1895 / 65 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 15 Mar 1895 18:00:01 GMT) scan diff

fa rplanmä igen, der Perfonenbeförderung dienenhezt Men au 1 Mi ion Zugkilometer und der auf 1 Mtllton s- kilometer entfallenden eigenen Verspätun en geordnet. Danach ne men die Krefelder, die Kiel - E ernfor_de- Flenshurger Eikenbahn und die Braunschweigische anchetsenbahn dle uw ünstigsten SteUen ein. Wird .d1e Rethenfolxxe der Ba nen ßatt nach der Anzahl der Verspätungen nach er Anzah der Anschlußversäummsse bestimmt, so treten _dte Bahnen m den Bezirken der Königlichen EisenbahnZDireknoneq zu Frarxkfurt a. M., Magdeburg und Köln (linkSrbeimsche) an dre ungtznsttgsten Steüen. Jnfol e von SchneeverweZungen smd 270 . uge ggnz und 231 Züge Zrcckenweise ausgefa en, wodurch 144 nschluffe nicht erreicht wurden.

Der Wirkliche Geheime Rath, Professor Dr; von Gneift ist nach Locarno zn längerem Aufenthalt abgeretft.

Breslau, 14. Mäx. Wi? die „Schlesische Zßitun meldet, h_aben die städttéchen Korperschaften heute dre b-

se Glückwunschschreibens zum 80. Geburtstage dWBiSmarck beschlossen. Sachsen=Weimar-Eisenach.

Der Landtag Hat gestern den Antra des _Abg. von Wurmb, durch welchen die Regierung er acht mird, Maß: nahmen seitens des Reichs zur Linderung der Noth der Land- wirtbschaft und des gewerblichen Mittelstanch nach besten Kräften zu untkrstüßen, in zweiter Lesung angenommen.

Oesterreith-Ungarn.

Der Kaiser nahm gestern Vormittag die Vereidigung der drei neuernanntcn ungarischen Bannerherren: des «111663; 011er€ O rc zt) , des OberfNszndscbenks Grafen T a ss i l 0 Festetics und des Oberst-Kämmexers Eraser) Alad_a_r An- drassy in Anwesenheit d.'s ungßrtschen thster-Prasthenten Barons Banfft) und des Mit1i)tch__30sika vor. Mtttags empfing der Kaiser den Minister-Präwdentcn Baron B anfo in längerer Privataud_ienz. _

_Dic Kaiserin ist gestern von Mapei nach Corfu ab- gereit. _ __ __

Der ungarische Minittcr-Präyxdent quon Banffr) nt gestern Abend von Wien nach Budapest zuruckgckchrt.

Dcr General-Adjutant des Sultans Schakir-Pascha ist gestern von Wien nach Stuttgart abgereist.

Im österreichischen Abgeordnetenhause brachte gestern der Abg. Lienbacher den Antrag ein, den Wahl- zensus auf emen Gulden herabzuseßen. Der An_trag fand genügende Unterstüßung. Das Haus seßte sodann die Spezial: debatte Über die Steuerreform fort. Der Finanz=Minifter Dr. von Planer widerlegte die Bedenken gegen (Ge: währung eines Zuwachßprozents zu der Erwerbssteuer an den Staat und wics nach, daß die beantragte Ziffer von 1/2 Prozent per Jahr außerordentlich mäßig und die geseßliche Festseßung dcs Zuwachsprqzetxts 117 Jntereffe dcr Steuerträger (elbst gelcgcn-sei. Dcr Minister führte weiter aus, daß ein solches mäßig gehaltenes ZuwachsProzent 111 der Natur der qanzcn EntwickluW von Industrie und Gewexbe liege, und Jermcs aus den ZKstrn der Volkszählung, daß in Oesterreich der Uebsrgang der Bevölkerung vqn der landwirthschaft: lichen Beschäftigung in die gewerblichen Berufe von Jahr zu Jahr steige; cs sci dics eine soziale Thatsache, die 'm aUcn europäischen Staaten stchpollziehe. Ebenso wie die Zahl, wachse auch die L_cistungsfähtgkeit dcr Steuerträger durch die zunkhmendc Jntensxtät gewisser Betriebe, sodaß die Einhaltung des gefeylichcn ZuwachSprozents selbst bei nicht gerade günstigen wirtbschaftlichen Jahren fichcr zu erwarten sei. Nachdem der Minister noch die preußische Erwerbssteuer und die franzöfische Patentsteuer erörtert und daraus die Nichtigkeit seines" Finanzplans her_*eleitet hatte, hat er, die Ausschußanträge mit dem Zuma s von 1/2 Prozent per Jahr anzunehmen. Die) Bcratbnng wurde darauf ab: gebrochen. Der Handels-Ministcr Graf Wurmbrand vc- antwortete sodann mehrere Juterpellationen, die den Mahloerkehr mit Getreide bexrafen, und erklärte, der Mahl- vcrkehr sei im Jahre 1882 gleichzeitig mit der_Einführung der Getreidezölls auf Grund_der zollqcscßlichcn Bestimmungen auf: genommen und durch bexondm'c Verordnung geregelt morden, wodurch dem als dringend anerkannten Bedürfnisse der Müblcnindustrie entsprochcn soi. Dic (Heseßlichkeit dieses Verkehrs sei daher zwerelloH. Ter Ministxr gab eine Dar- stellung dcr Entwicklung des Mablvcrkehrs (eit 1882 und be: sprach die bezüglich des Mahlwerketzrs nck) geltend machenden, direkt cntgegengescßtcn Strömungen. Die Regierung wende der Entwickelung des Mahlvcrkehrs als einer sehr wichtigen Angelegenheit ihre vollste Aufmerksamkeit zu. Er habe des- halb kürzlich von den betheili ten Jndustriekreisen (Hut: achten Verlangt, und die gleicße Aufforderung habe der Ackerbau-Minister an die lanYmirthscbaftlichen Korpo- rationen gerichtet, Da die Ergebnine der Enquéte noch nicht vorlägen, müsse die Re ierung zur Zeit fich eine bestimmte SteUungnahme vorbehaten. IsdenLaU-Z sei die Régierun heute schon der Ansicht, daß der Ma [verkehr stets als Mitte zur Erhaltung und Förderung des Exporis gedacht gewesen und eine strikte Emhaltung der durch die Mahlwerkehrs: ordnung vorge*eichne!en Ausfuhrstist, sowie der“ Ausschluß nachträglicher erlängcrungen derselben nothwendig sei. In diesem Sinne sei die osterreichische Regierung mit der ungarischen Regierung übereingekommen.

Großbritannien und Irland.

Die Königin hat gestern Nachmittag mittels Sonder- zugs die Reise von Cherbourg nack) Nizxa foxtgescßt.

Die Kaiserin Friedrich hat fich gestern zum Besuch des Herzogs und der Herzogin von Connaught von London nach Bugshot begeben. _

Jm Unterhause erklärte ac1tern der Parlaments: Sekretär dcs Aué-wärtigc'n Sir E. Gren: infolge einer am 6. März eingegangenen Vorstellung dcr europäischen De: [egirten bei der türkischen Kommission in Musch seien Schritte gethan worden, um den _Dclegirtcn einen Dragoman beizuordnen und ihre offtziekle An- erkennun durch die türkischen Behörden zu erlangen. Der bmtische Botschafter in Konstantinopkl werde in (Jemeinschast mit den Botschaftern der übrigen Mächte,

welche in 'der Kommission vertreten seien, dahin mickey, daß. den Delegirten jede nöthige Unterßxisung bet der Erfullung. e

ihrer Pfltcht zu theil werde, damit Wirksamkeit der Unter- suchung nicht beeinträchtigt werd_e. Cochxane_ beantragte die Vertagung des Hauses, um dte Aufmerkyamkett auf d_a_s neue Uebereinkommen mit Transvaal betreffs Swa ilands zu lenken. Nxdner fragte, ob an _den chn ext von waziland eine TranSoaal-Armee stehe, dre bercrt Ze], das Uebereinkommen von 1894 durchzuseßen, und ob dte britische Regierung ihre Zusttmmunß dqzu gegeben habe. Wenn leßteres der Fall sei, so würde" US en; Treubruch ge en- über den Swazis sein, deren Unabhängiqkett Yur_ch dle K_on- ventionen garantiert sei. Der Parlamentd-Sxkretay rm Kolymal: amte Buxton erwiderte, es würYe ßch nxcht mit dem offspr- lichen Interesse vertragen, ausfubxltcb m dxe Frqge m_n- zutreten. Der Regierung sei von Sil" H. B. Loch mxtgcthetlt worden, er glaube, die Ausführung d_er Konventron von 1894 werde in friedlicher Weise vor sich Zehen; nur das Aufmerfen der Fragen, auf die Cochrane sl bezogen habe, könne dieses friedliche Ergebnis; hindern. Er musse e_s aus öffentlichen Gründen ablehnen, zu erklären, rpas die Regterung in gewissen Fällen thun werde. Dte Re MM? habe aber keinen Grund, eine Verleßung des Ue erem (_)mmens zu befürchten. An der weiteren Debat1e _betberli ten fich Gorst und Powell. Der Scha§kanzlcr Str W. Zarcourt bekämpfte die Fortseßung der stkusfion un_d erkläxte, was im Hause gesagt worden set, , könne _emer *fxted: lichen Lösung vorgretfen. Wenn _das Haus emen bluttgen Konflikt vermeiden wolle, so sei dre größte Reserye geboten. Balfour erklärte, in Anbetracht der ErkKärxmg Str W. „?_ar- court's bleibe dem Hause keine Wahl, als steh der Diskus wn u enthalten und die Verantwortung der Regie::ung „zu üb_er- Fassen. Der Antrag auf Vertagung wurde htexauf zuruc_k: _ezogen. Dcr Parlaments-Sckrctär des AUSWartigen Sn.“ &. Grey erklärte sodann auf eine Anfrage, der Rx gierung seien von verschiedenen Seiten Anregtzngen in Betreff einer Erledigung der Frage der strettige_n Grenze von Britisch Guiana zugegan en. Dte Regierung könne nicht darein willigen, _die Frage es_Rechts auf ein Territorium, das seit langer Zett_als em Therl einer britischen Kolonie regiert werde, einem Schichsspruckze zu unter: werfen, und müsse fortfahren, jedetv dahin ztelepden Vorschlag abzulehnen. Die Regierung sei indessen _gewxllt, die rage wegen eines gewissen Territoriums jensetts der_Schom urg- Linie einem Schiedsspruche u unterwerfen. Dte Regierung habe keine diplomatische ertretung in Venezuela, die britischen Interessen seien unter dev Schuß dcr deu_tschen Ver- tretung in Caracas gestellt. Die Regierung set zu_e1ner freund1chaftlichen Einigung mit der venezolanischen Regierung über die Erledigung der schwebenden Streitfragen berext gewesen und habe ihreAnsichten der venezolanischen Regierung 1890 und 1893 mitgetheilt. Auf die ththeilun en von 1893 [_ck keine Antwort erfolgt. _Dre Regterung L?)abe deshalb ie im Oktober 1886 provisorisch festgesetzte Grenze bei: behalten müssen, die nicht die ganze Forderun u_m- fasse, und Venezuela sei mehr _a[s_einmal davon yerßändtgi worden, daß die Regierung bereit set, den RechtzZampruck) auf das Land außerhalb der provisorischen Grenze emem Sckxiehs: ericbt zu unterbreiten. Croß fragte an, wer gxgempgrttg, Ja die deutsche Vertretung Caracas verlassen habe, dre brtttschen Interessen in Venezuela vertrete. Sir E. Grey erwid_erte darauf, er sei darüber informiext, daß der deutsche (Geschafts: träger sick) noch in Caracas befinde.

Frankreich.

Dcr Präsident der Republik Faure empfmg gestern 1100 Delegirte de's Handelsgerichts de_r Handels- kammer und der Industriellen von arts; Der Vor- sixzende der Handelskammer gab dem Wunsche Ausdruck,

„zu einer Stabilität der ZolLtarife zu gelangen, um alle

Handelsbezichungcn Frankreichs u den bena barten Staaten zu befesti cn. Eine solche tabilität a ein wurde dem Lande e tattcn, eitzen loyalen Versuch mit dem neuen wirüYeha tlichen System zu machen; der_ Redner schloß mit em Wunsch, daß der Frieden die Aussteüung zu einer erfolareichen machen möge. er Präfident Faure erwiderte, cr schäße sich glücklich, daß der Handsl und die Industrie von Paris zu dem Erfolge_ der Ausstellung heitragen würden, dTe den Ruhm dcs franzönschcn Namens befestigen wsrde, und daß Kandel und Industrie die glühenden Wunsche der ganzen ation verwirklichen würden, die so eng an der Idee der Fricdenßarbeik Hänge. _ Die Deputirtcnkammer beendt te_ gestern die Be: rathung über das Marinebudget. et der darauf fol- enden Bcrathung des Etats dcs Finanz-Ministeriu ms Zeantragte der Dsputirtc Sembql (Sozialtsx) die Einführung einer Kapitalrcntsnsteuer, um eine Altersverstchcrungskaffe für Arbeiter zu schaffen. Nachdem der Minister-Präfidcnt Nibpt den Antrag bekämpft hatte, wurde derselbe mit 296 gegen 216 Stimmen abgelehnt. Der Deputirte JaurSs beantragte die Ablehnung des geforderten Betrags zur Deckung de_r AUSgaben für den Senat, indem er, die Nothwendigkett dieser demokratischen Reform heroorhebend, ausführte, der Senat habe den (Heseßentwurf, betreffend die Arbeiter-Syndikate, abgelehnt. Alle Syndikatc würden fir? erheben und L_)en Kampf aufnehmen. Der Minister-Prätdent Rtbot hxelt Jaurézs vor, daß er Drohungen gcgen Parlament und Regierung ausgestoßen habe. Der Antrag wurde mit 410 egen 73 Stimmen abgelehnt. Jm weiterxn Verlauf der Ftéung befürwortete der Deputirte S amart) eme beschleunigte Ertattung des Berichts über den Antrag, betreffend die Re- vision der Verfassun . Die Kammer bkschloß, den Antrag nach der ordentliYwn Reihenfolge auf die Tages- ordnung zu sehen. Die Sißung wurde Hierauf geschwffen. Bei einem gcstcrn abgehaltenen Bankett der Zucker-

fabrikanten erklärte der Minister-Prästdent Ribot, er werde die Ausdehnung der Zuschlagstaxe auf aUen außer- europäischen Zucker unterstüßen.

Rußland.

Der Kais er empfing vorgestern, wie „W. T B.“ meldet, den rusfischen Gesandten in Brüssel ürsten Urussow.

Durch einen gestern vcröffcntlxchten Kaiserlichen Ukas erhält die Kanzlei zur Annahme der an den Kaiser gerichteten Vittschriften, die bisher kommissarisch von dem Kom- mandanten des Kaiserlichen Hauptquartiers geleitet wurde, eine ihrer Vedeujung entsprechende weitere Organisation.

Der Finanz-Minister hat eine Ergänzung zu dyn In: struktionen der kommerziellen Agenxur der Wetchsel- eisenbahn in Danzig bestätigt, wonx: der Agentur ge-

verfahren eingest

stattet wird, im We rusfischet Getreideinhaber ni

deren in Danzig wirkt ein etroffenes Getreide u

sondern solche Verkäufe aucS .auf Grund von

zuführen, die rusfische Geireidebefißer ihr zusenden; Italien.

(Gestern hat, wie „W; T. B.“ berichtet, in „Turin die Taufe des neugeborenen Sohnes des Herzogs „U _Genua ftattgefxmden.

In dem _R-tem veröffentlichten Amnestieerlaß "Wen die von den .litärgerichten in Sizilien und Massa:(xarrma verhängten Strafen, die nicht drei Jahre Gefängnis; üb“, schreiten, erlassen und die sonstigen, von den : wähnten Gerichten verhängtm Strafen um ein Drittt '“ herabgemindert, vorausgeseßt, daß die Schuldigen nicht Mord oder Verleßungen mit tödtlichem A sgang begangen haben Es werden ferner alle diejenigen egnadi 1, welche Wkgni Preßvergehens, Vergehens gegen die Wah vorschriften ob„

Feßen Zweikampfs verurtheilt find, ebenso unterliegen an, e

ertretungen der (Heseße über den Zivilstand, alle sonstigen Ucbertretungen, wel e mit Geldstra cn geahndcj find, sowie die Vorgehen der Be chimpfun und des Widerstands gegen die Staatsbeamten der Amnetie. AUSJenommen sind Vec- qehen gegen Personen, bezüglich deren eine qerichtliche

erfolgun von Amtswe cn plahgreift. Endlich umfaßt die Amnesie die Berge cn gegen die Sicherheit des

Staats, sowie der Anstiftung und Aufreizung zu solchen vorausgeseßt, daß diese nicht einer höheren als dreijä rige; Strafe unterliegen und nicht mit Personal: oder Eigen um;- delikten zu ammenhängen. Zu dieser Kategorie von Delikten der Fall Romani, sodaß das bezügliche Stras- e t und der Angeklagte aus der Haft entlassen

.

gehört an

werden wird. Die „Agenzia Stefani“ meldet aus Washin ton von gestern: Auf die_ersten Nachrichten von den VorZällenju W a l s e nbu :: g (stehe die gestrige Nummer d. Bl. unter der Rubrik „Manni faltiges“) richtete der italienische Botschafterau Mittwo eine Note an die BundeSregierunZ und telegra- phicrte an das italienische Konsulat in enver, Di, Bundsßregierung habe geantwortet, daß ihr die Thm- suchen noch unbekannt seien, und der Konsul habe tels graphisch bestätißt, daß infolge der Ermordun eines Schanz Wirths sechs Ita jener gctödtet worden seien. a nichtbekanu sei, ob diese das amerikanische Bürgerrecht besessen hätte; ?_abe der Botschafter den Konsul mit der nöthiga eststellnng beauftragt. Inzwischen habe der Gouvernq von Colorado an den Botschafter telegraphiert, daßx Truppen um Schuß der Italiener abgesandt habe. J amerikanisFen Behörden eigten vollkommene Bereitwiüikel im Verein mit dem Botéchaffer für die genaue FeststeZux des Thatbestands und die Anwendung der erforderlich;- Maßnahmen Sorge zu tragen.

Spanien.

In der gestrigen Sißung der Deputirtenkammerex klärte auf eine Anfrage wegen_ der 0Fregatte „Königin: Regentin“ der Minister-Prästdent Éagasta: Wracksxüche eines Kreuzers seien an verschiedenen Ortet) _an der Küste g- funden worden. Er fürchte, daß die „Kön1_tn-Regentin“oer- loren sei, doch könne er nichts bestimmt ver 1che“rn.

Mehrere britische Schiffe sind von Gibraltar gegangen, um nach der „KöniginMegentin“ zu forschen.

Niederlande.

Die Zweite Kammer bewilligte gestern nach lebhafter Debatte mit 54 gegen 31 Stimmen den Kredit behufs Ein- führung des neuen 6,5 Wm-(Hewehrs (System Manx licher) in der niederländischen Armee:

Belgien.

Bei der Berathung des Budget§_ des Kr_ie_g§- Ministeriums im Senat erklärte _gejtern der Krieg!- Minister General Brassine: der Ge1eßentwurf über d': Militärorganisation, welchen die Regierung _vorlggen werox. werde die Summe der persönlichen und fmanzrcllcn AY: wendungen nicht vergrößern, sondern in e_mer gerechten WU! vertheilen. Der Zettpunkt zur Reorgamsation dcs Mtlnav systems Belgiens sei gekommen; er, der Minister, gebe (lck "* Hoßnung bm, daß der diesbezügliche Geseßentwurf noch die cm Jahre werde votiert werden können.

Griechenland. Die russ'sche Yacht „Zaretvna“ ist nach einer Mchn.? des „W. T, B.“ nunmehr wieder flott geworden.

- Bulgarien. __ Nach einer Meldung der „Times“ (zus Sofia "* Zankow gestern nach St. Petersburg abgeretst.

Dänemark. _

Jm Landstbing sprach stch gestern, wie „W. T. V berichtet, bei der ersten Berathung des vom Folkethmg UZI“ nommenen Antrags, betreffend die Staats arantr? )*" Kreditvere_ins - Obligationen, der _ fruhen: Mumu? Prästdcnt E(trup unter großer Aufmerkmmkeit de_s Haus! scharf gegen die Staatharantie aus und erklärte, dlejxlßéx“ gefährlich für den Staatskredit und von kommunal)» Charakter. Estrup fügte hin u: Von einer gemeinsamen (:ck?) zu gemeinsamem Vermögen Zei nur ein kurzer-Sprung.

Asien.

Nach einem Berich1 des „Neuter'schen_ Burcqus“ V' Kalkuttahabe dieNegierun Umra Khan em Ulttmal'ö' übersandt, worin er aufgexzordert werde, Chitral vor “,' 1. April zu verlassen. Peschawur in der Stärke von ungefähr 15000 Mann W“ bereit, auf Chitral vor urücken. _ __

Nach einer Mel ung des „New-York ergld_ Shanghai sou die chinesische KrieJSent cbadlgu“ durch die chinesischen Zollerträge fichergeste_llt . ; binnen fünf'ähriger Frist bezahlt weryen. China .' ferner bereit (lein, seine Kriegsschiffe bts auf_cu_16 a.", Zahl aus uliefern. Der Kaiser und die Katserm; ' sollenLi: un :Tschang ernstlich exmahnt haben, nichts erfolgreiÉen Ab chluß von Friedensbedin un en zuxuckzUkLW auch so en sie ihm Vorwürfe gemaZt Faden, wetl kk trauri e Lage CYWS verheimlicht habe. _

m 11. d. . Mqrgens stieß nach emer Melduyß _- Yokohama das 11. 1apanische Regiment in de_r Nx! . Kiulentsching auf eine 1000 Mann star_ke chineslxck." - theilung, die sich darauf zurückzog. Spater wuxdk" Japaner von einer aus Chinesen und Koreanern b?!"

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Die britischen Streitkräfte„"

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“,ka „wurde. Endlich erfolgte noch ein dritter An durch

ck: die japanische Nachhut durch eine starke eilung inen hartnäckigen und lange währenden Kampf vexwickelt ut e____ Die Chinesen bkbauxdteten das Feld. Bei_ Sonnen- mur "ang kehrten die', Japa'ner in ihre Quarnere nach Tschankmang zurück. Die Chinesen verloren 70 Mann,

angegriffen, die nach kurzem Gefecht___zurück- t_ ,

, ' Parlamentarische Nachrichten.

' S lußberichte über die gestrigcnSißungen des R__ck2_)_te_aqx_k)_ des Herrenhauses und_ des Hauses der Abgeordüeten befinden stch in der Ersten Beilage.

... In der heutigen_(61.) Sißnng des Reichstags, welcher der Staatssekretar ])1'. von Stephan und der Krjeqs-Minjstek Bronsart von Schel_lc_ndorff beiwohnten, Wuxbm zunächst dj_e an die Budgetkothsston zu_rückverwiescnen Titel der einmaltgen AZSgaben des orhentltchcn Etats der Militärverwaltung fur_1895/96 crledrgt.

Die! Budgetkommtssion hat beantragt, den Neubau und die“ _ Ausstattyngscrgänzung einer Kasernk nebst Zubehör für _ zwet Bataillone, _sowie ein viertes Bataillon -_ fruhcx für zwei Batatllyne ,. Infanterie und den chtmenisstab m Worms, drttte “Nate (noch für Grunderwerb und erste Baurate) statt der ge- forderten 660000 „46 nur 400000 «17. zu bewiüigcn. Der Antrag wurde angenommen, _ _ _

Für dcn Neubau cmcr- Kaserne ncbst Zubehor fur_ em Bataillon Infanterie nebst Regimentsstab,_somie einer Offizier: Speiseanstalt für ein Infanterie: Regiment in Straß-

burg i. E., drttte Rate (erste Vaurate)_1_yarcn 400000 «16 qefordcrt. Dem Anxrag dcr Budgetfomnnsjton gemäß wurde die Forderung gestr1chen._ _

Die Bud etkommrsston“ hat ferner beantragt, die für die Verng erung dcs Fcld-ArtilleriezSchießp1aßes Lock: («dt zu einem Truppen-UebungSplaß fur das [F. Armee: Korps (voller Bedarf) geforderten 1 221000 .“: zu streichen.

Nach längerer Debatte, in welcher der preußische Kriegs: Minister Bronsart von Schellendorff wiederholt für _die Forderung eintrat, wurde der Antrag der Budgetkommisston angenommen. _ _

Das Haus scßte sodann dre zmexts Vermhung des Etats derNeichs-Post- und Telcgraphcnverwaltung fort.

(Schluß des Blattes.)

!?“ - Die _eutige (4) Sißung dcs errenbauses wurde vom Vize-Präzdenten Freiherrn von 3 anteuffel eröffnet. Vor Eintritt m die TageSUrdnung erbat und erhielt derselbe dieErlaubniß, dem Fürsten Bismarch als Mitglied des Hauses die Glückwünsche zum achtzigstcn Geburtswg durch Zen Gesammtoorstand überbringen zu lassen.

Herr von Pfucl kündigte einen Antrag an, wonach zum dauernden Gedä tniß an den Tag die Wüste des Fürsten im Sisungssaale au gestellt werden soll.

Nachdem in einmaliger Schlußberathung dem Gcscß- entwurf, die An fhebung äl_tcrer in der Provinz Scl) les rv 19- und im Regtcruugsbczirk Cassel geltenden jeuerpolizeilichcn Bestimmungen betreffend, die Zu- stimmung ertheilt worden war, wurde zum Zweiten Vtzc- "Präßdenten der Ober-Bürgermeister Becker gewählt, oer dieWahl dankend annahm. EE folgten Berichte über Petitionen.

(Schluß des Blattes.)

- In der heutigen (44) Sißung dcs H_au1cs der Ab: geordycten, welsber der Minister der gctjtlichen_2c. Ange: *legenhetten ])1'. Bosse bciwohnte, wurde die drttte Be: raxhyng _des Staatshaushalts-Etats beim Etat des thstertums der geistlichen xc. Angelegenheiten wrtYseßt.

hg. _Gotbein (fr. Vg.) bemängelte die Vorbildung der Masckomemngenieure, denen vielfach _an praktischn Kenntniffsn fehle, ferner hat der Redner um Befferstellung der Assistenten an den elektrotecbxtischen Instituten. , _

_,Gebetmer Ober - Régierungs - Rall) 1)r. Webrsnpsenntg

TMderteZ, daß nicht nur die'enigen Maschineningenieure, welche in den Htczatsdxeyst eintreten wo ten, sondern auch der ngel nacb alTe ubrtßän em praktisches Jahr durchwachsen. , bg. Brandenburg (Zenit) beschwerte sicb darüber, das; (:ck 77" Merjeburg die Behörden öfters in unangenehmer Weise in die «;_erwaltung des kirchlichen Vermögens gemischt hätten. Ferner be- mängelte Redner die Ausführung dcs Sperrgeseßes von 1875. Dkk Staat babe manchmal Leistungen, die eigentlich auf einem Rechtstitel Wußten, als Liberalitätsleistungen angesehen und fie demnach nicht m den _Sperrfonds eingestellt. _ _

Mtntster der geistlichen :c. Angelegenheiten ])1'. Voss e erklartx, 549918 Vorkommniffe in Merseburg Außnabmefälle (sien, Hax; _dte Bkboxden angewiesen seien, sich so wenig wie möglich in die kirchliche

_ermogensverwaltung zu mischen. Der zweite pom Vorrednex be- Wbrte Punkt sei endgültig durch das Geseß yon 1891, das auf einem Kompromiß eruhe, geregelt. _

Abg. ])1'. Loticbius (vl.) wünschte die Vorlc ung eme?» L_kbrer: bßsoldun 89616868 zum mindesten in der nächsten Ses on, damit dxe aux dlLsLM_ thlte bestehenden Ungleiobbeiten beseitigt würden.

Mtnistcxr der geistlichen 2c. Angelegenheiten 1)r. Bofsx: Ich "kay" m dxeser Angelegenheit nur das wiedkrbolen, was ich schon frUber erqurt habe. Die Grundzüge eines Lebrerbesoldunaögeseses we'd?" dtvtschen mir und dem Jinanz-Minister zur Zett be- 741551. Mein Bestreben wird dabei von dym Wunsch „ge- lxttetx ohne eine Mehrbelastung der Gemeinden und Gutsbcztrke _e_me Besserstellung der Lehrer durchzuführen. Ich bin weit entfernt ach"4 diese Angelegenheit als eine besondere Passion zu_ bet_rachten; ua; die thatsacblicb schreienden Bedürfnisse veranlassen mtcb, die Sache

für

- unt _besonderer Aufmerksamkeit zu verfolgen, und ich hoffe, daß ich

_“ e_[ die Unterstüßung aller Parteien diescs Hauses finden werde, _?§;_t__end11ch Ruhe und Ordnung aufdem Gebiets rer Lebrerbesoldung Al)xx-Brandenbur g (Zentr.) erklärte sich mit den Ausführungen YFZ Mintsters_ bezüglich der Sverrgelder zufrieden,_1_1m so mehr, v_Z_*d_l_k_?_stk_lb_ckn tm Einverständnis; mit dem Finanz -Mm1ster gemacht nen. ' Ab . Wol czyk (Zentr) wandte fich gegen das jcßige Uuterrickxts- system Ln Oberschlesien, welches eine Vermehrung der Analphabeten “" Vlg? ebabt babe. _ ". J- auzenberg (Zentr.) sagte dcn Konservativxn dl? Zu: ___"?!an des Zentrums in allen Fällen zu, in denkn es Zub, wte bet , k Ukstern e_rwabnten Mexfeburger An elegknbeit, um Be estigung dcs (SMW zkvtschen Kirche und Schu e und um Bewahru_ng dcs ___?stltcben Charakters der Schule handle. Aus dieser Zusttmmung 98? der Minister die Anschauung der Mehrheit des Hauses erkennxn. M." [WOUHU gegenüber den Wünschen des Zc'ntrums verspreche der Mister tmmer, Tbaten aber sehe man nicht, ja der Minister

eFertHess-ygar in der Wiederholung der Wünsche eine Störung des e n .

Abg. vonEynatten (Zentr.) führte Beschwerde über die Kon- trole _und d_ie Mgßkegeln der Schulauffichtsbebörde ge enüber den Frgnztékanerxnnen xn Brachelen, einem Ort skines Wablkrei es (Jülich). Dteselben batten eme Nävscbule Eingerichtet, deren Besuch den Kin: dern_ guf alle Weise erschwert werde. Es sei eine fortwährende PolizetLufficbt, unter der die Schwestern ständkn.

(Schluß des Blattes.)

Statistik und Volkswirthschaft.

Zur Statistik der déutschen Seeschiffabrt für 1893.

Jm_2lnschluß an die bereits anfangs Noyember 1). J. erschienene [. thbexlung von Band 75, neue Folge, der Statistik des Deutschen Rezchs, enthaltend den „Bestand der deutschen Seeschjffe (Kauffabrtei- sch_1ffe) am 1. Januar 1894 und die Veränderungen im Bestande xvabrend dcs Jabreß1893“, die ,Scbifféunfäüe an der deutschen Küste nn Jabce1893' und den „Nachweis dsr im Jahre 1893 (1193 ver- ungluckt angezcrgxen deutschen_©eeschiff_e“, hat das Kaiserliche Statistiscbc Amt nunwkbr dre 1[_. Abtbcrlung diejes Bandes Veröffentlicht, welcher eingehende Angcxbkn ube_r den Secverkehr in den deutschen Hafenpläskn upd die Schetyln deutijer Sckoiffe im Jahre 1893 ('ntbält und somit dte _Stcxttsttk dsr deut1chkn Seeschiffabrt für das Jahr 1893 ver- Vollstandtgt.

Der gesammteSeeverkcerin den deutsck)enHafenplätzen steUte fich tm Jahre 1893 aus 133874 zu Handelßzwecken an-

efommene und abgegangens Schiffe mit 29 356287 Reg.- ons Nettoraumgxbalt gegenüber 131508 Schiffen mit 28 296 357_Reg.-Tons tm VoYabre. Es Orgiebt dies gegen das Vorjahr eme Zunahme dxs Schiffswerkcbrs um 2366 Schiffe und 1 059 930 Reg.-“ ons. _Wahrend der Vcrkckr der Segelschiffe der Zahl nach um 850 Schrffe znzsnommcn, die Ladefäbigkeit jcdock) um 315 783_ Reg.-Tons abgenommen hat, ist der Dampferverkebr der Zahl wre dem Tonnengebalt nacb gewachsen und Nvar um 1516 Schiffe und 1375 713 Reg.-Tons. _ In Bezug auf die drci HauptNrkebrsrickptungen ergiebt die Vcr- gletchung folgende Resultate : _

1) Im Ve_rkehr der _deUUchE-n Häfen unter fich vermcbrte sich die Zahl der Schiffe um 2771, der Tonncngshalt dsr Schiffe um 466 248 Reg.-Ton§;

_ 2) im Verkehr Yitgußerdentscben curoväisckdZn Häfen verringerte 11ch dre Zahl der Schxffe um 304. “der Tonm'ngkbalt stic-Z dagegsn um 488 540 ng-Ton3;

3) im Verkehr mit außsrk'uropäischkn Häfsn (einschl. der dxutsäpcn Schußgebiete) Verringerte fick) die Zahl der Schiffe um 101, während dcr Tonnengebalt um 105142 ch.=Tons zunahm.

Von der Gesammtzabl der während dss Jahres 1893 cin- und auéakgangenen Schiffe waren 53,5 % Segelschiffe und 46,5 % Dampf- fcbxffe und_ Von je 100 Reg.-T0ns der verkshrsnden Schiffe kommen aus Segkljckoiffe 15,2 und auf Dampfer 84,8.

Der Flagge nacb warm untcér den sämmtlichen werkobrkndcn Schiffen 73,80/0 d§utsche und 26,2% frkmde. In Bexug auf dsn Tonnengehalt stellt 11ch Das VLrbäLtniß 16: deutschen Schiffe zu dcnen fremder Nationalität wie 52,3 zu 47,7. Den bsi wcitsm bédeutqndsten Seewerkebr unter den deutschen Hafenpläßen bat (owobl nach der Zahl als ("!-“5 dem Raumgehalt der ('in : und ausgekxsndkn _SkesÖiffe Hamburg, dann folgen der Schiffszabl nach Stettin, Kiel, Norderney (fast nur Watten- und Fährverkkbr), Lübkck, Danzig, BremerhaVSn und Bremen: nach dem Raumgebalf sämmtlicber verkebrknden Schiffe dagegen Stettin, BremerbaNn, Danziß, Kiel, Bremen, Lübeck und Königsberg.

Dichsammtzahl dsr von deutschen Schiffen gemachtcn Ssereiren betrug im Jahre 1893: 74251 und der Entsprechknde Tonnkngebalt 31801031 ch.-Tons; die's Ergicbt im Vkrgleick) mit den im Jahre 1892 nachgcwiessnen Reisén xine Zunahme in der Zahl der Seejsiscn um 371, im Tonmngebalt der vsrkebrenden Schiffe um 1 325 214 Reg.:Tons. Werden die in BaUgst odcr leer gefahrenkn Schiffe (zusammkn 12 854) außer Bétracbt gelassen und nur die beladenen berückfichtigj, so belécf fich im Jahr? 1893 die Zahl dsr Ne'iscn dsutscbkr Schiffe zwischen deutschen Häfen auf 32 815 mit 2406 679 Reg.- Touk; Raumgkbalt (31 358 Reiskn mit 2155544 Rxg-Tcns im Vor- jadrk), Vom Auslande nach deutschen Häfen anf 8092 mit 4587 917 ng.-T0n§ (8726 mit 4597 859 _Rk'g -Tons im Vorjabrs), Von deutschen äfe'n nacb dcm 211151111116 auf 6335 mit 3 793 075 Reg - Tons (6427 mjt 3726 694 ch.-Tons im Vorjahr?) und zwische'n außsrdcutschn Häfen auf 14155 mit 17 815 620 Reg-Tons (13 833 mit 16 705 094 ng.-TOUZ im Vorjahre). DubLi ist _sklbswerständlickp jsdes Schiff so oft gezählt als es die bcm'ffendc R81]? machte.

Zur ArbeiterbeWLgung.

Hier in Berlin ist der Ausstand in dcr Handschuhfabrik von Waldcmar Samtcr (vgl. Nr. 63 13. Bl.) bscndet, da nach dcm ,Vorwärtö" die Forderungen dcr Arbeiter bcwilligt wurden.

Aus London wird der_„Köln. Ztg.“ zur Lobnbcwsgung dcr Schubfabrikarbeiter geychrieben: In London gehören etwa 4000 Arbeiter Von Schubfabriken dem Vrrbande dsr Schubsabrikarbe'irkr an und WWW nach Anordnung ihrer Führer Ende der WOÖS fick) dsm allgemsinen Ausstand anschlicßén. n ch Bczirksn, wo die Ar- beiter die Arbeit nicht cinsteULn, werden 116 größere Bciträae für Unterstüyung der “Jiusständigkn lcistkn. In LcicUter werden anfxsx den Arbeitern, die nicht Verbandsmitglieder find, durch dicskn Ausstand etwa 15000 Mädchen beschäftigungslos. Jn Ksttkring kam 85 am Montag xu einem Zusammenstoß zwischkn den Ausständi en und den freiZn Arbeitern: es gelang der Polizei leicht, die Rubcßörsr zu ver- trci e*n.

Zn Gent wird einer Mittheilung deIselbcn Blattes zufolge im August d.J.derzweitc internationale Kongreß der Arbeiter des ststoffgewerbes ab sbalten werdcn.

Jn Athen dauert, wie „.ZV T. B.“ meldet, ker Ausstand der Kutscher nvch fort. (Vgl. Nr. 63 5. Bl.)

Aus New-Orleans meldet „W. T. B.“, daß die Neger gestkrn unter dem Schuße von 250 Mann Miliz die Akbéit wiedcr aufgenommen haben. (Vgl. Nr. 64 d. Bl.)

Aus Pittsburg berichtet die Londoner .A. K.“ unter dem 13. d. M.: Die meistkn BergwerksbesiFeer haben den Forderungen ibrer Arbeiter nachgeacbsn. Bis jeßt ba n Von den 22000 Aus- ständigcn 17000 die Lohnerhöhung erlangt, um welche fie kämpften.

Kunst und Wissenschaft.

Der Verein Berliner Künstlex bat den FürslenBiSmarck zu seinem Ehrenmitgliede gewählt. Die Wahl erfolgte einstimmig und unter dcm Ausvruck lebhafter Bkgeisterung. Der Vorstand hat den Fürsten davon benachrichtigt und wird ihm die Urkunde darüber später zugeben lasjen. - Dem Ausschuß der Studierenden der akademischen Hochschule_ für die bildenden Künste ist, dsr .Nat.-Ztg.'_ zufolge, aus thkdrichörub die Mittheilung zugegangen, dzß Fürst Bisinarck bcrkit (ei, eine Abordnung der Studierenden am 1. April zu empfangen.

- Der Landschaftsmalezr Professor Hans Gude, Mitglied des Senats der Akademie de_r Kunste und Vorsteher eines Meisterateliers, begin am Mittwoch seinen 70. Geburtstag und empfing aus die'sem Anlaß Ebrenbezeugungkn der mannigfachsten Art. Die Akademie der Künste übersandte, der ,Nat-Ztg ' zufolge, eine Adresse, und der Verein Berliner Künstler lteß durch seinen Vorfivenden, den Maler Körner, seine Verehrung und seine Glückwünsche aussprechen. Von fiebzig norwegischen Künstlern und Schü tstellcrn wurde dxm Jubilar telegrapbisck) mitgetheilt, daß fie em kgat gestiftet batten unter dcm Titel: „Hans Gude's Le§gt für norwegische Maler und Bild- hauer“. König Oskar von Schwedens und Norwegen sandte tele-

grapbiscb eine beZlicheratulation; aucb (Frinz Eugen von Schweden übermittelte aus_ bn ama, derHeimatb ude's, seine Glückwünsche. Von Ibsen, dem__Komponiften Grieg, vielen deutschen und norwegischen Künftxern, _Schrtstfte11_ern und Schülern liefen Glückwünsche ein. Der |chwed1sch-nor_wegtsche_Gefandte_von La erbeim und der dänische Gesandte von thd sowie der kanische eneral-Konsul, Geheime Kommerzien-Ratb Ernst Mendelssohn-Bartholdv brachten dem Jubilar tbre Glückwünsche persönlich dar.

-. Land- und Forstwirthsthaft-

B ern, 14 März. (W. T, V.) Infolge der Einschleppung der Maul-_ und Klauxnseucbe in mehrere Kantone der Ostscbweiz durcb Vwb österrc-ichikcber Herkunft hat der Bundeskatb die Ein- fuhr Von Klausn-Vieb aus Oesterreich-Ungarn bis auf Werteres dérboten.

Handel und Getverbe.

Tagliche Wagengestellung für Koblerx und Koks an der Ruhr und in Oberschlejien. An 581: Ruhr find am 14.5.M. gestellt 10 966, nicht rechtzeitéa gestsUt kerne Wa en. , _ _ In Obers lefien find am 13. d. M. geskeklt 4123, nicht recht- jerttg géftellt keine Wagen.

_ Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner Schlacht- Nehtnartt vom 13. März 1895. Auftrieb und Marktprei'e nach Schlqcbtgemcbt mit AUSnabme Dkr Schweine, welckoe n Lebenkgew1cht «handelt werden. Rindkr. Auftrieb 342 Stück. (Durchschn1ttsvrkts für 100 kg.) 1. Qualität -,- «44, 11. Qualität „(€, 111. Qualität 92-100 „44. 117. Qualität 84-90 .,“ - S ck w e tn e. Austrisb 8083 Stück. (Durchschnittßpreis für 100 kg.) Mecklkxnburger 94 „ji. Landschwerine: &. gute 88-92 „x, 1). geringexc, 82-86 „M, Galizier - «ji, leichte Ungarn - .“ bei 20_0/0 Tara, Bakonver 90-92.“ hkk. 27,5 1»,- Tara pro Stück. - Kalber. Auftrieb 2041 Stück. (Durcvjaonirtopreis für 1 kg.) [. Qual. 1,10-1,16 „46, 11. Qual. 0,96-1,08 «ki, 111. Qualität 084-094,“ - Sckoafe'. Auftrieb 477 Stück. (Durchschnittsvreis fUr 1 172.1 1. Qualität -,- „14, 11. Qualität -,- =“, 111. Qualität -,- „sé

_- Wik aus KHnigsbcrg i. Pr. ngclst wird, genkbmigte der Auf11chtsratb der_Ostpreußi]chenSüdbal)n die vorgelcgtsBilanz, nacb ws1cher auf den lauséndkn Kupon dcr Stammprioritätsaktikn 59/9, auf dis Rückstände von 1892 1111171893 33" /0 und auf den [ansknden Kupon der Stammaktien 40/0 Dividend? gezahlt werdkn. Die Ge'ncrqlversammlung 611st am 20. April statt.

& - „:e Etnnabmcn der Saal :(Feisenbabn betrugkn im »“kbrxtar ?.“. I. nach vorläufiger Fcststhung 90311 (--»- 4975) ;46 und Wit 1. Januar überhaupt 189 668 (+ 1116) „56

- In der gcstrigkn Générakve'rsammlun dsr Vsreinigten Baußmr Papierfahriken wmdcn Gkscbaftsbyricbt und Bilanz gcncwmgt und dix." Fkxtseßung der Dividendc auf 70,10, 58an AUS! zablang vom 15. März ab crfwlgtsnmrdc gutgkbcißen.

-_ Dcr_ Verwaltungsratk) dcr Aussig-Teplixzer Eisenbahn beschwß, wre dcr ,Frkf. Ztg." aus Prag geme1dc-t wird, für das _Jahr 1894 dic Vsrtbeilung einer Divxdkndc von 75 Fl. gegen 72 Fl. rm ijabrc Und Einen Vortxag anf ncne Rechnung yon etwa 500 000 F1, geg?" 420 480 F1. im Vorjahre vorzxtschlagkn. Der Ver- wcxltungsratb wird fe'rner yon dsr Gcneralversammlung die Er- mach1igung zux Emission einer 3? 0/0 (Gold-Anleihe einholen, woraus der Bau dsr Linie TWliß-Lobo 113 111106116111. die Korthrfion der 40/0 Gold-Anlcibe bcstrixten werdkn fol]. Die KonNrfion Erfolgt nur dann, wenn die Regierung die Aufnahme einer 310/0 Gold- Anlcibe gestattet.

Magd€5urg,14.März. (W. T. B.) Zuckerbericbt. Kornzucker «kl., von 92 9/0 -, neue 9,80-9,94. Kornzucker exkl., 88 0/0 Rendemsnt 9,15-9,30, neue 9,30-9,40. Nachprodukte exkl., 75 0,0 Rendern. 6,45-7,00. Stetig. Brotraffinade 1 21,50. Brot- raffinade 1121,25. Gem. Raffinade mit Faß 21,25-21,75. Gem. Melis 1 mit Faß 20,75. Stetjg. Robzucker 1. Produkt Tranfito f. a. B. Hamburg Dr. Z))kär39,27zk GB., 9,35 Br., vr. Avril 9,2731 GH„ 9,35 Br., rk. '.Nak 9,35 Gb., 9,40 Br., pr. Juli 9,574 (Hd., 9,60 Br-

stt, :rsnig, (F*sscbäfx.

Lkirzsz, 14. März. (W. T. V.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster 15. pr. März 2,97-Z «js, pr, April 2974 «“:, Dr.Mai 3,00 «M, 1*r.Ju1113„00-46, pr.Juli 3,00-46, pr. 211151151 3.02? :46, pr. chtkmbkr 3,05 „ib, vr. Oktober 3,07€, „4, PQNVVLWÖN 3,073 „ki, rr._Dezembcr 3,07z.-(=, pr. Januar 3,103 .--«., rr. kamar 3123 .F., [1111va 55000 kg.

_ ermsn, 14. März. (W. T. B.) (Börskn - Schlußbericbt.) Nakänäxrxxs Pétrvlcuxn. (OffizicUc Notierung der Bremer Pstrkwan-Börsé.) Ssbr fest. Loko 6,45 Br. - Baumwolle. Stcxtg. [lvland mikdl. loko 30,“ «&. - Schmalz. Sehr fest. lecox 361,1, Armour sbii'ld 35z „_1, Cudahy 363 „z, Fairbanks 29 „3. - Wolls. Umsay 202 Ballen. - Spe'ck. Skbrfc'st. Short clear _midd1ing loko 302. _- Taback. Umsatz: 16 Virginy.

Hamburg, 14. Marz. (W. T. B.) Kaffee. (Nachmittags- be'ricbt.) Good average Santos yr.M_ärz 77T, pr. Mai76ß,*pr. Sev- tcmbcr 76, pr. Dezember 732. Ruhig. - Zuckermarkt. (SeblußL'criÖi) RÜbon-Robzuckkr ]. Produk? Bafis 88 0/0 Rende- menk neue Ufancc, frei an Bord Hamburg yr. März 9,223, vr. Mai 9,325, pr. August 9,623, pr. Oktober 9,70. Abgeschwächt.

Wia", 14. März. (W.T.B.) Auöweis dcr östcrrkicbiscb- ungarischen Staatsbahn (österreichisches Meß) Vom 1. bis 10. März 644 283 Fl., T).)kindereinnabme gkgkn dcn e*ntsprecbknden Zeitraum des Vorigcn Jahres 36 969 Fl.

London_, 15. März. (W. T. B.) Wol1auktion. Preise fest [*si lebbastsr Bctbeiligung.

An der Küste 5 Weizenladungcn angcbotcn.

96 % Javazucker [Okt) 11 stctig, Rübcn - Robzucker [Okt) 94 stcfig. - Cbile-Kuvfkr 3815/18, pr. 3 Monat 395 1x.

Liverpool, 14. März. (W. T. B.) Offizielle Noticrungm. American good ordin. 215/16 , do. low midd1ing 31 d;, w. n1iddlin933/16, do. good middlina 311/39, do. middling im 37113, Pernam fair 37/13, do. good fair 33“, Ccara fair 3715, do. gm"? „5.71: 33, Egyptian bronm fair 49/15, do. do. good fair 413,15, do. do. good 53/16, Peru rougb good fair 5, do. do. good 551, d.“. do. fine 5x, do. modcr. rough fair 315,15, do. do. zwo!“ kair 4515, do.do. good 42. do. smooth fair 33/1.» do.do. good 7.11er... 212.05. Vroach good 213/16, do. fine 377/15, Dhoncrab Food 23, do. fu11v good 22, do. fine 215/16, Oomra good 22. do. fudv good 2T, do. fine 215/16, Scinde good fair 21/15, do. good 25/16, Bengal quv good “ZÖ- do. fine N-

Bradford, 14.März. (W. T. B.) Wolle fcst, Prei"? mwst- ändert; Käufer williscr. _Alvacca angeblich zu 15.1 Pcncc *.*-.'rkanét. In Stoffen gutks Geschäft.

Paris,14. März. (W.T.B.) Dic“ Rant von Frankrcécb hat den Diskont von “3? auf 20:0 bcrabgcscyt.

Turin, 14. März. (W. “T. B.) Dic G:“rn'mlvcrsannn';ung d:"? Sardiniscben Skkundärbabu-Gsscllichaft grnckmégrc dcn Geschäftsbericht, skßtc die' Dividcndc auf 18.3 Biro fcst und 114521 einstimmig den Vorschlag der Verwaltung an. an?" d'n“ AmrkndMg dcr „Klausel Antonelli zu vcrzichtc'n und dir am“ d:c1*-.*rt'.111cncn Kupons zurück cbaltenen Beträge nachträglich 31: zablcn.

Ukmsterdam, 14. März. (W. T. W.) ordinary 531. - Bancazinn 371.

Belgrad, 15. März. (W, T.V.) Di:" (&!!!quan dcr Serbischen Tabackregie betrugen vom 1. Januar bis 28. Jo- bruar 1895 1288 592 Fr. (- 55 526.76 Fr.); die' (Finnabmcn dcr Serbischen Salzregie bctruacn Vom 1. Januar 1353 *.*-8. T:- bruar 1895 263 779 Fr. (- 68 577 Fr.).

Java-Kaffee good