1895 / 108 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 06 May 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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der knappe und doch mächtige Stoffzu tiefster musikalischer Illustration wei große Scenen,'die uns vor efü'brt 8 Zwei Brüder, Ioß

estellt im Kloster St. Othmar (Nieder-Oesterreicb), dLe Nichte des Justitiars. Diese erwidert die„Zu- Mathiaß' und weist den beucblerischen Johannes (Bariton:

ul ener isch ab. Er t 1 , indem er dem Vorges ten HM ß) 9 chtyo';tchd-:tn Verhältniß der bYden

heraus. Ei entlich find es *nur werden, zwichen denen 30 Ja und Mathias, an

likben Martha, neigun

ias, giebt.

des Mat Kunde Steüung.

Martha stürzt zweite Akt

die Stadt.

auf drm Sterbebette wieder.

gclimann' eingeübte Lied singen: Um der Gerechtigkeit willcn; denn ibrxr ist das Hirnmclrsch.“ Die musikalische Behandlung diejeI Stoffs zrugt rmx bobkr Bk- Allerdings fe'blt ihr ein eigenes, originellc'S (Hoiicw. Das athos der dramatischen Musik hat bei Kienzl nur chig Nuar-cen, wenn diese auch mit zwingender Gewalt das Herz ergrciien, wir die Erzählung des Mathias im zweiten Akt. indien fließt spärlich, und ab und zu dcrdcckt 61:1? dicht-e und schwere Instrumentation nur dcm Liede .O schöne Jugendtage“,

abung.

haft vortrug

spielt _ inzwischen aus der „Haft, Wandelt, das Evangelium in der Hikr trifft er Magdalena und fielét an In einer erscküticrnden Scenr, durch die ein Hauch erhabener Religiofität geht, [)er?th Mathms rem Ster- benden, während Kinder vor dem Fenster das ihnen vdr. dem „Evan- .Selig sind, die Vsrédlziung lkiden

re liegen.

dem Justitiar ,

kündigt dieser sofort

Zornig

Um von seiner Geliebten Abschied nehmen zu können, brstellf er fie durch ihre Freundin Magdalene (Alt: Frau Goeße) Na ts um 11 Uhr in eine entlegene Laube. Hiedbelauscbt Johannes die eiden. und sinnlos vor Grimm, zündet er dre nabe Kirche an, um den Verdacht auf Mathias zu lenken. aescheucht, wiU Mathias fliehen.

sich vor Verzweiflyrig in _da§ 30 Jahre Water m

enilaffen, findet keine

einen kärglickze'n Kern, ja dak Frau Dafur

_ nur Trivialitätrn.

Wie das

Das Orchester

Traditionen würdig LiltsVkÜÖ.

Heinrich von Kleist's Schauspiel „Prinz Friedrickyddn YOMHMZ. ging am Smmabénd neu einstudiert in Serve. Die ait

itelrolle 8,

Deutsches Theater.

wie früher, HérrKainz übernommen,

in Vergangcnen Tagen, Line wuchtige Wirkung erziklte.

vcrkörpsrjcz den schlafwandclnden jUng" Prinzrn, der traumvrrlorkn und kühn nach Hkldenrubm und zariem Liebesglück greift, die ibm aber erst nach einkm [Sidrollen Ganae an den tiefen Echaitru dss Todes Vorbei zufaÜen sdklkn, mit ebenso frinfübligcr wic leiden- Von sdraldser Dascinsfrrude und ungesiümer

schaftlicher Empfindung. _ Liebessebnsucht ganz erfüllt war cr m der SEM? der Parolgansgabe,

welcher er, wie

Trumpf spielte der Künstler wisdex in dsr näch11ich€nUnierredung mit der Kurfürstin aus, als er zu ihkén Füße'n verzWeifklnd um das chen fleht, das er durch sein ungestümes Vorgeberr in der Schlacht Das urwrüngliche, naive Schaudcrn Vor dem Tode, der wilde Schrei dés jungen .Herzend nach drr süßen Gewohnheit des Daseins ist kaum jk" ergreifender und mrnsch1ich8r wrcdergegeben wordén. Neben dieser Leistung des Herrn Kainz konnte |ck) nur noch die drs

verwirkt bai.

Hkrrn Nis sen

ungrsucbtc Majc'stät drs Wsjens stand in Harmm'ix- mit dem Gefühl der Kraft, Gerkchtigkeit und Milde, die aus seinen Worten sprachen. Der (1116 Kotjwiß des Hcrrn Pittschau rsicbte bei weitem nicht Fi ur heran, dis Herr Dr. Pohl seiner Zeit aus dem

(Huf; es fehlte dieSma! die Ursprünglichkeit des Wésens, wel (: die Vereinigung des bärdeißiqen Aeußern mit dem _ Frau Schm itt- 18in, welchc die Kttrsürstin gab, strebt stets nach Einfachheit und nach Natur, aber ibr Organ und ihre Begabung weisen sie m€dr auf das bürgerliche Element im modernen Stil als auf das klassisch- romantiicbe Hin. Fräulein von Lazar vermochte der liebenswürdigen Natalie don Oranien Anmutb, zarte Empfindung und auch Schelmerei

an die prächtigé

alten Hande 611 s

kindlich weichen

geistesabwesend, nur mechanisch folgt

als Kiirfürst vollweribig rebaiivfkn.

Grmüth so rührend Erscheinen läßt.

Durch den Feuerlärm auf- Bauern ergreifen ibn jedoch, und da der Justitiar in .der Anlegung des Brandes _einen Rachrakt siebi,

wird Mathias zu zwanzig Jahre schwer:"r Kerkerbaft verurtbkilt. Waffer. _ Der

Wien.

Hand, als „(Evan el_iiriauu' durcb

1eme-n BUN)“ Leere des Inhalts zeitweise binwegzutäuschen.

war die DarstellunJ, bei welcher in erster Linie Herr Adolf Brakl er

Die Erfindung von Me-

einmal _ in

GOM krbebt die komische Volksscene im erstkn Aft zu eincr Höhk. an wklchs sich keine Einsckyränkung beranwagen darf. Zitterbart (Tenor-Buffo:_Hcrr Lisban) der Mittclpunkr aligemeincr Hänsslei ist und schließlich in Einem prächtigkn Likde apostrovbiert wird, das war musikaliycb link Leistung rrstrn Rangrs. _ Freilich wurde die Opsr auch in rinrr Aufführung dargebotrn, die dem König- lichen Opernbause zur Ehre gerkicht. ])r. Muck mit gewohnter Tüchtigkeit, und die Leistunqkn drr Herren Bulß, Sylva, Lieban und Philipp, dekgleicben dir der Damc-n Pierson, und Goeyr regtkn das Publikum zu wärmsten Beifailsbezeugungén an. Alles in allem, es war ein Abrnd, drr drm Haus? und icinen Jm

als Sieger“ ius Antlitz zu se armes sein sollen.

unklares Erfassen der darstelleriscben

Mathias die mann.!)kiegen,

Operetten-Oaison erfolgreich eröffn

voll und genügt _ namentlich in der

El en, Mathias, zg Arbeit und

als Beaumarchais Vortrai. (Gut

die durch ihren natürlichen

Fräulein Profs: in der Rolle der erkennung fand auch Frau Lechnrr komische Alte. die Herren Helmerding und Müll

ziebend wie möglich zu gestalien. Cborgesän e warkn vortréfflicko einge gisseur u. ?

bedacht.

Jm_ Königlichen Over„nba ,Zaubrrslötc“ unter Kapellmriitcr

meister- sich 11er

Schneideririn

dirigierte Herr

Drinenien: Damrn Weiß, T_ep5_e, Philipp, Gkbarnisckyte: Herren Kram

Prolog (gesprochen don Fräulcin Pop . , spielt die Adrlbeid. Dir übrigen 9“ kannt, kme Yersonkn gsgebkn» Conrad Bolz: Dkk Darste-ller .“lein, Ida: “räulrin von Mavburg Lotte: r. Éckyramm, Oldendorf:

Herßkr, «chmock: Herr Voilmer. Hkrr Imendant Prafcb, de Theaters, verskndet soebkn die

Den böchsikn

seine fünfte Generalversammlung

Die einfache,

Hilfskräften.

herangezogenen 17 988 Tages-

1887 Familien

46 Juden. Vkänner (157) um das Zehnfache. "272 gepflegt. Kräften nicht befrisdigt wrrden.

zu verleihen" aber in dem Zuspruch an ihren Helden, auch dem Tode ben, veru'rißte man den“ _ Schmerzes, der ihr in diesem qualvollen Augenblick nicht hätte fremd Auf die Bescßung der kleineren genügende Sorgfalt verwendet; es machte sich Unsicherheit und

Zentral-Tbeater. .

Mit der Operette „Figaro bei Hof“ („Roccocco“) von Bobr Musik von A. Müller-Rorden, wurde unter

artistischer Leitung des Herrn Adolf Vrakl vom Königlichen Gärtnervla oTheater in München am

Berlin unbekannten Werks ist durchweg ansprechend und temperament-

Mondscbeinlied, sowie in dem Harfenquinfxtt _ aucb höheren Ansprüchen. Die außerordentlich eschmackvoüknDrkorationen, die im zweiten Alx einen prächtigen, mit kun woÜcnSpringbrunnen aeschmücktenGeskllfchafts1aal ' erhöhten die Wirkung des Memoiren des französiscbkn Dramatikers Beaumarchais anknüpfende ,

Textzirmlicb dürftigist. Nur durch eine große Zahl, Zum tbeil allerdings : war * uier Wiße vermochte es den Zuschauer zu unterhalten und über die * "“ck dem CalePlaB- auf dem das DMkUWl stkbt- Fur die Groß-

be'reits bekannte Sängerin Yäulcin Welden (a s Gattin BeaumarcbaiS') ortrag und ihre schöne Stimme gefiel._ Als eine stimmbsgabte und gut gsscbulte Künstlerin erwies sick) ferner

Von den Mitgliedern dcs antral-Theaters wirkten

maßvolles Spiel, die von ihnen dargestellten burlesken Figuren so an- Das Orchester hielt fich gut, die mal in , die Inschrift:

führung. Herr Naval vom Frankfurter Opernhaus? se? sein Gastspiel als Tamino fort. Die übrigkn Nolien sind wie folgt

Fräulein Hiedler, „Sarasiro: Herr Mödlinger, Königin drr Nacht: Frau Herzog, Papageno: Herr Krolop, Drei Damen: Fräulein Kopka. Fräulkin Rothauser, Frau Lammert,

Königlichen Schauspieldause wird morgen zum Ge- dächtniß Gustav Frrytag's dns Lustspiel ,Die Journalisten“ ge eben. Die Aufführung wird rnit einem yon Otto FranzGenficben gedi teten

HauptroÜrn werden yon folgenden

Spielzeit 1895/96. Eine Reihe yon Werken namhafter deutscher Schriftsteller ist zur Aufführung bereiis Erworben worden. Mkldungen zum Abonnement werdkn an den Wochentagen Von 10 bis 2 Uhr im Bureau des Theaters entgegengenommen.

Mannigfaltiges.

Der Berliner Lokalderkin des Evangelisch-Kircb- [ichn Hilvaereins (Vorfißender: Wirklicher Ober-Konfistorial- Nail) 1). Freiherr von der Gols) hielt am Freitag im Landeshause

Vkrkins im [eßtkn Jahre wurde Folgendes berichtet: der Linienstraße eine zwölfte Pflegestation errichtet worden ist, arbeiten in Häuslicher Krankenpflege gegynwärtig 81 Diakoni1finnen, die 11 ver- schiedenen Mutterbäusern angeßören; dienenden Schwestérn des Jodanniter-Ordens und von nach Bedarf Jm [eyten _

und 3882 Nachtpflygen geleistet. Unter den Gevflqgten warm 1910 Evangelische, 99 Kaiboiikrn und Die Zahl der gsvflegten Frauen (1626) übersteigt die der

688 Bitten um Hilfe, konnten Wegen Man LTS an Die Einnahmen des Vereins

x'

x :

80934 oki, 14 325

Ausdruck des tiefen staltung

Rollen war nicht

Aufgaben bemerkbar. _Bestand hat si

Sonnabend eine kurze ?

et. Die Musik des bisher in MMW-

n Ubren-, dem Walzer: und dem Seiner

Stücks, während der an die

reich

Recht lobenßwertb ein prächtiges

unterftü twurde er durch die hier F,?stzug bauen st

Prinzesfin Adelaide. Viel An. der

- ein fur tbr humorvolles Spiel als .land bezeichnete-

Beiden gelang es durch auf das

er mit. Augen

übt. Darsteller, Komponist, Re-

Sockel stellsn den

usr, gelangt mqrgen Mozart's Wmngartner's Leitung zur Auf-

eseßt: Pamina: Laib ach, 4.

verlichn ruhig. E r d

Papagena: Fräulein Dietrich,

Goeße, Prirster: Herren Fränkel,

,Krurr. . g CalarS,

Sangatte

pe) eingeleitet. Frau Clara Meyer N e w - Y :) rk

Herr Keßler, Oberst Berg; Herr , Piepenbrinck: Herr Oberländer,

Herr Nesper, BeUmaus: Herr SMM" an.

r _ nkue Leiter des Besliner Abonnementseinladungen für die

ab. Uebsr die Thätigkeit des Nachdem in untrrstüßt werden sie Von St. Jahre wurden in Kinder untsr 15 Jahren wurden

etrugen

Kaiser und die , kirchlkchkr _ dre .Frauenbilfe'. Dre .AUSaabe überstieg bei 86915 .“ die Ein- nahmen um 5981 ckck. diensten, zur'Gemeindediakdnie und zu Besoldungen von Geistlichen verwendet. 64 116 .“: erforderten die _Krankenpfsegestationen. Der von 58804 auf 52 823 „46 verringert. Gemäß der Bestimmung J rer Majestat der Kaiserin hat der Verein außerdem noch Allerhöchste Zuwendungen'in Höhe von 4800-44 vorgeschriebenen wecken zugeführt. Für das laufende Jahr hat die Stadt 6000 „116

Eisenach, 4. Mai. des Gro threzägsZ Let Großherzosin und des Erbgroßberzogs, sowie o e beute in feierlichster Weise das Lutber-Denkmal hierselbst entbüüt, zu dessen Errichtung die Feier des 400 jährigen Geburtstags 137. Martin ' Luther's, am 10s.chN91c)ketmber 1883, den ersten Anstoß gab. Die Stadt ge mu ,

herzoglichen Herrschaften,

Großherzogliche

Großherzogliche Familie das schein nabm. Der Sockel des Monuments trägt

t Ut s.Ein'stfestelZIurgEistchantser GHU“, und an d§m _ ' ' ' 5 " raninen neraiz i zu een: rri e "am Frinnerungßta er er w wurden nach xsdem Aktschluxz reichlich mrt BMU Jlnkunft Luther's“ auf der Wartburg, 4. Mai 1895. Die Relie?

des „W. T. B.“, vosiständig und richtete auch in der Nähe von Siouxfaas großen Das antrum des Zyklons befand fich 45 Meilrn nörd-

lich. Man glaubt, daß 50 Personen getödiet seien.

.,“ zahlten bezw. über:,vxiesen Ihre Majefiäten der

speziell; ' zur Veran-

Kaiserin, 1000 33 616 „FC sammelie

Abendandaebten , 10000 „ja wurden zu Beihilfen zu Gottes-

Jn Gegenwart Ihrer Königlichen Hoheiten

Prinzen Bernhard von Sachsen-Wermar wurde

besonders die Straßen vom Bahnhof

„welche jubelnd begrüt wurden, war

elt errichtet worden. *Zu em Frioßa'rtigen )

viele tausend Zuschauer eingefunden. acb feier-

ltchem Glockengcläute wurde 'der Gesang: „Ein' feste Burg ist unser Gott“ angestimmt; Archidiakonus Kieser hielt dir Festrede. Nachdem die Me gefaüen, übernahm Ober-Bürgermeister Müllc'r namens radt das Denkmal und gelobte dessen Schuß, indem er es als FriedenSzetckyen und

_bebres „fand für ganz Deuxfch- Dem unt Begetterung aufgenommenen Hock) Haus folgte Gesang, worauf die dvd Donndorf geschaffene Denk:

5 am großen Reformator in jüngeren Lebensjahren dar:

als „Junker Jörg“, als Kurrendeschüler bei Frau Cotta, seiner Eisenacher Woblthaterin, und endlich als Bibelüberseßer. _ Nach- mittags fand ein Ausflug_ nach der Wartburg und Abends in der „Erholung“ ein großes Festmahl start. '

Mai. Der gestrige Tag und_ die folgende Nacht Heute früh 4 Uhr 20 Min. erwlgte rm schwacher

icß mit unterirdischem Geräusch.

4, Mai. Infolge des Sturmes ist (;(-stern bei ein Fisckyxrboot umgcsckylagen: „W. T. B.“ zufolge, 9 Friebrr ertrunken.

dabei sind, dkm

, 4. Mai. Ein Zyklon verwüstete, laut Mildung

3 Meilen west11ch von Siouxfallö die Gegend

Nack) Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen.

Budapest, 6. Mai. (W. T. B.) Wie das „Ungarische Korrespondenzbureau“ erfährt, soll Baron Banf f r) gelegentlich seines gestrigen Besuchs bei dem Grafen Kälnoky sich mit diesem über die Art der Allerhöchsten Orts gewünschten gütlichen Beilegung der Streitfragen geeinigt haben. unQarischc Ministerrat!) werde Heute Vormittag sich endgültig ent?cheiden und dann werde Baron Banff!) bei der Beant: wortung der Interpellation des Grafen Apponyi die nöthigcn Aufklärun en geben. etersburg, 6. Mai. de St. Pétersbourg“_ veröffentlicht ein Communiqué, nach welchem die Regierung Japans auf die freundschaftlichen Nathfchläge Deutschlands, Frankreichs und Rußlands sich_ver- pflichtet, auf den definitiven Vesiß der Halbinsel Lian: tung zu verzichten.

(Fortseßung des Nichtamtlichcn in der Ersten Beilage.)

Der

(W. T. B.) Das „Journal

Wet

richt Vom 6. Mai r Morgens.

ter 8

70

Stationen.

Bar auf0Gr u. d. Meeressp. red m Millim

Oo“ "ck

Wetter.

in 9 Celsius

5" C. = 4" R.

Temperatur

Belmullc't. . Aberdeen . . Cbristiansund Kopenhagen . Stockholm . &paranda . __oskau . . . Coerueens- town . . . Cherbourg elder . . . . vlt . . . . amburg . . winemünde NeufabrWaffer Memel atis . . . . Fünfter. . . KarlSrube . . Wiesbaden . München . . Cbemniß . .

wolkenlos heiter

' wolkig wolkig wolkenlos wolkenlos wolkenlos

»4- d-Ib-"kd-é *.]OOCTOp-[ZQTQ

beiter 9 heiter 10 wolkenlos 12 wolkenlos 12 wolkenlos 14 heiter 8 wolkenlos 11 beiter 14

bedeckj 9 wolkenlos 15 wolkenlos 15 halb bed. 16 767 beiter 14 772 ONO wolkenlos 16

771 766 768

PUPDWS “WWW'OMlQp-é

Berlin. . . . Wien . . . Breslau. . .

Ile d'AJÜZ". NYM . . . . !: est . . . .

Uebersicht der Witterung.

Der böchste, 779 mm übersteigende Luftdruck liegt über Skandinavien, gegenübrr Liner Depression unter

760 über

entspre end weben über Zentral-Curopa scbWacbe westliche Winde, unter deren Einfluß die

bis fris

Temperatur meistens gesiie en ist. ist das Wetter warm und na ezu wolkenlos; nennens- werrbe Niederschläge werden nicht gemeldet. dauer der warmen sonnigen Witterung ist wahr-

scheinlich.

.: 771

774 OSO 4 beiter 14 stinlwolkenlos 11 ; 774 O 15wolkenlos 10 “1 767 NO 5 11 ' 762 O 4 16 i 768 , stin 14

dem Westlichen Mittelmeer. Dem-

Jn Deutschland Fort-

Deutfcbe Seew arie.

Theater-Auzeigen.

Köillglllhk §chauspirle. Diknstag: Oprrn- baus. 115. Vorstellung. Die Zauberflöte. Oper in 2 Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Dichtung nack) Karl Ludwig Gieskcke, von Emanuel Schikcgreder. Jn Scene eseßt vom Ober-Regiffeur Teßlaff. Dekorative Einri tung Vom Ober-Jnsvektor Brandt. Dirigent: KapeUmeister Wcingartncr.

Anfang 75 Uhr 121. Vorsieüung. Zum Ge-

Schauspiclhaixs. dächtniß an Gustav Frsvtag. Prolog von Otto

Franz Genfichrn, gksyrocben yon Frl. Poppe. Die Journalisten. Lustwieél in 45211: zügen yonGustav reviag. Rcsic: Hkrr Kcßlrr. Anfang 7x Uhr. Mittwoch: Opsrnbaus. 11_6. Vorsteüung. Der Evangelimann. Mufikaliicbes S:!)auspiel in ? Aufzügrn. nacb einkr Von Dr. Leopold, lor. Meißnererzählten wahren Begebenheit, von Wil elm Kienzl. Anfang 7; Uhr.“ . Schauspielhaus. 122.Vorstellung. Ter Revisqr. Lustspiex in 5 Aufzügen von Nicolay Gogol, deutych Von Elia Von Schabelskr). Anfang 7x Uhr.

Deutsches Theater. Dienstag: Prinz Friedrich von Hornburg. Anfang Uhr. Mittwoch: Das Lumpengcfindel.

Donnerstag: Die Weber.

Berliner Theater. Dienstag : MadameSans- Géue. Anfang 7ck Ubr. * _ Mittwoch: Zum ersten Male: Die Ehre, Schau- wiel in 4 Akten von Hermann Sudermann.

Donnerstag: Die Lästerschule.

Wcsfing-Theater. Dirnstag: Madame Boni- vard. Anfang 76 Uhr.

Mittwoch: Madame Bonivard,

Donnerstag: Der Herr Senator.

Friedrirh -Wilhelm]1ädtisches Theaier.

Chausseestraße 25/26. DienLtag: Der Obersteiger. O erette in

Kapellmeister Ferron. Ermäßigte Preise der Pläße. Anfang 7;- Ul)

!. Mittwoch: Der Obersteiger.

Ueuex: Theater. Schiffbauerdamm «../5. Dienstag: Jm Forsthanse. Schauspiel in 4 Akten von Richard Skowronnek. _ Vorher: Tausend Küsse. Lustspiel in 1 Akt. Anfang 7T Uhr. Mittwoch: Zum ersten Male: Die weite Fray. (MW 5600116 11-11'5. Mm 1161'337.) chaufpixl m 4 Akten von A. Pinero. eursch von Carl Lindau. Donnerstag: Die zweite Frau. (“1116 ZSQGUÜ Urg. WaquSräz'.) Yeitag: Demi-Monde.

onnabend: Zum ersten Male: Ein Husaren- strcich. _ Hierauf: Die zweite Frau.

Residenz-Theater. Blumenstraße Nr. 9. Direktion: Sigmund Lautenburg. Diensta : Fer- naud's Ebekoutrakt. (1711 d. 1a paths.) cbwank in 3 Akten von Georges Feydeau, in déutscher Be- arbeitung von Benno Jacobson. Anfang 7k Uhr.

Mittwoch und folgende Tags: Fernaud's Ehekoutrakt.

TheaterUnterdenQnden. Behrenstr. 55/57. Direktion: Julius Frißsche. _ Dienstag: Mit voll- ständig neuer Ausstattung: Rund um ?Wieu.

antomimi ches Ballet in 9 Bildern von ranz

aul und .M.Willner. Musik von Jto ever. Der choreogravbische Theil von Josef Freiin. Dirigent: Herr Kapellmeister Baldreicb. _ order: Dorot ea. Operette in 1 Akt von Jaques Offen-

bach. nfang 74 Uhr. Mittwoch: Rund um Wien. _ Dorothea.

Zentral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Dirsktion: Richard Schuly. _ Dienstag; Zum vierten Male: Unter artistiscber Leitung des Herrn Adolf Brakl vom Königl. Gärtnerplaß-Tbeater in München: Fi aro bei Hof. (Roccocco.) „Operette in 3 Akten nacb BeaumarchaiS' Memoiren) von Bobrmann-Riegen. Musik von Alfred Müller- Norden. Anfang Ubr.

AdolphÉrnji-Theater. LeyteWockye. Diems-

tag: Madame Suzette. VaudeviÜe-Poffe in

3 Akten von Ordonneau. Musik von Edmond

Audran. In Sckne geseßt Von Adolph Ernst.

Anfaxig 74 Uhr.

Mittwoch: Madame Suzette. _

Sonntag Nachmittaas 3 Uhr: Bei halbkn Kassen-

preisen: Charley's Tante.

Fam1lren-Nachrtchten.

Verlobt: Olga Gräfin Komaroffskv mit Hrn.

Sec.-Lieutenant Victor yon Pelken (Spanrau).

Verehelicbt: Hr. Kammer-Natb Emil Jonas mit

Frl. Hulda Pulvermacher (Berlin). _ Hr. Theo-

dor Baron Drachenfels mit Frl. Anna yon

Schwerin (Wustrau). _ Hr. Sec. Lieutenant Hans

Frhr. von Seydlitz - Kurzbacb mit Frl. Agnes

BeÜair (Orteléburg). ,

Geboren: Ein Sohn:. Hrn. Hauptmann Georg Frbrn. von Strin (Brieg). _ Eine Tochter: Hrn. Prem. - Lieutenant Friedrich Karl Frbrn. von Wechmac (Leobschüß). _ Hrn. Zauvtmann von Heinneccius (Beriin). _ Hrn. auptmann Franz von Drygalskt (Homburg v. d. H.). _

rn. Hauptwann Gcebc'l (Berlin).

G e sto r b e n: Hrn. von Waldenburg's Tochter Lencben Würden). . _ Hr. Rechnungs-Ratb Alexander ie el (Vreßlau). _ Verw. Fr. Postdirektor Eli abetb erscheck, aeb. vdn Fotis (Gla ). _ Hr. Pastor'Heinrici; Rudolf Ewald von tttwry (Scheidelwtxz). _ Vsrw. Fr. Justiz-Rath Hotst- eb. Pollu e (Breslau). _ Hr. Prem.-Lieutenant tto Gra von Westarp (Lugano). _ Verw. r. General - Superintendent Rogge, geb. Schulte (Altenburg).

Verantwortlicher Redakteur: S iem ? n r o th in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags- Anstalt Berlin ZW., Wil elmstraße Nr. 32. Acht Beilagen

(einsckoließlicb Börsen-Veilage), (80V)

und die Gewiuuliste der fünften Prämien- Koaekte 1895 zur Wiederherstellnug

Mittwvckp: Figaro bei Hof.

3 Akten von L. Held und ZN West. usik von Carl Zeller. Regie: Herr riger. Dirigent: Herr

Freilegung des, Freiburger Münfters kk Freiburg in Baden,

Zum Dcutschm Reichs-Anz

NL“? 108.

Deutscher Reithstag.

84. Sißung vom Sonnabend, 4. Mai.

dUeber den Beginn der Sißung ist am Sonnabend berichtet mor en. - Nachdem das aus in dritter Lesung die drei ersten Paragraphen de? Ge eßentwurfs, betreffend die privatrecht- lichen Verhaltnisse der Binnen chiffahrt an- endmmxn hatte, kam zu Tl 4, die aftpflichi dcr «chiffSergner betrefYnd, ein ntrag der?-5 bg. 1311 Stephan- Bxuthen (Zentr.) zur crathung, wonach der von der Kom: misfion vorqeschlagene .Zus'aß zu dem § 4 der Regierun s- Lorlage, daß der. Schi Seigner für den durch fehlerha te ühryng des Schiffs entstdndenen Schaden ausschließlich mit Schiff und Fracht hafthar ist, es sei denn, daß Böswilligkeit vorlte ?, _ Wieder gestrichen werden soll. trennLtLe YHZBMJZWFJMZBUYYM LIMIT") bxkintragt soZann ge- u Lk en ua er ommr on ' denselben als jeder juristischen Logik 8Entbehrend. fi und ezetcbnet

Staatssekretär des Reichs-Juftizamts Nieberding:

Meine Herren! Ich bin dem Herrn Abg.1)r. Stephan sehr dankbar für die Ausführungen, die er dem boden Hause gemacht hat. Ich würde auch ohne diese Anregung Veranlassung genommen haben, nochmals zurückzukommen auf die Bedenkkn, die ich bereits in der zweiten Lesung die Ehre hatte dem Hause Vorzutragkn gegenüber der Bestimmung, die die Kommission in § 4 der Vorlage aufgenommen hat. Ich habe aber nicht die Absicht, auf alle die Bedenken, die ich in der zweitem Beratbung entwickelt habe, nochmals Lin- :_„*.';Z:ck*€11. JH “[**I-U? 77:in nnr 1“9:1"'i?ck)1“x*f, 1:7" riixém MiKVkrsiändrxiß zu brgegnen, Welches fich ergeben könnte, faUs ddn dirsem Tisch aud bei ker dritten Berathung geschwiegen würde, das Wort ausdrücklich zit nkbmen, und zwar drm MißWrständniß zu begegnen, als wenn die verbündeten Regierungrn gegenüber den Besckylüsssn des Hausrs in der zweith Lesung geneigt seien, mit ihren Bedenken zurückzutrsten; das ist nicht der Fall. Miine Herren, im Glgkniheik, ick; babe die Verpflichtung, dies ausdrücklich zu konstatieren, und ich komme dabei einem Wunsch aus dym Schoß dcs Bundeöraths nach, daß die verbündeten Regierungen dringknd wünschen müffen, daß der in der Kommission in der zweiten Beratbung beschlossene Zumß nach dem Anfrage Dr. Stephan nachträglich aus der Vorlage wiedkr beskitigt werde. Die verbündeten Regierungen können die Ver- antworiung dafür nicht übernehmrn, ' daß mit ihrer Zustimmung in den Verhandlungen bezüglich der Haftung für schuldhaftes Verhalten auf diese Weise auf dem Gcbirte des Binnensckyiffabrtsrechts Ver- schiedene Grundsäizc statuiert werden, daß außsrdem eine Rechts- unglsicbbeit geschaffen wird zwischen demjenigen, was im See- prrkehr, und demjenigen, was im Flußderkebr gilt, und daß sndlickx eins äbnlickyo Reck'tsxsngkeickék'kii g€ichaff€n wird zwischen dem- jenigen, was als Folge eines Verschuldkns auf dem Lande und als Folge drs Verschuldens innerhalb res SchiffsNrkehrs auf den Strömen iintrcten so!]. Und das, mriue Herrén. in ciner Zeit, in dcr wir bk- miiht sind, unser geltendes deutsches Rccht von seinén Verschieden- briien zu befrkien und übérall Auégleichung zu schaffen! In dieser 3611 soll disses boHe Haus die Initiative Ergreifen, um neue" Versrbiedenheiien in unse-r Recht hinkinzu- Tragen“, das kann ich nicht annehmen. Die verbündeten Regierungen wollén die Verantwortlichkeit hierfür jxdenfalls nicht TMM. Ick) bist.“. Sie im Namen der Verbündeten Regierungen dkmch, nach dem Vorschlag des Herrn Dr.“ Stephan zu Verfahrkn ard dcn in der zweiten Berathung acceptierten Vorschlag der Kom- mission in der dritten Berathung abzulehnsn.

Abg. Placke (nl): Ich bitte, den Kommissionsbeschluß an- zunsbmerz. Dcrielbe _entspricht den Zwecken des praktischen Lebens. ist Mich m der Konrrnixfion wobl erwogen worden und ist das Produkt smcs m der KommUfion geschlossenen Kompromissss.

Nbg. Lcnzmann (fr. Volk»): Ich bitte, dem Vorschlage des

Abg. 1)r. Stephan gemäß zu [“eschlie en, da ein ent 2 en ee ter Béxétluß die ?Vrrleßung einks aÜgsmrinßanerkannten Rrch?s§ru?1dssaßxzrs *L.:. * “sn WU.“ 6.

_ Adg. Meßger (Soz.): Ich bitte, es bei dem Kommi"ions- Hkschlu5 zu belaffen._ Wird derselbe: gestrichen, so blieke unsfiiichts iibrig, ais dem Schiffer zu ratben, die Führang des Schiffs irgknd ?xnem mrttersen Mannanzuvertraue'n, um so der in drr Bestimmung liegenden Urigerecbtigkeit zu entgehen.

b-._ Or. *Frsiberr von Langen (dfons.): Msine Frkunde Werden (ur den Korrimixsionsbesckyluß stimmen.

erder Abstimmung wird darauf zunächst der Fusaß der Kommission und sodann mit demselben der § , ange- nommen. 7

D16Z§§ 5 bis 22. werden ohne Debatte angenommen. 'Zu , 23 beantragt der ng. Gerisch (Soz.), daß den Sch1fssarbeiicrn eine sechsstundige Nachtruhe gewährleistet Herde„ und daß an Sonn: und Feiertagen auf den in Fahrt eslndltchen Schiffen nicht qcarbeitet werden dürfe. d' Abg. Schall (dkons): Miine Partei ist stets ganz besonders für JlLdEmqurun der_ Sonntagsrube irn SrbiTergewerbe eingetreten. dakkßknfalls 69 en wir, daß: der § 23 Ukht die uslegun finden wird, agenéxkxanMffer seinen Lruten den Ktccbenbesuch am ormtag der- so dNbg. Ur. Meycr-Halle fr. Bg.): Nicht nur die Konserdativen,

n ein aUe Parteien obne uSnabme sind für die Einführung der

Inntagsrube eingetreten. Man hat das aber bisher aus praktischen

ckckth nicht durchführen können. Der Antrag Gerrs ck ndet nicht die nöthige Unterstüßung. den Darauf" werden die §_ „23 bis 52 ohne Erörterung nach Vorschlagen'der Kommr sion an enommen. der u §53_wrrd auf Antrag des bg. Bassermann (nl,) usas he1chlos1en: EWTON Frachifübrer ist nicht berechtiZ, das Liegegeld yon mehreren DeYJÉ'HiieikchiitstY YM?" tag“ WiifWÉ" Wer?)?“

- ean ra . am . WW füqu zu fassen: g g p ( p)

gebietxw Ze_ntralbehördc des Bundesstaats oder bei mehrere Bunch-

gew' & bexubrenden Wasserstraßen der Bundeßrath ist befugt, für isse „(Huter anzuordnen, das; _für ein Mindergewicbt oder Minder- et losen Gutem und Sackgetreide, das ein Halb vom Hundert

Erste Beilage

Berlin, Montag, den“ 6. Mai

Die Akgg. Gamv (Rp.) und Roesicke (5. k. „)* emp edlen deri Antrag_mii dem Hinweis, daß er das Interesse derFSckyifferf bin- reichede bFiéckstcZ-ystkige.

, er, g. ' eyger (Soz.) bekämpft ibn,indem er ausfü rt,da dre „Schtffrzr häufig bößwilligcn Schädigungkn durcb bLtrüZerisch? Mantvulaiwnen der Versrachter angescxzt seien.

eDxr Antrag _Gamp wird angenommen. nahméle §§ 61 bis 78 gelangen 1odann unverändert zur An-

_ - » q „-

u _ Z 49 (groß,: .YQVÜUL) Ut von dem Abg. Geri" (SozZ em L_lntraggeftellt, wonach ein Jrrtbum in der W615? des 5Yahrwaisers mcht als Verschulden gelten soUe.

bg. ])r'. Hahn (ul.): Ich möchte mit einigen Worten diesen Antrag, _der uns 12011 der 1ozraldemokratisch€n Partei unterbreitet worden ,ist, unisrstußen. Sovrel ich esehen babe, stürzt er sich auf eure :Petrtxon, drs und aus Schifferkrei en in AsÖleLn zugegangen ist. Dre Ausfuhrungen dieser Prtition, daß es oft seine großeKSchwierig- ketten habe, aus dem Gewaffern des Binnenlandes mit Schiffen zu verkehren und der! der Schiffahrt drohenden Gefahren bei allcr Sorg- falt_immrr glucxltcb zu_entgeben, machkn durchaus den Eindruck. das; es Usb wirklich 10 verxbglt, und daß die Lage der Schiffer während der Fahrt x_na'nchr'na[ eine au߀rordentlich fchwi€rig€ ist. Ich bitte diese Schwrertgferten zu blrückfichtigen und den beantragten Zusatz zu Z ?JÉlizunebde »

. erkimer ér-Rrgierungs-Raik) Dr. Hoffmann wList daran Hm, das;, der Antrqa die Prinzipien 'der Vorla e binicbtlicb dex Haftbarkett drs SchtffSergnrrs durchbrsche, wdrczuiJ der .lntrag ab- gelehnt wurde.

Der Antrag (Gerisch wrrd abgelehnt, §79 unverändert angenommen.

In der (Hes arrimt abstimmu ng wird darauf das Grieß an: genommen; drSglcrckien 811 5100 das Gefeß Über die Flößersi.

TJ? YIUF cxlkdrzi-E dknmäiixst (*!*,ij Dsbatic cin? Rciir don Petitionen (Briicxurrung' des Saccharins, Abänderungkn des Vieh- feucbxngeseßes _und dsr Arbcrierversich€rung§gesrtze) dcn Kommissions- antragen gemgß theils durch Uebergang zur TageSordnung, theils durcb Ueberweisung (ils Materiai. Eine Pktition WWU; Ausdehnung des Geseßes uber. die Gewerbegerichte wird, soweit fir die Hand- [ungé ehrlfxn bYrtxfr, dem RisiZfzskanzlcehrs zur Erwägung überwiesen.

_ er er n Lraumung er irn Si ung bcantra t W) . Richter (fr. Volksp.), auch die Prüfung der ILA)! dcs AJZ. VVT thkmbowskr noch vor der Berathung der Umstnrzvorlage auf die Tageöordnung zr/Lskßen.

Abg.. Von Stczudv (Nom.) widcrsvricbt dirsem Vorscbla €*. In der Prdmnz Posen Hehe man der Entscheidung über diese Waßl mit drm großten Jntrreie entgkgen, man dürfe? disse Angelégenhcit nicht kurzsr Hand erledtgkn, ebx alles Material dafür Vorbandrn sei. UL'ngSns werde Voraussichtlich dsr Antrag der Kommission nicht die BrÜrÉUYHdd-Zst Yamlcxs finden.

rar 211 rei err don Birol nimmt dis ' rü"un der in (: stehenden Waixl gleichwohl indie TagrsordnungYufs. ;; R d

Abg. v.'©taudy (dko_ns.) braniragi, fie abzusrtzen, und crbebi zugleich'Zwerfel 911 der Bexcbiußsäbigkeit des Hauses.

Die AUSzahlmxg ergixbt die Anwesenheit von 102 Ab: geordneten. Das Haus, ist demnach nicht bescblnßfähig. Es VJbleibt hiergqck) bei dem Vorschlag des Präsidenten. '

Schluß der «1324119 4 Uhr.

Preußischer Landtag. Haus der Abgrordneten.

62. Sißung vom Sonnabemd, 4. Mai.

Ueber den Beginn der Sißung ist vorgestern berichtet worden.

Es wurde zunächst die erste Verathung dcs Geskß: cntwurfs _wegcn Bereitstellung von fiinf Millionen Mark fur die Herstellnng von Arbeiter: und Be- amicnwohnungcn in Staatsbetrieben fortgescßt.

Minister für Handel und Gewerbe Freiherr Bcrlep1chx

Meins Hrrren! Jah möchtc mir gestattsn, mit wenigen Worten das Interesse darzulkgén, w21ches dic? Königliche Berg-, Hiiticn- und Salinsnderwaltung an dcm vorlie'grndrn Gesetzentwurf hat. Die Wohnungswerhältniffe der fiskalischen Bérg- und Hütte'narbeiier find diesem [wbkn Hause ja aus dkn alljährlichen Etatsberaikxungen ziem- lich geläufig; wir habrn uns aÜjäbrlich Über die Frage der GS- währung von Darledkn und Prämien für Bauten an Bergarbeiter unterhalten. Auch finden in dsm Bcricht, der Ihnen all- jährlich von der Bergderwaltung erstattet wird, die Wohnungs- werhältniffe der Arbeiter ein? Darstellung, sodaß ich wohl sagen darf, daß in dieser Beziehung eine Lücke in den Motchén des Gesetzentwurfs nicht vorhanden ist. Troßdem erlaube ich mir hier noch auf einige Punkte, besonders auch mit Rücksicht auf Aeußerungen, die in diesem hoben Hause gefallen sind, einzugeben. YM]? Herr Redner zur Vorlage hat ein ganz besonderes Gewicht darauf gelegt, daß die fiskalischen Arbeiter ein Eigentbum an dem Haus bekommen sollrn. Er bat die Vorzüge eines solchen Eigentöumswarm geschildert, und ganz gewiß wird niemand in diesem hoben Hause sein, der die Vorzüge des Eigenbefißes nicht vollauf anerkennt, der, um mit dem Herrn Abg. Bueck zu sprechen, auch in dieser Beziehung sich nicht ein Ideal machte und am liebsten dieses Ideal Verwirklicht sehen möchten Die Wirklichkeit, meine Herren, gestattet indcffen dir Ausführung eines solchen idealen Zustandes, wie ich glaube, selbst im Jntrreffe der Arbeiter nicht. Es würde nicht angezeigt sein, unter allen Verhältnissen darauf hinzuwirken, dem Arbeiter ein eigenes Haus an seiner Arbeitsstätte zu schaffen. Denn das kann garnicht verkannt werden, daß mit dem Hausbefiß zu gleicher Zeit eine Gebundenheit eintritt, und für den Fall, daß die Arbeit nicht mehr eine lohnende dort ist, daß die Kunjunkturen sich ver- schlechtern, der Arbeiter genöthigt wird, sich eine andere Arbeitsstätte zu suchen, kann dieses Haus, was ihm als eine Wobltbat zugedacht ist, ihm leicht Line empfindliche Last werden. (Sehr richtig!)- Also überall werden wir mit diesem System jedenfalls nicht vorgeben können. Dagegen bin ich allerdings der Meinung, daß an dem System, wrlches die Bergwerksverwaltung bisbkr festgehalten hat, für einen Stamm ihrer ständigen Arbeiter eigene Häuser zu schaffen, fernerhin festgehalten Werden soll, und der Gesrßentrvurf bistet, wie

von

a Wbt überstei " ' ' ' '

. gi, der Frachtfuhrer nicht verantwortlt em oll, es ist d?"", daß ibm ein nachweisbares Verschulden zurchLafst fä'llt.

bekannt, auch die Möglichkeit dazu, indem die Summe, die Verlangt

riger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

wird, auch Verw-xndet Werden soll zur Gewährung von Prämien und Darlehen zu Häuserbauten an die Arbeiter, wie wir das am eniwickeltsten bis jeßt im Saarbrücker Bezirk durchgeführt baden. Jm Saarbrücker Brzirk sind seit einer längeren Reihe von Jahrrn im Gamzen 5600 eigene Häuser der Berglcute gebaut wvrden, und damit ist das Wok)- nungsbedürfniß von etwa 50 0/0 drr in der Nähe der Ariciisstätten wohnenden Arbeiter befriedigt word-In. Meines Erachtens ein rechr erheblicher Prozenrsaß! , . -

Wir werdrn woblthun, im Saarbrücker Bezirk msbr d&;- Systrm

dcr Gcwährung Von Prämirn und Darlrkxcn „zu bxfdlgcn und mit irn Misthébäusern mehr an anderr'n Strüen, wo das Bkdürfniß sich zeigt vorzugehen, In der Bergwérksverwaliung wirdrin sdlchs Bkdürfniß, namentlich in den Salzwerkkn in Staßfurt zu Tag? irricn. Dort ist die Scßbaftmachung der Arbeiter mit eigenem Harry's außerordéntlici) Erschwert durch die hohen Preis?, die für den Grund und Boden vcr- [angt werden. Wir würden dort kaUm rnit dem Systrm drr Gewährung Von Darlehen erheblichc Erfolge errkichén können, und dkÖbalb hat auch die fiskalische Verwaltung bizber sich darauf keschränkkxi müsssn, eine Zahl von Wohnhäusern, wclche an dir Arkcitrr vermietbét wrrdcn, zu errichten. Es bestehen für di? Staßfurtsr und Schönsd€cker Bclégsckyast, dic Etwa 12- bis 1500 Mann stark ist, biskkr nur 60 Wohnungén _ gegenüber der starken Belegschaft cin mir klkinyr Say. Wir werden nun_mrkckr in die angenehme Lage? kdmmxn, wénn das 5058 Haus dissem _GUWsnirrurfzustimmt, ans dcn disrgewäkyrten M*itteln die Mietbsbäuskr für die Staßfarirr und Schönebcckrr Vrikgscbaft rrdsdlickp zu ver- mchren. Es ist Eine außerordsntiickxe Nachfragr danach; wir haberx alw nicht zu fürchicn, daß die Häussr [SSL siebrn, und ganz befonderZ wird ein Bedürfnis; fich zcigcn, wct-n mix der neu grplanten Tikfbau- anlage bki Tarihun, die drumäckst in Anxiriff génommen wrrdcn wird, zu gl€icher Zcit die Nothwendigkéik sicb crgébsn wird, "(JUL Arbsiter für dikse Anlags zu wsrben. Dort findén fich Wohnungsgelegcnbeiten bisher nicht, und es wird drr fiskalischkn Verwaltung die Aufgabk obli€g€11,andi€ser Stckle 61116 Anzahl von Wohnungshäuscrn für Arbeitér zu schaffen.

Auch für Oberschlesisn würds (*I sich .*mpfrblen, (3111? NRW solchsr an Arbeiter zu Vermietbrndsr Häufkr zu bauen. Das System der Gewährung von Prämien und Darlskxen hat in Obrrscbiesien bis jetzt leidrr einen sehr grringen Umfang c'rreicbi. Ich glaube zugeben zu „sollen, daß das nicht ganz ohne Schuld der Verwaltungen g€sch€bcn ist, die zu scharfe Bedingungen gesieklt hat für die be- treffenden Arbeiter, die: fick) Lin cigrncs Haus baUen vatcn. Wir sind nsuerdings don dissen Bedingungen abgrgangen, haben sie gemildert, und es hat sich gezeigt, daß dadurck) x'rböhtr Nachfrage nach Darlehen und Prämien eingetreten ist, und darf darauf gsrecbnet Mrden, daß das so writer geht. Dir? dortigrn Vrrwalfungen Haben auch Eine Reibé von Häusern zur Vermicthnng an Arbeiter bkreitgesielii. Dikse Häuskr aber find, wenigstens zum größten Theil, nicht zu dem ZMck gebaut, um Arbeii€1n Wohnung zu gebén, sondern fis hadén angkkauft werdrn mtissen, weil fie auf Terrain likgeU, wo Koblrn gswonnkn wrrdcn sollten. Diésex Häussr Haben zum thsil durch dén Bergbau xzrliiten, nachher abér. ihre Ständigkeii wiedrr grwonnen. S0 ist aus dirsen für Arbxiter- wohnungkn nicht béstimmten Häusern nachträglich Eine Reihe von Wohnungcn entstanden, dir ich nicht zn dc'n rübmlichste'n Beisviklen dsr Fürsorge für die Arbeitrr rechnsn iann. Sowohl bei der Königs- grube mit einer Bclcgschaft von Ltwu 3600 Mann wie auch bLi d€r Königin Luisengrubs von CUDA 8600 Mann wird reichlich Gelegen- heit sein, aus dem Fonds eins Wodltk'at fiir unsere Arbeiter zu ersifen.

Weniger stark wird daS Wsrürfnif; in den übrigen ßskalischen Bérgbaubetrixbkn sein am Deisler, Lfterwal bei Ibbenbüren und im Harz. Dort ist j.], wi? brkatmt, die arbsitende Bevölkerung größtrntbeils 819611 angkseffrn; wo das adrr nicht dcr Fall ist, werden wir auch dort UUUMLbk in dcr Lags sein, entweder mit dkm System dcr Géwäbrung don Prämien und Darlrbcn etwas schärfer Vorzugeben wic bisbe'r, oder in geeigneten Fällen _ das wird fich3.B. möglicher- weisr in der Stadt Ksauthal-Zellcrfeld zeigkn _ mit der Errichtung Von Misthsbäufern für dir Arbeitcr Vorzugében.

Für dis Bergwerwaltung ist ein ganz besonders dringendes Bedürfniß aber die Schaffung von Wohnungen für die niederen Bsaxriten, die in der That, namentlich in Oberschlesien, mit der Beschaffung ihrer Wohnungen in Einer außergewöhnlich schwierigen Lage find. Auch in Saarbrückkn fehlt es für dis niederkn und mittleren Likamten an geeignsten Disnstwohnungen. In Saarbrücken haben wir nur eWa 54% unserer Unterbeamten, dic jeZt Dienstanungcn Haben, und dort wird es ganz besonders wünschknswertb sein, ihnen die Gele'genbeit der Wohnungen in der Nähe ihrer Betriebsstätrkn zu verschaffen, und so glaubs ich denn behaupten zu dürfen, das; auch für die fiska- lische Berg- und Hüttenvcrwaltang neben dém bisher verfolgten System der Gewährung don Prämien zu eigenen Bauten auch die Errichtung von Mietbsbäusern für Arbeiter und Beamte rinen sehr günstigen Erfolg haben wird.

Von cinem der Herren Vorredner ist ein lcisrr Tadel dahin aus- gesprochen worden, daß die Bedenken hier erst in zweiter Reihe ge- nannt werden, _ ich glaube, es war der Herr Redner von der irki- konseroativen Parisi. MeineHerren, das [irgt ganz sicher nicht daran, daß wir etwa der Meinung wären, für unsere Beamten weniger sorgen zu müssen wie für unsere Arbeiter, sondern es findet dies meines Erachtens einen ganz erklärlicben Grund darin, daß das Haupt- bedürfniß, der größte Theil der Summe, für dis Arbeiterwohnungen außgegeben werden wird und nur ein kleiner Theil für die Beamten.

Nun gestufte ich mir, noch auf cinigs Bkmerkrmgrn kurz ein- zugehcn, wclche die Herren Vorredner zur Vorlage gebracht haben. Es ist unter anderm auch die Besorgnis; nicht als maßgebend br- zxichziet, odcrdoch gcstreift worden, daß durch dis Errichtung dieser Wohnungen ein erhöhter Zuzug von Arbeitdrn aus ländlichen Ver- YZlYYffY IL. thädte „WALZER kÉZWK-,..Y.DÜÖ.. qum“ 111911185 Er- achtens in kkiner Wkise eisitretkn „:“ dds“ kariLerZblUX-er Fall““"seiri,