Theaterud Mask.
I K [[ G Krsxnzletrte. n ro 's arten pie e ]. Garde-Dkagoner-Regiments unter eitung des Herrn C. Voigt; zugleich bot das Auftreten des Cornrt-Quartett-s drr König- lichen Kapelle eine besondere Anziehungs'kraft fur diesen Abend. Die Herren H. Schulz, B. Taubert, O. Stem UUd L. Plczß leisteten auch in der That Vorzügliches. Beethoven'sxied: „Dre Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ Wurde mix großie'r Yaztsion und Wärme des Außdrucks vorgetragen, wahrend m rndelssohn's „Abschied vom Walde“ die Zartheit . in drr Bxhayd- lung des piano zu [oben war. 'Eine gleich gunstig; Aufnahme fanden die „schwedischen VOlkSWklsep: _und das ,Greteletn yon Kücken. Unter den Vorträgen der Miltiar-K'apelle find be- sonders das Finale aus Wagxier's Oper „Rienziß, Zogbaum's „Braut löckchen', der „Hochzeitsmarsch; von Voigt _und eine Pbanta ie bon Hoch mit dem trefflich gespielter Cornet-Q-Pistonqulo des Herrn Huun- hervorzuheben. Sowohl die Kapelle wie d1€ vier Cornetbläser erfreuten noch durch,einige Zugaben, welche! von dem sehr zahlrrich erschienenen Publikum mrt lebhaftem Beifall aufge-
nommen wurden.
Im Berliner Theater wird. am nächsten Sgnnabend zum ersten Mal „Der Geiziger“ in Verbindung _th dem, Schwank „Der ungläubige ThomaS“ gegrbkn werden. Im ubrtYr) ist deerocber-r- Spielplan wie folgt festgeseßt: Montag: ,Das, ild des Signore'kli' „mit Ferdinand Suske als Professor Wgede; Diensrag und Donners- tag: „Madame Sans-(Hézne'; am Mittwoch gastiert Frau Agrzes Freund als Magda in Sudermann's „Heimath“; am Freitag wrrd als 39. Abonnements-Vorstellung' „Der Herr Senator“ mit Franz (Hutbery als Senator Andersowwwderholf. . ,
Herr Direktor Julius Frißfche hat gestern derwAktten-Bauvxrem Unter den Linden angezeigt, da er von seinem Optwnörecht Gebraurh mache und die Pacbtung des Theaters Unter den Linden bis zum 1. Januar 1898 verlängrre. _ Der bekannte Verleger Sonwgno in Mailand wird im Herbst in diesem Theater emen Cyclus italienischer Opernborftellungen veranstalten.
Man schreibt aus Bremen: Alle ErWartungen, die man be- 311 [ich der Aufführung der Rubinstein-Bulthaupt'scben geist- licZen Oper „Christus“ gehegt hatte, bleiben hinter den Erfolgen zurück, die das Werk gleich nach den ersten Aufführun_gen zu verzeicbnen gehabt hat. Da jede Kundgebung des Beifalls wahrend der Auf- führung fich von selbst verbot, so muß m_an den Eindruck, den diese machte, nach dem äußerlichen Erfolge, nach dem Besuche der weiteren Aufführungsabends messen. Derselbe ist nun außerordentlich lebhaft _gewesen; Vor durchwk aus- verkauften Häuferrx ist bis jetzt ge1pielt worden, und die braus- besteUungen sind 10 zahlreich eingelaufen, das; sich das Comité ver- anlaßt gesehen hat, die Zahl der Aufführungen um bier zu 'ver- mehrkn, die in nächster Woche stattfinden „werden. Soiistxn und Chöre bleiben _für diese Verlängerung dieselben. ?*ezuglicb der ersteren find emige zur Ablösung der schon fruher ax- nannten Kräfte ein erickxtrten NeubeseZungen mrtzuthetleii: in der Hauptrolle des Christus alterniert err 1)r. Briesemeister mit Erfolg mit Herrn bon €Kur-Müblen; unter de_n Damen wechseln in Verschiedenen größeren ollen die Damrn Fraulein ban Jung aus Brünn und Fräu ein Lavalle aus Berlin mit den schon früher ge- nannten. Beide, Namentlich die leytere als Weib des Pilatus, wurdezt ihren Aufgaben in vollem Maße gerecht. Die Chöre haben es rnit jedem Abend zu größerer Vollendung gebracht und [ersten musikalisch und darfiellerisä) jetzt Mustergültrges.
estern das Musik-Korps des
Manuigfaltiges.
JhreMajestäten der Kaiser und die Kaiserin ließen heute durch den Ober-Präsidenten Naffe je einen Krarrz am Sarge des bkrsrorbenen Polizei-Präfidenten Freiherrn bon Richthofen in Bonn niederle en. Der Magistrax Von Berlin hat den Ober-Bürgermeifter der Stadt Bonn eriucbt, auf Kostetx der Stadt Berlin auf den Sar des Polizei - Präsidenten Freiherrn von Richthofen cinen Kranz érgen zU lassen, deffen Schleife die Inschrift trägt: „Die Stadt Berlin".
Am Freita , den 14. d. M., Vormittags 82 Uhr, findet in den Räumen der PJilharmonie, Bernburgerstraße 22 8, die, JghreS- versammlung der unter dem Protkktorat Ihrer Majestat der Kaiserin und Königin stehenden „Frauenhilfe“ statt.
Die Stadt-Hauptkasse, Einziehungs-Abtheilung, wird am Dienstag, den 11. Juni, aus dem Zimmer Nr. 26 des Erd- gescho es im Berlinischen Rathhaufe nach dem Zimmer Nr. 15 eben- daselbt verlegt Werden. Am Tage des Umzu es bleibt die Kasse der Einziehungs-Abthlilung für das Publikum gechhwsfen.
Der Verein ,Triton“, der gestern in den Königshaklxn Ver- sammelt war, brabfichtigt, im Zoologischen Garten demnachst die deutschen Giftschlangen dem Publikum zur Belehrung vorzufghrxn. Es handelt sich hierbei in Erster Linie um die Kreuzotter, die für weite Gebiete Deutschlands einzige Art der Giftschlangen, da nur“ im Westen zuweilen noch eine giftige Viperart, die Sandvtper, vorkommt. Jm Zoologischen Garten untergebracht hat der _Verein auch eine dieser Tage aus dem südlichen Nord-Amerika' erngetroffene Kollektion noch unbestimmtrr Reptilien. Erwartet wird , ferner ein großer Fischtransport aus Süd-Aarerika, der von dem VereinSmitglied Or. Kirschner persönlich hierher grleitet wird.
Im Zoologischen Garten beträgt der EintrittSpreis gm morgigen onntag 50 4.5. In der nächsten Woche beginnen die tag- lichen Militär-Dopvelkonzerte um 5 Uhr Nachmittags; von 7 Uhr Abends an bejrägt der Eintrittspreis nur 50 43.
Statt art, 8. Juni. Ueber das durch Wolkenbrüche herbei- geführte Wa erunglück in Balingen und Umgegend berichtet der Balinger „Volksfreund': Schon Dienstag Abends herrschte hier Wafferßnoth. Von 4Uhr ab standen drohende Gewitter am füdlicben Horizont, welche sich in Dürrwangen durch halbstündigen Hagel und wvlkenbrucbartigen Regkn entluden. Die Schloffen fielen in der Größe von Hasel- bis Walinüffen und bedrckten noY mehrere Stunden nachher haufenweise, den Boden. Dur die Wolkenbrückye entstand daselbst ein Bergrutsck), welcher das Häuschen eines Schuhmachers derart demolierte, daß es abgebrochen werden muß. Zwischen Laufen und Frommern wurde das Schienengleise zerstört, so daß die Passagiere des Abendzuges um- steigen und die Strkcke bis Laufen zu Fuß urücklegen mußten, wo ein von Sigmaringen requirierter Zu die Fa aaiere weiter brachte. In Frommern hausten die WaZ'fermafen e enfalls aufs schlimmste und um halb 6 Uhr trat auch ier Hochwasser ein, welches mit noch nie Ysehener Gewalt Bäume entwurzelte, die Felder überschwemmte, * rücken,Baumstämme,Bretteric.fortriß und roßen Schadexi, nament- lich in den Mühlen anrichtete. Die obere üble und die Stadt- mühle waren mehrere Stunden bon ailem Verkehr abgeschnitten, es wgc trosß aller Anstrengungkn unmöglich, den Besitzern Hilfe zu leisten, 9 daß ihr Schaden an verdorbenem Mehl, Frucht, Ver- fqndrrng'rer Güter u. s. w. ssbr bedeutend ist. Doch es sollte noch viel 1ch1zmmer„fommen.„ Während die Betroffenen am Mittwoch daran (ringen, den entstandrncn Schaden L_twas zu mindern, brachen am Donnerstag, Abends nach 9 Uhr, aufs neue mehrere kaitter aus und nqch 11 Uhr trat eine h:?r noch nie erlebte Katastrbphr eiii. Plöylich, jedem unecWartet und mit rasender Schneiiiakert waliten fich die Waffermaffen daher; in das Läuten der
Sturmglocken, die Signale der Feuerwehr, mischte sich das Web-
n t cbeuendem Eingreifen der FeueWehrmannscbaften während der YzensNacbt unermüdlich fortgeseyx. Di 2 über alies Lob erhabenen Zlnstren un en konnten aber leider nicht ver indern, daß dem ocbwci er hier elfHerfonenzum Opfer fielen. Fuhrmann Me bei der rot enMu le war mit seiner rau und füanindern iti der ohnstube ver ammelt, er fand keinen rund zur Flucht, da bis 11 Uhr das Wa er nicht besorgnißerregend stieg. Er wollte um diese Zeit eben vor, dem aufe einen Wagen zur Seite schaffen, als die Sturmfluth herembra , und ihn mit fortriß. Er konnte sicb jedock) an einen nahen S_cbops an- klammern und wurde nach 1? Stunden atis secner schrecklichen Lage lebend befreit. Wenige Minuten, nackidkm [bp das Wasser erfqßt, und ohne daß er oder ein Nachbar es wahrnahm, rissen die Wogen sein Haus fort und seine Frau und fünf Kinder, denen jrder RettungSweg aba?- schnitten war, fanden mit 2 Pserdrn di'n Tod rn den Weaen. Die Frau wurde heute früh mit fcbweren Wunden in der Nähe der Stadt aufgefunden. Die Feuerwkhr lenktr, als feststand, daß weitere Menschenleben im Weichbild der Stadt nicht mehr in Gefahr Waren, ihre Aufmerksamkeit den Bewohnern der oberen und der Stadt-Müble zu, deren laute Hilferufe schrecklich durch die Nacht tönten. Auch diesen konnte nach langen und f weren Anstrengungen Hilfe gebrdcbt werden, so daß ein weiteres Men cbenleben nicht zu beklagen ist. Als endlich der Morgen hereindämmerte, bot sich überaÜ ein trostloses Bild der erstörung. Niemand vermag auch nur annähernd den überall ent iandenen Schaden zu bemessen. . ' ' „W. T. B.“ berichtet ferner: Im Re msthal ging gleichfalls em Wolkenbrucb nieder, und die ganze Südhälfte Württembergs wurde gestern durch Gewitter heimgesucht. Die Donau und der Neck_ar führen Hochwasser. GEFU Mittag hat sich das Wetter aufgeklart und Ver pricbt, heiter zu leihen. '
ute früh ist Seine Majestät der König mittels Sonderzuges nach Balingen abgereist, nachdem ,der Minister des Innern von Pischek bereits eitern fich dorthin begeben hatte. Von Ulm ist eine dritte btheilung Pioniere mit Pontons und Brücken- material nach Balingen „ abgegangen. Gestern ergosfen sich nochmals Wolkenbrüche mit Hagelscblag auf den Welz- heimer Wald und in den Bezirken Horb und Saulxzau. Auch in Cannstatt war Abends Hagelschlag. Der Neckar fuhrt starkes Hochwaffer, er bringt Langbolz, éolzscheite, Möbel und Thierleichen zu Tbak. Heute ist der Himme überall wolkenlos. Das HilTScomitéz, dem zumeist Abgeordnete aller Parteien angehören, ver- ans altet Sammlungen. _ _
Karlsruhe, 7. Juni. Jm Grbiet der Wutach, eines Neben- flusfes des Rheins, ift imfol e einrs Wolkenbruchs bedrohlickxeö Hochwasser ein etreten. er Bahnberkehr im Breytbal ist unterbrochen, ebenfo mußte der Bahnverkehr zwischen Wolfach urid Freudenthal gänzlich eingestellt werden. Der Gesammtscbaden ist noch nicht zu übersehen. _ Auch bei Lahr ist ein ,Wdlkeiibruch niedergegangen und hat großen Schaden Verursacht. _ Die szrgtbal- Bahn hat den Verkehr wieder aufgenommen.
Bremen, 7. Juni. Eine internationale Ausstellung für die NabrungSmitte[-_ und gesammte Bekleidungs- Jndustrie, Gesundheitspslege, Sport und Erfindungen aller Art findet in der Zeit vom 14. September bis 6. Oktober d. I. im Parkhaufe hierselbst statt. Das Parkhaus, in dem schönen Stadtpark gelegkn, umgeben von Rasenflächen und Anlagen, mit seinxm großrn Konzertgarten und dem angrenzenden See _Lrscheint für_eme Ausstellung besonders aeei nei, denn die großen Raume ermöglichen auch einen großartigen Auf au. Die schon vorhandenen Anmeldungen lassen denn auch auf eine starke Betheiligung und außgezeich- nete Jnfcenierung der Ausstellung schließen. Viele Firmen haben ihre Betheiligung bereits zugesagt. Bei Gelegenheit der AUS- steUung ist eine Lotterie gkplant, welche Von dem Senat genehmrgt werden wird; die Gewinne sollen nur von den Aussteklern entnommen werden, und es ift dafür ein Betrag von_ 15 000.74 aus efeßt; ebenso ist der zolifreie Rücktransport ausländijcher, unberkaut gebliebrner Gegenstände bereits genehmigt. Verkäufe werden ohne Zahlun emer Verkaungkbübr gestattet. DiE Einrichtung, daß besonders Lerbor- ragende Neuheiten, E1findumgen, und Sprzialitäten aller Branchen dem Publikum demonstriert und die Vortheile praktisch bewiesen Werden sollen, wird besonderen Beifal] finden, ebenso, daß wöchentlich dreimal populär- wiffenscbaftliche Vorträge Übrr noch zu bestimmendß Thema_ta bon hervor- ragexrden Kachmännern und wiffenschaftlichen Autoritaten gehalten werden so en. Dem Ehren-Comité, an de en Spiße als Prasident der Königliche Kammerherr und Erbtrucbse Graf von Alvensieben steht, sind noch hinzu etrkten: Herr Major von Heyden-Linden (Hannober) und Herr O kr-Regierungs-Rath “von Bartel (Oldenburg). Als Schwßtermin für die Anmeldungen ist der 1. Juli d. J. fest- geseßt. Naheres ist durch die Kanzlri der kaerbckammer in Bremen, das Hauptbureau: Bremen, Heerdentborssteinwrg 5, und das Bureau: Berlin S., Alexanderstr. 31, zu erfahren.
Oedenburg, 8. Juni. Der Kurort Kobersdorf wurde, wie „W. T. B." meldet, vorgestern von einem schweren Unglück herm- gesucht. Infolge der anhaltenden Regengüsse_ stürzten voii den umliegenden Bergen fo grwaltige Wassermassen nieder, daß die Be- wohner nichts mehr zu retten vermochten. Mehrere masstbe Brücken wurden von den Wassermassen zerstört. Dergrößte Theildes Ortsistüber- schwemmt, der Post- und Telegraphenbrrkehr untrrbrocben. Dre Zahl der vermißten Personen wird gegenwärtig _auf zwölf angegeben. Die Behördxn haben sich auf die Unglückssiatte begeben, auch ist Militar zur Hilfeleistung re uiriert. _ Weiteren Meldungen aus Oedenburg zufolge find viele enschen umgekommen: 18 Leichen wurden aus dem Wasser gezogen. 16 Häuser sind eingestürzt. Die Anzahl der Ver- unglückten wird auf 32 angegrben.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Stuttgart, 8. Juni. (W. T. V.) Weitere Wolken- brüchc mit schwerem agel gingen gestern nieder auf emig- kofen, Langenargen ( ezirk Tettnang), Altheim und ngel-
ngen (Bezirk Riedlingen). “ Zn Hailiingen wurde der lanwagen cines Geschirrhaufierers fortgeriffen, zwei Insassen ertrunken. Zn Aßmannshardt (Bezirk Biberach) wurde das Rathhaus, in Altenwciler eine Mühle fortgeriffen, wobei ein Kind ertrank. In Alpirsbach und Glatten (Bezirk renden- stadt) erhob sich eine Windhose, der ein Wolkenbru folgte. Ebenso gingen im Lauterbachtbal und im Sul ba thal bei Schramberg, ferner im ganzen Thal der Nagold ol enbrüche nieder. In Niedernau bei Tiibingen wurden vier Brücken fortgeriffen; in Ludwigsburg fiel kurze Zeit Hagel. . Wien, 8. , uni. (W. T. B.) Heute Mittag versammelte Ytlch die ungari che_Delegation in der Hofburg. Auf die nsprache des Präsidenten Grafen Aladar Andras s :) ant- wortete der Kaiser:
.Die Versicherung trkuer Ergebenheit, die Sie mir wieder aus- gesprochen haben, erfüUt mich mit aufrichtiger Genugtbuung. Mit lrbhafter Befriedigung kann ich hervorhebsns daß seit der le ten Delegations - Sessiov die auswärtigen Verhältnisse der
onarcbie durchaus sehr erfreuliche geblieben find. Die erfolg- reiche Pflege der freundschaftlichen Beziehungen zu allen europäischen Mächten hat zu fortschreitender Beruhisung und zur Konsolidierung des allgemeinen Friedens wesentlich beigetragen. Fefthaltend an der bisherigen bewä rten Grundlage unserer Politik, werden die Be- meiner Regierung auch weiterhin auf Stärkung unsere und die gemeinsamen Interesfen Europas befriedigenden Zustandes gerichtet werden. Die Mebrforde- rungen meiner Kriegsverwaltung bewegen sich in leichen
strebungen dieses für
&
AuOrüsiung des Heeres und der Kriegßmarine weiter aus gTesialten und diese beiden Theile der bewaffneten Macht auf der o e ibrer Auf abe zu erhalten. _ ' _
der onarcbie wird hierbei möglichst bxruckfichtrgt. 'Die „Verhalt- nisse BoSniens und der Herzogewma wxisen sowohl in wirtbscbaft. lieber als in jeder anderen Beziehung e_ine unverazidert befriedigende Entwickelung auf, und werden diese Lander auch, im Jahre 1896 in der Lage sein, für ihre Bedürfnisse aus eigenen Mttteln aufzuiotrimen. ndern ish die Ihnen zugehenden Vorla en Ibrxm patriotischen ifer und Ihrer bewährten Einxicht ernp ehle, Wunsche, ich Ihren Arbeiten den besten Erfolg und eiße Sie von «Herzen willkommen.“
Wetterbericht vom 8. Juni, 8 Uhr Morgens.
Stationen. Wetter.
Bar auf 0 Gr u. d. Meeressp. red in MlÜlm in " Celsius 5 0 C. = 4 0 R.
Temperatur
bedeckt ' halb bed.
Reßen wo fig bedeckt
halb bed. wolkia
beirer wolkenlos Nebel Nebel wolkenlos halb bed. bedeckt bedeckt
onenlos wolkenlos wolkenlos wolkenlos halb bed.
wolkenlos wolkenlos
. “ _771 767 760 764 762 756 760 “770 768 767 766 766 765
Belmullet Aberdeen . . Cbristiansund . Kopenhagen Stockholm . Zeaparanda . oskau . . . Cork, Queenstown Cherbourg , elder .
“vlt .
mburg , winemünde . Neufahrwaffer . 764 Memel 764
Mikis . , . . . . . . . 763 ünster . . . . . . . . 764 KarlSruhe . . . . . . 762 Wiesbaden . 763 München 762 Chemnitz 764 Berlin 764 Wien . 761 Regen
Breslau .. 764 Dunst
Ile d'Air 762 „3 Dun t Nizza . . 759 still bede t_ Triest. . . . . . 759 ONO Zhalb bed. , Uebersicht der Witterung.
Eine breite one hohen Luftdrucks mit einem Maximum auf dem Ozean_westich bon Irland erstreckt fick) von den Britischen Inseln ostwarts nack) Südrußland, charakterisiert durch rubi e, heitere und warme Witterung, während flache Depresfionen über ord- und Süd-Europa lagern. In Deutschland ist das Wetter heiter, ziemlich warm und, außer in den südlichen Gebietstheilen, wo vielfach reich- licher Re en gefallen ist, trocken. Friedrichshafen meldet 27 mw Regen. n den österreickvischen Alpenländern fanden Gewitter statt.
Deutsche Seewarte.
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Theater-Anzeigen.
Derliner Theater. Sonntag, Nachmittags "Zé Uhr: Der Herr Senator. _ Abends 74 Uhr: Der Pfarrer von Kirchseld.
Montag: Das Bild des Signorelli.
Dienstag: Madame Saus-Göne.
Neue!: Theater. Schiffbauerdamm 4 a./5. Sonntag: Ensemble-Gastspiel der MitYieder des Carl Schulße-Theaters (Ham- burg) unter Leitung des irektors José Ferenczy. tha-Toto. Vaudeville in 3 Akten nacb Bilhaud und Barré von Victor Léon und Z? Zell. Musik Von Antoine Banés. Anfang 73; Uhr.
ontag: Tata-Toto.
Theater Dinter den Linden. Behrenstr.55/57. Direktion: Iulius xkrißfche. _ Sonntag: Miß Helvett. Vaudrbille-Opereite in 3 A ten von Maxime Boucheron. Deuxsch bon Richard Genée. Mufik bon E. Audran. Dirigent: Herr Kapellmeister Jedermann. Anfana 71? Uhr.
Montag: Miß Helyett.
Konzerte.
Kandes-Ausuellungspark am Lehrter Mahnhos.
Dienstag, den 11. Juni, Abends 6 Uhr: Zum Besten der Kaiser Friedrich-GedächmißzKirche, Großes Fest Konzert- beranstaltet von den Männer-GeMngberetm-„n erliuer Liedertafel- Erk'scher Männer- Gesangverein, Berliner Sängersthaft- Cäcilia-Melodia- Charlottenburger Quartett-Vereimgnug- Potsdamer Männer = Gesangverein. „600 Sänger und 3 Militär-Kapeneu (100 Musiker). Dirigenten: errezr Chor- meister A. Zauber, Th, Hauptstein. Königliche Mu k-Dtrektoren Edwin Schultz und M. Gebhardt.
“__-* -_
Fanulxen-Nachrtchten. Verlob t: Frl. Elisabeth Grambfcb mit Hrn. Prem.-Lieut.'Gasion Deléviézleufe (Donausscbingen). _ Frl. Ella Schals mrt Hrn. Geh. Ober-Regierun s-Rath und Vortragenden „Rath Egon vqn Bremen (Cbarlotten urg_Berlin). _ Frl. Maria Beckmann mlt Hrn. T),!"- 9111]. Georg Doerry (Berlin-WollstJn). _ Frl. Cbük' lotte Pirner mit Hrn. Oberst von Brunn (Stetttn_P5sen). “- rl. Margarethe Knipping mit Hrn. Sec,-Lieut. Matthias von scheberg (Bückeburg). „ Verehelicht: Hr. Ober-Lieut. d. N. Otto_bon Arentssckoildt mtT (“rl, Gabriele von Gundlach (Neu-Strelty). _ Hr. Frhr. von Fkalßabn-Uvedel mit Frl. Hedwig bon Wißleben ZMedrow . _ r. Referendar Dr. Hans Freiesleben mit Frl. elene 5 ers“ Lei i . Geboprzegfi: Ein Sohn: Hrn. Oberlehrer Baumann (Gumbinnen)- _ Eine Tochter: Hrn. Hauptmann Gustav von Gottbkkß
() en . ' GM osr bfen: Hr. NitrerÉutsbefi er 1)r. Alerander Gaßcard (Herdebaus r.
Pator Ottilie Günther, geb. Hentschel
[) * S at . _ U churg s) Prem.-Lieutenant a. D. Ulrich Erdmank
éBreslau). _ Hr.
Breslau).
Verantwortlicher Redakteur: Sie m e n r 0 t h in B e r li 11-
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagöanstalt, Berlin ZW., Wilhelmstraße 32.
Fünf Beilagen
geschrei der Brdränßten, denen Hilfe zu bringen im Dunkel der Nacht und bet dern ho en Wasserstand vielfach unmöglich war. Die Reitungsarbeiien wurden unter muthvollem, auch die größte Gefahr
Grenzen wie im Vorjahre. Sie enisvrecben der Notbwendia eit, die dank der Opferwilligkeit der Völker geschaffene Organisation und
(einschließlich Börsen-Beilage).
Die wirthscbaftlicbe und finanzieUe Lage.
Erste Beilage
zum Druischcn Rrirhs-Aiizeiger und Königlich Prmfzisthen Siaais-Anzeigrr.
Personal-Beränderungen.
Königliäj Preußische Armee. .
* _ Portrpee-Fähnriäyr 2c. *(Hérn'-iinu.1e Bsförderuwgen undeerseßungen. Jm aktiben Zeßerlx: Neues Palais, 6. Juni. 1). Loos,_Major vom Generalstabs des ?. Armre-Korps, zum Großen Grneralitabe werseyt und (115 Général-
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stabs-Offizier zum Gouvsrnemsnt von Berlin kommandiert. v. Hoff- ,
mann 1., Hauptmann vom Generalstabs drr 9. Div., zum Genera!- stabr des 17. Armee-Korps brrseßt. Kinzelbach, Königl. württem- berg..Haupttrrann vom Großkn Griieralstabc, zum Generalstabe der 9. Dimsion. ub?rg€tre_t€n._
_Abschtedsbewxlligungen. Jm Beurkaubtenftande. Pafewalk, 4. Juni." Frhr. v.'Ma1yahn, Sec. Lt. a. D., zuleßt von der Res. des Kur. Rchs. Königin (Pomm) Nr. 2, die Er- laubmß zum, Tragen drr Uniform drr Res. Offiziere des genannten Regts. ertheilt. “
Königlich Bayerische Armee.
Offiziers, Portepee-_Fähnriche 2c. Ernennungen," Wefbrderurrgen und Verjeßunxren. Jm aktiben Heere. 31. Mar. Ritter 1). Keller, Gen. Major und Sektions-Chrf von der Insp. der'Fuß-Art., zum Komm_andeur drr 1. Feld-Art. Brig, Frhr. v. Stengel, Obrrst und Kommandeur des 2. Feld-Art.
6916. Horn, unter, StellunY ck 18. 5111115 diefes Regts., zum Sektions - Chef bei "der *nsp. der Fuß -Ari., Grrstner, Oberfi-Lf. und etatSmasiqer Stabsoffizier Vom 3..Feld-Ar1. Regt. Kontgin-Mutter, unter Beförderun zum Obersten, zum Kommandeur des 2. Féld-Urt. kRegtS. Horn, flaum, Oberst-Lt. und Abtheil. Komniaxidrur im 3. Feld-Art. Rrgt. Kbniain-Mutfsr, ziim eratsmäß. Stab§07s131kr m diefßnr Regr, von Kirschbaum, Major born 4. Feld-Art. Nrgt. Konig, mit einem Patrnt Vom 28. Februar 1894 (55) zum Abtheil. Kommandeur im 3. Feld-Art. Rrgt. Königin- Mutter, von Parfebal, Pr; Lt. im 3. Inf. Rrgt. rinz Karl bon Bayern, Yegmair, Pr. Lt. im 4. Fskd-Art. Regt. önig, _ beide unter Bsfordrrung zu Hauptleuten, letzterer ohne Patent, zu Komp. (Bartr) Chefs, _ ernazint. Hoffmeister, Pr.Lt., untrr Belaxsung m der Fixnktion ais Adjutant brim Bezirks-Kommando Aschaffen urg, vom 2. Jager-Bat. zum 3. Inf. Regt. Prinz Karl bon Bayern berfeßt. Hartxnaiin, Oberst-Lt. und Korrimandrur des 6. Chrv. Regis. bakant Großfurst Konstantin Nikolaxewitfch, zum Obersten, Frhr. bon Fei- [1H1ch, Sec. „Lt., kommandiert zur Equitationsanstalt, zum Pr. Lt. ohn? Patisnt im 4. Frld-Art. Regt. König, _ brfördert. Unter- richtet Frhr. varchtrnthal, Frhr. v. Srckendorff-Aber- dar, _Oberst-Lts. & 18. 5111139“ der Armer, [etzteérer unter [Licbzeitiger Verleihu'nqg eines PatentY seiner bisherigen Charge, _ ais Obersten cbarakterxfrßrt. Rbhe, Sec. Lt. des 2. Chsv. Regis. Taxis, unter SltLUZrtng & 13 ZUlk-S des Nexus„ auf die DaULr eines Jahres be- ur au .
Durch Verfü ung des Kriegs-Ministeriums. S midi, Fr. It. des 7. Inf. k938x318. Prinz Leopold, behufs Ausbildunxfh in der
echnik zur Gewebrfabrik kommandiert und zugleich mit dén Funktionen des Direktions-Asfiftenten dortselbst beauftragt, Hüttner, Pr. Lt. des 19. Inf. R_egts., Vom Kommando zum Topographischen Bureau drs Generalstabs sqthobrn. Eberhard-Löhlein, Sec. Lt. des 12. Inf; Rrgts. Prinz Arnulf, zum Topographischen Bureau des GrneÖalftabZzkorntkiandéekrt. st
„_ m_ eur an 211 ande. 31. Mai. Die aUptlcute (Rittmeister): Graf_v.'Pestalozza in der Ref. 1:85 3. CHOW. Regis. bakant "Herzog MaxiMiltan, Graf v. u. zu Hegnrnberg gkn. Dux (11 Murxhen), Hafenstab (Kempten), ederkiek (Amberg) Von der Landw. Inf. 1. Aufgrbots, Frhr. v. retin (Landshut) von der Landw. Kab. 1. Aufgebots, _ zn Majors, Mager (Bamberg) Vize- Feldw. von drr Laixdw. Inf. 1. Aufgebots, zUm Scc-Lt. dcr Landw. 1. Aufgebois, _ brfbrdert.
" Abschiedsbewilltgungen. Jm aktibkn Heere. 31. Mai. Bock, Gen. Major und, Kommandeur drr 1. Feld-Arf. Brig., in Gxnrhmrgung feines AbschledSZLfUCbs mit der geféßlichsn Pension zur Disp. gestellt. Grashey, Hauptm, und Komp. Chef Vom 3. Ins. Regt. Prinz Karl von Bayern, unter Verleihung des Charakters als Major, Angxrer, Hauptm. 5 15 8111136 des 2. Jäger-Bats. und Direkiions-Amstent drr Gerrebrfabrik, _ mit der geseßlichrn Penfion urid mtt drrCrlaubmß zum Tragrn der bisherigen Uniform mit den fur Verabschiedete Vorgeschriebenen Abzeichrn der Abschied bewiÜigt.
Jm Beurlaubtenstande. 31. Mai. Bilabel, Sec. Lt. von" der Ref. dcs, 3. Jnf. Rrgis. Prinz Kari bon Bayern, leumm, (Mindelheim), Hauptm. mm der Landw. Inf. 1. Aufgebots, mit der Erlaubnis; zum Tragen der Landw. Uniform mit den Ab- zeichen" fur Verabschiedete, ' Sifimann (Rosrnheim), K :) hl ([ Munchen), Brandis, Gefing (Aschaffenburg), Pfriem (Hof), Kr. Lts. Von der Landw. Inf. 2. Aufgebots, Kohl (Gunzcnhaufen), §ittzxr und Edler v. Ditterich v. 11. zur ErbmannSzahl (Weiden), r. Lieutenants von den Landwehr: Jägern 2. Auf- Zebots, Muller ([ München), Held (Würzburg), Meßner, Bieling (Aschaffenburg), Canßier, Dreyfuß (Ludwi shafen), Zee. Lts. Von der Landw. Inf._2. Aufgebots, Strehl (1 sinchen), Sec. Lt. Von den Landw., Jagern _2. Aufgebbts, Aurnhammer Gunzenhausen), YBirrstiEUMJL (Hor), Sec. Lts. von der Landw.
ab. 2. Aufgebqis, Konig ( ürzburg)- SLL. Lt. bon der Landw. Feld:Yrt. 2. Ayfgrbots, _ der Abschied bewilligt.
Im Santtats - Korp_§. 31. Mai. 1)r. Weinig (Gunzen- hausen), StabSarzi, ])r. Hautle (Augsburg), Assist. Arzt 1. Kl, chterem _mrt der (Ér1aubntß zum Tragen der Uniform mit drn Ab- zeichen fur Vrrabs'chtedete, _ beide von der Landw. 1. Aufgebbts, Or. Porzrlt (Kißanen), Stabsarzt, 1)r. Günther (Gunzenhausen), Or. Wagner, 1)r. resse (DOs), Assist. Aerzte 1. Kl., _ sämmt- [ich von" der _andw. 2. Auf ebots, _ der Absckpied bewilligt. 1)r. van Nuß (Ktsmsgen), ])r. eufel (Kißin en), 1)r. Attensamer (1 ernchen), ' ist. Aerzte 1. Kl. in der andw. 1. Aufgebvts, zu StabSarztx-n„ 1)r, Rether (Weidexr), Assist. Arzt 2. Kl. in der Ref., 1)r. 1ck (Hof),- A111ft.Arzt2_. Kl. in der Landw. 1. Aufgebots, _ zu Assi t. Aerzter) 1. Kl., _ bcsördert.
Durch Verfugturx „des General-Stabsarztes der Armee. Steidl, ernja rtg-freiwilliger Arzt vom 1. Train-Bat., zum Unterarzt up 1. Schweren Reiter-Regt. Prinz Karl von Bayern ernannt und mit Wahrnehmung einer offenen Assist. Arztstelle be-
auftragt. Beamte der Militär-Verwaltung.
31. Mai. Kießling, Aufsberg (Aschaffenbur , Ob - Apotheker der Landw. 2. Aufgebots, der Abschied bewilligt. 9) er
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Statistik und Volkswirthschaft.
Die Berufs- und Gewerbezählung, vom 14. Juni 1). J.
, Zur Hebung vor) Zweifeln über die Ausführun der Berufs- zabluug von) 14. Juni d. I. sind seitens des Königli en statistischen urearis hierselbst "auf Anfragen yon Behörden, Zä [kommisfions- itgltedern rrndZahlern eme Reihe von Entscheidungen etroffen, MS denxn diejenigen von allgemeiner Bedeutung im Nachftehenden untJetbetlt Werden.
Berlin, Sonnabend, den 8. Juni
. 1) Zur Haushaltungsliste (Drucksache Nr.1): Es war ver- schiedenerjeits gefragt nxordrn, ob in dem Verzricbniß 13 der aus der HÜUSHÜÜUT'J worübergehend abwcsenden Prrsbnrn die Mann- 1519571271 iwarurbrrrthsilen, die zu mrbrwöckoigrr Uebung (z. B. Uach dem Aktiverie-Schteßplgß) auSgerückx seien, überhaupt und, wenn Ja, ob "sie alsdgnn namentlich oder nur summarisch mit der Kopfzahl auf- zufuhren 181611. _ ,Die Entscheidung War dahin zn treffen, das; die Mannschaften derartiger Truppenthéile in dem Vrrzcichniß 13 als Vor- ubergahend abwrsrnd, und zwar mir Namsn (nicht bloß summarisch) „einzutragen frier: rn dirsenr Failßkönne der Haushaltungsliste wegen Raummarxgeis im „Verzeichnif; 13 eme handschriftlich aufgestrUte Liste deß Abwejendrn mit den in dcr Haushaltungslifte Erforderten Angaben beigefugt werden.
SachsengangerzFamilien , und sonst während der Sommermonats außwarts ciuf Arb'SliT'ÜÖWLanDY ganze Haushaltungen find mit Rück- firht darauf arxck) in ihrem Hetrnakhsort, urid zivar als Vorübergehend gbwesend zu zahlrn, daß verschiedene Von tolchen Haushaltungen bor ihrem Wrgganxi ibrrn Kartyffeiacker bestrlirn, um ihn im Herbst ab- zuernten,„a[!o Landwirth1chcift treibsn, für ihrem Landwirthscbaftsbctrieb sonach. eme Landwrrthsckpaftskarie: eingeliefsrt werden muß. Wenn derartige gmzZ Hauöbaltungerr iiicht mittels der Haushaltungsliste tm Verzeicbnzx; 13, nachgrwisfrn werden, würdrn ihre etwaigrn ?andwrrthschaftsbctrich m der Heimath nicht zur Nachwrisung ge- angen.
„ Jin Umherziehen _bdrr zu FMF für fremde: Rechnung arbritendr Gelb'stgndige, "weiin 11? „rnit rhtlfen oder rrgelmäßig mithrlfenden Famckienangehorigeri arbeiten, habrn die Spaltrn 13 bezw. 14 mit Ja zu beantwortrn (und"demzufolgr einrn Gswxrbrbogcn auszufüürn).
_ Ueber die Außfullung er Spalten 10 und 11 der Haushaltungs- liste (d€n_ Nebenberuf, betrrffrnd) bsi Militär-Oékonomiehandwerkern und Militarmufikern ift brfiimmk worden, daß für dir im Dienste ausgeubteri Brrufr derartiger Militärdersonen in den Spalten 10 und 11 ein Eintrag nicht zu _macbrn sei; wrnn 5er die Mi1itär- Personen ihrrn sgeirrntrn Beruf als Schneider, Schuhmacher, Mufikrr anch außerdientlich im“ „Nebénbrrufe treibén, wrnn fie z. B. für Yribatrechriur1_ von Militar- Oder Zivilpersonan (Offizieren, Ein- jahrrg-Frrtwi igen u. s. w.) arbeitrn u. dergl., seien die Spalten 10 Und 11 rntiprrchend a'uszufüllen.
„ 2) Zur Landwirthschaftskarte (Drucksache Nr. 11). Esist die Anficht iaudgkwordxn, als sdilten nur bon denjenigcn Haus- baliungen, die die Ert'ragnisfe „ihrer Landwirtbfcbaft ganz oder theil- weise zum Verkauf bringen, nicht aiich bon drncn, die drn Ertrag ihrer Landwirkhsäyafx im eigenen aushait brrbrauchrn, Landwirth- schaftskartrn ausgefulit werdrn. s ist ferner angsnotnmrn wordrn, daß nur sx)! e Haushaltungen_,_die cigrnes Land brwirtbfckyaften, rmx Landwirt fch5ftskarte zu ltrfrrn hätten. Dirse Annahmen smd urig. Durch die bei 'der Bßrufszählung auszufüllendeén Land- wwthscbaftöiarteu soll erna VoÜständige Statistik der Landwirth- schaftsbetrrebk g€wonnen werden, nicht aber eine Statistik drs Grundbesrßes. Dazu ist borgeschrieben worden, daß Von jcdcr Haus- bgltung, in welcher Von einem oder mehreren Mitgliedern eine Bodru- f1ache, wenn auch Von, kletnstrm Umfan e, lgnd- oder forstwirthschaft- lich bewirtbschaftet wird, oder Von wel er Kühe zn Milchhandel oder Molkerei gehalten werdeii, kme Landwirthsckyafrskarte auszufüüen ist. Ayßgßscbloffen daddn blerbexn bloß s51ch€ Haushaiinnhrn, die nichts als Ziergarten haben und in diesen ailenfalls nrbenhrr eincn unbedeuténden Anbau von Nu pflanzen betreiben, selbstberständlich auch 5118 aus- haitungen, die einerlxt Acker- oder_Gartenbau trriben. Daran, wir jemand den Ertrag setnerLai1dwirth1chaft brrwrrthrt, ob er ihn selbst v'erbraucbt oder verkaiift, „kommt für die Zwrcke der landwirthschaft- lichem Betriebsstatistik nichts an; ebensowenig darauf, ob er den Anbau'von Nutzpflanzew auf eigknen, gspachteten, Drputat-, Dienst- landerrtékn u. ftw. bctretbt. Auch die Größe der landwirthscbaffiicb oder xZzlartrzimcißig bewutbfchaftetxn Fläche ist nicht entschridend für die quuÜung _ode'r Nichtaixsfüüung einer Landwirthschaftskarte; eme solche muß vtrlmehr aus LsÜUt Werden, wknn von einer Haus- baYtung au? eme, selbst „klein te, Bodenfläche als Acker, Gartenland, Wiese, Werde, zum Werm, Obst-, Gemüse-, Taback- u. s. w. Bau, als! Wald- oder Holzland bewirthfchaftet wird. In den Grenzfäiien kleinsten Umfanges drr bswirtbscbastrten Fläche wird örtlich und von Fail zu Fal] nach Maßgabe der wirthscbaftlichen Bedeutung des An- _qurs von erxzpfianzen für die betrrffrnde Haushaltung zu entf eiden fein: Wer sich, bloß Einige Salqtköyfe zieht, Einige Liter Erd reren erntct u. dgl., wird eme Landwirtbicbaftskarte nicht außzufiiÜen haben, wdhl abC-r der, für dessen Haushalt der Anbau von Gsmüsen, Hack- fruchten u. dgl. irgend _cine nsrmsnswerthe wirtbskhaftliche Bsdrutung hat. Wer die_Gartcnwirthschast u.1. w. als bloße Spielerei betrribt u_nd sick) dabei den ergangewbnnrnrn Kopf Blumenkohl 5 «kk kosten laßt, hat keinen Landwirthsckyaftsbetrieb und braucht keine Landwirth- schaftskarxe auszusüüsn.
Wissen oder Ackerfläcbcn, die zwar von Liner Haushaltung aus (etwa vom Besißer) bewirtbscbastet werden, dkren Ertrag aber auf de'm Halm. verkauft bezw. verpachtet und dann Vom Käufer abgeerntrt wird, bedmgexi die Ausfüllung einer Landwirthfchaftskartr fritens des, _ Bewirtbickpaftßrs, nicht aber seitens des Käufkrs (bei Wiefen des GraIPachters); denn, bon andrrsn Dingen abgrsehen, kommt es nicht darauf an, wie der aus der Bewirthfchaftung er- zicltc Ertraß fcbließlicb Verwerthét und ob Vom Pächter oder Käufrr der Frucht er der Ernte mitgewirkt, sondern darauf, ob und daß die Bodenflachs bewirthschaftet wird; nur wenn der Brwirtbschafter die Landwirthfchaftsiarte zu iiefern verpfli tet ist, kann die VoÜständig- ksit dcr [::-.dwirtbfcbafxltchen Betriebstatistik gewährleiftrt werden; Pacht€r brzw. Kaufer Und zur Zeit der Erhebung (14, Juni) meist noch unbrkannt und gar nicht Vor anden.
Ziergärten, Parks u. drrgl. find dann überhaupt Von der Er- hebung mit Laqdwirthfchaftskarten ausgeschlossen, wenn derartige Flächen die alleinigen bewirthschafteten Flächen der Haushaltung bilden und Von dieser sonst Landwirthscbaft nicht betrieben wird. Dage en [md diese Flachen, so gut wie Haus- und Hofräume, Wege und ewaf'ex unter 4 1 bezw. 14 21' der Landwirtbslhaftskarte m aÜen_derx allen zu berückfichti en, in denen andere Flächen land- wirth|chaftlich gerru 1 werden, alfi) derentwegen Line Landwirthschafts- karte _aus efüllt wir . _ _
Kunt- und_Handrl§gartnerexen haben nur dann eine Landwirt!)- schaftskarte zu liefern, wenn fir felbst Gartenbau bejreiben" außerdem aben sie eine Gewsrbekarte emzureicbrn, wenn fie mit Gehilfen (oder
otoren) arbeiten. _ , _
Molkereien, Milchwrrthfrhaften haben eine Landwirlhscbaftskarte auSzufüllen, wenn sie eigene Kuhr zur Milch ewinnung halten, gleich- viel, ob fie außerdem noch eme BodenfläcZe landwirtbschaftlich be- wirthschaften oder nicht._ Handeln fix: bloß mit Milchprodukten, ohne selbstKühe zu halten. 15 tft von ihnen eine Landwirtbfcbaftskarte nicbt u erforderxr. Cine Gewerbekarte haben dagegen alle Molkereien und ilchwirth|chaften, die mit Gehilfen oder Motoren arbeiten, auszufüUen. 3) Zum Gewerbebogen (Drucksache Nr. 111): Ein Serverbe- bonrn ift auch, von solchen Gewerbtreibenden, Handwerkern, aus- We ern, Gastwirtben, Inhabern. kleinerer kaufmäixniscber Ges äfte, aus ufüllen, dir zwar nicht Mit rigens für das Geschaft angenommenen Gehilfen arbeiten, deren Fgmilienan ehörige (Frau, Kinder) aber, Wenn auch nicht als ordentiiche Gehqi fen, Zo doch re elmäßi und nicht bloß gelegentlich im Geschaft mit elfen. Inifolchen ?Fällen
Mithilfe der Familienangehörigen zwar am 14. Juni ruht, sonst aber in der gefcbastlicben BetriebMit nicht bloß gelegentlick) stattfindet.
" Der Gcwrrbsbogrn ifi (1111 Sitze: dr-I Gewerbebetriebes auSzu- fuklen. Dahkr rnnx; rin solcbrr bor drm Zählungstage vom Zähler auch an dem Sitz.? deskBetriebes aus ehändigt werden, nicht etwa in der von der Betriebsftatte Lnt-ferntcn LJVohnung des Gewerbetreibenden. ' Von Zwerggesckyaftrn (?iliglen, Verkaufsstellen), in denen nur 81116" angestrllte (unsel standige) Person b€schäftigt ist„ muß glrrchwr-hl 'LU] errrbebogrn 0U§,1€féktigis wcrden. Dies ist notd- wendig, weil wrist die unselbständi en einzelnén Vsrkäufer u. s. w. in solchsri Filialen als gewerblich tZätigc' Bevölkerung dcr.Gewerbe- statistik gcrrxz Verloren grhrn würden. Wird abrr die Filiale, das Zwriggeschaft bon emem felbständigsn Inhaber (etwa ge en An- thSii am Gewinn oder dergl.), jedoch ohne Gehilfen oder 910an beirieben, so darf kein Gewerbebogen anSgefertigt wrrden.
Das _Ende Mai ziir AuEgabe gelangte zweite Heft des Jahr- Zarigs 1895 der “VlkrtkijaerbLffS ziir Statistik des Deutschen Reichs „ringt eme Reihe bon_Zu7ammenfteUungen über den Seeverkehr in drn deutfchrn éafenpläßen im Jahre1893. Hiernach sind rn dissen Hafen das deutsche Küstengebiet aks ein Ganzes be- trachtet) rm Jahrs 1893 133 874 Schiffe mit Eimern Nettb-Raum- gehalt bon 29 356 287 Ncg.-Tons zu HandelSzwecken Kim und aus- FAU," en, woraus 11ch eme Zunahme gegen das Vorjahr um 2366 échl € (1,8 0/0) und 1059 930 Reg. -Tons (3,7 0/0) er- giebt. Der Gesammfberkehr. der angekommenrn und ab- gkgangenrn _ Schiffe bezifferte sick) im Ostsesgebiet auf 56148 Schiffe mit 10521813 Reg.-Tons, im Nordsee-Gebirt auf 77 905 Schiffe mrt 18 888 259 Reg.:Tons; er zeigte grgen das Vor- ]ahr m ersterrm Gebiss _ ber einrm Rückgang in der Zahl der Ver- krhrenden SÖlffL Um 1,0 17/0 _ eine Vermehrung des Raumgehalts um 2,2 %, wahrend in [81516er Gebirt eine Strigerung Um 3,8 0/0 in, der Zahl _rxnd um 4,4 [)/0 im Raumgehalt eingrtrrten ist. Der Segrlschtffs-Verkehr hat gegen 1892 nach der Schiffszahl um 1,2 M, zu- rind nach dem Raumgehakt um 6,6 % abgrnommrn; und zwar ist er im Ostser-(Hebiet um 0,2 0/0 nach der Schiffszahl und um 4,2 % nch) dem Raumgrbait zurückgrgangen, während im Nordsee- Gebirt die Zahl der Segelschiffé eine Zunahme um 21% aufweist, welcher einc Abnghme dss Ragingehalts yon 7,8 0/o grgenübersteht. Der Dampfschiffs-Vrrkehr Ui im Osijee-(Hebiét der Schiffszahl nach um 1,8 0/0 hinter 1892 zurückgkblieben, der entsprechende? Raum- Fehalt aber doch um 3,3 % größer geworden; im Nordfergebiet ist er owohl nach der Zahl als auch nach der Ladefähigkeit der ange- kommencn und abgrgangenen Dampfer angewachsen, und zwar um 6,3 0/0 Und 7,10/0, rm gesammten Küstrngebiet des Deutschen Reichs um_2,5 % und 59%. Von den im Jahrs 1893 ein- und ausge- laufcnen Schiffen fahren 98764 mit 15361469 Reg-Tons unter druifcber, 35110 mit 13 994 818 Reg.-Tons unter fremder Flagge, d. h. es Enifielrn auf _erstere nach dsr Zahl 73,8 0/0, nach dem Raumgehait 52,3 'J/o born (HefammtzSeevrrkehr des Deutschen Reichs. Jm Vsrkehr mri, drutfchrn „äfsn sind im Jahre 1893 84051 Schiffe mit 6356 733 5ieg.-Tons im deutschen Küsten- gebrrt angekornmen und abgegan en; darwn waren der Schiffs- zahi nach, 95,2 0/0, der Ladefäsgkeit nach 89,3 9/0, also bei wrixrtn die Mehrzahl, degi'tschrr Nationalität. Jm Verkehr mit außrrderrtschen eiiropcztfchen Hafen gingen im Küstengebiet des „DLUUÖLU NEUB- im Jahre 1893 45 913 Schiffe mit 16 387 517 Neg.;TonS en) _und aus, und zwar bsrmittelten diesen Verkehr zum großtéxi Tbéil fremde Schiffe, dknn die deutsche Flagge war daran nur mtr 35,8 9/0 116161) der SchiffSzahl und mit 31,1% nach dxrn Naumgxhalt bethéiligt. Der Vkrkebr mit außer- Lurbpaisckyen Hafen bcli€s_ fich 1893 auf 3910 Schiffe mit 6612 037 Reg-Tonß, wovbn auf die deutschen Schiffe nach drr Zahl 55,6 0/9 und nach drr Ladefahigkeit 54,3 % entfielen.
* ' ' Zur Ar'beiterbeweguna.
Jn_Giebi_chenf1€in bxi Haile haben nach einem Bericht des „Vorwarts', samm'tliche Böttcher der Böttcherri von Albert Schwarz die AkbEit wrgen Lohnstreitigkeiten nisdergelegt.
Grfiern fand _drm „W. 'T. B.“ znfolge in Wien eine Ver- sammlung zur Brivrechung eiiies Ausstandes dcr Postbediensteten statt, welche am Donnsrstag 1111 Ministerium durch eine Dcputatiou um Aufbesserung ihrer nxatrrtrilen Lage gebeten hatten. Der Führer der Depuiation, rin Poftbffiziant, Wurde aus dem Staatsdienst ent- lasfcn, wril er deri Ausstandandrohte, falls bis grstern keine Entkscheidung drr Rr ierung _crfolgk. _ Die Abhgltung der von der sozialdemo ratischen Parker ertung fUr morgrn nach etnem Lokal im Prater einberufenen Vblksbxrsainmlnng _mit der Tagesordnung .die Wahlreform“ ist mrt “RUFEN 'auf die ungesrtzlicbrn Straßendemonstrationen nach der am 30. at in der „Volksballe“ abgehaltenen Versammlung (ber [. _Nr. 129 d. Bl.) seitrns der Behörde untersagt worden. Dem Alfi- 1uchrn aiif Usberlaffung der .Notunde' für eine Versammlung mit drrkelben Tageßordnung wurde seitens des Handels-Ministeriums keine FolgTFgrgebeZ. B s
„ine gr ern in udape t Veranstaltete Versammlun der o i-
und Telegraphcnbediensteien und der Briefträgger [leifef bhne Bssciyiußfaffung. Nach drr Versammlung kam es zwischen den in der thznersirafze qngxsammelrerz Theilnehmern an derselben und der Polizei zu eurem Zufamrnénitoß, bei welchem mehrere Personen verwundet und mehrere vxrhaftet wurden. 800 von 1600 Bediensteten Verabredeten, beufe den„Dtrnst einzufteÜen. _ Nack) einer späteren Mel- dung haben heute1hatsachltch 1200 Briefträger und gleichgestellte Post- brdtkristefL den Pixnst sm_gestellßrachdem dre Yrdrrung auf eine Er- hohung _thrkr Bszuge zuruckgewicyen und die 5 ortführer in die ro- binz yxrfexzt wbrden waren. Am rechten Donau-Ufer Wurden Kate gar ' keine Briefs ausxzetra'gen, am linken nur theilweise. Die Strtfendsn begabenssicb m eme Ortschaft außerhalb des Polizeirayons von Budapest, wo ie thriStandKuartier einrichteten. Der Grubenarbetter - ongreß in Paris hat, wie „M.TB.“ writer berichtet, einen Antrag angenommen, welcher fordert, dax; dl,? Verantworjlichkeit der Grubenbesr er für alle Gruben- unfalle ge eßlich festgefiellt werde. Der deut (bye Delegirte Bunte hatte dxn Antrag befurwortet. _Der Kongreß wählte sodann einen internationaxen Ausschuß, ,dem die deutschen Delegirten Moeller und Horn an,?ehorcn, und bestimmte als nächsten Kongreßort Lüttich, falls das belgiche „Ausweisungsdekret Legen Basly und Lamendin zurück- erwmmen Wird; andernfalls so der Kongreß in London tagen. terauf wurde der Konng geschlossen.
Die Tausende. von rbeitern beschäftigenden Aktien-Kamm- garn-Sp'innereien La Laintzre und La Verdre in Verviers wurden, wie der „Köln. Ztg.“ unter dem ?estrigxn Ta e tele raphisch gemeret wird, mHoige ausgebrychener Thei ausstande &ergl. YU. 129 d. Bl.) von der eitung ganzlich geschlossen.
Nach Mittheilung des Statistijckpen Amts der Stadt Berlin
sind bei, den hi lgen StandeSamtern in der Woche vom
26. Mar bis in . 1. Juni er. zur Anmeldung gekommen:
LSQYbYLlilMdgeborme' 362 Eheschließungen, 29 Todtgeborene, 581 a e.
ist auch dann ein Gewrrbebogen auszufülien, wenn die regelmäßige