bei Dampfern, die gewerbSmäßig zum Zwecke der Ver un be- st_nnmt_find. und auck) bei eincr "Hilfeleistung in Skencth, Lob?? für die Bemxung des [*ng-xnden Srbkfsö keine besondere Gefahr Lin- getrkten n*a_r, regelmaßig Anwcndung findet. „Dadurch daß die ,OZS", welcbe, wre die beklagte Rbcderei nicbt bestritten hat, auch als Schlepp-Dampfer benußt nxird,_unier der Führung des Klägers Mcd zu Ber_g_ungs- und HzlfeletstungSzwecken benußt worden ist, wird selbstvertandlicb der Kluger von der ihm gésc lich zustehendpn Tbetlnahme an dem verdismen ergc- odkr Hilfslo ne nicbt außge- s l_offen. Denn das Esser, macht in dieser Béziebung ksine Unter- s etdung, und es ist vielmehr der der Beratbung desselben dcr Tall, daß der Rheder aus chm Bergen ein Geschäft macht, ausdrückli in Betracht gezogen, wobei xnay daVoxt außging, daß in diesern FaÜe schon der HeuerVertrag das Notbige, set es ausdrücklich oder still'ycbweigend, entHaZten Werde, sodaß mttbm als Regel auch hier die AnWend- barkett des Art. 751 H.-G.-B anerkannt ist. Das; die' gewsrbsmäßige _Benußung emes Schiffs zum thccke der Bergung oder Hilfeleistung tn Seenoth ne_ben anderer) dafür sprechenden Anzeichen als Moxnent fur die Annahme eines auf den Ausschluß der Ansprüche des _SchiffLrS und der qunschast_ erichtetkn Partciwiücns bilden kann, 1st_ vom BerufungSgertcht garni t bsstritien. WEnn ab?: in di€"ec thhtqng von der Reyxsion_zunachst darauf hingewiksen wird, das; Bei der hier fragltchen_ Hilse'letsturzg für die Besa ung der ,Die“ keine besondere Gefahr etngetreien_sei, so ist _diessr mstand, we[chkr nur fü_r dre AuSmesung der Hohe des Hilslohns in Betracht kommen Wurde, unerbebltch.__ Von wejentltcber Bedeutung für die hier zu Lut- scheidende ange konnte dagegen der Inhalt des Von der Bkklagten mit dem Klggkr abgeschlossenen Heusrdertrags, insbesondere die Höhe der dem Kluger darm zuzeficherten chcr sein . . .“ (286/94)
Entscheidungen des Ober-Verwaltungsgerichts.
Kau_ft ein Vqter seine Kinder in eins AuHsteuerversichs- rung em durtjx dl? Entrichtung eines einmaligsn Batragks (an Siclch der ]abrltckyexi Pramiemablung), mit der Maßgabs, daß im Falze des Todes der Kinder _böchstkns der eingezahlts Bstrag zinslos zuruckgezablt wxrde, so scheidet, nach einer Entscheidung ders Ober- Ysrkyaltungsgenckyts, 171. Séllats, 2. Kammer, vom 19. Juni 1894, fur _dre stanlagung deY Vaters zur Staats-Einkommensteuer dieskr exitrtchtete Bexrag vollxtat1dtg_ aus ÖTM Kapitalwermögen dkÖsElbLii; es k?nnen Zinten _davvn nicht berechnet und zum Kapital- etizkczmmen hinzug_eseyt_ werden. _ Einem StLuer- pfxtcbtigen, welchex seine Kmder in die Aussteueérversicherung mtt emsm emmaltgen Betrage von 30000 «46 Lingekauft Hatt€, wurden_ von der Veranlagungs- und dsr Bérufungskommisswn 49/9 Zinsen Von_ de_n 30000 «ck mit 1200 «44 in Ansa gebracht und seinem steusrvßtcthgen Einkommen binzugersckynet. Zet hiergkgsn vom Steuexpflicbngen erhobenen BeschWerde wurde vom Ober- Ver- waltungsxgericht stattgegeden, indem es begründend ausführte: „Aus- steuer- VersicHerungspraMiZn mögen yon dem steuerpflichtigen Ein- kymmen fretl_tch_ nicht abzuzrsbsn _ssin, da die AusstsuerErficberung nicht unter dre txt: § 9 1 7 des Emkommensteuergsseyes aufgefübrfcn Yersicberyngen fa_[1t. Hier kommt absr lediglich in Frage, ob die einmaligen L€1ftung€n _des Zensiten für die AussteuerVLrfichsrung seiner Kmdex noch_ seinem Kapitalvermögen zuzurechnsn find und ob ihm em Einkommxn daraus zufließt. Dich Zragen mußtxn schon _nach 126111 Wortlaut dss § 12 Ein- ommenstkuergetéßes Vernetnt ivsrdün. Von den dort bc-zsichnstcn Arten _des Kapitaleinkommens kommt hier keine in Betracht. Auch dre 11nt_€r (3. daselbst gkdachte Fyrm der KapitalVerinsung trifft auf den Vorliegenden Fug offenbar nicht zu, da der Stsuc-tpflichtigk. durch den Einkauf _der Kmdsr in die AuHsteuererfickssrung von vorn- herkm auf xedkn ZmSgenuß vkkrzichtkt. An die Verficherungsgés69schx1st m_: FalZe de_s Todes der Kinder binnen einer bestimmten Zkit hat er seinerseits piklmebr nur den Rechtéanspruch auf zinslose Rückgéwäß- ru_ng des Cingezahlten Betragss und allein für die Kindkr MM “8- wissen Bedingungen emexi Weiteren R8chtSanspruch bkgründkr. Fs [tegt_ als? m der Tbat eme Zuwkndung seitens der Stünkrvflicbtigsn an die Kindkr Vor, über welche er fich der Verfügung und des“ Zins: ge_nuffcs begeben hat, und welche daher keincniaUs mehr einem desil ssmes zinstragenden Vérmögens bildct.“ (171. 13. 1856793.)
_ _ In den Städten der neun ältsrkn Prcußiscben Provinzsn ist, nach
einem Urtbeil des Obe_r-Vcrwaltungsgeérickyts, 11. Senats, vom
12. Dizzember 1894, em ReichSangeb-Zriger, welchkr nicbt
Preußischer Staatsbürger ist, nicht berechtigt zur Theil-
xiabme an den Gemeindewahlen, zur Ueanahme' unbc-
joldeter Gemeindeämter und zur Gemeindeveriretnng. .Das durch Art. 3 Abs. 1 der RLichöVeraffung, lautend:
_Für den _ganzen Umfang des Bundesgebisis besteht ein gsmeinsasrch Indigenax mrt dsr Wirkung, daf; dsr Angehörige (Untértban, Staats- kürgkr)_eines jéden Bundesstaats in jedem anderen Bundsssiaat als Jnlander zu behandeln und dkmgemäß zum festen Wohnst , zum Gewerbebetriebe, zu öffkntlicloén Acmiern, zur Erwerbnn-g von Hrund- stücken, zur Erlangung des Staatsbürgcrrcckyis und zum Géilliffk aÜer sonsxigln bürgerlichen_Rechte untcr denselbkn Vorausscßungcn rvie der Einhe'itxtiscbe zuzulanen, auch in Bsirsff der Rechtsverfolgung
_ und des Rcchtsxcbuyés demselben glcicb zu bkbandeln ist _
etngkführte Reichsmdigenat hat nur die Bedxutung und die Wirkungen, welche an dieyer Stekl? selbst angsgcbcn find. Dis Staats- angehörigkkit in di!" 811136111811 Bundesstaaten ist nicht in der Reickosangehörigkcit aufgegan en; cbe'nsowcnig ist der An- gehörige cines Bundesstaats etwa 3119185?) Angköörigsr aller übrigkn BundeHstaaien, wie denn auch das BundcsgcsF vom 1. Juni 1870, bxtr. die Erwerbung Und dkn Verlust" der * undcs- nnd Staats- gngebörigkßit, Bestimmungcn Über den Erwerb dsr Staatsangehörigkeit 111 dem emen Bundésstaat reitens dss Angehörigen eines andkrkn
Bundesstaats enthält. Es kann also auch nicht derjenige, welcher in
dem einerx Bundcsstaate Staatsbürger ist, damit ohne weitsres befugt sem. in einem anderen Bundesstaat die Rechte aixszuüben, Welche den Befiß des Staatsbürgertecbts in diesem vorausicßen, wie z. B. das
Recht, fich an den Wahlen für den Landtag zu bktheiligen. Das
Gleich muß in Ermangelung einer anderweitigén Bestimmung yon
der Fähi keit zur Erwerbung des Gemeindebürgerreckpts gelten. Namentlt _ ist _das Gegentheil nicht aus den Worten .und zum Ge- nuffe aller (o_nsttgen bürgerlichen Rechte“ zu folgkrn, da das Gemeinde- bür errecht nicht zu den bürgerlichen, sondern zu 0211 politischen Re ten gehört. Dazu kommt, daß der 3. Absaß des Art. 3 der Reichs- verfassung außdrückltcb Heiümmt, daß der im ersten Absaß ausgesprochene Grundsaß dre Vors rtften, welche die Aufnahme in den Gemeinde- verband _betreffen, ni t berühren soll. _ _ Dementspreckoend hat sich der Minister de_s Innern bereits in einem Erlasse vom 8. Februar 1875 unter auSdrückltcher Berufun auf den Abs. 3 des Art. 3 dahin ausge- sprochen_, daß em württem er ischer Staatsangeböi er gemäß § 3 der Stadteordnung für die RJ
welcbex die Eigenschaft eines Preußsn die Vorbedingung zur Erwerbung des stadtische_n Bürgerxechts sei, zur Tbeilnahme an den Gemeinde- wahlen in emer _rbeimschen Stadtgemeinde nith berechtigt erscheine. AFZ) der unterzeichnete Gerichtshof hat [chou
en
einprovinz vom 15. ai 1856, nach
_ rüber in dem Sinne ieden, daß die Bestimmung der Stadteordnungen, Wonach nur
94 auSgesprochen, daß die elbe auch, bei B er g e - D (: mp fer n,
ein Preuße das Gemeindebürgerrecht erwerben kann, noch in Kraft sei.
Daraus, da neuere Geseke eine nicht entba tsn, kann nur gefo als _fortan entbehrlich, keinkskL'Lgs aber, Gebieten der ältsren Städtso hat“. (11 1702.)
ert werden , da
Statistik und Volkswirthschaft.
Ueber den Verkehr auf den deutschen Wasserstraßen
das neueste Heft dgr Vierteljabrsbefte zur Statistik des Zusammenstellung für die Jahre 1872 bis 1893, g des Verkehrs an den wichtigsten Ver- Gesammtverkehr aufden deutschen . Jm (x_llgkvwsnen wird bemerkt, daß Zbre_1893 durcb niedrige Wafferständk, welche obnltcben Trockenheit
veröffentlicht Deutschen Rei die jedoch nur die: E kebrspunkten darstellt, da d Wasserstraßen nicbt erbobcn wird dzeskr Verkehr im J eme Folge dxx ungew mers waren, yehY ung_ünstig beeinflußt word ckck ixyetpaffern ist außerdem noch durch rteg 7:7 im Juli 1893 ausbrach, beeinträ Von dem B*rkx5r auf der Spree weist die
Zu_fuhr na ck Y_krlin nach, da die Durchfu Abfuhr nur D(tiUixxiÖmäßig geringfügige r Wasserwerfebr dsr Vororte Berlins ist Zu Berg sind in Berlin angékommen 1 Schtffßgüter und 5000 b Floßbolz, 1892
_ neben 3000 b Sguter nebst 8000 b Floßholz, 1892 1900 1; D ck b t FPÖZLZJHZ 1942Sc§9ff ana a te usu r Von i _ _ icht unkrbkblicb abgenommen, bat en 1892 w_teder gehoben; und namentlich sind Baum [en, Getrstds, Mehl und Obst 1893 in größerenM ryordsn als 1892. Faßt man dre verschiedenen betHei Hauptgruppen znsammen, so ergsben fi
rübiabrs und Som- Der Güterwarkehr den deutsch-russi- cbtigt worden.
usammenstellung :: durch die Stadt Bedeutung haben. nicht mit nach- 891 2 759 000 t;
in den östli
schen Zollk
. _ nen zu 1000 F,?) 2332 000 u SchiffÉgüter 2531000 i. Slbiff? üter 1891 2018 t Schi Schiffsgütsr, 11000 v Floßdolz.
Berlin gkgen 1891 n
Schiffsgüt Sgütern na fich_aber 1893 aiertal, Sikin- e_ngen zugeführt ligten Gütsr in _ ck)_für das Jahr 1893 als An- fferzUsuhr nach Berlin dem Gewichte nach: bei /0, Nabrungßmitteln 9%, Holz
Elbe bei Hamburg ist für den an wslchem vor dém Zollanschluß dic Zollgrenze Durchgegangen
tbxil an der Wa St-Zim'n 65 0/0, Brknnmaterial 140 6 0/0 und Kaufmannsgütern 60/0.
Der Verkebr auf der Ober- Punkt nachgewicsen, (Entenwärdkr). 1550 000 b, 1892 1 671000 6 und 1893 151 zu Thal: 1891 1748 (00 t. SchiffMüter, 1399 000 t“. Sckziffsgüter, Schiffsgüter,
find bist: _ 2000 b SchiffMütcr; 20000 v Floßbolz, 1892 22 000 r Floßbolz und 1893 1527 000 b
zurückgkgangen,
Hauptapthcil an dem Bergwerkkhr (Abgang von
Getreide (1893 26 0/9), en (4 0/0), Petroleum, An dem Verkehr
zu erreichen. Düngemittel (15 0/9), fette Oe1e und Fette, zu Thal (dem Zugang _ Zucker (1893 430,/.,) Getrétde, Salz und Méhl. große Bedeutung als Stapelplaß für die nach Suddeutschland und Oesterreich, Dér Rheinberkebr im Mann- r Ankunft zu Berg und dem 9, wahrend die Ankunft zu
9
zu Berg find: 1891 1916000 t, 8000 v SchiffMüter; abgegangen zu 106 000 b Floßbolz, 1892 420 000 t; und 1893 393000 r SchiffsUütcr, zu Berg angekommenen Schiffs- diese bestehen haupt- Petryleum, Oslsaat,
Die zu Thal ab-
Steinkoblién (_5 0/0), Roheis Oelfaat und Kolonialanret]. maxi) Hamburg) find banptiäcblich bethéiligt: Dunaennttel (13 0/0), Steink,
Mannheim besitzt eine yon dßm untersn soxvik: umgxkchrt bestimmten Hertner Harem bat naturgemäß bei de Abgang zu Thal den größten Umfan unbkdeutc'nd Janz Versckzwindst. Angekommen 1892 2 115 000 (* und 1893 238 Thal: 1891 353 000 d SchiffSgüt Sckyiffsgüter, 105 000 t; Floßbolz 96000 6 Flo HOTz. (;_üter Hat fi
Dis Menge der _ Von Jahr zu Jahr 9 yachltch aus Steimkoblsn (1893 53 0/0), Getreide, ROH- und verarbeitetem Eisen und fetten Oelen. gütsr bestapden_bauptsächlich in Salz, _ _ Flo Vsrkebr ist nicht unbedkutend, gcrmgcr als in dmr 5 orja ren.
,xcgangcncn Schiffs war aber 1893
Zur Arbciterbewegung.
_ Aus Idar wird der „Köln. Ztg. sammtlicbe Arbsiter der Diamantsehl Arbeit niedergelegt haben; fie: fordern ei _ Jn Schmölln soll fich nach einer dic Zahl der auÖständigLn Knopfarbei 2[. NÖ. 56 [?" TZR)
ün cn Eri tet die „Müxch. oft“, 8 Boykott übxr die BrankrYi ehdben wvrdxn ist, nachdem die Brauerei ihrs Räume ozialdemokratrsche Versammlungen geöffnet Hat.
Bückbeurg hatten, die mi_t _Aufräumungsarbeitsn am Schloßg Vor einigen! Tagkn Mgkn dsr Loanerbältniff€ die folge der Vermittlung des Landratbs
der Müllékschen nd ihren Arbeit-
“_ telsgxaphisch gemeldet, daß erferxt von Hahn U,Co. die ne Abanderung des Lohntarifs. Mittheilung dss „Vorwärts“ ter gestern auf 800 belaufen
da der "o_ia - dcmokrafisch ß 1 3 [ Kixidl auf wisder für _ _ „Vorwärts“ 200 Arbßtter,
schäftigt waren Arbeit niödergsU' noch an d?mselbcn Tage In Flensburg ist x1ach demselben Blatt in Blkchryaarenfabrik ZWLschLn dLn Klempnern u gebern em Lohnstrcit außgebrochen.
gt, kehrte'n 5er in zur Arbeit zurück.
Literatur.
Geschichte. dsr Herzogin Elisabeth Charlotte von HerauSgegeben von_1)r. Eduard Bodemann. H _ _ Dre ersönlichksit, mit der uns Bodemann ist eme der o_runnellsten und zugleich anziehendsten schichte. Eine geborene Prinzessin von der _ tte a_m Verwandtkn welfischen Hofe zu annoVer erzogen und bytratbete spater _ sehr wider Willen _ dm erzog v. Orleans, den Bruder Ludwig derbes Naturkind von scharfem Verstan und durch deutsch gefiimt, Vergaß fie Muttersprache nicht; ihrem angeboréncn kalvints ehen, konnte fiL es nie Verwinden, etratlx zum KatholiziSmus überzut der SttlTe an den religiösen Gebräuchen und den Daheim hatte „Liselotte“ Vaters und ibrsr Verwandten
K*. Brißfe Orleans. und Leipzig, HaHn, 1895. _ bier bekannt macht, rauengestalten dsr salz, wurde Elisabeth Charly
neueren Ge
's LW. _Sie war ein gesundes, de und prachtigem Humor; durcb französischen Hofe ihrer chen Glauben treu er- daß man sie wegen der französischen n batte, und h _ _ ebeten ihrer Kindheit in _der emfachexi Haushaltung ihres wenig von verfeinertem LebenGgenuffe elernt, und mn) kam sie, noch nicht zwanzigjährig, an den unkt _der Uepptgkeit und der Verschwendung, den H f . Kerne Freundin empfing sie dort ewiesen stand sie inmitten dks bi () den und dabei innerlich bohlen
reten gezwun
, ganz allein auf sich an- tten und doch frivolen, des prun- _ _ _ _ öfiscben Getriebes; für die Gefühle ltch_ke1t gn ihre Heimatl) und ihren alten (Glauben fand fie _ erstczndmß, axn wenigsten bei ihrem Gemahl. Jbre nä sten Freundmpen,dte Herzogin von Hannover und ihre Erzieherin die rau von Harlmg, geb. oon Uffeln, ivaren in Deutschland geblieben, und allein
der Anhän