Der StaatSrath ßeßte feine gestrige Berathung über die
Maßnahmen zur Seß aftmachung der ländlichen Arbeiter-
öevölkerung, insbesondere in den östlichen Provinzen,“ nach
HYchYaFise fort und erledigte fie durch Annahme folgenden u es:
„Es e_rscheint nothwendig:
1)_ bei Ausführung der Geseße vom 27. Juni 1890 und 7. Juli 1891 in erster Linie die Bagründung von leistungs- fähigen (Gemeinden ins Auge zu fassen,
_ 2) zu diesem Vehuf staatliche Fonds zur Verfügung _zu stellen, aus welchen die Kosten der „ust eilung und der Em-
richtung der Gemeinde, Kirchen- und chulverhältniffe ohne
Heranziehung der Neusiedler bestritten werden, „
3) seitens des Staats die Gewährung des sog. Zw1schen= kredits behufß Negelxm?1 der Schusdrverbältniffe des zu zerlegen- den Grundstucks sonne er erstmaligen Einrichtung der Renten- ftellen zu bewirken, _
4) im Inte_resse der Schaffung eines seßbaften ländlichen Arbeiterstands die Anwendun dcs Gesrßes vom7. Juli 1891 auch auf kleine, nicht _selbständige tcllen zuzulassen und hierbei, sofern sol e Stellen nicht im Gemeindeverband der neu zu bildenden An edlergemeinden, sondern in älteren Gemeinden oder Guts- bezixken ausÉelegt werden, dem RentengutSausleger die 8.6 2 bezeuZneic-n inrichiungskosien in geeigneter Form aufzuerlegen.“ “ eute gelangte Punkt 17 der Tagesordnung: „Maßnahmen auf dem Gebiete der Kreditorganisaiion“ zur Verhandlung. Bei Beginn der Pause war die Diskussion noch nicht ab-
geschlossen.
Am 12. d. M. starb Ferselbst nach mehrmonatlicher Krankheit der Geheime Ober- edizinal-Rath und vortrqgende
Rath im Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Medizinal-
Angele enheiten ])1'. Gustav Adolph Schönfeld im
54. L ensjahre. Jahre 1863 als Arzt approbiert, war er als solcher zu Bischofsburg und zu Schonflicß thätig und machte 1866 als Militärarzt den Krieg gegen Oesterreich mit.
Nach rühmlich bestandener PhysikatSprüfung wurde er am 5. November 1872 als KreiSphysikus zu Zullicbau an- gesteÜt, sodann mittels Allethöchster Bestallung vom 27. Sep: tember 1882 zum chicrungs- und Medizinal-Nath ernannt UJZ in dieser Eigenschaft der Regierung zu Arnsberg über- m en.
Im November 1885 zur aushilfsweisen Beschäftigung in das Ministerium der geistlichen 2c. Angelegenheiten be- rufen, wurde er durch AllerhöiYZe Bestallung vom "28. März 1887 zum Geheiinen edi inal - Rath und vortragenden Rath, sowie durch Alleth sten Erlaß vom 4. April 1887 zum ordentlichen Mitgliede der Wissenschaft- lichen Deputation für das Medizinalwcsen und in demselben Jahre zum Mitglieds der statistischen Zentralkommisston er- nannt. Seine weitere Beiörderung zum Geheimen Ober- Medizinal-Ratk) erfolgte durch Allerlöchfte Bestallimg vom 21. April 1890. Dem Kaiserlichen (HeéundheitSamt gehörte er als außerordentliches Mitglied an.
Auch sonst hat es ihm an Zeichen Allerhöchster Anerken- nung nicht efehlt; er war im Besiß des Rothen Adler-Ordens zweiter Ma 6 mit Eichenlaub. '
- Durch seine Tüchtigkeit, SorZsamkeit und Menschenfreund- lichkeit erwarb er sich als Arzt (1 gemeine *ochachtung. Als Medizinalveamter zeichnete er sich durch pra tischen Blick?, durch Um icht und Entschiedenheit in seinen Entschließungen, sowie _dur eine nie crmüdende Arbeitskraft und eine ganz ungewöhnliche Beherrschung der geschäftlichen Formen vor- theilhaft aus. Insbesondere war es das wichtige und um- fangreiche Gcbiet der 6 entlichen GesunYciiSpftege und
„Sanitäts:Polizei, auf wel em er für die tädtereinisung, Fr die NeinhalturY der Wasserläufe, das Jmpfwesen und die ekämpfung von euchen mit Eifer wirkte. Bei den erfolg- reichen Maßyahmen gegen, die Cholera war er in hervor- ragender Wei1e betheiligt. -
Sein lauterer Charakter, seine unbedingte Zuverläsfigkeit und die Viederkeit seines Wesens erwarben ihm die Wcrth- schäßung seiner Vorgeseßten und die Freundschaft seiner Mit- arbeiter sowie aller derjenigen, die ihm im Leben näher standen.
Sein Andenken wird allezeit in hohen Ehren bleiben!
Der General-Lieiitenant Edler von der Plani [., Kommandeur der Garde:KavaUeric-Division, welcher AllerZöchst-
ur-Vextretung des xrkranktcn Jnépekteurs der 2. Kana _ nspeknon kommandiert worden it, hat Berlin verlassen.
- Zhehoe, 20, Mäxz. Ihre Durckylaucht die Prinzessin] Marie _zu Schleswxg-Holstcin-Sonderburg-Glücks- b_.urg, ungste Schwester des Herzogs Friedrich Ferdinand, it zur storbcnen Prinzessin Louise erwählt worden.
Heffeu.
Ihre, Königliche Hoheit die Grd'ixerzogins und. die,-
neugeborene Prinzessin _befinden ich so wohl, daß der; „Darmst. Ztg.“ zufolge voraussichtlich am nächsten Sonntag die; “Taufe der 5Frinzesfin stattfinden wird. _
Die Er te Kammer trat gestern zusammen. Die um:§ fangreiche TageSordnung "wurde meißtens in Uebereinstimmung. mit der Zweiten Kammer erledigt; ' ingegen lehnte das Haus Mit 15_ gegen 9 Stimmen den Antrag auf Zulassung der fakultativexiFeuerbestattung ab. Der Bau von zwei Rhein- brücken bei orms wurde bewilligt. *
MMMurg-Sthwerin. ,
Zur eier des Geburtstags Seiner Königlichen „Holéeit ?des (Groß “»Es fand gestern früh in Schwerin gro es Weckerx skatl- _ .m 101/2 Uhr wurde Gottesdienst in derj “ Niedlal-KlkM Wseha-lten. Mittags 12 Uhr fand eine Parade - samFtlitcheerFFZ-YpiFYeY-Ér" GaMonÉwtt. In den Lekiranstalten
-wure_„ _ ommier "b " war ___stkch geschmuckt. eiie egangen Die Studi
Sachsen-Weimar-Eiseuach.
- Der Landtag hat ,in seiner vorgestri cn Si Geseß über die Konfession dex Kinder agus 'geYWché-Y Ehen soww den Konfessionswechsel, mit" ' allen! egen 3 Stimmen _gngenommen. Der § 3 er ielt dem- -usschußantxa e gewa-Z folgende Fqffung: „Die Veßimmung, daß die Kin er in der „Konfession der Mutter erzogen
erie- _
ebtissindes Klosters in Zßehoe an Stelle der ver:-
werden sollen, kann rechthültig nicht früher als nach der Geburt des er en Kindes und nur durch gerichtliche oder notarielle Anor nung getroffen werden.“ _ Im § 5_wurde die AlterSgrenze, bis zu der die Kinder beim Konfessionswechscl des Vaters mit diesem die andere Konfession anzunehmen haben, auf 12 Jahre herabßesest; in der Negierungsvorlage war als Grenze das 14.-Le enS1ahr angenommen. ,
Sachsen-Alteuburg. Ihre Hoheit die Herzogin hat sich, wie die „Magd.Ztg.“ meidet, ärztlicher Anordnung gemäß, vorgestern auf längere Zeit nach dem Süden begeben.
Anhalt.
Der Landtag hat in seiner gestrigen Sißun den von der Regierung eingebrachten Geseßeniwurf, betre end eine Ahiinderung der Land chaftSordnung, nach dem Kom- missionsantrage, mit wel em_ sich die Herzogliche Regierung einverstanden erklärt hatte, 111 zweiter Lesung mit über- wiegender Mehrheit angenommen. Danach wird in ukunft die Wahlberechtigung abhängig gemacht von einem indcstein- kommen von 1050 „16 in den städtischen und 600 W. in den ländlichen Wahlbezirken sowie von der Bedingung, daß die Wähler seit mindestens 6 Monaten innerhalb des Herzog: thums ihren' Wohnsiß haben.
Lippe. _ Seine Durchlaucht der Fürst Waldemar zur Lippe ist heute früh 61/2 Uhr vcxrschieden. (Geboren am 18. Avril 1824 als der zweite Sohn des „am 1. Januar 1851 Verstorbenen Fürsten Leopold und der am 2. April 1867 verstorbenen Fürstin Emilie , eb. Prinzessin von Schwarz- burg-Sondershausen, succckierte Höchst erseibe seinem Bruder, dem Fürsten Leopold am 8. Dezember 1875. - Fürst Woldemar war in kinderloser Ehe mit Zibrxr Großherzoglichen Hoheit der Prin- zessin Sophie von Baden vermahlt. In der reußischen Armee be- kleidete Höchstderselbe den Rang eines Genera s der Kavallerie und war Chef des Jnfanterie-Regiments Graf Bülow von Denncwiß (6. Wesifälischeß] Nr. 55.)
Oefterreich-Ungarn.
Im österreichischen Abgeordnetenhause brachte gestern der Abg. Baernretther als Berichterstatter dcs Montanausséuffes emen DringlichkeitSantra bezüglich der leßtxn Kata irophe im mährisch=sch_lesi?chen Kohlen- revier ein, welcher besagt, das Hans'mögc sofort auf die erste Lesung des Antrags auf Bestellung von Bergbau- Jnfpektorx'n eingehen. Ferner solle der Ackerbau-Minister aufgefordert werden, eine Sonderkommission mit der Untersuchung der Verhältnisse im mährisch:schlesischen Kohlen: revicr zu betrauen; auch .im Hinblick auf die großen mit dem verbundenen Gefahren eine (HeseßeSnovelle über spezielle StrafrechtsbcstimmunZFn einzubrin en. Bei der Debatte, iiber den Antrag griff der bg. Perner torfer in sehr hef- tiger Weise die Unternehmer von Koblenbergwerken sowie das Parlament an und rief schließlich aus: „Was kümmert Sie der Tod von tausend Proletariern?“ Redner er- suchte, auf dem Gebiet des Bergbauwesens “Reformen vor unehmxn. Dev Ab . Süß hob hervor, daß die Erz erzo„ [lch Aibrecht'scYen Grubew mit militärische'c Genauig eit betricbx'n wür en, wie sonst vielleicht keine andere Grube der Welt; LME (Grube zu sperren, wie verlangt worden, wcnn Unglücksjälle vorkämen,_heiße soviel als die Betriebe der Eisenbahnen emsteüen, weil_ im Betriebe Katastrophen ein- getreten seien. Die Arbeiter des Ostrauer Kohlenreviers litten unter der Branntweinpest. Redner empfahl die Besse:- run der Wohnungöverhäitniffe der Arbeiter. Die Vor,- wür 6 gegen die Unternehmiw seien ungerecht, weil di:- selben in Oesterreich den Arbeitern mehr entgegenkämen als in anderen Ländern. Der Ackerbau-Minister Graf Falkenhayn sprach seine Entrüstung überdie Auslassur. en des Abg. Pernerstorfer aus und wies auf Grund statistis er Nachweise dessen Behauptungew urück. 'WaE ie verlangte Einstellqu von Ver bau-Jnßpektoren betreffe, so bemerkte der Minister, da die Aufgaben de*rfelben schoxc von den bereits bestehenden Bcrgbaubebörden in gewissenhaftestcr Weise erfüllt würden. Die Inspekwren mußten ihre Stellungen_ neben ode5r wiscZZn den Bergbau- behörden haben, was mtt einer staatli en dministration un- vereinbar sei. Die Bergbehörden sollten alle Aufgaben er- füllen welche in dem Antrage des Ausschusses bezeichnet seien. Der .inister wies weiter die Bemerkixng über die Bruder- laden zurück; von den Arbeiiern in Oesterreich seien die Berg: arbeiter die einzigen, die ein gese liches Recht auf Alters- iderstcherung hätten. Der _Iustiz- inister Graf Schoen- 5orn erklärte seine Bcreitwrlligkeit, die_Frage über die Straf- bestimmun en rasch und schnell zu eriedxgden; die Stra bestim-- mungen eKtrcckl-sn sich nicht allein auf ie Arbeiter, andern vielmehr auf an?, welche verantworilich und dienstfähig seien. Der Antra Baernreither wurde sodann einstimmi nommen. “F das Budgetprovisorium für die zum 30.Iuni d. J. vor. überwiesen.
eit vom 1. pril bis
Abg. Hortovanyi, betreffend die stattfindende Wahl eines Abgeordneten _in Neutra, und erklärte, der Vizegespan habe fick) wegen emch, infolge einer seit Wochcn andauernden Verheßmxg der Bevoikexung zit befürchtenden Zusammen toßes zu unbxdxngt not?:vendigen S_chußmaßregeln veranlaßt Ji“ ehen Der Minister ver as sodann emen Bericht aus Neutra, worin die .. große Erre ung der Bevölkerunggeschildert und gesagtwird, daß, xtr _AufreYterhalnzng dex Ordiiung und zum Schuß der ver-' ?onltchen icherhe1t PraÖervatwmaßre eln getroffen werden m_üßten, und erkxärte, da von einer Yarteil1chkeit keine Rede sem könne. De_r Minister fiihrte ferner aus," er betrachte es als Leine Pflicht, die Negrxrungßorgane dahin zu instruiercn, daß en Bürgern die AWubung des Wahlrechts crmöglichi werde.. Bezüglich der weiteren Jnteppellation des Abg.- Horiovanyi we en ciner angeblichen "Ueberschrcitung der BefuMisje er Wahlpräs_identen i'n Neutra be- merkte der », imster, auf sine diesbe ugliche, auf telegraphiscbem Wege _ nach Neutra gerichtete AnfTage habe er noch keinen Bescheid und er könne auf Grund von eitungsmeldungen keine" Verfii ung erlassen. Er werde, im alle *Geseßmidrig-
kxiterz vorge qmmen _seixixsoiltM, “eine Diöziplinaruntersüchung einleiten. Bisher sei ihm weder amtlich noch von privater *
solle die RegierunB ersucht werden,. 5 ergwerkaetriebe-
. Stirling
_ _ ange- .“ um Schluß der Sißung le te der Finan : iinister ,
Dasselbe wurde; dem Budgetausschuß .
Jm ungarischen Unterhause beantwortete gestern" der Minister des Innern Perczel eineJnt'erpellati-zn des“
Seite irgend welche Klage zugegangen. Das aus na m Kenntniß von den Ausführungen dex Ministexs Jud vertaZte sich hierauf bis zum 26. März. "
In einer gesicrn Nachmittag abgehaltenen Konferenz der liberalen_.Mttglieder des Oberhauses wurde betreffs der Konfessionslosigkeit eine Modifikation vereinbart, wonach die Zxage auf den Weg der Verordnung verwiesen wird. Der inister-Präsident B_aron Banfft) erklärte, die Regierung h_alte zwar_ den ursprunglichen Text des Entwurfs für bcffer, sie accrptiere aber diese Modifikation, welche die Frage nicht wesentlich alteriere; er werde trachten, dieselbe im Ölbgeordnetenhause durchzubringen.
Die gestern abgehalteneKonferenz der o positionellen
Kompromißvorschlag, beschloß jedoch, fall!; ein solcher dennoch die Mehrheit erlangen sollte, von ]eder weiteren parlamentari- schen Aktion gegen die Vorlage über freie Religionsübung abzusteben. Dem _„W. T. B.“ zufolge glaubt man, daß durch diesen Beschluß die Chancen der Vorlage bedeutend bessere geworden sind.
Wie Wixner Blättern aus Großwardein gemeldet wird, hat der Minister des Innern cinen energischen Erlaß gegen die Sammlizngen für Errichtung eines Denkmals fiir den Rumänenführer Jankow gerichtet; dicse Samm- lungen seien ein Attentat gegen das Vaterland. Der Minister
nahmen und die Sammler zu bestrafen.
Großbritannien und Irland.
Dic Kaiserin Friedrich wird dem „W. T. B.“ zu- fol € am nächsten Sonnabend über Port Vtctoria nach dem Fe tlande zurückkehren. _ ,
Wie amtlich gemeldet wird, verzögert fick) die Genesung Lord Rosebery's durch den Mangel an Schlaf; die Luft“- veränderung hat in dieser Hinsicht nur geringen Erfolg gehabt, sodaß Lord Roschery nur die dringendsten Geschäfte er- ledigen kann. _ _
Die „London Gazette“ veröffentlicht eine Verordnung des Ackerbau -Ministeriums, durch welche das Landen'von Schlachtviel) aus fast alien Ländern Europas, darunter Ocsterrcich-Un am mit VoSmen und der Herzegowina, Däne- mark ausschlic lich Islands, ferner Deutschland, Schweden, die norwegische Provinz mearken, Rumänien, Monte-negro, Rußland und Ssrbien verboten wird.
Dem Vernehmen nach i_st dsr Ministerrath überein- gekommen, den Kriegs-Mimster Campbell-Bannerman nicht für den Posten des Sprechers des Unterhauses vorzuschlagen. Wahrscheinli diirfte Sir Mathew Ridley vorgeschlagen werden. Da der gleichfalls genannte Sir Frank Lockwood in Vorschlag ebracht werde, sei wegen seiner kurzen parlamentarischen Erfa rung sehr unwahrscheinlich.
In der gestrigen Sißung des Unter aus'es erklärte der ParlamentSSekretär des Kolonialamts uxton, er könne gegenwärtig nicht “mehr sagen, als daß Sir Henry Loch die friedliche- Annahme der Swaziland-Konoention seitens der Swazis als vielversprechend betrachte. Ferner erklärte Bu ton, er höre, das; die Regierungen von Kanada und New- oundland iibereingckommen seien, in Ottawa eine Konferenz zu veranstalten zur Berathung übcr die Frage des Eintritts New-Foundlgnds in' den Staats- Virband Canadas; gegenwäxtig konne er aber iiber diese Angelegenheit keine weiteren Mittheilungen machen. Bei „der; Verathun des Nachtragskredits von 29000 Pfund
?ür Cypern beantragte LabouchSre die Kürzung des Kredits um 100 Pfund Sterling. Durch seinen Antra solle_ go, er) den „unschäßbaren“ Besiß, der . dur „nicdcrträ tige, schmußige Gaunerei“ erlangt worden“ sti, protestiert wcrden. _ Lowther bemerkte, Cypern sei keine „(1311111053 11818411i38“. Der britikYe Steuerzahler wie die Cypriotcn hätten durch die engli e Besi ergreifung der Insel Nußen gehabt. Balfour betonte: dur den Vertrag, d_urch_dcn Cypern erworben wurde, habe das _vorige Kabiner sicherlich mehr als irgend ein anderes dafiir eiban, in der Verwaltung lein- Asiens eine Besserung herbeizuführen. Es sei verfrüht, sich darüber auszusprechen, ob die-Erwerbimg Cyperzis ein politischer Fehler gewesen sei, bcvor England sehe, wie fick) die Orientfrage entw1chele. Es würde sicherlich eine große Thorhcit irgend eines Kabinets sein, wenn es bei der Un icherheit über das, was die Zukunft bringen könne, ein Abkommen aufheben wollte, das sowohl dem englischen Steuer- ?ahler wie den .Cyprwten Nußen bringe. Der Schuß-
anzler Sir W. arcou_rt tadelte, daß man die ganze Orient- frage in Verbm_ung mrt dem Nachtragskredit für Ct) ern auf: werfe. Er habesich songältig enthalten, die Frage der erpflich- tungen anzuregen, die England durch den Vertrag über die Erwerhung Cyperns eingegangen sei, oder die Frage nach dem Um- fang, i_n welchßm sie jeßt verbindlich für England sei. Das sei im wesentitchen eme rechtliche Frage. Er könne aber mit Be ug a1_1f den geforderten Nachtragskredit sagen, da er der An 1cht set, em Abkommen, wonach England verpfli tet sei, jährlich 90000 Pfund Sterling aus dxn Einnahmen Cyperns an die Tüchl zU_ zahlen, sei ein hochst unglückliches, und es _fei zweifeilos in hohem Grade die Ursache der gegcnwäriigen unbeFrtedigendi-xi Lage der Insel. Er könne jedoch“ “seine Zustimmung nicht dazu geben“, daß dem bxitischen Steuer- zther die Last einer Anleihe _zu dem Zweck auferlegt“ werde, diesen Tribut_ an die Türkei abzulösen. Er sage" “ni t, daß Engiand sich den Verpflichtungen entziehen könne, we c es geqxnuber Cygern eingegangen sei. England werde“ diese Verpfl:chtung_erftillen, so gut es nur immer'könne. Ob, es nun ein politischer Fehler gewesen sei oder" nicht, daß ?Cypern erwoxhen wurde - er habe niemals vorgexcbla en, Cyp'em-an die Turkei zuruckzuqeben. Es würde ihm ehr eid “thunzr'.-wenn er_ beantragen_ sollte, daß iiberhaupt irgend jemand der Turkei _ überliefert werde. Caine forderte Labouchßre aiif, seinen Antrag uriickzuziehen und gegen die Be- wülrgung des; ganzen Na tragskredits zu stimmen. L ab 0 u ck 6 re entsprach_ dieser Aufforderung. Der volle Nachtragskredit wurde hierau_f Mit 246 gegen 29 Stimmen bewilligt. Das
aus nahm _ odann die? erste Lesung der BW, betreffend die _ufngbme_ emxr Anlxtbe für Marinezwécke, an; durch die Bill mird eme Anleihe von einer Million Pfund Stcrking..-ge- nehmrgt, welche in Annuitäten auf bestimmte Zeit „au-de-
geben wird. . _ Fraukreixh. *
_Die “Perlobun'g'dcs Herzogs von Aosta 'mit der Prinzessin Helene von Orleans “hat nach ein'erMel- dung des „W. T_. _B.“ vorgestern Abend stattgefunden." Die Deputrrtenkammer hat gestern nach dreitägiger
Berathung die Artikel des Budgets, betreffend die_ Steuer
Mitglieder des Oberhauses erklärte lch gegen jeden,
weist die Behörden an, die gesammelten (Gelder zu beschlag;
n , Vermö ens uwachs, der _re[_i iösen_ Ver- ?Fifigkkn gen. bei de To e eines ihrer MitglieJZr. zufäl1t, an- enommen. Alle“ religiösen Gesellschaften, die s1ch_allem_ der Zsohlthätigkeit widmen, sollen von der Steuex_befrett hleiben. Ferner wurde trotz der Einsprüche des Ministxr-PräsidZnten Ribot die Steuzrbfür die nicht geneHMigten Kon: ationen er 5 t. _ gregDas „Journal officiel“ veröffentlicht die Ernennung _des Marine-Lieutenants M_andat de Gxancerx zum Marme- Aitaché bei der franzöfi1chen Botschaft in Berlin. Rußland.
Der deut e Botschafter, Gincral der Infanterie vo_n Werder hatsckzestem dem Kaiier sein Abberufungs- schreiben überreicht. . Später wuxde der Botschafter auch _von der Kaiserin und der Kaiserin:Wittwe m Abschieds: audien em an_en.
AKE dJ quricht des Gouv_erne_urs von Astrachan, daß unter der Landbevölkerung sich ein wachsendes Bestxeben “bemerkbar mache, ihre Kinder zur Schule zu _ schtxken, chrieb der Kaiser: „Man muß die Yevochrunq in dieser Für fie so wichtigen Frage uriterstußcn. Der Gou- verneur von Chers on ber1chteteI _ Das chlangen der Bevölkerung nach ElcmentarbildunYset so gwß, daß alle vorhandenen Schulen überfüllt _seien; 16 Zahl der Schulen sei schr un enügcnd. Der Kais er _machte lnerzy deri Ver- merk: „J lenke hieraus die ermteste Aufmerkmmkeit des Ministers der Volksaufklärung“,
Italien.
6 ern Na mitta, wurde in Rom der Gruqdsiein zumGDsxnkmaéfür Éaribaldi auf_ dem Monte Gianicolo elegt. Der König und die Kßnigin wqhyten denz _Akte ei; außerdem nahmen daran ibetl: Deermister-Prastdeizt CrisPi, die Minister, die 11ntc_r- Staatssekretäre, die ' räsidenten des Parlaments sowie zahlreiche _geladxne Yersönlichkeiten. Der Sindako Furst RuSpoii h_iclt eme ébeifiiklig aufgenommene (Hedenkxedc auf Garibaldi. De_r König legte alsdann in die .delimg des Grundstcms die_ Urkunde und Münzen. Das Kontgöpaar wurde sowohl bei der Ankunft, wie bei der Rückfahrt von dcr Menge lebhaft be rü t.
g ?Zer Marchese di Rudini hat gesiexn Nachmittgg i_n §Palermo eine politische Rede gehalten, worm ex namentlich die 'Nothmendi keit strengster Beobaäztung _dcr Vcrsgffung betontze, die nicht aFlein ein Vertrag, sondern _die gegenseitige Garantie zwischen dem Volk und der Moriarchie sei. _ _
Der „Kardinal Galimberti gab «ostern Abend em Diner zu Ehren des Prinzen Feinrich 711. Reuß, zu dem auch die Kardinäle Hohenlo e, Schönborn und Vaughan geladen wareix. _
Spanten. _
Der Marschall Martinez Campus.; hai_sick) dafiir aus: «gesprochen, daß Sagasta das neue Kabmet bilde_. Er selbst erklärte sich bereit, nach Cuba zu gehen. -_-- _Wie verlguiet, werde Sagasta in der Bemühung, ein Kabmet zu bilden, zunächst Gonzales und Morat berufen. _
*Der Kreuzer „Alfonso )(11.“, der gestern nach _Cadrx uriickgekehrt ist, hat die Yegatte „Königin-Regentin“ hei Uceitunas bajas in dcr ähe der Küste von Coniléam Erii- an der Meerenge unter Wasser liegend aufgefunden. Em * ast d.?s untkrgeaanqenen Schiffcs sagte ungefähr einen halbeii Meter aus dem Waffer heraus. Der „Alfonso EU.“ ist Mit Tauchern und den nöthigen Apparaten an den Ort des Unglücks zurückgekehrt. Die Nachricht von dem Schiffbruch hat ünbeschreibltche Trauer „erregt,
Niederlande.
Die Königin und die Köni,?in-Re_ge11tin ged-mken dem „W. T. B.“ zufolge Mitte Apri auf vierzehii Tage nach London zu reisen; Ailerböchsidieseiben beabsichtixzen ferner, Ende Juni oder- Anfang Juli den aus Lombok zuruck ekehrten Offizieren und Soldaten in Gegenwart d_,cs_ ©811an s Better «die ihnen zuerkannten'AuSzcichnungen personlich zu uberreichen.
Belgien.
In 1191“ gestrigen Sißuzig der Repräsentantxniammer verlangte Lorand von dem Minißter des VluSwariigcn Auf- klärungen hinsichtlich des zwischeii Belgien und Venezuela eingetretenen diplomatischen waschenfalls, ferner wunschte Lorand Aufklärung über die Thatsache, daß vergessen worde_n 'sei, über die Emeuerung dcs HandelSveriragS mit Griechenland zu unterhxmdeln. Infolge“ dieser _Unier- lassung befänden sich die belgischen Handeltreideriden in Griechenland in einer traurigen „Lage._ Der_ Minister des Augmärtigen Graf Merode gab über diese beiden That- sachen Aufklärungen, aus denen [)ervorging, dgß "mim" beide übertrieben habe; der Minister erklärte, es seien Mit beiden LändernVerhandlungen "eröffnet worden, und man werde in kurzer Zeit zu einem, freundschaftlichen Einvernehmen .gelan en, durch das allen Meinung9ve1schiedenheiten ein Ende (gema t'und alle Interessen gewährleistet werden wiirden.
Serbien. Norck) einer amtlichen Mittheilung wird der König am 26. d. M. in Belgrad eintreffen. '
Schweden und Nortvegeu.
_ Wie „W. T. B.“ aus Christiania“ berichtet, prechen die Blätter der Nech_ten die HOYWUJ aus, daß ie ver: trauliche Beraihun zw1schen dcm önige und den Ver- tretern des wedischen Reichstags einen Vor: schlag zeitigen werde, der zur fruchtbaren Ver- handlung auf der_ Grundlage der Gleichberechtigung "beider Länder geeignet sei. Das Organ der Linken „Vexdenki ggng“ ladelt, _daß der König, ohne eine Ver- ständigung mxt dex Storihmgmehrheii gesucht zu haben, den inneren norwecéischen Streit zur „Erledigung in dem geheimen Ausschu _des schmixdischen Reichstages vor- gelegt habe, was die denkbar unglücklichfte Form gewesen sei.
Dänemark.
_ „W. T_. B.“ meldet aus Kopenhagen, von gut unter- richteT-er Seite verlaute, daß die Kaiserin-Wittwe von ;Rziß_la_nd am 23. d. M. um Besuch des Köni s und der Koniqin vo_n cL_)anemai: in Kopenhagen eintre en werde. Wie „Rtßaus Bureau“ erfährt, hat Dänemark die an daßseibexrgangene Einladung zur Theilnahme an der Einweihung des Nord-Ostsee-Kanals angenommen.
_ Amerika. Aus Washington. meldet das „Reutcr'sche Bureau“,
auf eine bestimmte Antwort Spaniens, daß a_lle orde- rungen des amerikanischen Gesaxidtcn _m Madrid _aylor wegen der „Alliance“-Angelegex1het_t erfullt_ werden wurden, zu dringen, da die Ministerkrisis in Madrid es Spanien er- schwere, die Angelegenheit in der rechten Weise zu h_ehaixdeln. Aus Havanna ist in New- ork die tele raph1scheM1tthe11ung eingetroffen, der Kreuzer „ Fonde_de enadxto“ berichte, als cr sich am 8. März auf der ohe der Ostkuste von Cuba befand, habe er einen nach Nardo ts_n fabrxnden Dampfer _be- merkt. Als der „Conde de Venqd_1to“ seine Flagge geknßt, habe der andere Dampfer die br1_ttche Flagge gezeigt. .Der Kreuzer habe den Dampfer vergebli diirch xm Signa] aufgeZ fordert, anzuhalten, und darauf zwei blinde sowxe zwei charfe Schüsse auf den Dampfer abgegeben. Dcr leßxere sei nur 11/2 Meilen vom Ufer entfernt gewesen. Es sei ohne Zweifel der Dampfer .,Alliancel“ gxwesen. In New: ork ver- muthet man, der Kreuzer Hab? sicb m_ der. Flagge des Zmpfers geirrt. Der Kapitän und die Offi_zicr_e der „_Allianxe hqben cidlick) aUSgesagt, daß sie die amext amschc, nicbt _die britische Flag e gehißt hätten, als die „Allianße“ am 8. Marz von dem spani?chcn Kreuzer „Conde de Venadiw“ aufgefordert worden ei, an 11 AW. . _ _
s A?:sh Havanna wird ferner berichtet, die „Alliance“ habe auf ihrer Fahrt nach Süden 24000 Gewehre an Bord gehabt und Passagiere auf Cuba gelandet. _
In Was hin ton. 13erlautet,d_§r Staatssekretar (H res h am habe die Abberu ung des hawanschen Gesandten Thurston verlangt, weil derselbe [)81'80113- 11011 Jaka sxi. _ _
Zu dem Zwischenfall Großbritanniens m_it Nica- ragua (siehe die gestrige Nummer 11. Bl.) e_rfghrt das; „Reuter'scbe Bureau“, die Foxderung dcr Ents_chad19ung _sei dem Gesandten Nicaraguas m Zotidon Barrios uberr_eicht worden, der sie wahrscheinlich personlrch_ nach _Managua uber- bringen werde. Was die Absendung eineH KriegsYiffs nqch Nicaragua beixeffe, so würde es augenscheinlich ver ruht sein, einen derartigen Befehl zu geben.
Asien.
Das „Reuier'sche Bureau“ i_neldet_ a_us Kalkutta,_nach einer daselbst eingetroffenen Nachricht set in M_a5cat_Frieden und Ruhe “wiederhergestclit. Die Rebellen hatxenWeme Ab- findung von 16 000 Dol]. erhalten, wqrauf ste die Steliungen aeräumt hätten. Der Sultan hade ]th _den unumstritxenen Besitz. Ein französ'sches Kriegsschi? _sei in MaScat einge- troffen; aus welcher Veranlassung, er unbekannt. _ Li-Hung:Tsck)angist, wieausShrxnondsekt eme_ldet wird, gestern daselbst eingetroffen. Der Japanische imster des Auswärtigen Vicomte Mutsu bc_ga_b sick) alsbald an 5Bord des Dampfers, auf welchcm der V1 x-Komg emgetroffeii war, und kehrte danach an Land zurück. Q:.Hung-Tschang, in Bxglei- tung Foster's, erwidcrie sofort den Besuck) des 1apamschen Ministers dcs AUSWärtigen. _ Vor der Barre von quu sind nach em_er Meldiing aus Tientsin gestern Abend japanische Kriegsschiffe er- schienen, welche die Schiffe auf Kontrdbande durchsuchen. _ Aus Shanghai“ erfährt die „Times“, daß das Gcrucht von einer "japanischen Expediticzn gegeii Formosa dort keinen Glauben finde und eme Vorwartsbcwegung im Norden für wahrscheinlickzar gehalten werde.
Afrika.
Wie die „Kölnische Zeitung“ aus_Tanqer meldet, so_ll am 15. d. M. vor Casablanca em _ ampf znnschen Regierungstruppen und Aufständischen stattgefunden haben. Ueber den Ausgang vexrlautet bisher nichts. _ Eine Meldung der „Politischen Korrespondenz“ aus* Ka tro „*besagt, daß die Eventualitäteines _baldi en Rücktritts Niibar Pascha's im Auge zu behalten ici. er Abgang werd_e]edoch nicht aus politischen Gründen e.:fol en, da der Khedwe die Bestrebungen, einen KabinetSwechZFel herbxizufübren, a_uf: geßebeZi habe, sonddrn wegen seines "ungünstigen Gesundheits- utan es. “ z Slatin Ber) ist gestern in Kairo eingeiroffen.
] "Parlamentarische Nachrichten.
Die 65chlußberichte über die gestrigen Sißungen des Reichstags und des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten Beilage.
- Dcr Reichsta g erledigte in seiner_ heutigen (65) Zißung, welcher der Staatssekretär Staats-Mtnifter Freiherr v on Marschall beiwohnte, zunächst den GeseYntwurf, bxtreffend die Vornahme cincr Berufs: und ewerbezahlung im Jahre 1895, in zWEiter'Ber-athizng. _
Abg. Lenzmann (fr. Volksp.) bemazigelte dte_ Wahl _de_s Zählungstermins; im Juni babe die_Landwirtbs_chaft viel Beschafti-
ung, und infolge dessen schaffe eine Zahlung zu dtesexsZett kein_klares *“ ild der Arbeitslosigkeit. Redner wim_schte deshglb eine Volisiahlung am 1. De ember in Verbindung mit einer Arbeitslosen-Statistik.
Der“ Bevollmä tigte zum Bundeßratb, _Unter-Staatssekretär im Reichsiimi dss nnern Dr. von- thtenhurk; e_rwiderte, daß durch eine Einzelzäblung nat_ürl1ch mema s em voll- ständiges Bild ,über die Arbeitslosigkeit erlangt werden könne. Im Dezember werde eine Volkszayliing stattfinden und mit dieser Erbebun en über die Arbeitslofi keit verbunden_ werden. Der Juni sei desbaéb gewählt wvrden, _wei in_i Winter einige Gewerbe, 3. B. das Baugewerbe und die Schtffabrt,_ m Wegfall kommen Wurden und „Weil die vorige Statistik ebenfqlls tm J_um stattgefundewhabe, sodaß “man die neuen Erhebungen mit den fruheren werde vergieichen können. - _ _
Der Gefeßentwurf wurde darauf genehmrgt.
(Schluß des Blattes.)
- In der heutigen (47. Sißung des_ Hau_ses der L_lb- aeoxdneten, welcher der IZiinister der offentlichen Arbeiteti “__TbieleÖi- bkiwohnte, wurde dre Verathung der S ekundar- a n-“ “or age“'ort e e t.- „ . hNbß- Freiherr vkongErLfa (kons.) bat, _den Stimmen fur tdi? Verlegung der Linie Oberrotienbach-Kaßbutte durch dFLTt UZ! LZ- Schwßrzatbal kein Gehör zubgleben, sondern es bei dem Prox? e Uk . en. „ , das 021€? KécrkvxztaFI ug,)? aYie'ForiWiung eines DispofitlonszÖS von 5 Millidnen für die Betheiligung des Staats an ?_emEffau von Kleinbahnen ist eine Konsequenz der Verstaatlichung_ __er__ „_ __ect_1_- babnen, die auch wir als solche bewiüigenmüsfen. Ahe; es ist e en li_b, “'“" 1191,“ Finds.“ b§Wi"ist.-b.;b"2.11ß51.11.5616...? | " un , , YYY Hurerdxre ObTYKchmSn skammer, nicht aber dem Land-
bericbt vorzulegen, so baden wir keine Bürgschaft, _daß dies auch sein NacbfVlgec thun wird, Warum so_lk in; Re kerung uns nicht auch im Etat die VerwendungSzwecke dieses Funf-Mi i_otxen- FWW darlegen? Wir wollen uns nicht festlegen - bat dxr Minister gesagt. Je faber, wo man im Unklaren über die Verwendung ist wird ein förml ches Wettrennen nacb Staatsiuschüfsen für Lokalöabnxn enlsieben. Möge also die Budgetkommtsfion darauf bedacht sem, cine Béstimmung in das Geseß auf unebmen, wonach die Regierung _ verpßkchtet wird, mindestens einen“ echenschaftsbericht über die Ver,- wendung des Fonds alljährlich zu geben.
(Schluß des Blattes.)
"- DLM NLiÖSKag ist die Berechnung der _ nach dem Reichs-
bausbalks-Etak für [895/96 zur Deckun der GesammtguSgabe des ' ordentlichen Etats aufzubringenden atrikularbetträge zu-
ae angen- Danach 11111) für die einzelnen Bundeßstaxzten folgende
atrikularbeiträge fesißesteüt: Preußen 244 073 793 „ji. Bayern
51 823 973 „46, Sachsen 28531767 «M, Württemberg 18 926 773 „i_é,
Baden 14 658146 «jz, Heffen 8089 663 «jk, Mecklenburg-Scbwerxn
4 711967 .“, Sachfen-Wetmar 2656 784 „M, Mecklenburg-Strel1ß
798 262 „M, Oldenbmg 2892 056 „je., Braunschweig 3 289 688 „16,
SachschMeiningen 1 823 643 „FC., Sachsen-Altenbura 1 392.093 „116,
Sachsen-Coburg und Gotha 1 682 538 „161, Anhalt 2 215 784 „15, Schwarz-
burg-Sondersbausen 615 208 JM, SchwarzburgeRudolstadt 699558 .“,
Waldkck 466 690 “M, Reuß alterer Linie 511281 „jk, Reuß [un erer Linie 976146 „76, Schaumburg-Livpe 319 075 „161, Lippe 1046 89 sii, Lübeck 623151 „66, Bremen 1470 136 „ju. Hamburg 5071984 «4x,- Elsa Lothringen 14 200 328 „15 Mithin find im ganzen an Mqtn-
kular eiträgen aufzubringen: 413 567 385 «x(. Für das_EtcitNahr 1894/95 waren im ganzen angeseßt: 397 507 820 „16, Mithin fur das EtatSjabr 1895/96 mehr: 16 059 565 „FC
- Die )(17.Kommission des Hauses der Abgeordneten zur Vorberathung des Antrags der Abgg. von_Schknck_endorff und Genossen, betreffend die FördYrung d§_r_ korperlicbeii und werktbätigen Erziehung in den Schulen wie 11) den Lehrer: und Lebrerinnen-Semtnaren, Hat sich konstitutert. Vorst endet ist der Abg. Jerusa1_e nt, SteÜertreter des Vorfißenden der bg. von Kölichen, Sckniftfübrer die Abgg. Conrad und Wetekamp.
- Die )(7. Kommission des Hauses dxr Abgeordneten zur Vorberatbung des Geseßentwurfs zur_'Era_anzur_ig des Ge- setzes, betreffend die Fürsorge fur_dre Wittwen_und Waisen der Geistlichen der evangelischen Landeskirche in den neun älteren Provinze_n, vom_15. Juli 1889, bat sicb konstituiert und den Abg. Dr.CHrafen Bassewrß-Leveßow ziim Vor- sitzenden, dkn Aba. Haacke zu desien S_tLÜyLrt_reter und _die Abgg. von Trott zu Solz und Riesch zu Schriftfubrern gewahlt.
-- Von dem Abg. Nadbyl (Zenit) ist im Hause der Ab- geordneten nachstehender Antrag eingebracht _worden: _ _ _
Das Haus der Abgeordneten one beschließe_n: Die Komglicbe StaaiSregieruna zu ersuchen: Bebufs beffexer und emgebenderer Bxauf- sichtigung der VersicherungsgkseÜscbaften, insbesonderx _der landwrrtb- fcbaftlicheii VerficherungégeseÜsMften auf GEgenseixtgkeit (Ha el-, Vicb- 2c. Versicherungsgksi-Üscbaften), _erficioerungstecbmsch vorgebi d_ete Beamtiü in die auffiebtführenden Mljlißeklala und Regierungskollegren einzuste en.
-- Von den Mirgli-édyrn der kon servativen, 7:91: _fre_i- konservativen und der nationalliberalen_ Parte! '.st im Hause der Abgeordneten folgender Antrag xmgebracbt wvrden:
Das Haus der Abgeordneten one beschließen; Der _err Präsident wird beauftragt, dem Fürstin 13911 S_BiSmarck aniaxßlich „ seines bedorstebenden Geburtsfcstes dre Gluckwunscbe des Hauses der Abgeordnsten darzubringcn.
Kunst und Wissenschaft.
,„n ("ano in der italienischen Provinz Pesaro ist_ in der ?)?acJt vom 6. auf den 7. März_ (UZI de_x_Kirche S. Paterniano das der Familie Mariotti gehoxigc be- rühmte Bild von Guercino „Dqs _Verlobntß_ der Jun fra-lii Maria“ (110 811081111210 (18113- 7817Z'1116) gcstdgblen worden. Der Diebstahl ist durch Herazxss nerven der Leinwand aus dem Rahmen verübt woxden, wobei,be_onder6 auf der rechten Seite (vom Bcschauer aus) ziemlich ungesch1cktv_er- fahren worden ist. Die Höhe des Bildes, das oben abgeryndet ist, beträgt 2,95 111, die Breiie 1,775 111. Es stellt drei Haupt- fi uren in einer Nische des Tempels dar: _Recbts vom Ye- s auer steht Joseph, die lirzkc Hand auf die Brust_ zuruck- liiegend und im Begriff, mit der r_echten den Traurmg der Maria darzureichen. Diese steht links, dqs Haupt geneigt nnd die linke Hand zum Empfang des Ringes ausgestrexkt. Jri des Mitte zwischen beiden Personen st_eht _etqu erhoht dcr Hohepriester, dus Haupt bedeckt mxi einer doppel“;- eh'örnten goldenen Mitra. Als Nebenfiguren befinden S1, im Hintergrunds [in_ks zwei Frauen". Da es nicht aus: gYchioffen ist, daß die Diebe versuchen werden, _das Kunstwerk, dessen Werth 50000 Fr. betragen soll,_1n Deutichland zu ver- werrhen, so empfiehlt es ZKrb, das Bild, falls es etwa_ zum Kauf an eboten werden sollte, _anzuhalten und der nachsten Poiizeibe örde schleunigst Mittheilung zu machen.
Der Wirkliche Geheime Rath, Yrofeffgr 'Dr. von Gnetst kann beute sein 50jäbriges Jubiläum als Univcrfitats-Projeffor begehen; deim am 20. März 1845 wurde derselbe (nachdem er mr_November 1839 als Privatdozeni an der hiesigen Hochschule sich hahilttiert hatt?) zum außerordentlicben Professor ernannt. Die juxtfttsche Fakultat der Berliner Uniweisität, der er ununterbrochen fett deiii * egirm seiner Lebrihäiigksii angehört, hat ihrem verehrten Senior eme Adresse nach Locarno - seinem gegenwärjigen Aufeytbalt -_- gesandt_ und d“. Senat auch seinerseits dem Jubilar die herzlichsten Gluckcvunscbe " ermittelt. „ „ , _ Uh - Der derzeitige Rektor der Universitat Wurzburg, Gehmm
?: R chte Carl von Oxiscb ist, wie deni ?YYT. YHZfZsIZrheUT gemeeldet wird, an einem Schlaganfcsü gestorben.
' , T ierkrankheiten mid Absperrungö- - Gesundheitswesen Yaßregeln.
Preußen. __ ierun sbezirk Oppeln. Der Regieruygs-Prändent bat
unterRFegm 9. PJärz 1895 zur öffentlichen Keiztitmß gebrcicbt, daß, nachdem die Chol'eraepidemie in Galizien voüiiandig erloschen, d1e„ Verordnungen vom 25. Juli, 28. September, 24. Okiober, 22: No- vember 1894 und 23. Januar 1895, betreffend die Meldepflicht_ der aus den als Cboleraberde erklärten alizischen Bezirken zugeretsten Personen, sowie das Vérbot der Ein?ubr von Leibwäscbe xc. aufge- hoben worden xeien. (Ver [. ,N.-A.“ Nr.-185, 237, 259,284 vom 8. August, 8. Oktober, 2. ovember, 3. Dezember 1894 und Nr. 28 - vom 31; Januar 1895.)
Ramänien.
Die Könipli'cb rumänische Regierung hat mit Riicksicht auf das Erlöschen der Cholera in Galizien beschloffep, _sam_mtliche at) den Grenzpunkten von Burdujeni (Botuscbanid, MicYallZm ( Dorohm) und Cornu-Luncei (Suceawa) bisher für Maffßnzuzuge von Arheiterxi in Geltung befindlichen gesundhsitlichn Revifions- und Desinfektions-
tage Rechens aft über die erwendung zu geben. Wenn
Die Regitsrung der Vereinigten Staaten“ sei nicht Willens,
“"ck der inisier- bereit ist, uns
einen Rechxnfchafts-
anordnuugen außer Kraft zu feßen. (Vergl. ,R-Anz.“ "Nr. 277 vom 24. November v. J.) -