1895 / 58 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 07 Mar 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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Von den übri en Gru pen yon 4 Sianalbuch ben sinix die 1440 Gruppen Hoon (39 0 bis 617171" Y_r zeißmmg; der Schiffe der KriegSmarmen und die letzten * Gruppen- von 111301) bis 1171718 zur Bezeichnung der Schiffe der Handelswarinen in der Art bcstmrxxit, dgß xedezn Krregs- und beziehungsweise Kauffabrtei :Scbine sm_s dieser (1440 + 53040 =) 54480 Si nale als Untersckderdungß-Sgnal zu 11- tbeilen ist. Von den eßtgenannten 53040 Gruppen _smb te Si nale von 81301) bis ZITAT fur die NZZ Kaiserlichen Ko onialoerwaltungen in Afrika iintertellten Jahrzextge be- stimmt, soweit diese nicht zu den Kriegsbhrzeuxxi geloren.

Jedem Staat stehen e_ille Uyterscheidungs-«igna e behufs Vertheilung auf die Schiffe seiner Flagge zur Verfugung. Schiffe von verschiedcnen Flaggcnizrhren dabcr vielfach das- selbe Unterscheidungs-Signal, Schiffe unter derselben Flagge niemals. _ _ __ _ _

Die Vertbeilun, dcr Untericherduygs-Stgyale aus ,die einzelnen Schiffe wir durch dir _zustäydigen Ychordxn bewrrkt. Jedem deutschen Kauffahrteisch1fte_w1rd gleich bei drr Em: tragung in das Schiffsregisirr ein so_lches Uziterscheidungs- Signal zuqetheilt und in semrm SchifsS-Zeri_1nkate vrrmerkt. So lange bas Schiff unter deutscher Flagge fahrt, beba1t_ es dieses Unterschcidungs:Signal_ auch _beim _Wechsel seines Heimathshafens oder seiner Rxgrstcrbeborde bei.

Die nach der systematischeziz Reibenfolge dcr Unter: scheidungs-Signale geordnete LMS ergiebt, welche uiiter: scheidungs-Signale den einzeélnbn Sckiisseir der brunchen Kriegs: und Handel§:Marine, sowre dcn Regierungsfahrchgcn in Afrika beigelegt Und. _

Für dic Schiffe anderer Siaatexi, uzelche bas Signalbuch ebenfalls angenommen haben, sind abnlrche_L1ftcn m_)rhandcn.

Die Art und Weise, wie die UnterjchetdnngS-Szgnale zu signalisieren find, ergiebt fick) auß bern in dem Signalbucb enthaltenen Abschnitt übrr „EWUÖTUW und Gcbra1_1_ch dcs Signalbuchs“. Will ein Schiff sick) einem anderen SM", eincr Signalstation u. s. m. zu; erkennen geben, _so muß es außer seincm Unterscheidungß-Srgna1_fzcis auch seine National- flaage zcigrn, da, wie erwähnt, Schl"? Ziérschiedener Flaggen viclfack) dasselbe 11nterschcidung§-Signg[ [Uhren. ___ _

Ein Schiff, welches das Unterxcheidungs-Srgna1 eines anderen Schiffs wahrnimmt, kann dcney Namen, Hermaibß- hafen, Ladungsfäbigkcit und Dampfkrast atis der Line sofort ersehen, Vesißt es die Lisi; iiicht, so rmrd cx“; srch_ behufs spätercr Feststellung odcr Wcrtermcldung die Nationalitat und das Unterscheidungs-Signal zu merken herben. __

Jährlich erscheinen 1161113 AusZabcn dreier Sch1ff§11116 und im Laufe jcdes Jahres drei Nachtrage zu dsrselben.

Der General der Kavailerie vonRosenberg, 51 13 811118 des usaren-Regiments von Zicke!) (Brandenburgiiches) Nr. 3 und spekteur der 2.5?avallerie-Jn1pektion, hat Berlin verlamcn.

Der am bissigen «fe beglaubigte Gesandte der Vereinigien Staaten von Mcxrko anuci Jturbe hatBerlin aufermge eit verlassen. Für die Dauer seiner Abwesenheit fungirrt der sie Sekretär der Gesandtschaft Federico Larrainzar als interimistischcr Geschäftsträger.

Laut tclcgraphiscbsr MeldUng an das Ober-Kommanbo der Marine ist S. M. S. „A1exandrine“, Kommandant Kapitän zur See Schmidt, am 5, d. M. in Hoßgkong ein- etroffen und wird am 15. d. M. die Reise nach Singapore ?oriseßen.

Stettin, 6. März. In der beutigcn SiZun des Pommerschen Provinzial:Landtags wurde zunä | die Vorlage der Königlichen Staatsrcgierung _ Übxr die Er: richtung einer pommerschen Landwirth7chastskammer berathen, Ter Bcrathung wohnte __der Gebeimk Ober: RegierungsxRatk) ])]: Tbiel als Kommimar de_s Ministers für Landmirthscbaft bei. Es fungierten als Rexerenr Landraib a.D., Landschaftö-Direktor von KÜULrOffeken, als Korreferent der Landratl) ])1'. von Körber aus Bergen a. Rügen. "'Der Antrag des Referenten und Korre'erenten lautet dahin:

1) die Errichtung einer pommen' en Landwiribscbaftskammer für wünscheanertb zu, erklärén,

2) die Zustimmung zu dkn von drr Kbniglichcn Staatsregierung Vorgelegten .Saßungen“ auszwsprechrn.

Z) die Prtitionen

&. des Bundes dEr Landwirtbe für die Krkisr Rügsn, Franz- burg, Stralsund vom 15. Oktobkr 1594,

b. des landwirfbschafilichen Veréins drs Krr'isés RÜJM vom

- 12. Drzembrr 1894,

(:. drr Abtbrilung drs BundeH drr Landwirtbe für den Wahl- kreis Greifswald-(Hrimmen born 4. Februar 1895, betreffend dir. Errichtung Von zwei Landwirtbsthaftézkammern,

für erledigt zu Ukläkkll. _ *

Ueber das Bedürfnis; der Errichtung einer Landwirib: schaftskammer erhob fich zunächst keine Diskussion. Es wurden sodann die Saßungrn znr Diskussion gestellt. Zum § Z stel1te der Bürgermeister K'ummert-Kolberq einen Antrag auf Ausdehnung der Wählbarkeit im Jntereffe der städtischen Kreistagsmitglieber, zog denselben aber auf Grund der Erwiderung und Aufklärung des Ministerial- kommissars zurück. Zum F 9 stellte der Gutsbefißer Birn- baum-Oldendorff cinen lbänderungsantrag, wonach der Vorstand aus dem Vorsißenden und sechs Mitgliedern (statt drei Mitgliedern) bestehen soll, von denen je zwei den drei Regierungsbezirksn angehören nrüffrn. Der Antrag wurde aber nach längerer Diskussion zurückgezo en. Die Saßungen wurden im ubrigen obne weiteren Widc pruck) an- genommen. Die Frage, ob im Faile der Errichtung einer Landwiribschaftskammer überhanpt eine oder zwei Kammern herzustellen seien, wurde bei der Abstimmung mit allen gegen einx Stimme zu Gunsten dcr ersteren A1ternatioe_ zum Beschluß erhoben. Schließlich wurde mit großer Majorität der Wunsch der Errichtung einer pommerschen Land- wirtlzschaf1skammer zum Beschluß erhoben, und wurden damit die hiervon abweichenden Petitionen aus Neuvorpommcrn als erledigt erklärt. Die beanrragie Bewilligung einer Bei- hilfe von 2000 „44 zum Ausbau der Si. (Hrrtrud-Kapeilc zu Treptow a. R., eines der Erhaltung würdigrn binorischcn Kunstdenkmals, wurde einstimmig angenommen. Dem Pommerschen Gefängnißberein wurde eine fortlaufende Bci- bilfe von 500 „46 ]ährlich bewiUigt; zur Heraus- gabe eines, Werks „Weizacker“ seitens des Profeffors Or. Blasrndorff in Stettin wurden 700 „FL bewilligt. Die

-s "ckméProjekarl-titen und der KMW la _fEr-deMmH UÜFEWeiterquou des Landhauses (Dien ge _ude-ideri- _ ) vinzi'alverwaltung und Vertretung) wurden'genehmtgt. Zunx _au- des evan elischen Vereins- und Gesellenhauses wurde eme Beihilfe von 100300 „44 bewilli t. Verschiedene Rechnuzxgen nzurben dechargiert. Der omma§chen Landckgenoffenschaft(53_e11_trcx lisaiuzn der ländlichcn enoffenschakxten naxh de_m Systxm i_aiffeisen) ist von der KöniglichenSee andlung _ern Kredit bis _zu einer Million Mark zu 21/2 Proz. _Verzmsung m Ansicht _ge: stellt worden, unter der Bedingung, daß der Provinzial- veiband die Gärantie übernehme. Es _war auf Anregung des Verband-Direktois 'von _mehreren Landtags-begxord- neten der Antrag gestellt, "den Provinz1a1:Nusschuß zu ermachtrqen, diese Garantie im Namen der Provinz auszusprecheii. Nach lebhafter Diskussion wurde mit sehr großexr Maxorrtat _dresxr Antrag, jedoch nur mit der Maßgabe, daß die (Garantie bis zu 300000 „44 ausgesprochen werden dürfe, angenommen.

Posen, 6. März. In der heutigcn_Si§ung _des rovinzia1:9andtags wurde über die Emseßung einer Yrovinzial-Kommission, welche über die YerwendunF der aus “taats- und Provinziaxfonds behufs Yrderung ck_Land- wirtbichaft anäbrlicb außerordentlich zur" erfügung zu 1_tell_en: dcn Summen zu beschließen hat, berathenynd der Promnthl: Ausschuß ermächtigt, die Wahlen für_ „diese Komm1s_s1_on, in welcher einem von dem Herrn Ober-Prafrdenien zit_bemmmxxt- dcn Staatsbcamien Sry und Stimme xinzuraumen nt, vorzunehmen. Die Wahl ist vorzygsweiie auf_ erprobte Landmirthe, welche namentlich m_ Meliorationssachen praktische Erfahrung bcfißen, zu richten. Den Inter- essenten an der' Regulierung der Bartsch voir Ndslnau bis Ncusch1oß, Kreis Mililsch, innerba1b_drr Provinz Posen, wurde die jährliche Tilgung Lines zur Ausfuhrung der erforder- lichen Arbeiten bezw. zur Herstellung der Bguwerke bei der Pro- vinzial-Hilfskaffe der Provinz Posxri mrt 1 Proz. Tilgung aufzunehmenden Darlehns bis zur Hohe vori 80000 „Fx: forme deffcn Über 21/9 Proz. hinausgehende Verzinsung zugesichert und der Provinzial:Ausschuß rrmächtigt,__nc_:ch_Absch1u8 der bezüglichen Verhandlungcn mri der Komglrcben Staats“- rcgirrung, der Provinz Schlesien und dr-n Jnterenenten, diese Beihilfe nach Maßgabe der disponiblen Mittel_ der Fonds für Lamchmeliorationen biS zu einem fesichßicn csammibetrags und unter der Voraussrßung eincr benimmien Beitragsleistung seitens der Intereffetitrn für de_n Morgen des noch fcstzustellcndrn Verheiligungsgrbiets zu crbohcn._ Sodexrin warden Etats für das Rechnungöxahr 1895/9611. 1. Z. mt: csteUt, und zwar: für die Verwaltung der Provinzial: hauffeen, für die Unterhaltung der Provin'zial-Cbausieen, zu Chauffee-Neubauprämien und Wegebau-Veihilfen, _für die Provinzial:Jrrenpf1ege-Anstalt Kosten, die Provinzial: Jrrenanstalten Owinsk und Dziekanka,_ die Provinzial: Taubstummsnanstalien ofen, Schneidemuhl und Brom- berg, die Blindenanstalt romberq, die Hebamme_n-Lebran_ftali Posen, die Gärtner-Lehranstait Koschmin und die landwrrth: schaftliche Winterschule zu Frausxadt und _Jnoiorazlaw, Schließlich faßte die Versammlung uber Beschaffung anberer Räume für die Provinzial-Feuer-Sozietät und über emen Antrag, betreffend ein anderweitcs Verfahan bei Uebernahme der von dcn Kreisen neu erbauten Chauiyeen in die Unter: haltung der Provinz, Beschluß.

Sachsen.

Ihre DurchlaUchten der Fürst und die Fürstin, zu Schaumburg-Lippe sind vorgestern _zum Besuch Ihrer Majestäten des Königs und der Konigin in Dresden em: etroffen. Hochdicselben wurden am Bahnhof_ von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Friedrich August

empfangen und nach dem Rcsidenzschloß geleitet,

Württemberg.

Die Kammer der Ab eordneten bat gesteriz mit 64 gegen 18 Stimmen ben AÜYLH 4 ch Adrcßcntwurss abge- nommen, worin cine VerfassunFSreform unter Auf- hebung dcr Vorrechte der Ge uri oder des Amtes gefordert wird. Die Vertreter der Ritterschaft und der Prälaten gaben ablehnende Erklärungkn ab, während die Vertreter der katholischen Geistlichkeit und der Kanzler der Universität dem

Absatz zustimmten. Heben-

Der Zweiten Kammer ist ein Gescßentwurf, betreffexid die Bildung der Schulvorstände, insbesondere Fest- seßung der Zahl der in dieselben eintretenden Oberlehrer, sowie ein Göseßentwurf, belreffend die Städteordnun für das Großherzogtbum Hessen, zugegangen. Na dem 1th cnannten Entwurf sou der Art. 13 der Städteordnung vom 13. uni durch folgende Bestimmungen erseßt werdcn: „Stimm- fäbig smd: 1) alle in der Gemeinde wohnenden Ortsbürger, 2) alle männlichen Einwohner, welche die deutsche Reichs: angehörigkcit befißen, und welche seit zwei Jahren ihren Unter: ftüsungswobnsiy in dcr Gemeinde erxvorben haben, xedoch unter der Voraus eHung, daß sie zur Zeit der Wahl 25 Jahre ait und vom _1. April des dem Rechnungsjabre, in mslchem die Wahl statinndct,_vorherg_ehenden Jahres an in der Gemeinde kommunalsteuerpxlichttg nnd.“

Anhalt.

Ihre Hoheit die Herzogin und Ihre Durchlaucht die Prinzessin Alexandra von Anhalt sind, wie der „N. SL.:A.“ meldet, vorJestern Abend von Dessau abgereist, um sich über Paris an Marseille nach San Remo Ju be- geben, wo Hochdieselben einen längeren Aujenthaxi zu nehmen gedenken. Seine Hoheit der Herzog befindet 1161) zur

eit noch in Dresden. Dem Vernehmen nach beabsichtigt Seine Hoheit, nack Beendigung der Maffagekur cbenfalls nach San Remo zu reisen.

Elsaß-Lothringeu.

Der LandeHausschuß nahm in sriner Sißung vom 5. d. M. die nachstehenden Abtheilungcn des Etats in zweiter Lesung_ nach den Kommiffionsbefchlüffen an: 1) Etat der Unioern'tät, der gooiogiscben Landesunteriuchung, des meteorolo- gischen Landesdiensees, für Kunst und Wissenschaft, sowie der Univerfitäi und Landesbibliothek: 2) Ciat des höheren Unter: richtswescns; 3) Etat der Kultusverwaliung; 4) Etat derHoch: und chcbauvermaliung. Bei dem ebenfalls durchberathenen Etat: Allgemeine Einnahmen und Ausgaben der Verwaltung der ("inanzen und Domänen wurde die endgüitige Feststellung des Detrags, der aus der Begehung von Renten zur Er: gänzung der Einnahmen des ordentlichen Etats für 1895/96

M *an«4 im hi ' «irisxEüxführUng'Lvo

ulen, um Erhöhung des Gehalts “» zusagen, wurde dem Vorschlage der „Kommission gemäß zur TageSordnung übergega_n en,-mit91ück: sicht darauf, daß die Negrerung_ sich zur (mog ichst balbrgeu Einführung des im Prinzip gebilligten Systems der Dienst- altersftufen bereit erklärt habe,

*Deftermchi-Ungm.

Der Fürst Lobavow ist,heute“Mang von'Wien nach St. Petersburg abgereist. _ _

ImLandwirthschaftSausschuß des österreichischen Abgeordnetenhauses erklärte gestern der Finanz-Miniftcr 131“. von Plencr, die vorgeschlagene Enquéte Über die Zuckerkrisis werde von der Regierung veranstaltet werden. Die sofortige Rückzahlri'ng der über die ge: seßlicbe Kontingentssumme hinaus geleisteten Zucker: bonifikationen zu erlassen, würde ein sehr großes und ungerechtfertigtes Geschenk des Staates an die Zucker: industrie: bcd2uten. Der Gedanke, die Regierung solle zwecks Schaffung einesFonds zur Bestreitung einer derartigen Er: höhung dcr Vonmkationcn die innere Zuckerkonsumsteuer er- höhen, „dürfte „kaum die Zustimmung des Abgeordneten: hauses nnden, weil doch die *onsumenten eine solehe aus der Erhöhung der Prämie sich ergebende erhöhte Konsumsteuer tragen müßten. Weder die Regierung, noch das Parlament, würde die Verantwortung für eine so bedeutende Preiöerhöhung des Zuchers für den Konsum übernehmen. Der Minister besprach darauf den Antrag des deutschen Reichstags-Abgeordneien Paasche, betreffe» die Exportprämien, und erklärte: im Jntcreffe des Wohlbenndens d_er Bevölkerung, im finanziellen Interesse und au_ch im Iniereffe dcr Zuckerindustrie sei es wünschenswertb, da]; cs gelinge, im gegenseitigen Einvernehmen der bctheiligtcn Staaten einen Zustand herbeizuführen, bei dem der Wettlauf bei den Zuckerexportprämien aufhörte, Da- mit seien auch die angesehensten Vertreter der Zuckerindusirie cinverstanden. Nur durch eine Einschränkung der Nüben- und Zuckezrproduktion sei cs möglich, größere Kalamitäten der Zucker- rndujtrie zu verhindern, während sonst ein Zusammr-nbruck) der Zuckerindustrie nicht nur in Oesterreich, sondern auch in anderxn Staaten nicht ausgeschloffen sein würde. Der Minister versicherte schließlich, _er werde die Enquéte nach Möglichkeit untersxüßen und die Bejchlüffe mit Sympathie ver: folgen. Der Auschuß nahm hierauf den Antrag auf Veran- staltung einer Enquéte durch die Rrgierung an und wähiie einen Unterausschuß zur Formulierung der für die Enquéte in Bßtracbt kommenden Fragen.

Die Blätter melden, die Prager Handelskammer habe beim Handels-Ministeriitm das Erjucben eingebracht, eine internationale Enquéte, an der Vertreter sämmt- licher rübenbauenden Länder theilnebmen sollten, an- zuregen. Die Kammer erklärt, eine Abhilfe sei nur durch entsprechende Verringerung der Rübenerzeugung lich. Die von Deutschland beabsichtigte Erhöhung der us: fuhrvergüiung könne die Krise mir noch verschärfen; Jie würde auch in Oksterreich eine entsprechende C'r: höhung zur Folge haben. _ Gleichzeitig hat der Zentral- verein für Roh“uckerinduftrie eine Eingabe gemacht, worin der im deut eben Reichstag eingebrachte Antrag Paaiche auf Erhöhung der Zuckerprämie bekämpft und erklärt wird, die schädliche Wirkung der vor eschlagenen Erhöhung sei nur durch die Erhöhung der österrci isch:ungarischen Zuckerprämién um densrlben Betrag auSzugleichcn.

In dem Prozeß wegen der Vorgänge in Pirano wurden nach einer Meidimg aus Triest 13 Angeklagte zu Gefängnißstrafen von einem Monat bis zu 21/2 Jahren,!)er- urtbeilt; ein NnZeklagter wurde freigesprochen. Der Staats: anwalt bob in seiner Rede hervor, _daß die meisten der“ “An: geklagien bereits vorbestraft seien; iie seien lekiglich gedungen gewesen, die eigentlichen Veranlaffer aber unbekannt geblieben. Er beantragr, die Angeklagten nicht wegen politischen, sondern wegen gemeinen Verbrechen?- zu vcrurtheilen.

Großbridannieu und Irland.

Dis Admiralität bat die Begründung zu dem BUdgetvorschlag für die Flotte für 189596 vcr- öffcntlicht. Die AusZaben werden auf 18 701000 Pfd. Sterl. veranschlagt, also 1334900 Pfd. Stekl. mehr als 1894/95. Es wird beantragt, den Bau von vier

KreUzern erster Klasse, vier Kreuzern zweiter Klaffe, zwerj Kreuzern dritter Klaße und zwanzig Torpedoboot:Zerfiörern'

zu beginnen. Ferner soll die Mole von Gibraltar um 3200 “"uß verlängert und der Hafen von Dover zu einem geschüßten Zafer: völlig ausxzebaut werden, in PortSmouth soUen neue Marine:Kasernen errichtet und der Kohlenvorrath auf Malta vergrößert werden. Die Kosten dieser und anderer bereits in Angriff genommenen Arbeiten sollen durch eine Anleihe auf-

gebracht werden. Frankreich.

Der Präsident Faure hat dem „W. T. B." zufolge be- schlossen, der nächsten Sitzung des Ober-Kriegsrathcs zu präsidieren. _

Der „Temps“ meldet, die Regierung beabsichtige, falls der deutsche Reichsiag die Beibehaltung der Exportprämien für Zucker beschließe, die Zuschlagstaxe auf auslän- dischen Zucker in entsprechendem Maße zu erhöhen und, falls xs nothwendig sein sollte, eine Exportprämie für französischen Zucker zu beantragen. Um den Wünschen der Raffinerien und der Hafenorte entgc enzukommen, molke die Regierung die Quantitäten des einzula xenden ausländischen Kolonialzuckers, ferner die Ursprungsländer und die französi- schen Hafenorte, in denen dieser Zucker zugelassen werde, [imitieren.

Die Einnahmen aus den indirekten Abgaben im Monat Februar ergaben ein Minus von 23 Millionen Francs gegenüber den Februar-Einnabmen im Jahre 1894, darunter ein Minus von 18 Millionen in den Zolleinnahmen.

Rußland. TerGroßfürft-Tbronfolger hat sich, wie „W.T.B.“ aus St. Petersbur meldet, gestern in Valum auf der Ybacht_„Polxarnaia wesda“ eingefchifft und ist nach Algier (: gereizt. _ Der frü ere Minister Wyschnegradsky ist schwer er- krankt; er er?itt einen Schlaganfall, der ihn der Sprache und

1 gewonnen werden soll, bis zur Beendigung der zweitenEtatslesung

des Gebrauchs der Beine beraubte.

Wm _:ich des Vereins imiinarischßebild'eter _ ' hemQ

. ' * T-JMie».

Dem „Diriüv“ *zitfokge 'hat die Ankkagekäüimer 'geftkknÉden

von Giolitti _erhobenen'Kom? etenzeinw'and in dem auf «md v'on Privatkiagen einge eiteten “Prozeß verworfen. Siolüti hai hiergegen Berufung bci dsm Kaffationshof eingelegk- . . - Spanien. Das Befinden der Königin:Ncgentin batte fick), wie . T. B.“ aus Madrid erfährt, gestern gebessert.

. Der Marschall Martinez Campos batte gestern mit Sem Kriegsminister Lopez Donßnguez eine Besprechung über Cuba, darauf stattctkn beide der Königin:Negcntin einen Besuch ab. Wie es heißt, wird Martinez Campos als Gouverneur nach Cuba gehen.

In der Kammer legte der Minister für Kolonicn Abarzuza einen Weßentmurf vor, worin ein unbeschränkter Kredit Für die Erfordernisse des Feldzugxx aquuba verlangt wird.

Schwäz

Die Kommission des Nationalrats» für die Vorlagp, HeireffLtid Reorganisation des Bundeßraibs, hat, wie der „Bund“ berichtet, ibrc Bcraibunq vorgestern geschlossen, Sie stimmte materiell den _ersien beibcn vom Ständeratb bc: Zchwßenen Forderungen bei, welche die Geschäftzöentlastung des Bundesraihs, dic geseßiiche' Regelung des Verfahrens in Adminiftrativstrcitigkciien und die Einführung einer um- 'Faffenberen Kontrole des eidgenössischen Staqtshaushalts bc- zmeckcn. Ferner beschloß ne auch die Revision drs Bunder- Hefchluffrs_ vom 21. August 1878 über die Organisation und den Geschaftsgang drs Bundesratb S, während der Ständerat!) es abgelehnt hatte, in diese Revision rinzutrricn.

Türkei. *Der Sulian cmpfing gestern dcn iicueri'anntcn (Hou: “vrrneur von Kreta Karatheodory Pascha.

Bulgarien.

Anläßlirh dcs 25.J_ahrcsta_gs drs Erlasses dcs Fermans, betreffend, die bulgarische Kirche, richtete der bulgarische ExariiixJosepb an alle ibm untrriiehendcn geistlichen Behörden sin Rundschreiben, das an die große nationale Ungeduld erinnxri, mit drr dicser Akt erwartet worden ici, und die Feierliche Begehung dieses Zahrksia gs r-nordnct. DicVulgarcn müßten, heißt es in dcm Rundschreibcn, im Hinblick auf die voile Durchführung des Fcrmaixs dcm Sultan Trrue und Ergebcnhcit bewahren.

- Amerika,

Aux; Hav anna ist in Mgdrid die' Nachricht cingcgaNg-Zn, daß em Hause von 200 Aumtändiscbcn bci Cienfuegos gejeblagen worden sei; andere Bandcn ftirn gleichfalls zer- ]trrut worden.

Asien.

Der_Mikado hat einer in Washington eingetroffcnrn Meidung zufolge denneuenVertrag mit den Vereinigten Staaten ratifiziert.

Das „Neuter'sche Bureau“ meidet aus Shanghai, die ngancr hätte!: am Montag Abend nach Hcißcm Kampf

“Ytutsch'uang genommen. Wie die dortigen Blätter meldctcn, haben _dre britte und fünfte japanische Division am Montag frub dre Eingeborenensiadt von Niutscbuang von Norden her angengfen. Zahlreiche Cbinesen sixicn in der Richtung auf 11211 eriragsbafen Yinkow geflohen. Die Chinesen hatten die Häuser und Straßcn von Niutsehuang &sxßt gehalten und seinen erst nach harinäckigrm Widerstande nach und nach daraus vertrieben worden. Um 11 Uhr Abenzs seien die Chinesen voUständig überwältigt gewesen. Sie hätten 1880 Tobie und Verwundete, 600 Es- “taiigene, 18 (Heschüße und eine Menge Munition verlorcn. Die Verlusts drr Japaner beliefen sich anf 200 Todtc und Verwundete.

Afrika. _ Der „Fanfiiila“ meldet, am 25. Januar sei in Harra? eme von dem Ingenieur Cbefuciix geführte, cms Obok kouunsnde französische Mission eingetroffen. Die Mission

.babe aus einer Karawane bestanden, die auf mrbreren Hundrrt

Fameelen Grasgewebre mit entsvrrchenber Munition, 50000 Patronen für Vetterligewrbrr, sowic 10000 Kanonen- iadungen_ transportiere. Die Mission solle ferner 6000 zu Paris gepräqte Thaler mit dem Bilde Menelik's undder Ueberschrift „Kaiser von Nbeffinien“ mit |ck gefiihrt herben; aur!) zeige die Lazaristen-Misfion, die den postalischen 35142an zmncben Harrar und Gibuti vcrsrbe, lebhaftes Jntcrcffe fur die: Misiton Chefueux.

Dcr „Agence Havas“ wird aus Sansibar gemoldet: Nachrichten aus Tamatave zufolge habe die Land :Vaticrie am 20. und 21 Februar die Steüungen der .Hooas beschossen. Das Feuer ser nicht erwidert worden. Der Gesundheits: zustand der Truppen sei ziemlich befriedigend. Die Kanonen: boote, welche die Bucht von Majunga durcbforschtcn, bemerkten wenig 'von den Hbvas.

Parlamentarische': Nachrichten.

Die Schlußberichte Über die gestrigen Sißungen des Neichs_tags und dez Hauses der Abgeordneten br- n sich in der Ersten Beilage.

_ In der beuti en-(54.) Sißung des Reichstags, welchcr YStaatsseireiar, taatEMimner Dr. von Boetticher, dcr *T-laqtssekretar ])1'. Graf von Posadowsky und der Kriegs:

nister Bronsari pon Schrilendorff beiwohnicn, wurde Yezweite Beraibung-"ves Etats für die Verwaltung des

.“,«Ishecres jsortgxseZt. Dic Budgetkommissron beantragte,

, M der vorge trigcnßtßu'ng an die Kommission zuriickvrr- ,w'ksene Forderuyg fur die Kommandantensteilc in

kLna zu bewilligen.

„4er Kriegs-Minifjer Broysart von Sche11€ndorff *nabm IWM Gelegenheit, seine vorgqirige Bemerkung, für 7000 „ck führe Zr keinen Schlag gegen dW-Budgetrrckpt des Reichstags, da müsse ck "ck Wo:! um eme größere S_umme barideln, (Wen die mißverstänriiche WWII. als würde er für solch eine größere Summe bereit sein,

Bu getrecht des Reichstags anzut'asien, zu verwahren.

( Referent der „Budgetkommission, Abg. Dr. Schädler d32-14), "fuhrte aus, die statsrecbtuzhx Seite der An ele enbeit sei se';kch_dle Erklärun en des Kriegs-Mmrsters und des Nici s-Scbay-

retars 1331119 17 edigend klargestellt. Was die materielle Seite bc- kksfe, so set gestemin. Budgetkommtsfion die Notbwendigkeit der

Writeren Véfeßung der telle, nnmrnilick) im Hinblick auf den Mobil- ' '

umbau ll, bathgewiesey worden. Die Budgetky'mmisßon beantrage daher dte_ !Uigunq der Forderung. _ _ _ “_

Abg. von_Mas ow ;dkons.) erklarte natxiens seinerpolitiscben Freunde. daß jedes den en qegqn die Neubéjeyung deerelle gv fallen [es; fie_w_ürden für die Bewilligung stimmen. Die'Aeußnung des Kuegs-Mmtt'ters habe seine Partei von vvmberein als eine nur scherzbaste Wendung auf efaßt. _

_Der Abg. [)r. Pa nicke (ir. Bag.) erkannte nicht an, daß eine Verarikzenina x(t Stellung-dex Kommission zur Frage drr BewiUigung 59rechtsertcgi iki. Die Y_USgabe sri etaiswidrig erfolgt.

Ju gleichem Sinn? Machen fich drr Abg. Richter („fr. Volksv.) und der Abg. Brbel (Soz.) aus. _

_ Abg. von Kardorff (Rp.) 1121118 ikst, _daß 'die Kommission mit ykbr großer Mebrbsit die vom Krng-Miniitrr für die Bewilligung geltend gemacbtep Gründe anerkannt babe.

_ Abb._1)r.Liebex (3211112) wies darau_f bin,!)aß die Kommisfion zu

ibrxm fruheren Vorycblage lediglich auf Grund der eiatsrechtlichen

étufuiig Yer FraZe gelangt sei; erst bei der ernrutcn Beratbung abe ne die MUCUSÜE SEUS irc Sache in Erwägunggciogßn.

b “213119 Haus beschloß rnit großer Mehrheit, die Poyition zu em: igen.

(“Schluß des Blaitis.)

_ In der heutigen (37.) Sitzung des Hauses dsr Abaeordneicn, welcher der Minister für Handel und chbrrbe Frribkrr von Berlepsch beimohnic, wurde die zweite Bcrathung des Etats der Handels: und Gewerbe: verwaltung beim Kapitri dcs gewerblichen Unterrichts- we1cns fortgeseßt,

Abg. von Säirnckrtidorif (nl,): Wenn wir auch anerkennen, daß (1117 dem Gebwt 13:23 gcwerblicben Unterrichtswesens troß schwierigrr finanzieüer Verbbiinisie mannigfacbe Fortschritts gemacht worden find, sr) muß andererxctts fefxgrsixllt werden, daß dix Fürsorge dsr Régiérung nicht Entfernt der_n Bkdurmtß genügt und [arme nicht an das brranreicbt, was anrere dcuUcbe Staaten für diese Zwecke thun. So giebt z. B. Badsn Für das kwerblicbe Unterrichtsrvesrn 47 „_8 pro Kovf drr Bc- bölfrruzig mis, §Irrußrn nur 8 „Z. Unserk sprziellen Wünsche richtrn 1111) aus Errichxung bon Schulen für We'rkmristrr und mittlere chh- nifcr, auf werßreYquiliung der _städiiichen Facb- und der Bau- grwchch1chglen sowie auf die Verbcffrrung drr AnstrUunas- vrrbaltninx drr Lebrkr an dyn Tachfchnlem Auf diesrn Gc- bxkren zergt fich noch manche kla sure Lückr, drr die Re- gierung [bre Aufmerkxamkeit zuwendkn muß. Ailerdings wäre es wünsch_ex-_§-w2rii:, das; dabei nicht Von Fall zu Fal], sondern vlanmaßtg boraegangkn würde, Und um Vorlrgung Lines Organisation:“;- Plans babkn rvir srbon wirdrrboli gebeten. Die Entscheidung Von Fall zu Fail ist nicht zweckmäßig, weil dabei immrr rcrjknigs den größten Erfolg bat, der sich axn mkistrn rordrängt. DM Gemeinden größere Vertrag? für die Farbxcbulkn zu;:nnutbrn, würde sich nicbt empfehlen, da für drrariigr Zwrcke in drn städtischen Etats keine weiteren Aufwendungen gemacht werden können und drr Staat ja doch auch das Hauptinteresse an den Schulen bat.

Wirklicher (Hebeimer Obkr-RegierungH-Ratb Lüders Erwidert, daß in im leßtcn Jabrrn für die_ Fördrrung dcs gcwerblicbrn Unt-xr- iichts tn genügendem Maß? gesorgt wordrn sei. Im Laufe drs Jabrcz? wxrde eine Denkxcbrqt über das (;karbliche Unterrichtöwessn re'm Pame :ugestrlit werden. Besondrre Aufnie'rksamkeit WerC dsa Baugewerkssoulrn un'? Webesä'oulrn zuaywendet.

Abg. Baébmann (ul.) wünscht Aufbesserung ke'r Gehälter der Lehrer an drn Navigationsscbulen; es" sei an und für sicb fchon schwsr, geeignkie und tüchtigx Lehrer zu bekommsn.

Minister für .Do-tikel urid Gewerbe Freiherr von Berlspsck) bedauert, keine andere Antwort geben zu können, als fie im vorigen Jabre dcr Wertrétrr des Fmanz-Minifteis gegeben habe. Man köime nicht eine Beamtenkatrqorie bxrausncbmen, es sei denn, daß außsr- «wöhnliche Verbäitniffe vorlagen. Auch in dsr Budgrtkommiifion habe man an diesem _Grundtaß Nets fqstgebalirn.

Abg.(§b1ers(kr. Vz.): Man )ei beute zu sebr geneigt, bsi aÜrn möglichen Sckzmrrzrb an die Staatshilfe zu MPSÜWL'M. Der Staat möge nrch w viel Grid in das gewerblich? Unterrichtschcix strckkn, es werde nichts nützen, so lange nicht dre Meistrr xcibst von dsr Wichtigkéit drsselben iibcrzsngi seien und ihre Lebrlirme zum Besuch drr Schulen anbirlien. Für ii? Nabigatibpöfcbuilebrrr müffe Etwas getban wkrdrn. chn ein [1117.71] auf drr S9? geichrbe, ski das ganze Volk in lebbafter Erregung. Die Frarr aber, wie unsere Schiffer am besten aus- gebildet würdkn, brurtieile nian einzig VOM Standpunkt der Finanz- lage. Der Ministx'r mögcr iich bei drm ablehnenden Bescheid des Finanz-Minisiers nicht beruhigen.

Abg. ])1'. Bxumer (nl,): Ick sch1ich8 mich den Wünschen dss _Vonedners vollstandig an. Aber auch die BaugewerkscbuWn möcht? t_ch drr Fürsorge drs Ministers empfehlen. Es ist zu erwägen, ob 11ch richt eine Trennung in mittlere und niedere Baugewerkscbulen als gxboien zeige. Vor aUrm aber ist es nothwendig, einen umfaffendrn embrislichen Organifajionk-vlan für den gewerblicbkn Unterricht auf- zusthrn. Für dringrnd nrtbw-ndi erachte ich es auch, daß die Auf- sicht und Inspektion unserer Fachs 11an durch Fachmänner und nicht durch Regiernngr-b-camte erioigz'. Einen weitsrrn Wunsch möchte ich dgbin äugkrii, daß durch die („"“rcicbtung von Fachschulen für Mädckysn bre Crwrrbsiäbigieit dcr Framrn erweitert werde. Es würde das freilich nur mit 1taat1icherlintrrstützung möglick) sein, abr: das darauf vsrwandte Geld würde fichsr Uroduftiv angrlegt sein.

(Schluß des Blattos.)

_ DemHerrknbause ist der Entwurf eines Gesetzes, 581781761113 das Grundbuéhwcsen und die Zwangsvollstreckung in das unbrwegliMVermögcn in den der Grundbuchordnung vom 5. Yiai 1872 bisher nicht unterworfenen Theilcn drr Provinz Hesjen-Nassau, zugegangen.

_ Die_nächfte Sitzung des Herrenbauses ist aur" Donna“?- tag, 14. Marz, anberaumt wvrden.

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Nr. 10 der .Vkröffentlicbungrn des Kaiserlichen Ge- sundbritbamts' Vom 6. März hat folgenden Inhalt: Personal- Nacbrtcbten. _ Gesundbeitssiand und Gang der Volkskrankheiten (Cholera u. s. w.). _ Stcrbefälle im Januar. _ Zeitwixilige Maß- regeln gegen Cholera oc. Dekgl. gegen lebfikber. _ Gesetzgebung u. s, w. (Preußen. Berlin). Gesundbritslebre in den Gemeinde- sch_1zlen. _ (Charlottcnburg). Kuhmilch. _ (Schlesien). Schweine- fikl]ch. _ (Heffen). Amerikanisch? Aepfelschnitte.-(Schrveiz. Kanton Luzern). thrpreisionen. _ (Rußland). Arzneimittel. _ Gang der Thiersßuckyen im Deutschen Reich, Februar. _ Rinderpest und sibirische Pest in Rußland, 3. Viertelja r. _- Zeitweilige Maßregeln egen__T_bier_seuchen. (Preußen). _ Rechtsprchung. (Reichsgericht). Zabriaijigkert einer Hebamme bei Augenentzündung eines Neuge- orenrn. _ _ Verbandlzmgen von gesetzgebenden Körperschaftcn. Deutsches Reich). Berufs- und Gewerbczablung. _ (Preußen). taatsbausbalts-C'tat 1895/96. (Schluß). _ Vermischtes. (Baden. _ Orfterreich). Gebeimmitiel. _ (Türkei). Pilgerfahrten. _ Monatstabelch über die SterbefäÜe in deutschen Ortrn mit 15000 und mehr Einwohnern, Januar. _' Drögl. in größeren Orten des Auslandes. „_ Wochentabelle über die Sterbefäüe in dxutscben L_)rten mit 40000 und mehr Einwohnern. _ DeSgl. in größeren Stadien des Auslandes _ Erkrankungen in KWnkenbäusern deutscher Groß- städte. _ De_ögl. in deutschen Stadt- .und Laudbezirkm _Wittkrung.

G bheitswes ! ü rkr-M u W ' e. “W * !" estm T„!,Mai'xtxegelu. ck Ms

Cbolera.

Oesterreich-Ungarn. In Galizien sind. wie das ,Oesf. San-W.“ bsricbtet, nsue_Fcille von Cholera nicht festgestellt worden. Im ganzer] ?_vurden daselbit m der Zeit Vom 7. Avril 1894 bis 17. Fr- bruar 189.) m 756 Gemeinden 15 313 Erkrankungen und 8393 Todes- falle amt_lich angezeigt.

Ruß land. Vom 26. Januar bis 9. Februar wurden dem Medizinal-DWarichent folgende Cbolerafälie angezeigt: In Radom find born 20/1. bis 26/1. erkrankt 0, gestorben 1 Person; Suwalki kom 20/1. bis 26/1. 5 bezw. 3. Kowno oom 20./1. bis 21/1. 1b2ziv. 1: Kurland vom 13./1. bis 26/1. 6 bezw. 2: Wolhynien born 13.,-'1. [11926/1. 25 bezw. 12; Podoiien vom 20-1. bis 2/2. 105 bezw. 45; Taurisn vom 13./1. bis 26/1. 0 bezw. 1; Kurs? vom 13/1523 19./1. 1 bezw. 0.

__ L-Ürkkk. Zn „Konstaritinoprl ist scheinbar eine Abnabme dsr (;_eucbe €rf_c:1:;t. Vom 11. bis 14. Fkbruar wurdrn 56 Erkrankungen (25 TodeHerlE). vom, 15. bis 19. Frbruar dagegen nur 19 (13) fest- aestrklr. Ji: Aralia zahlte man vom 4. bis 13. Frbruar 17

(_11) FM. lebfisber.

_ DirZaF-l ier Todrsfäüe belief sicb, dem ...-11)»: 01'53111c.1'81).* 53170152er .Oabaxia vom 18. bis 24. Januar auf 2, Vom 25. Januar ÖL") .. “770“:er aur 5 bei annäbrrnd 14 Nruerkranfungkn, in Sai: Yalbador vom 25. Drzembe»: bis 15- Januar-auf 5. in Vrra VCUÖ vom 18.1355 24. Jamiar aaf 1, in Curagao Vom 20. bis 26.Jä1111ak 311125 in Rio k? Jansiro und in Santos VIU: 30. Tczsmbsr bis .). Januar aur js T".

Jnfluenkza.

_ Die Zabl drr Torsskälls an Jnfiiiénza ist in Berlin von 5 m dsr V0r1vrch€ auf 26 9811029971 (Todésfäüe an akutrn Crimnkungrn der Ytbxmmgsorgane 83 gcgrn 41 in drr Vorwocbé, Gssammt- [i_erbiicbkcxr 17,1 gegen 14,901»). (Fink noch bbbrrr Zahl bon Tode?- 7a11en, namiich 34 gcgcn 18 MM? in Hamburg erreicht (dcsgl. 85 argen 41, und 245 „1199831 21,0U ...,-. Fcrnkr kamen zur standsSamt- lichen Meldung 10 Toerf-il]? in Lirr-Zlau (40 gegcn 27, 29,7 gegkn 25,3 0,710). 7 in Nürnberg, j? 4 in Akiona und Köln, 3 in Frank- furt .:. M., je 2 in Bremen und -H.][[c' und verciiizklts FäÜe in 8 wri- rsrcn dcurjcbkn Orten. An Erkrankiingen sind in Hamburg 1485 (_Vorwockye11931in Nürnbrrg sogar 1691 (gearn 252) grme1drt worden., sxrncr ans drin Bkrlinkr St. Hrdwiqö-KrankenbaussZZ (15), und aus dkn Kraxkeniäixécrn zu Frankfurt a. M. 7 und :Uküncbrn 74. _ Untrr dcn Siaririi dss Auslandes wirz London mit 111 Todrsfällen (.]kgkn 24 in der Vorwoche _ .»ci 415 Todssiällrn an akuten Er- krankiingrn r*:r Arbtnungsorgans inWosammt grgsn 285) dir größte Zunabmr dcr S!?!blichksit an Jiiklusnza auf. In PariS stirg dis Zahl dierc Todkséäüe nur von 44 auf 47, in NSw-Yorf fand sogar eme Abnabms von 71 auf 60 11911. Sodann find ZZSErkrankunqrn an Jnfiurnza, __welcbe aUZ Sickkbolm mitgetheilt find (Vorboorhe 24), und 163 au.“- K'opcnbagrn (115) bei i? 1 TokafaU bsrborzubsbrn.

_ __Zr. Pck1€k§ÖilkJ,S.Yk-Zkk. D.: die aniurnza-Evidcmis 111'S21._5611*k§b111'g €inrn_ YtLEriyartkt großen Umfang angcnvmmexr bat, be! in:: die schleunrgit zuxammenbcrufrne stäotiscbe Sanitäts- kbiiimission, irdkm !NUnizipalar-zt kin-Zn Arzt ais Urooisbrisrben (.He- b:.lien ÖS1ZiWTÖ11L11, Um den ZSJMWÜkTiZLU ?liifyirkrungén zu g;?nögsn.

Verkehrs-Anftalten.

Fus Königlirbb Eisrnbabn-Veirisbsamt tkeiit mit, das; *:cr aur" drr “Stricke Jüterbog-Berlin rrrkebrende Personénzug 45, n1§1chrr z. Z. 7 Uhr 35 Min. Vorm. in Südende-Lankwitz ?in- trirrr .und daselbst_ zun] Einstsigen bon Schulkindsrn hält, Von: 1. Mai d. I. ab aus diekér Station nicht mehr haltrn wird.

_Uebzxx Veriebrsstörungen, die durch die Wittkrungs- rrrbalimiie oertr7acht sind, brzw. deren Beseitigung, liegen bent: solgsndk Wblrr'yche Mridungcn bor:

_ ngzig, 6. März. Die Strscks Hohenstein_Verrnt ist iviédrr frei.

_Bromberg; 6. Marz. Infolge von Schneeberwebungen ist der Prrwnsn- izzid Guterverkebr auf den nachstehenden Strrcken unterbrochen: Liirbeiibabmtrkcke Nake[_Gnesen zwischsn Janowiß-Elsenau seét 4. d. M., 8 Uhr Morgens und zwischen Zechau_ Hohenau seit 4. b. M., 611b_rAbeiirs. _ NebrnbabnstrrckcGarnfc€_1?essen seit4.d. M., 12__Ubr Mittags. _ Nebeanbnstrecke Roqasen_Jnoivrazlaw zwrbben Eljcnau_Podbbowit_3 (eit 4. d. M., 8 Uhr Morgens. _ Neben- babmtrrcke_ Nakri_Koniß scit 4. d. M., 11 Uhr Abends. _ Nebebbabniireckr M a r ie nbu r a _ M (: ld eu t en zwischen Cbristburg- Z).)karienbizrg srit _4. d. M., 11 Uhr Abends. _ Nrbenbabnsireckk Follbruck-Butow iert 4. d.M., 7 Ubr Abrnds. _ Nébenbahn- trecke Jablonowo_Stra§burg seit 4. d. M. Abends. _ Nebenbabnstrxckr Ykobrungen-Wormditt seit 5. d. M., 2- Uhr NarbmanxQ.

_ WW", 7. März. Aus Nicdcr-Oesierreich, mebrcrcn Küsten- 1anrern, dkm ungariicben Litorale, vielén Gegenden Ungarns und Lroatiens __ wcrdrn bedrutends Schneeverwebungcn grmeldet. ;yrum_c,_*,'1„;ram und Abba zia find born Verkehr mit der Außen- welt voUi-z abgrscbnitten: inwigc Mangkls an Lebensmitteln ist groß? Tbkurrimg ringetreten.

Theater und Musik.

D Konzerte.

ie_ (?.Ziiaerin Fräulein Helene Schröder (bober Sopran , ive1che_ 1ich 1chc§n Hits: bir: hören ließ, und Herr Friß Swab)r (Vtxxmr), drr brxr zumxrytsn Mal erschien, gaben gestc'rn grineinsam rm Gaal YLÖUSM sm_anzert, welcbrs [eZtLrEr mit rincr etwas veralteten “Sonar? Lon F. W. Rust (1739) eröffnetr. Ariberdem svirlte er iioch dzeZpobr'kckpe Genangsscenc und kleinere Stücke vori Wagner-Wilbrlrnx, Saurer rind Wicniawski, in wvlcbcn Lk cine brlebte VorxxagswEtse crkénnen ließ, die jedoch [Lider durch Mangel an Sauberke'ix bis Spiels mehrfacb beeiiiträcbtigi Wurde. Die Sängerin besißt eine" ilangboile und umfangreiche Stimme, reine Intonation und deutliche Aussbrache;_ nur mqcht_1br Vortrag rrn Eindruck dcs“ Anaelkrntcn und Unireten, wre drrs 111 Liedern bon “Brahms, Schubkrt, Maffenct, Raff und anderen zu bemerken war. Die begabte Künstlerin bedarf mithin noch fortgése'ßtrr Studien. Beiden Vortragendrn Wurde aufmunirrndc'r Beifall zu tberl.

An demsexben Absiid fand im Konzsrifaal des Klubbauses (Pqtsdamerstraße 9) em Konzert des hier noch unbekannrcn Bari- toqtsten Titus Stemsen_ und , déi.“ als tüchtige Pianistin Vortheil- bafi bekannten _Eugsnte Reinhold statt. Die kräftige Stimme dxs Sangers leidet an einer etwas rauben Art des T_onanxaß-s, und sein Vortrag entbehrt des Reiz??- der ferneren Schaitierungöwäse. Er sang Lieder von Schubert,

Jensen, Schumann und anderen. Die Pianistin besitzt eine weit

m_twickelte Technik unb [sbsndige Vortragßweise, die nur mitunter den Eindruck zu großrr Unrube mach. Reicher Beifall folgte besonders

,der U-m011-Sonate von Beethoven “wie dci! Stücken von Schumann,

Cbovi»: und Liszt.

Jm Königlichen Opergbause wird morgen „Hänsel und ertel“ (xxraulem Rotbauser. Frauirin Dietrich, Frau GOGOL. Herr Frankl) unter Kapellmc_tst€c Wsingartnör's Leitung qeaeben. Hierauf olgt das Ballet: ,Die Puvbeniee' (Damsn dell'Era, Urbanska,

Delclifeur, Sioßmeistsr, Kikrsckyrre'r).