deren
[ " wiederum eine Gée tsübung, na fck Oß nch fck ___ ___
Beendigung Seine Majestät mit dem erlauchten
Frühstück im Kreise des Offizierkorps des Garde-Kürasfier- _
egiments einnahmen. Vom Offiz'xex-Zafiqo des genannten Regiments" begaben Sich Seine Maxextat_ mlt Yem ErzTßog Franz Salvator nach dem Neuen Palms zuruck, emp en aber vor der Abfahrt aus dem Potstzamer Bahnho de_n En el: sohn des verstorbenen General-Obexsten von Pape, e_gxerungs- Referendar Wehlmann, melchxr d_1e Ehre hatte_, dxe O_rdßn seines verewigten Großvaters m dte Hande Seiner Ma estat urückzule en. Nachmitta s g_ege_17 4 Uhr gedachten eme
ajestät er Kaiser mit A erhoehxtthreuz erlaucht_en (Haste dem Rennen des PotSDamer Reiter:Verems m Sperlmgslust herzu- wohnen". Abends findet zu Ehxetx d_es Erzhexzogx mzz Salvator Lin Fkst auf der Pfauemmel statt, wohm S1 die A(lcrhöchften und Höchsten Herrschaften auf dem Wasserwege zu begeben gedenken.
Ihre Majestät die Kaiserin und Königin ertheilten gcftern im Neuen Palais eini_e Aydienzen und empnn_g_en u. a, Frau von Hansemann. achmtttags um 4 Uhr de_ga en Sich Ihre Majetät nach Berlin, übernachteten tm htefigen Schloss und kehrten heute früh 8 Uhr nach dem Neuen Palais zurück.
Nach dsr im RsichßEisenbahnamt auf es_tellt_en Nachwei1ung der auf deutschen Eisenbahnen - ausy lteßlxch BayemY - im Monat April 1). J. vorgekommenen Betrtebsunfalle wach zu verzLichnenx _
Entgleisungen auf freter Bahn . 14
in StaYionen . . 12
Zusammenstöße auf steter Bahn . Z
in Stationen . ck sonstige Betrieböunfälle. .112 zusammen 147
. _ge:
Tuber wurden: todtet
Reisende . . . . . ._. „_ . „_ ._ . . 4
Bahnbeamfe und Bahnarbetter tm _Ttemtc. . 20
Post:, Steuer-, Tel€graphen:, Pol1zc1-Beamte 2c. imdDiePnstZ. . ._ ._ch_._ ___ch. _. . ___. . em 8 er onen, M11 19 1 er 111 tm
FrDienst bsfindlichcn Beamtey und Arbeiter, aber ausschließlich der Selbstmörder
zusammen
Die den Rciscnden zugestoßenen Unfälle sind auf folgenden Bahne_n vorgekymmen: R8ichs-Eis€nbak)nen in ElmßLoxhrmgen . . Verwaltungsbezirk _ dcr Kömgltch preußnchen
Eisenbahn-Tirektwn
in Berlin .
., Elberfeld.
., Erfurj
„ Essen . . . . .
„ '“"nigsberg i. Pr.
„ Magdeburg .
Köniézxich _ achfixche. _._ . wurttemberg11che Staatseisenbahnén __ Großherzoglich badische Staaxs-cmenbahnkn , wis vor . Bei den BetrisbSunfäUsn wxxrden '.)2 Elscnbahnfahrzcug€ erhsblich, 71 ., unsrheblich
beschädigt, _ _ __ Von dsn BetriebSumäUcn ereigne'ten Uck): auf den Slaajsbahnen bei einer BetriebSlänge von 3565812111 . . . . . . . . . . 141 FäÜc, auf den Privatbahncn bei einsr Vetriebslänge von “2301 ](111 . . . . . . . . . . “Je ein Unfall kommt auf
„
Tauscnd Zugkilometer
Kilomster Beniebslängc bei den Staatcsbahncn . . 161 bei den Privmbahncn 384 __ 168 Wenn die Verwaltungen nach dem geometrtxchen Mittel aus den Betriebslängen und den geleisteten Zugkilometcrn ge- ordnet werden, so treten an die ungünstigste SteUe: bei dcn Staatsbahnen der Vcrwawungsbkzirk Direktion in Berlin, die Main-NsckarÖissnbahn und der Verwaltunqsbezirk der Königlichen Eisenbahn- Tireftion in Essen, bei den Privatbahnen die Tortmund-(Hronau-Enschedcr Eisenbahn und die Stargard-Küstriner Eisenbahn.
dsr Königlichen Eisenbahn:
Nach dem Wiederzusammemriti dcs Kolonialraths am Morgen dss 11.311111 theilt? zunächst Konsul Vohsen mit, daß das Tongomité soeben eine Drahtmeldung aus Misa: höhe erhalten habe, wonach Or. Gruncr mit ])r. Döring dort angekommen sei Und einen Vertrag mit dem Sultan von Gando am Niger mitgebracht habe.
Der Kolonialrath trat alsdcmn in die Berathung der ihm vorgelegten Denkschrift Über das in den deutschafrikanischen Schußgcbieten den Ein cborenen gegenüber zur Anmendun kommende Strafrccht un Strafverxahren und erörterte zuert im aUgemsinen die auf diesem Gebiet zu beobachtendcn Grund: säßc. Die Versammlung erachtete nach längerer Debattc, an welcher die Herren Profcffor Schweinfurth, Staudin er, ])r._ Scharlach, Gouverneur von Wissmann, Geheimer O er- Vonrath Kractkc, Asscffor Lukas, Staatssekretär Her og, Frei: herr von Tncher, Direktor Hernshcim, von dsr Heydt, irklicher Legationß-Nath Sonnenschein, Staats-Minister von Hofmann theilnahmcn, die Zcit zu einer allgemeinen Regelung der Sache für alle oder eimslne Zchußgc'bictc vor der „Hand noch nicht gekommen, beschloß indeß, eine Kommisfton niedsrzuss en, welche Vorschlägk Über die Grundsätze hinfichtlich der er- hängung schmererer Strafsn machen soll. Der Kommission wird
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gebieten, sondern _auch die Geseßgebung der fremden Kolomen m Afrika zugänglich gemacht werden. _ Es wurde ferner in die Berathung emes Antrags_des Herrn von der H dt ein etreten, welcher Ve rwortun e_mer Unterstüßung des eiter aues der Usambara ahn von euhs- wegen durch den Kolonialrath bezweckt. _ _ _ _ Am Schlusse der Sißun wurden dte Koznnxtsüon fur dte Regelung der Strafrechtsmege und_der stapdtge Außschuß gewählt. In leßteren wurden Yemahlt §e1ne_.Hohe1t der ZFUW Johann Albrecht von Me lenbu_rg:©chwerm, Staats- inixter von Hofmann, Staatssekrexar „H og, und zu Vertretern Staatssekretär von Jacob: und hren-Domherr Hespers. _
Der hiesige Königlich sächfische Gesandte (Graf_von Hohen- thal und Bergen ist von seinem Urlaub zuruckgekehrt_und hat die Geschäfte der Königlich sächfifchen Gesandtschaft wreder ubernommen. ,
Laut tele raphisckzer -Me1dung an das Ober-Kommando der Marine ? S. M. S. „Marie“, Kommandant: _Kor- vetten-Kapitän Credner, am 11. Juni in Singap_ore_ 811339- troffen und beabfichtigt, am 14. Juni nach Batavta m See zu gehen.
. Friedrichsruh, 12, Juni. Seine Könjgliche Hohett der Großherzog und Ihre Kaiserltche Hohen dxe Groß- herzogin von Mecklenburg-Schmerxn _trgfen, xme „W. T. B.“ meldet, gestern zum Besuch _des Furyten Vrs- marck hier ein und verweilten etwa zwex Stunden.
Bayern.
Das „MilitärverordnungHblgtt“ _ Armcebcfehl Seiner Köntgltchen „Hoheit Regenten: _ _
„Zum "25. Male kehren die deeyktage_des stegreubkn Krreges wieksr, an déffen opfkrvollén Kampxcn 17:6 Armee_Schulter an “Schulter mit den Truppen dsr übrtgen deutrchen Hee'res- kontingente rumeOU Antheil genommen hat. Erneut one ich bsi dissem Anlaß Dank un_d Anerkennung dsr Armee, wchlche in altbewährter Tapferkeit, wingkbung_und_ Pfltchttreue x_bre Fahnen mit unhergänglichem orbeer geychmuckt hatte. Ernstes Angkdenken widme ich denen, welch€_d€n Heldentod _an dem Schlachtfelde ;:eftorbén find. Jab RYÜUYÖL, daß durch die Armxe, a1s bkrufens Trägerin der Ueherlieserurzg aus_ der großen_ ett, die ErinncrunZ Hisran aUch in den l_ünfttgen Ge1chle_chter1_1 uztt b- bastigkcit erhalten wird. Ick Verfügt? DéZbalb; uberemßtmmend mit 72-31 Von Seiner Majkstät dem Deut1chen_ K_a11er_ m_xd Könia von PkkUßSn gsjroffenen Anordnungen, daß, 10 vst l_n der Zeit vom 16. Juli d. I. bis 10. Mai kommknden Jahres dre Fahnén Entfaltkt werdsn, sämmxlicbs Fahnen unh Standarxen, welchen für Die Tbeilnahme an dym Kriege 1870/71 eme Au§z€tchnqu _Ver- 1ishen errde, mit Eichenlaub, und- Tie erstén _Geschuße d_€1]€mgen Battsrien, Mlche in ihm Zefochten haben, mtr E1ch€nktanz€n ge- 1'chmückt werkkn“.
veröffentlicht folgenden dcs Prinz-
Württemberg.
Ihre Maxstäten der König U_nd di€_Kön1g1n_hahen11ch mit Ihrer TurchlaUcht der PktUJLsUU Batherdts zu Schaumburg-Lippe zu längerem Aufenthalt von Stuttgart nach Bcbenhaussn begcbsn. _ _ _ _ _ _
Bsi dem Mittagßmahl, welches S_egne Ma121tax_dxr Kontg am Sonntag in Biberach im Kret1€ _des Prandmms hes Württembergischen Krisgerbundes und emer Anzahl VLN M_1t- liede'rn und Tclegjrten cinnahm, brachte, dem „Schwab.
erkUr“ zufolge, Seine .?oheit dcr Prtnz errmann__v_on Sachsen=Weimar-Ei enach folgenden vast auf Seme Maxnät aus: _ _
„WZ wir VO]: Zkré'i ZQÖTSU dkn 11. Bqndsétag_s§i_erkén U11? xn EMW?" bsisamm€n warm, ka hansn Scme Majestat der antg die Abfuhr, uns mix ssinkr hohcn Géßknwart zu hesbren. Lstder ist damals ein TraUErfaU in dsr bohén Familix emgstrxtsn, und Mine Majestät warkn zu Jhrsm QXÖJTM LkikweWnvarhmkerr. _cxn der Bundksfeier tkkilzunebmen. Dama1s bartkn Seznx Majéstgt dis Gnakk, an mich ein bulrkoüés Schrsibe'n x_u rrchtsn, worm Seins Majestät séin rkgstxs Intékéffé für umer _Sath Fund gab, unk w€1ck€§ éch den Kameraden Vortrag. DMW Zchrcrben drückte so rscht dis Glückwümsche für das Geksihen dsr Bestrsbungey TSI Württkmbchischsn Kriégerbnndks aus. Jcrsm [Fcp un:€ marxn Tze Worts riss in? Mrz gxgrabkn, jéder hat ÜL in Yu Jnnsres aus- gknommsn. TLC t11onarchÉxschcn und wtrjvtiscth Géjmnungen, welche von dem WürttcmbsrgisMn Krichrbunkc gsrfl-ng 1m_d anfrscht Lk- haltsn wkrdkn. kamxn Zcstkrn und ÖLUTS auch am disxsm BunkkÉtZg in fichtkarkr Wsise so recht zum Ausdruck. Wir abe'r WOÜM m_tt Tank ankrkennen, daß SOME Majcstät TSM Bunde em_ _w Qrvßes Jnkcrcssé Entgéscnkringt, dUrch séin Ersch€in€_n, durch 781718 Thcilnahms an Tiussr Fkstkafc-l, xmd dadurch, dax; er 1th 112 Ehr? srrreix't, V1€l€ Tausénks von Vetkransn, wog gexlsnten Soldatkn „111 sub rrrk51marschi€ren xu laffcn. _Wir _müncxz Dk-FzYm sr mcbr ansrkknnsn, 315 wir wiffén. wie Uhr 171; _ZUt (&er Ykajestäl in Anirrnck) ZMOMMLU ist. Kam S*LinL Maxc1tat_doch 8711 gsst-Zrn Nacbmjttag von Der Unxlückßsteüe im Evachtbal znrack. T_crr, wo so Oiél Elénd und Jammér ist. Wir onxn ibm_kank8n___ka_t_: kr fick) dort der 11n51üch1iche_n mix so landesväterUcber JUrwrge angenomeM hat. Wir Kr'LSZEr xroUen nichts ror_ kkn an?;rn Unterxbankn rcrzu? bakéy, aher _unsexe Grund 818153, 11n1_er€ Grundstatutén kafisrxn auf kkr Könixstrene. Furs MajUtäT darf übkrzcugt skin, daß in ganz Württemkerg die Kxisgsr- vsreine fich Vcrbinksn mit TM Bürgkrn, um ihr?]: Anbänßlichken und ihrer Treue “egenübkr ?sm KÖnägZhauss jékékJLit einen fichtharem auI dem Herzcn ommcnden AuLdruck zu verleihen. Wir abek, Kameraden, wollkn unserxm Gefühlé: dsr Dankbarkeit, ker Untertbänigkeit, An- bänglicbkeit und Treus zu unserem Königshause ohne viele Worte Linen bkredtén und fröhlichenAusdruck geben, indem wir rufen: „Seine MQjestät, unskr in Ehrfurcht gkliebtkr König, kt lebe boch!“
Brausknder Verfall folgte diesen Worten.
Seine Majestät dcr KöniY erwiderte hterau7_ Folgenheézx
„Meine Herre?" Kameraden! ' or al1em ist es mtr Bedürfnixz, mein hsrzléchftes Bedürfniß, Ihnen meinen au? vollem Herzen komxnen- den Dank zu sagen für den freundlichen Wrükomm _und hkrzlrchc_n Empfang, den Sie mir bereiteten, und werter für_ dre Gexükzlx,_dt€ aus so berektkm Munde Ihres bvh?!) Ebrey-Prastdenten, S_Lrner Hoheit des Prinzsn Herrmann von Sachxsn-WUmar, m WETTEN thrkn Ausdruck fanden. Sie (1118 haben freudig in Das vrn Zbrexn Ehren- Präfirkntkn gerufkne Hoch Eingestimmt "_nd kannt Zbrx Gefinnungsn hckundst und hie scénige zu dsr Jhrlgen gemacht. Aus daI festsste und lebhafxests bin ich von der Wabrhctt Ihrer GefinnUng und Jßrcr Treue überzeugt. Bringe ich men doch aucb das _bsrz- lichsts und“ wärmste JUskrkffL kntzsgen; ich selbst, als alter Krtkgcr, habe mit sinkt Reihe von Ihnen auf den Schlackotfeldetn gestandm und auch sonst die schönsten Erinnéruann mit den Soldaten getheilt. chn auf di? Worte Bezug genommen in, die ich nach E'lingen an dkn Hobén Ehrsn-Präfidknten des Württembergischsn Krieger undes gkricbtet babe, so kann und muß ich fie heute nur wiederholen. Denn in ker ernstsn und schwsren Zeit, in der wir ";ck-sn, geziemt €:?- fich, ein maknendes
m" li die Gesmnungm,- die Ihnen während Ihrer Soldabeazeit ckckck wsrgdeé find, und bleiben Sie die Trager_dxrselbe11. Pflegen Hie die Gesetze und Pflichten der Güte, der Reltgwn, der Ordn_ung zmd der Liebe zu Thron und Vaterland. Wenn _jeder was an :bm_ tft, daß Seinige hierzu thut, so kann es nicht eblen, so mussen die schweren Wolken , die über uyseretp Vaterlande schweben, vorübergehen; denn unsere Sache tft _eme_e_dle, gyte u_nd qexechte. Pflegen Sie diese Gesmnungen, nehmen S_te deeyelben m Jvre Hetmath m erneutem Ma e zurück und tbeilen Ste dteyelhkn Ihren Kameraden, die beute am F nicbt theilnebmen konnten, mr_t. Nun_ aber werden Sie mit mir einig sein, daß wir unseren Gefuhlen kemen_ be eren Ausdruck geben können, als Wenn wir unseren obersten Knegs__er_rn, Seine MYestät Kais er Wilhelm U., hoch leben lassen. Gente Majesikxt . aiser Wilhelm 11. l_ebe boch!“ _ _ _
Dte Worte Semer Majestät machten emen l_tefen Exndruck auf die Versammlpng, und begeistert stimmte dteselbe m das dreimalige Hoch cm.
Die Kammer Her Standesherren hat in ihrer vor- gestrigen Stßung dte Berathung des Etats des Kultus-
Departements begonnen.
' Baden. * Jhre Köni liche Hoheit dic Kronprinzessin von Schweden un? Norwegen hat gestern Abend von Baden- Baden die Rückreise nach Stockholm angetreten. * hre König- lichen Loheitenher Großherzog und die Gro herzogin gaben 6chftder1elbcn bis KarlSruhe das Geleit.
Heften.
Die Zweite Kammer trat gestern in die Berathung des Antrags Osann ein: die Regterung zu ersgchen, die Verstaatlichung der Hessi1chen_ Ludwrgsbahn zu beschleunigen, eventuell, falls dre Verhandlungen über die Erwerbung de_s ganzen Bahnnesks nicht zu einem baldigen Abschluß kämen, die Regierung zu “ermächtigen, al]? hesfischen bereits heimfäUiqen Linien vom 1. Januar 1896 ab als Staatsbahneq zu erklären und staatlich verwalten u lassen. Die Regierung stimmte dem Antrag zu, der nach langerer Debatte mit 30 gegen 15 Stimmen ange; nommen wurde.
Sachsen-Coburg-Gotha.
Ter gemeinschaftliche Landtag_ der Herzog: thümsr Coburg und Gotha nahm in 1einer vorgestrigen Si ung das Geses über Abändcrung der GrundbuchSordnung na den Vorschlägen der Minorität der Kommisfion an und wurde darauf durch den Staats-Minister von Strenge vertagt.
Elsaß-Lothringeu.
Seine Königliche Hoheit der Prinz Leopols von Baysrn ist, nachdem Hochnderselbe zwei Tage die bayexischen KavaUerie-Regimenter m Saargemünd _und Dieuze be11chtigt hattk, gestcrn zu einer drei Tage in Y_njpruckQnehmenden In- spizierung der fünften banerischen Tivimm in es eingetroffen.
Oefterreich-ngara.
Der Kaiser traf gestern früh in Begleitxmg des Erz: herzogs RaiUer, dés KriegS-Ministcrs, der beiden General: Truppen-Jnsvekxoren und mehrerer fremden NZilitäx-Attachés zur Truppenimpizicrung in Bruck a. d._Leith_a_ em. Nach Schluß der Uebung sprach AUerhöchftdeUelbe 1eme besondere Anerkennung aus. _ _ _ _
Dcr AussckÖufz der ungari1chen_De_legat10n fur 1110 Berathuna dcs ud 6113 des Auswarttgen Amts htclt _qsstsrn Mittag eine «ißung ab. Der Pxäfidenf Kolgman TiFa gedachte, wie _.W. T. V.“ benchtet, zunächst des Rü tritts dcs (Hrarcn Kälnokr) und hoh deffen Ver- dicnstc um die Erhaltung des Friedeva und dte Pflege des Treihundes ervor. Sodgnn begrüßte der Präjrdent dcrx Minwter des ALUßsrn Grafen Goluchowski, welcher daraus dic nachstkhcndc Rede hislt:
.Es gcrsicht mir zur besknrkrm Ehre:, zum Nachfolger BLZ _1 Vérdisntkn Staatsmaynks auéersehkn wordkn_zu sein, dsr h_sxyak vikrzkkxn Jahre mit ebensovisl Glück al:“- Gsxchick die auéxyartme'n Angélégenhkiten dsr Monarckois gkleitet bat, u_nd untsr dam M Po- likik, die wir „112 die richtigsts und e'ntWrecherx'cste für un'._er_e Intsxsffsn wobl krksnnan müßxn, 170 tis? Wurzel gkxaßt bak. TTF]? Pylixik, Dkk?" LTLULT unk Ükcrzsugtxr Anbängkr ich st?!Ö_ZSWS1W bin. läßt fick) in rxn folgéndsn kurzsn Worten zuxazxmen- saffsn: UnhkrbrüÖlicbes Fkstléalrkn an _der durch den Friedens- bund rer krsi kurvräischkn chtralmäckyte gevchaffknen Grundlage, welche: kik Pflsgs der 15Min und fkkunksckxaftlickysten Beziehungen_ zu 1111611 ÜbriZSU Mächten ohn? Unxérscbikd nicht nur nicht_ aus1chlteßt,_ !c'tz- dérn seradézu hsTiU-gt. Tia frsxmrsckyaétliäye'n Beztebungxn, wrs _wrr fie keutx durcbgshénds UUTkakaÜLK, cntspreckpen _kknxrxach jo unhedmgt ksn wackkn und Ziklén unscres Bundcsverhaltnxt1€s_zu Deut?)- [and Und Italien, daß eron Erbaltxxng_ und Forderyng _Ych géradkzn als Lin Gkbot dcr Pflichx auxzwmgt,_ und seren x_Zje, mséné HMM, Übérzeugt, daß ich MÖTI uymlamen werxx, Misr Axüsahc „&,Lrscht zu werkén. Nys dkn Vontßbenderx AUZsuhxungcn kömxen Sie nunmshr e'rsébcn, daß, trwßkkm em Perwnenwschjel txt: Miniftkrinm des Aeußern stattgÜunksn hat, Von einer Aenderung m dsr Orientierung unserer au2wärtisén Politik oder gar _won emexn Svstemwcchsel absolut nicht die Rare sein kann. __Die Rexxxltqte, rn: wir auf dem bixksr bs?c1„t€n WSJ erzielt h_aben, Und s_0 bestxsdtgender Natur, daß wir nichckts Bxffcres zu wünxchxn Vermogkn, und zwar um so wenigkr, als dsr Dadurch gkskhafféne Zuytanx qm getreueften de_n Traditionsn Und Aspirationsn dsr Mxnarchik Mtjprzcht, welche, _wett entfernt, agarekswk Tendknzkn zu verfolgen, stets be1_trebt war, _m der frie'dlichen Entwickelung ker internanonalen Bezxebungen, m dxr SLärkung ihres Ansehens und ihrer Machtstcüung nach an et], sowte in rar Förderung des FortschrittS 1an dsr Wohlfahrt der) oller Ge- nugthuung und Befriedigung zu 1uchen._ “€:;le _kxm Zuxammxntrxtt dcr [eßten Delkgationen bat dée erfrkultche_ Volxttjckpe LQJe, dre :ck soxbkn zu konstatikren die Ehre batje, keinerlktAendkrung er uhren, und ich sehe am Horizont keine- ernste Wolke, die in mir die Befürchtyns wachrufsn könnte, das; die: Lage in absehbarer Zsit Line Trübung erletdx. Angsficbts so ruhiger Konftc'llationen erhléckc ich zunäcbfi _cm besonderes Fkld der Thätigkeit für mich in dcr allmählichen Enrwwkx- lung unserer Handclépolitik _und in dsr damit eng verknüpften Organ:- sation gewisser Zweige UMMZ Vertrstungs- rksv, Konsularwesens. Zu diésem Behme nehme ich mir vor, bsi ker nächstjähtigen Delega- tiM mit Vorsäßlägén an SLC bsrayzutrxtsn, di? allerdings ne'ue _va_er in Anspruch nehmen wU'dkn, Kren Durchführung abkr im _Hmbltck auf di? durch dis jüngstkn Ereignisés im äußersten Osten geanderxea Verbälfniffe nothwendig erscheinén wird. Nun gkstatten Ste, ment? Herren, “daß ich für disEmal ron WLÜkan Erörterunget) Un?- gang nehme. Ich bin noch zu kurz im Amt, zu wenn; xptt ken cinzstn T€tailfrag€n mcinss Resorts vertraut, um_ mtch m eme Lingébenkcre Darstsüung einzulaffkn. Es krübrigt _mtr nyr noch. mich Fhrsm Wohlwollen zu kmvéehlen und Sie zu bitten, uberzsuxt zu se'kn, daß ich nichts unterlassen werds, Um in Zukunft auch J ! Vertrauen zu gewinnen; dknn ich brauche nicbt ? _ zu gebkn, daß, kbenso wi? ki? Jntersffen dsr Gesammtmonarchte, mtr
nicht nur das gesammtk vorhandene Material cms den Schuh-
Wort zu sagen. Sis, vsrxkrtr: Kamerakxn, päkgen Sie so Vt€1 als
auch [“Es Jntkrc'fssn jskeF Theiss,? derselbxn und mithin die Jnterlffen
_dem Wunsche der ungarischen Delegation und der öffsntlichen
t die Vsrstcberurxg.
Ungarns sebr en aus Hen gewachsen find, und da ick) imme be- müht und befke t sein werde, dieselben *nach bestemßWiffen unk;r Ge-
wiffen zu vertreten.“
__ _ Der Referent alk erklärte, er be rüße die von allen Hetten erwartete ärung des Ministers es Aeußeren, daß trqß _.de Personenwechsels eine Aenderung in den Grund: prmzwten der äußeren Politik nicht eingetreten sei. Der Yednxr nahnz sodann von der Abficht des Ministers Kenntniß, fur dtc Erwertenzng der HandelSpolitik und für die Verbefferun der Verxretung tm_Aus1ande zu sor en, dock) werde es sicZ dabet mcht um dte_ einseitige Gelten machung der Wünsche Jon Z_nteres_1'enten tm Gebiete der Monarchie handeln. Da aber d1e Mtttel, durch welche der Minister seiner Aufgabe zu
entsprechen beabs1chtige, noch jede Erfahrung fehle, könne die.
De_leZatwn einstweilen ihre Billigung ausspre en, da der antex des AxtSrpc'xrtigen auch fernerhin dié seit I?:hren gut gehstßenen Pxxnßtpten m 11er äußeren Politik festhalten wolle, und konne_ nur mun_c_hen,_ daß Feine auf die Verwirklichung der: selben gertchtetx Thattgkett von aufrichetYen Sympathien begleitet werde. Delegtrter_Graf Apponyi lärte, er biUi € das Fest: haltxn an dem Tretbund ynd die Unterhaltung freunJschaftlxcher Beziehungen ztz allen Maxhten. Er müffe jedoch betonen, daß bezuglich _der die Myngrchte gn) nächsten berührenden Orient:» frage dte_1€1be auswarnge Politik herrschen müsse, welche auch _(Hrgf_ K-Zilnoky heobachtet habe, nämlich die Wahrung der 1elb1tandt€cn_nanona_len _Entmicklung der Balkanftaaten, unter Ausschlu ]ech_ emsxmgen Protektorats oder Einflusses. Delegrrter _ Gras Ztchy begrüßte gleich dem Vor- redner: dre dankenswerthe Erklärun des Ministers. De_leg_1rter Abxanyi 1enkte die Zufmerksamkeit des Mmuterß au_f_ dle rumämsche Agitation und betonte die Nothwend1gkett__ de_r Err_tch1ung von Befestigungen in Sieben- burgen, wxe ne m Sudtrrol und Galizien bestünden. Ter Redner spr_ach den Wunsch _aus, der Miniftér möge, da ihm als khcnxcxltgem _Gcsanhten m Bukarest die Verhältniss enau bekannt men, fernen Emflußbei der Miiitärverwaltung ahin geltsnkx machen,_ daß dre _Milrtärbefesiigungsn in Siebenbürgen haldmogltchn m _Angrtff genommen würden. Delegirter Stefan Kc; lev1ch traf den Anregungen des Vorredners entgegen, M em er erklärte, dieselbsn entsprächen nicht
Msmung 111 Ungarn. “ Das Budget rvUrde sodann in der Gencraldxbatte angetxommen. Zn dEr Spezialdebatte ba_t _Delegn'ter _Gyursowitsch den Minister des Aus: marttFn um 1etne_ Unterstüßung und Förderung der Unter cmdlungen m1t_ Sxxbien, bthfs der Abschaffung des_ Yaßzmangs atx her otterreichisch:scrbischen Grenze. Der Mmuter dks Llystyqrtxgcn Graf Goluchomski erwidsrte, die Yaßangelegenhsn 1€t__ enz; interne ungarische Angslegenheik, er 1431 ]xdoch gern der_ett, xeme Unterstüßung eintreten zu lassen, damn _dle__110ch mcht ggnz abgeschloffene Sache günstige Er- fol es un «mne der _Wunyche der Interessenten habs. Tos Yu gez des Auswärngkn Amts wurde sodann auch in der SP? taldebatte unvxrändert angenommen.
“ Budgetausjchuß des österreichischen Ab: qßordn et_ enhaus es bsantragte bei der Berathung Über den Tttel_„Mtt_telschulen“ _der Refsrent [)r. Beer: die Position, belkkssksld dte Ermhtung emes slowenischen Gymnafiums in CiÜi, abzu]ehnen_ und eme Resolution anzunehmen, nach Welcher die Landesbehordc von Steiermark aufgefordert werden M!, ein (Hut- achte_n abzugeben, ob_ und an welchem Ort eine Lehranstalt mit heutwher und slooxmscher Uytcrrichtssprache für die slowenische zygend _zu e_rrtchtezt se_1. Abg. Dr. Hallwich er- klaxte, dte deut1che thzke 11imme_wie 2171 Mann gegen diese JIMMY, _Welche Konjcquenzen src zu ziehen gedenke, falls n_e majorßfiert wer_de, das habe nicht Lin einzslner, sondern 131€ Pgrter zZ erkl_aren; er 1€i jedoch schon he'uté €rmächtigt, m_:r _dtcsen “sal! em ausdrückliches Minoritätswotum anzu- Yundtgen. Ahg. 131) Herold meinte, wenn das Deutschthum 1ch0n _durch dte Errichtung _Lincr Schule gefährdet werde,dann set dtcsßs Teutfchthum _eme leere Phrase. Unter-Steier: mark set nun et_nmal ylovenisch. Nach der Rede des Abg.
e_rold wurde dte Vsrhandlun abgebrochkn und nach «xederaufxahme per SiZung ortgeseyt. Tic Mitglieder der de_ut1chen Lmken nass und Menger sprachen gx en d1_e Vorlage, der Slowene Klue fÜr dieselbe. Der Unter- r1_xs-M1mjter Dr. von Madsyski erklärte, die chierung mmxc arz _dem Grundsaß, den kultureklen Bedürfnissen aller Nanon_cxl_11aten Rechnung_zu tragen, festhalten. Die Errichtung utragurxßschcrAnßalfxnw gemischtsprachige'n Bezirken ssi cin Bedurfxnß: dre zuexst m Marbur versuchtc UtraqUisierung habe mch dhrt 1)qu rt. Ter Bes luß des steierischen Land- tags o_he nicht 11er m vindizierte Bedkutung, weil er in Ab- wese_n en der jlovxmjchen Abgeordnetén gsfaßt morden sei. Die Regwrung respeknerc gern aUe nationalen Empfindungen, die in Rede stehende Maßnahme sei jedoch bcreits als wichtig erkannt und 1th Durchführung beschlossen. Der Minister bedauerte, dgf; hte Linke ge en diesen Budgetpoften stimmen w_ol]e;„ ex muffe ]ed_och__um denen Annahme bitten, da die Re- grerng tbr Wort emloden müsse. Nachdem Abg. (33 regorici und_1m_ Namen_ des_Polenklubs noch die Abgg. Kaizl und Graf Pmrnskt erklart hattett, für den Budgetposten stimmen zu wollen, wurde dre Sißung geschloffen.
_ Der_ Landtag von Ober:Oesterreich ist auf den 11. Zum emberufsn worden.
Großbritannien und Irland.
Gestern wurde, wie „W. T. B.“ berichtet, in London ein Kabmetßrath abgeha1ten, der indessen nur von kurzer Dauer war, d_a mehrere Mmister parlamentarischen Kommisfions: nßuygen betzuwohnen hatten; mor en wird wiederum ein Kabmetßxath ab ehalten werden. Wte vcrlautet, ist 'm der arxnentschen “Frage noch keine definitive Entscheidung ge: trMön worden,
In der gestrigen S_ißung- des Unterhauses fragte Vowles an, ob dte_Regterung irgendwie Kenntnis; habe von Interhandlungxn zwrschen Frankreich und Rußland bezüglich Sk Btldung emer engeren Allianz zwischen Frankreich UUd Rußland (zus Anlaß eines finanziellen Arrange- Ments, wonach dte ganze oder doch ein roßer Theil Lk yon_ Rußland übernommenen chinesis en Anleihe UN) 1“) MtUtonen Pfund Sterling von franzöfischen Ban uiers JUsgebracht werden_sol]e. Ferner fragte der Redner, () die
equng Kennt_mß habe von dem Bestehen einer Kon: Ventton_ oder ernes Arrangements zwischen Rußland T*.nd Cbznq, wonach Rußland für die Beschaffung der An: _FÜ)? terrttortale oder (_:_ndere Vortheile von China erhalten E L- Der Parlaments-Sekretär des Auswärtigen Amts Sir
Mächten, an_ denen fie se_lbst nicht theilnehme. durfe aber dtese A_ntwo_rt _nicht_ so atzfgeYßt werden, als ob ste das Zugeftandmß emschlteße, daß die ehauptungen der Anfrage begrunde_t sem). Der Schaßkanzler Sir W. arcour_t erklärte, dte Regierung beabsichttge, noch in dieser sfion eme Resolution bezü (ick) des Oberhauses vorzulegxn. _Jm weite_rex1 VerlaUJe der Sixun wiederholte Ambroxxseme vorgextrtge Anfrage betreffs Zrmeniens, woraufxn' E. Grey erwiderte, für disse Frage komme der 61. Arttkel des Berliner Vextra s in Betracht Ambros e fxagte nunmehr, ob denn fur ie britische Regierung irgend „eme Verpflrchtung bestehe, so vorzugehen, wie fie es thus. Trage dieses V9 ehen den Cxarakter einer durch den Vertrag geschqffZnetfolx t oder ver olga die Regierung ihre eigene Polmk- Str E. Grey erwiderte darauf, Ambrose habe qe: fragt, welcher Vertrag _für das Vorgehen der drei Mächte'in der grmemschen Frage m Betracht komme. “Zweifellos sei der Berliner Vertrag hrersür maßgebend. Was die Auslegung der Worxe des _Artikels 61 betreffe, so könne er nur erwidern, dxr Artrkel se1_ sehr sor fällig abgefaßt und er müsse dze Worte _fur fich ?elhst sprechen lassen. Bezüg- l1ch d_er Y_ktton der Regierung one cr hervorheben, L_)aß fett emrßen Jahren unausgcseßt bei der Pforte Vor- stellungen erho en worden seien. _ Die jüngst im Verein mit zwei andere_n Ma_chten erhobene VorjteUung sei nur eine Fortse ung der btsher__1mmsr befolgten FOUR. Ter Wortlaut der nt- wort de_s Sultans a_uf die orstellungen der Mächte sei erst vor_ wsmgen Tag_en emgegangcn. Vis dieselbe von dén drei Machten m Erwagurzg gezogen ssi, könne er keine weitere Er: kl_axung abgebey. Tre betreffenden ychriftlichen Mittheilungen konnten noch mcht vorgelegt werden. '
Frankreich.
Der „Temps“ sagt in ei_nem Artikel Über die vorgeftrige Kgmznerdebatte: _Wer _a_uch 1mmer unser Minister des Aus: wgrttgen wax, d:e_ Polmk Frankreichs hat fich nicht merklich geandkxt. Tte Mrttel wcchjelten mit den Verhältniffen, aber das erl blieb dasselbe. Seit vier Jahren ist eine neue That- sqchexmgetreten, welche dle Feste von Kronstadt und Toulon hmr_e_t§hend k1argelegt haben. Es ist dieses das franco- rus7_11che Etnvernehmsn oder die franco-russifche Alltanz (6 LR 18 00110871 011 1311131106 1130004115801."
Italien.
_T_er Deputirtc Villa ist gestern mit "268 Stimmcn znm Praßdenten der Kammer gewählt worden. “Der Hsrzog von Sermonsta erhielt 156, Barbulo 8 SÜWMLÜ. Llußérdsm myrden 9__[e_erc_ Zettel abgegeben. Bei dsr Wahl für das V1ze:Pras1d1um der Kammer wurden 420 Stimmen abgegeben; (Y_wählt _WUrden dic ministeriellen Kandidaten C_htnaglta,_ Jtnocch1aro:Aprile und Chimirri, welche 2/0 bezw.__?_,*39 unh 248 Stimmen erhielten. Die Kandidaten der Oppoyxtxon erhxe_ltcn im Maximum 109 Stimmen (die aaf B0nacc_t e_ntneley), tm Minimum 13 Stimmen ( Musst von der_äußerstczx Lmkxn). Alle ministerieUen Kandidaten für die Posten der _Sßkxetare _und Quästoren wurden mit Überwälti- Fnder_Ma_xor1ta1 gewahlt._ Einen Vize-Vräfidenfsn und zwei «ekretarpojten hat dj_e Maxorität dsr Opposition übsrlaffen: le_tztere m_mmt heuje eme Stichwahl unter ihren Kandidaten für diese Posten vor.
Spanien.
Der Minister:?ßräsidetzt Canovas de Castillo ist, dem
erkLä Zt. B.“ zufolge, unpaßlich; Ruiz Zorilla ist gefährlich r n .
Zwölft_au_sen1) Mann des Bewrlaubtcnstandes soUen unverzuglxch emberufen werden.
Schweiz.
__ Dkk Nationalrath vorhandelte gestern chr die “ emp's e Enenbczhnnovekle. Die Abgg. Zehr-Thurgau ((Mk-?ck) UFD Martjn-Neuenbaré radikal beantragteu Eintritt 'm die Berathunq der Vor ÜF? Und ck ornahme einer DetailbsrathUng: Abg. de (T_ollogxt) :_ aadt (radikal) bekämpfte dW Gsseß und beantrxtgtextgtt denxn LME Ergänzung des Obli atiONLnrechts, wo: nach 1312 Akt1enzwe1 M0_nate vor der Vcrsamm ung der Aktionäre de_pomexx wadcn_mÜx;tsn. Abg. Cramer-Zürick) (lid.) er: k_[_ar_te nch sm"_ 01C_ Porlags, weil öffentliché: Jntcreffen im ;“:melß seien: die BlUlgkkiT dürfe nicht verlost wsrden. Aba. Y_rosx-Solothurn (radikal) betrachtete die NoveUc als d'ie leextung_der _Ysrstaatlichung der Eisenbahnen und sprach yrc'y dahsr tür 1318181118 aus. '
Belgien.
DLL" n_e_uc Jumz-Minister Schollacrt legte gsftcrn in der_NepraykntanteZkammcx einen Geseßentwarf bsths Abanherung d_€s _;;chulg_echcs vor. Eine Pkrson auf der Zy1chagexxrrbunc Mex; beletdi, ende Rufe gegen dLn König und me Mmmtsr aus. Der Präßident ordnete die Entfernung und Verhaftung des Ruhcftörers an. Kammex dic ZÖUe auf Kakao, Margarmc an.
_Sodann nahm die Konxervcn, Butter und
Griechenland.
Das neue Kabinct ist_ wxch einer Meldung des „W. T. W._“ nunmehr endgülttg gebildet und wie folgt BsammengYe t: Theodo_ro_s Delyannis, Vräfidium und ZMMJMÖE uzes AUStyarttges, Mavromichalis Inneres,
berst_ "3111018an Krieg, chidis Marine, Petridis Untermeht, Varvoglis Justiz.
Amerika. Die „Times“ erfährt aus Philadclphia, daß eine ro 6 Anzahl _Delegirtex und Theilnehmer in Memphis zurgheß: ngen BtmetalltßenZKonvention angekommen sei. Man erwarte d1eAnwesenhett von 10000 Personen einschließlich der 15-00 Telegtrten.
Asien.
_ Der „TimeS“ ixt über Simla vom 11. cr. aus Kabul dre Nachr1cht zugegangen, der Emir von Afghanistan habs Umra Khan gefangen seßen lassen und eine strenge Bewachung desselben a_ngeordnet.
qusclbc _Bxgtt erfährt aus Shanghai vom 11. d. M., daf; etm e Mtsjt_q_nare d_er ste_mden, in Tscheng-tu und aydexn rtenckZLrjtqrten Mxsfionsftationen vermißt würden, es set ]edoch po kezn Verjust an Menschenleben bekannt ?; worden. TW Statwnqn m Saifu und Luchan seien Fe: kxyht. In Ts chungk1x1g drohe ein Aufstand auszubrechen. Sammtltche Europäxr hatten am 10. d. M. Tscheng-tu verlassen. Dasselbe Blatt erhtelt über Hongkon vom 11. d. M. dis
kl." ker) erwidexte, die Regierung könne keine Er: MMI abgeben uber Unterhandlungen zwischen anderen
Meldung aus Formosa, daß die C inefen den Japanern
Es | bei Kelung nur
_ _ schwachen Wrderstcmd geleistet hätten; dre: Japaner_ seten gefallerx. Der chinesische Admiral und wer Regimenter seien dte ersten gewesen, die sich zur Flucht nc1ch _dem nördlichen Yestlande gewandt hätten. Die Sqldqten weigerten fich, der 5 evublik _zu dienen, welche sich ledxgltck) auf dre Truvpen aus Canton nüßen müsse. N _ Afrika.
ach Meldungen, die aus Majunga in Paris ein e; troffen find, würden dj_e Truppen vor Mavetanana Z:- sammengezo en, deffen Emnahmc unmittelbar bkvorstehe. Die Avant ar e habe den Betsiboka überschritten und be;
finde fi gegenwärtig in Marlolo. Gkncral Torcy sei bei der Avantgarde emgstroffen.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Schlußbericht 11er die gestri 8 Si an des Zxxüusgees der Abgeordneten befindet fichgin de? Egrsten a _, .
-- In der hcuxrgen (73) Sißung des Hauses der Ab- ghordneien, we1cher per Finanz-Minister ])1". Michl berwohnte, m_urde dE zweit? Berathung des Stempelsteuer- geseßcs bet der_ »apfphntion 2 fort ch t und zunächst die gxstern an T_jer Veychlußansähigkeit dcs außes gescheiterte Ab- mmmung ::er den Antrag des“ Abg. Dasbach wieder alt. Der Antrag _wuxdc (ohne Zg'hlung der Stimmen) ab 8182711 und demnächst dl? „cxanzePontion mit den gestern bes [offenen Aenderungen atzgenommen. *
Anttchretrjche Verträge (Position 5) sollen nach der Vorlage _analyg den Pachtverträgen (mit einem Zehntel vom Handcxt) vervteuert werden.
__ Abg. Krausk 1711.) beantragte», sic Untsr ÖL!“ Rubrik „_ch:1ch€r_1_tLÜUU_g _von Rechter)“ nach der Wechselskala von 50 „H hrs zy__0 UFH stetgend zu besteuern.
“Schluß des Blanks.)
Nr. "23.1 DKH ,Zsptralblaxfs dEr BQUVOrwaltung', beraungebxn tm *_21nisterium der öffentlichen Arbeiten, vom _12. „(um hat „folgenden Inhalt: Arbenxxcben Bautrxrké. _ (Fortscxzung unk SMW.) '- Acstvlen-Gas. Vkrmwcbte-Z: _PrétsauMckpreihen um Entwükfk für Sin nordböhmisckxs Gewsrks-MUWum in Rcicbenbsrg. - Ncac Patente.
Tkr ZWNnd der antiken
Statistik und Volköwirthschast.
__ __ Arthtxrwohnhäuser.
Y1€_A_ÖLJ_J_ 1_che Stl_st_ung in Danzig, welche in dieskm Jahre am Sit]? my_mndzwanzxgjabrige Wirksamkéit zurückblickt, hat an der nach L_angxubr ?ubrénden_AÜee einen größerem Landkomvler angekauft und beahnchttgt, dort allmahlich _nach Maßgabe der verfügbar werdcn- dxn (&!mest 92ng bundsrx geyundc Arbeitérwobnbäusér zu erricbtcn. Schon M MMM Sommer WU kin größsrkr THÜ! derselben CerUt WILDEN. *
__ __ _ Zur_Ar_beiterb€wegunß.
Qn „_€:1*z:_g h_eschloß, wrs dsr .Mgdb. Ztg.“ gkmcldkt wird, am Myntgg eme Berxammlung ron Arbéitgebcrn, die s1ch aus M*nglrkdérn des „Vsrbandks dsr Bauarbe'iter“ und "dsr „Innung gc- vruxter MaurerMUsxcr' zusammcnscxts, - da dis auéftändigen Maarsngellen _ dax; Aqubct Ur Arbeitgeber nicht angénommen und dt; Arbklx an dxeykxn Tage nicht wiedc'r auf enommsn haben t_D€kZ_[. Nr. 134 d. Bl.) _, dis noch bsi ihnen chbäftigten Maursr, x_nxt Ausnabxne dersr, die beréité- übst “2-5 Jahre ununter- bxogben het thnxrx arbstxén, mit dcm aSstrigkn Tags zu Entlaysen. Es durstCn duxch Dl??? Maßnahmx noch 800 bis 1000 Maurer arbsitélvs gxworkcn_ ycxn. Nach dém ._Lstvzigér Tageblatt“ faßtkn darauf géstern dx€_au§stan_dt,zen Maurer m Linkr Vsrsammlung rsn Bsschluß, UW :t€1€r_ MaßrsgLCZ [?_AYZstaanU Scharte)» '
__ Me]: m _) e'r in m na éiném Bkrich dss ,Vorwärts' in d Ochqhsabrtf yon MJleck infolgk von Lohnahzügen in Höhe (*Der? "20 [*tI _300“0 _ cm Ausrtand ausgebrochkn. (Fs find im Ganzsn "29 Arbétte'r an Arheirerinncn ausständig.
_ Aus T_Cm Oulztbalx wird dsr .Rh.-W€stf.Ztg.“unterd€m 10.72.3117. 111111321138:le Dék Au§1tand dsr Vsrgarbcitcr dsr Grube Lüderick; UID Urahzxsfa dsr ViCiUS-Montagne (vsrgl. Nr. 129 d.B1.), der am 1_-. ' Ort_l d. _J. bxgopnkn hat, ist so Mit bstgslegt, daß die Bkrgleute kte ArbStt wrkdsr a_ufgannzmen babem, nachdem infolge nkUcr Vcr- ban_dlnng€n 313 Anfang UMC? Monat? von F?r Diréktion eine? Lokm- NÖOÖUUZ zugsxagx nxrden war.
_Dre am ge1trtg_kn WMO in Wisn abgsbaltknen Arbkitcr- Verka_mmlur_1§8n Und O_c'm W _T. B." zufolge insgesammt ruhig rkrlausky. Dre dener WLIÜÄM 11ch gkgen die? Vorlage Über kie Wablkaru] aas. _ Auf den Straßen und Öffkntlichsn PläßM habsn 71ch kkmkrlkt Rub€1tÖrUng€n chißnkf.
Gesundheitstvesen, Thierkrankheiten nnd Absperrungs- Maßregeln. _ _ _ "Spanien.
_Turch Komgltchc Vexordnung vom 1. d, M. ist wegen der in T_ar'_u5 (afiat. TU_rkxx) auxgetrstsncn Cholera für Herkünfte von dcm nachjtgslxgsnen Hasen _».Ykorfina Quarantäne angeordnet wordsn. G1etchzkxtxg _find _aUe _»Yasen, welche Von Tarsus nicht weiter als 160 1(1_11 entsxrnt 11n_d,_su_r chOleravsrdächtig erklärt worden.
Ems wsrtexe Kontgltche Bcrordnung von demselben Tage bebt die gegkn Koxxstantmovél und Anadoli-Cavak angsordmte Quarantäne wxeder aus. (Vgl. ,R.=Anz.' Nr. 36 vom 9. und Nr. 46 vom 21. Februar 17. I.)
D ck 23 f“ !) Yor'tÉZbal'
ur 5 er ugung _ es ömgi Porta iefiscben Minitkriums d_e§_Jnn€rn fink Herkunste aus Wolhynikn er cboleraVLrseuscbt, die Oasen des (_HoqupementTYstrachan für rein von Cholera erklärt worhen._ Dre rus111chen Hafen an der Ostsee gelteén noch als cholera- we'rdachtxg. (Vergl. _.R.-Anz.' Nr. 234 vom 4. Oktober und Nr. 162 Vom 12. Jult 1). J.) _ Hinterindien.
Durch Rathévsrordnung des Conyerneurs zu Sin ore vom 8._ D, M. find UE Abschnitte “2, 3 und 5 der „kkSgUaSpUkj0l1 01“ 13159388_07(11U8n€6 1894“ Vom 10. 17. M. ab für alle Schiffe in Kraft gewyt xsoorden, welche Von-den Häfen von Swatow, Macao und der JnYLl Fatgay komzneg_bezw. diese Häfen angelaufen haben.
_ Dana durxen _chtn61_1!che Außwandsrerschiffe, welche von jenen Hafen _komuxen, xn dre Hafen der Straits Settlemcnts nicht einlaufen und kexne ch1nefi1chk_n Etywanderer landen. Nur die dazu bestimmten Beamtxn konyén m1t_diejen Schiffen in Verkehr treten.
Dre Mgßregel 111 Veranlaßx worden durch das Auftreten der Beulenven m den genanntsn HULU- Durcb Rgthsvsrfügxzng dss GouVerneurs Von Singapore vom 10. t). M. 111 der Hafen _von Bangkok für chol€raVerfeucht erklärt worden. Alle von Bangkok tn Stngaporc eintreffsnden Schiffe unter- ltßgen der Quarantäne. Egywten.
Zufolgs Beschluffes des internationalen Gesundheitsraths in Alxxandrisn vom 27. r. M. smd Herkünüe des Küstenstrichs Von Kap