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Der General-Lieutenant Baron von Collas, Kom- mandeur der 22. Division, ist mtt Urlaub hier eingetroffen.
Dcr Kaiserliche (Gesandte in Brüssel, Wirkliche Gehßime Rath Graf von Alvensleben ist von_ dem ihm Allerhochjt bewilli ten Urlaub auf seinen Posten zuruckgekehrt und hat dre Geschäßte der Gesandtschaft wieder übernommen.
Der Wirkliche Geheime Ober-Negierungö-Rath ])r.
Stauder im Minifierium der geistlichen, Unterrichßs- und.
Medizinal-Angelcgenheiten ist nach Baden-Baden u_nd dxr Wirkliche Geheime Ober-Regierunqs-Rgth [)k. Schnetder'm demselben Ministerium nach der rovmz Pommern abgeretst.
Der Köni lich bayerische Gesandte am hiefi en Hofe Grgf von LerchenJeld-Köferinq ist vom, Urlau ngch erlm zurückgekehrt und bat die gcsandtschaftltcben Geschafte Wieder übernommen. .
Dcr Negieru11g§=Ratb Dickhuth zu Stade ist der Kömg- lichen Regierung zu Breslau, der Regterungs-Rath Lauß zu Köln der Königlichen Regierung 1; Stade, und der zur Zett bcurlaubte Regierungs-Affcffor _1eß voy Scheurnschloß aus Erfurt der Regierung in Caßel überwresen worden.
Der RegierungZ-Affeffor Freiherr von Scherr : Thoß ,;„u Posen ist der Königlichen Regierung zu Breslau zur wetteren dienstlichen Vcrwendung überwwscn worden.
Laut telegraphischen Mittheilungen an has Ober:Kommando der Marine ist S. M S. „Alexandrme“, Kommandant Kapitän zur. See Schmidt, am 3. d. M. in Tan er. gn- gekommen und S. M. S. „ ltis“, Kommandant apttan- Lieutenant Ingenohl, beabrchtigt heute von thntfin nach CHCfW in See gegangen.
Wilhelmshaven, 4. Mai. Seine Majestät dyr Kaiser hat, wie „W. T. B.“ ber1chtet, dem Panzerscknff
„Kaiser“ sein Bildnisz zum (Geschenk gemacht; das Bild,
wurde heute von dem Geheimen Regierungs-Rath Mießncr übergeben.
Friedrichsrul), 5. Mai. (Gegen 800 Ostfriesen, darunter viele Damen, aus Leer, Emden, Aurtch, Noxden, Weener, Wilbclmshavsn und Wittmund trafen heute Mittag bei schönstem Wetter mittels Extrazugs hier ein und begaben fick) alsbald unter Vorantritt eines Mufikkoxps nach dem Schloßpark. Fürst Wißmarck erschi8n, rme „W. T. B.“ berichtet, auf der Terrasse und wurde jUbelnd bcgrußt. Der Dirkktor Suur-Emden feierte den Fürsten inwlängcrer Rede und erinncrjc daran, daß die Expedttton Yxs Großen Kurfürsten nach dsr afrikanischen Kune von Emden auSgegangen, welches somit _cxn Stbi'tß: punkt dsr Polijik gewesen sei, die 200 Jahre water Furxt BiSMarck wieder aufgsnommen und durchgeführt habe. Fürjt Bismarck ermidsrte dankend: Dic bereitH erwähntßn „kur: brandenburgischenUnternchmungen charakteristerten den Sch1ffer: Kiel) der Ostfriesen: die alten Beziehungen bewiesen die_ZU: sammcngehörigkeit der deutschen, mrndcstenzz der niederdeutychc_n Bevölkerung von der „Waterkant“. „,Ersreulich sei es, 1716 Zeit zu crleben, wo eiue Verbindung zwischerxdcr Nordsee und Osisee hergcstht sci. Bei_ scincm Emtrttt m die, poli- tische Thäti keit sci kaum A11§11cht dazu gewesen. Bex den damaligen LZVerhanöwmgcn Über Schleßwig-Holstcm habe er .als Vorbedingung zur Einscßuna (“mer besonderen holstei- Wischen Dynastie die Zustimmung für diesen Kanalhau gestellt, jedoch keine Zustimmung gefunden. Nach der Bestßergreifung Holsteins sei er wieder darauf zurückgckommen. 'Bedcykcn militärischcr NatUr seitens der miffcnschaftlichen Sptße unperer Landesvertheidigung hätten ihm wegen des nothwendiucn Schuch des Kanals entgegen estanden. Von den Milliarden der französischen Kriegsent§s1chädiguug sei ein Antheil für VW Bau ch Kanals rcscrmcrt worden und dann dcr Widerspruch ge: schrvundcn. Er bedauere, den Kanal nicht gesehen zu haben, den er wahrscheinlich auch nie sehen werde, da er nicht rfistig genug sei, die FcstlickJke'itcn mit den unvermeidlichen Unbe- quemlichfeiten mitzumachcn. Der Fürst gedachte seines Besuchs in Emden im Jahre 1869 und der dortigen arbeitsamen Be: völkerung. Bei dem darauf folgenden Rundgang zog der Fürst, welcher sehr wohl anssah, viele Besucher ms Gespräch.
Württemberg.
Die von dem Min'ister-Präfidcnten _Or. Freiherrn von Mittnacht in der Frenagsnßung der Kammer der Ab- geordneten (7. Nr. 107 d. B1.) bei der Berathung des von der VolksParter eingebrachten Antrach gegen die „ U m sturz- vorlaqe“ gehalten? Rede lautete nach dem „Staats:aneiger f. W.“ wie folgt:
Ich b€schränkc mich auf ganz chiges. Für die Einbringung “dcs Reichögesttzanvmfs, bekr. Abändérungen des Strafgcsexzbuchs und Ergänzungen desselben 2c., find alle dkutsckaen ngierungkn Verant- wortlacb, auch die württembergisckpk. Ich babe am 25. Oktober dxs vorigen Jahres, nachdem ich den Tag zuvor mit meinen Herren Kochen bier mich berathcn hatta in Bsrlin in Liner Kon- fkrenz dsr leitenden deutschen Minister den AKscbauungkn und Vor- schlägc-n dcs JWLÜLU Reickyxlanzlers Grafen von Caprivi, welchen die' nach seinem Rücktritt eing€brachte (HeseßeÖVorlage durch- aus entspricht, zugestimmt, Und im Bunkeßratb wurde die Vorlage einstimmig angknommen. Nack) Einbrin ung der Gcseßekaorlage wurdrs diesclbe sofort von verschisdenen Heilen sebr un ünstig be- urtbeilt. Es wurde alsbald im Reichstag gesagt: Mit dieésr Vorlage würdx ,die deutsche Freiheit begraben“. Das, meine Herren, war jedenxaüs die Absicht der verbündcten chikrungcn nicht. Sie wollten nicht, die; deutsche Krsibeit bcgrabxn; abcr sic: wollten eincm gexnamgUäbtlichcn I ißbrach) dieser Freiheit energischer und kxaftigkr entgxcgentretexx und Entgegknwirkcn können, als ihre wsberi en Macht) und Widcrstandsmijtcl es gestattet haben. wa0 ten gcwaltxamen Umsturz, friedenssiörkndc, beschimpfende An- gr1ffe auf die Grundlagen dcr bestehenden Staats- und Geerschasts- ordnung, Aufforderung zum Verbrechen, Vkrherrlichung von Ver- breckytén, Untcrgrabung der Disziplin im Heere: diese Dinge wollten die ngierungex treffen; fie woütkn nicht die freie Mcinungs- äußcrung beschrankc'n, weder über soziale, Volitxscbe odcr wirtbschaft- liche Fragcn, noch auch übex Fragen der Wiffcnscbaft und der Kunst. Und wenn der Deutsch? Reräpstag rs 111! notbwsndig hielt oder hält, in dikskr Richtung besttmmte Garantien in das Gesktz einzufügen, so wcrden, davon bin ich übkrzeugt, ficher die Regierungen auf diesem Wege soweit mitgeben, als das irgcnd möglich ist. (Beifall.)
Auf die einzclnen Bestimmungen, die in der Vorlage cntbalten smd, wil] auch ich nicht näber cingehcn. C6 ist th weder die Zeit noch der Ort dazu. Darauf wurde ja auch sch9n wiedkrbclt aufmerkxam Jemacht, daß eine allgemeine Abneigung gkaen cin Audnabmegeseß 111-7171, daß aber, wenn man dM frübcr dkn Regierungen anemvfohlenen WSJ klnkk Verschärfung dss gemeinen Rechts beschre*itef, sofort die Klage Thoben wird: davon können all? Parxeicn getroffen werdsn,
das gefährde alle Parteien.! (Sehr richtig!) Geseßesvotlagen, .
wie die in Frage stehende, müssen übrigens, auch nach der Zeit, den Ver ältniffen und Stimmungxn _beurtbetlt werdxn, auxer welchen sie entstanden find. (Sehr nchttg !) W_enn fretltch eme solche Geseßesvorlage Monate lang herumgezogen wxrd (lebhafte Zu- stimmung) _ wenn sie von den verschiedensten Partetstandpunkten aqs zerpfiückt wird, wsnn dann eine Kommisfion n] 24 Sitzungen dte Vorlage in einer Weise abändert und umgestaxtet, welcha dxm ursprünglichen Entwurfs fern la , daxm xnag czllerdmgs der Fan em- treten, wie er jest vorliegt, da schlteßltcb menxand mehr an Hsm Werk rechte BefrieYigung findet in der Gestalt, in dex es fich jetzt präsenüert.» (Beifall.) Sie haben 1a aztch gehort, . daß der Herr Abg. von" Riedlingen selbst ver[chtedez1en Besttmmungen, welche die -Mebrbeit der Kommtssioy m 'die Vquage berein- gebracht hat, eine Tbräne nicbt nachwetpen wtll. Meme Herren, zu der Zeit, wv die Vorlage entstanden rst, waren gewaffe „bekannxe anarchistische Ausschreitungen, die'man in' unserer schneUlebtgen Zeit bereits vergeffen hat, noch in frtscher Er_mnerugg. Damals bestand auch in einem Theil der Bevölkerung dre Befurchtung _ und es wurde ihr laut Ausdruck gegeben _, daß dte Remer'ungen dexn f_ort- währenden AnWachsen und der Ausbrxitung der soztalrevoluttonarxn Propaganda doch nicht zulange unthättg zuskhen solltxn. Die Regle- rungen ihrerseits haben nichts Wahrgenongmcn 'chn emem Erfolg der Bekämpfung der Umsturzbestrebunßen m1t .getsttgen Waffen". (Zu- stimmung.) Sie haben nichts wa rgenommen Von der empfohlenen Ueberwindung der revolutionären BeWegung durch „sittliche Größs' (Heiterkeit und Zustimmung), nichts von „dem Zusammengebxq L_)er staatSerbaltenden Parteien und am allerwemgftey vyn emex JntttattVL und Selbsttbäti keit des Bürgertbuxns (Schr rrchtxq !), dre der_Herr Vorredner alk;§ adikalmittel angepriesen h_at, _ wahrend das Burger- tbum einfack) nichts gethan hat und mchts thut. (Sehr richtig!) Also man muß auch daran denken, wie damals, gls der Gesern'tWrs vorgelegt ward, die Dinge elegen haken. Es nt dabei an e_tn be- denklicher Umstand, daß zug eich ein Mapael ar) Vertrauen dabm fich kundgegeben hat, daß die deutschen Gerichte pte tn der Vorlage ent- bastenkn Strafbestimmungkn, deren Natur dabm geht, das; fie dehnbar sein und dem subjektirxn Ermessen Raum geben müffen _ auch wirklich der Abfuhr dcs (Hesengebers en_tspreche_nd anwenden würden.
Zest stébt die zjvkite Beratbung tm Reichstag bevor. Es ist gksagt worden, daß dic Beschlüsse der Kommijfionsmebrbeit wahr- scheinlich werdcn angenomrmn werden. Ich halte dies nicht für Wahrscheinlich, aber für möglich. __Der BundeSrathpflegt in derartjgen Angelegenheiten frühestens zw11cherz der zwetten und dritten Beratbung im Re1chstag in xmen Meixnxngsaustausch ein- zutreten. Es hat ein solcher bebex nicht stattgefunden. Ich nehme nun keinen Anstand zu „erklarén, daß dlc württem- bergische Regierung, wenn Hte Geseßesyorlage na_ch den Beschlüssen der Kommisstqnsmebrbett unverandert angenommen würde, gewmhtrgc Bedenken „hätte, dem (HeseßeSentwurf zuzustixnmen. (Lßbbafter Betfaü.) Etwas Weiteres können wir in dierem Augenbltcb aber nicht erklären. Wir find 813 dem Bundeskatb und den „verbündexen Régierungen schuldig, unsere Emtschließungen nicht in _emem so frühen Zeitpunkt festzulegen, uns zu binden und dies öffentlich zu Verkündsn. Wenn abkr das [)056 qus Eine Meinungßäußxrung ülxer dkn Gege'nstand ab- eben wil], so 11611 fich“ die ngierung selbstverftandlicb für yerpfticbtef, Zei ihren Emschlkßunqmt der Kundgebung, dEr würxtembergifchen Volksvertrckung dic Bkachtunz zu schenken, dxe fie beanypruchcn darf. (Lebhaftsr BeifaU.) ' '
Ick hab? nun noch ernicx Worte zu sagen gegenüber emer Be- mcrkunxx, die? der Hkrr Abacordnete Von Gerabronn am Schlusse seines
"Voxtrags gemacht bat. Er hat gesagt. daß es doch außerordentliche»?
Bésrkmdän bsi dkn Verbündéten Regikrungé'n babe errvc'cken müsskn, daß dsr *.*)TCiib-IkanÜser Graf yon Caprivi am Tage“, nachdem die leitknkcn déutscOM M*inistcr in einer sx)_wicht'tg€n.Frag€ ibm durchaus zugestimmt haben, entlassen worden m. Der Mkr Abgeordnkte hat ein formcch Recht der verbündetkn Ncgisrungkn, bei der Entlassung und Wahl cincs Nkichskanzlcrs mitzuwirken, nicht behauptet. Aber di? Presse der Volkspartei hat das n9ch Vor kurzem gsthan. Es" war doxt seiner Zeit zu lesen, es 181 eiz1e mit der Rsichs- Verfassung nicht im Einklang stehende Eigenmachtigkeit gswescn, daß obne Mitwirkung der verbündetc'n Regierungen und ohne karagen derselben cin Reicbßkanzler entlassen und ein nkuer ernannt worden sei. Das ist dcr Standpunkt der württkmbkrgischen Regierung nicht, und ick) glaube sa en zu könnén, aller Verbündeten_Regierung€n nich 1. Die Wahl und FYULUMMJ des Reichskanzlers steht dem Kaiscr zu, und in dkm bktréffenden Artikel der Reickpsverfaffuna ist nicht, wic in spätsrsn Artikeln, wo von der Ernennung von Reichsbeamtsn durch das N€ich§oßcrhauvt die Rede ist, yon sinsr Mitwirkung dss Bundesratbs die kae. Die Ernennung und Entlassung des Reich,.- kanzlers ist lediglick) Persönliche Vertrauemsmche des ReiÖsober- haupts. Wknn diyfls VkrtrauenWerbältniß akstört ist, so geht in den EinzelstQate-n dcr Minister und gsbt im Reich dsr Rkicbskanzlcr. Keim? anders ngierung hat das Recht, befragt zu werdsn und mitzu- sprechen. Ick tnöchts auch wiffcn, wi? Einige zwanzig Regierungxn bic'r bkfragt WCW?" könntkn. (Zustimmung.) udcm ist ja bskannt, daß es aÜgemsinks Vérlanqen ist, daß der eicbskanzler zuglkick) Preußischer Minister-Pcäfidcnt sei. Wie könnten aber die Regierungkn daryin sprecbcn woüyn, wie _es mit dem preußischen_Minister-Präfidentkn ebalten wsrden soll“.- (Zustimmung.) Wir 1111117ij das Rscbt dsc; * cich§oberbaupts achten, wie wirnnskr eigenesRsckot anch (xküchtkf skbcn wollen. ("Lebhafter BeifalL.) Es mag allerdings überrascht babsn, daf; der Reichskanzler gerade am Tage nach der Ministsrkonfcrenz entlassen worden ist. Aber diese Entlassung Hing mit der Ministérkonferenz und ihren Beschlüssen durchaus nicht zu- sammen. C:“; war zufällig, daß etwas, was onl schon lange fich berausgébildet kaUl, asrad: am Tage nach der Ministerkonfcrenz zur Entscbsidung kam. (F:- bat anch dc'r neue Reichskanzler das Ergebnis; dsc Ministerkonft'r-xm axxkzxénommen, und Es fink; die verbündeten RL- gierungcn darübcr nicht im Zweifxl gslaffcn worden, daß ihre Be- rathunaen und das Ergsbniß rsrselbén nicbt altsxikrs Mrd?" durch die Entlassung dss Grafen Caprivi. (Beifall.) Sachsen-Coburg-Gotha.
Ihr? Kaisqxlichc und Königliche Hoheit die Herzogin und Ihre Koniglicknn Hohetten die Prinzessinnen Alexandra und Beatrice haben der „Cob. Ztg.“ zufolge gestern Nachmittag Darmstadt verlassen, um sich nach London zu begeben, wo am 21. d. M. auch Jhre KöniglichenHoheiten o_er Großherzog und die Großherzogin von Hessen emtrcsfen werden.
Deutsche Kolonien.
_ Nack) einem, wie „W. T. B.“ meldet, dem Togo- QOmrtS aus Braß an der Nigcr-Mündung ugegangkncn Tele ramm vom 3. Mai, gezeichnet von dem Mitglied der dcutchen Togo-Expedition Premier-Licutenant d. R. von Carnap, ist die Expedition bci Say an den Niger gelangt und hat Verträge mit dsn Sultanen Badgamba in qua, Adama in Gurxya Biffugu, Mechali, (Hara gcschlosscn. (_Em Ort (Hara bcsmdct stch nach der Kiepert'scben Karte am Ni„ex 140 20“ n. Br., 10 30“ östl. Län (: von Gresnwich.) te Expsdition verfolgte von dort den iqcr- lau_f und bestand bei Bikimi unterhalb Sat) ein siegreiéhes (Hexecht. Zn Karmamma, wosclbst dic Pocken untcr dyn Tragekrp der Expedition außgebrochcn waren, trennte sich die Expedtttoy. Dcr Fühxer der Expedition 1)1'.Gruner und ])]; Dyermg wendeten W) nach Süden, um über Borgu nach Mtsabohc zurückzukehren. Lßcntenant von Carnap kehrte mit den Kranken nach Bras; zakiick.
.Prästdenten
Oesterreich-ngaru.
Dem gestrigen Empfan c bei dem Kais er und, der Kaiserin wohnten die- Erzkéerzoge und_die' Erzherzogmnen bei, ferner die obersten Hof-Chargen, der Mtznfter des Aus- wärtigen Graf Kälnokt), der Neichs:Finanz-Mmtster von Kalloy, der Reichs-Kriegs-Minister von Krieghammer, „der Minister- Präsident Fürst zu Windischgräß, sämmtliche _m Wten wei- lenden Minister mit Ausnahme des ungarijcben Minister- Barons Ban t), der sein Nichterscheinen damit entschuldigte, daß er eine sGala-Unifvrm nicht nach Wien mitgenommen habe, fexncr dre Generalität, der Bürger- meister, der Nuntius Agliardt, das diplomatische Korps und der hohe Adel. Um “71/2 Uhr Abends erschien der Hof. Der Kaiser führte die Kaiserin und zeichnete u. a. den Nuntius Agliardi, den Grafen KÜ-lnoky und den deutschen Botschafts: Sekretär Fürsten von Licbnowskt) durch Ansprachcn-aus, wäh-
rend die Kaiserin die Gemahlin des deutschen Botschafters
Gräfin zu Eulenburg in eine UnterZaltung zog. Um 10 Uhr wurde der Thee serviert, worauf st der Hof zurückzog.
Das „Fremdenblatt“ meldet in seiner AbendauSgabe vom Sonnabend: „Bezüglich der Gerüchte, der Minister des Aus- wärtigen Graf Kéxlnokt) habe von dem Kaiser die Ent: hebung von dem Amt als Minister des AUSrvärtigcn erbeten, glauben wir zu wissen, daß der Minister des Auswärtigen am 2. d. M., also unmittelbar, nachdem ihm die bckannte Beantwortung der Interpellation" durch dén Minister: Präsidenten Baron Baan) vorlag, sein Entlassung?- gcsuck) eingereicht hat.“ , n seiner gestrigen AUSgabe bcsprtcht das „*,enannte Blatt das Entlaffunqsgesuch des (Grafen K-«Llnoky und verwahrt diesen gegen die Bcßauptung,_ daß es sich bei ihm nur einen Kampfruf gegen die ungari1che Régisrung gc-
handelt habe. Graf K&Llnokt) habe nie die ihm von der '
ungarischcn liberalen Pgrtei hartnäckig zugeschriebene Gegner- schaft gehcqt. Daß er 1rch dieses Mal zum ersten Mal gcgen
die ungarische Regierung habe wenden müssen, ski ohne Ver: _
schulden des Grafen .Wlnokt) durch den Eingriff des Ministchräfidenten Barons Banfft) ix1 die Amtssphäre des Ministers des Auswärtigen herbeigeführt worden. In- dem Graf Kälnokn vor der Veröffentlichung des DcSaveus in der „Politischen Korrespondenz“ um seine. Demisfion eingekommen sei, habe er seinerseits alles dazu bei- getragen, um dem unvermeidlich _ewordenen Konflikte den Charakter eines sogenanntsn Koankts zwischen Wien und Ungarn zu benehmen. Das „Fremderxblatt“ bedauert lebhaft, daß die Erklärungendes Minister-Prästdenten Barons Banffy, zu denen leßterer sich berechtigt efühlt habe, chtcrreäcb- Ungarn einen Minister kosteten, defHen reiche Erfahrung und langbewährte BedentunL für Oesterreich-Ungam ein staats- männischcs Kapital bildeten. Das .,Fremdenblatt“ würdigt schließlich eingehend die Verdienste dcs Grafen K&Llnoky um den europäischen Frieden.
Der Kaiser empfing am Sonnabend Vormittag den unga- rischen Minister & 1383113 Baron Josika in längerer Audienz und sodann den Minister des Auswärtigen Grafen Kxilnokt) sowie den Reich§-Finanz-Minister von Kallat). Gestern Vormittag empfing der Kaiser den Grafen Kälnokt) it: längcrer Privataudien; und 1odann den ungarischen Ministcr: Präsidentcn Baron Banffy. Tic Audienz des letzteren währte Über eine halbe Stunde. Dem „W. T. B.“ zu: folgc sprach sich der Kaiser, Allerhöchstwelckxcr dern Mmistcr-Präsidentcn einen sehr gnädigen Empfang bc- rcitc'tc, dahin aus, daß eine gütliche Applanierung dc); Differenzen zwischen dem Grafen Kézlnoky und dem“; Baron von Banfft) erzielt werden könne und müsse. Um 12 UHr wnrde der österreichische Mi11ister-Präs1dent Fürsi Windischgrä vom Kaiser empfangen.
Wie „I". “ 28.“ weiter meldet, finden infolge der AcußcrUngcn des Kaisers gegenwärtig Verhandlungcn zm“,
Herbeiführung cincr Verständigung statt, bei denen das
0166111111 130111 711'1 in den Händen des ungarischen Ministers & 13138113 Baron Josika ruhc. Gkstcrn Abend konfcricrte Baron Banffy mit dem Neichs-Finanz-Ministcr von Kallay; der Minister & ]Zk-SL'S Baron Josika hatte eine Besprcchung mit dkm (Hrafcn Kälnokt). Um 11 Uhr Abends kehrte Baron Banffr), nachdem er noch vorher eine Bcsprschnng mit dem GrafenKéxlnoky ehabt hatte, nach Budapest znri'xck.
Mehrere konservative Abgeordnete bcabsxchtigten, in der vorgkftrigsn Sißung ch östxrreichischcn Abgeorkxneten- Hause?- den M1nister-Präs1denten Fürsten Windixchgräx» über die Amwort des ungarischen Minister-Prästdentcn Barons Vanffx) auf die Interpellation des Abg. Perenyi zu inter- poUicren. Dic Interpellation, welche bereits zahlreiche Unter- schriften trug, unterblieb jsdoch infolge des Communiqués dcr „Politischen Korrespondenz“. Der Abg.He11wich richtete an den HandelS-Minister Grafen Wurnzbrand die Anfrage, ob der Minister dks Neußeren mit Rückyicht auf die bevorstehenden mirthschnfxlichen Machtverschiebungen in Ost-Asien Anstalten gstroffcn hab?, damit die Interessen Oesterreich- Ungarns keine Einbuße erlitten, und ob der Handels:- Mmistsr Vorsorge etroffen habe, daß der heimischs Exporthandel nach Ot-Asien keinen Abbruch, sondern cim: Kräftignng erfahrs. Das Haus begann sodann die Generaä: debatte Über die Rentensteuer. Der Finan : Ministrr Dr. von Plencr trat den Minoritäts-Anträgen teinwcndcr auf Kupons: und Dividendcnsteuer entgegen. Der Minister betonte: die Einführung einer konsequenten Rentenbesteuerung in Ocster-reich sci unmöglich. Man dürfe nicht im Auslande sagen, chterreich kürze? die vertragsmäßigen Kupons. Eine solche Kon cqncnz wolle weder der Minister noch daS Haus anf fich nchmen. Er halte ck für angezeigt, das; Oesterreich, obschon in etwas langsamerem Tcmpo, dcn parallelen Weq geha wic Preußen, welches die Vermögenssteuer erst nach den'. glänzendcn Ergebniß dcr Personal:Einkommensteuer eingeführt babe. Der Schwerpunkt der kaorm liege darin, daß dio Privat-chtenbczüge in der höchsten Stufe zu der Einkommen- steuer herangezogen würden. Die Regierung sei bereit, die T*qxßtcnsteuerfrcien Pcrsonalbezügc von 300 auf 600 F1. zu er- )9 on.
Bei der am Sonnabend vcracnommenen Reichsraths: mahl in Karolincnthal wnrde an Stelle des lYurück- getretenen Abgeordneten Titscher dcr böhmische »ichter Swatopluf Czech mit 546 jungczechischen Stimmen von 584 an der Wah1 h_eiheiligten Wahlmännern gewählt.
Jm ungar1sch_en Unterhause brachte vorgestern de:“ Abg. Graf Apponyt einc Interpellation ein, worin er anfra t, 'w-Z1che Grundlage die Mittheilungen des Communiqués dcr „Öolxt'nchen Korrespondenz“ vom Freitag besäßen, in welchen Handlzmgen oder Aeyßerungen des Nuntius Agliardi dic urxgaUsche Regierung'erne Einmischung in die inneren An elegqn- herren Ungarns crbltckt habe, welche Berührungen hi131chkllch
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der diesbezüglich Zu unternehmenden diplomatis en Schritte mischen der un ar schen Regierun und dem Min sterium des Zleußern stattge nden hätten un mit welchem _Endresultat, endlich auf welcher Grundlage der Ministw-Präsrdent Baron Banffy in der Beantwortung der Jnterpellatio Terenyi's erklärt habe, daß mit dem Minister des Aeußern Ue ereinstimnxung in den Anschaüungen bestehe und daß bei der Kurie. beretts die von der _ungarischen Regierung gewünschten dwlomatischen Schritte unternommen seien. Im weiteren Verlauf de_r Sißung nahm das Haus dyn Gesehentmurf, betrefkend dre bosnische Bahn, sowie die Vorxage betreffs der 24 Miüionen-aneihe für BoSnien und die Herze- gowina an.
Der Ausschuß des Utzierhauses zur Vorberathung des (Heseßes über die Gerichtsbarkeit der Kurie in Wahlsachen hat den neu eingebrachten Zusaßantrag (fiehe Nr. 107 d. Bl.) angenommen.
Großbritannien an's Irland.
Die Gemahlin des Staatssekretärs des Auswärtigen Earl Kimberley ist am Sonnabend Nachmittag gestorben.
Frankreich. _
Bei einem Spazicrritt, den der öftereichisch-ungarische Botschafter Graf von Wolkenstein-“krostburg am Sonn: abend Vormittag im Bois de Boulogne machte, stürzte das Pferd, wobei der Boischafter unter dasselbe zu liegen kam und einen Rippenbruch erlitt. Nach dem gestern Vormittag außgcgebencn Buüetin verbrachte Graf Wolkenstein die Nacht Hmlich _gut. Fichxy war nicht vorhanden. Auch gestern
orgen “war das Befmden so gut, als es den Umständen nach mögl1ch war. *
In Paris vcrlautet, wie „W. T, B.“ berichtet, die Kreuzer „Suchct“ in Ajaccio und „Tage“ in Toulon hätten Befehl bekommen, sich bereit zu halten, um nach den japani- fchen Gewässern abzugehen.
Rußland.
Der Namenstag der Kaiserin AleÉandra Feo- dorowna wurde nach einer Meldung des „ . T. B.“ aus St. Petersburg gestern besonders feierlich begangen. Zn aUen Kirchen wurden Festgottesdienste abgehalten. Die Straßen waren reich geschmuckt und Abends festlich iUuminiert.
Dcr Emir von Buchara ist zum General : Lieutenant 11 131 Zujts des Terek-Kosaken-chiments ernannt worden.
Wie der „Grashdanin“ meldet, ist der General-Gouvemeur von Turkestan, (General : Lieutenant von Wrewski von Fincm „Posten zurückgetreten u'nd trifft demnächst in St. Peters- urg cm.
Italien.
Den am Sonnabend Abend in Rom erschienenen Blättern zuonc würden die allgemeinen Wahlen am 26. Mai, die Stichwahlen am 2. Juni statifinden. Das neue Parlament werde am 8. oder 10. Juni zufammentreten.
Die „Agenzia Stefani“ berichtigt die Meldung von der Ankunft des Königs von Siam dahin, das; nicht der König von Siam, sondern fünf siamesische Prinzen sich an Bord des Dampfers „Bayern“ befunden hätten. Dieselben seien am Sonnabend in Genua eingetroffen.
Der „Osservatorc Romano“ veröffentlicht das Com- muniqué der „Politischen Korrespondenz“, betreffend die Jnterpeüation Pcrenyi und deren Beantwortung durch den Minister:Präsidenten Baron Banffy, mit folgenden Bemerkungen: Auf (Grund unserer eigenen Nachrichten sind wir in der Lage, die Richti keit des Communiqués der „Politischßn Korrespondenz“ zu be tätigen; denn wir können yerfichern, daß die von Baron Banff? angekündigten Reklama- ttonen beim Heiligen Stuhl nicht existieren, wie fie denn auch keinerlei Berechtigung Hätten.
Serbien.
Die Skupschtina beschloß, wic „W. T. V.“ berichtet, 111 ihrer vorgestrtgen Sißung durch Acclamation die Annahme elner Resolutton, wonach die Verwerfun, der Finanzvorlage in keiner Weise das Vertrauen zu dem Ka inet berühre, welches von der Skupschtina völlig unterstüßt werde. Das Präsidium theilte diefe Resolution den Ministern mit, welche bei ihrem Erscheinen mit Hochru en be rüßt wurden. Der Minister-Präsi- dent dankte für den oschluß der Skupschtina und brachte ein „Zivio“ aus, welches lebhaften Widerhall fand. Die Skupschtina bestätigte hierauf einstimmig, unter Ho rufen auf den König, sämmtliche inßolge dcs Verfassungskonfli s im Mai 1894 geänderten urzd wie erhergestellten Geseße, nachdem der Präsident Nicolajewic," als ehemaliger Chef, die Ursachen au-Zeinander eseßt hatte, weshalb das damalige Kabinet dem König die ufhebung der Verfassung von 1888 gerathen Habe, welche das Land an den Rand des Abgrunds und des Bankerotts gebracht hätte. Der scrbisch-griech1sche Handelsvertrag und emige andere Vorlagen wurden sodann durch Acclamation a'ngenommen. Die Regierung unterbreitete der Skupschtina cm neues Preßgeseß und ein (Heseß, betreffend die Organisrerung dcr Gememden. _ Dic Apanagevorlage für den Konig Milan füll nach Beschluß der sämmtlichen Parteiklubs heute in der Skupschtina bewiüigt werden. „ Der König Alexander ist gestern nach Belgrad zu- ruckgekehrt.
Das Ministerium wird die Session der Skupschtina am Dtenstag im Namen des Königs schließen.
Bulgarien.
Der Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg ist voxgestern Abend in Familienangelegenheiten von So a nach Munchep abgereist und hat für die etwa zehntäg ge Ab- wesenhett den„Ministerrath mit seiner Stellvertrxtung beauftra t.
Der ,.,Kolnischey Zeitung“ wird aus Sofm vom 4. d. . Jemeldet, m Vran1a hätten Zusammenstöße der Parteien tattgefunden, wobei eine 5 crson getödtet und mehrere v„erwundet worden seien. Der Bürgermeister, zugleich llberaler' Depujirter, habe an den Prinzen Ferdinand te1egraphtert, daß die Polizei die Verhafteten im Gefän - mß m1ßhandle und, mit Partciumtrieben beschäftigt, ihre Au : ga_be nichx erfülle. Wenn nicht Abhilfe geschaffen werde, Wurdey'dw Bür er die Waffen ergreifen, um 1 re Rechte zu verthetdtgen. er Bürgermeister sci seines mts entseßt morden.
Schweden und Nouvegeu.
„ Die Regierungsvorlage, bctrcffend den Ankauf der West- kUstenbahn von Helsingborg nach Göteborg durch den Staat, ijt von der ErstenKa mmerdes schmedischenReichs- “*an 89 gegen 38 Stimmen angenommen, von der
Zweiten Kammer da egen mit 123 gegen 93 Stimmen ab- gelehpt worden. le Frage wird nunmehr durch eine genzemsame Abstimmung beider Kammern entschieden wer en. Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Christiania Zak der Vorstand des Linkenvereins des Storthings eschloffcn, die Linke soUe für den Antrag Engelh art stimmen, wonach_ die Staal-Zrathsyrotokolle und die sonstigen Doku- mente uber das DemissionSgesuch der Regierung dem Storthing vorgelegt werden sollen. Dieser; Aytrag, der heute zur Ver- Ymdlung kommt, wird vorausßchtltch auch die Stimmen der echten und der Modcraten erhalten.
„ Amerika. Nach einem in Madrid eingetroffenen Telegramm aus Havanna ist der Korresspondcnt der „New-York „orld“ bei Guantanamo fe tgenommenworden. Derselbe mird beschgldiqt, Propaganda für die Separatisten getrieben zu haben; Dre Truppen haben einen von Marcos Namire bekehltgten Insur entenhaufen geschlagen. Ramirez it e aUen. _ Dex arfchall Martinez Campos soll erklärt aben, der baldtge Sieg über die Rebellen sei s1cher. ' Das „Reuter'sche Bureau“ meldet aus New-York, nach sm_enx Telegramm aus Corinto habe Nicaragua das brttrsche Ultimatum angenommen. Das britische Ge: Wwader hahe mit AuLnahme dss Schiffs „Royal rthur“ Counts verlassen. Alle zentralamerikanischen und mehrere südamerikanische Staaten hätten in Telegxammen an den Präsidenten Zelaya einc kom- merztelle Union „gegen englische Waaren und Schtffe angeregt_ und vorgeschlagen, daß die von England onrderte Entschadtgung inyerhalb 14 Tagen in London unter _roteft gezahlt ynd im ubrigen das Ultimatum Englands einem Schtengertcht unterbreitet werde. _ Der brasilxanischx Kongreß ist am Sonnabend 111 RM de Janetro m1t einer Botschaft des Präsi- denten 131: de Moraes eröffnet worden. Die Botschaft stellt die außgczeichneten auswärtigen Beziehungen fest und hetqnt das Bedürfnis; der Steuerreform, der Neu- orgamsatrow der Nationalgarde und der Verstärkung der Kustenvexthetdr un . BezZZlich der Provinz Rio Grande spmcbt dte Votchat dcn unsch nach baldi cr Beendigung des Kampfes aus, an welchem verdächtige lemente theil: nähmen, M die Beständigkeit der Republik gefährden könnten.
Asten.
Aus Yokohama bLkichtSt das „Reuter'sche Bureau“, nach dort eingetroffenen Nachrichten bestätige es sick), daß der Katser von China den Friedensvertrag unterzcichnct habe., _ DLL. bisher in Den Vertragshäch stationierten russtscben Krregsschiffe hätten diese Häfen verlassen.
_ Aus Chcfoo erfährt das genannte Buréau, daß John Foster und die Friedenöunterhändler dort am 8. d. M. behufs Ausxansches der RatifikationSUrkunden erwartet würden.
Aus Hongkong in London eingetroffene Nachrichten melden, das; die Lage_ auf Formosa eine ernst? sei. M ann: schaften ausländiycber Kriegsschiffe seien in Anpcng Y_landex'worden um die fremden Ortsanjäsfigen zu schüßcn.
te brtttfchen Matrosen patroniUierZen im Hafen von Takao in bewaffneten Booten. Die Schwarzrlaggen seicn sehr unruhig, es wurden crnstliche Ruhestörungen befürchtet.
Afrika.
Nach einer Meldung der „Agenccknvas“ aus MajUUJa von vor estern ist die wichtige Ste ung von Marovax) axrx Bettboka, 70 km von Majunga, durch die fran- zostschen Truppen genommen worden. Die Kanonen, der Proviant und viele Gefangene fielen in die Hände der Franzosen, deren Verluste unbedeutend sind, während die Hovas bedeutende Verluste erlitten; die Haltung der Truppen war vorzüglich, ihr Gesundheitszustand ijt ein guter.
Parlamentarische Nachrichten.
Die Schlußberichtc über die vorgestr'ißon Sißungen dss Neichs1_ags und des Hauses der A geordneten befinden ftch m der Ersten Beilage.
_ In der heutigen (85) Sitzung des Reichstags, welchxr der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, die Staats- seertare, Staats : Minister Dr. von Boetticher und ertherr von Marschall, sowie der Staatssekretär Nieder- dtng beiwohnten, gelangte der von ch Ab_ 9. Auer u. Gen. (Soz.) cingcbrachtc Geseßentwurs, betre epd das Recht der Versammlung und Vereinigung und das Recht der Koalition, zur zweiten BeraYung.
Der Abg. von Elm (Soz.) betonte, unter ezugnabme besonders auf Hamburgkr Vorgänge, die Notbwendigkeif einer einheitlichen Reg?- lung des Von dem Antrag berührten Rschtsgebiets für das ganze Reich. Wo es fich um das Koalitionsrccht handele, ständen selbst die frei- finnigen Zeitungcn auf seiten dsr Kapitalisten. Die freismnige Volkspartei, die fick) wesentlich auf sini e Fabrikanten stüßs, sei keines- weäzs eine Volkspartei. In England, * merika und Australien herrsche Vo e Koalitionsfreibeit. Je mehr Freiheit man den Arbeitern ge- währe, desto mehr Ordnung werds eintreten.
(Schluß des Blattes.)
_ Bei der am 80. April stattgefundenen Reichstags- Stichwahl im Wahlkreise Düsseldorf 1 (Lennep- Mettmann-Rcmschcid) wurden nach der amtlichen Zä (unc? 80 901 Stimmen abgegeben. Hiervon erhielt Fis be ( r. Volksp.) 15 763, Meist (Soz.) 15 138 Stimmen. Fischbeck i mithin gewählt.
_ Amtliches Wahlresuliat de_r am 30. April im
14. württembergischen Wahlkretse (GeislMgen-Heiden: hetm-Ulm) vorgenommenen Reichstags-Ersa wahl. Ab- Ygeben wurden insgesammt 14 610 Stimmen. avon erhielt aurath Ehmann (fr. kons. ' 6516, Fabrikant Hähnle (Dem.) 6085 und Buchbinder tetr1ch (Soz.) 2016 Stimmen. 43 Sttmmen waren zersplittert. Es ist xnithin eine Stich- wahl zwischen Ehmann und Hähnle nothig. _
Nr. 18 des „Zentralblatts der BauVerwaltung“, herausMgeben im Ministerium dxr öffentli en Arbeiten, v_om 4. ai hat folgenden Inhalt: Dre neuen Prü ungSVorschriften fur den StaatSdienst im Baufach. _ Zugmeldewerk für Warteräume und_ Bahnsteige. _ Der Einsturz der Staumauer von Bouzey bei Eymal. _ Der BlaWaU-Tunpel unter dsr Themse in London. (Schluß.) _ Volks-Brausebad m Breslau. _ Vermischtes: Preis-
ausschreiben für, den Entwurf eines Geschäftshauses des Vereins deutscher Ingepteure. _ Preißausscbreiben zur Umgestaltung des Köm splaßes m Berltn. _ Wettbewerb für ein Schwimmbad in Bres au. __ Pretsausschretben für eine Turn- und Festhalle in Yorxauescbmgen. _ Wettbewerb un) Entwürfe für einen Saalbau in Solingen. _ Wettbewerb um Plane für das neue Rathbauß in Styttgart. ___. Wettbewerh für ein Krankenhaus in Haynau. _ Botffonnet-Sttftung. _ Etsenbahnfacbwisscnschaftliche Vorlesungen in Preußen. _ Grundzüge des Klembahnwesens von Friedr. Müller. _ Neue Patente.
Kunst und Wissenschaft.
Im Verein f'ür deutsÉes Kunstgewerbe wird am Mitt] woch Herx Hüxtentnspektor arl Haller Vom deutschen General- Konsulat m Cbxcgao einen Vortrag halten: über die Handels- und Jndustrieverbälxntffe der Vereinigten Staaten Amerikas, insbefondcre inezug auf du? Förderung_ des Exports deutscher Produkte dorthin. Dre Sl ung findet statt tm großen Saal des Architekrenhauscs, 8? Uhr ' bends. " “ "
_ Zur Gewinnung eines Plakat-Entwurfs für die Berliner Gewerbe-Ausstellun 1896 schreibt der ArbeitSausschuß derselben für aÜe in Berlin und deJ'sen nächstsr Umgebung wobnbasten Künstler emen WettbSWerb aus. Dre Entwürfe find bis spätestens den 15. Juni d. J., Nachmittags 6 be, an die Geschäftsstelle der Ver- ltner GeWerbe-Ausstellun , Gartenstraße 160, gegen Empfangs- bescbeinigung abzuliefern. Zeder Entwurf muß mit Einem Motto wcr- seben sein und in je einem, mit dcmselben Motto versehenen, wsr- schlossxncn Umschlag Namen und Adresse des Verfassers enthalten. Es sind Vter Preise von 1000, 500, 300 und 200 «16 ausgeseßt. Durch Ertbxilung_ der Preise geben die Entwürfe in das Eigentbum dcs ArbettSauMckouffes der Ausstellung über, w_elch9r das Vervielfälti- Jlungßrechtxurch die Außzablunq dcr Preiye erwirbt. Sofern d-yr
rbettsausjchuß den mit dkm ersten Prsisc mxßgezeichneten Entwurf zur Außfäbrun bringt, ist der bstrsffendk Yersasser Verpflichtct, dsn Eytwurf zur " eproduktion erforderlichen FaUs einzurichten bezw. um- zuandxrn. Sammtlichc Entwürfe find in der Größc Von 98 zu 65 cm (Hochformat), fertig aus'gc'führt, Cinzuliefcrn und müssen in großyr und deutltch lesbarer Schrift den Text Enthalten: .Nerléner Gemerbc- Ausstellun 1896 Vom ]. Ykai bis 15. Oktobrr'. Bei de'n Entwürfcn ist zu b€a_ ton, daß für _die Rcvroduktion ncbsn eincr Konturplattc', 11831300 auf photomcchanijchem che auf die Druckplatte übertragen wird, 4 Farbplatten zum Druck genügkt] müsscn und bei An- wendung _von Gold die Goldplatte für 2 Farbplattcn zu rxchnc'n rst. Syfern die am Wettbewerbe tbeilnebmenden Künstlex perspektivi1che Anfiehten der LlussteUungsbauten auf ihrcm Cntwuxs aijringen wollen, könnM fie cinkn entspr0chenden Plan Von der Ge1chästsste118 der Aussteüung, Gartenstraße 160, beziebyn und ferner dre bezüglicbsn Angaben im Atélier der Ausstkllungsbauten, Charlottenburg, Hardenbergstraßc 24, Erhaltkn. Das Preisguricht b_estebt aus den Mitgliedern des ArbLiLSausscbuffes Herren Kommer- ztcn-Natb F Kühnemann, _ Baumeistxr V. Felisch, Geheimer Kom- merzten-Natk) ,L. M. Goldberger, dcn Archttckten kek Ausstkllmxz Herren'H, Grtsebach, K,. offacker, B. Schmixz, den Direktoren ÖA" Könjgltchen Akadeunscben 0ch1chU1€ für die bildendsn Künste Hc-rren Prowfforen A. Von Werner, Döpler d. J., Woldemar Friedrich.
_Dsr bekannte Naturfqrschcr Karl Vogt ist laut Meldung des „W. T. B.“ gestern Nachmntag m Genf gestorben. Vogt Wurde im Jahre 1817 zu Gießen geboren, erhiclt seine Gymnasialbildung 'm scjner Vakerstadt und begann 1833 auf der dortigen Univerßtät das Stydium der Medizin. Nachdem er im Sommer 1839 in Bern promomert batte, Jing er nach Neuchatel, wo Lr gemeinschaftlich mit Ygasfiz und Dxsor funf Jahre btnhurck) natuxwiffenschaftlickye Arbeixen aus- sühr_-e. 1847solgte ex emem-Nuse als Professor nach Gießen, Vonwv Lr im [olgendet] Jahre 111 das Vorparlament, später auch in die deutsche Nationalvcrsgmmlung'zu Frankfurt a. M. gewählt wurdc. Er schloß 11chbi€r der Luxken an, amg auch mit der Vsrsammlung nach Stuff art und wurde dort tn die Reichs-Regentschaft gewählt. Im Herb?t 1852 wurde er Yrofessor der Geologte, spätcr auch der Zoologie zu (Hknf. Vogt vcröffentltchty zablreicbe, tbsils wiffensckpaftlichc, theils populäre Werke. ,Wter dtcsen Schriften sind [)erVOrzuHeb-c'n: Die „Bilder aus dem Thaterleben“ (Frankfurt a. M. 1850) und die „„Untersuchung-xn über Thrsrstaqten' (Frankfurt 1851), welche im Jahre 1859 in „Altes und Neues aus T[)ter- xmd Menscbenlcben“ zusammengefaßt ers ck)iene11. Spätcr WLUÖLÉL Vogt sengc AufmerkFamksit insbesondsrk dsr Pbyfiologie des Menfchen_und destxn Urgescbtchte zu, wie n. (1. seine Vorlesungen 11er den Memcben (Gteßen 1864) und die Schrift ,Uebsr die Mikro- cevbalen ydsr Affezmzensckyen“ (Braunschweig 1866) bckundsn. (Er galt gls e'tn€r_ dcr exfrtgsten Vorkämpfer kes sogsnanntkn Matcrialis- m_us_ m Deutschland und war cin entschickkner Anhänger des Dar- wmtÖMUÖ.
Handel und Gewerbe.
Ju einst am Sonnabend in Köln abgebalfcnen Haupt- Vcrsammlung wurde;, wi? dic „Köln. Ztg.“ bkrichtet, die Vcrlänax- rupg der Vsrkaufsstcllc für Gisszerci-Robeissn bis Ende diéjes Jahres beschlossen. Inzwischen werden die Bestrebungen wegen ;Bildupg des gemeinsamsn Syndikats mit den andere'n Verkaufssthc'n ortgkkc'yt.
Verdingungen im Auslande.
Swanien. „
7. Juni, 1 Uhr. „11mm (16 01)er (181 1'10 (“)'-11:1(181q11jx'17'y 13110110 1108871118, in Sevilla: Anschaffung eines Schleppdampférs. Maximalpreis: 158 259 Pcsctas. Kaution: provisorisch 1000 Pesetas, später 5 9/0 dsr Zuschlagssummc. Bedingungen zur Einficht bei der ausschreibcnden 5 cböxde; Außzug daraus nebst Angebotsformular än spanischer Sprache 13mm „Reichs-Anzeiger“.
. Dänemark.
15. Mar, 12 Uhr. Staatsbabnverwaltung (k1*k3111xu1ch161jx]g6115 Convair. Hauptbahnhof) m Aarhus: Liefe'rung Von 250 bis 300 Yersennmgen. Bédmgupgen und robcxn zur Ansicht an Ort und Stullx. Angebot? unt dsr Au schrift: „ 146176k1nZ 111" 131-5- 561111111Z'6r“.
Verkehrs-Anftalten.
St. Pexersbur , 6. Mai. (28. T. B.) Der Dampfer- verkchr mlt „KronLFadt ist eröffnet. Auf der Rhede binm“ Kronstadt find emzc'Lns offen? Stellen fichtbar.
Theater und Mufik.
. Königliches Opernhaus.
Das zweiaktjge .musikqlischc Schauspiel“ .Der Evangeli- mann_' Von thbeln] Ktenzl, das am Sonnabend zum ersten Mal l_n Berlin aufgefubrt wurde, fand rauscbkndcn Beifall, und der Duhteerompomst konnte fast ein Dutzend mal vor dem Vprhan erjcheinen, unx den Applaus des Hauses entgegenzunehmen. Etnen ug bat dre Ktenzlxsche Oper Vor vielen voraus: daO ist der'seltsgme Stoff. Wer batte je gedacht, daß aus einem Polizei- bericht cnze Opxr gemacht werden könnte! Und doch hat Kienzl aus de'n „Papieren eines Poltzei-Kommi ars“ (1)r.LLopold Florian Meißner) sechn, Stoff geschöpft und damt ('inc Art, sagen wir, modern- reabstlscheJr Oper geschaffen. Ist auch dir Bearbettnng dcr olizci- begebenbctt m Versen, ungelenk und holprig, sodaß man ür dic
ukunft dem Kompomsten den Rath geben möchte, die Poesie dm icbtern zu uberlaffen, so ist doch die Kraft seiner musikalischen Begabung so stark, daß sie selbst triviale Stellkn dur den Glanz prächtiger Oréhestrierung zu adeln vcrmag. Freilich ordert