leiten; fie werde KIU auch bezüglich der ausivärtigen Magen durch diese 'nzipien _leiten _lassen und er, der 5 "nister, rechne auf Erfolg, wenn die Partei ihm volles Vertrauen und volle Unterftüßung gewähre. Der Untertichts-Minifter Wlassics meinte, das Unterhaus werde die beiden Nuntien des Magnatenhauses betreffs der_ beiden kirchenpolitischen Vorlagen einem_ Ausschuß zur baldigsten Berichterstattung zu- weisen; die Regierung halte unbedingt an der Integrität der Prinzipien der beiden Vorlagen fest und wünsche dieselben mit Aufrechterhaltung der Integrität zu (Heseßen zu erheben.
Bei der ErsaTwahl zum Reichstag in Altsokjl wurdc vorgestern er Regierungskandidat Staatssekretär Zsilinsky mit roßer Majorität gegen den Kandidaten der
olkSpartei gewä lt. Frankreich.
Der Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg ist, wie „W. T. B.“_ berichtet, gestern incognito in Paris ein: etroffen und ztatteie dem Herzog von Aumale in hantiUt), wo sich die Prinzessin Clementine bereits befand, einen Besuch ab._
Bei der gestern in Thuin vorgenommenen Stichwahl zur Deputirtenkammer wurde Bailly (Katholik) mit Unterstü ung der gemäßigt Liberalen gewählt; er erhielt 22188 timmen, sein Gegenkandidat LekeniSozialift) nur 22183 Stimmen.
Rußland.
Dic Kaiserin-Wittwe ist, wie „W. T. B.“ berichtet, gestern Abend von Gatschina nach dem Kaukasus ab ?; reist. Der Kaiser und die Kaiserin sowie die nächsZen "amilienangehörigen butter; die Kaiserin-Wittwe, in deren (*Je- olqc sich der Hof-Minister Graf Woronzow-Daschkow be: smbct, zum Bahnhofs begleitet.
Italien.
Der frühere Minister Luzzatti hat, wie „W. T. B.“ meldet, an seine Wähler ein Schreiben gerichtet, worin er 1ich über die Finanzlage verbreitet und zum Schluß den Wunsch ausspricht, daß die äußcrcTFolitik, "die Militärfxaqc nnd die Finanzfrage bis nach den- ahlkämpfen zurückgesteüt werden
mochten. Schwüx
Gestern wurde bei der kantonalen Abstimmung in Zürich das Gescß Über die Erbschaftsstbuer mit obligato- rischer Inventarisation bei jedem Todesfall und Besteuerung aucb des eltsrlichen Erbtbeils mit 34190 gegen 21 378 Stimmén verworfen.
Türkei.
Aus Konstaiitinopel meldet „W. T. B.“, in unter- richt-Jtcn Kreisen daselbst werde vsrficbert, daß die Mittheilungen der auswärtigen Prsffc Über 5811 Inhalt des von W Bot- schaftern Rußlands,Frankr€ichs und Großbritanniens Überreichten Memorandums, betrkffend die Reformen in Armenien, nur auf Mutbmaßungsn beruhten, da die Berichte der Kommission nach nicht voüständia vorlägen. Der am Freitag crfolgtcii Ab: reise des Zweitkn Sekretärs dcr englischen Boiscbaft Lister werde Bedeutung beigelegt, ba dieselbe: auf BcrUfung der englischen Regierung erfolgt sei, was mit der cnglischsn Meetingsbewcgung in dsr armenischen Angelegenheit, die in Konstantinopel ebenso ssbr verstimmt habe wie die Erklärungen des ParlamentS-Sekretärs dee.“- Auswärtigen Amts Sir E. (H r e t), in Zusammenhang gebrack): werde. '
Das zur Tbeilnabme an der Kanalsröffnungsfeicr in Kiel bestimmt gcwcfcne türkische Kriegsschiff „Heibet Numa“ kann wagen Sceuntüchtigkeit nicht abgeben.
Griechenland.
Ter K Önig eröffnete gcstxrn Vormittag im Palast Zavpoin “u Alben di? regionale Ind uitrie:Ausstellung. _ Gcstrrn - acbmitt'ag wurde im Piräus ein Standbild des griechischen Jrcibeitskämpfers Karniskakis feierlich eingeweiht. Ter
önig wurde bci seinem Erscheixien lebhaft begrüßt.
Dcr Großfürst-Thronfalgcr von Rußland bar an Bord des „Polarstkrn“ gsstcrn Nachmittag den Piräus ver: lassen. Die Königliche Familic (_)attc ibn an Bord begleitet.
dTie Munizipalwahlcn imd auf den 14. JUli festgcx'eßt wor cn.
Amerika.
Nack) eiiier Meldung der „Agenzia Stefani“ aus Rio bc Janeiro bat die brayiliatiische Regicrnng der italienisckysn Gesandtschaft ein T ran s aktio ns : Proj eki übor die? schwebende Frage in Bétrsff der Reklamation italieniscber Unter- thancn Überrcicbt. Darnach mird dicbrasilianiscbcRegierung die Gcsammtentschädi ung in baar erlegsn. Di? Vertheilung wird von der italieni?chen Gesandtschaft vorgsnomMLn we'rdcn.
Ans Buenos Aires wird berichtct, daß auf cim im Senat eingebrachte Interpkllation Über das Verhältniß Argcntinien? zu Chile der Minister des AuMärtige-n feine frübere Vernchcrung wiederholt babe, wonach das friedliche Verhältniß bkidcr Staaten nicht bkdroyt sei.
Afieu.
_ Wie dcr „Times“ aus Tientsin von estern qcmcldet mird, iit_ der Vingönig Lio, der Sohn Li:ts ing:fang's, zum Kommismr für die Ucbcrgabe der Insel Formosa an die Japaner ernannt worden.
_ Axis Yokohamg bsrichiet das „Ncutcr'sche Bureau“, dic: Mmiitcr befänden nch auf dem Ni'xckwcgc nach Tokio, wo der Katier nächsten Freitag erwartet werde. Vor seiner Ankunft werde der Kaiser ein Reskript erlassen, worin die Wiédkk: abtretung ds_x Halbinsel Liautbng mitgetheilt wird.
Graf Komatsu, der japanische Oberbefehlshaber, ist vo_n_ _Port Arthur nach Japan abgkreist. Von den sieben Dimfionen der auf der Halbinsel Liautong bcfindlichen Armee wxrbxn nur zwei dort verbleiben. Eine Brigade diescr beiden Timyionen Wird in Wci-Hai:_Wei garnifomeren. Die Kaiser- ixche Gardc gebt nach_F0rm019. Ter Admiral Kabayama Ut zur Ukbernahxne 12111045 Pojtcns als General-Gouvsrneur der Insel Formoya abgereist.
“Der russische Konsul in * okohama hal bekannt gemacht, daß am Ein ang des . afens von Wladiwostok Toryedos ge egt worden sind.
Afrika.
Aus Ma'umga ist d_em_ „W. T. V.“ zufolge die Nach- richt cingetro "en, daß die 1akalavischen Schüßcn, aus dene?) das erste Bataillon des Kolonial-Regimenis bestehe, süböitkich von Marovar) auf_2inc stark? Abtheilung Hovas gettoßkn icicn, die sie lcbbasi _mit dem Bajonett angeariffcn hätten. Die» Hovas seien m1t einem Verlust von 60 Todten
geflohen. Auf franzöfischer Seite seien ein Lieutenant und Zwölx Schüßen, davon _vier sehwer, verwundet worden. Nach- er
_ ätten die Schüßen ein Lager der „Hovas bei Ambademonte eingenommen.
. »
Parlamentarische Nachrichten.
In der krautigen (96) Sißung des Reichstags, welcher der Staatsse etär, StaaW-Mnifter Dr. von Boetticher, sowie die Staatssekretäre Nieberding und ])r. Graf von Posadowsky beiwohnten, wurde zunächst der Gesc entwurf, betreffend die Bestrafung des Sklavenrau s und Sklavenhandels, beratben.
Abg.Rimpau (nl.) erkannte an, daß der Ges? entwurf eine Fückf lil? der Gesetzgebung ausfüUe, und erklärte seine uftimmung zu
em e en. ._
Abg. Groxber (senkt.) gab der Ansicht Ausdruck, die Haupt- sache sei, auch die außerhalb der deutschen Schutzgebiete vorgenommenen Sklavenjagden zu bestrafen. Es empfehle sich, neben der im Geseßkntwurf _vorgesebenep Freiheitsstrafe auch eine bobe Geldstrafe einzuführen, wie fie schon in der (_Hesevgebung anderer Länder bestehe.
Abg. Graf_b0n Bernftorfs-Lauenburg (Rp.) bedauerte, daß man nicht jeyt 1chon einen Termin festgesetzt habe, bis zu welchem die SklaVerei in den deutschen Schußgebieten aufgebört baden müffk. Follangel man den Sklavenkauf nicht verbiete, werde man nicht zum
16 e ge angen. _ Hierauf nabm Fer Direktor der Kolonialabtbeilung im Aus- wartige'n Amt 1)r. Kayser das Wort.
(Schluß des Blattes.)
_ Die Schlußberichte über die vorgeftribgen Sißungen de§ Herrenhauses und des Hauses der A geordneten befinden fich m der Ersten Beilage.
_ Die bxutTiZe _(17.) Sißung des Herrenhauses, welcher der JUMz- inijter Schönstedt beiwohnte, wurde um 11/4 Uhr vom Präsidenten Fürsten zu Stolberg eröffnet.
Neu eingbtreten in das Haus ist Ober-Vür_ ermeister Haken ( Stettin), neu berufen Burgermeister Adol? (Frank- furt a. O.).
Die zu erwaxtenden Geseßentwürfc über Stempelsteuer und Erbschaftssteu er wurden einerbesonderen Kommission von _15 Mitgliedern, die (Hefeßentwürfe Über Verpflegungs- ytaiionen,_Jagdscheine, ÜberAbänderung dcs Kommunal- Steuergeießes der (Hemeindekommission, der Geseßentwurf uber Wohnungsverhälinisse der Arbeiter und unteren Beamten de'r Finanzkommisston überwiesen.
_ Eine Petiiion von Weser: Schiffahrtsinter: csxentsti, betrcsfend die gleichmäßige Vertiefung der L_be_rmeibr, wurd? der Regierung als Material Über: wxeicnx nachbxm Landgraf Alexis von Hessen und ber-Burchciiier Westerburg die Pejition befürwortet a en.
_ Der (Heseßcntwurf, betreffend die Fischsrei der Ufer- eigentbüm9_r in den Privatflüsscn der Rheinprovinz, wurdo aui Aixtrag dcs Berichterstattsrs Herrn von Bem- berg-Flamcrsheim in cinmaligcr Schlußbcrathung 611 510€ angenommen.
(Schluß des Blattes.)
_ _ _ Tris HMS Zxr Abgeordneten verbandclte in i_smcr [1211119611 (68) Sißuxig, M welchcr der Minister für Y_andel 11115 Gcmcrbc_ Fkkihkkk bon Berlepscb und der F111Ü11Z;M1nlitkk [)1". Miquel zugegen warsn, Über den Antrag der Abgg. T)]: Arendt u. Gen.:
Tas_ Hauk: bcr _AbgsoranFen WOÜL beschließen:
_ Dic Konrgliche_ Staatéregisrung aufzufordern, den Hsrrn NL_1ckIÜUJ[ST_ zu cr1uch€n, unbefäumt mid nachdrücklich aUe dic- ]smgxn Schritt? zu thun, Miche gksignct sind, zu einer inter- nat10_xia1€_n ngelung dcr Wäbrungsfrage mit dem Endziel cinés in_kernativnakcnBimetallismus zuführen.
DLT Abg.1)k.Rtntelen(Zt1-.) bkantragtk, für den “all 'ke'r Annabnix disser Résblution darin die Worte ,mit dem ndziel cines tiiterziationalen Bimetallißmus“ zu streichen.
Abg. Freibérx bkn chliy und NSUkikÖ (frkons.) stellt? dm Antraxx, nacb Tle'kn Worten €inzuschaltkm „cinschließlicb Englands“. *
_ Abg. Aksrikt fir. fbns.) iübrte 5st Dcr R8ichskanzler babs im RstcbÖ-rax, in17)-_el'ru.:r Erklärt, cr WOÜC in ki-se'r €?räge mit rin vxrbimdetsx) RegikrUngcn iii Erwägunsen eianxln. Nach seiner im OkkkkanU'kagkgkkkUM Erklärung sei nun an die Verbündeten Régik- rUnthi Sin Sebretbkn Ergangkn. Ta €rscheine es angemessen, daß die brsuxixche Volksbsrtrstung Stküung zur Währungsfmge ncbmx. In 5871 rr€i_Mbnat€_n isi Mitac nichts gisÖSbM, als daß j€n€ Zuschrift an die' ':e'xbxmdkic'n Régikrunge'n Crgangkn ski. T-sr korlikgknbe Antrag soUe? n_ack;dr:zcklick karauf binweiisn, daß die kkibrd-krlichkn Schritte mög- lt_ck1t 1chnsl1 gctban Wkrkén müssen. _De'r Antrag wolle durchaus nicht:“; Anderxg, al? (“(-7 Réickoétagsbssckiwß; Tenn eine internationale Re,;kbmg dsr Wäbriingsirage obne: ka-Z Endzisl des intér- nannalkn_ Bitn_§talli§mus ski eiiie Unmöglickykeit. _ Dcr Antrgg Nmi-xlxii isi nxr ein iaktisckyks Manöver ker Goldwährungs- Darm, ZW 311_ *_chwach ski, Yin mit Offenen Waisen zu kämpfe'n. Der Staatsratb 181 über k!“? Haltung dxs Reichskanzlsrs im Rsichstag binauZ'Sx-anxsn; T_enri :“: [Jabs nicht, wie “kisskr, gewünscht, daß man bqrßébc, vbnc dsr Reicb-Z'rabrunzi ;U bräjudizie'rxn. Jm Hkrrsnbause sé! (“x_r _g_le1ch€ Antrag, wis ber Abg. Rintslén ibn gsstkklt babe, trcß _dsr Bxx'urwvxiung ruxch Ten Minister-Präsidcntkn, gefallen. Es „ski i_m Hsrrcnbaiiw ka? crits Mal rassier, daß ein bvm Minister-Prä- NDSNWTEMOLUUMU Antrag abg€l€bnt worden ssi.
(.“:cblus des“ Blattes.)
__ Tic T's. Komrxiisiion des Reichstags zur Vorberatbung ?lS kaxxxxntrrurié, bétrxrssnd die Abändsrung des Branntwein- 1ÉLULTJL'LZ_SÖ vom 24. Juni 1887, bat ibre Beratbungen bcendet und den Bkrtcht darübkr dcm R6ich§ta§ vorgelkgt.
__Amtlicbes Ei?;ebniß dcr Reichsta s:Stichwak_1l im 14. Wurttembéxgi chen Wahlkreise JGeislingenÖc-idcn: hctm-Ulm): Jn§ge1ammt wurden 17 250 Stimmen abgearben; davonxrbielten: Hacbnlc (Dem.) 9626, Ehmann (fr."kons.) 7624 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. “
„_ _ Im Hause der Abgeordneten ifi von dem Abg.1)r. Rintclkn folgeyde Jnterbellation__eingebracht worden:
Der Untxrzktcbnete stellt an die Königliäye Staatsregierung dic 5L_Lnfrcxge, ob T_iesklbe beabsichtigt, den Erlaß des Ministers der meist- ltchcn, Unxexrrtchts- und Medizixml-Angrlegsnbeitkn 1)1*. Falk, betreffend den kafbb__lixch€n _Rc'ligionsunte'rricht m den Volksschulen, vom 18. Fe- bruczr_18-6, aizsiubebkn und bkzüglicb der Ertbeilung des katholischen ReligionSiintZri-ichts in “den Volksschulen eine anderweiie Regelung unter_Bc_ruck11chtigung des Dogmas der römisch-katbolischen Kirche bcrbeizumbren ?
Entscheidungen des Reichsgerichts. Nach § 361 1 21 des preußischen Allgemeinen Landrechts kann
seine Zuziebung, erfolgten freiwilli en Veräu erun d„ Pacht- oder Mietbögrundstücks von _dem ontrakt a lema? ab- geben. Bezug auf _diese Bestimmung hat das NÜMn-jeht 7. Zivilsenat, durcb Urtbnl vom_22. Dezember 1894 außgespr ' zwar _ der Miether nicbt verp_flichtet ist sofort nach erlangter Kenntnxß von der freiwilligen Veräu erung des Grundstücks fich für die weitere Geltuxig oder für die Aufhebung des Miethsvertrags zu entscheiden, vielmehr dixse Entscheidung sich bis zu dem für den Antritt der Mietbe bestimmten Tage vorbehalten kann, daß aber der Mietber, sobald er sich ent- schieden bat, von der Entscheidung ni t wieder zurücktreten kann. Ferner hat das Reichsgericht dur dasselbe Urtbeil in“ 23er auf die gedachte Besiimxnung ausgesprochen, daß der Miether dur tbatsächliches Etnz_teben _in_dte Wohnung vor “Lem Beginn der Mietbözeit oder durch eme schriftliche oder mündliche Erklärung für die weitere Geltung dxs Mietbsvertrages sich seines Rücktritts. rechts vom Vertrage begikbt. .Der durch den Verkauf der der- mietbeten, dem Mietber aber noch nicht übergebenen Sache für dyn Kaufer, der um den Mietbvarc-g Weiß„ eintretende RechtSzustand "xst nicbt, wie der Rebrfionsbeklagte ausgeführt hat, der, daß zwischen ihm und dem Mietber noch kein V2rtrag§verbältniß besteht, sondern 2 r_ist an den Mietbsvertrag gebunden, während es von dem Willen des Mietbers abhangt, von ibm die Erfüllung des Mietbsvertrags ju de_rlqugen oder nicbt. Dieser Zustand der RechtIunficherbeit des Kausch muß aber sein_ Ende erreichen, sobald der Mietber fich durch rechtSVerbindliche Erklarung, sei es für den Rücktritt, sei es für kj?
durch den ertrag erworbenks Reck-t zur _Sache nicht bestehen kann obne_die entibrechenden Vcrtra Spflichten, xo liegt in der verbindlichen Erklarung, von dem Rechte ebrauch machen zu wollen, auch bis Uebernahme, und in der Erklärung, _von dem Rechte nicht Gebrauch macbkn zu wollen, die Ablebnnng dikrer Pflichten. Damit würde ein Nxcht des Mietbers, auch noch von der dem Käufer gegknüber einmal abgc'gebenen Erklärun wieder zurückzutreten und MT noch seinen Entschluß über Erfü ung des Vertrages oder Rücktritt zu wecbfkln, nicbt bereitibar_sein, und ein solches Recht ist auch durch bis geie . lichen Vorkcbristen dem Mietber _nicht gegeben. Zu entscheiden ist (1110 nur, welche Form die Erklarung des Mietbers, und zwar biér die Erklärung, daß dam Käufer ge enüber der Miethbertrag geftsn so_lle, haben muß; um recbtsverbinb ich und damit unwiderruflich zu Lem. DasBeruwngsgeriM verlangt für diescErklärung die Schrift. orm wexxrgftens dann,_ wenn es sieh, wie bier, um eine Erklärung 139: dem für _dkn Antritt der Miktbe festgestellten Tage handelt. . . . Eme_mü_n_ d_l iche Erklarung muß überal] da ais aus*reicbend gelten, wo kme ittüxcbxveigende Erklärung_g€nügt. Nun kann es aber, womit auch das BsrusungMCricht überxinjtimmt, gewiß nicht als die Absicht des § 361 1 21 A. L.-R. angsieben werdcn, daß dsr Mietber einer Wohnung äUch dann chi; von 56:11 Vertrage? soÜe zurücktreten dürfen, wenri er, nachdem zwiicbsn dem Abschluß dss Mietbsbertrags und dsm Antrittsiermine der Eigentbümer dsr Wohnung gewechselt bat, tbax. sgckslicky in Die Wohnung eingezogen ist. Und doch kann die hiermit eintretende _Gebundknbeit _dés Miétbers an den ganzen Vertrag nur aus de_r m dem Einziehen liegenden stillschweigendkn Vertrags. gepebmigung gegsnüber dcm neuem Ei entbümer erklärt werden. _ Dic Anxique, chi; ein€_ mündlicZe Erklärung des Mistbers bi_nb€1_1_d_ iki, Entspxicth übrißens auch aÜein dem praktischen Bc. dzxrrmne; _ Der Kauser einkÖ Gxundstücks, welch€r Weiß, daß ck zu einem „spateren Termine bermietbet o_der Verpachtet ist, ist an den Mtetb- (_Pacht-) Yertxag gsbu_nden, iobald der Mistber (Pächtkr) ('s xrill. Eine _Friyt mir seine Entscheidung stkllt das Gesetz dkm Mistbcx Ulcht. Der Käufer ist also gezwungen, nicht im:: das Grunkituckq zur V€rsügung des Miktbers zu balken, [911115187267 andere_11__Di.-bbiition über die Bknuyung des Grundstücks fur die v§rirag§magige Miétbzkit fich z_u begeben, sondern er muß auch all? erandkrungen an dem Grundstück vornehmen, die sich dsf Mietbex Etwa au§b€dungcn batte, _ alles auf die Gefahr bin, dax"; „schlikxlicb bsy Mie_t[)€r doch zurückkritt. Es ist eine unerläßlich? Aus- glktcbnng Tixier Harte, dai; man den Mietber mindestens dann für gebunden €rachkei,_wenn kr sich auch nur mündlich für dié GSÜLMJ kes Vertrazks Entxchiedsn bat.“ (245/94)
Entscheidungen des Ober-Verwaltuugsgerichts.
komménstkuergeseßes b m 14. Juni 1891: „ ,Die Vermxbrung dcs Einkommyns während des [Quiendcri Zisucrjabrcs bkgründet ksink Veränderung in der schon cr- 70181611 Veranwgung. Tritt die Vermehrung infolge eimpß Erbanialls cin, so smd die Erben cnisprcckysnk dsr Vér- msbryng ibrss Einkomme'ns andkrweit zu bcranlagbn ;:nd sur E11trickfung dcr Stkuer von dem Beginn dks auf Mi 2115111" _ dsr Erbschaft _iolgsnden Monat?- ab verbilichtst“ _ m." das (981181 der Kommunalbcsteuerung ist, nach einam Uribeil dss Ibkr-ZZNrraltungsgkrichts, 1]. Senats, vom 31. Oktobkr 1894, mit_ RÜckUÖT auf di? noch in Geltung stkbenden §§ 6 und 14 des ©619H€I_üb€r die Vkriäbrungsfxistsn bei öffkntlickpkn Abßaben bb..1 18. Juni 1840 unzulassig _ X. Wurde infolge eines im Februar 1893 eingcixkjsnen Exbanfaüs in seiner pro 1892-93 Veranlagtxn Staats-Emkommemtsuer nachträglich um 143,67 „FQ erböbt, Md Dic Stadtgcmeiyde erböbte dementsprechend für die gedachte Zeit kik Gexnkinde - Einkommensteuer. Der biérgkgen von X. Orbkkan Kiags wurdc Vom Bezirks-Ausscbuß kntsprcch€m und auf die Rcbisicn rer bkklagtéxi Stadtgeméinde wurdc dic Vorcntscbeiduno vom Lb??- Vkrwatixngsgsricbt bkstätigt, ind-Em LÖ begründend ausführte: „Z" Tcxn bik§ieilig€n Béscbsirs vom 15. Ssbtémber 1894 ist näher aus- géxübrt worden, das; der Versuch der Beklagten, den ? 57 dés Ein- kommensteu-ngeskßks wm 24. Juni 1891 auf das Ge iet dkr Kym-
Uéberrragung die noch in Geltung stehenden § 6 und 14 des Esseßes vom 18. Jimi 1840 Luigkgenständsn. Bei diksem Bescheid bat iick) bie Béklagie indesisn nicht beruhigt. sondkrn den Antrag auf Ar.- béraumung ber münk1ich€n Ve'rbandlung gestelit und dabei gxlka gkmacht, dat"; ks inkonssqnent sch€in?, einerséits dem § 57 „1. a. ?.H- _die Aqwendbarksit auf die' Kommunalbesteuerung zu Versagen, andkrex- ieits diefelbe _ wie in dsr Judikatur des Ober- Vsrwaltungégericbté fe'itstkbe _ ben §§ 18 und 19 des Einkommensteuergeseßes vom 24. IMF 1891 i_bktreffend die Ermä'igung der Steuersätze mit Rücksicht »? die besonke'cén VerbältniKe kes Stkucrvflicbiigsn) zuzuerkénnxx. _ Tikskk Angriff ist nicht bégründet, Es ist den Stadtgemeinden im allgemeinkn UUbLnOMMM, bie Veranlaaungsgrundsäye der StML- Einkommenixeu-r im Wege regulativmäßiger Satzungen aucb xür k!? Gemeinde - Einkommsnsteuer als bindend zu erklären. Dock) finrsT diesx Befu-eriß ihre Gre'nzein dknjknigen positivkn Bestimmungen dk; GUSZZLÖUUZ, die fich_cxls Kantelen zu Gunsten der Zensiten qual:- fizieren. Eine iolcbe Kamel “ist in dem, für die Stadtqemeinkcn ZU! Zeit noch maßgebsnken § 6 des (Höseßeß vom 18. Juni 1840 ZU erblicken, und aus diesem Grunde Erscheint (mib die Beklagte, obicbc'k! nacb Inhalt des örtlichen Regulativs die Veranla ung der pbyULÉTU Perionen ZU!" Gemeinde-Einkommensteuer unter ??ntvendung dsr 7127 die . Einscbä ung“ zur Staqts - Einkommensteuer geltenrcn Gxundsäys zu gk1cheben bat, nicht befugt, ken § 57 des GeseßeH VW 24. Juni 1891 dem Kläger gegenüber zur Anwendung zu LMM"- wäbrcnd es nur dem lokalen Recht Entsprechen würde, gegebsnxn'alls die §§ 18 Und 19 a. a. O. anzuwendsn.“ (11. 1473.)
Statistik und Volkswirthsehaft.
_ _ Zur Arbeiterbemeguna. _ Aus Kaiikrslautern wird der „Köln. Ztg.“ über des AZ““ stand in de Kammgarnspinnerei (vgl. Nr. 119 d, Bb,) welt?!
der Pächter oder Mietber bei einer, bot der Uebergabe, obne
v
berichtet; Von 1500 Arbeitern sind 700 in den Ausstand eingetkkls“?
Erfüüung des Vertrags mit dem Käufer, en1schieden hat. Weil sein.
Eine Uebertragung der Bkslimmung des §57 dcs CTP.-
munakbésiSUkrungzu übertragén, desbalb abweZig fei, rvkil einer solch?" .
. der Betrieb W jedoch weiter. Ein gleichzeitig außgebrocbener Aus-
staub m der mwollspinnerei zu _Lamp ertömüble wurde durch Mdrobun sofortiger EnYafsung beigelegt.
In Egllricb ist, wie der .Mgdb. th.“ aus qudbausen ge- schrieben wird, am vorißen Montag em Ausktand sämmtlicher Maurer und Zimmerleute ange rochen, weil die Mester die Verlangte Lobu- «höhung von 3 „3 für die Stunde nicht bewilligt haben.
Bauten,
Einen Wettbewerb um Pläne für ein neues Provinzial- Museum in Hannover schreibt dem .Zentr.-Bl. der Vany.“ zu- olge das Landes-Direktoriuzn daselbst unter den deutschen Architekten aus- Die Arbeiten sind bts_zum15._September einzureichen. Jm Preisgericht sißen der Gebxime Rk_gierungs-Ratb a. D. Profeffyr
se in Hannover, der Geheime Regierungs-Ratb Profeffor Ende tn Julin, der Landes-Direktor Müller, der Landes-Bauratb Franck, der Museums-Direkwr Dr. Reimers, der Stadt-Direktor Tramm, der Stadt - Baurat!) Bokelberg, der Bauratb Profeffor Köhler, der Senator Baurat!) Wallbrecbt, _leßiere fieben sämmtlich in Hannober, sowie der Baurat!) Professor Giese in Dresden und der Aréitekt Martin Haller in Hamburg. Außer dem Lageplan (1:500) md sämmtliche Zeichnungen tm Maßstabe ]:200 verlangt, auch ein Schaubild soll nach diesem Maßstab ge- Sertigt werden. Zusammßn steherx 14000 „;ck zur Verfügung; welche vertbeilt werden sollen in Preixen von 6000, 4000 und 2000 .“ Außeidem könnkn 9111521118 weitere Entwürfe für €j_Z_1000 5,14 abgekauft werdxn. Die Unterlagkn berfendct das Landes-„rrektbrium m Han- nover kostenlos.
Gefundheitétvesen, Thierkrankheiten und Absperruugs- Maßregeln.
Jud ien.
Turck) Verfügung der Lokal-Regierung in Bombay Vom 29. 13.237. ist biS auf weiteres in den Häfen von Aden, Perim und der Somali- küste vom 24. b. M. ab gegen Herkünfte aus den Rothen Meer-Häfxn reg Hedjaz wegen Cholera und Vom 15_. b. M. ab gech Herkünfte „ms Dkk: Häfen des Rothen Meeres zwixchen Lit!) und obaba wegen Msi Quarantäne angeordnet worden.
Handel und Genoerbe.
Das auf Grund einer VereinbarunYzwischenbcr _Kolqnial- Abtheilung des Auswärtigen Amts, "oer -_eutsch-O1tafrrk_amsch_en (Heseklschaft und der Deutschen Bank zu bildende Com1té fur den Bau einer ostafrikanischen Zentralbabn hat sich in einer am 17. April d. J., 11) Gegenwart des Direktors der Kolonial-Abtheilung, Wirklichen_ Ge: beimcn LegationS-Raths 1)1'. Kayser abgehaltenen Sißung konstituiert. Mm Comité gehören nachstehende Zerren als Mitglieder an: Geheimer Kommerzien-Raih 1)r. schel- Yäuser aus Dessau, Seine Durchlaucht Prinz u Arenberg, *eichsiags-Abgeordneter, Wirklicher Legations- ath Hellwig, Direktor der Deutschen Bank ])r. ©. Siemens, Eisenbahn: Direktor a. D. Bormann, Ober:Negierun S-Ratk) Magnus, Banquier Karl von der Heydt, Direktor KlüpZexxaus Esjen a. R., Direktor der Ostafrikani chen Gesellschaft Asscmor a. D. Lucas.
Der Vorsiß in dem Comité ist dem Geheimen Kommerzien- Ratl) Oechelbäuser übertragen worden; zum stellvertretenden Vorfißcnden Wurde Direkwr Vr. Siemens und zum Geschäfts- führer des Comités der Yeichfulls anwesende mit Führung des Protokolls betraute cchtSanwalt ]))". (Fanber erwählt. Nach Fassung verschiedener, den Eintritt dc? - onntés in seine kigentliche Thätigkeit vorbereitender Beschlüise wurde_ auf Vor- schlag des Vorsißenden für die nächste ComitÉ-Sißung der Monat “Juni 13. J. in Aussicht genommen.
Verdingungeu im Auslande.
Niederlande. _ __
28, Mai, 12 Uhr. Bureau des Fortifikations-Aumebérs zu Rvsrmond: Lieferung dsr Matsrialien fü; Ausbefferung_ der Militärgébäude zu ROSrmond und dcren AußsüerunZ. Schaßung 3450 [. Bedingungsbest liegt born 20. Mai ab tm affeebaus bon Tb. ermens, Hamstraat, zur Einsicht aus. Aquunst ist beim Fortifikations-Ausseber zu Roermond zu e_rfragexi, bei welchem_ aich Yom le t enannten Tage ab gestempelt? Einscbrkibkformulare erbaltltcb “ind. Lettenabgabe bis zum 27. d. M., _3 Uhr. _
28. Mai, 911 Uhr. Bureau dcs Fortifikations-«ch1btausiebZyx.€ _zU V€_nlo: 3. Lieferung der Materialien für Ausbsiierung ker Militar- Zibaude auf dem Schießplas bei Venlo und Auéfiibrung der erforder- ltch€n Arbeiten. (Scbäyung 5130 Fl.) b. _Hersteklung und Aquéffe- Mig der Dächer, sowie Erneuerung des Fußbodens der Yar? in den qukrnen und Ställen zu Venlo. (Schäyung 3270 l.) _ )edmgungs- Seits lie en vom 20. d. M. ab im Kaffeehaus Bee, anx der quade, M Ein icht aus. Auskünfte ertbeilt der Fortifikations-Faubxauiyeber FLY Venlo, bei welchm aucb bom léßtgknannten Tage (: _gcitempklte Einschreibeformulare erhältlich sind. Öffertenabgabe bis zum 27. T* *; k.
Rumänien. _
5. Juni. Gensral-Direktion der Posten und Telegrabben in Bukarest: Lieferung von 4000 Elementen Callaizk. _
__ „ 13. Juni. General-Direktion des Sanitätsdienstes in Bukarest: Lieferung Von 280 eisernen Betten. Dänemark. _ _
_ 25. Mai, 1 Uhr. Staatöbqbnberwaliung (MaHkxnafdelmgens LMWik, Colbjörnsenéaade 6) Kobenba_?€n: _Lixserung von: “(WPfundtrockenem Bleiweiß, 200Pfund E! enmenge, 1100 Pfund Ktßnruß, 300 Pfund beÜer Umbra, 15000 Pfund «oda, 4000 fund wenchLr grüner ober brauner Seife, 150 Pmnd Leim; 2500 rund YOUNG, 200 Pfund Borax, 1000 Pfund Terpentmol, 500 fund _»?Viritus rim", 1000 Pfund Puypulver. Bedingungen und Angebots- WNZWlare an Ort und Stelle und beim .Neicbs-Anzeiger' (m “Mischer Sprache), . L_Z- Mai. Dirsacjousy f0r§j110553Y68115t31r8u(eren-Anstali) kn Viborg: Lieferung von: 700 Ellen balbwollenem Zeug, 1950 Ellen Baumwoüenzeu , 200 Ellen Flachslemewanb„ 3000 EUen DIMM, 400 Ellen Zwistleinewand, 400 Ellen Strtz, 180 Ellen Mobelfirß, 1650 EUen Wer leinewand, 500 Ellen Rankin, 700 Ellen „NW, 1645 Ellen Drilli , 100 Ellen pommertscher Zeinewanb, 200_ Ellen Polster, 50 Cam Bombafin, 50 Stück l_stucbern. fur Manner, 50 Stück Halstüchern für Weiber, 100 tuck Ta1_ch_en- MHM!- 1000 Ellen ungebleichten Litzen, 1000 Ellen by. Driütch-
Ud, _1000 Ellen do. Schützenbund, 1500 EÜen__wenzem Band, _10 §JJackeren Weißen ZKM, 30 äckcben weißem Rollgarn, ?(), Packchen sch1varzem ollgarn, 10 ollen _schwarzem Maschtxien- “"VW-F0 Rollen ungebleichtem Maschinenzwtrn,_20 Groß kleinen Zinkknopfen, 20 Groß schwarzen knöchernen Knopfen, 1000 Paar 1chwürzen Hefteln, 200 aar Folzsckyusen. Bedm unZenßur Ansicht “" Ort und Stelle. S riftli eAngebote mit der uf christ: „DSW- WUW 81“ &]sm'xn'czr' m. 7.“
Verkehrs-Austalteu.
, Die Zeitschrift für den internationJalen Eiienbabn- brän8porx-_ di? von dem Zentralamt in Bern herausgegeben wird, A*" i1,1 der Nr. 5 des 111.Jabrgangs für Mai 1895 folgknd_en_ Inhalt: thlicher Theil. Gelskße und VOUzugs-Verordnungen. _ _Ltesermften. beerjetchniß der Zusck) agfristen; Desinfektion der zum Viebtxans ort mxwendete" Wagen 2c., Bestimmungen hinsichtlich derselben nxD ne- in Fk“ tali-n, den Niederlanden, Naßland; Vermerke und Erklarungen
m rachtbchfkkk " AUS dem Geschäftskreise des Zentralamts._
Nichtamtli Theil. Rechtsprechung; Verschiedene Mittheilun en. _ VMM. der internationalenTarife. _ Bücherschau. g
Der Schnelldampfer , V e e n d a m' der Niederländisch-Amerikanisehen IZFampfschiffabrtS-Gesellschaft ist am 18. Mai in New-York an- g ommen.
Neumüblen i. Holstein, 18.-Mai._ (W. _T. B.) Der neue, von der Firma Sartori und Berger tt_1 Kiel auf dem Howalds- werke erbaute Dampfer ist heute Mittag vom Stapel elaufen. Der Ober-Präsident bon Stexymann taufte _das ür den Zo stdienst von Kiel nach Korsör bestimmte Schiff rnit Allerböchster
Lnkbmigung „Prinz Adalbert“.
Aschaffenburg, 19. Dkai. (W. T. B_.) In der Emeral- versammlung des Bayerischen Kanalveretns, welcbe beute in (ngenwart des Prinzen Ludwig und untexr dem Vorsiy des Buxgermeifters von Schub-Nürnberg stattfand, hielten Professor Lotz- M_unchkn und der Sekretär das Vereins Or. Zoepfl -Nürnberg Vor- trage. Anwesend waren etWa 250 Theilnebmer, darunter der Vorstand des Deutschen Zentralvereins für Binnenschiffabrt, O_er-Regierungs- Rath Wittich- erlin. Es Wurde beschlsffen, im nachsten Jahre die Gensralberfammlung in Nüxrnberg abzubaltcri. Morgen findet Line ZabF nach Frankfurt a. M. statt zur Besichtigung des Uute'rmain- ana .
Bremen, 19. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Postdampfer .Wittekind' ist am 17. Mai Morgens in New-York angekommen. -Der Reicbs-Postdampser „Prinz Feinrich' ist am 17. Mai in Aden angekommen. Dex Rerclys-
o_stdampfer .;Yrinz-Regent Luitpold“ ist am 17. Mai Abends auf der We er an ekommen. Der Postdamvfer .Oldenburg' hat am 17. Mai bends Dober bassiert. Dsr Postrambier .Endeavvur“ ist am 18. Mai Morgens in Gravesend anße- kommexi. Der Reichs-Pofidamvfer „Bayern“ ist am 18. Mai Nachmittags auf der Weist an ekommen.
_ amburZ, 18. Mai. (ZL. T. B.) Hamburg-Amer_i- kant_ch_e _Pa etiabrt-Aktiengesellschaft. Der Posibampxer .Pbontcia' und dsr _Scbnelldamvfer .Columbia' smd gestern Abend und der Postdampier „Suevia' ist heute früh in Cuxhaven angekommen.
_ Triest, 19._Mai. (W. T. B.) Der Llovddamvfer „Electra“ ist, von Konstantinopel kommend, beute Mitta bier eingetroffen.
St; Petersburg, 18. Mai. (W. T. ZZ.) Zu dem binnkn kurzsm m Lbndqn stattfindenden internationalkn Eisenbahn- KonÉreß ward die rusfi1che Re kerung drei Delegirtc enxskndcn.
bfia, 19. Mai. (W. E. B.) In einer Konferknz bon Dxlegirtxn der ungarischen, serbischen, bulgarischen und orientaltsch€n Babnsn wurde nach beendeter Beratbung sin Pr_otok9clb1 ütber das Einbernebmkn über kac'rmen des Dienstreglcmknts un erzet ne.
Theater und Musik.
_ _Königlicbxs Opernhaus. _ _ Obichon fick) die Tbeatersaiibn dem Exidc zuneigt, bat die Lciiung des Königlichen Opernhauses dem Kienzlschen .Evangelimann_“ am Sonnabsnb noch sine zweite neue Over folgen lassen: die nut ?in- lehnung an G._ bon Amyntoris gleichnamigsn Roman von Franz KovveT-Ellxeld dramatifiertk und Von Reinhold Bc? er tn Drésden komponisrte breiaktige Trek . rauenlob“. Nack) dem ersten Akt war der BeifaU warm und t; dsr Komponth konnte mehrere Male erschöinen, und auch nach dcn beiden folgenden Akten ab 88, obwohl die Stimmung _maiter wurde» noch * eifallsfreudige genug, dis dén Komponistezz zu sehen wünschtcn. Dennoch ist die Oper textlich wie mufikaltich nnr eiiie Alltagskricbxinung. _ .Frauenlob', wie dsr Beiname_ dé-ÉL 1318 gestorbenen Minnesängers Heinrich von Meißen (zur Meise) l_mztst, war ein fabrknder Sangxr; seinen Beinamen bat er von einigen Streitgedichten, in denen er das Wort „Frau“ de_m Worte „Weiß“ vorzieht, In der Oper erscheint sr zu Mainz in bxr Johannisnacbt, ob leich der Blutbann über_ ihr! Verbängt ist, denn er hat in ebrli em Zweikampf den Vatkr Yildegunbjs ericblagßn. Isst, nach zehn Jahren, ist er bsimgckebrt und fiebt_ tldegund beim Tanz. Sein Herz wird entzündst, und auch fix: liebt ! n wieder. Da erkennt eine Zigeunerin, Sizyga, die von Heinrich Vater eniebrt worden ist, den jungen Hkinrich und tbeit ibxe Entdeckung dém Italiener Servazio mit, der um Hilkegund steif. Dikser x_viÜ Frauenlob géfangen nkbmkn; doch wikérseyén sich dem Anschlag ikin reund Wolf bon Tburneisen und die Sterqmesgilds, die Fraiiknwb's „ieder liebt und singt. Endlich wird die Entxcheidung Über _rauenlbb's Schicksal dém Kaiser Ludwig übertragen, Ti? Schaar der Steinmeßén bittet um Gnads für dM Sänger, und Ekelfrazien ersch€i_n_en in langem Zugk, um für 1Ein Leben zu JSÖM. Schließlich übkrlaxzt dsr Kaiser Hilbegunb die Entscheidung, ob dkr Mérdsr ibres Vatérs dkn Tod verdient. Sie abcr bkrzeibt ibm. Untcr dem Inch de5_V_ol_ks segnet dsr Kaiser ibrxn Bund und ladet ganz Mainz zurYocszertsieier ein. Nun kommt Ein tbxatralischbr Coup, der _im Publikum Kopf- schüttéln, sogar Lächclii bCrbOrrisf: dis Zigeuncrm _Lricbsmt mzd reicht Servazio ('in Fläschch§n Gift. Dixie): ichüttet (?_s m kim'n _mit Weixi gefüUten Pbkal und reich! ibn_Frauenlob dar. Yilbsguxik trinki znexyt und dann kk!" Sänger. Sofort triit die Wixxunxx cm, und_ beide stsrben. Den Sänger absr tragen, 11313 aucb b11t_0ri!ch b? laubigt isi, Zrauxn zu Grabs, während _rer Kaiier Ludwig de_r * avqr dem rauerzugs folgt. _ Dkk xarbloscn ,_ mancbmizl sogar dtlxttan- tischen Dichtung entsprach die PÖVÜWUOMlLlOsS Mußt. Yon NSiqbc-[d Becker nd eins Rsibe bübscher (558751196 beka_nnt, und [Ein Frubltngs- lied (. enn der Fxüblinq auf die Bexge steigt“) gßbort z_u d_en bx- liebtestsn Liedern gesangbflégender Faxnilien. _ Dkk Komponist rst seit Jahren Dirisent Lines Drksdener GkianJVLrems, und so _bestebx dünn aucb skins Ober lediglich aus cinér Reibe mehr oder wen1g_er bubscher Lieder, die selten Originalität zeigen. Servazw, der Jntxigani, x_vird skntimental, nur damit der Komponist Einxntsprkchxndxs Lied einfugen kann. Gleich darauf spielt eine BalkoZ - Scene_wr€ in „Romeo und Julia“, und wiederum folgen Lieder. “So rankt 11:17 der _prxu vqlks- Tbümlich gedachtlr Gesänge durch die ganze Oper und gtsbt tbr; einem ziemlich eintönigen Cbarxktxr. _ Reizend war der Neigen im ersten Akt: er weckte diE Hoffnung, bas; Begker aus dem Schatz des volkstbümlickpen Lebens im _ Mittelczlter escböpft babe. Aber nach und nach verlor fich„das_uatwnale, frische semant, und Gesangvereins-Motive _mach_ten 11ch m den tragischsten Scenen aUzubreit. Die Jnsiruxnentatwn ist voll und sanft xe n9ch der Situation, aber nur so einfach gedacht m_id_ erfuriden, wxe _dtes jeder gute Mufiker leisten würde. Charaxtertstiscb _fur die [_vri_sche Be abung Bkcker's ist seine Vorliebe fur die Harfe; in_deß fo fuß ihre per enden Töne für die Balkonscene p_affen, io unmog tch erscheint ibreVerWendung in tragischen Augenblicken. _ Wenn der qupomst nach jedem Akt erscheinen durfte, so verdankte er diese Ehre nicht zum eringften Theil der stimmungßvollen Ausstattung und _der fein- mnigen Leitung der Aufführung durch d_en_ Kapellmeister Weingartner. Den .Frauenlob' san der Gast de'r Konigltchext Buhne, HerrKraus vom Mannheimer Ho bkater. Während aber sein tn der Höhe geradezu mächtiger Tenor den vollen Beifall d_es Hauses geivann, ermes [ich seine s auspielerische Begabun aucb dteßtpabalßgermg; man begnugt ich an in der Oper nicht me r mit drei bis vier stereotypen (Yestezi. Lobenswerth waren Fräulein Hiedler als Hildegund und xaulem Dietrich als deren Freundin Tilda. Ihre glockenbeilen Sopran timmen gaben manchem harmlosen Liede eine poetische Weihe, die den Zuhörer mit unwiderstehlickoer GeWalt fesselte. Königliches Schaxtspielbaus. _ _ Gestern Abend gin unter lebhaftem Beifall_ der Zuicbczuer em neues Vaterländisches Éckpauspiel ,Alt-Berlin von Wilhelm Wendlandt zum ersten Mal in Scene._ Inhaltlich schließt _das Stück, das den Kampf des Kurfürsten Friedrich?! 11. mit de_r troßigxn Macht der Städte schildert, an Wildenbruch's Schau i_el .Die Quißowß“ _an, das die Unterwerfung dxs txiärkischen ittertbums unter die kurfürstliche Gewalt durch Friedrich ]. behandelt. _ Als Hauptträger des Konflikts stellt Wendlandt Vater und
Sohn gegenüber: _Berend Rieke, den OberlBür ermeisier von Berlin-Köün und _]ein_einziges Kind Joachim. Dic iebe Joachim's zu einem Ritterftaulem, Irmgard, deren Vater in kurfürstlichen Diensten steyt_, entzündet die Fackel der Zwistracht im Hause des felbftberrltchen, starrköpfigen Bürgermcikters und treibt den Sohn, bei dem_ erechten und starken Kurfürsten Schutz zu suchen. Berend Rieke's ei enbartes Herz kommt nach langen Kämvfen zu der Einsicht, daß das kleinere Gemeinwesen. die Stadt, sich zum Wohle des _rößeren, des Staats, untcr den gerechten und gnädigen Wi en_ des Staatsbauptes zi: beugen habe, und mit einer allgemeinen Versöhnung, die auch die Lisbenbsn zusammen- fübrt, schließt das Schauspiel ab. Die größere Zabl dsr Scenen bietet eine wild bewegte Ha_ndlung dar; die Gemüibsr der Hauptpersonen befinden sich in _steter gemalttgerErrkgung, die zwiscbenweicber Emvfindung und leidenschastlichem Troß bin und ber wogt. Stirnmnngsvoü ist be- sonders die Gerichtsfcene des zwckiten Akts un: die Begegnung zwischen Vater und Sohn im vierten Aki. Daß troskem die Wirkung des Schauspiels keine trsfe ist, liegt an der mangelbaftsn Begründung der wechselnden Seelénregungen, bis der Verfasse? nicht klar eglikdert und entwickelt hat. Als Folge diesss Mangels brägt 1ch _dk'] Zuschauern kein festes Cbarakkerbild dkr bandklnden _ Pe;- 10Zien ein, und die' T_beilnabms bleibt “» _msbr auf di? rem äußerlichen Vorgänge, au] das bewsgie Volkslkben im Ratbskeller und Vor dem Rathbause, aus die stimmungsbollen fceniscben“ Bilder und auf einige kleine", bumoristisck; durchgeiübrxe Scenen beschränkt. Echt batkrländische Gesinnung tritt in dsm ganzen Stück h_erbor unb bekundet 1"1ch nicht nur in dkm Gang der Handlung, Fondern auch in der treusn Schilberung altberlinischer Bürgsrsittsn sowie in dsr DarsteUUng dsr erstkn Kairttslbetsammlung des Vom Kurfürsten c?rikzbricl) 11. bs r*."mdetsn Séywansnbrdéns. An mübeboÜÜi, fleißigen Vorstudisn für fein Schausbiel bat 0.5 der VL!"- faffer Erkennbar nicbt „586an laffen, aber sCZUS dichterischeSibannskrait weist nicht die völlige Sicherheit und Cntscbiedcnbeit auf, die zur einheitlichen und lebknszlen Geftalfang Links:? bkdeutsamsn, dramatisch abgeschl_offenen Bildks aus der Geschichte nötbig ist.
Die Darstellung war lebendig und abwcchsesung§reich, besonders burcb die häufigen Volksscc'nen. Unter dem Einzellsistungcn ragte die de.?- Herrn Molenar in der Rolle DSZ bis zur Grausamkeit eiaénrvillichn Obkr-Bürg-crmeisters Riek? bkrbbr; für die Wiebcrgabc solcher Eiienköpfé ist des Künstlkrs WSsLn und Organ besondkrs JLClgnkt. Herr Matkowskv (Joasbim) kbnnte Leibénschaft und Feuer in sLinL Sohnesroüe legen, und Hsrr Arndt stellte den statt- lichen, ernsten und würdigen Kursüritkn wirkungZVoU _dar. Einen irobgslannten, schlagfertigen Mndischen "ifÖerknecht spielte .?)er Vollmer mit vielem Humor, und Frau S kamm wscktc in ibrar kleinen Rolle“. als Ratbskellermeisterin [ante Heiterkeit. Die Frauen- rollen smd im übrigén nicht Von hervorragender B:"dentung; die' Damen Lindnkr, von Hochenburgsr undeebk-ch fährtkn absr mit ibrkn rcichcn schanspikleriscbm Mittein ibre A::ixabén krünbkrisch
durcb. Neues Theater.
Das Ensemble - Gastspikl dsr Yklkgllékkck __kés Carl Schalye- Theaters in „Hamburg begann geitsrn mi! dEr Aunübrung dés Vaubk- biÜes ,Tata-Totw', das Von Léon und Z:“kl nach dcin iranzöfischsn Téxt bon Bilbaud und Barré bearbSiT-xi wxrden ist, und zu dem Antoine Bané-Z die Mafik gcicbrikbcn bar. Das Vaadsbiüé sieUT Lin Mittelding zwischen Pose und Orerstts bar, in welcbsm der locksre Gang dEr Handlung mit dcrbkomisckykn Siiuationsn urid WiFi r€ich Verbrämi ist. Die kecksn Gelüüe und Einfäüe Lines jungen ilitär- zb lings Toto, dsr seine ZwiÜitigssÖwester Tata vor Einem berbaßten Eßebund scbüizsn unk ibrkm schmachtenbkri Liebhaber Gaston zuführen will, gewinnsn durch 'das Viklerlei 7:82“; Beiwerkzs erst Humox, wknn aUch nicht Originalität. Ein besondbrer Rkiz 1chien für die Zuschauer in dem Umstande zu likgsn, daß das- Zwillingsbaar Tata und Toto bon kincr Person dargkstéUt wurde; aklerkiiigs [bits Fräulein Leona BerLL-rc, Miche diese bciken Gcstalien berförbertk, ibre schauspieleriicbc Aufgabe mit bewundernswxzrtber Natürlichksit. Man staunte 1":er dis Schnelligksit dés steten leiderWEchsels der Dobbslfigur, und als im leZten Akt die Umkbstüm1€run in immer sÖULÜLLSm Zcitmaf; Vor sich ging, aerietben die ZU] ankr durch diss? Lsistungsfäbigkcit in lauten Lakbjubel. Die Künstlerin bc- sist abcr außer bissér körbsrlicben GUVÜPDÉHSLÉ noch viele andere? Vorzüge; fie charakterisiert trsffsnd rie bsiben ;personen, dic? fis darzuitellkn hat: den fscksn ungezogknecz Schü er _ Toto und di? 3ierlich€ mädchenbafte Tata, dM jungsnBurkchsn in Mädchen- klcikkrn und das Mädckysn in K*nabsnklkidkrn; ii? béxixzt cmmutbigi-éi Wésen Und Trägt mit Geschmack und gntkr Schalnng isn gesanglichi Tbsil ihrer Rolls vor; besonders zierlich imd Vika"? ßclang ib: cine Romanzs im altfranzösischsn Stil. Auch Fräulein Linbardt (K“ranksnrrärterin Césarinc) _ist als Daritsllkrin bkmerfenswertb; fie ivieltc mit friick-Jr Laurie und natürlixbsr Zurückhal- tung. Von stark kbmiicb-cr Wirkung war die Leistung dcs Hern Teursckz, dsr Linen altén bagerkn __Sckoulinsbektbr Blanckpard gab. HLN WorliLZscb wax" „115 SchUlaiiixkbxr Cabßstan Sbknw ?rböitxrnr, wis Hérr Kaiser in T("T Zivile TSS (Haiton 6184365111 unk zärtlich. Dis musikalisxbc V:.irbÜtunz DSZ Vaxxdcviilos erichkmt manchmal ZU fein mik zart ?'2'12 kik Handluxig, die sich fast durch1veg Mf dsm Gébiés dsr nixeréb Kbmik bsti. Ti? Romaiizc und das Fluchtkueix dss zwßitCU WTI ZFUZZ-Tn bbn cixi-xr reich€n Ersindungégabc, Übsrragen aber in Stimmung 11115 Mslbbik kkn Rabm€n und 5871 Ton dsr Poffenbaftigke'it, dsr dem Siück im Ganzen Ligkn ist.
Im Königlichsn Obsrnbausk kinder morgen die_ sriic Wisdsrboiunß von Rsinbolk Bkcksr's ,Fraucnlob“ untsr KMU]- meiitsr Wkingartnsks Lsitang statt. Die Damen Hisdler, Districb, Götze, dis Hkrren BSZ, Stammér, Fränkkl treten darin auf. Hkrr Kraus vom Hoi- Und Yiationai-Tbcater in Mannbsim singt den Nittcr JUUMWÖ als Gast. _
Jm Königlichen SÖauWielbauix gelangt morgen Nicolay Gogol's Lustspiel „DL? Révisor' (Herrxn Vvaer, Klkin) zur Auf- u run . sb DJM Leiter kLr General-Jntendanwr der Wiener Hoftheater, Geheime Rall) Jrsiberr 1)r. Von Bezeciib hat, wie „W, T. B.“ meldet, dkn Titkl Gensral-Jntendant erhalrsn.
Das nkue Cboerk .Krösus“ bon FWH Lorknz in Stettin wird im nächsten Winter in sinér ganzen Resi „L' Von dkutsch8n Städten
zur Aufführung gelangen.
Manuigfaltiges.
Die am Sonnabend im Konzertbaufe (Leipzigsrstraßc 48) eröffnetc Ausstellung der Geschenke, welche dem F_urstc'n BiSmarck zu seinem achtzigsten Gebuxtsta aus a[_len Theilen der Welt dargebracht wordsn find, umfaf;t_1m_ anzen nicht weniger gls 930 Nummern und dennoch nur etwa dieHälste der dem Jubilar gekvid- mstcn Gaben, Weil naturgemäß nicht alie Gsscbenke für die öffentliche Aus- stellung geeignet erschienen. Unter den zablrerchexi Kunst- und Erinnerun sx gkgenständen bon hervorragendem Werts), die zum tbeil schon ?! Gelegenheit der Ueberrcicbung erwahnt wurden, find für den Be»- sucher von besonderem Interesse der Don Seiner Majestät dem Kaiser und Könia dem Fürsten gewidmete Ebrenballasch und das leicbfalls von Allerböchftdemselben gesch_e_nkte, aus Gold und Lapis- ?azuli gefertigte Petschaft Vom Schreibtiich des Hochseligen Kaisers Wilhelm1.; fie haben ihren_PlaZ in dem kleinen Saal erhalten. Der große Konzertsaal _ist im w§|entlichen den unzähligsn Adrsffen Ebrenbürgerbrieien, Votivtafeln, Gemälden Bronzen, Vasen, Pokalkn und ähnlichen Kunst- und kunstgéwerblicéen Arbeiten vorbehalten. Der Saal ist geschma_ckooll dekoriert: Gruppen bon Fahnen in blau-weiß (den Bismarck'!chc'n Farben) werden an de_n Galerien durch des Iürst-Zn Wappenschild zusammengehalten. Dic Musiktribüne ist dur eine grüne Wand bon Pa_lmen_und Lorbeerkn verdeckt, von welcher sich die Büsten der drei Kaiser und die- jenige des Fürsten Bi8marck abheben. Von besonderer S ön- beit unter den vielen, dem deutschen Kunstgewerbe zur hre gereichenden Arbeiten ist der erst vor wenigen Tagen von der
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