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Beim Titel „Unterhaltung der Wege und Brücken auf den Landstraßen“ beklagt ,
Abg. Dr. Dittrich (Zenit), „daß für die Wegebauten in Ost- r-xu-ßen durch den Fiskus zu wemg JLschebe, wghrend unter „den itieln, der Landwutbschaft im Osten zu helfen, insbesondere wmb- schastlicbe Meliorationcn uxtd Hebung der Verkehrswege als noth- wendia bezeichnet wvrden skien. _ . '
Minifterial-Direktor Schultz erwidert, da? die Regierung be- strebt sei, die Erhaltung der Landstraßen au, die Provmzial-Ver- waltungen zu übkrtragen und daß damit wohl die Wünsche des Vor- redners exfüllt würden.
Nach 4 Uhr wird die Weiterberathung vertagt.
Entscheidungen des Reichsgerichts.
In Bezug auf die Bkstimmung des § 65 11 16 des Pxeuß.,Allg. Landrécbts „UUZCkUÜPPLÜS gemeine Hunde, ingleichen Kasen, die auf Jagdrevie'rcn herumlaufen, kann jeder Jagdberecbtigte tödten, und der Eigentbümer muß das Schußgeld bezahlen“ _ hat das ReichSgericht, 71. Zivilsenat, duxch Urtbcil Vom 22. O_ktober 1894 ausgesprochen:
1) daß dsr Jagdberechtigte die Befugniß zur Tödtung' von fremden ungeknüppe'lten Hunden auf seine Bediensteten, sowie auf andere Personen übertxagcn k_ann, welche er bei den von ihm ver- anstalteten Jagden als ieine Gaste zuziebt;
2) daß, we'nn eine Jagd gesetzwidrig an mehr als 3 Personen verpachtet ist, weder dix: Pächter _nocb ibre Leute zur Tödtung von fremden un eknürpelfen »Pundsn befugt find.
.Das ?)?ecbt zur Tödtung ungcknüppkltcr «unde, die'auf dem
Jagdreviere aussichtslos herumlaufen, ist dem agdberecbttgten zum Schutze seines Jagdrecbts gegen di? (Hejäbrdung des Wildsiandks ver- '[18hkt1- Dieser Schutz würde ein böchst unvoslkommxner 1ein, wenn die Befugnis; zur Tödtun dem Jagdberechtigten nur für seine Person zustkbcn 101112 und ihre . usübung QUf andere nicht übertragen werden könnte. Sowkit der Jagdberecbtigie die Erlaubniß zur Ausübung der Jagd ertbkilen darf, kann ibm aucb das Recht nicht vérsagt werden, andere Personen zur Tödtun der für bis Ausübung der Ja d nach- tbciligen Hunde nacb Maßga e dsr §§ 65 bis 67 des A. L.-“ . 11 16 zu ermächtigen, Daß solche Ermächtiaung nicbt obnc weiteres in der Erlaubnis; zum Jagen oder in bar Einladitng zur Tbeilnabme an einer Jagd zu findenist,vi21mebr einer bewndkren Erklärung des Jagdberechtigien bedarf, nimmt das Berufungsgcricht mit Recht an. Andsrerseits spricht Cs ksineswegs aus, daß jcdér Dritte zur Tödtung bon Hunden ermächtigt wcrden könne, V1€[m€bk erklärt es mit Rücksicht auf die bier gkgcbene Sachla e 5811 Jagdbkrecbtigten nur für befugt, die Ausübung des Tödiungsre ts auf )eine Bedien- steten, sowie auf andsre Personen zu übertragen, wi'lcbe Lr bei den von ibm Véranstalteten Jagdkn als skins Gästé zuzisbt. _ _ _ Erwich sich die Annahme, dafs die N.'sche Jagd an msbr als drei Psrsonen verpachtet war, als richtig, so wäre der Pachtvbrtrag nach der unzwsidkutigen Vorschrift dss F 12 des Jagdvolizeig-ZWLZ vom 7. März 1850 für nichtig zu €rachten, und da ein nicbtiger Pacht- vkrtrag ein Jagdrkcbt nicht begründen kann, den Jagdpäcbtern die Eigknscbaft von Jagrbsrsckztigtén abzusprkcbcn. Dalaas aber würde mit Notbwendigkeit wsim folien, dax“; k€iner der Jagdpacbter auf Grund des § 65 des W] . L.-5 . 11 16 zum Tödten m_)n frsmden Hunden auf dem N.'sch€n Zagdrcvixr bsfugt war, und dax; die Jagd- pächter ebknsowcnig in der Lage Waren,_ die Ausübung einer solchen Béfugnif; mit rechtlicher Wirkung M11 andere Pcrsonen zu über- tragen.“ (203/94.)
_ Untsr „standesmäßiger Ebc' im Gebiete des Gemeinen Rechts ist, nach einem Urtbkil des Reichsgerichts, 111. Zivilsenats, Vom 9. Nobember 1894, nicht obne Weiteres xine standesgleicbe Ehe zu Veritebkn, viélmébr kann bci Stiftungsurkundcn adliger Fixei- kommiffc dks 11181“?an Adels im Zweifel darüber, was der Stifter unter itandcsmäßigsr Ebs verstanden bat, _ d. b. wenn nicht be- sondcre Umstände dafür sprechen, daß der Stifter untsr standésmäßigcr Eb? einc standesgleiÖL verstanrcn bat _ die EHC zwischen einem Manne des niederen Adels und Einer den besscrcn Ständcn angsbörichn Bürgerlicbkn als standesmäßig eracht€t werden. „Aus dkm Rechts der Stifter adligcr Fidkikommiffe, in dsr Stiftungs- urkunds dic Succcsfionsbkrcckptigunß bon dsm Erfordxrniffs der Ab- stammung aus Linkr Ebe vcn bsstimmier Bsschaffsnbsit, namsntlich aus €in€r Ehe mit Linér ebknialls adligen Tams, abbängig zu machen, kann kcinsswcgs dsr Schlaf; KSZOJCU wsrdcn, das; bis in dsr Siiftungs- urkunde 611186 adli sn Fidéikbmmiffcs Entbaltene Klaussl, welche ailsin die Nachkommsns Daft aus stankksmäßi cr Eb? zur Nachfolge beruft, im Zweif€[ dahin 31! *.*xrstkben ist, da, ist Stifter die? an sich einLr (Eb? mit 611167 Bürge'rlicben zukbmmsndcn chbtswirkun en bat cin- scbränken und nur die Tcszxndcntcn ans cinßr standesglci cn,“d. b. aus einer Cbc mit cincr Adligen zur Nachfolgk bat bcrufcn WOÜLU. Auch bei Stiftungsurkundsn adliger Fidcikommiffe ist 85 immer Tbatfx'age, was der Stiftsr untkr 611161 standxsmäfxigcn Che verstanden hat; bleiben im einzklncn JÜÜL ZWLifé'l, fo müffsn die aÜgsmcincn Auslegnngs- regsin über die Auslegung leßiwiUiJLr Erklärunskn und Verfügungen zur AnMnkUng kommxn; ksine'n rechtlichen Boksn bat kik Annahme, daß im Zweifél „115 Absicht dss Stiftkrs anzunsbmsn sei, nur Ebkn mit Adligén _als stankksmäßig akltsn zu [QffM _ Auch 5611 Erwä- gungen dss BEruiungsriÖWrs kann nicht bsigetrktcn we'rrcn, nach WELÖCU dcr angmcinc Srrachg€brauch mit dem Ausdruck „standes- mäßigs Ebc“ einkn kkUkkLsM unk aligé'mcin zutrkff-cndsn Sinn nicht verbinden und in dem Verbäitniffen dsr Stichrin dsr Bcgriff „standes.- mäßigs EbL“ Eine ((in und greifbarc' Bkdeutimg nur gswinncn sol], wsnn man [Cdiglicb isn M81 kér Muttcr cntsch€idcnd skin läßt, ,wäbrenr iclche desutung dem Begriff gänzlich fsblsn würdc, wenn man Lin? standesmäßigeé Ehe in aÜqemciner Weise als die Ebe mit ein€r anständigkn Person auffaffén woklte.“ Für die Frage “dsr Stankesiväßigkeit der E56 zwiscbsn einem Manne dcs niederen Adels und_ eiticr Bürgerlickyen fehlen nacb bén bLUtigen allgomein bcrrsckyénden An1chauungeq keineswegs féste Kritcricn, und Es unrerliegt namentlich keinem Zirsiiel, bas; skandssmäßige Ebe nicbt aUgcmein als Ebi? mit 811121“ anständigén Person auigcfaßt Wkkkün kann, viklmchr außkr dsr Lebensführung noch anker? Bcrbältniise wesentlich in Betracht kommen, um di:“ Ebe eine:"; Mannes dcs niederen Adels mit einkr Bürgékrlickyen ais standesmäßig €rsch€in€n zu [affenk (178-94.)
Entscheidungen des Qber-Vemaltuugsgeriehts.
ngen einc Zuwiderhandlung gegsn die Kabinets-erre wm10.Juni1834,b€tr€*7€nkdi€ STQQTSaufsiÖT Übkk Privat- anstaltén unk Privatvsrsonen, die fich mit dem 11nt€rricht und der Erziehung dar Jngcnd béichäftigkn, ist, nach Einem Urtbeil des Iber-Verwaltvngsgsricbts, 1. *Ssnats, Vom 7. März 1894, die Orts-Pc1izkibebörde regelmäßig nicht bcfugt, ic-lbständig ein- zuschrkiien, visimebr [ilgt die?, sowohl in den ältsrkn als auch in den neuerm preußiicbxn Landestbsile'n, den Sckyulaafsichts- behörden rb. _ Der Landwirt!) J. in Einem Orte der Provinz Schleswig -Holstsin befc-ßte sich mit dem Priyatuntkrricht an Kinder in dsr dänischen Sprackoe. Durch eine als .Poiiz€iv€rfügung“ bezeich- nete Anordnung dss Amtsvorsteikrs wurde die Fortsetzung dieses Unterricht? von einsr Erlaubnis; dss Orts-Scbulin'rekwrs abbän ig gemacht. Die yon J. erhobenem Besckywerden waren erfolglos, (1 er auf die sodann von J. erhoben? Klage erkannte das Ober-Verwaltungs- gericht aui Aufhebung jener Polizcivkrfügung. .Das Unterrichts- wesen", führt das O.-V.-G. aus, „welches die Beaufsichtigung des rivatuntkrrichts uni: der Privatschulen mit umiaßt, ist eine öffent- iche Woblfabrjseinrichtung des Staats._ Die Verwaltung desselben ist, wie in den älteren, so in den ncusn Landestbeilen, namentlich auch in dEr Provinz Schle§iri Holstein, nicht den Polizeibehörden, sondern besonkeren Behörden, “dyn ' rovinzial-Scbulfollegien und den Abtheilungen der Regierungen für Kircbeu- unk Schulwesen, in höchster Instanz
dem Unterrichts-Minisierium übertragen., Die Wahrung der öffenjliaben Ordnun auf dem Unterrichtßgebiete liegt daher als ein Theil der Unterri tsverwaltun den dafür bestellten besondexen Beboiden ob. Diese haben die Beämniß, ihren Verqungen nöthigenfalls durxb die eseßlicben Zwangs- und Strafmittel achdruck zu geben uny konnen Iich hierbei ihrer nachgeordneten Organe, sowxe'erforderlicbenfalls der starken Hand der Polizei bedienen. Die obuxtbebßrdeysind da- ge en in SchulverwaltungSangelegc-nbeiten selb ttbatig mitzuwurken nur zu tändig, soweit eine solche Mitwirkung. enthder hurcb das Geseß ihnen ausdrücklich zugeiviesen ist, wie beis ielswetse bet „der Festseßyng und Einziehung von Schulversäumnißstra en, xder soweit sie fich nicht bloß aus dem Gesichtspunkte der Ordnung im Schizlnxesen, sondern aus einem allgemeinen polizeilichen thereffe ergiebt. Letztere Vorausseßung trifft im vorliegenden Falle nicht zu. Denn wenn es auch die Aufgabe der Polizei ist, zur Verhütung strafbarer Handlungen die nötbigen Anstalten zu treffen (§_§ 2, 10 11 17 “Zi. L.-R.), so ist damit doch nicht jede Verleßung önentlich-rech11i_cher Normen, auch der obne Strafandrobung ergangenen. der polizeilichen vorbeugenden Fürsorge unterstéllt. Eine Verlesung der öffentlichzrecbtlicbeanormen ür sol e Institutionen, welche nicht in erster Linie dem Schu und der Ob ut der Polizei anvertraut sind, berechtigt die letztere vie msbr zum Einschreiten erst dann, wenn durch die Art oder durch die Aus- dehnung, in welcher diese chbtsverleßungen berVoktretxn (z. B. Tumult, Steuerberweigerung in ganzen Bezirken, feuergefäbrlickoe Beschaffenheit des Schulhauses), zugleich eine Störung der öffentlickoen Rabe oder Sicherheit, Gefahren für das Gemeinwesen entstehen ' (Nep. ]. 14. 70/93.)
Statistik und Volkswirthsthaft.
Schiffsunfälle an der deutfchn Küste.
Das Ende Fsbruar dieses Jahres _zur Ausgabe gelangts 1. Höft des Jahrgangs 1895 der „Vierteljahrsbeite zur Statistik des Deutschen Reichs“ bringt eine Abbandiung über die Schiffsunfäüe an du deutschem Küste während des «Jahres 1893, d. 1). über diejsnigen zur amtlichen Kenntniß gelangten U_nfa[1e, Von dsnen Schiffe an der deutschen Secküste selbst, aus dem Meere in einer Ent- fernung bon nicht mehr als 20 Seemeilcn Von der KÜstL oder auf den mit dkm MLM m Vkrbindung stkbenden, Von Seeschiffen befahrenen Binnengewäffsrn im Jabre 1893 betroffen wurden. Dkrgrtigx UnfäÜe_ sind im ganzsn 388 gezäblt, welche (bei 141 K'oÜiiioncn zwiycben je 2, 1 zwischen 18 3 und 1 zwischen je 4 Schiffc-n) 534 Schiffe betrafen. Die Erbcbmxgcn dsr 4 vorbergebcnden Jabre batten ergkbkn für 1892: 370 UnsäÜe und 501 138175779416 Schiffe, für 1891: 392 Unfälle und 512 Schiffe, für 1890: 255 Unfäile und 336 Schiffe, für 1889: 181 UnfäÜc und 237 Schiff?. Disse UnfäÜe baben fick) demnach Von 1889 bis 1891 ganz erheblich gesteigert; 1892 War wieder eine klc'ine Verringerung eing-Ztreten, aber das Jahr 1893 bat nach der Zabl dkr betroffcnéu Schiffe alle Vorjabre überragt. Die Zunahme der Schiffsunfälle ist namentlich durch das Anwachsen [“_es Schiffsbe'rkebrs in dk" deutschexi Häfen, moduni) fich hauptsächlich die steigende Zahl der Schiffs-Zuxammen- stößt? erklärt, begründet; außerdem in einzslnen Jabrén durch besonders ungünstige Wittezrung, so 1891 durch anbaltenden Frost und starke?" Eisgang, 1892 durch schwere Stürmsx im Juni, Oktober und Dezkmber, und 1893 dur_ch Sjürme und schlechte Eisberbältniffy. Von den durch Unfälle bktroffenen Schiffen find im Jahre 1893: 59 (1892: 68, 1891: 71, 1890: 52_, 1889: 50) gänzlich Verloren ge- angen, 288 wurden tbeilwsise beschädigt und 187 blieben unbeschädigt.
er Verlust an Mknsckpxnlsben (65) steht zwar_ bintec dem des Vor- jahres (72) zurück, übersteigt jedoch die durch1chnittliche Vsrlustziffsr der 4 Jahre 1892 bis 1889 um 32; er berechnét fick) auf 0,83 % aUer an Bbrd g€wesen€n Personsn (soweit deren Zahl bkkannt war) 89211 1,06 0/0 im Vorjahre oder 0,32 0/0, 0,67 0/0 und 0,80 0/0 in den «Fabrkn 1891, 1890 und 1889.
Von der Gesammizabl der nachgcwiésenen Scbiffe sind 1893: 104 gestrandet, 7 gckkntert, 23 gcsunksn, 289 in Kvilifion gsratben und 111 wurden Von Unfäklen anderer Art bétroffen. 166 Unfälle ereigneisn fich im Ostjeegebiet (2,08 auf_ je 10 Seemeilkn Küsten- strscke), 222 im Nordsecgkbiet (7,53 ans je 10 See_msi16n Küsten- sirkcke). 398 dsr betroffensn Schiffe fuhren unter deut1cher, 132 untßr fremder Flagge, wäbrsnd Von 4 Schiffen die Nationalität unermittelt blieb; Untexr dcn infolge dkx Unfälb? gäzizlich 1.1?17101'811 gegangenen Schincn bssandkn sich 49 deutichc und 10 fremde: Schiffk.
Invalidiiäts- und AlterSVersicherung.
Bei dsr Vkrfickxerungsanftalt Baden find, nach der „Karlsr. Ztg.“, im“ Monat Februar 1895 254 Nent€ngesuch€ (66 Alters- und 188 Jnvalidenrenremiesuäye) eingereicht und 194 Routen (56 + 138) béwiüigt wwrrcn. Es Wuxi€n 43 Gssuckye (11 + 32) abgelehnt. 128 (34 + 94) blieben unerlcdigt. Außsrdcm wurden im schiebs- gerichtlichen Verfahren cine Altkrs- und Eine anaiidénrente zu- erkannt. Bis Ende Februar sind im JÜUZLU 8305 Rkntén (4848 Alters- und 3457 Invalidenrenten) bewiUigi bezw. zuerkannt Wordcn. Tabori kam€n wiedcr in chfaU 2213 (1162 + 1051), sodaß aui [. März 1895 6092 chtenempfängxr vorhanden smd (3686 Alters- und 2406 Jnvalidsnrentner). Verglichn mit 56111 1. Februar 1895, bat fich die Zahl der Rkntknempfänger wer- mcbrt um 118 (62 Alters- und 86 Juvalidenrsntncr). Di? Renten- cmpfänger bkziebcn Rsnten im Gcsammtiabrcsbstrage von 762 685 „ck 4 „5 (mehr seit 1. Ebruar 1895 14 896 „ck 26 „Z). Der Jabrxs- bstrag für die im konat Februar bewiÜigten 57 AlLersrenten be- rechnet fick) auf 7565 ;;(x 40 „_! und für 139 Jnvalidcknrknten auf 17048 „x(- 40 „Z, somit Durchschnitt fiir eine Altersrente 132 «(ck 73 „Z, für eine analidenrente 122 ,46 65 „3. (Für sämmtliche bis 1. Januar 1895 bewilligten Renten betrug der durchsckxninliche ;FÉresbJrc-g)ciner Altersrente 129 „46 50 „_1, einer Invalidenrsnte
„16 „z.
Nacb Yiiitheilung "des Statistischen Amt:“; der Stadt Berlin sind bai den bissigen Staydesämtern in der Wocb-x vom 24. Februar bis inkl. 2. Marz er. zur Anmeldung gekommen: 966 Lebendgeborene , 242 Ebeschließungem 43 Todigeborenc, 717 Sterbefälle. „
Literatur.
Kunstgeschichte. *-
Abriß der _Kunstgeschichte_ dcs Alterthums. In syn- chroni1ti1cher Darstellung Von Gustav Ebe. _Mit 4 Tafkln und 557 Abbildungen im Text. (675 S.) Düneldorf, Verlag von L. Schwann, 1895. (Brosch. 26 „55, geb. 30 .44) _ Die zahlr€ick)en Entdkckungen dcr [?Zten Jahrzehnte auf dem Gebiet der antiken Denkmalskunde„vor allem die wicbti en Entdeckungkn von Schliemann i_md CeInrla, dieYusgrabungM in lympia, Susa und Telly find für 516 Kunst;;eschtchtk des Alieribums von weittragendkr Bedeutung gewe1en und bgben für dieselbe vielfaä) durchaus neue Gsficbtspunfte gkliefert. Jpsbewndere ist hie historische Behandlung der mesopotamischen und egyytivckyen Urkunst bierdyrch nxésentlich geklärt und auch die Frage nach dkm Urvvrung der gri€chi1chenK11nst, sowie die Sondcrung original (irischer und iibernymmcner orientali1cher Motive in “cer Kunst Griechen- lan5s__erbeblich gefördert wordcn, Es batte fich schon längst das Be- dürfrxiß fühlbar ge_m„acht, das neugewmmene ausgkdebntc Material überiichtlich zu Versintgen und unter Benußung desselben di: Kunst- ?escbich'te dks _Altertbums bon Grund auf n€uaufzubauen. Dieser cbwrertgen Aysgabe bat sich Ehe mit gutem Erfolg in dem oben gedachtchn Abriß, unterzogen. Ehe ist ein durch seine! Monumental- bauten_m Berlin bekannter Architekt, der sich vor eini en Jahren durch emekGescbichte der Spätrenaiffanck auch als Scbri steller Vor- tbeilbaft emZeiübrt bat. Außgedebnte kunsthistorische Studien und das in pra i1cher Uebung geschulte Kunstverständniß befähigten den Verfaffex zu seiner Arbeit in besonderem Ma ?. Zu seiner Publikéition können wir ihm aufrichtig Glück wünschen; sie ist ein Beweis deutschkr Gründlichkeit, wobei die klare, ansprechende
Zorn: der Darstellung besonders bervonubeben Y- Und aueßäjn de: appen Darstellun des umfassenden Stoffs in eéialt eines bxjfft' ift Che besonders ücklicb eivesen. Mit Recht ge 1 der Verfasse, in seiner synchronisttscßen verg er den Darstellung von _ dem Gesichts punkt aus, daß der Gang der unstgeschichte uns„den ununterbr Zusammenhang einer fortlaufendxn, wenn auch vielfach»vexschlungenen Kette der Uebetlieferun und die stets nur von gegebener Ükner Grundlage aus' möali werdende Entwicklung eines fortschreümd böberen organischen Stilwefcns beweist. _ Ebe besonders betont. Auch datin pflichten wir dem Ver- fasser bei, daß die Kunstgeschichte nicbt nu; eine wismscbaftlicbe Seite bat, sondem daß fie auch die Fübrérin sem muß fur die im Werden begriffene Kunst der (Gegenwart. Zutreffend hebt Cb'e in der Ein- leitung seines Buchs berbor, wie der Ausgleich zwischen der übe:- triebenen Nachahmung des Alten und dem auf originellen Ausdruck der Zeitideen gcrichtcjen Streben, also die erwünschte wahre Freiheit für das Kanstschaffen der Gegenwart, nicht aus der Ablehnun wust, Leschichtlicber Studien, auch nicht aus der beschrägkten Kenntntß Eines eliebten Musterstils, sondem nur aus einer voUstandigen Beherrschung des ganzen kunftgesckxicbtlichen Gebiets ewonnen werden kann. _ Die Verlagsbandlun hat sich eine trcffli 6 Ausstattung des Buchs Mit zahlreichen Task n und Abbildungen angelegen sein laffen. Möge der Publikation weitgehende Verbreitung zu tbeil werden.
eschichte.
11". Archiv für Landes- und Volkskunde der Provinz Sachsen nebst angrxnzenden Landestbeilen. HerauSgegeben von Alfred Kirchhoff. 4._Jabrgan,a. 1894. Halle, Tausch und Grose. _ In diesem Heft tt don historischem Werthe der Aufsaß vox Eduard Damköbler, die evölkerung des Harzgebietes. Der Ver- fansr führt an. der Hand sprachlicher Untersuchungen aus, das; die HM- bevölkcrung kemcöwegs einheitlich ist, sondern verschiedenen deutsch Stämmen angehört: Mitteldeutsche Tbürin er bewohnen den Süd. abbang des Harzes und die Bergstädte, wo ie in der Reformations. zxxit eingewandkrt sind; im Norden und Westen fiyen Niederdeutsche, die wiederum in mebrere Sprachzweige zerfaUen. Von besonderem Interesse ist, daß die Gegend Von Elbingerode (südlich von Werni e- rbds) YonNordalbingern besiedelt ist, und daß in die Goldne Agne mederlandi1che Gärtner im 12. Jahrhundert eingewandert sind, deren Nachkommen bis beute zäh an der Beschäftigun mit dem Gartenbau festhalten. Endlich fehlen auch wsndische Aniedlungen nicht, smd jedoch von geringer Bedeutung. _ Zu erwähnen ist dann der Aufsa über, die Teufeismauern bei Blankenbgrg und Thale von RudoFf Stcmboff, der eine Anzahl Sagen zujammenstellt, die auf diese Berge Bezug babc'n. „
11'. Zeitscbrift dcs Verkinssür Lübegische Geschichte und A_lteribnmsfnnde. Bd.]. Heft 1. Lübeck, “Schmersabl, 1894. * In dikycm chft schiidkrt zunächst Dr. «H. Virck die Versuche der eban. gelischn Fürstkn im Jahre 1536, Lübeck zum Anjcbluß an den Schmal. kaldiscbsn Bund zu bkwegkn. Lübeck War bei dem crstkn Abschluß des Bundes zwar bsigeireten, aber aussch1i€s31ich_in dxr Hoffnung, von ibm Hilfe gegkn Dänémark zu Erhalten. Da diese Hoffnung nicht in Er- Füllung ging, zog es sich mehr und mehr zurü , und als der Bund ablief, war ck zur Erneuerung nicht zu bewegen. Vergeblich bemühten sich die Führer dss Bundes, der Kurfürst bon Sachsen und der Landgraf Vo,n € en, di:- für den Schuß der Evangelischen Norddeutschlands fo w1chttgk Stadt 16111 Bund? zu erhalten; allen Vorstellungen der GE- sandten erwirkrien die Lübecker: die Notblage ihrer Stadt erlaube ibnen nicbt, dic Bimdésbeiträge aufzubringen; am! gemeinsamen Glauben wollten sie fssibalten, dem Bitnixe könnten sie aber nicht wieder bsi- üetc'n. _ Von den übrigen Beitragen ist noch zu erwähnen derjenige von Lindström, der die Natbslinie der alten Hansestadt_Wisby mit Hilfe urkundlicbkn Matsrials und der Inschriften aus Grabsteinen zu. (anmegsieüt; die andern smd von aus1chließlich lokalbistorischem «511 ereus.
Karten.
Die woblbskannte kartographische Verlagsanstakt von G. Freytag und Berndt in Wisn publizierte soeben ein_e „Weltberkebrs- karte“ (Pr. 2 „ck) Auf deryelben sind sammtliche Eisenbabn-, Dampfkr-, Pbst- und Telegravbkn-Linicn der Erde eingezeichnet und die_G€neral-Konsulate und Konsulate des Deutschen Reichs in den vsr1chied8nen Ländérn markiert. Vier Kartons Véranscbaulichen ferner in praktischer Weise die Beförderungsdauer von Briefen, Brief:, Pack61-, Postanweisun s- und Telegrammgebübren. Weitere Diagramme in viklfarbiger Ausfü rung ermöglickycn eine Vergxleichsnde Uebersicht der Größe und BWölkerung allsr Staaten, der Länge der Eisenbahnen und der Tklsgrapbcn, sowie der Bodenbcrwertbung. Ferner ist in an- rkgender Form eine Uebsrficbt über die Entwicklung und ge en- wärtige Länge dsr Eissnbabnen in _den Hauptländern der *rke gkgcben, Welche die fortichreitknde Zibilifation ip, den einzelnen Zeit- abschnitten crkynncn läßt. Einen besonderen Schmuck endlich bildczi dic farbigc'n Abbildungsn der Handelsßaggen aller Staaten. Dis Karte empfie'b1t sich als geeignetes O_rientierungsmiitel in Verkehrs- sachen für Bllki'ävx, Komfors Von Kausleutkn 2c.
Zeitschriftén.
Zu_m 80. Gcburjstase des Fürsten BiSmarck bringt _das Märzbkst von „Nord und Süd" aus der Fedexr Felix Dabn's einen Artikkl, der, historische Betrachtung und patrioti1che Bßgeisterung rxr- Lincnd, den Cbaraktkr cim'r Festrsdé bat. Das Marzbeft entbal! fcrner Link der köstlicbcn S€€g€schichtcn H9inrich Kruse's: „Jung" obs: Dirn79', einkn AUffaH des bekannken Dramatikers und Aesthexikers Heinrich Bultbauvt _ desen Porträt in Radierung den künstlerncben Schmuck des «kates bildet _ über „Berlin als Kunstbauptstakx“. Linen bi'achtknswcriben Artiksl bon L. Fürst über „Moderne Diphtherie- scbußbcstrebumzcn', dEr die? Mahnung enthält: durch die Erfolge dss Hiil- serums _ dcff-én Bedcmung und Wert!) nicht verkannt_wird _ sich nick! znr Vernacl)läsfigung_ dsr zwxckmäßigen Propbiilaktiychen Maßregeln, mit BMW der: Verfaner dem Leser bekannt macht, Verführen zu [affen- Ricbard Zimmocmann bat einen Aufsatz über die Wandlungen, wclck dic dis mcni'ciylickxc Pbantafie so mächtig anziebende Vorserung 1791 den „Inseln Dsr Skiigen' im Laufe der Jabrbunkerte erfahren, bil: gcstéuert. Obsxst-Lieutenant A.Rogalla ron Bieberftein berichtet Wi Grund Eigener Juformationsn an Dr! und SteUe über den gesin- wärtigen „Stand der Befestigungkn dLS BosporUS' und eröxxert mx Ansch1uß daran “_die Cbanckn Links russischen „Angriffs zur Sce au) Konitantinopcl“; Hans Marbach ist mit einer Novelle .Jbre RIM VthWtk-l' dis Rcibc dEr umfangreicheren Beiträge beendet ein in_ter- effantör Ärtiksl über die „Logik des Kindes“ Von Bernhard _Muk-i- Mit Liner reiÉbaltigcn iUustrikiten Bibliographie schließt das Heftab-
_ Die .Zeikscbrift über Vollstreckungsrecht unk Zuftellungsniesen unter vorzugchiier Berücksichtigung der ge- sammten Aufgaben dcs deutschen Gerichts5ollziehel“ standks" (bisbkr untcr dam Titel: . kitfcbrift für Gertck1§ voüxisbcr“), die in Verbindung mit deuts en Rechtsgelebrten Mk Fachmännern bon Heinrich Waltkr, Rechtsanwalt und NWZ a. D. in Berlin, berausgcgebkn wird (Verlag: Siemenwtbä: WOM in Berlin ST., 48), hat in den Nummern 2/3 des 1T. Jahrgang? Vom 27. _Februar folgcndkn analt: AUgémeine Verfügung des pres?" schen Juniz-Ministers Vom 5. Januar 1895, betreffend die Berechnunö des psnswnsiäbigcn Die'nsicinkommens der GkrichtSVOUziebsr. _ Denk- schrift zu der bsabficbtigten Aenderung des Zustellungswesens 11111! ck StSÜllng dcr Gerixbts-vcllziebcr, berauSgegeben Vom Verein k“ GerichtsVoÜziebcr im Obkr-Landesgerichtsbkzirk Naumburg a. d. Saal?» "- R€chtsvkechung. _ Ober-Landeßgerickytliche Entscheidungen. _ Pt!“ sonal-Nachrichton. ,
_ Friedreich's Blätter "ür gerichtlicheMediztxi unk Sanitäispolizei. Hérausgege en von Dr. Otto Mes1kkkk- K. Landgerichtsqxzt u. a. 5. Prof. der gerichtlichen Medi in, Null“ berg, FklkdkiÖ KLM- "- Jabrgang 46, Heft 1 enthält: eber Hau!- gangräne an 'c-xn'Füße'n ,bei fubakuter Vergiftung durcb PboSpbor, kk“ ])r. A.Heberda=Wien. Eine Karbolsäurevergiftung, von 1)r.Reubolk- Würzburg. TcJ-d durch Schlagfluß oder Mord von Dr. Rüth-Paüa“ Ueber kataleptiichs T-xdesstarre, von 1)r.H. SÖlksmger-Wien. ,s“ und Wirkungen des SchlachthauZzwanges, von Ober-Bür ermklßÜ Paul am EndL-Dresden. Wohngebäude im Bezirkßamt olffk“ von Ur. C. Vanselow-Wolsfiein.
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Die'er Gedanke wird Von'
' zum Deutschen Reichs-A
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Laud- und Forstwirthsthaft.
FF111. Plenaxversammlixng des Deutschen Landwirtbschastsratbs.*)
In der gestrigen fünften und leßterx Si ung wurde die Be- tajbung über Maßnahmen zur Y_ekamp ung der Tuber- kulose fortgese t und auf Antrag des Rittergutsbefißers von Putt- kamer (Plaut ) beschlossen: „dem bexetts mitgetheilten Antrag der Referentsn binzuzurügen: 0. ,die periodische Veröffentlichung des amt- lich festgesteUtkn Vorkommens der Tuberkulo|e beim Rindvieb zu Der- anlaffen.“ Danach gelangte der Antra mit der von Prof. ])r. Ortb beantragten Aenderung zur nnabme, daß es 5111) _1 beißt: ,Die HeraySgabe emer_ kurzen Volkstbümlichen Druckschrist- u. s, w.“, und weiter unten die Worte .in ausführlicher Weise“ ge- strichen werden. _ " _ _
Nach einer (Trotteruxig uber Vorschlage, betreffend die 5Al_enderung der inneren Orgbnijation des Deutschen Landwirtbxchaftsrgtbs, die einen ausschließlich internen Charaktér trug, folgte als weiterer Verhandlungsgegenftand: die Stellungnahme zum Taback- (“„er-Gesetzentwurf. Der Referent, Oskonomie-Raib Klein (Wertbeim in Baden) beffxrworteie die Annahme folgenden Antrags:
.Der Deutsche Landwirtbscbastsratb erklärt: daß der dem Reichs- jag vorliegende Entwurf_ einer Tabackfgbrikatsteuer der SteUung ent- syricbt, welche der Deutjcbe Landwtrtb1chaftsratb seit Erlaffung dcs (Hefe es von 1879.11er d_ie„BLsteuerung _des Tabacks in seinen Ver- band ungxn wre m vericbiedenen „Denkschriften eingenommen hat. Der vorliegende _Gxsxßentwurf beseitigt eine Reibe von Unzuträglicb- keiten und Belastigungen, welche die bestehende Geseßqebung für die stanzer hatte, „vor allem die ungerecht wirkende, den Werk des Tabacks nicbt berücksichtigende Gewichtssteuer. Aber in einem wesentlichen Punkte Entspricht er den berechtigten Forderungen nicht, welche d1e_Tabackpflanzer fort_ und“ fort erhoben haben. Es ist dies der „ungenugende Zollicbuß für unseren inländischen Taback, welcher bei der Annahme ,dks Gesetzes sich noch weit füblbarer wie seither maxhen und'dem embeimischcn Tabackbgu schwere Schädigung bringen wird. Es ist daher zur Erhaltung desxelben durchaus erforder- Jicb, daß der Zoll auf Taback ganz wesentlich erhöht Werde.“
Nach kurzer Debatte Wurde dieser Antrag mit großer Mebrbeit unberändert angenommen.
Den [L.ZFLU, Gkgenstand dsr Tagesordnung bildete der Bericht der in der vorjgbrtgerz Pleziarveryammlung gewählten Kommission über dieLage dex [axidlicben Arbeiterv-xrbältnifse. Die Kom- misxion, der die Abigabß gestellt war, Vor1chläge über Maßregeln zu ma _en,'xvelche xine gunstigere Gestaltung der ländlichen Arbeiter- verbalimne berberzufübren gkeignet erscheinen, war am 16. und 17. Ok- tober_ 1894 unter bern Vorsitz des Freiberrn bon CLTTO börsammelt. Zunachst wurde die Frage in Bcratbung gszogen, auf welche Weise: die dczr Kommission gestellte Aufgabe: zu lösen sei. DiE allgemeine Anschauung in , der Konzmijsion ging dabin: daß dies nur ,dann in erfolgreichsr Wei1e geschebxn könne, wenn eine; Zergliedsrun der Frage stattfinde, und die einzelnen Theile dxrselben 11ach un nach auf Grund der ermittelten einscblä igen Ver- haltnisse eme erscb5pfcnde Behandlung erfübren. Demzufo ge wurde nachstehendes Arbeitsprogramm entworfen: 1. Reform der Arbeiter- verfasung: &. Geld- oder Naturaslöbnung, 1). Gewinn- bejbxiligung, „c:. Gesindebaltung, Verhältniß zur Familie, Be- ychamgung im Winter, DtSziplm, Revifion der Gefinde- ordnung, (1. Ta elöbner (besonders im östlicben Deutsc!)- [and: 1) Wohnungs tags, 2) Woblfabrt§einrichtungcnx gcssliigks Leben, Krankenpflegs, Erzisbung und Versorgung der Kinder, prrkajffcn und KonsumVereme, Volksbibliotbeken :c., 3) Seßbaftmacbung: Arb€irsr- Pacht, Reytengüter (Größenverbältnisse derselben), Bildung von nkxien Landgemeinden. 1.1. Unmittelbare Fürsorge für reichliche Vsrsorgung des Arbeiterbedarfs: &. Arbeitsbermittelung und Arbeitsnaickyweis, b; Schulung von Arbeitergxfangenen und Korriqenden zu landlicher Arbeit diirch Einführung des landwirtbscbaftlickpsn Betriebes bei Arbsxterkolonien, Vkrpflegungsstationen, Straf- anstaltcn. ' Zu duxjem Bebuf Wurden sammtliche deutschen Staatsregierungen er1izcht„ über die Schulung Von Strafgefangenen und Korrigenden zu laudlrcber Arbeit durch Einführung dss land-
wirtbschaftlichen Veiriebs bei Arbeiterkolonien, Verpflegungsstaiionen,'
Straf- und Befferungsanftalten Aufschluß zu ertbcilen. Dem an die Staatsregierungen unterm 10. Februar 1). J. gericht€t€n Schreiben war em Fragebogen beigegeben. Wie der kaerent über diese Frage,Frei- bkrr, von Cetw, mittbeixte, ebe; aus den Antworten der Regizxrungen hervor, daß die Beßcbasiigung der Strafgefangenen und Korngenden mit landlicher Arbeit in ausgedehnter Weise geschehe, und daß damit sebr wobltbätige Erfolge erzielt worden seien. An- Ffichts der lebhaften Agitation der Sozialdemokraten unter der länd- t'chen Bevölkerung bezeichnete Referent es als dringend geboten, das; dre Kommission ibxe Arbeiten zur Hebung der Lage der ländlichen Arbeiter mit Energie fortseße. Die Versammlung erklärte sich mit dxm Arbxttsprogra'mm der Kommission einverstanden und beauftragte dieselbe, tbre Arbeiten in der bisherigen Weise fortzusetzen. .
Der Vorst ende tbeilte hierauf mit, daß der Vorstand im Auf- trage des Deut chen Landwirtbschaftsratbs dem Fürsten Bismarck zu dessen 80. Geburtswg eine Glückwun1chadresse überreichen werde.
Alsdann wurdet): Rittergutsbefißer bon Arnim-Güterber , Frei- berr von Cetto (Reichertsbausen), Domänen-Rafb Rettich (5 oftock), Abg. Freiherr von Erffa (Werxiburg in Sachsen), Freiherr von Hövel (Heideck in Westfalen) und Ju1tiz-Ratb Reich (Meyken in Ostpreußen) neu resp. wieder in den Ausschuß gewählt.
Danach war die Tagesordnung erledigt. Der Vorsitzende, Landes- hauptmann von Röder (Ober-EUgixtb) erklärte mit einem dreifachen Horb guf Seine Majestät dm Kaixer, die deutschen Bundesfürsten und die freien deutschexi Städtx die 23. PlenarVLrsqmmlung des Deutschen Landwirtbsckpaftsratbs tür geschlossen.
„ Posen. Zur Freude der Hopfenbauer des biefigen Bezirks bat !br Vertreter auf der Versammlung des Deut chen Hopfenbau-Veretxis m Number den _ortbestand des Hopfen- ersuchsgartens' tn Paprots auf . osten des genannten allgemeinen Vereins erreicht.
Der österreichische Agrartag berietb gestern, wie ,W.T. B.“ aus Wien berichtet, eine Resolution, betreffend die Organisaiton des Grgndbesißes und dkl." Landwirtbsckyaft, wonach die Errichtu'ng, Von Yezzrks- nnd Landesgenoffenschaften und der obligatorische Beitritt der Zesißer landwirtbscbaftlicher Liegenschaften durch Reichsgeseß aus- Sksprochen werden sokl. _ Der Landesgeseßgebun soll es überlassen bleiben, ob solche Genostenfchaften zu errichten md. Jm ortgange d,?r Beratbungen sprach fsick) der Agrartag für Bildung landwxrtbschaft- [kxbér Berustenossenfcha ten mit Beitrittßzwang aus und lehnte die' Be-
tmumng (: , wonach die Entscheidun übt deren Errichtung der Mdeeießgebung überlaffen bleiben so ?. Hingegen wurde ein An- .UQ angenommen, wonach der weiiere Ausbau der Genbffenscbaften "U Wege der Landeßgeseygebung erfolgen soÜe. Nach langerer De- Ba L cZkélcmgtc? ferner eine Resolution zur Annahme, worin aus- Jksvro en wird, daß der vom Ackerbau-Ministerium eingebrachte
K*»
*) S. a. Nr. 57, 58 und 59 _d. Bl.
Zweite Beilage
Gesetzentwuxf, betreffend die Erricbxung von Rentengütern, nur unter der Vorausseyung wesentlicher Veranderungen desselben zur Erfüüung der dem Entwurf zu Grunde liegenden Absicht dienkn könne.
Gesundheiisweseu, Thierkraukheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Spanien.
Durch Königliche Verordnung vom 1. d. M. ist gegeii “Herkünfte von Montevideo Quarantäne angeordnet worden. Gleichzeitig werden “ÜL, Häfkn, we_lche von dem _genannten Ort nicht weitkr als 165 km entfernt find, für choleraverdachtig erklärt.
Rumänien.
Die im Hafen von Sulina für die Quarantäne „Von einlaufendxn Fabxzezlgen gelteizden Bestimmun en sind durch Beschluß der KönicFick) rumanischcn Regierung dabin aßgeändert wvrden, daß Dampfs iffe von einein Tonnengebalt bis zu 600 1, welche für See: und Flux;- fabrtcn eingerichtet find, sowie die Segelschiffe von gleichem_ Tonnen- qult, solange dieselbkn der ärztlichen Beobachtung im Hafen von
ulma untxrworfen find, an der linken Seite des Kanals und zwar von dexn Eingang in den lthLren an bis zu dkm sechstkn Meilenzeiger zu_ stationieren haben. (Vgl. .IN-Anz." Nr. 65 Vom 16. März 1893 Ziffer 4 Absatz 3.)
Sierblichkeits- und Gesundheitsverbältnisje wabrend des Monats Januar 1895.
_, (Hemä den Veröffentlichungen des Kaissr1ichcn Gesundheitsamts jmd im onat Januar von je 1000 Einwohnern, auf das Jab: berechnet, aks gestorbkn 817161561: in Berlin 15,5, in Breslau 25,6, m Altona 17,8, in Fran “urt a. M. 16,3, in Hannovsr 22,1, in Can?! 14,5, ir] Köln 20,4, in Königsbezr)?e 24,2, in Vkagdkburg 17,4, in Stektin 25,4, in Wiesbaden 15,1, in sinchen 20,8, in Nürnberg 19,2, in An sburg 25,4, in Dresdkn 18,8, in Leipzig 17,2, in Stuttgart 17,7, m arlsrube 15,2, in Braunschweig 20,5, in Hambur 15,9, in Straß- burg 18,8, in Metz 14,2, in Amsterdam15,5, in Yrünsl 29,2, in Budapest 24,5, in Christiania 17,5, in Dublin 32,5, in Edinburg 23,7, in GlaSgow 27,6, in Kopenbagen 17,1, in Krakau 36,7, in Libervool 27,2, in London 18,6, inLvon 33,6, in Moskau 34,4, in Odessa 19,0, in Paris 24,9, in St. Pétcrsburg 28,3, in Prag 23,8, in Rom (Dezember) 22,2, in Siockbolm 20,6, in Triest 28,8, in Turin (Dezember) 21,1, in Venedig 26,4, in Warschau 23,0, in Wikn 22,6, in New-York 24,1. (Für die nichtdeutichen Städte ist der Zeitraum yon 5 Wochen, vom 30. Dezember 3. [)1'. bis 2. Februar 1895, zu- )ammengefaßt worden.)
Der Gesundbeiksftand im Monat Januar war in der überwiegenden Mehrzahl der deutschen sowvbl wie der nichtdeutschen Berickptsbrte ein ziemlich günstiger, die Sterblichkeit in dem deutschen Orten zumeist eine niedrigere als im Dezsmber, in den west- und südeuropäischen Städten jedoch vielfach eine größere als im Vormonat. Die Zahl der deutschen Orte mit sebr geringer Sterblichkeit (unter 15,0 pr. M._u. J.) stikg Von 25 im Dezem- ber auf 30 im Januar, und zwar erfreuten fich Beuthen O.-S., Eis- leben, Erfurt, Forst, M.-Gladbach, Glogau, Gaffel, Kottbus, Küstrin, Neunkirchen, O ligs, Rheydt, Saarbrügken, St. Johann, Siegen, Thorn, Wesel, Wikbelmsbav-sn, Witten, Hos, Annaberg, Baußen, Gmünd, Ludwigsburg, Ulm, Gießen, Apolda, Lübeck. BremerhaVen, Metz cincr solcb niédxigk'n Sterblichkeit. Die Jab] der deutschen Orte mit bobcr Sterblichkéit (Sterblichkeitsziffér Über 35,0 pr. M.) stieg bon ;“ im Vormonat auf 5 (in Grcisswalx, Kokberg, Hérne, SWW, Löbtau und von nichtdeutschen Städten: in Krakau.) Das Sterblichkeitsmgximum, das im Dezcmber 40,7 betrug, erreichte im Januar Herne mit 62,7 vr. M. (infokge von 34 an akute'n Entzfindun en der_ Aibmungsorgane ge- meldeten Todesfälle). Antebnli gxsteigert, wax die Zabl der deutschen Orte mit günsting Sterblichkeit (Sterblich- keitsziffcr 15,0 bis 20,0 pr. M.) aus_112 von 96 im Vormonat und onen wir aus der großen Zahl dcr1elben bier nur Aachen, Altona, Aschersleben, Barmen, Berlin (mit den Vorortkn Weißensee und Schöneberg), Bielefcld, Brandenburg, Bromberg, Charlottenburg, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, E*lberfc'ld, annkfurt a. M., Geestemünde, Giebichenstein, Gleiwitz, Görlitz, Göttingen, Halberstadt, Halle, Harburg, Hirschberg, Kiel, Königsbüits, Krefeld, Liegnitz, Magdeburg, Marburg, Merseburg, Minden, Nordhausen, Osnabrück, Potsdam, Spandau, Stendal, Wiesbaden, Bay- reutb, Furtb, Ingolstadt, Kaiserslautern, Nürnberg, Speyer, Dresden, Leipzig, „ Meißen, Reicbknbach, Zittgu, Eßlingen,
eilbronn, Stuttgart. Karlsruhe, Konstanz, Mannheim. Darmstadt, skainz, Worms, Güstrow, Rostock, Schwerin 1. M., Eisenach, Weimar, Coburg, Gotha, Zerbst, Greiz, GSW, Bremen, Hamburg, Colmar, Haacnau, Straßburg i. E. und von nichtdeutschen Stadten Amsterdam, Christiania, Kopenhagen, London,_ _Odeffa nennen. Auch die Zahl der deutschen Orte mit mäßig hoher Sterb- lichkeit (Sterblichkeitsziffer bis 23,0 pro Mille) rvar rößer als im Dezember (45 gegen 39) und erwähnen wir aus der ahl derselben bier nur Essen, Flensburg, Frankfurt a. O., (Huben, Hannober, Insterburg, Köln, Landsberg a._W., Memel, Munster, Paderbqrn, Ratibor, Bamberg, Ludwigshafen, Münche_n, Würzburg, _Crtm- mitschau, Freiberg i. S., Cannstatt, Freiburg 1. B., Wismgr, Braun- schweig, Altenburg, Bernburg und von nichtdeutschxn Stadien Rom (Dezember), Turin (Dezember), Stockholm und Wien.
Die Berbeiligunß des Sänglingsalters an der Ge- sammtsterblicbkeit lieb eine klein'e; vonije 10000 Lebkndxn starben, aufs Jahr berechnet, in Berlin 41, in Hamburg 42,'1n Drésxzen 52, in Stuttgart56, in Münche_-n 66 SWlmge. Diese geringe Säuglingssterbltcbkert bafierte aucb m diesem onat auf dem im allßemeinen nicbt bäufi en Vorkommeii yon _akuten Dar„m- krank eiten, die in deuts enOrten nur in Berlin, Breslau, K_oln, Glauchau. Leipzig, L-öbtau eine gesteigerte Zahl vv): Todesfgüen berVorrief. Aus nichtdeutscher! Orien wurdktz Sterbefalle an diesen Krankheitsformen vielfach zahlreicher als im Dczkmbcr gkmeldxt, wie aus Amsterdam, Brüssel, Budayest, London, Odessa, Paris, St. Petersburg, Stockholm, Turm (Dezember), Wgrschazi, Wien, New-York u. a. Dage?en war die „Sterblichkeit in den böhersn Altersk' affen aügemem “EML,“ ge- steigerte und zwar hauptsächlich durch das aklgemem baufigere Vorkommen von akuten Entzündsungen der Atbmungs- organe, die in vielen Orten, namentlickb dcs Auslandes, zahlreiche Opfer forderten. So war die Zahl der Sterbefalls an diesen Krank- heitsformen in Baxmen, Bochum, Dortmund, rankfurta.M.,Ha11e, Hannover, Herne, KM-ld, Augsburg,__Leipz1g, „tuttgart,_Darmstadt, 5 temen, Hamburg ülhausen und Stra bur 1.E., Brussel, Buda- pest, Christiania, Krakau, London, Lyon, ,' Tos au, arts, St. Peters- burg, Prag, Stockholm, Triest, Venedig„ Wars au, Wiem'New-
ork u. a. eine gesteigerte. Gleich groß wie im oxmonat blieb die Zahl der Todesfäüe in Altona, Nürnberg, Wurzburg, Braun- chweig, Zu: und war in Aachen, „_
Danzig, (! eldorf, Elberfeld, Essn, "Koln, München, Dresden,Moskau kleiner als tm Dezember.
Berlin, . Charlottenburg, Magdeburg, Stettin, Hervorgerufen
_ mit 30 Todesfällen festgésteklt.
nzeiger _und Königlich Preußisthin Staais-Anzeiger.
Berlin, Sonnabend, den 9. März
1895.
waren diese Erkrankungen der Atbmungsorgane zumeist durch die an- baltend rauhe Temperatur der Luft, die in ganz Europa während des Mrznats vorb€rrscbie und die besondcrs in den west- Und südeuropäischen Stadien bäufigxr tödtlich endetxn ais in den nord- und osteuropäischen. __ Auch Erkrankungen an Grtvpe wurden häufiger beobachtet; doch blieb der Verlauf meist ein milder, nur in London, Paris und New- York endeten fie häufiger tödtlich. So werden aus Breslau, Elber- feld, Frankfurt a. M., Trankfurt a. O. und Budapest je 2, aus Oldenburg 3, aus Stock olm 4, aus Hamburg 5, aus Kopenhagen und Moskau j? 9, aus Berlin 17, aus London 75, aus Paris 94, aus NZw-Yorf 247 Todesfälle an Grippe gemeldet. _ Die Zahl der decssage cin Schwinds ucht war etwas kleiner als im Dezember. _ Die M1Üb€llm18kn über den Rückgang der Cholera lauteten fast allgemein gunstt . In dem Deu11chen Reich ist kein Cholera- fall mehr zur Feststellung gekommen. Aus Oesterreich-Ungarn kamen aus Galizien (vom 31. Dezember 3. !*. bis 3. FLbruar 1895) 332 Erkranku_n?en mit 144 Todksfällen zur Zskeldung. Unter den er- griffenen Bszrr en wargn es nur Buczacz, Hufiatvn," Skäsat und Tarnopol, m dene'xi die Epidkmie noch eine rößere Zahl Von Cr- qunfungsn bervoxrtes, boch war zu Ende des Hionats die Zahl der- sélben nur noch eine kle_1ne, sodaß das baldig€ Erlöfcbén zu erwarten ist. in Rußland zeigte fich die Epidemie nur noch in größerer Verbreitung. tn Yodolten und Wolhynien; in dcn (Homoeme- mexits P€t_rtfau, Kowxw, Radom, Suwalki (Stadt Augustowo), Minsk„ Witébsk warWdie Zahl dsr gemeldeten Erkrankungen nur eine klxme, m Kuxsk und Oawarow Line nur vsrkinzkltk. Aus der T ürk ei wird der Wiederausbruch der Cbo1era in Konstantinopel gemeldet. Vom 9. Januar bis 4. Februar wurden daselbst 61 Erkrankun en
, In Armenien war die 5Zrovinz an (besonders der OY Adalia), im Vilajet Diarbékir der rt Siwerek starker besailsn. In Rumäntxn zeigten fich Ende Januar verdächtige Darmkrgnkbctten unter'den Lastträgern in Salina. In Brasilien kam Atisang Januar die Cholera im Thale dss Parabyba-Fluffes zum Vorschein.
VZn dsn andere'n Infektionskrankbeitsn kamen Todesfälle an Ma- sern, SÖarlacky, Diphtherie und Typhus etwas weniger, an Keuch- husten und Pockcn etwas mshr zur Mittheilung als im Dezember. Insbesondqre haben Masern weniger Sterbefäüe veranlaßt, wenn sie auch noch immer zahlreich beobachtet wurden und in einigen Orten (Herne,_ Oberhausen, Brüssel, Edinburg, Glasgow, Wien) eine ansehnliche Zahl, yon Todesfällkn bedingten. Erkrankungen kamen aus Berlin, Breslau, Hamburg, Budapest, Edinburg, Kopenhagxn, Stocbbolm, Paris, St. Petersbur , Wien und aus den" Regierungsbezirken Aachen, Arnsberg, Düßseldorf, Hildesheim, Munster, Pysen, Schlcsr'vig u. a. zivar noch in großer, aber doch meist erheblich geringe'rcr “Zahl im Dezeniber zur Anzeige. _ Sterbefälle an Scharlach waren in Berlin, Leipzig, München, Bukarest, Moskau, St. Petersburg, Stockholm, Wien, 3)?exw-Yoxk vermehrt, in Breslau, Bydapest, Glasgow, Liverpool, London, Odessa, Warschau Vermindert. _ Die Sterblichkeit an Diphtherie und Croup war in Berlin, Breslau, Halle, Dresden, Leipzig, Stutt art, Hamburg, Christiania, Kopeangen, Odeffq, Stockholm, Triest, ien eine zum tbeil Lrbeb- lich kleinere ais im, Dezember, “,dagkgcn in Barmen, Dortmund, Hannover, 11desbetm, Chemnitz, Dessau, Mülhausen i. E., 5 udapest, dmburg , London, Paris, St. Petersbkrg, Pra , chrschau, , New- York eine ngere, in Aachen, DüffeH- dorf, Königsberg, Magdeburg, ugkburg, München, Krakau, Moskau die gleich große wie im Vormonat. Erkrankungen kamen aus Berlin, Hamburg, München, Budapest, Kopenhagen, atis, St. etersbu,rg„ Wien und aus den Regierungsbeirken Dü eldorf und ch1xsw1g in großer. Zahl zur Anzeige. Das Vorkommen von Unterlxibstyvbus blieb in fast allen Großstädten ein beschränktes, in Dublin und Liverpool war die Zahl der Sterbefäüe etwas größer als im Dezember. An Flecktypbus kamkn aus Borbeck 1, aus Warschau 2, aus Moskau 8 Todesfälle, aus dem Rczxierungs- bezirk Düffeldorf sowie aus Edinburg Vereinzeltk, aus St. Peters- burg 14 Erkrankungsfäüe zur Mittheilung. An (Gunick- starr? wurde _aus Altenessen und Prag js 1, aus New- York 19 TodeSsäUe, aus Breslau, _ Nürnberg, Kopenbagen sowie aus den Régikrungsbczirken Düsseldorf, Stettin vereinzelte, aus dem Regierungsbezirk Posen 6 Erkrankungen gemeldet. Dem Keuch- busten erlagen in Berlin, Glasgow, London mehr Kinder als im Vormonat. Aus München kam eine Erkrankung an Trichinosis, aus Moskau 1Todesfa11 an Milzbrand, aus Moskau und St. Petersburg je 1 Todesfall an Tollwutb zur Anzeige. _ Pocken zeigten fich häufiger; aus Amsterdam, London und Warschau wurde je 1 Todesfakl, aus Budapest, Glasgow, Mailand je 2, aus Odessa und Paris je 3, aus Antwerpen und Ncw-York je 4, aus Edin- burg, Liberpool, Moskau je 6, aus Dublin 38 Todesfälle gemeldet. In Konstantinopel herrschten die Pockc'n seit Dezember in recht bösartiger Weise; Vom 13. Dezember bis 13.Ianuar starben daselbst 153 Personen, Vom 23. bis 29. Januar allein 33 Personen an Pocken. Auch in Konstantins (Algier) traten die Pocken bösartig auf. Erkrankungen an Pocken wurden aus Prag, Wien und den Regierungsbezirken Aachen, Arnsberg, Königsberg und Possn in bkreinzeltcn Fallen gemeldet; aus Budapest gklangten 5, aus Edinburg 28, aus St. Pctersburg 39, aus Hudon 43, aus Paris 82 Erkrankungen zur Anzeige. _ Das Gelbfieber trat im De- z-émber in Hadanna, Cienfuegos, Vera Cruz, San Salvador, San Juan (Porto Rico), Rio de Janeiro und Santos sehr mild auf.
Handel und Gewerbe.
Tägliche Wagengestellung für Koblcn und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 8. d. M. gestellt 11011, nicht rechtzeiüg gestellt keine Wa en. _ _ In Oberscßlesien sind am 7. d. M. gcjtellt 3741, ntchtrechta seitig gestellt keine Wagen.
Kwangs-Verstei erungen. ' -
Beim KönigÉichen Amts er cbt 1 Berlin stauben am 8. März die nachbezeichneten rundstücke zur Verstetgerun : Soldinerstraxe 35, dem Baumether David Joseph zu Berlin gehörig; Fläche ,34:1; Nutzungswcrt 7380-14; Mindest 6591400745; mit dem Gebot von 83 750 „16 wurde die Handelögeseb cbaft Reiß- ner, Wohl u. Co, Oraniénburgerstraße (50/63, Msistbietende. __ Bremerstraße 47, dem Mauremeistcr Carl „Karras gehörig; Flä € 17,75 :1; Niißungswertb 23 600 „16; Mindestgebot 740 „js; Meitbietendcr blicb dcr Steinbändler Alb.,Krestcr zu Charlotten- burg mit dcm Gebot von 308000 „x(- _ Scharnhorststraßc 13, der Frau M. Roesner gc'börig; Flache 5,17 11; Nu?ung6wcrtb 8630 «M; Mindestxcbot 1600 „M;, mit dem Gebot won 40000 „ji blieb der Fouragsbändlcr Chr. Kurowski, Schiffbauerdamm 19, Meistbietender. ' '
Baim Königli en Amtsgericht 11 Berliq standen die nachbenanntcn Grund iücke zur Versteigerung: Das rm Grundbuch von Pankow Band 1 Blatt Nr. 20 auf den Namc'n dex Frczu Rittergutsbésivcr Mar 9 a r et 1) 8 Fa r (3 , geb. D 3101) eck, zu Yrasidensiß bei Liebenwalde eingetragene, zu anko w belegeneGrundstuck;F1äche 16,60 &; Nußungswcrtb 2410 „je.; Mindeft cbot 5177.13“; das Ver- fahren wurde eingestellt und ein neuer B stungstermm sol] an Ort und Stelle' (Pankow) anberaumt werden. _ Das tm Grund-