Va Vc lück1vünschimg des 'I " _Bizmmk “na!)- Friedri WALL". __derAller “ Begleitung de_- finden ck): der riegs- ifter, _der _1e vertreter des kom- mandierenden Admirals, die drei Kabmethhefs, der Oder- Hof- und aus-Marschall und das Anerho fte Hauquuartier, Die "ckkehr nach Berlin ist heute end gegen 7 Uhr zu erwarten. .
Aus FriedrichSruh von heute Mittags wird dem „W. T. B.“ berichtet:
Seine Majestät der Kaiser trafen um_ _12 Uhr am Eisenbahnübergange bei der Aumühle, wertlich von LricdrichSru , ein, stiegen daselbst zii Pferde und _beggben
ich nach em ungefahr 500 m sudlich von Frtedrxchs- “ruh gelegenen Kreuzun Spunki der Chaussee Aumuhle- Schwarzenbeck und Fnedrichsruh-F. . Perleberg, wo- scldft unter dem Befehl _ des ommapdeurs des KürassierMegiments von S_eydliß (Magdeburgrsches) Nr. 7 eine SFwadron dieses Regiments, deffen Chef First von BiSmar ist, mit dem Trom eterkorps und der c“taxidarte, einc Kompagnie des 2. Han ca_tischen Infanterie-Regiments Nr. 76 mit der RegimentSMusik, deri Spielleuten und der Fahne des betreffenden Bataillons, eine_Eskadron des Han- novcrfchen Husaren-Regiments Nr. 15 mr_t dem Trompeter- korps und der Standarte und eine Batterie zu 6 Geschüßen des Holsteinschen Feld-Ariillerie-Regiments Nr. 24 m stats- mäßiger Friedensstarke bereit_standen._ _ _
Seine Majestät seßten Sich an die Spiße dieser Trup _en, führten dieselben in AUerhöchfter Person nach einem unge ahr 200 111 vom Schloß entfernten, an den Park anstoßendxn freien Pla und befahlen daselbst die Paradeaufstckluxig in einem na Norden hin geöffneten Viererk, _deffcn ostl1che Seite durch die Kürasfiere, während die 1udltche durch die Infanterie, die westliche durch die Husaren und Artillerie ge: bildet wurde. _ _ _
Nach beendigter AufsteUung i_raf u_rft BiSmarck, welcher mittlerweile durch einen Flugcl_-_5[d1utanten__benach- richtigt worden war, in der Uniform wines K_ürasner-Regi- ments in offenem Wagen auf dim Paradeplaß em und wurde von den Truppen unter präsentiertcm Gewehr und mit klingendem Spiel empfangen. _
Seine Majestät richteten namens dcr Armee eme An- sprache an den Fürsten und übergqben demselben einen_golder_1en Ebren:PaUasch, worauf Ailerhöchstdieselben, in _Beglkitung O_es Fürsten, die Front der Truppen abriitcn. Hierauf fand ein » orbeimachh der Truppen _vor deux “ursten statt,
Nach emselden begab sick) Fürxt_ iswarck_zum Exnpiange des Kaisers in das Schloß zurück, wahrend Seine Maxestat an der Spiße der KürasßerEchwadwn vor das Schloß ritten, um dem Abbringen der Standarte beizuwohnen. _
Nachdem die Schwadron noch einmal vor dem Fursten vorbeidefilieri war, stiegen Seine Maxfiät vom Pferde und vegaben Sich, von dem Fürsten geleitet, m das Schloß, um der Einladung desselben zur MittaZstafel Folge zu leisten.
Ein Ehrenposten der Kürasjiere hält vor dem Schloßeingang Wache, die Truppen find in ihre OrtSunierkünfte in der Nähe von riedrichswh abgerückt; iiur die Batterie steht noch auf dem aradeplaß, um später beim Ausbringen des Toastes auf den Fürsten während drr Tafrl im Schlojie Salut zu schießen.
Das Schloß, der Bahnhof, das Postamt und die Villen sind mit Fla, ger: festlich geschmückt, namentlich schön die Specht'sche Vi a. Die zur arqdr beorderten Truppen haben ge::ern in dsr Umgegend Ouariiere bezogen
Die vereinthen Ausschüife des Bundeskaths für Handel und Verkehr un für Justizwesen hielten heute eine Stßung.
Die von dem Grundeigenthum, dem Bergbau und de,m Geworbebetricbe zu entrichtenden direkten Staatssteuern (Z 9 Nr. 4 des Einkommensteuer- gescßes) gehören zu 0611 der Höhe nach irn voraus feststeherz- den Ausgaben und sind daher - wre . B. auch die von dem Steuerpfiichtigen zu zahlender) S uldenzinsxn und Renten (§ 9 Nr. 2 a. a. O.) - nicht mit dcm1enigen Betrage abzugsfähig, mit wrlcbem sie 0011 dem Steuer- pfiichtigen in den lesion drci Wirthschgfißzahrcn entrichixt worden sind, sondern in derjenigen Hohe, in welcher ire von dem Steuerpflichtigen in dem kommenden Steuerjahre zu entrichten sein werden. Da nun die Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer am 1. April _d. J. an oren, direkte Staatssteuern zu sein, so folgt, daß fre von dem eranlagungs- jahre 1895/96 ab als abzugsfähige Aus aben-nichtmehr in Betracht kommen könney. Die Vorsißrn n der Einkommen- steuer:Berufungskommisnonen smd mittels Verfügung des Finanz-Ministers vom 15. Mär 5. J. angewiesrn worden, dafür Sor e zu tragen, daß dieZer Grundsaß bei der bevor- stehenden inkomnxenfteuer-Veranlagung in ihren Bezirken genaue Beachtung smd_c, bei allen Siwererklärungen, die hier- von abweichen, Beanstandung eintreien zu laff_c_n und gegen etwaige Entscheidungen dcr Veranlagungskommisßon, die hier- gegen verstoßen, Berufung einzulxgen.
In der Ersten und Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs- und StaatS-Anzeigers“ wird die vom Reichs- Eisenbahnamt aufgestellte tabellarische Uebersicht der Be- iriedS-Ergcbnisse deut_scher Eisenbahnen für den Monat Februar _d. _I. veroffentlicht, „auf welche gestern an dieser Stelle aUSzuglich hingewiesen wurde.
Sachsen. Ihre Majestät die Königin isi heriie Vormittag aus Sigmaringen Wieder in Dresden eingetrofien.
Sachsen-Weimar-Eisenach.
Der Landtag hat das Erbschaftssteuergeseß mit einigen Abänderungen angenommen. Die Steuer steigt de_inach von 4 auf 8 Proz., jedoch ist auf Antrag der; Landtags b timmt worden, daß Seitenverwandte bis einschließlich um echften Grade nur 6 roz. zu entrichten haben, währen nach der Vorlage nur eitenverwandte bis zum vierten Grade dieser Vergünstigung fich erfreuen sollten. Erbschaften bis 300 «sé
sind steuerfrei.
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Wegen des AblebensSeiner Durchlaucht des ur en Waldemar zur Lippe hat der Herzogliche 8 Tage Trauer angelegt. _ Elsaß-Loihringen. Der Kaiserliche Statthalter Fürst
Langenbur hat fich, wie die „Slraßb. Sonntag na Detmold begeben.
u ohenlohe- ostÜHmeldet, am
Oekerrüth-Ungaru.
DieKronprinzessin-Witiwe hatgefierrivonAbbazia aus auf dem Seeweg eine Reise nach dem, Orient angetreten.
In einer gestern in Budapest abgehaltenen Konferenz der liberalen Partei erklärte_ der Mmster-Präsident Bgron Banffn, die Regierung sehe in der Streichung des dritten Abschnitts des Gefeßentwurfs über_ die freie _ReiigionSUbung eine Perle un der Unantastbarkeit der Prinzipien. Der bezügliche es luß des Oberhauses sei an den Unterri 19- und Iustizausschuß des Unterhartses zr: verwxisen. ie Prinzipien des Entwurfs halte die Regierung im vollsten Maße aufreét. In einer ebenfallß gestern ab ehalterien, von Vertretern ämmtlicher oppositionelien ?.ßarteien _be- suchten Konferenz wurde beschlossen, im Unterhause eine Untersuchung gech den Präsidenten der Neutraex Wahl- kommisfion und gegen mehrere Beamte wegen angeblicher Ver- leyung der Immunität der Abgeordnxten sowre ferner_ die Einseßun einer Kommission zur Prufung der angeblichen Wahlmiß räuche zu beantragen.
Großbritannien und Irland.
Der Premier-Minister Lord Roseberr) fühlt fich,_wie „W. TB.“ berichtet, infolge be ercn Schlafs mehr gekrästigt.
Jm Unterhause erklärte gctern der ParlameniESekretcir des Aquärti en Sir E. Grey: der en 1ische_ Konsul m Avia befinde ch) für eini e Monate _au_f Ur aub in England; ein geeigneter Beamter ei von Fidji abgesandt worden, um ihn zu vertreten. Mataafa habe |ck den drei Ber- tragsmächien gegen das Versprechen ergeben, daß ihm das Leben gesichert werde; dieses Versprechen sei er- theilt worden. Die Konsuln der_ drri Vertragswächte hätten gemeinschaftlich nach den Instruktionen ihrer Regie- rungen Jehandelt. Die Aufficht über Mataafa werde von
voll behandelten. Im Februar 1894 abe die deutsche Regie- rung erklärt, sie hege keinen Zwei el, daß Maiaafa die geeigneten Mittek zur Ausübung der katholischen Religion-zu Gebote ständen. Eine beträchtliche Anzahl europäischer Katholiken, welche _ die Samoa: Sprache verständen, be- wohntrn die Mar1chall - Inseln, katholische Priester be- suchten die Marschall:Jnseln und ein deutscher katholi cher Le rer werde dort in kurzem ermartej, dessen besondere uf-
es sein würde, für Mataafa's Seelenheil zu sorgen, Yer deutsche Gouverneur in Jaluit habe vor einigen Monaten berichtet, Mataafa hade für seine Samoarier außer dem sonn- täglichen Gottesdienst ]eden Morgen und WM Abend Gottes- dienst in einer kleinen, von der katho1ischen Mission erworbenen Kirche eingerichtet. - Der Parlaments-Sekretär des Innern Russel erklärte, die Regierun _ hade, außer den schon bekannten, keine weiteren Na rrchten_ über den Verlust des Kapiiäns Roß und seiner Mannschaft in der Nähe von Buni in Chitral. Man glaube, daß der britische Agent sich noch mit 300 Mann in Chitral befinde. EntsaßungSmann- schaften würden schleunigst abgesandt werden, wenn möglich schon am 1. April. Ueber Umra Khan sei nichts Gewiffes bekannt; wahrscheinlich sei er aber im Territorium von Chitral. Eini e seiner Leute hätten berichtet, er habe das Fort Drasan, im I orden von _Chitral, beseßt. Von dem britischen Agenten Robertson seien nach dem 1. März keine Nack)- richten eingegangen.
den deut chcn Behörden auSgeÜbt, die iZn human und achtungs-
Frankreich.
Bei dem Festmahl anläßlich _ der Einweihung des „Musée social“ hielt der Minister-Präsrdent Ribot eine Rede, worin er ausführte, es werde der Regierun der R- publik eine Ehre sein, die_ Sozialgeseße ducmzuführen; neben der Gerechtigkeit sei em Gefü [_ der menschlichen Soli- darität nothwendig, welches Gewaltt atigkxit und Haß aus der Welt schaffe. „Die Zukunft“, sagte der Minister, „gehört dem- jeni en, der für 5Y_ranl'rrick) das edelste und erhabenste Ideal auf tenen wird. ir müssen entschloffen sein, für die Gerech- tigkeit, die Menschlichkeit und Brüderlichkeit Sophwmen der Sozialisten zu kämpfen“.
Spanien. Die Cortes werdeii am 27. d. M. zusammentreten.
gegen die
Sagasta hat dem Minister:Präsidentcn Canovas seine_
Untersiüßung angeboten, um das Budget in der Kammer zur Annahme zu bringen. Ixideß wird dem „W. T. V.“ zufolge befürchtet, daß die Obstruktion seitens dcr Carlisten und Republikaner _die Bewiüigung verhindern werde. Die Re ierung werde sich bemühen, die ökonomische Lage vor dem SZluß der Scsfion zu regeln, doch würden die Vorlagen über die Eisenbahnanleihe bis zum Herbst zurückgestellt werden.
Die nachfolgenden Ernennungen zu Botschaftern find beschloffen worden: Der Herzog von Mandas wird Vot- chafter in Paris, Casa Valencia in London, Dupuy m Washington. Der bisheri e Vertreter Spaniens bei den Vereinigten Staaten Murnaga Jar telegraphiscb um seine Ab- berufung nachgesucht. Wahrscheinlich wird der Graf B enomar zum Botschafter beim Quirinal und Alexander Pidal zum Botschafter beim Vatikan ernannt werden.
Der Marine-Minister hat beschlossen, zur Aufsucbung des Kreuzers „Königin:Regentin“ ein Kriegssckxtff auszusenden, welches das Meer bis_ Madeira durchforschen oll, ferner eine Untersuchungskomuiissron einzufeßen und die ganze Angelegenheit dem Obersten Marineratl) zu unterbreiten.
Schiveiz.
Die Bundeöqersammxxrng ist estern zu einer außer- ordentlichen Frühjahrs - Sewon zu ammengetreten. Der Ständerath berieth das Geseß über das Stimmrecht der Eisen- bahn-Aktionärc. Der Berichterstatter der Kommission Lienhard- Bern bestriu, daß dasselbe wohlerworbene Rechte der Aktionäre verleße; _weder vom Standpunkt des strikten Rechts, noch von demxenigen der Billigkeit seien Gründe dagegen vor anden. Die Verfiaatlichun werde damit nicht verzögert. ichard- Gen! beantragte A lehnung des GesYentwurfs da derselbe wol; erworbene Rechte verleße. Der ationaératl) begann
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“wer _ Schneve- imb Norwegen.
Wie „W T. B.“ aus C ristiania berichtet - - Organ der Linien „Verdens an_9_“ mit, daß die HU:: der Gemäßigten euren Vo chlag der Grappe der Linken zu einem Ueberemkomxnen anglehnt und . einer Resolution ge en eme Regierung aus der Rechten aUSgesprochen abe. _
Der er og und die_ erzogin von Cums: werden, w? „ „T. V.“ deriLtet, am _27.d.M.Abendsr“xM)? 50 Min. 718. (Schier in Kopenhan eintreffen,
In dem ge ern abJehaltenen inisterrath wurden die Neuwahlen zum Fo kething auf den 9.April anberaumx
Amerika.
Eine amtliche, in Madrid eingetroffene Depes e a Cuba theilt mit, daß der_Aufstgnd in Santiagréloktxé lis ie rt worden sei. Zwolf Bataillone verfolgten die Rebeuem
Asien..
Aus Kalkutta meldet das _„Reuter'sche Bureau“, daß neuere Nachrichten aus_Ck)itral uber die Lage des britischen Agenten Robertsowmcht vorlägen. Aber der Mulka von Manki habe sich fur England erklärt und der Khan von Na wagai habe angefragt, wie er am besten Beistand leisten könne. Der Uebertritt des Mulla auf hritische Seite werde für sehr wichtig angesehen), da er der einfiußreichste religiöse Führer an der (Grenze sei.
Nach einer Meldung desselben Bureaus aus Simonosekj haben die Chirurgen Saw und Jschigura' auf_ Befehl des Kaisers die Behandlung Li-Hung-Tschang's ubernommcn, Die Kugel drang 1011] unter dem linken Auge ein und 1th 30111 tief. Li-Hung-Tschanq will_die Kugel nick)! aus der Wunde ziehen lassen; er erfreut sich gutcxi Schlafs, . hat kein Fieber und ivenig Schnier en. Die Kaiserin sandte zwei» Krankenpflegerinnen. Brie?e' und Telegramme mit dem Ausdruck des Bedauerns und dcr_ Theilnahme gehen in großer Anzahl ein. Der Thäter gehort_ den Soshi an, einer Japan eigenthümlichen Klasse von politijchen Bravos, die' stets bereit sind, einen Gewaltstreich aus ufübrxn. _Alß das Attentat verübt wurde, befand Li:Hung-Tso€ang sich in einem Paiankin auf dem Wege nach seinem Hotel. Er hatte leßteres fast erreicht, als ein junger Mann aus der Menge hervorflürzte, die Hand des Trägers ergriT, um den Palankin anzuhalten, und aus nächster Nähe auf i-Hung-Tschang feuerte.
In dem japanischen Parlament wurden_ geftern Resoluiionen eingebracht, in denen das Bedauern uber das Attentat gegen Li-Hung-Tschang ausgesprochen wird. _
Die FriedenSUerhandlun cn sind dem „Neuier'jchen. Bureau“ zufolge noch nicht auf einem Punki angelangt, der ein Uriheil über das Gelingen oder Mißlmgen der Ver- handlungen gestatten könne. Die Berathungen find noch- präliminarifcher Natur. _ _ __
Aus Tients in wird berichtet, daß die _ch1nen_schen Bc- hörden den fremden Konsuln ihre Absicht mitgethxikt hätten, beim erannahen japanischer Kriegsschiffe den Peiho-Fluß unpa sierbar zu machen. _ _
Die „Times“ meldet aus Hongkong, daß dieChinesen besondere Vertheidi ungömaßnahmen egen etwa erfolgende Angriffe auf Futchau, Amor) oder watow träfen._ Der Aufstand in Muiluk sei rein örtlicher Art und breite sich nicht weiter aus.
Aus Kobe erfährt die „Times“, die koreanische Rx-
ierung habe das Anerbieten der Japaner bezüglich emerm ?ünf Jahren rückzahlbaren Anleihe abgelehnt. Af '!
Die „Agenzia Stefani“ meldet aus Massowal) vom 24. d. M.: Der General Baratieri sei mit seinen Truppen in Senafe e'n etroffcn, um den feindlichen Bewegungen Ras MangascJa's, welcher der WeisunR abzurüften und Agame nicht zu beunruhigen, keine Folge ge erstet habe, zuvor- zukommen.
Parlamentarische Nathrithteu.
In der heutigen (69) Sißung des_ _ReickisiagS, welcher die Staatssekretäre, Staats - Minister ])1'._' von Boettichcr und Freiherr von Marschcrll sow1e_ dcr StaatHsekretär Dr. Graf v on Posadowsky beiwohnten, nand- die Fortseßung der zweiten Berathung des Reichshaushalis- Etats für 1895/96 auf der Tagckordnung._ _
Vor E'ntritt in die Ta es:)rdnung theilte der Erste Vize- Präsident Freiherr von uol m_ii, daß der weite _Vize- Pkäsidßntb des Hauses, Abg. Dr. Burklin, sem mt nieder- ge egi a e. _ _
Der Etat sur den Rechnungshof wurde ohne Debartc genehmigt. _ _ _
Beim Etui fur das Reichs-Schaßamt befurworicie Abg. Dr. Bachem (Zentr) den Antrag: _
Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Mitte! dsr Reichsbank in weiterem Umfange als bisher dem landwirtbicbaß- lichen Kreditbedürfniß zugänglich zu _macbey. _ _ _
Der Präsident des Reichsbank-Direktortums, Wirkliche Gebklmk Rath 1)r. Koch bemerkte: der Antrag gehöre eigetnlich in den Rahmen der Besprechung des Bankwesenß. Wxnn m dem Antrag auSgedrückt wcrden _ sone, die Reichs sei bisher nur oder rorzugsweise der" Industrie xßnd dem Handel diensibar gewe1en, o müsse er gege_n _eine solche Auffaffun Einspruch erheben. rgend_e_in Vorrvurf in dieser Richtung sei ni t begründet. DisReichbank1e1beftrebtgewesen,al]m Ständen gleichmäßig zu dienen. Das gebe schon daraus hervor, _daß_ von rund 54 000 Lombardnehmem der Reichsbank über 6000 selbfiandige Land- wirtbe seien. Das, was die beantragte Resolution wolle_, sei hereits im wesentlichen erfüllt. Darüber hinaus zu geben, verboten die Re- gulatide der Reichsbank; er bitte drsbalb, die Resolution abzulehnen-
(Schluß des Blattes.)
- In der heutigen (49) Sißung des Hau ex der Alb- geordneten, welcher der FinanzFMinisterVr. rgucl und der Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen de_iwohntkn- machte zunächst der Präsident von Köller Mittheilung von dem Ableben des Abg. von Langendorf-f. Das Haus ihr!? das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den SLIM-
“ Zur Berathuan stand der Geseßentwurf,_ betreffend _dtk EinYmeindung er SiadtBockenheim in den Bezirk der tadt Frankfurt a. M. und die Aufhebung des»
AmLSgerichts zu Bockenheim.
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s dlagen agfgebaut'; in der fbesxsiber; das _ direkte ' geheime Wa [reiß pas , m Nassau wiederum werden _ naeh dem Drei_ klassenLvablsystem ge- - , Eine _eiubert “Neuregelunlß ift ntcht mehr von der Hand weisen, sie ist der unscb de_r reiteften Schichten der Bevöl-
„ ür die bestimmte ErklarunÉFer Regierung, das; eine neue Landgemeindeordnugg i_n der_nacbften _sion eingebracht werden soll, würden weite Volkskretse sehr dankbar sem.
Ge eimer Ober-RegierungL-Ratb Yalbey: Ich kann mich nur auf die Erk! nrx des Mknißerq von Kö er vom 22. Februar berufen. Wir bisher! die Notbwendi kei: einer Städte- und Gemeindeordnung für die Provinz He en Nassau erkannt und konstatieren mit 'Genugthuung, da _wesentstcbe Differenzen zwischen der Auf- _fafsung des Staat? - nisteriums und des Provinzial -Landtags von Heffen.Nc_1_ffau m_ dieser Frage nicht bestehen. Ich kann eine bindende Erklarung rxtcht ab eben, aller Voraussicht nach aber wird die Vorlage in der nachsten esfion an da_s hohe Haus gelangen.
Der Geseßmtwurf wurde darauf in erster und zweiter Berathung angenommen-
In _dritter _Berathung wurden ferner der Gesek- entwurf zur Ausfuhrung _des preußisch-Tuxemburgischen Ver- trags über den Beitrrtt Luxemburgs zum Ver- jrage, _ de_treffend die _ Regelung der Lachs- fjscherU_ im_ Stromgeb : et des Rheins, "vom 30, Juni 1880, und _der Eeseßéntwurf, betreffend die Aufhebung_ältcrer, m der Provinz Schleswig-Hol- stein _mzd im Rxgierungsbezirk Cas s el geltender feuer- polizeilicherBe stimmung e n, ohneDebaüe-angenommen.
(Schluxz des Blattes.)
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"d *" Die “Q JMMsYeWUÜSM Wreordnunxx „ b
mit Beschränkung ?ck ck Gemeindeausschrixse
Ueber die B__e_§lü_ckwünschu ng_ des Fürsten don Wißmarck durch zahlreiche ttglieder des R erchstags, des Herrenhauses und de? Abgeordnetenhaus es, weiche sich, wie schor; gemeldet, gestern m drei Sonderzügen nacb Frtedrichöruk) begeben batten, berichtet „W. T. B.“ Folgendes:
“ Die Herren wurden bei ihrer Ankunft von den Grafen erksert und Wilhelm von BWmarck, dem Grafen Ramsau und dem eneral Grafen Waldersee empfangen, welcher le tere kurz zuvor von Altona angekommen war. Dre _ beiden Lrsten üge, die bis 1 Uhr ein- trafen, bracHten 248 MagliederEdes Abgeordnetenhauses; dem um 11 Uhr angekommenen drirten Sonderzug entfiiegen 170 Mitglieder des Reichstags und_ des Hmenbayses. Nach dem Empfang durch die Genannten e_rschren Furst Wißmarck selbst in der Uniform seiner Halberstadter Kürasfiere um 1T Uhr am Bahnhof _ qulamentarier mit den Worten: „Will- kommen, meme ren, m Lauenburg !“ Der Fürst bestieg sodann mit dem Prafidenten des Abaeordnetenbauses don Köller den Wagen und fuhr nach dern Schlosse. Die 418 ParlamentSmit lieder, von denen ZW YZ)! Vßkéickkstag und 60 dem Herrenhause ange örten, folgten nacb em o a .
Die Reihe der _Anreden, welche vom Balkon des Schlosses ge- halten wurden, eroffnzxte der Präsident des Herrenhauses Fürst zu Stolber -We1_:nigerode. Das Herrenhaus, so etwa führte derselbe aus, abe Temex) Gesammtvorftand beauftragt, dem Fürsten die allerbmlichften_Gluckrvunfche dar_zubringen, durchdrungen von ernstem DankeSgefübl fur seine dem Königsbum, dem Vaterland, dem ganzen Volke geleistaten Dienste, für dre durch seinen unerschrockenen Muth für die Krone und das Valetxand geschaffenen Werke. „Gott erhalte Eure Durchlaucht“, scblyß Furft Stolberg, „er erhalte Ihr kostbares Leben noch ay! lange Zett!“ _
Der rairdent des Weßxordnetenbauses von Köller, der die Glückwün che dieser Körpers ft überbrachte, hob hervor, wie so Viele stolz darauf seien, daß es ihnen vergönnt gewesen, gemeinsam mit dem Fürsten ViSmarck für das Vaterland zu arbeitrn. Er schlo mit dem Wunsche, daß es dem ürften noch lange vergönnt sei, na dem anstrengenden LebenSwerke "ck der Ruhe zu erfreuen, und da Ychédas n_eue, von ihm angetretene Dezennium ein glückliches für 1 n 1 n moge.
Der bisheriger Präsident des Reichstags von Levetzow "führte aus: Er spreche leider ohne Aastra des Reichstags, aber im Namen aller derjenigen Mitglieder desferen, die sich seit Jahrzehnten unausges t daran _erinnerten, was Fürfi BiSrnarck für das Vater- land Yet an. Sem schwacher Mr_n'td könne es nicht verkünden, die escbicbte aber babe es unt goldenen Lettern verzeichnet. „Wie Sturmwind durchWebt ganz Deutschland das Gefühl der Dankbarkeit und der Ergebenheit für dm ersten Reichskanzler;
_ Seßenswünscbe für ihn ertönen brausend überall, wo nationales Be-
_ _ist. Es rvar unser Recht und unsere Pflicht, auszuxprechen, da nicht Vergessen ist und nie Vergessen wird, was Eure Durchlauch für uns gethan. Gott se ne, was Eure Durch- laucht unter unsereur großen ersten Kaiser für eutschland mungen!“ Diese sowie dre vvrbergebenden Ansprachen wurden wiederholt v_on lebhaftem Beifall der Versammelten unjerbrocben. Nachdem rr von Leve ow noch eme Glückwunscbadreffe des Brandenburger dvinzial-Aus chuffes zur Verlesung gebracht hatte, nahm Fürst Btßmarck das Wort zur Erwiderung: * _ ,Ich eriaube mir, meine en, - !) ann der Fürst - anen meinen Dank auSzuspre en für die bo e Aukzeichnun und Ehre, Sie in Anerkennung meiner Leistungen im Sachsenwa de zu sehen. Sie gilt nicht meinerPer on, sondern der Sache, den politischen Ergebnissen, die wir errungen ba en. Was wir gewonnen haben, ' jxvar unvollkommen, aber das Beste, was wir haben konnien.“ Sicht- ltch ergriffen gedachte der Fürst nun all' der Verstorbenen, die an dem Werke mitgearbeüet haben. Der Fürst sprach zögernd vor Rührung in seiner Rede, als er auch des HVÖFYM Kaisers Wilhelm 1. gedachte. .Was hätte ich,“ fuhr er dannf , „obne ibn und sein Knegsbeer leisten können? Sie wissen, meine Herren, da man die DynaZtien und das Preu enthum ignorieren wollte; 01110 sind die Dy_n§r1ien stark in ihren urzeln in' jedem deutschen inzelstaat. Die Militärmarht und Preußens Führung zustärken, ist mein Bestreben ge- wesen. Dem altkn Kaiser und seinen Bundeßgenoffen verdanken wir mehr, als ein Kanzler "e HLM? leisten können. Hätte der Kaiser seine Unterschrift unter d e obilmacbung nicht gegeben, mein wäre nichts gewesen. _ Wu haben mehr erreicht, als eine parlamen- tausche Fraktion batte erreichen können. Wir haben mit den Bayern und Sachsen schwer g achten, und sobald gemeinschaft- Üch7 Noth für Reieb und olk kam, haben wir tbren Verstand mit der grö ten Energie gehabt. (Lebhafte Zustim- xnung.) Die Fraktions reitigkeiten aber gehen tiefer. Pa sqgt xemand: der den ebe Kanzler hat vor 30 Jahren erklart, ich Wyvnierte i ' t. Yitetkeit.) DZsbalb ist er vom Reich_ ab- gefallen. hat vor Jahren erklart wir wären Reichsfemde, als!) Verbaliuxurienl (Heiterkeit.) Wir Haben mit unseren Bundes- wersten Realinjurien mit Kanonenscbüffen gewußselt. Se rwahr!) ichtsdestoweniger haben sie, sobald der nationale Ge- danke in den Vordergrund trat, uns die Bruderband ereicht und sind mit uns gegangen. (Laster, anhaltender BeifallZ Deshalb kMn ich sagen da die un eSgenoffen und ihre Regierun en und Dynastien 17 be ere Leute find als die Fraktionen. ei den jede politische Verstimmung, ede Rivalität, jeder Wettbewerb ( erkeit) in anderen raktionen tereffen. unseren Fürstengefcbleciotem stebt e im Vordergrund; man hat sich geschlagen, lut leckten, ynd man reicht si die Hand und iulammen 2L_eégterrden Landesfemd. Das ist die [tung unserer dnafien im eich zu der unserer Fraktionen. Möchten sie davon lernen! Aber :) lange wir auf diese nationale Gesinnung unserer
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Uher den nationalen das nationale Inter
* lezte: * köiin „i i: 1: ,da“ er jedeersrcbVerwintYanerdenfn diZt-snunbnR W ons? werden könnte. Ich in te, da
mdeutschm wir ,Herr kamtf in unserm Innern angeri , der nationale Gedanke ebenso, wie er in den“ a en ündet ist, auch in den Landtagen der einzelnen un staaten
ft rler zum Ausdruck käme. (Zustimmung.) Wir könne'n_in Deutsch- land inder That nicht wie zwei geschiedene Reiche, wie Schweden un_ en, _vie unter einer Dynastie zu ammenleben, extftterexi. Wtr Preußen, wir Bayern, wir Sach en - wr find Deutschland wir bilden es, und wir müssen uns in un eren Landtagen dafürinteres eren, wel_che Politik in unserem Gesammtreich etrieben wird. Wir dü en es ja nicht ' notieren. Wir müssen un eren auswärtigen Mmiter kontrolieren _b_er die Haltung, die er im Bundestatb beobachtet, über die Rnchsvolttik, die er treibt, und der ganze nationale Gedanke wird ßch ganz (_niders beleben, wenn es gelingt, den Lokalpatriotiömus für 12 Bt_tbelll arm *an der nationalen Entwickelun so zu interessieren, daß wir ach tm prev ischen Landtag über deutscZe Politik debattieren - die_Fragx debattieren: wie soll der auswärtige Mnister im Bundes- rat_b m trutert _werden, sind wir damit einverstanden? Das alles schiebt cb ja b_et der_ Bud§chrage und Gehaltsdiskuf 1011 mit Leichtigkeit darunter. (Heiterkert.) ck freue mich, wenn die eichspolitik in den Landta en - und das sage ich nicht bloß für Preußen, ich sage das- selbe _ r Sachsen, Bayern u. ]". w. - kriti ert wird. Das ist ein Beweis, da man sich für sie interessiert, da man mit ihr lebt, daß man yon 1: etwas erwartet oder befürchtet, daß man bereit ist, mit ihr zu geben. Qiesxs Jntere'ie ist _bisber nicht in solchem Maße erlxbtworderz, wre iches gewünscht hatte, unter dem Druck einer eigen- tbumltchexi thtion von zwei verschiedenen Regierungen, die nebeneinander [aufer]; dre erztscbe und die preußische Re ierun , die deutsche und die bczymsche Regierung, die deutsche und die ?ächsisLoe Re ierung sind Yr- nicht von einander zu trennen und getrennt zu etracbten. er sgch_ß§che Vertreter muß doch immer unter dem Gesichtspunkt der sa i_cben Interessen dem“ Reichstage und dem Bundesrat!) gegenüber tt_i rutert sem, und so gebt_ es mit dem preußischen, mit dem bayeri- ri_ chen und _umgekehrt. Kern _bayerischer oder sächsischer oder preu- ßlFÖU Minister kann sich seinem Landtage gegenüber lossagen von Liner Beziehung zum Deutschen Reich. (Zustimmun .) Diese un- trenanare_Verbmdung beider Interessen, das Einheit iche, was im urspxunglichen Verfaffungöentwurf beabfichti t war, ist ganz geschwunden_ dureh die tbeoretisch-bureaukra Kckpe Fiktion, als ob zwei Regierungen neben einander liefen. Eine Reichßregierung obne Beziehungen _zu den Partikular-Negierungen steht völlig in der Luft, bat ggr_ kenia Moglichkeit sich zu bktbätigen, ' weni stens verfassungsmaßtg m i. Faktisch kann es ja eine Zeit lang ges eben, aber in der Verfa ung ist ein Grund und Bod dafür nicht vor- handen, und desbczlb (Pause) meine Herren, - i hätte Ihnen noch viel zu sagen ( iterkeit , wenn ich gesund genug wäre, Ich bin ein matter al_ter _ ann (le hafter Widerspruch) und bin Ihnen dankbar, wenn Sie K_1_1r sz) [an e Aufmerksamkeit geschenkt haben, und dank- barer noch fur die ho e _Ehre, die Sie mir erzeigen. Ich bedauere, daß ich n1ch_t im stande bm, mit Ihnen parlamentarisch zu arbeiten (Zurufe: Wir _noch mehr!), aber ich bin nicht gesund genug dazu, um Anfechtungen_einer BerlmerExiftenz (lebhafte Heiterkeir) dauernd er- tragen zu konnen (Heiterkeit), nach vielen Setten bin. Ick bin alt und he_quem_ge_worden und wünsche mein Leben in den Raumen zu h_es l_teßkn, die 1ch jetzt bewohne. Aber meine Gedanken find mit Ihnen die etcht_1ebbaftrr, als für einen Mann in meinem Alter schick1ich rst. (Widerspruch.) _Jch_ kann auf altgewobute Gedanken eben nicht plößlich _verztchten, weil _1ch alt geworden und krank bin. Sie ver- lqcsxn mich nicht, und ich kann den Empfindungen, die mich beseelen, m 1 besser Ausdruck geben, als indem ich Sie bitte, am Reichs- gedanken festzuhalten, auch im preußischen Landtage, und dort nicht zu vergessen, das; Sie Retchßbür er sind, daS Ibr Köni auch Kaiser tft und Ebrenvflichten dem ReiZe und den undeSgeno en gegenüber bat, und dgß _Sie ihm helfen, nicht bloß Kurbrandenburgiscbe oder auch selbst Köm [UZH preußische, sondern Kai erli deutsche Politik zu treiben (lebhafter * eifaü); und in diesem Sinne itte ich Sie, mit mir ein Hoch au_f Seine Majestät den Kaiser außzubringen. Seine Majestät der Kaiser und König lebe boch! hoch! und abermals boch!" (Stürmtscber Beifall.)
Die Versammlung stimmte begeistert in den Ruf ein. . Danack) wandte sich der Fürst nochinals an die Erschienenen, dankte erneut für die ihm erwiesene Ehre und drückte sein Bedauern aus, daß er sie in seiner engen Behausung nicht alle bewirtben könne.
Aus der Mitte der Versammelten brachte hierauf der Reichstags- abgeordnete Liebermann von Sonnenberg ein Hoch auf den Fürsten aus, das jubelnde Zustimmung fand.
Fürst BiSrnarck lud odann cirkzelne der Herren zum Frühstück im Schlosse ein. Die Par ameniarier kehrten hierauf wieder in drei Sonderzügen, von denen der erste um 3 Uhr 35 Minuten, der zweite um 3 Uhr 45 Minuten, der dritte kurz Vor 4 Uhr abging, nach Berlin zurück.
Kunst und Wiffeusthaft.
Im Verein für Deutsches Kunst ewerbe wird morgen err Profeffor Wiese, Direktor der Königlicßen Zeichen-Akademie zu nau, einen Vortrag über diese Anstalt in ihrer Wirksamkeit als achschule für die Edelmetallindustrie halten. Die Sitzung findet att im großen Saale des Architektenhauses, 8? Uhr Abends.
Handel und Gewerbe.
Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 23. März beträgt der gesammte Kaffenbestand 1129107000 „M, hat sich also der Vor- woche gegenüber um 272000 vermindert, während der Metallbestand fürYxicb eme Vermehrung um 2 644000 .“ erfahren hat. Die ?_lnlage m echseln ist um 11 290 000 .“ auf 466 734 000 «34 gestiegen, wahrend die Lombardforderungen bei einem Betrage von 65 735 000.34 um 446000 .“ geringer erscheinen; auf beiden Anlagekonten ergiebt EY also eine Zunahme von 10 844000 914 Auf passiver Seite ist Betrag der umlaufenden Noten um 19 70200026 auf 993 273 000.34 angWacbsen; die sonstigen tägkich fälligen Vsrbindlicbkeitew (Giro- gutbaben) zeigen bei einem Betrage von 556 742000 „54 eme Ab- nahme um 6937 000 „14
Vom 15. Dezember v. 3. an wird in der Kolonie Neu-Seeland auf „.Hopen in flüsügem ustande“ ein Eanxuhrzoll von 6 S iUing für das *fund englisch er 0 en. -
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der ubr und in Oberschlesien. In Oberscble ien sind am 23. d. M. gestellt 3382, nicht recht- zeitig gestellt keine m.
Zwangs-VerfteiJerungen. ' Beim Königlichen Amtßger (bt 1 Berlin standen am 23. März die nachbezéeichnetm Grundftucke zur VersteiYerun : _S ck w e d e n - straße 183, dem ischlermeister E. Hempf geb rig, ?Flackx 12,18 a; "r das estgefehte geringste Gebot von „44 wurde die reußis e O_ypotbeken-Aktien-Bank zu Berlin Ersteherin. - M ttenwa derftra e 15, dem Restaurateur K. F. W. Otto ßebörig; MJUFWH 6 900 „44; mit dem Gebot von 242 850,36 lieb der t ubändler Ernst Vogel, lanufer 19, Meiß- bietender. -- Ger ardftraße 13, dem utsbesitzer F. Oel) - mann und Frau ge örig; Nuvunngertb 11810 ckck; mit dem Gebot von, 226500 „44 „blieb der Kaufmann J. B. Bolzani, Insel- siraße 6, Meistbietender. - Rigaerstraße der rau Rentier Rosalie Stadthagen, geb. Bukofzer,ge1§örig" mt dem Gebot von 76000.“ wurde der Kau mann Carl Hoffmann, Gips- ftraße 18, Ersteher. - Rigaer ra e, der Frau Rentier Rosalie Stadthagen, geb. Bukofser, ge örig; Fläche 17,35 a; für das estgessßte Leringfte Gebot von 300 .“ wurde der Apotheker Richard raun, . empelbofer Ufer 36, Ersteher.
“matt. - Cbile-Kupfer ZZZ, r. 3
.New-
, 22. März
. . .,
Beim Königlichen Amts eri t 11 Berlin gelangten die nachbeieichneten Grandsiücke zur gerung: . DU im Grund- buch von Wilmersdorf Band 31 Blatt Nr. 960 auf den Namen des Maurermei ers Mori?) reund zu BUMM ene, Deutsch-Wi merswtf, a strftraße, belegene G, ftü ; Flä 7,54 a; ein Gebot wurde nicht abgegeben, da Niemand dx _ : Hypothek herausbieten wollte. - Das im ,GrundbuY von chönx- berg Band 46 Blatt 1671 auf den Namen der Hande gesellschaft in
irma aul auffe & Co. zu Berlin einZetragene, zu Schöne-
erg, eutben traße 40, belegene Grundfi ck, Fläche 3,70 a; Mindestgebot 200 96" für das Meisigebqt von 18400 146 wurde die Aktiengesellscßaft in Firma menobilien-Vexkebrs- bank, Französischestraße 24, Ersteherin. - Die sechs Grundftucke, dem
immermeifters Au ust Groebel Y_Bcrltn gehörig, sammtlicb zu
eu-Weißensee elegen; für die ' eistgebote von 54000,“ bezw. 42 525 „44, 29 500 «jk, 32 500 „M, 51500 „46 und 45000 „16 wurde die „Friedrich Wilhelm" Preußische Lebens- und Garantie - Versichern??? - Äkt engesellscbaft zu Berlin, Mauerstraße 63/65, Ersteb n. .
Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner Schlacht- viebmarkt vom 23. März 1895. Auftrieb und Marüpreie nach Schlachtgewicht mit AUSnabme der weine, welcbe n„ Lebendßewickpt gehandelt werden. Rinder. uftrieb 3851 Stück. (Durch'ibnirtspreis für 100 kg.) 1. Qualität 116-120 .“, 11. Qualität 104-112 «16, [1]. Qualität 92-98 «14, 17. Qualität 84-88 „44, S ck w e in e. Auftrieb 4358 Stück. (Durchsebnittspreis für 100 1:3.) Mecklenburger 96 .“, Landschweine: a.,gute 92-94 „44, b. "geringere 84-90 „ii, Galizier - .“, leiehte Ungarn - .“ bei 20 0/9 Tara, Bakonver 90-96 .“ bei 27,5 kg Tara pro Stück. - Kälber. Auftrieb 895 Stück. (Durchschnittspreis für 1 kg. 1. Qual. 1,14-1,18 „Fi, 11. Qual. 0,98-1,12 „Fi, 11]. Qu itäj 0,88- 0,96.“ - Schafe, Auftrieb 9211 Stück. (Durchschnittspreis für 1 kg.) 1. Qualität 0,92-1,06 «Fi, 11. Qualität 0,84-0,88 „Fi, 111. Qualität -,- „za
- In der Generalverkammlung deereinischen Hypotb eken- bank Vom 23. o. M. wur en die Vorschläge der Direktion und des Auf- sichtsratbs genehmigt. Demgemäß gelangt der Dividendenschein Nr. 2 mrt 48 _«M =_ 80/9 zur Einlösung. Es wurde insbesondere beschloffen, das Aktienkapital von 9000000 «14 um den Beira von 1 500000 „44 durch dre Außgabe von 1250 Stück yoübrzablterA tien 5 1200.34 auf 1._Julr d.J._ zum Kurse vgn 165 0/0 zu begeben. Die Direktiontbeilte mrr, daß di_e Rheinische Kreditbank in Mannheim sich bereit erklärt hat, dre L_lktixn zu diesem Kurse zu übernehmen. Das Bezugßrecht drr alten Akttoxiare ist gewqbrt worden, indem die Aktionäre berechtigt find, auf ]e 12 altAktten zum NeuriWertb von 600 „14 eine USUS Aktie zum Nennwertl) von 1200 „46 zu beziehen.
Magdeburg, 25. März. (W. T. B.) Zuckerbericbt. Kornzucker exkl., von 92 9/o -, neue10,05-10,15. Kornzucker exkl., 88 0/a Rendement 9,40-9,50, neue 9,55-9 65. Nachprodukte exkl., 75% Nendem. 6,80-7,35. Ruhig. Brotraéfinade 1 21,75. Brot- raffirzade 11_21,50. (Gem. Raffinade mit Faß 21,50-22,00 Gem. Melis 1 mit Faß 21. _Stetig. Robzucker [. Produkt Tranfito f. a. B. Hamburg pr. Marz 9,35 bez., 9,371- Br., pr. April 9,35 (Hd., 9.40 Br., pr. Mai 9,45 (Hd., 9,50 Br., pr. Juli 9,673 Gd. und Br.
Schwach. _
LLTPUZ, 25. März. (W. T. B.) Kammzug - Termin-
Yndel, a Plata. Grundmuster 13. pt. März - .“, pr.
ri13,02-§ „14, pr. Mai 3,05 «14, pr.Juni 3071194, pr. Juli3,071 „jk, pr. August 3,10 “Fi, pr. September 3,10 „ii, pr. Oktober 3,12? „ji, vr.November 3,15 „14, pr. Dezember 3,171: „za, pr. Januar 3,173 „x(, pr. Februar 3,17& „46, Umsay 105000 kJ.
Bremen, 25. Marz. (W. T. B.) (Börsen - Schlußbericbt.) Raffiniertes Petroleum. (Offizieüe Notierung der Bremer Yetryleum-Vörfe.) Ruhig. Loko 6,50 Vr. - Baumwolle.
L_etiger. Upland middl. loko 311 „_z. - Schmalz. Sehr fest. Wilcox 36§ H, Armour sbield 36 „z, Cudaby 37 .?, Fairbanks 30 .,z. - Speck. Sehr fest. Short clear middling oco ZU. - Wolle. Umsatz 78 Baüen. - T aback. Umsatz 182 Seronen Carmen, 205 Packen Paraguay.
Hamburg, 25. März. (W. T. _B.) Kaffee. (Nachmittags- bericbt.) Good average Santos pr. Marz 7845 pr. Mai 78, pr. Sep- tember 77z, pr. Yezember 75. Behauptet. - Zuckermarkt. (Schlußberrchk) Ruben-Robzucker 1. Produkt Basis 88 0/9 Rende- ment neue Usance, frei an Bord Hamburg pr. März 9,323, m. Mai 9,50, pr. August 9,75, pr. Oktober 9,80. Flau.
London, 25. Marz. (W. T. V.) Wollauktion. Preise fest, behauptet ;_lebhafte Beibeiligung.
An der Kuste 4 Weizenladungen angeboten.
96 0/0 Javazucker loko 11z steji , Rüben-Robzucker loko 91 onat 393/16.
Gla6g_ow, 25. März._ ( .T.B.) Die Verschiffungcn von Roheisen betritZen m der vorigen Worbis 5416 Tons gegen 6584 Tons m der glei en_ Woche des vori en Jahres.
Bradford, 25. Marz. (W. T. LJ.) Wolle anzirbend, MobatrwoÜe eber theurer, Garne ruhig, in Stoffen mehr
Geschäft. (W. T. B.) JaVa-Kaffee good
_Amsterdam, 25. März. ordinary 53T. - Bancazinn 384.
Verkehrs-Anftalteu.
Jin Jnrereffe einer pünktlichen Bestellung der nach
Berlin gerichxeten Postsendungen ist es unbedingt er ordrrlich, daß in der Auf1chrift die Wohnung des Empfängers na Straße, Haußnumuier, Stockwerk 2c_. genau bezeichnet wird. Auch dient es wesent_l:ch zur Beschleunigung der Bestelkung, wenn außerdem der Postbezirk ((J., W., Z., (Z., RG„ 8177. u. s. w.), in welchem die Wohnung _gelegen ist _btnter dem OrtSnamen „Berlin“ an- gegeben wird. Unteréletlzt eine derartige nähere Bezeichnung der Wobnunß des Empfangers, so läßt sich eine Verzögerung in der Beste ung der Sendung nicbt immer vermeiden. Die Un- e_nau1gkett in der Aufschrtt kann sogar unter Umständen die Riick- eitung der_Serzdung na dem Aufgabeort zur Folge haben. Es liegt daher im eigetzen JntereY'e der bissigen Empfanger, bei den Ab- senderti dahin _zu wirken, daZ 'e nach Berlin bestimmten Postsendun- gen mit moglichst genauer ufschrift versehen werden.
Glückstadt 26. März. (W. T. B.) Die Dam fschiffs- verbmdun zwis en Hoyerschleuse und Sylt ist von eutc ab wieder an genommen worden.
D _reßden 25. März. (W. T. B. Die General-Direktion der Konrqxicß sächsischen Eisenba nen macht bekannt: Die Strecke Wysten-Drtiersba --Sch[eiz ist infol e Damm- rutschung sert dem 24. d.M. Aben s unfabrbar. Der Perßonenverkehr wird durch Umsteigen Vermittelt. Der Gütervrrkebr mit der Station SYleiz ist auf etwa 2_Tage gestört. - Aus leicbem Anlaß ist die _Nß anabnstrecke Wiltschthal-Griesbach is auf weiteres un- a r ar.
Bremen, 26. März. (W. 517.23.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelldampfer .Fulda' ist am 23. März Vormitta s von ork _nacb (Genua abgegangen. Der Postdam fer „We mar" ist am .Marz Nachmittags von Baltimore na der Weser ab- gegangen; Der Postdampfer .Straßbura“ ist am 24. Mär Vor- mittacks m Oporto angekommen. Der Postdampfer „Graf. Bis- mar “ ist am 23. März von Bahia nach der Weser ab egangcn. Der ostdamp er .Neckar“ ist am 23. März Abends von Jieapcl nach _ew-Yo abgegatzgen. Der Reicbs-Postdampfer .Gera' ist am 24. Marz Morgens in Genua__ an ekommen. Der Poftdampfer .GlenmaviS“ ist am 25. Marz iacbmitta s in Antwerpen angekommen. Der Postdampfex „Wes er" ißt am 22. März in Bahia an ekommen. Der Reichs-Postdampfer .Preußen" ist am achmittags in Aden anxkommen. Hamburg, 25. März. (213- . B.) Hamburg-Amerika- ni che Packetfabrt-Aktien-Gescllschaft. Der Postdampfec
. atria ' ist gestern Morgen in New -Yo rk eingetroffen.