In derselben Zeit ließ fich_ im Saal des Klubhaus es (Pots- damerstr. 9) die Konzertsängerm Frau Therese Dreßler-Heß böten. Ihre Stimme hat nur in der öhe einigen Woblklang, die Tiefe dagesxn hat wenig Kraft, auch it die Intonation nicht ganz uber, wabrend die Aussprache nichts zu wünschen läßt.
nter den zahlreichen Liedern von Winker, O. Eichberg, Franz„E. E. Taubert, ermann und'Rossini ge augen der Sän erin das heitere Volkslied . brais und du: Mutter“ sowie zwei hü sche Lieder von „E. E. Taubert und Rosfim's „1.3. agroraUa (1911' YP“ am besten. Der oft und gern gehörte Cellist err Otto Hutschen- reuter unierstüßte das Konzert durch den wohlgelungenen Vortrag zureier Soli von M. Bruch und Davidcsff, die gleich den Gesängen nut regem Beifall aufgenommen Wurden.“ '
' Jm Königlichen Opernbaus-z muß beute Abend die an- gekündigte .Ntenzi“-Vorste11ung ausfallen, da Herr Sylva, wohl infolge der „ vorhergehenden anstren ;enden fFrohen, Von einer plößlichen Ferserkeit befallen wurde. .Die Au übruna it nunmehr auf Sonna end an eseßi. -- Morgen findet der ])(. Gympbonir- Abend statt. Die ffentlicbe Hauptprobe ist um 12 Uhr Mittags. «ck Yertxauf der Billets hierzu (2 und 1 «M) finde: bei Bote und a .
_Das Berliner Theater wird dcn "MYR" Geburtstag des "ten Bismarck auf Einladung des „Birliner ismarck-Ausschusfes" ) eine Festvorsiellung feiern. Der Abend soll durch den Vortrag
einiger Gedichte von Paul Heyse und Ernst von Wildenbruch einge- leitet werden, und sodann soÜ eine Aufführung von „Minna von Barubelm' in auSerlesener Rollenbeseizung folgen. Nuscba Buße, Otto Sommerstorff und Teresina (Geßner werden an die1em Festabend zum ersten Mal nach ihrem Urlau im Berliner Theater wieder auftreten. *
*“ ' Das Programm des großen Konzerts, welches der Kölner Männer-Gesangverein (Dirigent: Jos. Schwary)_ morgen AbendZUbr (zum Besten der Kaiser Wilhelm-Gedachtnrß- kirche) in der Philharmonie veranstaltet„ bringt eine Reihe der bxrvorragendsten Nummern aus dem Repertoire des wohlberufenen Vereins, darunter „0 b0116 „]SZU“ don Palestrina, „Ritornell“ von Robert Schumann, „Frühlingsnaben“ von Kreußer, „Wald-
eben“ . von E. Weber, ferner sechs altniederländiscbe Volks- “ eder für Männerchor, Tenor- und Bariton - Solo mit Orgel und Orchester, bearbeitet don Ed. Kremser. - Das nächste Konzert des Stern'schen Gesangvereins (Direktor
rofeffor J. Gernsbe im) findet am Montag, den 25. März, statt. ur Auffubrung kommen Humperdinckis Chorwerk ,Die Wallfahrt nach Kevlaar' (Welches bei dieser Gelegenheit zum rrften Mal in Berlin zu Gehör gelangt) und das ,DeutscheRequiem“ von Brahms.
"r die Solopartien sind die 'Sopranistin Fräulein Dorothea
midt aus Frankfurt a. M., die Herren Emil Pinks (Tenor) und Iobann Méschaert (Baß) gewonnen. _ Der Pianit Guido eters aus Wien hat für 1rin an demselben Tage im Saal echftein unter Mitwirkung des Königli en Kammer- musikers Herrn Hu :) Dechert stattfindendes Konzert e 11 Programm festgeseßt, welches 5 ertboven's Sonaten für Cello und ianoforte in D-äur, op. 102, und in .4-änr, on 69, sowie Mendels obn's Thema und Variationen, 013- 17, bringt. ls Klaviersoli wird der Konzert-
eber die U01U6Ub8 wusjoa18“, 01). 94, Nr. 1, 2 und 3, von Schubert, Mozarts Sonate in ck)on und Beethoven's Bagatelle op. 126, Nr. 4, spielen. '
Im Konzerthaus 6 bringt Kaprllmersier Meyder morsen eine YrÉZFer-Suite, betitelt ,Regatta-Btlder“, von Zedtwiß zur ersten _ u rung. -
" Mokgén Abend 75 Uhr wird Herr Mufikdirekior Otto Dienel in der Marien-Kircbe seinen zweiten Orgelvortrag veranstalten und dabei die Solostimmen der imposanten neuen Orgel vorfübren. Zur Erinnerun an des hochseligen Kaisers Wilhelm 1. Geburtstag wird derselbe onzertbariationen eigener Komposition über „Deutsch- land, Deutschland über AlleS“ unter besonderer Verrvendung der :1'11135 mirubüjg spielen. Die Damen 2Fräulein Aung Blaauw und Fraylein Clara Neiper werden Duette, MM und Lieder yon MendelSYobn, Beethoven und Nicolai zum Vortrag bringen. Ejnla karren zu 1 «;ck sind bei Bote u. Bock, beim Küster der Marten- irche und am .Konzert-Abend in der Sakristei der Kirche zu haben.
b icht Vom 21. März
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Tr . . . . 755 ONO 3,wolkenkos
1) Reif- 2) Reif.
Uebersicht der Witterung.
Das barometrische Minimum, welches estern über Südwestfinland lag, ist südostwärts na em nnern Rußlands fokkgesädtittenzwäbrend nördli von chott- lan eine neue Depresfion erschienen ist, welche süd. ostwärts, fich fortzupflanzxn scheint. Ueber Zentral- an “dauert die Vorwwgend nördliche bis westliche UHL FMM fsrziixtkteerraxxren Einßsrtxß YFM» Freitag: ra rzem ere eganaen . e . 3 .Land ist .das Wetter kalt, im Westen meist MY, Carl
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Hypochonder.
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Sonnabend:
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Deutscbe Seewarte.
Théateereigen.
ngluhe §chansrnelr. baus. ». Symphonie-Abeud der Königlichen Kapelle. Dirikzent: Zen Felix Weingartner, König- ter. FU U r. MÜUYS 12 Uhr: Oeffent iche Hauptprobe. ymsrhvnü-Abeud am 13. April 1895. aus: Keine Vorstellun
der Letzte der Tribunerr. „ in 5 Akten von Richard Wagner. Banet von Emtl Graeb. Anfang 7 Uhr.
Schauspielbaus. Alten sun eu. Lustspiel in 4 Aufzügen von Karl nfang 7é Ubr. "
Drutsrhes Theater. menis-Vorstellung): Blau. -- Dann: Drohnen.
Sonnabend: Die Weber“. Sonntag, 25 Uhr: Die Weber. -- 74 Ubr: Blau. - Dann: Drohnen.
Berliner Theater. ments-Vorstellung): Heimat!). Anfang 71; Uhr.
Sonnabend, “Zi Uhr: Nathan der Weise. (Er- mäßigte Preise.) - 75 Uhr: Madame Sans-
One. Sonntag, 25 Uhr: Heimat!]. - 75 Uhr: Der
Friedkin) - Wilhelmnädti [ck25 Theater. Cbauffeeftraße 25/26.
Der Oberstei er. *O ereite in kten llvon HTT. Hm F edv Diri . . e: r .
im Osten vekäüdser "WH kik Niedersäplaaüßx- Kabelthiieiitrer Bae reich. ErmäßigtkPreife der Präs.:
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onna end: Der Oberßeiger.
Rezir- Theater. re ag: Der el e T kiel. S warf! in ?Nosüen onAléxatsidrliethiffY' am chSch k ““"“" er- *- or er: u ere a e.: w' ,
in 1 Akt. Anfang 711 “UK ' “an““
Mannigfaltiges.
Der große „Bismarck-Kommers', welchen die Schülerinnen der Akademie der Künste, der Kunstschule, des KunstgeWerbe-Museums und der Baugewerkschule gestern Abend in Keller's Festsälen ver- qustaltei batten, nahm einen woblgelungenen Verlauf. Im Auftrage des thstxrs der eistlicben rc. Angelegenheiten war der Geheime Ober -_ixiegterungs- atb MüUer “er rhienenk, ferner nahmen viele akademnche Lehrer daran tbeil. Die ereine, deren Wappen, Banner und Standarten in wirkungsvollem Arrangement den Saal schmückten, waren zahlreich vertreten. Am Ein ang des Saals war die von dem Studierenden der Unterrichts-Anstat des Kunst ewerbe- Museums August Bethaus emalte Adres se ausZestellt, we che un- miitelbar nach Schluß des ommerses an dén Fursten Bismarck ab; gesandt wurde. Die Adresse, Welche die Form eines Banners hat, zeigt im Mittelfeld die Büste des früheren Reichskanzlers, der die Kunstler ibre Huldigungen darbringen. Darüber prangen die Worte: „Ew. Durchlaucht senden in treuer Verehrung und Liebe die herzlichsten Glückwünsche zum 80. Geburtstag die Jünger der Kunst. Berlin, den 20. März 1895“. Unten sieht man in strahlendem Sonnenglanze das Brandenburger Tbor. Die breite Bordure schmücken die Wappen der betheiligten Vereine. Die Adresse wurde von allen Festtbeil- nehmern unterzeichnet. Cine Reproduktion war dem Festprogramm beigelegt. - Das Präsidium des KommersesYübrte 55116, arr. „ aul Warncke, der Dichter des preisgekrönten „5 iswarckliedrs“. ?) ach- de'm 55116. arab. Kleinert Seine Majestät den. Kaiser gefeiert batte und das eben erwähnte_ Lied - crklungen war. nahm der Präses das Wort zur Festrede, m der er ein Bild von dem Leben und Wirken des ürften Visitiarck entroüte und aufforderte, ihm nach- zueifern in dem ingebenden Streben nach hoben Idealen. Die Gäste begrüßte Arno Sellin vom akademischen Verein „Teutonia'. Im Namen der (Gäste antwortete sodann der Geheime Ober-Regierungs- Rath Müller, indem er auf die hohe Staatskunst Bismarcks hinwies. Der Redner gab ferner seiner Freude und dem Danke für die Ver- anstaltung Ausdruck und schloß mit Einem Hoch auf das Festcomitéz.
ur Feier des 80. Geburtstags des Fürsten BiSMarck veran tasten die BerlinerBuchhandler, unter Führung des Ver- bandsvorstands für den Kreis Brandenburg und unter Betheiligung aller Gehilfenvereinc, am 30. März, Abends:?) Uhr, in den Gsrmania- sälen, Chausseestraße 109, emen Festkommcrs. Herr Dr. Rudolf Genée wird dir Festrede halten. *
In der St. Hedwigskircbe fand heute Vormittag ein feierlicher Trauerxiottesdtenst für den verstorbenen Freiherrn vwn Schor- lemer-Alst statt, welchem zahlreiche Abgeordnete der Zentrums- fraktion des Retcbstags und Landtags, sowxxit diese nicht wegen Theil- nahme an, der Beiseßung von, Berlin abwesend sind, beiwobnten. Das Reqmem wurde von dem Propst ])r. Jahnel zelebrii'rt.
Köpenick, 20. März. Die hiesige,- Stadtderordneten-Versamm- lyng hat heute dem VertrRe mit dem Unternehmer zugestimmt, drr eme Mrztorbabn vom abnbof Spindlersfeld über Köpenick nach dem =,Muggrlscblößchen“ und von dort am Teufelssee vorbei nach dem
'.Wendenschloß“ bauen wil].
Breslau, 21. „März. Unterhalb Oblau ist, wie „W. T. B.“ meldet, gestern der mrborigen Jahre errichtete Oderdamm infolge des Eisganges durchbrochen und die Feldmarken Weithin unter Wasser geseßt wvrden. '
Köln, 20. März. Wie der „Köln. Volks-Ztg.“ aus Wes cl gemeldet wird, sind bei einer Dynamit-Exp osion auf einem dort lagernden Schiff 25 Personen geiödiet worden. Das Schiff ist vöÜtg zerstört und eindaneben liegendes Schiff" in Brand geratben. Im weiteren Umkreise find eine Menge Häuser eingestürzt.
Köln, 21. März. Ueber die Explosion eines Dynamit- scbiffs bei Keeken wird der „Köln. Ztg.“ berichtet:- “Jm Anfang
Februar suchten bei drm Dorfe Kerken, nordwestlich von Kleve und .
nicht weit von der holländischen Grenze, sieben mit Dynamit und
Pulver beladene Schiffe, die nach Antwerpen bestimmt waren, vor .
bild in 4 Akten" von Victorien
Freitag : Opern-
Refidenz - Theater.
nian Direktion: Sigmund Lautenbxrrg.
Gro e tragi che Oper ß s kontrakt.
79. Vorstellung. Wie die
„.___-. "mann und Julius
Freitag (26. Abonne- personal. Anfang 75 Uhr.
Freitag (28. Abonne-
Große
Sonntag, Wohlthätigkeits - Vorstellung. Vlenke.
von Fr. ase. Der
Hierauf: ue Partie Vorbereitung: Keine Vorsteüung.
Sonnabend: Zum Suzette. Musik von Edm'ond Audran.
dem Engang Schuß im sJmannten Alten Rhein und froren bier bald darairf „bet der dem rsgang folgenden roßen Kälte ein.. Die Polizetbxborde batte angeordnet, daß die Schi?“ je 100 111 von ein- ander, liegst! myßteti. Die Re ierung u Dü eldorf verfügte ferner im "Einverstandxnß mit deanchi Zeigent ümern und der Strombau- beborde, dg im Falke emxretender Eisstauungen die Ladun der Schiffe gelo cht und, nacb einer. erhöhten Stelle am Lande gebracht werdeii folie. Als dre Kalte anbtelt und der Rhein zuftor, ging man an die Loschunkz und brachte Dynamit und Pulver, zusammen an 159000 15,53, an den Lagervlgß Schenkenscbanz, der 'gleicb oberhalb Keeken liegt. Da der Eisgang ' vorüber “st, Wurde vor e*“tern be onnen,„dte Sprengstoffe wieder in die Schiffe zu laden. (Feiern A'end zwischen 5 und 6 Uhr nun explodierte ein Theil des Dynamits. Dre Wirkurig der Explosibn war entsetzlich. Eines der Schiffe ging FMM Tr_ummer „und eines gerirtb in Brand. In den nächsten ' orsern sturzten Hauser infolge des ungeheueren Luftdrucks ein, und in allen „Stadien urid Ortschaften in Weitem Umkreise gin en zahllose Glasscheiben“!!! Trummer; In dem 8 km von der S enkenschanz entiernten Klebe ivar dt_e Wirkung der Explosion so stark, das; Tburen und Fenster auislogen und vielfach Schaden angerichtet wurde. Tausende von Klevern eilten auf den Schloßberg, von wo aus man Rauch und Flammen an der Schenkenschanz beobachten konnte. 'In Dinslaken _außerte sich die plößlicbe heftige Luftersckiütte- rung mtr drei im Zeitraum Von 1 bis 1zSekunden erfolgenden Sto ez: gegen die beweglichen Tbüren und enster der äuser. Die Crs emung „wurde, an vielen Orten als rdbeben aufgefaßt. Die Meldungxn uber die Zahl der durch die Explosion an der Unfall- thlle Zethdieten Personen geben auseinander; sic schwanken zwischen „ un ..
Linz, 20. März. In Rottenxgg bei Ottensheim wurde in der. vergangenen Nacht etz! Haus durch eme Lawine verschüttet und zer- stört. Unter den Trummern des Hauses wurden, dem „W. T. V.“" zufolge, drr: Personen todt aufgefunden.
Triest, 20. März. Der Lloyddamvfer ,Pandora“ erlitt,. laut Meldun des „W.T.B.“, auf der Rückreise von Brasilien einen Bruch der roveÜer-Axe und. mußte deshalb Von dem englis en ngyfer „Poiosi“ nach St. Vincent geschleppt werden. blieb wasserdicht.
Atben, 20. März. Gestern Abend 6 Uhr Wurde hier ein ziemlich- starker Erdstoß wahrgenommen.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen. , “
Sr. etersburg, 21.- März. Das „Journal dr St. Péters ourg“ „s reibt? "„Die Abreise des Generals von Werder erregt cmtimmiges Bedauern in den amtlichen russischen Kreisrn, im diplomatischen Korps und der ganzen St. Petßrsbrirger Gesellschaft, wo man die ,!)er- vorragenden Fähigkeiten, den feinen Takt und das korrekte Verhalten des Generals bo schäßte, welche Eigenschaften .so sehr dazu beigetragen haben, aß freimdschaftliche Beziehungen zwischen den beiden. benach'bartenNetchen unterhalten werden, und my man nichr minder die „Vornehmhcit seines Charakters- und eme große Liebenswürdigkeit s' äßte.“
, uch die deutsche „St. Peters urger Zeitung“ schreibix „er *baben m Berührung mit mannigfachen „Kreisen ausschließlich Worte, aufrichtigen Bedauerns über das Scheiden dieses bexwährtexi Vermittlers zwischen Deutsch- lqnd und Rußland gehort.“ Das Blatt weist darauf“ Hm, das; gute ireundscbaftlichc Beziehungen zwischen Deutsch- and und Rußlgnd, wie sie in der Person des abtretenden. ZZZtsckZafters verkorperi sind, ein großes Glück für beide Lä'ndrr'
8 en en.
| Sonnabend: Zum ersieriFiale: Ferréol. Sitten-
Saxrdou. Sonntag, Nachmittags: Vorstelrung des Vereins für Volksanterhaltung. -- Abends:
Biumenstraße Nr. 9.
uand'sGhekontr-rkt. (M 5, 1a pabdö.) Schwank . in 3 Akten von GeorgesFeydeau, in deutscher Be-
Sonnabend: Opernhaus. 73.Vorf?el1ung. Rieuzi, arbeitung Von Benno Iacobion. Anfang 74 Ubr. Sonnabend und folgende (Cage: Fernaud's Ehe-
ThealerUnter deuii'inden. Vehrenstr. 55/57. Direktion: Iuiius Frißstbe. -- Probekuß. Operette tn 3 Akten von Hugo Witt- Bauer. Musik Von Carl Millöcker. _Jn Scene geseßt von Julius Frißsche. Dirigent: Herr Kapellmeister Jedermann. - Hierauf: Grand Ballabile,- ausgeführjz vom ganzen Ballet-
Sonnabend: Neu einstudiert _: Nation. in 3 Wien von F. Zeil. Musik, von Richard Genée.
Zentral-Thrater. ALT: Iakobfiraße Nr. 30. Direktion: Richard Schals. - Emil Thomas a. G.
Freita : “Zum 35. Male: Unsere Rentiers. offe mit Gesang “und Tanz in 4 Akten , von W [helm Mannstädt und Julius Freund.“ Musik von Julius Einödsbofer. In Scene eseßt vom. Direktor Richard Schuiß. Anfang 7i U r. den 24. März, Nachmittags Zé Uhr:
„ ' OScar Die Leibrente. „MMUY'TUW- . Freitag. Der Geizige. "" 5 Akten von G. von Moser. Hierauf: Niobe. Axifan 7; Uhr. Gastspie Königslientnant. --
Gasts iel bomFr. Haase. Marcel. - Jm Vorzimmex Sr.,E regenz. - Marien- sommer. - Eine kleine , efalligkeit.
Adolph Erna-Thealer? Freitag: Wegen
ersten Male: Vaudeville in 3 Akten von Ordonneau.
(Fortseßung des Nichtamtlichen inder Ersten Beilage.)
L_ieban-Globig, des Gro berz. bessiscb. Kammer- vtrt. Herr_n Max Pauer ( l.), fow. d.Orchesters* der Köm [. Hochschule für Musik (Dir.: Herr Prof. R. auSmann). “
_. Familién-Narhritbten.
[77095] ' Am 18. d.„Mts. verstarb nach längerem Leiden der Königliche Landgerichts-Pxäsident Herr von und zur Mühlen, nachdem er bis vor wenigen Wochen mit unermüd- licher Pfticbttreuc sein Amt versehen hatte. Wir ane. betrauern in ihm einen durch hervorragende Griffesgaben ebenso _ als durch Lauterkeit der Ge- sinnung und Freundlichkeit seines Wesens ausgezeich- neten Beamten, dessen Andenken wir stets hoch in
Ehren halten““wcrden.
Ferréol.
Freitag :, Fer- .
Freitag: Der
gerechten als humanen Vorgeseyten. Dortmund, den 19. Marz 1895. Die Richter, Staatsanwalte nud Rechtöautvalte des Landgerichts in Dortmund und die Richter“ der: Amtsgerichte des Bezirks. „
Operette
VYlobt; Frl., Mathilde von Tbümen mit Hrn. Sec.-Lieutenant Carl Mauve (Hannover). _ Frl., Maria-Tberese von Colmar mit Herrn Referendar und Lieutenant der Res. Eugen von Wierersheiiw
(Berlin).
eboren: Ein Sohn: rn. _auptmann Curt von Kronbelm (Brikg). -- rn. F nanz-Ratb (Ernst von Seydewiß (Dresden). - rn. Rittmeister yon Kritter (Pleß). »» Eine (hier:, Hrn- Major Werner von Albensleben (Darmstadt). - Fru. Landrichter Pilling (Altenburg). - Hrn. ieutenant von Poncet (Liptin bei DirsÖel O.-S.). -- Hrn. Postdirektor,kZHauptmann a. D. Wiedner
., (Friedeberg i. Neuma ). Gestorben: Hr. Rittergutsbefißer Alexander pon. „Schalsibq (Fro nau, Kr. Brie . _- r. General- ' «Zippel Oldenburg').
Emil Thomas Schwank in _
Madame
Major 3. D. lexander von
"__-„___-
Konzerte. Konzert-Qans.
Freitag :
usik von
ld und U) . Weit. gent: Herr
“.Die “lustigen Weiber von
dtwi. bt ..D ?Meintz Panasie a on
Schiffbauerdamm 4.5.75 philharmonie, deut! von G. von , Vereins, Di g.: Jos. 'der Opern-
!.
Konzert. Oitv. .Die diebifYYinsster“, Rossini. 11 or“, ,Regatta-Bilder", Suite f. Orchester * ("M von Juan" von ozart. Trauux', Walzer von Waldteufel. „Am Morgen? f. Piston v. Woiff (Herr Werner).
Freitag, Anfang" 8 Uhr:
27a: Besten der Kaiser Wilbelm-Gedäckxtuiß- rche: Kon ert des Kölner Männer-Gesaug- Schwarß, unt. güt. Mitw. und ' Konzertsängerin Fr. Helene
- Hr. Bruno von Versen, aus dem Hane Crampe (Köslin. - Hr. Hauptmann a. D. Gim her von chweinichen (Au ustenbof bei Dus nick, Posen). -- Hr. Carl Frßr. von Stem zu Kochberg (Berlin).
Karl Rehber- Nicolai.
Verantwrirtlicher Redakteur: S i em en r o th * in B e r l in. Verlag der Expedition (S ck o l z) in B e r lin.
Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlag!- Anstalt, Berlin' ZW., Wi belmstraßeNr- 32.
Sieben Veilagrn (einschließlich Börsen-Beilage).
Das S iff"
* forschung d.?r Hygiene in unseren Kolonien richten.
Seine Untcrgebrnen verlieren in ihm einen ebenso,
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Tcutscher Reichstag. 65. Sißung vom Mittwoch, 20. März.
Ueber den Beginn der Sißurig ist bereits “gestern berichtet worden.
Nachdem das _aus in zweiter Vrrathung den Geseß- entwurf, betreffend ie Vornahme e_1ner Berufs: und Gewerbezählung im Jahre 1895, angenommen hat, kommen die von der Kommission dazu beantragten Refb- lutionen zur Beratbung. Diese Resolutionen gehen dahin, die verbündeten Regierungen zu ersuchen: „ , ' , „ 1) Die Frage nach den Quittungskarten ' fur die Invalidttats- und Altersverficberung falien zu lassen; 2) die Frczge nach der Be- schäftigung ge en baaren Lohn nicht nur auf dre Personen uber 16 Jahre zu be chränken; 3) in dem Erwerbefragebogen zu Frage 12 auch nach der durchschnittlichkn Kraftleistung der benußten Wgffer- triebwerke (Wa erräder, Turbinen) zu fragen; 4) es den Einzel- regierungen zuü erlassen, Zusaßfragen zu stellen oder zuzulaffen, ms- besondere nach dem Geburtsort und der Adreffe_ des Arbeitgrbers, falls die Verallgemeinerung dieser Fragesteliun fur das ganze Reich unibunlich erscheint; 5) am 1. Dezember 18 5 eine Voikszäblqu stattfinden zu lassen und bei drrselben die ayi die Arbeitslosigkeit bezüglichen Fragen der Zählunß vom 14. Juni 1895 zu wiederholen.
u Nr. 4 dieser Anträge bemerkt der " . evollmächtigte zurn Bundesratb, Unter - Staatssekretar im Reichsamt des Innern Dr. von Rottenburg, _da? das_Rechr der _Einzelregierungen, Zusaßfragen zu stellen, ganz zweifel os set,
Das „Haus stimmt dem Resolutionen zu.
Eswird sodann die zweite Berathuyg des Etats dxzr SchußYebiete in Verbindung mit den darauf bezüglichazn Tiieln es Etats des Aus:"värtigen Amts fortgcsrßt. Beim Etat für Kamerun befurwortet der
Referent der Vudgetkommisswn Abg. Prinz von Arenberg (Zentr) die Bewilligung des geforderten Reichszuscbuffes bon 600000 “;ck Der Zuscth sei rrforderlicl) geworden durch die norb- wenkige Vérstärkung der chußtruppe in Kamerun und durch Bauten.
Abg. Bebel (Soz.): Die Regieruna imi. im vergangenen Jahre eine Unrersuchung über die gegen den Assessor Weblan vorgebrachten Beschwerden zugesagt.* Ich erlaube mir, die Anfrage an die Regie- rung zu richten, welches Ergebnis; diese Untersuchung gehabt hat.
Bevollmächti ter zum ?Bundrsrcith, Direktor der Kolonial-Abtbeilung im Auswärtigen “init ])1'. Kayser; Diese Untersuchung ist beendet. Da der Assessor Webfan aber durch seine Abkommandierung zum Aus- wärtigen Amt seine preußische Beamtcnqualität nicht verloren hat, so sind die Untersuchungsakten und das Ergebnis; der Untersuchung dem Üreußnchen Justiz-Minister, Welch€r noch immer der Vorgeseyte des
riioi's Wehlan' isi“, übermittelt morden. Die Entscheidung Von dieser
„.it?- siebt noch aus. Wenn man erwägt, welche Haltung das Aus- waritge Amt in Sachen Lrist eingenommen bat, so wird man erwarten können, daß die Haltung des Auswärtigen Amts in Sachen Weblan keine andxére sein wird. - ,
Abg. „Dr. Hammacher,(n[.): Ich möchte die Aufmerksamkrit der KolonralVLrwaltung auf dtL Notbkmmdigkeir einer gründlichen Er- , , _ Die Aufsteaung einer Tropenbygtene tft die erste Vorausssßung für die Bestedelrmg unserer Scbnßgebiete.
Bevolimacbtigter zum Bundesraib, Direktor der Kolonial-Abtbei- lung im Auswärti en Amt 1)r. Kayser: Die Kolonialvxrwaltung ist schort-seit'JaHren emüht, die hygienischen Grundsäße für den Auf- enthalt in den Kolonien festzusteUen. Zu diesem Zwscke ist vor zwei Jahren ein Laboratorium in Kamerun gegründet worden, das unier der .“:rr'fflichen Leitung des Herrn Dr. Plrbn stsbt.' Für den gleichen
Werk ist in den nächsten Etat eine Summe für die Errichtung sines aboratoriUMs in Bagamoyo eingesteüt.
Der Etat für Kamerun wird bewilligt.
Ohne Debatte genehmigt sodann das Hans den Etat fÜr
Zum Etat Für das Südwestafrikamsche Schuß- gxebiet nimmt das Wort der Abg. Graf von Arnim: Es wird für unsere südwestafrikanische Kolonie ein Zuschuß grfordert, der um 700 000 ck16. höher ist als der im vorigen Jahre bewilligte. Das ist aber nichr verwunderlich; denn unsere kulturelle Tbatigkeit in Deutsch-Südwesi-Afrika so!]. ja jeßt erst bc! innen. Wir“ haben leider eine kostbare Zeit Verloren; denn wir im en bisher das System der 9951135 135911st in Südnoesi- Afrika angewandt, das beißt: wir haben immer _mit kleinen Mitteln versucht, den Gegner niederzuschlagert, deiicn Kräfte wir weit unterscbatzx hatten. Wir haben so mehrere Jahre in der Entwickelung unserer Kolonie verloren. Nach dem bekannten Worte: "1'1'1116 15 111011537, haben wir auch hier viel Geld ausZcben mussen, und ich glaube, das?, wenn in der richtigen Erkenntnt der Sachlage bor drei, bier Ja)ren schon eine genügende Tryppenr'nacbt“ binauszzeschxckt, worden wäre, wir ein ganz Theil wetter skin ryurden, als wrr ert sind. Ick) möchte darauf hinweisen, daß wir bei den weiteren Maßnahmen auch in Südwest-Afrika die ku tureile Seite mehr ins Auge fassen müssen, undich schlirße mich dabei dem Wunsche an, daß die SwakoY-Bai mö lichst bald zu einem Hafen a).:sgebaut werde. Wenn das nicht giélck) möglicbist, so s oÜte man wenigstens emen festen Schußdamm dort anlr eri. Weiter ist wünschenStvertb, daß dxr kag_ bon Swakop nach indlwek, Gibson u. s. f. wenn a_uch nicht zu einer Kunststraße ausgrbildet, so doch einigermaßen fabr- bar gemacht zvird.' Es muffrn “dre Waffcrstelien kenntli gemacht wsrderz; daimt die Leute sich ;nicbt virirren un , wie es wrederhoir vorgxkommen ist, verdursten müssen. Auf dem Wege zwrscben “Windbofek und Swakop mü en Gebäude er- richtet werdrn, nicht Stationen kriegerischer Art, ondern Stationen, in denen im ,Relais ,die Ochsengespanne und derglrickoen an- gelegt .werderi. Zu der Zett, als Graf von Caprivi die Ansicht ver- trai:_ 1e weniger Afrika, desto besser, trugen sich die Engländer mit er Hoffnung, demnachst chs ganze Land zu rrbalten. Als er ge- notbt t war„ das Lgnd schiteßlsch doch zu halisn und zu pazisizieren, versu' ien dre englischen Spekulanten, durch große Verkäufe Von ;.Numtwn rind Gewehren upsere Lage zu erschwsren. Gestern las ich IWF“ Zeitung, daß zwei Engländer _in Windhoek, deshalb ver- scßs'e't worden [ind. Die. englischen Zeitungen sind an- diemendl' uber dieses, Vorgehen sehr verwundert. Es ist i € LPT?“ der Regierung, wenn wir Ruhe und rieden mb tan & erhalten woÜen, derartige Schmug ler und ändlrr X Fskafen und aus dem Lande zu Verweisen. És Wurde nun, da FZZ das Land zu erlangen keine Aussicht hatte, ein anderer. Weg ? a - HES meideten si englische Geseüsckyaften, und ich muß mit L STURM Zustaiterexi, da der nördliche Theil des Landes, Nyama- Can ,der SYÖWLstafrikams en Gesells aft, der südliche der Karaskoma- böompa'ny uberlaffen Worden ist. u meinem großen Befremden de re UK, daß UnsLre Deutsch-südwestafrikanische Gesellschaft mit Urb «i'n tschen Gexgéchaft auf zehn Jahre einen Vertrag auf ie: era ung disk ute abgeschlossen hat. Es kommt dazu - ner, „daß sich eine hanseatische Siedelungs-Gesellschaft gebildet
„gar unsere Macbtsphäre zu beschränken. Wenn ich
„ Erste Beilage „ „ zum Dcutstixcn Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeigcr.
Berlin, Donnersmg, den 21. März
bat, welche, mit en lischem Gelde geschaffen fich _um,Ueberla ung von Ländereien bewirbt.g Diese Vorgänge find iür mmh, nn, böch ten Maße drsorgnisxcrregend. Die ComPanv, "„Mich? dM nordischen Tbcii der Kolnmen imie bat, hat einen Aufmtx,“erlaffen, won" „die engiisch Ansiedle-r außgefordert Werdsn- dorthin zg geben. Die Karaskoma- Ge ellschaft at sich sehr geschickt im sudlicbrn „Theil des Landes, am Oran'e-Fluffe, angesiedelt, der die Grenze zwischen Deutsch- und Englisch- iidafrika bildet. Dadurch beherrscht die GeseÜschsst den [Uß und bat die Mögiicbksit, Hafid?! und Wandsl MEHR 0de tyemgc'r n;: der Kapkolonie binzulenken.“ Es [)(-ißt sogar "* M den „.Alldeutychen Blattern“ und der .Kolonialzeitung“ wird davzm „esvkocbkn ""- daß die Com- pany aUe möglichen Reglements einge ubrt hat, welche. den Zuzzt der Ansiedler von Süden ber wefeqtlick) erfch1veren. Eigentbuml't ist, daß wir von dem Abkommen mit drr Karaskomg-Company keine Kenntniß erhalten haben“ das amtliche „Kblomalblatt“ tbeiit nur mit, daß erbebli «: Land- imd Mmengebiete an dre Company abgetreten sind , und ich mochte den Vertreier der verbündeten Rrgierungen bitten, das, Abkommen , rm Wortlaut mitzutbeilen. Der Dire'ktor der Geseüscbaft Mr. ,Gibson erklärt, daß 11Mi11ionen Acres ibm zULYsPklZYEU ['Md; Wik aber wissen nicht, unxer welchen Bedingixngen; Wir im en nicht, ob deuische Anfiedler in dem betreffenden Gebiet zu elaffen werden; nur wissen nicht, Weiche Gegenkonzessionen die Geselixhaft gemacht hat. Tausende von Deutschen wandern na? andern Landern aus; hier haben Wir ein Sirdelungsgebiet, wo die € bei gutem Klima 'nicht nur ihr Leben fristen, sondern auch Reichtbümer errverben kiinnen. Und „dem- gegenüber beschränken wir uns auf dieses Gebiet und verringern die Aussichten, die wir uns sichern sothen. Ich glaube, daß w1r gut thun werden, über diese Gefeüscbafx ein sehr wachsgmes'Augc zu haben, und ich hoffe, daß es der Regierung gelingen wrrd, d16GLs 11- schaft davon abzuhalten, daß fie ihre Macht grbraucht, um eme is- paritc'it zwischen Deutschen und Englandern Eintreten zu_laffen oder emen Blick im aÜgemeinen werfe, so muß ich doch saxgexi, daß die Politik der Engländer, rvelche dort herrschen, m manchen Kreisen insofern eine gewisse Brunrubigung bervbr- gerufen hat, als die Charter-Company v9n„Cecil Rhodes, die nicht das anze Land besißt, den Wunsch hat, sich auszudehnen., und nach verscZiedenen Richtungen bin Versuche dasz: grmacht hat, die mtr sebr bedenklich erschrinen. Ich begrüße es mtt besonderczr Genugthuung, daß wir den Aspirationen des Cecithodes rin entschiedenes chto ent- gegengeseßr babrn, und daß die Vuren-Republik Transvaal und der Oranjx- reistaat an der Macht Deutschlands einen unerrvarteten Rückbaii gefunden aben. Unsrre südafrikanische Politik muß meinerAnsicht nach darin bésteben, den Deutschen in Süd-Afrika denjenigen Rückhalt zu gewabrrn, der ihnen ein festes Zusammenbalten ermöglicht, und der fie veranlaßt, mit den Buren, die durch StammesVLrwandtfchaft mri uns verbunden FTW, in rin enges Verhältniß zu treten. Ick möchte nochmals die egierung biiien, darauf hinzuwirken, da Südwest-Afrika_uns Ver- bleibe, daß es nicht dem englischen Einflu unterliege, und uns Mit- theilung zu machen, was die englischen Kompagnien und Vor allem die Karaskoma-Company für Konzessionen erhalten haben. BeVoÜmächiigter zum Bund::Sratb, Direktor der Kolonial-Abthei- lung im AuSwärtigen Amt 1)r. Kayser: Ich bin bereit, die von dem Abg. Grafen von Arnim über die Thätigkeit der Gesellschaften in SüdWest-Afrika gssteliten Fragen sofort zu beantworth. Das Jahr 1890/91 war für Südwest-Afrika eine etWas ernste Zeit, weil die deutsche Kolonial esellschaft für Südwest-Afrika, die Verschiedene kost- spielige: und wert yoÜe Exprditionsn entsandt hatte, angeficbts des mangelnden Schutzes von seiten dsr? deutschen Regierung die Ent- faltung einer besonders:; Thätigkeit aufgab. Damals Waren die Meinungen über Südwest-Airika sehr ungünsii , man nahm selbst an, das Land sei so wertblos, daß auch von rng tscher Seite kein Ver- langen danach getra en werdtk. Von anderer deutschr Seite Geld zu erhalten, war dama s sebr scbwer; durch die Gründung der 806511- WSZb-xxkrjaa-(Jowyxmy ist wieder ein größeres Vertrauen für unsere westafrikanischen ScbngebietZ geweckt worden. Es haben sich ver- schiedene acbtbare Männer daran betbeiligt, und ich glaube, wir dürfen nichr abfällig über solche Männer wie Woermann urtbeilen, wenn fie" sich Mühe grgeben haben, das englische Kapital für unsere Kolonien zu interessieren. So sehr ich auch persönlich gegen die Gründung der ZoudeUSZO-xxfrjaa-SOWYQU7 war, so muß i jet doch erklären, dcxß fie sich in der ganzen Zeit vöÜig loyal enommen har. Sie hat zrvei Expeditionen nach Südwest- Afrika abgesandt. Die eine hat in der Gegend der Ottadia-Mine sorgfältige Erhebungen angestellt und ist, zu dem Ergebniß gekommen, daß dort eine Kupferausbeute möglich sei, wenn eine Schicnenberbin- dung nach der Küste hergestellt werde. Die Company bat ihr Ve- triebskapitai auch erheblich erhöht und isi sehr “dankbar, Wenn deutsche Ansiedler hinkommen. Dix: zweiie englische Gesellschaft ist das Karas- koma-Syndikat. Diese Gesellschaft ist _ebenfalls rein englisch. Sie bat mit drn Eingeborenen Vertrage über den Erwerb von Land und andere Gerecbtsams' abgeschlossen, und zu diesem Zweck 47 000 «i(- an ,die Stämme gegeben und ihnen auf zwanzig Jahre hinaus eme 'äbriicbe ante von 9700 „45 zugesichert. Die Gesellschaft erfreut Zick) an der Unter- stüYung der dortigen Mission. Die Untersiüßung dieser (Gesellschaft ist uns sehr nüßlich gewe en, als nnr mxt den dortigen Stämmen Vertrage abschließen rvoÜten. Die Verträge zwischen der engltien Geseilschaft und den Eingeborenen enthielten so exorbitante er- günsti anger) und Zusicherungen, daß wir Verhandlungen 'mit der ZselÜchaft anknüpften und sie zu einer sebr erbebliöhen Emszbrankung ihrer Gerecbtsame bewogen. Wir Haben ibr Bedingungen akuferlegt, die im ö entliehen Interesse der Schuß- gebtete liegen. Wir haben ihren andbefi von 67000 qkm auf 41000 W111 herabgedrückt und diesen gro en Rest ihr nicht sofort anerkannt, sondern „drei Raten festgeseyx„ nach denen fie das Land erwerben solle: szt Raten zu 128 und eme. zu 256 Farmen. Die Auswahl der zwei er ten Raten machten wir davon abhän i , daß die Gesellschaft jedeßma die Verwendung eines bestimmten Geizdbetra s zur Hersteliung eines Schienenrveges zwischen Lüderißbucht und Nut xiachweist., und die dritte Rate soll sie erst dann für sich m Anspruch nehmen, wenn dieser Schienenweg hergßstellt ist.
auf Süd-Afrika
Außerdem sind die Berggerechtsam-z dieser Gesellschaft, die e von den Stammen fur exvige Zeiten erworben hatte, auf 25 Jahre e n eschränkt wyrden, und es ist VorsorFngetroffen, daß, sobald Bergwer e in Be- trieb genommen sind, das rich von ihnen eine Ab abe erhebt. Auch die deutsche Kolqnial-Gesell aft für Südwest-Afr ka bat rxxit dem KarasYomq-Syndtkat ein ommen etroffen, weil die Enenbabn von Luderrßbucbt nacb Aut iheilWeise urch“ das Gebiet der Kolonial- Gesetlilschaft geht. Die 5 edingungrn dieses Abkommens sind ganz
güns .
Fb . Bebel (Soz.): SüdWest-Afrika ist infolge seiner klima- tischn * erhältniffe nicht geeignet, deutschen Ansiedlern eine-n dauernden Aufenthalt zu ewäbren. Tro dem werden immer höhere ufchüsse verlangt. Der bg. Graf Arn m hat schon darauf aufme sam" e- macht, da die Verbindung nach der Hauptstadt v-Zn der Knie aus durch nlegung einer Straße verbessert werden musse. Es darf nicht vergeffen werdén, daß das ganze, Schusgebiet, der Lange nach von Sandgürteln durcbzo an wird, _dte die Anlegung Zinters StrJßed sebr erschweren. enn Witboor sich auch beru_bi t a , o n o nicht, w e diefen gen, die fortwährend über die Noth der Landwrth-
an seine Stelle nene Gegner getreten. Ich verie e „
1895.
schaft klagen, Kolonien rnit aller Gewalt in die «Köhe bringen wollen, die, wenn sie sich entwickeln, der Landwirtbscha Konkurrenz machen würden. Alle Verbesserungen unserer Kolonien würden doch mir dezi Engiändk'kn zu gute kommen. Es wäre besser, wenn Wir die 1700 000 „je. zu andern “ wecken im Julande verwendeten.
Abg.1)r. Hamma er (nV: Das in den Schlußwenduzigen bekundete Interesse des Abg. * ebel für die deutsche Lcrndwtrxb- fchaft entstammt wohl" nur dem Wunsche, die Kolonialvqlitik zu bekämpien. Er geratb aber dabei in einen großen Wider- . spruch, indem er einerseits sagt, das Gebiet sei nichts Werth, andererseits die deutsche Landwirthscbaft mit den zu er- wartenden landivrrtbscbaftlichen Produkten eben dieses „Landes schrecken will. Die Aus tchien, welche S_üdwest- Afrika ge- währt, liegen nicht na . der Richtung des Körnerbaues, sondern der Viehzucht. Es tft ein erhebliches deutsches Interesse, wenn Deutschland einmal die Wolle von jknseits des Meeres brziebt, sie nicht aus Argentinien, sondern aus eigenen Kolonien zu bezteben. Daß dies möglich ist, dafür hat das Hermann'sébe Unternehmen den erfreulichen Beweis geliefert. Die Schafherde Hermanns beziffert sich bereits auf über 3000 Stück und repräsentiert einen Werth Von 150 000 «M Man darf also einem fortjrhreitenden wirtbscbastltchen Auf- schwung der südwsstairikanischen Kolonie entge cnseben, und wenn man, der Anregung der. Dputsch-Südwesiafrikanis en Geseliscbast folgend, Steuern einführt, so ist nicht daran zu denke'n, daß diese Kolonie in steigendem MaßL Aus aben Vrrursachen wird, zumai nach der Her- steÜung friedlichsr Zu fände die Aufrechterbaltiing einer Schußtrubve in der jeßigen Stärke nicht erforderli sein wird. Redner tst' mit dem Abg. Grafen von Arnim der ??inung, „daI den englischen Gesellschafien Konzesßonen eingeräumt seien, dre edenken erregen müssen, und bofft, daß das Auswärtige Amt darauf htrrwirken wxrde, daß die Vertheilung des Landes in einer den deutschen wrrtbschaftltcben Jntersffkn entsprechenden Weise erfolge, " _
Abg. [)1'. Has s e (ni.) hebt dem Ab . Bebsl gegenuber _die Be: deutung der Swakop-Bai als Hafenplaß ervor; ,der Sapdgurtebjet
erade für die Verbindung dieses Plaßes mit dem Landesinnern nicht ßinderlicb. Der Redner spricht für die Leistungen der Schußirupye unter Major Leutwein seine Anerkennun aus, exrklart es"aber fur befremdlich und bedenklich, daßman thbom nicbt unschadlrch ge- macht babe. , '
* Bebollmäcbtigter zum Bundesratb, Direktor der Kolonial- Abibeilung im Auswärtigen Amt ])r. K_ayser: Ich freue mich, dgß der Abg. Hasse - ichAglambe untrr Zustimmung des größten Thetls des Hauses - seine nerkénnung ausgedrückt bai für die Mgnn- schaften, welche unter Major LeutMin rinter außerordantlichen Strapazen und großer Ausdauer und Tapferkeit: gefochten haben. Es ist richtig, daß LiUL Enttäuschung über den Ausgang des Krieges mit Witbooi sich in Deutschland zeigt. Man war der Meinung,W1tbooi würde vor ein Kriegsgericht gesteilt und mit aller Strenge abgeurtbeilt_ werden. Major Leutwein hat es anders gemacht, und es ist eigexn- tbümlich, daß sein Verfahren bon denjenigen Leuten, welche im Lande selbst leben: von den Missionaren und den Händlern, mit außer- ordentlicber “Befriedigung aufgenommen worden ist. Es smd das Männer, weiche durcb Witbooi Jabre [ang grlitren haben. Man ist in der Kolonie.- der Meinun , daß die Mäßigung, welche Macht Leut- WSin gezeigt hat, ute Frü te tragen wird, und daß Witboot ebenso ein zuberlässiqer Freund sein wird, wie er bishersein charakterisstxr Feind gew-zsen ! ist, daß er ein
äuber war, so
'i. Denn wenn es richtig ragtr er doch über das Niveau . seiner Stammesgenossen hinweg, und es ist. immerhin begreiflich, dcÉ er, als die Deutschen im Lande die Herrschaft“ ergriffen, „si gewehrt hat. Ma or Leutwein bat ihn im Besiße von Waffen gelassen, aber das is nichts Anderes, als weiin in Europa ein Siager, einer grbßmütbigrn Regung des Herzens folgend,. dem Feinde die Waffen läßt. Und 86 War m diesem Falle notHWendig,weil Witbooi nur durch die Jagd seinen Lebensunterhalt finden kann. Nack) den vvrliegenden Nachrichten bat Witbooi auch bisher fich vollständi loyal gezeigt. Daß das Verhalten des Majors Leutwein im Lande be iedigt hat, geht auch daraus berbor, daß ihm die Hereros in außerordentlich freundlicher Weise entgegengekommen sind. Abg. Bebel (SP.): Jchababe nur gesagt, daß bis beute die Kolonialpolitik nur yebr dürftige Erfolge erzielt hat, während die Auskmben beerZtend ewesen sind. Jeßt wili man auch einen direkten Vrr chr "mti Südwe i-Afrika. Wollen Sie die 900000 «M, die das kosten wurde!, auch noch wsgwerfen? Man will die Landwirtbschaft tri Südwest-Afrika beben. Bedenkt man denn nicht, daß das eme nrue Konkurrenz für die angeblich so nothle'idende deiitsche Landwrrtbscbaft seirr würde? Mein nteresse für das Ge- deihexi der de'uiscbeii .Landwirtbschaft ist desbal nicht geringer, weil rgb die Art nicht btÜtge, iii der ,die Herren von dort drüben für fie etntrrten. Dic: Zukunftsplane, die bezüglich Südwest-Afrikas gemacht werden, “können für uns nur ein?. abschreckende Wirkung ausüben. , „Abg. Graf Von Arnim (Rp.): Der Abg. Bebel hat das mö - ltxhiie atban, um dir Personen, die etwa energt find, nach Deuts - Sudrbetqfrika zu gehen, davon abzuschrr en. Daß er wirklich die Yerbalimffx gls so ganz ausfichtslos beurtheilen follté, kann ich ergentkrch mchi [auben._ Er müßte doch, wenn er nur einigermaßen deri Dingen ge olgt ware, z. B. wissen, daß eine Schiffsverbindung zwischen "Swakop-Mündung und Hamburg schon besteht, welcbe n1chi unweseniliche Erträge abwirft und ohne Subventionen tbatsächlic? im Aufblühen begriffen ist, sodaß wir nicht nötbig Ha en, der dunklen Prophezeiung des Abg. Bebel zu glauben, daf; wir alies ["ich die Kapkolonie verschiffen und dadurch dem „Aus- lande dic- Vortheil? drs Aufblühens der Kolonie? zuwenden mussen.. Wenn der Abg. Bebel sagt, eine Eisenbahn _könne dort niemaxs prosperieren, so bitte ich ihn, doch nur emen Blick auf 'die Städte von Süd-Afrika zu werfen_ und, zu sehen, ob nicht' schon nach Prätoria und nach verschiedenen anderen" Ort- schaften in Süd-Afrika Eisenbahnen gebaut sind.. Es tit das eben das alte Lied: die En länder konnen so etwas unter- nehmen, wir nicht. Das gebe i ja vollkommen zu„ daß das, Be- denken, welches ich vorhin dem Direktor der Kolomal-thbeilung» gegenüber geäußert habe, nieht gxscbwrxnden ist ; das Bedenken UKMÜÖ- das;, Wenn das Karäskoma-Syndtkgt innerhalb der ibm übkrtragenen 41 00091x1u eine ngn baut, dtesxs dxr deutschen Auswanderung kaum zu gute kommen durfte„ (oda? tch- m Bezug auf das Karaskoma- Syndikat so lange nicht rrubtgt bin, bis wir nicht sebr genaue gedruckte Daten bor uns haben, und ich erwarte,. daß uns diese Daten bis zur, naYsnien,Beratbung über den Etat vor 6- Tegt werderz. Sehr etgent umltcb berührt es mich, wenn der A'. g. Bebel'erklarte, em roßes Interesse für das Blühen der deutscben Landwirrbschafi zu ba en., Er schränkte allerdings dieses Interesse in- iyfem' em, als er sagte, dre Art und Weise, wie wir von der Rechten „ur die Landwirtbs aft eintreten, habe nicht seine Sympathie. Ia, :ck bitte, den A g. Bebrl - wir werden uns heute nicht in agrarisch; Debatten einlassen können -, uns seiner Zeit, wenn nZir uber * die Agrarfrage sprechen, positive und praktische Vorschiage u," machen , wie der deutschen Landwirtbschaft zu bellen ist. ir harren mit Spannung eines Programms, und wir ?lgiiben, „daß er “ dadur der Landwirt schaft einen großen Dienst ersten wird. Das hat a erdings der Abg.Bebel ni tnacbzusmpfinden Vermocbt, da diejenißen Auswanderer, die den unscb haben, in unsere * deuts en Ge iete aussuwandern, einem "sebr berechtigten Geiublc folgen. Darauf legen wir aber großen Werth, daß, wenn