1895 / 89 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 11 Apr 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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«auch- mit

fortfabre Personalschulden mit Fax der Landes - Kreditanstalt und anderer DarlebnskaY-m in Reals u en umzuwandeln, wobei regel- mäßig an Zinsen e part werde. Auch der Rest der Mebrverscbuldung wird von vielen Y_nHSgerichten nicht _auf Rechnung allgemeiner uu- ünftiger Ver 1 _ "sondern der Eintragung von Erbtbeilen, der nlegung vou ' gen 11. [. 1». MM.. „Eine game Reibe von Veri erfiattrrn, namentlich aus den E genden mit YT o mehrfach erbebliche Löschungen _ bei Zuckerfabriken find, erklärt die LTL; de_r Lapdwirtbscbaft in ihren

Bkjirken mch!) für günstig; e ziemlich ebenso lange Reibe giebt allerdings mehr der entgegengeseßtxn Auffassung Ausdruck, wobei als Ursachen schlechte Ernten und Preise oder auch gestiegene An- sprüche der Arbeiter und Dienstboten, zum tbeil auch der zu große Auf- wand der ländlichen Bevölkerung und ihrer Frauen angegeben werden. In den Städten waren bier, wie überal], Neubauten der Hauptanlaß zu neugn___§_intxagy_n en. _ _ __ __ _ _ _

V&w rid g g 'für die Städte, ungleich für das'Larid kaufen auch die teim zkrdeOber-LandeögerickptszuHamm; einzelne Amtßgerichte halten 518 La der LandwittbsÖnst ibres Bezirks für zufriedenfteüend oder selbsifeßér ut -- namentlich in den Bezirken mit Bergbau oder Indusb-ie wird die nabmeder Eintragungen roßentbeils auf die YnßedeXung von_Arbeitern zurückgeführt, welche_ für tikaufs- und Bauzwecke den Realxredit bevußen _ ' die entgegengesesie Auffassung „bekunden. In einem Bezirk at der

usammenbruxb eines Bankvererns zu erheblichen Neubelastungen des rundbefißes ;gefübrt. _ _

Im_Ober-Lande§gerichtshezirk Caysel wissen nur sehr wenige Amtsgerichte von guten Verbältui _en der Landwirtbscbast z berichten. Aus einer größeren Anzahl von ezirken wird_ eine Ver] leÖterung der Lage des kandlicben Kleingrundhkstßxs infolge“ der vvrjäbrigen YÜLL'ZNÖ und 1chlechter Preise, sowie inwl ? [Liner Abhängigkeit von

schartßlxytexi beim _Vxebbandel, Grundstükgskaus u. s. w. „gemeldet.

Aux» neum * ntzagquen-Zm-Vezip zu_ Frankfurt a. . ist hauptsächlich diese Stadt betbeiligt; doch wird bier_wie aiich in den Nachbargegenden (einschließlich der länd- lichenBeuxxe) . d;e-Mebxbelchtstyu [edichb _, durcb. das Steigen des Y_odexiwerihs iind Fbrxges 13 Be uun erklart. Ganz anders lauten dt_e VZekiYkHayß de'n" eißW 1ich 'känM “ér'i' Tbriken dss, Bézfrks ; bier Wird mrbrfa'cb sogar bei einen) Ueberscbuffc der Löschungen eine un- günstige Lage der Landwirtbscbast insolge ]chlecbter Ernte sowie an- jureichender Prxise an etxommen_ ur1_d jener Ueberscbuß Vorwiegend durch die nachtra-liche_ öxcbng langst «gezahlter Hypotheken, häufig WM- dix [sst -1892.„_vorgeichriebene-Steuererklärung- erklärt, welche das Interene an 521: Nichtlöschun beseitM babe.

Jm Ober-Landeßgericbtsbezirka ln beziebezn Sich die _ 'ttbeilungen der Behörden meist weniger au] die wirtbfcbastltcben Verbältniffe als aufdie Einwirkung der in den menten Theilen des Bezirks noch [Öwebensren AulegtxngderGrundbüeher, die es anxauernd zu erschweren cbeint, auSden Ziffern der Hypotbskenbewsgung ein zutreffendesBild von der wirklichen VerschulkurzgsbeweYng zu gewinnen. Bemerkens- wertb ist hier die namentlich in den ebirgsgegenden des Bezirks e- macbte Beobachtung, daß tro? des Sinkens des allgemeinen Zinsfu es derjEnige für Hypotheken selbt an erstcr Stelle vielfach 11561; 5 Vom Hundert oder wenigstens 4 vom Hundert beträgt.

Das Gesammtergebniß der Hypothekenbewegung zeigt im Berichts'abre bei mannigfachen Abweickpungen i_m einzelnkn doch im Zbßtxn anzen einige deutlich erkennbare, im Laufe der Zeit [ich immer ? ärier auLprägende Züge. Unter dieZen werden auf dem Lande die günsti en zwczr kkinkswegs ganz dermißt, trxten aber im aUgemeinen weit inter die ungünstigen zurück, während in den Städten und zwar

erade in den größten, welcbe sowohl der Summe wie auch dem Ver-

Lältniß nach den erbe_blichst€n Zuwaäps dcr Verschuldung aufrveisen, die an und für sich außerordsntiicb bobs Mcbrverschuldung um mehr als 5 Milliarden Mark in 8 Jabren im (x_llgemeinen nur der Steige- rung des Wertbs dsr Baugründe und ihrer forfscbreitenden Be- [eyung mit Gebäuden zu eniwrechen scheint.

Unter jenen bezeichnenden Zügkn tritt ziemlich allgemein eine bedeutende Erleickpterun des Realkredits in Stadt und Land bervor. Diesslb-Z drückt [?ck zUnächft in cincr wesentlichen Er- mäßigung des Zinsfußes aus, und- der weitau§_größere Theil der Grundbksißer scheint in der That bon dieser Ermaßigung bereits Vortbeil gebabt zx: babkn. _ Nac]; den angxstéllten (_Frmittelun en be- ziffert fick) der gesammte wirkliäye und vkrzin-Zliche ländlich S „u den- bestand nicht unter 9 bis 10 Viilliarden Mark. “Cine ins- ersparniß von 3 vom Hundert bedeutet also bei einer solchen Last bereits eine Erleichterung um etwa 50 Millionen Mark und bewirkt, doß_die gesammte bon dem ländlichen Grundbcfiy aufzubringende Zinxenlaft-troß der Mebrberscbuldung um weit über eine MiUiarde in (17131 Jabren - sich nur wcnig_ böbör [12111 als früher, da jene Erleichterung sicb auf einen iast 85911 [2 großen Betrag be- ziffsrt wie vermutblicb die Zinsen dieser nsuen Schulden. Die günstiger? Gestalmng drr Vkrbältniffe des Realkredits zeigt sich absr nicht nur in dcr Ermäßigung de.“- ZinéfuZZs, [onkern auch in der fort- scbrritcnden Ersexzung einzelner rivatgläubiger durcb Kredifansialten, Welche bei pünktlichsr Zinszahlung nicht so leicht zUr Kündigung schreiten und bei hinreichender Sichsrbeit des Schuld- ners sich_kber als Einzelgläubi er zur Bewilligung eräumi er Rück- zablungSiristen bereit *nden la 1971. In dieser Bezieéung fa en aklein schon die Sparkanen chr ins Gewicht, obglsicb sie in den meisten L_andkstbeilen noch garnicht zu den wichtigsten Kreditansialtcn für dcn landlichen Grundbesitz gehören; fie decksn seit 1886 nahezu ein Drittel des Mehrbedarfs an Bodsnfredit.

Die in Vkrbindun mit dsn Nachrickyien über die Hyvotbeken- bewegung abgegebenen * einun säußcrungen der Grundbucbbebördcn über die Lage der Landwirt schaft in ihren Bezirken lauten sebr unglkichmäßig. Doch bleibt die_ Thatsache uxibsstreijbar: unter gßnstigkrew wie unter wenig günstixzen landwittbicbaitlichen Verhält- mffen scbrNtet die Vkrscbul'kung regelmäßi fort. Unter 1250 Amt:?- gerichten,Abtbei1ungen derselben oder K*rai en find im ganzkn Staaté- gsbiet Kur 176 bvrbandcn, welche seit dem 1. April 1886 eine Ab- nabme der BuckZvcrfcbuldung nacbwriirn, und davon enxfallen noch weitaus die meiyten auf die Ober-Landeßgerickyisbezirke des Westens, in _we1chen der Einfluß der Grundb-xchrc-gulierung Das wirtb- schaftliche_ Bild der Hypothekenbewegung trübt, sowié auf die Bezirke Poskn und Marisnwerrer, in welchen die Löschungen auf Anfiedelungsgütem oder bei Zwangsversteigerungen eine erheblich Roüe spirlen. Da nun bLi der gkltenken Verschuldungs- ordnung nicht der Grundeigentbümer, sondern der Kapitalist als Pfandbrikfinbaber oder vaotbekengläubiger Die am meisten beständigen Wertbtbeile dss Grundeigentbums zu .bestyrg' pffkgt, so bedeutet die Zunahme der VeksÖuldung selbst dort, wo_ n': durch eine Steigerung des Boxenwertbs aufgewogen wird, eine wrifcbreitende Aitslieferung dsr bencren Werfbtheile an Perwnen, die dem Grundbesitz an sich fremd gegenüber sieben, zugleich aber eine Verschlechterung der Stellung der Grundeigentbümkr und ibrkr Widerstandeädigkeit gégcn die Rück- ?cbläge der ,Konjunktur“.

Zur Arbeiterbkwegung.

Aus Frankfurt a. M. berichtet der „Fr. Gan.-Anz.'_: Die Lohnkutsck'ereicn, welcbe ri-x Taxameter-Drosäzkey einführen, bofen ibrkn Kuticbern 309/0 der Tageseinuabme als- Löbnung an; die Kut] er ve'rlau-gen jedoch 2,50 resp. 3 .F. Tagelobn. Die Arbeitge Tr lehnten diese Forderungen ab, worauf ein-z Arbeitéeinsteüung der Kuti Sk erivlgte. _

n Aachen iTt, wie im .Vonr-acts“ mikgctbcilt wird, derAus- stand der Vril enarbeiter (vgl. Nr. 85 d. Bl.) durch Bewilli- gung der Arbsiteriorderungensofort beendi t wordrn. _

Aus Braunschweig wird der „Bo „. Ztg.“ geschrieben: Kaum isi der Frühling in:“! Land gezogen fo begxnnen aus;) [(von wieder die Lobnbewegungen, zunächst im Baugewerbe, in dem die Aussichten keineSwegs besonders günstig liegen. Die Bauarbeiter find mit ihren Löhnen unzufrieden und verlangen Erhöhung. “Den

immerern wurde shot Iabr und T:.g, anläßlich einer damaligen bnbewegung, ein SWWLÉW von 42 „3 zugesichert, womit fich die Arbeiter zufrieden ettlarkén. Heute aber, so behaupien die Zimmerer,

b --- während andere Amt ichfe».ch s

' äUen nur für einen

werde nur och jn [ tenften - ,von 42 exablt. - Die seÉin “' o Wasch BY géééidliche, von der “ziaKlmo aÉeble ba unterftü te UYerg? ilfen- bewegup fäygt an, für die Arbeit ber euklicb z_u werden. Du: _ en dei Bo s, atd A ers eme Anzahl „von. ? sin , ,die" lich auf; rbe' schaft an- eu_iesen Kbxkdasikb vermocbtd, cnÖs r nnung außzutrethÜ die i_n“ _ixbrer ea“ _ (; ieo,w -ew .,eus- etrettexnénk“ i::lterbaiideelY-ii nun“.ckquéW-Ld mi"!- m *Gebeen und

Auckkmnm des ArbeitSnachweiseö der

- tbre ordnungen Gehilfen undFZablung einex Mindestloxnes Von 6 .“ für die Woche

bei freier Station) .bew'ilkisj.

_ In Quickborn “und Haslob (Regierungsbezirk Schleswig) sind, wie der .VoWarts' berichtet. die Maurer und Zimmerer m eine LobnbeMgung eingetreten. Die _Gcseüen fordern 10 Stunden Arbeit und 35 „_5 Lobn. “Wétm die Meißer dies nicht bewilligen, so soll

EF" Söküiak'énd M'AW'IMF'ÉK.

_ Jn Verviers feiern, wie der .Voff. Ztg.“ berichtet wird, in- folge eines in den_Spinnereien außgebrochenen erneuten Aus- standes 2000 Arbeiter. - Der „Köln. tg.“ wird aus Verviers vpm gestrigen nge geschrieben:_ Der Ber d bießger Spinnerei- [18er gab auf ciner außerordentlicbm uptversamnxsung die Er- _szigaö, Faß, seinen Säßuugekmähkein itglied d'eruug'en seiner _rbetter berucksichtigen dürfe, wenn diese in den usstand getreten eien. Dcmkntgegen wurde von den Fadnern und ihren Freunden im Volkßbause beschlossen die Yrbeit nicht eher aufzunehmen. bis der verlangte Mindestlo n gewabrt sei, und womö lich sämmt- l]che Fadnér drs Arrondiffements Verviers in die Bewegung zu ziehen. Da auch ein in Ensival abgebaltener sozialistischer Kongreß die Forderungetx de_r Fadner als berechrigk ayerkannt und die Unterstützung der Ausstandigen durcb Geldmittel bejcbloffen bat, [o

_ _ erfolgen täglich neue Arbeitseinstellungen. Bis heute hat si der des Ober-LandeSgericbts- . ck

Ausstand bereits auf 15 Fabriken ausZedebnt. Die Außsiändigen

“vcrbaiten s1ch ruhig und beschränken ibre T ätigkeit “auf Berafbungen

im _Volksbause und Vertbailuiig von F ugblättern an ihre noch arbeitenden Genoffen.

Literatur.

Geschicbte.

11". Publikationen aus den Königlich preußischen St_aat_s-Archiven. 60. Band. Hessisches Urkundenbuch. Feinricb Reimer, Urkundenbuch ,zur Geschichte dLr

erren von_Hanau u_nd der ebemaligen Provinz Hanau. 3. Band. Lexpzig, S. Hirzel _1894. 24 „44 - Diese'Urkunden- sammlung, deren _erste beide Bandy vor mehreren Jahren erschienen sind, beztebt fich nicht_auf em Einheitliches politi]ches oder historisches Gebiet, sondern quf em „__Mebrbeit Von Territorien, die nach dynasti- schen _u_nd _bistorisch-po itisxben Gesickotspmxkten zusammengesteüt sind. EinerWrtZ ist alles ix_rxundli e_Material ausgeyominxn, das Nachrichten über das_ alte? Dynasienges lecht der Herren von nau entbält, andererseits aUes, was fich auf die spätere kurbesfische Provinz Hanau beziebt, jedoch nur soweit, als disse 1866 an Preußen kam. Da nach dem Arxssterbrn der_Hanaurr_D-ynasten nicht deren ganzes Gebiet an das_ spatere Kurbenen fiel, 15 ist das 2112 Hanauer Länd- chen nicbt vollit_ändig behandelt und ebensowenig bci der Bxschränkung auf den vrwßrscbeyAntbxrl die später formierte besfische Provinz Hanau. D1e„Gebtete, dre neben Hanau vornehmlich in “Betracht kommen, find Stadt und Burg lenbausen, mehrere Klöster wie Schüch_tern_ und S_elbold, und einige kleinere «Herrschaften. Das Material, in den irubrren Jahrhunderten zicmlich spärlich vorhanden, wird seit dem 13. Jahrhundert überreicb, sodaß der vorliegende Band fast 900 Seitsn Urkunden für den Zeiiraum von 25 Jabren (1350 bis 75) enthalt. Ihren analt bilden meist Angelegenheiten privat- rechtlichxn Cbgrakters, doch fehlen an;!) politische Streitigkeiten nicht, 11. a. m zwnxben den Herren von Hanau und drm Bischof von Würzburg. Em Orts- und Pkrsonenberzeicbniß erleichtert die Be- nußämg diessr für jene Gebiete der Wetterau bochwicbiigen Geschichts- que e.

_ Geschichte der Päpste seit dem_ Auögange des Mittelalters von 1)r. Ludwig Pastor, Prosrffor der Geschichte an der Univerfität zu Innsbruck._ Zweiter" Band, zweite Auflage. Freiburg i. Br., 1895. Herder'1che Verlagsbandlung (geb. 12 M, ungeb. 10 «M) - Es ist_ nach dem Erscheinen der ersten beiden Bände der Rechtsgeschickote a1tor7s bereits beworgeboben worden [_Nr. 123, Jahrgang 1893 d. l.),_daß es sich um eine unzweifelhaft eacbtsns- wertbe Arbeit handle, die nicht bloß in dem engen Kreise der Gelebrtenrvelx , sondern darüber hinaus, auch in nicht fatbo- [i]chen Krein'n, Interesse verdiene. Inzwischn ist bereits eine zweite Auflage des zweiten, die Zeit von der Wahl Pius: 11. bis zum Tode Sixtus" 117. umfassenden Bandes er- schiknék]. Der erste, 1885 erschienene Band wurde schon 1891 in zweiter Auflage veröffentlicht Der Verfqffcr hat seit der «Héraus- abe des _zwcitrn Bandes (1889) mannigiacbes neurZ archivalisches

aterial für denselben gkwonnßn. Insbesondere sind die HauSarcbive dcr vornehmen römifcben Familien (Varberini, Cbigi, Buoncampani u. a.) noch außgixbiger benu t worden. Von der neueren einschlägigen Litkratur ist Pastor nichts e1entliches cntgangen. Die neue Anilaße weist zablreiche Perhezffcrungen auf; beispielsweise ist die Darstellung der Regierungszeit Pius" 11. erheblich srweitert und das Bild dieses Papstes, der zu den tntereffantesten und auch ebrxnwertbestsn Trägern der Tiara nn 15. Jabrbundert gebört, noch schärier beleuchtet worden.

_ Rechts- und Staatswisfenschaft.

Mit dem 1. April 1895 sind bekanntlich die Bestimmungkn der Gewerbxordnungs-Novelle vom 1. Juni 1891 über die Sonntags- rube, [oweit sie_nicht bereits in Geltung waren, zugleich mit den auf Grund der geseßltcchn Vorschriften erlaffenen AuZsübrungkbestimmungen in Kraft etreten. Damit ist das Ziel Erreicht, welches in der Rich- tung des Sonntagsschutzes mit der am 6. Mai 1890 erfolgten Vor- legung des Gesetzentwurfs, betrchend die Abändsrung der Gewsrbe- ordnung, erstrebt worden ist. Wahrend die Sonntagsrube im Handels- gewerbe bereits _mit dem 1. Juli 1892 _eingefübrt werden konnte, nöthigte die Verkchiedenbeit der Verbälsnine' in den produktiven Ge- werben _zu einem rxicbt unerheblichen Hinaudscbieben des Tc-rmins der erkraitießun . Umfangreiche Vorarbeiten mußten zunächstdas Material likierm wel es dem Bundesratb_ ermöglichte, auf Grund der ihm dur das Gesey eingeräumten Befugnis; diejenigen AUSnabmen von dem Ver ote der Sonntagsarbeit zu erlaffen, vor deren Feststellung die SonytagSrube nicht ohne schwere Schädigung der Arbeitgeber und Arbeiter eingeführt werden konnte. Nack) Abschluß dieser bei der Bereuiun des Gegenstandes für unsere vaterländisckx Industrie unerläßlicbxn' or- arbeiten konnte ein endgültiger Entwurf von Auknabmebeftimmungkn aufgestc-Ut werden, welcher dem Beschluffe des Bundesratbs, wie er durch die_Bekanntmachung des Reichskanzlers Vom 5. Februar 1895 Veröffentlicht worden ift, im Wesentlichen zu Grunde liegt. Dre _Zabl de_r Industriezweige, für welche Außnabmen bewiUigs md, 1]t__ gegenüber denjenigen Gewerbcn, für welcbe von der Zu_1anung von Auönabmen abgesehen _ werden konnte, sehr gering. _ _Von den 78 berücksichtigten Industriezweigen gehört zudem die Halfte der cbemischen Industrie an, in weleher inkgesammt weniger Arbeiter be!;hästigt Werden, als in einzelnen der übrigen mit AuSnabmen ausgestatteten Industriezweige. Wenn man auf der einen Seite von de_n jugendlichen Arbeitern, welche an Sonn- und Festtagen überhaupt nicht beschäktigt werden dürfen, und andererseits vvn den e_inzelnen Saisonmkuftrien absiebt, für welche der Bundeßratb in außerst engen Grenzen Sonntagöarbeit zugelassen hat so gehören [1th Zugrundexegung des vorhandenen statistischen Materials noch nicht_ 10 0/a sqmmtlicbec in rroduktiyen Gewerben beichäftigten Arbeiter denjemgeri Industrien an, für welcbe der Bundeöratb Außnabmen bewilbgt hat. “Es kommt hinzu, daß diese Aus- nahmen _ sich bei zahlreichen Industriezweigen nur auf einige Monate im Jabre, bei einzelnen sogar nur auf einige Wochen erstrecken, dalßk in dx: Regel keineswegs der gesammte Betrieb, vielfach so ar nur e gentliche Arbeiten trigegeben sind, daß 'endlich in zab reiehen Ul des Sonntags, inanthmal nur für wenige

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Wunden die Beschäftigung von Arbeitern gefiattet ifi. Au AuSnabmen, welche die VerwaltunFlko-rbörden auf Grund der §§ch10xi§ uud 105f der_Gewerbeordnung zu illigen in der Lage sind, Werden ,sich_ nach den m Ausfübru S-Anweisunaen der *einzelnen Bundes. regierunchn auf ellten_ Grun sähen m _en e_“n bkagen. Dem KUE der Betbxiltgten mm das Emle in die durcb die ueueri_ Bestimmungen uber die Sonni Stube geschaffenen Verhältnisse tbunltcbft zu erleichtern und- die za [reichen Sch ' “ten und Zweifel zu vermindern, die sich für Arbeitgeber :- .- iter, Be- hörden und Beamte wenigstens- für die erste Zeit nacb-dem Jukka» treten- der neuen Regelung zweifellos ergeben werden bezw. schon ergeben haben, steat 1ch ein Werk des Regierungs-Ratbs im Reichs. amt des Innern . Werner: .Die Sonntagßrube in Industrie und Handwerk“ (Karl Heymann's Verla in Berlin Preis 1,60 „M) zur Aufgabe. Der Verfaffer ist selbst ei allen dai umfcxngretchen Vorarbeiten und Erbebungewdeö Bundeöratbs. welche

' “Véronmung'en, Wunden der Bekannt. machung vom 5. ebruar 1895 vorausgegangen smd, thätjg

Ywesen und bat ierbei jedenfalls so gut, wie nur wenige

elegenbeit und Veranlassung gehabt, sich in den Geist des bier in'

Betracht komuienden wichtigen Theils der modernen sozialpolitischen GesetzLYbun emzulebm Seinen Zweck sucht das Buch dureh umfäng- licbe wa?!; ngen, und_ Erlautemugen zu den , abgedruckten, auf die SonntagSrube sicb beziehenden geschlichen Bestimmungen und Ver- ordnungen zu erreichen. Abgedruckt und kommentiert smd [o die ein. schlagenden Paragraphen der Gewerbeordnung, diS-Kaiserliche Ver. ordnung vom 4. Februar und die Bekanntmachung des Bundeskatbs vom 5. Februar 13. I., sowie die preußische Anweisung, betreffend die Sonntagkrube tm Gewerbebetriebe mit Außnabme des Handelögewerbes,

»welche übrigens mit den Ausiübmsteiordnun en der anderen

Bundesstaaten im wesentlichen übers: timmt. & Unterstü un, die das Buch dem raktiker darbietet, ist zweifellos sebr wert vo und es kann seine schaffungßdaber Rn empfohlen werden.

e n

_ Katechiömus der Nivellierkunst von tofessor 1)r. , PietF-cb. Vierte, um earbeiteteAuflage. Mit 61 A bildun en. Preis in Ort inas-Lernenban 2.46 Verkag von II. Weber inYeivzig. _ Das eine'Burh enthält _m Ynappkr,_'gédrängter Form die Grundzüge des H benmeffens _oder Nivellierens m für "Jedermann verständliche: Fassung. Der L“.“- der m die Lage komakt, obne große Vorbereitung und o_bne konzplizierten Apyarat _eme bierber eböriZze Aufgabe lösen zu mussen wird rasch und „(be: in diesem BüKlein elebrung finden. Dem Tecéniker oder Landmxüer, der mit der Prüfung und Berichti- gung (_)der dem Gebrauch _etnes seiner Instrumente nicht genau ver. traut“ist_, wurd der Katechismus_ ein schneller und zuverlässiger Raib- Leber sem. “_“O'er letzte Abschnitt, vom barometrischen Höhenmeffex

andelnd, _wird namentlicb den _Hocbtouristen interessieren, welchem

dort _Ankemmg gegeben zst, mzt Hilfe eines leicht transportablen

Anewidbarometers obne vieLLZe ??_Zlbk dxe erreichten Höhen zu bestimmen. ei cbri ten.

Unter den periodischen Unterbaltungsschriften darf die in der Deutsche:! Verlags-Anstalt tn Stuttgart erscheinende illustrierte Zeitschrift .U_eber__Land und Meer“ eine der ersten Stellen beanspruchen. _Mit HM 9 gelangt sosben der zweite_Band des Jabtgangs1895 der tlluftrisrten Oktavbefte zum Ab]ch[uß. Er beweist durch seinen Inhalt wieder, wie_ sich die Leitung dsr Zeitschrift angelegen [Lin laßt, dem Lßscr die interessantesten Ereignisse der Gegenwart in Wort und Bild vorzuführen, danebe'n aber auch eine Auswahl aus den_ besten_ Werken er modernsn Erzähler karzubieten. Eine bunte Reibe kleinerer Aufsaßx, welche die verschiedensten LrbenSgebiete be- trqffeq, geben_ ferner in ansprechender Form Aufschlüsse über die wichtigsten Zeitfragen. Von bcsonderer Anziehungskraft dürfte der Romqn . ergiftete Pfeile“ von Curt von Vrewiß sein, der un 5Il_nsc1)luß cm authentisches Material das viel er- örterte Kapitel Von den anonymen Briefen behandelt; ebenso der gehaltvolle _Sittexiroman .Geschieden' von Sophie Jung- bans. _ Den literarischen Leistungen sieben ebenbürtig die küxjstlerischen zur Seite, die in den Jüuftrationen wie in den Kunst- blattern mit jedem neuen Hefte Zeugniß von der fortschreitenden Ver- vonommnung der beutigxn Rkproduktionsmittel ablegen. Von den Kunstbeilagen dürstsn Einzelzie, wie die .Verkündi ung“ nacb MuriUo, .Goldklar“ nach dem Gemalde von Grüßner, „S elme' nach L. Mark und „Lady Betty“ nacb Philipp H. Calderon als Meisterleistungen der modernen _quzsckxnxidckunst gelten]. Neben den besprochenen Vor- zügen haben die illustrtxrten _Oktavbestk von „Ueber Land und Meer“ nbch den,_ungemein bil1ig zu 1ein; das Héft kostet nur 1 „46, der ganze, nicht weniger als 512 Groß-Oktavseiten umfassende Band, elegant in LeinWand gebunden, 6 „44

_ -- Die am 6. April ausgegebene Nummer 2701 der „Illustrierten 3211 un g' (Verlag J. J. Weber in Leipzig; Abonnementspreis vieriel- j_aHr_l:ch 7.44) entbält u. a. folgende Abbildungen: Der Besuch des Kaijkrs _Wilbelm _m Frikdrich_§rub am 26. März, 3 Abbildungen; Dcr Kaiscxbegrüßt den Fürsten Biémarck. Die _Trurpen defilieren vor dem Kaijer, dem Krynprinzen und dem Fürsten BWmarck. Der Kaiser bringt an der Fe'ttafel den Toast aus den Fürsten Bisinarä aus. - Ter Vésucb der_Parlamentarier in Friedricbsrub am 25. März." Die Ansprache des Fürsten Bismarck. Der EbrenvaUascb des Fürstexo B1§U1Ükck,©€]chénk dss Kaisxrs.-Gü_ntber Friedrich Woldemar Fürst zur Lippe + am 20. Marz. Adolf Prinz zu Schaumb Livre. derzetttger_Regent von Lippe. Ernst Graf zur Lippe-Vie terfeld, Tbron-Pratcndent. Judas Jfchariotb, nach einem Gemälde von Kunz Meyer. Die Rückkehr der Frauen vom Calvarienberg, nach xinem Gemalde von P. van der O_uderaa. Lutherische Konfirmandinnen m Amsterdaxn, nach einem Gemalde von Therese Schwarße. Prinz Emanuel, Herzog von Aosta und seine Braut Prinzessin Helqne vyn Oriéans. Neue Erwerbung der Berliner Gemälde-Galerre: Rembrandt's Porträt des Cornklius ClaeSz Auslo. Kurdirekior

_yl. Bqubard Freiherr von Schorlemer-Alst, “]" am 17. Marz. Em franzömches Aluminium-Torpedoboot. Münchener Neubautkn, 7 Abbildungen. _ _

- _Die „Zeiticbrist für Hypnotiömus, Suggestions- tberapis, Suggestionslebre und verwandte psych_o- loYiscbx Forschungen (Verlag von Hsrmann Brieger in Berlin) ent alt in Heft 5 und 6 des 3. Jahrgangs die Fortsetzung der psykbO- logischen Stukie von 131“. S. Landmann (Fürth) „Ueber fUnktioneUe Gebirnfiörungen'; cine AbbandlunY von 1)r.1116c1. J. Bergarann Worms a. Rb.) über dieérage: „zst die Hypnose ein pbvfiologlxcber

ußand9'; ferner eine nigeMung zum „Fall Czynski' von Px-

reiberr von Schrerck-Noying ( ünchen); eine Erwiderung auf die]?- (Fntgegnung von Dr. J. Großmann (Berlin); einen Nachtrag zum Prozeß sznski von 1)r. Frxiberr von Schrenck-Noying (Münchx'n) und zum Schluß bibliograpbi1che Anzeigen.

- In Heft 6 der bekannxen lbmonajsscbrift ,Aus fremden Zyngen“ (Stuttgart, Deutvcbe * erlags-Anftalt) wird unter dem Tttel .Die kleine Kirche“ die Veröffentlichung einer Ueberseßung kes unt-crbaltenden, künstlerif Voücndeten Roman:? „].-8 6517698101358“ von pronse Daudct ? knnen. Die beiden fe elnden Romane „Wassili Tjorkin' von P. * obowkin und ,Tcß' von Thomas _Hardv werden fortgesetzt. Außerdem enthält diescs Heft die_kleinc Erquluug ,Mßdrilézne' aus dem Amerikani1chen von Grace King und m der chlletonmbrik „Von Diesem und Jenem“ den Anfang eines Auf- saßks ,Das dritte Gexchleän' yon Gu lielmo Ferrero.

_ Die „Zeitschrift über'Vo lftreckungßrecbt und ZU- stellungswesen imm vorzu Zweiter Berücksichtigung der esammten Aufgaben des deutxcben Gericxtsvoßziebetftanvesß die er unter dem Titel: „Zeitschrift für Gerichisvollzieber' erstbien _und vqn Heinrich Walter, Recht§anwalt und Notar a. D. _m Berlin berauögegeben wird (Verlag: Siemenrotb u. Worms in Berlin 827. 48)- bat in der Nr. 6_des 11. Jahrgangs vom 31. März 1895 folgendk" Inhalt: Zur gefalligen Bzachtuukg. - Die'künftigen Wechselprotest- gxbübren der Gerichtöooüzieber n Preußen. Ausführende und_er_- ganzexide Bemerkungen m_ld Vorschläge zu dem Entwurf etnev preußixcben Gerichtskostengexeßes. Von Heinrich Walter. - Okffenx“ licher Verkauf nach Art. 343 Satz 3 des Handelögeseßbuchs in Württemberg. -- Personal-Nachrichten. - Sprechfwal-

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_ --4 .“ aficherung. , Verdinguußen :e. ertbpapierm.

? Oeffentlicher Anzeiger.

. Kommmtdit-GWWW au Aktien u. Aktien-Geselllöx . Erwerbs- und _ s en . Niederlassung :e. “von .Bank-Ausw e.

10. Verschiedene ekanntmackymigen.

walterfi.

iersuckjungs-Sachen.

[3289] Steckbrief. _ _ _ Gegen den verbeircktbeten Bäcker _Cbnsticzn Heiterich von Gnadentbal, welcher flüchtig 171, ist

' die Untersuchungsbaft wegen betrüglichen Bankerutts

verhängt. Es wird ersucht, dense_lben_ festzunxbmen und in das bissige Amtßgericthgefangmß _abzultrfern. Hettericb ist unterfetzt,_ ca. 1,60-1,65 m _groß, hat rundes Gesicht; er ließ sich am 6. April den Bart abnehmen. _ Oehr'iugeu, den 10. Avril 1895. K. Amthericbt: Kehrer, A.-R.

[3046] Steckbriefs-Eruenernug.

Der LY" den AZenten (Kaufmann) Hugo Bülow wegen [Kr ndenfäss una _und Unterschlagung unter dem 23. Dezember 1885 m den Akten 11.11. 1. 730 1885 erlassene, unterm 15. Juli 1890 erneuerte Steckbrief wird bierdurxb nochmals erneuert.

Berlin, den 6. Avril 1895. , Der Untersuchungsrichter beim Königl.Landgericht ].

[3047] Offenes Strafvollftreckuugsersncheu.

Gegen den Arbeiter Jacob Mathuffek aus Lubeßko, jest unbekannten Aufenthalts, ist durch rechtskraftiges Uribeil des Königlichen Schöffen- ericbts zu Lublimv vom 2. Oktober 1894 wegen

usfriedensbruchs :e. eine Geldstrafe Von 30 «16, m Unvermögenöfaüe 3 Tage Gefängniß und 3 Tage

ft festgeseyt. Die Zwangsvoüstreckung we en der

eldstrafe war _obne Erfolg. Es wird ersu i, den- selben zu verhaften und der nächsten Gerichtsbxbörde uzufübren, wel e um Vollstreckung der Freiheits- rufen und Na richt zu den Akten 1). 226/94 er- ucbt wird. _

Lubliniß, den 5. April 1895.

Königliches Amthericbt.

[1370] Ausruf. _

In einer Strafvrozeßmche kommt es auf die Fest- stellung an; wer in der Zeit vom 1. Juli 1892 bis “14. Februar 1893 folgende Werth- papiere - oder das 8111? oder gndere dayton -;

1) den unkündbaren Piandbrtes der Norddéuijcbsn Grundkredit-Bank 1,155 „4. Ser. 111 Nr. 40056 über 3000 .“, _ _ _

2) die 4% Preußücben Konwls, Anlech€ (191880,

15er. 12. Nr. 344357 108460 108461 über je 300 „46 672413 751689 in Besitz gehabt hat.

Wahrscheinlich touren die Papiere der- pfändet.

Ich ersuche jedermann, den es angeht, re_cht dringend, fich dieser Feststellung an der Hand_]e_iner Bücher zu unterziehen und mir ebentuell moglichst schleunige Mittheilung zu ma_ch€n.

Magdeburg, den 29. Marz 1895._ _ Der Unterfucbungßrickpter 1 becm KomglLandgencbt.

[3298] Ladxmg. _

Der Dreborgelspikler Giovanni Reguli, _z.Z. un- bekannten Aufenthaltßoris. zuleßt_ m Y_crlin wobn- baff genossen, am 8. Mai 1829 M 601511 de Mo- nesterum geboren, katholisch, Welchem zur Last gr_1egt wird, zu Drewitz im Septkmbsr 1893 obneßemen Gewsrbeschein eingelöst zu babe_n, em dar Steuer vom Gewerbebetricb im Umberzteben unterworfsnes Gewerbe, das dcs Dreborgelsvielrns, betrieberz zu baden - Uebertreiung gkgen § 18 d. Pr. GU". _v. 3-Ju1i 1876 - wird auf Ancrdxmng des Komg; lichen Amtkgericbts bierselbst am den 7._ _Jym 1895, Vormitta s 91 ler, bor das Kbnigltcbe Schöffengericht zu Hotsdam, xindsnstr. 54, Zwirner Nr; 1, zur Hauptberbandlung geladen. Auch ber un- ent1chuldigtem Ausbleiben wird zur Hauptverhandlung Lesebritten werden.

Potsdam, den 4. April_ 1895. _

Balls, Gerichtsschreiber _ des Königlicbkn Amtsgerichts. Abtheilung ?.

2) Aufgebote, Zustellungen nnd dergl.

[3404] Zwangsverfteigernng. _ _

Jm Wege der Zwangsvollftréckung 1911 das im Grundbucbe Von den Nieder-Scbönbausener PZrzeÜen Band 4 Nr. 161 auf den Namen dss Fraulems Marie Okroy eingetragene, bier, Schwedterstraßx Nr. 238 belegene Grundstück am 14. Iran 1895. Vormittags 101 Uhr, Vor dem unterzkuh- neren Gericht, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Erd- S1choß. Eingang ()., Saal 40, beritrigert werden. Das

rundstück ist bei einer Fläche bon 0,0602 115. zur Grundsteuer und zur Gsbäudksteucr nicbt bsr- anla !. Außzug aus der Steuerrolle, be [aubtgte Abs rift des Grundbucbblatts, etwaige Abs ._pungen und_ andere das Grundstück betreffende Nachwctzungcn, sowie besondere Kaufbedingungcn könne:) in d_e_r SZ?kkchtsschreiberei, ebenda. Eingang 1).,_Zimme_r 17, eUlgeseben Werden. Das Urtbeil über dre Ertbetlung des Zuschlags wird am 18. Juni 1895. Vor- Uitxaas 111 Uhr, im vorangegebenen Saal 40 verkundet werden.

Berlin, den 1. April 1895. _

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 88.

[3121] Ziyangsverstei erung.

m Wege der Zwangsvoll reckung soll das im Grundbuche von den' Um ebungen Band 164 Nr. 7145 auf den Namen des Kaufmanns Julius Auerbach jkrfelbst emgstragene, zu BUin in der Danzi_ger-

“13? (Nr. ), nach dem Kataster Nr. 29, fruher 40. Tbelagern? Grundstück am 5. Juni 1895- vamittaos 101 Uhr, vor dem unterzeichneten Gex1cht_ an Gerichtssiklle, Neue Friedrichstr. 13, of, [Ugel (Z- part., Saal 40, versteigert werden. 95 „kundstuck bat eine Fläche von 2 *a 81 m und ist mit 4700.44 Nußungsrvertb zur Gebäudeteuer ber-

anlaqt; Außzug aus der Steuerrolle, be laubigte Abschrift des Grundbucbblatts, etwaige" Abs ("1 ungen und_ andere das Grundstück betreffende Nachweixmgsn, sowie besondkre _Kaufbedingungen können in ker Gencbtsscbreiberci, ebenda, Zimmer 41, cingeseben werden. __ Dießnigen, welche da;.[ Eigenthum des Grundstucks beaUWrycben, werden aufgc'fordert, vor Schluß des Versteigerungsterminks die Einstellun ds_s Verfahrens kcrbeizuiübren, widri enfalls na erfolgtem ZUsÖWS das Kauf eld in * „ezug auf den Ansvruch an die «teüe des rundstücks tritt. Das Uribetl uber dre Eribeilung des Zuschlags wird am 5. Irini 1895, Nachmittags 123 Uhr, an Geticbtsstelle, wie oben, verkünöet werden. Be_rlin, _den 3. Avril 1895. Königliches Amtégericbt 1. Abtheilung 86.

[3379]

Nach be_ute erlaffenezn, i_einem ganzen Inhalte nach durch Amchla an die Gerichtstafel bekannt ge- machten ro am _finden zur Zwangsverstei erung das_dem ' tschl€rm€tstxr Magnus Koop zu S werin gechrigsn Wohngrundstück? Nr. 47 11. an der Hospiial- straße daselbst mit Zubebör Termine

1) x_um Verkauxe nacb _zuboriger end1icher Regu- lrsrung der Veckaussbsdingungen am Mitt- woch, den 22. Mai1895, Vormittags 11 U r.

2) zum Ur erbot am Mittivockz, den 12, Juni

_ _ 1895, Vortxitiags 11 Uhr.

im Zimmer Nr. 7 (Szcböffengericbtssaal) des biefigen Amtégerickotsgebäudes statt. Auslage der Verkaufs- bediq ungen Vom 6. Mai 1895 an auf der Gerichts- ]chrei erer und bei dem zum chuester besteUten RechtSanwaTt MüUer zu Schwerin, welcher Kauf- liebbabsrn nacb Vorgängiger Anmeldun die Beficky- tigung d&ß Grundstück:? mit Zubehör getakten wird.

Schwerin i. M., den 9. April 1895.

Großherzogliches Amtögsrichi.

[3129]

In Sachen BLI Gemeindevorstébers Lüders in Cmmerstedk, Klägers, wider den Mühlknbefißer Rkuter, daselbst, Bekkagten, wkge'n Zinseniorderung, wird, nacbdcm auf Antrag dss Klägers dic Bsschlag- nahme der dem Veüagikn gehörigen Grundstücke,

1) des Anbauerwrsens R0, 8553 100 sammt Zu- bcbör zu Cmmerstedt, .

2) der mit den Buckpstaben &. b. c. (1. 5. bezeicb- neten Fläche zu 16,68 5 585 Planes ck10. 348 der Karte „am Leimberge', daielbst zum Zwecke der Zwangsversieigkrung durcb Bsschluß Vom 20. Marz 1895 bériügt, auch die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche an demsclbßn Tage krfolgt ist, Termin zur Zwangsbersteigcrung aux Dienstag, den 9. Juli 1895, Mor eus 93 _Uhr, vor Herzoglicbem Amtsxxericbie Tslmstedt angkseyt, in welchem die HVVotbekqläubiger die Hypothekcnbrieie zu über- reichen baden. Die Vs!steigerungs-Bedingungen, laut welchen jeder Biéwr auf Verlangen eines .Be- tbeiligten Sicbe'rbcit bis zu 10% [_ckan (Gebotes durcb Baarzablung, Niederlsgung kurHsäbigsr Wertb- papierr oder gceigncte Bürgen zu leisten bat, sowie die GruudbucbauSzüße können innerbalbder leßtsn zwei Wocben Vor dem Versteigerungstxrmme auf der Gerichtsscbreibcrei kingeseben, auch die Grundstücks selbst béficbtigt wérden. _

Helmstedt, den 4._Apr1[ 1895._

Herzogltche§_Amt§gerrcht. Haksel.

3402] [ In dEr-Zwang§bol1streckungssache des Rentners Wilbelm Vorrever in Hélmstkdt, Kxägers, wirst den Kaufmxnn (8. O. Domcrnicbt 5512156, Yeilagtkn, WLJSU Forderung, werden die Glaubiger aufgefordert, ihre Forderungen unter AnNQk? des Bckrageß an Kapital, Zinsen, Kostcn undNebenforderungeg bmnrn zwei Wochen bei Vermeidung des Ausschlmws bier anzumledcn. Zur Erklärung über dcn Ykrtbeilungß- vlan, sowie zur Vkrtbeilung der Kaurgsldcr wird Termin auf Dienstag, den “7. Mai 1895, Morgens 9:3 Uhr, Vor dem unterzxtchneien Amts- gsrichte anberaumt, wozu die Betbeilxgten und der Ersteher biermit vvrgeladen werden.

Helmstedt, 11811 4. April 1895. _

Hkrzoglicbes Atntsgericbt. Hassel.

3403] [ In der Kwan ZboUstreckungssacbe de'Z Kaufmanns Carl Bra ebUs , in Peine, vertreten _durch_ den Reckotéanwali Silberscbmidt in Brauysxbweiß, Klagers, wider den Müller Carl Fubtberg, fruher in Wahle, jeßt in Beckum, Beklagten, wc en Forderung, werden die Gläubiger aufgefordert, i_ re Öbrderungen untsr Angabe des Betrages an Kapttql, , msen. Kosten und Nebenforderungen binnen_*zwet chbcn bkl Ver- meidung dss AuÖscbluffcx; _bier anzumeldsn. Zur [8x- klärung über den Vertheilungsplan, sowie zur Ver- tbeilung der Kausgslder wird Trrmm auf drn 16. Mai 1895, Morgens 10 th, bor der_n unterzsickpneten Amkégericbt anbkraunxt, wozu die Bexbeiligten und der Ersteher biermrt borgeladen MJK?!) 1d 9 Ap “[ 1895 "eee,e115. rr . Herzoglicbes _Amxsgericht. (Unter]cbrin.)

3106 _ [ In] dem Verfabren, betreffend dre Zwangsver- [tei erung des drm Kaufmazm Albert Bad[t zu Roßitock srübkr gebörigen, _aÜbter at] _der _Lager traße 351) Nr. 1427 bslegenen Hauögrundixucks i_st zur Er- klärung über den Theilungsylan, forme zur Vornahme der Vertheilung ein Term"), auf Diensta , h_eu 23. April 1895, Vormittags 11 U r. im Amtherichtsgebäude Zimmer Nr. 1 hierselbft an- beraumt, und Werden die bei der ZwangsverstetgerunZ Betheiligten dazu mit_ dem Bemerken geladen,_ da der Tbeilungsvlan zu ihrer Einsicht auf der Gerichts- schreiberei niedergele t ist. Rostock, dcn 5. 1:11 1895. _ Großherzogliches Amtsger1cht. Piper.

[3136] Bek _ utuvxthuug. _

In der Tbeilanbgssa _e Mtchler gegen Michler bat der mit den T eilungßberbandlungen beauftragte Königliche Notar Juftiz-Ratb Mügel zu Saarbrücken, auf desfallfigen Antrag , durcb Ordonanz vom 16. März 13. I., zur Fortseßung der Verhandlungen und Aufnabme der Schlußliquidation, Termin auf den 20. Mai 5. J., Vormittags 9 Uhr, _in seiner Athstube bestimmt. Zu diesem Termrne wird der Mitbexbeili te August Michler, Kaufmann, früher zu Köln, ja t 9 ne bekannten Wobn- und Aufenthaltß- or? __im eg: der öffentlichen Zustellung hiermit gs a en.

Saarbrücken, den 29. __;Rärz 1895. v er - Gkrickztsscbreiber des Kgl. Landgerichts. 1. Z.-K.

[3123] _ Aufgebot.

Es ist das Aufgebot folgender angeblich abhanden gkkommsxn']: bezw. vrrnicbteter Schuldbersckyreibungen der_ Pbreußiiciycn konsolidierten vierprozentigen Staats- an 21 ,e:

1) Von 1883 [.jcr. D*. Nr. 269 690, 269691 und 269695 11er je 200 .44 von der Ehefrau dss Vöticlycrs Wrede, Auguste, geb. Mendel, zu Schöne- beck a. Elbe, vertreten durch den Rechtöanwalt Krumbbaar ebenda,

2) von 1880 Uri. 13, Nr. 88 094 bis 88 096 über je 2000 «zu, [„im 1). Nr. 163 480 und 163 481 über je 500 „16, („iii. 13. Nr. 151786 bis 151816 über je 300 „xe. Von dem Freiberrn Franz bon Boiilen- berß-Schirp zu Baldenev, vertreten durch die Firma Ne ling nnd Nebn zu Essen,

3) von 1882 1-jt15. „4. Nr. 106 467 bis 106469 über je 5000.44 von der Providentia, Frankfurter VerficberungSgsseUschaft zu Frankfurt a. M., ber- treten durch den Recbtanwalt ])r, Boerne bierselbst,

4) von 1882 1.111. 11. Nr. 543 947 über 300 ck von dem Major bon Seydlis zu Braunschweig b?- anjragt. Die Inhaber dsr Urkunden werden aufge- fordert, spätestens in dem auf dsn 24. April 1896. Vormittags 10 Uhr, Vor dem unter- zeichneten Gkrichte, NEUE Friedrichstr. 13, Hoi, Flügel 13. part., Saal 32, anberaumien Aufgebots- termine ibre Reckyte anzumelden und die_Urkund€n vorzulegen, widrigeniaüs die Kraftloserklarung der Urkunden erfolgen wird.

Berlin, den 3. April 1895.

Das Köriiglicbe Amthericbt 1. Abtheilung 82.

[3127] Aufgebot.

Aus den Antrag der BrcslaULr Wechsler-Bank beziehungsweise der Filiale der BrezZlaue'r chbsler- Bank (Vorm. Louis Pollack) zu Liegniy wird_der Inhaber des angeblich bkrlore'n gkgangenen SchlZUchen landschaftlichen 310-“0 Pfandbrieies Hiri. (). Ser. 11_ Nr. 2191 über 1500 «46 aufgefordert, sein Rezbt an] diesen Pfandbrief spätestens im Aufgebotstermm, deri 27. Dezember 1895, Vorm. 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gkricbt, immer 89 im 11. Stock des Gerickytsgebäudes am S weidnitzer Stadtgraben Nr. 4 anzumelden und den Pfandbrief Vorzule en, widFigcnfaÜs dieKraftloserklärung desselbsn erfo gen wir .

Breslau, dk" 1. April 1895. _

Königliches Amtögericbi.

[3126] Aufgebot. _

Der von der Königlich Wesivreußi1cb€n Ritier- schaftlichen Provixiziallandschaftsdirektion zu Marxen- werder zUm Zinsiuße von 4 Prozxnt für das (Hut Opaksnißa außgefcrtigfe Pfandbrief Opalenica Nr. 47 über 300 „44 ist verloren gegangen und soll aus den Antraß des PAMTI drs Nachlasses der [8 ten 'In- baberin dEr UrkUndc, der verstorbenen Frau Griedkrike Joost, geborenen Kelpin, zu Hsiligenbrunn bei Danzig aufgeboten werden. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, svätsstens im Aufgebotstermin am 15. Iamxar 1896, Vormittags 12 Uhr, seine Rechte bei dem Gkricbte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widriaknfaüs dersn MaftloF-Zrklärung er- fol en wird. (111. 13". 3/95.)

trasbnrg,_ den 3. April 1895. Königliches Amtsgericht.

[3125] _ Aufgebot.

Es ist Ws Auigébot wlgender Fundsachen:

1D des Von dim Sattler Markmann bierselbst am 6. ktober 1894 an der Ecke der Straße Untsr den Linden und drr Neurn Wilhelmstraße gefundknen alten Wagsnplans bon rauem Segeltuch und alten Matraßenbrzugs bon rot em Drell,

2) des Von dcr Wittwe Winter bierselbst am 15. Roycmber 1893 in der Friedrichstr. gefundenen, york: lacht Brillanten umgebenen RubinknoprBusen- 11a 2 ),

3) des von der berebelickptkn Stadtmisfiongr Robr- bach biersrlbst im Oktober 1894 in der Friedrichstr. nabe der Kochstr. gefundenen, an1cheinend goldenen Armbands mit der Inschrift 4. .1. d. 14. November 1882 und Sicbärbkitskette, _

4) dsr dem ugust Wolter bierselbst anfangs Je- Yuar 1895 zugelaufenen grauen unechten deutschen * oggs, _

5) des von dem Kutkcber Carl Weber bterfe1bst am 13. thober1894 auf der Promenade der Grerfs- waldersir. gefundenen Jagdhundes von Weißer und brauner Farbe, _

6) des dem H. Seidel bierselbst im Januar 1895 zugelaufenen Hundes, Art Ulmer Dogéie,_

7D der von dem Schatzmann Run bierselbst am 1. ezember1894 in der Wartenburgstr. vor dem Hause Nr. 16 gefundenen Pelzboa mit Marderkopf,

8) der von der unverebelicbten Emma Ruesck) hier- selbst am 25. Februar 1895 in der Königrn-Au ufta- straße gefundenen, in einem Armband entba tenen filbernen Damenuhr,

9) der von dem Jacob Tescbeznacber aus Cbar- lottenburg am 24. Oktober 1894 in der Leipzigerstr. gefundenen goldenen Damenubrkette (Cbatelaine),

von den Jindern bezw. deren Vertretern beantragt.

Die Verlierer oder Eigentbümer dieser Gegenstände werden bierdurck) aufgefordert, spatestens in dem au den 31. Mai 1895, Vorm. 10 u r, vor dem untkrzeichneten Geri te, Neue Friedrich tr. 13, Hof

Flügel 13„ part., aal 32, anberaumten Termin

ibre Ansprüche und Rechte anzumelden, widrigenfaas ihnen nur der Anspruch auf eraußgabe des durch den Fund erlangten und zur Zeit der Erhebung des Anspruchs noch vorbanderxen Vortberlß vorbehalten, jedes weitere chbt dernelben aber außgeschloffen werden wird.

Berlin, den 2. April 1895. _

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 82.

[3122] Aquebot. _

Es ist das Aufgebot folgender angeblich_abbanden gekommener bezw. vernichteter Sparkassenbucber 11. der hiesigen städtischen Sparkasse: _ _ 1) Nr. 113 363 über 268,86 .“, Lautend aus_dte minderjährige Ilse Sperling. Nr. _139 845 aber 40,55 „44, lautend auf das Dienstmadcben Bertha Rosenthal, Nr. 350 887 über 55 „46, laufend auf das Dienstmädxbeu Johanna Beleck, von dem Kauf- mann Geor Sperling bierfe'lbst, ve'rtreten durch den Rechts::nwat Seldis, _ _ _ 2) Nr. 98 028 über 75 „46, lautend aus Fraulem Emikie Schüttler, Von der :c. Schüttler in _Tegßl,

3) Nr. 234 978 über 25,88 „46, lautend aui Fkk? Niebuhr, und Nr. 326 893 über 169,61 „44, lauten auf die vsrebrlicbte Schneider Niebuhr, Luise, geb. Kübnsmann, Von der :c.Riebubr und ihrem Ehemanns Adolf Niebubr bierselbst, _ _

4) Nr. 154 693 Über 35,64 .44, lautend auf das Dienstmädckpen Martha Reimann, Von der :e. Reimann bierselbst, _

5) Nr. 140 968 Übsr 101,64 .44, laufend auf die abwesende Handelsfrau Pohl, Anna, geb. Wolkx, und Nr. 333 664 über 217, 41 „44, lautend auf die minderjährige Regina Laser, 5911 dem Vormund bézw. Vater, Kaufmann Laser bierselbst,

13. des Kreises Teltow Nr. 39 458 über 124,46 „14, lautxnd auf Fräuléin Selma Thäsler, Von dsr :c. Tbäsler bierselbst, bsantragt. _

Die anaber der Urkunden werden aufgkwrdart, [pätcstkns in dem auf den 1. November _1895, Vormittags 10 Uhr, Vor dem untkrz-Ztcbneten Gerichte, NEUE Frisdricbstraße 13, Hof, Flügel _13., part. Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine rbre Rechte anzumelden _un_d die Urkunden Vorzulegen, widrigénfalls die Kraxtloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Berlin, den 2. April 1895. _

Königliches Amthericht 1. Abtheilung 82.

[3133] Aufgebot. _

Auf den Anfrag des Kaixrnenwärisrs Gottfried Wirths zu Düffeldorf, in ]einer Eiaenscbaßt als Vormund der minderjährigen Vsrtba Bauernkamper, wird der anaber des angrblick) _berloren gegangenen Sparkaffenbucbes der biefigsn städtischen Sparkafie Nr. 55 701 Über 400 „44, (1118 est_e[11 für dix: genannxe Bertha Bauerukämper, auigewrdert, spatestens in dem auf den 5. November 1895, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Aufgebotsiermine [eme Rechte anzumelden und das Sparkassenbrief; Vorzu- [egem andernfaÜs dassklbe für kraftlos erklart werden wird.

Düffeldorf-_ den 5. April 1895.

KöniglicbsI Amtsgericht.

[74648] Aufgebot. _

Der Arbeiter August Neigefind aus Königszelt, [rüber in Sckpwcidnixz wobnbast, b;:“c das Aufgebot folgender von der siäd_t|s(b€n Sparkame zu Schweidniß ausgksteüter Sparkancnbückpkr:

1) Nr. 3272, ausgeftküi auf die minorenne Martba Neigefind, 2) Nr. 3289, ausgeßieüt auf *die minorenne Anna Neigefind- _ 3) Nr. 3316, ausgesteüt aas dkn minorcnnen Paul Neigcfiud, _ seine Kinder, lautend aus je 26,97 «46, welche an- eblicl) Verlorsn ge ungen smd, beantra 1. Der In- Saber der Sparxawnbücber wird aufgc ordert, späte- stsns in dem aur den 1. Oktober 1895, Vor- mittags 11 Uhr, bor dcm untkrzeichneien Géricbie, Zimmer Nr. 11, anbsraumtcn Aufzécbotstsrmine seine Rechte anzumslxen und die _Svar amsnbücber Vorzu- legßn, widrigensaÜs die KraitloSerklärung derselben ersolgen wird. Schweiduiß, den 5. März 1895. Königliches Amtsgericht. Abtheilung ?.

[3100] Aufgebot.

Nachstebende D__okumente

1) das Sparkanenbucb dcr Svarkaffe zu COSwig Nr. 13 971 übst 305 .14 18 „_8, lautend auf den Schubmacbermeister Friedrich Walter in Coswig, 2) eine Abschrift d&?" Kontrakts Vom 12. März 1869 mit Zesfion vom 23. Ssptember 1870, wonach die verstorbene Wittwe Friederike Ganzer, geb. Ganzer, in Griebo gegen Verpfändung des jetzt Döring'scben Wohnbausés in Möklensdorf Nr. 10 die Summx von 450 „16 zu fordern bat, welcbe Forderung am 12. Januar 1892 an den Oekonomen riedricb Joachim in Mahlsdorf zediert worden ist,

find angeblich verloren gegan en. _

Es haben nun zu 1 dsr chubmacbermctsier FriedriY Walter in CoSwig, zu 2 der Rentier

,;

riedri Ganzer in Griebo das Aufgebot dieser Ur- undcn beantragt, und werden demzufolge die In- haber der leßtsren hierdurch aufgefordert, spatestens in dem auf Dienstag, den 19. November 1895, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Ge- richt anberaumtm Aufgebotstermin ihre Rechte an- zumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigepfalli die KraftloSerklärung der Urkunden erfolgen wird. CoDWig, den 4. April 1895. _ Herzoglicb Anbaltis es Amthencbt. (gez.) 1)r. * eyer. AussefertiY: _ Coswig i. Anh., den 6. prrl_ 1895. 11 8.) Untcr1chrift), Sekretar, _ erichtss reiber des Herzogl. Amtögerichts.

[3130] Aufgebot. _ _ Die Firma Alexander Seelig in Berlin,

Gr. Hambur erstraße 20, vertreten durch den Reäxts-

anwalt Hen (hel in Berlin, Roßstr. 2 11, hat as

f Aufgebot des am 31. Dezember 1894 ausgestellten,

am 15. ebruar 1895 fällig gewese_nen, von der irma lexander Seelig in Berlin 'auf Ernst

tübner in Gera gezogenen und von diesem