1895 / 63 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 13 Mar 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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über 5 l. im- 1. Feld-Art. Regt. PrinjiRogatt Luüpold, Sei er, Lurzz,bBeyer, Geisler im 2. Feld-Art. Reakhont, Korb.» _ r. v. Tautpboeus, Mayer im 3. Feld-Art. Regt. Königin Mutter, Steicbele, Böhm, rbk. v. Roman, Cucuxpus, Schrott im 4. Yld-Art. Regt. önig, Rudolf, Wand up 5. eld-Art. Regt., iebauer, Herforth, Bogenberger tm ]. uß-Art. Re t. vakant Bothmer, Ertel, Trautmann, Gutermutl), SZimpf im 2. Fuß-Art. Regt., „Sonntag. Ha ler, Rub- wandl vom Eifenbabn-Bat. im 1. Pwn. Bat, Bezze_ , Zixntn'er vom Eisenbabn-Bat., Stempel, Schmut, sammtlxch im 2. Pion. Bar.. Vasall, Frhr. v. Malchus un 1._ Tratn-Bat., _ zu Sec. Lts. befördert. Graf .FUJÉOr v. Gl'ott, Sec. Lt. dcs Inf. Leib-Regts., ein Patent seiner harge verlieben. Cuil- man n, Hauptm. und Komp. Chef vom 6. Inf. Regi. Kaiser Wilhelm, König von Yreußén, unter Stellung 51a gmtzz dieses Truppentbeils, zum omv'. Führer an der Unxeroffizterschu_le, Dietrich, Hauptm. vom 17. Inf. Regt. Orff, zum Komp. Chef txt: 6. Inf. Regt. Kaiser Wilhelm,..Kömg von Preu xn, „_ ernamxt. Die Scc.L1s.: Krueger des 4. Jns.Re ts. König tlbelmxon Wurtiem- berg, Utz des 5. Inf. Regt. Groß erzog Ernst Luantg voi) Hessen, Bedall des 8. Inf. Regis. vakant „Franckh, _ sammtltcb unter Steuun k 13 5111126 ihrer Truppentbei 8, zur Unteroff.-Schule als Komp. ffiziere versc- t. Haas, Sec. Lt. im 17. Inf. Regt. Orff, zum Pr. Lt. obne aten: befördert. Frbr_. v.'Laßberg, Hauptm. des Inf. Leib-Regts., unter Stellu'na'xi 19. 561r9_ dieses Regts., zum pez:- sönlichen Adjutanten Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Ludwig Von Bayern ernannt. _

Abs iedsbewilligungen. Jm aktiven _eere. 5.Marz. Ferchl, ajor 5. 1a suits des 10; Inf._Regts. nz „Ludwig urid persönlicher Adjutant Seiner Königlichen Hoheit _des Prinzen Ludwig von Bayern, mit enfion„u_nd mit der *rlaubmß zum Tragen der Uniform der Abschied bewrllrgt.

!!]. (Königin!) Sächsisches) Armee-Korvs. Kadetten-Vertbeilung 1895. _

5. März. Gefreiter Möller beim 4an. Regt. Nr. 103; die Kadktten: Böhme beim 7. Jnf. Regt. Prinz Georg Nr. 106, Frhr. v. Seckendorff beim 8. Jnf. Regt. Prinz_ Jobaxm GeorgNJ. 107, d'Elsa beim 2. Gren. Regt. Nr. 101 Kaiser Wilhelm, Konig VX)" Preußen, Pfannenscbmid beim 3. Feld-Art. Nr. 32, Adlex beim 9. Inf. Regt. Nr. 133, Heinicke beim 5. Inf. RkFt. Prinz Friedrich August Nr. 104, Davignon beim 2. U1an.ngt.J r. 18, “Hesel bexm 7. Inf. Regt. Prinz Georg Nr. 106, v. Ivernois ]. beim 1. Könißs-Huf. Regt. Nr. 18, Frhr. v. Reimans ' beim "1; Ulan. Regt. Nr. 17 Kaiser Franz Jovepl) 'von O6st_€rt€tch, Konig Von Ungarn, Frhr. von Friessn ]. bklm 2. Iager-Bat. Nr. 13, Demiani beim 1. Jäger-Bat. Nr. 12; UntcroffxLegUr 1. beim ]. (Leib) Grenadier-Regiment Nr. 100; die Kadetten: Donati), Henning bkim 10. Jnfanterie-Re imcn_t Nr. 134, Schneider 1. beim“ Juß-Art. Regt. Nr. 12, opsex 1. beim 6. Inf. Regt. Nr. 105 König Wilhelm 11. von Wuxttxmberg, Hingst beim 1. (Leib-) Gren. Regt. Nr. ]00_, _Modius 11. beim 7. Jnf. Regt. Prinz Georg Nr. 106, Z|ch12d_rtch beim 6. Ins. Regt. Nr. 105 König Wilhelm 11. von Wurttemberg, Winckler beim 8. Jnf. Regt. Prinz Johann Georg _Nr. 107, v. Graisowsky beim 3. Jäger-Bat. Nr. 15, Hennicke dem 11. Inf. Regt. Nr. 139, Pieniß beim Schüyen- (Fus. Regt. Pztxiz Georg Nr. 108, v. Gutbier beim 6, Ins. Regt. " r. 105 "Kdtztg Wilbslm 11. von Württemberg, Frhr. v. Hanstem_beng 2. Komgm- Hus. Regt. Nr. 19, Müller 13. Berneck 11. beim Zarah. Regt., Enge'l bkim 1. KönigZ-Hus. Regt. Nr. 18, Graf Vißthuzn v. Ccksiädt 11. beim 11. Inf. Regt. Nr. 139, _ zu charakter1s. Port. Fähnrs. ernannt.

Beamte der Militär-Vexwaltuyg.

Durch Verfügung de_Y Kriegs-Minifiertums. 23._Fe- bruar. Böhlke, Königl. ]achs._Ka)ernenmsP. in Straßburg l.. E., nach Leipzig, Heinig, Kaserneninw. in Leipzig, nach Straßburg 1. E., _ unter dem 1. April 1895 verseßt. .

2. März. Kauffmann, Unicr-Apotbeker dor RL!- vom Landw. Bézirf Zwickau, zum Ober-Apotbeker bkföldkrt.

Jichtamsliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 13. März,

Seine Majestät der Kaiser und König begaben Sick) heute Vormittag nach dem Reichsamt des Innern, um der um 10 Uhr bcginnenden Sißung dcs StaaTZraths zu präsidiercn.

Der „Vorwärts“ sucht die Widerlegung seiner unrichtigcn Angabe bezüglich gewiffer Formulare, die bei Annahme von Handwerkern zur Herfteklung militär-fiskalischer Bauten Verwendung finden sollen, mit dechmcrkung abzuschwächen, daß qu. Formulare erst infolge 1cincr Publikation derselben abgeschafft seien.

Diese Bemerkung ist unzutreffend; die Formulare kommen seit dem 2. Februar 1895 nicht mehr zur Anwendung. Die Publikation cs „Vorwärts“ datiert vom 8. März 1895.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundeöraihs Für ol)- und Steuerwesen, für Handel iind Verkehr und fur - ech- nungswesen hielten heute eine Sißung.

Der Regierungs-Affcffor O1". Heimann in Bt_eslau ist der Königlichen Regierung in Köln zur weiteren dienstlichen Verwendung übermesen worden.

Laut telegraohischer Meldung an das Ober-Kommando der Marine beabsichtigt S. M. S. alke“, Kommandant Korvetten-Kapilän Graf von Molt e (Heinrich), am 15. d. M. von S duet) nach Jewisbay in See zu gehen. S. M. S. „Guei enau“, Kommandant KoroettemKapttän da Fonseca-Wollheim, ist am 11. d. M. in Dartmouth eingetroffen und seßt am 19. d. M. die Heimreise fort.

Bayern. .

Die Feier des Geburtstags S_eincr Königlichen Hoheit des Prinz-Regcntcn wurde vorgencrn Abend m Munchen durch einen großen “Zapfenstreich mit Serenade eingeleitet. Gestern früh um 6 Ühr fand großes Wecken statt, wobei Die offiziellen

u leich F) Salutschüsse abgegeben mirden. _ Yigotteßdimfte fanden um 10 Uhr _m der protestantischen auhäuskirche und um 11 Uhr an Vom statt. Um

10 Uhr wurde in der St. Cajetans : Hofkirche ein Hochamt

«ck d'emkIhre Königlichm ?oheiten die ?rinzesjinnen

ten. _ der St. Michaes- ofkir x _arzd glei . [ckan ottedelnft statt, bei dem Jhxe Konigltchm Ho e1te_n die Pr nzen, der Krie &Minifter, die Generalttät mx dte Militär-Attachés derG andi chaften _zugcgen waren. Wahrend des Tedeums wurden 51 . alutschuffx ab egeben. Nach dem Gottesdienst fand m_: Vorbemxars der Truppen statt. Seine Köni liche Hoheit der Prinz_-Regent wohnte miiIhren Königli enHoheiten der erzogin vonMddena und der Prinzessin Therese_ einer stillen Messe in der AUerheiligen-Hofkircbe bei. Bet Sonnxnuntergang wurden abermals 25 Salutfchüffe abgegeben. _ Die Stadt _war festlich geschmückt. Die Königli en und ßadtischen Gebaude sowie die Gesandtschaften und onsulate hatten geflaggt. Württemberg.

Der „Staats-Anzeiger für WürttembergÜmeldet „übe_r den Empfang der Adreßdeputatiqn durch Seine Ma estgt den König im Thronsaal des Residenzschloffes:_ Dxr raßdent Payer verlas die Adreffe._ Seine M"a1estat erw1derte huldvoll, sagte eine gewxffenhafie Prufung der vor- getragenen GefichtSpunkte zu und sprach. den 'Wgnfch aus, daß den Berathungen der Kammer em ersprteßltchxr Erfolgéxär die innere Entwickelun Württembergs sonne fur dessen tellung als Glied descgroZen Vatexlandes mc_ht fehlen möge. Der König unterhielt sich odann mit dem rafidentey.

Dic Kamm er der Abgeordneten trat getexn m die Berathun der Novelle zum Schulgeseß em. Der Kultus-Mmistcr Dr. von Sarwet) le te dar, dgß der Entwurf dem früheren sich anschließe, unter erückfichtiYng der Ab- änderungßanträge der Kammer. Der Präiat _ andberger verbrcitete sich Über den roßen Foxtschritt fur die Fori- bildungsscbule, indem der twurf die gesammie Jugend in den Bereich der ortbildung cinbeziehx. Der Abg. Kiene (Zentr) sprach sich eben alls wohlwollend fur den Entwurf aus.

Elsaß-Lothriugen.

Anläßlich ch Geburtstags Seiner Königlichen Hoheit des Prinz=Regenten von Bayxrn waren gxstern_m Meß die Festung, die Forts und die Straßen reich rnit Flaggexi eschmückt. Mitta s farid eme Parade der dasxlbst garm- Oonierenden bayer: chen Trupyenthetle statt, wdbet d'er kdm- mandiercnde General Graf von aefeler em dreimaliges Hurrah auf Seine Königliche Hoheit ausbrachte.

Oesterreich-ngaru.

Der Kais er empfing gestern Mittag dci) Gcnxral- Adjutanten des Sultans Schafir-Pascha m Prwataudteziz.

Jm Ministerium des Innern_ begann 'gestern eine Enquéte über die Reform des Privatversichxrupgs- wesens unter Theilnahme der Vertreter des Ministeriums des Innern und der Justiz sowie Sachvxrstandxgcr aus dem Kreise der VersicherungSgeschäfie._ Die Bexathungen umfassen die uiaffung der ausländischen Versicherungs- gesellschaften im nlande, Uebertyachun der Geschaftsxzehahrung der inländischen und ausländischen eseUs affen, die Rech: nungslcgung und Ausweisleistungen, die Fotx sbewthung imd insbesondere die Fcststeüung von Normen uber die Vérftche- rungsbctheiligung. Die Berathungen werden voraussichtlich mehrere Tage dauern. * '

Das österreichische Abgeordnetenhaus lehnte in seiner gestrigen Sißung den Antrag des Abg. Schamanek: über die vorgcstrige Antwort des Ministers dcs Innern Marquis de Bacquehem auf die JnterpeUanon we e_n des Verhaltens des Reichenberger Magistrats_ gegen ie böhmische Bevölkerung die Debatte zu eroffnen, ad. Aufdic Interpellation des Abg. Exner in der Aygelegenhezt der Standesfragen der Techniker erklärte die Regierung: sie erachte den Zeitpunkt für ge eben, die Repiston de_r_ die Privaticchniker betreffenden estimmungen m Angriff zu nehmen, wobei auch die Berg: und Hütten-Ingenieure, die Elekirotcchniker und die Technikcr in der Chemre derück- sichtigt werden sollten. Von dem Ergebnis; werde es abhangen, ob auf dem Wege cincs Geseßes eine Aenderung wegen Prüfunxx dcr Diplome erfolgen PM und ob der CFrage wegen Zuerkennung des Grades eines Doktors der * emie näher zu treten sei. Hicrauf wurde die Gyneraldebatte über die Steuerreform fortgescßt und mit großer Majorität be- schlossen, in die Spszialdcbatte einzutreten. . _ .

Tas ungarische Unterhaus erledigte gestern die Speüaldebatte- über das inanzgxseß. .

Sic Abgeordnetenwa [ im Bezirk von Neutra mird am 20. März stattfinden, die Aufregun nimmt zu. InZsere kam es zu einem blutigen Zusammenk/toß, der die Entsen- dung von Militär dahin nothwendig machte.

Großbritannien und Irland.

Dcr Premier-Minister Lord Roseberr) war durch dcn vorqcstrigen Besuch in Windsor nicht übermäßig ermüdet. Gestern hat fich das Befinden weiter ebcssert.

Ja der Privatwohnung Lord 5 osebery's chnd „gestern ein Ministerratk) statt, in welchem der_ Rucktrtti des Sprechers des Unterhauses und die Wahl eines Nachfolgers beratbcn wurde.

Das Unterhaus se ie gestern die Berathung des Marinc-Etats fort. er Yvil-Lord der Admiralität Robertson erklärte bei dem iiel „Mannschaftsbestand“, alle 70 Schiffe des in der „Flotten-VMheidigungs-Akte“ aufgestellten Marine-ProlFramms seien enWeder in Dienst oder fertig ur Indienjtste ung. Der Versuch, Mannschaften aus der andelSmarine für die Kriegsfloüe anzuwerbcn, sei mißlungen, möglicherweise seien die Ansprüche der Marineverwaltung zu hoch. Die Admirali:ät_ habe daher em besonderes Rekrunrrungsschiff zu einer Rundreise um die eng- lischen Küsten aUSgeschickt, das in verschiedenen Häfen Mann- ;Yaften rekrutiert habe, deren Alter ein Jahr über dem Durch:

nittSaltcr betragen habe. Dieser Versuch s_ei geglückt. Die großen Versprechungen, welche die Regierung nx: vorigen Jahre beüglich des Schiffsbaues gemacht habe, seien mehr als eréüljt worden, obwohl der Kohlcnftrike dic Gewerb- thätigkcit am Clyde lahm gelegt habe. Die Strikes dxr Farmer und Modellierer im nordöstlichen England hätten die dortige Industrie lahm eiegt, und Überdies habe der sehr strenge Winter die Ar cit gehindert. Die einzige Arbeit, welche gestört worden sei, sei der Bau der Torpedoboqt-

erfjörcr gewesen, und selbst von diesen würden 78 Pro . bis

de dicses Monats fertig sein. _Die allgemeinen Ergebni e der Einführung des Achtstundentags m den Werften und Arsenalen

' zu machen,

rg daß vor elm Jahren der- oranschla Pfund mJW die Zahl der Mannscha en habe- in die em Jahr erstrecke fick) die orderung der kgierung' auf 1 Millionen und betre 850 Mann. or, Jahren habe das Deplacement er schwxmmenden und im 1: befindlichen oder der Indienststellung entgegengehenden Schiffe 692000 1: betra en, während es fich“ m diesem Jahre auf 1300000 13, al o auf das Doppelte, b_elaufe. Jm Mürren ob der Redner hervor, daß die Einfuhrung der Torpedos kehr Vieles geändert habe; sie habe das alte System der englischen Flotte, vdr Anker _ 11 ge , unhaltbar gemacht_ Zest müsse Hör Feschloffenx Ha en _ge drgt rpcrden, die durch ihre natürli e Be chaffenhett unzu angltch seien iznd m devm die Schiffe in Sicherheit vor nker gehen konxtten. PortSmouth, Gibraltar, Devonpori und Chatham set eine PM mehrung der Docks und der Schiisbautey eéxorderlich. J„ Chatham und Walmer santen- neue Marxnekaernen erbaut, auch Folie die Werft von Ke'yham erweitert werden. In Pow land olle eine neue Molenerrtchtet, ferner solle der „Hafen von Dover vergrößert und ausgebaut werden. Nach dem Vor: anschlag würden alle diese Neubauten etwa 81/ bis 9 Millionen Pfund kosten, welche Summe durch ein_e ??nleihe in Iahresraten auf ebracht werdxn solle, ,derezi Ruckzahlu durch Ann'uitäten au begrenzte Zeit und zucht uber-30 Iaßrneß zu erfolgen habe. Lord George _Ham1_lton, der M ere Erste Lord der Admiralität, erklarth jtch von" den Mjr,- theilungen des Admiralitäts-Lords befriedigt, bemangelte aber im weiteren Verlauf seiner Rede, dass dxr „Plan für die neuen Marinebauten MY m einer einzigen Bill zu: sammengcfaßt sei. Der edner hob, hervor, daß, wenn augcmeine Wahlen beoorständen, .die Versuchung, ein populäres Budget auqustellen, d,1e_ _ Maßnahmen für die andesvertbeidigung tore_n könne, Der Fortschritt in dem Bau von Schlachtschiffen wahrend des leßten Jahres sei bewunderup swürdig gewesen. Er wünsche jedoch, daß zwei weitere Sch1 e von dem Typixs dex Panzers „Renown“ gebaut würden, da der ch1nes1s_ch-]apan1[che Krieg zeige, daß m einer großen Seeschlacht die Partei, welche die meisten Panzerschiffe habe, stege. Dcr Konirukiions- entwurf für die neu geforderten Kren er erkter und zweiter Klasse bedeute einen Rückschritkt, enn er schließe eine Verminderung der Geschwmdtgkeii 111 sich. Nachdem so- dann in erster Abstimmung die von der Regierung geforderte Mannschaftßzahl von 88850 angenommen worden war, wurde die weitere Debatte vertu : und darauf. die dritte Lesung der Bill, betreffend Aufhe un der die Erhebung von Fällen seitens der an tralischen Kolonien bc: chränkenden Bestimmungen, angenommen.

MYWWWFMMWWWÉ,

etwas über 12 Mi 58 000 betraN m"“

Frankreith.

In dem gestern abgehaltenen_ Minisixrratl) iheilte dcr Kriegs-Minister General urlinden eme Depesche aus Majunga mii, worin die nkunft der beiden ersten Trani- portdampfer mit der Avantgarde des Expeditionskoxps fur Madagaskar gemeldet wird. Der Gksundheitszustand 111 Mo: junga, Tamatave und Diego Suarez sei em außgezerchnetcr.

In der gestrigen Siyung der c.“!Zeputirte_n_kammcr beschäftigte sich, dem im „Journal_ Ofnciel“_ veroffentlichten steno raphischen Bericht zufol €, bei der weiteren Yerathung dcs xZMarinebudqets der ' erichterstatter Thomvon eiii: e:;end mit den Bemühungen des Deutschen Kaisers, dn Yeemacht Deutschlands zu stärken, sowie mit der Aufforderung Allerhöchstdcsselben an die Reichstags-Abgcordneten, durch un- geschmälerte BewiUigung des Marinebudgets dem "ürsten BiSmarck zu dcffen achizigstcm Geburtstage eine Freude und wies ferner auf den Vqrtrag des Kaisers in dcr Kriegs-Akademie hin. qumson schloß W der Bemerkung, daß eine mächtige deutsche Krtchmarine 1ilchi bloßeine Gefahr füZden Handelnnd die Kolonien Frankreichs bilde, sondern daß sie an die Offensive an den „Seegrenzen ergreifen könnte, daDeuischland eine entsprechendeMiittärmacht für gcetgn-xc Tiversionen bksiße. Dcr Marine-Ministsr, AdmirachSnard führte aus: Ich mache hier keine dciaiUierte Angabe xxnscrcs Programms; ich erwähne lediglich, daß es auf den Vemz von 24 diensttaugli en Panzerschiffen bafiext ist, welche vier (Hsiadrcs zujescchs Schi ('n bilden. Diese Zahltsioffenbar ein MlUlmWJk- wenn man daran denkt, daß sich soeben eine neue, sehycrnne Und sehr wichtige Thatsache betreffs der Marine, fouzie der ihr obliegenden Küstenvertheidigung voUzogen hat“: die Ver- einigung dcr Nordseeflotte und der Ostsccflotte kann m wenigen Stunden vor fick) gehen. Wenn man crwä t, daß alis deutschen Schiffe in einigen Stunden in die Nor see einfahxen können, so ergiebt fich, __daß wir unserm Nordkxeschwader eine Kraft und eine Kohänon geben müssen, we che uns voll- kommene Sicherheit gewährt. Tie Generalberathung wurde darauf geschlossen. ' An der Eröffnung desNord-Oftsee-Kanals werden dem Vernehmen nach das Panzerschiff „Hoche“, der „Kreuze;- 1. Klasse „Dupuy de Löwe“ und der Aviso „CoSmao

theilnehmen. Rußland.

Dcr Kaiser sowie die Großfürsten und Groß- fürstinncn wohnten gestern, nur!; einer Meldung des „W. T. B.“, der Beisexhung der Leiche des Gro fürsten Alexis Michailowits in der Petcr Pauls: albedkaxc bei; auch das diplomatische Korps war zu der Feierlichkk!t

erschienen. Schweiz.

'Die eidgenössische Staatsrechnung für das r 1894 ergiebt 84047 312 Fr. Einnahmen und 836951812 I'- Aus aben, somit einen Einnahme-Ueberschuß W 371 Fr.

Griechenland.

Die Be rüßung der griechischen Königsfamilie MZ dem Großéürsten-Thronfolger war,_wie „W. _. B- aus Corfu berichtet, eine überaus herzliche. Die Ho slk" ZTrrschaften begaben sich sofort nach der Landung nach der I"“

onrepos.

Das Schiff „Zarewna“ ist noch nicht wieder fiott L- worden.

Rumänien. Die Besserung in dem Befinden des Prinzen Ca")j

. dauert fort.

Durchsführung dcr *

9. '“ Und m den

_ * - Cabin. M „W. T. B.“, aus'VZlgtad meldet, i der General tvaw'ic IM" "'US? eines Schlaganfa gestorben.

Bulgarien.

_ Fern, als qm Y. Iabrehtage der Gründung der bulgarischen KtrZe diirch emen Ferman des Sultans, mur en in ganz _ ulgarien Dankgottesdienstc abgehalten. Dem GotteSdienst m Sofia wohn_ten dex Prinz erdinand oon Sa sen .: Cobur und die Mitglieder er Re- gieruna ei. Daß _mtsblati _veröffentlicht einen von dem Prinzen gxnehmÖxien Bericht des Kultus - Ministers

des Untemchzs: nisters, der die hohe nationale

tun der (Stundung der bulgarischen Kirche darlegt,

Veri t schlägi vor, zu Ehrxn der um die Gründung ver- dienten Männer „cui Denkmal_ m der Hauptstadt durch eine nationale“? Subscription zu emchten.

Schweden und Norwegen.

Aus Christiania wird gemeldet, daß bei den am Mon- tag in Eker und Szgdel vorgenommenen Wahlmänner- wahlcn die Pariet der Rechte'n „und die Gemäßigten qefiegt Zätten. Beide behalten somit chre bisherigen Siße im 'Stort ing-

Hd

Amerika.

Nach einer in Madrid eingetroffenen Privatdepesche aus Havanna unterhandettey gegenwärtiJ die Führer aus dem [eßtm Separatistenkrieqe mit em General Callejo wegen Unterwerfung Upd Entwaffnung der dießmaligen Auf- ständischen. _ NaäZLemer, weiteren Meldung herrsche in den fünf westlichen _ rovtiizen vpn Cuba Ruhe; in der Provinz Manzanillo zeigten sich einige Banden Auf- ßändischer. Unter den lcßtercn solle Uneinigkeit bestehen.

Dem „Neuter'schen Bureau“ wird aus New:York gemeldet, der amerikcxnische Dampfer „AUiance“ berichte, ein spgntsches Kriegsschiff habe am 8. d. M. jecbs Meilen 'von Cuba dreimal ' auf ihn gefeuert. Die _Miance“ sei unbeschädigt gebliebxn und habe fich mit Voll- Wk) von dem Kriegsschtff, das ste noch 25Meiien weit ver-

[gk abe, entfernt. Der Staatssekretär Gresham sei von „Angelegexiheit in Kenntnis; 2?eseßt worden.

Ein Kriegsschiff der _ ereinigten Staaten hat Befehl erhalten, nach La Guaira Venezuela) abzugehen, da me en der Thatsache, daß der Prä _dent CreSpo dem fran- 'schen Gesandten und dem belgischen Geschäftsträger ihre (ässe habe zustellen lassen, Unruhen erwartet würden.

Asien.

Dem „New-York Herald“ wird aus Shang ai „e; meldet: ob le1ch i-Hun :Tschang geneigt Zei ie e- dingungeri apans_ anzunexxnen, hege man m oßen japani- schen Kreisen weyig Zuve icht, daß es zum iedens chluß kommxn werde. Die japanische Armee sei entschlos en, in eking einzuziehen. Es sei nicht unmahrscheinlic?é daß zwischen dem Kaiser von apan und Li-Hung- schung eme Be- gegnung statt nden werde.

' Aus Hixoshima von heute wird berichtet, daß nach einer dort eingetroffenen amtlichen Mittheilung die Ab- gesandten Chinas heute Tientsin verlassen würden.

_ Afrika.

Die Lei e szail Paschas wurde gestern früh von der_Eisenbahntation in Kairo nach der Mga-Moschee über- gefuhrt. Der Khedive folgte dem Sarge bis zum Opern: plase. Ueberall herrschte vollkommene Ruhe.

Parlamentarische Naehrithten.

„Die Schlußberichte über die gestrigen Sißungcn des Reichstags und des Hauses der Abgeordneten be; inden fich m der Ersten Beilage.

_ In der heutigen (59.) Si ung des Reichstags ge- langte der von den Ab g. Freißyerr Heyl zu Herrns- kxetm, Grafen von Orio a und ])1'. Friedberg (nl,) ein: gcbyachte Antrag ur Berathung:

Die verbündeten egierungen zu ersuchen, den Freundschafts-, andels- und SchiffahrtsvertraZ mit der Argentini- chen Republik vom 19. September 1 57 auf (Grund des Art. 14 dieses Vertrag? zu kündigen.

Zur Begrundung des Antrags erhielt der Abg. Freiherr Hkyl zu Herrnsheim das Wort.

(Schluß des Blattes.)

_ In der heutigen (42) SitzunZ des Haus 25 der Abgeordneten gelangte zunächst er von den Abgg. Bachem und Roeren (Zentr) cin ebrachte Geseßentwurf zur „rathung, der in seinem einzigen aragraphen bestimmt, daß hte Kirchengemeinden der anerkannten Religßons esellschafte'n 1m ganzer) UmfangB der Monarchie as echt haben soll??)- auf ihre Kosten egräbnißstätten für ihre .Kon- essgonsangehörigen zu errichten. Das Wort nahm zunachst Abg. Roeren (Zenn).

(Schluß des Blattes.)

d * Im Hause der Abgeordneten istzu der drittenBeratbung ks Etats des Ministeriums der geistlichen Unterrichts- und Medizinal- nfklkgenbeiten von den Abgg. von Échenckendorff und Ge- no sen na stehender Antrag eingebracht worden: S .Das 5 der Ab eordneien wolle beschließen, die Königliche taatSregieruug aufzufkor ern: - er'Frage der örperlichen und werktbätigen Erziehung in den Funn wie in den Lehrer- und Lebrerinnenseminaren eine vermehrte rderung zuzuwenden' 11. zu diesem Bedufe (: L,) tm nächsten_Etat entsprechende Mittel einzustellen, und die e “11? die bezüglicben Titel dahin zu vertbeilen, daß in erweitertem Ma e seither gefördert werden: Wa- die In endspiele und verwandten Leibesübungen lk" Wie LeRrer- und Lebrecinnensemiuaren; Ku b- der hauswirtbschaftlicbe Uyterri t in den Mäd enschulen und ck zur Ausbildung von Lehrerinnen r diesen ; der ndfertigkeitöunterricbt in den städti (ben Knabenschulen 2 brerseminarea; der ) darauf hinzuwirken, daß der Lehrstoff im gesammten Unterricht Schulen weittbunlichft in engeBeziebung zum Laden geseyt werde.“

in allen

UKW des Reichsgerichts.“

Die Bestimmung des- 37 Abs. 3 des Gerichtskofienges : „Somit die Kosten des Wabnverfabrens als Theil der KW exnck_mtftebmdm Rechtsstreits aanm sind (?ck .-O. § 638), wird die fur die Entscheidung über das uch um Er a an des Zahlungs- befxbls erhobene Gebühr ('/10 der vollen Gebühr) auf ie Gebühr des entkiebenden Re tsftkeits angerechnet“ _ greift, nach einem Beschluß des Rei nichts, 117; Zivilsenats, vom 29. Oktober 1894, auch an den „Fall P aß, wxnn die nach dem gegen den Zahlungsbefebl erbxxbenen Widerspruch beim Landgenéöt erhobene Klage, bevor ein Jebubxenpfltcbtmer Akt stattgefunden hat, zurück enommen wird.

n- „diesem Falle sind, da die Kosten des entstan enen Rechtsstreits Fringe“ sind (nur 1/10 der vollen Gebühr) als die Kofien des

abnverfqbrens, nur die [ teren zu erheben. .Der-Ausdruck „an- gerechnet“ m § 37 Abs. 3 G.- .-G. legt allerdirFs die Annahme nabe, daß der Gesetzgeber von der Vorausse ung, die offen des entstehenden Rechisftreixs würden diejenigen des abnverfabrens übersiei kn, aus- ZFangen ist; eine Vorausseßupg, die tbatsäcblicb wohl an in der

ebrzabl der, alle zutreffen wird. Ein entscheidendes Gewicht kann abe); darauf ",' tgelegt werden. Danach erscheint der Schlu gerecht- fertigt, daß die Anwendung des § 37 Abs. 3 des Gerichtskos engeseßes auch dann, wenn dre Kosten des entstandenen Rechtsstreits lediglich in der Gebühr „aus'§ 46 a. a. O. bestehen, nicht ausLescbloffen wird. Demzufoxge tft nx diesem FaÜe die Anrechnung gemaß § 37 Abs. 3 ZZ so(11v68(t)x9xu)bewirken, als sie nach Lage der Sache eben möglich 1 .“ .

_ Ein Yanßcigcntbümcr batte auf seinem aufe ein metallenes Schild anbringen laffkn, welches den Drä ten der Sxaatstelegrapbie so nabe kam, daß dadurch eine theilweise Ab- leitung bezw. Umleitun des elektrischen Stromes bcwirkt und die Benußung dex TelcgrapJenansialt estört wurde. Die örtlich? Telegxapbenbebörke verlan te die En ernung des Schildes seitens des FauLethntbümers. was 1) eser jedoch ablehnte. Die Behörde behalf 1ch zunachst durcb Bekleidung und Isolierung der Drähte mittels Gummizyltnder und veranlaßte die StrafVcrfol una des auscigen- thümers aus § 318 des Strafgeseßbuchs we en faJrläsfiger törung einer, öffexitltcben Telxgraphenan tali. Die Strafkammer sprgcb ibn frei, und ,die Revision des StaatSanwalts wurde vom Reichs- gexichx verworfen, indem es begründend ausführte: .Es ist rechtsirr- tbumlrcb, wenn die Revision daiwn außgebt, daß aus der Norm des

317 oder des § 318 Str.-G--V. ohne weiteres eine Rechtspfiicbt des

pgeklagtcn zu folgern sci, sein S ild zu entferncn oder ganz zu be- seitigen, und daß deshalb die Unter assung dieser Beseitigung den in den §§ 317, 318 Str.-G.-B. vorgesehenen positivem Handlungcn gleiche. Die staatliche Telkgrapbenanstalt ist nicht unbeschränkter Herr des über privatem Etgenthum befindlichen Luftraums. Koüidieren die öffentlichen Zwecke jener Anftglt mit der legitimen Freiheit privaten Cigentbums, so hatdie AuEgletcbung nicht immer und nicht nothwendig zum aus- schlteßlichen'Nachtbeil des Privaten zu srfolgcn. Hatte der Angckla te diirch Anbringung des fraglichen Schildes dic telegrapbiscbe Bertie - leitung _scbuldbarer Weise lxnfiört oder gefährdet und wollte man ihn dara_uf m für.!oetpflichtet alten, nach Erkenntniß der Störung odcr Gefabx ung die [Fiete zu bcseitigcn, so enügtc der AnkZeklagte jener Verpfitchtung dur jede Vorkehrung, weche_Schild und rähte außer Kontakt Fcßtc, durcb jegliche Form der Isoltcrun beider Körper eben- sogut wre durch örtliche Entfernung des Scbidcs. In der bloßen Unterlassung der letztbezeicbneten Maßrege! für fich allein lag daher noch kcineßwkgs ein „Verstoß gegcn die Norm der §§ 317, 318 Str.-G.-B., mo ie im übrigen die Telegrapbenbcbörde gerade die Entfernung des S ildes für geboten halten oder nicht.“ (2564/94.)

Entscheidungen des Ober-Vemaltungsgerichts.

Der für _einen preußischen Jmpfbezirk bestellte Impfarzt ist nach einem Urtbetl des Ober- Verwaltungßgericbfs, ]. Senats, Vom 10. April 1894, nicht als Beamter zu erachten, wenn nicht aus der orm der Bestalluxig odcr aus anderen Umständen hervorgeht, daß der mpfarzt als Krkxs- oder Kommunalbeamter angestellt worden ist. __ Dcr Krcißpbvßkus Dr. W. zu G. (Hannover) wurdk füx den Kreis als Jmpfarzt bcstellt, nachdem dcr Kreistag beschloffkn hatte, dem Dr. W. die öffentliche JmpsuZZck vertragsmäßig zu übertragen. Vom Magistrat zu G. wurde Dr. . zu der Gemeinde-Einkommen- steuer von dem Voll en BetraF dsr kauneration, die er als Jmpfarzt bezog, herange'zogén, wogegen r._W. einc dexn halben Betrage jener Remuneration entsprechend? meaßigung auf Grund der Verordnung vom 23. September 1867 beanjpruchte, mit dcr Behauptung, daß ihm auch“ als Impfarzt die amtliche Eigenschaft beiwohne. D . W. _klagte

egen den Magistrat, und er erstritt in der zweiten Jn anz em ob- ieglicbes Urtheil. Auf die Revifion des Magistrats hob das Ober- Verwaltungsgericht das Berufungsurtbcil auf und wies dic Klage ab, indem es bexründknd ausführte: „. . . Aus dem Inhalt der Pflichten, welche das Reichsimpfgesey yorn 8. April 1874 dem Impfarzt auf- erlcgt, kann seine amtliche Eigenschaft „nicht gefolgert wcrdkn. _ _ Auch ist im Landeßrecht eine vofitive Norm, welche die StcÜung dcs Jmpfarztes als ein Amt kennzeichnet, nicht vorhanden. Dadurch werden allerdin s die Kreise nicbt gehindert, die Impfärzte als Krcisbeamte anzuste en. Sol] dies indeß geschehen, so muß die Absicht, dem Impfarzt amtliche Eigenschaften beizulkgcn, entweder in der Form der Berufung, oder in anderen Umständcn ihren Auödruck finden, was im vorliegenden Falle nicht geschehen ist . . .“ (Rep. 1 Z. 111/93.)

_ Der Vom Gewerbesteuerpflicbtigen für seine Behauptung cines gerianeren Ertrages seines Gewerbes, als von dem Steuerausschß veran agt ist, angebotene BücherdeWeis erfolgt, wenn der Steuer- Pfiiétige die er nicht entbehren 'zu können erklärt, nach einer Ent cheiquedes ber-Verwaltungs ertcbts, '»71. Senats, 1. Kammer, vom 27. vtember 1894, durcb orlegung der Geschäftsbücher, nicht aber durch Uebersenduing und Belassung derselben bei der Behörde; die entscheidende Regierung hat sich ein selbständiges Urtbeil über den Inhalt der Bücher vor Erla? der Entscheidung u bilden. § 27 des GewerbesteixergeseYes und Art. 24 Nr. 1 der ZlusfübrungSanweisung vom 10.Apr11189 dennen nur eine V orl e g ung der Geschäftsbücher. Der Steuerpflichtige ist somit nur zur Vorlegung very ichtet, wogegen die Fordcrung der Uebersendung ebenso aus- ges offen ist, wie das Ansinnen, die Bücher längere Zeit bei_ der Be örde zu belaffen. Außerdem schließt der vom Gees gewahlte Ausdruck die Notbwendigkeit elner Erörterung des Inhalts der Bücher mit dem Steuerpfli ti en und der Feststellung de? Ergebni es dieser Erörterungen durch u nabme einer Verhandlung m sub. uch hat Ich die entscheidende Regierung ein selbständiges Urtbeil über den

nhalt der Bücher vor Erlaß der Entscheidung zu bilden, sodaß bei ungenügender protokoüaxts xr Feststellung seitens ibreyBeauftragten sie sich der eiFenen Ein tchtnabme nicht wird entziehen können.“ (Rep. G. 89/ 3.)

Knust und Wissenschaft.

Der BoÖFand der Münchener Künstler enofkenschaff batzurDurcbfübrun der Jabreöausstellung na fol en eKünstler koo tiert: die Ma er rof. Hans von Bartels, Pré. Franz von De egger, Albin Egger- ienz, Prof. Walter Firle, rof. Nikolaus Gyfis, Akademie-Direktor Ludwig von Löffy, Max Nonnenbrucb; die Bildhauer Prof. Jakob Un erer, Otto Lang; den Maler-Radierer Max Dasio und den Kupferste er Johann Burger.

Bauten.

Die Arbeiten zur Wiederberftellung des Hochschlosses Ma : i e n b u r g konnten in den leyten Monaten nur wenig gefördert werden und beschränkten sich, so larigq der eigentliche Winter noch nicht ein-

war, auf Erdarbeiten duk der Weftparebamtemffe und Schutt- ß-jeitigun aus dem westlichen Laufgrabxn bis zur alten Grabensoble. In dem 1: am kergan wurde dre Treppe von der Weftparcbam- le_rra e nach dem Laufgraben v_o endgt. Der innere Ausbau des Pförtner- bau "("ck an der Nordeck: nahm feigen Fortgang, und in der Kon- vxnts e wurde die Farbun der Wande und Gewölbe zu Ende ge- brt; Der Entwurf nebst oftenanfchlag zum Ausbau und zur Aus- cbmuckung der, St. Annenkapelle,_ als der Hochmeister-Gruftkapelle, ist aufgestellt; im Frühjahr soll mit dem Bau begonnen werden.

_ _ Ein PreiSausschreiben für ein Ratbbaus in Cöt en exlaßt, dem „Centrale d. Bauv.“ zufolge, der dortige Magistratb an die in Deutschland ansässiger] Arxhitekten. AblieLerungstermm ist der 15. Mai d. I. In dem Preisgericht fißen der Ge cime Bauratb, Pro- feff_or 1)r.„Walxot m DreSdeq, Baurat!) Schmieden in Berlin, Bauratb Buxkner m Cotben und Hos-Bauratb Böttger in Dessau, außerdem zum Stadtverordnete, der Stadt-Baumeifier und der Bürgermeister von Horben. _An_Preisen stehen 2500 „ck, 1500 .“ und 1000 .“ zur VerfugimÉ _ dre xedoxb naeh dem Ermessen des Preisgerichts auch in guderer eise vertbetlt Werden können; weitere Entwürfe können für je 500 .“ an ekauft werden. Die Unterlagen zu dem Wettbewerb versendet das Stadtbauamt Cötben kostenlos.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperryngs- Maßregeln.

' In dxr Woche. von; 24. e_bruar bis 2. März war der Gesund- bc'ttsstapd tn 5«'Zerltn kein günttger und auch dic Sterbliäpkeitsziffer zeigte eme Steigerung,!)on, 17,1 auf 20,7 pro MiÜe und Jahr. Jns- besondere kamen auch „in dieser Woche eine ungemein große Zahl von Exkrankungen a'n Grippe zum Vorschein, die zumeist Erwachsene er- artffen uiid bei diesen, naxrientlich bei Personen in böbeien Alters- klaffen (uber 50 Jahre), nicht selten tödtlich vcrliefen. So wurden aus der Bettxbtswoche 69 Todesfälle an Grippe gemeldet. Auck) akute Entzundungen der Atbmungsorgane wurden zabl- reicher “als Todesvxranlaffung gemeldet, während akute Darmkrank- heiten in fast gleicher 3951 wie in der Vsrwocbe als Todssuxsache a'uftrgten. 'Die „Betheiltgxmg dcs Säuglingsalters an der Sterb- llchkelt blikb etge niedrige: von je 10000 Lkbcnden starben, aufs Jahr der_ecynki, 50 äuglinge. _ Von den Infektions- krankbxtten blieben Erkrankungen an Scharlach in gleich beschrankter Zahl ' wte_ in der Vorwoche, Erkrankungen an Masern und Diphtherie bqben abgknommkn, und zwar kamen Erkrankungen an Masern zumeist aus der riedrichstadt und Schöne- berger Vorstadt, Erkrankungen an Dipbt eric aus der jenskitiaen Lursenstadt, dem Stxalauer Viertel, der Rosenthaler Vorstadt und dxm Wedding (1111 baUfißsten zyt: Anzeige, während Erkrankungen an Scharlach aus keinem Stadttbetle in nennenswertber Zahl. emcldet Wurden. Erkrankungen an Unterleibstyphus blieben vereinzeLt. Cr- kxankungen an Kindbettfieber wurden 4 bekannt. Rosenartige Ent- zundungen des Zellgewebes der Haut wurdcn skltene'r zur ärztlichen L_Zebczndlung gebracht. Erirankungen an Keuchhusten, die in 11 Fällen todtltch endeten, wurderi wxedcr msbr beobachtet, während rheumatische BescbWerde-n aller Art in wenig gegen die Vorwochc veränderter Zahl zum Vorschein kamen.

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 12. d. M. gestellt 11073, nicht rechtzeitig geßeYnkY'Z Ws“ ?'si si er e en nd am 11.5.M. cstslli 45“3, ' t t- jeitig gefiel]! keine Wagen. 9 ck mch “ck

, _Zwangs-Versteigerungen.

Beim Koytglichen Amtsgericht] Berlin standen am 11. und 12. Marz dre nachbezetchnexen Grundstücke zur Versteigerung: Noisdanxerstraße 64, dem Ti1chlermeisier W. L. F. Vo ge- bortg; Flachs 14,3 „s.; Nußungswerth 29 980 „js Mit dem ebot von 43500034 blieb die Frau R. V0 91, geb. Lehmann, zu Charlottenburg Metftbictende. _ Geri tstraße 31, dem Bau- unterncbmkr J. Schrade zu Nixdorf gcbörig; Nußungswcrjb 6450 „46; mrt dem Gebot von 117000 .“ wurde der Kaufmann I. A. _Plewka zn Kötzschenbroda i. S. Er- steher. _ Beusixlstraße 10a und Bcussclstraßc 10, dem Fabrikanten Wilhelm Traeder gebörig; Fläche 10 a bei 13 600 „16 Y_kußungswe'rtk) und 4,98 a bei 7160 .sz Nußungswertk); fur das Mstkigebot vdn.156100 „M und 82 200 .“ wurde der Kauf- mann chcrtc_o Philippi 31! Berlin, Eistkbek. _ Eingestellt wurde das Verfahren der Zwangßdersteigerun wegen der Grundstücke Dresdcncrstraße 52/53 und Anncnstra ;: 42/43, dem beeimsn Sekretar Johann Witt gehörig.

_ Nach den) in der gestrialn Monatswersammlung der Mitglie- dcr dex- Westfa_lisch§n Kokssyndikats durch den Vorstand erstatteten. Geschastsdertcht betrug im Monat Januar 1895 bei 26 Arbeitstagé'n- die K*oksproduktion innérhalb des Koksfyndikats 424 800 i, das ist gegen den Monat Januar 1894 mit 380 000 t. enz Mehr vdr! 44800 t. Im Februar 1895 stcllte sicb bei 23 Nr- beitstagen dte roduktion auf 382122 r gegsn Vorjährige 364 648 t, also msbr 174 4 t. Dcr Absay war namentlich im Januar sebr

u_t, _und es [teilte fich für dicscn Monat die tbatsä liche

mschrankung aux nur 2? 0/0 gegen bcscbloffenc 10 0/0. Im Fe ruar da 2 en crlitt der'AbsatZ eine wesentliche Abschwächung, namentlich in 1) ge des schlxchteu (Yescbä tsgangß in der Eisenindustrte. Es berrug mfolgsdkfsen die tbatsacbli e Einkchränkung 12%. Für März smd b'islan 402 3001 und für April 375000 i verkauft. Eine wesent- liche cfferung ist erst zu erroarten, wenn es in der Eisenindustric wieder bxsser. geht.. Das Geschäft nach Belgicn und Frankreich wickelt

Z Herbaltm maße glatt ab, im See-Exportgcscbäft dage en macht 1 dt_e englis eKon_urrenzsebrfühlbar. Entsprechend den angchloffenen

erkaufen wurde fur den MonatMärz_cine Produktionßeinsckpränkung yon 10% beschlossen. DU? Beiträ e für März konnten von 23 0/0 auf 22 0/9 crmgßigt iverden u_nd wer en vorauéßcbilicb in dem nächsten Monat n9ch einc kleme Ermaßigung erfahren. Für je 60 neue Oefen mit Gewinnung Vnn Ne'benprodukten auf den Zechen „Kölner Berg- werksverem“, „Konstantin der Große“ und .Gneisenau' (Harpen) und 60 neue Oefen auf den Zechen .Hanfa' (Gelsenkirchener Berg- werks-Gesellschaft, ebenso für umgebaute Oefen auf den Zechen .Westbaufexi“ , luto“ und „Kaiser Friedrich“ wurdcn vertraJSmäßig die Betherlrgungßziffexn festgestellt,

_ Voxn rheinis -westfälischen Eisen- und Stabl- mark_t hertchtet dte hxin-Wes .Ztg.': Obwohl im ganzen die Verhaltnisse aux dem rbetnisch-we fäliscben Eisenmarkt unverändert geblieben sind, _ 0 hat doch, hier und dort das Bild ck etwas ver- andert, da tbatjächlich für einige Zweige der Eisenindu trie das Früh- jahrsFsYft zu beginnen scheint. ie im allgemeinen noch recht spär- liche a Ya e hat vereinzelt eine kleine Besserung erfahren. _ Der Absaß in ikenerzcn ist im Siegerlandeimmu“ noch ein beschränkter. Man denkt vielfach noch nicht an spätere Deckung, und 93 Werden daher die Freise nur sehr schwaLcK. behauptet. Auslandiscbe Erze sowie auch

a emburg-Lotbringer mette find unverändert. _ eikenmarkte ist eine A_enderun nicht eingetreten. Aufträge Heben gar night oder nur tn Yarlichcn ofen ein, und auch der bsav ist äußerst scöivacks. elbst die eigung der Preise zum weiteren Nachgeben hat is jest noch nicht die Käufer vermocht, aus ihrer Reserve berauözutrcten. Die Lagervorrätbe find daher meist zunehmend, und eine Aenderung steht vorläufi noch nieht in Aussickxt. _Im Walzeisengesebäft haben cb ver- ein elt Symptome einer Befferung gezeigt. Im Sta eisen- ge chäfte ist zwar die Nach rage sowohl vom Inland: als vom Auslande immer noch schwa immerhin läßt sich gegen die Vor- woche eine gewi e Befferung feststellen. Es lefen vereinzelt mehr Anfragen und extcllun en ein. Die reise sind ein wenig Kiter geworden, stehen a er ke neSwegs in rich gem Verhältniß zu den vh-

Auf dem Rol)-