einrichtung zu elaffenen Knappschafts-Pxnfionskasfe _ tinter Anerkennun Hediglich der Berujx, nicht auch der reichs- gese lichen vaalidität - Invalidetzgeid nacb Maßgabe des Ka enstatuts bezog, hatte, nachdem fur ihn auf Grund ander- weit vsrrichteter Lohnarbeiten BettragEmarkxn „einer Verfichx _ rungSanstalt verwendet worden waren, bin dieser aiif „(He- währung res Reichszuschusses“ zii ferner Itrvaltdenrqnte angetragen. Die Revision gegen daß die vollererchSgeseßlrche Invalidenrente zuerkennende _Urtheix des Schiengerichts ist zurückgewiessn worden. Die Ruge der Verszcherungxx- anstalt, das Schiedsgericht habe „den' aligemeinen, m den 18 Absaß 1 der Kaiserlichen Verordnung vom . Dezember 1890 übernqmmenen_ Rechts rundsaß verlost, daß die Entscheidung über die Ayspruchr der arteien nicht hinausgehen dürfe, wurde nicht fur bFrundet erachtet; dus Schiedsgemcht war vielmehr, da ohne urrkennung der vollcn reichSgeseZli en Invalidenrente _dem Klaßcr"der von ihm branspruchte ententheil (der Reichszuxchu) uherhaupt nicht zufließkn kann, verpflichtet, uber die WM: Invalidenrente zu besinden. _ “ . .
Der Einwand der Unzunandigkrit .zur Renten- fcststellung kann seitens einer Kasseneirxrichtung, nqch: dem sie sachlich über den Rexitenanspruck) bewnden hat, nicht mehr erhoben werden.
Von dem Entwurf eines Bürgerlicheri Gefes- bu chs zweiter Lesung liegen nunmehr auch dlejdeM [eßten Bücher, das Erbrecht und das internationale__Prw_atrecht ent- baltend, in der durch die Redaktionskommixxton xestgeftellten Faffung vor. Die ersten vier Bücher “smd seinerzeit auf Wer- anlassung des Reichs:Iustizamts in einer handlichen AUSgabe im Buchhandsl Erschienen. Als Foriseßung dieser L_lus abe werden in den nächsten Tagen das fünfte und das 1ech1tc. uch veröffentlicht werden.
Der Bevollmächtigtc zum Brinchratk), Königlich bayerische Mimsterial-Rath von Geiger ist hier angekommen.
Der Regierung:“):Affcffor von Köller zu Koblexiz ist mit der kommissarischen Verwaltung des Landrathsamts im Unter- taunuskreise, Regierungsbezirk Wiesbaden, bcauftragt worden.
Der RegierungS-Affeffor Or. Vormbaum zu Merseimrg „ist der Königlichen Regierung zu V01en zur wsiteren diemt: lichen Vrrwendung überwiesen worden.
Laut telegrapbiscber Meldung an das Ober-Kommando drr Marine wird S. M. S. „Coxrdor“, Kommandant Korvetten: Kapitän Follenius, heute von Sansibar nach Mozambique in See gehen.
Bayern. Ihre Majefiät die Kaiserin von Oesterreich ist herne früh in München eingetroffen, Württemberg.
Seine Majestät dor Kötzig begab iich am Sonnxag früh nach Biberach, Um daieldst dem 12. Bundechn drs
württember ischen Krirgrrbundes anonhnen und der
Stadt Vivera Linen BLsUch abzustatten. ci der Ankunft wurde Seine Majesiät von dcm Präsidenten des württem- bergischen Kriegcrbundes, Seiner Hoheit drm Prinzen Herr- mann zu Sachsen:?Leimar-Eiisnacki, dem Vorstands des Kriegerbundes, Freiherrn von Süßkind-Schwendi, drn König- lichen Beamten, der Geistlichkeit, den bürgerlichsn Kollegien mit dem Stadtschultheißrn cm der SUiHe, dem Be: zirkskommandeur mit den Nciervc:Lffiziersn, sowie von dem Kricger: und Vetercinsnderc'in Biberach cmpfangrii. Aller- Höchstderselbc nahm sodann das MittagSmahl im Kreise der Mitglieder des Vräfidiums BeH württembergisckisn Kriegerdundes und der Vorstände drr württembergischrn Kriegrrvcrrine, sowie drr Dclqirten von Banrrn Und Baden eiii. Nach- mittags 21,74 UJr begab sick) Seins Majestät ;U Fuß nach dem Miirkjplaß Und likß die anwesendcn MitgLirdcr der würitcmbergisckien Kriegewrrririe, MW 7000 cm drr Zadl, an sich vorbeidefiliercn. Nack) dcm Vorbeimarsck) firdr Seine Majestät dnrch dic reichgeschmückten Straßen der Studi imd trat um 4 Uhr dir Rückreise nach Stuttgart an.
Sachsen-Weimar-Eiseuath.
Wie die „Wcim. Ztg.“ hört, wird der Landtag drs Großberzogthums dehiifs BeschlußiQJUng Über den mit dem Königreich Preußen wegen Verkauf?: drr Werra-, Saal: und Weimar-Grracr Eisenbahn und éibsr ?inrn mit dem Königreich Bayern wegen Erbauung einri- Eiirnbahn von Meilrichstadt nacb Ostheim zu vcrhandrlndrn Staatsvertrag auf den 27. d. M. zu knrzcr Tagung einberufsri wrrdrn.
Braunsthweig.
„ Dkr Ausschuß der Landeöversammlung dir!: am 8. d. M. eine Sißung, in der zunächst iibcr dcn ersrxentmixrf, betrriiend den Handel mit Giften, beratdcn wurde. * THdann wurde, wre die „Braunschw. Landesztg.“ mittheilt, dem Anrraxr des Stuats-Ministerinms, 10 0007-7- aus dem Extraordinarium der Haupt-Fmanzkaffc im den braunschweigischcn Landwehr- yerband für de11en Wirtwcnstiftung zu übermeijcn, die ZU: itimmung crtHcilt. Ten Schluß der Sitzung bildete eme Bsrathung iiber Veränderungrn im Bestande des Staats- grundvermögenH.
Schwarzbnrg-Rndolstadt. _Ter La_ndrag drs Fürstenthums ist auf den 27. d. M. zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen worden.
Qeßerreich-ngaru.
In der gestrigen Sißung des österreichischen Ab: gcordneirnhauseß wies der Abg. _Pacak auf die neu: lrche Beßßung des Adgeordnetenhauses durch die olizei hin uiid rragte, ob das Repräsentantcnbaus zu einer olizei: wa Ulube gemacht werdcn folie. Der Präsident reiherr von Ch ixmeckn erwidsrtk, er wisse nichxs davon, daß3 *achtmänncr nch im Saal oder den Wandelgängen bcfundrn hätten. Richtig
ei, da eine roße Anzahl von Wachtleutxn in Her Nähe 'des AYgeordnethhauses qufgestellt worden set, um das Haus vor dem etwaigen Eindrmgetz der _Volkswepge zu Lchußen, was doch Jedermann nur billigerr konne. Die Borke rzmßen der Polizei müßten umsomehr BilhgunYfiriden, als erst_kurz ich ein Fenster des Hauses durch emeti temmurf zertrumrpert worden sei. Der Abgeordnete Steiner wurde _wegen seiner
wischenrufe zur Ordnung geruFen. Darum trat das
aus in die TageSordnung em. Die „Verhandlungen uber den DrinYichkeitSantrag 5thcak: die Sißun en des Hauses bis zur eendigung der Arbeixen des Budgetaus chuffes au use en, veranlaßten mehrfache siurmrsche Unterbrechungen des rafidenten Freiherrn von Chlurnecky seitens der Jung- c schen und Antijemiten, sowie zeitweise großen Lärm. Der
räfident rief Pacak, Lueger und (Heizmann YU“ Ordriung und entzog dem leßteren das Wort. Der Dringlichkeitsantrag wurde abgelehnt.
In der Sißun des Wahlreform_- Ausschusses erklärte gestern der g. Beer die Zweitheilung der neue:) Kurien fur technisch undurch "hrbar. Baron von Dtpauli so_gte, wenn es fich um eine ntereffen-Veriretung haridle, ge- horten alle Arbeiter usammen, ebensq al1e Steuxrtrager; er werde für das EingeZen in die Spezialdebatte 111711111611, da er redlickicr AnhänJer der Wahlreform sei. Der Abg. Klirn sprach stch für ie Einreihung der nechn Wählzxr in die bestehenden Kurien und ftir" das Eingehen m die Spezialdebatte aus. Der Minister des Innern “Marqms Bacquehem vertheidigte die Anträge des Subcomiiés und bezeichnete die Behauptung, daß für einzelne Länder Privilegien gefehaffen werden sollten, als unrichtig, _da nach den Be: stimmungen der LandeSordnungen dieser Lander sch9n gegen: wärtig zwei Trittel der Steuertrager wahlberechtigt seien. Bezüglich der Bedenken gegen die Zweitheilung der neuen Kurirn hielt der Minister die Ante ung des Abg. Lupul der Erörterung für werth. Der Abg. Prinz Karl Schwarzen- berg trat fur die Auéarbeiturzg des Subcomités ein und sprach sich in enxschiedemter Weires gegxn _das FaUenlaffrn des Prinzips der Theilung der neuon Karren aus. Der Abg. Graf Pininski erklärte fich im Sinne dcs'vom Polexiklub grfaßten Brschluffrs, daß die polnischen Mitglieder des Wahl: reformausschuffes für das Eingehen in die Spezialdebatfe über den Antrag des Subcomiiés zu stimmen dritten, nzobei jedoch die Nothwcndigkeit der Einführung ewixier AbanderUngen des Antrags, in erster Linie dic? BFLÜUMZUJ der mrt_der autonomen Selbständigkeit der einzelnen Lander nicht uber- einstimmendkn Bestimmungen, aricrfannt worden sei.
bTrr Nimtius Agliardi hat ?rck) gestern nach Karlsbad brgr cn.
Großbritannien und Irland.
Zn dcr gestrigen Sißung des Unterhauses erklärtr der Zckiaßkanzlcr Sir W. Harcourt, er werde am Dorinrrstag dcm Harris die Frage Über die Führung der Rxgicrungs- gksckiäire fiir die nächste ZLÜ vorlcgcn.__ Ambro1e fragte, ob durch irgend einen Vertrag einc Verprkchtung für Englan brsrehr, daß cs, obgrsrhen von einer rein diskretio- nären Bércchtigung, in die armenischen Angelegenheiten ein- arcifc durck) Sirion Krieg oder in anderer Art, indem es die Pforte zwinge, die Reformen anzuerkemzen, welche das Ulti- matum, das znlrtzt durch England, Rußland und Frankrcich Übsrreicht worden sei, verlange. Ter Parlamentß-Sckretär dcs Auswärtigén Amis Sir E. Grey entgegnete/ er mir!]? in Erwiderung auf die Frage Ambrose's dreien aux de_n Berimer Vertrag verweisen. Das Haus nahm darauf in erster L21ung dasGeseß an, berréffcnddieSrrHundsfischerei im nördlichexi Stillen Ozean. Sir E. Grev rrklärte, daß der Zweck des Grießrs der ier, mit Rußland rin Einvernehmen Herbsizuführrn. Sodann wurd? dic zweirr Lcsnng dcr sch0t1ischcn Lokal=Vrrwalthg§biÜ angenommen. Bci drr Berathung Über die zweite L_rsunq drr Bill, betrrffrrid die Einigung in ererbcstrcitigkeiien, wrack) der Präsident dS-Z Handrlsamts Brncc seine Freadr darüber aus, daß Zie[ mid Zivkck der Vorlagr allgemeine Zuitimmimg ZU finden schiencn. Er rrwarrr mehr von der Einigung als von Zchirdßgrrichtcn: bei der Eimigung müsse nothwrzidigsr: Miso das Elsmsnt dcs Zwangrs fehlen, im Fakle der Wied?)- richk€kl1ch€11 Entfckicidimg dingrgrn brftändcn nicht die erichsn Einwändc ge'chn LME Ermächtigung, die Turckyführgng des Zchirdssdruchs zu erzwingen. Nichts strhr Vervemerungs- anrrägsn zu drr Vorlagr im Wear, wclche den Gsdankcn durchfübrs, rim» Brddrdr mit großer Voilmacht Und bcchtcndem Ansehen zii rrrickiirir, dir iibcr einrn qroßsn Thril des Landrs sick) ersirccksndc Industrien umfaifr. Tir zwriir Lesung rr-Urde angenommrn und die Vorlagr an drn großkn Handels: und GrmerdMlU-Zsckxuß wrrwirscri. _ _
Tir Vsiisrunq in drm BEfindrn Gladndne's ickireitct forr, Trrirlbe Zedenkx, dem ,W. T. B.“ zuiolgs, [)LUTL Nack)- mittag in LONDON ciiiziiirriirn, um don dorr an Bord des „Tamallon Caiiis“ nack) Kis'. abzurciicn.
Frankreich.
In der gestrigrn Ziyang dsr Trpatirterika .: mer stand 'die- Jntkrpeilaridn drs “Drvutirten Millerand (Sozialist; Übsr die auHmärtige Politik der chicrxmg auf der Tagesordnung. Die Tribünen und der Ziyangsmal waren stark bLsLHt. Millerand bcdauerte, wie „W. T. V.“ berichtet, dir im äiißcrftcn Ostsn befolgte Politik, welche iazu geführt dabe,_ daß F*ranfreiä') an den Festlichkeiten in Kiri theilnebme. Frankreich habe bei Annahme der Ein- ladung Einem Beweggrund der Schwächa nachgegeben; Deutsch- iand müsse wissen, daß Frankreich nie die verlorenen Pro- r-inzrn veracffsn werde; die elsaß:lotk)ringische Frage in ihrem JTUZLU Umfange bleibe bestehen. Redner suhr fort, rr WHU? den Frieden, glaube aber, daß die Politik drr Zrk-xgierUng eine Gefahr für Frankreich nach 11ch zisdsn könne. Der Depuiirte Ernst Roche, ehe- malig:r Yduiangiir, wunderte sich, daß Frankreich nicht grwagt habe, dir rini-adung abzulehnen, und fragte, ob Frankreich eincm obligaidriichrri Frieden Oder einem Kris e entgegengehe, wenn die deutsche AML drr: Briuck) Erwidern 0 er der Deutsche Kaiser zur AUSÜLLUUJ rm Zayrr 1900 kommen soilte. Ter Minister des Auswärtigen .Hanotaux erkiärte:
Dic Regierung babs erwarxt, tmn werd? iir anxkben, WSU)? Haltung sic in dsr Frage der wichtisitrp. Imrkrrßrn TSS Lanc-rx (*m- nebmrn soÜc. Die Rcdncr, welchs ra? Wdrrergri-xr'n errrn, käUkn NÖ indes; damit begnügt, cinzklne bestimmt? Handlunzén zu fritiüerri; iir hätten behauptet, das; in der Haltung der Régirrung kin Umsckywun-Z rrfolgt ski. Dieser Umschwung sri aber in keinrr dcr Handlungrn der Regierung erfolgt. Die grgcnwärtigc Rrgierung babe sich nicht von den Grundlinien der ächrcn Politik entfernt, welcbe Frankreich seit 1871befolgtbabe. Dic"rgiccuug sci dirscr Politik treu geblieben, deren Charaktsr und Absichten man mrbrcrc Male vergeblich in ein andcrrs
, eine
Licht zu seven vetsu t habe, welche aber die Kampxrn und das Land, die man so viele ale befmgt habe, „immer ebtlltgt' und genebmj hätten. Diese Politik sei im übrigen n t das „ einer _ ', babe sich vielmehr somssa en unvermeidi entwickelt aus den tt_genften Verhaltnissen der Gecbcbte Frankreichß. St_e babe nur ein Ziel haben können, nur auf einen Erfolg hinzielen konnm, der heute um theil erreich sei und estatte, den bereirs durchlaufenen Weg zu- me en. Dikse Politik bgabe die Wiederaufrtchtung des durch so gusame S icksalsscbläge niedergeworfenen Laxides anéxstrxbt: eme a mabliche Wiederaufricbtung, nicht durch bartuackige A ichließunz, Fondern durch forxdauernde Arbeit des Landes an sich seldft, durch eme gesteigerte Aufmerkjamkeit, die s'1ch der Bertheidigung seiner Interessen und seiner Rechte widmete, durch“ unaußgeseßtes Ueberwacben der gunfti en Umstände, welche bewirkten, daß rankreich wieder in das euroväi che Konzert eintrat. und welche ibm ge atteten, aUen den BWUL zu führen nicht nur für seine wiedereroberte Machtsteilung, sondern auch für die Rothwendigkeit seines Bestehens und 1einer Machtsteliuna zur Erhaltung des Gleichgewichts in Europa und in der Welt. Die Einladung ergin an uns zu derselben Zeit, in welcher sie alle anderen Seemächte er ielten, fie baite den doppelten Charakter eines friedlichen und internationalen Schrittes. Würde die Welt es ver. standen babsn, wenn Frankreisb aÜein ibr eine andere Deutung e eben und durch sein Fernbleiben in den Einklang der anderen ächte einen Mißton gebracht hätte? Nein, meine Herren, die Höflichkeit, welche man i_ms erwiesen bat,_ haben wir mrt «Höflichkeit erwidrÜ; zwei von unieren Sch'lacbtschinen werdLn nach Kiel gehen und Einer unserer Avifos wird den Kanal panieren; am '21. er. werden unsere Kriegéschiffe die Anker wieder liebten, um in die Gewäffer Frankreichs zurückzukehren, wohin sie die Wiederkehr des Gedenktags unserer nationalen Trauer zurückruft. Meine Herren, uniöre Marinesoldaten geben nach Kiel,_nicht um ein erniedrigtes und zu Boden geworfenes, sondern um ein news und starkes rankreick) zu repräsentierrn, welches genugfam in sich selhst gefestigt it, um ruhig zu 1ein, stolz-und rubmreich JLUUZÉZ um keinen Vergleich zu scheuen, feine Erinnerung zu yerleugnsn. "ie könnte dietes_ Frankreich eine Eiiißuße seines Préstiges, seinxs Apfebrns odcr yeinrr Jntereffen dadurck) erleiden, daß seine Schiffe Liner internationalen Feier bei- wobnrn, wo sie, unter hundert andrren, den Schiffen einer befreundeten Nation begegnen wrrden, welche unter gleichen Bedingungen wie wir der gleich€n Einladung _entsvrocbkn hat?- - Indem der Minister im Ylgrnden auf die chtnefisch-ja_ranische Frage „überging“ äußerte er: an fragt uns, worin bei dreier Angelegenheit Frankmch Interesse bestände und ob wir bei unserer Intervention etwa andern Beweg- ründen gefolgt seien, als die“ Absichten- Rußlands zu unterstü en. ck erkläre sofort, daß, srlbst wenn die eigenen Interessen Frankreichs bsi diesér Gelegenkcit Weniger ernste m_id wrrziger eindringliche ge- wssrn wärsn, als fick der Regierung zu 1§in scbrenrn, wir es troydem al:“: eine gebiererische Pflicßt angesrhen batten, unxer Yugenmerk nicbt abzuwenden von dem Gleichgewicht der Mächte im außersten Osten, in dem Moment, wo die Regierung die Gexabr sab, daß dasseibe zum Nachtbeil Rußlands gestört werden könne, und die Regierung dia Augen nicht schließen konnte" gkgenüber den_ Unzutraglichkeiterx und Gefahren Liner Politik, welch? der von uns bésdlgten entgegengeke t Yar, S_iner Yolitik, welcbe Rußland die Unterstüßuxig und die ils? umerrr iplomatie verjagt hätte und in _dieyer heiklen P_ase dasselbe Beute der Schwierigkeitkn Hatte werden laixen, welch? unbedingt auf seiner allgemeinsn Politik schwer lajtsn mußtcn. Meine Herren, die Gxnndbedingung einer jeden außwärtigen Polijik ift ficherlich Zielbeivußnein in Plänen und in' Handlun en, damit sie nicht in Unruhe geseßt [verde durch_Unficherb_etten und c“ii)rranlkungen, Eine Narion, die zuerst in lauteiter Weiie ibre _Politif auf Ein? Kombination gerichtet bcztic. _deren Erfolge sich in w vielen Punkten gezeigt babkn, welche 10 dsr Acußerungrn don fich gegebrn bat, bei déncn fich die Gefühlc drs Verkrauxns und der Freundschaft zwisckxrn zwei großkn Völkrrn vereinigten, toUte plößiicb dieje Politik der- leugnen und sick) durch eine: unerklärliche Zurückbaltiing einer Hilfe entziehen, die von ihr vcrlangt 'wird? Man kann andere Kritiken gegen uns richten, aber wir h(xben nicht im geringsten diksrn Tadel uns zchzo'en. Wir _ Und uns selbit „treZu Yblieben, und ich glaube, ich Lahe den Gcimnungsn des Landrs richtig * uZdruck gegsben, als ick) in dem Telegramm an unseren Botschaftxr in St. PSTLTÖÖUT'J dic Worté “ebrauchte: _Frankrcich stcllt in die crits Reibe seiner Crwagungen die ZYÜckficht ans seine Bundesgenoffen_; wir find daher bcreit, mit allem Nachdruck die_ Abfichtxgi rer Kaiierlich rassisch Regierung, sowsit 171€? aus den Frtkden zw11chen China und Japan Bezug haben, zu unterstüyen. WMF! das Hauptinteresse unskrer au§wärtig€n Polikik uns zu der Entscheidung_g€sübrt boxt, die wir gefaßt haben, liegt dir!"? Nucl) in umemn eigensten Jntereps im äußrrsten Osten? Dirie; Gsfichtsvunkt ganZ, béxonders_ War der Grgenstand unserer cingekxenditen Erwägimgen; Wir baben_wabrend drs Krisgsx? zwischen China Und Japan die 11r€nß1t€ qutralitat brobacßtsr. Wir babrn mit dén andercn Mächt€n den Beichiuß h_ezüglich des. Waffrustiüstaiides gsfaßt. Dsr Friede vdn Simonoieki'ist von Iaran vvrgeicbriebrn wordsn. erenialxs hatxrn ,einrge BxdingunZen dies?? Frieran die Existenz und Unabbangigkeir xenez“? großen R€lchs irrtraiie'rnd bcdrdht. welch€s an einer 10 [an; gsitrecktkn Grenze unirr Nachbar ist und Von rem drci, don hundert Miilidzixn Einwohnern krrdlkrrts Pryvinzcn ein Mitss Feld 'für die rvirrhyckpanliche- Er- starfUng unssrér indo-chinkstscbrn Kolonie darbirien. -- Indem Hano- taux di? Politik der Zurückhaltung S_rÖkTLkTL, w_slch_€ don drr Orry- srtirn sv dringend empfohlen war,_ fuhr er 1an sdlgéndcn Wortkn iort: ,DieiE Politik, msinr Herren, ,wnrde durch sine _Ars ron Urbkrmrnv-slumg in Einer beDSUUJan Stunde unxrrkt Gsicbicbte herbsigefübrt. EH- war i_m_J5x[*re' 1981, Gambetta war nrcko im Bsfiß rer Mackpt. Mir außerlt rrrbttger Würdigung dcr Brrürfniiié Unserer damalig€n_Lage hatt? (1: die Tragweite drr «gyr- riichrn Anngrgrnk-„eir vorausgeichsn und England dahin gebrarbt, uns um Unsere Interdenrirn zu rriacben. Was sürchtete man? Man it;:ir rhne Macht und Ansebsn vor Einem Aufruhr und gl€ichwobl kszichrigtx man (Gambrtta, da? Nan? i_n ein Abent_euer binkinzuzieben. Und dieisr Vcrrvurf stand zu seinem jßßen S_turz m naher Beziekxung, Term mcm likßibm kritik Zeit, nachzuwri1m ka )em Verhalten, wers es isbrrntichlrffcndnäo isbr weis? war. Aber die “Oftrin de'r urückbaltung ixbrrrrrg und rollt? die noch immrr schwsbende_ egvvtis e Fragk aus, Mickys durch Unsere diplomatische? Akxion im Emdrrnehmen mit Eng- land selbst gar [Lirbt zu rrssln gsweien wärs, roen_n man Mébk VF!- traurn zu einem Manne gehabt hätte, dsr durch io edle Dienste Usb so reich vkrdi€nt gemacht hatte. !ücklicherrrxeiie dient dieses denk- würdise Beisriel auch ferner als Anleiturzg für das Parlament _Und das Land Xros der Vorübergehenden_Mißersolge, weiche es begleiten. Ihr Wertstreit verpflichtet auch „ternerbtxi drejemgeri, welche „aus anderen Gkfichtépunkten das Erbe Frankrytcbs und die Ehre ferner Farne drrtbeidigrn mußten, die Srgnuugxn tm Auge zu behalten, welche eins enrrgiicbe und iichkre Handlungswene deu) Lande zuzufichern ck?!sz Wulcbeé auch immer die Erwägungen Ferri _ mö en, welche aus anrc'ren Gründen dieser Politik'rer Tbgtfraxtigkert und der AUS; dehnung Entgegengesryt wkrren, wer rrill trosdem [eu nen, dat; dirfé Politik “Frankreich in den Augen „der let erhoben at? wat fie uns nicht gcstattrt, in Afrika und AUM Auraaben zu lösen, MTM lange liegrn geblieben waren und auf we1che die Regierung aufmkkkiézm zu machen selbst das arlamrn: übersehen hatte? In Europa_wrrd keine Frage: von Wi Üßklit Lebandelt, ohne daß unsere MMUZJ eingekolt und dir unsere Hilfe gkrrüns'cbt wird, Kann man schließl! [raxnrm kak; unsrrk sd iriedrrkxergeitellte Macht1teUung d€n_Cmfl_'-!ß ZebÜ-T und "eie Wirkung hervorZebrqut hat, da[; _, ems USUS Zusammßnikßung in den Bundmven der europaischk" MIME it;:tianr , welche: uns unsere Außnabméfiésllws rrrlxkisr: [?ck und un?- den Stürzpunkt gab, der uns so [an (? i_eleÉ) Zirki erße Mächte, qeaenseitig » einander hingezogen dur kic FL:;- xiebangÉfraÉT ihrer Gesinnungen und ihrer gegenskitigen ertereßsn- baden fick) die Hand grrcichk, sis haben Eine Verkinigung g€1chl_onrn, welcbe fie auf natürlichem_Wese in unabläistger, “squlausng volitiscber Arbeit einandkr nabert und deren dauernde Friedfxrtigknt ihnen eine grgénseiti e Sichrrbrit garantiert. Wenn man kme der-
artige: Politik anschu digrn rriU, iv ULÖMM wir in vollem
die Verantuwrtlithkeit auf uns und erklären uns als “ihre ent- schlossener) Anbän er. Indessen “ kann ja unter den g enwärti en Verhaltnissen un er Eifer unklu, unsere AufmsrksamLJeit fel) er- baft erscheinen. In diesem Fa e sagen Sie es klar heraus; unsere " 'der Regierung - wurzelt in der Kammer. Wenn Sie uneinig sind, dann wird die Machtßellung Ihrer Vertreter ge- schwächx und obnmäcbtigiem. Wenn Sie aber eini bleiben, so wtrd * ankretcb, wieder aufgerichtet durch einen mehr c:?s zwanzigjäbrigen YUM, vertbeidigx durch eine Armee und Marine, für welche das „ nd wtxderbolt :xnt Ueberlegung die weitgehendften Opfer gebracht bat, geleitet vor: einer Regierung, welche von Ihnen unterfiürzt wird, rlanvoli und mtt_kaltem Blut die großen Aufgaben weiter verfolgen, wrlche ihm zu ersüllen bleiben.“
Der Txputirte Flourens bemerkte, die Intervention Frgnkreichs in Japan habe hauptsächlich deutschen Interessen edtent, und fragte alsdann, ob fiel) die Regierung Kompen- iationen vorhehalten habe, ob man nicht von Rußland ocrlangqn konne€ daß es die Franzosen unterftüse, um _die Befreiung Egyptens zu erlangen. Der Deputirte Goblxt fand die Erklärungen der Regierung Flrichfalld ungenugepd urid betonte, die Theilnahme an rn Festlrchketten_ in Kiel verleßten das Gefühl des Volks. DieThZilnahme “* _ankreichs sei veranlaßt durch die JntervexiZion _1m außersten sten. Redner forderte alsdann die Veroffentlichung des Bündnißvertrags mit Rußland, wenn ein solches bestehe. Was die elsaß-lothrm ische Frage betreffe, so wolle er keitie Revaxxche gegen Deuts land nehmen, aber solange „erstere _mcht geldit sei, werde rankreich sick) Deutsch- !azid nichr nahern. Der Ministsr- räsident Ribot er: niiderxe, die Regieryng habe_ nicht' uythätig bleiben können gkgenuber_ den Ereignissen im äußersten Osten: Rußland Und Desutichland hatten dort _nicht aUein thätig sein dürfen, Frankreich hahe, indem es win Interesse vertheidigte, die allgemeine Politik befolgt, in der es bereits die Sicherheit und Würde gefunden habc,_die niemand im Lande m Abrede neUen werde. Frankreich habe sciUc Interessen mit denen eiiier anderen. Macht sür den Frieden Europas verbunden; irit 1891 FN M Europa eine Veränderung vor sich ? gcingen. Dieses Bündniß bilde heute die Stärke ““rankreicZS. Tisékammcr und das ganze Land härten diese - olitik ut- grheißen. Hierauf wurde eine TageSOrdnung, durch wZche die Erklärungender Regierung gebilligt werden, mit 416? gegen 105 Stimmen angenommen und die Sißung aufgrbdben. _ .
Zirdsranzofwchc Schiffs-Division, bestehend cms de_n Schiffen„Hoche(“, „Du ut) ché-me“ und „Surrouf“, Wird heute von Bren nach ici abgehen.
- Rußland.
Der Kaiser befichiigte gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, aiif_ der K'ronstädter Rhede die nach Kiel bestimmten Kktégsstthe. Aus diesem Anlaß war die Rhede aUßerordentli belebt; Auf den Wällen waren Truppen aasgestellt, aiif den Krisgsschiffen standen die Mannschaften in deri Rauen, die Land-Bqtterien und die Kriegsschiffe gaben den Kaisersqlut. Später gingen ,dann die Schiffe, der Kreuzer „qurik“,ynd das Panzersch1ff „Alexander 11.“ in See. AUJ_Chr171iansund ist gestern das Kanonenboot „Gro- 1ia7t1chji“ ebenfalls nach Kiel abgegangen.
Italien.
Die Erdffnung des Parlaments erfolgte ostern durch den Konig Mit einer Thronrede, welche naY) dem W T. B.“, wie folgt, lautete:
_ „Ick; brgrü e' dix neuerwx'rhlten Vertretrr der Nation und gebe ;ck) drr Gewtß ert bm, daß dieselben das erlruchtete Bewußtsein der Z::er bqrrenden Loben Aufgaben und. dsn Entschloffenen Willen be- ]:Zeri, „dtexelben durchzuführen. Das in dkn Wablorten versammelte iialirni]ch€ Vvik hat seine Absichten mit einrr sdlchsn Klarbktt Yundgegeben. daß dis Neugerräblten hinfort nicht in Un_g€1v1ßheit Übrr _ dl? Natur ihrer Aufgaben blei- ben konnen, „:x-Elche eine rasche Entscheidung seitens des Parlaments e_rbrricben. Die Organifierun der Finanzen wird noch- uials den „erstsen und bauptsacbxichsten egenstand der Beratbung bilden. Dre in der ersten S€1fionsperiode eingebrachte?" und an- Enommenqn Geseßentwürfe hatten allerdings die Wirkun , daß der Staa'txkrcditgebohen Wurde, und trugen dazu bei, den Ausxall zwischen kkn'xahrltchkn Cmnabmen_und Au§gaben in wirksamer Weise zu Verringern; allem dis Befestigung des Budgeks“ ist durch disseiben noch iiicht voükomrnen erzielt. Angesichts der Dringlichkeit einer ?_usretchenden Abhilfe bat deshalb msine Regierun einige Vcr- mgungen getroffkn, welche unverzüglich die Von iFrer sofortigen nweydung , erwarteten budgetaren Er_wlge über die Vor- anschlage hinaus ergebkn haben. Dirie Verfügungkn wurden alsbald der Sanktion des ParlamentL unterbreitet und werden Jhnkxt nßusrdings vorgelegt werden, damit Sie über dieselben jenes Yrtfieil fgllkn, welcbeß mit Vdüem Recht Ihrer Autorität Vorbehalten Ist- Mein das wirkliche Gleichgewicht im Staatshaushalte wird nur dadurch berßeftellt werden können, daß die AuSgaben in den Engsten Grrnzxn ge alten,werden, welehe die unabweislicben Bedürfnisse der kasch1edenen Zwerge des _öffenrlichen Diean noch erleiden können. Es blxtbt noch em Schr1tt zu thun, um dieses Ziel zu erreichen, Und ich hege _das Vertrauen, daß Sie, beseelt don Ihrem er- habenen PatriotiSmus und in genauer Kenntniß Jbrer Pflichten, kl? erforderliche Kraft finden „werden, um die letzten Schwierig- kUten z_u uberwrnden und die doÜftändige Gesundung der staat- [tchen Finanzen sicher zuAsteUen. (Fs ist dies der gemeinsame Boden, aui xveichem alle wohlge11nnten Manner ohne Unterschied der Partei Uh stet bewegen können., Das Parlament wird dabei zeigen können, ZW es ferner Aufgabe in jener Weise gewachsen ist, wie es das xand yon ihm erwartet. Na dem wir die Staatsfinanzen konsoli- lekt, im Auslcxnd unseren die ntwicklung der Volkßwirtbscbaft unter- 'ÉUHendexi Kredit gehoben. und auf natürlichem Wege die Quellen der Bt_oduktionsund der Arbeit wiederbelebt haben werden, werden wir mit FOfZerer_Szcherbett und mit dem Entschluß einer würdigen Lösun cm “tx Bewalrtgung der schwerer) Aufgabe herantreten, die uns die lo alen _inanzen dieren, und werden die VerwaltungSreformen derart vorbereiten onnen, wie ie den Erfordernissen der Gegenwart und dem Charakter Unsereß Vol 6 am besten entsprechen. Gleichzeitig mit den erwähnten Fnanziellen Entwürfen, werdezi Ihnen andere Vorschläge verschiedener Égtur zugebenx die ich gleichfallsIbrer Aufmerksamkeit empfehle. i_é oberxte Burgfchaft jeder bürgerlicYn Geseuschaft ist eine sichere, KW?- fur Alle leiche ].an ubexr„ [len stehende Justiz. Meine Legierunß werd J nen tmtbin ernige Aenderun en der zur Zeit in EZM, ste enden Gesetze Vorschlagen, Welche daran? abzielen, daß dis
nrichtungen der_Recbxspflege einen besseren Schuß der Privat- rechte und der 9ffentl1chen Ruhe sichern. Jeder Staatsbür er, ZZ! wen_n er xm hohes Amt bekleidet, soll berufen wer en onnxn, uber [eme Zandlungen unter der Herrschaft des all- gemein vsrbmdlichen eseßes Rechenschaft abzulegen. Es liegt
5 daher “ob, und es werden Ihnen bezügliche Vorschläge zu- JÉHM, die Kompetenz der_ ertchte nicht nur fur die unter eordneten ÖWQslufen, sondern auch fur die durch in höheren Graden des 6 entliehen “'Ul'stks stehendePersonen begangrnen Handlungen klarer als bisher zu a ?n- Noch eme Veraijortltchkeit ruht in gleicher Weise auf sm?! Gut efinntenx noch em Werk,giebt eß, zu dem wir alle berufen als, ?_s i der soziale Friede. Meme, Re terung mu te diesen Frieden
Hüterin der Ordnung durch die ewalt au recht halten, fie
stimmt jedocb mit mit darin überein, daß der Anwendun von Gewalt die des Woblwoüens upsem Mitbürger vorzuziebkn sexi?3 und da den repressiven Maßregeln die Gnade gefolgt ist und in noch auéqedebnterem Mgße folgen. wird„ sobald durch die wiederbergesteüte Ordnung die Bursgfchaft einer nicht_ obne Zwaxrg_ erhaltenen Stabilität egeben ist, :) rechne ich dgraus, daß em „wirbamer Einfluß auf die unLewu
ndelnden und die Jrregeleitefkn auSgeübt werden wird durch die
eseéaeburig, welche dem S_qusaß der Brüderlickokrit unter den Men chen immer hohere tbcztracblicöe Bedeutun zu leibsn bestimmt 1ft_; nach dieser Richtung wird auch die erziebli 2 Aufgabe der Schule Wirksa'mFem. ck habe, wie Sie_wiffen, den Ruhm meiner Regie- rung m der Verbefferung des Looies der Bedürftigen gesucht. Sie werka an, dem Glücke meiner durcb glückliche Ereigniss erfreuten Fgmilie nrcbt brffer tbeilzunebmen vermögrn, aks indem Sie dahin wirken, daß es i_n' der großen italienisckoen Familie niemanden gebe, der dYkch Gewalrtbatigkert odcr Haß zu leidrn hätte. Auf dieses Ziel wrrddte Regieruxig bixiczrbriten, und dieses Ziel soUen auch Sie im Auge, babrn. Mit aumcbtiger Gcmxgtbuung koristatiere ich die Herz- lichkeit der Beziehungen, welcbe zwikchen andersn Völkern und uns, zwischem memsr Regierung und den auswärtigen Regierungen bestehen. Europa arbmet Frieden, auch durch unsersn Minen, und krin Miß- trauen, ket_n Verdacht ruht auf unseren Abs1chten. Mit berechtigter Freude knnenden wir daher unsere Schiffe, um an der friedlicbcn Be- gkgnung YU" Fiotten rheilzunebmen, welchs im Bsgriffe find, das untxr den uwizien memks Freundes und Verbündeten, des Deutschen Kamers,_volle_r1dete bewunderungswürdige Werk einzuwriben. Von dort Werden 11ch dirsxkben nach England begrben, um der britischen Flotte und der britischkxi Nation unsersn herzlichsten Frsundekgruß darzubringen. CH_lregt mir am Herz?", anen einen neuen Beweis der Praktischkn Wirkiqueit dieser Intimität in jenem Erdtbeilr zu fiZnaltsieren, wo Jxalien und England sick) bkrübrrn und im Einver- srandntf; bandeln,_ die _[a ge der Zivilisation bockxbalten. Dorf, wo die dorgeschntteth 5) ol'er um die Ehr? wetteifern, das Gkbiet ihrer sr11chYr1ngender1 Tbattgkeit gußzudebnen, bat unser Herr, dem Feindr die Hrirri dirtend, von Kamala bis Adna dkn Rudm der italienischen TathkUs Erneiiert; doch hat“ dir englische Régisrung Italien Linen neyrn VeWeis ibrék'SVWatbie gegeben, indcm “sie? cs verbindertc, da[; aus dyn untrribrer Schurzherricbast stehendrn Häikn drs Golfes von Aren den im_ Aufstandr gegen uns begrifflnxn Völker- schaftexi Wasen zugtngrn. Immerhin wird die Organisation der itqltemkckkn Befißungen in Afrika, welche wir im Zusammenhange rnit der Lage und dxn aggrmeinen Jnterrffen des Volks betracbtcn, wir brsbsr . aucb w'eiterkytn den Gegenstand der unermüdlich€n Sorge 1112an Regierung bildxxn.„ Weit entfé'rnt, Sine Politik der kantkUé'k zu wollen;.strebch wir m_ Wirklichkeit danach, unirrrn Stsllun en daysrnde Stcherbxrt z_u Derichaffénx insbesondsrk wrrden unsere? .C- mybungen darqur gerichtet iem, allmäkzlich die finanzieUr Unabhängig- th drr Kolynie vorp_Vkutterlande vorzuberriten. Wir gehen drr Feier des €r1t€n_Jubrlaums Jtalirns im dritten Rom Entgegsn, jenem ewxgxn Rom, _in WÜÖLM Ls meinem Vater vrrxiönnt war, dis un- z/ertorb'are nationale Einheit zu krönrn. Ich bin versichert, Öl? nichr vergrhens zu dem Werke zu bsrufen, diirch welches Yeiés drnkwurdr e Jahr dkm italieniic-Hrn Volke in Zukunft Hegrn br1_ngrn „w :_ [an und Au§fübrnng müffsn auf der Höhe kikséö _gßrdße-n Ziels“ stern. 'Die Durchführung drssslbrn wird eine Ehrc: Zur die nrunzehnte' Legislaturperiodr sein, wr[che zu eröffnsn ick) niich Freire. Mdgrqdie Gcmcinsamkeit dsr Vrstrskanacn und di? Ztkbe zivtschen Dynastie und Land, auf welche die G€schick€ Italien:“; 11ch aufgebayt babe'n, in anen tbätige und brave Dolmetscher finden, und mogx dis Ach_tung „Vor der Würdejensr frribritliäpsn Einrichtungen, wxlck)? die unerschuttrrligbén Giaubknssäizr meinrs Hausrs bilden, Sie leiten, um dem italientxchen Vaterlande eine grficherte Und beitkre Zukunft zu bereiten!“ *
Der _Eroffnung Yohnten die Königin, der Kronprinz, der Graf von Txxrin und daS diplomatischeKdrvH bei. Dir Ver1ammlung degrußte dxn König und die Königin beim Er- scheinen und beim Vcrlamen dss Saals anS lebhafteste. Auch vor dexn'ParlamexitsZebäudx bereitete eine zahlreichr Menge dem. Komgsyaar emen begeinrrtcn Emvfang. Zn drn Straßen enviesen die Truvpsn die militärischen Ehren. Die Thronrede war andaurrnd von stürmischrm Veifal] Und dem Rufx: „Es lebe der“ König!“ begleitet. Besonders lau_te Zustimmung Fanden dix Stellen über die voliständige Yeztaurieryng der 'JMÜUZOU, uber die Herstcllimg des sozialen Friedens im Jnnerrr des Landes und Über die Vermählung des Herzogs von Aosta; Ter Passus Über die herzlichen Be- ziehungen zu alien Volksrn songie die warmsn Worte für Deutschland und England, ebcnw ÜUch dic SWM, wo dic "xhronrede von den Politixckxn Zielen in Afrika, und jrnr, in weicher 116. 13014 den geplanien _VsrwaltungSreformen im Innern spricht, riesen den ledhaftejtxti Beifall _ dcr Vcrsammlimg h_ewor._ EH erer nete mch keinerlei Zmixchcnfaü, weder im „“:-.aal x_clbst, no vor drm Yariamenthcbäudc. Bei der Eideslcixtung warc-n UM.“ dic Sozialisten abwrfcnd; während auch mehrere _radrkale Deputirte, darunter Cavallotti, den Eid ablegtrn. Dre 1einerzett vom Krichgericht verurthcilten Deputirxen BOSO, Barbaioaund Defelice WUrden nicht zur Eidesleiitung aufgerufen, weil sie wegen ihrer Vsrurtkieilung nicht wßhlbar find.
Gestern Abend! 9 Uhr fand ein? Vers_91nmlung der ParllgmentSMawrität statt4 an welcher Uch 251 Trputirtr betherligtcn. Der Ministrr-Prändeni (TrisPi richtete eincn Appell. zum Zysamxnenhalten und ur „Disziplin an die Mawrttätsziarteien für die heutige bstimmung Über die
usammenießunq des „Bureaus und des Präfidiums der qumer und cßlug m __rühmenden Worten den Deputirten Villa als Kandrdatkn fur das Kammer-Präsidium vor; die Versamirilung billigte einstimmig dicien Vorschlag. Die Oppofitionsvarteien werden die Kandidatur des Her vgs von Serm'oricta aufrechterhalten. LeYtercr Hat einen 5 rief an di Nadim" gerichtet, worin er er lärt, daß er mit der Opposition bezuglich der konxtitutionellcn Fraqen und der
ragxn,_ _betreffend die Vertagung und den Schluß der Session, ubcremxtixnme, aber die Mittel nicht biUige, mit denen Cavalloiti den Kampf ge en die Regierung führe; er werde die Regierung bei alien eseßen unterstüßen, die eeignet seien, dem Lande die Ordnun? _ und Sicherheit zu er alien. Diese Erklärung halte er für eme Yflicht, bevor er die Kandidatur für die Kammer-Präfidentscha
Schwüx Der Ngtionalrath hat gesterri in namentlicher Ab: stimmung mr_t111 egen 9Stimmen die Vorlage des Bundes- rat?s betreffend die Revrston der Militärartikel der Bundes- ver (: ung, angenommen.
Griechenland.
An der gestern yo'rgenonzmenen Wahl des Präsidenten der Kammer betherlrgten sich 192 Deputirte. aimis, der Kandidat der Partei Delyannis, erhielt 14 Stimmen, Archerino, der Kandidat der vereinigten Oppositionßparteien, 44 Stimmen. _ _
Das Kabinet hat seme Entlassung gegeben; der König hat Theodor Delyannis mit der Neubildung des Kabinets beau _axxt. Del annis konferierte gestern längere Zeit mit dem on ge, wel em er eine Ministerliste vorle te;
übernehme.
heute wird er sich mit seinen politischen Freunden berat en.
Bulgarien. » . Bei deri gestern in Sofia vorgenommenen Wahlen für die neu err1chte_ten vier andelskammern wurden, wie „W. T. V.“ berichtet, zumeist Anhänger der Regierung gewählt,
Amerika. Der neu ernannt? Staatssekretär des Auswärtigrn Olnet) hat gestern den Eid geleistet und seine Amtheschäfte ubernommrn.
Asien.
_ Ter deUtxchr Gesandte Freiherr von Gutschmidt über- reichte „gestern in „Tokio, begleitet Von dem Kommandanten und_ einem Offizier S. M. J „Arcona“, in feierlicher Audien dem Kaiser von Japan die Kette zum Schwarzen Adler: rden, welche der Deutsche Kaiser demselben in Erwrderung der Verleihung der Kette zum Chrysanthemum- Orden „vsrliehen hat. * “
Die „TimesÜ meldet aus T'icntsin vom Sonntag, da der_neuernannte ]apanische Gesandto Hayaschi dort eixige- trorfen_set. *
Tre telegraphische VJbindynz; zwischen Shanghai und Tscheng:tu (Provinz Zz" T1chwanck ist dem „ReUter'schen
„Bureau“ zufolge wiederhergesteüt, jédoch sind noch keine be-
stimmten“ Nachrichtrn Über die englischen, franzöfischen und amerikanischen Missronarr _eingetroifcn, deren Eigenthum Ende Mai don L_lufruhrern zerstört wurde. Es verlautet, daß die Lage in T1cheng:tu_ ruhiger geworden sri, daß sich jedoch die Unruhxn in dem 1üdlich von dieser Stadt gelegenen Lando ausbreiten.
Parlamentarische Nachrichten.
Die heutige (72) Sisung des_ Hauses der Abgeord- nexrn, _w_e_lchcr der “manz-Miniftrr ])1'. Miquel und der JUstiJ-YNMUTEL“ S chönxitedt beiwohnten, eröffnete der Präsident von Köllr'r nm 121/4 Uhr.
Vor Eintritt in dir Tage-Zordnun theiltc derselbe dem Hause daS sLlf der [eßten Sißung erZOlgte Ableben der Ab- Ydrdneien Hauptmann (Zentr), Ottens (nl,) Und von
ixselmann (kons.) mit. Das Andcnksn dcr Verstorbenen wurde durch Erhrben von drn Pläßcn geehrt. _ Das Haus tr9t sodann in dxe dritte Berathung dcs (He- reßentwurfs, de_treffend das Grundbuchwesen und die Zwatigsoolljtreckung_in das unbcmrgliche Vermögen in dem (Hsbicr dcr Vormals srxien Stadt Frankfurt sowie den vormals Großberzo_lich [)esmchcn und Landgräflich hessischen Gebietstheilen dsr5 rowinz Hessrn:Nassau.
Ten F 5 Ab]. 2, welchcr fcitseßt, daß ein Vertrag, durch den ein dirigli es Recht an einem Grundstück besteUt werden soll, der schr1ftli en TFM bedarf, beantragten die Abgg. Spahn und Stephan - “ eutiien (Zentr) dahin einzuschränken, daß von dem Erforderniß der schriftlichem Form ab- gesehen werde, wenn die Zur Ausübung des dinglichen Rechts eriordcrlickir Anlage mit (,inwilligung des Eigenthümers des Grundstücks auf diesem dergestclit wird.
(SchlUß des Blattes.)
Bauten.
Die Forrsrsnng der Bauarbritéén an drm Hoch- und Mitt?!- 7ch_[o_s: zu Marienburg _bésckpränkte fich wäßrcnd der letzten Monate urn die Abgrßdung des chtparcbams, den Ausbau des Thorwärter- bauschrzis aus deux Nordwrsi-Hauptsingang zum Schloßbof, die bai).- analvtxicbsn UnTer1uchungcn in der St. Anna-Kapeüe, in dan Ruinrn dss _Praffrnrdiirms und im Jnnrrn dss Ostflügkls des Mittelschloffes, 'OWlLaUs dic Vorbereitungsn zur VoÜrndung des Zinncnkranzés übst dsr Ci._Anna-Kachs. Eriiwurf imd Kostenanschlag zur Herstellung des, Psairrriiburms find anigestrllr und unterlikgcn der Vorrevision. Mit drrvinnrrkn AuLxcbmückung drr St. Anna-Kapeile, sowie mit demk Pran-sntkiurmbau WU noch im Laiifc dicsks Sommers begonnen wsr cn.
,_,- Theater und Musik.
_ „1 Konzert drr im RUdlebur-gkr Kartrllderband Vereinigtrn fiinf Ge1angvcre_ine aus Jena, Haile, LeirziZ, Prag und Bonn, welches am 0. d._M. in dern ibn€n_dazu _überlaj1cnen Hoftheater zu Weimar iiattsand, _batte emen _großen Erfolg und dürftr dem Liszt- D 871 km al- Fonds LMM Namhaftsn Vetrag zuführen.
Mannigfaltiges.
TIF Lu-tber-Trnxmnl aixf dcm Neuen Markt ist heute in Gegenwart Liner dirltauicnrförfigsn M*?" e frierlicb sntbülLt worden. Der DenkmaiFr-laß war in würdigcr Wki e g€schmückt. An der Skite nacb dcr Kurier,Wilhelmsiraße'crbob fich_ das imposante Kaiserzeit, an . LIS. fich zryxt HaÜen _sixr die Ehrengäste schlossen. Die übrigen drei Seiten umiaumten T_rtkimen, über denen sich Ständer mit Blumrn- korbrn und Flaggrnmaitea erboben._ Auch die Häuser des Neuen Marktes Waren reich iini: zum tber! recht qrschmackool] dekoriert. " Alk? „_EdrenßastL erschienczi der Vize- Präsidrnt drs Staats- Mixiiitertums, Staatssekretar ])1'; von Boetticher, die Staats-Minister Freiherr“ yon'BerÜZPsÖ- Or. Miquel und Tbiklrn, der Letztere mit dem Ministerial-Direktdr Schulß und dem Geheimrn Ober-Baurafh Adler. Den abwesenden Mr_nistrr der geistlichen 2c. Angelegenheiten Dr. Bosse _VSrtrat der „Ministerial-Direktor Dr. von Bartsch, dem sich der Wirkliche Gröeixne Ober-PegierunW-Ratb Or. Schöne sowie: die Geheimen Ober-Rrgierungs-Nathe [)x- Jordan und Graf Von Bernstorff angeschlossen hqtten. Vom *Paiidels-Minifterium waren noch. der, WirUtch€ Gebeixtic Ober-RegieriingE-Ratb Lüders, vom Justiz-Mmiftrrium der (Hebrime Ober-Justiz-Ratb Dr. Starke anwesend. _Ferner waren die Staais-Minister Grafzu Eulenburg und Or;_ Deibruck, 'der Chef des Zwilkabinets Seiner Majestät dss Kamers und Königs 131“. _von Lucanus, der General-Stabsarzt der Armee Dr. von Colex, der Pra dent des Reichsbank-Direkwriums ])r. Koch, der Ober-cPrafident, taats-Minister 1)r. von Achenbach, der Laydes-„Dnektor von Leveßow und der Ober-Regierungs-Ratb Lrikdbetuz, Leßterer als Vertreter des olizei- räfidiums zugegen.
ie Univrrfitat wurde durch den 5 ektor fleiderer vertreten. Die? Cbargterten der Studsntenschaft hatten mit ihren Fahnen zu S_etten des Denkmals Aufstellung genommen. Die Akademie der Kunste vertrax Profeffor ])r. Blumner, die Technische och chule der Rektor, Gehrtme Re„_terungs-Ratl), Professor Slaby. ab reich ver- treten xvar die (Getstlrchkeit, der die Tribüne rechts, zunächst der Ehren- halle, ringeraumt War. An ihrer Spitze befanden sich die General- Supermtxndenxen Faber und 1). Dryander sowie die Wirklichen Ober- Konsistorial-Ratbe 1). ])r. Brückner urid Propst ])r. Freiherr von der Gols. Es folgten auf den übrigen Tribünen die Vertreter
drr heiden städtischem Brhördcn, die Förderer des Werks und die Kommiinczlbeauiten des Bezirks. egenübkr dem Kaiserzeit War die Tribune fur den Koslcck'schen Vläserchor und die Sänger