Artikel 1.
€ 1.
Sämmtliche Kirchengemeöden, welche einer der Berliner Kreissnnoden angehören und ihren Siy in der Stadt Berlin haben,:vcrdcn, unbeschadet drs Verhältnisses zu ihren Kreis- synodsn, zu einem (Hksammwerbandc vereinigt, desen Ver: tretung durch die Stadtsynode erfolgt.
Dem Stadtfynodalverbande können durch Anordnung dees Konsistoriums aucb solche Kirchengemeinden angeschlossen werden, welche ihren Sly nicht in der Stadt Berlin haben, aber- an eine um Synodalverbande gehöri e Kirchengemeinde angrenzen. s bedarf hierzu der Einwi tgung der Stadt: synode, sowie der Zustimmung der Or ane der anzuschließenden Gemeinde, welche [estere jedoch im Falle des Widerspruchs durch die Provinzialsnnode ergänzt werden kann.
§ 2.
Die Stadtsnnode besteht aus:
1) dem GeneralCuperintendenten für die StadtBerlin, in Vakanz- und Behinderungsfäüen dem vom Kirchen- regiment ernannten Vertreter:
21.16 eincm Pfarrgeistlicben der zum Ztadtsynodal- verbande gehörigen Kirchengemeinden, und war dem- jenigen, welcher den Vorfiß im Gemeinde 'rchenratk) zu führen hat, oder in seiner Vertretung demjenigen Geistlichen oder Aeltssten, welcher zu seiner Stell- vertretung im Vorsiß berufen ist. Für die Dom- gemsinde tritt der QbowHof: und Dompreriger oder in seiner Vertretung der nächstältefte Domprediger ein; den Superintendenten der zum Stadtsynodalverband gehörigen Diözesen, sofern fie nicht schon auf Grund der Nr. L berufen sind: gewählten Mitgliedern in doppelter Zahl der zum Stadtsynodalvcrbande gcbörigrn Kirchengemeinden. Für jedes Mit [ird ist ein SteÜvertreter zu wählen, welcher im Fa dsr Behinderung eintritt.
*Die Hälfte der unter Nr. 4 be:.cichnsten Mitglieder ist in der Weise zu Wähler:, daß jedk Gemeinde einen ihrer dsr- zeitigen odcr frübsren innsrhalb des Stadtsynodalderbandes wobncndenden Aeltesten entsdndrt. Die andere Hälfte ist aus den angrsehenen, k1rch1ich erfahrenen und vrrdiemcn Männern des Stadtsynodalvsrbandrs in der Weise zu wählen, das; jede Gemeinde,_we1che mindcstrns 10000 Srrlcn zählt, ein solches Mitglied entsendet. Die übrigen Mitglieder sind, nach den von dcm Stadtsbnodalvorßand im Einverständnis; mit dem Kon: Zistdrium für jrdc Wad1prridde zu trefkendsn Bestimmungen, von den nach Zerlcnzabx, sowée sonstigen Verhälmisssn bc- dcrrtendsten Gemrinden zu wäblkn. Falls das Konsistorium sein Einverständnis; versagt, enrschsidet dcr Evangcbsche Lbrr: Kirchonratb.
Lb Line Gcmrinde mindestens 10000 Zrklen zäblf, Ent: scheidct in Zweifelsfäklen der Vorstand dsr“ Ztadtsynods. Wird dies vrrne'mt, so steht innsrbaLb einer Frist von 14 Tagen der berbeiligten Gcmeindc dic Beschwerde an das Konfistormm 5:1, welcbcs rndxxültig errtscheidet.
Die Wahl drr Mitglieder Erfolgt auf drei "Jahre und wird durch die vsrriuiqtrn Gemeindeorgane voUzogen; wo drr: faffungSmäßig eine Gemeindevertrcjung nichl vorhanden iir, erfolgt die Wahl durch den Gemeindefirchsnratb, in der Dom; gemrindc drrrck) das Tomkr'rckrrxkdücaium. Tie (eräblten müßen daS dretßigsxc Lebenßjabr 511rÜckge1cgt haben.
Tsr Vorstand der Stadxsrmode hat Über die' Legitimation ibrcr Mitglieder ZU €n11ch€iden. Grgdn die Entsckzsidnng kann arri dic Bsschlußfaffung der SkadxsWbds angetragen wrrdrn.
„Z 4.
Tisjenigsn weltlicbrn Mrtglirdrr ddr Zradxsnnddc, welche noch kein Gelübde als 5218112178 abchsgt habsn, werde'm von drm Vorsitzenden dsr Ztudtstmode mlt drmjsnigcn Gedee vrr: dlectht, welcbrß die Mitglicdcr der Provinzialsrmods nach F 83 der Kircbengrmeinds- Und Zmrodaldrdnung vom 10. ZMrmbkr 1873 311 leistsxx baden.
ck .).
AUf dis Ztadtsrmodc grbcn ch: Bsfugdiffc Und Vrrbind: lichkeiten der bisheriJcn vrrcinigrsn KrriZsdeen Über.
Ter Stadtsrmodc lirgt, Urrbrschadet dcr chbts Und PMchrcn der Aufsichrsbebörden und drr LiUZLMLU Kirchengkmeinden, dis Fördrrung einsr aUIrcichcndxn AUHstattung dcr Ztadx Berlin mit äußrrrn kirch1ich€n Einrrc'btrmgén, insbesondere» Pfarrsrellen, k1rc111ich911 Gebäudrn, Brgräbxrißpläßcn ob.
Lluch bat src die Vsrdfsjchrmrg, dcn Lrnzelnrn Kirchrn: gemeinden drersnigen 511111181 zu gewähren, wclche fie zrrr Er: füllung drr ihnen ob'ridgcndrn gcsrßlichcn Leistnngdn bedürfen und 111 Ermangklrmg zalängjickxn Kirckzenvermbgsns und dritrrr Verdäichrrtrr (Pajrdnc, Ztadxgemeindr Berlin 201 sich nicbt (212716 Umlagen brschaéfen können.
TLr Zxadrsvnddaiverband farm N€ch1€,namsntlich am!) an Grundstücken, LWLkbM und Bérbindlichkciten eingebén, ins: befoxrdere auch Adleihkn aufnebmrn, klagen und verklagt werden.
T1? Mirtsl, ws1chc di? Zmdrsynode zur ErfÜUUng ibrcr Aufgaben bedarf, wsrden, soweit nicht andrr-e Einnahmen zu Gedore stehen, durch Umlag? besckxafft.
Dir Umlagen werden unmittelbar auf die (Zemcindcgliede'r sämmtlich€r Kirckzangemeinden dcs Ztadtsynodalvrrbandes rer- tbkilr. Sie müss-crr g1€1ch521rig in aUcn Gemeinden nach gleécdem Maßstab erhoben wsrdcn.
Für den Nsparrrrwxstß gilt die Vorschrift des §31 Nr. *; der Kirchengemeinde: und Synodalordmmg vom 10. Ssdtrmbcr 1873.
„H 7.
_T'Lc ?Ztadtsnnode wählt für die Tausr jeder Synodal- perrods einen Vorstand und ernerr geschäftsfübrendrn Ausschnß, le_stercn mit Ausschluß seines Vorfrsenden ("F 9). Bside bksiden bis zur Bildung eines ncuen Vorstandes“ und AuHschuffrs in Thätigkeit.
ck 8.
Der Vorstand besteht aus dem Vorsißsnden, dem Stell: vsrtrctkr desselben und drei Beifißern. * Für die Beistßer werd-m ZtrUbsrtreter gewählt. Si? werden nach der Reihen- folg-c ihrer Wahl zur Veriretung brhindcrtcr Brisrßer vom Vorfizsnden odrr den'?" Skolldsrtretcr in den Vorsfand cin: berxrfm. Entw.“er der Vorüssndc odsr deffen Stellvertreter muß sm Gsistlichcr ssin, drsgkséchsn je einer 0011 den Bei: KHM: und drren Sterrrtrstern.
Zar Beschlußfähigkcix des Vorstandes ist die Anweserrbeit des Vorfißenden oder seines Zthorrkretcrs, sowie zweier Mit- glieder oder der für fie cindsrufenen Zrellvsrtreter erfordcrlich.
Trm Vorstands liegt ob die Vorbcre'ttung Und Leitung
der Ver ndlungen der- Stadtsynode, sowie die Ausführung ihrer Be chlüffe, insoweit nicht lestere nach Maßßabe dieses Gesehes x_md des nach 11 zu erlaffenden Rega ativs geschaftsfuhrenden Ausf uß zukommt.
»
. § 9. Der ge1chäftsführende Ausschuß besteht 1) aus dem General-Superintendenten für die Stadt Berlin, in Vakanz: und Vehinderun_ sfällen dem nach F "2 Nr. 1 ernannten Vertreter, als orsißenden, und - 2) aus sechs Mitgliedern. » Für leßtere werden Stellvertreter ewählt.
Sie werden nach der Reihenfolge ihrer ahl zur Ver: tretung behinderter Mitglieder vom Vorßßenden in den AUE schuß einberufen; _ _
Ein “juristijcbes Mitglied des Konfinoriums nimmt an den Sisungen dss Ausschusses mit berathender Stimme theil. § 10.
Der geschäftsfübrende Ausschuß vertritt den Stadtsynodal- verband in vermögenSrechtlicher Beziehung, in streitigen wie 'm nicht streitigen Rechtßsachen nach außen und verwaltet dessen Vermögen nach Maß, abe der Beschlüsse der Stadtsynode. Urkunden über Rechthefchä e, welche den Stadtsynodalverband gegen Dritte verpfltchten soUen, ingleichen VoUmacbten, müffen unter Anfübrung des betreffenden Beschlusses der Stadtsynode bezie_bung§weise des geschäftsfübrenden Ausschuffes von dem Vorn enden und zwei Mitgliedern des geschäftsfübrenden Ausf uses unterschrieben und mit dem Siegel des Aus- schusses versßhsn sein. Hierdurch wird Dritten gegenüber die ordnungsmäßiqe Faßung der Beschlüsse der Stadtsynode sowie ihres geschäftsfükzrenden Ausschuffcs festgestellt, sodaß es eincs Nachweises der xinzelnen Erfordernisse derselben nicht bedarf.
Zur Veschlußfäbigkeit des Ausschusses ift die Anwesenbkit des Vorfißenden und die von drei Mitgliedern oder Sie!]- wcrtrctern erforderlich. __ _
»; 1.
Jie mäherrn Beftimmékngcn über die Geschäftsfübrung de_r St_adtsytrdde und ihrer T_rganc werden durch ein in ibrkm Er_nernändmZ vou dcm Konnstorr'um zu erlaffcnch Regulativ chgewßt.
Artikel 11.
AUch in anderen Ortschaften, welche mrbrere, unter einem gkmcinsamen Pfarramt nicht verbundene Parochien umfaffén, können dir im Art. 1 dieses (Heseßes dem Berliner Stadt- swnodaloerband Übertragenen Rechte und Pflichten anz oder tbeilwrise eincm an?: einigen oder sämmtlichen Kir enge-mein- dcn dcr brtrsférnden Lrtjcbaft, geeignet??! Falls unter Ein- bszichng angrsxrzrndrr Kirchengemeinden gebildeten Gesammt: verband Überrragrn wcrdm
Erfdlat dre Bildung 21an solchen Verbandes, so werden die der Ysrlirer Ztadtsbnode Übertragsnrn Befuniffe und Vrrdflrchmngen von einer besonderen, aus den Worsißenden der Gémeindckirckyenrätbe sämmtlichcr Verbandsgsmeinden und 'der mindestens ddpvrltcn Anzahl gewählter Mitglieder zu bildrndsn Vsrdandßvsrtremng aU-deübt, welcbe [estere von den vrrsinjgten Grmeindeorgam'n dsr einzeénen Gcmeinden aus den xkrvsiligsn AeLtesrsn und Vertretern der bstreFenden Grmeinde 0er die Tuner ihres Haumaij zu wählen find.
Tie näbéren Bestimmungen Über die Einrichtung und Geschäftsführum der VrrbandSvertrstung wrrdkn im einzslnen
“x
z*a11€_ durcb“ rirr vom_ Kbnskstdrimn Zafer Tbkilnabmr _dYH Érodmzral::ynodalvdrnandss „zu Erlanrndés Regalativ sM: gc1e51._ _ __._
» _Tre Anordnang _Sks_0[g1 ÖUTch_ dax“: Kommtorium urrter ;berlngbmc dcs Prdbtxrztaler)Uddalvorxzarrdcs Und _crfordkrt dre mermmang «(]-:x bctbrtltgten Grmkmden oder, 111115 die
Zerlenzabl drr ibr zdfrémmcndsn Gemeinden wcnigstsns
dis Häkfrc drr (H:!"ammrsrrlsnzabl des zu bildenden Parochial:
vrrbaxxdres bexrägr, dic Gcnrbmignng drr Provinzialswnodc. *][rtjfsl 111.
Die Fesxsrßuxg des" Zciwunkts, mix welcbem dieses (5121813 in (Hsltnng trirt, bl-c'xbx Königlicher Verordnung vorbrbaltc»
Mit 01218m*4),€i1l"-U7111 kOMMCN dic verrinigten Krsissnnoden do:: Berlin in WrgfaU.
Die Organe dsr bisberiger'. vereinigxrn KrriHsynodrn von Brrlin bleibkrr jrdrch nr-cb so lange als Organe der Stadt- srmod-L in Wirksamfcix, biz dicse neu gcbilrdst ist.
AUÜ bcbält Für d;? Ztadtfnnode da?) Negalativ der ver: cinigtrn KcmIsnW-an, irrsoweit ES m?.r drn Bsstimmungrn dicses Gcsrxzrs drrrinbar is:, so lange Geltung, bis nach Arr. 1 F 11 ein amdsrrd-cixcs NSZUWÜV zu stande ge: kommrn rsx.
UrfandLiÉr Unter Unscrrr Hbckosrrigsnbändigen Unterirdrifr Und bcigrdrUckt-Zm Kdniglichen Jmfiegei.
Gegebén Prbkrlwiß, den 17. Mai 1895.
11..*'.) BZilhelm. JU Vcrbinkcrrrng drs PräsidémM dcs Evangelischsn Ldkr-Kircbsnratbs: von drr (HOLZ.
Verordnung
übrrdas I.bfraßtrreren drs Gdseßes, derrsffend die Berlrnér ;tadt!_r_1n00€__und dre Parochialverbände rn großeren Orten.
Vom 18. Mai 1895.
Wir W ilhelm. von Gottes Gnaden König von Preußen :c. __ verordnen auf Grund des F7 des Geseßes, betreffend die Berliner Stadtsynode und die Yarochiawerbände in größeren Orten, vom 18. Mai 1895, auf den Antrag Unseres Staats: Ministeriums, was folgt: Ernziger Artikel.
Das Grieß, bcxrsffcnd die Berliner Ztadtsnnode und die Varochialverdände in größeren Orten, vom 18. Mai 1895 tritt mit dem Tage sciner Verkündigung in Kraft.
Urkund1ich untcr Unfsrer Höckxsteigenbändigen Unterschrift und bcigcdruckrkm Königlicb-en Jnfiegel.
Ergeben Prbfslrvéß, dcn 18. Mai 1895.
111.8.) Wilhelm.
Fürs: zu Hohenlohe. von Boettichxr. Freiherr von Bcrleysck]. Miquel. Thielen. Bosse. Bronsari von Schellendorff. von Köller. Freiherr von Marsch [ Jrciherr von „Hammerstein.
(1 "T
[. »chbn|tckdt.
Die Nummer 19 der Gesey-Sammlung, welche „. heute ab ur Auggabe gelangt, enthält unter _ Nr. 41 das Gesch, betreffend die Berliner _Stadtsynode und dre Parochialverbände in größeren Orten. Vom ].8,Maj 1895; und unter
Nr. 9742 die Verordnung über das Inkrafttreten des Geseßes, betreffend dre Berliner Stadtsynode und die Parochialx verbände in &xößerm Orten. Vom 18. Mai 1895. “ .
Berlin ., den 28. Mai 1895.
Königliches Geseß-SammlungEAmt. Weberstedt.
Abgereift: Seine Exccüénz der Chef des Generalstabs der Armee, General der „Kavallerie Graf von Schlieffen. Angekommep:
_ Seine Excellenz der kommandierenbe Admiral, Admira! K n orr, aus Wilhelmshaven.
Yichtamtliehez. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 28. Mai.
Sxäne Majestät der Kaiser und König nahmen heute früh im Neuen Palais den Vortrag des Chefs des Militärkabinets enthen und begaben Sich sodann mittels Sondcrzugs nacb dem Srbirßplaß bei "Jüterbog, um daselbst einer Zchießübung dsr Jnfanterie-Schirßschnle beizuwobnen.
Tic vsreinigten Audschüffc _ des _ BundeSratbs für Handel und Verkehr und sür Zunizweqen hielten heute eine Srßung.
In der Ersten und Zwriten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs- und StaaWAnzeigerS“ wird die Vom Reichs»- Eisrnbahnamt aufgesteUte tachariscbe Uebersicht der Be- triebS=Ergebnisse deutscher Eisenbahnen für den Monat_ April d. J. veröffentlicht, auf welche am Sonnabend an di€1cr SteUe auszüglich hingewiesen wurde.
_ _"?krBevoUmäMigte zum Vundssratb, Königlich bancriéche Mmrsterral-Rath von Geiger ist von hier abgererst.
Z_ig_mar_ingcn,_ 28. Mai. Jbrc Königlichen _Hr-bcéxcn der zz-rrryx und dte_5xur1trn von Hohrnzollern Und K::Ö Italierr bterber zurnckgefebrt.
Heffen.
JU drr gestridkb Sißrrnq der Ersten Kammer gab, wie die ,.T-armst. ZV,.“ bsrichcet, die? Berathung der Vorlage Über das Ordensgrx'eß Vrranlab'ung zu einer l-xbhaftcn Trbatré. Der Fürst IsenburgBirstein und der Gischof Haffnsr von Mainz brdauertsn, daß die Régiermrg nicbt wsitdr grgangen sei. Dsr Bischof erklärxe, rr werd: mit Genshmigung des Pavsres für däs Vorlags stTmmen, Md richtete bestigs Angriffe gegen dis lzrssischen Kirchkngeseße. Ter Prä- srdent des Evangelischen Ober:KonsrstoriUm§ Goldmann 11:13 der Prälke't Habicht erklärten, daß ste nacb den Auslassungsn des “Bischofs Haffner dir Vorlage ablebuen müßtrn. Ach) dsr ZtaatéZsUinistsr 131".Finger bedaurr1€ diese Aerrßsrungsn, dW gscigner seirn, Bsrmrubiqung bérdorzrerfen. Schlirßl'xch WUrr-e die Yorlazzs mit aUen gegenfsmf Stimmeu angrndmmcrr. AUßerdem Lklédiglé dir Kammer die Forderungen für den Mus-xumsbau in Darmstadt Undfür 018 Restaurirrrrxrg drs Kurfürstlichen Zchldsskß in Mainz. Ferner kr“: schloß die Kammcr auf eine Eingabe der": Bundes."- deutscbrr Fraurnderkinr, entgsgen dcm Antrag ibrxs AUsschuff-xs, ch Regirrung um Anstellung eines weiblichen Fabrjk: Jnsvsktdrs zu ersuchen.
Mecklwburg-Streliß. Zsinc Königliche „13011212 drr (Zroßbrrzog hat ück) am ;),-5. d. M. von N;" -Z1kk(1Z nach London begeben, wo Zbrr Kdn1g11chc Hdhkit dic? Großherzogin bércits seit einigrr ZM wriét, um dort für einige Wochen Aufsntbalt zu nehmen.
Reuß ä. L. JhrrTUrchlduchx die_v2rwittwete Fürstin zu ;? (_hannk brzrgZpre _Ut_ am ".)-_). d_. M. x_u mehrtägigen: BNuck) am Furnltchcn dee m (Bretz emgstronsn.
Reuß j. L.
Seine Durchlaucht dcr Fürft Heinrich ITU". NCLLZ j. L. vollendet brate scin 83. L::bensjayr. ur Vorfeier des Tages fand gestern _Abend in Gera großsr ' apfenftreich stat). Heute früb war großes "Werken, um 10 Uhr Vormittags FM- _qottesdienst und um 11 Uhr Parade des “2. Bataillons OCS 7. Thüringischen Jnfanterie-Regimcnts Nr. 96. Die Schrxlcn begingen den Tag durch Festaktc.
Oesterreich-lngarn.
Die Königin und die Königin-Negentin drk Niederlande und zu längerem Aufentban m Ischl rx?!- getroffen. _ _ .
Graf Kuefxtein ist zum Gesandten bei drr 1chwerzc- rischen Eidgenoffenschaft ernannt worden.
Zu der gestrigen Siyung des österreicYsehen LUST“ ordnetenhauses bcantwortste der Minister: räfident YUM Windischgraeß die Jntsrpellation des AbqeordnetUZ Exner über die Reden dax; 3 farrcrs Deckert (FNr. Uk) d. B1. vom 15. d. M.). Dcr * inis:€r:Präfident theilt? mit, daß die Staatöanwaltschaft in Wien am 13. Max, also W? der Jntsrvkllation, die bei der Polizeidirektion eingegangepen Ml Anzeigen unverzüglich an den UntersuchungSrichter geleitet habe mit dem Antrags, Vorerhebungm wegen des Vergek)ens der
x
-“ Aufreizung zu Feindseligkeiten ge7en Nationalitäten und
Religionßgenofsenschaften zu veransta ten, sowie das; diese Vor: erbebungen thatsächlich eingeleitet worden seien. Ob der That- beftand einer strafbaren Handlung vorliege, sei heute endgültig u beantworten nicht möglich, "oa nur das Gericht berufen Hei, dies_ auszusprechen. Unter allen Umständen müsse die Regterung es schwer bedauern und entschieden mißbilligen, wenn von geweihter Stelle Worte fielen, welche geeignet seien, den Frieden zu stören, odcr wenn, von wem auch immer, aufreizende oder gehäsfige Angriffe gegen bestimmte, individuell bezeichnexe Theile der Gesellschaft gerichtet würden. Das Fürsterzbischkxfltche Ordinariat, an welches er fick) gewandt habe, habe dre Zuncherun gegeben, dahin wirken zu wollen, daß aUes vermieden wcrden skblle, was geeignet sei, den Frieden dér Gesellschaft zu stören und zuHaß und Vcrachtung der verschiedenen Klaffcn aufzureizen. Hieraux seßie das Haus die Debatte über die Steuerreform fort, in welche auch Finanz:Minifter O1". von Wiener eingriff, indem er die Grseymäßigkeit des Zu- sammentritts der Steuerkommisfion des Herrenhauses nachwies» Dic Besoldungsfteuer wurde angenommen und damit das vierte Hauptstück der Steuerreformvorlage bis auf den F “217 erledigt. Am Schluß der Sißung brachten die Abgg. Laginja und Genossen einen drin- genden Antrag em: die Regierung möF, den Wortlaut der Verordnung, durch welche die Einfur ollbegünstiqter Wein? „eregelt wird, vorlegen. Ter Handels: inister Graf Wurm rand bekämpfte die Dringlichkeit unter lebhaftem Beifall. Ter Abg. Lueger befürwortete dieselbe und unterzog das Verhalten der Regierung zu Ungarn sowie das Verhalten der ungarischen ngierung in der leßtrn Krifis einer abfälligen Besprechung. Tie Dringlichkeit wurde mit 90 gegen 39 Stimmen abgelehnt, worauf srch das Haus bis heute vcrtaqtk.
Tas Subcomit-Z des Wahlreform:Ausschusses hielt gestern Vormittag in Anwesenheit des MinistewPräsr- denten Würsten Windischgraey und des Miniüers des Innern T11éccrquis Bacquebem eine Zißrmg ab, in welcher die nunmehr fertiageftellte AUEarbeiiung d??? Geseßentrvurfs, betreffend die Wahlrsform, bezw. der Bericht des Abg. Nutowski vorgelegt wurde. _ Den gcftrigsn WTener Abend- blärrern zufolge enkhält der WahlrcformEr-twurf die Bildung einer ncuen Wablkurie von 50 Mitglicdern mit zwei Unter- abtbcilunaen. Die erste dieser Unterabxbcrlungen 1011 die ge- ringstcn Steuerzahler umfassen mit 37 Mandaxrn, dre zweite die Arbeiter mit 13 Mandatcn.
Ter Ausschuß der deutjcbcn Sektion des böhmischrn Landeskultrrrratch brfcbloß, anläßlich des RegTerungs: “Jubiläums des Kaisrrs 81112 (1119211181716 landwKrtbschaft: liche Jubiläums:Ar:§-stellung zu veranstalter.
Großbritannien und Jrlaud.
NaZr Ullab Kban, der Sohn des Emirß VM Afgha- nistan, begab sicb gestern von London nach Windsor, Um der Königin einen Besuch abzustattcn. Der Herzog von Conyazxght, Prinz Heinrich von Battenberg und der gemmmte „Horstaat erwarteten den Prinzen an dem Ein ange des Schlaffes Windsor, welcher nur bei Empfängen bniglicber Pkrsönlickx keiten benußt wird. Nack) einer balbftündigen Audwnz kehrte der Prinz unter den gleichen Ehrenerweisungen wie bei der Hinrrise nach London zurück. um dem von dem Prinzen von Wales im St. James:Palast abgebaljenen (Impfung beizu- wohnen. _
Jm Oberbause brachte der Minéäer:Präüdent Lord Roseberr) eine Bil] ein, durch :ercbs die Akte übxr die BiLdung der Iuft'izkommisslon des Grbcimgn Narbe?» dabxn ab- grändert wird, daß den Richtern der Ldernrn err'cbksbow don CÜUÜDÜ und Austraxirn die Béfäbigrgrg zugevprocben Wird, Mitglieder der genannten Justizkomrxrimoq 5U_ wrrderr. TZI .HaUs nahm dre erste LSsung dis1€r__B111 www dre__ert_1€ Lesung der Finanzbikl an und wird nch wegen ch Vnngn: festcs vom 30. Mai bis zrrm 9. Junr_vertagen_ __
Jm Unterbause brachré der „Kriegs-Mmmter (_Tamp: bell Bannerman LMM Gsseßmrwrrrf ein ÖLÜYfÖ _Ab: änderung des Geseßes über die Einberurungder Fretmzüzgen zum aktiven Tien". Der Entwurf xvurde m_ ernsr L_Zcmng berathen, obne daß die Regierung d?melben wrrter bégruxrdets. Ter Präfident dss Ackerbauamts Gardner erkchrte, es seien nencrdingeZ Vqusbrrmgen 0111111? _ grxrdxxen, daß in den Einberbäsrn _von der emgrrubrteb Butter z1»robrn entnommrn würden bebuxs_ der Nnalvje dUrcb den ersten Gerichts-Cbemif€r: 817.16 gewiwe Anzahl von Proben fck bereirs CUMOMMM worden. Es wrrde jest Lk: wogen, welches Verfabrrn gkeZZn Ucberrrßtungsn drs Gexeßrs, brtreffend dcn Verkauf von ' abrungsm1t121n_Und Troger)?- waaren, des Margarinegeseßes und des GULHLÖ uber dre Waarenmarfen einzuschlagen sei. Sochnn wurde dxdrrtfr Lesung der Finanzbil] genxbmigt. Ter é»:ch_aßka_nzle_r_ S_tr W. Harcourt 1prach dir Honnung aus, dax; drePnngnxerrM am 31. d. M. beginnen und bis zum 9. Zum dauern murder. _
Gestern ist in Glasgow der Kkr'UZLL" __..Terrrble“ vom Stapel gelaffcn worden: der „Terrrble“ M der großxe und mächtigste Kreuzer, der 1err3_al_s geharzt wurde, und 100 “Fuß länger als irgend ein Zchm dcr brrtmchen JLOTTL.
Frankreich.
m Senat wurde gestern im EZNOSrftändniß mit dem Minixter des Auswärtigen Handtartx dre_Berachu1)g _der Jntérpellation Beguznanorr uber dre ausmarttge Politik auf Freitag fe1tge1syt. _ _ _ _
Die Deputirtenfammer 1eßte genern dre Debatte 11er die Judenfra e fort. Der Devutirte Naqnet gab emen historischen Ue erblick über das Judenthxm und e_rklarte, wenn die jüdischen Bankbäuser geblündert wurden, wurde dasselbe S icksal bald auch den übrigen Banken bevdrxtxben. Am ZYluffe seiner Rede bob Naquet den Vgtmotrsmud der Juden sowie ihre Dankbarkeit für Frankrc_1ch, das rbnexr die Freiheit gegeben habe, hervor u_nd bezerchnete_d_c_n Ann- skmitißmus als eins anrisozia1e T0k1rm.__Der errmer des Innern Let) ues erklärte, die1e Debatte Fuhre TU fernem Er: gebniß; die e ierung könne nur erklären daß Uedem Geseß mit Unparteili keit Achtung_ de_rschaffen werde; dre Yepublrk sei kein Regime der Begunrtxgungen. Der Mmrster h_e: antragte die einfache Tagesordnung, worauf dre Diskusüon geschlossen wurde. _Ter __Teputtrte _ de Mahr) forderte Maßnabmsn gege_n_d1e Ermubrung _engltscher Werxhe an den fran öfischen Boqen. _ Der _Mimster des Innern Leygues erw“ erte, der Handel m englqchen Werthen sei durch das Geseß estattct, und verlangte dre ernsache TageSordnung. DiHselbe gelangte hreraux nut 299 gegen “206 Stimmen zur Annahmx. _ _ _ __
In der Budgetkommtsston erklärje gestern der meyter: Präsident Ribot, 'er werde trachten, alle noch rrgend moglichen
Ersparnisse in das J et einzustellen; er könne aber keine Hoff: nung machen, daß di elben beträchtlich sein würden. * MinistenPräfidem forderte dann die Berichterstatter auf, auch ihrerseits zu untersuchen, welche weiteren Ersparniffc gemacht werden könnten. Zum General-Berichterstatter der Vudgeikommisfion wurde Cochery mit 18 Stimmen gewählt gegen den RadikaZen _Doumer, der_12 Stimmen erhielt. „
Die öfter_retchi]ch:ungari1che Regierung hat gestern an die franzönsche Regierung das Ersuchen um Ausliefe- rung des Journalisten Szöles gerichtet, welcher beschuldigt in, das Attentat gegen das Henßi-Dsnkmal in Budapest außgesühr! zu haben. Die Auslieferung wird auf Grund eines weZen Betrugs und Veruntreurmg gegm Szöles eifrge: leiteten “Strafverfahrens verlangt.
Rxßlud.
_ "Ter Nail) im Ministerium dss *Auswärtigen von (Biers rst zum Gesandten in Rio d? Fanriro ernannt wordm Italien.
Nach atmlicher Feststellung ist das Gesammrresultat ,„der Wahlen folgendes: Gewählt wurden 328 Ministerieüe, 1'02 Kandidgten der konstitutionsllen Lppofition, 31 der radi- kalsn Oppomion und 14 Sozialisten: 35 Stichwablen sind erforderlich, die wahrsche1n1ich noch 19 STYL für die MinisterieUen, 7 für die konstitutionelle Oppofition, 8 für die Radikalen und 3 für die Sozialisten ergrbsn werdrn.
Tie „Agcnzia Stefani“ meldet, der Zwischenfall betreffs der Reise des Nuntius Agliardi nach Ungarn seidurch den Austausch vertraulicher und mündlichor Erklärungen mir dem Päpstlichen Stuhls brigelegt worden.
Griechenland.
_ Die Kammer ist, wir „W. T. B.“ am?- Athen berichtrt, gestern Vormittag zusammrngetretsn. "Ter *11'cinistrr:Vräsidcnt „verlas das Königliche Eröffnungsdekrrt. Die Kammer wählt? sodann die Abtheilungen zur Prüfung der Mandats.
Serbien.
Tie Negirrunq bcabsichtigt, einer Meldung des „W T. B." aus Belgrad zufolgr, die Skupschtina Ende Juni wieder nach Risch einzuberufsn.
Bulgarien.
Tie ,.Agrnce Balcaniaue“ meldet, daß die Ankrmft des Präsidentrn dcr Sobranje Todorow Und dcs Präkidrnten des Znnod Gre or in Sofia mit der in Bildang bsgriffenen TWUTÜÜOU zur * iederlegung drs Von der Zobranje votierren goldenen Kranzcs für das Grabmal dcs Kaisers Alexander 111. 'm Verbindnng srebé. Ter Tepmation werden, aUßer den beiden Genanntsn, der Präsidem des Zentral-Comités drr RegTerungSvartci Mintschswitfck) und 811119? noch zu wäblende Mitgüeder anarhören.
AUS Zofia wird dsr „Kblrrischcn Zeitung“ gemeldet, Stambulow habe einen leßten Vkrsuck) gsmacbt, cinen Paß zu erhalten: er habe unter Bsifügung Limes ärztlirhrn Attéstes ein langes ProrrsrsckJreib-sn an den Mibister:Präsidsntru Stoilow gésandt, worin rr das Recht der varlamcntariscbsn Kommission, sich einen gkrichtlichen Charakter bsizulegén, bestreite.
Amerika.
Der vor einiger Zeit erkrankre Zraatssekrstär Gresham ist, wie „W. T. B.“ aus Wasbingtorr don beute mcldet, gestorben.
Nack) Telegrammcn, dir aus CUba in Ncm-York rip,: getroffen sind, haben 000 Mann chierungßtruppem unter Major Tcgerizo bei Palmasoriano 1000 Aufstän- dische außeinander getricbkn: die Aufständischrn battsn5T0dte Und mehrer? Verwrmdete, die Regierungstrurvdén ZVerwnndste. _ Die Leiche des Jnsurgemsnführers Marti ift nach Santiago gebrachr und dort öffentlich ausgestcüt wordcn. Tie Jnsurgsmcn griffrn die Truppen, wrlcbe den Tran§p0rt der L€1chL beglritetcn, mehrfackg heftig an. Dre Truppen Cr- widerten das Feuer; neun Jnjurgrmcn fielen, viele wurden verwundet. Von den Regierungstrapverx wurden fünf der: wunder, einschließlicb eines Tfäzich, dcffrn Verwundung schwrr ist.
Wir drr .,Agknzjn Stefan;.“ aus BUcnos Airrs gs: msldet wird, hat die argsntiniscbe Régirrung im Unver: ständnis; mit dem Vertrrrcr Italicns die Entsch ädigungs: "summe für die durch die Revolution in Santa FS im Zabrc 1893 gescbädigren Ftalisncr auf 5000 Toüars festgescßt.
Affen. _ Nach einer Meldung des „Rruter'1chcx1 BUTWUH“ aus ongkong von grsrcrn ift die ]adani1chc Fldxxc 171 207111111 (Formosa) angekommen. Afrika. _
Aus Majunga wird ganzeldet, daß die Einwohner von vier sakalavischsn Dörfern gestern ibre Unterwerfung an- gebbrcn bäUen.
Kunst und Wissenschaft.
Wie drm „W. T. B.“ aus Weimar bnicbtet wird, starb dort bsuje nacb kurzer Krankbéit dsr brkannte Tbiermaler Profeffor Albsr: Brrndel in fast roUenrétc-m 68. Lebensjahre. Brendel wurd? am 7. Juni 1827 zu Bérlin grboren; er_ zeigte frübzrizig Vorliebe_ für Thiere und ibrs Darsteklun-g. Ganz brxdndérs gescbaßt warén 1eme Bildkr mit Schafberden. Vom Jahr? 1881 bis 1884 war Lk Direktor der Kunstschulx in Wsimar.
Verkehrs-Auftalteu.
Aus Anlaß des“ Pfingstfeftes werden, wir die_§_15nig11chr Erfun- bxbn-Direktion in Halle (1. S. mißbrilt._ bsi günmgem erter_ an den Taßsn ron Sonnabrnd vor dj_ZLDteertag nachFrn-gjten vor den ve-rfébrsftärkerkn 311an an' dcn CtrrckSn _BkrlmeaUe. B2rlin-Röderau. Berlin_Lkivzig, Ncrdbaujen-Hallr, Haqgsr- bauskn_Güften, Leipzig_H311€ [“'-Magdeburg), HaÜC bezw. Lewzrg_ KottbuÉ, Cötbeu_Kob1_furt, Bsrlin_Elfterwerda, Berlm- Kottbus_ Görlitz, Frankfurt a. O_Kottbus Vorzfzge gexabren__ werden. Außerdem kommen noch folgende Sonderzug? zur Bxforderung: Die Sonn: und Festtagszüge “263 und 264, rxelcbx ?onst nur zwrscben Leipzig und Torgau verfebren, werden am errrgftwnntag und Drens- tag bi; Falkenberg durchaefübrt: ug 263 Lethg ab Z,15,_F_alk€n- berg an 10,04 Vorm.“ Zug 264 alkenberg ab 10,12, erxtg_an 12,12 Nachm. Die Sonntaszüge 144 und _145 zwrychen Frarrkxurt a. O. und Grunow verkehrsn aucb qufipgstzndntag. DQS m_xsndc Publikum wird ersucht, src!) tbun11§hst srudzemg aus den_Sta_twnen einzufinden und im Interesse einer ng-bértrn Yeforderung 1Grretchupg der Anschlußzü e) die Vor- bezw; Sonderzug: zu, SMF": Dts- jenigsn Rückfaßrkarten. welche wmf nur eme drettagtge_ rrlttgkertß- kann haben, geljen, wenn sie am Pfingstsonnabknd gelost Und. drs
Einschließlich Dienstag, also 4 Tage.
Theater jmd Musik.
Lessing-Tbeatet.
Am Sonnabend hat das Lesfing-Tbeater zweiAutoreu eingeführt, die al?- Dkchter zum ersten Mal auf der Bübne_ erschienen. Kl_a_ra Ziegler's, der berühmten Tragödin. em.:ktiges Lustwwl ,Fltrten“, das zuerst in Scene ging, ist nur ein ua- bedeutender Scbkrz für sin dramatifcbx? kasfränzchkn, mne Kleinigkeit von entzückender Nairetät, die jede Nußbafte Kritik von vornherein rntwaffnet. _ Wirklichen Wertb bat dagegsn ws dkeiaktigr Drama „Drei“ ron Max Drev-Zr, das djrskm Lust- x'viel folgte. Der Autor bebandelt das alt? Tkema ron dem Mann, der Frau und dsm Hausfreund. aber mit großer Bescheidenheit in der Wahl der MLU?! und ehrlicher, tiefkr Empfindung _ ein psychologisches Problem, „few anégedacht und konsequent Und überzerrgend durchgeführt. Wir Won dre vor mebrrren Jabren dcn Max Drevkr unter dem Titel .Frauenwille“ erschisnknxn Nr*chen, so bewsfft auch das Drxma__,Trxi', dasz seine Begabung nicht eine rsin dichtrxr'sch Ut. Er kommt auf Umws en zur Poesie. Für ibn, drmm Säousraxryn nach diesem Wer been ist, ist das Problem noch (111111 Wbt di? Hauptsache. Deshalb Erschrint er m€br als bsvchrlcgischer Grübler, denn al; frei mit dem Leben bantierendsr Dichter. _ ES wär; jkdocb falsch zu behaupten, daß seins Gkstalt-err klatlecr reien. (HMM; find dix Kliprén der Langenweile nicht immsr gemicdsn, gewiß erschsint es wie schwacher und mißrsrstanksncr Ibsen, rvknn die Frau in die Gestalten der Wolken allerband Träumeréicn bineinlegk: aber die Lkbendigkeir und Naturtrerxe rar (Gestalter bewrist', daf: Dreyer ein Dichter ist, der nicht nat zu rkden, sondern aucb zu bZldx-n :*."r- stkbt. Taébalb rérmccbte er das Publéknm stark zu feffan, [mr LÖ- UT 6111 Beweis bdber dramatischer Kunst, "dax"; réd drei Gsstalrsn anügren, um dir Srannunz durchauZ festzubalten. In der Technik ist 'das We'rk durch und durch mrdern. aber Tm brst-kn Zénnk rss Worts Naxürlicb i'"? di? Srracbe im Dialog„ dir vor rrbustcn AU:“- drückkn nécht Nschrkckt, und natürlich dé? Vérmrédunx dsZ Monologs. AM:; in 311817: re'rdrente das Drama. nichr Lrst roc Tbrrssscbluß 3145- gxéübrr zn wsrkrn, dazu find da-F- Wrrk und Trix: YUkaffkr zu ernst. _ Tis Tarstsllung de.: Dreyer'sckysn Stück.;- machte dem Lsss'mg- Tbéater 3112 Ebre. Franz SÖHNKSld al? ArchitéktHané MarjiCnffen Und Maria Reisrnbofsr alé eréannr zéizrén die OOÜS Höß? ibres Könnsné: nur in dsr [xßten Scsnk wirkte Fräulein Rei'snbrfer zu . xbsatraliscb. Dis ?'rbwikrigt'te Roll? batte Oskar SÜUSr al? 1)r. Karl Ernzmrr; irn Großsn Und Ganzrn br! ?r Zim? darchdacbre 2221“?an dar.
Im Königlichn Odernbxase wird morgxn Zecncawaär's Lrér „Bajazzi' uatér Kadcüm-UTM ZUrbrr'H _intung Md mit fol- gendkr Rskéyung gegr'rrrr: “128de Fr:».t "_"_r-::, Trnio: Öékk Bulk; Sélvéc': Ocrr Fränkal. Berry: “MTW; H:"rr Zzirowatfa VOM Stakr-Tbsarxr Lr. TÜFATLÜ z:!“tierr als Caniy. HMM; k"(Ilgt Ykaécazxxi? „(YAKUMO :*:1;*ZI“1138" (Santuzza: Frau Pésrfon, Turidrn: Herr SMW, “111119: Hörl VUE. cha: Fräalkkn Dietrich,). kaükdirsk'rrr Wkgnér d11i§15r1._ Tir zsbn Zrmrkdnié-Krnzsrte der K5n1g1ich€n KOMM 1111161" Felix WÜNZUMSKÖ L€1TUUZ kmrén im UÜÖ'TÉP Wintrr an sdlgkndsn Tagsn start: 4. Und 18. Okrddér, 15. ersmber, 16. D€z€mbxr (BrelbOVSn-Absnd), 7. Und 31.JanUar, 14. Feerar, 9.111» "22, März, 4. Avril. Abrnnsmsnt? smd bsi Bots und Bcr?" ZU baden.
Ju: Königlichen Schausri€1bause wsrdsn morgenda-É Lust- sréxl .Halali“ (Damen Pcrrx, wn Marbrrrg, Sérback), Hsrrcn KLÖLCr,K1€in,GrUb8. Parsrbiam, HUFA“) unk drr Schwank ,Die stille WIÖZ- (25, Auffüdrungd ngébsn.
Für 7:16 beiden PÜnZsÜSZENQY? sind im TkUtscbkm Tbeatér ;Olgenré Vorüellvngén tdi? le“ tsn vor drm Fdrién; angsfeßt: Sonntag Und Mrnxag Nachmilta.;§: „*.-ik Wrbsr“. NbCr-TH: „Zwsr Wittwsr', „Trr rtrrzsbildstc Krank-k': MyntaZ. AÜEUKI: „TZI LUmrsnzksmkcl'. TRL: Txxnx-tag, dsa 4. Juni, br,»;énn-In die FCkiZN, Mlch ;wsiMdnare TIUSM. TZI Wiérrrcrbénaug 5:11:61 am SOUKTQZ, TM 4. AWM, mir kér 95. quéübrung dsr „WLÖCT' skatt.
Fm “siiing-Tbsat-xr wsrdrn nur mä: 171x259" Vrrsteüungen statKudcn. ra "dsr Schluß dsr Zaésrn aa; DWUÖTÜZ, dsn 4. Irmi, kN't-grkrßr d'r.
Fm Zemrral-Tbéatrr wird 31.1?Üklsr-Ndrrrn? Irérrtte „Figaro 1:8in5" nur nrcb acht ÄUffÜÜkUngM erkbrn. da I(Fkäkm ?:Z-Z Enssmblé Linr Gastsrékwournés anxritt.
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Tas 3111.21öscklrnburgikrb8 212usik;xst.rr€1ch€§ am Sonn- Tag in Srbwrrim mit 811151: r*rrzüslicbkn Aukkübrrmg rrn Hänrxks „JÖrarl'. wrbri drr der 3115 558 Zrimmcn dcuand, bczdnnen bat, nimmx, trie „W. T. B.“ ms1r-3t, untsr drr LZitUnz WH HK-Karcrü- mxistch ©1118 rinsn 51än5€nrckn Vcrwrr'“. Gxstxrn wardsn Tinxl's ,FkäUCiÄCU-Z: Und dic ,Rbarsorik' vrn Brabm-F auégkfübrt. HEUTE 7111de -:in Künstlérkdnzrrt stan Séinr KÖMZÜÖS Hrbxit drr Größ- brrzr? rrrbntr dsr zsstrkgsn Auffübrung bsi,
In Straßbrrrg ist am Srnntaz I'm Denkmal für drn Krmrrnésten dsr Lrérn .Lér Trrrnrsxrr rrn Séfkix'xrn" Und „Trr Ratxsrréämgcr DON Hamsw', Vérxor Néßlrr. 1SQHTÖÖch CnTbÜUt Wbrdxx. Ta§1rlbr b-Iftébt in Lin-Ir Kdldffalbüstr "1:1: bar ";irxx-x: Plak; 1:1 drr Tranxrric raklkst érbalrrn. An drr Fsirr dFTbI:[i.3TCIY 71:1) dsc ÜTTVOFUZMTÜM Echgr-xrkiné drr Haurw'ladr 1:52- (KUF.
Maunigfaltiges.
Trr Pr113€i=Präfidrnt ron Berlin erläßt w-ZZM deH Ueberbar-„d : REÖMLUS rrn Unglücksfällen dUrcb [LrbcrrabrcnfchMde YSkanntmaäyUUZ:
„TZ? durch den Fabrdérksbr rxrursackxrkn Unglücksfälks baden fich in den léösén Wochsn dsrart grbänü. dar"; das PolizLi-Präfidirxm Vsranlaärmxz nrkmrn mnß, dis erst Ur1t€r DLM 22. Avril d. J, in Erinnerung gébracbrrn, djs Vörbütung solcher Unfä11€ bkzrrrcksndm Vorschrift€n deZ Straßrn - POUZCi-NSZWMMTZ vom 7. April 1867, wir folgt, noch 211117131 bekannt YU geben: 11 Z' 17 a. a. O. ?ck».th dor, dar"; die in dsr Fabrrécht-ng stebcndcn drcr fick: bswezencrn Perscrrkn durch 1,111er und rechtzeitich Anrufkn au?" dis Annäbrrung des Fuberks avrmsrksam ZU macbsn find. 2) § 2-5 ;. „1. I. der- bietet 11. a. an Krrbzungsrunkten DON Straßrn Und auf Brückkn das Vcrbeéfabrrn, d. b. das Ueberbrlsn andcrsr Fubxrrcrk? in stärkerer Gangart. 3) 9" 40 Ziffer 3 a. a. L. krftimmt, daß beim Einbiegen aus einkr Straße in _die andrrc: im Schritt zu fahren ist. 4) (5 40 Ziffkr 7 a. a. L. 1chreibt Orr, daß überaU dk- im Schritt gefahren wxrd, ws _rin ungewöhnlich starker Vkrksbr bon Wagcn und Fußgangern Ltattfindet. Diese leßtere Vorschrift bezicbr fich in2b279nder€ auf dsn FUßgängerrsrkrbr. wrlcher fich an den Pferdrbabnbaltsstellen zwiscbkn dm Pérrdébabrrwa en Und dem gegrnüberlérgéndey Theil des Bürgsrsteigs bildet. Ti? * ufficbts- beamtrn ünd angewiUen, mit Strcnge auf die Béfdlgung dieser Be- stimmunZSn binzuwi_rk_en. Zuglcicb wird das Publikum ersucht, die Beamtcn bsi der FeWteÜun Von Uebertretungen drr erwähnten Vor- schriftsn tbatkräftig zu _unter tüsen. Andcrerseits wird dem Fußgänger- rublixum beim Ueberxckzreiten der Straßendämme, insbejondere an Straßenkreuzungen. Vyryrcht empsoblkn, und werden dikjenigen Per- xonen, de_nen die Beaufsichtigung don Kindkrn im Straßenverkehr ob- liegt, auf die schwkren Folgkn bingewiesen, dir eine Vemachlässrgung dieTer Püicht nach fich ziehen kann."
_ Im Verein „für deuts_ches Kunstgewerbe bielt am MrtxrrZOQ voriger Woche Abends „Hrn Ernst Flemming, Erster Lehrer der stadtitchkn Webefckoulc, einen Vortrag uber dir Herstellung von Linoleum, Jnlaid und Linfrusta. Von18ber,so etwa fübrte de_r Vortragende aus, sei man bemüht geweskn, die Uebelstände, welcbe dre Verschiedenen Fußbodenkvnstruktionen mit s'? bringen, durch Fußbodenbeläge mannigfachfter Art berabzumindern. der weder Oel- rar knanstricb, noch Decken und Tsvpicbe oder Wachstucb hätten dieskn Zweck, wobei das Herabmindern der Wärmeleitungsfäbigkeit, doll- 1tändige Porosität und böchsts Widerstandsfäbigkeit die Hauptsache