1895 / 124 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 25 May 1895 18:00:01 GMT) scan diff

dcr Amtxrichter Wagner in Mettmann infolge ihrer Ernen- nung zu chicrun :Näthen.

Ter Konsul tto Meyer in Königsberg 1. Pr. ist zum HandelH-richter bei dem Landgericht daselbst ernannt.

Tem Fabrikantén Robert Berg in Solin en ist die nachgefucbte Ent1affung aus dem Amt als ste vertretender HandelSrichter bet dem Landgericht in Elberfeld ertheilt.

“* Dcr Staatsanwalt Schulz? in Mescriß ist an das Land- gcricbt in Kottbus bxrseZt.

Zu Notarcn find ernannt: der Rechtsanwalt Schroeder in Beuthen O.:Schl. für den Bezirk des Ober-Landes erichts zu Breslau, mit Anweisung srines Wohnsißes in euthen L.:Schh und der Rechtsanwalt Lange in Salzwedel für den Bezirk des "Ober:LandcsZerichts zu Naumburg 5. S., mit An- :m'jsung seines Wohnsißcs in Sakzwcdcl.

In die Lifts der RcchtSUnwaltc sind eingetragen: der frühere Landrichter Skutfck) bei dsm Landgericht in Ratibor, bcr Gexichth-Affcffor ])]: A))? bei dem Landgericht in Flens- burg und der GerichtsMssc'sor Hagemeister bei dem 21th gerilcb: 111 Stralsund und dcr Kammer für Handelssachen dase bsx.

Ter Landacrichtß-Nath Brand in Arnsber , der Land: crichls:Ratk) Schumayn m Braunsbcrg und gd-sr Gerichts- 21ff€ssor 111“. Scheren Md gestorben.

„Herrenhaus.

Bekanntmachung.

Tas Herronbaus Hat in der Sisunq vom 18. Mai 5. J., bci Berathung des Antrages seineH Mitgliedes, des Herrn 13cm Bethmann-Hollweg, auf Annahme eines (Heseßentwurfs, betrcffend die Aufhebung der J 18 bis 27 ch Gessßes wegen Aufbcbung direkter Staatssteuern vom 14. “Juli 1893 be- 1ch10176W

die in grbßxr Zahl eingegangenen, dem vorbe“eichnsten Antrags zuytémmendon Vetitionsn durch die 3 nnahmc desselben für erledigt zu crflärsn.

Hiervon mache ick) den Jnteressentsn, und zwar dck großen Zahl wegen, auf diesem che MittbxilUng.

Bkrlin, den 25. Mai 1895.

Der Burkau-Tirsktor des" errenlxufekö. Zn Vcrtrstung: Krüge!) (Icheimer KanzleiMarh.

Abgereist: Seine Excellxnz ber kommandikrendc Admiral, Abmiral Knorr, nach thbelmshaven; ds_r Ministerial-Tixskwr im Ministerixxmber gkisxlickW, Unterrtchxs- und Modrzmal:Angkleg€nbeiten, * 81rklichc Gsbcimc Obex-Reg1srUng2:Natb Ok. VON Bartsch, nach OSL“ kam- provmz.

Personal-Veränderungcn.

Königlich Preußisckze Armee. Militär-Jbstizbcamt-x.

TUrcb Allsrbécbstén Abscbiéd. 111ÉUO§P01Q1§,11.5)2121. T bm_ck€, Tib. Auditeur béi TSX 35. Div., rie nacbgésuch Entlamung (211€- ksm Zfaatsbisnst mix Psnsibn in Gnaksn srtbsilt. :c. Dbmckc 17111 am 1. Sébtkmbkr 1895 in den Rubcstank.

Begmre der Militär-Vsrwaltung,

DUrch Verfügung des KrieZZ-Ministeriums. 11.21rri1. K€_l_1r_1€r, JRTMD. Sskrktär bon (“Sk Jmtsnd. 111. Armec-Korbs, aur_1€m€a Antrag zum 1. Mai T. Z. mit Psnsibn in ksn :*Tubestanb yerwsyt.

26.21bri1. 1)r. Hagcmxnn, Nbßarzt vom 2. Garkc-Fxld- Axt. Négt, bsbufs Ukbsrxcirts ;;!r landwirtbscbaftlicben Verwaltung 11111 End? AbriT D. F. „Ws kkm aktibkm Militärdienst kntlassen.

30.A1*ril. KDÖ. W."!Te'rx, Pr. ZZ., unrsr Ueberwsisung ZU dsp. JYTWDÜUTUL'M kus? 11. bszw.1.21rmschfbrbs. :,U étatsmäß. Jnxknd. AUémoert, Kock), Zabkmstr. “21111112, 511711 Übkrzäbl. Zablmstk. bsim X1. ATMCEkOWI, _ ?rnannt.

10.31.1121. Ncubartb, Rbßarzt kom 1. Brcmkcnkurg. Trag. RUL- Mx. 2. zamLECr-Rbßarzl, Kraemkr, Unrkr-Rbßarzt vom 3. «ck15. Trag. RFT. “)*r. 15, Naut€nberg, Untkr-Rbfxarzt pom Félk-Axt. 918,31. mn .HleZ-snkoxff (1. Rbkin.) Nr. 8, MM Ver- 1€Y1111g zUm DMZ. Régx. bon '«OZTC1(POMU1./ Nr. 11, Jbscber, U_nxsr = Roßarzt Dknl Felk-Arr. ngt. General-Fslrzsugmeistkr (2. Y_randenbUfg.) Nr. 18, 1112121 Vkrskxzung „3an 11135. Neat". Prinz 21th von Württembérg (PKW.) Nr. 10,_zU Noßärztsn, Ebling, SÖrOEkSk, Untsr-Rbßärzxk der Fkks., zu Noßärzten dcs Beurla'abtsn- standes, _ 8711011111. Pbczka, Roßarzt vom Drag. Régt. bon Wkdel (Pomm) Nr. 11, 3an 2. Pomm. FSld-Akk. ngt. Nr. 17, LUT_€ck€, Ryszarzt Wm 3. (Barre-Ulan. NSW„ zum 2. Gards-Fch- Art.ngk, “LZD?"L, be'xarzr born Hus. R:"gr. bon Zikxsn (Braäden- burg.) Nr. 3, _ zUm Kür. RSZL. Kaifér Nikolaus 1. von Rußland (Brandenbxxrg) Nr. 6, _ rkrssxzt.

Yiehtamtliehes.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 25. Mai.

_ Seine _Majestäx der Kaiser und König trafen gcncrn Nachmittag gegen 611br mittels Zondcrzugs von Prbkelwiy auf _de_r thdparkytation cin, mUrdLn daselbst von Ihrer Maxe1tät__dchaiserin und Königin smpfcmqen und fuhren mn Allerbochftderfelben nach dem Neusn Palais. Bei dem Diner, welchcs um 8 Uhr bei _Zbren Majesxäten zu Ehren des Ge- burtstags Ihrer Majcjtät der Königin von Großbritannien _und Irland |tattfand, brachten Seine 2.1e'ajcstät 8111911 Trink: xpruch auf da_s WOHL ÖL! Königin Victoria aus.

.chlc hochn Seine Majestät der Kaissr von 9 Uhr Morgens ab dn: Vortxä c des Chefs OLS Generalstabs der Armee_ (Hrqfen von €: licffen und dcs General-Majors von prc, m Vertretung des Chefs des Militärkabinets.

_Jn der am 24. d. M. unter dem Vorfi dcs Vize- Vrändentcn dcs Staats-Mimsteriums, Staajs ckrctärs dcs Innern ]))". von Bocttiche'r abgebaltcnen Plenarsißung des BundeSratbs wurdc der Entwurf cincs Gesc es, betreffend

, mts dem (Jütsr:

des *Soldateystandes des Reichsheeres und der Kaiser- lichen _Marme vom Feldwebel "abwärts, in der vom Netchstag beschlossenen Fassun angenommen. Dem Ausschußqntrage, betreffend die erwendung steuerfreien Bran_ntwems zur Herstellung von Parfümeritm, Kopf:, Mund- und Zahnwgffern, ferner dem Entwurf eines Regulativs Über bey __zollamtltcth Verschluß der die Elbe und ihre Nebenflüsse besa renden Echlffe nebst Ausführungsvorfchriften, sowie dxr Vorlage; betreffend den fur_ Pxeußen, __ wurde die Zustimmung ertheilt. Die Beschluxse des Rexchstags zu der Reichsbaushalts-Ueberficht 1893/94, der Bericht der Neichsschulden-Kommission über die Verwaltung Hes Schuldenwesens des Norddeutxchen Bundks bezw. _d_es Retchs u. s. w., unw die Vorlage, etreffend die Bes_ch1UÜc_ des LandeZ-Außschusses zu dem Entwurf eines cheßc§_fur_ Elsaß-thhxtygen über die Sparkassen, _ wurden den zu1ta_ndtgen_ Aqsxchusjen überwiesen. Endlick; wurden die Ruhegehalter fur eme Anzahl von Reichsbeamten festgestellt.

Heute hie_lten dZe vereinigten Ausschüffe für Handel und Verkehr und fur Justizwesen eine Sißung.

ZoUverwaltungskosten-Etat

Die im Reichs-Eis_enbahn:2_1mt aufgesteäte Ueberficht dcr BetxtebH-Ergßbnxs]? deut1cher Eisenbahnen im Monat ?Ule 1895 ergxebt mr 66 Bahnen, die schon im April 1894 xm Bejrxebe waren, Folgendes:

Gesammtlänge: 38 634,44 km.

im gegen auf gegen Ganzen das Vorjab 1 km das Vorjahr

:jé: (ké „16 «45 * 0/0 für all? Bahnen im Monat April 1895

au_-Z dem Ver: wucnverkcbrc 82 017 929 4-4 989 22 846 + 123 +17,01 1 706 _ 27 _ 1,56

uns dem Gütkr: berksbre . . . 65674602_ 2067 füx die: Bahnen mit dem Rechnungsjabre 1. Npr11_31. März in der Zeit vom 1. April bis Ende April1895

26 096 152 +4 118 860 839-1- 122 +17,02-

vcrkehre, „55345192_ 559150 1749_ 4Z_2,40 für 54.2 Bahner; mit_dem Rechnungsjabrc 1.Januar_31. Dezember 171 der Zeit vom 1. Zannar

bis Ende April1895 . sOUOUDkaEÜW 17 207 515_ 342 791 2548-_ 57_2,19 (1112; Dem Gütér-

berkcbrs . . . 392928964- 895185 5746+ 113+2,01 __ Im Jahre 1894 71-31 das Lsthest in dcn März, im Jahre 1895 m_ 5871 April.

Ekbfsncx nmrdsn _am __10. Apkil die anabrtslinien zum NEUEN Rgngrcrbabbbbx in Karchrube, 26,76 km, und Karls- rUhc;_TUrmer5"b€im_Nastatt, 22,29 km (Großherzoglich badi1chc StaatI-Eiscnbahn).

Einnahme

(1115? dem Por- jonenvcrkebre

aus bkm Pér-

_ Tkr RWLWUPWMMN Freiherr Laar von Münch- bbsxn zu 471815 1. P. ist der Reaieranxx zu “Danzig, der ngrernngs-AUJUM Zchlasger zu Osterodé i. .H. der Régic: ng zu Münster und dsr NcgierungS-Affessbr"Keßler zu M.:(Zladback) __bcr Regierung zu Köln zUr weiteren diknstlichen Vsrwernbung uberwiefsn worden.

Tcr_ nsmxrnanntc Regiernngs-Affcffor Eilsberger ist 59171 Kbmglichen Polizei-Präfidium zu Königsbcrg zur dienst- 11chcn VerwendUrtg Übe'rwieskn wordcn.

chch tclqgrabbischen Mslbungen an das Obrr-Kommando dsr Yarrne i1_t S. M. S. „Kaiscr“, Kommandant Kapitän zur ;ck; Jae1chke, am 22. Mai in Suez angckommen und an d€m1elbsn Tags nach 2113871 in See gegangen; S. M. S. _„_Corm oran“, KOMMÜNÖÜUT Korvetten-Kapitän Brinkmann, Ut am 22. Mai in Durban angékommcn. _ Die 1. Division ch ManbbérGCschwaders, bLstebend aus S. M. Schiffen „Kurrürxt Friedrich Wilhelm“(Flaggschiff)„,Branbsn: bnxg“, „Wetßenburg“, „Wörtk)“ unk) Aviso „Jagd“, _ Gszadsr-Cbsf VizL-Admiral Köster _ ist am 23. Mai in .Jxrkwall (Orfnay-Jnsaln) eingetroffen und am 24. Mai nach He'lgblanb in Ses gcgangén. Die 2. Tibifion des MÜUÖVLT': §H§1_c_t)wadcrs, bestcbénd aus SM. Schiffen „Baden“ (Flag - ychxxx), „Vanorm“,__„Sachsen“, „I'Lkürttembcrg“ 117155110111) „Vsetl“, _ Tibmonsp-Che'f Kor1tre:21dmiral Barandon _ ist am 23.211151 in erwik (Sbettlandaneln) angkkommen und am 24. MM nach Hslgoland im Sc: gegangen.

_ Cronbcxg, 24. Mai. Seins Majestät der König von Dansmaxx in heut? Nachmittag aus Wiesbaden zum Besuch Ihrer Majestät der „11 (: iscrin Friedrich in Schloß Friedrichs- bof eingetroffen. '

_ Y_achsr), 25. Mai. Ihre Majestäten die Königin rmd ble Koytgin-Negentin der Niederlande sind mit (Je- folgb_gcstern htcr angkkommen und hyutc nach Ischl wsiter: gcrem.

Württemberg.

_ Tia Kammer der Standesberrcn hat gestern die _(xtatHberaxbung begonncn. Nach kurzer Generaldebatte wurds m 1312 Exnzclberathung auf Grund der erfxen Vsschlässc: Zusammcmteüung dkr Kammer dsr Abgeordneten eingetreten.

Baden. __ Ihre Königljchc Hoheit dj_e Kronprinzkssin von GÖWLÖLU und Norwegen muß nach c'mer Meldung des „_W. T. B.“ aus Karlsrubß wegen leichten Unwohlseins auf ermgc Tage das memer buten.

Mecklenburg-Schweriu. Seine Königliche Hoheit der Großber'o triFt, den „Mcckl, Nachr.“ zufolge, mit *Zeinor KöniglicJer? Hohéit dem

die Fürsorge für die Wittwc'n und Waisen cr Personen

Erbgroßherzog heute Vorxmttag wicder in Schwerin ein.

, WM-COÜUZ-Goiha,

Der Landtag des Herzo thumsGot a at" . Ffifrich ZFWngthtesschwüt-FUF da dsieck Beiträg? zu? KÜRZE " a =, nva ta : un euerverx erun vom * Einkommen abziehbar sein sollen. g steuerbaren

Oesterreich-Ungarn.

Das Ungarische Unterhaus hat gestern 0 ne ** den Gesehentwurf, betreffend die provisorische I)itldelu-TJgWarztetx€ Zandelsbeziehungen mit Spanien, angenommen. Der räsident von Szilagyi tbeilte sodann mit, daß das Haus anfangs nächster Woche in_ die Sommerferien eingehen w“erde Ter Justizausschuß des Unterhauseshateinstimmjg; die Vereinbarung des Unterrtchtßausschuffes angenommen, worin dem vom Oberhause angenommenen Wortlaute des Gefes- entwurfs über die Rezeption der Juden beigkstimmt wird E so stimmte der Ausschuß der Verfügung dks UnterrichtsY aus chuffes be üglich des vom Oberhause nicht aufgenommenen § 2 des (Heéeßentwurfs 1":er die freie Religionsübung (Uebertritt zum Judenthunz) bei." Der Unterrichts-Minister und der FujtixMinister äußerten nch zustimmend.

Großbritannien mcd Irland.

_ Prinz Heinrich von Preußen kam, wie aus erkmall (Orkney:Jnseln) gemeldet wird, am Donnersmq in Begleitung mehrerer Offiziere von dem deutschen Manövek: Gc1chmader und des deutschen Konsuls Cowpcr dort an Land uxxb bLsUcht? die „Standing Stones“ von Ztcnnis. Seine Konicxlichc Hoheit wurde von der Bevölkerung ehrerbietigs: begrüßt,

Jm Unterhausc beantragte gestern Joseph Pease 61116 Resolution, worin erklärt wird, daß das Sbstcm der Staatseinkünftc aus dem indischen Opium moralisch nicht zu mxrthcidi en sei. Die indische Regierung 7011? auf- borcn, laubnißscheine für VW Anbau von Mohn und den Verkauf von Obium in Britisch=Jndien zu erthoilcn, angenoYmen zur Befricdi ung der legitimen ärztlichen Bebürjmwe: auch soULen Maérkgeln gctroffen werden, um die TurcbsUbr von Malva-Opium durch britischks (885167 zu hindern, Der Staatssekrexär für Indien Fowler bckämpftc den Antrag, der verfrüht und noch nicht reif ski, auch schlinßs de_r Antrag eine Ungcrkchtigkeit in sich und sei undurchfübrbar. Tre Resolution spiße fick) anf eins Politik von solcher Txaggbeite zu, daß das HWS überzeugt werden müßte, bas 712 nothwendig, durchführbar und sicher sei, ehe der Ver: 1uch gemacht werde, fix? einzufübrsn und dem indischsn Mich mit Gewalt aufzazwingen. Tsr Antrag wurde mit 176 gegen 59 Stimmerx abgelebnt. Sodann wurde die Finanzbill vom „Hauxe, das !ich als Comité: konstituiert hatte, nach zweitägiger Beratbung unverändert anqknommen. Tie bsantragten Amendemsnts WUrdcrt m=.t großén Mehrlzcitén abgklcbnt.

Bei der gestkrn inCroydon VOkÜSLWMMLULU Ersaßwahl zum Untsrbause wurdo an ZtsUc des konservativén Ilb- gcbrdnktsn Hsrbcrt, wchbkr Peer gxwordcn ist, der fUZ'scre Minister Ritchie (konssroatiV) gewählt. Ein (HEZeraxbubat war Nicht aufgestellt wordbn.

Frankreich.

Tsr Krich-IÜinist-er, Genkral Zurlindcn :::“.b der Minister des AUk-wärtigen .Hanotaux Empfingen gsstcrn dcn Sindßcc) von Magcnm Brocca, WLlchLs Lin? Einladung Mr EntbtzUxmg_dc§-_Mac Mabon:Tcnkmals überbrachte. Tic Miniptcr bcxchlomen, ZU dcr Feier eine Debutation zu entsenden.

D16_Budg_etkommis1ion der TßputirTeUkammcr nahm gcxterrz 11111 17 gégcn 10 Stimmen einen Antrag des _TSPUÜTTLU Krgnß an,__w0ri71 als erforderlich bingesthx mird, onrt NLUc Erxparniwé ausffndigzu machen, stark zu nsucn STLULL'U zu gretssn: ferNLr wird darin QUSJCsprochen, daß man im Einvernehmen mit Nr Regierung borgkhen one. S0: darm wurds einstimmig ein Antrag des Débntxrten C a b a i g n ac angenoxxmcn, worin erklärt wird: obglsick) bie Kommisston cn11ch10112n ssi, (1119 für die Landsswertbcidigxmg noth- xvsndigcn Opfer zU bringen, erachte ste es“ doch für möqlicb, den) Kriegs:Minister dic für 1896 verlangten Effektib- bbxtändc _tmr_ dann zu bewilliaen, wsnn die 111 DM crnsrem chchluß verlangten Ersbarnissc realisiert wÜrbsn.

Rußland.

_ TEL." Kaissr empfing, wie „W. T. B.“ berichtst, gkstern m_ Zarskojc' Sselo ben nsuernannten psrfischen Gksandtcn 91135 Khan,_ welcher spätsr der Kaiserin VOkgLsTLUt wnrdc. _ Tis__Kaixerin-Wittme und dsr Großfurst-Tbrbn- folgcr nnd gestern von Barum in Borsbom Eingetroffen.

Spanien. Jm KöniglichcU Palais zu Madrid fand gsstern zu Ebrm

ber Y_rinzbssin Hele_ne_ von _ereans ein großks FM: mahl statt, dem der Mmister-Präxtdent Canovas bc! Castillo

und dsr italienische Botschafter beiwobntcn. Belgien.

_Zn_ Erwiderung anf eine Anfrage, ob die ngtcrbng genctqt 121, i_m Verem mit Deutschland Unterhandlungsn über dux Zuckerrragc aufzunehmen, erklärte, dem „W. T. B.“ zu olge, der Fin_anz-Minister de Smet de Nayer, cr boyc', da demnächst eme Konferenz zusammentreten werde. Um nch mit dibxcr Frage zu_ befchäfti en.

T_te Congo-Kommis ion der Ncpräsentantenkammer

bat gsstern mit 15 gegén 3 Stimmen bei zwei Stimmsntbal- tungen bie nachfolgsnde Tageswrdnung angenommen: _ ,Die Kommisfion spricht, ybne der Entscheidung über diE Hayw- 7xage zu rräjudizieren und in der Annahme, daß die Bératbung 11ka die Uebernahme dss Congostaats nicht vor dém 1. Juli würds statt- finden fönnsn, die Anficht aus, daf; cs bortbeilbaft wäre, von OM gk- seßgebendkn Körpßrscbaften die für den Congostaat nötbigkn Mitt?! als provisoriscbs Kredite zu vsrlangsn."

Es handelt sch hterbci namentlich um den Ankauf LMT boben Hypothek, wslche anf auSgedehntc Landstreckén am_ Congo aufgenommen worden ist, und welchc vor Ende JW" zurückgxzablr werden muß. _ Nach Mittheilungen, die dem „W. T. B.“ von zuständiger Se1te zugegangen find, bedeutet diese Tagcsvrdnung kcinxswcgs eine Vertagung der Frage Was" Uebernahme des_Co_n_aostaats, sondkrn die Forderung au_s Bk- milligung proviyorscher Krcditk, um der Kommisston wt? der Kammer _zu ermöglichen, die Frage reiflich zu erwéxßx'n- Dcr Minister des Auswärtigen Graf Merode, welcher 'Eine Entlassung genommsn hat, vcrlangte die sofortige Veratbun der Uebernahme des Congostaats in der Kammer und Man

sich darüber in McinungSverschiedenheit mit dem Ministcr de

Lantsheere. Der König selbst hat die Ansicht des Grafen Merode nicht getheilt, Weshalb dieser sein EntlaffungSgesueh auf- recht erhält. De Burlet wrrd unter Beibehaltung des Vor- üses das Ministerium des AuNyärtigen übernehmen, Liebart mi Stelle de Burlet's das Mimfterium'dcs Innern.

.“ Türkei.

Wie die „Politische Korrespondenz“ aus K onsta n tinopel meldet, ist der türkische Dampfrab-Aviso Fuad von dort abgegangen, um die Türkei bei der Eröffnung des Nord- Lstsee-Kanals zu vertreten. _

Nach einer Meldung des ,.W T. B.“ aus Cetinxe hat ;ck der bisherige Gouverneur von Skutari gestern nach Kon- stantinopel eingeschifft. Dem Vernehmen nach soll derselbe durch den Vize:(§30u_verneur von Kossovo Ibrahim Pascha crseßt werden.

Griechenland.

Unter den bevorstebkvden Beförderungen in der Armee wird sich, dem „W. T. B.“ zufolge, m_ch) die des Kron- prinzxn zum DivisionS=General bennden.

Die Kammer wird am Montag ohne Thronredc cr- béknet wcrden.

Bulgarien.

Stambulow erschien, wic „W. T. B,“ aus Sofia bcrickxtet, am Mittwoch als Zeuge vor__ dsm Untersuchungs- richter, von dem er aufgefordert war, nck) über die Aussage OLS frühercn Polizei-Vräfkkten Radoslawow zu äußern. Ticssr war von dem ebemaligen Minister Z [ i a Zano w beschul- biét worden, ibn widerrechtlich verhaftet zu haben, und hatte er läst, daß die Verhaftung anow'g im Auftrage Stambulow's auSgeführt worden sei. UL (Hegenüberfteüung von Rados: lawow und Stambulow fand im Bureau des Polizei:Präfekten stht. Stambulom verfichertc, daß er bezüglich Zan0w*s keinen derartigen kacbl crtheilt habe.

Afieu.

Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus“ aus Hongkong von Heute hätte Formosa sick) zur Nepub1ik erklärt, welche einen gelben Drachen im blauen Felde als *“lagge führe. Tang:tsching:fung, der bisherige chinesische Houverneur, sei Präsident und habe den Vertretern der fremden Mächte dis Thatsache notifizicrt.

Afrika.

Fach einsr in Paris eingetroffenen Meldung aus MajUnga wird General TucheSne demnächst aufbrechen, um zu der Brigads Maxxingcr zu stoßen. Drei sakalavi[che Hänptlinge haben dem General schriftlich ihre demnächstige Unterstüßung zugesagt. Die Beschaffung von Fahrzeugen für die Beförderung der Truppen zu Wasser schreitet rünig vorwärts. _

Aus Majunga wird vom 22. 5. weiter gemeldet: Die Brigade Meßinger fand Trabongy beseßt und umging den Pla , welcher alsdann ohne Kampf verlassen wurde. Am andern Hage beseßte General Meßinger Ambato, die Hovas WUrden vertrieben und zogen sich nach Ankoala zurück. General Méßingkr 1231 fsinen Vormarsch sort.

Parlamentarisckxe Nachrichten.

Mr Sch1Yßber_1cht_ Über die gestxige Sißung des Reichstags benndek nch m der Ersten Bexlage.

_ In der heutigkn (71.) Sitzung _des Hauses der Abgeordneten, welcher der Minister fÜchxndel und Gewerbe Frciberr von Berlebsck), der Fi:1_cmz-Mminer ])1'. Miquel Und der 31.1113-JN1U171CL“ Zchö_nytebt beiwohntkn, wurde zunächst der Gkseßentwurf, betreffend die Vertretyng _des Gesammt-Synodalvcrbanbes _und_ der_ Dxöze1a_n= Zmnodalberbände des KonsixtorxalbeztrkH Cas1el in vermögensrechtlichen Angelegenheiten, m dritter Verathung debattelos angenommen. _ __

Zur zweiten Berathung gslangtc das GUSS, _betrenend das Grundbuckzwssen 13111) bis Zwangsvolljtrcckung in das unbewegliche Vermogen 111 dem ©6018! der vormals fre_i_en Stadt Frankfurt! sowie der _vomnalsGroßberzoglich bemschen und Landgräflick) hessischen Gebietstheüc der Provinz Hosscn-Nassau.

Abg. Liebér ;_Zentr./: Da fich_in dsr erstkn Lesung zMi Mit- zlicder msiner Parxei gégkn die Ausxckzließung dar bbrmabs Groß- ksrzoglich ÖZsÜsÖktl Gebietétbeike crklärt babs", baltc ick) es für msine Pklicbt. bisr nachdrücklich meine Zustimmung zu diéfer Einschränkang 162 (538181389 zu betonen. Ick befindemick) dabeiin Uebereinstimmung mit 7?" Mitgliedern d&"; naffauiscben Provinzial-Lanktags. Wäxe die Zeit mob! zu kurz gewésen, so hätte beute schon Sine Erklarung res YrbbinziabLanktagZ borgslegxn, wslchs fich gégcn die Ausvebnung des »,“st auf Hsffen-Naffau auSsvn'cbt. Der Hinweis dampf, daß das 315 buchsbstem durch das Bürgerliche GeWZbuck) doch besenigt rvkrren Yürds, entbsbrt vorläufig noch der absoluten Sicherbsit. Ich bitte xis darum, dsr bbm Herrénbause beschloffenM Einfchränkung zuzu- MUMM.

« _Das Geseß wurde in der vom Herrenbame bexchlonencn ,xMung angenommen. _ _ _

_ Der Geseßentmurf, betreffend die Bew1111gung von Stagts- mxtteln zur Verbesserung der WohnuanerbältnUse 33011 Arbeitern, die in ftaatlicherx etrteben be- 1chäftigt sind, und von gering beyoldeten Staats: beamten, gelangte in dritter Lesung zur Annahme.

__ Es fol te die dritte Berathung des GeseßeptrpurfS, bc- !kMend die lbänderung und Ergänzung etmger BL- ?Ummungen des Kommunalabgabengeseses vom 14. Juli 1893. _ _ _

Abg. Seyffardt-Magdkburg (ul.) kam auf1emkn tn zwciter Bératbung gkänßertkn Wunsch wegen Verhinderung der_Doppel- bettkuerung auch in anderen deutschem Staaten zurück und Mach die Desknun aus, der Finanz-Minister werde die Anregung dazu geben, UZ NUL in ankcn'n deutschen Staatcn ähnliche Gs'e'ßk crlanen wurden, wie in Préußén. _

Abg. Hammacbcr (“111.1 unterstüßte diese Anrsgung. (F;; x_vürde eme Ungerechtigkeit sein, wenn Preußen allein ein Geseß annahme, „kü? das außerpreußische Einkommen von den Gemeinbeabgaben be- kMie, während in “anderen deutschen Staaten das gejgmmte _Ein- kmeen zur Gemeindebesteuerung herangezogen würde. Dte preußischen Staatsangehörigkn, die in anderen deutschen Staaten leben, dürften AÖt swleÉter gkstxüt werdkn als die Angehörigen anderer deutscher Staaten kn Preußen.

(Schluß des Blattes.)

_ _ Nach der von dem Präfidenten Freiherrn von Vuol in der Kenrtgen leßtcn Siyun bes ReichSIaY gegebenen Gejchafts- xbersicht war der Reichstag vom 5. ezembxr 1894 _sz geftexn xutammen 171 Tage, versammelt. Es haben wahrend dtejex Zett: 99 Plenaxfiyungen, 424 Sixmngen rer Abtheilungen, 277 Sryungen

der verschiedenen Kommissionen fiattaefunden. Seitens der vcrbündeten ierungen wurden fo end: _Yoxlagen dem Reichstag unter- brettet: 27 Geseyentwü e, nn1chllkßlich _des NeichHbausb-alts- Etats für das Etatsjabr 1895/96, zwetsr Nachträge dazu. wwie . des Haqualts-Etats tür dre Scbungebiete auf das Etatsjabr 1895/96 und einks Nachtrag:“; dazu, eine Kaiserliche Verordnung, acht allgemeine Rechnungen über Den Reichs-Hausbalt für die Etatsjabre 1884/85 bis 1891/92, zweiUebsrfichten der R€1ch§1 AuBgaben und Einnahmen für die Etatsjabre 1892/93 und 189394, zwei Uebcrsichtkn der Einnabmen und YuÖgaben_ker Schußgebiete von Kamkrun und Togo sowie dss südwestafrikanischen Schutzgebiets für die Cratsjabre 1892/93 und 1893/94; die Rechnungkn der Kaffe der Ober-Rechnungskammer für die Etatsjabre 189192 und 1892-93, zweix Berichte der Rkicbs-Schuldenkommisfiyn, fünfzehn Denkschriften, Berichts und Ueberfichten _ _:_c., WL1ch€ durcb Kenntnißnabme erlsdigt find. Es babsn die vkr7a11ung§mäßige Zustimmung seitens des N8ich§taas erhalten: 21 Gesetzentwürfe, cin- ?cblicßlicb des Reichs-Hausk*alts-Etats, des HausbalTS-Ctatß für die Scbvßgebiete und der Nachtrags-Exats, 1Kaiser1iche Verordnung. Ab- ZTlebnt sind 2 (Hesesentwürfe. Dre Nschnunxxn dsr Kaffe dxr Ober- ecbnungskammer und eiktBéricbt dkr Rexckps-chuldenkommixficn find durcb Ertbeilung der Techarge erledigt worden. Dis. Uebsrficbtkn kkr ReiW-Außgaben und Einnahmen für rieEtatsjabre 1892/93 und 1893/94 find durch vorläufige Geüehmigung der nachgewiesenkn Etatsübsr- schreitunLLn erledigt. Die Ueberfickoten dkk Einnahmsn und Ausßaben der Sebusge iet? find unerledigt gebliebxn. Unerlßdigt blsiben ferner: 4 Gesetzentwürfe, 8 allgemsine Rechnn_ng€n U17?) 1 Bericht dcr ReicbZ- Schuldenkommisffcn. Ein Antrag auf Ertberlung der Ermächtizung zur strafrechtlichen Vérfolgung gegen ein R€ichstag§mitglied während der Dauer der Sesfion warde anglebnt. Vor) den Mitgliedern des Reichstags wurden eingebracht: 30 GSYLJe'ntwürse, 35 Anträxxé, 7 Jntkr- peüationen. Von d€n vorgkscblagensn Jnitiatibgsseßentwürfkn babén 4 die Genehmigung kes Reichsxags erbaltkn, 1Antrag ift zurückzczogkn, 3 Anträge find abgklebnt, über einen Antrag ist Ukbergang zur Taue?- ordnung bkscbloffen, 21 Anträge bleibkn unkrlkdigt. Von dsn An- trägen, Welche GSsLHMTWÜrfS nicht Entbalwn, smd: 13 cr1edigt, 3 abgelehnt, 19 bleibsn unerTLdigt. Von dcn kingebraobtkn JUN:- pellationen smd 5 beantwortet und im MWM zur Verbanklung gekommen, 1 ist zurückgezbgkn unk bLi 1 _ixt dt? Bxxnkwortung ab- gelsbnt. Dis Kommisfibnkn 5:1an 109 7ckriftlich8 Und 34 münd- liche Berichte erstattst. Petitionen fink 59 894 singegangkn, darunter 26 060, bstrkffsnk rie Abänkkrung des STTQfgS'ELÖUckßs, des Militär-Strakaeséßbuckys und 592? Geseßes über die Presse; 10 509, bxtrcffMd kik Abändkrung res Militärrensicnégékkßks, Ebrensold :c.; 6057, brtreffsnd dax; vaxgsfey; 3886, betrcffenb rie Tabacksteuer; 5988, bktreffknd dm Vsrkébr :c. mit Margarine; 859, benéffknd kik Abändcrnng dsr Sexrerbkrrdnung (*Hauüer- handel IT.); 760, betreFend die Genbffensckpaften, Konsumversins U.; 613, betreffknd kommunale Besteuwung des WkinH: 406, betréffend den Zoll auf Lusbracbrbolz :c.; 340, betreffend dis ZUckLk- steuer; 305, betréFxnd den Ein- und Verkauf aUsländiscbén Ge- treides durcb das Reick); 68, 1:2th179111: den Handklsbsrtrag mit Araentinikn; 92, betrsffenk BinnenWFZert unk Flößerci; 319, b:“- treffend die' Wäbrung; 316, betrénenk anntwsinstsucr. “T€? » étitione'n babkn folgknkk 5811557111656 Vébandlung eréabrsn: 10598 stitionk'n smd dem HCM! Reichskanzler übkrwicxen: 32 Petitionén smd dbrcb Ukbergang ;ur Tage§ordnung Erledjgt; 30 527 Pktitionen fink durcb Bssckylüffe TCI“ REZÖSTQJÖ für erledigt Erklärt; 1242 Petitionen find zUr Erörtérung im Plenum für nicbt gssignst cracbxct; 1283 kaitibncn. übc'r welch? KommisfionZk'Lricbte VOkliLgM, fink: nicbt msr zur Verhandlung im Plénnm gxkangt; ZPexikchen Wurdsn zurückgezogen; 16209 Petitibnkn find auch in der Kommisfion nicht mehr zar Bératbung Und Beschlußkasung gx- langt, daruntxr 6057 Petitionen, betreffknd das mefgeskß, 5988 ktiticnen, betreffénd Margarine, 613 Petitionkn, béfkéFékW fvmmunalé esteuerung des Weins; 760 Pktitionen, betrxkksnd Genoffsnkcbakten, Konsumvereink :c.

_ Von dern Abg. Hobrecht ist im Hausé dsr Angord- netsn nachstehender Antrag eingsbrackot worden:

Das Haus dsr Abgkordneten wol]? beschlikßsm Tie Königliche Staatöregisrung um baldige Vorlage sinss GsskZE-s zu ersUchen, wxlches den réntenpflicbkigkn Stellenbkszßern die Umwandlöng ibrer nach VW Gkseßkn vom 2. März 1850 WstgésteUTM Ablösungsrentsn in neue Amortisarwnérknten crmöglickyt.

Entscheidungen des Reichsgerichts.

Bei dem Aystxitt des Einen der beiden Tbeilbabxr Liner offenen éandelögeseüsckxau und der Uebernahme kes Geschafté ynter Vei- kbaltung dsr cker Von seiten des anderen zur “?brtxeßung kes- selben als Einzel aufmann für eigene Rechnung ist, nacZ Einem Urjbeil desReich-Z erichts. 117. Strafsxnats, vom 2391058111er 1894, handels- rechtlich ( rt. 29 HandklsgNeHbuÖ) eine Eröffnungsbxlanz zu sieben, deren Untsrlaffnng di? Bestrafung wegkn Bankerutts aus §210 Ziff. 3 der Konkursorknung zur Folgé haben kana._ _.Die rechtliche und ökonomische Steklung der offetxen *Wn'kelsgejellxchaft gegenüber dritten Persrnén ist nach den Vcr1chriften des Handels- gksr bucbs in vielen Bezikbungxn in den wssentlichftkn Pynkten vers ikden Von 1567 S!?Uun , welch? der Einzelkaukmann gegenübkr Dritten im Rechtkarke re ?innimmt. Die r€cht1icbe und wirtbschaftlich Lags kex-je'nigen, der zunächst Mitglikb Einer offsrxen Handelögesellscbaft war, dann aber das GkschäU zur Fortführung für alleinige Rechnung übernimmt, wird im An enblick dieter Uebérnabme eine durchaus andere. Inglexchcn ändert 71 die finanzielle Unterlage des Geschäfts und die Natur skiner Leitung. _Wenn daher die Vor- instanz angenommen bat, es sei durch diese Vkranderung des Geschäfts als ein muss im Sinne des Art. 29 Handelsgssesbuckßs anzusehen, so tFt die Annabme nicht zu beanstanden. _ Für die Frage nach der Qualitat des Geschäfts als eines neuen istdie Beibehaltung der früheren Firma obne entscheidende Bedeutung,!veildakurch diqwesentlicbe Ver- 1chiedenbeit in der rechtlichen Steüung,w_elcheeinersetts dre offeneHank-els- esellschaft, andererseits der Einzelkaurmann dritten Personerz gegen»:- uber einnimmt, nicht berührt wird. Auch Art. 22 Handels e1xßbuchs steht den Ausführungen der Revifion nicht_zur Sexte. _Er pncht nur die Zulässigkeit der Weiterführung der btsbexigen Firma aus und normiert deren Vorausseyungen, läßt aber die Frage, ob das Vom Einzelkaufmann weitergeführt? Geschaft für ein neues zu era_chten sei, unberührt. Ist aber diese Fra e zu bejabkn,_so ist au_ch gemaß Art.29 éanbelögeseßbucbs rie Notbwen igkeit der Ausstellung emer Eröffnungs- ilanz gegeben. Die Gläubiger haben ein be ründetes Interesse daran, daß der Stand des Vermö ens zu dem eitpunkt des UeberFangs genau und buchmäßig feség eat wird, zun)?! wxnn für den eher- nebmer der Akt der Uebernahme des Gescbgsts mtt der Begrünyung neuer Schuldberbindlicbkeiten und mit Veranderungen des Betnebs- kapitals verbunden ist." (3296/94.)

_ Ein übermäFgeyAufn-and, welcher nach § 210 3.1 der Konkursordnung die estrasung we en Banxerutts zur olge haben kann, sie t, nach einem Urtbeil des eich6gencbts, 17. trafsenats, vom 23. ?)?ovkmber 1894, nicht vor, wenn der durch den Lebxnsbedaxf und durch die soziale Stellung des Kaufuganns gebotene Aufwand m einem Mi Verhältniß x_u den zeitigen gerzngerrn Einnahmen des Ge- schäfts ste t. .Uebermgßig ist nur derjenz ? Aufwand, der die burch Umfang und Leistungsfa igkeit des Gestba s gestecheg_Grenzen ubex- schreitet und mit dem tbatsächlich Vorbandx-nen GescbastLVerögen m keinem an eme enen Verhältniß steht; kl? Feststellun der Ueber- mäßigkeit at tch nach der Geschäftslage zur Zett Her era_uSgabung

Summen zu richten; wenn den AWgabén ngk gerxngere Entnahmen gegenüberstehen, so können solche Außgabßn als ubenyaßuge nicbt gelten, die theils durch die Notbwenbigkeit, theils durcb dre soziale SteUung des Kaufmanns geboten waren.“ (3296/94) ;

Entscheidungen des Ober-Verwalmgsgeki-hts.

Das Polizéikoftengeseez vom 20. April 1892 hat, nach eiaem Urtbeil des Ober-Verwaltungsgericbts, 1. Senats, vom 23. Oktober 1894, alle mittelbar-xn Polixetkosten böllig unberührt gsfansn und lediglich über die unmittekbaren Kbyten ker POUZÜVNTQÜUUJ bestimmt, die nach dem GSM,; vom 11. März 1850 ip sächlich? und persönliche gefcbiedxn, nacb kisskr Scheidung von der SM“! und :*:*m Staat zu tragen waren und je tsämmtlicb ron [eßtkrem zu tragen sind.. Zu dkn mitte baren, ken Gcmsinden verbliebemn Außqaben gehören die Kosten der Polizeilich angkorYnYt-Zn_Zt_1_*angs- beilung gesch1echtlich Erkrankter durcb dritte, rydowsn 116 nicht von dem rrinzipaliter verrfiickpteten Kranken _ausgebracht wkrdxn könnén. _ Der Königliche Polizei - PräÜk-knt 5U_ erltn batte im sanitätspolizeilicben Jntereßx angkorrnet, US wbb?- litisch Erkrankten behufs Heilung im WSJ? _kks _Zwangs der Königlichea CharFTÉ in Berlin zuzufübrsn, dté ent1xandenkn HsilunZHkvste-n vor1chUKWLis€ gezahlt und von_d€r Starr smsmxs Cr- Ltattung bkansbrucbt. Dkk Ober-Präfikent 1tel1te dur Verkügung

_kie Vsrbüickotung der Stadt zur Erstattung diesxr Kosten fest. Die

Klags der Stadtgemeinde gegen diese Verfügung, mitteks Kelchkr sie bestritt, "daß die etatifierte Leistung ibr géseßlicj) oblicgk, wurde? vom Ober-VkrwaltunJSJeriäyt abgewieskn, indem es begründextx «USZÜbrrx: „Unter dyn „Kosten dsr Polizeivkrwaltung* kÖnnLn einkrséits aÜein kié Üquaben verstanden werden, die durch 'die EinsExZUng und 7:67: UNT?!- ba1t des verwaltenden Personals und durcb déffsn Auérüstung mit DSM zum Dienstbetrieb Erforderlicbe'n an Grundstücken, Matérialikn, Gsrätben, Hilfsleistungen krrtter :c. unmiktélbar Erwachsxn, Unk andkrerseits mit Zenen quleick) auch die Ausgabsx. “(52 erst infblgé der rkrwal Enden T ätigksit, durch bis AquüérUng der im Verwaltungswege gegen dritte getroffcnkk Anbrdmmgén, kUrc'b die Festste'Uung polizeimäßiger Zustände in dsr 211113an712 (1110 mittelbar Entstebsn. . . . Dcr wabrk Wik]? FSS GésexZZeber wéxd nun nach wack unk Entstehung ausreichend dahin 817611111231“, 73.175 Sr_ des im § 1 “(“Es Polizkikostsngeskßes gkbrauckoten, auch bis MUM 2121?- [eguna zulaffcnden Ausdrucks Ungéackptet _ nicht Über „1112 KMM dsr Polizsiverwaltung“ in dsm obigen WSZTLÜSU Sinn:- kixbonisrtbat. Er bat vielmehr AUE mittelbarsn Poliz€ikcst€n _ und darunter «mb die im frübéren Abs. 2 des § 2 DEH Entwurfs von 1889 Und jeZt in 1:51 Motiben beispielsryétss krwäbntkn Kosten kommanalsr Annaltsn für bolizeikichs ZWLckk _ völlig Unbkrübrt gélaffénx Und (( bat lediglich Über die unmittelbaren Kostén der Verwaltnng be- stimmt. Die nach dem Gksey vom 11. März1850 iniäcbliche und rérsönlécbe gsscbiéden, nacb disskr Scheidung von dsr Stadt Und dem Staal zu tragcn warsn unk jSZt fämmtlich bon [SHTCkcm zu tragkn find. GNM? bikran denkst da;? Adjsktiv ,ach' im § 1 bin_, sodas; IUZ démsslbsn auf die Einbkziebung aucb dsr mittelbaren Kostkn Um '"0 xrknigsr gkschloFcn n-eren darf, als 'der erste (Entwurf bm 1588 aUÖ-k-Ücklich bon ,aULn unmittklbarsn“ kkdllk. _ _ B(iAnMnkung kisscxr Grund- särze ergiebt fich für den borlicgenden FaU ;unäcbst. Daß“ kik Kostén dsr Zwanssbéilung nicbt zu kinsr dkrjcniasn Katéßbricn von AUsgabcn gebärén, bis im § 2 1762 Gese 55 LOST in ds_r, kéffén Schlußklausel €r1äutkrnd€n Bemsrkung der 270658 «Uzkrücklicb (115 vom Staat zu Übérnebmsnks bézcickpnet werken. SiS fink 1n5§€100kék€ 11icht.P0115€i- efängnikzkvstsn'; 718 171x172 aucb nicht Kbstsn „für dix? Unterjnchxmg an étostituisrten“. . . Jekenkaüs bktrkffkn absr die stréitigsn Kostkn nicbt

ufwendUngsn, die Erforderlécb smd, um kik rem ©8793: enrsprkchende verwaltkndk Thätigkéit dsr PO11381 zu Ermöglicbkn, rie Unmittelbar durch und für diese enlstkben. Sie smd erst sine Folge de:? Oblizkj- lichen Einschreiténs zur Abwsbr anstkckcndér Krankbeitén, nämLick) da- durch erwachsen, dasz dis ÜUJLOLÖUSTS Heilang dsr Erkrankten skircns ker Polizkibsbördé sclbst im WSJ? TLS ZwaxgH und mit Hi17€ dritxsr aquefübrt worden ist, und Daß die zur Trasung ker Abskübrmmgs- kosten brinziraliter verrfficbtcten Erkranktkn m Annahme der Po1iZci nicbt fäbis smd, diéselbkn aufzubringén. 112er disk? mittélbarkn, m- fblgs ker D01132111ch€n Tbätigksit Mtstsbkndsn Kosten bat das Gefäß vom 20, Avril 1892 wkder vlrkügsn WLUM, 11be auch vxrfügt. Disse fink aUÖ ZELT noch 99111513 § 3 keÖ GLsLYLÖ vom 11. März 1850 zu béuxrbeilkn Und daher dsn kaéindsn zur Last gxbljébsn.“ (1. 1203.)

Statistik und Volkswirthschast.

Zur Arbeitsrbe'wegung.

WZE Tc.- .Lbzg. Ztg.“ bkricbtet wird, babsn in der Maschincxw fabrik von Gérbardt U. Lebms in Lindsnau am “22.5.2111. 30 Arbsitér _ die Hälfte dsr kvrt bsscbäftigxsn _ rie Arbsit ?in- 98116111; Lobndifferknzen sbUen ksn Anlaß gégebén babkn. _

Die 52 Glasscbleifer ker Firma Emanuel Simm in Dcsssndbrf (Okzstcrreicb) babén dis Arbéit niédsrgclkgt.

Die in Cbarlsroi seit dem 1. Abril ausstänkfgsn Glas- arbéitcr (Vergl. Nr. 81 1“. B1.) babkn D.?m „W. T. B." znfolge die Osfen wisdcr angezündet. Am 1. JUni 1911 bis Arbxit allgemein wikdxr aufaénommcn werden.

Aus Y_Urillac wird re'm „Vorwärts' béricbtkt, daß 500 Bkrgarbsitér dEr Sebäcbté WU Cbambagnc strikkn, wsil dis bon dsr Arbkit auégebliebknen erglkutc mit Géldstrafxn belsgt warkkn. Di? AUÉstänkigsn ksrlangen außkrrkm Lbbnérbébung.

Zn Mélégnanb bci Mailand stéllten am 17. d. M. 600 Nr- beiter Einer Séidensbinnerki kik." Akbéik sin. Sie bßrkanßcn kürzch Arbeitszkit Und bbberén Lobn.

211achMiTthL11ung dss Statistischen Amts der Stadt Bexljn find bei den biefigen Standeéämterw in der Woch€ Vom 12. Mai bis inkl. 18. Mai cr. zur Anmeldung gekommkn: 923 Kbmdgcborene, 296 Ebeschlichungem 35 Todtgeborene, 550 Stsrbefäüe.

Kunst und Wiffeuschaft.

Ter Prbécffor der vafik an der Univsrfitäx KönigÖber;, Wirkliche GébeiML Rath Dr. Franz Nenmann ist, wic TK: .Nat.-Ztg.' gemsldet wird, am Donnerstag, 97 Jabrs alt, géstbrbsn. Er war am 11. SerTember 1798 in dsr Uckermark gkboren, 81116 im Altsr bon 15 Jabrsn zu den Fabncn und ksbrte nacb Bkénbigung des Krieges zu skinen Studien zurück. Im Jahrs 1826 babixitierte er fich in Königsberg als Privatdozsnt dsr Pbyfif. wurde _ 1828 außerordéntlickper und 1829 orkxnt- licher Professor da'csbst und bildete bis in die nCULstL Zeit den 211111181- bunkt Liner vielbesuchten_ matbematisÖ-vbbßkalischen Schule;. In dcn leßten Jabrkn hatte 2! yeine Lébrtbätigkeit cingekteUt: bsi ber Ibbel- 18187: der Universität Königsberg wurde Er zum Wirklixbxn Gebstmsn Rath ernannt. Unter Ncumamfs Jablrkicben W111Mschä1111chkn Arbeiten ragen besondérs hervor skins Tbéoris ker Reüexion und Brechung des Lichts unter der VorausseZung, daß die Schwin-

ungm in der Polarisationsebene krfrlgep:_ rie Entwickelung dsr

eseße der Dopbékbrecbung in _komprtmtertcn oder ungleich- förmrg erwärmten unkrvstaüinischén KÖrD-Zrn, der Farben zweiacbfi Lr Krystalle im bolarifiecten Lichte; d_as aÜLemeine Prinzip der mat e- matifcben Theorie induzierter elektri!ch_er Ströme, und seine Methode zur Bestimmung der 1'xxezifiscben Warme der Körpsr. Jm Druck erschienen seine .Vorlesungxn über die Theorie des Magnetißmux', .Einleituy in die tbxorctiwh? Pbyfik“, „Ueber elektrische Ströme“, .Tbeoreti] eObtik'. .Uebkr Dre Theorie der Elastizität“ und .Tbkbrie des Potentials“. _

_ Die International? Kunstausstellung des Vereins bildenker Künstler Münchens .Sezession' geht, wie aus München geschrieben wird, nunmehr ibrer Vollendung ent egen und verspricht, ibre Vorgängerinnen an künstlerischer Frische und » edeutung noch zu Übertreffen. Die Jury walter ihres Amts mit größter Ge- wiffenbaftigkkir und Aufopferung. Die ersten Künstler der GlaWower Schulc werden mit etwa 60KunstMrken auf der Ausstellung Vertreten sein, srr Prof.J.H.L. de Haas, der Vertreter des Vereins für oüand

und- elgien, hat seine beiden Sektionen bereits fertiggestellt. olland