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Yiehtamtliahes. Deutsches Reich.,
Preußen. Berlin, W. April.
Seine Ma'eftät der Kaiser und König trafen„ wie „W. T. B.“ mebdet, gestern Na mittag 51/4,Uhr m_Wezmar ein und wurden am Bahnho von Heiner Konz lichen Hoheit dem Großh og von Sachsen, dem Unzen Hein 171]. euß j. L., dem eneral =Adxuianten rasen Hencke von DonnerSmarck und deux preußischen Gesandxen Raschdau empfangen. Seine Ma'estät der Kaiser und Seine Königliche Hoheit der Großherzog eMen Sich in offenexn Wagen _unter lebhaften Zurufen der in Straßen der festlich geschmuckten Stadt angesammelten Menge nach dem_ Schlosse. Nach der Be rüßung Ihrer Königlichen oheit der Großherng fan Familiendiner und Mar challtafel statt. , ald nach Aufhebung der Tafel erfolgte am 8 „Uhr die Ab- fahrt des Kaisers und des Groß erzogs nacb „Eisenach u_nd die Ankunft daselbst um 91/2 Uhr bends. S_eme Mz-“estat der Kaiser fuhren alsbald nack) Wasungen weiter, wayrend der Großherzog in der Wartburg Wohnung nahm. _ _ cute in aller Frühe begaben _Sich Seine Maxeftat zur Auer abnbalze in das Wasunger Remer _und fuhren_um 6 Uhr 50 Minuten früh von Wasungen ach Eisenach zuruck, wo die Ankunft gegen 8 Uhr ersol te un Wagen bereit standen,_welche Seine Majestät nebst Ge olge nach der Wdrtburg fulxrtxn. Den morgigen Sonntag über gedenken, des Kaisers und Komgs Majestät auf der Wartburg zu verweilen.
Das Staats:Ministerium trat heute Nachmittag 2 Uhr unter dem Vorfiß des Vize:Präfidenten, Staats-Mimsters Dr. von Boctticber im Dienstgebäude, Lerpzigerplaß Nr. 11, zu einer Sißung zusammen.
Das „Militär-Wochenblatt“ hatte in seiner Nr. _31 eine kürzlich erfchienene Broschüre „Vonampf, nicbt Schem- kampf“ einer Besprechung unterzogen. Diese Bessprechung kritisieren einzelne Blätter, z. B. die „Vdssi che Zei- tung“ vom 10. April, Abends„ und die „Frank- xurter Zeitung“ vom 11. April, Abends, indem
e hierbei von der“ Vorausseßung aus eben, das „Militär- Wochenblatt“ sei ein „amtliches Blatider 'litär-Yerwaltung“ bz, „einOrgan, das einen amtlichen Charakter tragt, also aus dem (Helde der Steuerzahler unterhalten Wird“.
Diese Auffassung ist irrig. Das „Milttär-Wvochenblatt“ hat seit Alters [)er das Vo echt, die, Personal-Verarzderungen zuerst veröffentlichen zu dür en; ÜbrigenH aber erhalt es sich ausschließlich selbst aus den Erträgen seiner Abonnements 2c. Amtlicher Charakter liegt ihm nicht bei.
Der Kaiserliche Botschafter in Wien Graf zu Eulen- burg hat einen ibm AUerböcbst bewilligten Urlaub angetreten. Während seinrr Abwexenheit iuxigiert der LegationS-Kath Prinz von Lichnows r) als Gc1chäftsträgcr.
Der bisher im Reich§amt des Innern als Hilfsarbeiter beschäftigte Regierungs-Affeffor Lohmann aus Arnsberg _ist mit der kommissarischen Verwaltung des Landrathsamis im Kreige Bersenbrück, Regierungsbezirk OLnabrück, beauftragt wor en.
Der Regierungs-Affeffor von Krosigk in Danzig ist der Königlichen Regierung zu Köslin zur weiteren dienstlichen Verwendung überwiesen morden. *
Der Regierungs:Affeffor 1)1'. Hassenstein zu Ragnit ist der Königlichen Regierung zu Königsbcr an Steüe des de- urlaubten RegierungZ-Affeffors Grasbo f überwiesen worden.
Fricdricbsruh, 19. April. Fürst BiSmarck empfing heute, wie „W T. B.“ bcrichtct, eme Deputation aus Stuttgart, welche das künstlerisch aquestaitete Glück- wunschscbreiben der Stadt Stuttgart zum 80. Geburtstage des Fürsten überbrachte. erncr nahm der Fürst aus den Händen desDelegirtendessäch ischen GymnasrallebrerWereinS eine Glückwunsch-Adressc entgegen. _ Zugleich berichtigt das „W. T. B.“ seine neulichc Meldung dahin, daß bei dem Empfange der Vertreter der dcutscben Innungen (s. Nr. 93 d. Bl.) nicht Graf Ranßau, sondern ])1*. 11360. Weise den Trink: spruch auf den Fürsten Bi9marck au5gebracht hat.
Württemberg.
Der Zustand Seiner Königlichen Hoheit des Herzogs Albrecht ist, wie der „“St.-A. f. W.“ meldst, andauernd ganz befriedigend. _ _
SeitensdesStaats-MinisteriumsiftdemPrä1idium des Ständischen Ausschusses der Entwurf eines Gefcßes, betreffend die Beschaffung von Geldmitteln für den Eiéenbahnbau und für außerordentliche Bedürf- ni se der VerkehrSanstaltenverwa[tung in der Finanz; periode 1895/97, sowie der Entwurf eines Gcseßes, betreffend die Benüßung der öffentlichen Gewässer, zugegangen.
Hessen.
Der „Darmstädter Zeitung“ zufolge wird Seine König- liche Hoheit der Großherzog einer Einladung Seiner Majestät des Kaisers zur Einweihung des Nord- Ostsee:Kanals Folge leisten. Ihre Konigliche Hoheit die Prinzessin Heinrich von Preußen wird am _nächsten Montag mit dem Prinzen Waldemar“ zum Bexuch am Großherzoglichen Hofe in Darmstadt eintrcnen.
Mecklenburg-Streliß. . Jbre Königliche Hoheit die Großherzogin_wi_rd, wie die „Lds.:Ztg.“ erfährt, am Montag von Neußreliß nacb Enhgland abreisen, um dort mehrere Monate Aufenthalt zu ne men.
Mayonn- „
An der eßern in Wien abgehaltenen Konferenz in da Angelegenheitgder Verstaaillchung der S_üdbabn_ en seitens Oerterreichs der Mimfier-Präßdeni Furst 11 Wind sch-
räß der Finan “Minißer Dr. von Plener u der Handels- " ts/ter Graf urmbrand theil.
Mit dem ungarischen MiniftewPräfidenten YUon Vanxfy haben fick) gestern auch die übri en in Wien _amves un arifchen Minister nach Budap be eben. Wie _verlautet, wir |ck der österreichische Handels: mfier Graf Wurm- brand zur Fortsehung der Verhandlxm en uber die Ver- staatlichung der Südbahn wahrscheinlich in er nächsten Woche nach Budapest begeben. -
Großbritannien und Irland.
Die heute ers ienene „Times“ veröffentlicht den Wortlgut des Schreibens es Papstes an das „en lische, Volk bezug- lich der Einigung der anglikanischen Kir e m_tt der katho- lischen. Der Papst sagt darin, er wünsche sehnlichst, daß sexvie Anstrengun an zur Förderung des großen Werkes, die Eim- gung der Hristenheit zu erreichen, beitragen _mochten, fordert dann die Katholiken in England auf, ihn dabei zu unter'iußeri, und ruft den Schußpatron und die Heiligen qulands imd die Mutter Gottes an, vor dem Throne Gottes seine Furbitter zu sein. S ließlich verheißt der Papst gllen denen, xvelche das dem Bri e beigefügte Gebet andächtig beteten, emen Ablaß
von 300 Tagen. Frankreich.
Wie W. T. B.“ aus Havre berichtet, besuchte der Präsident Faure gestern den britischen Kreuzer „Australia“ und nahm an dem von dem Kommandanten ihm zu Ehren gegebenen Lunch theil. Im Verlauf desselben danktx der Kommandant dem Präsidenten für den Besuch, versicherte denselben seiner aufrichtigen und herzlichen Freundschaft fur Frankreich und gab dem Wunsche Ausdruck, dieselbe möge (Für immer andauern. Präsident Faure antwortete in
lis er Sprache, dankte dafür, daß _ quland die „ ustralia“ gesandt habe, und lobte die Schonheit des r- zeuges, Später besuchte der Präsident auch noch den an- zöfif en Kreuzer „Jean Bart“. _(Hestern Abend wohnte; der Prä ident einer Galavorstellung im Großen Theater bei und wurde bei seinem Eintritt in das cchrter von dep Zuschaziern enthusiastisch begrüßt. Auch dieO ziere des britischen Kriegs- schiffes „Australia“ waren im T eater anwe1end. Der bri- tische Konsul und der Kommandant der „Australia“ wurden von dem Präsidenten in stine Loge gebeten.
Türkei.
Nach einer Meldung der „Politischen Korrespondenz“ aus Konstantinopel find die Ehrchdjutantcn des Sultans von der Golß Pascha und Kamphoevener Pascha zu Marschällen ernannt worden.
Serbien.
Die Wahlen zur Skupschiina sind, wie „W. T. B.“ aus Belgrad berichtét, im ganzen Lande in bester Ordnung vollzogen worden und haben eine übermiegend regierunFß freundliche Majoritäi ergeben. In einzelnen Bezirken e- theiligtcn sick) auch die Liberalen.
Schweden und Norwegen.
Der schwedische Reichstag beschloß vorgestern in ge- meinschaftlichcr AbstimmunT beider Kammerti, daß von dem Gewinn der Reichsbank im Jahre 1894 2 340000 Kronen der Staatskasse u Überweisrn und 263187 Kronen der Reichsbank zu überlaffen Leim. Außerdem wurden 895 300 Kronen zur Anschaffung von neuen Handfeuerwaffen, 450000 Kronen zur Anschaffung von Mobilisierun smuxiition für Handfeuerwa' en und 1 500000 Kronen zur nschamrng von neuem Schi s- material bewiUigt.
Dänemark.
Das Folkctbing hat die GültigkeiTSerlärung der Wahlen in Saxkiöbing und Skandcrborg, wo Freunde des AUZgleichs mit kleinen Majoritäten gewählt worden waren, aber Unregelmäßigkeiten vorgekommen sein sollen,_verschdbrn. Die übrigen Wabken wurden gutgeheißen. Zum Ersten Präsidenten wurde Sophus Hökgsbro, zum Ernen Vize-Präsidenten Christensen Skadi , zum Zweiten'Hermann Trier ge- wählt, sämmtlich Gegner des Außgletchs. Der Reichstag wird heute geschlossen.
Annika.
Eine in Madrid eingetroffene amtliche_ Depesche auß Havanna meldet, daß die Insurgenten _bei einem Angrin auf den Ort "Doc:;caminos mit einem Vrrluxt von vier Todten und mehreren Verwundeten zurückgejchlagrn worden feier. Der Marschall Martinez Campos )abe 1em Hauptquartier nach Manzanilld verlegt. _ *
In Nethdrk ist aus Havanna die MeldunYeingetrdffen, daß die Jnsurgcnten eine Pflan ung in osamigos ang ez Ü ndct hätten. Zwri Mjllionen rrobas Zucker seien dabei zerfrört worden. Ferner wird berichtet, daß in der Provinz Santi ag :) mehrere Personen von den Aufständischen mißhandelt und ermordet worden seien. Einer Depeschr aus Tampa zufolge hätten 750 Insurgenten versucht, die Stadt Guan- tanamo zu nehmen, fie seien aber durch eine 4500 Mann starke Truppenabtheilung zurück esch_1agen morden._ Der Verlust der Aufständischen babe fiiZ aux 14 Todte belauxen.
Asien.
Nach einer Meldung der Zeitung NischiNischiSchimbun“, des bedeutendsten Blattes von Tokio, Kad die Bedingungen des zwischen Japan und China abgeschlossenen Friedendversrags folgende: China erkennt die Unab- bängigkeitKoreas an und trittdieIxisel ormosa,die PeScadores-Inseln sowie das Gebie_ta , welches süd- lich einer von der Mündung desFlusjesLiao nach der Mündung des Yalu:Flusses zu ziehenden Linie liegt, mit Einschluß von Yinkow, dern Hafen für Niutschwang, Haitscbeng und Kiulientrcheng. China bezahlt an Japan eine KriegSentscbädigung von 200000000 Taels ,. die innerhalb 7 Jahren nebst 5 Proz. Zinsen zu entrichten jmd; sollte die KriegSentschädigung inner- halb 3 Jahren gezahlt werden, so werden keine Zinsen berechnet, "Japan fichm fick) die Rechte einer meist- be ünstigten Nation, sowie das Nrcht der Schiffahrt an dem Tschungkiang und in den Gewässern von Sutschau und von Hongkong, der zollfreien Einfuhr von Maschinen und gewissen Waaren und das Recht der Errichtung von Faktoreien. Ein neuer Handels-
vertra ll 'then ChinaundIap-mau Grund de: schenk"? sInWe mit den fremden Mürbten_ esch werden mit der. abx, China fich mit_deu m üehendenZolltanfen begnugt. _in an aus mr_hineßsz“ Unterthanen sollen der kapanis en Zurisd kUOUUW liegen, während Igpan U&ährt“ echt der Exterrj, _torialität „aUSzuuben. A Sicherheit fur die Be: hlung der KriegSentschädigung beseßt Japan Wei- bai-wei; ein Theil der Occupationskosten wird von China
etragen. Die NatifikationMrkunden sonen innerhalb drei„"
ochen aUSJetauscht we'rden.
Der „Times“ wird aus ekin von gestern gemeldet dem Vernehmen nach habe, ina a For Men Japan,“ bewilligt mit AUSnahme dxrxenigen, aus ' ? _ en offenen „Hafezi zu machen. _ LwHung-Tfchang erde an hoch, gradt xm Fieber. - In den leßten Tagen hätten die Chinesen m Pe ng den Ausländern gegenüber eine mehr herausfordernde Haltung aMommen.
Das „ ter'sche Bureau“ meldet aus Söul von gestern, daß der am Mittwoch zurückgekehrte koreanisäze Gesandte in Japan am folgenden Tage verhaftet'wor ensei. Ueber den Grund der Verhaftung verlaute noch nichts.
Afrika.
Das „Redter'sche Bureau“ meldet aus'Tanger, vier Mauren, die an der Ermordung Rockftroh's betheiligt gewesen seien, wären gefangen genommen worden. K Zwischen der Bevölkerung von Marrakesch und den
ahamna-Stämmen habe ein Gefecht stattgefunden. Die Köpfe von 20 dabei getödteten Rahamnas seien nach Fez ge; schickt worden.
Aus Bloemkontein (Oranjo-Freistaat) wird von gestern gemeldet, der Bo kSraad habe eine Resolution angenommen, wonach an die Re ierung von Transvaal das Ersuchen gerichtet werden so e, eine Deputation zu empfangen, um mit ihr über die Frage einer Föderation zu verhandeln.
Parlamentarische Nachrichten.
Für die arp Dienstag, den 23. d. M., stattfindende 74. Plenar- sißung des Reichstags (Beginn:. 2 Uhr Nachmitta s) ift folgende Tagesordnun festgeseßt: Zweite Beratbung des ntumrfs eines Geseßes, betr_ end die Abänderung des Zolltarifs, auf Grund des Berichts der 711]. Kommission, in Verbindung mit der dritten Beratbung der Allerböchften Verordnung, betreffend die Erhebung eines Zollzuscblags für aus Spanien und den spanischen Kolonien kommende Waaren, vom 25. Mai 1894.
_ Der von der Stadt Stettin präsentierte Ober-Bürger- meister, Geheime Regierungs-Nath Haken daselbst ist als Mitglied des Herrenhauses auf LebenSzeit berufen worden.
_ Auf der Tageöordnung für die 56. Plenarsißzmg des Hauses der Abgeordneter! am Disastag, 23. April, 11th die zweite Beratbung desGejeßentrxurss,_bctreffend dreErrtchtung einer General-Kommiksion für die Provinz Ostpreußen.
Entscheidungen des Reichögerichts.
Weder die EÉistenz der Aktiengesellscbaft als solche noch die Eigenschaft der ktioxiäre aks solche ist, nacb einem Urtbeil des Reichsgerichts, 1. Zivilxenats, Vom 29. Dezember 1894, durch das Vorhandensein von thien-Urkunden bedingt, namentlich kann die Aktiengesellscbaft, 10 lange die Aktienberräge nicht voll ein- gezahlt" find, obne jede urkundliche Veriörperung der Aktienrecbtexbe- stehen. „Aktien im eigentlichen Sinxie WÜM nach Art. 2159 Aby“. 3 des Handelögeseßbuckps vor der Volleinzablung der A'ktienbeirsage nickt ausgegeben werden, und die Außgabe von Jnterimßscbemen rst im Gem; nicht vorgejcbrieben. In eirx solches Stadiixm auch nach der Entstebixug der Gesellichaft noah zuläisig, W ist wghrend desselben weder eme Veräußerung der Aktienrecbte aus exchloffkn, noch kann dem Aktionär die Außübung dds Stimmre ts in der Generalversaxxtm- lung deSwegen versagt werden, weil er keine Akiienurkundrn 08111- DieZBesiimmung des ?_lrt. 190 Abs. 1 H.-G.-L_3_.: „Jede Aktie gewa r_t da:“: Stimmrxä)!“ ist tür diesen Fal] sa „ kmaxz dahin auSzulegrn, dy; unter der Wii? das Aktienrecht zu vs iebrn irt. Ddrüber, wie m einrm solchen FaÜ derjrnige, welcher das Strmmrecbt in der General- Versammlung ausüben will, ficb als Aktionär_ju le itimieren babe, ist rvcder aus dem Gescß, noch aus dem Gexellscba svertrag etwa?- in entnehmen. . . . Wenn es sieh um die Gründer _oder im Fallc_der Successwgründung um die Usten Zeichner handelt, 10 brxtenj sich als Mittel dsr Legitimation der ErrichtungSaßt iind die Zeichnungsxcheme dar. Wenn dag: en jemand als Aktionär austritt. der nicht zu den Gründern odcr den Zsicbnern des Grundkapitals gehört, so kgnn „verlangt _werden, daß er fick) übkr den Erwerb der von ibm Yratendterten Aktienrecht; ausweise ..... Es kann nicht für unzulästtg erachtet Werden, „TV von W. sich in der Generalrersammlung durcb Bezugnabme aurirrxic Eintragung in das Aktienbuch der Beklagten, als Aknrncr legijimiert und auf Grund dieser Legiiimgtion das Stimmrecbt a'ué- eübt bat. Denn wenngleirb bier, da Aktienurkunden _nicbt ausgrßeom Zur, die Art. 182, 183, 220 „ H- . 03. - B. mcht axchnrkax erscheinen, so ?ntbält dock; dte_ Eintragung immexbm daS Anerkenntnis; der Aktiengejellschast, daß ,der Eingetrchch sich zur Zeit der Eintragung als Axtwnar chi ewxc'cä babe. Daß das Aktienbuch in der Generalveriarumlurig ni L rk:- grlegt werden konnte, ist unerbeblich,_ da die erfolgte Ctnxragung_pzkn den anwesenden Mitgliedxrn des Aukficbtsratbs ausdrücklich WEM worden ist. Ebensowenig ist von Bedxutxmg, daß von W. tm W- bucb der Beklagten nicht als „Aktionar', jondern als .MUÉ“ berechtigt" bezeichnet ist. Denn dadurch bat zizm Ausdrurk gebraät werden sollen, UZderseLbe alsErwerber der Aktienrexbte be: An.??? der Aktien einen nsprucb aux Auslieserung einer entiprecbenden [ von Aktienurkunden babe.“ (311/94.)
Entscheidungen des Ober-Vertvaltuugögeri-hts.
Die Verbeiratbung einer zur_ staatlichen Einkomuxklxßkx“ herangezogenen ens itin an eine im Oküziersrang stehende Mlltsäk' person des riedensstandes und die bannt verbundene Uébkk' siedelung der jungen Frau nach dem Wobndrte des Ehemannes b“!- nach einem Urtbeil des Ober-VerryaltrzngéWmchts, ll. „Senats- K*" 3. November 1894, zur Folge, daß die ybnfisgemeiride des (Zhe- mannds die Cbefrau zur Gemeinde-Ewwmmemteuer von ihren; KY ; vermögen bis zum Schw _des Stepnjabres selbftandtg ""I Heranziehen kanu. _ ze Ehegattin des Lieu-tenants von X- M bis zu ibret Verbeiratbung im November 1892 m S. gewohnt ul? war daselbst für das Steuerjahr 1892/93 zur StaatselnkommrnW mit 118 .“ vcranlagt worden. Infolge ihrer Verheiratbmx KW sie nach L, dem damaliger: Wobnfis ibres E emannes- U, * ck bier wurde sie für dre drei Monate Januar, ebruar, Man „1 zur Gemeinbe-Einkommenfteuer mit 94 „14 40 „z = 320 % ZU)- zam Staatssteuersaß herangezogen. Der Ehemann erbob CU! gegen die Höbe derHreuer, iztdem er fich mxf,d_as Gesch vom 29-3“ 1886, betreffend die Heranziehung von Militarpersonen ZU Wb"
“und nach §
berief, womub Ofßziere nur ein Merkl der uur23ché60 , zu blen haben. Der att: die Lage des Ehemanns Bezirksausschyß auf Abmisung 'der , mdem er aus- führte; DerYrt. 78 der unter dem 5. August 189 erlaYe-t Aus- mngsanweisyng zuuu Ebikommenfteuergeses vom 24. i 1891 [,eftjmme in Keinem &th Abjay: ' . ' „Vabe'rrat ung beanmdet emen Abzug m t,“ vielmehr wird auch die Steuer einer eiwa bereits vorher selb andig veranlagten Eb?- frau bis zum Schluß des Steuerjabres, in welchem die " Heirat!) geschlossen ift, forterb oben“ _ 5 des für die Stadt L. geltenden Einkommensteuer- R ulativs seien die zur Staajseinkommenfieuer herangexogenen Steuer- j tigen unmittelbar aus der Staatssteuerrolle zu ubernebrzien. _ fdie Revision des Klägers hob das Ober-Verwaltungögencht die Entscheidung des Bezirksausschuffes auf, indem es begründmd aus- führte: „Da es sich in Bezug auf die Gemeindesteuer um eine neue Veranlazung handelt, scheidet die rage, ob und irwiewät sinn: der Vorgang einer im Laufe des Steuer abres sicb vollziehenden Ver- heiratbung einer Zenfitin auf den recbtlt , „Bestand einer bereits vorher erfol ten Veranlagung derselben_ emivirkt, hier über- haupt aus“ es fraFe ich nur, ob nach den Verhaltnissen der Zeij, da die Vcranbagung zw. von wo an dieselbe neu erfolgte, eine solche zulässxg war. Es ist daher vor allem daßGeseL, betr. die Feran- iebun von Militärpersonen, vom 29. Juni 188 zu berüqutigen Mach 2 das. ist Gegenstand der Kommunalemkommen-B erung das außerdienstlicbe selbständige Einkommen der Abgabepfsickptigen unter Hinzurechnung des etwaigen besonderen „Ein- kommens der zu ihrem Hausba_lte Febörigen Fa- milienmitglieder. Hiernach findet eme s bftändige Heran- ziebung der Familienglieder bezüglich des nach diesem Gesey in Frage kommenden Einkommens nicbt statt; es war also auch die Veranlagung der Ehefrau des Klägers zur Gemeinde-Einkommensteuer von einem solchen Einkommen unzulasfig. Gleichwohl mußte davon abgesehen werden, dix völlige Jreisteüung der Ehe attin des Klägers von der Gemeinde-Emkommen euer eintreten zu la en, da Kläger im Streiwerfabren nur in eben dem Umfange, in dem er der Besteuerung schon rechtzeitig im Einsprucbverfabren entgegengetreten tvar, Frei- ftellun in Anspruch nehmen durfte, in seinem Einspruch aber nur die Crmä igung der Steuer auf ck beansprucht batte. . . .' (11. 1490.)
_ Nach dem Geseß vom 26. Februar 1877, betreffend die Voraus - leistungen zu Wegebauten xc. in der Provinz Hannover, kann, wenn Gemeindewege oder Landsrraßm infolge des Betriebes von Fabriken, Bergwerken, Steinbrüchen, Ziegeleien oder ähnlichen Unternehmungen in erbebltcher Weise dauernd abgenußt werden, auf den Antrag d "migen, deren Unterbaltungdlafi dur solche Unternehmun en verme rt wird, den Unternehmern na Verbältniß dieser ebrkoften ein angemessener Beitra zu den Kosten der Unterhaltung des betreffenden We es auferlegt wer en. In Bezug auf diese Bestimmung bat das Ober- erwaltung ericht, 17. Senat, durch Urtbeil Vom 24. November 1894 auSgespro :
1) Für die Anwendbarkeit des (Gesetzes vom 26. Februar 1877 kommt es nicht darauf an, ob die Unternebmungen, durch deren Betrieb die erhebliche und dauernde Abnusung einer Wegestrecke herbeigeführt wird, in der ProvinzHannovrr liegen, und ebenso- wenig darauf, ob die Unternehmer selbst, gegen Welche auf Grund dieses Geseßas der Anspruch auf Leistun eiries Präzipualbeitrags erhoben wird, ihren Wohnsitz innerba b dieser Provinz haben. „Auch wenn beide Vorausseßungen nicht zutreffen, kann der Anspruch begründet sein, vorausgeseßt nur, daß die Wegestrecke selbst, für deren Abnuyung derselbe erboben wird, in dem Geljungsbereicbe des Geseßes gelegen ist und daß rm übrigen die Vorausseßungen zu- treffen, unter denen dieses GTW einen sol en Anspruch anerkennt. Inwieweit etwa darnach au weit ent ernt liegende Unter- nehmun en zu Präzipuaueistungen herangezogen werden können, braucht bier ni t erörtert u werden, da die BeklaJen in dem unmittelbar an die Provinz nuover an renzenden eise ?. ihren Wobnfiß haben und ebendort auch ihre teinbrücbe belegen md.“
2) Der Unternehmer ist zur Leistung, eines Präzipualbeitrages verpflichtet, aucb wenn er nicht selbst die in seinem Betriebe_ge- wonnenen Sachen seinen Abnehmern „zufäbrt, sondem diexen die Abholung und Abfuhr überlaßt._ „Unerheblich ist ck ferner ob die Beklagten selbst die Steine, die m ibren Steinbrüchen gebrocYen worden sind, ihren Abnebmern zufabren, oder ob sie leßteren diz: A bowl??? oder Abfubr überlaffen. Denn auch Wenn dies leytere, wie die B Mn behaupten, der Fall seixi sollte, bleibt die hierdurch veranlaßte V ranz eine solche, welche infolge des Betriebds der den Beklagten gebörigen Steinbrüche entstanden ist und für welche daher die Beklagten zu Präzipualleiftungen berangezogen werden kßnnen, wofern durch dieselbe eine erbebliche und dauernde Abnußung eines Gemeindeweges oder einer Landßraße herbeigeführt wird.“
, 3) Die Abnusung eines Gemeindexvegcs ist eine dauernde im Sixme des Geseßes, wenn sie sich alljabrlicb wiederholt, wenn- gleicb'fie innerhalb eines jeden Jahres keine gleichmaßi € ist und sich aiif einzelne Monate oder Wochen zusammendrän t._ . s bxdarf nicbt emer Abnußun , die mit einer gewiffen Gleichmaßtgkeit wahrend des ganzen Jabrrö ortdaiiert; vielmehr muß, da mit der dauernden Ab- nu ung nur der Gegensaß zu einer vorübergehenden bezeichnet werden s? te, auch dießenige als dauernde angesehen werden, welche sich all- 1abrltch_wieder olt, wenngleich sie innerbalb_eines jeden Jahres keine gleichmaßige ist und fich vieUeicbt, wie dies bei einzelnen Unter- nehmungen sebr wobl der Fall sein kann, auf einzelne Monate oder Wochen zusammendrängt. Der Be tiff dsr Dauer liegt eben auck) in der regelmaßigen Wiederholung“. 17. 1444.)
Statistik und Volksitjirihschaft.
Naturalisationen in Preußen.
Juz Jahre 1894 find in Preußen 1480 selbständige Personen naturalisiert, bezw. in den StaatSverband aufgenommen worden; darunter be nden s'acb der Religion nach 1050 evangelisY und 406 kaiboliche Christen und 24 Juden, der seitherigen taats- “Usebörtäzxeit nach 75 Ruffen, 189 Oesterreicber und Unxzarn, „250 Lg ander, 117 Nord-Amerikaner (meistens ebemalige Deut ebe), 369 auen 204 An eböri 8 anderer deutscher Bundesstaaten_ iind 28,0 An ebörige fonßiger taaten. Ehefrauen und mindetjabrige Kinder nd in den mitgetheilten Zahlen nicht enthalten.
_-
I Zur Arbeiterbewegung. . n Dortmund befinden 1"! die Maler- und Anstreicher e ilfen sekt Ostern im Ausstand (vgl. F?r. 93 d. Bl.). Wie die „ „bein.- WLW Ito.“ mittbeilt, hat am Donnerstag eine vorberatbende Sißung dk? ortmunder Gewerbe “cbts stattgefundep, um, wenn es gefordert ""ck zur Beilegung des Ms landes m Thätigkeit zu treten. Ob das Liverbe ericht angerufen werden wird, steht_noch dahin. , „ d In egenSburg ist, wie der .Vorwartö' berichtet, em Theil er Zimmerleute in einen Ausstand eingetreten. „ Jus Wien meldet .W.T.B.' lzumAusstande der iegqlei- Ybeitgr: Die österreichische „Vo ckth.“ erfäbr_t aus ödll11 g: . m_Frettq Nachmitta drangen gegen 00 ausstandi e ?iegelarbetter J sammtli e fünf in eudorf und Guntramsdorf beßndi n Ziegel- th; ?oxwstddie Arbeit eingestellt wurde. Nur sie en - endarmen n e en . it Einer ondoner Meldung des „W. T. B.“ zufolge hat die Ver- Fubtlung des Handelsamts in dem Streit der Sehnbwaaren- a rikanten un der Schubwaarenarbeiter gestern “a geanZxéau“ des usstandes von sechs Wochen zu einem AuSglei „ " Luzern haben die Käfer die Arbeit eingestellt. Sie fordern, w“ Fm .VorwärtS' mitgetheilt wird, den Zebnstundentag, emen
* Miubeflw
arbeit und “abe des 1 d «Mittheilung des Statistischen Amts'der StadtBerlin
dm b Standesämtern in der B vom . bis WZ. April er. zur Anmeldung Imam: 884 ome, 592 Eheschließungen, 40 Todiaeborme, 611
Sterbefälle.
W W Wissenschaft-
_ Unter dem Protektorat Seiner Majestät des Kaisers und Köni s wird die biestge Akademie der Künste im Jahre 1896 ißt zweibuudxrtjäbri es Befteben feiern. Das von einer beson- deren Kdmmtssiori der (: ademtsthen Kbrperschajt beratbene Programm der Jubelfeier bat die Yllerböcbste Billigung gerunden. Als Hauptbestand- tber! der Jubelfeier ift eme internationale Kunstausstellung in Aussicht genommen. 1;Zür die Veranstaltrm und Leitung dieser Ausstellung kommen die im Ia re 1893 erlassenen Zungen für die von der ge- kammtxn Künftlerschaft zii verezystaltenden gro en BerlinerKunftausstel- ungenmAnweadung. Mtt Rucksicht auf denfe lichen Anlaß und auf den sich daraus Webenden besonderen Charakter der Ausstellung wird jedoch nach 'Allerb_ ster Bejtiuzmung die nach den Sahangen aus sechs in Berlin ansasfigen Mitgliedern der Genoffenschaft der Akademie der Küyste LGd' sechs Mitgliedern des Vereins Berliner Künstler sowie drei Mitgliedern der Künstlerschaft Düffeldorfs zu bildende Aus- stellun skommission für das Jab: 1896 dank; den Direktor der Hoch- schule Für die „bildendenKünfie und durch fünf weitere Mitglieder des Senats (Sektion für die bildenden Künste) verstärkt werden. Die Aussteliungskommission wird alsbald gebildet werden. :
-An der Humboldt-Akademie werden am Monta , den 22., und Dienstag, den 23. April, Nachmittags und Abends, n folgende VortraaScyclen und Unterrichtskurxe imDorotbeenstädtiscben Real ymnasium, Georgenstraße 30/31 (FW.) eröffnet. Montags, 5x 18 7 Uhr: , ])r. . Chr. Kglischer, Lateinisch (Kursus, 1], Quartal);, 7 _bis 8; Derselbe, Gejcbicbte der Ethik 11: Die cbristliäpe Zett bjs zu_Cartesius; 131“. _D. Joseph, Die Baukunst der EtruSker und Romer (mit Muxeumsbesucko); Dozent Cb. Marelle, Udiérarnrs frachajsd oovksrriporajmz (Z- Cyclus); 8 bis 9 Uhr:, Dr. Tb. S. Flatau, Hygiene: Angewäblte Abschnitte der Gesundbetislrbre; ])r. L. Kaemmerer, Hauptepochen und Stätten der christlichen Kunst., Dienstag 6.) bis 8 Ubr: G. Sacerdoti, thlienisckxe Gramm_atrk „(U. Kursus); 7 bis 8 Ubr: Dr. H. (Hra- velms, Emleitun m' die Himmelskunde: Die Kräfte im Weltall; Frofeffor 131", . Kirchner, „Metrik und Poetik (KursuZ); 8 bis
Uhr: Derselbe, Padagogtk; Dr. M. Klein, Philosophische Uebungen (Krafx und Stoff don L. Büchner). Mittwoch, den 24, 7 bis 8. Uhr, eröffnet ])r. . Schneider seinen Cyclus über ._Das kleinste Leben und die Bazillen", und Donnersta , den 25„ 6 bis 7 beginnt ])r. H. Gradelius, Meteorologie (MLT Demonstrationxn). _ Dxr erste Vortrag jedes Cyclus ist für jedermann frei. Alles Nabere enthalten die Yrogramme, die gratis in dsn bekannten Buchbandlungen und im . nvalidendank“ (Unter den Linden 24) zu haben sind.
_Jn der gestrigen Sißung des ZL. deutschen Geograpben- tages .in Bremen, welche unter dem Bd I des Gebeimen Admiralitäts-Ratbs, Profesors 1)r. Nemziayr- amburg und des Senators 1)r. Ebmcke - Bremen stati“ and Wurden zunächst zahlreiche Glückwunscb-Telegramme und Säßreiben *„u der 25 jährigen Jubelfeier_der „Bremer Geographen-Gesellschaft' mitgetheilt. Unter den Vortragen „erntete. namentlich der des Lieutenants Grafen von Gößen über seine Retsq durcb Zentral-Afrika in den Jahren 1893 und 1894lebbafteften Beifall. Nachmittags fand eineB cbtigung der Sebenöwürdigkeiten von „Bremen statt, und Abends fck oß sich eine Ysellige Zusammenkunft mx Ratbskeller an. Zum Ort für die nächste
agung wurde Jena gewahlt.
_Jm Museiim von Olympia ist, wie dem .W.T.B.“ aus Athen gemeldet wird, am Donnersta die Büste des Geheimen Regierungs-Ratbs, Professors Ern_ft urtius unter großer Be- tbeiligung von griechischen und auslandisckoen Archäologen feierlich auf- gestellt worden. Die Dirextoren drs französifcben und des deutschen archäologischen Jnstijuts bteltcn Reden, Welche mit roßem Bsifall ausgenommen Wurden. Ihre Majestät die Kaiserin riedricb bartr einkn prachtvollen Lorbeerkranz gesandt.
G und itsw 'erkr 't und Ab s- es he cfm- UÖWML en stimmig
_ „ Schweden.
Durch Königliche Verordnung vom 8. d. M. ift die Bekannt- machung dom 15. September 1893, betreffend die Einfubr von Waaren, welche der Verbreitung von Cholera verdächtig sein können, dahin abgeändert worden, daß Lymprn aus ganzDeutkchland unter den bestimmten Bedingungen zur Einfubr in Schweden zugelaffen werden. (Vergl. .R.-Anz.' Nr. 239 vom 5, Oktober 1893.)
Handel und Gaverbe.
Zwangs-Verfteigerungen.
Beim Königlichen_ Amthericbt [ Berlin standen am 19. til _die nachbezctchnetexr Grundstücke zur Versteigerun : Steg ißerstraße 3, dem Kaufmann Alb. Krause gehörig; Flä e 10,43 a; Nußun swat!) 21960 „54; Meistbietender blieb der Rentier W. RauenbusZ zu Neu-Weißensee mit dem Gebot von 360000914 _ Wollinerstraße 13, dem Kaufrnann Max Pauls und seiner Ehefrau, geb, Vogt, gehörig; Flache 10,33 a; Nu ungswertb 16 050.44; mit dem Gebot von 238000.“ blieb der König iche Amts- ßericbts-Sekretär Hugo Nit1chky, Veteranenstraße 13, Meist- ietender. _ Fennstraße 3, dem Maurermeister Job. Gottl. K. Richter gehörig, Fläche 9,03 8; Nußungswertb 14 760 „45; mit dem Gebot von 184000 .“ blieb der Prediger Julius Bonnet, Klosterstraße 43, Meistbietender.
_ Vom oberschlesischen Eisen- und Zinkmarkt be- richtet die „Schl. Ztg.": Die Lage des oberschlefiscben Eisenmarktes hat im allgemeinen eine Wendung zum Besseren genommen“ der BesYäftigungsgrad in der letzten Woche war auf sämmtlichen Werken im teigen begriffen. Die Abfuhr yon Roheisen zu den Walz- werken war eine gegen die Vorwochen Wesentlich re ere, und dürfte an Puddelrobeifen theilweise bald Mangel eintre en, ein Zeichen fich be erndsr Konjunktur. Auch die Er ufuhr im nlande iét wieder tärker aufgenommen worden. _ Die alzwerke nd für d e äcbsten W auf Grund der vorliegenden und weiter zahlreich ein-
ebenden Au (1 e voll beschäftigt, und es hat infolge deffen die Ver- aufssteUe des sFlefiscb-mitteldeutscben Walzwerkverbandes den Grund- preis für Wal et en um 5 „44 per Tonne erhöht. Am 18. d. M. ist der neue Oder a en bei Kosel dem Verkehr über eben worden. Dieses Ereigniß ist für die oberschlefiscÉe Indus e, insbesondere die Montanindustrie, bo bedeutsam. 5 steht zu erwarten, daß ck der Versand zu Wa er auf der Oder bedeutend erWeitern mrd- Infolge des lan en Winters und des darauf Y)! enden Hoch- wassers erfolgt in iefem Jahre die Erö nung der chgiffabrt an er- ordentlich spat, und große Mengen W zeisen harren noch des er- andes. Binnen kurzem werden sich die Magazine aux den Werken ehr gesichtet baden. Das Auslandsxzeschäft ist, ins esondere nach
ußland, selbt bei den unzulän lichen Preijen ein sehr stilles. Die egenwärtiY acbfrage richtet Yi hauptsachlich auf die mittleren ZLalzeifen- ortimente, sowie an eineisen ist noch unzulän lieb gefragt. Die Sta lwexke sind mit nfertigung von Eisenbabgnschienen 2c. iemlicb gut beschaftißt, und auch bei den übrigen Branchen bat kick) die Lage ge essert. ?Für Fein- bleche geben die Aufträge in befriedi ender dagegen ist der Absav „für „Grobb eche noch unzu- reichend. _ Die größeren Eisen 1eßereien baben nunmehr
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räßer und U-Eisen.
nzahl ein,
auch ziemlich zahlreiche Aufträge aus* auguß erhalten, sodaß nur noch ,
bu W242» WCw.fürjede'St-mdeuckeneit-_
, delsgttß beschäftigen, über Ges 'ftsl Zinkgescbaft war die Txndxnz auch n der sten, ocbe eine ftei ende, und der Nobjmkpreis tft nach en lischer thierung von 13 P . Steel. 5 sb. auf 14 Pfd.,Sterl. 2 .-6 d. bes 14 Pfd. Sterl. 5 sb. erhöht worden. Hier sind recht bedeutende Posten zu Preisen bis 27,80 .“ und theilweise noch etwas darüber umgegangen. Gute gew. Marken werden beute 28 „44, G. von Giesche's Erben 97.11. Marke auf 30 „44 gehalten. Für zweites Vierteljahr dürften bei den s lesischen ' ' en nur noch. beschränkte Mengen erhältlich sein. In alzzink Jr _?erbUmsatz em reger, und steht auch bier eine Erhöhung der
er e evor.
_, Börse zu Düsseldorf. (Amtli Kursbericbt vom 18. April, aufgeste t unter Mitwirkung der Bör enkommission. Das Gescbaft auf dem Koblen- und Eifenmarkt bat sich in ruhigen abnen bewegt. _ (Berechnung in Mark für 1000 kg und, wo nicht anders bemerkt, ab Werk . _ Kohlen und Koks. 1) (Gas- und amm- koblen: Gaskoble 'rLeu t asbereitung10,00-11,00, Genera orkoble 10-11, Gasflammförder oble 8,20_9,20; 2) ettkoblen: Förder- koble 7,50_8,50, melierte beste Kohle „50-950, Koks- koble 6,50-7. 3) Ma ere Kohlen: Förderkoble 7-8, melierte Kohle 8_10, Nu kob e Korn 11 (Anthracit) 18,00_2000; 4) Koks: Gießeretko 13,00-14,50, Hochofenkoks 11,00, Nu boks, ebrocben 13,75-15,50; 5) Briquetts 8,50-11,00. _ Erze: 1) ol)- ?patb 7, 2) Gerösteter Spatbeisenstein 9,50_ 10,50, 3) So- mprroftro 1". 0. ,b. Rotterdam _, 4) Naß'auiscber.Notbeisenstein m_tt ca. 50 0/0 Eisen 8,00_8,50, 5) Rasenerze franko _. _ Nob- eis eri : 1) Spie el_eisen 19.. 10-12 0/0 Mangan 50_51, 2) Wei - Yabltges Qua'itats - Puddelroheisen: s.. rbeiniscb -westfälis e
arken, b. Siegerländer und 3) Stableisen je 44,00 „ja mit Fracht ab Siegen, 4) EnTlisches BNemereisen ab Verscbi angs-
gien _,_, 5) Span sches B emereisen Marke . udela orf. Rotterdam _,_, 6) Deutsches do. _,_, 7) TbomaZeisen frei Verbrau' sstelle 46 00, 8) uddeleisen éLquemburger Qualifät) 36-37, 9) Engl: ches Robetsen r. 111 a ubrort 54,00, 10 Luxem- bur er Gießereteisen Nr. 111 ab Luxemburg 45,00, 11) LUMLLS Gx ereietsen Nr.1 63, 12s) do. Nr.11 _, 13) do. Nr. 111 54, 14 o. matit 63, PZ Spam Hes ämatit Marke Mudela ab Ru rort 1-72. _ Sta eisen: ewö nl. Stabeisen 102-105. _ Bleche: 1) eröbnliche Bleche aus Flußeisen 110-115, 2) Kesselblecbe aus Flußeisen 120_125, _3) Kesselbleche aus Schweißeisen 150-165, 4) ZtnFjecbe 115-125. _ D rab t: 1) Eisenwalzdrabt _,_, 2) Stahl- waz ra _,_,
KönigsberZKi. fPr, 19. April. (W. T. B.) Eine Ver- sammlung der 5 ttg ieder der Korporation der Kaufmannschaft und der kaufmannischen Vereine, welche von dem Vorsteheramt der Kauf- mannschaft für h_eute Ybend einberufen worden war, nahm nach einem Vortrage de_s Sekretars der Kaufmannschaft Zé. Simon einstimmig strie „Entschließung an, welche die Goldwä rung als eine der WlÖÜJstW Grundlagen der deutschen Volkswirtbschaft bezeichnet und fich entschieden gegen die bimetalltstiscben Bestrebungen ausspricht.
. St. Petersburg, 19._ April. (W. T..B.) _ Die ,Novosti' beruhten, aus Lodz, daß infolge der zunehmenden Geschäfts- flaubert alle Fabriken den Arbeitstag um ein Viertek Verkürzten.
W'a rschau, 20. April. (W. T. B.) In den lasten Monaten warez: in Rußland gefalschte Lundertrubelscheine in Umlauf; dix Hundertrubelsäyeine batten bis er für unnachahmbar gegolten. Un- mttielbar nach der ersten Entdeckun der Fälschungen wurden von der
oltzei in allen Orten lxbbafte Nachorschun en Veranstaltet, die jedoch echs Monate obneErgebmß blieben. Endlich ge ang es, dieFälscberwerkstatt m Lodz zu entdecken, wo sie als eine Metallpolitur- und galvano- plastische Anstglt angemeldet war. Die Falscbmünzer Wurden ver- haftet, die Cltch09 und eine große Zahl Von Rubelscheinen beschlag- nSchnit. In ganz Rußland zirkulieren 1191!) zahlreiche gefälschte eme.
die kleineren Werke welcbe "L?ck t11anl AnfertigunÉ von Han . _ m
Verkehrs-Anftalteu.
Odessa, 19. April. _(W. T. B.) Die russische Dampfschiff- fabrts-Gssellschaft eröffnete die regelmäßige Dampfschiffberbin- dung mrt den russischen Ostsccbäfen und fertigte dorthin als erstrn Dampfer die „Kaiserin Maria“ ab.
Theater und Mufik.
Berliner Theater.
Oskar Blumentbal's schon in anderen bissigen Theatern mit guiezn (8:71:ng aufgeführtes vierakti es Lustspiel „Der Probe- pfei_l' „bat gestern Abend auch im 5 erliner Theater vor gefülltem Hauxexmen bemerkenswertbrn Erfolg errungen und aügemeinen Bei- fall grsundexi. Mit dem_ Reiz der Handlung deckte fich aUerdings auch der dcharstellang. Traulem Nufcba Butze leistete als Jntrigantin
ortenie von, Walna _ sexbst mtt_bobem MaZstab emesßn _ ganz ußerordentlicbes; die glüchtcbe Mi1chung Vorne mer ewö nung und
[tung und „liebenswürdi er Natürlichkeii in dieser Gestalt kam öcbst „anniutbtg Hur Ers einung. Nicht der kleinste Theil der schauspielertscben Listung und des Erfolgs gebührte ferner errn Suske, der als Rittmeister von Dedenrotb einen Heiterkeitsturm entfesselte.“ Auch der Komik in den Rollen des Pianisten Krasinski und des liebenswürdigen eleganten Bonvivants Baron von der Egße wurde durch die erren S önfeld und Rieckboff volles Recht. Se )r anmut'big, war en lich die k eine Beate des Fräulein Milly Riska, die“ durcb innige Herzenstöne rührte und erfreute.
Konzerte.
Die'Altistin Agnes Ziegler ließ sich estern im Saal Bechstein bier_zum ersten Mal hören. Sie cfikt eine kräftigr, umfangreiiYe Stimme, die 'edoch noch nicbt sorsfätig gemi aus- gebildet is ; oftmals schwan te die Reinheit der Intonation re t bc- denklich, auch ist der Vortrag nicht belebt genug, wie dies in Glucks Arie „Ack erbarmt euch“ aus „Orpheus' und in den Liedern von Fanz: „Jm erbst“ und .Er ist gekommen" zu erkrnnen war.
rabmS' „Wie enlied“ und „Still wie die Nacht' von C., Behm, wel es auf Wunsch wiederholt wurde, gelan en dcr Sangerin am besten. Von den Herren Bebm (Klavier), . relle" (Violine) und Lüdemann Cello), welche den Abend mit der wohl- elungenen Ausführun?) des rios, op. 70, von BeetbOVcn eröffnet batten, erf,re„uten dic eiden Leytgenannteu noch durch einige PiSccn, die sehr betfallig aufgenommen wurden.
Im Königlichen Opernbausc wird morgen Richard Wagner's „Rienzi“ mit Herrn Sylva in der Titelrolle untrr Kapellmeister 1)r. Mxck's Lciiun gegeben (Adriano: Frau Goetze, „Irene: Fräulein Pied cr, Friedensbotru: Damrn Weiß, Dietrich, Rotbauscr, Kiainz, Deppe, Pohl). Am Montag wird Nossini's „Barbier von Sevilla“ mit Herrn Bulk: in dcr Titelrolle egeben (Rosine: Fräulein Dietrich, Almaviva: Hcrr Sqmmrr. Basilio: crr Mödlinger, Bartolo: Derr Schmidt). Hirrartt fol?! das BaUet Dic Puppensec.“ _ Dic Königliche Kammrrkängrrn Frau Marccüa Scmbri eröffnet am Montag, den 29. d. M., ein auf nur wenige Abende crechnetcs Gastspiel als Violetta in Vrrdi's „1.8 PraYFmi'lich s lb “ckck
M n enS au ic ausc wird moren C' «r*k WiTelm Telly gegeben. ic" YYauptrollrn find. wie Holgi. besest: Tell: err Nxspcr, Gcßlcr: dort Klriy, Atkingdausrn: idm Kadir. Stauf acbcr: Kerr Molruar, “. udruz: Derr Hervc'r, Mrlcbxbal: Herr
urs ian, Arriba: Fräulein Lindner, Gertrud: Frau Kahle. edw?: Frau von HWenbumrr, Arumart: Fräu ein Poppe, arric da: Herr Ludwik], Walther Tru: Felicitas Gerigioxi. Am ' éontaF geben Axel De mar'ö Drama .See und Vrnrdir' „Dimit- boten“ n Scene.
“ m De "WTM Theater kommt die drriakiar “Cr ikvmödir .Das Lumpengc) " el“ von (Ernst von Wolzogcu morgen A nd, am L_)ienötag und Freitag (als 81. Abonm*mcutövorstrl1ungd zur Auf" fubrung. Morgen Nmbmiftag wird .Der Tajiöumu' gegeben.