Ufer 12 m tief ein- kebr von Drebbrfücken berf"brung der Westhyxstetmscben Bahn sind als, feste, Brucken berhaupt kein Hindernis; ab, da lichte Höhe über Die Drebbrücken fil im wesentlichen eiden Seiten Leitwerke unb t gleich passieren_kön che den Uebergang ube_r ' ewinnen haben. Fur dre N „ck
ktrische Glüblicbter markiert, von rund 250 m und Seen find Gasbojen Schkeuskn und Brücken Lichter bracht. „ Oestlicb von Rends- anal der Weg nach der Unter- nde fieinere 65 m Länge ,27m Waffertiefe auf en, können ibn “,',Sbésk un_d mit Uiitkréixcx z:! Paistsren
je 250 m lan_g Der Kanal wird fur den äbren überschrittxn. und der Ktel-Flensburger d geben für die Kanal, in voller dem Wafferspiegel Haben 50 m lichte n oberhalb und un , für Schiffe, nZelcbe ni einfache Ziebfabren, rv? Passierenden Fahrzeugen zu 9 ide Ufer des Kanals durch ele Entfernungen
stehen. In den
Außweichen find
Schiffabrt_ ü , Breite freilassen un? die er Breite 42 m betta t.
Weite, halten also das terbalb auf b
Haltepfäble Fähren sind zwischen den fahrt find be welche in den in den Krümmmxgen ? angelegt. Jm ub zur Beleuchtung un burg zweigt sich yon d eider ab, der ber 'Ren Schiffahrt durcb etnz' n_eue fübrt, welche bei nlkbrigst der Schweüe h_at. Schiffe, erfolgen, _wenn Zi dc'n scharf gekiuzn Vérmögen, weshalb fi? mcht ube
geraden Strccken in twas engsr , finden sick) bei 17 als Signale “(11198 em Nord-Ojtsse-K ' für die fich, bier bewege cbleuse von 12 em Waffsrstanoe :) . _ welche diesetx Weg emychlag € nicht ÜésFr „als mke'n Laux (“Ek r 40111 lang skin dürx-xn.
jedoch nur v ihrer Länge
Theater und Musik.
Opernbauss wird morgém «Humverdinck's
Rotbauskr, Fxäulein nils Lßitum] gkgkbkn. xU'Era, Urbnmzka/ " morgén die
„Nibklungcn“ troÜen sind, wie folgt,
Jm Königlichen viel „Häme! unk GkÜLl“: Musik-Dirkktor Stemma aUet „Carneval“ (Damkii r zöniglicben Sclyausptc Gesammtaufrübrung ' bon „Kriemhild? Raabe" ihren Krismbil? : . Herr LudnUg,
Hkrr NSIPEr, . df, Dankwart: Herr Herne, Fran Kablk,
Dentsckpkn Tbeakkr ne'u einstudiert Frisdrich bon Hombuxg“ zum Piklt, wie in den mübkren als Graf beknzoüern tritt F?rdinand EUJÜZLMLnt an. _
gkn Sheridan?“ ,Läxter- eM) zur Erstkn Au?-
Diktricb) unter folgt das B Abschluß, Di? Hany
Markgraf Nübigex: Gudrun: Fraulsm
Hkrr ch'in, Sausr,_Kbnig Giselher: Herr Yerßer, Volker: Hkkk Keßler,
König Etzel: Dietrich von Bern: Gunther: Hcr: Arn_ _ Gerenot: Herr Pixxxchtan, Utc: Götklinde: Fran Stollbsrg, Am Sorinabend gebt im Heinrich Von ch'ist's Schau erstkn Male in Sckne. Aufführungen, Grsgori vom
spiel „Prinz _ ““e Titslroüé Josef Kainz: _ Stadttbc'atsr in Barmen skin liner Tbcater gklangt mor
schule" in der neuen BearbZitnng von Hans M
thwarik „Madamé Bonivard“ Franz Graben) in Scene geseß ? RVUS des Bourgansx Tbeatcr zur Darstxüung bringén
(.choko“)
Der franzöfiscbe Lessing-Tbcater von in mebr ais bundcrt Aufführungßg di bat und fis nunmehr auch im Ls111ng- wird. Marie Ykeyer Uiébt di? Titelrolle. Novität „Figaro Tkrt bon Bobrmann-Riegsn, gelangt 111216): am Sonnabend im Zentral-
t, der 1“. Z.
Die Operettsn - Alfred Mükler-Norden. Lkitung dés Herrn Adolf Bra-Fl Theater zur Crstkn Darstkliung.
Das.Mildwida* tichs-Wexd Erscben Kir rinzessin von Sachsen-Aanburg, öniglich Kapelle, schäßte Küns cr un _ Königlichen . apeilmeiitsr Hérrn [):-. des Konzkrts ist fiir WittMn Und
t, welches am Früitag in der Friki: : ck 6 stattfindet und in w€lchem JbrsHybei: kik Hkrr Graf Pückler, fsmsr dix sche Franknchor umd (Mk“??? g?- B Künitlkrinnsn mitwirken werdén, wird von dem K. Muck géleitet. WMsM von Muiikcrn
der Kiilenkampf' Dkk Erikas
Mannigfaltiges.
(bstcr Vssiimmung Jbrkr Majsstäf “(“Er Kaiserin und
Nach Allsrbb , -« _ rige GMEkÜlVCksClMMlUUg dcs Bate'rlan-
Königin findet kik diesjäb dischen Frauenvereins am Donnerstag, den 9. Mai 1895, Vormittags 11 Uhr,
' dcr Sing-Akademis siati, wozu wir alle Mit,“,[icxkr des HauPtNreins sowié Unister Zweig- HilfßVLrLink hierdurch srsundlicbjt einladen.
Wctterberich1bom1 Mai Morgens.
]
Zur Legitimation beim Eingang dient die Quittung Über den ge- “
lt“ Vereixisbeitra Sab en Der Vor Hild des Vaterländischen Frauetzvereins.
Charlotte Gräfin von Ivenplrß.
Das Lagerbucb der Stadtgemeinde Berlin für has Rechnungsjahr 1. April 1893/94 schlteßt folgendermaßen ab: Aktiva
536 039 219 :X, Passiva 284 664 477 5411, also Bestand 251 374 742 5-6-
Gegen das Vorjahr ist bei den "Aktiven ein Zugang Von 25 524 988514 zu verzeichnen; derselbe fest sich, wie folgt, zxxsammen: 12 474 096.44 Grundbesiß, 2858 646 «44 ausstehenchapitalren, 4818 987 .“.Kaffen- bestände, 4337 544 «x( Werth der Natural-, Material:, Betriebs- bestände und Vorrätbe und_ 1141867 .“- Mobiliarwertbc, Samm- lungen 2c. Bei dem ObligaxionS- Ulli) Anleibeschulden ist eine Zunabme Von 18183 576 „46 eingetretCn. Es ergiebt sich sonacb ein esammtzugang am ermdgkn. der Stadtgemeinde gegen das Vorjahr um 7341412 «16 Unter mzurecbnung des den Stiftungen der Stadt gehörigen ermögens ellt fich der Vermögensstand der Stadt- emeinde Ende Marz 1894 in Einnabme auf 564 837 274 «46, in uSgabe auf 284906 861 M;, also Bestand“ 279 930 413 «&
_Der Vsrlinex Fr_öbelberein bielt gestern unter Vorfiß des Prof. Paybénbeim M Keller's Festfälen seine Generalversammlung ab. Der Verein, der im leßten Jabre vom Ministerium der geist- lichen :c. Angkssgenbciten 900 9/6 und von den Gemeindebehörden Berlins 4500 M; UnterstüÉmg kxbalten hat und dem die Stadt auch bie Bcnuyung städtisch€r chu1räume «währte, konnte aus skinkm Kindergärtnertnnen-Seminar Ostkrn 1894 18, Michaelis 15 Schülerinnen entlassen. Jm leßten Winterhalbjahr zählt? das Seminar 40 Schülkrinnen, Von den Schülerinnen der Kinderpflsgerinneanle wurden im leisten Jahre 23 mit dem Zeugniß der Reife entlasterx Der Besuch dieser Anstalt bat fich im leßten Jabre bis auf 41 Schäkerinney gehoben. In den sechs Kindergärtcn 1“??? Verein!? wurden am JabreMckpluß 409 Kinder Verpflkgt. Fünf der Gärten erfordertén Zujchuß und _zwar ins- gesammt 9231 5-5; nur dkr Kindergarten_ in, dsr Prinzenstraße brachte “einen Uebersckouß Von 476 «47; Ein Aufruf zum Bcsten der Volks- kindergärtkn Ergab Link Einnabme von 4804 „46, an Beiträgkn gingen 1924 544 ein. Dkk Bkrein befißt zur Ze'it 25 888 „44 in Effekten und baar. * Vor der Geanalversamwlun traten die Mit- glieder der Verlinkt Untsrstüßungßkane Fröbel'whex indergärtnerinnen zur Erlsdigung der Gssäxäfte zu1ammen. Die Kaffe, die 51 außer: ordentliche und 60 ordcntlicbe Mitglieder zählt, hat im leytcn Jahre 285 544 Untexstüßungen gkwäbrt gegen 150 «ji im Vorjahre.
Breslau, 30. April. Bei dem Brand in Brzczinka (vergl. Nr._103 d. Bl.) find, dcm „W. T. B.“ zufolge, 65 Bcfisungkn ein- géäxcbert worden; nur der gsringste Theil des Verlorenen Guts ist versichert. Zwsi Frankn_ Und ein Knabe sind in den lammcn um- gekommen: mebrsrs Pkrjonkn wcrden vermißt. 80 amilien find obdachlos. Aux; TÖiviinem kamen mkbrere Wag€n mit Lebkns-
mitteln an.
Leipzig, 1._Mai. Di? Leipziger Wos k"mm€r_€i, Welche 2000 Arbeiter beicbästigi, brannts dcm „W. T. B.“ zurolgk in der [LMU Nacht vollständig nieder.
Laibach, 30. Avril. Veraangexie Nacht um 1Ubr 37 Minuten krfolgte wicderum ein starker ErditoH; unter rüttelndcr Bewegung, dsr iibcr Lins SkkUndk dauertx. Die 5 kvölkerung wurde alarmikrt uns? Überließ vielfach die Häuter. Neue Schäden wurd». nicht fest- ge, € ?.
LOWSZTOft, 30. Avril. ,W. T. V.: mcldet: Das Léichen- scbaugericht in Sacbc'n dss Zusammenstoßss der „Elbe “_ mit de': .Cratbie' WUrde beute in Gegenwart des Kapitäns Wilwn dom Handélé-amt, -ch Kapitäns Donnsr und der bisbsrigen Rechtsbeistände fortgesetzt. Zolman, der chbtsbeistand der Eigner dEr ,Cratbie', bkantragte 9 ertagung (vergl. Nr. 103 d. Bl. unter Brügge) und ssßtc ausiinandér, während dis Zeugen der ,Cratbie“ einem KreUzverbör unterzo M würden, hätte er kxinc leegMbcjt, bie übkrlebendkn 5 itgLieder der Mannschaft der .Elbe' zu VkrnéÖMM. Dkk Leicbsnbeschauer entschied, daß dis Vcrbandea fortzuse en Tei. Der Koch der ,Cratbie“, Sharp, e_rklärte, als er um 5 Uhr '.5 Minuten am Morgcn der K_olliswn „ aux Deck gekoinmen sci, habe er, als er über die Backbord1eite blickt-Z, etwas geyebcn,
DLULsÖe Seewarte. Senator. Anfang 7,§ Ubr.
“ Theater-Auzeigen.
Üöüigliü)? ZÜJUUspiklk. Donnerstag: Oysrn-
M ck 110.[ VoZst-ZÉYI. HäusÉl 27:ka z:;Gretel.
är Wik ?" 1 “M W" "“ "WW" Donnersta - Ter Oberftei
von Adelheid Wette. Jn Scsne eseßt g. - ?
Vom Ober-Regiffeur TeFaff. Dekorative Einric?) 3 Akten von L' “PM) und M' vom Ober-Jnspekwr
d. Xsike'ressp red. in Millim in " Celsius
Bar. auf0Gr.1
Wind. i Wetter ;
U * Tempeiatur
',WNW 3 SSW 4
lemth . .
Cbristiansxinb Kopenhagen .
dinck. Text
wolkenlos ;
&Petersbg'. MySkau. . .
Coerueens- ,;
St einmann. Anfang 78 Uhr.
2Zbedecht __ Schauspielhaus.
1xwolkenlos Y 2€wo1kenlos 1xbalb bed.
1Zwolkenlos _ 1Lwolkenws
2Zwo1ken1.1) ' ftiÜxwolkenl.?) 1'wolkenlos
Dritte Abtbeilun Trauexsviel in 5
Frcrtag_: OpcrnbauZ. 111.Vorstellung. Martha. Romantircb-komiscbe Oper in 4 Akten von Friedrich . Text (theilweise nach dem Plane des Samt Gcorgcs) bon Wilhelm Friedrich. (Lady: von Ernst BrausxwLÜel-_ Frau Marcella Sembricl), Königl. Kammexfängerm, ________ err Naval, vom Stadttheater 111 Frank- NLWLUZ-Thkütfk. Blumenstraße Nr. 9. Direktion: Sigmund Laufenburg. Donnerst
Schauspi€lbaus. 117.Vorste[[ung. Der Revisor. naud's Ebekoutrakt- (L"11 S 18 pubs») Lustspiel m 5 Aufzügen bon Nicolay Gogol, deutsch
von Elsa von Schabelsky. JU Scene ese t Vom , Ober-Regiffeur Max Grube. Anfang 7x; UYU FMM! "Nd folgende Tage:
ambuig' . .
NeufabrMffer» Memel . . . atis . . . . * ' ünfter. . . KarlSrube. . “
Von Flotow.
' ' Ein, als Güte. An a “* U . Er- Cbemniß ' ' böbte Preise. s ) ? ng *" br Wien . . J :
le d'Aix . . ?]
Z'wolkenlos
Ziwolkenlos 1éwolken19§
768*'ZSO 769 ONO
Deutsche§ Theater. Donnerstag": Weh dem,
GCsiem Gewitter. Abends 74 Uhr-
1) Gestern 3) GLsikrn Gewitter.
Uebersicht dcr Witkerung.
Ein ziemlich tiefes barometriscbes Minimum ist nordwestlich Von Schovland eiscbienen, stürmisch Westsüdwestwinke bei änste'rst starkem Barometerfall auf den Hebriden verursachsnd. hoben Luftdrucks überdcckt Zentral-Eurova und das In Deutschland dauert die rubigk, xvarme, heitere und trockene Witterung fort, nur in jüdlicben Gebietstbeilen li etwas unter dem haben Gewitter stattgefunden. temperaturen _erxcichten deutschland vtelxach 20 Grad, am wärmsten ist es
end: Neu einstudiert: Prin Friedri von Homburg yon H. von Kleist. 3 ck
Eine breite Zons Ostseegebiet.
die Temperatur meist stellenweise Die Nachmittags- und Mittel-
Lästerschulc. Eonrabexd: Heimatb.
116- VNÜLÜUUJ- Die Nibe- ULULH Theater. Schiffbauerdamm 4a./ 5. lungen.. Ein deutsches TrauerxpielinZAbtheilungen Donnerstag: Demi- Monde. ' FY YWPW ZZbMÉ ?" (ZYX iSK???“ DF? 5 Aktkn von Alexandre Dumas.
er- egiwur ax ru e. vrai e mri - ' ; i R . 5 tung Vom Ober-Jnspektor Brandt. Zweitkr Abknd. SINUS D e crvöseu ([*I ZWS USKSUU)
ufzügen. Anfang 7? Ubr.
Ehefoutrakt.
was verschiedenen Lichtern von Fischerbo
der Kambüse begeben babe, .wo das_ euer - rannte, babe er den Steuermann und'den Aus uckmann : e en, die dort bis zum Augen- blick der KoUtfion Ö anden [?ck
sagtk aus, er habe das
er b'abe das L1cht _des andem'Dampfers, als dieses 20_ bis 30 Yards „ geyebkn und sofort das Ruder scharf an Backbord unmittelbar darauf se: der Zusammenstoß erfolgt. Vor und [ben habe er laut gerufen und gedacht,. die Rufe müßten Mann auf „deux Außguck gehört werden. Matrose White sagte au§,_ Lk babe'zuerst die Lichter der .Elbe' gesehen, als diese etwa zwei “englische Meilen entfernt war; Er habe zuerst ein rotbes und ein cbt bemerkt„ aber„bemabe auf der Steak. sei das rothe Liebt „den und nicht wieder aufgetaucht. Das Verschwinden des- selbeq set der Grund gewesen, daß er seine Beobachtungen nicht mit- getheilt babe, obwohl ex, wie er zugiebt, dies hätte tbun sollen. Der Ober-Steyermann Craig der „Cratbie' bestreitkt die Angabe, daß er zur Zeit des Zusammenstoßes in der Kambüsx gewesen ser.
entfernt war,
angekommen un antwortlichkeit
banden war. ist traurig.
dss ,Koßebue“,
der „World"
Der Herr
Freitag: Der Herr Senator. onnabend: Zum erstén Male: Bouivard. Schwank in 3 Akten von Alex. Bison und A. Mars, deutsch Von E. Neumann.
Friedrirh - Wilhelmßädtisches Theater. Cbauffeestraße 25/26.
tun , Weft. Musik von g Carl Zeller. Regie: Herr Unger. Dirigent: Herr
randt. Dirigent: Kapell- - . . meister Weingartner. -Karueval. Baliet-Burleske ZYZZYXFFYKMOW Erwaßigte Preise der P
in 2 Aufzügen von Emil Graeb. Musik von Adolf - _ Dirigent: Musikdirektor Steinmann. Freitag. Der Obersteiner.-
Anfang 7? Uhr.
„ „ wank in 3 Akten von Victorien Sardou, Zl: Kriemhilds Rathe. EM von Alexander Rosen. - Vorher: Die Massage- kmx. Dramatischer Scherz in 1 Akt von Robert
Misch. Sonnabend: Zum ersten Male: Die Wildente. Schauspiel in 4 Akten von Henrik Ibsen, deutsch
in 3 Akten von Georges Fevdeau, in deutsckyer Be-
arbeitung von Benno Jacobson. Anfang 74 Uhr. and 6
TheaterUnterdenCmden. Vehrenstr. 55/57. Direktion: Julius Frixzsche. -- Donnerstag: Mit voll- (32. Abonnements-Vorstellung): Das ständig neuer Ausstattung: Ruud W efindel. Yntomimiscbes Ballet in 9 Bildern von_ ul und A, M. WiUner. Mustk von Josef ever. Dxr choreograpbiscbe Theil yon Joef Ha Dirigent: Herr KapeUmeister Baldrei . - orber: . , Dorothea. Operette in 1 Akt von Jaques Offen- Lerlmrr Theater. Donnerstag: Zum ersten bach. 'Anfang 75 Uhr, Male: Die Läßerschule, Lustspiel in 5 Aktcü Freitag: Rund um Wien. - Dorothea. von Sbkridan, deutsch Von H. Meer!). Anfang _"_""_“ - 9 , Dentral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. US (ZW AbonnementS-Vorsteüung): Die Direktion: Richard Schulß. - Donnerstag und Freitag wegen Vorbereitung escblo en. Sonnabend: Zum ersten ale: Leitung des Herrn Adolf Brakl vom Königl. Gi rin
otenhlécb; als ersicb „ck
Sten. Der Matrose Oram teuerrad um 4 Uhr Morgens übernommen;
Epinal,_ 30. April. „W. T. B.“ berichtei: Ob leich die Unter- suchung über dieKatastropbe von Bousey noch ni ts Bestimmtes ergeOen hat, scheint man zuzugeben, daß ein Konstruktionsfehler und der Mangkl an Ansicht, die Schuld an dem Dammbruch tra en. Der Minister der öffentlichen Arbeixen Dupuv du Temps ist ier 5 hat dem Deputirte'n Krantz erklärt: er sei sich der Ver- _ des Staats bewvßt,_ un“? die vekuniäre Entsébädi ung würde bewißrgt werden. Der? iniiter sügtx hinzu, er sei entschlo cn, den Schuldigen zu ermitteln _und die strenmten disziplinarischen Maß- rxgeln_zu txeffen." _Er besichtigte dann die Trümmer des Dammes und ließ 11ch dre, rzötbrgen Erklarungen gebkn. Der Staatsanwalt wurde V9." dem Minister angkwiesen. die Untérfuäoung über die Schuldfragk mik der größten Strenge zu führen.
St. Petersburg, 30, April. Die .Nowoje Wremja“ meldet aus Tybolbk: In dem_Pr_ozeß gegen 32 Personén, wclche 19 Jahre 7al1che Kreditbillets angefertigt und im Betrage bon 200000 Rybel in Verkehr ßeseyt batten, wurden 10 Personen zu Zwangsarbeit von 8-9 Ja,
ren Verurthkilt und die übrigen frei-
etersburg, 1. Mai. Das Gébäube dcr Kaiser- echtsschle ivyrde,_ wie „W. T. B.“ meldet, durkb „querxbrunst bxxmgemcbt, die sich plötzlich durch die Ven1rlatwnsrobren Verbreitete. Das Dach und die Lagkr find
Der Schaden sos] 50000 Rubsl be-
- Gestern brannte die balbc Stadt Dubno, Gou- yexnement Wolbynien,_ni€der. Die Feuersbrunsk verbreitete sich infolge Mangels aii Lötchmittkln, zumal auch keine Feuemebr bor- Dre Lags dsr tbeilweise Obdachlosen Bevölksrang
„_ 30. April. _Dch Dampfer „Ko ebue“ der .Rus111cben Dmefsckytffabrt-Geiellkchaft“, der sich ohne “3
der Fahrt von beastopol x1_a_cb Okßffa befand, ko [ l i dierte 12 Werft vou Ta ankut mitde_mru111!chen Kriegsdampfkr „Penderaklia“, wel er von Nikblajcw nacb Sébaftopol ging. Der .Koycbuc" Erhielt emen'Stvß m die Seits und „ging sofort untkr; *c-er ,Pendoraklia' obgleich sllbst Lrnfxltch bcschä§igt, reitete 37 Personen der Besaßung _ wahrend _drei davon und zwei zufällig auf dem .Koxzebzxe“ bkstndliche Pamagisre erkranken. Dic Kollision soll an*" die_ Nichxbeacbtung der Regel, fich rechts zu balken, zurück- zufubren. Wm.
Nsw-Yoxk, 30. April. Aus Guadalajara (Mexiko) wird _ ' em Ausbruch des Vulkans Colima gcmeldct. Die mevbnxr des Thales fliehen; Luba und Asche vernichteten die Saatkn und richtetén viel Schaden an.
affagiers auf
_ 'PortSaid,30.Avri1.DasfranzösischeTrnppen-Transport- 1chlfs ,Ttbei“, welches nach an Worb bat, ist laut Meldung des „W. T. B.“ im Suezkanal stark auf Grund gLratben.
M a d a g (: sk (: r bestimmte Trupvsn
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
__ . ___-“FFF “u Memel, wo die Tsmpsratur 8 Grad übkr DSM - . . D st ; ?Nittclwkrtb liegt. KKMM Theater onner ag
plaJ-Tbeater in München: Figaro bei Hof. (Rokoko.) Operktte in 3 Akten (nacb Veaumarchaiß' Memoiren) von Bobrmann-Riegen. Mufik von Alfred Müüer-Norden.
Adolph Ernß-Tl) kater.Donnerstag : Madame Su ettc. Vaudeville- offe in 3 Akten bon Ordonneau. Mu k von Edmond udran. In Scene gesefzt von Adolpb Ernst. Anfang 7? Ubr.
(F:!eitag: Dieselbe Vorstellung.
c-m111tc1g, Nachmittags 3 Uhr: Zum Besten der Hilfsbedürftigen iu Laibach. Bei halben Preisen. Charleh's Tante.
“ Familien-Nachrichteu. _ Verlobt: Frl. Magdalen? Scholz mit Hrn.Prem.-
Lieutcnant von Prints (Bernstadt). _-__ Frl. EU:) Wickymann mit Hrn. Gerichts-Anenor Eduard NiZS (Berlin). - Frl. Anna Niße mit Hrn.
(H8_richts-Aff€ffor Gustav Sasse (Berlin). - Frl. Urwla von Voß mit Hrn. Prem-Lieutenant Hans von Ramin (Lüffow). - Gräfin Dorothea von 91 rnim mit Hrn. Prem.-Licutenant Walter Schmidt von Sckymiedeseck (Boißenburg).
B L r eb 8 li cb t : Hr. NegierungS-Affeffor Paul Dauben- spcck mit Frl. EYi Poetiszzen (Düffklxorf).
Geboren: Cin Sohn: Hrn. Bauimvektor Ritzel (Neustadt O.-S.). _ Hrn. Legations-Ratb Frbrn. von Speßbardt (Berlin). - Eine Tochter: Hrn. Pastor Sternberg (Schneüewalde, Oberschl.). - Hrn. Pastor Ernst Blut!) Wulfflaßke).
Gestorben: Frl. Marie von indemer, gen. von Wildau (Gnadenknöx - Hr. Professor Adolf Knütgen (Heiligentadt). _ Verw. Fr.Rechnungs- Rath Henriette Daebne, geb. Lange (Berlin . - Carl Theodor Ludwig Max_Graf von Tauff irchen (Statt art). -- Reichsgrafin Louise von la_ten zu Ha ermund, geb. Freiin von Hollen ( ulm). - Fr. Ida von Busse, geb. Von Schwerdtner (Wernigerode). '
Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlag!- Anstalt Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Acht Beilagen (einschließlich BörsM-Beilage).
Erste Beilage
' zuni“ Deutschen Rcichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
ckE3U04.
Deutscher Reickxsmg. 80. Sißung vom Dienstag, 30. April.
Nach Genehmigung der Rechnung der Kasse der Ober- RechnungSkaminer und des Rechnungshofes des Deutschen
1891-92 und 1892/93 trat das aus in die ? BerathuanH des Geseßentwurfs, treffend Aufhebung des eseßcs Über die
Ernennung und die Besoldung der Bürger-
meister und Beigeordneten in Elsaß-Lothringen
vom 4. Juli 1887 ein. Dem Entwurfs ist der Entwurf der neuen Gemeinde-Ordnung für Elsaß:Lothringen, beigegeben, m1t deren Einführun die Aufhebung des (Heseßes
vom 4. Juli 1887, gleichzeitig olgen s 11.
Ueber den Beginn der Verhandlung ist gestern berichtet
worden. Nach dem Abg. ])r. Lieber (Zentr.) nimmt das Wort der
Staatssekrctär in Elsaß:Lothringen, Wirkliche Geheime Rall) von Puttkamer:
Meine Herren! Die Diskussion hat sich gelegentlich der in Elsaß-Lotbringen neueinzufübrenden Gemeindeordnung auf eine Frage konzentriert, bezüglich deren man am aUerwenigsten eigentlich erwarten konnte, daß sie hier angeregt Werden würde. Ick) bestreite nicht dem Herrn Abg. Lieber und sicherlich niemand im Hause das Recht, an uns die Frage zu richten, ob wir den StaatSratk) von Elsaß-LotbringM gehört Haben, und darauf antwvrte ich dem Herrn Abg. Lieber und dem Hause: ja, wir haben “den Staatsratb Von Elsaß-Lotbringen über dyn Entwurf einer neuen Gemeindeordnung gehört. Die Refkrate und Korreferate der Staatsrätbe, die darüber berufen waren, zu referieren, liegen Vor mir, und,wir find also Völlig nach Maßgabe der angezogenen Gesetzes- bestimmung verfahren.
Derjenige Entwurf, über den wir den Staatsrat!) zur Begut- achtung aufgefordert haben, ist nicht Gesexz geworden. Der Landes- aussckyuß in Eisaß-Lotbringen wünscht? wsgen einiger speziell nambaft gemacbtsr Punkte Modifikationen, und bsi näberer Erwägung kieskr in der parlamentarischen Diskussion bervorgejretsnen und durch B:"schlüffe des LandeSauésckyuffes festgestellten Punkte haben wir demnächst, in Anknüpfung an die parlamkntariscbkn Vor- gängk, den Entrvurf modifiziert, und dem Landesausscbuß ab*:rmalZ Vorgelegt. Was der Herr Abg. Dr. Lieber sagte, kommt darauf hinaus, als ob für dkn elsaß-lotbringisckykn Staatsrat!) Lin parlamen- tarischer Grundsatz der Diskontinuität beständs, ob jedesmal ein Gesesentnsurf, welcher einmal dem StaatSratb borgslkgt worden ist, wknn er auch in der eingebendsten Wéise dsr Diskussion und dsr Begutachtung des Staatsratbs unterlegen bat, jedesmal nachher dkm Staatsratb wieder Vorgelegt werden müßts, sobald eine gkringfügige Abänderung erfolgt. Das ist nicht der Fall. Nirgends in unssrkn (Heseßen ist angesproÖen, daß ein sO[chLÖ Prinzip für die Siaatsratbß- Verhandlungen bestebf. Die seit dLm Jabre 1879 in ElsaßxLotbringen für diese Frag? des öffentlichen Rechts g€bild€te Praxis ist die, daß, Wenn der Siaatsratb Linen Gesejzsnfwurf begutachtet bat, man manchmal in demsklben Jabrc, mancbmak auch im i1ächftsn Jahre, odsr auch zivei Jahre darauf diessn dsn parLa- mentarischen Faktoren Vorge[€gt bat, mit odér obns Modi- fikationen, immer jedoch auf der Basis dcr Beratbungkn, die
Reichs für die Etaterhre . e
* stattgefundkn haben. Nun möckpte ich in dsr That wwbl wiffkn,
wohin es jsßt noch führen foÜtE, wsnn wir disscn Entwuré, der zwischen LandssaUHs-Ibuß, Regierung und Bunkesratb bsrkin- bart wordén ist, noch dem Staathatb zur ngutackytung vorlcgen soÜten. Der StaatEratb ist eine Körperschaft, dis einen für die Regierung informatorischsn Cbarakier bat. Was sokl eine Regierung, bczüglich dersn dic parlamsn- tarisch-en Faktorkn bereits gksprockxen bUan, nachträglich mit dkn Informationkn machen, die ihr gkgeben werden“.) Wenn wir sogar in einzelnen Punktsn überchgt wärsn, daß dissslben stbr fristig und begründet seién, so würden wir dock), 1mchdem das parlameniarisckye VotUm Ergan-W ist, garnicht mcbr Rücksicht darauf nehmen kbnnsn. Ich würds: es also bsrstcben, daß man Etrva ausspricht, es sei wünfch€n§wertb gewi'scn, daß der StaatH- ratb noch einmal Vorher gehört worden wäre. Daß MÜ" abkr im jeßigen Stadium der Geseßgebung LI für nothwendig Erklärt, dcn StaatÖratk) 11011) Einmal, und 13055 895111131, zu börgn (1er Sin bxreits fertigcs Ges 813, also zn Verlangen, das; die Régiernng noch Informationen einholen solle, mit denen sie nichts würds machsn könnén, das Ver- stebe ich in dsr That nicht. Dkk Hkrr Abg. Lisber sagté 1:an im Jahrs 1879 habe man gewifférmaßén dén Staatsrat!) WEIN“! des in Elsaß-Lotbxingsn einsefübrtcn Cinkannner-Systsms bxgrüUdst. Davon ist nach der historischen EntwicklungdiCser Institution keineRede. Das Ein- kammer-System, soweit es bestsbt, beruht auf den Bestimmungsn, welcba den Landesausschufz ins Leben gerufen Haben, und datiert séit dxm Jahre
1874, und die maßgcbenden Vorschriften für die elsaß-lotbringisckxc Gsssy- .
gebung liegen in dem Reichsgeseß von 1877, Wonach Landssgescye für Elfaß-Lotbringsn zn stande kommen können durch Ukbsrxinstimmung des Bundesratbs mit dem Lankesausschuß, während der STaatH-ratb erst 1879 geschaffen ist.
Nun kommt aber noci) cine Tbatsachs hinzu, die? es mir noch eigentbümlicber erscheinen läßt, daß wir dkn Staatsrat!) bon Elsaß- Lotbringen noÖ einmal Hören sollen. Mit Außnabms dérjknigen Mit- glieder des Staatßratbs, dis kraft ihrer BeamtensteUung demselben an- gebörsn, sind fast sämmtliche StaatSrätbe Elsaß-Lotbringens zugleich Mitglieder des LandeSausschuffes, und es hat fich nun ergeben, daß diese sämmtlichen Staatsrätbe in Elsaß-Lotbringen als Mitgliedkr des Landesausschuffes dem Geseßentkvurf zugestimmt habs". Welchen Eindruck würde es bei diesen Herren machen, wenn wir, nachdem fie als Mitglieder des Landssausscbuffes ihr Votum abgegeben haben, ihnen noch einmal sagen wollten: jetzt äußern Sie Ihr Votum noch einmal als Mitglied des StaatsratbS'? Ist es nicht selbstberständlich, daß jémand, dsr als Mitglied der parla- mentarischen Körperschaft Ja gesagt Hat, als Mitglied des Staats- ratbs dann nicht Nein sagen wird? Das wäre ungefähr ebenso, als
Berlin, Mittwoch, den 1. Mai
wenn man annehmen wollte, daß Mitglieder dieses Hauses, Welche zugleich Mitglikder des preußischen Landtags sind, in diesem Hause Ja und über kisselbe Frage dort gleich darauf Nein sagen wollten. Solche Dinge kommen nicht Vor!
Ich sage also, der Entvwrf einer Gemeindeordnung ist dem StaatSratb von Elsaß-L-otbringen vorgelegt wvrdcn, ebe er den parla- mentarischen Faktoren zuging, und der Staatöratb hat über alLe ix_i___ Betracht kommeaden Fragen dieser Gémeindeordnung in umfassendste: Weise berathen und in der Form, wie dies gebräuchlich, sein Gutachten abgegeben. Dann smd wir an den Landeßausschuß gesangcn- Wir haben auf Grund eines Beschlusses des LandeSausscbuffes einige Modifikationen eintreten lassen, ohne die wesentlichsten Grundgedanken der Gemeindeordnung zu alterieren, und wir haben dann alleidings über diesen modifizierten Entwurf den Staatsrat!) nicht mehr gehört, und .das war auch über- flüssig; denn wir waren über die Meinung des Staatsratbs VoÜ- kommen irlformiert. Es ist das auch von keinem einzigen Mitglied des Staatskatbs, das dem Landesausschuß angehört, moniert worden und ich wiederholk, die? große Mehrzahl der Staatsrätbe gehört dem LandeSausscbuß an, und fie haben dem Entwurf zugestimmt.
Ich nehme danach an, daß die Frage, die von Herrn Winterer angeregt und von H&M 131“. Lieber aufgenommen Wurde, ju Kurs und (15 ckckck erledigt worden ist; 1U_]'1U'S Vor allen Dingen, weil es nicht unbcdingt nothwendig ist, den Staatßratb zu hören, indem Rechts- folgen an die Unterlaffung seiner Anhörung nicht geknüpft sind, sondern nur eine gesetzliche Vorschrift bestsbt, daß man ibn böten möge. Wär? das nicht der FaU, so müßte in der Publikations- formel der Gesetze gesagt werden: mit Zustimmung des Reichstags, oder des Landesaussckyuffes, und des Bundeskatbs, sowie nach Anhörung des Staatsraths bon Elsaß-Lotbringcn. Davon ist keine Rede. Meine Herren, es find gewiss Gaseyentwürfe dem Staatsraib nikmals vorgelegk worden, nämlich diejenigen, die aus der Initiative des Landesausschuffes berborgsgangen find, weil der par- lamentarische Faktor da beréits gesprochen batte. Natürlich hätten wir auch diese Gescßentwürfe däm StaakSraik) Vorlegkn können; cs Hätte das aber rsgelmäßig keinxn praktischen Zweck gehabt, und des- wsgsn babsn wir 8513173er nicbt gethan.
Diese Frage nebme ich also als erledigt an und wiÜ nur noch zwei Worte sagen zu dsn Aeußerungen des HLNU Abg. Wintercr. Dexr geehrte Herr Abgeordnéfe bat seine Zustimmung zu dkm Vorlisgcnden Gkseyentwurf srklärt, und insofern könnte; ich ja mit seinem Vortrag ganz einverstanden sein. Ob er das mit msbr oder wenigkr Liebe thut, das ist ein€ Frage, die gleichgültig ist. Allein er hat fich doch die Gelegenheit nicht entgeben laffsn, sowobi bezüg- lich kcr Anwendung dss Reickpsgescßes Von 1887, US auch bszüglicl) dSffen Entstxbung den diktatorischen Gsist bkrvorzuhcben, der in Elsaß - Lothringen angeblich bIstsbt. (Fr hat in gleicher Weise das Untsrrichtßgessxz, welches die aÜgeme'inc Schulpflicht begrünket, angsfübrt. Darübsr wollen wir jeizf nichk redkn. Ich habe aber ibm gegenübEr d0ch mit Linsm Wort darauf zu kommen, was diescs ang€blich diktatoriscbe Gsses 1887 eigentlich bs- stimmk und wie es cntitank€ii ist. DikséZ Gessxz bat kinfacb öffénr- liches R€chf in C1saß-Lotbringen wisderbergsstklkt, was in dsr ganzsn Zcit dEr französischen Herrschaft bestandén Hat, bis zu 12111 GcssiZ von 1870. In di€s€m wurde 511811“! die Ernennang der Bürgsrmxistér gk- ändcrt durch die Vorschrift, daß jsdkr Bürgermsistkr dcm Gcmcindsratb angehören, aus dén Mitglikkern dss Gmncindoratbs bérbbrgkaU miiffe. Wir babén gesucht, mik diksém EEskH, das (rst aus dsm Krisgsjabrc datiert und in 'Frankrkich bor 'der Annxxivn gar nicht bestand, außzukommcn; 5er wir sind durch kik Erfabrung zu déffen Abändernng gekommsn, "da fich - ausnahmesiss - in sinzslnen Gsmcinden z-Zigte, das; dis kasindsräkbk und Bürgsrmeistsr fich dcr- artig in deutscbfeindliäpsr Richtung bswegtén, daß Abhilfe dringend zu schaffen War, und da bat nim dis ganzc»: Diktatur darin bestanksn, "(573 wir di? GLsLZ-gébnnß wiedcrbcrstskltcn, wie sie bis 3111: ZSit ker Annkxion in Frankrcicb bostanksn bat -- Hkrr Winixror schÜtrclr kön Kopf -, mit vieÜeicbt ker cinzigsn Aixsnabme, daß die Bürssrmciixr nack) den französischen Bestimmmigsn dansmsindsn angkbörsn 59111811, wäbrsnd nach kém (Hesey Von 1870 auch daß nicht nötbig n'ar, abkr wir babsn Las (HMH rsgclmäßig in dsr Wéise angcwcriksx - icb wsrde die Ziffern gleich gében -, wie: Es den früheren franzöfiscßcn Béstimmungen entsprocbcn bat.
Meine Hkrren, Die Stellung ch Bürgermeistsrs ist nach dcr franzöfischsn Gmncinksgescßgobung, M bis jejzt in Eksaß-Lotbringsn bxstsbt und die wir erst jsyt zu ändern Vorsckylagen, eine solch6, daß keine Regierung Verwalten kann, wsnn fie nicht auf den Bürgermeister als Linen Vertretkr dsr Staatsinksrcffsn sich verlassen kann. Die französische Revolntion bak diss? Einrichtung so geschaffcn, indcm fie dis Vorstände dkr Gemeinden zugleich zu einem die Staatsintersffén lokal vkrtrstcndenOrgan gct11achtbat.Daran müffen wir festhalten, und die Folge ist, daß wir allérdinxzs nicht mit Bürgkrmeistern auskommen konntkn, bis in einer antinationalen, dcr jetzigen staatSrechtlichen Lage des Landss Entgcgcnarbeitcnden Richtung agitiert haben. Unser Standpunkt war: wie man in den Wald bineinrust, so scha11t &? bkraus. Wir bab€n gesucht, diejenigen gesetzlichen Vorschriften zu erbcckten, die wir gcgen feindliche Agitationen glaubten braucbkn zu müssen. Wir haben uns in loyalster Weise an den Reichstag gewendet Und dis Gründe auszeinandergeseßt, die uns dazu geführt Haben, und der Reichstag hat mit großer Majorität dsm Gescßentwurf von 1887 damals zugestimmt. Wir haben gleichzeitig bkrsprochen, Line Reform der Gemeindeordnung vorzunehmen, und dieses Verspxccben haben wir eingelöst, indem wir 1892 einen ersten Entivurf vorgelegt haben.
Nun sagt Herr Winterer, ganz diktatorisch sei das Gesetz von 1887 angewendet worden; man habe Bürgermeister in die Gemeinden geschick? die ganz fremd gewesen seien und von deren Bedürfnißscn keine Kenntnis; gehabt haben, kurz es sei ohne Rückficht auf die Lage und die Z'xteresien der
Gemsinden Verfahren worden. Demgegenüber gestufte». **:-Ji“: mir,
1895.
einige Ziffern anzuführen, aus denen Sie ersehen werden, worin die angebliche Diktatur bestanden hat. Elsafi-Lotbringen zählt 1697, rund 1700 Gcmeindén. In 19, sage 19 Gemeinden Von diesen 1700 fungieren Bürgermeister, die besoldet find und dem Gemeinderats) nicbt angehören, und das nennt der Herr Abg. Winterer einen Miß- brauch in der Anwendung des Geseyes! Es find weitere 59 Ge- _meinden in Elsaß-Lotbringen, in denen Bürgermeister Vorhanden find, die nicht dem Gemeinderatb angcbören. Das find aber unbesoldete Ebren-Büraermeister, und zwar Einwohner der Gemeinden; diese zählen also nach der Begriffsbestimmung, die der Heri Abg. Wintersr gegeben hat, nicht zu den Berufsbürgermeistern. Die besoldeten Bürgermeister, die der Gemeinde nicht avgebörenund die in einzelnen Gemeinden eingesetzt wvrden find, find, wie gesagt, 19 unter 1700. Ich glaube, meine Herren, ein jeder unter Ihnen wird mir zugeben, daß die Anwendung des Geseßes in dieser Weise mit dieser Wirkung nur bezeichnet Werden kann als eine? solche, die durchaus Vorsichtig in 138111 Rahmen des Reichsxzkseyes fich hält, um dessen Anwendung LZ fich handelt.
Daß irgendwo ein Mißbrauch vorgekommen sein kann, wil! ich
nicht leugnen; es ist vieÜeickxt möglich, daß man von irgend einem Dorf oder irgend einer kleinen Stadt von ein paar hundert oder tausend Seelen sagen kann: ja mein Gott, da hätte man einen Mann ernennen können, der der Gemeinde angehört! Das kann sein; aber das find Einzelfragen, über die bier im Haus? zu diskutieren das Mafkrial fehlt. Der Gkfickptspunkt, dcr entscheidend ist für das; Urjbeil, das jeder sich bilden kann, ist Einfach durch die Ziffer gsgébén, die ich genannt habe: von 1700 Gemeinden ist zur Zeit nur in 19 FäUen dsrjenige Bürgermeister angesteklt, den der Hsrr Abg. Winterer einen Bsrufsbürgermeistsr nennen kann. Ick (;[aube also, daß bier bon cinkm Mißbrauch dss Ges€Z€§ in übertriebkner An- wendung nicht die' Rede sein kann.
Msins Hsrren, auf die Gemeindeordnung sslbst gsbe iä) ebenso
wsnig ein, wie die Herren Vorredner; ich kann aber dock) nicht umhin, dcr Meinung Ausdruck zu ngcn, daß die Auffaffung des Herrn Abg. Wintersr, er stimme zwar dsr Aufhebung des Geseßes Vom Jahre« 1887 zu, aber eigentlich nur ungern, wsil die Gemeindeordnung, die an die Stelle 981“th sci, ibm auch nicht gefallk, eine Auffassung ist, dié in Clsaß-Lotbringcn, wenigstens in parlamentarischen Kreisen, wenig getbeiü wird. Dsr Laxidesausscbuß bat diese Gemeindeordnung fast Einstimmig angknommsn. In der Minderheit von vier Mit- gliedern befand fich äÜerdings dsr Herr Abg. Witimer, und ich findk es völlig erk[ärlich und verständlich, daß er, da eine Reihe von Bsstimmungen ibm nicHT gefäÜt, diesem Mißfallen auch Aus- k-rnck gegeben bat. Alisin, ich muß demgegenüber konstatieren, Daß der Herr Abg. Winterer in parlamentariscben Kreisen in Straß- burg fich in einer sebr kleinen Minderbsit befindet und daß die große Majorität dcs Landesausschusses und, wie ich annehme, auch der Be- völkerung dicssr Gemeindeordnung gern und freudig zustimmcn.
Denn, meine Herrsn, das kann man sagen: was die Selbst-
ständigkeit der Gsmeinden bejrifft, was die Selbstberwaltung der Gemeinden durch die Gsmeindkrätbs angeht, so giebt disses Geseß der Bevölksrxmg Von Elsaß-Lotbringén Rechte und Befugnisse, die zu keiner Zkit dsr Gcscbicbte seit dsr großen Rebolution bestanden babsn, auch nicht entfernt. Die: Bestimmung, daf; al]? Bssckylüffs dsr Genikinderätbe regelmäßig dEr
GMSbmigung durch “den Kreisdirekwr unterlicgen, eine
Bestimmung, die in dsr That Line Bewormundung darsteÜt, die in Deutschland Unkrbbrt erscheint, dicsc Bkstimmung ist mit einmn Schlage wxggsfegt. Die Gemeiudkrätbe entscheiden, mit Ausnahme Mniger im ch'eß festgéstsilisr FäUe, sochrän, mit völliger Selbst- ständigksit, 11:11) damit ist in der“ Thai, wis ich sage, Ein Zustand ein- g.?fübrt, der für Elsaß-Lotbringcn bisher nicht bastanden bat, eine Zcibstänkigksit für die Gsmeindcn bkgründet, wie fie dcn deutschen Anicbaminchn cntspricbi, Und Von der ich hoffe, daß fie in ihren Wir- ';":mzsn kabin führen wird, die Bevölkerung mit diesem GLsSH und k-cmmäcbst amel) mit dcm Einlsben in die MUSU Zustände mehr und ' imcbr :«CrXraut zu MQÖLU.
Abg. Preiß (b. k. F.): Wir smd cinéstbeils damit einverstanden,
Tak; dax; ANHxiabinkgksetZ 130111887 aufgslwbcn wird, andkrentbeils find
.*ir siitsfbiedöne Gégncr der ncucn Gcmeindeordnun , die an die SteUe 79-5 Axisxiabiykgcseßes tretén so!]. Es könnte uns (1170 eig€ntlich ziemlich ,;lkicbgültig 1ci11, wie dcr Reichstag beute abstimmt; denn der Rechts- ;ustank, mexlcbkxc durcb dis nene Gemeindeordnung geschaffen wird, ist „anau derselbe wie dEr, wclchcr unt€r dcm Gessß Von 1887 bc- standen hat. An dem R€cht der Régisrnng, dic Bürger- meister zu ernennen, wird kein Joka geändert. Auch nach dsc neuen Gantkindeordnung wird man im Stande sein, den (Ge- meindkn dis Bürgermeister aufzuxwingen. Uebrigens existicrtén am 1. Januar nicht 19, sondern 91 solcher qukzczwungcncn Bürger- meister in Elmß-Lotbringen. Bßi einer stö kerung, die nach dem eigknen Zen nis; der Regierung abwlut friedlich und ruhig ist, ist das cine bobs ahl. Wir erklären: Wir WOULU, daß das AUSrmbms- gssetz beseitigt wird; aber wir wollen nicht, daß obne unseren Wider- spruch die neue Gemeindéordnung in Kraft tritt. Die Bsrufung auf dicGench1nigung dieser neULnGemeindcordnung durch den Landes-Ausschuß bat keinen Werth. Dex Elsaß-lothringiscbe Landcs-Ausscbuß, der in seiner Msbrbeit aus abhangichn Beamten bcstcbt, kann nicht als die Vertretung des elsaß-lotbringijchcn Volks gklten. In der csammten unabhängigen elsaß-lotbringischen Pressa ist die neus JHemeinde- ordnung berworfen wordkxn, und wir elsaß-lothringischen Reichstags- abgeordnetßn erheben Lnt1chicdkn Protest gegen ein Gesetz, das die Bürgermeister zu Dienern des Kreis-Dirckwrs macht. Die Nicht- Vorlegung der USULU Gchcindeordnung beim elsaß-lotbringischen StaatSrafl) ist eine Gejetzwidrigksit, die der Reichstag nicbt biÜigen kann. „ _
Abg. Bueb (Soz.): Die 1ozialdemokratische Partei nimmt gegen- über der neuen Gemeindeordnung denselben _ablebnenden_Standpunkt Yin, wie die beiden Vorredner aus dem Hausc, weil1'1e eine Ver- 1chlechterung des bisherigen Zustandes, namentlich dLs Wahlrechts, be- deytct. Die Regierung in Elsaß-Lotbringen hat so viele Mittel in Handen, jede Regung dcr Deutschfeindlichkeit niederzubalteu, daß sie einex solchen Gemeindeordnung nicbt bédarf. Der Beruföbürger- meister ist als eine Antwvrt (M die Wahlen boa 1887 ein efübrt. Die Anwendung dieses GescfzeL» ck'rfolgtc ganz in dem Gethe dcs- jenigen Herrn, dem dic Leitung der Geschäfte des Innern von Elsaß- Lothringen anv-rtraut war und der jeßt an der Spiye des Ministkriumés dc»; Jvuarn in Preußen steht. Dadurch ist es begreiÜich,
». 1 x; ;, 1x „
Q “ck. ck
““T“-“"I “:*-„12.4. “:“-*.* .F..“
1:
'“?» „. „“..,
"' “***,“
* ***,. ":x-*;
?? .. 27.“ ..., „ * Y '. '*;_;