to en. Obwo [ die ein chenden Aufträge “stellener im Verein mit Yenffbis jest : ten e nen annähernd regelmä i en Betrieb erxnög- lichen, o wir 5 noch me rfach auf er gear tet. Formetsen ifi n unverändert, obwo [ die Na frage sicb betetnzelt etwas günstiger gestaltet bat; eine Aufbeffexung der étélf? :ft wobl so bald nicht zu erwarten. Jn Bandeisen bg der rege, Geschafts- verkehr der Vorwvche angehalten. Auftrage eben ztemli gut ein, nur [affen sie kaum einen Ruhen. ' n der Rax frage nach Grobblechen bat fich eine Aenderung bisher „noch nicht be- merkbar gema t, und die Preise verharren) auf ihreai ntedxtgen Stand- punkte. In einblechen haben fich die Verhaltnisse nicht geändert. Es geben Au ' ,
keinen Nutzen laffen. me Aeriderung tn Walxdrabt, ezogenem Draht und Drabistiften ist kaum zu verzeichnen. “ n dem erst- genannten Artikel hat fich der Begebr vom Yuölanxe envas gebessert. Unbefriedigend ist andauernd die Lage 'der Etsengteßßreien; selbst wo diese noch einigermaßen m*.t den ebucbien Austxagen zufrieden sind, werden die Preise doch stark gedrü t. DieMascbtnenfabrtxen und Konstruktionswerkstätten klagen zum großten Theik uber Mangel an Arbeit. Die Geschäftslage derBabnwagenanstalten ist unverändert. . '
-- Die Verwaltungsorgane der We'inia„r7Gera_er Eisen- babngefellsebaft machen bxkannt, dgß'dt'e Koniglttcb fach 1sch_e Re- gierung im Einverständniß mit der, Kontglicb preyßiscben egtexung die Vertagung der zum 23. d. M. einberufenen dret außerorxentlichen Generaldersammlurgen beantragt hat. Diesem Anfrage gemaß werden jene außerordentliche Generalversammlungen aufgehoben. '
Königsberg, 12. März. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen unberändert. Roggen behauptet, do. pr. 2000 Pfd. 3011-
ewicht 110-111. Gerste trä e. Hafer steigend, do. lolo px. 2000 Pfd. Zoügewicht 102. Weiße EerLn pr. 2000 Pid._Zollgewicht 104,00. piriius pr. 100 Liter 100 0/0 loko 311, pr. Frubxabr 312. Wetter:
on. - , ckDanzig, 12. März. (W. T._B.) Getreidema.r_kt. Wetzkn loko fest, Umsay 150 c, do. inland. bochbunt und weiß 135_137, do. inländ. beUbuni 132-133, do. Tranfii bochbunt und we1ß_101__ 102, do. chbunt 98, do. Termin z_u ZFUW Verkehr pr.,Apnl.M9x 136,50-137, do. Tranfit vr. April- at 103,. Regultxruzigszxrets zu freiem Verkehr 1.34. Roggen loko behauptet, do. inlandnchxr 112, do. russischer und Polnischer zum Transit,?“Z, „do. Termin pr. April-Mat 114, do. Termin Tiaufit pr. April-Mai 80-80,50, do. Regulierungspreis zum freiexi Verkehr 112.. Gerste, große (660- 700 Gramm) 110. Gerste, kleine “(625-660 Gramm) 92. Hafer, inländischer 100-103. Erbsen,. mlandijche 110. Spiritus loko kontingentiert 51, nicht kontingentiert 31. , Magdeburg, 12. Marz. (W. T. B.) Zuckerbertebt. Kornzucker exkl., von 92 0/o _, neue 985-1000. Kornzucker exkl., 88 9/9 Nendement 9,15-9,30, neue 9,30-9,_45. Nachprodukte exkl., 75 0/0 Rendem. 6,45-7,00. Schwach. Brotrasfinade 1 21,50. Brot- raffinade ]] 21,25. Gem. Raffinade mit Faß 21,25-21,75. -Gem. Melis ] mit Faß 20,75. Stetig. Robzucker ]. Produkt; Transito f. a. B. Hambur pr. März 9,125 Gb., 9,20 Br.„ pr. April 9,17.) bez. und Br., pr. kai 9,271,- bez. und Br., pr. Juli 9,425 Gb., 9,45 Br.
Ru 1 .
hÉeipzig, 12. März. (W. T. B.) Kau1_mzug - Termin- handel. La Plata. Grundmuster 13.1 pr. Marz 2,97? .46, pr. April 3,00 „46, pr. Mai 3,00 „15, pr.Ivn1 3,02._i «FC, pr. Juli 3,022L „zz, pr. August 3,05 ..“, pr. Skptembei 3,07Z „ji, vr. Oktober 3,07? «ik, pr. November 3,10 «ji, vr. Dezember 3,125 „44, pr. Januar 3,125 „x., pr. Februar 3,125 „15, Ymsaß 135000 ](8- " _
Bremen, 12. Marz. (W. T._ B.) (Borsen - Schlußbericbt.) Raffiniertes Petroleum. (Offiziell? Notierung der Bremer
etroleum - Börse.) Höher. Loko 6,35 bez. _ Baumwglle.
tetig. Upland middl. loko 30 „_x. - Schmalz. _Hober. Wilcox 36k „5, Armour shield 355 „z, Cudaby 365 4,5- Fairbanks 29 „3. _ Wolle. Umsaxz 184 BMW. _ Speck. Sikigend. Short clear middlinq loko 309), Januar-Februar-Abladung _. Taback. Umsaß: 1000 Ballen St. Felix. _ ' *) Speck - Notinungkn verstebkn ficb ab beute fur Amerika Originalgewicbt umgerechnet 50 RZ =„110 Pfd. Stekl.
Hamburg, 12. März. (W. T._B.) Kaffee. „(Nachmittags- bericht.) Good average Santos vr. Marz 771, pr. Mai765, pr. Sep- tember 753/5, pr. Dezember 73F. Rubig. _ Zuckermarkt. (Schluß«bericht.) Rüben-Robzucker ]. Produkt Basis 88 % Rende-
äge in Éenüaender Zahl ein, die jedoch so gut wie gar,
Bord ' pr. M 9,15, WH"? vr. Oktober 9,5 *. Rubio.
Die BruttoiEinnabmen
ment neue Usa'nce, pr. Mai 9.25, pr. _ det ZZZ ein,t1b2.b an. ( .T.B)
: en a nen 53.51'7Teizmar83551 ?ÉZMINW... („1,33 35.273;
:. egmn a . ck81). Fbebruar 189?) KT?" Ul; dHZYtLoZ-EFZntnabmm 1082 359,67 Fr., na me gegen 615 o a r , . .
Wien, 12. März. (W. T. B.) Die „N. Fr. Pr.“ scbr'etbt: Nachdem bei dem Wiener Handelsgericht gegen die Cbroptn er Zuckerfabrik eine Kla e wegen Foxderun v_on 80000 „Gulden an-
ängi gemacht worden it, werden die tx der GlauYZ , welche das oratorium bewilli t haben und xs einhalten, b hrt. Mit Rücksicht darauf wurde ür beute Nachmittag exne„Versammlung„der uvt läubiger einberufen. Mehrere kkeinere Glcxubtger der Cbropmer
7 abri haben den Versuch gemacht, exekutrvische Pfandun vorzunehmen; es ist hiernach zu erwarten, daß das Gesuch um Erb nung des Kon- kurses morgen oder 1": orgen überreicht werben ryird. _ _
Budapest, 12. März. (W. T. B.) Wie'dte Blatter, mxlden, trafen die ungarische Kreditbank und die österreichische Kreditanstalt ein Uebereinkommen, wvnacb der zwischen„ beiden Instituten bestehende, am 31. März d. J. kündbare Vertrag bis Ende März 1900 verlängert wird. ' _
London, 12. März. (W. T. V.) Wollauktton. Preise fest bei lebhafter Betheiligung.
An der Küste 6 Weizenladungen angeboten.
96 0/9 Javazucker loro 11 ruhig. Rüben - Robzucker loko 9,1 ruhig. _ Cbile-Kupfer ZZZ, vr. ZMonat 39. _ -
London, 13. Mär. (W. T. B.) Auf der,Jabre,sverZamxnlung des Verbandes der andelskamnzern thetite Str T._thbnxt, Finanz-Sekretär dcs Scha amis, mit, die Staatöemkünfte wurden fur das laufende Jahr einen ebrertrczg von 500000 Pfiz. Stekl. oder mehr er eben. Eine Resolution, in welcher. die Rxgterung ersucht wird, 1 re Aufmerksamkeit auf die schadliche Wirkung der den englischen Kandel schädix21e7rkiden ZoUtarife zu lenken, wurde abgelehnt.
Man ester, 12. ärz. (W.T.B.) 12r Water Taylor 41), 30r Water Taylor 6, 20r Water Leigb bz, 30r Water Clqyton 5T, 32r Mock Brooke 53, 40r Mayoll SH 401: Medio Wilkinson 6 . 32r Warpcops Lees 517 36r Warpcops Rowland ZF, 36r Warpcops Wellington 6x, 40r Double Weston 6x“, 60r DoubLe courante Qua- lität 92“- 32 “ 116 yards 16ck(16 grey Pnnters aus 32r/46r 135. Steigend.
Amsterdam, 12. März. (W. T. B.) Jaya-Kaffee good ordinary 53T. _ Bancazinn 361. . -_
New-York, 12. März. (W. T._ B.) _Die Borse"war Vor- mittags lustlos, bei geringem Gescbast, _spater zvurde die Haljung unregelmäßig. Zum Schluß herrschte _tcage Stimmung vor. Der Umsa der Aktien betrug 158000 Stuck. _
eizen anfangs sehr fest, stieg im weiteren Verlauf _unter leb- bafter Bewegung, da die Verbrauchsvorxäthe in Farmersbanben ab- nehmen, sowie auf Deckungen der Batssiers, spater Reaktion und Abschwächung auf Realisierungen in New-York. Sch1u bewegt. _ Mais entsprechend der Festigkeit des Weizens und" m olge des Re- gierungsberichts zuerst steigend und lebhaft bewegt, spatertrat Reaktion und Abschwächung ein. _
Weizen - Verfcbifsungen der le ten Woche von den atlantischen Häfen der Vereinigien taaten nach Groß- britannien 52 000, do. nach Frankreich 21 000, d?“ nach anderen Häfen des Kontinents 54000, do. von Kaltfoxnien und Oregon nach Großbritannien 93 000, do. nach anderen Hafen des Kontinents - s
Ort .
Der Werth der in der vergangenen Woche ausgefübrten Yrodukte betrug 6 694 915 Dollars gegen 7460 339 Dollars m der
orwoche.
Waarenbericbt. Baumvae, New-York 6, do. New- Orleans 57/13. Petrole matt, bo. New-Yorr 6.85, do. Phila- delphia 6,80, do.robes 7,00, do. Pipe line wert. 5. April 105;* nom., Schmalz West. steam 6,90, do. „Robe & Brotbexs 7,25, Mats behauptet, do. p. März _, do.p.Mat 51.1, do. 1). .JUÜ 50?._ Weizen kaum behauptet, rotber Winterweizen 63, do. Weizen p. Maxz "61z, do. p. Mai 62, do. p. Juli 62,17 do. 5. Dez. 643, G'etretdefracbt nacb Liverpool 2, Kaffee fair Rio Nr. 7 162, do; Rio Nr. 7 p. April15,10, do. do. p. Juni 14,90, Mehl, Spring clears 2,40, Zucker 211/16, Kupfer 9,50.
betrugen in' der 7. Woche (vom 12. ebmar- 2639
- ' „112. März' . VTB. Wei en !
' Fbéechektß und fefierer( ausländiZcbn ML:!" JWT?“ K
eii , smitkei sthetaZuiErUöTealistmm en- - Madies ebeäthe m n Emm? au uubedatten ort
feyteßee MlandJJärkte, dann leb aste Reaktion, worauf &th-
März 545. pr. Mai 567. Mais
folgte. Schluß feft. Speck short clear nomin. Pork pr. März 11,30.
Weizen pr. Theater amd Mikko“
m Königlichen Opernbause wirb morgen
.CarFten' unter Kapellmeister Weingartner's Leitung gegeben. Im Königli en Schauspielhause beginnt morgen die sechste Gesammt-Auf hrung von Friedrich Hebbel's Trauxrspjel -Die Nibelungen“ mit dem ersten Abend .Der gebörnte Siegfried“ (1, Ab- tbeilun ) und „Siegfried's Tod" (11. Abtheilung). Die Veseßxm ist die ua stehende: Siegfried: Herr_ Maikowskv, J&en Tronje: Z," Molenar, Vrunhild: Frl. Lindner, Krrem ! : Frl. Poppe, Volker: Herr Keßler, Gunther: Herr Arndt, Ute: Frau Kahle,
Fri a: Frau Stollberg, Kaplan: Herr Kahle. . g?Die: ase's tm „Lessing. Am Oonnxbend
fieben Gastspielabende _ZZ'vriedrich Theater werden folgenden Spie „[an um a'ffen: ' '
dieser Woche beginnt der Küxiftler sem Gastspiel mit der Vieraktjgeu Lustspielnovität „Am Spieltisch des LebenS' von 5?an Arsxn Und wiederholt dieses Werk am Sonntag, 17. d. M., sywux am Dienst , 19. d. M. Am MitWoch, 20. d. M., seyt Fnedrzch ase 731, Gastspiel mit Karl Gu kow's Lustspiel .Der Korztßs ieutenant' fort. welchem skb „Eine artie Piquet" als Schluß die es besondexg reichhaltigen Gastspielabends beigesellt. Am Donnerstag, 21. d. M„ wird „Am Spieltisch des Lebens“ und am Sonnabend, 23. d. M
v'", M5.“ 441.
_.Der Königslieutenant' in Verbindung mit „Eine Partie Piquet?“
wiederbolt, während der Künstlex am 24. d. M. sein Gastspiel mit vier Einaktern: .Marcel', .Mariensommer“, „Jm Vorzimmer Seine: Excellenz', „Eine kleine Gefälligkeit“ abschließt. Der Vorverkauf für die sämmtlichen sieben Gastspielabende hat an der Tageskaffe des Theaters bereits be onnen.
Jm Neuen beater findet_ am Sonnabend die' erste Aus- führung des Lustspiels „Hans der Traumer“ von ermann Faber stan Heute und am Freitag geht das Volksstück „Liebe von Heut' Und morgen noch einmal .Der selige Toupinel“ m Scene. '
' Jm leßten PbilbarmoniscbenKonzext, am18.d.M.,_tn'ß Zrofessor Leopolks Auer als Jnstrumental-Soltst auf. Der _berukm;
ei er wird S ohks Violinkonzert (GesanFstsceziß) und zuvem e'm Rei 6 von Soi zu Gehör bringen. 5'lls ovttat'gelangkn Seinen aus Richard Strauß7 Over .Guntram' untex Leitung des Kom. Ponistkn und solistischer Mitwirkung des Tenortsien Heinr. Zeiler zur Aufführun . _ Frau Teresa d'Albert-Carreno spielt jz ibrem biesgtgen Klavierabend (Sing-Akademie) am 16. d. 911, Werke von Bach - Taufig, Beethoven, Schumann, Schuber_i,'Cbopm„ A. Rubinstein und Liszt. _ Die bekannte schwedisch? Pianistin Fräu- lein Agda Lysell veranstaltet an demselben Tage ein eigenes Kon im Saal des Hötel de Rome, für wxlches der Kammerm iker Herr R. Hagemeister (Violine) seine Mitwnkung zugesagt hat.
Mannigfaltiges.
LoWestoft, 12. März. „W. T. B.“ melbet: Der Bürger. meister überreichte heute der Mannschaft der (bei 591: Rettung der Offiziere und Passagiere der .Elbe' hervorragend betbetligt giWesenea) ,Wildflower " die Summe von _85 Pfund, „welche fur 5 eselbe ge- sammelt worden ist. Dem Kapitcin _der „Wildflower“ wiirde xme Photographie der überlebenden Offiziere der .Elbe' u_berreicht, welche die Offiziere mit warmen Dankesausdrückxn ubersandt batten. Gleichzeitig tbeilte de_r Bürgermeister mit, daß der Mannschaft der „Wild ower“ spater xine Sumuie_ von 100 Pfund, welche der ,Norddeuts e Lloyd" für dieselbe bewckligt bat übergeben werden würde. _ Heute hai_der Bürgermeister auch der Mannichaft des Fisckycrboots „Legion of bonour', welche die Mannschaft dsr deutscb-m Back „Titan? gerettet hatte, eme Geldbelohnung aus- gehändigi.
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Wetterbericht vom 13. März 8 br Morgens.
. .
Stafionen. Wind. Wetter. Ludovic Mérimée.
setzt
d. Meeressp
red. in Millim
in 9 Célsius 5 0 C. = 4 0 R.
Temperatur
Bar. auf 0Gr.
U
2 NNO ' wolkenlos 763 beiter 765 ' wolkig 760 bedeckt
' bedeckt wolkig bedeckt
EI
Aberdeen . [ Cbrifiiansund Kopenhagen . Stockholm . , aranda . oskau . . . Coerueensr * town . . . Cherbourg . Helder. . . . Sylt . . . . * Hamburg . . Z Swinemünde : Neusabrwaffn“ emel . . . !
Yaris . ...« ünstkr...:
lungen. von Friedrich
Ober-
Belmuliet. . ] 7
768 771 776
x_- p-NWp-“p-W-ß
Erste
frieds Tod. 764 758 758 757 756 758 7 63 766
746 755 753
beiter bedeckt Nebel bedeckt Dunstl) wolkig beiter ' bedeckt .“ bedeckt Nebel Nebel
lungen.
1
kd-“OOk-“OOC*W
7§ Ubr.
!
' Theater- Anzeigen.
, Kömglnhe §chausmele. Donnerstag: Opern- haus. 65. Vorsteüung. Carmen. Oper ir) 4Akten von Geor es Bizet. Text von Henry Meilbac und ley, nach einer NoveÜe des Prosper Tanz von Emil Graeb. Ju Scene ge- vom Ober-Regiffeur Teßlaff. KapeUmeister Weingartner. Anfang 7& Uhr. Schauspielhaus. . Ein deutsches Trauerspiel m 3 Abtberlungen
egiffeur tung Vom Ober-Jnspektor Brandt. Abtheilung: , Vorspiel in 1 Aufzug. Zweite. Abtheilung: Sieg- Ein Trauerspiel in Anfang 7x Ubr. Freitag: Opernhaus. Zimmermann. Albert Lorßing. Schauspielhaus. _ , Ein deutsches Trauerspiel in 3 Abthei- lungen von Friedrich Hebbel. Dritte Abtheilung: Kriemhilds
Anfang 711 Ubr. Freitag: Der Obersteiger.
Neues Theater. Donnerstag :
Dirigent: G
71. Vorsteüung. Die Nibe- Backfische. Sonnabend: Träumer. Faber.
bhel. ax Grube.
In Scene gesetzt vom Dekorative Einrich- Erster Abend.
Der gehörute Siegfried.
5 Aufzügen, Abends: Haus der Traumer.
66. Vorsteüung. ar uud Komische Oper in 3 Aten von
Anfang 7.) Uhr. 72. Vorstellung. Die Nibe-
rveiter Abend.
athe. Anfang koutrakt.
KaveUMt'ister Baldreicb. Ermäßigte Preise der Pläße
Schiffbauerdamm 4 a.. / 5
Der selige Toupinel. in „3 Akten von Alexandre Viffon, . von Moser. _ Vorher: Unsere Backfische. Schivank in 1 Akt. Anfang 75 Uhr.
Freitag: Liebe von Heut. _ Vorher: Unsere
Zum ersten Male: Lustspiel in 3 Akten Von Hcrmann
Sonntag Nachmittags: Liebe von Heut. _
Kefidenz-Theater. Blumenstraße Nr. 9. Direktion: Sigmund Lautenburg. Donnerst uaud's Ehekontrakt. (1711 1; la paßßs.) in 3 Akten von Georges Fevdeau, in deutscher Be- arbeitung von Benno Jacobson. Anfang 71 Uhr.
Freitag und folgende Tage: Fernaud's Ebe-
Vorber: Gefiubeball. Schwank in 1 Akt von Ed. Jacobson und ean Kren. Anfang 7i Uhr. Freitag: Die elbe Vorstellung.
Konzerte.
Konzert-Haus. Donnerstag: Karl Nehber- Konxert. Ouvert. .Euryantbe", Weber. „Niemi', Wagner. ,Giralda“, Adam.. Phantasie a._.*D7 Maskenball“ v. Verdi. .Die Schlittscbyblaiiserx Walzer v. Waldteufel. „Wiener Spazter qnß'e, Potpourri v. Komzak. Polonaise O-äur . Brome v. Wieniawski (Herr Carnier). „Webers ester Gc- danke“ f. Piston v. Fuchs (Herr Werner).
Iing-Akademie. Donnerstag, Anfang 75 Ubi? Konzert der Pianistin Harriet v. Müthel Mit dem Philharmou. Orchester.
_
Familien-Nathrickxten.
Verlobt: Frl. Marie Krausgrill mit rn. Haupt“ mann Albert von Gilsa (Wiesbaden- unzbmneuj- _ Frl. Annie Kähler mit rn. Prem.-Lteutenan! Felix Deinert (Darkebmen- oldap). _ Frl. I"? Von Horn mit Hrn. AmtSrath Adolph von Sibi!“
Schwank deutsch von
Haus der
: Fer- cbwank
Vize“ _
KarlSrube . . ; Wiesbaden . 1 München . . , (Cbemniß ..
Berlin. . . . 1 Wien . . . . ', Breslau . . . 1 758 Ile d'Aix . . 1 748 Nizza 749 Triest 752
754 751 754 756 7 58
wolkenlk) Nebel wolkia eiter?) deckt bedeckt
bedeckt ' ; bedeckt bedzckt
Op-x-öWtOtOWOlO
“* QSQ't
1) Reif. 2) Reif. 3) Reif.
Uebersicht der Witterung.
Die barometrische Depression, Welche gestern an 'der südfranzösischen Küste lag, bai an Tiefe ab- enommen, während das barometrtscbe Maximum uber Ru land an Höbe zugenommen bat. Uebxr Zentral- uropa dauert die ichwache nördliche [Zis östliche Luftströmung fort. In Diuischland _ist das Wetter ruhig, theils beiter,_tbe11s nebli , im Westen kalt, im Osten ziemlich mild, ohne m - bare Niederschläge; in _ Westdeutschland berrscbt größtentbeils leichter Frost; fast überall baben Nacht- fröste“ staitgefundxn, deren Wiederholung wahr- scheinlich isi. Oesterreich-Ungarn ist froftfrei. Deutsche Seewarte.
Deutsches Theater. Donnerstag: Der Kauf- mann von Venedig. Anfang 7k Uhr.
Freitag (25. Abonnements - Vorstellung): Die Weber.
Sonnabend: Zum ersten Male: Er. sie und er. iLUs-ttspÉTeklt in 1 Akt. Dann: Drohnen. Schauspiel n en.
BerlinerThcater. Donnerstag: Der Kom- pa uon. Anfang 74 Uhr. reitaa (27. Abonnements - Vorstellung): Die große Glocke. Sonnabend: Madame &us-Götte.
sejsng-Theater. Donnerstag: Der Fan Css. meucean. Anfana 71 Uhr. . Yeitag: Das C amey.
onnabend: 1. asisptel von Fr. Haase.
ersten Male: Am Spieltisch des Lebens.
Zum
Friedrith - Wilhelmnädtisthes Theater. Cbauffastraße 25/26. O eite in
Theaterknterdenkmden. Bebrenste. 55/57. Direktion: Iulius Frissche. _ Für 12 Abende. Donnerstag: Gastspiel der englischen Burlesque-Com- pany vom Sbaftesbury-Tbeater in London. 850 Mit- 9 ieder. Marocco Bound (Nach Parocco).
esangs-BurleSque in 2 Akten vori F. Wilde.
usik von Marion, Carr, Tito Mattei und J. van Carvll. Dixi ent: Herr KapeUmeister Harold Vicars. Anfang 74 U r. ' .
Freitag: Gastspiel der englischen VurleSque-
Company. Marocco Bound.
thral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schul . _ Emil Thomas a. G.
Donnerstag: Zum 27. ale: Novität! Unsere Rentiers. Große Po e mit Gosau und Tanz in 4 Akten von Wilhelm annstädt und ulius Freund. Musik von Julius Einödsbofer. Scene Fesetzt vom Direktor Richard Schulß. Anfang “Uk U r.
Freitag: Zum 28. Male: Unsere Neu :ers.
Adolph EMÜ*T[1W. Donnerstag: Auf- treten der ersten irouette- und Combelte-Tänzerin Englands Miß Ro eBatcbelor vom Prince ofWales- Theater in London. Ein fideles C . Große Ge-
Donnersiag: Der Obersteige'r. 3 Akten von L. Held und M. West. usik von Carl Zeller. Regie: Herr Fredy. Dirigrat: Herr
an o emitTan. "N dem en ischenOri inal [UWGÜW Girl" vo..“Yonas Sidney 559 be- arbeitet von Eduard Iacobsbn und Jean Kren. _
(Gumbinnen-Buylien). _ Gräfin Aiice v" Pfeil und Klein-Ellgutb mit Hrn. Prem.-Lieutenaul Herrmann von Flottweu (Breslau). Verehelicht: Hr. LandschaftSmaker Eduarde' tung mit Freiin Arabella von Paleske («pkw
gawsken). ' Geboren: _ Ein Sohn: Hrn. Lieutenant W Kußschenbach (Kolber ). _ Hrn. Pafior Kauz" Berlin. _ Hrn. Zastor Kaebler (Oulau)- “ ine ochter: Hrn. Stations-Kontroleur vo! Grolmann (Emmerick) (1. Rd.). _ „Fru Ob“: Regierungs-Raib Freiherrn von Malva „n (Brom! LLM"? ;Hrn. Major Schals Von Draßtg (Saal urg 1. . . , . Gestorben: Hr. Caspar Hans Joachim FWW“ von Kliving (Quillo am Konßo). _ FWW" (JLiiüie t))on Dincklaze-Campe, ge „von Sto VMM
ngen .
Verantwortlicher Redakteur: S iem enr oll) in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin-
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verla- Anstalt, Berlin Zw., Wilhelmstraße N:. 3?»
Acht Beilagen (einschließlicb Vörsen-Beilage)-
Erste Beilage
* zum DcutsckxenReiW-Anzciger und Königlich Preußischen Staats-Anzeigcr.
„zz: 63.
Deutsches Reich.
Bekanntmachung.
Auf Grund der §§ 2 folg. des Eeseßes über die Aus- dehnung der Unfall: und KrankenverszcsZerung vom 28. Mai 1885 („Reichs-Geseßblattk S. 159) mtr für die Betriebe der vom preußischen Staat_ fur eigene Rechnung verwalteten Eisen: bahnen Folgendes bestimmt:
1 Die Geschafie der Ausführungsbehörde werden von einer jeden önigltchen Eisenbahn:Dircktion für die ihr nachgeordneten Dienstzwelge wahrgenommen. Den Eisenbahn-Direknonen liegt insbesondere auch die Feststeüung dcr Entschädi ungen für die durch Unfall Verleßten und für die Hinterblie enen der durch Unfall Getödteten ob. _
Y Die Jorgeschriebene Anzeige eines Unfalls ist von dem dem erun luxktexi unmittelbar vorZZse ten Beamten an den Vorstand erxemgen „BetrtebsH a chinen-, Werkstätten-, Telegraphen-, Vcrkehxömspektion oder Bauabt eilung zu er: ßatten, in deren Dtenstbercich der Unfall si ereignet hat. Dieser Vorstand hat, de,n Unfall in das von ihm zu führende Unfallverzctchmß einzutragen, die Vornahme der erforderlichen Untersuchung zu veranlassen und die Ver- gütung füx den Bepollmächtigten der Krankenkasse kfestzuseßen.
.3) Diese Bestimmungen treten vom 1. Apri d. I. ab
. mit Rücksicht auf die Umbildung der Eisenbahnbehördcn an
die Stekle de_r Bestimniuxigxn vom 18. September 1885 („Deutscher Reichs: und Komgltck) Preußischer Staats-Anzei er“ vom 19. September 1885 Nr. 220, sowie „Eisenbahn: er- ndnungsblatt“ 1885 S. 258). Berlin, den 18. ebruar 1895. Der Miniter der öffentlichen Arbeiten. Thielen.
Bekanntmachung.
Atzf Grund des § 109 des UnfaUverficherungsgÉeßes vom 6. Jult1884 („Retchs-Geseßblatt“ S. 69) und unter Bezug: nahme auf die zur Ausführung dieses Geseßcs erlassenen
- Vorschriften vom 30. Juli 1884 unter Nr. L („Dkutschcr
Neichx und Königlich. Preußiscbxr StaatSanzeiger“ Nr. 179 vom
1. „August 1884) wrrd im Einvernehmen mit den Herren
bIZitxnstexn fur Handel und (Gewerbe und des Innern Folgendes mmm :
1) Bei den vom Staat für Privatrcchnung verwalteten Eisenbahnen werden die Obliegenheiten und Befugnisse, welche den hoheren Verwaltunngchörden durch das erwähnte (Heseß inVerbmdung mit dem Geseß über die Ausdehnung der UnfaÜ: und qunkenqerstcherung vom 28.Mai1885(„R.:G.-Bl.“S. 159) ßugewreßn 'sind, von den betreffenden Königlichen Eisen- abn-Direkttonen wahrgenommen. Als untere Verwaltungs- behörizen gelten infolgeAuflösung der Eiscnbahn-Beiriebsämtcr die Vorstande der Be'iriebsz Maschinen-, Werkstätten-, Tele rapben-, Verkehrs-Jnspektionen und der Bauabtheilungc'n, 1vc?ck)c auch die denQrts-Yolizeibehörden übertragenen Obliegenheiten und Befugnisse wa rzunehmen haben.
2) Bezüglich der nicht vom Staat verwalteten Eisen:,
bah_nxn, welche nach den bisherigen Vorschriften der Auxszchi des Königlichen Eisenbaxn : Kommissariats in Berlin _unterstehen werden in ol ? Auflösung des loßtcren die _Obltegenßeiten und Befugni ? der höheren Ver: Haltungsbehoxden den Eisenbahn-Kommiffaren, welche für die nnzelrzcn AufsichtsbeHirke bestellt sind(vergl. Bekanntmachung vom 2. Marz 1895 im „ rutschen Reichs: und Königlich Preußischen Staats:Anzeiger“ Nr. 56 vom 5. März 1895 Erste Beilage), übertragen; die Obliegenheiten und Befugnisse der unterm Bernialtungs- und die der Orts: olizeibehörden werden auch klxnfttg von den in den Vorschri ten vom 30. Juli 1884 be- zeichneten Behörden und Beamten wahrgenommen.
3) B9 üglich der yorn Staat für eigene Rechnung ver- walteten EKenbahnen gelten die Bestimmungen in der Bekannt: machung vo_m 18. Feixruar 1895.
„ Die gegenwärtigen Bestimmungen treten vom
1. April _d. I. ab an die Stelle der Bestimmun cn
1111111931111 1885 („Deutscher Reichs: und Königlich Preußis er
Staath-Anzeiger“ Nr. 161 vom 13. Juli 1885 und „Eisenba n: Verordnupgsblatt“ 1885 S. 171).
Bcrlm, den 9._März 1895. .*
Der Minister der öffentlichen Arbeiten. “ Thielen.
Deutscher Reichstag.
58. Sißung vom Dienstag, 12. März.
_Das Haus seht die zweite Berajhung des Etats der Rel(hs-Post- und Telcgraphenverwaliung fort.
mordIeber den Beginn der Sißung ist bereits gestern berichtet n.
W Nack) dem Direktor im Rcichs-Postamt Fritsch erhält das ort der
Abg- Schrvarze (Zentr), welcher beklagt, daß die Abzüge der Xxxktagseej für Dienstwohnungen der Postbeamten nicht einheitlich ge- cn. . Bevollmächtigter zum Bundesrats), Dirkktor im Reichs-Postamt, Finkbcher Geheimer Rath Dr. Fischer: Wo es fich um wirkliche gekknftWObnungen handelt, sind _die Beträge durch Gesetz; voükommen denUÜ- Und zwar ganz einheitlich für aue Klassen der Beamten. Bei aucb „ostverwaltern, die in den von ihnen gemietbeten Häusern zugleich möglxbre Wohnung haben, ist eine solche einheitliche Rezelung nicht ich;, enn dort ist der Hergang der, daß der Postverwalter ein &b mrethet, worin er der Post die Räume für ihren dienstlichen urauch bexgtebt und den Rest der Räume als seine Wohnung ßt- Wir sxnd, mit Rückficht auf den Rechnungshof genöthigt, das, "chenwü fur Dtensträume zahlen, so zu bemessen wie es dem wirk- Wekkb entspricht, und der Werth ist ja fest verschieden. Weite 11- Bebxl (Soz.): Der Staatssekretär hat Hexan egen eine " Einschrankung des Sonntagsdienstes der Pos buli eGründe
Berlin, Mittwach, den 13. März
vyr ebracht, „wie die seiner Zeit gegen die Einschränkung des sonn- tag_ichen _Ctsknbabn-Gz'xtkrverkebts. bin überzeugt, daß diese Grund? in dcr Praxis fich als nici)! stichhaltig em'c'isen würden. In Amerik.] .und 'Eygland, die einen wm größsren Verkehr haben als nur, extstjert überhaubt keine Packetbeförderung am Sonntakx. Dem Vorschlag des Abg. Dr. Müüer-Sa an, das Off_enba ten der Postschalter (zn den Sonntagen den freigege enen Ge- schaftsstunden anzupassen,.scblteße ich mich an. Es ist dringend ge- boten, den Posibegmtext eme auSreicbe-nde Sonntagsrube zu gewähren. Daß das 1th nicht uberal] geschieht, beweisen die Verbältni e in Kreuznach, wo dteoPostbeamten am Sonntag von früh 5 U r bis Abends 10 Ubi; Dienst haben, mit einer Unterbrechung von einer Stunde. In, einem schlesischen Ortx werden die Postbeamten von der Fr_au Posimetster geradezu als „Madchen für Alles" behandelt. Sie mussen bei der Wafcbe helfsn_ 2e.,3.md der Beamte, der gerade Nachtdienst hat, muß soggr Morgxns fruh die Semmeln für die Frau Postmeisier bolen. Dabei sind die untexen Beamten überaus schlecht bezahlt. Die ErsÖxverung der Eheschließung _der Postbilfsboten widerspricht allen xechtlicbxn und sittlichen Grundsaßen. Nächst den Postbilfsboten 121111?) die Posttllone ,finanztell am schlechtesten gestelit; hier ist eine
zxfbefferung unbedingt Leboten. Sehr zu tadeln ist die hohe Ztgsenbe'recbmzng d'es Po t-Vorscbußvereins; 60/0 Zinsen für Vor- schusse rst fur die Postbeamten viel zu hoch gegriffen. Dem Wunsch, das_Maxtmglgewtcht für gewöhnliche Briefe von 15 auf 20 Hs zu erbohxn, stimme ich entschieden zu. Eine Meldung der Pre„e be'sagtx 1ung_st,_ daß aus dem nächsten Kongreß des Weltvosi- vereinsem diesbezüglicher Antrag werde gestellt w.?rdén; derselbe babe aber kkxne Aussicht auf Annque, da Deutschland dagegen opponiere. Es ,waxe gut, ryenn „uns hier darüber Aufschluß gegeben würde. Schließlich halte ich die Herabseßung des Packetportos in Berlin für n_otbwendtg;'das est bestehende Porto bedeutxt eine Ungerechtigkeit fur die Berliner Bevölkerung.
Staatssekretär des ReichS=Postamts ])1'. von Stephan:
.,Meine Herren! Ich habe vor, dem Herrn Abg. Bebel auf alle einzelnen Punkte zu antworten, die er eben zur Sprache gebracht bat. Ich bemerke aber dabei, daß, da diese Punkte sämmtlicb bereits gestern vorgekommen sind, und er etwas Neues überhaupt nicht gesagt bat _ ich habe wenigstens nichts vernommen _, ich mich, um Wiederholungen zu vermeidkn, möglichst kurz faffsn Werde, auch im Interesse des Hauses.
Was zuerst den Sonntagsdienst betrifft, so stimmen wir Beide völlig überein, Herr Abgeordneter. Ich habe micky dem nicht entzogsn, erneut in Erwägung zu nehmen, ob die Packetbefbrderung für den Sonntag nicht noch weiter einzuschränken sei. Wciter onen Sie ja aucb nichi gebkn. Es Hätte dieser Ausführungen im Linzklnen in dkr That nicht bcdurst. Sie treffen aber auch nicht zu; denn, wenn Sie sagen: nur Weil die Absender wissen, des Sonntags Wkrden Packete bestkllt wie an Einem anderen Tage, darum schickkn sir.- am Sonnabénd so vikle Packete ab _ ja, Herr Abgeordnetkr, wer darauf spekulieren würde, würde sich doch einem ganz gehörigen *Hsreinfali ausseßen, denn bekanntlich wird am Sonntag nicht den ganzen Tag bestellt, sondern nur bis Morgkns 10 Uhr. Das trifft also nicht zu.
Eine zweite Bemerkung gebt dahin, den Schalter am Sonntag von 12 bis 2 Uhr, statt wie jest yon 5 bis 7 Uhr, geöffnet zu balken. Darüber babsi: nisitläufige Debatten Vor 4, 5 Jahren hier stattgxfunbcn. C5 ist eine große Enquéte veranlaßt Worden, sämmtlickye Ober-Postdirekfioncn, Handelskammern und alle kauf- männische'n Korporationen smd zu gutachtlicben Berichtkn aufge'fordert wvrden, und Es bat fick) gezeigt, daß bei weitem die Mehrzahl doch für die BeibsbaTUiiig dcr Stunden von 5 bis 7, die auch auf 6 Uhr gekürzt werden können, wo es thunlicl) ist, aber nicht für die Verlegung auf 12 bis 2 Ubr sich ausgesprochen haben. Es ist also die Sache ganz genau untersncht worden in enger Berührung mit dkn dazu berufxnsn Organen des Handelsstandes und der Sach59rständigenkrsis5 und wir babkn uns Entschlossen, es beim Bestehenden zu belaffsn, was an fich ein Vortheil ist. Man greift da nicht in gewisse kaobnbcitén hinein, die sicb herausgebildet haben, auch nicht in die Gewcbribeitcn dcr Landbewobner, die an Sonntagen in den Städten bérksbrcn. Dann noch _ damit möchte ich den Gegenstand verlassen, abkr es ist mir wichtig, das zu erwäbnkn _ der Hinweis auf England und Amerika! Der Paßt ja gar nicbt, denn Weder in England noch in Amerika existiert eine gere'gelte Packeipost, es sind das anberk Listbältniffe; außerdem find das bundertjäbrige Gewohnheitkn. Das ist etwas ganz Anderes, wenn man auf der Basis Von Jabrbundcrtén Einrichtungen treffen kann, als wknn man plötzlich mit ganz neuen Einriäxtungcn hie'r vor das Publikum treten würde, die jedenfalls sebr viel Unzufriedenheit crrkgen würden. Darübcr dürfen Sie sich nicht im Unklaren sein. Ich bin darüber keincn Augenblick im ZWcifel, daß die völlige Unterdrückung des Packetberkebrs eine sebr große und weitgehende Unzufriedenheit erregen würde. (Ssbr richtig !) Es ist ja wikderholt gesagt hier im Reichstag und inKoer Budgetkommission, daß es nicht die Absicht ist, den englischen und amxrikanischkn Sonntag und das damit Verknüpfte Pbarifäerthum, das ja dem deutschen Geiste widerspricht, bei uns eingeführt zu sehen. Also diesc-r Hinweis hat für mich wenig Werth, so großk Geltung ich sonst isn Worten des Herrn Abg. Bebel zu- schreibe und so gern ich ibm lausche.
Was die einzelnen Fäüe betrifft, von Ellerbeck mit den Dienst- boten und dergleichen, ebenso den Dienst in dsn Vororten, so sind wir ja skbr gern bereit, das zu untersuchen, und wolle der Herr Ab- geordnete die betreffenden Eingaben veranlassen _ wir könne'n es auch auf Grund des stenographischen Berichts selbständig in die Hand nehmen, und es hat mich gefreut, daß er der Ueberzeugung Ausdruck gegeben hat, daß, wenn fich das bestätigt, dann natürlich auch die Abhilfe erfolgen wird; das kann ich ihm nur in voilem Maße be- stätigen.
Ich komme auf einen anderen Punkt. Meine Herren, es ist also heute wieder von neuem die “Angelegenheit der Posthilfsboten und das frühzeitige Heirathen derselben zur Sprache gebracht. Ja, ich wollte nur von Vornberein bemerken: eine allgemeine Verfügung, wie der Herr Abgeordnete glaubt schließen zu dürfen _ und er hat ja eine gewisse Berechtigung dazu, durch die Einzelverfügungen ver- anlaßt, dié in einzelnen Bezirken ergangen sind _, ist von der obersten
Behörde nicbt ergangen; wir haben keinen Anlaß dazu, weil die
* 1595.»
Angelegenheit der Posthilfsboten lediglich in den Kompetenzkreis der Ober-Posidirektionen gehört. Die Ober- Postdirektionen smd verantwortlich für die Aufri-chterbaltung * der Sicherheit des Bezirks, der Ordnung im Betriebe und der postalischen Zuver- lässigkeit; und nach den Erfahrungen, die die einzelnen Herren da wohl gemacht haben werden, und die auch durch gericht- liche Verhandlungen festgestküt smd, ist in der That der Fail leider Gottes oft genug vorgekommen, daß Postbilfsboten, die noch nicht an- gestellt waren, auf Tagegelder sogar nur stundenwsise beschäftigt gewesen find, mit 19, 20 Jahren gebeiratbet haben, daß dann, wenn die Familien stärker Wurden, was sCbr bald eintrat, sie in großes Unglück gekommen find und sich es nicht haben persasxg können, Postgelder anzugreifkn, daß sie gerichtlich babenbe'rurtbeilt Werden müssen, daß die Sicherheit des Betriebesgesckpädigt wurde. Also da können Sie dem verantwortlichen Chef einer Bezirksverwaltung un- möglich das Recht verWLigern onen, daß er die Leute verwarnt und darauf drängt und dahin wirkt, daß solchen unüberlegten frühzeitigen Heiratben, die lediglich die Quel]? der Unzuträglichkeiten und des Unglückes sind für beide Ehegatten und ein Schaden für die Ver- waltung, borgebeugt wird. Ich glaube: es ist die aügemeine Ueberzeugung, mit Ausnabme vielleicht in der Partei des Herrn Ab- geordneten, daß das ein ganz richtiger Weg ist, auf dem die Ver- waltung auch ferner fortfahren wird, diese frühzeitigen Heiratben der jungen Postbilfsbotcn, soVikl es in ihren Kräften 1iegt,zu ver- meiden. Welche SteUung die oberste Verwaltung einnimmt, dafür kann ich Ihnen, Hoffentlich zu Ihrer Befriedigung, einen Erlaß bier mittbeilen, wo ein Ober-Postdirektor Einmal vieÜeicHt zu weit gegangen war. Da ist ihm verfügt worden:
Das Reicbs-Postamt bält Ls nicht für geboten, don Postbilfs- boten N. in N. im Falie seiner Verbeiraihung aus dem Dienste zu entlassen. N. steht im 29. Lebensjahre; er hat sick) während seiner mehrjährigen Dienstzeit vorwarfsfrei géfübrt, und seine eigenen, sowie die Verbältniffe seiner Braut und seiner künftigcn Schwiegereltsrn likgcn nach dem Ergebniß der angestelltkn Ermitte- lungen derartig, daß nicht zu besorgen ist, es Werde ihm und ssiner Braut an dén crfvrderlichen Mitteln zur Begründung und Er- haltung cines geordneten Hausstands feblcn. Die Kaiserliche Ober-Postdirkktion one daher dym N. eröffnen laffen, daß séine Verbeiraibung kCinen Hinderungsgrund für skine Beibehaltung im Postdienst mebr biete'n soUe. --
Sie sehen a[so hieraus den Standpunkt der obersten Verwaltung, und ich hoffe, daß Sie mit diesem auch einberstanren sein wérden.
Wynn dcr «Herr Abgcordnete dann ferner sagi, daß die An- stéllung erst erfolge, we'nn die Leute in den dreißiger Jabrkn find, so trifft das auch nur ausnahmsWeisc zu. Jck) könnts Ihnen Beispiele anführen, Von Bsrlin z. B., wv 200 Hilfsboten bereits nach fisben- jähriger Dienstleistung angesteÜt worden find. Das ist sehr burschieden in den einzelnen Béziikkn und richtkt fich lkdiglich nach dcni Be- dürfniß.
Dann gékommen zuwenden, in Leipzig
ist der Herr Abgeordnete auf die Verhältnisse der Posiillone und bat gcsagt: ja, für Berlin wäre nichts dagegkn ein- was Vom Bundesratbstisch gestsrn gesagt wordsn ist; aber lägen die Vkrbältnisse ganz anders: da beklagtcn fick) die Postillonc. Ja, Verehrtkr Hkrr Abgeordneter, in Leipzig stkben die “Postillone im Privatbicnst; die Postbalterei hier in Berlin ist Kaiserliche Postbalterei, die einzige, mit Aussiabme von Köln; die übrigen find lauter Priyatuntcrnehmungen, in wélchc die Verwaltung sich nicht mischt. Das ist ein einfaches Gesindeverhältniß; cs trifft das also gar nicht zu!
Sodann kam der Hérr Vorrkdner auf die Post-Spar- und VorschusZVereine und meinte, 27 Millione'n, absolut genommen, sei Eine ganz respektabls Ziffsr; aber, Wenn man bcdenke, daß die Ver- eine 23 Jahre beständen, wäre das nicht so schlimm! Ja, natürlich muß man das in Rechnung ziehkn; aber es ist immer eins respkktable Summe, Wenn mehr als (31116 MiUion in einem Jahre von den Beamten erspart röird.
Dann trifft das nicht zu, daß 6 0/0 Zinsen genomm€n werden, es find nur 5 0/0, auch nicht 5 bis 6 0/0. Es ist durch die Vorschuß- vercine, abgesehen davon, daß viele Beamte, die am Rande des Abgrundes standen, durch die starke Hand der Assoziation der Vor- schußVercine zurückgehalten worden sind, so unendlich viel Segen gestiftet. Ich könnte ganze Bändc von Akten Vorlesen mit rührenden Danksagungsschreiben von solchen Beamten; ich babe Erst vor kurzem einen Bericht bekommen, wie Beamte, die Von Land- bezirken nach großc'n Städten als Briefträger vcrfc'yt Werden soÜten, gar nicht gkrn Vom Lande Weggc'ben niolLten, weil sie mit Hilfe des Vorschußberlins sich vielfach kleine Häuser in dcn Dörfern erworben hatten. Sie sehen also auch hierin wieder FäUe, in dknen der große Nutzen der Vorschußvereine fich geltend gemacht hat!
WEnn Sie dann gemeint haben, man soÜe den Zinsfuß herunter- seyen auf 3 % (Zuruf links)., _ ja, Von 5 0/o berunterscYen, so würde das ein Anlaß sein zum leichten Kontrabieren von Darlehen. (Zuruf bei den Sozialdmnokraten.) _ Ja, vkrebrter Herr Abgeordneter, da Verkennen Sie die menschliche Natur. Ich beneide Sie um Ihre idealen Anschauungen. (Heiterkeit) Jeb bkdauere, daß mir in meinem verantwortlichen Leben, wo ich mit Hunderttausenden von Menschen zu thun gehabt habe, diese Anschauungen, ich will nicht sagen vc'rloren gegangcn sind, aber sich sehr wesentlich eingeschränkt babkn.
Ich komme dann auf den Punkt der 20 Gramm-Briefe. Die Differenz, die Sie ganz richtig folgern, erklärt sich folgendermaßen. Was Sie vorhaben, ist die Generalstatistik der Post, die aufgenommen ist nach Zählungen, die allerdings sehr summarisch sind. Das kann aber nicht anders sein. Es würde den großen Betrieb aufhalten und stören, wenn fortwährend Einzelstatistiken gemacht würden. Uebrigens sind es nicht 50 Millionen, sondern 67 864000; ich lege indeß auf diesen Unterschied gar keinen Werth, wohl aber auf den großen Unterschied der Spezialstatistik, die wir nun 4 oder
5 mal über die Briefe von 15 und 20 I haben aufnehmen