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der ochwaffer-Ausscbuß, der unter dem Ebrenvorfiv dxs Hundes- MWK von Levetzow gebildet ist, die game Thätigkeit d'er Waffabav-Verwaltun vor sein Forum zieht und alle Be- scbxnrden eingehend un gründlich pruft. Es_ sind mehrfach öffentlich Aufforderungen ergangen, alle Klagen gegen die Wafferbau-Verwaltung vor den Ausschuß zu bringen. n den Jahren 1893/94 hat seit_ens des Ausschusses eine zweimalige * ereisuna des Elbe- m_id Oder ebiets stattgefunken. wobei _alle Adjazenten derFlüsse _und Kanale aufge ordert wurden, etwai e Be chwerden vorzubringen. Die Wafferbauverwaltung hat auch stets a es Material, das vom Ausschuß vexlan twqrde. zur Ver- fügung gestellt. Sie hat die Ueberzeugun , daß sie ihre battgkett nixbxzu verdecken braucht, daß fie das Jutete e der Landeskultur nicbt sxbadigt, sondern gefördert hat. Sie ist aber jeder Belebxung stets zuganglich. Ich bitte Sie, alle Beschwerden. die Ihnen im Lande zu Ohre_n kommen, an den Hochwaffer-Ausscbuß zu bringen. Ich ebe Ihnen die Versicherung, daß sie dort eine eingehende und vvrurt eilsfrete Prü- fung finden werden. _ _
Abg. von Pappenheim (konp): Ich habe gestern nicht von der Gegenwart. sondern ausdrücklich von der Vergangenheit esyxocben. Daß meine Klagen über die frühere Thätigkeit der asjerbau- Verwaltung berechtigt sind, werden mir alle Anlieger der Strögie und Kanäke bestätigen, Au di_e_ Grizndung d_es Hochwaffer-Ausschunes beweist es. Diesem Aus chu11e bringen wir voUes Vertrauen ent- gegen. Daf; die WaYerUu-Verwaltung jest andere Wege gebt als früher, davon bin ich ü erzeugt. _
Ab . "Freiherr Von cFuerte (Zentr.)_:_ Da ich dem Hochwafser- Ausschuß angeböre, mö te ich hier bestatigen, daß mit der ?rößten Bereitwiüigkeit seitens der StaatSregierung u_ns alles Materia , was wir ir endwiswünscbten, vorgelegtwordenikt. Sie können fich davon durcb (Zinficht in die Akten des Ausjchuffes. die in unserm Bureau _in ker Wilhelmstraße 89 auslikgen, übc'rzsugen. Auch ich bitte Sie, alls Beschwerden, die Sie im Lande über die Auxfübrung dk? Waner- banks hören, uns mitzutbeilxn. Bis jsxxt find derartige chchwerden leider nur in geringem Umfang an UNI gelangt. _ _ _
Abg. Graf zu Limburg-Stirixm (toni) irumcht, daß_ bei den Steinlicierungkn für die Wcickyyxlrcgulikrung die einheimixcben Schiffer mkkr beriick'fichtigt würdkn. _ _ _
Obex-Baudirefwr Wiebe bemerkt, daß _s_chon jkh'f so VlélWlL möglich bei dicskn Licferungcn einheimische Schiffer betbeilizt würden.
Zur Verbreiterung des Oder=Sprce-Kaua1s Und
als erste Rate eine Million Mark gefordert. _ _
Referent Abg. Von Tisdemantx-Bomst (fr. kom.) befürwortet die Bewiüigung mit dem intveis aus das Verkkbrsbedürfniß.
Abg. Ring (forms): is Jntereffen der _ijazenten des Oder- Sprcs-Kanals sind durch den Kanal eber gejcbadigt. als gefördert worden. Statt einst Verbéfferung der Vorflutk), die man vx" der Anlage dks Kanals Erwartete, ist in viclen FäÜen eine Verwämerimg der angrenzenden Necker eingstretxn. Im Jahre 1889 ist vielen Land- wirtben die anze Ernte verdorben worden und die Entschädigung Don 10 „44 pro “Zr, die ibnen im Jahrs 1892 endlich gewährt wurde, hat die Verlyste d?!“ Leute keineswegs ausgeglichen. _AUÖ a_n Dichtig- keit läßt die Kanalanlage viel zu wünschen übrig. Die wichtigste Folge der Kanalanlage ist" aber wohl die Versandung ké'r mittleren SBWL, welcbe Lins solche chung dss Wafferspiegels zur Folge batte, daß häufig Ueberschwemmunacn der umliegendkn Felder eintrafen. ES handelt sich dabei um 28000 3. Unter Den o'owaltenksn Umständen ist es aeratbßn, die Forderung aszl-sbnen.
(Schluß des BlatteS)
Kunst und Wissenschaft.
Dem Senat der Königlich_en Y_kademie der_ Künste, Sektion für *die bildenden Kümtc, ist die Getiebmrqung _er- theilt wcrden, zum Besten der Rotbleidenden in Sizilikn uod Calabrien. in Verbindung _mit der zu demsßlben weck im Akademiegebäude staitfindendcn Au81te_llung eine öffentli_e Ver- loosung Von Oelfkizzcn, AquareUen, Handzeichnungen, Kupsersticben, Skulptursn und literarischen Wkrfen 32. zu veranstalten und die aus- zugebendm 40000 Loose zu js 1 :“ im ganzen Bereich der Monarchie zu vertreiben. (Vergl. di:“ Bkkaimtmacbnng im amtlich?" Tbeil der
- heutigen Nummer 12. Bl)
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Konzerte. .
Unter Leitung desKavellmeifters L_eopold Auer aus St. Petersburkz jübrte dgs Philharmonische Orchestxr geßem tm Saa de_r Philharmonie mehrere Kompositionen von Tschaikowski auf. Als die bedeutend en verdienen eine Sym- phonie in 0411011, op. 17, und ein iolin-Konzert in V-äur, welches Herr Auer meisterhaft vortrug. erwähnt zu werden, wenn auch beide Werke erhebliche Längen enthalten. Eine Satte aus dem Ballet .Der Nußknacker“ besteht aus harmlosen Spielereien mit lieblichen Orchestereffekten, die immer ein dankbareH Publikum finden, wie dies auch gestern der Fall war._ Dre hantafie für Orchester, „Kramsach äs. Rimini“, die glei dem vor- aus egangenen Werke sckwn öftxr in Berlin gehört _worden ist, schi dert als svmpboniscbe Dichtung von dreijbeili er Form vorzugöweise die Qualen, welcbe diejeni en der zur Hölle erdammtm (nach Dante's Gedicht) zu erleiden aben, di_e_ durcb Fleischesluft sündigten. Die hierzu yexwendeten tonmalernchen Orchesteteffekte find der Dichtung in drastiicber Weise angepaßt. Herr Auer, deffen virtuose Ausfübrung des Vtolinkonzeris rauschenden Beifall envc'ckte, fügte dem Programm noch Tschaikowski's „Zérénaäs mélanoquus“ hinzu. Das Orchester entledigte sich seiner zum tbeil sehr schwierigen Aufgabe mit großer BraVour. _ _
In gleicher Zeit fand in der Sing-Akademie em Lieder- und Valladcn-Abend des Herrn Eugen Guru statt, in welchem, an er b-xreits bekannten, 13 bier zum ersten Mal von ihm vorgetragene e- sänge Von Schubkrt, E. E. Taubert, Hermann Zumve und Carl Löwe zu Gehör gebracht wurden. Die Stimme des unübertrefflichen Sängers bcwäbrte unverändcrte Frische und Biegsamkeit, die auch im leisesten _Piano ihre bezaubernde Wirkung nie _verfeblte. Der stets an dem Künstler gkrübmts scelendolle und dramatische Vor- trag war ks ganz besonders, der das zahlreich erschienene Publikum zu enthusiastischen BeifaUsbe-zeugungcn hinriß. Nur in eringem Maße konnte leider der Sänger dkn laut gcwordenen WünFcben nacb Zu- gaben und Wiederholungen entsvrechen, da er an demselben Abend noch eine Reise nach München _aniytreten batten Herr Professor Heibnriob Schwary führte die Klavierbcgleinmg schr lobens- wCrt aus. .
Jm Königlichen Opernbause gelangi morgen V?Lyer- beer's ,Propbet“ zur Aufführung. Herx Sylva singt den Johann Von Lsyden, Kapkllmeister Sucher dirigikrt._ Am Montag findét auf Allerhöchste" Beiebl der zweite .Geseüschastsabend' statt. _Friedricb Smetana's komische Oper .Die Verkaufte Braut“ geht m Scene. Die Damen Weitz, Goeße. Dietrich. Koyka. die Herren Sommer, Mödlinger, Lieban, bilivv, Stammcr, Kraxa, Schmidt find darin beschäftigt. Kapellmeister Weingartner dirigiert. _ Für den 20. d. M. ist die erste Aufführung von Richard Wagner's ,Rienzi" in neuer Einstudierung in Aussicht genommen. Fray Cosima Wagner trifft im Laufe der nächsten Woche zu dieser Auffübrung in Berlin ('in. Dem Kapellmeister 1)r. Muck ist die Leitung_des musikalischen Theils übkrtragen._ Sämmtlicbe Dekorationen, Kostüme und Requi- siten find neu angefertigt. _ _
Jm Königlichen Schausprelbause wird morgen Karl Nicmann's Lustspiel „Wie die Alten sungen" gcgcben (Hökerin chnpe _ Frau Schramm). Am Montag gebt Karl_ Gu kow's Luftwiel „Zopf und Schwert" in Scene (König Friedri Wilhelm 1.: Hékk Molenar, Königin: Frau Kable, Prinzejfin Wilbelmine:_Fra_u von Zochcnhurger, Erbprinz von Bayreuth: Herr Pursckoian, Fraulem yon “onnSseld: Fräulein Lindner, CYer5mann: Herr Link, Eckbof: Herr Arndt, Ritter Hotbam: Herr Keßler). _
Jm DeutsÖen Theater geben mor en am Nachmittag und am Abend .Die Weber“ in Scene. Am oniag erfolgt das erste Wiederauftreien vsn Josef Kainz in „Web dem. dxr lügt!“ Dex Sonnabend bringt die erste Vorstellung dss Schauspiels Von Rudolf Straß .Drohnen'. Weiter weist der Wocbqnspielplan folgende_Vor- stellungen auf: Dienstag: ,Die Weber"; Mittwoch: „Der G_'wrffer_1§- wurm“; Donnerstag: „Der Kaufmann von Venedig“ mit Jo1ef Kainz als Bassanio und Emanuel Reicher als Sbylock; Freitag (25.Abonne- mentsvorstellung): „Die Weber“. _ __
Im Berliner Theater wird morgen Nachmritag Lesxing's „Nathan der Weise“ gegeben, während am Abend Oskar Blumerz- thai? Lustspiel, ,Die große Glockc' mit Franz Gutbety und Marte
'mit Jenny G'roß, Mittwmh: „Nathan „ .Der Compagnon', Freitag: „Die große Glocke" (27. Abonnements,-
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MbYr m den Hauptwllen zur Auffibruu kommt. übrig,. von Meld“
[an, wie ol t: : „Y Pfarrer MYM unk Yo!!» ek: „Madame Sano-Gsx- der Weise", Donnerstag;
vorftesllm'Z)?!" Tb t 'stderWocbenS 'clpla fig der metng- eaert -pi noenmq fefigeseßt worden: Sonnt und Freitag: „Das Examen" ßen und Donnerstag: .Der Fa Cléuxeucsau' mit Jenny Groß als Dienstag: „Sodoms Ende“; Mittwocb: „Aus Berlin W. . . „ Sonnabend, -mit F. 'edricb Haase als Gast, zum ersten Mal: „Ani Spieltisch des Lebenß', Schauspiel in vier Akten von Claus Arsen,
Den Aufführungen des Volksscbauspiels „Liebe von bent" im Neuen Theater _wird von morgen an der einaktige Schwank „Edgarß Kammexmadchen' von Eugen Labiche vorauSgeben, der von Fxtedrtch Mitterwurzer für die deutsche Bübne überseßt und bearbeitet ift. _
Im Theater Unter den Linden'find'et, wie bereits emeldet, von MontY bis cinscblikßlich nächsten Freit das Gas viel der englischen urlekque-Company statt. Zur Au übrung gelangt die Gesangs-Burleske „U&k0000 bounä“ („Nach Marokko“) von Wilde Musik von Carr. “
Mannigftiltiges.
_ Das von der Invaliditäts- und Altersverficherunasanstalt Berlin tm 5L_lugust vorigen Jahres _eröffnete Sanatorium Gütergoß hat sich 111 sehr erfreulicher Weise entwickelt. Das Sanatorium ist zur Zeit _nabezu voll bale t., Die Verpflegung in dkmselben geschieht ganzlich auf Kosten der nstalt; auch wird an die Familienangebörigen enze Familienunterstüsung gewährt. Zur Aufnahme gelangen solche bei “der Jnvaliditätß- und Altersverfich€rung§anstalt Berlin versicherte Pc'rsonqn, welcbe mit einem noch heilfäbigen Leiden behaftet sind, das bxi weiterer Verschleppung Hen Eintritt der Invalidität befürchten laßt-_ Ob die betreffende Perwn zur Zeit noch enverbsfäbig ist. iff für die Aufnahme ohne Belang. Die Meldungen für die Aufnahme find an den Vorstand der Verfieberungsanstalt, Klosterstraße 41, zu richten. Faüs die Aufnahme wegkn Ueberfüllung nicht sofort erfolgen kann, _wexdxn die Bewerber der Reihe nach vornotiert und gelangen dann tu dtetkr Reihenfolge zur Aufnahme.
Posen._ Die von den städKisÖen Behörden beschloffene Kanalisation des Wildabacbks, des Fischereiviertels. des Alten Markts, der Vreitenstraße und einiger anderen Straßenzüge der Stadt Posen ist während dcr [Lyten Monate fertiggestkllt und in Benutzung genommen worden.
E_lber_feld. Der schon lange besiebknde Plan, dis beiden Schwesterstadte Elberfeld und Barmen durcb kin€ über die Wupper fiihrende el_ektri1c_be Bahn zu verbinden, hat jetzt feste Gestaltung gxwonncn, indem Hie betdsx: Stadtvertretungen bereits mit der Elek- trischen Aktien-Gexcllscbaft in Nürnberg einen dabin gebenden Vkrtrag abgeschloffe_n haben. Gleichzeitig soll auch auf der schon zwischen beiden Stadien bestehenden Pferdebahn der elektrische Betrieb ein- gexübrt werden. _
Temeswar, 8. März. „W. T V." meldet: Das Wasser deS_Bega-Ka_na15 steigt; an der Erböbun der Dämme wird ge- arbxixet ; falls im Laufe der Nacht das Wa kr nicht sinkt, ist eine Katastrophe unausbleiblich. *
Lonhon, 9. März. Nach der .TimeS" ist die __Militär- Akademie in Woolwich wegen der Influenza geschlonen worden.
'New-York, 8. März. Der Postdampfer .Hadel", welcher bei Sandybook auf Grund gerathen war (Vergl. Nr. 59 d. Bl.), ist. wie „W. T. B.“ weiter meldet, heute unter ei enem Dampf bei sebr hoher Flux!) wikder losgekommen. Eine vor erige Leichterung war nicht nötigjg, auch Hat der Dampfer keinerlei Schaden erlitten.
(Foriseßung des Nichtamtlichen in der Erste:: und Zweitm Beilage.)
Wetterbericht Vom 9. März 8 Ubr Ykoraens.
Temperatur
Stationen. ] Wind. * Wetter.
in " (Fc'lfius SUC. : 40R.
2381.7an 0 (Gr.
11. d. Meere'ssp. rcd. in Millim.
W 2Zbalk bed. . ZzbedeckK ' :?;Scbxxee UNLbel Zbedeckt
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Moskau . . . - 754 1;bedeckt Cork,QUC€n§-“ ? 1,
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Thea'ter-Anzeigen. Königliche §chauspiele.- Sonntag: Opern-
OTer dj» HF AkteönsXZM __GiaÉomo YYNLMÉ Texckx Lahjche_ na em ranz 11 en es ugÉ-ne c“cri e, entf '“ „ A 74 „ bearbeitet yon Ludwig RxÜstab. Ballet von Emil Ml erwurzer nfang 2 Uhr Graeb. Ju Scene gesetzt vom Ober-Regiffcur Ze-Éaff. Dirizent: Kapellmeister Sncber Anfang Bjxch,Pfgjffer_ [ r,
Schauspielhaus. _ _ sungen. Luitsviel in 4 Auszü en von_Karl Nie- mann. In Jene gefaßt vom ber-Regiffeur Max Vorher: Edgars Kammermädthen. Mittwoch; Zum ersten Male:
Monti: : OVMbaus- 62. Vorstellung. AUf AÜer- " m . uxt vic in 4 Akten VIU crmann höchsten * efebl: 2. Gesellschafts-Abend: Die ver- YFZ “ L 's' [ H Komischc_Oper in 3 Aktsn yon _ Text von K. Sabina, deutsch von Max Kalbeck. Tanz von Emil Wrack). _ Die Puppen- fee. Pantomimiscbes Ballet-Diverti1ement von
ßreiter und Gaul. Musik von
Grube. Anfang 711 Uhr.
Neues Theater.
Sonntag: Liebe von Heut.
Residenz - Theater. osef Bayer. Direktion: Sigmund Lautenburg.
Schiffbauerdamm «../5
Volksschauspie! iu traten dEr ersten irouette- und Courbette-Tänzerin
. 4 Akten von Robert Misch. _ Vorher: Edgars Englands Miß Ro e Vatcbelor vom Prince of Wales-
baus. 61- VVMLÜUUI- Der Prophet. Große Kammermädcheu. Schwank in 1Akt von Eugene Tbeaterin London. Ein fideles Corps. GroßeGe-
Ueberseyt und bearbeitet yon Friedrich sangSpoffe mit Tanz. NacYJdeians Yliscben Original von on
_ , , Montag (24. Abonnements-Vorsteüuna): Ter Zl-VVÜLÜUUS- WLLNLAÜM selige Tonpiuel. Schwank in 3 Akten von Alexandre Biffon, deutsch von G. yon Moser. _
Adolph ('Frau-Theater.
Sonntag : Auf-
,A Gaiety Girl" idney frei be-
Sonntag, Nachxnittag 3 Uhr: Die Waise vou arbeitet von Eduard Jacobson und Jean Kren. _ Lowood. Schauxpiel in 4 Wien von Cbarlotte Voröer: Gefiudeban. Schwank in 1 Akt von (Ed.
Jacobson und Jean Kren. Anfang 7x Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung.
Konzerte.
Qonzert-Qaus. star! Rehder- Konzert. Sonntag Anfang 6 Uhr. Montag Anfang 7 Uhr. Wohlthätigkeits-Kouzert, veranstaltet von Frl.
Haus der
Blumenstraße Nr. 9. Henriette Liebert. Sonntag: Fer.
Mont IZ“; “
Vlt . . . Hamburg . . Swinemünxe
760 761 764
Nrafabrwavsr' 764
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ünftcr. . . Karlsruhe: . . Wiesbaden . München . . Cbmmiß . . Bt_rlin. . . .
763 755 758 760 760 761 * 763 763 764 7 64
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1Fbeiter ZerokkenlL) ? 2xwolkenl.9) , 1§Dunst 1jb€dockt Ibedeckt 1xbeiter . 2:wolfenlos :_ stiWwokkenLI) _ 3 1-wolkenlos ;- 1zwol'kenlé) x_11 Zwölfenlk') ;_ 4 LzNebel i_10 1Nebel __10
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1) Reif.
*) Reif.
7 55 762 763
1ReJÉn ; 7 1 zwolrig z 4 |W wolkenlrs ; 3
7; Naubirost. 3) Reik. 4; Nebel.
Uebersicht dcr Witterung.
Tie Luftdruckvertbeilung bat sub seit (;_esfern er- heblich nicht geändert. Eine Zone Zöchtten Lyft- druckes erstreckt sich von der Atrengegend noxdwarts nacb Nordsfandinavien, während über Wejt- und Ost-Europa umfangreikbe Depressionen lagern. Bei leichter meist südöstlicher Lußströmuag dauert über Deutschland die kalte. vorwieaend heitere undtrockene Wüterung ion; am kältesten in es im südlichen wo die Temperatur Zis zu Uk Grad unter tkm Gefriewunfte liegt: _die Nachmittag?- temperatxxren erhoben sich im deutxcben Binnenlande gestern stellenweise bis zu 5 Grad über Null. Frank- reich ift frostfrei.
Deutschland,
schkinlich
Ekwäcwung demnächst wahr-
Deuticsoe Sxewarte.
nfang 74 Uhr. _
Schampielbaizs. 68. VyrsteÜung. _Zopf nud Schivcrt. Lustwielin Ö Auizügen von KarlGutzkow. Anfang 74 Uhr.
Deutsches TUMLY. Sonntag, 24 Uhr: .Die Weber. _ 7? Uhr: Die Weber.
Montag: Weh dem. der lügt!
Dienstag: Die Weber.
Zerlmer Theater. Sonntag, 2x Ubr: Nathan
der Weise. _ 74 Uhr: Die große Glocke. Montag: Der Pfarrer von Kirchseld. Dienstag: Madame Saus-Gsne.
CrMng-Tveater. Sonntag: Das Examen. Anfang 7x Uhr.
Montag: Der Fall Clémcun.
Dienxtag: Soboms Ende.
Friedrich - K elmßädnsrhes Theater. TWSM'Uaße 25/26.
Sonntag: Der Obersteiger. O etie kn 3 Akten von L. Held und M. West. usik von Carl Zeller. Regie: Herr Fredy. Dirigent: Herr Kachmeifter Valdreicb. Ermäßigte Preise der Pläye Anfang 74 Uhr.
Montag: Der Obersteiget.
naud's Ehekontrakt. (kü 5- 18 HTMC) Schwank _
in 3 Akten von Georges Feydeau, in deutscher Be- arbeitung von Benno Jacobson. Anfang 74 Uhr.
! 5).)ktkronHtoig und folgende Tage: Fernaud's Ehe- on a .
Theaterünterdenjkmden. Bebrenftr. 55/57. Direktion: Julius Frivsche. _ Sonntag: Kapitän Carieeiolo. Operette mit Ballet in 3 Akten von Edde Audkan. _ _
Montag: Für 12 Abende. Gastspiel der engliscbxn Burlesque-Comvany vom Sbaftssbury-Tbeaxex in London. Mit vollständig neuer Ausstattung, Original- Gefängen und Tänzen unter Management von F. I. Harris. 50 Mitglieder. Morocco Bound (Nach Marocco). Gesangß-Burleßque in 2 Akim von F. Wilde. Musik von Watson, Carr, Tito Mattei and J. van Carvll. Anfang 7F Uhr. _
Dienstag: Gastspiel der vollständigen engktscben Burlesque-Gesellslbaft (50 Mitglieder). Morocco Bound. (Nach Marocco.)
Zeutral-Theater. sau Jakobftraße Nr. 30. Direktion: Richard _ Emil Thomas a. G.
Sonntag: Zum 23. ale: Novität! Unsexe Rentiers. r e Poffe mi_t Gesan und Tanz in 4 Akten von W' lm Mannskadt und [ius Freund. Musik von Julius Einödsboser. In Scane Leseßt vom Direktor Richard Schulß. Anfana 74 U r.
Montag: Zum 24. Male: Unsere Rentierk.
Familien-Nachrichteu.
Verlobt: Frl. Irmgard von Jblenfeld mit Hrn- Pfarrer Hermann von Heyman (Wiesbaden). * Verehelicht: Hr. Kurt von Glasenapp mit Frl-
Elisabetb Klicbe (Breslau).
Geboren: Eine Tochter: Hrn. Oberst-Lieutenant Hugo von Pac enskv und Tenczin (Kleinburg- Breslau). _ rn. General-Landxcbafts-Svndibxs Grüßner (BreSlau).
Gestorben: Fr. Mathilde von Koelicben, geb. von
Liebermann (Winzia). _ Hr. RegieruxnI“ Präsident a. D. Wilhelm Winter (Elmshaujenx _ Fr. Glafira Rostißlawotvna von Brandis, asb- von Walrond (Genua). _ Hr. Oberst Pim! von Baumann (Glogau).
Verantwortlicher Redakteur: S iem e n r o tl) in V e r l in. Verlag der Expedition (Schol z) in B e rlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlass“ Anstalt, Berlin IF., Wilhelmstraße Nr. 32. „
Acht Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage),
und ein Prospekt der Verla s-Bmhhndluj Paul Parey hier. betr. , eehts- und B““ waltmigslexikon MIZ?)- Prenßisthen Luk
' . zum Dcutstßen Reichs-Mtz
„z; 60.
Personal-Veränderungen.
Königlicb Preußische Armee. Militär-Justixbeamte. Durch Verfügung des General-Auditeurs der Armee. 27, Februar. Krissler, Garn. Auditeur zu Rastatt, als Div. Auditeur zur 29. Div. nach Frkiburg i- Baden, Dethleffs en, Garn. Auditeur, von Thorn nach Rastatt, _ beide vom 1. April d. I. ab
€ t.
Ms V Beamte d_er Militär-Verwaltung.
Durck) Allerhöcbsten Abschied. 7. Februar. Kübße, Geheimer Bauratb, Jntend. und Bauratb der Jntend. Ul]. Armee- KorHS, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand Verseßt.
14. Februar. v. Foerster, Zablmstr. Vom 2. Rhein. Hus. Reqt. Nr. 9, Hinße. Zablmsir. vom Gren. Regt. König Friedrich Wilhelm 17. (1. Pomm.) Nr. 2, _ beim Ausscheiden aus dem Dienst mit Pension der Charakter als RecbnungZ-Ratb verlieben.
Durch Verfügung des Krieas-Ministeriums. 19, Fe- bruar. v. Müller, Roßarzt vom Magdebur . Hus. Neat. Nr. 10, unter Verseßung zum Kür. Regt. von Driesen Westfäl.) Nr. 4, zum Ober-Roßarzt, Heinricbs, Unteeroßarzt „vom Feld-Art. Regt. Nr. 33, Friss, Unter-Roßarzt Vom 2. Brandenburg. Ulan. Regt. Nr. 11, Rips, Unter-Roßarxt vom 2. Großherzogl. He . Drag. Regt. (Lsib-Drag. Regt.) Nr. 24, _ zu Roßärzxen, Kos wald, Schwake, Stolzenbura, Reibe, Unter-Roßarzte der Res., zu Roßärztcn des Veurlaubtenstandes, _ ernannt. Pankritius, Ober- Roßarzt Vom 2. Brankenbura. Ulan.Regt. Nr.11, zum Tßürin .Ulan. Regt.Nr.6. Viehweaer, Ober-Noßakzt vom Kür.Regt. von riesen (Weftfäl.) Nr. 4, zum 2. Brandenburg. Ulan. Regt. Nr. 11, Jacob, Roßarzt vom 2. Bad". Drag. Regt. Nr. 21, zum Magdcburg. us. Regt. Nr. 10, Schwerdtfeger, Roßarzt vom 2. Großberzogl. Reff. Drag. Neat. (Leib-Drag. Regt.) Nr. 24. zum 2. Bad. Drag. Rxgt. Nr. 21, Bath, Roßartt vom Kür. Regt. Graf Gkßler (Rhein.) Nr. 8, zum 2. Westfäl. Hus. Regt. Nr. 11, _ vérseßt.
20. Februar. Schormann, Luetber. Buttks, Zieglsr, Deneck8,Sverber, Zablmstr. Aspiranten, zu Zablmstrn. beim )(1. hczw. 11., 711. und 171. ArMCS-Korps ernannt.
Kaiserliche Marine.
Offiziere 2c. Ernennungen, Beförderungen, Ver-
setzungen :c. StcÜeybsseHungen für das FrühjaHr 1895. Berlin, 4. März Die Kapitans zur See: Korb Vom Kommando S. M. Sebulscbiffs .Moltke“, v. Wiefershaim vom Kommando S. M. Schulschiffs „Stein“, _ entbunden. Rötger, _untér Entbindung Von der Stellung als Kymmandeur der 2. Wersi-Div., zum Kom- mandanten S. M. Schulscbiffs „Stein“, Wodrig als Präses des Torpedo-Versuckyskommandos zum Kommandanten S. M. Schulscbiffs .Vlücher', Lavaud. unter Entbindung von dam Kommando S. M. Panzerschiffs 4. Klaffe .Heimdaü', zum Komman- danten S. M. Krkuzars 2. Klasse „Kaiserin NuHitsta“ _ ernannt. Die Korv. Kapitäns: Thiele (A UÉUst) Vom ommando S. M. Schulschikks .Blüchec' entbunden. Von der Stellung als Kommandeur der 2. Matrosen-Art. Abtheil, zum Kommandantkn S. M. Schulscbiffs „Moltke“ ernannt. Flichtenböfer mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Komman- deurs der 2. Werft-Div. beauftragt. “Fischer, unter Belaßuna in dsr Steüung als Kommandeur der 2. Abtbéil. _Yer 2. Matro en-Div., zum Kommandanten eines Panzcrschiffs 4. Klaxse der Res. Div. der Nordsee; Asch€r zum Kommandantén eines Panzérsckpiffs 4. Klasse der R61. Div. der Nordsee, Z ey €, untér Belassung in der SteÜung als Kommdr. der 1. T0rpedo-thbeil.„ zum Chef der Torpedobootsflottiüe, v.Holßendorfs zum Kommandanten S. M. Krsuzers 3. Klasse ,(Hefion', Goetz, unter Belassung 'm dkm Kommando zur Disnst- xeiytung beim Rercbs-Marineamt, zum Kommandanten eines Panzer- ycbiffs 4. Klasse de Res. Div. dsr Ostse€,_ Holzbauer zum Kom- mandgnten S M. Avisos ,Jagd', Müller, unter szlaffung in dem Kommando zur Dienstleistung beim Stah dcs Ober-Kommandos der Marine, zum Kommandanten eines Panzerikhiffs 4. Klaffe dkrRes. Div. Yer Ostsee, Palmgrésn, unter Entbindunq von der Stéüunq YS Kommandeur der 1. Abtheikung der 1. Mairossn-Div., zum Kommandanten S. M. Avisos „Pfeil', Kretschmann mit ker Außerdienststeklung S. M. Kanonenboots „Wolf“ zum qumandeur der 2. Matrosen-Artikleris-Abtheilung, _ ernanxit. Die Kapitän-Lts: v. Möller zum Kommandanten S. M. Aviyos „Mkteor“, Gercke zum Kommandantsn S. M. Avisos „Bliß“, Gerstung zum Kommandanten S. M. Schulschiffs .GriÜe“, Frhr. ». Schimmczlmann zum Chef einer Torpedobooté-DW, Merten Em Kommandanten S. M. Vermeffungssckpiffs .Albatroß', Schneider zum Cöef einer Torpedoboots-Div., _ c'rnannt. _
Knorr, Admiral und Chef der Marinsstation der Ostyee, mit ker Vertretung des exkranktkn kommandierenden Admirals bkauftragt.
Schutztruvpe für Deutscb-Ostafrika. _ Mxrgler, Hauptm. a. D., 1cheidet mit dem 18. Marz 1895 aus dieser Schußtruppe aus.
Deutscher Reichstag. 55. Sißung vom Freitag, 8. März.
Das Haus seßt die zweite Berathung des Militär: Etats beim Kapitel „Naturalverpflegung“ fort.
w dUcbexr den Beginn der Sißung ist bereits gestern berichtet or en.
Die Rede, mit welcher der Krie s:Minister Bronsart von Schellendorff auf die Ausfü rungen des Abg. von Vollmar, betrkffcnd die Nationen der höheren Offizikre, ant- wvrtete, hat folgenden Wortlaut:
_ Meine Herren! Den Ausführungen dss Herrn Von VoUmar kann ck nicht beitreten, und ich muß auch schon gleich vorweg bemerken, dßß ich nicht in Aussicht zu stellen vermag, das; wir im nächsten Etat eme Reduktion der Rationskompetenz eintreten [affen wollen. Der Herr Abg. von Vollmar hat sich übrigens, wie ich glaube, in seinen Ausführungen in einem Jrrtbum befunden. Bei den Ver- baydlungen über die Gewährung von Pferdegeldern ist aus- drücklich in Erwägung gezogen worden, ob man den höheren Offizierkn ebenfalls Pferdegelder bewilligen molle. Das ist damals meines Wiffens von dem hohen Hause aber abgelehnt worden Und ist die Mehrheit damit auch ausdrücklich einverstanden geroesen, daß, indem die höheren Offiziere keine Pferdegelder bekommen, man ihnen die bisherige Rationskompetenz beläßt auch für diejenigen Pferde, die sie nicht halten. Das ist hier seiner Zeit verab- sÜe'det worden. Ein Blick in die Verhandlungen wird das ergeben.
Wenn der Herr Abgeordnete nun sagt, daß einzelne höhere Offiziere Rationen beziehen und fie in ihrer Steklung nicht brauchen, weil sie keine Pferde halten, so kann ich das nicht' zugeben. Ick
cbneider, untcr Entbindung -
Erste Beilage
Berlin, Sonnabend, den 9, März
babe, glaube ich, 8 Nationen und halte 7 Pferde. Sie werden viel- leicht sagsn: das ist zu viel in meiner Stellung. Aber für Einen I.)?a-nn Zn mci-xcm Alter ist dai“- “Ukitsn immxr noch eine nüylicbe' Be- wegung. namentlich, wenn man fast den ganzen Tag im Reichstag zu- bringt (große Heiterkeit); da ist es sehr gesund, wenn man fich „Vor- mittags etwas zu Pferde bewegen kann. “
Also der Herr Abg. von Vollmar bat sicb im Jrrtbum befunden. Ich bedaure daher, daß ich auch im nächsten Etat nicht in der Lage bin, bei den höheren Offizieren eine Rationßreduktion vornehmen zu laffen. '
Abg. vyn Vlemar (Soz.); Bei dem Kriegs-Minister mag
der, Unterschied zwischen den_ Nationen und den wirklieh Vorbandenen
f_erden nicht bestehen; Thanache ist aber, daß vieleOffiziere nur die alfte der Pferde balim, für die fie Rationen beziehen.
_ 5«!ihg. Grczf Arnim (Rp.) dankt deux Abg. Freiherrn von Buol fur seine gestrige Anregung. Selbsthilfe ist der Landwirtbscbaft leicht anzuratben/ aber nicht immer leicht durchzuführen. Die Assoziationen des landwrrthschaftlrchxn Angkhots. dieAnlage von Silos find wichtige Fragen fur dix Lan_dwirtb_schaft, [Llcbt gelöst in Exportierendcn Ländkrn, wo das (Getreide eme Zeit _lang zurückgehalth und dann im rübjabr auf den Markt_geworkai wird; In Deutschland ist die Klas ifikation des Gxtrxtdes nicht solei_cht; fem anderes Land hat so vikle wcrsckpiadene (Y_etretdewrten wie De_utychland. Aber bei dkn je igen niedrigen Preissn wurdexi die Prymazitamter_doch keine: erheblich Sheren Preise zahlen, und_ die L_andwiribgchaft batte wenig Vortbéil Von dem direkten Ver- kaps an die Militarvexwaltung. DST VOLWUrf, daß die Landwirthe m1t_ der Selbsthilfe nicht knügend Vyrgegangen seien, muß entsckxisden zizruckgewiesen werden. V a_n bat 1chon Verkaufs enoffenschaften gx- btldet, aber [is laffen_fich nicht so [Licht aus dem Boden stampfen.
Abg. Richter (sr. Volksw: Das Bestreben der Militärverwal- tung, direkt von den Produzenten zu kaufen, schädigt schon jest die Reichskaffe. Der_von dem _Abg. Grafxn Von Arnim verlesene Brikf beweist nur,_wie ]chwer es ist, die Börxennotierungen zu régekn. Die Frage, ob die Militaxverwaltung Von den landwirtbscbaftlickyén Ver- kagfßgenoffenfchaftxn direkt kaufen soll, Fakir] nur durch den Beweis ent- schieden werden, das diese Verkaxifsgenonenycbaften bikliger liefern als die (1quan Produzxntsn und die Zwijchénbändker. Bisxeßt istdas noch nicht be- MUM" _ Ich möchte _eine aridere Saxbe zur “Sprache brin en. Die Pkilttgrverwaltuyg genießt aus der Eixerxbaßn billigere Tariée, als sie sonst tm aÜgememen_ üblich_sn_1d. Es iit das eine Benachtbeiligung dkr Staatskaffe. Die Tarife Für diE Militärverwaltung bétragen nur 70 % Dkk aUgemeinSw Tarife. G€!_€Hmäßig ist eine solche Vér- aunstigung niir l_JLl wirklich militäri7ch€n Transporten Own Waffen, Pfexden 2c._ stivzzliert; daß sie _auch bCi Beförderung Von Naturalien gewahrt wird, _11t nicht zu rechtsertigen.
_ Abg. Grqf von Armin) (Rp.): Der A1: . Richter glaubt, daß [ck sm_en Brisf v€r_lejeu hake. Das ist ni t der Fal], sondsrn es war eine de_n amtlichen Verhandlungen entnommene Aussage des Herr_n Schwidt-Löbma. Es _bat sich "daran eine längere Diskussion cknuxxst, m der sich herausjtéüte, daß die Bebauptungsn des Hsrrn
chmi_dt sich bewahrhytetenx Jn de_r BörsLn-Enquétekommisfion war dLr Eindruck allgemein, daß die KurSnotierungen einst wesentlichen Neuzedur bkdürfxn. _ Die Herren erinnern sieh, das; einige Makler in dieser Beziehun Voxychlags gemacht haben, die ihnen sehr schl€cht bekommen sind; es 1nd_1a Fogayunangenebme Scenen auf der Börse entstanden.
Der Abg._ Rich_ter_ meint, _es müffe fich erst heraussteUen, ob die Ge- noffenschaxten biUiger arbeiten. als der Kaufmann. Man hat allgemsin das Prinzip FLY Genoffenxchasten auf die Fahne geschrieben und jetzt, wo disyes Prinzip__Vortbeil zu bringen Verspricht, fommxn die Herren, die ups das Genonensckpajtswcsen immer empfohlen babkn, und sagen; es wird doch erst daraus ankommen, ob die Genossenschaften biUiger arbLiten! DJs ist doch keine Politik!
_BsyyÜmachttgter_zum Bundeskaih, p_reußischkr General - Major ZMÖLN Von Gezmmxn gen: Die Tartsermaßi ung für die militärischsn
xanZvoxte beruht auf Art. 47 der RsichsNifaZnng. Die Ermä igung tr:t_t_u_brtg€ns nur d_ann ein, wsnn das zu befördernde Gut 1ch als Militargut chargktertfiert, d.h. wirklich im Bsfiß der Militärberwaliung ist. _W_as die «Höhe der Tarife anlangt, so beträgt der allgemeine Tqr_if_f_1xr Getreide pro Tonne und Kilometer 4,5 „3. während für die militariichen Transporte 4,2 „3 berechnst werden. Diese Ermäßigung erreicht abcr noch lange nicht jene, welche infolge der für vsrschiedene Gegenden bestehenden AuÖnabmetarif-x gewährt wird; so beträgt der für dkn Bezirk Bromber z. B. 3,8 „5 pro Tonne imd Kilometer.
_ __Abg. Richter (fr. Volks»): Der besondere Tarif für die mili- tariychen Transporte bat zweifelloß den Charakter einer Rcfaktie. Ebcziw zwsifellos ist es, daß dadurch einzelne Jntkreffentenkreise be:- gümttgt wsxkxen.
Abg. Hilpert_(b._k. F;) sprickyt fich für möglichst ausgedehnten Bezug yon Naturalien für die Armee direkt von den Produzenten aus.
Abg. vori Podbielski (dkons.) hat dsn Antrag eingebracht:
den Rercbskanzler zu ersuchen, er wolle veranlassen, daß für das Etatsjabr 1895/96 dia: Mittel bereit gestellt werden, um den Quarticrwixthen, wel 8 während der Uebungen der Tru pen den Mannschaft» die Verp Sgung freiwillig verabfolgen, eine er- giztung nach den Sätzen für die Marschverpflegung ge- wabren zu können.
Die Abba. ])1'. Schaedler und Genossen (Zentr.) haben den Antrag eingebracht:
den Reichskanzler zu ersuchen, zu veranlassen, daß die mit der Ver- abreichung warmer Abendkost an die Mannschaften des aktiven Hekres angesteüten Versuche fortgeseßt werden, und je nach dem Er ebniß dieje'r Versuche Mittel zur angemeinen Einführung dieser E richtung in den Etat 1896/97 einzustellen.
Abg. von Podbielski (dkons.) befürwortet seinen Antrag aus BiUigkeithründen. Die Frage sei schon früher angeregt worden und der ReichstZZ habe die 5 erechtißung des in seinem Antrag ausge- sprochenen unsches anerkannt,
Bevollmächtigter zum BundeSrath, preußischer Kriegs- Minifter Bronsart von Schellendorff:
Msine Herren! Wenngleich ich nicht in der Lage bin, im Namen der verbündeten Regierungen eine Erklärung zu der Von Herrn Abg. von Podbielski gestellten Resolution abzugeben, so kann ich doch für meine Person schon jest sagen, daß ich dem Gedanken durch- aus sympathisch gegenüber stehe. Es ist schon in früheren Jahren von meiner Seite sehr lebhaft für diese Gleichsteüung der Ent- schädigung für Verpflegung auf dem Marsch wie im Kantonnement plaidiert worden; ich bin damals nicht durchgedrungen. Jm ver- gangenen Jahre haben wir einen solchen Versuch im Einverständniß mit dem Herrn Reichs-Schaxzsekretär gemacht. Dieser Versuch hat sich nach jeder Richtung hin bewährt. Sowohl die Truppe ist damit zufrieden gewesen, noch mehx aber die Bevölkerung. Als,der gegen- wärtig uns beschäftigende Etat aufgesteUt wurde, war ich aber nicht im BLfiß der Berichte der Truppentheile, und aus diesem Grunde ist eine Mebrforderung in den Etat 1895/96 nicht eingestellt worden. Nachdem diese .Bericbte eingehend geprüft sind, nachdem ich auch
riger, mid Königlich Preußischen Staats-Llnzciger.
1895.
dem HerrnReicbs-Schaßsekretär davon Kenntniß gegeben habe, besteht aUerdings die Absicht, in den nächsten Etat eine solche Forderung, wie sie dsr Herr Abg. von Podbielski zur Anregung gebracht hat ciuzusteUcn, soxern eben auch die Osrbündcxen Regierungen damit ein- verstanden find.
_Staatssekretär des Reichs: Schasamts Or. Graf von
Poyadowsky: _ Meine Herren! Wie der Herr Kriegs-Vkinister bereits aussie- führt, Hat bei einzelnen Armee-Korvs bereits versuchsweise die Ge- währung der Marschwerpflkgung auch an den Kantonnementstagsn stattgkfunden. Theoretische Erörterungkn darüber, ob nicht für säznmt- liche Armee-KorpI-Bezirke die Marschwerpffegung statt der Kan- tonnementévervflégung zu gewäbrkn sei, haben auch schon zwischen dem Kriegs-Minifterium und der Reiché-FinanzVSrwaltung gesckywebt. Bei diéser Gelegenheit ist der Gedanke aufgstreten, ob man nicht nur für die Landestbeile, wo die LkbLaniÜél und dsshalb die Ver- pflegung bssondch kostspielig find, disse erhöhten Säße für alle EinquartierungItagx gswäbren könnte, dagegen in den LandstheiLZn, namentlich Öls Lstknö, wo die stsnsmittel und demnach die Ver- pflegung billiger smd, kik ni-drigeren Säße der Kantonn€ment§Mrpflß gung wie bisher zu gcwäHrSn wärsn. Bei näherer Erwägung dieses Gedankens bat fich aber beraußgsstkklt, daß dieser Weg vollständig nn- gangbar sei. Es würde im Voile nicht verstanden werden, wenn man in woblHab-enderen Landestbeilen, wo die Lebensmittel theater smd, höhere Säye gswährte als in ärmsrsn Landssthéilcn, wo selbstverständlich die Manöverlast schärfer drückt, wenn man nur desbakb, weil dort die Lebensmittel etwas biUigér sind, die geringsan Säßs anwsndeté. Erkennt man deshalb an, daß in einzelnsn Landestßeilen, wo die Verpflkgung tbsurer ist, die bisherigkn Vsrpfiegungssäße nicht aus- reichen und gewäHrt dieskn Landestbeilen die Höhersn Verpfscgungs- säße der Marschwerpfiegung, so wird nichts übrig bleiben, als den höheren Verpflsgungssaß für 'die gesammke Armes, für sämmtlickpe Armse-Korps-Bezirke zu gewäbrsn. Bei den Vorverhanrlungen mit Nr ReiÖF-Kriegsverwaltung Mußte Ls abcr abgelshnt werden, schon in dicssn Etat dicse böbxrén Säße kinzustslicn, aus Rücksicht auf die Finanzlage. Di:" vsrbündeten Regierungxn glaubtkn nicht, höhere Beträge aus nlU€n Stylisrn als 32 MiÜionen Erlangen zu können, und dieser Mebrbetrag an Stsuern war dnrch ander€ dringende Aus- gabc'n bereits in Anspruch genommsn. Durch die reichlich€n Streichungen, die jsßt der Reichstag gkmacht bat, hat sich die Situation verschoben, und WEnn der Antrag, dsr seinerzeit auch Von dem Herrn Abg. Dr. Bachem angedeutet worden ist, wenn auch in Etwas anderer Richtung, die Majoriiät des Hauses findst, so werden die verbündsten Regierungen erwägkn, ob sie in Form eines Nachtrags-Etats diese Forderung noch zu dem Etatßenthrfe für 1895/96 anmelden.
Abg. Dr. _Schczedler_ (anrr): Namxxns msinkr politischen Freunde babe _lch mich zunachst für den Antrag des Abg. von Pod- [118th zu erklaren. Was dsn yon mir und einer Anzahl meincr politischén Fréundc emaébrachtxxn Antrag bstrifft, so hat derselbe Aylaß zu Unterstxüizngen gegxben, die ich entschieden zurückweisen mu . _Dic Yzißehxgenheit_ist_schox1 früher eingehend Erörtert worden, sowo [ m mrlttarrxchen wxe in Zivilkreisen. Von maßgebende): Seite ist zu- gegeben wordeix, daß die gegenwärtige Ernährung des Soldaten in der Gartitxon im Vergleich zu dcn Ansprüchen, die an den Soldaten gxsteUt wsrdcn, zu karg bemsffen ist. Die Kosten, welche die Erfüllung des in mexinem Anfrage aus- gesprycbenen Wixnscbss Vérnxsacben wiirde, sind auf acht Mtüionchark j_ab_rlich bkrechnet worden. Ich würde? mich garnicht 1ch€usn,_ die Bewrüigung_ dieyer Summcx schon für den Vorliegeénden Etat zu beantragen), dJ lch glaube; daß eine solche Aufwendung sebr gut_ang€hracht skin Wards. Vorlaufig 9le mein Antrag aber nur dahin, dax; dre mi.“ dsr stabreicbyng warmar Abcndkost an die Mann- schaften angestellthn Ver7uche_ fortgeskßt werden. Ich kapriziere mich auch _garntcht_ daraus, daß es gerade ein warmes Abenßbkot smn muß; _ in _manchkn Fällen wird ein solches ja nicht zu beschaffen sem, wie z. B._ aus Märschen, im Manöver u. s. w_. Aber es_ soll auf aÜe Falle cm gutks, auIrsickyéndes Abend- brot sein; denn die Hauptsache ist, daß dsr Soldat ordentlich zu essen bekommt. Ein Blatt hat gesagt, mein AUÜÜJ soÜc wobl „S eck für das Volk“ sein, um die Tabacksteucr durcbznbringen. Mit der “ aback- stsuer hat msm Antrag nicht das Geringsta zu thun. Mein Antrag geht nur dahin, daß die Vorschläge mit dem warmcn Abendbrot fort- gese t werden, und [ck gcbe mich der Hoffnung hin, daß dikskk Antrag die usttmmung des Hauses finst.
Yevollmächtigter zum Bundleatk), preußischer Kriegs- Mimner Bronfart von Schellendorff:
Meine Herren! Die Militärverwaltnng steht je-dcr Anregung dankbar gegenüber, die dahin zielt, die matsrielle Lage des Soldaten zu vkrbessern. Wenn die Lebenshaltung des Einzelnen im Volke fich Verbeffert, so ist die Militärverwaltung der Meinung, das; im Lande der aÜgemeinen Wehrpflicht auch die chenshaltung des gemeinen Soldaten verbessert Werden muß. Wir haben nach dieser Richtung schon Verschiedene Versuche gemacht, aber bei aÜen dissen Versuchen, mit dem gegebenen Mitteln eine Verbssserung der tnatcrieüen Lage des Mannes bcrbeizufübrsn, sind wir nicht viel weiter ge- kommen als bis zu der Frage: Wächst uns sin Kornfeld auf der flachen Hand? (Heiterkeit.) Ich habe infolge dessen auch die An- regungen des Herrn Abg. 1)r. Schaedler in der Kommission mit größter Befriedigung entgegengenommen. Ich hoffe daher, daß, wenn diese Resolution im Hause einstimmige Annahme findet, auch die Be- denken, die viekleicbt noch anderweit dagegen bestehen, falLen gelassen werden würden. Ob es mir gelingt, sotUeit zu kommen, daß jeder Soldat in Süddeutschland täglich seine zwei Maß Bier und in Norddeutschland ZFlasche Rotbwän bekommt, das Weiß ich aUerdings noch nicht. (Heiterkeit.)
Abg. Hug (Zentr.): Ich erklcire namens meiner Partei, daß wir dem Anfrage des Abg. von odbielski zustimmen werden. Die Sätze für die Kantonnementsverp egung smd zu niedrig, als daß dafür eine hinreichende Verpflegung geliefert werden könne.
Staatssekretär des Reichs : Schaßamts Vr. Graf von Posadowsky: '
Wenn die Mehrheitdieses Hauses die wohlwollende Absicht äußert, größere Mittel für eine auskeichende Verpßegung unserer Armee bereitzustellen, so ist es nicht wahrscheinlich, daß sich diesen wohl-